1829 / 169 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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gierungs⸗Bezirk sind die vorzüglichsten: 15 Bleihuͤtten⸗Werke, 48 Braunkohlen⸗Werke, 57 Eisenhuͤtten⸗Werke, 24 Fabriken fuͤr die Verfertigung des Koͤlnischen Wassers, 117 Leder⸗Fa⸗ briken mit Einschluß von 110 gewoöhnlichen Gerbereien, 105 Leinwand⸗Faͤrbereien und Druckereien, 21 Pottasch⸗Fabriken, 23 Tabacks⸗Fabriken, 94 Tuch⸗ und Casimir⸗Fabriken, 17 Wollen⸗Spinnereien, 4 Zucker⸗Fabriken, 12 Kalkbrennereien 17 Ziegeleien und Platten⸗Fabriken, 49 Toͤpfer⸗Fabriken.

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anschwollen, daß Morgens um 9 Uhr die in den wahec. so anmen Ottschafton gaͤnzlich unter Wasser gesetzt

scheinlich sieht es in der Stadt nicht besser aus. Der ersallern ge Augenblick war schrecklich, der Anblick der hereinbrechen umt das Wasser kam mit solcher Schnelligkeit, daß das is anseden den Ställen nicht gerettet werden konnte, und die

Wogen so ungewohnt, das Wachsen so schleunig, daß dellh aus Mensch erbebte. Bald jedoch trat ein Stillstand ein, 8 en in den Haͤusern auf die Boͤden fluͤchten mußten.“

ein langsames Fallen folgte, und der die Besorgniß fuͤr persit n Glatz stand um 9 Uhr der Holzplan, der Roßmarkt liche Gefahren beschwichtigte. Seit 12 Tagen hatte es bar Angel ganz unter Wasser, und zwar so tief, daß doch mehr in der Ebene als im Gebirg geregnet. Gesae die Bewohner des 2ten Stockwerks ihre Habseligkeiten um 8 Uhr meldete eine Stafette, daß die Neisse in Gha die Boͤden retten mußten, da es bis 6 Uhr immerwaͤh⸗ ihre gewoͤhnliche Hoͤhe bereits um 9 Fuß uͤberstiegen habe; zwang wuchs, weil der Regen nicht nachließ und zu befuͤrchten

der unter die Jurisdiction Georgia's zu stellen. Bekanntlich Stockwerken der Kasernen und aller Gebaͤude, und

war er widergesetzlich hieher gebracht worden.

Ein hiestges Blatt enthaͤlt ein Schreiben des ruͤhmlichst bekannten Joseph Lancaster, uͤber die hiesigen oͤffentlichen Schulen. „Das Vorschreiten des großen Werks des allge⸗ meinen Unterrichts“, beginnt das Schreiben, „kann mir, der ich mein ganzes Leben diesem Zweck widmete, nicht an⸗

ders als sehr nahe am Herzen liegen. Da ich den Schulen, die New⸗York zur Ehre gereichen, den gluͤcklichsten Erfolg wuͤnsche, so sey es mir erlaubt, einige Bemerkungen zu machen,

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Vierzehnte Bekanntmachung. Se

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die, meiner Meinung nach, ihnen von Nutzen seyn duͤrften.“ Der Verfasser fuͤhrt hierauf an, daß, als er vor 10 Jahren in New⸗York landete, nur Hunderte von Kindern, jetzt aber bereits Tausende Schulunterricht erhielten, und laͤßt sich dann

aausfuͤhrlich uͤber die gegenwaͤrtig im Allgemeinen in den hie⸗

sigen Schulen statt findenden Maͤngel aus, zu deren groͤßten er eine unrichtige Sparsamkeit einerseits, und andererseits eine zu große e rechnet, welche dem Fortgange des Ganzen, namentlich in der letzten Zeit, hinderlich geworden. Darauf macht Verbesserungs⸗Vorschlaͤge, die er der hiesi⸗ gen Obrigkeit auf das dringendste anempfiehlt, und schließt mit der Aeußerung, daß ihm die in seinem Schreiben mit⸗ getheilten Bemerkungen nur von dem innigen Wunsch seines Herzens waͤren eingefloͤßt worden, durch Vervollkommnung der Schulen den Ruhm gegenwaͤrtiger und die Hoffnungen kuͤnftiger Zeiten zu begruͤnden. Eine hiesige, durch ihr Talent ausgezeichnete Schauspie⸗ lerin, Miß Clara Fisher, hat sich vor Kurzem bei dem Pu⸗ blikum auch durch ihren Wohlthaͤtigkeits⸗Sinn beliebt ge⸗ macht, indem sie zweien hiesigen Wohlthaͤtigkeits⸗Anstalten 200 Dollars uͤbersandte. ö

Inland.

Berlin, 19. Juni. Gestern Abend erschienen Ihre Majestaͤt die Kaiserin von Rußland und die Hohen Neu⸗

vermaͤhlten, J. J. K. K. H. H. der Prinz Wilhelm nebst

Gemahlin, zum ersten Male im Koͤnigsstaͤdtischen Thearer.

Deer dreimalige Jubelruf des sehr zahlreich versammelten Pu⸗

blikums, begleitet vom Tusch des Orchesters, begruͤßte die Allerhoͤcsten und Hoͤchsten Herrschaften bei Ihrem Eintritt in die große Seiten⸗Loge, die, so wie das ganze Haus, un⸗ gemein festlich ausgeschmuͤckt war. Auf dem Buͤhnen⸗Vor⸗ hange erblickte man das Koͤniglich Preußische, das Kaiser⸗ lich Russische und das Großherzoglich Sachsen⸗Weimarsche Wappen. Das Haus selbst war mit Drappirungen von weißem Linon, durch Blumen⸗Gewinde befestigt, sehr ge⸗ schmackvoll verziert. Es wurde die Auber'sche Oper: „Der Schnee“ gegeben, worin Dlle. Vio und der Saͤnger, Hr. Forti aus Wien, die Haupt⸗Rollen uͤbernommen hatten. Nach dem Schlusse des ersten Actes wurde das Publikum

durch den zweiten Buͤhnen⸗Vorhang, der die erhabenen Na⸗

menszuͤge Sr. Maj. des Koͤnigs, Ihrer Majestaͤten des Kai⸗ sers und der Kaiserin von Rußland und J. J. K. K. H. H. des Prinzen und der Prinzessin Wilhelm trug, auf das Angenehmste uͤberrascht und zu neuem Jubel begeistert, der sich auch wiederholte, als die Allerhoͤchsten und Hoͤchsten Herrschaften das Haus verließen.

Aus Stettin erhalten wir nachstehendes, den Aus⸗ fall des Wollmarkts betreffende Schreiben vom 17. Juni: „Auf dem diesjaͤhrigen Wollmarkte war die Zufuhr ansehn⸗ lich groͤßer, als in den vorigen Jahren. Man schlaͤgt solche auf 18 20,000 Centner an. Auch war der Markt zahlreich von Kaͤufern des In⸗ und Auslandes besucht. Die meiste Nachfrage fanden die Mittelgattungen von 40 50 Rthlr., auch 55 Rthlr., welche nicht allein zu vorjaͤhrigen Preisen, sondern auch um 1¼, 2 ½, 5 und 10 Rthlr. pro Ctr. hoͤher ver⸗ kauft wurden. Die besseren Gattungen von 60 90 Rthlr. von bekannten guten Staͤmmen wurden theils zu vorjaͤhri⸗ gen Preisen, auch mit einer Zulage von 1 ½ bis 2 ½ Rhlr. gekauft; andere sind einer Erniedrigung von 2, 5 bis hoͤch⸗ stens 10 pro Cent unterworfen gewesen.

Im Ganzen ist, ungeachtet der betraͤchtlich groͤßeren Zu⸗ fuhr, der Markt sehr guͤnstig ausgefallen, indem nur wenig als unverkauft abgefahren ist, und nur 6—700 Centner ge⸗ lagert sind.“

Als Nachtrag zu den Berichten uͤber die von den Bergstroͤmen in Schlesien angestellten Verheerungen theilen wir unsern Lesern folgenden Auszug eines Privatschreibens aus Neisse vom 11. d. M. Morgens 8 Uhr mit: „Heute Morgen um 3 Uhr hat die durch Gebirgwasser furchtbar angeschwellte Neisse ihre Daäͤmme durchbrochen, und uns mit einem brausenden Ser umgeben. Die Friedrichstadt steht 10 bis 12 Fuß unter Wasser, die Wogen wuͤthen in de

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gen Tages fuͤr uns die entscheidende.

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Stunden brauchen in der Regel die Gebirgswasser, gelangen, so wurde denn auch die vierte Stunde des hen Die ersten von 8 Wasser in die Daͤmme gewuͤhlten Loͤcher wurden von de Garnison, die schon auf den Beinen war, mit Faschinen n Duͤnger gestopft; als die Daͤmme aber an mehreren Orte zugleich durchgebrochen wurden, mußte man dem wuͤthendn Elemente weichen. Die meisten Haͤuser der Friedrichssta sind nur von einem Stockwerke; ihre ungluͤcklichen Bewa ner, durch die rauschenden Wogen aus dem Schlummer weckt, hatten kaum Zeit, sich auf die Boͤden zu fluͤchte Ein vor der Bruͤcke hoch aufgethuͤrmter Wall von Stri daͤchern, Gebaͤlk und andern Truͤmmern sprechen nur zu dan! lich den Beweis namenlosen Ungluͤcks aus. Wahrlich ad wir vor Kurzem fuͤr unsere Landsleute in Preußen samnnh ten, glaubten wir nicht, so fruͤh eine gleiche Theilnahme verdienen. So lange Neisse steht, hat es solche Fluthen iigt erlebt. Abends acht Uhr; unsere Lage hat sich bedarnng gebessert. Um 2 Uhr Nachmittags wurde es hell, unh a erste Sonnenschein nach vierzehntaͤgi tem Unwetter lachteue an. Der Abend ist schoͤn, das Wasser bleibt im Fallen si daß es wohl zwei Fuß niedriger stehen mag als heute fii, Das heftige Wirbeln und Wogen faͤngt an, sich zu verlienm, und das unheimliche Brausen mildert sich zu einem sanftmn Rauschen. Die Pontoniere durchschiffen seit dem frhen Morgen die wilde Fluth nach allen Richtungen, um Hüsfe zu bringen. Da sieht es denn freilich gefaͤhrlich aus, wem auf dem mit Muͤhe durch die Ruderer in der Stroͤmun festgehaltenen und an die Mauer gedruͤckten Ponton ein Leiter aufgerichtet wird, auf deren hoͤchsten Sprosse der wet kere Pontonier aus einem Dachfensterchen erst die Bettes dann eins, zwei, drei Kinder und zuletzt die Mutter in Er⸗ pfang nimmt. Bedenklich sah es besonders aus, als sich we Ponton ploͤtzlich dem Lazareth⸗Gebaͤude nahte und nach und nah an 400 Menschen aufnahm, welche, da die Wogen die Fu damente unterwuͤhlt haben sollten, gerettet werden mußten Es gelang, und, Gott sey Dank, es ist Keiner verungliͤcke Noch im Mondenscheine dauerte das Rettungsgeschaͤft fon Vom 13. Dem Himmel sey Dank, das gute Wetter hat acge⸗ halten, und uns vor weiterem Ungluͤck bewahrt. Die Set selbst hat wenig gelitten; der Avant-Fossé hat die Fluh großentheils an den Waͤllen voruͤbergefuͤhrt, und nur in die niedrigsten Theile der Stadt ist das Wasser gedrungm.

Aber, wie sieht die Festung aus! Die beiden Neisse⸗Bruͤcka

und saͤmmtliche Graben⸗Bruͤcken sind weggerissen und beinaht alle Schleusen ruinirt, die Werke aber sehr beschadigt. Das Best ist, daß wir kein Menschenleben zu betrauern haben. W. aber mag es in der Umgegend aussehen! Auf einem Stroh⸗ dache sitzend und laut um Huͤlfe rufend flogen zwei ungliͤch liche Frauen mit einem Manne auf dem Strome voruͤber, es war unmoͤglich, ihnen Retrung zu bringen. Viel ließe sich erzaͤhlen, wenn Raum und Zeit es gestatteten. Wun⸗ derbares habe ich gesehen: steinerne Pfeiler von einer Seilt der Straße auf die andere geschleudert; ungeheure Holzschw⸗ pen mit 200 riesigen Baumstaͤmmen aufgehoben und mit den unbeschaͤdigten Dache vor eine Redoute gepflanzt u. dgl. n Jetzt sind schon alle Haͤnde in Bewegung, und sobald de Wasser mehr gefallen ist, geht es an den Deichbau. Schreth lich aber ist es, die armen Menschen, die nur das nackte do ben retten konnten, jetzt ihre verschlammten zerstoͤrten Zim⸗ mer ausraͤumen zu sehn. von außerhalb. Moͤge, was hier geschehen ist, nicht bloß das Vorspiel eines noch entsetzlicheren Elendes seyn!

Folgendes ist ein, von Breslauer Zeitungen mit⸗ getheilter Bericht aus Glatz, vom 11. Juni: „Schon am 7ten, 8ten und 9ten regnete es ununterbrochen, auch hoͤrte man mitunter Gewitter⸗Schlaͤge mit Hagel begleitet, wo⸗ durch auf den Feldern viel Schaden geschah, besonders hat Mittel⸗Steine dabei viel gelitten.“ b

„Am 9ten Abends erhob sich unter fuͤrchterlichen Regen⸗ guͤssen ein Sturmwind, welcher die ganze Nacht anhielt und

wodurch der Neiße⸗Fluß, die Bielau, die Weistritz und die⸗

Steine (auch Braunauer Wasser genannt), welche sich’ be⸗ Naͤhe von Glatz mit der Neiße vereini⸗

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untlich alle in der

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um zu uns mal, es wuͤrde auch bis dorthin dringen. hoher als im Jahre 1827, wodurch die Gegend von belschwerdt verheert wurde.“

renmauern

choher Schnee. das Barometer auf voraͤnderlich stand) ein fuͤrchterlicher

Mir bangt vor den Nachrichten

Das Wasser stand

Abends nach sechs Uhr begannen die Fluthen etwas zu jedoch nur unbedeutend, und obgleich die Haͤuser noch Passer stehen, so glaubt man doch die Gefahr vor⸗ indem es aufgehoͤrt hat zu regnen.“ alle Wiesen und alles Getreide ist uͤberschwemmt, und ssceinlich durch den Schlamm unbrauchbar geworden. Bruͤcken, selbst massiv gbaute, haben die Fluthen zer⸗ „Staͤlle, Schuppen, Garten⸗Zaͤunung, selbst massive - sind mit fortgeschwemmt, so wie auch aller grath, welcher sich in den untern Raͤumen der Haͤuser d; die Stadtmuͤhlen sind ganz zerstoͤrt, auch ein großer des Holzes vom Koͤnigl. Holzplan ist fortgeschwom⸗ der dadurch verursachte Schaden muß sehr betraͤcht⸗ en4 - nch in den jenseits des Riesengebirges liegenden Boͤhmi⸗ Hrtschaften hat das Wasser viel Schaden angerichtet. Man

ibt aus Wildschuͤtz bei Trautenau, den 12. Juni: „Ein

19 Jahren wiedergekehrtes Natur⸗Ereigniß setzte die hie⸗ Gebirgsgegend drei Tage hindurch in Furcht und Gefahr. dem 4ten d. M. regnete es in den niedrig gelegenen nden fast beständig, und am hoͤheren Gebirge fiel ein Den 9ten gegen Abend erhob sich (waͤh⸗

mwaus Nordost, welcher durch volle 48 Stunden mit sol⸗ Wuth anhielt, daß die staͤrksten Obst⸗ und Waldbaͤume arzelt wurden und zusammenstuͤrzten. Waͤhrend des es ergoß sich der Regen in Stroͤmen, in welchen edeutend großer Hagel mischte. Die Waldbaͤche des chendorfer Hochgebirges schwollen vom 10ten zum 11ten henden Fluͤssen, und die Aupa zum schaͤumenden Strome;

Staͤdrchen Freyheit und die angraͤnzenden, im Aupa⸗

liegenden Doͤrfer schwammen in einem See. Nach zuruͤcktreten des Wassers zeigte sich, daß vieles Gut, Gebaͤäude, und auch die Landstraßen zerstoͤrt worden

Aus Koͤln wird unterm 15ten d. M. geschrieben: erfreulichen Nachweisungen, welche die Staats⸗Zeitung z aus mehreren Regierungs⸗Bezirken der Monarchie den Zustand des Elementar⸗Unterrichts gegeben hat, t sich auch die folgende Uebersicht aus dem Regierungs⸗ e Koͤln an. Man zaͤhlte am Ende des Jahres 1828 ch in den Staͤdten 62 katholische oͤffentliche Lehr⸗Anstal⸗ n 7 Privat-⸗Anstalten, A evangelische oͤffentliche und 1 tAnstalt; auf dem Lande waren 317 katholische oͤffent⸗ tehr⸗Anstalten und 67 evangelische, außerdem 1 evange⸗

rivat⸗Anstalt. Simultan⸗Anstalten oder Mennonisten⸗ in bestehen nicht im Regierungs⸗Bezirke. An juͤdischen tar⸗Schulen giebt es 1 oͤffentliche und 8 Privat⸗An⸗ letztere in den Doͤrfern. Die Anzahl der schulpflich⸗

Kinder von 5 bis 14 Jahren betraͤgt 36,071 Knaben

69 MaKdchen. Die Anzahl derer, welche im Winter nlich die Schule besuchen, belaͤuft sich auf 25,446 Kna⸗ nd 22,674 Mñaͤdchen; im Sommer aber nur auf 21,187 n und 19,126 Maͤdchen. Die Differenz zwischen den lich die Schule besuchenden und den schulpflichtigen

in entsteht zum Theil dadurch, daß die fuͤnfjaͤhrigen

rin manchen Gemeinden theils wegen Mangel an ge⸗ n Schul⸗Lokalen, theils wegen der Entfernung vom orte die Schule nicht besuchen. Im Sommer muͤssen im hiesigen Bezirke, wie anderwaͤrts, oft die groͤßern rarmer Familien ihre Aeltern bei den Hausgeschaͤften üten. Fuͤr diejenigen Kinder in Koͤln, welche noch Schule besuchen, ist seit dem 1. Juni d. J., wie auch in der Staats⸗Zeitung berichtet ist, der gesetzliche iwang eingetreten. Rechnet man nun noch die vier asien zu Koͤln, Bonn und Muͤnstereifel, die hoͤhere ischule zu Koͤln, die hoͤhern Stadtschulen zu Siegburg ummersbach, und die Gewerbeschule zu Koͤln hinzu, so ist ffnung, daß eine so geregelte, tuͤchtige Volks⸗Erziehung Pnsten Fruͤchte tragen wird, wohl vollkommen begruͤndet. weter den Fabriken

Bei der Haupt⸗Banco⸗Kasse sind ferner an Beitraͤgen fuͤr die durch Ueberschwemmung verungluͤckten Gegenden in West⸗ und Ostpreußen eingegangen, vom 13. bis incl. 16. Juni: Fuͤr saͤmmtliche verungluͤckte Gegenden: a2a) Durch den Major im Generalstabe von Below: von verschiedenen Truppentheilen 367 Rthlr. 16 Sgr., deren ein⸗ zelne Geber noch nachtraͤglich bekannt gemacht werden sollen.

8 b) den Wirklichen Geheimen Kriegsrath Pomowitz:

1) von dem Buͤrgermeister Rosenthal in der Neustadt Magde⸗ burg, und zwar von Placke 3 Rthlr., Nelle 2 Rthlr., Walkhoff 2 Rthlr., Cand. Jasper 1 Rthlr. und Karl Rosenthal jun. 1 Rthl.;

2) von dem Lazareth⸗Inspektor Boettcher zu Saarlouis, und zwar von den Kaufleuten Brugnot 2 Rthlr. und Klein 1 Rthlr., Fleischen Rode, Baͤcker Metzinger und Blechschmidt Detrois à 1 Rthlr. = 3 Rthlr., Bierbrauer Pnig 15 Sgr., Schlosser Notton 15 Sgr., Maurer Eisloff 14 Sgr., Mater Demanche 20 Sgr., Tischler Giese, Glaser Hesse, Chirurg Neubert, Unter⸗Officier Iserbeck und Ungenannter à 10 Sgr. = 1 Rthlr. 20 Sgr. und Kiefer Martin 6 Sgr.; 3

3) von dem Garnison⸗Verwaltungs⸗Inspektor Thering zu Saarlouis 5 Rthlr.

c) Durch den Wirklichen Geheimen Kriegsrath und General⸗Proviant⸗Meister Muͤller:

1) von dem Magazin⸗Rendanten Schoenfeld in Krossen, und war von ihm selbst 40 Rthlr., Kreis⸗Steuer⸗Einnehmer Kaerger 3 Rthlr., Apotheker Liboron 2 Rthlr., Premier⸗Lieutenant Leh⸗ mann 1 Rthlr., Stadt⸗Syndicus Petzold 1 Rthlr., Kaufmann Le⸗ vin 1 Rthlr. 5 Sgr., Kupferarbeiter und Eisenhaͤndler Lehmann 15 Sgr., Stadtverordneter Bild 15 Sgr.

2) von dem Proviantmeister Bietz zu Rathenow aus einer Collerte 16 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf., nebst einer in Paris am 3ten August 1815 gepraͤgten Medaille von feinem Silber.

d) Durch den Banquier J. Muhr: von den Leuten aus der Wachstuch⸗Fabrik des Herrn M. Lehmann 3 Rthlr., von dem Tabacks⸗Fabrikanten Woolfe aus Hamburg 4 Rthlr., aus einer Zinsen⸗Verguͤtigung 21 Sgr., und aus der Sammlung des Hrn. M. B. Marewald zu Bromberg 16 Rthlr. 12 ½ Sgr. 8B

e) Bei der Haupt⸗Banco⸗Kasse⸗ ““

1) von Frankfurt a. M. eingegegangen: von des Koͤniglichen General⸗Postmeisters und Bundestags⸗Gesandten v. Nagler Exc. 100 Rthlr., von einer Privat⸗Gesellschaft Frankfurter Einwohner 24 Rthlr. 15 Sgr, vom Dr. Schmidt unter dem Zeichen V. D. H. 8 88. 7 Sgr., von dem Kaufmann G. Jungnichel 5 Rthlr.

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2 von der Koͤnigl. Legations⸗Kasse: die Beitraͤge in Leipzig, und zwar der Ertrag aus einer von dem Koͤnigl. General⸗Consul Baumgaͤrtner daselbst veranlaßten Sammlung 107 Rthlr. 25 Sgr., desgleichen nachtraͤglich 109 Rthlr. 15 Sgr., von demselben als Ertrag eines von dem Stadt⸗Baumeister Limburger, Musik⸗Direk⸗ tor Polenz und Wechsel⸗Sensal Kunze daselbst veranstalteten Con⸗ certs, 346 Rthlr. 10 Sgr. Cour.; 8

) von dem Koͤnigl. Peeb⸗ DWielte Flesch zu Potsdam die anderweit von ihm gesammelten Beitraͤge von 15 Rthlr. Gold und 117 Rthlr. 26 Sgr. Cour.;

4) von dem Ober⸗Prediger gesammelt 96 Rthlr.

5) von dem Magistrat zu Potsdam den ferneren Ertrag der Sammlung desselben mit 3 Stüuͤck Duc., 25 Rthlr. Gold und 681 Rthlr. 8 Sgr. 6 Pf. Cour.;

6) von der Koͤnigl. Juͤterbog⸗Luckenwaldeschen Kreis⸗Kasse die gesammelten 1 Stuüͤck Duc., 45 Rthlr. Gold und 253 Rthlr.

7) von dem Koͤnigl Generagl⸗Major und Commandanten von

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Commandanten v. Brixen 10 Rthlr., Hauptmann und Artillerie⸗ Pruskowski 5 Rthlr., Lieutenant Dannenberg, commandirt bei der

kenhauer 3 Rthlr.: - 1er 8) von dem Banco⸗Comtoir zu Muͤnster, andermweit gesam-⸗ Sgr. 5 Pf. und resp. 59 Rthlr. 10 Sgr., des Kreises Reckum nachtraͤglich 5 Rthlr. 10 Sgr. 6 Pf., und des Kreises Steinfurth 89 Rthlr. 1 Sgr. 6 Pf.; durch den Steuer⸗Einnehmer Lenzman zu Dortmund von den Buͤrgermeistereien zu Luͤtgendortmund 78

zu Dortmund vom platten Lande 49 Rthlr. 18 Sgr. 7 Pf., von der Petri⸗Nicolat⸗Gemeinde der Stadt Dortmund 75 Rthlr 23. Sgr. 1 Pf., durch den Landrath des Kreises Luͤding⸗ hausen 400 Rthlr. 29 Sgr. 10 Pf., des Kreises Hagen

Manufakturen und Werken im Re⸗

hlr. 5 Sgr. 9 Pf., des Kreises Dortmund 172 Rthlr. 11

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Hanstein zu Potsdam nachtraͤglich

Zepelin zu Stettin, die Beitraͤge: von dem Obristen und üen Offizier vom Platz Bein 4 Rthlr., Hauptmann und Platz⸗-Major . Straf⸗Section Rthlr., und vom Garnison⸗Staabsarzt Bir⸗

melt durch die Landraͤthe: des Kreises Tecklenburg 416 Rthlr. 14 8

Rthlr. 22 Sgr. 4 Pf., zu Aplerbeck 177 Rthlr. 7 Sgr. 9 Pf,