1831 / 46 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

mir eine Explosion die Vernichtung des Bootes und den hel⸗ denmuͤthigen Entschluß des kommandirenden Offiziers, wel⸗ chen der junge, tapfere Befehlshaber unbezweifelhaft gefaßt hatte, als er sah, daß keine andere Rettung ihn von seinen feigherzigen Feinden befreien koͤnne. Sein allezeit bewiesenes

2* musterhaftes Betragen, die vielen von ihm mit großer Kennt⸗

niß ausgefuͤhrten Befehle und seine mir bekannte Unerschrok⸗ kenheit buͤrgen mir dafür, daß dieser brave Offizier nur von der hoͤchsten Nothwendigkeit bewogen werden konnte, ei⸗ nen so wichtigen Schritt zu thun, den er fuͤr das einzige Rettungsmittel hielt, um das ihm anvertraute Kanonierboot mit Ehren den Haͤnden des Feindes zu entziehen. Nach mir zugekommenen Privat⸗Nachrichten ist nur der Lootse mit drei Matrosen dem Heldentod entgan⸗ gen und befinden sich diese jetzt im Hospital von Antwerpen; gleichzeitig habe ich vernommen, daß der Tod unserer Tapfern durch das Blut ihrer Ueberwaͤltiger, von denen Viele mit in die Luft geflogen sind, geraͤcht worden ist. Wie traurig nun auch dieses Ereigniß, an sich selbst betrachtet, seyn moͤge, so zweifle ich doch keinesweges, Ew. Excellenz werden darin die Ueberzeugung finden, daß der tapfere Lieutenant van Sppeyk seine Pflichten mit der groͤßten Puͤnktlichkeit er⸗ fuͤllt und auf die Ordens⸗Decoration, die ihm Se. Majestaͤt kuͤrzlich verliehen, das Siegel der Ehre gelegt hat. Als sein unmittelbarer Oberer habe ich die Verpflichtung, Ew. Excellenz mit der Groͤße dieser edelmuͤthigen That bekannt zu machen,

in der Ueberzeugung, daß Ew. Excellenz an diesem unver⸗

geßlichen Verfahren eines der verdienstvollsten Offiziere den⸗ jenigen Theil nehmen werden, den dasselbe in Wahrheit ver⸗ dient. Wiewohl es Sr. Excellenz dem General⸗Lieutenant Baron Chassé den hoͤchsten Schmerz gewaͤhrt, auf diese

Weise dem Leben eines muthvollen Gfftziers und so vieler

Tapfern ein Ende gemacht, so wie zugleich ein Koͤnigliches Fahrzeug verloren zu sehen, so gewaͤhrt es Sr. Excellenz doch eine Genugthuung, den Feind uͤberzeugt zu haben, daß des Reiches Marine ihren alten Ruhm, den sie im Vater⸗ lande seit Jahrhunderten mit so vielem Rechte genoß, noch nicht verloren hat, und daß sie einen ehrenvollen Tod der mit Schande begleiteten Mißhandlung eines barbarischen Poͤ⸗ hels vorzuziehen weiß.

Der Capitain⸗Lieutenant Kommandant Koopman.“

„Der Capitain⸗Lieutenant Koopman hat am 6ten d. die Trauer der Marine uͤber den empfindlichen Verlust des tapfern Lieutenants van Speyk und der Schiffsmannschaft des Kanonierboots Nr. 2. an den Tag legen lassen, indem saͤmmtliche Hollaͤndische Schiffe ihre Flaggen und Wimpel halb einzogen. Mit Vergnuͤgen ist bemerkt worden, daß mehrere der im Bassin von Antwerpen liegenden Schiffe die⸗ sem Beispiele der Anerkennung folgten und ihre Flaggen ebenfalls halb eingezogen den Tag uͤber wehen ließen.“

Die Rotterdamsche Courant erzaͤhlt, am 5ten d. sey noch ein zweites Hollaͤndisches Kanonierboot an den Wall von Antwerpen gerathen; der Befehlshaber desselben habe aber sogleich den Belgischen Offizieren angedeutet, daß er, falls sie es wagen sollten, seinem Boote sich zu naͤhern, dem Beispiele van Speyks folgen wuͤrde; darauf habe sich auch Alles in großer Entfernung von ihm gehalttnau.

Antwerpen, 8. Febr. Hr. van de Weyer, der sich jetzt hier befindet, verfuͤgte sich gestern nach dem St. Lorenz⸗ Fort, um die Truͤmmer des in die Luft geflogenen Kanonier⸗ vootes zu besichtigen.

Der Koͤrper des Lieutenant van Speyk ist zum Theil aufgefunden worden; er war mit dem Kreuz des Wilhelms⸗ Ordens dekorirt, das dem General Vandersmissen zugestellt

von Manifest, das ich Ihnen uͤbersende, proklamirt, und Sie

wissen, daß ich noch niemals mein Wort gebrochen habe. Wilhelm, Prinz von Oranien.“

Dem Vernehmen nach haben der Praͤsident und die Raͤthe des obersten Kriegs⸗Gerichts, die vorgestern hier an⸗ gekommen sind, sich in der Gregoireschen Sache fuͤr inkom⸗ petent erklaͤrt, und diese soll nun den Civil⸗Gerichten uͤberge⸗ ben werden.

Gestern haben Haussuchungen bei Hrn. Vandermeulen, Agenten der Bank, und bei Hrn. Vandenberghe, Chef des ehemaligen Frei⸗Corps, stattgefunden. Beide Maͤnner befin⸗ den sich auf fluͤchtigem Fuße.

Bruͤssel, 9. Febr. In der gestrigen Kongreß⸗Sitzung waren 113 Mitglieder anwesend. Hr. van Menen trug auf ein Dekret zur Promulgation der Verfassung an. Andere Mitglieder meinten aber, dies koͤnne nur erlassen werden, wenn der Kongreß vollzaͤhliger sey. Der Vice⸗Praͤsident (Hr. v. Gerlache) aͤußerte: „Ich kann mir wohl denken, daß viele Mitglieder gern einige Tage im Schoße ihrer Familte verleben moͤchten; vergessen wir jedoch nicht, daß es unsere Pflicht sey, unsere Privat⸗Interessen dem allgemeinen zum Opfer zu bringen. Wenn wir die Verbindlichkeit uͤber⸗ nehmen, auf unseren Posten bis zur vollstaͤndigen Konsolidi⸗

rung des Revolutions⸗Werkes zu bleiben, so fuͤgen wir da⸗

durch nur noch ein Opfer zu so vielen andern, die das Vater⸗ land schon von uns erheischt hat. Die Lage der Dinge, die erwarteten Nachrichten aus Paris, welche uns mit dem Beschlusse des Franzoͤsischen Kabinets bekannt machen muͤs⸗ sen, die Aengstlichkeit der Nation nach Versuchen solcher Art, wie Gent sie kuͤrzlich gesehen hat, Alles fordert uns auf, vereinigt zu bleiben, damit wir im Stande seyen, den Beduͤrfnissen des Staats sofort abzuhelfen und, wo es nöͤ⸗ thig ist, der Regierung eine kraͤftige Stuͤtze zu leihen, damit die Anarchie vermieden und Ruhe und Wohlstand wieder⸗ hergestellt werden. Ich ersuche darum den Kongreß, nicht auseinander zu gehen. Es bleibt uns noch viel zu thun uͤbrig, und wir werden den Verlust unserer Zelt nicht zu be⸗ klagen haben.“ Hr. v. Robaulx verlangte, daß man die abwesenden Mitglieder ebenfalls zuruͤckberufe; dies wurde von mehreren Andern unterstuͤtzt, und der Praͤsident ent⸗ warf demgemaͤß ein in dringlichen Ausdruͤcken abgefaßtes Einberufungs⸗Schreiben. Die Sitzung wurde bereits um 2 ½ Uhr aufgehoben.

Herr Wallez, Secretair der Belgischen Legation in Lon⸗

don, der sich in Paris acht Tage lang aufgehalten hat und

von dort in der Nacht vom 7ten zum 8ten d. hierher zuruͤck⸗ gekehrt ist, giebt, wie unsere Blaͤtter versichern, immer noch Hoffnung, daß der Koͤnig der Franzosen die Erwaͤhlung sei⸗ nes Sohnes zum Koͤnige der Belgier acceptiren werde. Min⸗ destens behauptet er, daß dies die Meinung der einflußreich⸗ sten Maͤnner von Paris sey.

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Heannover, 11. Febr. Se. Koͤnigliche Hoheit der Herzog von Cambridge haben sich vorgestern zu einem Be⸗ suche bei dem Herzoge Wilhelm von Braunschweig Durch⸗ laucht nach Braunschweig begeben. Eben dahin ist auch der

Herr Staats⸗ und Kabinets⸗Minister, Freiherr von Stralen⸗ heim, abgereist. * An die Magistrate saͤmmtlicher Staͤdte des Koͤnigreichs

ist nachstebendes Ausschreiben erlassen:

„Es ist Uns aus zuverlaͤssigen Quellen die Nachricht zuge⸗ gangen, daß wirkliche oder angebliche Bevollmäaͤchtigte der Buͤr 8 ger und Einwohner verschiedener Staͤdte sich angelegen seyn ten

sen, unter mehreren Staͤdten Vereine zu stiften, um in ihre gemeinschaftlichen Namen verfaßte Gesuche oder Beschwerde⸗

helm Durchlaucht sogleich sich begaben, um

Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.

Die Unterhandlung mit reich ist ige sandten mit Eifer und Geschicklichkeit und in jeder Hinsicht zu meiner ganzen Zufriedenheit gefuͤhrt worden.

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88 11u“ an sie vereint gestellten unzulaͤssigen Antraͤge, eine allgemeine Unzufriedenheit gegen dieselben im Volke hervorzurufen und zu verbreiten. Da nun die bekhbagenswerthe Eyfahrung der neuesten Zeit hinreichend bewiesen hat, daß es auch in den hiesigen Landen an boshaften Aufwiegelungen der Untertha⸗ nen gegen die Regierung nicht ermangelt, Wir aber nicht ge⸗ meint seyn koͤnnen, verbrecherischen und strafbaren Schritten der Ruhestoͤrer irgend nachzusehen, vielmehr es Unsere Pflicht erfor⸗ dert und es dem wahren Besten aller Klassen des Volkes gleich⸗ maͤßig entspricht, alles dasjenige zu verhindern, was auf eine Stoͤrung der Ruhe und oͤffentlichen Ordnung abzwecken kann; so wir den saͤmmtlichen Magistraten und Obrigkeiten der Staͤdte des Koͤnigreichs hiermit auf, allen und jeden zu ihrer Kenntniß gelangenden Associationen verschiedener Kommunen zu gemeinsamen Gesuchen und Beschwerdefuͤhrungen ernstlich und

schleunigst Einhalt zu thun, den Urhebern derselben und den bei

ihnen obwaitenden Zwecken sorgfaͤltig nachzuforschen, auch, so—

fern sich Spuren strafbarer Absichten ergeben sollten, die Ruhe⸗

stoͤrer den kompetenten Gerichten zur Untersuchung und Bestra⸗

fung zu uͤberliefern. Hannover, den 9. Februar 1831.

Königl. Großbritanisch⸗Hannoͤversche zum Kabinets⸗Ministerium verordnete General⸗Gouverneur und Geheime Raͤthe.

Bremer.“

Braunsch weig, 10. Febr. Gestern Nachmittag gegen

2 Uhr trafen Se. Koͤnigl. Hoheit der Herzog von Cam⸗ bridge, General⸗Gouverneur von Hannover, hier ein und stiegen im Hoͤtel d'Angleterre ab, wohin des Herzogs Wil⸗ Hoͤchstihren Koͤ— nigl. Anverwandten zu bewillkommnen. Gegen 5 Uhr fuh⸗ ren Se. Koͤnigl. Hoheit zum Diner nach dem Bevernschen Palais und wohnten den Abend der Vorstellung der weißen Frau im Hoftheater bei. Heute Nachmittag sahen Seine Koͤnigl. Hoheit unsere Buͤrgergarden unter den Waffen, nachdem Sie am Mittag mit Hoͤchstihrer Gegenwart die Parade des Herzogl. Militairs in Begleitung des Herzogs

Durchlaucht beehrt hatten. 1

ASAs. 8

8 Fortsetzung der (in Nr. 40 der St. Zeit. abgebrochenen)

6 Botschaft des Praͤsidenten:

Was diejenigen unserer auswaͤrtigen Angelegenheiten betrifft,

Aber welche noch Unterhandlungen schweben, so sind die wichtigsten: V unsere Forderung an Frankreich fuͤr unserem Handel zugefuͤgte Ver⸗ luste; eine gleiche Forderung an Spanien, so wie einige in unserem Handel mit diesem Lande stattgehabte Stoͤrungen; der Abschluß eines Handels⸗ und Schifffahrts⸗Vertrages mit Meriko, uͤber den schon so lange unterhandelt wird, und eine bestimmte Bezeichnung der Greaͤnzen zwischen uns und dieser Republik; und endlich die un⸗ terr schiedsrichterlichem Urtheil stehende Streitfrage zwischen den V. St. und Großbritanien, wegen der Nordoͤstlichen Graͤnzlinie.

rankreich ist durch unsern dortigen Ge⸗

Obgleich die Aus⸗ sicht zu einem guͤnstigen Abschluß bisweilen durch Gegenforde⸗ rungen getruͤbt ward, welche die Vereinigten Staaten nicht an⸗ erkennen konnten, so hatte der Gesandte doch unter der vorigen Regierung große Hoffnung zu einem befriedigenden Resultate. Mit der dermaligen Verwaltung ist die Unterhandlung erneuert worden, und da ich an dem eben so allgemeinen als lebhaften Vertrauen unserer Mitbuͤrger in die Gerechtigkeit und den Edel⸗ muth des wiedergeborenen Frankreichs Theil nehme, so thut es mir um so mehr leid, daß es nicht in meiner Macht steht, das o vertrauensvoll erwartete Resultat mittheilen zu koͤnnen. Es ist uͤbrigens kein Umstand vorhanden, der dieser Erwartung wi⸗

derspraͤche, und ich erlaube mir nicht, daran zu zweifeln, daß man uns bald gerecht werden wird. Der Betrag dieser Forderungen,

die lange Zeit, in der sie unbefriedigt geblieben, und die unbe⸗ streitbare Gerechtigkeit unserer Sache, machen eine ernsthafte Betreibung dieser Angelegenheit unserer Verwaltung zur drin⸗

genden Pflicht. Die Ungesetzmaͤßigkeit der gemachten Prisen und

Confiscationen wird nicht bestritten, und welche Distinetionen man

rung durch unsern S. Gesandten in einer kraͤftigen und geeigneten Sprache vorgelegt und dagegen die staͤrksten Versiche⸗ kungen einer baldigen und guͤnstigen Erwaͤgung empfangen wor⸗ dem Die Schritte, die noch gethan wurden, um die zwischen Großbritanien und den Vereinigten Staaten obwaltende Diffe⸗ renz dem Schiedsrichter klar vor Augen zu legen, athmen denselben Geist der Liberalitaͤt und Versoͤhnlichkeit, der die fruͤheren charakteri⸗ sirte. Vor kurzem stattgefundene Ereignisse verzoͤgerten zwar die Ent⸗ scheidung, aber unser am Hofe des erhabenen Schiedsrichters angestellter Gesandter hat die Versicherung erhalten, daß sie bis zu dem im Vertrage bestimmten Termine erfolgen werde. Ganz besonders freue ich mich, im Stande zu seyn, anzuzeigen, daß in unseren Verhaͤltnissen zu der benachbarten Mexikanischen Repu⸗ blik eine entschieden guͤnstige und, ich hoffe, dauernde Veraͤnderung vorgegangen ist. Der ungluͤckliche und ungegruͤndete Argwohn in Hinsicht unserer Gesinnung gegen genannte Republik, deren zu erwaͤhnen bei einer fruͤheren Gelegenheit meine schmerzliche Pflicht war, ist, meines Dafuͤrhaltens, voͤllig beseitigt und die Mexikanische Regierung von dem wahren Charakter unserer Wuͤnsche und Absichten hinsichtlich derselben unterrichtet worden, was ein freundschaftliches, von gegenseitigem Zutrauen begleitetes Verhaͤltniß zur Folge hatte. Ich hatte Ursache, zu erwarten, daß ein Handels⸗Vertrag mit Me⸗ riko zeitig genug zum Abschluß kommen werde, um solchen bei der gegenwaͤrtigen Gelegenheit mittheilen zu koͤnnen; aber Um⸗ staͤnde, die nicht naͤher aͤngegeben worden, jedoch, Meiner Ueber⸗ zeugung nach, nicht aus einer Abneigung Mexiko’'s, dem Ver⸗ trage beizutreten, entsprangen, verzoͤgerten die Sache. Im Laufe des vorigen Sommers konnte man eine Stoͤrung unserer gegen⸗ seitigen Eintracht befuͤrchten, indem gewisse unter Mexikanischem Schutz stehende Personen ihre Anspruͤche auf ein Gebiet zu be⸗ friedigen gesucht hatten, das bisher unter unserer Gerichtsbar⸗ keit stand. Hierbei wurde der bei unserer Regierung beglaubigte Repraͤsentant Meriko’s um seine Mitwirkung gebeten, zu der er sich auch sogleich willig sinden ließ. Dem Gouverneur von Ar⸗ kansas und den im benachbarten Mexikanischen Staate angestell⸗ ten Ober⸗Beamten wurden Verhaltungs⸗Regeln und Anweisun⸗ en ertheilt, vermittelst welcher die Rüͤhe an jener Graͤnze hof⸗ gentlich so lange wird erhalten werden, bis eine endliche Festsetzung der Scheidungslinie allen Grund zum Zwist wird gehoben haben. Die Auswechselung der Ratificationen des im vorigen Jahre mit Oesterreich abgeschlossenen Vertrages hat noch nicht stattgefun⸗ den, woran die binnen der im Vertrage bestimmten Zeit nicht erfolgte Ankunft der Oesterreichischen Ratification Schuld ist. Der Repraͤsentant des genannten Staates hat um neue Autorisation gebeten, und waͤhrend dessen ist der rasch zunehmende Handel zwischen beiden Laͤndern auf den liberalsten Fuß gestellt worden schas. AKFportsetzung folgt.) 4A“*“ ““ 1 E““ S“ E1“ Febr. Nach Inhakt einer in der Koͤnigs⸗ derger Zeitung enthaltenen Bekanntmachung des dasigen

Ober⸗Praͤsidiums, haben des Koͤnigs Majestaͤt mittelst Aller⸗

hoͤchsten Kabinets⸗Ordre vom 26sten v. M. die Eroöͤffnung des vierten Preußischen Provinzial⸗Landtags, welcher, als Ausnahme von der gesetzlich bestimmten Alternirung, in Koͤ⸗ nigsberg gehalten werden soll, auf den 27sten d. M. festzu⸗ setzen geruht.

Nachrichten aus Rio Janeiro zufolge, war das Preußische Schiff „Prinzessin Louise“ am 15. Nov. v. J. daselbst eingelaufen, um Wasser einzunehmen, und ist hier⸗ auf am 20sten desselben Monats von da nach Valparaiso wei⸗

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Das Journal des Débats vom 5. Februar enthaäͤlt eine Pruͤfung unseres, uͤber diesen Gegenstand in Nr. 23 der Staats Zeitung abgedruckten Aufsatzes, welche dem Tone nach so wuͤrdig und dem Inhalte nach so scharfsinnig ist, daß wir sie nicht unerwaͤhnt lassen duͤrfen. Sie erweist, daß sowohl die durch Anhaͤnger Bonapartes aufgestellte Lehre

worden ist. 8 5 61 b Schriften entweder an des Koͤnigs Majestaͤt oder an Uns zu rich⸗ In der Dominikaner⸗Kirche sind die Obsequien der ge⸗ S gegn toͤbteten Offiziere Gregoire und Collier mit vielen Feierlich⸗ encebane h anch 8 eees ge8 dr 8 229 . v. 8 keiten begangen IIIq8168111AA111 varb e t jum runde liegen mag, und es eson ers ge⸗ eeöSdenkbar ist, daß diejenigen, an welche Aufforderungen zu diesem Gent, 7. Febr. Hiesige Zeitungen theilen das nachste⸗ Zwecke ergehen, ohne reifliche Ueberle 8 behcnt anghen hende Schreiben des Prinzen von Oranien mit, das man bei duͤrften; so muß dennoch die dabei obwaltende Intention schon dem Obersten Gregoire gefunden haben will: um deswillen verdaͤchtig werden, weil die Gesuche einzelner Staͤdte I Joghon, 14. Januar 1861. . und Kommunen nicht nur jeder Zeit von Uns angenommen II Ich habe heute fre üh bhr geeeS- ig ne, de—⸗ und, ihrer Bestimmung nach, entweder des Köͤnigs Mafestaͤt vor⸗ 1 burch e. empf S.v, Sch n gelegt, oder so viel thunlich Le.e Sr” sondern guch dieser⸗ u empfangen; ich glaube, nicht besser darauf antwor⸗ halb die genuͤgendsten Zusicherungen mehrfach oͤffentlich ertheilt worden sind, und weil, der Verschiedenartigkeit der Verhaͤltnise

ten zu koͤnnen, als indem ich Ihnen fuͤr die Gesinnungen, die Sie gegen mich hegen, und fuͤr den Eifer, den Sie zu nach, eine vollkommene Gleichheit des wirklichen Interesses der einzelnen Gemeinden unmoͤglich eintreten kann. Außerdem aber

Gunsten meiner Sache zeigen zu wollen scheinen, meinen en b n gbek⸗ Dank abstatte. Das einliegende Akten uͤck, das mein vo⸗ kommt dabei in Betracht, daß in dem revolutionnairen Treiben

. . g st 2 p 8 2 9. . - . 4 1 litisches Glaubens⸗Bekenntniß enthaͤlt, wollen Sie mei⸗ beer. Fehe. sn „SJ S 2.8 Kunstgriffe nen Anhaͤngern mittheilen, und mag es Ihnen dazu wollenden dehn hee enhn bebbbbETbö1“] dienen, diejenigen Belgier zu beruhigen, die sich zu gen Maaßregeln abzutrotzen, welche mit ihrer pflichtmaͤßigen stark kompromittirt halten und darum eine Reaction fuͤrch⸗ Ueberzeugung und mit dem Wohle des Ganzen im Wider⸗ en moͤchten. Vergessenheit alles Geschehenen ist in der Art ! spruche stehen, oder aber, im Falle der Verweiger Gegenstaͤnde unseres Zwi 1. 1.“ 8 ““ 1 i 8 8 ““ 8 111 1

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auch hinsichtlich der Verbindlichkeit der bestehenden eE e bisher gemacht haben mag, so liegt doch ganz klar am Tage, da dergleichen Ruͤcksichten jetzt nicht in Betracht kommen koͤnnen. Die Handels⸗Verhaͤltnisse zwischen beiden Laͤndern koͤnnen sich nooch viel vortheilhafter gestalten; das Gefuͤhl des uns widerfah⸗ reenen Unrechts hat jedoch bis jetzt einen sehr unguͤnstigen Ein⸗ fluß auf dieselben gehabt und wird es guch ferner haben. Von iner befriedigenden Abmachung laͤßt sich nicht nur eine dauer⸗ hafte und aufrichtige Freundschaft, sondern auch eine fortschrei⸗ tende Entwickelung aller Handels⸗Verhaͤltnisse erwarten. Ich hege mithin die feste Hoffnung, diesen alten und gehaͤssigen Ge⸗ genstand des Zwistes bald aus dem Wege zu sehen. Mein Vertrauen auf die Bewegungsgruͤnde, die einer gerechten und edelmuͤthigen Nation zum Leitfaden dienen muͤssen, siuͤtzt sich auf den C arakter des Franzoͤsischen Volkes und auf den ho⸗ hen Begriff, den wir von den erhabenen Ansichten und der ma⸗ kellosen Rechtlichkeit des Monarchen haben, der bei ihren Be⸗ rathschlagungen den Vorsitz hat; und zeigt sich der Geist, den wir voraussetzen, so werde ich meinerseits nichts unterlassen, um ihm mit Offenheit und Liberalitaͤt entgegen zu kommen. Die

es mit Spanien sind dieser Regie⸗

von den Flußgraͤnzen, als die zu ihrer Widerlegung aufge⸗ stellte Lehre von den Berggraͤnzen, unvollkommen und ver⸗ jaͤhrt sey. Denn, wie die Geschichte zeige, uͤbe die Natur keine unbedingte Herrschaft uͤber den Willen und die Kraft der Menschen und Voͤlker. Die Interessen und Beduͤrfnisse der Letzten erschaffen und zerstoͤren die Graͤnzen, fuͤhren das Verwandte zu einander und trennen das Fremdartige. Durch diese hoͤheren Gesetze werden die Diplomaten von 1789 und die Kriegslustigen (sabreurs) von 1814 gleichmaͤßig außer Fassung gebracht und muͤssen sich ihnen unterwerfen. 1

Nit diesen Ansichten und Grundsaͤtzen sind wir (wie schon unser fruͤherer. Aufsatz ergiebt) vollkommen einver⸗ standen, und Alles, was das Journal des Débats daruͤber ausspricht, ist nicht wider, sondern fuͤr uns gesagt. Zu noch besserer Verstaͤndigung fuͤgen wir indessen Folgendes hinzu: Nicht durch die friedlich gesinnten Deutschen ist die verjaͤhrte Lehre von den natuͤrlichen Graͤnzen wieder hervorgesucht,

r & s b Uß⸗ sondern d irch Franzoͤsische Kriegslustige die von den Fl 2

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