1829 / 117 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

reich dotirten Clerus haben. Journale aus den Departements Scheltworte gegen die Mi⸗ nister und Danksagungen gegen die linke Seite der Kammer. In Rouen wie in Lyon, in Bordeaux wie in Havre, in Nantes wie in Straßburg hegt die wahrhaft nationale Par⸗ thei nur eine Gesinnung. Die linke Seite des Volkes ist nicht weniger einmuͤthig als die linke Seite der Kammer. Weit entfernt, diese wegen ihres Widerstandes gegen die Mi⸗ nister zu tadeln, wundert man sich in den Departements, daß sie mit den Ministern in gutem Einverstaͤndniß zu blei⸗ ben scheint; man fragt sich, ob die Kammer ihren Auftrag erfuͤllt zu haben meint, weil Herr von Villèle nicht mehr Minister ist, ob sie keine Verbesserungen und neue Einrich⸗ tungen mehr noͤthig findet, weil Saint⸗Acheul geschlossen ist? Diese Fragen lassen sich noch nicht beantworten, jedoch befuͤrchten wir, daß die Nation kaum noch viel von der diesjaͤhrigen Sitzung erwarten darf. Man sagt, die Kammer sey ermuͤdet und nur das Budget werde ibr wieder einisges Leben verleihen. Auf das Budget also muß die nationale Parthei ihre ganze Kraft verwenden. Das Finanz⸗Gesetz kam bisher immer erst spaͤt zur Bera⸗ thung, dieses Jahr kann es allein der Sitzung Werth ge⸗ ben und Frankreich fuͤr seine getaͤuschten Hoffnungen troͤsten. Vermittelst des Budgets hat die Kammer eigentlich den ganzen Staat in Haͤnden. Central⸗ und Lokal⸗Verwaltung, oͤffentlicher Unterricht, Geistlichkeit, Heer, kurz Alles ist in dem Budget enthalten; Alles wird bei den Berathungen uͤber das Budget von der Kammer gepruͤft, und in ihrer Macht steht es, zu verwerfen oder zu genehmigen, und also auch zu amendiren, was auch Herr von Martignac sagen moͤge. Frankreich bezahlt gern Alles, was zu seinem Gluͤcke und seiner Ruhe erforderlich ist, aber auch nichts weiter; man vermindere die Ausgaben, oder beweise, daß dies nicht ohne Nachtheil geschehen koͤnne; wir sagen, man beweise es, denn bisher ist es dem Grafen Roy leichter gewesen, zu behaup⸗ ten, als zu beweisen. „„Es ist doch eine guüte Kammer!““ soll er beim Hinausgehen aus dem Pallaste Bourbon an dem Tage, wo das Tabacks⸗Monopol verlaͤngert wurde, ge⸗ sagt haben. Seitdem hat die Kammer gegen dieses Lob protestirt, und es ist nun ihre Sache, ob sie dasselbe auf's MNeue verdienen will.“ Heute sind des Osterfest sch 1““

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London, 18. April. Dem Morning⸗Herald zufolge beabsichtigt Herr Hume, sobald die Sitzungen im Unterhause wieder beginnen, einen Antrag zur Veraͤnderung der beste⸗ henden Korn⸗Gesetze und zur Festsetzung eines bestimmten

Einfuhr⸗Zolles an die Stelle der unaufhoͤrlichen Veraͤnderun⸗ gen, denen gegenwaͤrtig diese Zoll⸗Abgabe unterworfen ist, je nachdem die Getreide⸗Preise steigen oder sinken, zu ma⸗ chen ein System, das fuͤr Spekulanten mit sehr großen Unannehmlichkeiten verbunden ist. Nach dem Verzeichniß der im Unterhause gemachten An⸗ traͤge und noch zu erledigenden Geschaͤfte ist es wahrschein⸗ lich, daß die Parlaments⸗Sitzungen gegen Ende Mai oder in der ersten Woche des Juni⸗Monats geschlossen werden.

Aus Carthagena (Columbien) meldet man unterm 26.

Febr., daß den Abend zuvor die Frauzoͤsische Kriegs⸗Brigg „Alcibiades“ dort angekommen war. An Bord derselber befand sich Herr G. Brisson und der Herzog von Monte⸗ bello; Ersterer hat vom Franzoͤsischen Cabinet besondere Auf⸗ traͤge an die Columbische Regierung. Beide Herren begeben sich nach Bogota. Bolivar befand sich in Ceja, auf der raße nach Popayan, wo sich die Rebellen versammelt ha⸗

8 General Santander sollte nach Venezuela gebracht wer⸗ den, um sich von dort nach Europa einzuschiffeen.

Schweden und Norwegen.

Stockholm, 16. April. In der Nacht vom 18ten auf den 19ten v. M. hat man im Kirchspiele Malung (Provinz Dalarne) ein sehr heftiges, von einem starken Sausen in der Luft begleitetes Erdbeben verspuͤrt.

2 Unserm Gesandten am Londoner Hofe, Grafen Bjoͤrn⸗ stjerna, ist auf sein Ansuchen Entlassung von seinem Amte ls Inspecteur der gesammten Artillerie bewilligt, und der General⸗Adjutant Schroͤderstjerna an seine Stelle ernannt worden.

Gestern berathschlagten die Staͤnde wieder uͤber den ver⸗ angten Vorschuß von 100,000 Rthlr. Bwo. fuͤr die Vollen⸗ dung des Goͤtha⸗Kanals. Auf dem Ritterhause wurde nach einer langen und lebhaften Discussion beschlossen, dieser Vor⸗

Auchenthalte alle Briefe und

verehrten Wuͤnsche

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mehreren

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(von uns

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tun 26. Maͤrz

Geruͤchte

heert, die

Naͤhe des kraͤftigeren

ausgezahlt werden, daß die Kanal⸗Direktion Sr. Mai Koͤnige und den Staͤnden fuͤr die jener Summe, und die Kanal⸗Compagnie fuͤr lung derselben verantwortlich seyn solle. Auch im G und Buͤrgerstande wurde der verlangte Vorschuß Im Baäauernstande ist jedoch uͤber diese nicht berathschlagt worden.

Der Bank⸗Ausschuß hat dem Vorschlage gung einer Schaumuͤnze auf die Geburt der Schonen, Upland und Ostgothland beigestimmt.

Es ist hier eine Broschuͤre unter dem tungen uͤber meine ersten Kriegsthaten, von Gustay Gustavson (vormaligem Koͤnige von Schweden)“ erse

Hanover, Sr. Koͤniglichen Majestaͤt ist uͤberall digsten Gefuͤhlen treuer Unterthanen⸗Liebe begruͤßt, sich der Dank gegen die Vorsehung fuͤr die Erhaltm

theuren Tages noch eine lange Reihe zu koͤnnen.

„die Stadt Frankfurt“ war waͤhrend des letzten eine Radical⸗Reparatur vorgenommen worden, und Lis beguͤnstigte Zerstoͤrung der 4 ¹ 7 8 e. 2 . . M das Eis beguͤn ig 8 e 2 rl 9 npe

lich hatte man die Kessel nach Luͤttich in die Cogmgh. einen sehr widrigen Eindruck hervorgebracht, der durch. Fabrik geschickt, um sie dem Zwecke besser anzueignen,

dem reparirten Dampfschiffe zu Mainz angestellt w welche aber alle ein betruͤbendes Resultat gaben. 9. fanden doch die Unternehmer bei der letzten, vorgest

Dampfboot Frankfurt zu setzen, und dasselbe unerwartet von Mainz hier an; es hatte aber zu diesazblt 6 ½˖ Stunden) gebraucht, mithin seine Maschinn

vöͤllig unzureichend bewaͤhrt. langsamer als vor der Reparatur! Der Haupt’ dessen Hebung man noch nicht erreichen konnte sis daß die Dampferzeugung abnimmt. 50 Pfund Dampf ab; bald verliert sich davon 1, fort weiter abwaͤrts, bis zuletzt nur 30 Pfund übrig welche den constanten Lauf bilden. Unter diesen U. um zu erwarten, daß die Tageskosten durch di der Passagiere aufgebracht werden.

Ein von der Allg vat⸗Schreiben aus Rom, vom 11. April, enthaͤlt nit

Einstuͤrzen Folgendes: Koͤnig von Baiern in der Demselben zugehoͤrigen I dem Monte Pincio. ligkeit kommen mußte, waren mit Menschen angefilt. die Luft ertoͤnte von einem unausgesetzten „Sanio benedizione!“ Thore, und ward von da bis zur Treppe, wo ihlh. Majestaͤt entgegenkamen, in einer Saͤnfte getragen at heißt, obwohl noch unverbuͤrgt, daß die Kreuz⸗Belt⸗

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einem, im neuesten G g befindlichen Schreiben aus Konstantinot

„Die,

Kuͤste Rumilens durch die Russische Flotte am Stlb Meere bewerkstelligten Landungen, sind zeither durch ih der Pforte zugekommene Anzeigen bestaͤtigt worden, an⸗ chen sich ergiebt, daß nicht nur Mefambria und U sondern auch andere, weiter suͤdlich gelegene Ortschaftee

dort vorhandenen Vertheidigungsmittel und Fahrzeuge nichtet worden sind.

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it dieser Letzteren, und der gaͤnzliche Mangel an gewissenhafte Verwall schen Kriegsschiffen im Schwarzen Meere sie nicht er⸗ die sehemachten. Seither hat man die Arbeiten im eiteale mit verdoppelter Anstrengung betrieben, und wirk⸗ bew hat sich am 23sten d. M. die aus 4 Linienschiffen, Angelegenhen daatten, 3 Corvetzen, 3 Briggs und 18 Brandern anonier⸗Schluppen bestehende Flotte gegen die Muͤn— des Bosporus in Bewegung gesetzt; allein bei Mangel an Seeleuten und geuͤbten Marine⸗Offi⸗ duͤrfte sie es wohl kaum wagen, ins Schwarze Meer 5 en, um sich mit der Russischen Flotte zu messen, -⸗ ts da nunmehr die Hoffnung auf Vereinigung der Aegyp⸗ Taͤrkischen Kriegsschiffe, um zu demselben Zͤwecke fmsemm⸗ n, beinahe gaͤnzlich verschwunden ist. Die so sehn— rwartete Ankunft des neuen Groß⸗Veziers Reschid ned Pascha, welcher mit bedeutenden Streitkraͤften aus jen gegen die Balkans im Marsche begriffen ist, war zen letzten, der Pforte aus Schumla ichten noch nicht erfolgt; erst dann, wenn Reschid Pascha hber⸗Befehl der Armeen uͤbernommen haben, weckmaͤßige Leitung und Verwendung der zah reichen eld beorderten Streitkraͤfte beginnen, EEü“ ichen Operationen die Rede seyn, 11““ renge Jahreszeit und den uͤblen Zustand der Wege bis⸗ uagemein erschwert wurden. Indessen hat die schnelle egabe von Turnul, ohne alle

daj losigke

Titel: „8

Sund ist jetzt ganz vom Eise befrei

24. April. Der gestrige Nane im Lande mit za u vng

Landesvaters und der Ausdruck der int reihete, die Feier des, allen Hanoveramg von Jahren nkfurt a. M., 23. April. Mit dem Dag Vertheidigung, und die Flotille von Niko⸗

Uebertritt des Commandanten Ahmet; Selim⸗Aga, er, um dem Schicksale zweier auf Befehl 6 Oglu sogleich nach ihrer Nuͤckkehr nach Nikopolis ichteten Officiere zu entgehen, sich nach Bucha rest Russischen Schutz begab, nur noch ver nehrt worden Man glaubt nunmehr, daß die Russen naͤchstens die

Wochen waren demnaͤchst taͤglich Probefahn

Probefahrt,

1 daß man es versuchen köͤnm, wieder

regelmaͤßige Communicatim langte daher gestm

in von Seiten des dortigen Commandanten Kutschut⸗Ah⸗ auf eine standhaftere Vertheidigung, da er sich bisher mals einen tapfern Anfuͤhrer bewiesen hat. In der Uütstadt herrscht die waͤhrend des Ramazans gewoͤhn liche , doch lassen mituntek manche Stimmen des Muͤrrens ader Unzufriedenheit sich vernehmen, welche durch den nden Mangel und die Theurung der Lebensmittel unter hiederen Volksklassen und durch die neuen durchgreifen⸗ Reformen in den Kleidungen und die neuen Costuͤme bei hoͤheren Beamten und den Ulema's vermehrt wird.” Der Courrier de Smyrne meldet avs Kanca vom sbbruar: „Das Benehmen des Befehlshabers der Aegyp⸗ 1 Flottille der neutralen Flagge gegenuͤber verdient ber hnung. Die Goelette „San Francesco“, welche die e von Jerusalem fuͤhrte, war in Calives, wo sie den egenten Lebensmittel verkaufte, aufgebracht worden; die ischaft dieses Schiffes bestand aus Griechen, und die s⸗Papiere desselben enthielten zwei bedeutende Unregel⸗ keiten, welche der Steuermann desselben dem Aegypti⸗ Befehlshaber verrieth. Der Niederlaͤndische Vice⸗Con⸗ wendete sich auf Ansuchen des Capitains der Goelette en Gunsten, und der Erfolg seiner Fuͤrsprache beruhte uf dem edlen Charakter Mustapha⸗Pascha's und der ennuͤtzigkeit des Tuͤrkischen Commandanten Seid⸗Ali/ f dem guten Rechte des Reclamirenden. Nach eini⸗ Unterredungen mit diesen beiden Behoͤrden gelang es Vice⸗Consul, nicht nur die Freilassung der Goelette, n auch die Erlaubniß fuͤr dieselbe zu bewirken, auf 2

Das Schiff geht

Das Schiff f

GI b emeinen Zeitung mitgetheilt bereits gestern mitgetheilten) Nachricht 90 der uͤber den Aniene fuͤhrenden Bruͤcke in Tit „Gestern besuchte der heilige Vater Se. Ath

Die Straßen, durch welche 9.

Der heilige Vater fuhr bis zu den

24 den nach Calives zuruͤckzukehren, um fuͤnf zu ihrer aünschaft gehoͤrige Personen, die sie auf dem Lande lgelassen, nebst einer. Menge von Effecten, die sie eim Stich lassen muͤssen, an Bord zu nehmen. Am zbruar segelte das Schiff nach Milo ab. Am 28sten als untatblllzar sendete der Baron von Reineck an Bord der vor mn stationirten Tuͤrkischen Corvette ein Schreiben an den boͤsischen Kaufmann. Cousinery, mit dem er in fortdauern⸗ Perbindung gestanden hatte, da derselbe dem Mustapha a bei allen Zusammenkuͤnften mit den Europoͤischen hlshabern als Dolmetsch gedient hatte. Baron von eck beklagte in jenem Schreiben den Verlust seiner Goe⸗ und bat den Herrn Cousinery, bei Mustapha Pascha buruͤckgabe seiner Effecten und Privat⸗Papiere gegen eld nachzusuchen; er bat zugleich dringend, daß ihm auch Hauptquartiers von Aidos versucht und ämtlichens Papiere ausgeliefert werden moͤchten. Herr Widerstand von Seiten der Tuͤrken auls90g Cerh benachrichtigte die Tuͤrkischen Behoͤrden von dem wenn die bacache des Barons, und Mustapha⸗Pascha gab in lier

statt haben werde.“

2 9 emz 1

Blatte der Allgeme theilen wir Folgendes mit:

bei Abgang der letzten Post nur verbreiteten Nachrichten von mehreren,

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daselbst errichteten Batterieen zerstoͤrt, umn

Wie diese Unternehmungen 10

schuß solle vom Reichsgeld⸗Comptoir unter der Bedingung

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werden konnten, waͤre schwer zu begreifen,

*) Mal

nung mit dem Aegyptischen Befehlshaber folgen 2 8 2 75

: „Wenn der Baron von Reineck mit seiner L er kommen will, so werde ich auf meine K

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8 1. Stunden) zu Lande

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tfaͤhrt den Weg (8 Stunden. 1

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Schiff miethen, um sie dahin zu bringen, wohin es

gerung von Giurgewo beginnen duͤrften, doch. rechnet.

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ihnen beliebt. Will der Baron nicht mit seiner Mannschaft abreisen, so biete ich ihm die Corvette an, um sich nach Aegina oder Napoli bringen zu lassen, ich werde ihm seine Effecten und Papiere zuruͤckstellen und ihm auch das noͤthige Geld ar; Traut er meinem Worte nicht, so werde ich den Hollaͤndischen Con⸗ sul bitten, Buͤrge fuͤr mich zu seyn.“ Baron von Reyneck verwarf diese Vorschlaͤge, hinter denen er den Zweck ver⸗ muthete, ihn zum Verrathe an der Griechischen Sache zu veranlassen. Da die Griechen seitdem die Aufforderung, die Waffen niederzulegen, und das Versprechen einer allgemeinen Amnestie nur mit ausweichenden Antworten erwiederten, so hat Mustapha⸗Pascha, den Befehlen des Seraskiers von Kandien, Suleiman⸗Pascha, gemaͤß, den Weg der Gewalt eingeschlagen. Demgemäaͤß ruͤckten am 4. Febr. Abends 1500 Mann unter den Befehlen von 3 Bimbaschis aus der Stadt, und marschirten nach den Doͤrfern, welche, eine halbe Tagereise von hier entfernt, am Eingange der Provinz Kissamos liegen, und nach den Anhoͤhen von Melaxa, welche die Graͤnze der Provinz Keramia bilden, und von dem Baron von Reyneck als eine wichtige Stellung betrachtet wurden. Die Griechen leisteten nirgends Widerstand, und am anderen Tage schickten die Tuͤrken zwei Fahnen, 300 zu Sklaven gemachte Frauen und Kinder, 4000 Stuͤck Hornvieh, einen Griechischen Capitain und einige Ge⸗ fangene. Die Tuͤrken verloren zwei Todte und vier Ver⸗ wundete. Am 6. Febr. schickten die Einwohner der Pro⸗ vinz Keramia zwei Abgeordnete zu Mustapha⸗Pascha, um ihm ihre Unterwerfung anzubieten; dieser bewilligte ihnen drei Tage zur Ablieferung ihrer Waffen und gab zugleich sei⸗ nen Truͤppen Befehl, alle Feindseligkeiten einzustellen. Nach Verlauf dieses Termins erschienen dieselben Griechen aber⸗ mals vor dem Pascha und uͤbergaben ihm zehn schlechte ganz un⸗ brauchbare Schießgewehre. Mustapha⸗Pascha wurde uͤber diesen, an Hohn graͤnzenden Betrug erbittert, und sagte ihnen „Sind dies Eure Waffen; nun wohl, so nehmt sie wieder mit, kehrt nach Euren Doͤrfern zuruͤck, und erwartet dort meine Trup⸗ pen.“ Die Griechen entfernten sich. Am anderen Tage ruͤck⸗ ten die Tuͤrken in die Provinz Keramia ein und fanden alle Doͤrfer verlassen. Da sie zu Streifzuͤgen nach den Bergen zicht stark genug waren, so traten sie den Nuͤckmarsch nach der Stadt an. Die Griechen hatten sich auf den Anhoͤhen des Dorfes Murnies versammelt und in einen Hinterhalt gelegt, von wo aus sie ein lebhaftes Gewehrfeuer auf die Tuͤr⸗ ken richteten, vier Mann von ihnen toͤdteten und mehrere ver⸗ wundeten; die Tuͤrken erwiederten das Feuer und setzten ihren Marsch nach der Stadt fort. Wahrscheinlich wird Mustapha⸗ Pascha alle seine Truppen sammeln und einen geordneten Felozug gegen die aufruͤhrerischen Provinzen unternehmen. Seit dem 6ten d. M. kreuzen zwei Russische Linienschiffe und eine Griechische Goelette im Angesichte der Insel; ihre Absicht scheint nur zu seyn, die aus Aegypten erwarteten Kriegs⸗ schiffe aufzuhalten, da zwei Handels⸗Fahrzeuge, ein Griechi⸗ sches und ein Toskanisches, welche mit Lebensmitteln bela⸗ den, und nach Kanea bestimmt waren, „untersucht wurden, ohne daß man sie zwang, eine andere Richtung zu nehmen. In Suda liegen die Franzoͤsische Brigg Aeteon Fine Cor⸗ dette und zwei Kriegs⸗Briggs Mehmet Ali 5 Die dritte Brigg ist nach Alexandrien gesegelt, um den Vice⸗Koͤnig zu benachrichtigen, daß die Griechen sich geweigert haben, dem Bujurdi, in welchem Suleiman⸗Pascha denen, wel he die Waffen niederlegen wuͤrden, eine Amnestie versprach, Folge

u leisten.“ 8

Der Courier von Sieh 1 Unter dieser Ueberschrift giebt die Allgemeit E11.“ tung nachstehendes Schreiben aus Muͤnchen vom 16. April: „Der Courier von Smyrna wird nicht muͤde, gegen unsern Landsmann in Griechenland, Herrn Oberst⸗Lieutenant von Heidegger, zu Felde zu ziehen, ufop 8 seiner Zei und seiner Gesundheit, ohne den geringsten Vortheil fuͤr sich, in Verbindung mit dem wuͤrdigen, Praͤ⸗ sidenten auf einem der wichtigsten Posten mit der Einrich⸗ tung und Fuͤhrung der oͤffentlichen Angelegenheiten des 88 vor Kurzem zerruͤtteten Landes beschaͤftigt, und in der mi h⸗ samsten Thaͤtigkeit begriffen ist. Nachdem jenes Organ aller Umterdruͤckung und Verwirrung im Orient ihn fruͤher der Eitelkeit, der Partheilichkeit fuͤr seine Landsleute, ja sogar ihn, einen der humansten und leutseligsten, Maͤnner, der Un⸗ menschlichkeit in Behandlung armer Arabischer und Tuͤrki⸗ scher Gefangenen bezuͤchtigt, und auch dadurch alle rechtlichen Meuschen gegen sich empoͤrt hat, zeigt er zuletzt in einem dem Moniteur Eingang gefunden,

Artikel, welcher auch in 8 2 112 7 Uob Sea 8 4 Bq9 2* 4 8 4 ihn in Zwietracht mit Fabvier und dem Praͤsidenteh. Nach⸗ 8

vaͤhrend dieser mit Aufopfe⸗