1827 / 224 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Wed, 26 Sep 1827 18:00:01 GMT) scan diff

uum diesen Unruhen eine Wichtigkeit deizulegen, die Dauer des Aurstandes allein schon eine Plage, de renu unmittelbare Wirkung die Vermehrung der Banden uüund die Verderdtyeit der Gemuͤther der Mehrzahl in

Wenn aber auch die Zahl und die Personen der Auf⸗

ruͤhrer keinen hinreichenden Grund dargeboten haben, so ist

einigen Disteikten, die Ermattung der oͤrtlichen Behyoͤr⸗ den, endlich die Beunruhigung der friedlichen Einwoh ner ist. Diese Gruͤnde haben die Absenoung starker Truppentheile noͤthig gemacht, deren Abwesenheit, weil viele an der portugiesischen Grenze stancen, den Aafruhe⸗ beguͤnstigt hat. Die Empoͤrer geben sich den Namen von Royalisten und eutheiligen ihn hierdurch. Sie ent wuüͤrdigen den Nam n von Offizteren, den sie sich beige⸗ legt haben, indem sie mit den Waffen in der Hand Belohnungen fuͤr fruͤhere Dienste sordern und sich uͤber 8 Klassefikstionen beschweren, welche dem Koͤnige durch eine Junta von Generalen und Offizieren vorgeschlagen worden sind, und deren Anwendung durchaus nicht mit Strenge stattgefunden hat, sondern oft durch die koͤnig liche Gnaͤde gemildert worden ist. 1 FTuüͤrkei. Die Allgemeine Zeitung enthaͤlt folgende 8 unverbuͤ gte Mittheilungen: 24. August. Naͤchrichten aus Alexandria vom 7. Aug. zufolge war die aͤgyptisch⸗tuͤr⸗ kische Flotte, trotz des Abrathens des englischen Konsuls, am 31. Juli nach Morea unter Segel gegangen. Sie bestand aus 83 Segeln, worunter 5 europaͤische Trans⸗ portschiffe. Diese Abfohrt scheint in der letzten Zeit auf die Beschluͤsse der mit der Pacifikation Griechenlands beauftragten Botschafter von Rußland, England und Frankreich einigen Einfluß gehabt zu haben; denn diese setzten, sobald sie Gewißheit daruͤber hatten, die Frist zur Antwort von Seite der Pforte, welche fruͤher auf 30 Tage bestimmt gewesen, auf 15 herab. So uner wartet die Ankunft einer neuen Armada in Griechen⸗ land bei den obwaltenden Umstaͤnden, wo man uͤber den kuͤnftigen Z stand der Dinge noch keine klaren Ideen hat, auch Vielen erscheinen wird, so ist doch so viel zur Beruhigung der Griechenfreunde gewiß, daß von Seite der drei Maͤchte Maaßregeln eingeleitet sind, worurch Napoli di Romania und die uͤbrigen festen Pläͤtze der Griechen vor einer Eroberung durch die Tuͤrken gesichert werden. Man weiß, daß die Admirale und Komman⸗ danten der dort stationirten Eskadern ihre diesfaͤlligen Jastruktionen von den Ministern ihrer Hoͤfe bereits er— halten haben. Sonach wird die aͤgyptische Flotte in ihren weitern Operationen bald paralylirt sein, und Ibrahim Pascha wird es kaum wagen, einen nutzlosen Zug, und noch dazu in der schlechten Jahrszeit, gegen Napoli di Romania zu machen, wo in den Stunden der Gefahr europaͤische Huͤlfe erscheinen kann. Dieser Beschluß der europäischen Hoͤfe, der hier bereits bekannt ist, duͤrfte der Vollziehung des Vertrags vom 6. Juli den meisten Nachdruck verleihen. Die Hauptstadt ge⸗ nießt Ruhe, und mit gespannter Neugierde sieht man den sich gestaltenden neuen Verhaͤltnissen entgegen. Konstantinopel, 31. Aug. Gestern wurden die Dollmetscher der 3 Botschafter von England, Rußland und Frankreich bei dem Reis⸗ Effendi eingefuͤhrt, um eine Antwort auf die der Pforte unterm 16. uͤbergebene Note in Empfang zu nehmen. Sie wurden mit dem Bescheide entlassen: daß die Pforte keine Antwort zu geben vermoͤge, und daß ihr fruͤheres bekanntes Manifest Alles enthalte, was uͤber den in Frage stehenden Gegenstand

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zu sagen sei. Heute haben nun die 3 Borsch⸗” neue Deklaration ergehen lassen, deren Seeeschefte vernimmt, die jetzt von ihren Hoͤfen zur Veruß des Ortents zu ergreifenden Maaßregeln bettifft⸗ gleich gingen an die im mittellaͤndischen Meere k 8 vr. 8 drei Maͤchte neue Verhaltunget ab. ie Familien einiger 5 ves F. ger Botschafter haben sich Konstantinopel, 31. August. ur

dentliche Gelegenheit.) Gestern; 82 8 5., des der Porte gesetzten Termins zur Annahme der erfikattousvorschlaͤge, begaben sich gegen die 11te gg dte Dragomans der russischen, englischen und ftan schen Missionen zum Reis Effendi, um die Antwin ihre, am 16. August uͤbergebene Note abzuholen, Reis⸗Effenot erwiederte ihnen in uͤbermuͤthig 1 Toage, öie Pforte habe durch ihre Deklaration w Juni schen ihre Antwort ertheilt, und werde nie andere geben. Die Dragomans begaben sich hiernn ein benachbartes Zimmer, um ein Protokoll uͤbe Aatwort aufzusetzen, und als sie mit diesem 9 mente zuruͤckkehrten, erklaͤrte der Reis Effendi noch dies sei der feste Wille des Großherrn. So n diese Konferenz. Die drei Minister, uͤber den schluüß der Pforte beunruhigt, haben sich dem V men nach entschlossen, noch eine gemeinschaftliche aozufassen, um den Divan auf die wahr scheinliche gen seiner abschlaͤglichen Antwort aufmerksam z0p chen. Zugleich werden sie binnen wenigen Taga Exekutivmaaßregeln, die bereits gemein schaftlich adredet sind, anordnen. In Betracht der aufgereg Stimmung der tuͤrkischen Regierung aber hade die drei Minister entschlossen, ihre Gemahlinnen Kinder in Sicherheit zu bringen. Demzufolge bef sich bereits in diesem Augenblick die Marquist Ribeaupierre, die Graͤfin Guilleminot und Stratfort⸗Canning, nebst ihren Familien, an Bond Schiffen. Letztere ist von Hrn. Turner, erstem schaftsrath, und seiner Gattin, begleitet. Man gl daß sie sich nach Odessa wenden werden. Grof G. minot sandte seinen Schwager, den General Fernih Courier nach Paris, und Hrn. v. Valmy nach Smm um den Admiral de Rigyy von dem Vorgefallene unterrichten. Die Hauptstadt genießt fortwaͤhten Ruhe, indessen wird unstreitig die Abfahrt jeng men eine große Gaͤhrung erregen. Nachrichte Syra bis zum 22. Aug. melden noch nichts von Ankunft der aͤgyptisch tuͤrkischen Flotte. Einige an zu glauben, daß die englische Flotte sie scht dem Eintritt der eigentlichen exekutiven Magqj⸗ zuruͤckgewiesen haben koͤnnte.

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Koͤnigliche Schauspiele

Dienstag, 25. September. Im Schauspich „Wallensteins Tod,“ Trauerspiel, in 5 Abtheilunga 8 (Hr. Lemm wird als Wallenstein wiede treten.

Mittwoch, 26. Septbr. Im Opernhause:, Vestalin,“ lyrisches Drama, in 3 Abtheilunga. Tanz; nach dem Franz., zur Musik von Spontins C. Herklots. Ballets von Telle. (Mad. Kraus⸗ nitzt): Julia, als Gastrolle. Hr. Babnigg: Aie els LstE Gaplge) 111

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H*s b 8 88 84 1“ 8 Kronik des Tages. v1

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den GeneralLieute⸗ ts v. Brause, Commandeur der 5ten und Krau⸗ eck, Commandeur der 6ten Division, den rothen er Orden erster Klasse mit Eichenlaub; dem General⸗ ajor v. Rudolphi, Commandeur der 5ten Landwehr⸗ igade, den Obersten v. Grabow, Commandeur des n Infanterie, (genannt Leib⸗), v. Klinkowstroͤm, mmandeur des 3ten Husaren⸗, v. Goͤtz, Commandeur 5 12ten Infanterie, v. Kracht, Commandeur des n Ulanen-, v. d. Osten, Commandeur des 2ten ragoner⸗, v. Petery, Commandeur des 24sten In⸗ terie-Regiments, den Oberst⸗Lieutenants v. Gae⸗ cke, Commandeur des 20sten Landwehr,, v. Barner, mandeur des Garde Dragoner⸗ Regiments, den ro⸗ dritter Klasse und dem Obersten Luͤtzow, Chef des Generalstaabs beim 3ten Armee⸗ rps, den St. Johanniter Orden zu verleihen geruhet. Des Koͤnigs Majestaͤt haben dem Regierungs⸗ aupt Kassen Kontrolleur Aubert zu Frankfurt a. O., gleichen dem Regierungs Secretair Wendt zu Muͤn⸗ den Charakter als Hofrath zu ertheilen, und die fallsige Patente Allerhoͤchstselbst zu vollziehen geruht

Der Justiz⸗Kommissarius Ludwig Nohl zu Iser⸗ n ist zugleich zum Notarius im Bezirk de desgerichts zu Hamm ernannt worden.

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Ausland.

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Paris, 19. September. Den 16. Morgens ist der

znig von St. Omer abgereist. Se. Maj. haben den eg uͤber Arras eingeschlagen, wo sie zu Mittag ange⸗ men und bis gegen Abend geblieben sind. Der Koͤnig waͤhrend seiner Reise allein im Nord⸗Departement r 80,000 Fr. zu mildthaͤtigen Zwecken angewiesen haben.

Das schoͤne Gebaͤude der Pariser Boͤrse ist nun blich von den Truͤmmern und unpassenden Umgebun⸗ Die Voll⸗ dung des Banes hat nahe an 20 Jahre gedauert, welcher Zeit freilich nicht immer gearbeitet wor⸗ n ist.

Mehrere Generalversammlungen der Departements agen darauf an, daß Maaßregeln getroffen werden oͤgen, um die zu alten Pfarrer, welche ihrem Amte cht mehr vorstehn koͤnnen, hinreichende Pensionen zu ““

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geben, damit man nicht durch die Besorgniß, diese alten schwachen Leute schlecht versorgt zu sehen, verhindert werde, ihre Stellen durch tuͤchtigere Subjekte zu besetzen. 8e Fuͤnfprocentige Rente 101 Fr. 50 C. Dreiproc.

London, 15. Sept. Nach einem Geheimen⸗Raths⸗ Befehle vom 16. Juli d. J., ist den Hannoverschen Schiffen die Freiheit zu Theil geworden, Landes⸗Pro⸗ duecte nach allen Brittischen Colonien zu verfahren, und von denselben deren Producte zuruͤckzunehmen und nach allen Laͤndern ohne Ausnahme zu fuͤhren.

In der woͤchentlichen Versammlung der Directoren des Straßenbaus unter der Themse, welche am letzten Dienstage Statt fand, wurde außer Zweifel gesetzt, daß die Wirkungen des letzten Wasser⸗Einbruchs erfolgreich genug uͤberwunden worden seien, um die Fortsetzung des Werks unbesorglich geschehen lassen zu koͤnnen. Es muß auffallen, daß ein so großartiges, schwer auszu⸗ fuͤhrendes, aber doch thunliches Unternehmen, dessen Gleichen in Europa noch nicht gefunden ist, vielleicht an dem Mangel an Geldmitteln scheitern, oder wenigstens in seiner Ausfuüͤhrung aufgehalten werden kann. Es

scheint, als werde ein allgemeiner Aufruf, zur Betheili⸗

gung an dem Unternehmen, beschlossen werden.

Der mexicanische Gesandte, Hr. Rocafuerte, hat in den heutigen Blaͤttern angezeigt, daß die zum 1. Okt. faͤllige Dividende auf die mexicanischen Bons nicht dezahlt werden koͤnne. Diese Anzeige hat nicht nur die Inhaber der genannten Bons in die groͤßte Bestuͤrzung versetzt, sondern selbst auf den Stand anderer und selbst unserer Papiere nachtheilig gewirkt.

da die desfallsige Bemuͤhungen vergeblich gewesen, hat Hr. Rocafuerte in Holland eine Anleihe zu dem

gedachten Behufe zu machen gesucht, was jedoch eben⸗

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falls nicht gelungen ist.

Vor einigen Tagen wurde eine, nach des bekannten 8

Perkins Erfindung erbaute Dampf⸗Kutsche, in der sich 12 Passagiere befanden, auf der nach Camden⸗Town fuͤhrenden Landstraße probirt. Man sah sie, sowohl auf

ebenem Wege, als einen Berg hinan, mit einer Schnell

ligkeit vorruͤcken, welche auf 13 (2) Englische Meilen in

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Dem Vernehmwen

nach hat die mexicanische Regierung alles moͤgliche gee.,,. than, um in ihrem Lande selbst die Mittel zur Erfuͤlk!.8— lung ihrer Verbindlichkeiten ausfindig zu machen und so

einer Stunde anzuschlagen war. Oben auf der Anhoͤhe angekommen, wandte der Conducteur das Fuhrwerk (wel⸗

ches breiter als die gewoͤhnlichen Postwagen und noch einmal so lang ist, und daher ein hoͤchst unfoͤrmliches Ansehen hat), und fuhr den Berg wieder hinab, anfaͤng⸗

lich in einer Bewegung, nach welcher etwa 4 Meilen

in der Stunde zuruͤckgelegt worden waͤren. Es war aber nicht gehemmt worden und allmaͤhlig bewegte sich das Fuhrwerk schneller; der Fuͤhrer schien es aus seiner

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