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8 8 88 88 fern des Lublinitzer Kreises wurden einige Personen vom ansteckenden Nervensieber befallen. Auch nichtansteckende nervoͤse Fieber sind uͤbverall nicht selten gewesen und selbst urspruͤnglich entzuͤndliche Krantheiten haben leicht einen nervoͤsen Charakter angenommen.
VI. Posen. — Posen. schen noch uͤbetall. Auch wurden eine Menge Leute der zur Herbstuͤdung bei Lissa zusammen gezogenen Regimen⸗ ter davon befallen. Das Nervenfieber, welches an eini⸗ gen Orten des Samterschen, Schrimmer, und Krotoszi. ner Kreises grassirte, hat betnahe ganz aufgehoͤrt, berrscht jevoch noch in dem Dorfe Glembokie, im Schrodaschen Kreise. Die Rahr, oder vielmehr ein ruhrartiger Durch fall, dauert im Adelnauer und Pleschner Keeise noch fort. Die Menschenpocken zeigen sich noch in einzelnen Faͤllen im Pleschner und Posener Kreise. In der Stadt Kempen, im Ostrzeszowschen Kreise, herrscht das Schar⸗ lachfieber und in der Stadt Posen sind die Masein ziemlich allgemein verbreitet. — Bromberg. Dire Wechselfieber sind noch herrschend, sie neigen sich zur Form der remittrenden Fieber, denn die Intermissionen und die Frostanfaͤlle sind undeutlich. Sie sind Folge der eigenthuͤmlichen Konstitution der Atmosphaͤre, nicht selten boͤsartig und nervoͤs, in einzelnen Fallen, auch toͤo⸗ lich durch schlaafluͤssige und schlaffuͤchtige Zufaͤlle. Im Allgemeinen ist jedoch die Sterblichkeit nicht bedeutend, hin und wieder zeigen sich natuͤrliche Menschenblattern und Masern, jedoch sehr gutartig. Einzelne Personen wurden in Folge eigener Unvorsichtigkeit bei der Be⸗ handlung des milzbrandigen Viehes, mit der schwarzen Blatter befallen.
VII. Sachsen. — Magdeburg. Der herr⸗ schende Krankheitscharakter im Monat September war rheumatisch gastrisch, Masern, Scharlachfieber und Rö theln kamen ziemlich allgemein zum Vorschein, hatten aber einen gutartigen Charakter; die Wechselfieber in hiesiger Stadt und Umgegend verminderten sich, dagegen sind viele Menschen im zweiten Jerichowschen Kreise von dem kalten Fieber heimgesucht und auch im Wol⸗ mirstädter Kreise zeigte sich an verschiedenen Orten odas Wechselfieber. In Althaldensleben sind seit kurzer Z tt 28 Personen an einem boͤsartigen Fieber erkrankt und 3 Personen bereits daran gestorben. Merseburg. Im Allgemeinen war der Gesundheitszustand im Sep tember gut und die Sterblichkeit nicht groß, epidemische und ansteckende Krankheiten auch nicht vorhanden: der gastrische Krankheitscharakter blieb vorherrschend und ka⸗ men einige Faͤlle von Ruhr vor. — Erfurth. Brust⸗ krankheiten, Nervenfieber und Diarrhoͤen waren im Mo⸗ nat September nicht ungewoͤhnlich.
VIII. Westphalen. — Muͤnster. Zu Muͤnster gab es weniger Krankheiken als gewoͤhnlich. In den Kreisen waren gallichte, gastrischerheumatzsche und Wech selfieber, auch Brustentzuͤndungen, bei einigen Kindern die Masern, ohne boͤsartigen Charakter, anzutreffen. Das ansteckende Nervensieber hatte in der Bauerschaft Buͤ ren, Kreis Tecklenburg, nachgelassen, dagegen war es im Kirch piel Recke, desselben Kreises, hin und wieder aus⸗ gebrochen und es lagen daran in einem Hause 7 Perso⸗ nen kronk. In Cappeln hatte es noch nicht aufgehoͤrt, zu Ibdenbuͤren sich nicht verschlimmert. In Lienen, Kreis Warendorf, wo es in einigen Haͤusern herrschte, war nur Einer daran gestorben, zu Rorup, Kreis Koes⸗ feld, wo es noch nicht aufgehoͤrt, starb Keiner daran.
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Am meisten hatte diese Krankheit im Kirchspiel Hiltrup Kreis Muͤnster, um sich gegriffen, woselbst in einem Hause von 13 Personen 11 davon befallen wurden, von denen 2 starben. Von 2 Krankenwaͤrtern, die davog angesteckt wurden, starb dort ebenfalls Einer. Die gen gen cie Weiterverbreitung dieser Krankheit genommenen Maaßregeln waren uͤberall vom bestem Erfolg. Im Kreise Borken herrschte das modificirte kalte Fieber, das in der Buͤrgermeisterei Liedern eine nervoͤse Forn angenommen hatte und wobei, nach dem Urtheile des Kreisarztes, leicht Ansteckung zu fuͤrchten war, daher ge⸗ gen die Weiterverbreitung polizeiliche Anordnungen getroffen wurden. Es waren uͤbrigens wenige Personen daran gestorden. Von den zuruͤckgekehrten Hollande, gaͤngern, welchen von den niederlaͤndischen Bauern we nig Huͤlfe in ihrem fieberkranken Zustande geleistet wat, starden mehrere. Die Schutzblattern⸗Impfung war in
mehreren Kreisen vollendet, in den uͤbrigen im weitern Fort
schreiten. Im Allgemeinen war die Sterblichkeit gering. — Minden. Der vorherrschende Krankheits, Charakten war gastrisch rheumatisch, mit einiger Neigung zun Nervoͤsen. Im Kreise Bielefeld zeigte sich eine fast epit vemische Anschwellung der Speicheldruͤsen Unter den Kindern. Die Nervenfieber⸗Epidemteen zu Hoͤvelhof Stuckenbrock, O sterwiehe und Liemen, in den Kreisen Paderborn und Wiedenbruͤck sind im Abnehmen degrif⸗ fen. Die Scharlach, Epidemie zu Salzkotten, Kreiset Buͤren, scheint ganz aufgehoͤrt zu haben. — Arnsberg. In der Stadt Olpe dauert das Scharlachfieber noch forn und hat sich waͤhrend der letztern acht Tage bedeuten vermehrt. Bei einigen damit Befallenen zeigte es einen boͤsartigen Charakter, im Allgemeinen ist jedoch dih Sterblichkeit gering. Vierzig Individuum haben langt vor dem Erkranken das Hahnemannsche Vorbeugungse, mittel gebraucht. Von 54 Kindern sind 3 an der bran⸗ digen Braͤune gestorben. An derselben Epidemie erkrank, ten mehrere Kinder in der Buͤrgermeisterei Marsburg, von denen einige derselben Opfer geworden sind. Die Krankyheitsfaͤlle haben sich jetzt vermindert und die Sterbe⸗ lichkeit hat nicht weiter zugenommen. Auch in dem Dorfe Wenningsen, im Kreise Arnsberg, drohte das Scharlachsieber einen gefaͤhrlichen Charakter anzuneh⸗ men, in dessen Folge zur Verhuͤtung einer groͤßern Verbreitung des Uebels polizeiliche Vorkehrungen ge⸗ troffen worden sind. Haͤufiger als in den fruͤhern Mo naten kamen in dem Kreise Eslohe vor: nervoͤse Lungenentzuͤndungen, heftige Koliken und Breche durchfaͤlle; im Kreise Olpe: gastrische Nervensieber unld Diarrhoͤen und im Kreise Dortmund: Einzelne Kranke am Wechselfieber, Nervenfieber mit gastrischen Eeschei⸗ nungen und Durchfaͤllen verbunden. In alen uͤbrige Kreisen war der Gesundheitszustand unter den Mene (Schluß folgt))
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Koͤnigliche Schauspiele. Dienstag, 6. Novbr. Im Schauspielhause: „Do Carlos, Infant von Spanien,“ Trauerspiel in 5 Ab theilungen, in Jamben, von Friedrich Schiller. Mittwoch, 7. Nov. Im Schauspielhause: „D Verwechselungen,“ Lustspiel in 2 Abth., von C. Lebruͤn Hierauf; „Laßt die Todten ruhen,“ in 3 Abth.
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“ Amtliche Nachrichten.
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Seine Koͤnigliche Majestaͤt haben allergnaͤdigst ge⸗ shet den Rittergutsbesitzer Rittmeister von Gotrberg Mahnwitz zum Landrath des Stolpschen Kreises,
Regierungsbezirk Coͤslin, zu ernennen.
Seine Koͤnigliche Majestaät haben den Land, und adt Gerichts⸗Direktor Niedhardt zu Goldberg gleich zum Kreis⸗Justizrath des Goldberger Kreises zu ennen geruhet.
Des Koͤnigs Majestat haben geruhet, den JIustiz⸗ h Evler zu Goldberg zum Kreis⸗Justizrath des Hay uer Kreises zu ernennen.
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Der Notariats Kandidat Peter Joseph Comitti zum Notarius im Friedensgerichtsbezirk Aachen, mit
mweisung seines Wohnorts in Duͤren, ernannt worden.
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Im Bezirk der Koͤnigl. Reaierung Frankfurt a. O. sind von der Koͤnigl. Regierung rufen worden: der Prediger Heyne zu Lugau zum ngelischen Diakonus zu Kirchhain und Prediger zu erenzhain, der Divisionsprediger Lobach zu Frankfurt um evangelischen Prediger am Waisenhause zu Zuͤllichau, gr Kandidat des Prediatamts Forb an zum evangeli, en Prediger bei der 5ten Division des 3ten Armee⸗ brps, der Prediger Stegmann zu Lagow zum eyan ischen Prediger in Alt⸗ Ruͤdnitz, der Archidiakonus chade zu Sorau, zum evangelischen Prediger in Beh u, der Prediger Richter zu Wendisch⸗Sorno, zum angelischen Prediger zu Lugau, der Prediger Große Weissagk zum evangelischen Oberprediger in Fuͤrsten⸗ g. Bestaͤtigt sind: der Predigtamtskandidat Kruͤ⸗ eals evangelischer Prediger zu Schoͤnow bei Zielen⸗ „der Konrektor Winzer zu Luͤbden als evangelischer ubdiakonus und Rektor der Stadtschule zu Kalau, Prediger Sperber zu Schermeissel als evangeli er Prediger zu Stenzig in der Herrschaft Frauendorff d der Prediger Zillich zu Ogrose als evangelischer ediger zu Laasow bei Kottbus. Zu Koͤln ist der bisherige Vikar zu Gleuel, Leon⸗ rd Niebelen, in gleicher Eigenschaft nach Moͤdrath, Kreise Bergheim versetzt. Der bisherige Vikar in uͤnstereifel, Joh. Benidikt Pesch, zum Huͤlfspfarrer Loevenich, Kreises Euskirchen, ernannt und der bis⸗ rige Huͤlfsvfarrer zu Kreuzweingarten, Hubert Vogt, gleicher Eigenschaft nach Wichterich, im Kreise Eus⸗
rchen versetzt worden. 8 “ 3 üs 88
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Berlin, Mittwoch, den 7ten November 1827.
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Bei der am 1., 2., 3. und 5. d. M. geschehenen Ziehung der Aten Koͤnigl. Lotterie zu 5 Thlr. Einsatz in Courant in Einer Ziehung fiel der erste Hauptgewinn von 15000 Thlr. auf Nr. 22108; der 2te Hauptgewinn von 6000 Tylr. auf Nr. 22008; 3 G winne zu 2000 Thlr. fielen auf Nr. 2290, 3639 und 15123; 5 Gewinne zu 1500 Thlr. auf Nr. 7687 12680, 18687, 26934 und 27268; 10 Gewinne zu 1000 Tolr. auf N. 4050, 7138, 8236, 9132, 10626, 14139, 15386, 21108, 23063 und 24662; 20 Gewinne zu 200 Thlr. auf Nr. 1485, 1896, 4406, 7368, 7990, 8300, 8375, 8859, 14811, 15312, 15371, 17668, 17685, 19345, 22914, 23398, 23486, 25436, 26578 und 27632; 60 Gew. zu 150 Thlr. auf Nr. 1186, 1662, 2061, 4519, 5059 6919, 7057, 7157, 7373, 7570, 7586, 9304, 9560, 10206, 11526, 12640, 12720, 12874, 13367, 13503, 13612, 13995. 14312, 15377, 16205, 16515, 16978, 17383, 17522, 17785, 18739, 18910, 19286, 20228, 20230, 20359, 21088, 21951, 22841, 23125, 23504, 24121, 24391, 24754, 25061, 25184, 25350, 25516, 25801, 26047, 26391, 26530, 27607, 28531, 28603, 28921, 29160, 29303, 29390, und 29760; 100 Gew. zu 100 Tölr. auf Nr 109, 139, 210, 340, 403, 1222, 1397, 1519, 1783, 2140, 2764, 3307, 3319, 3493, 4089, 4395, 4533. 5127, 5546, 5553, 6225, 7001, 7210, 7682, 7711, 7902, 8085, 8249, 8290, 8455 8476, 8524, 8973, 9176, 9311, 9388 9702, 10469, 10876, 10987, 11003, 11349, 12494, 12544, 12845, 12886, 13584, 14344, 14768, 14799, 15034, 15194, 15293, 15663, 16008, 16381, 16506, 16812, 17184, 17418, 17680, 17905, 18029, 18589, 19140, 19164, 19571, 19744, 20006, 20059, 20235, 20974, 21335, 21870, 22450, 23433, 23448, 23690, 23863, 23924, 24216, 24458, 24544, 24905, 25095, 25103, 25250, 25452, 25545, 25602 26573, 26656, 27214, 27446, 27527, 27749, 28.12, 28334, 29182 und 29562. Der unterm 1. Mai d. J. zur obgedachten 1sten Lotterie bekannt gemachte Plan, bestehend aus 30000 1 Losen zu 5 Rehlr. Einsatz und 8000 Gewinnen, ist auchh zur naͤchstsolgenden 5ten Lotterie beibehalten, deren Zie⸗ hung den 13. Dezember d. J. ihren Anfang nimmt. Berlin, den 6. November 1827. Koͤnigl. Preußische General⸗Lotterie⸗ SDirektion.
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Zeitungs⸗Nachrichten.
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1“” Paris, 31. Oectbr. Kuͤnftigen Sonntag, am Na⸗
menstage des Koͤnigs, wird der Hof oͤffentlich speisen. Vorgestern ist der Herzog von Nemours, ein Sohn
des Herzogs von Orleans, dem ersten Jaäger⸗Regiment, 12 * b 8 ““ n 8