1829 / 41 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

nehmen zu lassen, die ihm auch zugestanden wurde. Ein Courier ist vom Niederlaͤndischen Gesandten nach Paris, ein anderer nach Smyrna abgefertigt worden. Die Russi⸗ che Blokade wird trotz der Jahreszeit mit groͤßter Strenge gehandhabt. Die Lebensmittel haben also eine bedeutende Preiserhoͤhung erlitten, und duͤrften bei fortwaͤhrender Blo⸗ kade noch mehr steigen. Drei Tuͤrkische Kriegsschiffe sind nach den Dardanellen gesegelt; sechs andere siegen bereit, um mit guͤnstigem Winde nach der Muͤndung des Schwar⸗

zen Meeres in den Bosporus abzugehen.“ Aus einem von dem Hamburger Correspon⸗

denten mitgetheilten Schreiben aus Konstantinopel vom 10ten Januar entnehmen wir Folgendes: „Seit den letzten vierzehn Tagen ist in unsern diplomatischen Zirkeln Alles in Bewegung; es ist von wichtigen Unterhandlungen die Rede, die jedoch noch kein entscheidendes Resultat herbeigefuͤhrt haben. Man erfaͤhrt uͤber dieselben folgendes Naͤhere:“

„In der Nacht vom 28sten auf den 29sten December trafen ganz unerwartet zwei Russische Officiere, welche auf einer Russischen Corvette mit Parlamentair⸗Flagge am Ein⸗ gange des Bosporus erschienen waren, hier ein, und begaben sich, ohne Zuziehung irgend eines Fraͤnkischen Agenten, zum Reis⸗Effendi. Am 1sten d. M. langten hierauf der Franzoͤ⸗ sische Staatsrath, Herr von Jaubert, und ein Britischer Courier aus London, hier an, deren Depeschen sich, wie man alsbald erfuhr, auf Antraͤge in Betreff der Pacification Griechenlands bezogen. Das Eintreffen dieser saͤmmtlichen Personen verbreitete sich mit Blitzesschnelle in Pera, und es hieß allgemein, daß alle diese Missionen von einem ge⸗ meinschaftlich unter den Maͤchten verabredeten Schritte her⸗ ruͤhrten.“ 8

„Es zeigte sich jedoch bald, daß die Sache sich anders ver⸗ hielt. Man erfuhr naͤmlich, daß die Depeschen der Russischen Officiere nicht, wie die der Agenten von England und Frank⸗ reich, an den Niederlaͤndischen Minister, Baron van Zuylen, gerichtet waren, sondern daß Erstere allein Conferenzen mit dem Reis⸗Effendi hatten. Zwar fuͤhrten sie auch ein Schrei⸗ ben Sr. Excellenz des Grafen von Nesselrode an den Koͤnigl. Daͤnischen Minister, Hrn. von Huͤbsch, bei sich, worin Letz⸗ terem wegen seiner Verwendung zu Gunsten der hiesigen Russischen Gefangenen gedankt und zugleich vorgeschlagen wurde, zur Abschließung eines Cartels mit der Pforte be⸗ huͤlflich zu seyn. Hr. von Huͤbsch bemuͤhte sich augenblick⸗ lich, diesem Anliegen des Grafen von Nesselrode beim Reis⸗ Effendi zu entsprechen, und die Russischen Officiere erhielten die Erlaubniß, mit den Gefangenen zu sprechen und densel⸗ ben Geschenke und Briefe einzuhaͤndigen.“

„So vergingen mehrere Tage, und es hieß nun auf ein⸗ mal, die Unterhandlungen der Russischen Officiere mit dem Reis⸗Effendi betraͤfen nicht allein den Abschluß eines Car⸗ tels, sondern Rußland habe auch seine Geneigtheit zur Ein⸗ leitung von Friedens⸗ Unterhandlungen zu erkennen gegeben. Als betreffenden Vorschlag nannte man die Absendung Tuͤr⸗ kischer Commissarien nach Akjerman, in welchem Falle Graf Woronzow bereits Befehl erhalten haͤtte, sich ebendahin zu begeben. In Pera verbreiteten sich hierauf nichts als Frie⸗ densgeruͤchte, und die Fraͤnkischen Agenten, denen jene Rus⸗ sischen Antraͤge fremd gedlieben waren, fanden sich dadurch veranlaßt, dem Reis⸗Effendi zu dieser friedlichen Wendung Gluͤck zu wuͤnschen. Allein die Aeußerungen, die der Tuͤrki⸗ sche Minister gegen einen Fraͤnkischen Dragoman machte, waren nicht geeignet, jenen Geruͤchten weiteren Raum zu geben. Man erzaͤhlt sich naͤmlich aus guter QAuelle, daß er, in den gehaͤssigsten Ausdruͤcken gegen Rußland, auf die fruͤheren Verhandlungen zu Akjerman und die Fuchrlosglest der von Seiten der Pforte in denselben bewiesenen Nachgiebigkeit hingewiesen, und hinzugesetzt habe, die Pforte muͤsse zuerst eine Basis kennen lernen, auf welcher unterhandelt werden solle. Man hoffte indessen, daß sich Alles noch umgestalten wuͤrde, und wartete in Pera stuͤndlich auf eine guͤnstigere Wendung.“

„Am Aten d. begab sich abermals ein Fraͤnkischer Agent zum Reis⸗Effendi; allein es zeigte sich bald ganz deut ich, daß sich die Stimmung der Pforte noch nicht im Mindesten geaͤndert hatte. Am 5ten verließen hierauf die Russischen Officiere die 29 wieder, und segelten nach Sebasto⸗ pol zuruͤck. eitdem heißt es in Pera, daß jene Officiere zwar Depeschen als Antwort erhalten haͤtten, aber kein Car⸗ tel abgeschlossen worden sey, und der Divan in Betreff an⸗

derer Unterhandlungen vor Allem zu wissen verlange, welche Basis denselben zu Grunde liegen solle.“

„Unterdessen hatte Herr von Jaubert, der durch den Niederlaͤndischen Minister, Herrn van Zuylen, dem Reis⸗ Effendi vorgestellt worden war, das Conferenz⸗Protocoll

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uͤberreicht. Der Reis⸗Effendi ließ sich diese Actenstuͤcke, nau uͤbersetzen und erwiederte, daß er die Entscheidung! Sultan und der hohen Pforte uͤberlassen muͤsse. Es seitdem mehrere Divans⸗Versammlungen gehalten worg in welchen diese Angelegenheit zur Sprache kam; alleing schriftliche Antwort ist bisher noch nicht erfolgt.“

Aus Bucharest vom 17. Jan. wird (in der gemeinen Zeitung) gemeldet: „Die Witterung ist so schlimm geworden, daß alle Communicationen unte chen und die Wege voͤllig ungangbar sind. Wir wissen auch aus den Donau⸗Gegenden nicht das mindeste Neue⸗ Nachstehendes ist der Schluß der von dem Ni. berger Friedens⸗ und Kriegs⸗Courier mitgethen (vorgestern abgebrochenen) Instruction fuͤr den executiven van im Fuͤrstenthum Moldau:

7) Der Divan muß sich in gaͤnzliche und vollkom Kenntniß aller Mittel, sowohl ruͤcksichtlich des Ackertg als des Handels dieser Provinz setzen. Diese Kenntniß! auf genaue Wahrheit gegruͤndet seyn und der hohen 9 rung auf jedesmaliges Verlangen vorgelegt werden.

8) Der Divan wird sich sowohl mit der allgeme Landes⸗Regierung, als auch mit der Militair⸗Verpfleg welche immer als ein Hauptgegenstand seines Wirkunge ses anzusehen ist, beschaͤftigen.

9) Discussionen, die auf Anordnungen und Voll kung der Befehle, so wie auch auf die zu nehmenden regeln Bezug haben, muͤssen in voller Sitzung saͤmmt Divans⸗Mitglieder eroͤrtert und ins Protocoll einge

werden. Bei allen dem wird der actuelle Herr Vistairn die Vollstreckung und Behandlung saͤmmtlicher Besc besonders Sorge zu tragen haben.

10) Der actuelle Herr Vistaire wird die Vistairie ten und in deren Kanzlei fuͤr eine genaue und schleu, Geschaͤftsfuͤhrung sowohl der Divans⸗Angelegenheiten, auch der Vistairie sorgen, da die Vistairie nun ihre A Geschaͤfte nicht mehr besonders fuͤhren, sondern dem van untergeben seyn wird.

11) Da nunmehr die bisherige Verpflegungs⸗Comm aufgeloͤst ist, so werden sowohl ihre Amtsgeschaͤfte, als ihre saͤmmtlichen Acten, dem executiven Divan uͤberge welcher dafuͤr und besonders fuͤr die Verpflegung der verantwortlich gemacht wird. Diejenigen Acten, die auf die Vistairie Bezug haben, werden dieser eingehaͤn

12) Bei den auf die Verpflegung der Armee Bezu benden Angelegenheiten hat auch das dem Divan beigeg Russische Militair⸗Mitglied volle Stimme; so wie auf diesfallsigen Russischen Kanzlei⸗Acten in dessen Verwah verbleiben.

13) Die Ernennung der Ispravniken wird vom 4 tiven Divan abhaͤngen, muß jedoch der Bestaͤtigun Praͤsidenten oder Vice⸗Praͤsidenten unterworfen 09

ken, welche der Nachlaͤssigkeit oder entehrender Hande beschuldigt werden, abzusetzen und einer gerichtliche tersuchung zu unterwerfen. Auch hat derselbe das

dergleichen Individuen ohne vorhergegangene Erlaͤuteru Präaͤsidenten oder Vice⸗Praͤsidenten ihrer Stellen zu en Die uͤbrigen Beamten ist der executive Divan ohne Bestaͤtigung zu ernennen ermaͤchtigt; nur die Vistairiegn . soll, wie fruͤher, der actuelle Vistaire selbst zu ern haben.

14) Die saͤmmtlichen Renten⸗Kassen und deren nistratoren sind dem executiven Divan unterworfen, Unterschied, ob diese Administratoren selbst Mitgliede Divans sind, oder nur eine Renten⸗Kasse in ihrer Ve tung haben. Sie sind ohne Ausnahme verbunden, de cutiven Divan Rechenschaft von ihrer Verwaltung abz und koͤnnen, ohne zuvor das Gutachten des Divans holt zu haben, nichts in ihrem Amte unternehmen. D cutive Divan dagegen ist verbunden, nach Ablauf jedes res der General⸗Staͤnde⸗Versammlung Rechenschaft von Verwaltung der besagten Renten⸗Kassen zu geben.

15) Auch soll der executive Divan Sorge tragen saͤmmtlichen Revenuͤen des Landes zu reguliren und auf Erhoͤhung und Verpachtung Bedacht zu nehmen. Der van wird sich bemuͤhen, die Preise der Lebensmittel der gemeinen Interesse angemessen zu ordnen und allenfalls tretendem Mangel vorzubeugen.

16) Dem Divan wird es zur strengen Pflicht gen sowohl fuͤr die Sicherheit der Feug sde⸗ als der 9⸗ Provinz hinsichtlich des Gesundheits⸗Zustandes zu so und im Falle sich Spuren einer ansteckenden Krankhe

gen, alle moͤglichen Maaßregeln zur Ausrottung derfelbe

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vom 16. Nov. 1828 und die darauf bezuͤgliche Declaration

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werden, um ein gleiches Verfahren in allen uͤbrigen Di⸗

Eben so wird der Divan ermaͤchtigt, diejenigen Jsyß

aven Divans, bei den Sitzungen, welche wegen Einloͤ⸗

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17) Die Hatmanie, die Principal⸗Landes⸗Polizei, die eoder Moldauische Polizei von Jassy sind dem execati⸗ dces e 1 18) Der executive Divan wird Anstalten treffen, da die Folge alle Geburten, Todesfaͤlle und d -S in Jassy in eigends zu diesem Zwecke anzulegende Re⸗ reingetragen werden. Auch sollen Einrichtungen getrof⸗

ten vornehmen zu koͤnnen. Von Seiten der Ispravni⸗ wird dem Divan das diesfaͤllige Verzeichniß jeden Mo⸗ eingesendet. Da eine Mitwirkung der Geistlichkeit in r Angelegenheit sehr wuͤnschenswerth ist, so soll deshalb oͤrmliches Gesuch an Se. Eminenz den Herrn Me⸗ bliten der Moldau erlassen werden. 19) Die aus den Revenuͤen des Landes eingebrachten

zer werden der Aufsicht und Aufbewahrung des executi⸗

Divans uͤbergeben. Die Vistairie wird ihr Amt wie r verwalten; was jedoch die Ausschreibung der Steuern angt, so ist hieruͤber lediglich die Anordnung des Praͤ⸗ ten oder Vice⸗Praͤsidenten zu gewaͤrtigen. 20) Die Mitglieder dieses Divans werden sich taͤglich nem zu diesem Zwecke zu miethenden Locale versammeln. demselben wird auch die Vistairie seyn. Die Divans⸗ glieder werden sich mit allem Fleiße den Geschaͤften un⸗ hen, so wie auch an der General⸗Versammlung der de Antheil nehmen. 21) Der executive Divan hat sich durchaus nicht in die ischen Geschaͤfte einzumengen; solche werden vor der angeordneten Stelle verhandelt. Ebenso hat sich auch ridische Divan nicht im Geringsten in die Anordnun⸗ bes executiven Divans zu mengen. 22) Die Regulirung der Landes⸗Angelegenheiten dieser din namentlich die Vertheilung der Steuern und Frohn⸗ e haͤngt von dem Gutachten der General⸗Staͤnde⸗Ver⸗ lung ab, so wie bei außerordentlichen Faͤllen vorher Abstimmung in der General⸗Versammlung der Staͤnde lten wird; diese haben jedoch zu ihrer Richtschnur im⸗ den Willen der hohen Regierung zu nehmen und sich nselben zu fuͤgen. Auf dem Grunde dieser Anordnungen, welche bloß da eine Wohl zum Zwecke haben, wird der executive Di⸗ ebildet, und die hohe Regierung erwartet, daß die Mit⸗ desselben den Eifer und die Ergebenheit zeigen wer⸗ elche der Wichtigkeit ihres Berufes angemessen sind. Die General⸗Versammlung der Staͤnde wird dies den, fuͤr frecutiven Divan bestimmten, Mitgliedern bekannt ma⸗ und ihnen alle den gegenwaͤrtigen Zeitverhaͤltnissen an⸗ ene Huͤlfe leisten. hüc. lußer jenen oben angefuͤhrten Verpflichtungen, die dem iven Divan auferlegt werden, hat der commandirende General fuͤr gut erachtet, demselben auch die Einloͤsung uittungen, die von den Militair⸗Beamten den Bewoh⸗ der beiden Provinzen ausgestellt worden sind, aufzutra⸗ nd da die Zahlung derselben wegen Mangel an Geld Vistairie erschwert wird, so wird die Armee⸗Inten⸗ solches verabfolgen lassen. uch hat der commandirende Herr Ober⸗General fuͤr an⸗ en erachtet, daß naͤchst den bestimmten Mitgliedern des

ber Militair⸗Quittungen und ihrer Auszahlung gehal⸗ erden, der Bischof Varlam, welcher 8 Rüssischen he maͤchtig und im Stande ist, die bei Ertheilung der ngen eingeschlichenen Mißbraͤuche und Unordnungen rtern, anwesend sey. egeben den 28. Dec. (10. Jan.) 1829. Geh. Rath Graf Pahlen. m. p. Die Gazzetta di Firenze bringt aus der Korfu⸗ folgende Nachrichten: „Korfu, 3. Januar. Briefe Nitica vom 15. Dec. melden, daß die Griechischen Trup⸗ iter Anfuͤhrung des General Church bei Paradisi und da standen, und daß ein Theil derselben die Ufer und onissia zu decken bestimmt war. Diese Streitkraͤfte noch in wenig Tagen verstaͤrkt werden. Nach den⸗ Briefen wird Zavella bald in Valto ankommen, um senbah Stellungen von Macrinoro und Langada zu Der Courrier de Smyrne meldet in einem ben aus Alexandrien vom 2. Dec. Folgendes: „Die hhe Corvette Pelorus ist am 24. Nov. mit Devpeschen Vice⸗Koͤnig, von Poros in sechs Tagen angekommen. depeschen beziehen sich nach Einigen auf die noch in chen Haͤnden besindlichen Griechen⸗Sklaven; Andere ten, sie haͤtten auf Kandia Bezug. Die Corvette

Oesterreichische, Sardinische und Maltesi⸗

„.

Morgen segeln 25

wohnt noch immer in Kairo. Seine Nei voh 6. Neigung fuͤr d 2 litair hat durch den Anblick der e

rie⸗- und Infanterie⸗Corps. Der Vice⸗Koͤnig, welcher seit

dem 24. vor. M. gleichfalls in Kairo ist, wi vor. M. gleic vird hier erwar⸗ Sb sich mit wichtigen Verbesserungen zu beschaͤftigen. Der. Fraisösische General⸗Consul Drovetti gab am Namens⸗ age seines Souverains ein Mittagsmahl und am Abend

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einen glaäͤnzenden Ball.“

Meriko.

In Verfolg der gestrigen Mittheilung i b .2 G ist no Englischen Blaͤttern) Nachstehendes zu 8enees 8 fuͤhrt, wimmelt jetzt von Deserteuren d s win er Santa A Parthei, die alle moͤgliche Excesse begehen, indem veen Reisenden pluͤndern, der ihnen ungluͤcklicherweise in den Weg kommt. Zwei Englaͤnder und ein Spanier, die zusammen

Puebla, auf dem halben Wege von Mexiko ra⸗C angefallen; einer von den Englaͤndern 685 den ermordet; den andern Englaͤnder, dem die Banditen 17 Wunden beibrachten, ließen sie fuͤr todt zuruͤck doch hat 8 sich seitdem, wie durch ein Wunder, wieder erholt. Sein ee Igg Ssclen e SvA. eachtet dieser Unsicherheit der s 21. Nov. ein großer Trans

Silber und Gold, fuͤr Privat⸗Rechnuns, Meriko nach Vera⸗Cruz abgegangen. Er bestand aus 700,000 Dollars in gepraͤgtem Gelde und in einer Anzahl Gold⸗ und Silber⸗ Barren, zum Belaufe von 500,000 Doll. Dies ist die erste Ausfuhr edler Metalle, welche seit der im letzten Congreß gesetzlich festgestellten Erlaubniß solcher Exportation er⸗ folgt ist. Das Comité der Mexikanischen Abgeordne⸗ tenKammer, welches den Auftrag hatte, die Ver⸗ gleichs⸗Antraͤge des Hauses Barclay und Comp. in Betreff der großen Summe, die dasselbe an die Republik schuldig ist zu untersuchen, hat seinen Bericht abgestattet, und darin dem Congresse empfohlen, jene Antraͤge zu verwerfen, und mit Anwendung aller gesetzlichen Strenge gegen das Hand⸗ lungshaus zu verfahren. Es geht aus diesem Berichte zu⸗ gleich hervor, daß wenn Mexiko seine Verbindlichkeiten ge⸗ gen seine 2 Glaͤubiger nicht hat erfuͤllen koͤnnen dües zum Thei darin seinen Grund hat, daß das genannte Englische Haus mit dem Gouvernement bald nach dessen Errichtung einen Contract abgeschlossen hatte, welche 8 erfuͤllen es hernach nicht im Stande war. 1

;. ben⸗Te. n A mer i k a. 1.“ 8 Englische Blaͤtter enthalten Na richten as nos⸗Ayres bis zum 13. Nov., und v. er 2,— bis zum 5. Dec. Von dem erstgenannten Orte wird Fol⸗ gendes berichtet: „Da der Friede nun gluͤchlich abgeschlossen if so ** man alle politischen Spekulationen bei Seite 8 egt. ie schlimmste Folge des Krieges scheint indessen . noch erwartet zu werden, naͤmlich der „Zahltag.“ Di rst Land bietet im Kleinen ein aͤhnliches Bild von dem Zu 2 dar, in welchem Großbritanien nach der Beendigun sern 8 großen Kriege sich befand. Taͤglich kommen neue * - von Handlungs⸗Haͤusern vor, namentlich solcher, di vom Auslande etablirt, sondern hier einheimisch sind Cours auf England ist 18 Pence per Dollar; Doublonen werden 48 Dollars in Papier bezahlt, und man fuͤrchtet, daß der Cours immer noch hoͤher gehen Die Haͤlfte der Fahrzeuge, die hier sind, muß mit Ballast wieder absegeln, da selbst zu dem niedrigen Preise 5 Pfund Sterl. per Tonne keine Fracht zu haben ist. Es 1 Fünde fruͤher erzaͤhlt, daß sich hier waͤhrend des Krieges er 1 ½ Million vhg⸗ gesammelt haͤtten, die saͤmmtlich

zahl von Fahrzeugen eintraf, haben sich nicht 8 600,000 Haͤute gefunden, und die 12. Saehr 28 158 1 Aufhebung der Blokade ankamen, muͤssen sich also mit Balleo * begnuͤgen. Manufactur⸗Waaren werden gut bezahlt und af 1 Markte herrscht viele Lebhaftigkeit.“ Der Friedens⸗Abschlus mit Brasilien wurde der Armee von Buenos⸗Ayres 94 ihren General Lavalleja am 12. Oct. angekuͤndigt 44 wurden Vorbereitungen zu ihrem Ruͤckmarsche nach der Hau 8

stadt getroffen. In BuenosAyres ging jedoch das Geruͤcht,

daß es die Absicht der Regierung sey, der Armee eine neue

auf Antwort, um dann nach Poros zuruͤckzukehren.

Beschaͤftigung zu ertheilen und sie gegen Paraguay zu

sche mit Lebensmitteln beladene Fahr g. . hrzeuge unter E 8 Oesterreichischen Corvette Hebe 8 4 Iseagsn ezba,en b

Morea neue Nahrung erhalten; er nimmt vi ung 3 iele Veraͤnd 1 gen in der Aegyptischen Armee vor und bildet neue Cavalle;

Landstraße, die von der Stadt Mexiko nach der Seekuͤste

reisten, wurden von einer solchen Raͤuber⸗Bande, mabe bet 8

auf Schiffs⸗Gelegenheit warteten; als aber darauf eine An⸗ 1

—nöseeaaneeeee