1827 / 231 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Thu, 04 Oct 1827 18:00:01 GMT) scan diff

er Kraftanstrenqung, rthen Anfang der binnen 3 Jahren zu beendigenden chausseeartigen In stanosetzung des durch ihr Weichbild fuͤhrenden Bremer Poestweges auf dem linken Weserufer gemacht. EEE11“ 8 8 EEE““ Landwirthschaftliche Berichte aus dem Innern . des Reichs vom Ende August. 1185

I. Ostpreußen. Gumbinnen. Die zuletzt eingetretene nasse Witterung hat auf die ganz spat ge⸗ saͤeten Sommergetreide Gattungen, auf den zweiten Grasschnitt und vorzuͤglich auf die Kartoffeln sehr wohl thuend eingewirkt und versprechen die letztern einen ziemlich reichlichen Ertrag.

II. Westpreußen. Danzig. Waͤhrend des Monats August hat es an Regen, der zum Theil von Gewittern degleitet war, nicht gefehlt. Es wurden ader nicht alle Gegenden in gleichem Grade davon betroffen. Erst nach dem 18. v. M. haben allgemeine durchdriagende Regen statt gefunden, welche den Gartenfruͤchten, dem Graswuchse, auch noch dem spaͤter gesaͤeten Sommerge treide gebeihlich waren und die Hoffnung auf eine we⸗ nigstens mittelmaͤßige Erndte an Kartoffeln, Wrucken 2.. staͤrkten. Der Erndte war die im Ganzen mehr trockene als feuchte Witterung guͤnstig, nur die Erndte des Som mergetreides wurde durch den spaͤter eingetretenen Regen etwas aufgehalten. Die Erndte an Wintergetreide ist durchweg nur mittelmaͤtig, aber doch besser, als die des Sommergetreides, ausgefallen. Von Erbsen sind aber nur die fruͤyern gerathen, die spaͤten ganz fehl geschla gen. Durch den Regen ist das Erdreich gehoͤrig er weicht und zur Wintersaatbestellung, mit welcher uͤber all vorgegangen wird, tuͤchtig geworden Mariten⸗

werder. Der Ausfall der nunmehr uͤberall groͤßtentheils deendigten Getreide Erndte hat sich voͤllig in der Art ergeben, wie derselbe fruͤher bereits bezeichnet worden ist; danach kaun im Durchschnitt der Ertrag vom Weizen ziemlich gut, vom Roggen kaum mittelmaͤßig, von Gerste und Hafer nur schlecht genannt werden. Erbsen sind in Folge des sie betroffenen Mehlthaues uͤberall fast gaͤnzlich ausgefallen. Hackfruͤchte, Wurzelgewaͤchse und namentlich die so wichtigen Kartoffeln, haben sich in FSolge des gluͤcklicher Weise haͤufiger gefallenen Regens sjehr erholt und man darf mehr als bisher auf eine er⸗ rraͤgliche Ausdeute hoffen. III. Brandenburg. Potsdam. Durch die haͤufigen Gewitterregen und die in der zweiten Haͤlfte des Augustmonats mit weniger Unterbrechung geherrschte kalte und regnigte Witterung ist die Eingewinnung des Sommergetreides sehr verzoͤgert, so daß solche in eini gen Gegenden noch nicht ganz beendet ist, auch wurden die niedrigen Wiesen zum Theil uͤberschwemmt und wo icht gehoͤrig Vorfluth verschafft werden konnte, ist den Wiesenbesitzern einiger Nachtheil erwachsen. Dagegen aben sich die Viehweiden verjuͤngt und gewaͤhren dem iehe gute und reichliche Nahrung, so wie im Ganzen die Nachmaht in den Wiesen verhaͤltnißmaͤßig besser wie die Vormath ausfallen duͤrfte. Der hin und wieder schon geschehene Probeausdrusch ergiebt, daß der Rog⸗ gen nicht sehr lohnt und deshalb nur einen mittelmaͤßi⸗ gen Ecrtrag gewaͤhren wird. Von den uͤbrigen Getreide⸗ arten, namentlich der Gerste und dem Hafer, laͤßt sich ein besserer Ertrag erwarten. Vorzuͤglich versprechen die Kartoffeln einen reichlichen Gewinn. An Obst entsteht in diesem Jahr ein bedeutender Ausfall, welcher vor⸗ zuͤglich den Raupen zuzuschreiben ist, welche bald nach der Bluͤthe die Baͤume an vielen Orten fast ganz ver⸗ “]

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viel Wein gewonnen werden. Uebrigens haben sich der kuͤhlen und nassen Witterung die Heuschrecken vermindert. Durch Hagelschlag ist aber verschieden Ortschaften des West und Ostpriegnitzschen Kreises wie im Angermuͤndeschen Kreise, namentlich dem d. Hohensaaten, ein nicht undetraͤchtlicher Schaden an Feld⸗ und Gartenfruͤchten zugefuͤgt worden. Frnn⸗ furt. Die seit laͤngerer Zeit anhaltend gewesene blieb auch noch einen Theil des Monats Augusts durch dieselbe, denn erst gegen die Mitte desselben wohin die Witterung warm und trocken war, trat Wechsel derselben ein, verursacht durch Gewitter, n die Schwuͤle der Luft zusammen gezogen hatte. 9 fuͤhrte zwar kuͤhyles Wetter herbei, das mitunters und unfreundlich war, doch dlieb dabei der laͤn gstao Regen nicht aus, der ader abwechselnd bis zu Enze Monats in reichlicher Menge siel und sich den 1 und Gaͤrtenfruͤchten außerordentlich vortheilhaft em IV. Pommern. Stettin. Wegen der ie Naͤsse war die Witterung des Augustmonats fi Vesetation eben nicht günstig und besonders gegen des Monats hoͤrte man haͤufige Klagen uͤber das derben des Korns auf den Feldern. Koeslin. Erndie ist fast gaͤnzlich beendigt. Hinsichtlich der terung ist solche als gute Mäctel, Erndte anzuneh das Sommergetreide aber nur theilweise mittel und auf leichtem Boden gar nicht gerathen, vieln hier unverkennbarer Mißwachs eingetreten. Unter 1. Sommerfruͤchten gewaͤhren die Erbsen den gering Ertrag, wogegen die Kartoffeln einen bessern Gewf als im vorigen Jahre versprechen. Die Heuwerdung unergiebig, auch der Obstertrag nur geringe. Sire sund. Die Erndte ist durch das hoͤchst unbestaͤnde Wetter sehr oft unterbrochen worden, so daß ditse noch nicht ganz vollendet ist. Der Roggen versptt nicht den reichlichen Ertrag, auf welchen der Landme hoffte, die Koͤrner sind klein und nicht besonders m. reich. Der Weitzen hat theilweise, jedoch nicht bedeut vom Rost gelitten; den Erbsen sind die Blattläuse nachtheilig geworden. Die Gerste und der Hafer im Allgemeinen gut gerathen, nur findet man un dem Hafer viel Brand, nicht dte Fuderzahl, worauf gerechnet worden ist. 2G Ganzen ist die Erndte fuͤr eine gute, wenn auch u fuͤr eine sehr reiche, zu rechnen. Ss.

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Keonigliche Schausipiele

Mittwoch, 3. October. Im Schauspielhause: „„ getheilte Herz,“ Lustspiel in 1 Aufzug, von Ketzeh Hierauf: „Der Mann im Feuer,“ Original⸗Lust spie 3 Abtheil., von Schmidt.

In Potsdam. Zum Erstenmale: „Das Haut Corregidoers,“ oder: „Bunt uͤber Eck,“ Posse in 3 theilungen. Hierauf: „Alexis und Susetta,“ oder: italienische Weinlese bei Mont'olivetto,“ komisches let in 2 Abtheilungen.

Uvand ae2. I.“ Donnerstag, 4. Oetbr. Im Schauspielhause. Erstemale: „Das Haus des Corregidors,“ oder: „N uͤber Eck,“ Posse in 3 Abtheilungen. Vorher: delkoͤpfchen,“ Lustspiel in 1 Aufzug, nach Exrienne Th. Hell. In Potsdam: „Die Hochzeit des Figaro,“ 0

spiel in 2 Abtheil., mit Solotanz. Musik von Mo

(Dlle. Henr. Sontag, Koͤnigl. Kammersaͤngerin: &

sanne, als Gastrolle.)

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Berlin, Donnerstag, den 4ten Ocktober 1827. Srsh 1a8.

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Amtliche Nachrichten

Kronik des Tages.

Des Koͤnigs Mäajestaͤt haben den Geheimen Finanz⸗ th Wißmann zum zweiten Direktor bei der Ober⸗ lchnungs Kammer zu ernennen, und das Patent fuͤr

seiden Allerhoͤchstselbst zu vollziehen geruhet. Seine Majestaͤt der Koͤnig haben dem Kaufmann ertens zu Teltow das allgemeine Ehrenzeichen er⸗

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Paris, 27. Sept. Gestern fruͤh begaben sich Se. mit dem Dauphin nach Versailles und kamen Nach⸗ itag wieder zuruͤck. 1

In Folge der Unruhen in Catalonten, wodurch der kkehr erschwert wird, hat das Kriegsministerium be⸗ asen, die Correspondenzen mit unsern in Spanien imden Truppen zur See zu befoͤrdern. Die Zahl der suͤhrer nimmt in Catalonten taͤglich zu; sie brand⸗

bluͤhendsten und reichsten Staͤdte Cataloniens, mußte en z. B. 100,000 Piaster bezahlen. In Cardona ha⸗

die Agravtados die Festung besetzt; die Truppen Koͤnigs halten noch die Stadt.

Fuͤnfprocentige Rente 101 Fr. 90 C. Dreiproc.

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v. on, 24. September (uͤber Paris). Es wer⸗ jetzt sorgfaͤltig Materialien gesammelt, um dem kuͤnf⸗ en und bleibenden Korngesetze zur Grundlage zu die⸗ . Hr. Huskisson leitet die desfallsigen Arbeiten, dwird auch das Gesetz im Unterhause vertheidigen. werden alle Vorsichtsmaaßregeln ergriffen werden, das Durchgehen des Gesetzes zu sichern.

Briefe aus Lissabon von Offizieren der dortigen gllischen Armee melden, daß von den portugiestschen mzessinnen in Spanien häufig Couriere nach der Re⸗ inz der Infantin Reogentin abgeschickt werden, um sie

ja selbst die portugiesischen Offiziere benehmen sich un⸗ hoͤflich gegen sie, und die Schildwachen versaͤumen ge⸗ flissentlich, ihnen die militairischen Ehrenbezeugungen zu⸗

erweisen. Es sind hier Zeitungen aus den vereinigten Staa⸗

ten bis zum 25. August eingegangen. Es findet sich darin gar nichts, was auf den Frieden zwischen Brasi⸗ lien und Buenos Ayres Bezug haͤtte. Die Nachrich, ten aus Lima gehn bis Emnde Mai. Der neue Congreß war in dieser Stadt den 15. Mai eroͤffnet worden; die Mitglieder desselben sollen zu den aufgeklaͤrtesten Buͤrgern Perus gehöͤren. Valdivieso ist zum Praͤsiden⸗ ten des Congresses und der General Santa Cruz zum Praͤsidenten der Republik gewaͤhlt worden. Vidanne, wie man sagt, ein heftiger Gegner Bolivars, ist Mit⸗ glied des Ministeriums. 8 Consols 86 5. Die Mexicanischen Bons sind von 50 auf 48 gefallen. 1

Brussel, 28. Sept. Die vorgestrige Audienz bei S. M. war sehr zahlreich; sie dauerte bis 5 Uhr Nach⸗ mittags. Wie man glaubt, wird Se. Maj. uͤbermorgen zum letztenmale vor der Abreise nach dem Haag Au, dienz ertheilen. 1 Die Buͤreaux saͤmmtlicher Ministerien werden, wie man versichert, am 10. k. M. im Haag eingetroffen sein und die Sitzung der General⸗Staaten am 15. er, oͤffnet werden. Vom Main, 29. Septbr. Ihre Majestaͤten der Koͤnig und die Koͤnigin von Wuͤrtemberg haben Muͤn, chen am 27. d. wieder verlassen. Se. Maj. der König von Baiern hat sich am sel⸗ bigen Tage zu einem Besuche bei Ihrer Maj. der ver⸗ wittweten Koͤnigin, nach Tegernsee begeben, von wo) aus derselbe am folgenden Tage die Reise nach Berch, tesgaden fortsetzen wollte. Die Jagd am letztgenannten Orte wird heute beginnen.

Wien, 27. September. Se. Maj. der Kaiser sind heute Nachmittag um 1 Uhr, in Begleitung Sr. K. K. Hoͤheit des Kronprinzen, im erwuͤnschtesten Wohlsein von Weinzierl hier eingetroffen.

Se. K. H. der Erzherzog Maximilian von Este langten Sonnabends am 22. d. M. Abends, von Ischl kommend, in Linz an, und verweilten 3 Tage daselbst.

Am 16. Sept. Abends nach 10 Uhr kamen Seine Durchlaucht Philipp Prinz zu Hessen, Homburg, kom⸗ mandirender General von Illyrien, Inner⸗Oesterreich und Tyrol auf Ihrer Inspections⸗ Reise in Klagenfurt

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d den Bewegungen der Aufruͤhrer genau zu unter⸗ hten. Die englischen Truppen sind gesund; sie ha⸗ n den Wechsel des Climas sehr gut vertragen; unsere ffiziere klagen aber uͤber die wiederholten Beleidigun⸗ n, denen sie von Seiten des Poͤbels ausgesetzt sind;

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an. Am folgenden Tage ward großes Feuer⸗,Exercitium, und am Dienstage darauf ein großes Feld⸗Manoͤver von dem zur jaͤhrlichen Uebung in Klagenfurt concen, trirten K. K. Linien⸗Infanterie⸗ Regimente Baron Lat,“ termann ausgefuͤhrt. Nachmittags desselben Tages ver..