nicht sowohl um sie zu beleuchten, als um sich ihrer als Text zu zwei persoͤnlichen Unschicklichkeiten, einmal gegen den Grafen
““
Blatt meint,
8
8
von
Priest,
ihrer Seits tischt ihren Lesern noch einmal die tausend Ge⸗
dem, fuͤr den Koͤnig hoͤchst schmeichelhaften,
seyn und gilt hoͤchstens als witziger Einfall eines geistreichen Mannes,
annehmen zu duͤrfen, daß sie jetzt, wo man dem Grafen die Ge⸗
*
Die Gazette erwaͤhnt der getroffenen Anordnung,
la Ferronnays und zweitens gegen den Vicomte von Saint⸗ dessen Name gleichfalls, man weiß nicht recht weshalb, mit verwickelt worden ist, zu bedienen. Dergleichen Per⸗
in die Sache en Quotidienne
soͤnlichkeiten verdienen nichts als Verachtung. Die
schichten auf, womit man sich uͤber den Nachfolger des Hrn. von la Ferronnays herumgetragen hatte, und schließt mit
politischen Apho⸗ rismus, daß sich die Staaten durch ein Provisorium nicht retten ließen. Andere Blaͤtter, wie der Constitutionnel und gehen tiefer in die Sache ein. Das erstere die nahe Beruͤhrnng zweier Canzleien sey ein Uebelstand, und der Ernst des obersten Chefs des Justizwe⸗ sens koͤnne leicht unter der Feinheit der Diplomatie leiden. Dieser Einwand scheint uns eben nicht ernsthaft gemeint zu
dem gerade keine vernuͤnftigeren Gruͤnde ein⸗ fielen. Der Courrier versichert, zwei Portefeuilles seyen eine zu große Last fuͤr einen Mann, vorzuͤglich wenn die⸗ ser dem ihm uͤbertragenen neuen Geschaͤfte nicht gewachsen sey. Hierauf folgt eine Uebersicht der mannigfachen politi⸗ schen Gegenstaͤnde, woruͤber den Kammern Bericht abzustat⸗ ten seyn werde, und endlich die Erklaͤrung, daß ein Provi⸗ sorium das schlechteste Mittel sey, welches man nur immer habe ergreifen koͤnnen. Alle diese Auslegungen widersprechen und neutralisiren sich gegenseitig. Eine Bemerkung scheint uns indessen nothwendig, um unter so vielen Uebertreibun⸗ gen den Gegenstand auf seinen wahren Gesichtspunkt zuruͤck⸗ zufuͤhren. Nach der Art und Weise, wie Herr von la Fer⸗ ronnays bisher Frankreichs Politik geleitet hat, durchdrun⸗ gen von den Vortheilen, die er in einem Posten, wo er sich das Vertrauen von ganz Europa erworben, seinem Lande ge⸗ waͤhrt hat, Zeuge der Achtung, die alle Partheien seiner Rechtlichkeit zollen, war es Pflicht des Cabinets, dem Throne und Frankreich wo moͤglich ein solches Talent, einen solchen Charakter, solche Dienste zu erhalten. Und da nun diese Hoffnung wirklich vorhanden ist, so glauben wir nicht, daß irgend Jemand noch das Mittel, das sich zur Erfuͤllung derselben darbot, mißbilligen werde. Wir halten die Organe der oͤffentlichen Meinung, die noch kuͤrzlich dem Grafen von la Ferronnays auf eine so glaͤnzende Weise Ge⸗ rechtigkeit widerfahren ließen, fuͤr zu loyal, um von ihnen
legenheit verschaffen will, jene gute Meinung aufs Neue zu verdienen, ihm dieselbe sollten verweigern wollen. Was uͤber den Großsiegelbewahrer persoͤnlich geaͤußert worden ist, scheint uns keiner weitern Antwort werth. In seiner Stellung kam ihm der Auftrag zu, der ministe⸗ riellen Verantwortlichkeit zu genuͤgen. Wenn es sonach einerseits nicht noͤthig ist, des Justiz⸗Ministers Anspruͤche auf ein Geschaͤft, dem er, wie wir hoffen, nicht lange vorzu⸗ stehen haben wird, geltend zu machen, so mag man sich doch andererseits erinnern, daß er der Diplomatie nicht ganz fremd ist, daß er vielmehr diese Laufbahn gewaͤhlt hatte, ehe der,
durch unser Civil⸗Gesetzbuch verewigte Name Portalis von der Magistratur, volt welcher er unzertrennlich schien, in An⸗ spruch genommen wurde.“
Der Graf Alexander von Laborde, Deputirter des Seine⸗ Departements, hat ein Schreiben in den Constitutionnel ein⸗ ruͤcken lassen, worin er, nach einer umstaͤndlichen Darstellung der finanziellen Lage Spaniens, seine Mitbuͤrger warnt, die Frucht ihrer Ersparnisse in Fonds dieses Landes anzulegen, indem Spanien sich, selbst bei dem besten Willen, in der ab⸗ soluten Unmoͤglichkeit befinde, die uͤbernommenen Verpflich⸗ tungen zu erfuͤllen. Herr von Laborde berechnet die Sum⸗
men, die seit weniger als acht Jahren fast ausschließlich aus
Frankreich nach Spanien geflossen und als verloren zu be⸗ trachten sind, namentlich die Anleihen der Cortes, auf 645,158,520 Fr. nach dem Nennwerthe, und, insofern jene Anleihen zu 3 oder ¾ des Nennwerthes negociirt wurden, immer noch zu etwa 400 Millionen Fr.
Man wird sich erinnern, daß Hr. Benj. Constant vor einiger Zeit im Courrier frangais gegen den Praͤsidenten Bolivar auftrat, dem er es hauptsaͤchlich zum Vorwurf machte, daß er seine Macht durch Mord und Hinrichtungen befestigt, und sonach die gemeine und blutige Laufbahn der Usurpato⸗ ren eingeschlagen habe. Jetzt nimmt sich der Abbé von Pradt in einem Schreiben, das er ebenfalls im Courrier français hat einruͤcken lassen, des Libertadors an; er stellt namentlich
die Frage: was ist besser, absolute Gewalt oder Anarchie? und loͤst dieselbe siegreich gegen Herrn B. Constant. Die
Gazette de Frane? ist, vielleicht zum ersten Male Leben, mit dem Abbé von Pradt einverstanden, dessen Vertheidigungs⸗Schriften.
Unter den Archaͤologen, die der Minister des In gewaͤhlt hat, um die Denkmaͤler Morea's zu untersie nennt man auch den seit 6 Monaten in Aegypten he chen Inspector der schoͤnen Kuͤnste, Herrn Karl Lenon
Der ehemalige Spanische Kriegs⸗Minister, Generalz tenant de la Cruz, welcher bereits seit geraumer Zeit ing deaux wohnt, ist kuͤrzlich hier angekommen, angeblg Aüpege Besuche bei seinem fruͤheren Collegen, dem Grafen
falia.
In Nogent’⸗le⸗Rotrou (Departement des Eurxz Loir) haben unlaͤngst, waͤhrend der dortigen Anwes⸗ der Missions⸗Prediger, hoͤchst aͤrgerliche Auftritte gefunden, wie solche aus den von den oͤffentlichen Blaͤttenn getheilten Verhandlungen eines dadurche herbeigefuͤhrten „ ses hervorgehen. Einer der Missionarien hatte waͤhre Predigt seine Zuhoͤrer zu schriftlichen Gegengruͤnden gefordert, und dieselben von der Kanzel herab zu; legen versprochen. Ein gewisser Filleul, Papiere nahm die Herausforderung an; er richtete an die M rien ein Schreiben, worin er namentlich den Vorzug, den dogmatischen Discussionen vor der Lehre des liums geben, so wie ihre bestaͤndigen Declamationen die angeblichen Philosophen und verirrten Maͤnner, auch, mit dem Bemerken, daß Jesus die Kraͤmer zu pel hinaus gejagt habe, sich gegen den Verkauf von⸗ kraͤnzen auf dem Vorplatze der Kirche erhob. Sea auf zu antworten, wie man es versprochen, wurde we. des Filleul von einem der Missionarien von der Kant der Gemeine in verstuͤmmelter Gestalt vorgetragen, wesende Schreiber desselben als ein Unglaͤubiger und loser geschildert, zu dessen Bekehrung ein Vater⸗Unse ein Ave angestimmt, und das Schreiben zuletzt am h Kanzel oͤffentlich verbrannt. Dieses tadelnswuͤrdige I ren hatte das unwissende Volk so gegen den Filleul bracht, daß, als dieser sich am solgenden Tage auf der? sehen ließ, er von einer ungeheuren Menschen⸗ umringt wurde, und es ihm nur mit Muͤhe sich durch die Flucht der Volkswuth, der er sonst un zum Opfer gefallen seyn wuͤrde, zu entziehen. Filleul klagbar, namentlich gegen eine, wegen ihres Fluͤche Orte uͤbelberuͤchtigte Frau, Namens Dubuard, die ihl Faustschlaͤgen behandelt und uͤberhaupt das Volk gege aufgehetzt hatte. Der Koͤnigliche Procurator nahm nicht stand, das Zuchtpolizei⸗Gericht, vor welchem die Sache handelt wurde, aufzufordern, die Dubuard zu — drei ken Geldstrafe zu condemniren. Das Tribunal aber, w die moͤglichen Folgen eines solchen Geistes des Fanal richtiger erkannte, hielt dafuͤr, daß es noͤthig sey, mit &hh zu verfahren, um der Ruͤckkehr aͤhnlicher Auftritte v gen; es verurtheilte demnach die Dubuard zu 300 Schaden⸗Ersatz an den Filleul, ferner zu zweijaͤhrig einer Geldbuße von 25 Franken und in die Proceß⸗ Der Fanatismus geht stets mit der Unwissenheit H Hand. Die Scenen, welche in Nogent⸗le⸗Rotrou s funden haben, erklaͤren sich ganz natuͤrlich, wenn i denkt: 1) daß jene Stadt zu der Dioͤcese Chartres deren Bischof den Verordnungen vom 16. Juni wes kleinen Seminarien noch nicht beigetreten ist; 2) dieser Dioͤcese von 30 bis 40 Einwohnern nur ein lesen kann, und daß, um den Stadt-Rath von N Rotrou, der nur aus 26 Mitgliedern besteht, zusan setzen, man sich genoͤthigt gesehen hat, zwei Maͤnner selben zu berufen, wovon der Eine weder lesen noch soͤ der Andere aber kaum seinen Namen unterzeichnen
Das Aviso de la Méditerranée meldet au lon: „Zehn fuͤr Pferde eingerichtete Transportschiffe am 10ten d., von der Corvette „Eglé“ escortirt, nach abgehen. Der Rest des Convoi’'s wird am 15ten † Fregatte „Maria Theresia“ abgehen, welche der Am Millio Fr. bringen soll.“
121G Großbritanien und Irland.
b London, 13. Jan. Es gereicht uns zur Genugt heißt es in dem Windsor Expreß, uͤber die Gesundhe Maj. erfreuliche Nachrichten geben zu koͤnnen, obgleich m gehoͤrt haben, daß Hoͤchstdieselben in den letzten Tagen eing fahrt gemacht haͤtten. Aus der großen Anzahl von § boten, welche in der letzten Zeit hin und her gingen, man jedoch schließen, daß Se. Majestaͤt sehr beschaͤft wesen sind. Seit einigen Tagen fanden uͤbrigens an
in iü Und
nige Gesellschaften im Schlosse statt. Im Laufe der
ub 9 “ G
8* B1 . — e ug der Koͤnig einen Besuch von dem Bischof von Chi⸗ r. Herr Nash, der Architect, legte vor einigen Tagen Majestaͤt die Plaͤne von Buckingham-house zur Pruͤ⸗
vor.
Der Graf von Aberdeen, der Viscount Melville und
taats⸗Secretair Peel statteten gestern dem Herzoge von ington einen Besuch ab. Der Franzoͤsische, der Amerikanische und der Wuͤrtem⸗ che Gesandte, so wie der Daͤnische Geschaͤftstraͤger, Bourke, hatten gestern im auswärtigen Amte Unter⸗ gen mit dem Grafen von Aberdeen. Der Lord⸗Kanzler ward gestern durch Unpaͤßlichkeit ab⸗ en, in der oͤffentlichen Sitzung zu erscheinen. der Graf Bathurst und Herr Herries kamen gestern tadt. us Paris angen. 9. zestern verfuͤgte sich der außerordentliche Gesandte und nmaͤchtigte Minister Sr. Maj. des Koͤnigs von Preu⸗ von Buüͤlow, begleitet von Herrn N. M. Rothschild em Rotarius Venn, nach der Bank von England, ponibte daselbst die eingeloͤsten Obligationen von 23,000 t. der Preuß. Engl. Anleihe vom J. 1822. m Sonnabend ward in der St. Pauls⸗Kirche die Ein⸗ des Dr. Blomfield, als Bischof von London, mit Pomp gefeiert. Nach der Ceremonie begleitete ein Theil des hohen Adels und der Geistlichkeit, so wie d⸗Major und die Sheriffs, saͤmmtlich in ihren Staats⸗ gefolgt von den Musik⸗Corps zweier Regimenter, den Fnach seiner Wohnung in St. James⸗Square. urch ein, uͤber Liverpool aus New⸗York eingelaufenes, en vom 10ten v. M. ist die (letzthin bereits von uns iladelphia mitgetheilte) Nachricht von der Erwaͤhlung
sind Depeschen von Lord Stuart de Rothsay
neral Jackson zum Praͤsidenten der Vereinigten Staa⸗
gegangen. Als neuen Staats⸗Secretair nennt man genwaͤrtigen Gouverneur von New⸗York, Herrn Van
Russischen Kriegsschiffe, die, noͤthiger Ausbesserungen vor einigen Wochen in Kingroad eingelaufen waren, am 10ten d. M. in See. pas Verhaͤltniß Englands und Frankreichs zu Grie⸗ d“ — heißt es im Globe — „ist jetzt ein sehr selt⸗ In Morea haben die Franzoͤsischen Truppen, von hen Schiffen unterstuͤtzt, das Land von den Tuͤrken egyptern befreit, waͤhrend außerhalb Morea's die Grie⸗ en Krieg auf eigene Hand fortsetzen, und selbst von Ibinsel aus Expeditionen zu diesem Zwecke machen. rde uns in der That schwer seyn, einen solchen Stand age auf ein bestimmtes Princip zuruͤckzufuͤhren. Waͤh⸗ auf der einen Seite unsere ausgesprochene Absicht den Tuͤrken keinen Krieg zu fuͤhren, und lediglich chen zu vertheidigen, lassen wir auf der andern e Griechen, unter unserm Schutze gegen alle feind⸗ rgeltung, ihren Krieg fortsetzen; dies aber ist nicht chutz, sondern eine Aufmunterung zum Angriff zu Es kann dies auch der Griechischen Sache selbst nmal von Nutzen seyn; denn nachdem wir seiner 1 Huͤlfe gekommen sind und das Volk vor Ausrot⸗ wahrt haben, waͤre es sein erstes wohlthaͤtiges Be⸗ gewesen, statt einen wilden Vernichtungs⸗Krieg in gluͤcklichen Lande fortzusetzen, den Boden anzubauen, ihm gerettet haben. Mit allen Faͤhigkeiten, welche echen besitzen, um ein cultivirtes Volk zu werden, doch jetzt wenig besser daran, als Wilde — und nur solche Argumente, die den Wilden verstaͤndlich eman auch bei ihnen gebrauchen. Fuͤr die kraͤftige Un⸗ g, die man ihnen bis jetzt hat zu Theil werden lassen, sollte en die Bedingung auferlegen, von den Feindseligkei⸗ stehen, die selbst ihre großmuͤthigen Beschuͤtzer in Werlegenheit bringen; mindestens aber duͤrfte von den mn aus, fuͤr deren Besitz sie nur der fremden Da⸗ unft verpflichtet sind, keine kriegerische Expedition werden. Freilich ist es ein ziemlich allgemein ver⸗ Wunsch, die Tuͤrken aus Europa vertrieben zu se⸗ Er die Gerechtigkeit weist uns darauf hin, daß sie, en anderen befreundeten Nationen, auf unser unpar— Verfahren Anspruch machen duͤrfen.“ o eben“, heißt es in der Times, „ist von Herrn em Secretair der Irlaͤndischen Schatzkammer, eine st uͤber die katholische Angelegenhelt erschienen. Hr.
in ben Erze bö 1es in den Erziehungs⸗Angelegenheiten
Irlands ernannt.
genheit bisher nur von Mitgliedern der katholischen Associa⸗ tion besprochen worden ist, welche, getrennt haben, Schulden hat. Herrn Blake's Schrift verdient um so mehr Aufmerk⸗ samkeit, weil sie leidenschaftlos und von einem in Staats⸗ diensten stehenden Manne verfaßt ist, der bekanntlich in sehr
seine Ansichten zu eigen gemacht hat.
auf einer Corporation lasten, deren beguͤnstigtes Mitglied er ist. In seiner Schrift faͤngt Herr Blake damit an, auf den
Katholiken aufmerksam zu machen. Er beweiset, daß in einer kurzen Zeit Laͤndereien zu dem Betrage von Einer
gegangen sind. Was die steigende Aufklaͤrung betrifft, fuͤhrt
Schulen 55,000 Protestanten und 145,000 Katholiken erzo⸗ gen wurden, und im Jahre 1824: 81,060 Protestanten und 319,288 Katholiken. Im Jahre 1797 waren in den Ge⸗ richtshoͤfen 89 Protestanten und 11 Katholiken angestellt, und in den letzten 3 Jahren 68 Protestanten und 29 Ka⸗ tholiken, woraus hervorgeht, daß die Protestanten um Ein Viertel ab⸗, und die Katholiken beinahe dreifach zugenom⸗ men haben. Nachdem der Verfasser die Veraͤnderung dar⸗ gelegt hat, die in den katholischen Verhaͤltnissen stattgefun⸗ den, wirft er die Frage auf, ob die Gesetze dem Zustande des Landes, oder der Zustand des Landes den vorhandenen
alten Strafgesetze wieder in Anwendung gebracht, oder ob sie aufgehoben werden sollen? Herr Blake setzt alsdann die Leichtigkeit auseinander, mit der man diese Angekegenheit beendigen koͤnne, wenn man sich Füani Pitt’s Plan zum Muster naͤhme; er ist ein entschiedener Vertheidiger von zu stellen⸗ den Sicherheiten, und giebt die Natur derselben an, mit dem Bemerken, daß sie ohne alle Schwierigkeiten mit der Katho⸗ lischen Kirche von Irland in Einklang gebracht werden kön⸗ nen. Nachdem er sich uͤber die Anhänglichkeit der Katholi⸗ ken an die Großbritanische Regierung ausgelassen, und be⸗ wiesen hat, daß der Zustand Irlands sich verhaͤltnißmaͤßig immer mehr verbesserte so wie die Britische Regierung den Ka⸗ tholiken immer mehr Freiheiten bewilligte, zieht er das Re⸗ sultat, daß Irlands Reichthum und Gluͤck bedeutend zuneh⸗ men muͤßte, wenn die alten Strafgesetze gegen die Katholiken gaͤnzlich aufgehoben wuͤrden.“
Der Contre⸗Admiral Baker ist an die Stelle des Contre⸗
Admirals Sir R. W. Otway, dessen Dienstzeit abgelaufen ist, zum Ober⸗Befehlshaber der Suͤd⸗Amerikanischen Station ernannt worden. 4 Der Graf von Belmore und der General⸗Major, Sir James Lyons, zu Gouverneuren von Barbadoes und Ja⸗ maica ernannt, schifften sich in diesen Tagen mit ihrem Ge⸗ folge nach ihren Bestimmungs⸗Orten ein.
„Einem Morgenblatte zufolge“, heißt es im Globe, „hat Lord Verulam das Amt eines Lord⸗Lieutenants von Ir⸗ land abgelehnt, und in Folge seiner und der abschlaͤgigen Antworten mehrerer anderer Individnen, das Ministerium beschlossen, die Functionen des Lord⸗Lieutenants einer Com⸗ mission zu uͤbertragen.“ Der Koͤnig hat (demselben Blatte zufolge) diese Maaßregel gebilligt, die Mitglieder der Com⸗ mission bereits ernannt, und den Besehl zur Einfuͤhrung der⸗ selben nach Irland abgefortigt. h Der Globe enthaͤlt ein Rundschreiben von Lord Lewison Gower an alle commandirenden Stabs ⸗Obristen der Irlan⸗ dischen Miliz⸗Regimenter, dem zufolge ihnen angekuͤndigt wird, daß kuͤnftig in jedem Corps nur ein Adjutant, 1 Ser⸗ geant⸗Major und ein Sergeant bei jeden 40 Mann, ein Trom⸗ melschlaͤger bei jeden 2 Compagnieen, und fuͤr jede Flanken⸗ Compagnie noch ein Trommelschlaͤger mehr angestellt werden solle. Bis zum 24. Juni d. J. erhalten diejenigen Mitglie⸗ der des Miliz⸗Stabes, welche diese Verfaͤgung trifft, ihr bis. heriges Gehalt. Dieses aus der Limerick⸗Chronicle entlehnte Rundschreiben fuͤhrt der Globe als einen Beweis an, daß
sich das Reductions⸗System nicht auf England allein, sor
der 94 7 8 1 5 2* - 3 2 eee einzig, Roͤmisch⸗Katholische, der in Irland eine det, die bedeutendes Vertrauen erheischt. Er eamter auf einer hohen Stufe. Mit Hrn. Peels
† -” * ö 8 „ 3 5 1 8 - ung ward er zu einem der Untersuchungs⸗Commissaire
dern auch auf Irland ersFrecke. Wie es heißt, sollen mehrere auf ha(bem Sold stehende
bee, und Land Officiere vacante Civil Stellen er a'ten, wo⸗
irch der ihnen bis dahin gereichte a'd. Sold spart wer⸗
Million Pfd. aus protestantischen in katholische Haͤnde uͤber⸗ 4
er an, daß im Jahre 1811, in einer gewissen Gattung von 9†
“
fuͤhren diese Umstaͤnde hier an, weil die katholische Angele⸗ da sie sich vom Staate sich deswegen vielleicht eine Heftigkeit zu
kommen ließen, die ihrer Sache Abbruch gethan genauen Verhaͤltnissen mit Lord Wellesley stand, und sich 8 1 z8e Auch muß man an⸗ dererseits gestehen, daß darin der Staatsdiener nicht uͤber den Irlaͤndischen Katholiken hervorragt, und daß der Ver⸗ fasser, obgleich gemäaͤßigt in seiner Sprache, doch nicht zoͤgert, sich frei und unumwunden uͤber die Uebelstaͤnde auszusprechen, welche 86
großen Zuwachs von Besitzthum und Aufklaͤrung unter den
Gesetzen angepaßt werden soll; mit andern Worten, ob die