nie bt, noch in Konstantino⸗
pel einen andern Wansch geaͤußert, als den einer moög⸗ lichst schnellen, grünoeltohen, fuͤr alle Theile befriedigen⸗ vben Beilegung etnes unseligen Kampfes. Jn diesem, und nur in diesem Sianne hat der Kaiserliche Minister bei der Pforte unablaͤrstg gesorochen und gehaugelt, und welche Verschiedenheit det Ansichten auch von Zeit zu Zeit uͤber die Wahl der Mittel zwischen den Höͤfen ob gewaltet haden mag, jeder Versuch, zu diesem erwünsch
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8137 ten Zitte zu gelangen, ist von dem Kaiserlichen Kabi 8 1 nette entweder seldst ausgegangen, oder, doch auf alle . b Weite beisroert, und von dessen Gesanetschäaft in Kon stantinope! treollch unterstuͤtze worden. Hiervon möoͤgen dereinst alle europaͤtschen und alle tuͤckischen Archive Zeug⸗ niß ablegen. Am 16. August d. J geschahen von Set ten der Gesandten der Tripel Allianz die ersten in Ge 2. folge des Londoner Tractats perabredeten Eroͤffnungen ben der Pforte, und der Jaternuntius ward ufgeior 1u“ dert, so che, wie er in aͤhnlichen Fallen jedesmal gethan, dden otto nannischen Mintstern zur ernstlichen Beherzigung zu empiehlen. Dem JIuntertuunzitus war bekannt, daß sein Hof — aus Gruͤnoen, deren Eroͤrttrung hier uicht anu threm Platze waͤre — an dem Londoner Tractat kei nen Theil genommen hatte. Es erwachte dayer in ihm deas Bedenken, od, ungezchtet der fruͤher an zahn ergang⸗ nen, und mie widerrusenen allgemeit Igstructtonen, seine Mitwirkung ber einem, Schritt, . auf eine adgesenderte, seinem Hoft fremde Verhandküng bezog, zulaͤsstg und rathsam sein moͤchte; ein Bedenken, welches ecein e fahrner Diplsmat merßorgegen wiro, Weit ent fernt aber, beshalbd seine bisherige Srellung gegen odtr - Pforte, oder seine unlermuͤdeten Anstrengungen zur Wie. derherstellung des innern, ugd, E Ucung des zußern Fe ee dens aufzugeben, liteß Baron Gitanfels kein zweckeien — liches Miktel ungyrucht, um Hin orte von ber Gefahr, in welcher ste jUhwebre, und von der dringenden Noth woendigkettperloͤhnender Maaßregeln zuuͤberzeugen. Selbst s‚˖·ie wiedziholte, feierliche Erkläͤrung der tuͤrkischen Mi nister, doß, weder der Beitritt Oesterceims, noch dessen nit der Nohangen Fer drei andern Maͤchte vereinigte Tem mwyungen, den von dem G oßherrn gefaßten Ent. s[ylus erschaͤttern wuͤrsen, schlug seine Behagtlichkeit nicht nieber. Sein Z veifel beschtänkte sich ausschlaeßend auf dir Form seines fernern Verfahrens. Unod waͤhrend t die Erureichung einer offiziellen Nole — deren Frucht losigkeit bis zur Evidenz erwiesen war — bis auf be stimmtere Instructzonen seines Hofes, ablehnte, gab er des Gesanotschaften der drei verduͤndeten Hoͤfe durch un, veiwaudte Fortsetzung der nachdruͤcklichsten, muͤndlichen Vorstellungen bei der Pforte die unzidersprechtechsten Be . des Eifers, womit er die Sache des Friedens de⸗ trieb. 4
Als man diese Vorgaͤnge in Wien vernahm, ward der Internuncius auf seine fruͤhern Instructionen ver⸗ wiesen, und seine augenblicklichen Anstoͤnde wurden du ch eine buͤndige Erklarung, sowohl gegen den Divan als gegen die Gesondten der drei Maͤchte, geldͤset *). Er war nicht in dem Falle, irgend etwas zuruͤckzunehmen, irgend
*) Nicht durch einen harten Verweis, wie die Zeitungsschrei⸗] ber auf die Autoritaͤt eines muthwillig erdichteten Acten⸗
82 — stuͤcksfabeln. Die Existenz dieser in Devpesche, die, nachdem sie eine Zeit lang von Hand zu Hand verbreitet wurde, zuletzt aus dem Portefeuille irgend eeines Winkel⸗Diplomaten in die oͤffentlichen Blaͤtter uͤber⸗ gegangen ist, war uns seit 2 Monaten bekannt. Lacherlich erscheint uns daher die Muͤhe, welche die Journalisten sich geben, sie mit der neuerlich dem Internuncius zu Theil geywordenen Belobung in Widerspruch zu stellen. eblü(AUnmerk. des Oesterr. Beobachters.)
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etwas in seinem Gange zu aͤndern; er fuh lange noch ein Hoffnungs Schimmer ihm leuse Aushruch großen Unheils suüͤe die Meuschh. entsegen zu weirken; und was er auf diesem leistet hat, duͤrfen selbst seine Gegnecz nicht Diese einfache und authentische Darste Thatsachen sollte wentgstens auf alle diejenige Ein machen, die aus offenharer Unkenntuth der Zahr die äAbsichten des Kaiserl. Hofes, und das Verfahi Setner Geschäftsmänner verleumden. Dis. an ete, nü minder zahlreiche Klasse derer, die von Haß 28 Greundsetze dieset Hofes, oder von leibemnicha tlich Parteigeist getrieben, ihre eignen Blöͤßen gekn losen Ausfaͤllen gegen eine uͤber ihre Laͤsterun. dene Regierung zu dedecken suchen, ist, wie selbst versteht, keiner Belehru g zugaͤnglich. dtese wird die Seunde der Erkennintß schlage nur dann erst, wann die Fruͤchte ihrer Lehrer t dringliches V werden. 92 4 Taͤrkei. Zufolge aus Buchaxrest eingeganze Nachrichten, welche jedoch noch der Bestaͤtigung zu
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sen roerben uͤber die Welt verhaͤn yeha
rürten scheinen, waͤre die Adreise des Kaiserl⸗ Russiisch
Gesandten, Hru. v. Ribeaupierre, von Lonstantimg am 4. Dezember, die E;nschiffung der Botschafter! Frankreich und England aber am 8. desseloden Mong erfolgt. E — Nachrichten in der Forentiner Zeitung u folge, ist General Church mit 5000 Mann in ostlich Griechenland angekommen, wo viele bisher unthat Irtechische Anfuͤhrer, unter andern Varnakibti, zu it stießen. Er landete am 30. Nov. zu Dra omestre Akarnanien, wo er das schwach desetzte Missolunahl 7. zunehmen und die Einwohner von Epirus und Alban zum Aufstand zu vermoͤgen beabsichtigte. Er wug durch 5 bewaffnete griechische Schiffe unterstuͤtzt. Ihg him Pascha hatte Tripoltzza angezuͤndet und sich gegn Navarin, Koron und Modon gezogen; es hieß unzg buͤrgt, er wuͤnsche einige europaͤische Handels schifft miethen, um noch Aegypten zuruͤckzukehren. Er hal von Patras den aus Arabern bestehenden Theil der N. satzung an sich gezogen, die zuruͤckgebliebenen Tütt zunterhandelten mit dem griechischen Blokodekorps.
Koönigliche Schauspiele,.
Montag, 31. Dezbr. Im Schauspielhause: „A Kunst wohlfeil zu leben,“ Lastsptel in 3 Abrheilungeh von C. Lebrün. Hierauf: „Ein Srüuͤndchen vor Potsdammer Thore,“ Vaudeville in 1 Aufzug, von! Blum.
Dienstag, 1. Januar 1828, Im Opernhause: Gm Scene aus der Oper: Camilla, von Paer, im Lostüt vorgeteagen, von Heern Geisler. Hierauf: „Der M. rer,“ Oper in 3 Abtheilungen. Musik von Auber⸗
Im Schauspielhause: „Der gerade Weg ist beste,“ Lustspiel in 1 Aufzug, von Ketzebue⸗ Hierat „Der Mann im Feuer,“ Lustspiel in 3 Abthell⸗ 1
In Potsdam: „Der Briefwechsel,“ Lustsviel in Abtheil., von A. v. Steigentesch. Hierauf: „Sll tanz.“ Dann: „Neues Mittel Toͤchter zu verhei athen, Lustspiel in 1 Aufzug, von Kurlaͤnder. Und: „St tanz.“ Zum Schluß: „Maͤdchenfreundschaft,“ ode „Der tuͤrkische Gesandte,“ Lustspiel in 1 Auf 3, 1 Kotzebue. bb 11711]
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„Morgen, am Neujahrstage, wird die Stac nicht erscheinen. 1“; N6166
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