8* 8 8 5* 9 1 4 8
Kourier erhalten. Die Botschafter von Rußland erwarten noch ihre diesfaͤlligen man glaubt, daß sie nach deren Empfang Vertrag gemeinschaftlich als Ultimatum Unterdessen kann man fuͤr jetzt als entschieden ansehen, daß die Pforte sich dagegen strau⸗ pen wird; sowohl die bekannten Aeußerungen des tuͤrki schen Ministers, als die Stimmung der Moelims lassen vermuthen, daß der Sultan wirklich im aͤußersten Falle der drei Maͤchte ihre Poͤsse zusenden 2 8 koͤnnte. — Unter den Europaͤern zu Smyrna ist die SGesorgniß wegen der Londoner Konvention sehr groß; saͤmmtliche englische Unterthanen haben dem Hrn. Strat⸗ schrift zugesandt, worin sie ihre
d um Verhaltungsregeln an⸗
“
ßerordentlichen Frankreich und ZJIustruktionen; . Inͤstruk 3 den ratifizirten öobpbergeben werden.
den Gesandten
fort⸗ Canning eine Bitt gefaͤhrliche Lage schildern un
8. August. Die Pforte scheint
Konstantinopel, 1 Hsase 8 8 S8 tionstraktats eine im⸗ 8 untwerdung des Interven -
seit Bekan 9 und alle mit den
pos ellung annehmen zu wollen, “ ö der den kontrahirenden Maͤchte statt findenden Beruͤhrungen deuten darauf hin, daß der Sul lan keineswegs einen offenen Bruch scheut, vielmehr 2. durch seine Nation zu elektrisiren hofft. Der Reis⸗Ef⸗ fendt erklaͤrte oͤffentlich, die Zeit sei gekommen, wo der Ppforte nichts anderes ubrig vliebe, als Hand ans Werk zu legen, um die diplomatischen Winkelzuͤge durch maͤnn⸗ liches Auftreten in ihrem ganzen Lichte kennen zu ler— nen. Die Pforte wisse, was sie wolle, doch was belaͤstigende Vermittelung eigentlich beobsichtige, waͤre pielleicht in dem Rathe der Vermittler selbst. noch unbe kannt. Die Oeffnung der sieben Thuͤrme wuͤrde das Problem loͤsen, und der Charakter des Großsultans buͤrge dafuͤr, daß sie geoͤffnet wuͤrden (2), sobald die Bevoll⸗ maͤchtigten den Traktat der Pforte offiziell vg wagen sollten. Die Bevollmaͤchtigten der 88 H je scheinen wirklich einigermaßen eine Erneuerung es a ten Gebrauchs der Tuͤrken zu besorgen; wie man ver⸗ nimmt, soll Hr. Stratford, Canning schon seit einiger Zeit im Besitze des Traktats sein, Hr. 1. heeg ihn vor einigen Tagen erhalten haben, beide SSa. 8 nen Schritt zu thun gedenken, bevor nicht r. 8 Guilleminot Theil daran nehmen kann. Sie ees durch gemeinschaftliches Wirken die Ausfuͤhrung der Drohungen des Sultans zu vermeiden. — Die Formi, rung der regulairen Truppen geht ununterbrochen 82 man versichert, der Aktivstand der regulairen Armee 89 laufe sich schon auf 80,000 Mann. Der Sultan betreibt rastlos die neuen Anordnungen, und die fruͤher gezeigte Abneigung der Tuͤrken gegen alles Neue 88g sich ge⸗ legt und in eine Art Neuerungssucht E“ 8 ben. — Aus Griechenland erfoͤhrt man, daß Lor (schrane mehrere tuͤrkische Kriegsschiffe weggenommen . „ daß aber alle Bemuͤhungen desselben, die griechische 9 rine kompflustig zu machen, fruchtlos sind, dn2 8 auf seine eigene mitgebrachten Fahrzeuge beschraͤnkt gee⸗ mit welchen er donn nach Kraͤften zu wirken su 1 Sonst scheinen alle Militair⸗Operationen zu⸗ Wasser 2 zu Lande zu ruhen; nur die Intriguen des Colocotroni, der sich durch die Einnahm
e des Forts Palamides 9 i di Ute, aus wel— von Napoli die Romania sichern wollte, “ auf Befehl der Regierungs⸗ Kommission durch den General Church vertrieben worden ist, beschaͤftigen die Neugierigen. Der
Obrist Heidegger soll zum Kom⸗ mandanten jener Citadelle ernannt w
—177 84*8G E11“
orden sein.
*
“ Ged
“ ]
8,8 ₰
v. 8 e 1I1I1“
rerckt bei Feister und
1111“
A
PFsorlesu ngen auf der Koͤnigl. P im Wintethalbjahre 1827 — 28.
(Fortsetzung) Philosophie. Allgemeine Einleitung
thodologie der Philosophie: Prof. van Calcer. tung in die gesammte Philosophie: Prof. Elvenich. A gemeine Geschichte der Philosophie: Prof. Brandis. G schichte der griechischen Philosophie: Prof. Windise mann. Logik und Metaphysik: Ders. nem Lehrbuche: Prof. van Calker. Logik, nach Twesten Prof. Elvenich. Metaphysik: Prof. Brandis. Uôhe die obersten Grundsaͤtze der Analytik, nach Aristot Metaphysik: Ders. Naturphilosophie: Prof. Win di mann. Naturphilosophie, nach Schelling: Prof. R. v. Esenbeck. Psychologie: Prof. van Calker. Empj sche Psychologie: Prof. Elvenich. Aesthetik: Prof. Calker. Erklaͤrung der Buͤcher Cicero's vom Wesen
Goͤtter, theils in deutscher, theils in lateinischer Sprat
lateinischer Sprache: Prof. Delbruͤck. Mathematik. Elementar⸗Mathematik: Profes Diesterweg. Encyeclopaͤdie der Mathematik und Nate kunde: Dr. v. Riese. Ueber einzelne Zweige der reit Mathematik mit Uebungen: Ders. Algebra und A. lysis-des Endlichen: Prof. Diesterweg. Die Lehre den Kegelschnitten in analytischer Darstellung, oder D serential- und Integral⸗Rechnung: Ders. Differente und Integralrechnung: Dr. v. Riese. Ueber Diffen, tialrechnung nach Lacroix: Dr. Pluͤcker. Erklaͤrung Gauß disquisitiones arithmeticae: Ders. Ausgewaͤl Theile der Wahrscheinlichkeits⸗Theorie: Prof. v. M chow. Die optischen Wissenschaften: Prof. Diestern Soöhaͤrische Astronomie: Prof. Münchow. Ueber El tricitaͤt und Magnetismus, oder sphaͤrische und theo⸗ sche Astronomie: Dr. v. Riese. Markscheidekunst: De Naturwissenschaften. Experimental⸗Phy Prof. v. Muͤnchow. Allgemeine Experimentalalchem zweiter Theil: Prof. G. Bischof. Praktische Uebung im chemischen Laboratorium: Ders. Demonstratiog der Naturkoͤrper des akademischen Museums: Profe Goldfuß. Ueber die Fruͤchte und Samen der Pflanj Prof. C. G Nees v. Esenbeck. Ueber kryptogami Gewaͤchse: Prof. Nees v. Esenbeck d. juͤng. Erklaͤrg einiger Abschnitte aus Schneiders Eclogae physic mit vorzuͤglicher Hinsicht auf die darin abgehanden Naturköoͤrper: Prof. C. G. Nees v. Esenbeck. Mim logie: Prof. Goldfuß. Geognosie: Prof. Noͤggee Meteorologie: Prof. G. Bischof. Dieselbe: De Riese. Erlaͤuterung seiner neuesten Schrift: Aphtt men uͤber den Organismus der Erdwelt: Regier.⸗N Dr. Butte. Praktische Pharmacie: s. oben Heilkußf Uebungen im naturwissenschaftlichen Seminar: die 9 sessoren Nees v. Esenbeck, v. Muͤnchow, Goldfuß, N. gerath, G. Bischof. 1“ ee⸗ Koͤnigliche Schauspiele. 81 Freitag, 7. Septbr. Im Opernhause: „Fide Oper in 3 Abtheilungen. Musik von L. van Beeth (Mlle. Schechner, Hof⸗Saͤng
1
E11“ 11u“ ”
„Z
FeFeun 18 22 W1“
EEEE11“ 8z Redacteur Joh
A. ““ 8 672—
2
1 111“ 8
e. emss⸗ Hersg 8
reußischen Ryein⸗ Universität Bong
2 in dat Studium der Philosophie, nebst Encyclopaͤdie und M. Einlei
verbunden mit philosophischen Unterredungen’ daruͤber,
E1“ 1 u 1 . 2 E ⸗ 8½ 1.““
. 8 8
2 8 1e 85 . T“ 8 7 ö9 *. 8 1 11““
8 “ — 9 5 5
reuß
1““
2* 84 b 9 2 2 8₰ 2
3 —
⸗ 11“*n 1111141414“““ e6“
9 Wö
W“ 1“ “ *
“
1113“
t
*
me
u
1212 W“
38
g 1 8
1““
Logik, nach sehl
]
8. 8 8 1I1
Amtliche Nach
Kronik des Tages.
Des Koͤnigs Majestaͤt haben dem Kreissteuer⸗Ein⸗ ehmer Bambach zu Pretsch den Charakter als Hof. ath zu ertheilen und das Patent Allerhoͤchstselbst zu vollziehen geruht. “
2*₰
* 2
8*
*
*
richten.
28
82
1“
ZIZI1u“*
8* 8—
8 —
2
Im Bezirk der Koͤnigl. Regierung hu Danzig ist der Candidat des Predigtamts Carl Leo⸗ pols Boͤck zum ersten Diaconus an der St. Kathari⸗ nenkirche daselbst; “
zu Erfurt ist der bisherige evangelische Hospital⸗ prediger, Johann Gottlieb Friedrich Schulze zu Nord⸗ hausen, zum Predigersubstituten bei der dortigen St. Petrikirche, der Kandidat der Theologie, Carl Hein⸗ rich, zum evangelischen Prediger in Dachwig, in der Diͤces Erfurt, der Candidat der Theologie, Georg Fried⸗ rich Braungardt, zum Pfarradjunet bei der evange⸗ lischen Gemeinde zu Rohr, in der Dioͤces Suhl, und der bisherige Pfarrer August Christian Scholl in Klein Welsbach, zum Diaconus bei der evangelischen Gemeinde zu Neunheilingen ernannt worden;
zu Gumbinnen ist dem bisherigen Pfarrer Hirsch in Puschdorff die Pfarrstelle zu Remmersdorf verliehen;
zu Koͤln ist der bisherige Pfarrer Jos. Jakob
rewer zu Langendorf als Pfarrer nach Mehlem, Kreises Bonn, versetzt, und der Geistliche Joh. Heinr.
utmachers zum zweiten Kaplan der Hauptpfarre St. Martin in Bonn ernannt;
zu Liegnitz ist bei der evangelischen Kirche zu zriedeberg am Quais der zeitherige Nachmittagspredi⸗ ger Thomas zum ersten Prediger und der Candidat der Theologie, Thomas zum Nachmittagsprediger und Rector ernannt worden.
E
“
6 8
8 “ 8 11“
g. Angekommen. Se. Excell. der General der Ka⸗ vallerie und kommandirende General des VIII. Armee⸗ Corps, v. Borstell, v. Coblenz.
Se. Excell. der wirkliche Geheime Staats⸗ und Kriegs⸗Minister, General der Infanterie, v. Hake, aus
ommern.
Se. Exc. der General⸗Lieuntenant und kommandi⸗ rende General des Aten Armeecorps, von Jagow.
Se. Exc. der GeneraleLieutenant und Kommandeur der 7ten Division, Graf von Hacke, von Magdeburg.
Der General⸗Major und Kommandeur der 2ten Kavallerie⸗Brigade, Graf von Lehndorff, von Danzig.
Der General⸗Major und Kommandeur der 7ten Landwehr⸗Brigade, von P fuel, von Magdeburg.
89
8 I1“ „
Der General⸗Major und Kommandeur der 14. Ka,. vallerie⸗Brigade, Graf zu Dohna, von Graudenz.
Abgereist. Der Kaiserl. Oesterreichische Kabinets, Kourier, Profeti, nach St. Petersburg.
“
“ 8 8
8. 122
chten.
8 1“ 8 1 “ 8 84
Paris, 1. September. Die Ausstellung der gee werblichen Erzeuguisse wird wohl noch den ganzen Mo nat September offen sein. Es heißt, Se. Maj. wuͤrden bei der Vertheilung der den Fabrikanten, die sich aus. gezeichnet haben, zuerkannten Belohnungen selbst den Vorsitz fuͤhren. “
Das Conseil general vom Nord⸗Departement, hat den Schriftsteller Hrn. Miel beauftragt, eine Beschrei-. 8 der Reise Sr. Maj. in diesen Gegenden zu ver⸗ fassen. t.
Morgen wird im Maͤrzfelde das Wettrennen fuͤr die Koͤniglichen Preise, von 6000 Fr. fuͤr die von frem⸗ den Vater und Mutter in Frankreich gefallenen und erzogenen Hengste und Stuten, und von 5000 Fr. für die von einem auslaͤndischen Vater oder von einer aus⸗ laͤndischen Mutter gefallenen Hengste und Stuten statt⸗ sinden. Die Pferde muͤssen wenigstens 4 Jahr alt sein.
Die Gazette enthaͤlt einen weitlaͤusigen Auffatz uͤber die Entrepots im Innern. Der Verfasser sucht zu be⸗, weisen, daß dieselben an sich nuͤtzlich und vortheilhaft und fuͤr die Seehaͤfen nicht schaͤdlich sein wuͤrden. 1
Fuͤnfprocentige Rente 103 Fr. 90 Cent. — Drei⸗ proc. 72 Fr. 85 C.
London, 1. Sept. Nach den neuesten Nachrichten aus Rio⸗Janeiro scheint es, daß der Kaiser von Brafi⸗ lien die fruͤher beabsichtigte Reise nach Portugall ganz aufgegeben hat; so viel ist wenigstens jetzt gewiß, daß die vor kurzem aus Lissabon hieher gekommenen (letzt⸗ hin erwaͤhnten) Nachrichten, wonach seine Abreise im Juni erfolgen oder gar schon erfolgt sein sollte, unge⸗ gruͤndet sind. — Es ging uͤbrigens in Rio Janeiro die Rede, daß der Kaiser sich mit einer deutschen Prinzes— sin zu vermaͤhlen gedenke.
Durch das Koͤnigl. Schiff Eclair haben wir Nach⸗ richten aus Lima bis zum 31. Maͤrz erhalten; diese Hauptstadt war zu der Zeit noch der Schauplatz mili⸗ tairischer Complotte und Verschwoͤrungen.
Ueber den, vor etlichen Wochen von einem unserer Morgenblaͤtter (Times) sehr zuversichtlich verkuͤndeten Abfall des Pascha von Aegypten von der Pforte ist seit⸗ dem nichts weiter verlautet, wodurch jene wichtige Nach⸗ richt bestaͤtigt worden waͤre; so viel aber ist, wie der
1 8 8 . 8 8 8 5 4
ungs⸗Nachri
B
. “ “
*
n.
—
V
8 * 11“