1829 / 98 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

der Redner, was man unter „kirchlichen Einrichtungen“ verstehe, von deren Beaufsichtigung die Katholiken ausge⸗ schlossen seyn sollen; schwerlich seyen alle Schulen darin be⸗ griffen, denn * derselben koͤnne man nicht kirchliche Einrich⸗ tungen nennen. Auf diese Weise wuͤrden also wenn auch die beiden Universitaͤten, so wie die Schulen von Eton, Westminster und Winchester ausdruͤcklich gesichert waͤren doch die meisten uͤbrigen Schulen dem katholischen Einflusse ausgesetzt seyn. Die festgesetzten Strafen, uͤber welche der . General⸗Anwald zu wachen habe, seyen ebenfalls unzulaͤnglich. Der Redner stellte den Fall auf, es habe der General⸗Anwald einen Katholiken entdeckt, der den Eid nicht gehoͤrig geleistet, und stelle dies 6 katholischen Premier⸗Minister vor. Alsdann ginge er na aber erfaͤhrt er schon, „daß der Koͤnig seiner Dienste nicht ferner beduͤrfe.“ (Großes Gelaͤchter.) Also wuͤrde der katho⸗ lische Minister den Absichten des protestantischen General⸗An⸗ walds schnell ein Ende machen. „Was nun“, rief er, „sind das fuͤr Sicherheiten, die an solche Strafen geknuͤpft sind, welche von dem General⸗Anwald abhaͤngen; der aber wiederum bloß von der Laune und dem Gutduͤnken des katholischen Premier⸗

Ministers abhaͤngt? Der Minister hat weiter nichts zu

thun, als uͤber den General⸗Anwald einen Strich zu ma⸗ chen, und mit Strafen und Sicherheiten ist es auf einmal vor⸗

bei. eecsaee⸗ Ich habe bis jetzt von einem protestanti⸗ 1 schen General⸗Anwald gesprochen; wie aber sollte es erst wer⸗ den, wenn dieser auch ein Katholik ist? Alle miserable Pa⸗ ragraphen dieser unnuͤtzen Bill, oder wenn ich mich einer fremden Phrase bedienen darf dieses abgelegten Kalen⸗ ders, dessen Datum schon ein veraltetes ist, ehe er noch in Gebrauch gekommen, bin ich nun durchgegangen; wie der Anfang, so zeugt das Ende von Faͤulniß, und Verraͤtherei.“ (Beifall und Gelaͤchter.) Weiterhin sagte der Redner, wenn man ihm vorwerfe, daß er von Irland zur gelegentlich gesprochen habe, so liege dies zum Theil daran, daß der Minister nicht die gehoͤrigen Aufschluͤsse, worauf ein anderseitiger Rath sich haͤtte basiren lassen, ertheilt habe. Er sey mit seinem Emancipations⸗Plane urploͤtzlich erschie⸗ nen; wer koͤnne da wohl verlangen, daß diejenigen, die nicht im Entferntesten daran gedacht, nun mit einem Male fuͤr alle Erwiederungen vorbereitet seyn sollen? Der Redner ging alsdann auf die Bittschriften uͤber, und sagte, daß es ein ganz falsches Princip sey, die Menge fuͤr Nichts, die Gelehrten aber wiedies Sir J. Mackintosh bei der Edinburger Bittschrift ge⸗

han habe fuͤr Alles gelten zu lassen. Menschen, die nur gesunden Verstand haben, koͤnnten eben so gut den Werth der prote⸗ stantischen Kirche beurtheilen, wenn sie auch nicht so gut

schreiben, als Sir Walter Scott, und ni redi 8 . ott, und nicht so gut predigen als Dr. Chalmers (Nein, nein! rief man von vielen Sei⸗

en.) Wolle man dergleichen Grundsaͤtze geltend machen, so muͤßte die Magna-Charta geaͤndert werden; die Menge duͤrfte dann ungescheut verachtet, und das Dogma des Caledonischen

LCollegiums uͤber Alles erhoben werden. Nachdem der Redner in dieser Weise noch eine Zeit lang gesprochen hatte, sagte er am Schlusse, daß er es nicht scheuen wuͤrde, den Handschuh seiner Gegner auch zum dritten Male aufzunehmen. Hr. Peel antwortete in einem aus⸗ fuͤhrlichen Vortrage. (Wir werden von den Schlußworten dieses Ministers uͤber die nun im Unterhause durchgegangene Bill morgen noch Einiges mittheilen.) Sir R. Inglis schlug zunaͤchst eine Vertagung der Debatte vor, und wurde darin von Herrn Sadler unterstuͤtzt; da sich jedoch das Haus hiemit nicht einverstanden zeigte, so sprach sich der Letztere ebenfalls, wie er sagte, als das letzte Opfer auf dem Altar des protestantischen Vaterlandes in einer ausgedehnten Rede nochmals gegen die Maaßregel aus. Sir W. Gordon wollte auch noch Einiges hinzufuͤ⸗ gen, aber sagte er da das Haus nun bereits elf Stunden beisammen sey, so wolle er die Aufmerksamkeit desselben nicht noch laͤnger ermuͤden. Bevor abgestimmt wurde, sagte Sir J. Yorke: Es sey mir erlaubt, diese Debatte mit einem parlamentarischen Toast zu beschließen: „Moͤgen die Schwester⸗Koͤnigreiche nun fuͤr immer vereinigt seyn, und gleich zweien Bruͤdern mit einander leben!“ (Ge⸗ laͤchter.) Bei der Abstimmung uͤber das Amendement des Margquis von Chandos waren 142 Stimmen dafuͤr, 320 dagegen, mithin (wie gestern gemeldet) eine Ma⸗ jorität von 178 Stimmen fuͤr die dritte Lesung der Bill. Der Sprecher sagte hierauf: „Diejenigen Mitglieder, welche der Meinung sind, daß diese Bill

verchgehen soll, moͤgen „„Jau“ antworten.“ Es er⸗ folgte hierauf ein so lauter und durchdringender Ja⸗Ruf daß (wie der Courier berichtet) die Waͤnde des Hauses er⸗

ause um die Strafe aufzusetzen auf dem Wege

rug, Falschheit

1“

gen die Bill sind, moͤgen „„Nein““ antworten“. nun erfolgende, im Vergleich zu dem vorigen Ruf schwache „Nein“ erregte das Gelaͤchter des Hauses Bejahenden“, entschied der Sprecher, „haben den schlag gegeben.“ Es wurde alsdann der Bill die Bena gegeben: „Eine Bill zur Abhuͤlfe der Roͤmisch⸗kathe Unterthanen Seiner Majestaͤt“ und der Beschlu faßt, daß Herr Peel sie in's Oberhaus bringen se Die Freunde der Maaßregel erhoben sich jubelnd, scht ihre Huͤte und Schnupftuͤcher, versammelten sich um Peel und schuͤttelten ihm freudig die Hand. Nachde Nanesche⸗ ahee crantutch Vege auch noch zum

kale verlesen worden war, vertagte sich da b 4 nhr des Morgens. 8 4 8 7 .

London, 31. Maͤrz. Der Herzog von Weln hatte gestern fruͤh eine lange Een e wir 8 worauf er die Stadt verließ und sich zu einer Audie dem Koͤnige nach Windsor begab.

Der Preußische Gesandte, Hr. von Buͤlow, hatte mit dem Grafen Aberdeen im auswaͤrtigen Amte eim ferenz, die beinahe zwei Stunden waͤhrte.

In Enniskellen fand vor einigen Tagen eine Vet lung der Grafschaft Fermanagh statt, in welcher Beschluͤsse und eine Adresse an Se. Majestaͤt, die der gats. us Fch Nereil ahls. Feste einstimmig angem wurden; die Adresse wird dem Koͤnige erz og Füm ge a uͤberreicht werden. asze., vomh Herzde

„Wenn“ heißt es im Globe „das Amt eing neral⸗Anwalds nicht nach politischen Motiven, fünder zig und allein aus dem Gesichtspunkte bestimmt wird der Mann es erhaͤlt, welcher das hoͤchste Ansehen als kat genießt, so ist unbezweifelt Sir James Svarlet jenige, der die meiste Anwartschaft darauf hat.“

Im Globe liest man: „Außer dem Bischof v. chester“9), der bekanntlich zu den strengsten Englischen laten gehoͤrt, haben sich auch bereits die Bischöfe von ster, Landaff, Norwich und Rochester zu G der katholischen Frage erklaͤrt. Der Bischof von Lg hat zwar, seitdem die Bill ins Parxlament gebracht noch keine entschiedene Meinung abgegeben, doch istg anderweitig von ihm bekannt, daß es sein Wunsch t Frage moͤchte auf eine allgemein befriedigende Weise werden. Nach einer ungefaͤhren Schaͤtzung duͤrften Ganzen 10 oder 11 Bischoͤfe seyn, die am Ende de unterstuͤtzen werden; sonach wird also auf der Bischt Bank die Theilung eine ziemlich gleiche seyn. Aufme Leser der Parlaments⸗Verhandlungen werden uͤbrige merkt haben, daß im Oberhause, waͤhrend der letzten? die bisher dort vorherrschende Bitterkeit sich sehr verminder In der That muß aber auch die bedeutende Majoritaͤt des terhauses, welche, als eine gewichtige Autoritaͤt, verbunde der Empfehlung des Koͤnigs und der Art, wie sich die niederen Volksklassen in vielen Theilen des Koͤnig daruͤber ausgesprochen haben die Bill ins Oberhaus! nicht wenig dazu beitragen, um viele Lords von den grund ihrer Befuͤrchtungen zu uͤberzeugen. Ueberall th im Volke die Meinung kund, daß an eine Gefahr, als der Katholicismus im Lande um sich greifen, durchaus zu denken sey; ohne ein solches Umsichgreifen wuͤrde

auch die Gegenwart weniger katholischer Mitglieder im]

lamente unmöͤglich von Bedeutung seyn koͤnnen. N dh bemerkt, daß die, welche die Katholiken jetzt am Mesoern terstuͤtzen, zu dem unterrichtetsten und einflußreichsten der Englischen Kirche, so wie zu den verschiedenen K der protestantischen Dissidenten also gerade zu dense gehoͤren, bei welchen die katholischen Lehren am aller sten Eingang finden duͤrften. Kein Grund zu glaube vorhanden, daß die Zahlen⸗Verhaͤltnisse, so wie si 3— Protestanten und Katholiken in diesem Koͤnig estehen, binnen mehrerer Generationen eine Aenderun leiden duͤrften. In anderen Laͤndern Europa's, wo Gleichheit der buͤrgerlichen Rechte laͤngst besteht, ist dun nicht zu bemerken, daß sehr viele Convertiten von der oder der andern Religionsparthei gemacht werden. aber irgendwo in Europa einmal der Impuls zu einer Bewegung gegeben werden, so duͤrfte wohl schwerlich vol zu setzen seyn, daß sie zu Gunsten des Katholicismus finden werde am allerwenigsten jedoch duͤrften wif voraussetzen, die wir von den hohen Verdiensten des testantismus uͤberzeugt sind. Ueberall in Europa hat Aufklaͤrung Fortschritte gemacht und selbst die heftigsten

) S. den Artikel: Parlamen ts⸗Verhandlunt

i 1 21 . ee fuhr der Sprecher fort, „die ge⸗

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in Nr. 96 der Staats⸗Zeituunug.

rvon Sytzama,

er Katholiken muͤssen zugeben, daß der Katholicismus em aufgeklaͤrten Lande ganz frei von den Gehaͤssigkeiten man bei der crassen Unwissenheit wohl noch antrifft. itet aber die Aufklaͤrung so fort, dann⸗ duͤrfte, wenn ser Protestantismus nicht noch mehr Grund gewinnt, er Geist der Proselytenmacherei im Katholicismus sich tn. Nichts kann auch wenn die Wissenschaft in Naaße Feortschritte macht wie bisher einem durch uropa verbreiteten religioͤsen Frieden fernerhin im ehn.“ sc Dover meldet man, es sey davon die Rede, daß anzoͤsische Regierung die dermalen zwischen Calais und bestehende Packetboot⸗Verbindung, von ersterem Orte Soulogne zu verlegen beabsichtige. 1I1““

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Gestern wurde die katholische Con⸗ s⸗Bill, so wie auch die Wahlfaͤhigkeits⸗Bill, ins Ober⸗ gebracht, und beide zum erstenmale verlesen. Nach der figen Anzeige des Herzogs von Wellington wird der⸗ ommenden Donnerstag auf die zweite Lesung der erstern en. Fuͤr den Fall, daß diese an gedachtem Tage er⸗ wird sodann der Herzog am Freitag auch die zweite der andern Bill in Antrag bringen.

der Herzog von Cumberland hatte gestern in Windsor

nterredung mit dem Koͤnige.

Her Fuͤrst Esterhazy und der Fuͤrst Polignac hatten eine Conferenz mit dem Grafen von Aberdeen. Porgestern Abend empfing Graf Aberdeen durch einen

gs⸗Boten Depeschen von Herrn Stratford⸗Canning.

Der Bischof von London hatte vorgestern mit dem s⸗Secretair Herrn Peel eine Unteredung im Ministe⸗ des Innern. v111“n

Riebertahehhee

April. Die erste Kammer wird, wie es in der ersten Haͤlfte dieses Monats zusammentreten. er Gouverneur von Öst⸗Flandern hat vor ungefaͤhr Monaten von den Ministern den Befehl erhalten, die nden, deren Einwohnerzahl unter 300 Seelen betrage, einigen. Der Catholiaue findet diese Maaßregel gg und verfassungswidrig. hie Einwohner von Luͤttich haben bei dem Koͤnige eine

shrift gegen den Plan eingereicht, unter ihrer Stadt kohlen⸗Minen anzulegen.

Ddem Journal de la Belgiaque zufolge wird das et in der zweiten Kammer die entschiedenste Opposition

, und zwar seyen es nicht die Deputirten der suͤdlichen

inzen, welche am heftigsten gegen dasselbe protestirten;

der sich noch vor Kurzem durch seine Oppo⸗

gegen die Bittschriften ausgezeichnet habe, sey auch den Gegnern des Budgets.

Die Handels⸗ und Fabriken⸗Kammer in Antwerpen

bekannt, sie sey von dem dortigen Portngiesischen

I, Ritter Charro, benachrichtigt worden, daß die Blo⸗

der Insel Terceira durch die Fregatte „Diana“ und

Corvette „Lealdad⸗⸗ aufrecht erhalten werde.

Am 3l1sten v. M. starb hier das Convents⸗Mitglied el; im Jahr 1795 war er Volks⸗Repraͤsentant bei den „Armeen in Holland, dann Finanz⸗Minister unter dem ktorium in den Jahren 1796 bis 1799. Im Jahre 1816 r sich hieher zuruͤck, und wurde als Advokat bei dem

Gerichtshofe zugelassen. Ein zweites Convents⸗Mit⸗ Maragon, ist gestern, 88 Jahr alt, hier gestorben; er zur Zeit der Republik Consul in Hamburg.

Die Allgemeine Zeitung meldet in einem Privat⸗ e aus Rom vom 24. Maͤrz: „Schon ist ein Monat ssen, seit die Cardinaͤle im Conclave versammelt sind, man erwartet mit der gespanntesten Ungeduld, auf wen ch die Wahl fallen wird. Wenn die im Anfange ver⸗ eten Geruͤchte wenig Aufmerksamkeit erregten, so ist dies wo man der Entscheidung einer so wichtigen Angele⸗ eit mit Recht entgegen sieht, ein anderer Fall. Je uͤber⸗ er man von der Schwierigkeit ist, die Wahrheit uͤber was vorgeht, zu erfahren, desto begieriger forscht man Allem, und waͤgt die streitenden Interessen ab. Einen schen Gegensatz gegen den Ernst dieser Staatsgespraͤche t die Verzweiflung mancher Fremden, welche um Giron⸗ und Oster⸗-Feierlichkeiten bekuͤmmert sind, und die Be⸗ aheit der Roͤmer, welche, je nachdem ein Cardinal ge⸗ t wird, die Freunde desselben uͤberlaufen, um sich ihrer ection zu versichern. Man nennt als diejenigen, welche

ondon, 1. April.

Bruͤ sse 1, 2

1’ *—

Inseat., 8

Castiglioni und Capellari. nerre und Brancadoro sind angekommen; Leoni soll unterwegs krank geworden seyn. Der Spani⸗ sche Gesandte wird, wie es heißt, heute dem im Conclave versammelten Cardinals⸗Collegium sein Creditiv uͤberreichen, und bei dieser Gelegenheit eine Spanische Anrede halten. Die des Oesterreichischen Fes. war in Lateinischer, jene des Franzoͤsischen und Niederlaͤndischen waren in Fran⸗

zoͤsischer Sprache abgefaßt.“ Tuͤrkei und Griechenland. Allgemeine Zeitung enthzlt nachstehende Cor⸗

respondenz⸗Mittheilungen: b „Von der Graͤnze der Wallachei, 20. Maͤrz. Aus bei Varna von

Bucharest erhaͤlt man Kunde von einigen, den Russen erfochtenen Vortheilen, die wohl als guͤnstige Vorzeichen der nun bald an der Donau zu eroͤffnenden groͤ⸗ ßeren Operationen zu betrachten sind. Die Witterung ist noch rauh, doch verspricht der bereits anfangende Graswuchs bald hinreichende Fourage fuͤr die in den Fuͤrstenthuͤmern be⸗ findliche Cavallerie. Ueberhaupt aber sind bei der Russischen Armee die befriedigendsten Vorbereitungen zur Pesehcens der Truppen getroffen. Wie im vorigen Jahre, werden sechs⸗ zig bis siebenzig tausend Ochsenzuͤge fuͤr die Zufuhren der Le⸗ bensmittel aus Bessarabien verwendet werden.“ „Konstantinopel, 10. Mäaͤrz. Seit meinem Letzten sind wieder Zufuhren von Getreide hier eingetroffen, so daß die Besorgnisse wegen einer Hungersnoth nicht mehr so groß sind. Ein Divan folgt dem andern. Am 8ten war eine außerordentliche Raths⸗Versammlung, nach welcher sich alle Großen des Reichs zum Sultan, der ins Feld reisen will, begaben, und ihm die neu beschlossenen Maaßregeln vorleg⸗ ten. Die im Arsenal ausgeruͤstete Flotte von zehn Kriegs⸗ schiffen ging am 7ten nach dem Kanal ab, auch werden seit einigen Tagen viele Truppen von hier nach Silivria und Rodosto uͤbergeschifft, von wo sie sich zu Lande nach Adria⸗ nopel begeben. Vom Kriegs⸗Schauplatze verlautet seit dem Vorfalle bei Bazardschik nichts Erhebliches.“ Nach Briefen aus Aegina, vom 26. Febr., hatten (wie ebenfalls die Allgemeine Zeitung meldet) die Rus⸗ sen die den Aegyptiern abgenommene Brigg und Corvette in den dortigen Hafen aufgebracht. Die Berichte des Stratar⸗ chen Ypsilanti meldeten ein in Livadien vorgefallenes Ge⸗ fecht, in dessen Folge die Tuͤrken neuerdings aus dieser Pro⸗ vinz vertrieben worden waͤren. Ein im neuesten Blatte des Courrier de Smyrne (vom 1. Maͤrz) befindliches Schreiben aus Aegina vom 17. Februar enthaͤlt unter Anderem Nachstehendes: „Man kennt jetzt die Namen der neuernannten Mitglieder des Pan⸗ hellenions; es sind folgende: N. Nenieri aus Kreta, Probu⸗ los der Finanzen in Abwesenheit Konduriotti’s; J. Koletti, Rumeliot; J. Peruka, aus Argos; Januli Nako aus Liva⸗ dien; J. Kutunias aus Mykoni; P. Rangos, Rumeliot; Kairi, von der Insel Andros; Anastasius Karalambi, aus dem Peloponnes. Diese Ernennungen machen das Panhel⸗ lenion vollzaͤhlig, welches nunmehr aus 27 Mitgliederu be⸗ steht, wenn Konduriotti nicht ausscheidet, was noch unbe⸗ kannt ist. Die ersten Secretaire der drei Departements sind: Graf Viaro fuͤr die Finanzen, Koletti fuͤr den Krieg, Pe⸗ ruka fuͤrs Innere und die Justiz. Sie werden in Gemein⸗ schaft mit dem Staats⸗Seeretair Spiliades und dem Regie⸗ rungs⸗Secretair fuͤr die auswaͤrtigen Angelegenheiten, Tri⸗ kupis, einen Staats⸗Rath bilden, in welchem in Abwesen⸗ heit des Praͤsidenten einer der Probulen den Vorsitz fuͤhrt.“ „Ueber die Operationen der Armee Ypsilanti’s in Liva⸗ dien werden keine Nachrichten bekannt gemacht. Wie es scheint, ereignet sich dort nichts, und halten sich die Griechischen Truppen in Salona, Rachowa und in den Engpaͤssen des Parnaß und des Helikon. Oberst Fabvier ist noch immer in Aegina. Die Bedingungen, unter denen der Praͤsident seine Dienste annehmen koͤnnte, sind noch nicht abgeschlossen, und man will wissen, daß Letzterer in dieser Hinsicht ernstliche Schwie⸗ rigkeiten in Anregung bringe, die General Durrieu, welcher ei⸗ gens zu diesem Zwecke hierher gekommen sey, nicht habe be⸗ seitigen koͤnnen. Seit einer Woche steht Graf Augustin Capodistrias im Begriff, nach Phocis abzugehen; er ist zum General⸗Commissarius der Regierung auf dem Griechischen Festlande und bei den Armeen ernannt. Der Praͤsident wollte eine Reise nach Navarin machen, um den General Maison zu sprechen, und, wie man glaubt, auch, um diesen zur Verabfolgung der Subsidien⸗Gelder zu veranlassen. Der Praͤsident scheint aber diesen Vorsatz aufgegeben zu haben, und wird den Nauarchen Miaulis statt seiner schicken, der

Die Cardinaͤle Clermont⸗Ton⸗ Cardinal Cesaxeo⸗

lich die meisten Stimmen hatten, die Cardinaͤle Pacca, . 8

sich uͤber Hellas dorthin begeben scbl. E16“ 1 8