nen wird in solchen Fäͤllen auf den Antrag der Com⸗
munal⸗ oder Polizei⸗Behoͤrde durch die Militair⸗Vorge⸗
ten verfuͤgt. 7) 8 e dem Beschlusse der Communal⸗Behoͤrde Orts⸗Armen⸗Kasse fließen, oder
ab, ob die Steuer zur rn auf Einrichtungen zum allgemeinen Nutzen der Gemein⸗ Strafen fließen
de⸗Glieder verwendet werden soll. Die jedenfalls zu den Orts⸗Armen⸗Kassen. Was die Eximir⸗ ten betrifft, so ist bereits fruͤher bestimmt, daß die Bei⸗ traͤge der Militair⸗Personen fuͤr militairische Zwecke ver⸗ wendet werden sollen, weshalb die Communal⸗Behoͤrde solche an den Commandanten des Orts abliefern muß. Auf verabschiedete Militair⸗Personen und auf die Civil⸗ Beamten der Militair⸗Administration findet dies jedoch keine Anwendung. In Ruͤcksicht auf die eximirten Ci⸗ vil⸗Personen soll die Verwendung zwar auch fuͤr die Beduͤrfnisse und im Interesse des Orts statt finden, doch auf vorhergehende Anzeige an das Ministerium des In⸗ nern und mit dessen Zustimmung. Ueber die nach den Orts⸗Verhaͤltnissen zweckmaͤßigste Form der Erhebung und Controlle der Steuer hat die Com⸗ munal⸗Behoͤrde, unter Genehmigung der vorgesetzten Re⸗ gierung, noͤthigenfalls nach der, durch das Ministerium des Innern zu ertheilenden allgemeinen Anweisung, einen Beschluß zu fassen und vor der Einfuͤhrung der Steuer bekannt zu machen. Alle, in Beziehung auf das Halten der Hunde bestehende Polizei⸗Vorschriften, bleiben auch fernerhin in Kraft, und soll in den zur Sicherheit und Ruhe des Publi⸗ kums deshalb erforderlichen Maaßregeln der Polizei⸗Be⸗ hoͤrden nichts veraͤndert werden, selbige sollen vielmehr verpflichtet und berechtigt seyn, die Abschaffung boͤser Hunde zu verfuͤgen und das naͤchtliche Ausschließen aus den Haͤusern zu verpoͤnen. 1 8
In der am 3. Mai d. J. gehaltenen 76sten Versamm⸗ lung des Vereins zur Befoͤrderung des Gartenbaues kamen naͤchst anderen, das specielle Interesse der Gesellschaft beruͤh⸗ renden Gegenstoͤnden, folgende Mittheilungen vor: uͤber die Vorzuͤge einer in Westphalen kultivirten dunkelblauen Kar⸗ toffel⸗Art, mit deren Anbau hier der Versuch gemacht wird; uͤber die Kultur einiger Rosen⸗ und Weinreben⸗Arten; uͤber den Anbau der Runkelruͤbe und deren zweckmaͤßige Verar⸗ beitung auf Syrup und Rohzucker; uͤber den Werth der auf die Preis⸗Aufgaben des Vereins eingegangenen Bewerbun⸗ gen; uͤber den unmittelbaren Uebergang von dem thierischen Koͤrper schaͤdlichen Stoffen in die Organisation der Pflan⸗ zen, unbeschadet ihrer Existenz, unter Vorzeigung einiger in dieser Hinsicht zum Versuch gezogenen Pflanzen; uͤber die mehrfach geruͤhmte, aber im Allgemeinen fuͤr Obstbaͤume nicht empfehlenswerth erachtete Methode der Wurzel⸗Veredelung, mit Ausschluß des Weinstocks, der am zweckmaͤßigsten unter der Erde zu pfropfen ist; uͤber eine neue Art des Pfropfens von Thouvenel und uͤber die in Frankreich angewendete Schudysche Manier des Pfropfens krautartiger Gewaͤchse; uͤber eine Art des Beschneidens der Birnbaͤume zur Ver⸗ mehrung des Frucht⸗Ertrages; uͤber die in Frankreich bewaͤhrt gefundene Behandlung der weißen Lilie Behufs der Gewin⸗ nung fruchtbarer Saamen⸗Koͤrner, zur Erziehung von Va⸗ rietaͤten; uͤber die Anwendung concav gebogener Glasscheiben zur Deckung der Gewaͤchshaͤuser.
11““*“ 8*
ch ung. b Wollmarkt zu Stettin wird in den Tagen: —. 14., 15., 16. Juni c. 1 statt haben, und ni jaͤhrigen Kalender⸗Verzeichniß und in unserer chung vom 15. April c. enthalten ist.
Bekanntma
——, ——
Neueste Boͤrs
Paris, 29. April. 3pCtige Rente 78
18 M.,
Frankfurt a.
u 100 Fl. 161 ⅞. .
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“
cht am 9., 10., 11. Juni, wie im dies⸗
7 5
Fr. 60 Cent.; 5pCtige Rente 107 Fr. 55 Cent.
— vom 30sten. Die Course blieben unveraͤndert wie gestern. — sterr. 58 Metalliq. 97 78.
43 1“
Diese Abaͤnderung beruht Befehl, lichen großen Wollmaͤrkte in der
ab, festgesetzt worden. Wollmarkt bereits am Berlin erst am 19. Juni seinen Anfang nehmen, also die obigen Tage legen sind, von hier noch zu dem Berliner reisen zu koͤnnen. Steetin, 2. Mai 1829. 8 Die Wollmarkts⸗Commission.
Rut Rumschoͤttel. Schultze. Muͤller. Gribe öJ1““ “
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b 8— Koöonigliche Schauspiel “ —
Donnerstag, 7. Mai. Im Schauspielhause, stenmale wiederholt: Der Spion, nach Ancelot und Mazeres frei bearbeitet.
Freitag, 8. Mai. von Venedig. Hierauf, das Bergwerk in Polen, Koͤnigl. Balletmeister Titus; Componisten. 1
Im Schauspielhause: en 2 actes, par Secribe. en 1 acte, par Scribe.
Sonnabend, 9. Mai. Erdenwallen, Original⸗Lustspiel in von Voß.
Sonntag, 19. von Portici, große Oper zoͤsischen: La Muette de Portici, 8. 8.
111A“ “ Koͤnissstaͤdtsches Theater. Donnerstag, 7. Mai. Die unmoͤgliche Heirath. Hie auf: Vokal⸗ und Instrumental⸗Concert. 1) Symphon eroica, von L. van Beethoven, erster Satz. 2) Achtes Vie lin⸗Concert von Spohr, vorgetragen von Herrn Sigismunl von Praun. 3) Concertino fuͤr die Oboe, von Barth, wi getragen von Herrn Kroll, Orchester⸗Mitglied. 4) Veria⸗ tionen fuͤr die Violine von Wery, vorgetragen vom Harh S. von Praann. 5) Vokal⸗Quartett, gesungen von dö Herren Diez, Krause, K. Just und Zschiesche. 6) Van tionen fuͤr die Violine von Mayseder, vorgetragen von Hr S. v. Praun.
Freitag, 8. Mai. Zum Erstenmale:
Lustspiel in 3 Akte Hierauf:
zum Erstenmale: Floreska, ode Ballet in 2 Abtheilungen, voem die Musik ist von mehrer
1) La Somnambule, vaudevil 2) La jeune marraine, vaudevil 5 Abtheilungen, von? Mai. Im Opernhause: Die Stunmn
in 5 Abtheilungen, nach dem Fra des Scribe;
Die Menagriz Das Festd
1““
v Amsterdam, 1. Mai. Oesterr. 5pCt. Metalliq. 94 ½. Bank-Actien 1340. Part. Obhig. 377. Russ. Ensl. Anl.
100 Fl. 195. Anl. Hamb. Cert. 86 ¼. “ 8
Oesterr. 5pCent. Metalliques 978⅛. Bank Engl. Anl. 913. “ 1
L. bondon, 1. Masi. 8
Consols auf Rechnung 86 3. Schatzkammer-
8
Chiles. 16.18. Griech 144. 15 ½. Peruan. 10 ½⅛. Russ. 95 ½. 44⁄½. 45.
8
9 ¼. 10. Portug.
8
1u 8
Metall.
98. Bank-Actien 110
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en⸗Nachrichten.
Bank⸗Actien 1321. Partial
“
auf Allerhoͤchstem Koͤni lichen wonach die Folge⸗Ordnung und die Dauer der saͤmmt, Monarchie auf ein fuͤr alle
mal bestimmte Tage, und zwar schon von diesem Jahre
Eben danach wird der Breslaug 6. Juni beendigt seyn, und r n 1 o da fuͤr den hiesigen Wollmarkt bequem 1 um von Breslau zu dem hiesigen Markt, ung
Schauspiel in 5 Abtheil
Im Opernhause: Der Kapellmeist Im Schauspielhause: Kuͤnstleg
Musik ve
er Korzee Weizen zwischen 26 und 32 Fl.
Sr 5 % Brasil. 52 v½ 53. Buenos-Ayres 23. 24. Columb. 15 ⅛. Dän. 64½
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Amtliche Nachricht
Kronik des Tages.
Seine Majestaͤt der Koͤnig haben den Kaufmann Heinri bensel zu Havana zum Consul daselbst zu ernennen geruhet.
Die Sperrung des Friedrich⸗Wilhelms⸗Kanals, welche, ach der Bekanntmachung vom 17. Maͤrz d. J., vom 11 Mai 5 16. Juni d. J. dauern sollte, wird schon am 6. Juni J. aufhoͤren; dagegen wird aber vom 30. Mai bis 6. Juni F. zugleich die Fuͤrstenwalder Schleuse gesperrt werden. Frankfurt a. d. O., den 1. Mai 1829.
Koͤnigl. Regierung. Abtheilung des Innern.
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“ Polen. 6“ Warschau, 4. Mai. Der Namenstag Ihrer Maje⸗ aͤt der Kaiserin und des Großfuͤrsten Thronfolgers Alexan⸗ r Nicolajewitsch wurde hier gestern auf das Feierlichste be⸗ angen. In den Morgenstunden wurde in den hiesigen Kir⸗ n das de Deum gesungen. Zu Mittag war große Tafel ei dem Staats⸗Minister, Praͤsidenten des Administrations⸗ sathes, Grafen Sobolewski, und des Abends freie Vorstel⸗ Ing im Theater und Erleuchtung der Stadt.
Der Ceremonienmeister des egleitet von einem Detachement des Polnischen Garde⸗Jaͤ⸗ r⸗Cavallerie⸗Regiments, nach Kowno abgegangen, um da⸗ lbst die Polnische Krone vom K. Russischen Ceremonien⸗ eister in Empfang zu nehmen. —
Die vor 11 Jahren hier errichtete Forstschule traͤgt schon tzt die besten Fruͤchte. Aus einem Blatte, der Sylvan be⸗ telt, ersehen wir, daß bei der K. Polnischen Forst⸗Verwal⸗ ang bereits 50 Personen angestellt sind, die in diesem In⸗ itute ihre Ausbildung erhalten haben. Dazu gehoͤren 3 ber⸗Forstmeister, 6 Oberfoͤrster, 21 Unterfoͤrster ꝛc.
Die hiesige Gesellschaft der Freunde der Wissenschaften zat einen Ausschuß ernannt, welcher sich mit Aufstellung
n festen Regeln fuͤr die Polnische Schreibart beschaͤftigen sd demnaͤchst seine Arbeiten zur oͤffentlichen Kenntniß brin⸗
n soll. Nach den hier eingegangenen betruͤbenden Nachrichten
peint der Niemenfluß noch groͤßere Verheerungen als der
Peichselstrom angerichtet zu haben. Der Roggen gilt jetzt auf den hiesigen Maͤrkten 9½ Fl. Gerste 7 ½ Fl. afer 6 Fl. Cours der Pfandbriefe 89. r neuen Anleihe von 300 Fl. 315 Fl.
Fragnkrreich. Pairs⸗Kammer. ste die Kammer ihre Berathungen uͤber das Militair⸗
traf⸗Gesetzbuch bis zum 91sten Artikel fort. Die Artike! und 88 wurden der Commission zuruͤckgestellt. — In der
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Peputirten⸗Kammer fand keine Sitzung statt.
Paris, 1. Mai. Der Koͤnig hielt vorgestern einen inister⸗Rath, welcher von 10 bis 12½ Uhr dauerte; der Dau⸗
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20hin. war dabei zugegen.
Der Herzog von Chartres wollte gestern Abend in Be⸗ “ des Generals Baudraud seine Reise nach England .S er wird auch Schottland und Irland besuchen. er Herzog von Orleans wird seinem Sohne bis London
Polnischen Hofes ist gestern,
Der Partial⸗Obligationen
In der Sitzung vom 29. April
Die mittelst Verordnung vom 2. August v. J. nieder⸗ gesetzte Commission zur Untersuchung und Feststellung der Schulden des. oͤniglichen Hauses, an deren Spitze sich der Graf Daru befindet, hat kuͤrzlich ihre Geschaͤfte beendigt; die Sache wird naͤchstens im Minister⸗Rathe zur Sprache kommen.
Das Journal des Débats beantwortet den (vor⸗ gestetn von uns mitgetheilten) Artikel des Messager des Chambres uͤber die verlangte Aufloͤsung der Deputirten⸗Kam⸗ mer in folgender Art: „Unsere Betrachtungen uͤber die Nothwendigkeit einer solchen Aufloͤsung haben den Messager zu einer, in mehrfacher Beziehung merkwuͤrdigen Erwiede⸗ rung veranlaßt, obgleich sie weder besonders hoͤflich noch stark im Widerlegen ist. Er ist diesmal ganz in den Ton der verschrieenen Journale gerathen, und weist, nach ihrer Art, den bloßen Gedanken einer Aufloͤsung der Kammer zuruͤck; wie sie, nimmt er zu Beleidigungen seine Zuflucht. — Der staͤrkste und letzte von allen Beweisen, die er uns entgegen⸗ stellt, soll die Abstimmung uͤber den Gesetz⸗Entwurf wegen der Pairs⸗Dotationen seyn, welche deutlich zeige, daß eine Majoritaͤt allerdings vorhanden sey. Aber gerade diese Abstimmung hat, wie uns scheint, bewiesen, daß die Majoritaͤt nirgends existirt, weil sie an jedem Tage auf einer andern Seite war; bei der Abstimmung uͤber die 120,000 Franken Pensionen fuͤr die geistlichen Pairs war sie auf der rechten Seite; bei dem Amendement, welches am folgenden Tage das Werk des vorigen zur Haͤlfte zerstoͤrte, war sie dagegen auf der linken. Es giebt also keine feste Majoritaͤt; und wenn es eine solche gaͤbe, so waͤre sie nicht zu Gunsten der Minister. Noch nie ist ein Gesetz so umgestaltet worden, als das uͤber die Pairs⸗Dotatio⸗ nen; es hat seine Form, seinen Geist und seine Einheit verloren, und kommt nun in die Pairs,Kammer wie ein ungern ge⸗ gebenes Geschenk. Was meint denn nun unser Gegner selbst zu der beleidigenden Frage, mit welcher er uns zuerst ent⸗ gegengetreten ist? Sollte es wirklich noͤthig seyn, so sagte er, darzuthun, wie absurd und thoͤrigt jeder Gedanke an einer Aufloͤsung der Kammer nach der gegenwaͤrtigen Sitzung ist? Es war uͤberfluͤssig, dergleichen zu sagen, wenn man es nicht beweisen kann. Unter Leuten von gu⸗ tem Ton werden dergleichen Redensarten vermieden; weniger uͤberfluͤssig war es hingegen, darzuthun, worin die Absurdi⸗ taͤt und Thorheit liege. Der Messager gebe sich die Muͤhe, auf das zu hoͤren, was man allenthalben sagt; er wende sich an die Pairs und Depntirten selbst; er sammele die Stim⸗ men und er wird eines Andern belehrt werden. Unser Ge⸗ danke ist zllgemein weder fuͤr thoͤrigt noch fuͤr abgeschmackt gehalten worden; wir sind nur das Echo der oͤffentlichen Meinung gewesen. Doch wir wollen bei diesen Beleidigungen nicht zu laͤnge verweilen; es waͤre zu leicht, an unserm Geg⸗ ner eine ihn beschaͤmende Rache zu nehmen. Daher nur noch ein Wort. Wollte Gott, daß die Weissagungen des Messager des Chambres sich verwirklichten, und daß wir das, was wir heute als einen Rath mittheilen, bald als eine Nachricht geben koͤnnten! Die Nachricht wuͤrde, wenn nicht zuverlaͤssig, doch sehr wahrscheinlich seyn. Unterdessen werden wir, um die Erfuͤllung der Vorhersagung wo moͤg⸗ lich zu beschleunigen, bei der Behauptung bleiben: die Kam⸗ mer muß aufgeloͤst werden! Wir wollen diesen wichtigen Ge⸗ genstand unter allen seinen Gesichtspunkten betrachten, und zunachst in einem nachfolgenden Artikel untersuchen, in wie weit die Besorgnisse uͤber die Gefahren neuer Wahlen ge⸗ gruͤndet sind.“
Der Messager des Chambres enthaͤlt einen aus⸗ fuͤhrlichen Artikel uͤber die gegenwaͤrtige Stellung der Gazette de France und der Auotidienne. „In dem Kriege,“ sagt er darin unter Anderm, „den jedes Ministerium, eben des⸗ halb weil es ein Ministerium ist, gegen die verschiedenen Par⸗
theien zu fuͤhren hat, ist von keinem Waffenstillstande die Rede 8 8 “