8 ist offenbar,“ fuhr H
nem Bourbon habe zu Huͤlfe
“ “ “ 8 2 5 „, Moͤnchs⸗Herrschaft jenseits der Pyrenaͤen zu befestigen. 89 w--e. -. Ausfalle auf das vorige Ministerium kam der Redner ebenfalls auf die Circular⸗Schreiben der Re⸗ gierung bei den letzten Wahlen zu sprechen, welche, meinte er, uͤber 20,000 Fr. gekostet haͤtten. „Dies war noch lange nicht genug!“ rief man ihm von der rechten Seite zu. „Es err Thil fort, „daß diese Summe aus bestritten worden ist. Sollte es daher das Gift der Verlaͤumdung von denen be⸗ zahlen zu lassen, die dasselbe gemischt haben? Eben so wuͤnschte ich zu wissen, wer zuletzt die 17,000 Fr. fuͤr Brennmateria⸗ lien bezahlen wird, die nachtraͤglich noch von dem vorigen Großsiegelbewahrer verlangt werden. Der Graf Portalis heat uns zwar gesagt, daß der Staat diese Summe in keinem Falle uͤbernehmen koͤnne; andererseits laͤßt sich aber auch nicht Annehmen, daß er die Gefaͤlligkeit fuͤr seinen Vorgaͤnger so selbige aus eigener Tasche zu bestreiten. Der Redner beleuchtete hierauf die Ausgaben der uͤbrigen Ministerien; er erklaͤrte, daß er sich bei denen der geistlichen Angelegenheiten unnd des oͤffentlichen Unterrichts, die zum Theil dazu gedient heaͤtten, die Jesuiten zu besolden, nicht lange aufhalten wolle, damit er nicht bei einigen seiner Collegen, die es nicht lieb⸗ ten, wenn man die ehrwuͤrdigen Vaͤter aͤrgere, neue Gewis⸗ sens⸗Skrupel wecke. Das Budget des Ministeriums des Innern gab Hrn. Thil Veranlassung, an das Versprechen des Vicomte v. Martignac wegen Vorlegung eines neuen Communal⸗Gesetzes zu erinnern. „Wir haben“‧, aͤußerte er zum großen Verdruß der rechten Seite, „dieses Versprechen als ein Pfand fuͤr die Zukunft angenommen; moͤge dasselbe ein Siegel der Versoͤhnung fuͤr die Gegenwart seyn.“ Der Redner schloß mit einigen Bemerkungen uͤber das Budget des Finanz⸗Ministeriums, bei welcher Gelegenheit er den Grafen Roy lobte, daß er zu den außerordentlichen Ausga⸗ ben des laufenden Jahres vorher die Zustimmung der Kam⸗ mer eingeholt habe. — Hr. Salverte begann mit einigen allgemeinen Betrachtungen uͤber die finanzielle Lage des Landes; er wurde aber bald durch ein großes Geraͤusch unterbrochen; die Thuͤre oͤffnte sich, und herein trat in seiner Amtstracht der neue Großsiegelbewahrer; er wurde von den Mitgliedern des linken Centrums freudig begruͤßt, und nahm zum ersten⸗ male seinen Platz auf der Ministerbank. Hr. Salverte fuhr hierauf fort: er muͤsse sich hoͤchlich wundern, in dem Budget eine Ausgabe aufgefuͤhrt zu finden, welche niemals eine Stelle darin haͤtte einnehmen sollen, naͤmlich die Reisekosten Dom Miguel's, als derselbe sich nach Portugal begeben habe, um die Krone seines Bruders an sich zu reißen. Die Schuld⸗ forderung an Spanien betreffend, die gegenwaͤrtig auf 80 Millionen festgesetzt worden sey, muͤsse er sich ebenfalls wun⸗ dern, daß dieselbe nur mit 4 pCt. verzinst werde, da Spa⸗ nien doch gar keine Buͤrgschaft dafuͤr geleistet habe. „Wenn dieses Land,“ fuͤgte der Redner hinzu, „seine alten Schul⸗ den nicht bezahlt, so geschieht es weniger aus Mangel an Mitteln dazu, als aus Mangel an gutem Willen, denn es bereitet in diesem Augenblicke mit großen Kosten eine Expe⸗ dition vor, um seine ehemaligen Suͤd⸗Amerikanischen Colo⸗ nieen wieder zu erobern. Man heaͤtte wohl das Recht ge⸗ habt, ihm zu sagen, daß, bevor man Eroberungen mache, man huͤbsch seine Schulden bezahlen muͤsse.“ Bei diesen Worten wurde der Redner lebhaft unterbrochen; einerseits bemerkte man ihm, es heiße keine Eroberungen machen, wenn mman empoͤrte Provinzen wieder zum Gehorsam zuruͤckzubrin⸗ gen suche; andererseits fragte man, wie Spanien denn seine Schulden bezahlen solle, wenn es keine Colonieen habe. Hr. Salverte ergoß sich hierauf in bitteren Tadel uͤber die Nicht⸗ vollziehung der Verordnung von Andujar, so wie uͤber den Feldzug in Spanien im Allgemeinen. Ein Redner sey der Meinung gewesen, daß dieser Feldzug die Liebe des Soldaten fuͤr seinen Koͤnig und die Talente des Ober⸗Befehlshabers bewaäͤhrt habe; hierzu aber wuͤrde es nicht des Krieges be⸗ durft haben, und jedenfalls sey dies ein schlechter Vorwand, um seine Nachbarn mit Krieg zu uͤberziehen. Ein anderer Redner haͤbe behauptet, der Koͤnig sey nicht frei gewesen; indessen habe dieser die Gesandten aller Europaͤischen Maͤchte um sich gehabt. Ein dritter Redner habe gesagt, der Krieg in Spanien sey ganz national gewesen, da man dadurch ei⸗ koöommen wollen; die naͤchsten Verwandten eines Koͤnigs aber seyen sein Volk, dessen Wohl ihm uͤber Alles gehen muͤsse. Ein vierter Redner endlich habe gemeint, durch den Krieg in Spanien sey Eu⸗ ropa vor großen Gefahren bewahrt worden, da sich damals uͤberall ein aufrüͤhrerischer Sinn gezeigt habe; indessen habe sich an der Spitze der Piemontesischen Constitutionnellen der
8 Staats⸗Einkuͤnften nicht moͤglich seyn,
weit treiben werde,
muthmaaßliche Thronerbe, an der Spitze der Neapolitanischen
Kronprinz, und an der
1 8
der der Portugiesischen der
verstorb
“ 1“ 1““ “ . ene Koͤnig von Portugal selbst befunden, und es daher seltsam, einen Aufruhr zu nennen, was von sole Chefs geleitet wuͤrde. „Man spricht“, fuͤgte der Redner hi „von der Achtung, die wir der Politik Ludwigs XVIII. s. dig sind; fern von mir sey der Gedanke, jemals die ehrfurc vollen Gesinnungen zu verlaͤugnen, die wir dem erhaben Stifter der Charte schuldig sind; aber Ludwig XVIII; hoͤrt jetzt der Geschichte an und wir koͤnnen daͤher aͤber s Haͤndlungen urtheilen. Ich scheue mich sonach nicht, 1 haupten, daß wenn er nicht von treulosen Rathgebern tergangen worden waͤre, er eine ganz andere Paeh angenommen haben wuͤrde, als er befolgt hat, und daß e namentlich zum Beschuͤtzer der verfassungsmäaͤßigen Regitz gen eri haben wuͤrde. Durch eine solche Pa wuͤrde Ludwig XVIII. ohne Schwerdtstreich, ohne 8n Aufwand, ja, fast ohne das Zimmer zu verlassen, wa seine unheilbare Krankheit ihn bereits fesselte, ein griß und dauerhafteres Uebergewicht in Europa erlangt hoah als Napoleon sich dessen durch die Gewalt der Waffen unter der Bedingung, daß das Gluͤck und seine Diener nie verriethen, jemals zu erfreuen hatte.“ — Hr. Syrig de Mayrinhac vertheidigte den Druck der Uma Schreiden, wodurch die Regierung im Jahre 1827 auf Wahlgeschaͤft einen Einfluß ausuͤben wollte, durch die merkung, Stande der Blaͤtter sich zu jener die abgeschmacktesten Luͤgen lige Verwaltung und die Mitglieder der aufgelbsh Kammer, wozu auch er die Ehre gehabt whabe zu e ren, in den Augen der Menge herabzuwuͤrdigen; er Redner) habe die von der Regierung ausgegane Schmaͤhschriften gelesen und durchaus keine Persöönlch darin gefunden; ja er muͤsse vielmehr gestehen, daß diese mit großer Maͤßigung abgefaßt gewesen seyen. — Da ron Möchin gab zu, daß die Regierung sich ihres Eis ses auf die Wahlen nicht begeben koͤnne; niemals! duͤrfe sie sich dazu so verwerflicher Mittel bedienen, derer, die der vorige Redner in Schutz genommen 1 auch er (Möchin) rechne es sich zur Ehre, ein Mitglith vorigen Kammer gewesen zu seyn, da er und seine wa Freunde, naͤmlich 17 gegen 300, sich, ungeachtet aller! hungen, Beleidigungen und Gewaltthaͤtigkeiten, woduß Ehre des Landes und die Freiheiten des Volkes zu⸗ getragen worden waͤren, ihr Geschaͤft als Deputirte deh haͤtten verleiden lassen; jene kleine Opposition werdenet mer eine ehrenvolle Stelle in der Geschichte einne „Mit Vergnuͤgen,“ aͤußerte der Redner am Schlusse st Vortrages, „erkenne ich es uͤbrigens an, daß dir ren jener beklagenswerthen Zeit sich mit jedem mehr verwischen, und daß die Ruͤckkehr dieser lit unmoͤzlich ist. Der bloße Gedanke, die Volks⸗Freiheit beeintraͤchtigen, kann heutiges Tages Niemand mehr in Sinn kommen. Freuen wir uns daher der Gegenwal lassen wir den Verbesserungen, die in der Verwaltung genommen worden sind, Gerechtigkeit widerfahren. — von Conny tadelte unter Anderm die von Herrn Lah Pompieères in der vorigen Sitzung gemachte Aeußerulng Dom Miguel. (S. das vorgestrige Blatt der Staube tung.) „Duͤrfen wir vergessen,“ aͤußerte er, „ Worte, die von dieser Rednerbuͤhne herab erschallen,” Wiederhall in ganz Europa finden. Wenn Achtun den Koͤnigs⸗Haͤusern die vornehmste Pflicht jedes 24 ten ist, so legen Erinnerungen aus unserer Geschitz Pflicht vorzuͤglich uns auf; wir protestiren daher nü tiefsten Unwillen gegen die Ausdruͤcke, deren man diesem Saale gegen einen Fuͤrsten aus dem Hause Bmt bedient hat.“ — Der Baron v. Montbel hielt eine Lodrede auf die vorige Verwaltung, vertheidigte den, in Spanien, und nahm sich mit vieler Waͤrme des 6 v. Peyronnet an. — Nach einigen Bemerkungen des Firmin Didot uͤber die Koͤnigl. Druckerei wurde W gemeine Discussion geschlossen. Am folgenden Tage der Berichterstatter Herr von Saunac sein Resumẽ n und demnaͤchst die Berathung uͤber die einzelnen Artie ginnen. 8— 8 Paris, 20. Mai. Das Bezirks⸗Wahl⸗Collegilg Hazebruck (Departement des Nordens) hat an die d des ausgeschiedenen Grafen v. Labasèque den ministen Candidaten Grafen v. Murat mit 157 unter 278 Stim zum Deputirten gewaͤhlt; der constitutionnelle Mitbetbe Hr. v. St. Hilaire erhielt 118 Stimmen. *ꝙꝑDem Journal du Commerce zufolge wird
“
Nothwehr befunden habe, da die Oppfsti Zeit alle Muͤhe gegeben haͤtten, und Verlaͤumdungen die ie
Humant morgen oder uͤbermorgen den Bericht uͤbet
daß das Ministerium sich gleichsam in
4
und wenige 8 darauf Herr vo Einnahme⸗¹
8 I“ 188
““ Berbis den
ggabe⸗/ 1 8 üͤber das
n manchen Staͤdten war naͤmlich die Mobiliar⸗
antragen.
in Fuß Fäͤest
Der
iewen wird aus London hier erwartet.
Der diesseitige Botschafter in Neapel, Herzog v. Blacas, scher auf einer Reise hierher begriffen ist, wird, wie man nach einigen Monaten auf seinen Posten zuruͤckkehren. immtliche in seinen Diensten stehende Personen sind in
Chambres kuͤndigt die Ankunft
aubt,
apel geblieben.
Der Messager des Vicomte von Chaͤteaubriand in Paris zwischen dem 20. 25. d. M. als zuverlaͤssig an. —
Man spricht wiederholt von einer neuen Expedition und nennt den Vice⸗Admiral von Rigny als
gen Algier, sehlshaber
Von gischritte der Revolution“ ist eine zweite Ausgabe erschienen.
¹ Großbritanien und Irland. “ London, 16. Mai.
der dazu bestimmten Seemacht.
te und anhaltende Beifalls⸗Zeichen. hien auch bald darauf auf dem Balkon des Hauses, und kte fuͤr den ihm gewordenen schmeichelhaften Empfang, em er sich auf die huldreichste Weise verbeugte.
Die Morning⸗Chroniele widerspricht den bisher -Umlauf gewesenen Geruͤchten von dem großen Ausfalle den Staats⸗Revenuͤen des gegenwaͤrtigen Trimesters. Das Morning⸗Journal behauptet, daß die Geruͤchte, che seit einiger Zeit uͤber ein zwischen dem Koͤnige und Herzoge von Wellington bestehendes Mißverstaͤndniß in ischwung gewesen, vollkommen gexgruͤndet waren. Zum weise fuͤgt jenes Blatt hinzu, daß der Premier⸗Minister,
den im Oberhause von ihm abgegebenen Erklaͤrungen in
Ungelegenheit des Marquis von Anglesea, noch keine hat⸗Audienz beim Koͤnige, dem jene Aeußerungen sehr selen, gehabt habe. „Der Herzog von Wellington“, das genannte Ultra⸗Tory⸗Blatt, „kann nicht lange mehr Minister seyn, und auch die Zuruͤckziehung des Herrn ist so gut als abgemacht. Ruhe und Gluͤck wuͤnschen diesem in der Einsamkeit, wohin weder das Laͤcheln des es noch die Vorwuͤrfe des Volkes dringen koͤnnen.“ — anderen Zeitungen, namentlich dem Globe, wird je⸗ Geruͤchte fortwaͤhrend widersprochen. 1 — — London, 19. Mai.*) Das Unterhaus hat durch der gewoͤhnlichen ministeriellen Mehrheiten entschieden, Herr O'Connell nicht darin Sitz nehmen koͤnne, ohne alten, durch das neuliche Gesetz abgeschafften Eide zu n, da in diesem Gesetze ausdruͤcklich bestimmt ist, daß biken, welche „in Zukunft gewaͤhlt werden wuͤrden, den alten Eiden frei seyn sollen.“”“ Die Frage, ob Hr. vnnell an der Tafel oder an den Schranken gehoͤrt wer⸗ sollte, war bald abgethan, indem seine Freunde sich das te gefallen ließen. Er erschien demnach vor den Schran⸗ und sprach mit einer Geschicklichkeit und einer Maͤßi— die ihm die hoͤchste Ehre macht. Nachdem er seine nde dargelegt hatte, mußte er abtreten, und der General⸗ biat bestand darauf, daß das Haus in seiner richterlichen nschaft dem Herrn O'Connell nicht gestatten koͤnne, von neuen Gesetze Gebrauch zu machen. Der General⸗Ad⸗ fuͤr Irland nebst allen andern Rechtsgelehrten im ste oder im Interesse der Krone nebst Herrn Peel wa⸗ derselben Meinung, waͤhrend Herr Brougham und An⸗ von der Opposition darauf bestanden, daß, wo nicht das ht, doch Billigkeit und Klugheit es erheischten, daß man den Vortheil dieses Gesetzes goͤnne, dessen Zweck doch meine Aussoͤhnung sey. Die Antikatholischen schwiegen maäͤssen aber, nach der Anzahl der Stimmen auf dieser e, mit der ministeriellen Parthei gestimmt haben. — e soll Herrn O'Connell der Entschluß des Hauses an⸗ digt werden; und wenn er sich alsdann weigert, den igten Eid zu leisten, wird der Grafschaft eine neue 1““
*
dWir geben hier den vollstaͤndigen Inhalt des Schreibens „don, wovon wir den hiesigen Lesern der Staats⸗Zeitung nne der Rachschrift zum gestrigen Blatte Einiges mitge⸗
“
dem Werke des Abbé von la Mennais „uͤber die
ei⸗ innahme⸗Budget abstatten. Der Letztere wird, e man sagt, ein wichtiges Amendement in Antrag bringen.
. teuer ab⸗ und durch eine Erhoͤhung der Thor⸗Accise ersetzt die Commission will nun auf die Wiedereinfuͤhrung ir Steuer und auf die Herabsetzung der Accise auf den
Als der Herzog von Orleans mit⸗ im Sohne und Gefolge hier anlangte, und vor dem fuͤr in Bereitschaft gesetzten Hotel in der Albemarle Straße gieg, 2 ihn das daselbst versammelte Volk durch
ter Se. Koͤnigl. Hoheit
habe.
Gesetz uͤber diesen
Wa 1 EE1“ 8 8— 111“ v111““ TE“ 8 ahl anbefohlen werden, welche, wie man uͤberall glaubt,
guͤnstig fuͤr ihn ausfallen muß. Es verdient bemerkt zu wer⸗ den, daß, obgleich man die Emancipations⸗Bill offenbar so eingerichtet hatte, daß sie ihn ausschließen mußte, keiner von denen, welche auf strenger Handhabung des Gesetzes bestan⸗ den, persoͤnliche Angriffe auf ihn machte; im Gegentheil wuͤnschten die meisten, daß er bald ins Parlament kommen moͤchte. — Das Parlament wird, dem jetzigen Verlauten zufolge, am 9. Juni vertagt werden, so daß auf jeden Fall nichts Neues mehr fuͤr dieses Jahr darin unternommen wer⸗ den wird. — Die Fabrik⸗Arbeiter, durch die Gegenwart des Militairs im Zaum gehalten, bleiben ruhig, obgleich die An⸗ zahl der Unbeschaͤftigten sich taͤglich vermehrt. — In Spi⸗ talfields hat das Zerstoͤren der Gewebe noch nicht ganz auf⸗ gehoͤrt, aber man hat noch keinen der Thaͤter entdecken koͤn⸗ nen. Das Morning⸗Journal giebt zwar dunkle Winke, daß es heimliche Agenten der Regierung seyen, die dazu an⸗ estellt waͤren, die Zerstoͤrung auszuuͤben, damit sie Gelegen⸗ heit erhalte, strenge und tyrannische Gesetze einzufuͤhren, —
aber wer kennt nicht die gewissenlose Luͤgenhaftigkeit dieses
Journals. — Die Versammlung der Subseribenten zur Er⸗ richtung des Kings⸗College hat das Verfahren ihres Aus⸗ schusses gebilligt, und beschlossen: in dem lobenswerthen Un⸗ ternehmen „ der Hauptstadt eine Universitaͤt im kirchlichen Interesse zu geben, zu beharren. Auch kann es, mit der
Unterstuͤtzung der Bischoͤfe und der Regierung, nicht am Ge⸗ lingen fehlen. — Berichten von Rio de Janeiro zufolge war im Januar zu Fernambuco eine Rebellion gegen den Kaiser Dom Pedro ausgebrochen, welche die Regierung zu strengen Maaßregeln vermocht haben soll; Naͤheres aber weiß man nicht.
Niederlande. 11 “
Bruͤssel, 21. Mai. In der gestrigen Sitzung der
zweiten Kammer war nicht die zu den Berathungen erfor⸗
derliche Anzahl von Mitgliedern gegenwaͤrtig. Der Praͤsi⸗ dent zeigte an, daß die erste Kammer mehrere Gesetz⸗Ent⸗ wuͤrfe genehmigt, zwei anderen aber ihre Zustimmung versagt Darauf wurde eine Koͤnigliche Verordnung verlesen, durch welche der Minister des Innern den Auftrag erhielt, die 8e Sitzung der Kammern zu schließen. Um 11 Uhr nahm daher der Staats⸗Minister, Baron von Roell, als Praͤsident der ersten Kammer, den Stuhl ein, und er⸗ oͤffnete die Schluß⸗Sitzung der vereinigten Kammern; er un⸗ terrichtete die Versammlung von dem Zweck ihrer Zusammen⸗ berufung und ernannte die Commission, welche den Minister des Innern empfangen sollte; sie bestand aus den H. H. van Brienen, van Meeuwen, van Lynden van Hemmen, Barthelemy, Dedel, Huysman d'Annecroix, dem Fuͤrsten von Chimay und Herrn van Reenen. Der Mi⸗ nister langte in einem, von zwei Cavallerie⸗Abtheilungen be⸗ gleiteten Hofwagen vor dem Pallast der Generalstaaten an und wurde durch die Commission in die Versammlung ein⸗ gefuͤhrt; derselbe nahm in einem Sessel zu den Fuͤßen des Thrones Platz, und hielt zuerst in Hollaͤndischer, dann in Franzoͤsischer Sprache folgende Anrede: e „Edelmoͤgende Herren! Nachdem die Gesetz⸗Entwuͤrfe, welche der Koͤnig fuͤr gut befunden hat, Ew. Edelmoͤgenden in diesem Jahre vorzulegen, nach einander gepruͤft worden sind, so trete ich heute auf Befehl Sr. Maj. in Ihre Ver⸗ sammlung, um diese Session zu schließen. Ich entledige mich dieses Auftrages, indem ich im Namen des Koͤnigs die gewoͤhnliche Sitzung der Generalstaaten vom Jahre 1828 fuͤr geschlossen erklaͤre.“ Der Minister entfernte sich darauf, in Begleitung der Deputation und der Serretaire beider Kammern, und die Versammlung ging auseinander. Se. Maj. der Koͤnig werden in diesen Tagen nach Ant⸗ werpen abreisen. Die dortige Zeitung sagt in dieser Bezie⸗ hung: „Die Gegenwart des Monarchen verkuͤndet uns nur Wohlthaten, und es werden Anstalten zu dem wuͤrdigen Empfange des Fuͤrsten getroffen, dem die Nation die Wie⸗ derherstellung der koͤstlichsten unter ihren Freiheiten so gern verdankt.“ Bruͤssel, 20. Mai. Die erste Kammer hat in ihrer gestrigen Sitzung den Gesetz⸗Entwurf wegen Beimischung giftiger Substanzen in Speisen und Getraͤnke einstimmig angenommen, dagegen die Proposition der Herren Barthe⸗ lemy, Donker⸗Curtius ꝛc., wegen Organistrung der Gerichte, mit 27 gegen 15 Stimmen verworfen (17 Mitglieder waren abwesend). Man glaubt, daß die Regierung selbst ein neues Gegenstand in der naͤchsten Sitzung der Generalstaaten vorlegen werde. Die Anzahl der in Bruͤgge befindlichen Portugiesischen Fluͤchtlinge, worunter sich acht Geistliche befinden, belaͤuft
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