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auch faͤr solche, in gesetz!icher Ehe erzeugte „ 18saͤhrige und
onisten eingeschriebene oldatenkinder „Rekruten⸗ ee werden, fuͤr deren Erziehung bis zn diesem Alter, sie den Familien derselben, waͤhrend der Dienst⸗ geit ihrer Vaͤter, einen festen Wohnsitz geben. 3) Was 8 (blieferung dieser Cantonisten in ihre Bataillone 5 Halb⸗Bataillone, und die Verantwortlichkeit betrifft, we che ihre Verheimlichung nach sich zieht, besonders wenn sie d das zur Stellung bestimmte Alter hinaus sind, so soll man sich durchaus an die Verordnungen des am 9ten Juni 18en Allerhoͤchst bestaͤtigten Cantonisten⸗ teglements ha öe 4) Hinsichtlich der verabschiedeten Soldaten, die bsich nach ihren fruͤheren Niederlassungen haͤuslich zuruͤckbegeben, oder neue Plaͤtze auf Kronguͤtern bekommen, bleiben alle Verordnungen, kraft welcher deren auf diesen Niederlassun⸗ gen erzeugten Soͤhne unter die Kopfsteuer zu rechnen sind, in voller Gesetzes⸗Kraft.“ Ses
Da die Städte Jelisawetgrad und Olwiopol, im Gou⸗ vernement Cherson, mitten unter den Militair⸗Colonieen liegen, so haben Se. Majestaͤt der Kaiser zu befehlen ge⸗ ruhet, daß diese Stadte in Zukunft, unter gewissen (naͤher angegebenen) Modificationen und namentlich mit Beibehal⸗ tung aller ihrer staͤdtischen Rechte und Privilegien, unter der Jurisdietion der Militair⸗Colonieen stehen sollen. In Folge dieser Verordnung haben Se. Majestaͤt fer⸗ ner zu befehlen geruhet: daß das im Gouvernement Cher⸗ son gelegene Dorf Bobrynetz zur Kreisstadt erhoben werden soll. Das zu diesem neuen Kreise zu schlagende Gebiet wird aus solchen Theilen der Kreise Jelisawetgrad und Olwiopol zusammengesetzt werden, die nicht den Militair⸗Colo⸗ nieen einverleibt werden. Die Bestimmung dieser Theile soll dem Generalgouverneur von Neureußen uͤbertragen werden.
Der Geheime Rath und Senateur Arßenjew hat, zum Zeichen der Allerhoͤchsten Zufriedenheit mit seinen vieljähri⸗ gen Diensten, den St. Annen,Orden erster Klasse erhalten.
Durch einen Tages ⸗Befehl vom 27sten v. M. ist der General⸗Lieutenant Sheltuchin I., bisher Chef der zusam⸗ mengezogenen Division des 4ten Infanterie⸗Corps, zum Chef der 12ten Infanterie⸗Division ernannt worden.
Die Wirklichen Staatsraͤthe Luminarsky, Direktor im Departement des Justiz⸗Ministeriums, und Kartaschewsky, Direktor im Departement der geistlichen Angelegenheiten der fremden Culten, sind durch Kaiserliche Reseripte vom 18 Dee. zu Rittern des St. Annen⸗HOrdens erster Klasse, er⸗ nannt worden. . ““
Nachdem (wie letzthin gemeldet) die hiesige Kaufmann⸗
schaft am 30. v. M. die Unterofficiere und Gemeinen des
aus dem Persischen Feldzuge siegreich zuruͤckgekehrten Garde⸗ Regiments mit einem festlichen Mittagsmahle in dem Exer⸗ cierhause neben dem Winter⸗Pallaste bewirthet hatte, gab sie am folgenden Tage auf dem Stadthause dem Ofsicier⸗Corps desselben Regiments gleichfalls ein großes Bankett, zu wel⸗ chem auch alle hier anwesende Generale der Garde, und eine große Anzahl hoher Civil⸗Beamten geladen waren. Seine Kaiserl. Hoheit der Großfuͤrst Michael, welcher das Garde⸗ Corps befehligt, beehrte beide Feste mit seiner Gegenwart. Der Saal war mit den Bildnissen der Fuͤrsten und Fuͤr⸗ stinnen aus dem erlauchten Hause Romanoff, und mit den Buͤsten der großen Feldherren geschmuͤckt, welche unter den Regierungen Katharina's und Alexander's den Ruhm der
“ Russischen Waffen erhoͤhten.
— Die in Europa verbreiteten falschen Geruͤchte uͤber die Begebenheiten in der Tuͤrkei haben einen Offieier vom Rus⸗ sischen Generalstabe zur Herausgabe einer interessanten Schrift veranlaßt, welche das heutige Journal de St. Pe⸗ tersbourg in einer außerordentlichen Beilage mittheilt. Nach⸗ stehendes ist der vollstaͤndige Inhalt derselben:
„Betrachtungen eines Russischen Officiers uͤber den letzten Tuͤrkischen Feldzug.“
„Da der eben beendigte Feldzug eine Menge von Be⸗ merkungen veranlaßt hat, wovon die eine immer unrichtiger und uͤbertriebener als die andere war, so hat es uns wichtig geschienen, den Zweck, den Gang und die Resultate desselben hier im Allgemeinen anzudeuten, um diejenigen zu enttaͤuschen, die durch Schriftsteller, welche die Ereignisse auf eine so auf⸗ fallende Art entstellt haben, zu irrigen Ansichten verleitet worden sind. Es ist keinesweges unser Zweck, uns mit jenen Schriftstellern in eine Polemik einzulassen, wohl aber ihre Declamationen durch einfache Hinstellung der Thatsachen zu schlagen. Nach ihren Angaben waͤre Rußlands Groͤße er⸗ schuͤttert worden, die alte Tapferkeit seiner Armeen waͤre ent⸗ artet, und die Tuͤrken haͤtten in der Vertheidigung die
ren konnte, gehoͤrig abzuwaͤgen.
Ober⸗
hand davon getragen. Nicht genug kann man es die Schriftstellern veruͤbeln, daß sie uͤber Ereignisse, die sie ni⸗ kennen, solche falsche Urtheile faͤllen: gewohnt an Napolegh rasche und ungestuͤme Fortschritte in den reichen
fruchtbaren Gefilden Italiens und Deutschlands, fuͤhren den Invasions⸗Krieg mit dem Zirkel in der Hand, und; scheiden uͤber die Vernichtung eines großen Reiches, best men sogar die Anzahl der Maͤrsche, die hinreichend seyn m ten, —-um es zu uͤberziehen, ohne weder auf die Natur Landes, noch auf die oͤrtlichen Schwierigkeiten, noch auf eigentlichen Plane der kriegfuͤhrenden Maͤchte Ruͤcksicht nehmen. Ihre Berichte, die fuͤr Leute vom Fach nur läͤ lich sind, finden dennoch Leichtglaͤubige, die sich taͤuschen sen, und die Menge, die immer bereit ist, sich durch Decla tionen verleiten zu lassen, nimmt ihre truͤben Prophezeiun
als Orakelspruͤche entgegen. Es wird nicht schwer seyn,
ganze Gebaͤude ihrer falschen Darstellungen umzustun Einige Zeitungs⸗Redactoren bilden sich beim Anblick des nen Zwischenraums, der die untere Donau vom Bosphe trennt, ein, daß das St. Petersburger Cabinet nichts ringeres beabsichtige, als Byzanz zu erobern und das der Ottomanen zu zerstuͤckeln. Die im Angesicht von Em gegebenen feierlichen Erklaͤrungen Sr. Kaiserl. Majestaͤt w nicht hinreichend, um sie zu enttaͤuschen; sie — noch im fort, jene falsche Ansicht als Basis ihrer Berechnungen zubehalten. Auf diese gestuͤtzt, ziehen sie den Schluß,
weil der Kaiser Nicolaus, ihnen zu Gefallen, nach
stantinopel haͤtte gehen muͤssen, der beendigte Feldzug fehlgeschlagener, ein schlechter, kurz ein, seinem Ruhme dem Ruhm seiner Armee nachtheiliger Feldzug gewesen Die Russische Regierung, welche die Visionen dieser laͤumder nicht theilen kann, hat, ehe sie den Krieg be die Ansichten, von denen sie geleitet wird, bekannt gel und ihre Bewegungsgruͤnde sowohl, als ihren Zwet oͤffentlichen Kenntniß gebracht. Um zu ganz einfachen natuͤrlichen Resultaten zu gelangen, die dem Gleichgen Europa's keinen Eintrag thun, und sogar vortheilhaft sein Handels⸗Interesse werden muͤssen; um verletzte Trag zu raͤchen und um sich Genugthuung fuͤr offenbare Be
gungen zu verschaffen, hat Rußland die Waffen ergrit
Es hat sich hieruͤber freimuͤthig erklaͤrt, um naheltegende teressen zu beruhigen. Durfte es, nach dem Allen, sich gut Gluͤck geradezu auf Byzanz hinstuͤrzen? — Konnt seit einem Jahrhundert mit der Tuͤrkischen Kriegfuͤhru weise bekannt, sich verhehlen, daß der gegenwärtige 4. ein solcher ist, in welchem die Bevoͤlkerung bei Ann rung des Feindes entflieht und sich bewaffnet in gro
Festungen sammelt, wo sie sich mit Energie vertheide
Liegt das Beispiel Spaniens nicht noch nahe genug vor
gen, um Rußland zu zeigen, daß ein Land, wo jeder Sol
ist, nicht mit einem Zuge uͤberwaͤltigt werden koͤnne. 250, Franzoͤsische Veterane durchzogen die Iberische Halbinsel,” sich dort behaupten zu koͤnnen, und doch bot Spanien
Huͤlfsmittel zum Unterhalt, und eine weniger e rische Bevoͤlkerung dar. Zu einsichtsvoll, um nicht
Erfahrungen der vergangenen Zeit zu benutzen, wuͤrde †
land in so unwirthbaren Gegenden keinen Invastons
gewagt haben, wenn selbst der offen dargelegte Zwech
Krieges ihm nicht zur Pflicht gemacht haͤtte, die moͤg Nachtheile gegen die Vortheile, welche dieser Kampf gr Es war Rußland dü zu thun: 1) die Fuͤrstenthuͤmer zu besetzen, und in seld durch die Einnahme zweier, der Winterquartiere wegen entbehrlichen Festungen, die Stellung seiner Armee zu sich und dann 2) die offensiven Operationen so weit als mi zu treiben, um die Pforte desto schneller zu vermögen, in Unterhandlungen einzulassen, auf Grundsaͤtzen, der Diplomatie kein Geheimniß mehr seyn koͤnnen,
sie in feierlichen Proclamationen hinlaͤnglich auseinan
setzt worden sind. Eine effective Armee von 115,000 M die, nach Abzug des Trosses, eine Masse von 85,000, 6 tern darbot, ging gegen Ende des Monats Mai uͤbt Donau und den Pruth. Wenn man die in Bewegult setzten Kraͤfte mit der Localitaͤt des Kriegs⸗Schauplatze zu zwei, von einander abweichenden Operations⸗Linien thigt, vergleicht; die große zu besetzende Strecke Landes, die Zahl der zu nehmenden oder zu maskirenden Festul in Betrachtung zieht, so wird es einleuchtend, daß die sen nur mit hoͤchstens 45,000 Mann am Fuß des Bal ankommen konnten. Diese kleine Armee mußte noch V nehmen und ein in Schumla verschanztes Lager von 40 Tuͤrken beobachten; wie haͤtte es ihr mithin moͤglich we koͤnnen, ihre Adler bis zu den Mauern von Byzanz zu gen, ohne sich den groͤßten Gefahren auszusetzen?
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schem Zweck haͤtte sie das thun sollen? War es ein weise und vorsichtig gefuͤhrter Krieg allein, st dem angekuͤndigten Zweck, und mit der poli⸗
Stellung Rußlands zu Europa uͤbereinstimmte?
Faiser war es nicht unbekannt, daß, wenn er ein htungs⸗Corps von 30,000 Mann zwischen dem Bal⸗ d Silistria hatte aufstellen, und 50,000 Mann gegen i schicken wollen, er, Varna und Schumla im Ruͤk⸗ end, bis Aidos haͤtte vordringen koͤnnen. Er waͤre
oüchstens 30,000 Mann in den Ebenen von Faki und
opel angekommen, indem es erforderlich gewesen waͤre, Abtheilungen von der großen Armee zu trennen, um ppen zu sichern und Burgas zu besetzen. Angenom⸗ iese kleine Armee waͤre hinlaͤnglich gewesen, die Haupt⸗ kumeliens zu erobern und sogar die Hauptstadt des zu bedrohen, so fragen wir, ob die, zwischen dem und Bucharest zuruͤckgelassenen 30,000 Mann hin⸗ haͤtten, 6 eroberte Festungen zu besetzen, die Moldau allachei zu bewachen, sich mit den zahlreichen Garni⸗ on Widdin, Rustschuk, Giurgewo und Silistrria ischlagen; endlich auch der ganzen in Schumla bis Zaͤhne verschanzten Armee Hussein’'s die Spitze zu nd das Corps des Capudan⸗Pascha einzuschließen, der 9,000 Mann zur Vertheidigung von Varna zusammen hatte. Jeder einsichtsvolle Militair wird sagen, daß das ch war. Wenn man sich also genoͤthigt gesehen haͤtte, ervations⸗Armee zu verstaͤrken, so wuͤrde der Marsch janopel mit 20,000 Mann nur ein gefaͤhrlicher Coup ngewesen seyn, wenn man ihn auch nur aus militai⸗ Gesichtspunkten betrachtete; ein solches Unternehmen och gewagter erscheinen, wenn man beruͤcksichtigen wie hoͤchst schwierig es gewesen seyn wuͤrde, alle in n und Bulgarien stehenden Truppen so lange zu un⸗ „bis die Einnahme Varna's der Armee, die Alles ssa aus erwarten mußte, eine Verpflegungs⸗Basis haben wuͤrde. Ohne gerade Professor der Statistik kann es ein Jeder wissen, daß Bulgarien und Ru⸗ wahre Wuͤsteneien sind, und daß, wenn die schwache eung derselben ihre Wohnplaͤtze mit Allem, was sie aäͤßt, eine Armee dort nicht 24 Stunden lang sich kann, wenn sie nicht Alles mit sich fuͤhrt. Eine mnee ist eine wahre wandernde Colonie, die Alles, braucht, bei sich haben muß, ja sogar Kohlen, um u beschlagen, oder um die großen und dringenden Reparaturen zu machen. Die genaue Kenntniß der igkeiten, die mit der Verpflegung verknuͤpft waren, ben Kaiser Nicolas bestimmen, nichts dem Zu⸗ uͤberlassen, so lange er nicht Herr von Varna nd die Wichtigkeit Silistria's fuͤr die Sicherheit aterquartiere gehoͤrig schaͤtzend, mußte er es sich zum gachen, nicht fruͤher auf Aidos loszugehen, als bis in seinen Haͤnden war. Gegen Mitte Septembers er That aus Kiew Belagerungsgeschuͤtz angekommen: in administrative Hindernisse verzoͤgerten die Bela⸗ no ein, in diesen mittaͤglichen Gegenden ganz un⸗ fruͤhzeitiger Winter machte es nothwendig, sie bis hjahr aufzuschieben. Dieser Fall ist der einzige, der b mit den von Sr. Kaiserl. Majestaͤt, sowohl in n Aeten, als in vertrauten Mittheilungen, an den
gten Ansichten uͤbereinstimmt, und nur in zufaͤlligen
en kann man die Ursache dazu suchen. Wir wollen nicht laͤnger dem wirklichen Lauf der Begebenheiten
in, sondern beeilen uns, mit wenigen Worten einen
u schildern, den man als so nachtheilig fuͤr Ruß⸗ ellt. Eine, theils aus Podolien, theils aus Moscau Petersburg kommende Armee, marschirt auf den d auf die Donau zu; anfangs aus 3 Corps Infan⸗ 4 Divisionen Cavallerie bestehend, war natuͤrlich „Fluͤgel unter General Roth dazu bestimmt, die uͤmer zu besetzen, was von der groͤßten Wichtigkeit Giurgewo, Rustschuk und Silistria zu beobachten. trum, unter dem Großfuͤrsten Michael, hatte Brai⸗ elagern, und dem linken Fluͤgel endlich, staͤrker wie nandern Corps, unter Befehl des General Rudze⸗ g es ob, mit 4 Divisionen bei Issaktschi uͤber die gehen. Alles ging nach Wunsch; das Austreten u, die bis zum Maͤrz mit Eis bedeckt gewesen, und Schnee der Deutschen Gebirge bedeutend ange⸗ war, verzoͤgerte zwar den Uebergang um einige n mußte, um bis zum Flußbette zu gelangen, einen langen Damm bauen, der den Roͤmischen Legionen hre gemacht haben. Dieser Aufenthalt hatte jedoch esentlichen Einfluß auf die Ereignisse des Feldzuges. ruhmvollen, bei Satunnow bewerkstelligten Ueber⸗
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gang, dem die Einnahme von Issaktschi folgte, durfte der Kaiser, da er sich genoͤthigt sah, vor Matschin, Hirsowa, Tultscha und Kustendschi Beobachtungs⸗Corps zu legen, nicht, ohne sich dem Vorwurfe von Unvorsichtigkeit auszusetzen, mit den vier ihm nur uͤbrig gebliebenen Brigaden uͤber den Troja⸗ nischen Wall hinaus gehen. Diese erste Vertheilung un⸗ serer Kraͤfte, die nothwendig war, um uns die Fuͤrsten⸗ thuͤmer zu sichern, unsere Operarions⸗Basis auszudehnen, und uns von der laͤstigen Nachbarschaft Brallow's, von dem unsere Donaubruͤcken nicht weit entfernt waren, zu befreien, hielt die offensiven Bewegungen bis zu Ende des Juni⸗Mo⸗ nats zuruͤck. So wie die detaschirten Corps, frei geworden durch den Fall der Festungen, sich mit einander vereinigt hatten, ging die Armee Hussein⸗Pascha entgegen, draͤngte seine Vorposten von Bazardschik auf Kosludschi zuruͤck, und stellte sich vor Schumla auf, bekannt durch seine hohe kocale und strategische Wichtigkeit. In allen fruͤheren Krie⸗ gen war diese Stadt der Zufluchtsort der Tuͤrkischen Armee gewesen. Hnssein hatte dort uͤber 40,000 Mann versammelt. Konnte man nun wohl anders, als gerade auf ihn los marschiren, um ihn zu einem entscheidenden Gefecht zu ver⸗ leiten? Zu glauben, daß, wenn man von Pravodi aus, ge⸗ rade nach Aidos marschirt waͤre, der Seraskier sich wuͤrde entschlossen haben, Schumla zu verlassen, um Adrianopel zu Huͤlfe zu kommen, ist ein Irrthum, den kein Militair theilen wird, der dieses verschanzte Lager und den Tuͤrkischen Charakter kennt. Man nahm mithin, wie man es mußte, seine Richtung auf Schumla, und das Gefecht vom 8. Juli gab einen neuen Be⸗ weis der Ueberlegenheit unserer Armee uͤber die tumultuarischen Massen der feindlichen Reiterei. Vor Schumla angekom⸗ men, mußte man es angreifen oder beobachten, denn eine Blokade war, der weitausgedehnten Gruppe von Bergen wegen, an deren Ruͤcken es sich lehnt, nicht moͤglich. Zwei Meilen weit sich hinziehende Verschanzungen, auf den schwaͤcheren Stellen uͤberall mit Bastionen versehen; eine amphitheatralisch auf einem Berge sich erhebende, ebenfalls ringsum stark verschanzte Stadt: das war der Posten, den 892 Personen mit dem ersten Anlauf genommen haben wollten.
Eine regelmaͤßige Belagerung war eben so wenig moͤglich als eine Blokade, 1) weil die Haͤlfte des in Brailow be⸗ findlichen Artillerie-Parks untauglich, und der aus Kiew kommende noch weit entfernt war; 2) weil, wenn man auch den Angriff gegen die untere Stadt richtete und Bresche schoͤsse, dadurch nichts gewonnen wuͤrde; man muͤßte doch immer jede einzelne Straße der amphitheatralisch gebauten Stadt, welche von einer, dreihundert Klafter uͤber der be⸗ wirkten Bresche befindlichen ausgedehnten Verschanzungs⸗ Linie beherrscht und von Truppen, deren Hartnaͤckigkeit hinter einem Walle hinlaͤnglich bekannt ist, vertheidigt war, mit dem Bayonnete wegnehmen. Der Angriff auf halber Anhoͤhe gegen die nicht befestigte suͤd⸗oͤstliche Seite, oder die Erstei⸗ gung der weiter vom Platze entfernten Hoͤhen, waren die einzigen Operationen, die man vorschlagen konnte, aber auch diese waͤren sehr gewagt gewesen und konnten ohne ein ent⸗ setzliches Blutbad nicht bewirkt werden. Wenn der Kaiser Nikolas bei einem solchen Angriffe scheiterte, so mußte er uͤber die Donau zuruͤckgehen; so haͤtte er alle Vortheile sei⸗ nes ersten Feldzuges auf's Spiel gesetzt, und den zu erobern⸗ den Frieden auf lange Zeit hinausgeruͤckt. Gestattete aber der eingestandene Zweck des Krieges, sich diesem auszusetzen? Wir uͤberlassen es unsern Gegnern, hierauf zu antworten. Nachdem folchergestalt die Frage verneinend geloͤset worden war, konnte der zu fassende Entschluß nicht mehr e 8 seyn. Schumla beobachten, um die Operationen von Husseins Armee⸗Corps zu laͤhmen; Varna einnehmen, das Scherba⸗-⸗, towsche Corps und die Garden, welche zum 1. Sept. eintreffen sollten, abwarten; die Belagerung von Silistria vornehmen / um sich die Winterquartiere zwischen der Donau und dem Meere zu sichern; und spaͤterhin die angelangten Verstaͤrkungen benutzen, um Schumla zur Uebergabe zu zwingen oder auf Burgas vorzuruͤcken; — dies war der Plan, welcher von der Ver⸗ nunft eingegeben wurde; dies war auch der, welchen der Kaiser befolgte, der, nachdem er die benoͤthigten Befehle vor Varna ertheilt, sich nach Odessa begab, um daselbst so lange zu verweilen, bis daß die Ankunft der Verstaͤrkungen S. MWMWM. in den Stand setzen wuͤrde, irgend ein Unternehmen zu wa⸗ gen, welches Hoͤchstihre Gegenwart beim Heere verdiente. Hier muß man indessen einraͤumen, daß Varna, nach den eingegangenen unvollstaͤndigen Berichten, zu leicht beurtheilt worden war; die Mittel, die man Anfangs zur Belagerung dieses Platzes bestimmte, erschienen bald als unzulaͤnglich. Umsonst fuͤhrte spaͤterhin die Flotte dem Belagerungs⸗Heere noch
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einige Verstaäͤrkungen und das unumgaͤnglich noͤthige Kriegs⸗
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