1829 / 128 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Das Journal des Dobats moͤge hieruͤber nachdenken, und es Den 8 bald uͤberzeugen, daß der Augenblick schlecht gewaͤhlt seyn wuͤrde, um zu einer neuen Deputirten⸗Wahl zu schrei⸗

—74

9 Der Constitutionnel glaubt, daß, wenn der Herzog

von Laval⸗Montmorency den Posten als Minister der aus⸗ waͤrtigen Angelegenheiten annimmt, der Graf von Ray⸗

neval ihn als diesseitiger Botschafter am Wiener Hofe er⸗ setzen werde. Eben dieses Blatt versichert, daß der Herzog auf die Dotation, welche er bisher als Pair bezog, verzich⸗

tet habe. gnn Koͤnigl. Sardinische Botschafter am hiesigen Hofe, Tarquis Alfieri di Sostegno, dessen Abberufung sich bestaͤ⸗ tigt, wird wahrscheinlich den Grafen von Pralorme zum Nachfolger erhalten. Der Graf von Palmella ist am 29sten v. M. aus Lon⸗

don hier eingetroffen.

Seit . Faxen d. J. sind abermals 190 Entschaͤdi⸗ gungs⸗Anspruͤche von verschiedenen Emigrirten bei der Be⸗ hoͤrde angemeldet worden; von den fruͤheren sind seitdem 122 als guͤltig anerkannt und in das große Buch der Staats⸗ Schuld eingetragen worden, Die Gesammtsumme der ein⸗ geschriebenen Forderungen belief sich bis gestern an Kapital auf 766,648,469 Fr. (7 Millionen mehr als am 1. April) oder in Renten auf 22,999,630 Fr.

8 Der Prozeß, welchen der Constitutionnel gegen die Quo⸗ tidienne wegen boͤslicher Verlaͤumdung anhaͤngig gemacht hat, hat vorgestern vor dem hiesigen Zuchtpolizei⸗Gerichte begon⸗ nen. Der Constitutionnel theilt die in dieser Sitzung ge⸗ pflogenen gerichtlichen Verhandlungen in einer besonderen Beilage mit. Der Spruch wird erst in 8 Tagen erfolgen.

Der Preis des Apfuͤndigen Brodtes ist fuͤr die erste Haͤlfte des Mai⸗Monats auf 20 ½ Souns fesgestecr worden; er betrug in der ersten Haͤlfte des vorigen Monats nur 18 und in der zweiten 19 Sous. In Chateaudun (Eure und Loir) und Le Blanc (Indre) soll die Versendung mehrerer Getreide⸗Bestaͤnde hieher zu unruhigen Auftritten Anlaß ge⸗

haben.

Großbritanien und Irland.

Parlaments⸗Verhandlungen. Im fernern Ver⸗ laufe der (gestern abgebrochenen) Debatte uͤber die neue Bill in Bezug auf den Seiden⸗Handel ließ sich zunaͤchst auch noch der Alderman Waithman vernehmen. Er fand es sehr

eltsam, daß man, da die einheimischen Fabrikanten, bei ei⸗ nem Zolle von 30 pCt., keinen Schutz faͤnden, nun den Zoll auf 25 pCt. herabsetzen wolle. Der Schleichhandel wuͤrde durch das neue Gesetz ebenfalls nicht unterdruͤckt werden; man erkaufe sich damit auf einer Seite einen freien Handel und richte auf der andern das ganze Geschaͤft zu Grunde.

Er selbst sey ein erfahrener Geschaͤfts⸗Mann, aber im Jahre 1826 allein habe er mehr verloren, als ihm die vorhergehen⸗ den sieben Jahre Gewinn gebracht. Wollte man zwei Laͤ⸗ den, den einen mit Englischen und den andern mit Franzo⸗ sischen Seiden⸗Waaren neben einander eroͤffnen, so wuͤrde ddeer letztere, wenn er auch um 20 pCt. theurer verkaufte, doch von Wagen umringt seyn, waͤhrend der erstere ganz leer bliebe. (Hoͤrt!) Er sey ebenfalls ein Freund des freien Handels, und zwar so gut als irgend einer; aber er lasse freien Handel nur insofern gelten, als er unter verschiedenen Laͤndern einen gegenseitigen Waaren⸗Austausch bewirke. Wenn Frankreich ein solches System nicht befolge, so saͤhe er auch nicht ein, warum England dabei verharren solle. Keinesweges habe die Consumtion, welche man immer ais ein Zeugniß fuͤr die Prosperitaͤt des Landes wolle geltend machen, in dem Maaße zugenommen, als man glaube. B einigen Artikeln sey dies nur der Fall, weil sie bedeutend im

Preise gesunken seyen: namentlich beim Kaffee, der seit eini⸗ gen Jahren um 60 pCt., bei der Baum⸗Wolle, die um 50 pCt., und bei der Schaaf⸗Wolle, die um 60 pEt. gefallen sey. Wenn ferner gesagt werde, die Englische Ausfuhr habe sich jetzt bedeutend vermehrt, so beruhe dies ebenfalls auf einer falschen Berechnung,

chen Werth der Waare an, waͤhrend der wirkliche ein

weit geringerer sey. Im ferneren Verlaufe seiner Rede fuͤhrte der Alderman die Antwort an, die der Franzoͤsische Handels⸗Minister, Herr von St. Crig, auf das von Engli⸗ scher Seite geschehene Ansinnen, daß Frankreich seine Zoͤlle auf gleichen Fuß mit den Englischen stellen moͤge, ertheilt haben soll. „Das System“, sagte dieser Minister, „das

England angenommen hat, ist bewundernswuͤrdig, denn es gefaͤhrdet keine seiner Manufakturen. Sind wir erst so weit als England, dann wollen wir auch eben so liberal verfah⸗ ren; bis dahin aber muͤssen wir an unserem Verbot⸗Systeme

C11“ ö11A“ 8

Bei

denn man nehme jetzt noch immer den amtli⸗

%%%%% o11“*“ fest halten.“ Hiegegen fuͤhrte der Alderman ein fruͤhen erfasser bemuͤht sich, die Gruͤnde aufzufinden, die es Urtheil Pitt's uͤber die inneren Kraͤfte Frankreichs 188 . 1 Pflicht machen, gegen Dom Iezuf aufzutreten, suchte darauf zu beweisen, daß England eben nur durch e sucht auf gleiche Weise darzuthun, daß allen Europaͤischen nen Gewerbfleiß zu einem Punkte gelangt sey, auf welcgouverainen, Behufs Aufrechthaltung des Legitimitaͤts⸗Prin⸗ Fran kreich durch seine gluͤckliche Lage und sein herrliches Kis, die Verpflichtung obliege, gegen Dom Miguel aufzu⸗ von der Natur selber hingestellt worden. Sir H. Parmhhlten.“ gab der Maaßregel der Minister seine vollkommene Beistimmus Ueber die Ursachen des jetzt so sehr gedruͤckten Handels die gegenwaͤrtige traurige Lage der Fabrikanten, sagte alht sich eine in Manchester erscheinende Zeitung folgender⸗ sey nicht die Folge von Regierungs⸗Maaßregeln, somaaßen aus;: „Spekulation, die sonst immer einzutreten der eigenen, allzugroßen Ausdehnung des Geschaͤftes. Nacegt, aus Furcht, daß ein Gegenstand sehr rar werden dem ließen sich auch noch die Herren Atwood, Se fte, ist jetzt durchaus nicht vorhanden (es muͤßte denn auf ler und Monck gegen die Bill und gegen das Priztreide seyn). Wenn, wie jetzt, alle Lebensbeduͤrfnisse in eines freien Handels vernehmen. Die Herren Courtenperfluß vorhanden sind und daher keine vermehrte Nach⸗ Baring und Maberly sprachen dafuͤr. Als darauf ge nach ihnen eintritt, so muͤssen auch die Preise stets das Amendement des Hrn. Fyler abgestimmt wurde, h Weichen sich neigen; unter solchen Umstaäͤnden wird aber den sich nur 22 Stimmen dafuͤr und 90 dagegen; misse Handel immer gedruͤckt bleiben. Der Absatz unserer eine Majoritaͤt von 68 Stimmen fuͤr die Berathung anufaͤetur⸗Waaren ist durch politische und andere Ursachen Bill im Ausschusse des ganzen Hauses. Nach einer ku der letzten Zeit sehr geschmaͤlert worden. Unser Handel Discussion wurde der Bericht uͤber die Bill abgestattet Portugal wurde durch den gegenwaͤrtigen Zustand der das Haus vertagte sich um 2 Uhr des Morgens. tigen Regierung fast zu Grunde gerichtet; der mit Spa⸗ London, 2. Mai. Die Herzogin Bernhard hln und Nord⸗Afrika wurde durch das gelbe Fieber in Gi⸗ Sachsen⸗Weimar ist hier angekommen, und ward beim ltar unterbrochen; der mit der Levante durch den Krieg gestrigen Cercle von Ihrer Durchlauchtigen Schwester, Osten; der mit den Vereinigten Staaten durch ihren Herzogin von Clarence, Sr. Majestäͤt dem Koͤnige vorgesterif; der mit Mexiko, Columbien und Peru durch die in⸗ Gestern stattete der Herzog von Cumberland einen Aufregungen dieser Staaten; der mit Buenos⸗Ayres such bei Sr. Majestaͤt ab. ist durch den Krieg mit dem Kaiser Dom Pedro und als⸗ Der Architeet Herr Nash legte gestern dem Köaßbn durch den schwankenden Zustand der Republik. An⸗ einige Plaͤne fuͤr den neuen Pallast von St. James he Maͤrkte, Brasilien und Ostindien zum Beispiel, hat man und empfing die diesfaͤlligen Befehle Sr. Majestaͤt. ßentheils mit Waaren uͤberfuͤhrt und dies mußte natuͤrlich

Zur Geburtstags⸗Feier des Koͤnigs fanden hier d verminderte Nachfrage, so wie eine nothwendige Ein⸗ große Mittags⸗Mahle statt, wie z. B. bei dem Herzogen

. att aͤnkung der Geschaͤfte herbeifuͤhren. Die Rhederei hat Wellington, bei dem Minister Peel, dem Grafen Aberdse diesem Fruͤhjahre ebenfalls Schaden erlitten und zwar dem Staats⸗Secretair der Colonieen und des Kriegs⸗Dof

ch den ungewoͤhnlich spaͤten Eintritt der Zeit, in welcher tements, Sir G. Murray, dem Kanzler der Schatzzell Elbe und die Ost⸗See vom Eise frei und fuͤr die mer u. s. w.

hifffahrt offen wurden. Zu diesen Ursachen, welche seit Auf Befehl des Koͤnigs ist der Brandstifter Jonatsrzem unserm auswaͤrtigen Handel geschadet hatten, koͤnnten Martin, aus dem neuen Gefaͤngnisse in York, hieher transgzte

mehrere hinzugefuͤgt werden, doch glauben wir, daß

portirt worden, um im Irren⸗Hause fuͤr Verbrecher die 1g von uns ue6“ schon einen genuͤgenden Aufschluß

teren Befehle Sr. Majestaͤt zu erwarten. en werden. Zu den Umstaͤnden, welche in England

Bevor Sz. Majestaͤt Sich nach London begaben, huhst wesentlich dazu beigetragen haben, das Geschaͤft zu

sich der Maler Wilkie einige Tage im Schlosse von Win zcken, gehoͤrt hauptfaͤchlich auch der Mangel an Vertrauen. aufgehalten, um den Koͤnig in voller Lebensgroͤße und

1 es enkstand zum Theil daher, daß gegen Ende des letzten Schottischer Hochlandstracht zu malen, in welcher Se. Mthndels⸗Jahres zwei bedeutende Londoner Bank,⸗Haͤuser, die jestaͤt bei ihrem Aufenthalte in Holyroodhouse gekleidet warm

hhouse e mgt dazu schon seit mehreren Jahren insolvent zu seyn schie⸗ Ein Bildhauer, Namens 8 Greenshields, der eh, ihre Zahlungen einstellten und zwar das Eine (Stephen⸗ Ausbildung sich selbst verdankt, hat durch die Anfertig

Remington und Comp.) unter Umstaͤnden, die dem allge⸗ einer aus einem Block gehauenen colossalen Statue des snen Credit mehr schaden mußten, als ein gewoͤhnlicher

nigs in Lebensgroͤße in Edinburg großes Aufsehen ernphnquerott sonst zu thun pflegt. Der Mangel an Ver— Walter Scott und mehrere andere Kenner haben ein üͤuen wurde ferner noch vermehrt durch die in Glasgow 8 dieses E1“”“ dn⸗ vSetenen he e cheh. 11““ 88 5 er erver macht die Bemerkung, daß die esultat der Spekulations⸗Wuth in den Jahren 1824 vorzuͤglichsten Opponenten der Emancipatious⸗Bill vormh 1825 waren. Die Ueberfuͤhrung mancher Maͤrkte mit Guͤ⸗ Lord⸗Kanzler gewesen waͤren, naͤmlich Lord Eldon, Redeste aller Art ist auch wohl im vorigen Jahre auf Schot⸗ und Manners. b e Rechnung zu bringen. Als die groͤßte Ursache des scch 8 4 Herrn O' Connell's HH1“ 68 icht, sobald er seinen Sitz im Parlament eingenommen ndte des vorigen Jahres zu betrachten. iese war ni ben wird, einen thaͤtigen Antheil an den Verhandlungen ß in der Quantitaͤt, sondern in einem großen Theile des die Ostindische Angelegenheit zu nehmen, die, wie man des auch in der QAualitaͤt sehr mangelhaft. Unter ge⸗ hauptet, im Parlament, wenigstens gegen Ende der Sitzez n,cn pflegen S vorkommen wird. 86 Preise etwas mehr zu druͤcken oder zu heben, als ver⸗ Am naͤchsten Mittwoch, 6. Mai, wird hier in der h nißmaͤßig der eingetretene Ueberfluß oder Mangel es gestatten a eine 1n s Bea hhehes vg. 0 . g E1“ gestellt, ist eine attfinden, die dem Herzoge von Wellington, als Anemgge Virkung nicht eingetreten. nser Weizen war im nung. seiner 98 Denkmal 92 Dublin sehen rehfn, so 8 uns 18 sehr en. n der Spitze des Vereins, der sich dazu gebildet, und wurde nun einer Masse fremden eizens von hen die Herzoge von Norfolk, Devonshire und Leinster; Letwer AQualitaͤt gegenuͤber gestellt; natuͤrlich koͤnnte also der als Praͤsident. In der Resolution, die der Verein erli laͤnder auch nur einen verhaͤltnißmaͤßig geringen Preis de. ““ 98 soll 8g ee e; ö1“ ist v dem Lande ein mal auch fuͤr die spaͤtesten Geschlechter unser efuͤhl g V on vielen Millionen entstanden.“ gerechten Anerkennung verewigt werden, und soll es dußs Die ganze Aufmerksamkeit der Spekulanten in Staats⸗ erinnern, daß religioͤse Freiheit von demselben großen vpieren ist jetzt auf die beabsichtigte Fundirung einer be⸗ herrn errungen wuͤrde, der Europa befreite, und Sichet ztenden Anzahl Schatzkammmer⸗Scheine gerichtet, von der diesem Reiche verlieh.“ Herr P. Mahony ist zum Schn voraussetzt, daß man sie deshalb zu beschleunigen sucht, tair des Vereins ernannt nesdent. Sehegng⸗ in 5 e A Es ist hier eine Schrift erschienen unter dem 1 artal eine halbe Million Pfun erling betr „Die Appellation eines Portugiesischen Emigranten an, b decken. Zu den Zeichen, daß eine solche Maaßregel Britische Volk und an beide Haͤuser des Parlaments⸗ henge ist, kann man den gedruͤckten Stand der Stocks „Bei der Begierde“, heißt es in der Morning⸗Che er gestrigen Boͤrse zaͤhlen; und dennoch muß man sich nicle, „mit welcher man der bevorstehenden Parlamem ndern, daß sie bei dem starken Verkauf derselben nicht Discussion uͤber das Verhaͤltniß unserer Regierung zu- hchr gewichen sind. Schon vor 12 Uhr hieß es, daß Portugiesischen entgegen sieht, duͤrfte diese nichi g ne ö eine b6age 11“ zu 8 s; je was bei Te⸗ 8 Markt gebracht haͤtten. n Portugiesischen Papie— es 118 w 1 die . hn ein Skeigen von 1 ½ vCt statt, das vaan dem Ge⸗ tralitaͤt uͤbertreten hat oder nicht, keinen weitern Aufschle einer vereinten Englischen und Franzoͤsischen Expedition

v.

Kinder, je zwei und zwei.

egen Dom Miguel's R etzt 45 ¾ notirt.

„Fuͤr alle Musikliebhaber ist hier“ (wie ein hiesiges Blatt bemerkt) „gegenwaͤrtig eine große Epoche. Unter einer Menge von Saͤngern und Saͤngerinnen, die ihre No⸗ ten gegen die Noten der Bank austauschen, zaͤhlen wir jetzt auch die Damen Pasta, Sontag und Malibran. Noch vor 2 Jahren sang Erstere vor leeren Bänken, und spaͤter hatte sie Einnahmen bis 1800 Pfd.; Demois. Sontag hat immer ein volles Haus, und auch Madame Malibran zieht nach und nach ein immer groͤßeres Publikum an sich. Es ist nicht zu läugnen, daß der Geschmack fuͤr Musik in den letzten Jahren

1 Eo11“

egierung zuschreibt; sie waren zu⸗

bei uns auffallend zugenommen hat.“

Wie es heißt, sagt die Morning-⸗Chroniele, haben sich die Unterhandlungen zwischen Herrn Laporte, dem Di⸗ rektor der Oper, und Mlle. Sontag zerschlagen. Er hatte ihr Erscheinen zum naͤchsten Dienstag oͤffentlich angekuͤndigt und zwar ohne mit ihr uͤber die Bedingungen einig gewor⸗ den zu seyn, ja, wie es scheint, gegen ihren ausdruͤcklichen Wil⸗ len. Sie wuͤnschte sowohl in Concerten, als im Theater zu singen, welches erstere Hr. Laporte aber nicht zugeben wollte. Sie hat bereits die ihr fuͤr 6 Concerte gemachten Anerbie⸗ tungen angenommen. Herr Laporte soll ihr darauf eine be⸗ deutende Summe zugesichert haben, um sie fuͤr sich allein z gewinnen, ohne sie jedoch dazu bewegen zu koͤnnen, ihr ein⸗ mal gegebenes Wort zu brechen.

Die Angelegenheiten der Herren Stephenson, Reming⸗ ton u. Comp. fallen besser aus, als man erwartet hatte, und es wird wahrscheinlich in Kurzem eine Dividende gezahlt werden.

Man schreibt aus vielen Orten im Innern des Landes, daß haͤufige und ungewoͤhnlich starke Regenguͤsse, von Stuͤr⸗ men und Hagel begleitet, vielen Schaden verursachen; eine

denge Fluͤsse sind aus ihren Ufern getreten, und haben

E ½

große Landstrecken unter Wasser gesetzt.

1988 1“

v11AAXAAA“ ü

I“ v1111“ Bruͤssel, 3. Mai. Der in Antwerpen residirende Ge⸗ neral⸗Consul der Republik Buenos⸗Ayres, Francesco Pico, macht einen Beschluß seiner Regierung bekannt, wodurch diese erklaͤrt, daß es ihr unmoͤglich sey, die Kosten des Trans⸗ ports und der Ansiedlung der dort einwandernden Europaͤer zu bestreiten; sie erklaͤrt daher die fruͤher mit mehreren In⸗ dividuen wegen der Ueberschiffung der Einwanderer abge⸗ schlossenen Contracte fuͤr nichtig.

Im Hafen von Antwerpen herrschte im verwichenen

8 9 * 8 5

Monate große Thaͤtigkeit; 113 Seeschiffe sind im Laufe des⸗

selben dort mit 22,000 Tonnen Gehalt eingekommen. Die meisten hatten lange Fahrten gemacht. Es befanden sich darunter 41 Niederlaͤndische, 34 Englische, 15 Amerikanische, 5 Franzoͤsische, 4 Norwegische, 4 Daͤnische, 3 Hannoͤversche, 4 Schwedische, 1 Oesterreichisches, 1 Neapolitanisches und 1 Russisches Schiff. Von diesen Fahrzeugen kamen 11 von Batavia und Java, worunter sich 4 Niederlaͤndische, 2 Ame⸗ rikanische, 4 Englische und 1 Russisches befanden.

Nach einem Schreiben aus Roms, das der Katho⸗ lique erhalten haben will, sollte das Consistorium fuͤr die Ernennung der Bischoͤfe von Gent, Doornick und Luͤttich am 27. April statt finden.

8 1“ v1““

Schweden und Norwegen.

—— Stockholm, 28. April. Gestern den 27. April Bum 4 Uhr Nachmittag fand die feierliche Beisetzung der Leiche der hochseligen Prinzessin Sophie Albertine von Schweden in der Ridderholms⸗Kirche statt. Die sterbliche Huͤlle der, bekanntlich am 17. Maͤrz d. J. verstorbenen Prin⸗ zessin war, nachdem sie, in einem verschlossenen Sarge liegend, in einem eigends dazu sehr praͤchtig decorirten Zimmer Ih⸗ res Schlosses in Parade ausgestellt gewesen, am 31. Maͤrz Abends 9 Uhr nach der Ridderholms⸗Kirche gebracht und dort vorlaͤufig in der Karolinischen Grab⸗Kapelle beigesetzt worden. Der Sarg wurde auf einem sechsspaͤnnigen Leichen⸗ wagen dahin gefuͤhrt, ihm folgten der Koͤnig, der Kronprinz und der Hofstaat der hochseligen Prinzessin. Von diesem Tage an bis gestern waren zur Bewachung der hohen Leiche taͤglich ein Kammerherr, ein Officier der Garde und mehrere Civil⸗ und Dienst⸗Beamten in der Kirche gegenwaͤrtig. Gestern Nachmittag 24 Uhr versammelten sich die zur Procession eingeladenen Personen im Koͤnigl. Schlosse, und unter dem Gelaͤute aller Glocken setzte sich der Zug in fol⸗ gender Ordnung zu Fuß in Bewegung: 1) Die Waisen⸗ 2) Die Schweizer⸗Trabanten. 3) Die Livree⸗Bedienten der hochseligen Prinzessin. 4) Die