““ 12 Stunden von Sar⸗ g hat augenblicklich von hier nach Sar⸗
PEE111A“ 8 elches nur ragossa entfernt ist. Die Regierun zwei Bataillons Garde⸗ IJafanterie ragossa abgehen lassen.
Der Kriegsminister hat unterm 7. d. dem Marquis von Campo⸗Sagrado, General Capitain von Katalonien, folgende Koͤnigl. Beschluͤsse zugehen lassen:
1 „Nachdem Se. Maj. unser Herr von dem Rap. poort, welchen Ew. Exc. unterm 31. August erstattet, so wie von den ihm beigefuͤgten beiden gedruckten Piecen,
dderen eine Manifest betitelt und von der Munieipali⸗
teͤaͤt von Manresa unterzeichnet ist und deren andere den Namen Proclamation fuͤhrt und von dem Verraͤther Saperes unterzeichnet ist, Kenntniß genommen, haben Se. Maj. folgendes befohlen: 1) Der commandirende General der Operationstruppen in Katalonien wird un⸗ verweilt die Unterzeichner der genannten Piecen verfol, gen und sie nach den Gesetzen des Koͤnigreichs richten lassen. 2) Eben so wird summarisch und in Gemaͤß⸗ heit der Decrete vom 17. und 21. Aug. 1825 gegen die Urheber der auftuͤhrerischen Bewegung in Manresa, des gleichen gegen diejenigen, die mit ihnen gemeine Sache gemacht, so wie die auf irgend eine Weise die Rebellen beguͤnstigt haben, verfahren werden. 3) Das Bataillon der Koͤnigl. Freiwilligen von Manresa ist aufgeloͤst. 4) Ein Kriegsgericht wird das Benehmen des Gouverneurs von Manresa, so wie auch der Chefs des Infanterie Regiments „Koͤnigin“ untersuchen und des 2. Linien Regiments, welche daselbst zur Zeit, als die aufruͤhreri— sche Bewegung erfolgte, in Garnison lag. Das gedachte Kriegsgericht wird summarisch richten, ob die genann ten Gouverneurs und Chefs ihre Pflicht erfuͤllt und al les, was in ihrer Macht stand, gethan haben, um einem Ueberfalle zu entgehen und die Koͤnigl. Fahne bis auf den letzten Moment zu vertheidigen.“
Ein anderes Decret enthaͤlt aͤhnliche Bestimmungen in Bezug auf den Gouverneur und die Befehlshaber der Garnison von Vich; die dasigen Koͤnigl. Freiwilli⸗ gen sind ebenfalls aufgeloͤßt.
Die Armee, welche der Graf d'Espagne befehligen soll, wird aus mehr als 20 000 M. lauter alten Sol. daten der Regimenter bestehen. Der Graf ist an die Setelle des nach Madrid berufenen Marquts von Campo Sagrado, zum General,Kapitain von Katalonien er⸗
nannt.
Amerika. Ein Privotschreiben aus La Guayra vom 28. Juli (in, oͤffentlichen Blaͤttern) enthaͤlt Fol⸗ gendes:
Beolivar wurde als ein Hosffnungen sind aber nicht in Erfuͤllung gegangen. Seit mehreren Monaten herrscht hier nur eine Stimme.
Kreuziget ihn! kreuziget ihn! ruft das ganze Land, das er mit seiner absurden Administration bedruͤckt hat, und mit seinen phantastischen Plaͤnen ruinirt haben wuͤrde, wenn ihm nicht der Vicepraͤsident und das Ministerium in Bogota, eben so wohl als die oͤffentliche Meinung, die GSpitze boͤten. Es herrscht kein Zweifel mehr, daß er von Peru gekommen ist, um sich die Revolution zu Natze zu macheu, und darauf seine eigene Erhebung zu gruͤn⸗ den. Darum erließ er die Amnestie, die niemandem ge⸗ fiel, und sorgte so wohlgefaͤllig und artig fuͤr die Haͤup ter der Revolution, denn diese waxen Feinde des Vice⸗ praͤsidenten, und das Verlangen einer Reform der Con, stitution, welches die Raͤdelshelden nux als das einzige Beschoͤnigungsmittel und Rettungsaussicht betrachteten, um sich auf eine gute Weise aus der Schlinge zu zie. hen, paßte gerade zu seinem Plane, die verrufene Con stitution von Bolivia diesem Lande aufzudringen. Sie wissen, daß die Hauptpunkte derselben in der lebens laͤnglichen Bekleidung der Praͤsideatschaft ohne Verant⸗ wortlichkeit mit dem Rechte bestehen, daß der Praͤsident den Vicepraͤsidenten ernennt, der sein erblicher Nach.
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Messias erwartet; unsre⸗
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folger wird. Außerdem sind 3 Kammern verordnet, z der Tribunen, Senatoren und Censoren, als Nachai mung des Prospektes von Siyes, nach welchem Noh leon nach seiner Ruͤckkehr aus Egypten im Jahre 18 die Revolution in Paris ausfuͤhrte. Das schlimmste i aber die augenblickliche Aufhebung der Selaverei, 1 eben so ungerecht fuͤr die gegenwaͤrtigen Besitzer ist, 1” zerstoͤrend auf dieses ackerbautreibende Land wirken mußte, da nach dem Emancipationsgesetz erst bis 1838 nach ung nach alle Leibeigenschaft aufhoͤren sollte. Die Macht der Waffen und der Wille der Gewalt drang diese Con stitution, deren uͤbrige Tendenz wenig practische Glicc⸗ seligkeit verspricht, schon den Republiken von Boihig und Peru auf, und sie sollte nun auch in Colummn eingefuͤhrt werden. Die Zeitungen, die von den ei gen Secretairen Bolivars in Caraccas ausgegeben wurta, predigten immer das Lobh dieser Constitution und d großen Idee des Libertadors, unter ihrem Schutz die Republiken in eine Federation zu bringen. Man mi es zum Lobe der politischen Einsichten und des Freiheing sinns von Caraccas gestehen, daß sich auch nicht ein Stimme zu Gunsten dieser Projecte erhob, sondern in Gegentheil viele Flugschriften mit Dreistigkeit, Feuk und Beredsamkeit den Plan bekaͤmpften, den auch i oͤffentliche Meinung als phantastisch und der Freihe gefaͤhrlich verwarf. In Bogota bleibt man fest auf den Vorsatze der Aufrechthaltung der Constitution stehen, auch ist es Santanders energischen Maaßregeln gelun- gen, eine hinreichende Anzahi von Senatoren und Re; praͤsentanten zu versammeln, um den Congreß gesetzma⸗ ßig eroͤffnen zu koͤnnen. Von Seiten Belivars ist abe les gethan worden, um dieses zu verhindern, und ch wuͤrden alle hiesigen Deputirten indirekt dadurch vom Abreisen zuruͤckgehalten, daß man denselben auf das Ven langen der Auszahlung ihrer Reisediaͤten immer dire kurze Antwort ertheilte, daß keine Fonds dazu eruͤbrigt werden koͤnnten. Nach der Eroͤffnung des Congressu nahm man zuerst die hypocritische Resignation Bollu vars, so wie diejenige von Santander in Verathung, und es erhoben sich so viele Stimmen gegen das Betra⸗ gen und die verdaͤchtigen Plaͤne Bolivars (der in Gu⸗ ayaquil, Quito und Carthagena schon fruͤher durch sei nen Secretair Gurmann die Municipalitaͤten zu dem Beschlusse stimmte, ihn zur Dictatur zu empfehlen) daß man zuvoͤrderst die Resolution faßte, eine genaue Un. tersuchung anzustellen, um zu der Urberzeugung zu 9. langen, ob die verwirrte Lage von Columbien durch die vermeintliche schlechte Administration Santanders ente standen sei, oder die Machinationen Bolivars in Vene⸗ zuela und die verdaͤchtige Sendung des Herrn Gurg mann die Schuld truͤgen, damit der Strafbare von den Congresse verworfen wuͤrde. Spaͤterhin gab man dieße Untersuchung auf, weil man im Falle der Annahme de Resignation Bolivars mit Recht eine neue Revolutio fuͤrchtete, denn dieser Mann giebt seine Macht eben sl ungern auf, als er sich in seiner Resignationsacte dazl. willia zu erklaͤren scheint. Die Debatten waren heftig. und das Resultat war freilich die Verweigerung der Resignation Bolivars und Santanders, aber das Stim⸗ menresultat beweist die Stimmung des Congresses. Lvo⸗ livars Resignation hatte 34 offirmative und 50 negatide, Santander aber nur 4 affirmative und 70 negative Stimmen. Es ist sogleich eine Botschaft an Bolivap abgegangen, um seine ungesaͤumte Gegenwart zu vet⸗ langen, denn man will ihn in Bogota haben, um ihn unschaͤdlich zu machen. Diese Congreßereignisse fielen im Mai und Anfangs Juni vor. Fruͤher schon hatten wir
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die Nachricht von der in Lima am 26.
Jan. stattgefundenen
Revolution, die dem Reiche Bolivars ein Ende machten, und alle europaͤischen Blaͤtter haben schon die Details ge⸗ geben. Es ist Ihnen vielleicht weniger bekaunt gewor⸗ den, daß die dritte in Lima stationirt gewesene Diviston 8 8 11““ “
lumbischer Truppen zur See abgegangen und sowohl Erolich als suͤlich von Guayaquil gelandet hat. Die ördliche Division hat die benannte Stadt besetzt, nach⸗ mesich die Garnison mit ihr vereinigte. Die von Bo var eingesetzten und unconstitutionellen Behoͤrden wur⸗ nweggejagt, und auf Anforderung erwaͤhlte der Staats⸗ igistrat einen Civil⸗- und Militairchef in der Person Gran Mariscals Lamar, eines Peruaners, der nicht Diensten von Columbien steht. Die Truppen und „Municipalitaͤt gaben dann in einer Acte die Erklaͤ⸗ ung, daß sie die Constitution aufrecht erhalten, und cht eher der Regierung von Columbien wieder Gehor⸗ mleisten wollten, bis sich Bolivar vor dem Coagresse n dem Verdachte gereinigt habe, eine despotische Macht Unden und die Freiheit Columbiens zerstoͤren zu wol⸗ u. — Man will wissen, daß es die Absicht ist, das semalige Koͤnigreich Quito von Columbien los zu rei⸗ n, und als einen Foͤderalstaat mit Peru zu vereini⸗ n. Diese Vorfaäͤlle gingen im Monat April vor. Ein hurier brachte vor drei Wochen die Nachricht aus uito, daß unter den Truppen der suͤdlich gelandeten htheilung eine Contrerevolution ausgebrochen sei, und an den Anfuͤhrer nebst 40 Offizieren verhaftet habe,
sie nach Quito auszuliefern. Die Nachricht wird zweifelt, weil sie nicht bestaͤtigt worden ist. Ohne diese orfaͤlle wuͤrden wir vielleicht noch lange das Ungluͤck r unheilbringenden Gegenwart Bolivars gehabt haben. rist Anfangs dieses Monats nach Cartagena in Ge⸗ Uschaft des englischen Gesandten an Bord der engli hen Fregatte Druid abgereist, um nach Bogota zu ge n. In seiner Abschiedsproclamation verspricht er, den ongreß zur Berufung der großen Convention zu ver⸗ jgen, und zeigt seinen Entschluß an, gegen die Rebel zu marschiren. Man erwartet ein sehr gespanntes erhaͤltniß in Bogota, und es ist zu erwarten, daß kißhelligkeiten entstehen muͤssen, weil der Congreß in ner jetzigen Stimmung den Grundsatz des Bestandes r Constitution aufrecht haͤlt, und schon so laut die elen Decrete und Verwaltungsverordnungen tadelt,
ie von Boltvar fuͤr die vier Departemente des ehemaligen.
penezuelas gegeben worden, auch mit Hinansetzung der gislaturgesetze so zu sagen diese Departemente schon on der Centralregierung und dem uͤbrigen Systeme blumbiens trennen. Was diese Gesetzdecrete selbst be⸗ fft, so koͤnnen wir nur im Allgemeinen sagen, daß Pallgemein verhaßt sind. Nichts ist aber druͤckender, ppolitischer und ungereimter, als die neuen Zollhaus⸗ hordnungen. Die Administrationspunkte sind so al⸗ zn, daß man taͤglich davon nachlaͤßt, und es ist zu er⸗ atten, daß wir endlich davon erloͤst werden muͤssen. ider ist das verstaändige Gesetz der Abgaben ad valo- m aufgehoben und ein Waarentarif wieder eingefuͤhrt orden, worauf der Zoll geleistet wird, der uͤbrigens sch erhoͤht ist. — Der General Paez bleibt als Pefe perior zuruͤck und hat die Weisung, seine Rapporte Bolivar zu machen. Kann dieses bestehen? Wenn olivar als constitutioneller Praͤsident seinen Sitz ein⸗
umt, so muͤssen diese Verfuͤgungen einer uͤberschritte
n außerordentlichen Gewalt aufhoͤren. Ohne es dem amen nach zu sein, hat Bolivar bis jetzt als unum taͤnkter Dietäͤtor gehandelt, und die schlechte Anwen⸗ ung dieser Autoritaͤt hat ihm seine Popularitaͤt von em Ende der Republik bis zum andern gekostet, und ne Unkunde der Verwaltungswissenschaft genuͤgend gethan. In eben dem Grade als er verliert, gewinnt Standhaftigkeit, die liberale Politik des Vicepraͤsi⸗ saten taͤglich neue Verehrer. Bolivar hat sich ganz den üsichten Revenga's hingegeben, der ihn in der Eigen⸗ haft eines Generalsecretairs beherrscht, und ohne An⸗ uͤche auf fruͤhere, der Republik geleistete Dienste, hts als Verachtung, Haß und Geringschaͤtzung zum
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geerntet hat, und auch nichts besser verdi hier indessen schon froh, daß man Bolivar mit seinem saubern Gesellen aus den Augen hat, und vertraut auf die Festigkeit des Congresses, um ihn aus seiner Solda⸗ tenwuͤrde herauszuheben und auf die Bahn der constitu⸗ 4 1 Je mehr man aber weise, daß er erstere liebt und letztere scheut, je nothwendiger 8 wird die Einschraͤnkung, und de von allen Seiten die Stimmen. in Peru fuͤrchtet man ihn nicht mehr.
tionellen Gewalt zu fuͤhren.
betroffen worden.
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Elberfeld, 23. September. Unsere Nachbarstadt
Schwelm ist gestern von einer furchtbaren Feuersbrunst Folgendes theilen wir daruͤber aus
einem uns von Augenzeugen gewordenen Berichte mit:
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sto lauter heben sich jetzt evolution “
„Gestern Morgen 11 Uhr brach in einer Schmiede
ein dem ersten Anscheine nach unbedeutendes Feuer aus, das aber, schnell um sich greifend und durch einen ziem⸗ lich starken Wind angefacht, sich außerordentlich heftig den benachbarten Haͤusern mittheilte.
Allen die Apotheke des Herrn Wever, wo es so viele Nahrungsstoffe fand, daß dieselbe nicht bloß ein Raub der Flammen wurde, sondern eben so diese auch in kur⸗ zer Zeit in der Straße auf allen Seiten aufloderte. Un⸗ geachtet nun Alles geschah, was nur menschliche Huͤlfe vermochte, dem furchtbaren Elemente Einhalt zu thun, es mangelte an Waͤsser und Spritzen nicht, und noch weniger an helfenden Menscheu, da die ganze Bevoͤlke⸗ rung des thaͤtigen Wupperthals die erschreckten Einwoh⸗ ner Schwelms auf die erste Kunde davon unterstuͤtzten, so half doch nichts! — Die Wuth des schrecklichsten Ele⸗ ments war zu groß. ganze Nacht durch! — und vietzig Haͤuser lagen heute morgen um 10 Uhr in Asche, wo die Gluth noch nicht
Es ergriff vor
Es brannte den ganzen Tag, die
geloͤscht war. Die katholische Kirche, das Pfarrhaus, das lateinische Schulhaus, die Wohnung des Land⸗ und Stadtrichters, mehrere dem Apotheker Wever gehoͤrige Gebaͤude, das Wirthshaus zum Sack sind voͤllig abge⸗ brannt, das Rathhaus litt Schaden, wurde jedoch ge⸗ rettet. Zu allem Gluͤck ist bis jetzt noch nichts uͤber ver⸗ ungluͤckte Menschen bekannt geworden. Der Schaden an verbrannten Gebaͤuden und Mobilien, an zertruͤm⸗ merten und verschleuderten Gegenstaͤnden, ist, wie man sich leicht denken kann, außerordentlich groß. Den Be⸗ wohnern des Wupperthals, worunter eine Menge Buͤr⸗ ger unserer Stadt, die nie zuruͤckbleiben, wo es die Pflichten der Menschlichkeiten zu erfuͤllen giebt, verdankt Schwelm noch beinahe die Rettung Alles dessen, was ihnen uͤbrig blieb, denn die ungluͤcklichen Schwelmer ver⸗ mochten, in ihrer entsetzlichen Bestuͤrzung, kaum ihre
Familien und Habe, so viel es anging, in Sicherheit
zu bringen. Waͤhrend des Brandes noch und nach end⸗ licher Loͤschung desselben, wirkte schon der so oft und viel⸗ feltig erprobte Wohlthaͤtigkeitssiun unseres verehrten Oberbuͤrgermeisters und vieler der angesehensten hiesigen Buͤrger, daß sie ganze Wagen voll Mundvorraͤthe den Hungrigen und Durstigen in Schwelm, die von Allem eutbloͤßt und erschoͤpft umherirrten, sendeten, um in dieser Hinsicht Beistand zu leisten.²0
Verhandlungen 57 des erstsen Provinzial⸗Land⸗Tages des
—
des Markgrafthums Ober Lausitz⸗ 8.eevnin (Fortsetzung.)
Waäas nun die i solutionen auf die von den St
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aͤnden
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Her⸗ zogthums Schlesien, der Grafschaft Glatz und
m Landtags⸗Abschiede ertheilten Re⸗ orgetragenen Ge⸗
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