1827 / 267 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Thu, 15 Nov 1827 18:00:01 GMT) scan diff

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Landtags⸗ Ab vinzialsstande.

8 Wir Friedrich Wilhelm von Gottes Gnaden, Koͤnig von Preußen ꝛc. Entbieten Unsern zum ersten Landtage der Rheinp ovenzen zu Buͤssel erf versammelt gewesenen getreuen Provinzial Standen Unsera quäbtgen Graß. Wir haben die von denselden Uns ausgedruͤckten GSGSesinnͤungen treuer Anhaͤnglichkeit an Uas, U se. Haus

und den Staat mit landesvaterlichem Wohlgefallen auf genommen, und verhoffen, daß, so wie in den vdortigen Provinzen durch eine laͤngere Erfahrung die Kenaturt und Ucoerzeugung von Unsern Aösichten und den Gruno saͤtzen Unserer Regierung kiarer unod sicherer sich aus biloden, also auch jeue Gesinnung immer mehr sich de festigen werde, daß auch die provinzialstaͤnsische Ernrich tung hie zu um so erfreultchee beiwirken wird, je mehr alle Staͤnde von der Uederzeugung durchorungen wer

den, daß nur eurch eine innige Verdindung zwischen

Cvhron und Volk uno eurch Eintracht zwischen den ver

sschiedenen Ständen das Beste Aller mit Sicherheit ge foͤrdert werden kann. Auf die von Unsern getreuen Staͤnden Uns vorge ten Gutachten ertheilen Wir thnen folgende Bescheide: Die den Staͤnden vorgelegten Propositionen betreff no. 2 1) Da Unsere getreuen Staͤnde sich fuͤr die Ein fuͤhrung einer Gemeindeverfassung fuͤr die Stedt, une Landgemeinden, welche wesentlich auf einer Vertretung derselben eurch frei erwaͤhlte Repräsentanten beruhen soll, erklaͤrt haben, so finden Wir es fuͤr angemessen, auch die Verctretung der gedachten Gemeinden beim Land tage auf diese kuͤnftige Einrichtung zu begründen, der gestalt, daß die von den Geneinden fuͤr ihre speciellen Kommunalangelegenheiten zu erwaͤhlenden Vertreter zu gleich als Waͤhler und Bezirkswaͤhler fuͤr die Wahl der

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chied fuͤr die Rheinischen Pro⸗

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3) Wegen Ertheilung von Virilstimmen im Sta der Fuͤrsten werden Wir unter Erwaͤgung dessen, die Mitglieder dieses Standes in ihren Sevparat⸗Vo

einzelnen Antrag besondere Entschließung fassen, bef ten Uns auch, was die Bevorrtechtung groͤtzerer M. rate und durch F⸗milienstiftungen mit einander verhh denen Geschlechter durch Collekrivstimmen in der Rut schaft anlangt, nach Maßgabe der weitern Entwickel

2 desbalb geäußert haben, auf jeden etwa vorkomment 1 1

der Verhaͤltnisse besondere Bestimmung voc, und wer

die zur Erleichterung solcher Stiftunqen erforderlne Vorschriften in weitere Erwaͤgung nehmen.

Diesen gemaͤß, uͤbrigens in der Hraptsache nach Antraͤgen Unserer getreuen Staͤnde, haben Wir die Gesetze vom 27. Maͤrz 1824 §. 4. ꝛc. vorbehaltene oronung, vollzogen.

Hiernach wird, dem besondern Antrage Unseren treuen Staͤnde gemaͤß, wegen Einderufung der Stel tiee er der Ritterschaft, schon bei dem naͤchsten Land verfahren werden.

Die in Antrag gebrachte Ernennung von Seru ren aus der Mitte der Wahlversammlungen, halten! aäber nicht fuͤr angemessen, da theils solche in keiner dern Provinz fuͤr nothwendig angesehen worden ist, den Wahlkommissarien die Pruͤfung der Legittmatink fuͤglich uͤberlassen werden kann, der Bettritt andt Personen auch das Geschaͤft nur verwickeln wuͤrde; th auch kuͤnftig, wenn die Matrikel der Ritte guͤter fef stellt ist, und die Wahl resp. der Bezirkswaͤhler und geordneten durch die Stadt, und Gemeindeverordyug erfolgt, das Wahlgeschaͤft sich als sehr vereinfachm die Pruͤfung der Legitimation als wenig sch wierigy stellen wird.

Dem besonders von unsern getreuen Staͤnden 9h.

nnt worden:

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Bei dem Koͤniglichen Oberlandes⸗Gericht .

Insterburg sind die bisherigen Auscultatoren Carl

eodor Beyme und Johann Eduard Weiß zu Re endorien, und

zu Ratibor ist der bisherige Auscultator Jonasl.

n Reserendarius ernannt worden.

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Im Bezirk der Koͤnigl. Regierunng— Coblenz sind zu katholischen Huͤlfspfarrern er fuͤr Obergondershausen,

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der bisherige

Berlin, Donnerstag, den 15ten November 1827.

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9440, 16085, 16682, 17107, 17705 18069, 19158 21366 21538, 23075, 23263, 23457, 27882, 28923, 30557,

31053, 32730, 35728, 35832, 36937, 40797, 41350,

46008, 46540, 47036, 51093 51538, 54024, 67972, 70463, 76523, 83205 88373 und 88459 tn 2mal bei Burg, bei Borwwardt, 2mal bei Joachim, bei Matzdorff, 2Zmal bet Seeger, Schreiber, Bunzlau bei Appun, Coͤln 2mal bei bold, Delitzsch bei Freiberg, Duͤsseldorf Zmal bei Elberfeld bei Heymar, Frankfurt bei Kleinberg, bei Lehmonn, Koͤntgsberg in der Neumark bei Jacobi Landsberg a. W. bei Gottschalk, Liegnitz bei Leitgebel⸗ Magdeburg bei Brauns, Memel b. Kauffmann, NMau⸗ burg Zmal bei Kaoyser, Pleß bei Muhr,

Berlin bei Gronau, hei Moser und Amal bei

Reim⸗ Spatz,

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nach Breslau bei Leubuscher und 2mal bei

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ßerten Wunsche, den Provinzial Landtag im Aufablhplan Hellbach; fuͤr Niederspay, der bisherige Ka⸗ Stettin bei

Deputirten zum Provinzial Landtage dienen sollen. Da Rolin, Groß Strehlitz bei Schuster und nach Thorn bei

bei der kaͤnstigen Repraͤsentantenwahl die Einzeluen auch auf diese den Stadt und Gemeindeverordneten ob⸗ liegende Besugniß und Verpflichtung Ruͤcksicht nehmen

. and dieselben zu Ausuüͤbung derselben zugleich mit er⸗ waͤhlen werden, so wird hierdurch der Zweck einer freien

Wahl in allen Wahlstufen vollstaͤndig erreicht, zugleich aber die Wahlhandlung sehe vereinfacht und den Ein

zelnen die mit jeder besondern Wahl verbundene Be

schwerde erspart.

Wenn wider Erwarten sich vor Einfuͤhrung der Staͤdte und Communaloronung noch neue Wahlen als nothwendig zeigen sollten, so ist einstweilen noch nach der durch die Amtsblaͤtter bekannt gemachten und bei

der Wahl zum ersten Landtage beobachteten Jastruktion, und, insoweit die bekannt gemachte Verordnung schon jetzt anwenodbar ist, nach dieser zu verfahren. 2) Was die Aufnahme neuer Guͤter in die Ritter⸗ ’schaft anlangt, so kann der Zweck dieser Aufnahme nur durch einen groͤßern, kontoltdirten', den Besitzern selbst und ihren Nachkommen eine anstaͤndige und sichere Exi stenz gewaͤhrenden, Grunobesitz erreicht werden. Des halb „aden Wir nur denenjenigen, welche ein Familien. Fideikommiß von einem Reinertrage von Zweitausend Fuͤnfyundert Thalern nach dem im Allgemeinen Land⸗ rechte Th. 2. Tit. 4. §. 47. u. ff. ausgespeochenen Grund⸗ 1 saͤtzen stiften, einen destimmten Anspruch darauf zuge⸗ standen, wollen sjedoch ausnahmsweise auch Besitzer kon solivi ter Guͤter von einem R inertrage von Eintausend CThalern, wenn Grundstuͤck und Besitzer sich dazu eignen, fuͤr uich und ihre Famitien in die Ritterschaft aufneh men, dafern Unsere getreuen Staͤnde von der Ritter schaft Uas solche vorzuschlagen wissen, behalten Uns jedoch bei eintretenden besondern Ruͤcksichten die Ver⸗ leihung der Rittergutsqualitaͤt aus freier Bewegung vor.

des Monats Mai⸗-einzuberufen, werden Wir, insof nicht die Geschaͤfte eine Zusammenrufung zu einer dern Zeit nothwendig machen, gern statt geben.

4) Wir genehmigen ferner den Antrag Uaserer treuen Staͤnde, den einzelnen, provinzialstaͤndischen. band bildenden Landestheilen den Zusammentritt zu & munal Landtagen vorzubehalten, wenn sich ergeben sel daß noch Communalangelegenheiten solcher Landestt aus fruͤhern Verhaͤltnissen bestehen, welche weder dem Provinzial Landtage, noch durch den Zusammene der Staͤnde mehrerer Kreise abgewickelt werden koͤm Da jedoch die naͤhern Bestimmungen uͤber die Zuß mensetzung eines Communal Landtages nur aus Kenntniß des Landestheils, fuͤr welchen er bestimmt und der Verhaͤltnisse desselben, hervorgehen köoͤnnen behalten Wir Uns solche fuͤr den eintretenden Fal und werden dann dabet auf die den allgemeinen Ge. sätzen entsprechenden Vorschlaͤge Unserer getreuen Stt Ruͤcksicht nehmen. (Fortsetzung folgt.)

Koͤnigliche Schausprele. Mittwoch, 14. Novbr. Im Schauspielhause: Maͤntel,“ oder: „Der Schneider in Lissabon,“ Lust in 1 Aufzug, von C. Blum. (Mad. Devrient, Stadttheater zu Leipzig: Beigitte, als Gestrolle.) auf: „Die Hagestolzen,“ Lustspiel in 5 Abtheil., Iffland. (Mad. Devrient: Margarethe.)

Wegen Unpäͤßlichkeit des Herrn Gern S., das Melodrama: „Robinson Krusoéëé,“ an diesem nicht gegeben werden.

Freitag, 16. Nov. Im Opernhause: „Olim große Oper in 3 Abtheilungen, mit Ballets. I. von Spontini.

Der Billets, Verkauf faͤngt vom Mittwoch fil

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an Holler; fuͤr Lingerhahn, der bisherige Kaplan chmoll; fuͤr Hambuch, Aug. Bastgen; fuͤr Doͤrre⸗ ch, der disherige Pfarrverwalter Colling; fuͤr Schnorr⸗ ch, der bisherige Kaplan Schorn und fuͤr Gemuͤnden bisherige Kaplan Groß;

zu Danzig ist der bisherige zweite Prediger an Kirche in Sensburg, A. E. Sadowski, zu der digten Pfarrerstelle in Wossitz und bis zur Anstellung es eigenen Pfarrers fuͤr die Gemeinde zu Letzkau, ch in diesem Kirchspiele ernannt

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Bei der am 12. und 13. d. M. fortgesetzten Zie⸗ g der 5ten Klasse 56ster Koͤnigl. Klassen Lotterie siel auptgewinn von 25000 Thlr. auf Nr. 36921 nach sseldorf bei Spatz; 1 Hauptgewinn von 20000 Thlr Nr. 21586 nach Coͤln bei Reimbold; 1 Hauptge⸗ n von 10000 Thlr. auf Nr. 49430 nach Magdeburg Roch; 2 Gewinne zu 5000 Thlr. fi len auf Nr. 19 und 47310 nach Breslau bei Prinz und nach Koͤ ßʒberg in Pr. bei Burchard; 3 Gewinne zu 2000 Thlr. Nr. 26129, 60308 und 70710 nach Breslau bei reiber, Frankfurt bei Kleinberg und nach Tilstt bei hr; 8 Gewinne zu 1500 Thlr. auf Nr. 1064, 14622, 68, 19927, 59519, 73309, 77071 und 81367. in Ber⸗ hei Bleichroͤder, bei Bura, bei Gronan, bei Mestaa bei Wulfsheim, nach Herzberg bei Gestewitz, Juͤ⸗ bei Mayer und nach Posen bei Pape; 17 Gewinne 1000 Thlr. auf Nr. 670, 15817, 16078, 22931, 65, 25807, 32071, 47039, 48831, 51444, 54210, 97, 63908, 69576, 80075, 84532 und 86222 in Ber bei Baller, 2mal bei Joachim und 2mal bei Matz⸗

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Kanffmann; 47 Gewinne zu 200 Thlr. auf Ne. 2896 4279. 7393, 7620, 7662, 10182, 14311, 14510, 1500,

35726, 52287, 60103,

36176, 54017,

38241, 41100, 55204, 36969, 57606, 60927, 64647, 66364, 66406, 73619, 74462, 76686, 76865, 79025, 81754, 82422 u. 83460. Die

Berlin, den 14. November 1827.

Koͤnigl. Preußische General⸗

47758, 48984, 49365,

58468, 59365,

Direktion.

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Angeko mmen. Der General⸗ Ma for und mandeur der 5ten Landwehr, Brigade, T Kom⸗

von Frankfurt a. d. O. 1““ EE1 I icht

Zeitungs⸗Nachr Ausland.

Paris, 8. Nov. Der Montteur enthaͤlt folgende Betrachtungen uͤber die Aufloͤsung der Deputirten⸗Kam⸗ mer und die Vermehrung der Pairs Kammer. Die a stere Maͤaßregel ist, sagt dieses Blatt, gewissermaaßen eine Folge des Systems der Siebenjaͤhrigkeit, welches nur mit Vorsicht in die Stelle der fruͤhern Fuͤnfjährig⸗ keit treten darf. Das fruͤhere System war, ungeachtet es durch das Gesetz abgeschafft ist, noch im zu frischer

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ff, nach Breslau bei Leubuscher und bei Loewenstein, elefeld bei Honrich, Halle bei Lehmann, Koͤnigsberg Pr. bei Hirsch, Liegnitz bei Leitgebel, Minden bei difers, Naumburg a. S. bei Kaͤyser, Oppeln bei Ben „Stettin 2mal bei Rollin und nach Thorn bei Kauff

nn; 38 Gewinne zu 500 Thlr. auf Nr. 89, 802, 7473,

Erinnerung, als daß man nicht das neue System erst allmaͤhlig und durch einen nicht zu raschen Uebergang haͤtte in Ausfuͤhrung bringen muͤssen. Die in Moniteur enthaltene Lüiste der Praͤsidenten der Wahl⸗Collegien be⸗ weist, doß es der Wunsch der Regierung ist, daß das Bestehende beibehalten werde, denn die Mehrzahl dieser

Ziehung wird fortgesetzt.

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15050, 19522, 20801, 22288, 25176, 26712, 3330 53

66583, 71712, 80893, 81576,

Lotterie⸗