—.— S8 1 so wuͤrde man nicht bei dieser Maßregel stehen geblieben “ En.““ und haͤtte man im letzten Punkt Grund gehabt, 8 8 sich uͤber ihn zu beschweren, so haͤbe das gewoͤhnliche Mittel zur Abhuͤlfe zu Gedote gestanden, naͤmlich seine “ Abberufung zu verlangen. Der Zustand von Peru wwird in dey columbischen Berichten als höͤchst betruͤd: üäüünd dieses ganz als die Beute des Parteigeistes geschil dert. In Lima soll voͤllige Anarchie herr chen. Nach einer hitzigen Debatte im Congretß sollen 43 Deputtrte⸗ welche fuͤr die Ernennung Bolivars zum Praͤsidenten
von Peru stimmten, nach einigen infultirt, nach andern verwiesen worden sein. Die Departemente Cuzco un Puno (ersteres eins der wichtigsten in Peru) sollen sich gn die R publik Bolivia angeschlossen haben, desse Praͤsident wit Mißtrauen betrachtet wurde, und der sich ZIIu“ Feinden Bolivars durch seine kraftvolle Regterung uund seine militsirischen Talente furchtbar machte. Waͤe Siese Farcht nicht, so glaubte man, wuͤrde die Anarchre iin gaͤnzliche Aueloͤrung ausgebrochen sein. Arequipi hatt 8 verlangt, zur Hauptstadt der Reopublik ernannt zu wer Sden, mit der Drohung, sich von ihr zu trennen, wenn “ ihrem Begehren nicht gewihlfahrt werde.* u“ Aus allem diesen scheint hervorzuzehen, daß diese
Staaten sich in einem sehr verwirrten Zustande befin
den und es laͤßt sich doher in diesem Augenblick schwe voraussehen, wie die Dinge sich gestolten, welche veraͤn
derte Regierungsform sie annehmen, sogar nicht einmal, welche Gediets Begraͤnzungen sie erhalten werden. J⸗ doch hegte man, was Cobumbien betrifft, in diesem Lande die besten Hoffnungen im Vertrauen auf Bolt par, wie folgende Stelle aus einem Briefe zeigt: Er⸗ hitzte Leidenschaften zu versoͤhnen, den Schrecken nieder⸗ und Anarchte in Zuͤgel zu halten (heißt es daselbst) ist keine leichte Aufgabe; ober man glaubt zuversichtlich daß der Genius, die Tugenden und der Einfluß des Li⸗ bertadors alle Hindernisse besiegen werden. Bei der Nationalversammlung wird sich ohne Zweifel eine starke
8 Partei zu Gunsten der Zerstückelung Columbiens durch eein Foͤderalsystem zeigen, welches Nordamerika unterstuͤ ten wird; aber das allgemeine Interesse wird uͤber die Anschläͤge aufwiegelnder und ehrgeiziger Personen, welche an die Spitze der getrennten Staaten gestellt zu werden heoffen, die Obderhand gewinnen. Eine Foͤderalregterung wuͤrde in Suͤdamerika die Quelle entloser Unterdruͤckung des Volks und nebenbuhlerischer Erfersucht werden, die stets Buͤrgerkrieg drohen und oft ihn veranlassen wuͤrde. Nordamerika vergißt immer, daß seine Bevoͤlkerung stets
im vollen Besitze brittischer Gesetze gewesen ist, und zur Freiheit herangebildet war, als dies Land sein Regie⸗ rungssystem einfuͤhrte: und ist denn bewiesen, daß die⸗ ses System diejenige Einheit zu erhalten vermag, welche fuͤr den Frieden, fuͤr die Macht und die allgemeine
Wohlfahrt so wesentlich ist? Und selbst dann nech ist
ein großer Unterschied zwischen dem Nationalcharakter des suͤd- und nordamerikanischen Volks, welcher von
. 11“ J n Stettin. Der Jahresbericht des Vereins zur Un⸗ terstuͤtzung huͤlfsbeduͤrftiger Gymnastasten im hiesigen
Gymnasio fuͤr das Jahr 1826 ist dieser Tage erschienen
und ergiebt folgendes:
“ Nach dem fuͤr das genannte Jahr entworfenen Etat
bestand das Vermoͤgen des Vereins, an hypothekarischen
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Versuch von Bestechungen gemacht, 1
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Schuldverschreibungen, Staatspapieren, bei der Cyn
kasse belegten Geldern und 1
baar zusammen in .2601 Thlr. 28 Sgr. 3 %G
an Einnahmen waren zu er⸗ 1 821 ⸗„ 29 „
warten 9 9 9 2. 9 9 9 Summa 3423 Thle. 27 Sgr.
Es sollten ausgegeben werden so daß om 1. Januar 1827 der Kapitalfonds betragen 1 haben wuͤrde .3025 Thlr. — Sgr. — Nich der von der General Verwaltung des Verzg revidirten und dechargirten Rechnang suͤr 1826 sind doch nur eingekommen, einschließlich des vordemerkan Bestandes . 3163 Thlr. 29 Sgr. 6 ; Ausgegeben siind 399 „ 19 „ 3] und betrug mithin am 1. JJ. * nuar dieses Jahres der Ka,⸗ ebe1“
pitalbestennd . . 2764 Thlr. 10 Spr. 37 ausschließlich der fuͤr einziehbar angenommenen in a FErar pro 1827 uüͤbertragenen R ste. Von diesen 2764 TIe. 10 Sar. 3 Pf. waren 2725 Thle. theils auf hiesta Gauntstuͤcken, theils in Staatsschuldch inen, pomppf schen Pfandbriefen und bei der hiesigen Sparkasse zwh bdar untergebracht, 39 Thlr. 10 Sgr. 3 Pf. aber ban in Bestand. Was die obige Ausgabe Summe der 80. Thlr. 19 Sar. 3 Pf. anlangt, so befinden sich darunt an Unterstuͤtzungen 297 Thlr. (3 Thlr. wurden durc den Abgong eines Stipendenten erspart); an uneinzich baren (niederzuschlagenden) Resten 87 Thlr. 27 Sgr. 6 Pf. und an Druckkosten 14 Thlr. 21 Sar. 9 vs⸗ Auch in dem verflossenen Jahre, wo 14 haͤlfsdednͤtf⸗ tige Gymnastasten Unterstuͤtzuugen erhalten haben un deren statutenmaͤßige Verwen ung zu Miethe, Holz unt Lehrmitteln von einigen dazu ernannten Mitaliedern eß Vereins controllirt worden ist, kann den Unterstuͤtzta das ehrenvolle Zeugniß gegeben werden, daß, bis an einen, welcher zu groͤßerem Fleitze ermuntert werda mußte, keiner derselben durch Unfleiß und Mangel! gquter Sitte sich der ihm ertheilten Huͤlfe unwerth zeigt hat. Ueberhaupt hat der Verein mehrfach Geleg heit gehaht, sich der Ueberzeugung von dem auten ( folge des Instituts zu erfreuen; um so mehr ist daß⸗ zu wuͤnschen, daß dasselbe einen gedeihlichen Fortgang haben und doß an die Stelle, der dermaligen fuͤhlban Abnahme der bisher zugesichert gewesenen Beiträge reich liche Zufluͤsse treten und der noch schwache Kapitalfeu vermehrt werden möoͤge, damit unabhänaig von den Uü fenden Beitraͤgen aus dessen Zinsen die Zahlung etatsmaͤßig auf 300 Thlr. jaͤhrlich bestimmten Unmh stuͤtzung fernerhin erfolgen koͤnne. .
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1 Koͤnigliche Schauspiele. Dienstag, 11. Dezbr. Im Schauspielhause: „D.
Educationsrath,“ Lustspiel in 1 Aufzug, von Kotzehl Hierauf: „Concertino fuͤr Violine,“ von F. Pechatschech vorgetragen von dem 13jährigen Anton Wallerstein Dresden, Schuͤler des Concertsmeisters Rolla. Uw, „Die Benesfiz⸗Vorstellung,“ Posse in 1 Act und 5
theilungen, aus dem Franzoͤsischen, von Theodor Hel⸗
Mittwoch, 12. Dezbr. Im Schauspielhause. 320
Erstenmale: „Neues Mittel Toͤchter zu verheirathen” Lustspiel in 1 Aufzug, nach Melesville, von F. A. vMln Kurländer. Abtheilungen, von E. Raupach.
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Hierauf: „Die Bekehrten,“ Lustspiel in!
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den 12ten December 1827.
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages. 8 F6
Im Berezirk der Koͤnigl. Regierung zu Marienwerder ist zu der erledigten Pfarrstelle Finkenstein und Albrechtau, der bisherige Prediger Lhristburg, Friedrich Wilhelm Leistico gewaͤhlt und desherrlich bestaͤtigt; die erledigte katholische Pfarr⸗ Ue in Gostyezyn ist von der Koͤnigl. Regierung durch Pfarrer Johann Wamke zu Brudzow wieder besetzt orden; .
zu Merseburg ist der disherige Pfarrer zu Au⸗ aädt, Ephorie Eckartsberga, M. Carl Christian Nauck JOberpfarrer nach Prettin, Ephorie Jessen, und der herige Pfarr ⸗Sudstitut in Duͤben, Ephorie Eilenburg, an; Gottlieb Segnitz als Pfarrer nach Auerstaͤdt setzt; der Candidat des Predigtamts, Friedrich Albert hrreitdt, ist als Pfarrsubstitut in Zwochau, Eophorie litzsch; der Candidat des Preeigtamts, Friedrich Gott⸗ d Tod, ist ats Pfarrer in Weißenschirmbach, Epho⸗ Freiburg; der Candidat des Predigtamts, Eduard bert Küstermann, als Pfarrer in Schladebach, höorie Merseburg; der Candidat des Predigtamts, stav Auaust Leopold Thiene mann, als Pfarrer in sssuln, Ephorte Weißenfels, und der Candidat des
5 — r 1
digtamts, Frietrich Heinrich Ullmann, als Diaco⸗
in Muͤcheln, Ephorie Freiburg, angestellt; 1 zu Minden ist die 2te Pfarrstelle zu Petershagen Pfarramts⸗Candidaten Heinrich Leonhard Koch aus m verliehen; zu Oppeln ist der zeitherige Kapellan Bartholo⸗ dus Lissek zu Deutsch⸗Krawarn, zum katholischen arrer zu Tarnau, Oppelnschen Kreises, ernannt worden. zu Stettin ist der Kandidat der Gotteslahrtheit nst zum zweiten Prediger zu Falkenburg und Pre⸗ er zu Dietersdorff; der Kandidat der Gottesgelahrt⸗ Franz Friedrich Richter zum Prediger in Manow, nin und Seydel, Coͤsliner Synode und der Kandidat Gottesgelahrtheit Heinrich Friedrich Krause zum bediger in Jamund bei Coͤslin ernannt worden.
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14“X“ 8 1““ 11 “ Angekommen. Se. Exc. der General⸗Feldmar⸗ al und Gouverneur von Berlin, Graf von Gnei⸗ au, von Hirschberg.
Se. Exc. der General⸗Lieutenant und Kommandeur 9ten Division, von Grolmann, von Glogau. Abgereist. Se. Exec. der wirkliche Geheime Rath ack, Ober⸗ Praͤsident der Provinz Pommern, nach ettin.
Der Herzoglich Braunschweigsche General⸗Major n Hertzberg, nach Braunschweig.
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Seeraͤuberei.
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Zeitungs⸗Nachrichten. Ausland. Paris, 5. Dezbr. Gestern hat der Koͤnig einer Hetzjagd im Forst von Compiegne beigewohnt. Se. Maj. haben mehreren Justizbeamten den Or⸗ den des heil. Ludwigs verliehn. In Limoges haben in Folge der Wahlen unruhig Auftritte stattgefunden; einige junge Liberale haben sich an die Spitze eines Haufen Measchen aus den Hefen des Volks gestellt, und haben den Ruf: den Ministern, mit den Jesuiten! unter den Fenstern der vor Kurzem gewaͤhlten Deputirten, denen die Fen⸗ ster eingeworfen worden sind, hoͤren lassen. Es ist be⸗
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reits eine Untersuchung gegen dee Uaruhestifter eingeleitet. 8 8
Hr. Eynard zeigt in oͤffentlichen Blaͤttern unterm 28. v. M. an, daß er, in Folge der aus allen Theilen Griechenlands uͤber die schrecklichen Folgen des Verwuü⸗
stungssystems Ibrahim Paschas erhaltenen Nachrichten,
den groͤßten Theil der zu seiner Verfuͤgung gestellt
Gelder, bestehend in 20,000 Fr. nach Saereaeen 88 schickt hat, um den umherirrenden Weibern, Kindern und Greisen Brod zu verschaffen; außerdem hat er dem Grafen Capodistrias 8,000 Fr. einhaͤndigen, um die
franzoͤsischen, deutschen oder schweizer Philhellenen, die
etwa in Noth sein moͤchten, damit zu unterstuͤtzen. (Der neueste Stand der Rente wird von der Ga⸗ zette nicht angegeben.)
London, 4. Dez. Vorgestern hatten Graf Dud⸗
ley und der Marquis Palmella Audienzen bei Sr. Ma⸗ 8
jestaͤt in Windsor, und kehrten demnaͤchst hierher
Gestern Vormittag begab sich der er. rence nach Windsor und hatte daselbst eine lange Un⸗ terredung mit Sr. Maj.
Gestern war von halb 3 bis gegen 6 Uhr Kabinets⸗ rath im auswaͤrtigen Amt.
Vorgestern hatten ber Fuͤrst v. Lieven, der Graf v. Muͤnster und der franzoͤsische Geschaͤftstraͤger Geschaͤfte mit dem Grafen Dudley im auswaͤrtigen Amte; auch
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der Fuͤrst Esterhazy hatte am selbigen Tage, so wie hin—⸗
wiederum gestern eine Besprechung mit dem Grafen Dndley.
Die Depeschen, welche die Regierung aus Constan⸗ tinopel erhalten hat, gehen, unseren Blaͤttern zufolge, nur bis zum 6. Novbr.; der oͤsterreichische Gesandte hie⸗ selbst hat jedoch dem Vernehmen nach, am Sonnabend
Depeschen aus Wien erhalten, welche Nachrichten aus 1
Constantinopel bis zum 10. Nov. enthalten.
Der Courier giebt aus pariser Blaͤttern den (vor⸗
gestern von uns mitgetheilten) Artikel aus Genua, den Erlaß der 3 Admiraͤle an den
des griechischen gesetzgebenden Koͤrpers in Betreff de
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permanenten Ausschuß