8 stand Irlands noch laͤnger so lassen, wie er ist? Weil, so
(SGrohbritanien und Irland. Parlaments⸗Verhandlungen. Nachdem in der (gestern erwaͤhnten) Sitzung des Unterhauses vom 18. Maͤrz auch noch die Herren Trant, Twiß und Lord Mountcharles sich hatten vernehmen lassen, erhob sich Lord Palmerston, welcher zunaͤchst uͤber die Rede des Hrn. Saäadler einige Bemerkungen machte. Er ließ demselben Ge⸗ reechtigkeit widerfahren, indem er von ihm sagte, daß er, wiewohl zum erstenmale auftretend, doch die Bewunderung selbst derjenigen erregt habe, die nicht einer Meinung mit ihm seyen. Indessen fuͤgte der Lord doch hinzu, jener Red⸗ ner habe es, um seinen Gegenstand besser zu beleuchten, fuͤr noͤthig gehalten, alle Vorraths⸗Kammern der alten und neuen Geschichte aufzuthun, seine gelehrte Meinung uͤber Alles aus⸗ zusprechen, von den Armen⸗Taxen eines Kirchspiels an, bis zu den großen National⸗Angelegenheiten, — aber mit der Hauptsache, Irland selbst, scheine er sehr wenig bekannt zu seyn. Der Lord suchte hierauf die Behauptung des Herrn Beankes zu widerlegen, als haͤtten der Prinz von Oranien nnd diejenigen, welche die Constitution vom Jahre 1688 be⸗ gruͤndeten, die Ausschließung der Katholiken im Sinne ge⸗ habt. „Wilhelm III.“, sagte er, „betrat nicht etwa das Land mit religioͤsen Tractaten in der einen und mit dem Vertilgungs⸗Schwerdte in der andern Hand. — Aus wel⸗ Ischen Gruͤnden soll nun das Parlament den gefaͤhrlichen Zu⸗
dzyooöre ich erwiedern, die Katholiken gewisse religtoͤse Meinun⸗ gen hegen, welche sich mit dem Gehorsam nicht vereinigen lassen, den sie dem Souverain dieses Landes schuldig sind. Unter solchen Umstaͤnden, heißt es ferner, duͤrfte die Lan⸗ des⸗Verfassung, so tief sie auch in den Herzen des Vol⸗ kes eingewurzelt ist, durch 30 oder 40 katholische Mitglieder, die in diesem Hause Aufnahme finden, zerstoͤrt werden. Wie dies aber moͤglich zu machen sey, das ist uns nicht gesagt worden; man hat sich bloß darauf beschraͤnkt, anzudeuten, daß, wenn es einmal zu einem Parthei⸗Kampf kommen sollte, so duͤrften die katholischen Mitglieder von dem Mi⸗ nister des Tages fuͤr seine boͤslichen Zwecke leichter gewon⸗ nen werden; aber muͤßte sich denn, wenn wir diesen Fall wirklich voraussetzen, die ganze Legislatur nicht erst zu dem⸗ selben Zwecke vereinigen, wenn dem Lande wirklich ein Nach⸗ theil daraus erwachsen soll?“ — Der Redner suchte ferner auch die Behauptungen des Sir E. Knatchbull zu widerle⸗ gen, der hauptsaͤchlich gewisse katholische Glaubenslehren an⸗ gefochten hatte. „Naͤchstdem“, sagte der Redner, „daß die Katholiken von solchen Glaubenslehren durchaus nichts wissen wollen, duͤrften sie auch nur dann in Betracht kommen, wenn eetwa die Frage lautete: ob man 5 oder 6 Millionen Katho⸗ liken in Irland aufnehmen soll, oder nicht. Da sie aber ein⸗ mal hier sind, so lautet die Frage vielmehr: „„Sollen wir ddiese 5 bis 6 Millionen Menschen ferner durch eine bedruͤk⸗ kende und ungerechte Gesetzgebung von uns entfremdet halten, oder sollen wir sie uns zu treuen Freunden und loya⸗ len Mitbuͤrgern verbinden, indem wir ihnen einen gleichen Antheil an den Wohlthaten der Constitution uͤberlassen?““ — Den getheilten Gehorsam der Katholiken, der sowohl dem Vaterlande, als einer auswaͤrtigen Macht zugewandt seyn soll, wollte der Lord ebenfalls nicht gelten lassen. Jeder Katholik, sagte er, wuͤrde allenfalls im Stande seyn, dies durch einen Eid zu bekraͤf⸗ tigen. Sollte man aber auch Mißtrauen gegen die katholischen Eide hegen, so weise er auf die Armee und die Flotte hin, wo das katholische Wort sich oft genug durch die That bewaͤhrt ge⸗ funden und mancher Katholik fuͤr Koͤnig und Landes⸗Ver⸗ fassung sein Blut vergossen habe. Wenn nun jener getheilte Gehorsam noch existirte, waͤre er nicht gerade bei militairi⸗ schen und Flotten⸗Befehlshaber⸗Stellen am allergefaͤhrlichsten?
Und doch ließe man die Katholiken zu solchen Stellen zu; und zwar nicht etwa in Folge eines alten Statuts, sondern in Folge eines Gesetzes, das dieselben Maͤnner gutgeheißen haben, die jetzt am meisten von dem getheilten Gehorsam der Katholiken sprechen. Festungen uͤberlasse man ihnen und solche Stellungen, mit denen die hoͤchste Discretion verknuͤpft
sey, wo oft der geringste Verrath Schmach und Unngluͤck uͤber das Land bringen koͤnne, und doch straͤube man sich, sie
in die Parlaments⸗Haͤuser zu lassen, wo Alles, was sie thun, genau beobachtet wird, wo ihre Handlungen und Reden mit jedem Morgen auf den Fluͤgeln des Windes nicht bloß in jeden Winkel des Reiches, sondern in die ganze civilisirte Welt hingetragen werden. — Der Redner machte alsdann darauf aufmerksam, wie viel groͤßeren Nutzen Irland dem Großbritanischen Interesse bringen koͤnnte, wenn sein buͤr⸗ gerlicher Zustand ganz geordnet wird. Im Jahre 1821 haͤtten in den vereinigten Koͤnigreichen 21 Millionen Einwohner gelebt,
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welche Großbritanien allein in jenem Jahre getragen sich auf 50 Millionen Pfd.; mithin haͤtte Irland, in haͤltnisse zu seiner Einwohnerzahl, 25 Millioonen trag⸗ sen — alle Abgaben dieses Landes haben sich jedoch
nem Jahre nur auf 5 Millionen belaufen. — Der
sche Boden sey ein sehr fruchtbarer, es koͤnne also ie ser seyn, der ein solches Verhaͤltniß zuwege bringe. gen wird oft der Mangel an Betriebs⸗Kapital als angegeben. „Warum aber“ fragte der Redner, Englischen Kapitalisten, die fuͤr die Verwendung thra die entferntesten Theile des Erdbodens aufsuchen, gen Weg nach Irland ganz versperrt? Ein boͤser Zauben der auf diesem Wege lagert. Ich fordere nun daß ment auf, diesen Zauber zu loͤsen, und Irland jenen tenden Stroͤmen zu oͤffnen, die bereit sind, hinein iu wenn es mit Sicherheit geschehen kann.“ — Inm Verlauf seiner Rede kam der Lord nochmals auf schlaͤge zuruͤck, die Herr Sadler zur Beruhigm lands gemacht hatte, und sagte in Bezug auf e was die von Irland entfernten Reichen betreffe, se sie schon von selbst zuruͤckkommen, wenn der Zustand des erst ein besserer sey; eine bessere Jugend⸗Erzit fuͤr das Irlaͤndische Volk kaum wuͤnschenswerth, laͤnger in seiner jetzigen Lage beharren muͤßte (hoͤrt je aufgeklaͤrter, um so unzufriedener duͤrften sie augf Auch die projectirten Armen⸗Gesetze duͤrften nur
der Armen noch vermehren; wenn aber das ehrenwert!
(Hr. Sadler) davon gesprochen habe, daß man diese Maaßregeln in Irland anwenden muͤßte, die man gutem Erfolge gegen die Englischen Demagogen ain und daher kein Blut sparen duͤrfte, so ließe sich au laͤndischen Geschichte darthun, daß schon genug de dort vergossen wurde, der Erfolg dieses Mittels abe nur guͤnstig fuͤr den Moment gewesen sey; denn da Ursachen des Uebels zu beruͤhren sich gescheut, so Gift desselben in dem Herzen jenes ungluͤcklichen Lat mer mehr sich verbreitet. „Der ehrenwerthe Herr ( — fuhr der Redner fort — „spricht von den Gefäh sehr veraͤchtlich; nun freilich — wer so, wie er, siche Schutze der Gesetze lebt, wessen Schlummer niemals ward und wer nie die Schrecken eines Buͤrgerkriegs hat, der darf wohl von der Grundlosigkeit unserer tungen sprechen, b „„Der Narben lacht, wer Wunden nie gefuͤhl (Hoͤrt, hoͤrt!) Haͤtte der ehrenwerthe Herr, so wie viele andere Mitglieder dieses Hauses, die Leiden in der Naͤhe gesehen, — wuͤrde er sich gehuͤtet hatan von zu reden, wie er es gethan hat.“ — Nache Palmerston, unter Beifallsbezeugungen seine Rede hatte, erhoben sich zu gleicher Zeit Lord Milton General⸗Anwald; der Ruf nach Letzterm war zwar doch uͤberließ dieser vorerst dem Lord Milton de Der Lord begnuͤgte sich, den schon oft angeregten ob und wie die Tonstitution von 1688 auf die Auff der Katholiken zu beziehen sey, aufs Neue zu erl’ sprach sich entschieden gegen die Meinungen der Ha kes und Sadler aus. Gegen das Ende seiner Rede mat Ungeduld der Versammlung etwas bemerklich und kau sich niedergesetzt, so erscholl der Ruf nach dem Gent wald. Dieser (Sir Ch. Wetherell) erhob sich unter fall. „Unter sehr schwierigen Umstaͤnden,“ sagte er,“, mich heute an das Haus, zugleich aber auch mit at und klaren Begriff von der Wichtigkeit der jetzt! thung vorliegenden Maaßregel. Unabhaͤngig und ist bisher meine Weise gewesen; daruͤber besitze ic Ich habe mein Amt beibehalten, so lange ich estn chun konnte — ich verlasse es, sobald ich es mit mehr beibehalten kann. (Hoͤrt, hoͤrt!) Anders delt den vorliegenden Gegenstand, als viele ehrenwertze der dieser Seite des Hauses, bewahre ich doch, wien wissen, fuͤr mehrere unter ihnen die herzlichsten . gen der Achtung und Freundschaft; jetzt jedoch auf als General⸗Anwald einer protestantischen Regierl Gesinnungen kund zu thun, muß ich die besondere und Guͤte des Hauses in Anspruch nehmen, wenn ich eil erfuͤlle, die ich mir selbst, dem Britischen Parlaman Volke und dem Souverain schuldig bin, dessen D zwar noch dem Namen nach, aber nicht der Sache n (Hoͤrt, hoͤrt!) Als Deputirter des Reichs, als Mil Plympton und zwar, gan abgesehen von meiner Stellung, als ein solches Parlaments⸗Mitglied, n Meinung, gleich irgend einem Andern hier im 5
wovon 7 Millionen auf Irland kamen. Die oͤffentlichen Lasten,
und unabhaͤngig ausdruͤcken kann, wuͤnsche ich
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(Beifall.) Ich habe mich bemuͤht, von dem vorlie⸗ Gegenstand eine genaue Kenntniß zu erhalten, denn hlte, es wuͤrde meine Pflicht seyn, mich uͤber die große auszusprechen; gewiß hat aber auch keines der ehren⸗ n Mitglieder so vielen anhaltenden Fleiß darauf dt, um zu erfahren, in wie fern die Katholi⸗ m Vollgenuß der Constitution gelassen werden koͤn⸗ ohne daß es der Sicherheit des Monarchen, der und den Freiheiten Großbritaniens gefaͤhrlich sey. Nachdem ich dies vorangeschickt, ist es mir wohl „zu sogen, daß ich mich niemals in einer peinlicheren efunden habe, als da ich erst sieben Tage vor Eroͤff⸗ dieser Parlaments⸗Session davon unterrichtet wurde, katholische Frage dem Parlamente durch die Regie⸗ mpfohlen werden soll. (Hoͤrt!) Eine Sache also, die so geschickt, edel und erfolgreich von meinem sehr eh⸗ Ithen Freunde vertheidigt worden war, sollte nun ploͤtz⸗ nz verlassen, ohne Leiter dem Spiele von Wind und preisgegeben werden. (Lauter Beifall.) Die ehrenwer⸗ erren, mir gegenuͤber, werden ß ich die Absicht hege, mich zum Leiter dieser nun ver⸗ Parthei aufzuwerfen; sie werden vielmehr uͤberzeugt aß ich rein von der Nothwendigkeit angetrieben werde. ruͤhmter Geschichtsschreiber (Hume) sagt, daß Nie⸗ ohne in den Verdacht der Eitelkeit zu kommen, mehr ige Worte von sich reden darf. Da ich nun bereits Hviel von mir gesagt habe, so werde ich nur noch Worte hinzuzufuͤgen haben. (Man lacht.) Ich weiß in
at nicht, ob es vielleicht anmaaßend erscheint, das
noch in meiner amtlichen Stellung anzureden und ob ht vielmehr als das bloße Mitglied fuͤr Plympton sollte. Ich bin indessen noch immer des Koͤnigs „Anwald und des Koͤnigs General⸗Anwald will ich eiben. (Beifall und lautes Gelaͤchter.) — Ich muß ber die Unhoͤflichkeit der Herren wundern, die mich chen, ehe ich meinen Satz vollendet habe. Ein edler almerston), der nicht laͤngst gesprochen, hat die Frage uer der geschicktesten und eloquentesten Reden verthei⸗ und zwar in einer viel geschicktern Rede, als dieje⸗ war, die der sehr ehrenwerthe Herr (Peel) zur Ausein⸗ tzung der Maaßregel gehalten hat; und doch habe ich ede ohne irgend einen Ausdruck von Unhoͤflich⸗ gehoͤrt, darf also auch dieselbe Aufmerksamkeit abdern verlangen.“ — Der Redner suchte hierauf die digung von sich abzulehnen, als haͤtte er andere, und ich die Universitaäͤt Cambrigde, davon zuruͤckgehalten, sinnung zu Gunsten der katholischen Frage kund zu Er habe, sagte er, weiter nichts gethan, als sich der hme an der vorliegenden Bill zu enthalten, und zwar otracht des Eides, den er als General⸗Anwald geleistet, heil er der Meinung gewesen, die Bill sey ein Todes⸗ hfüͤr die protestantische Kirche. (Hoͤrt!) Er fuͤhrte als⸗ die Gruͤnde an, welche ihn in dieser Meinung bestaͤrkt und beantwortete b die Frage, in wiefern die eßung der Katholiken vom Parlament ein Grundsatz stitution sey. Er suchte darzuthun, daß schon vor g Jacobs II. und vor der Landung des Prinzen von jene Ausschließung zu einem Britischen Staats⸗ erhoben worden sey. Er berief sich dabei auf die tsschreiber Rapin und Tindal, von denen er sagte, ten dem Gedaͤchtnisse einiger Mitglieder, das durch ische mal-aria sehr gelitten zu haben scheine, zu ommen. Zwar habe Lord Plunkett die Geschichte ilten Almanach genannt, doch, wenn der Almanach sey, so seyen doch die Principien, welche die Geschichte jung geblieben. — „Ob aber auch“, fragte hier Sir ackintosh, „noch anwendbar auf die jetzigen Zeit⸗ de?“ — „Ich war eben“, fuhr der General⸗An⸗ ort, „mit der Beantwortung einer Frage beschaͤftigt, das gelehrte Mitglied fuͤr Knaresborough schon eine vorlegt. Nun bin ich aber kein Schotte, der zwei Fragen mal zu beantworten versteht. (Gelaͤchter und Beifall.) vill ich damit etwa von dem Vaterlande meines ehrenwer⸗ d gelehrten Freundes (Sir J. Mackintosh) etwas Boͤ⸗ gt haben. Ich meine nur, daß ich nicht jene Duplicitaͤt gik besitze, welche durch dieselbe Antwort zwei Fragen Zverschiedener Natur erwiedern kann.“ — Der Redner sich hierauf wieder u der Geschichts⸗Periode Ja⸗
offentlich nicht glau⸗
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kobs II. und Wilhelms III., und suchte vollstaͤndig zu erlaͤu⸗ tern, daß das Prineip der Ausschließung sowohl vor, als waͤhrend und nach der Revolution von 1688 gegolten habe. „So weit“, fuhr er alsdann fort, „ist es mir nun, in mei⸗ nem Charakter als gesetzliche Autoritaͤt, mit Beihuͤlfe der Geschichte gelungen, die Frage zu beantworten. Man denke sich nun, in welcher peinlichen Lage ich mich fuͤhlen mußte, da ich, als General⸗Anwald, aufgefordert wurde, eine Bill gegen dasselbe Princip zu entwerfen, das einst der Lord⸗ Kanzler selbst auf eine entscheidende Weise vertheidigt hatte. Ich sah natuͤrlich auf diesen hin, als auf eine Autoritaͤt, die uͤber mir stand, doch fand ich bald, daß das Schild des Lord⸗ Kanzlers Lyndhurst nicht hinreichte, um mich zu decken. (Lau⸗ ter Beifall.) Bill entwerfen, von der der Kanzler Englands einmal gesagt hatte, sie stuͤrze die Englische Kirche um! (Beifall.) Wenn ich jetzt von dem Lord⸗Kanzler Lyndhurst in der Meinung
abweiche, so geschieht es mit gutem Gewissen, so wie ich von
jedem Andern auch abweichen wuͤrde, der einen Einfluß auf mein oͤffentliches Verfahren uͤben wollte. Ich will jetzt nicht deshalb mit ihm rechten, weil er zu einer anderen Meinung uͤbergegangen ist; er ist Bewahrer des großen Siegels und durch seinen Eid gebunden, dem Koͤnige nach bestem Urtheile zu rathen. Da ich aber neuerdings den Eid uͤberlas, den der Lord⸗Kanzler geleistet, so wie den, welchen ich als General⸗Anwald abgelegt, da empfand ich es, das ich, als Parlaments⸗Mitglied fuͤr Plympton, unmoͤglich die Bill entwerfen konnte, die jetzt hier auf der Tafel liegt, aber auch als General⸗Anwald durfte ich es nicht, wenn ich meinem Amts⸗Eide nicht untren und Se. Majestaͤt nicht zu einer Maaßregel verleiten wollte, wodurch auch der Kroͤnungs⸗Eid verletzt wird. (Beifall.) Ich durfte es nicht, wenn auch der Lord⸗Kanzler es fuͤr an⸗ gemessen hielt, anders zu handeln, und dies ist das Motiv, warum ich zu der abscheulichen Bill, die jetzt dem Hause vorliegt, auch nicht Ein Wort hergeben wollte. (Enthusiasti⸗ scher Beifall.) Gewiß erinnern sich noch Viele der geschickten und eindringlichen Rede, welche vor einigen Jahren, bei einer aͤhnlichen Gelegenheit, Sir John Copley, damals noch Master of the rolls (jetziger Lord⸗Kanzler Lyndhurst) gehalten hat; sie erin⸗ nern sich jenes ausgezeichneten Mannes, der in seinem Raisonne⸗ ment so scharf, in seinem Ausdruck so prachtvoll, und als Parla⸗ ments⸗Redner so kraͤftig und treffend war, jener Mann hielt es fuͤr angemessen, mit dem verstorbenen Hrn. Canning daruͤber zu streiten, ob die Erledigung dieser Frage mit der Constitution des Koͤnigreichs sich vereinigen lasse, oder nicht. Bin ich nun, der ich ein subordinirtes Amt bekleide, deshalb zu ta⸗ deln, daß ich jetzt mich weigere, das zu thun, was erst vor zwei Jahren jener Master of the rolls zu thun verweigert hat? Verdiene ich deshalb, von allen Seiten mit Vorwuͤr⸗ fen uͤberhaͤuft und angegriffen zu werden? Man hat mich von allen Seiten angegriffen, aber ich kuͤmmere mich nicht darum, es mag nun von jener Seite (auf die Seite der Opposition zeigend), oder von dieser hier (auf die Minister zeigend) kommen. Ich bin bereit, allen Angriffen zu widerstehen. Ich habe keinen Grund, vor dieser Erklaͤrung zuruͤck zu schrecken (indem er sich nach der Minister⸗Seite hinwandte), ich habe keine Apostasie zu bemaͤnteln, ich habe keine armse⸗ lige Ausfluͤchte noͤthig; ich bin nicht an einem Tage weiß, und am andern schwarz; ich bin nicht in dem einem Jahre ein protestantischer Master of the rolls gewesen und in dem andern ein katholischer Lord⸗Kanzler. (Rauschender Beifall.) Nein! Ich will lieber bleiben, was ich bin, das bescheidene Mitglied fuͤr Plympton, ehe ich mich einer so schaͤndlichen Desertion aller Grundsaͤtze, einer so niedrigen, elenden und veraͤchtlichen (der Redner sah dabei dem Herrn Peel scharf in's Gesicht) — ja veraͤchtlichen Apostasie schuldig mache.“ — Der Redner citirte hierauf, um seine Be⸗ hauptungen noch mehr zu belegen, die eigene Rede des damaligen Sir John Copley, worin dieser gegen Hrn. Canning behauptet hatte, daß die katholische Hierarchie da⸗ nach strebe, das ihr fruͤher entrissene Kirchengut wieder zu erlangen. „Kann ich wohl nun,“ fuhr er fort, „mit dem Namen eines halsstarrigen General⸗Anwalds gebrandmarkt werden, wenn der Master of the rolls eine so entschiedene Opposition kund that, und zwar eine Opposition, die nicht etwa auf die Spitzfuͤndigkeiten meines sehr ehrenwerthen Freundes (Hrn. Peel), g auf die eigene klare Ueber⸗ zeugung begruͤndet war? Und hat nicht selbst mein sehr
Sollte ich, als General⸗Anwald, wohl eine