1829 / 102 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Wir haben gestern aus dem Munde eines chrenwerthen R (des Grafen von la Bourdonnaye) eine gruͤndliche Abhandlung uͤber die Theilung der Gewalten gehoͤrt Ohne Zweifel muß diese Theilung, wie die Charte sie festgesetzt hat, geachtet, und jener schoͤne Verein zwischen der Koͤniglichen Macht, diesem Urquell aller Gewalten, der Pairswuͤrde, welche die Grundsaͤtze und Ueber⸗ lieferungen der Monarchie auf unsere Nachkommen vererben soll, und der Deputirten⸗Kammer, die meyr als jene fuͤr die Wahrnehmung der Wuͤnsche der Nation und fuͤr die Vertheidigung ihrer In⸗ teressen bestimmt ist, gewissenhaft aufrecht erhalten werden. Der vorliegende Gesetz⸗Entwurf beabsichtigt aber auch keinesweges, die Befugnisse der Deputirten⸗Kammer auszudehnen, oder eine vierte olttische Macht im Staate zu bilden; waͤre dies der Fall, so muͤßte die Kammer ihn unbedenklich verwerfen Es giebt zweier⸗ lei Arten von Verwaltungen: die General⸗Verwaltung, welche die Wahrnehmung des allgemeinen Interesses des Staates umfaßt, und die Special⸗Verwaltung, welche lediglich die oͤrtlichen In⸗ teressen betrifft. Die erstere gebuͤhrt ausschließlich dem Koͤnige; hinsichtlich der zweiten ist es aber nothwendig, daß neben den Beamten der Regierung auch noch die betheiligten Par⸗ theien bei der Verwaltung coneurriren.“ Der Redner ließ sich hier ziemlich ausfuͤhrlich uͤber die Befugnisse der Be⸗ zirks⸗ und General⸗Conseils aus, und fuhr alsdann also fort: „Wir sind gewiß weit entfernt, die Gefahren zu verkennen, die mit der Einfuͤhrung einer politischen Volkswahl, da wo die Charte sie nicht verordnet hat, verknuͤpft sind; aber wir be⸗ haupten, daß die Wahl, wie sie in dem vorliegenden Gesetz⸗ Entwurfe bestimmt wird, keinen politischen Charakter an sich trage, und auch keine eigentliche Volkswahl sey. Die Wahl der Debutirten ist eine Volkswahl, nicht aber wegen der Masse von Waͤhlern, die daran Theil nehmen, als weil diese Waͤhler von einem Ende Frankreichs bis zum andern, von einem und dem⸗ selben Geiste beseelt sind, weil sie dasselbe Ziel vor Augen haben, denselben Einfluͤssen unterworfen sind Die Wahl der Depar⸗ rementsraͤthe dagegen ist keine Volkswahl, weil sie, auf einen besondern Zweck gerichtet, in den Graͤnzen eines bestimmten Gebietes eingeschlossen bleibt Eben so wenig laͤßt sich hehaup⸗ ten, daß wir durch unseren Gesetz⸗Entwurf den Wahlmaͤnnern, welche 300 Fr. an directen Steuern zahlen, zu nahe tre⸗ ten, denn die Charte erkennt ihnen das Wahlrecht nur dei der Ernennung der Deputirten zu; von der Wahl. der Departementsraͤthe ist darin gar keine Rede, so wie denn uͤber⸗

3 haupt zwischen beiden Wahlen nicht die mindeste Aehnlichkeit statt

findet. Nachdem der Minister diese Behauptung zu beweisen sich bemuͤht hatte, schloß er in folgender Art: „Waͤhrend man uns, merkwuͤrdig genug, einerseits beschuldigt, daß wir eine demokratische Tenden;z haͤtten, die das ganze Land zu verschlingen drohe, wirft man uns andrerseits vor, daß wir ein aristokratisches Princ.p, wel⸗ ches außerhalb der Sitten der Nation liege, in unser Gesetz einzu⸗ füͤhren trachteten. Diese doppelte Beschwerde bedarf einer Erklaͤ⸗ rung. Minderzahl und Reichthum sind allerdings zwei aristokrati⸗ man hat sich indessen schon im Laufe dieser Dis⸗ daß die Verfassung von den Fortschrit⸗ fuͤrchten habe. Die kaum erst

sche Elemente; mat ussion uͤberzeugen koͤnnen, ten des Aristokratismus nichts zu ft eingesetzte Pairie besteht nur kraft ihres politischen Privilegiums;

großes Grundeigenthum hat sie, nicht, ja, viele Pairswuͤrden sind zar auf kein Majorat gegruͤndet, so daß das Grundeigen⸗ thhum sich taͤglich mehr einer Zersplitterung naͤhert. Ist es aber unter solchen Umstaͤnden nicht laͤcherlich, daß man uͤber das, einigen hoͤchstbesteuerten Grundbesitzern eingeraͤumte Vor⸗ recht Klage fuͤhrt, und ist die, diesen Hoͤchstbesteuerten zuge mu⸗ thete politische Meinung ein hinlaͤnglicher Grund, um ein an sich heilsames Princip zu verwerfen? Man will unsere Aufrichtigkeit verdaͤchtig machen. Wo aber waͤre der Betrug, wo die Luͤge? Wir haben Ihnen vorgeschlagen, die Wahl der Raths⸗Mitglieder denjeni⸗ n Büuͤrgern anzuvertrauen, die bei der Sache am meisten int eres⸗ rt sind; wir haben gewollt, daß das Grundeigenthum repraͤsentirt werde; wir haben endlich erklaͤrt, daß die Ernennung der Raͤthe nur einer kleinen Zahl von Eigenthuͤmern anvertraut werden muͤsse, weil es uns scheint, daß es in dem vorliegenden Falle dem allge⸗ meinen Besten mehr auf eine gute Wahl, als auf eine große An⸗ zahl von Waͤhlern ankommen muͤsse. Wenn mehrere von Ihnen, meine Herren, durch die Entwickelung eines solchen Systems in ihren Erwartungen getaͤuscht worden sind, so liegt dies nicht daran, daß das Wort dem Menschen dazu dient, seine Absichten zu verber⸗ gen, wie gestern ein Redner behauptet hat, sondern daran, daß wir unsere Absichten klar verkuͤndigt haben. Man behauptet, daß die gegenwaͤrtige Discussion Frankreich endlich lehren werde, was es don uns zu denken habe. Wohlan, meine Herren, wir fuͤrchten uns so wenig nach unsern Worten, als nach unsern Handlungen gerichtet ja werden. Wir wuͤnschen, daß Frankreich erfahre, Paß wir auf dem ehrenvollen Posten, wozu das Vertrauen des Koͤnigs uns be⸗ rufen hat und um den wir uns nicht beworben hatten, keinen Augenblick aufgehoͤrt haben, durch unsere Bemuͤhungen fuͤr die Aufrechthaltung der Gesetze die wohlthaͤtigen Absichten des Mo⸗ narchen zu unterstuͤtzen; daß wir, unserm Gewissen treu, jedem Partheigeiste fremd, jeder Intrigue unzugaͤnglich, der Verfassung Aufrichtig zugethan, dem Koͤnige treu ergeben, stets sorgfaͤltig 81. bedacht gewesen sind, die Volks⸗Freiheiten aufrecht zu er⸗ 2 2 ten und zu befestigen, zugleich aber auch die heiligen Rechte ber Krone gewissenhaft zu bewahren; daß wir im Laufe der Be⸗ kathungen, an denen wir Theil genommen, nur dasjenige ver⸗ 9 ten haben, was uns recht und nothwendig schien, mit Festig⸗ kit aber ohne Hartnaͤckigkeit; daß wir uns nie gescheut, nachzu⸗

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eben, we hie* 1 üunbebies Wiech Sels- .

gaß wir uns aber von der Menge und der Heftigkeit der sittonen nicht erschuͤttern lassen werden. Bei der gegenne Frage, wo es sich von einem Gesetze handelt, vechc. die Einrichtung des Landes betrifft, und wo die Einfuͤhrung falschen Princips die bestehende Ruhe und Ordnung leicht den koͤnnte, wuͤrde es unverantwortlich von uns seyn, wen unserer inneren Ueberzeugung untreu werden wollten.“

Auf diese Rede, welcher die Versammlung die

Aufmerksamkeit gewidmet hatte, folgte eine solche Bem daß der Marquis von la Boössière, welcher als naͤchst

schriebener Redner die Tribune bereits bestiegen hatte, s

noͤthigt sah, dieselbe wieder zu verlassen. Die Sitzunmg etwa eine halbe Stunde lang ganz unterbrochen. M die Ruhe wieder hergestellt worden war, und es Hrn la Boössidre, von der rechten Seite, endlich gelan Worte zu kommen, aͤußerte derselbe, es sey ihm zwar lich, gegen die Minister aufzutreten, allein er halte unumgaͤnglich nothwendig, die Gesellschaft gegen die uͤberhand nehmenden revolutionairen Grundsaͤtze zu w digen; um dem Strome derselben Einhalt zu thun, vor Allem nothwendig, die Charte aufrecht zu ent diese wuͤrde aber durch den vorliegenden Gesetz⸗Entwuj letzt; die einzige Verbesserung, die ihm in der gegenna Einrichtung der General⸗LConseils zulaͤssig scheim, daß man die Heffentlichkeit der Berathungen einfuͤhn! lange ich“, schloß der Redner, „einen leitenden P. eine verborgene Regierung sehe, die sich der Regierm der Charte gegenuͤberstellt, werde ich auch behe daß es gefaͤhrlich sey, den Einfluß des Koͤnigs dem der Menge aufzuopfern. Seit der Wiederherstellm Monarchie hat Frankreichs Gluͤck und Wohlfahrt sie genommen. Warum will man sich durch die oöͤffen Blaͤtter und in Schmaͤhschriften das Gegentheil auf lassen? Ich verwerfe das Gesetz, weil uns durch leicht eine Zukunft bereitet werden koͤnnte, die der wart in keiner Beziehung gleich koͤmmt.“ Nach von la Boössière bestieg der Minister des öoͤffent Unterrichts die Rednerbuͤhne, und sprach sich etwa

der Art aus:

„Meine Herren! Auf dem Punkte, wohin die Discust langt ist, halte ich es fuͤr uͤberfluͤssig, die wichtigen Fragen, der Ihnen vorgelegte Gesetz⸗Entwurf darbietet, in ihren, Umfange zu beruͤhren. Nach den trefflichen Vortraͤgen, d bisher gehoͤrt haben und worin der Gegenstand so vollstaͤndi

tert worden ist, bleibt dem Redner kein weiteres Verdienstblzzite.

uͤbrig, als sich der Kuͤrze zu befleißigen. Ich werde mir da einige fluͤchtige Bemerkungen erlauben. Zuerst muß ich darnm weisen, welche namhaften Fortschritte die Diseusston seit ihn sten Beginnen bereits gemacht hat. Anfangs behauptete un, das von uns vorgeschlagene Wahl⸗System die Charte verieng daß es der Verfassung bis auf einen gewissen Punkt sey, und gestern endlich meinte man nur noch, der Entmwu dem gesammten Geiste unserer Institutionen entgegen.

versicherte man, die Waͤhler, welche 300 Fr. an directen 6 entrichteten, seyen berechtigt, an der Wahl Theil zu und der Entwurf beraube sie dieses Rechtes; jetzt ist mal einem Rechte, noch von einer Beraubung mehr die Relde Controverse ist sonach in ihre natuͤrlichen Graͤnzen zuruͤch Denjenigen, die nun aber noch behaupten, daß der 6 im Allgemeinen dem Geiste der Verfastung widerstrebe, a ich bloß: wie waͤre dies moͤglich, da die Charte selbst eine Kammer eingefuͤhrt hat, die an der Bewilligung der oͤff Abgaben Theil nimmt, und da das neue System doch nich ter als die Einfuͤhrung von Wahl⸗Conseils beabsichtigt,

der Vertheilung jener Abgaben und mit der Ausschreibung Bestreitung der oͤrtlichen Ausgaben erforderlichen Steuen tragt find? Wichriger ist die zweite Behauptung. Hier sey gestattet, meine Herren, zu bemerken, wie schmerzlich es d

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stern des Koͤnigs sein mußte, sie beschuldigen zu hoͤren, da

Waͤhlern ein schimpfliches Mißtrauen bezeigten. Fern ist jeder Argwohn gegen die Buͤrger, denen der erhabentt der Charte den groͤßten Beweis seines Vertrauens gege Unser System konnte nur auf eine so schwere Wef

griffen werden, weil man es nicht verstanden hat. ls das Gesetz 88 Artikel habe, u

Sie mir daher, meine Herren, daß ich Ihnen dasse mals kurz auseinandersetze.“ Nachdem der Redner than, fuͤgte er hinzu, daß je mehr man die den General⸗Conseils ausschloͤsse, um so besser wuͤrden d ihre Bestimmung erfuͤllen; er schmeichle sich zwar nicht es ganz und gar moͤglich seyn werde, allein es g schon hinlaͤnglich, wenn man den Einfluß der Politik, n. ganz vernichte, doch mindestens moͤglichst beschraͤnke, de gedachten Conseils sich nur mit dem Wohle ihres Dexyatt beschaͤftigten und in keinerlei Weise einer neuen Gen Staate glichen „Die Minister“, so schloß Hr. Vatimesn⸗ ben Ihnen, meine Herren, ein Gesetz vorgeschlagen, welld der Wiederherstellung der Monarchie von den verschiedeng Meinungen begehrt wurde; sie haben dasselbe nicht ober abgefaßt, wie ihnen solches zum Vorwurfe gemacht wol

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vbl das ihnen der Vernunft gemaͤß, und dazu geeignet schien, eine gute

90 it der Schluß der

Mßer Mäaäann 1 1 gesöog . 2211 - 8 92 ihre Einsicht, ihre Ergebenheit füͤr hen Thron und die Ver⸗ Ugemein bekannt sind. Mit reiflicher Ueberlegung unb w inmuͤthigkeit, die in ihren Handlungen stets geherescht hat und

Murch nichts gestoͤrt werden kann, haben sie ein System angenom⸗

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⸗Verwaltung einzufuͤhren, ohne jemals die oͤffentliche Ruhe drohen Nichts destoweniger sind sie von 1n. h ehe ctruges beschuldigt worden, waͤhrend andere ihnen vorge⸗ n haben, daß sie die Rechte und das Interesse der Kroͤne ferten, Beschuldigungen, die sich durch den Widerspruch, n sie mit einander stehen, von selbst widerlegen. Ich weiß ‚meine Herren, welches der Ausgang dieser Discussio⸗ sey, welches Urtheil die Zukunft daruͤber faͤllen wird; ich aber versichern kann, ist, daß wenn wir unser Ge⸗ v 8 Pdüig S erscheint und nur das z giebt, daß wir unsere doppelte Pfli 5 itter und als Buͤrger treu erfuͤllt haben.“ 872 F Pge ss g Dem Minister des oͤffentlichen Unterrichts folgte der on v. Montbel, von der rechten Seite, auf der Redner⸗ e; derselbe bemerkte, Herr von Martignac. finde heute ersten Male Vertheidiger seines Gesetz⸗Entwurses, wenn nicht unter den fuͤr das Gesetz eingeschriebenen Rednern,

unter seinen Collegen; kein anderer Redner trete auf,

üͤr den von beiden Seiten der Kammer aus zwei ent: Parlaments⸗Verhandlungen. Oberhaus.

gesetzten Ansichten angegriffenen Entwurf zu sprechen; der Minister selbst diese Theilung der ingen, und die eine nach der andern bekaͤmpfen koͤnnen, ande seine glaͤnzende Vertheidigung des Gesetzes mehr zeugung in den Gemuͤthern hervorgebracht haben; er

aAEsdann die von der einen Seite gemachten Einwen⸗ inals Waffen gegen die Ausstellungen der andern gebrauchen en; da er aber genoͤthigt gewesen sey, sich zugleich nach beiden en hin zu vertheidigen, so habe er es nicht vermeiden koͤnnen, Bloͤßen zu geben; die Gegner des Wahl⸗Systems sagten Ministern: Ihr seyd zu weit gegangen; die Vertheidiger ben machten ihnen dagegen den Vorwurf, daß sie zu we⸗ ethan; er, der Redner, wolle den Letzteren uͤberlassen, sich den Ministern zu verstaͤndigen. „Was aber uns be⸗ „“* fuͤgte er hinzu, „so haͤtte man uns beweisen sollen, das Wahl⸗System mit der Charte verträͤglich sey. Die hende Departemental⸗Verfassung ist durch eine dreißigjaͤh⸗ Erfahrung erprobt, und dennoch will man ein System hre Stelle setzen, das vor dreißig Jahren durch seine en Ausschweifungen untergegangen ist.“ Der. Redner umngeachtet er durch Privat⸗Unterhaltungen in seinem

*0942 gestärt hMunnhea 4.228242—264—— . 2 6 seine Einwendungen gegen die VhsnAKohil“ fase und Constant zu schoöpfen;

des Herrn Benjamin Se8, . es en 1 als saͤmmtliche Amen⸗

rwarf schließlich sowohl das Gesetz nts emn Commission. Nach ihm trat noch Herr Salverte, von der linken Seite, fuͤr das Gesetz, so

es von der Commission amendirt worden ist, auf; die ammlung, welche durch die Laͤnge der Sitzung ermuͤdet schenkte aber seinem Vortrage wenig Aufmerksamkeit; Deputirten verließen ihre Plaͤtze und knuͤpften, trotz der gerholten Aufforderungen des Praͤsidenten, unter einander hat⸗Gespraͤche an. er Redner ging besonders auf den n Artikel des Gesatz⸗Entwurfes ein, welcher die Bildung General⸗Conseils im Seine⸗Departement dis auf das ste Jahr verschiebt, und widerlegte die Besorgnisse, he man uͤber den gefaͤhrlichen Gebrauch, den die Pariser Wahl⸗Rechte machen wuͤrden, habe erregen wol⸗ Als darauf der Präsident Herrn von Laboulaye Wort geben wollte, verlangte die rechte Seite den Schluß Discussion, die linke Seite aber die Fussehung. derselben den naͤchsten Montag. Herr Benjamin Tonstant ndie Kammer, ihm eine kurze Bemerkung zu erlauden; seyen groͤßtentheils nur zwei Mini⸗ scheine ihm daher der Wuͤrde der ünmer angemessen, die Discussion noch fortzusetzen. pleich einige Stimmen von der rechten Seite bemerkten, nd daß die Debatten dar⸗ Monat dauern wuͤrden, so wurde den⸗ Discussion, uͤber welchen der Praͤsident mit großer Stimmen⸗Mehrheit verwor⸗ üͤber das Departemental⸗Gesetz werden her naͤchsten Montag fortgesetzt werden. Der Praͤsident zte schließlich noch der Versammlung an, daß sie in der hsten Sitzung den Commissions⸗Bericht uͤber die Dotation Pairs⸗Kammer, so wie mehrere Berichte der Bittschrif⸗ Commission vernehmen werde. Die Sitzung schloß um

Uhr. G

der heutigen Sitzung lvernommen worden; es

hr laͤnger als einen

abstimmen ließ, ;z die Berathungen

Botschafter, Lord Stuart, eine Privat⸗Audienz bewilligt. Mittelst Verordnung vom 29sten v. M. haben abermalr üges. Besoͤrderungen im Justizfache stattgefunden. I as erste Bezirks⸗Wahl⸗Collegium des Departements 8 eine und Oise, das zweite des Departements des Noe⸗ und das zweite des Departements des Aude sind auf en 14. Mai zu Pontoise, Hazebrouck und Narbonne zu⸗ sammen berufen worden, um an die Stelle des verstorbenen Lameth, so wie der aus der Kammer enen Herren vo 8 wezace Hnee a. n Labasé que und Sernin anden on den Weinbergs⸗Besitzern sind bei der Deputirten⸗ Kammer bereits uͤber 60 Bittschriften cs e. worin eine Ermaͤßisung der Wein⸗Steuer verlangt wird; der Be⸗ richt daruͤber wird in der naͤchsten Woche abgestattet werden. Der aͤlteste Franzoͤsische Bischof, Herr Amelot, ehemalt⸗ ger Bischof von Vannes, ist am 2ten d. M. hieselbst in sei-

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Großbritanien und Irlan

(Schluß der gestern abgebrochenen Red

Welhaseen . gebroch Rede des Herzogs vor kachdem ich nun, Mylords, die allgemeinen Principien dar legt, welche mir die Befoͤrderung der 548 Hrüaßeegele als wuͤnschenswerth erscheinen ließen, werde ich Ihre Auf⸗ merksamkeit noch auf kurze Zeit fuͤr die Auseinandersetzunsg der allgemeinen Bestimmungen der Bill, die Ihrer Erwaͤzung vorliegt, in Anspruch nehmen. Die Bill, Mylords, ist an si selbst sehr einfach; sie setzt Katholiken in Stand, Koͤnigliche Aemter einzunehmen und gewaͤhrr ihnen Zulassung in’s Parlament. Ich glaube, Mylords, sie gewaͤhrt mehr in Bezug auf Zulassung zu Aemtern, alz irgend eine fruͤhere ins Parlament gebrachte Maaß⸗ regel, und ich bekenne, daß die Gruͤnde, welche mich zur Ausdeh⸗ nung dieser Concessionen bewogen, in den Erfahrungen bestanden,

welche ich aus den Folgen beschraͤnkter Maaßregeln der Acten von

den Jahren 1782 und 1793 gezogen habe. habe gesel lords, daß jedwede Geichtantung von Ic habfa gefcher 2 den Erfolg hat, neue, groͤßere Forderungen zu veranlassen und daß sie neue Kraͤfte giebt, um diese Forderungen zu erzwingen. (Beifall.) Ich erachte es deshalb fuͤr meine Pflicht, diese Con⸗ cessionen so weit auszudehnen, als jeder Billigdenkende es verlan⸗ gen kann und mit nichts zuruͤck zu halten, was Grund zu neuen asernngen und dadurch den Vorwand zur Friedens⸗ und Ruhe⸗ Sezrung in Irland gsben, annte. Rücksichtlich der Aufnabm⸗ auf die Kirche Englands bezuͤgliche Frage dadurch gefaͤhrdet wer⸗ den. Sie werden sich erinnern, edle Lords, daß die Aecte Karl's K. und die der Revolntion nicht aus Furcht vor Gefahren erlassen wurden, mit welchen die Kirche, sondern mit welchen der Staat bedroht war. Ich frage Sie, Mylords, ob die damals fuͤr die Kirche befuͤrchteten Gefahren von Seiten der Katholiken, und nicht vielmehr von Seiten der protestantischen Dissidenten, dro⸗ hen konnten? (Beifall) Wenn aber die Zulassung der Katholiken ins Parlament zu irgend einer Zeit Besorgnisse erregen konnte, so muͤssen diese durch die Erloͤschung des Hauses Stuart voͤllig ver⸗ schwunden seyn. (Lauter Beifall)) Ich glaube deshalb, bei „,2 bringung und Anempfehlung dieser Maaßregeln, mich nicht

aͤr die bestehende Kirche entspringende Hedag. duse einen zen ne fün ser 55 Katholiken werden

efahr rechtfertigen zu muͤssen Siß o. eeen. nnehmen, wie sie zu Zeiten Karls II. gethan; damals saͤßen Pairs in diesem Hause, ohne den Suprematie⸗ zu leisten. Gegenwaͤrtig werden sie den Eid der Treue leisten, in welchem mindestens se viel vom Suprematie⸗Eide eingeflochten i als sich auf die Frage der fremden Jurisdiction bezieht; und sollte die Kirche in Gefahren gerathen, so werden diese nicht groͤßer eyn, als sie es vor der 30sten Acte Karls II. waren. Allein, 599 die Thatsache, auf welche ich mich hauptsaͤchlich stutze und auf die ich Ihre Aufmerksamkeit besonders gerichtet zu sehen wuͤn⸗ sche, liegt in Folgendem: Waͤhrend der letzten 40 Jahre, in de⸗ nen die Frage hauptsaͤchlich beregt worden ist, stimmte die Mei⸗ nung aller ausgezeichneten Maͤnner dahin uͤberein, daß, wie groß auch die Nothwendigkeit, die solche Acte veranlaßt, früͤherhin ge⸗ wesen seyn die Zeit en 59 seos. FIr.

aͤßten. rt! widerrufen werden mußten. zsdieh sedst einmal einer ähnlicher

nd ich gestehe, st ein 1 ee. war, ch Hefichen, außer den in Bill nthaltenar Eiden, noch andere Sicherheiten haben; allein, bei der Unter 22 1 chung fruͤherer Sicherheiten und fruͤherer Eide, bin 2 zu 5 Ueberzeugung gekommen, da die Eide, welche die Sn 1. —4 hinreichende Garanticen gew ren. Man sagt uns, My 28ꝙ sollten auf die Macht Ruͤcksicht nehmen, welche

Uber die katholische Priesterschaft ausuͤben. Ich wer

8 d ausei keiten meine Ansichten uͤber diegen egensgarhe mit Bezug auf diesen

zuerst die Verhaͤltnisse einer ausw acht e ne⸗ Einfluß ins Auge fassen. Die Macht des F Rre .

Paris, 5. April. Heute uͤber acht Tage wird die dritt⸗

emblee bei dem Koͤnige stattfinden.

ich wi 1 ichkeiten darthun, daß die 5 werd en, Fejiche Geih lichkeit deaussichtiget, nicht von