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Berlin, 2. Maͤrz. Die Koͤlnische
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ten und fordert sie zur Revolte auf. Und da die revolution⸗ naire Regierung in Modena wohl einsah, daß sie durch die⸗ sen Aufruf dem großen Princip der Liberalen hinsichtlich der Nicht⸗Intervention selbst zuwider handle, schließt sie mit fol⸗ genden beachtungswerthen Worten: „„Welche Furcht könnte uns wohl abhalten, das Gesetz jener Nicht⸗Intervention zu verletzen, welches bloß jene fuͤnf Europaͤischen Maͤchte bindet, die dieses Gesetz unter sich verabredet haben, welches ich im Grunde ein unmenschliches und grausames Gesetz nennen moͤchte! Jedes Volk reiche daher dem andern aus freiem An⸗ triebe bruͤderlich die Hand und scheue sich nicht, das Gesetz der Nicht⸗Intervention zu verletzen, welches die Voͤlker Ita⸗ liens weder gemacht, noch angenommen haben.““ — Bei die⸗
ser Erklaͤrung duͤrfte es nicht unnuͤtz seyn, zu bemerken, daß
das Princip der Nicht⸗Intervention von den Europaͤischen Maͤchten nie aufgesteꝛlt worden ist, sondern nur in der Idee der Partei der Liberalen bestehe; und nun sehen wir, wie diese selbe Partei, da, wo sie es fuͤr gut findet, das eingebildete Gesetz der Nicht⸗Intervention unmenschlich und grausam
Die letzten, in England eingelaufenen, Nachrichten au Bogota bis zum 28. November, geben eine guͤnstige Schilde⸗ rung von der allgemeinen Stimmung fuͤr eine Vereinigung aller Theile der Republik zu einem Ganzen. Das Devparte⸗ ment Cauca hat sich fuͤr die Wiedervereinigung ausgespro⸗ chen und Obando und Lopez, die Moͤrder des Generals Sucre, außer dem Gesetz erklaͤrt. Der dortige Senat, der sich den Titel eines „Senates des Aequator⸗Staates“ beige⸗ legt, hat folgende Proclamation erlassen: „Der Aeqnator⸗ Staat will der Bildung eines Vereins von Doputirten beitreten, um eine General⸗Verwaltung der Nation zu bil⸗ den und durch Grundgesetze die Graͤnzen und gegenseitigen Rechte und Verhaͤltnisse aller Staaten unter einander zu be⸗ stimmen. Alle Artikel der dermaligen Verfassung, die der bruͤderlichen Vereinigung der Columbischen Staaten entge⸗ gen sind, sollen fuͤr immer aufgehoben seyn.“ Auch die Pro⸗ vinz Antiochia hat sich in gleichem Sinne ausgesprochen. Englische Blaͤtter theilen das letzte Privatschreiben Bolivars mit; es ist aus St. Pedro vom 10. Dezember 1830 datirt und an den General Bieceno, Praͤfekt und Befehte⸗ haber von Boyaca, gerichtet, der in Folge von Mißverstaͤnd⸗ nissen mit der Central-Verwaltung im Begriff war, sein
Departement vom allgemeinen Verbande loszureißen. Fol⸗
gendes ist der Inhalt dieses Schreibens: „In den letzten Augenblicken meines Lebens schreibe ich dies, um Sie in⸗ staͤndigst zu bitten, daß Sie sich, als den einzigen Beweis, den Sie mir von Ihrer wahren Achtung fuͤr mich geben koͤnnen, mit General Urdaneta aufrichtig versoͤhnen und sich
wieder an die National⸗Verwaltung schließen, um sie aufrecht
zu erhalten. Mein Herz sagt es mir, theurer General, daß
Sie mir diesen letzten Tribut der Freundschaft und Pflicht
nicht versagen werden. Nur durch Aufopferung persoͤnlicher Gefuͤhle koͤnnen meine Freunde sich und Columbien vor den Schrecken der Anarchie sichern. Der Ueberbringer dieser Zei⸗ len, der Ihr Freund ist, wird Ihnen die Wuͤnsche bestaͤtigen, die ich zu Gunsten von Eintracht und Ordnung geaͤußert habe. Empfangen Sie, theurer General, das letzte Lebewohl des Herzens Ihres Freundes Simon Bolivar.”) v1“ Zeitung ent⸗ haͤlt nachstehende, an des Hrn. Staats⸗Ministers von Brenn Excellenz ergangene Allerhoͤchste Kabinets⸗Ordre:
„Ich habe aus Ihrem Berichte vom 22. d. M. zu Mei⸗ ner besondern Zufriedenheit ersehen, daß die Besorgnisse ei⸗ nes Getreidemangels und einer Uebertheuerung der Frucht⸗ preise fuͤr die Rhein⸗Proviuzen als beseitigt anzunehmen sind. Da dieser. beruhigende Zustand den vereinten Anstrengungen der Provinztal⸗Behoͤrden und der Gemeinen, die mit ihren eigenen Kraͤften ausreichende Huͤlfe geschafft haben, zu ver⸗ danken ist, so beauftrage Ich Sie, denselben Mein wohl⸗
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wollendes Anerkenntniß ihrer Verdienstlichkeit zu erkennen zu ngsHn N. 176 Mhn010 1967 175981 Nr 276 u— geben und solches durch die Amtsblaͤtter der Rheinischen u S gamh eha g 8
gen bekannt machen zu lassen. Berlin, 30. Jan. 1831. es meshifHestt mnadim 124 1& ⸗
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— In der rfer Zeitung besfindet sich fol⸗ gende, als eingesandt bezeichnete Aufforderung, zu van Speyks
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Friedrich Wilheim:“ S a Fnsleirne wde mhern u, met imi war
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ein in die Weltgeschichte und giebt ihm seinen Platz zur Seite der edelsten Heroen alter und neuer Zeit. In unseren V A 8 Tagen, wo Treue an Koͤnig und Vaterland oft sophistisch No. 63. von einander getrennt werden, erscheint van Speyt ats ein F. herrliches Beispiel, wie die vereinte Liebe zu beiden die edelste œIUIIEEAIEmeeeee
Wie wir unseren Kindern davon erzaͤhlen, so laßt uns auch 8
dazu mitwirken, daß in eherner Sprache das Beispiel davon W“ Amtli ch e Na ch r 1 ch tkhbh. 4 fortlebe; und so ergeht denn hiermit die Aufforderung, “ b 8 8 Beitraͤge einzuschicken, um sie den Landsleuten des hochher⸗ ö Kronik d e s T a ges.
jig sich hingegebenen van Speyk 1 Bi u uͤbers — 19. Ke, Za8. 6g n Sopehr mir der Pette 1 b Der bei dem Land, und Stadtgerichte zu Wanzleben
11.“ TI8. 7 ½ 2 — 5 4 Berlin, Freita
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den, sie von uns Preußen anzunehmen, in deren Herzen die b Sg. — — — Heldenthat, so wie das in ihr liegende Beis aZz, fungirende Justiz⸗Komm ssarius Weber ist zugleich zum No⸗ nige und dem Vaterlande den geleisteten Eid treu und flecken⸗ 8 8 ezirke des Ober⸗Landesgerichts zu Magdeburg los zu bewahren, den reinsten Anklang fand. 1E .1816 8 † .HAg
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— Der Wasserstand,⸗ des Spreestroms hat sich seit vor⸗ 411872189ö. eemneaeeaemeeeeee; gestern, wo der hier am Oberbaume befindliche Pegel 10 Fuß Manassn S sazeiren dar ün mn weünhde 5, vin⸗ (Hee 4 Zoll zeigte, um 5 Zoll erhoͤht. Auch das Wasser des Land⸗ pps 3 e i tun g S8 ⸗ Na ch ri ch temnh. nhs. wehrgrabens ist seit kurzem um 2 Fuß 2ã ¾ Zoll gestiegen, und 1 IHhnmnKe AI We. . war bereits gestern wieder, wie im vorigen Jahre, bis auf Eo1“ 6 ,ean e den Belle⸗Alliance⸗Platz am Halleschen Thore vorgedrungen⸗ i„ Ig lenn aün n eon Der Weg von Berlin nach Stralow ist uͤberschwemmt. 8
8 9 . Rußland. 11658
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EEI 1 rII 4 g.e. 8G St. Petersburg, 23. Februar. Se. Majestaͤt der “ “] Kaiser haben den General⸗Adjutanten von Benkendorff zum onigliche Schauspiele. Mittgliede des Reichs⸗Rathes ernannt. Donnerstag, 3. Maͤrz. Im Schauspielhause: Friedrich “ Der General⸗Feldmarschall Graf Dlebitsch, Sabalkanset August in Madrid, Schauspiel In 5 Abtheilungen, von C. Blum. hat Sr. Mas. dem Kaiser unterm 1. (13.) d. M. uͤber die Freitag, 4. Maͤrz. Im Opernhause. Jum erstenmale weiteren en. des aktiven Heeres gegen die Aufruͤh⸗ wiederholt: Taͤuschung, lyrisches Drama in 1 Akt, mit Tanz, ”““ 1e.9. Polzit K.. 27 nach dem Franzoͤsischen: „l'Ulusion', des St. Georges, bear⸗ e1— Kagserht v en. 2 In⸗ b beitet vom Freiherrn v. Lichtensterin; Musik von Herold. nup.“ 8 Febr.) A* Fer eee ajestat Hierauf, zum erstenmale: Die jungen Pensionairinnen, ko⸗ e 85 Einmarsches 89 üg⸗ Seeee 27 „ 1b9 misches Ballet in 1 Akt, von Ph. Tagliont, Balletmeister reich Polen bekunnt. Gegenwaͤrtig habe sch die Ehre, uͤber der großen Oper zu Paris. 2 die ferneren Operationen zu 9g Auf 88 Nachricht, Im Schauspielhause: La premidère repréese EEEBI1““ daß die Truppen der Empoͤrer sich in zwei Detaschements Irr Sechausp elhanse Fremiere vhgg osentsation 48 gelagert haͤtten, und zwar: das erste bei Ostrolenka, Pul⸗
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öö Mef⸗ —er. eashs historique nouveau tuek und Rozan, das andere und staͤrkste aber bei Minsk, en 2 „par Mr Barthelemy. E Wladi heschloß i M 8. 2 geie eehars, .494 . 14 1l. Kaluszyn und Wladislawow, beschloß ich, mit aller Macht ] b 11¹“¹*“ nach dem Bug in der Richtung gegen Wyzkow zu ziehen, 8 Koͤnigstaͤdtisches Theater. luum nach dem Uebergange uͤber jenen Fluß das Heer der Donnerstag, 3. Maͤrz. Zum erstenmale: Der alte Geist Egmpoͤrer zu trennen und, mit Zuruͤcklassung des Detasche⸗ in der modernen Welt, Zauberspiel in 2 Akten, von A. mments des General⸗Majors Manderstierna in Lomza zur Gleich; Musik von Volkert. dBeobachtung des gegnerischen linken Fiuͤgels, mit allen Freitag, 4. Maͤrz. Stille Wasser sind tief, Lustspiel in ubrigen Streitkraͤften zu verhindern, daß die Aufruͤhrer 4 Akten, von Schroͤder. (Dlle. Lemke vom Hof⸗Theater zu“ ihren rechten Fluͤgek nach Warschau zuruͤckzoͤgen. Nach⸗ Sondershausen: Antoinette, als dritte und letzte Gastrole). dem die Armee einen Rasttag gehalten hatte, dessen die Truppen, sowohl zu ihrer Erholung, als zur Versorgung mit — —— frischen eaes Fv Se. ein e 889 1 . “ Wind eine solche Veraͤnderung der Temperatur hervor, daß, Auswärtige Börse I. sün. Shre nachdem wir fruͤher Froͤste von 20 Grad gehabt hatten, am 8 1 Amsterdam, 25. Februar. E17ö1u“] gosten (10. Febr.) der Schnee von den Feldern voͤllig ver⸗ „ Miederl. weirll. Schuld 38 ¼. Kanz-Billets 15. Oest. öproc. schwuͤnden war, die Wege hoͤchst beschwerlich wurden, die Metall. 83 ⁄. Russ. Anl. Hamb. Cert. 84. “ Baͤche austraten und zu besorgen stand, die Verbindung ng ö“ 8 vzs r 8 zwischen den beiden Ufern des Bug werde nothwendig abge⸗ 48 Ham burg, 28. Februer. brochen werden. Deshalb mußte man eilen, die ganze Ar⸗ esterr. 4proc. Metall. 74. Part.-Oblig. 114. Ba 1 um⸗ s linke Ufer d Flusses bringe elbst d 955. Russ. Engl. Anl. pr. Cassa 85 ¼; pr. Mürz 85. Russ. An‚.. mee auf das linke Ufer es Flusse zu ringen 2 woselbt as Hlnnb. Ceri. 84. Dan. 543, Doln. pr. li. Mürz 83, 1 Terrain die Communicationen besser beguͤnstigt. Demgemaͤß wevaeA bsh 28 machte die Armee am 30sten (11. Febr.) eine allgemeine Flan⸗ London, 22. Februar. ken⸗Bewegung zur Linken, und ging uͤber den Bug an zwei gproc. Cons. 78 ½. Bras. 56 ½ Dan. 58 ½. Griech. 353 38.89 Stellen: das 6te Infanterie⸗Corps bei Brock und das 1ste Mex. 36. Port. 47. Russ. 91 1l1. bet Nur, nachdem dieselben zwei forciere Maͤrsche von Lomza
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EEIS “*“ 1. — E bf. 1“ h-.ee a,8 ee Bete und Zambrowo zuruͤckgelegt hatten. Der Uebergang geschah 2 8, 8 11esshers 25. vS 8 “ wwar uͤbers Eis, allein mit gröͤßger v e Nach dem „ Pfocw. Metall. 86v⁄. 4proc. 7019, 22proc. 43. Loose zu ssten Corps passirte die ganze Reserve Sr. Kaiserl. Hoheit 190 Fl. 165 ¼. Part.-Oblig. 112. Bank-Actien 952 2¼. A des Cesarewitsch den Fluß und unmittelbar darauf auch der
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8 a8S 5,52 es 2 Fühen⸗ ste Boͤrsen⸗Nachrichten. “ 8n DSicherung des von der Armee verlassenen rechten Ufers des Paris, 24. Febr. 5proc. Rente pr. compt. und fin cour. 92. 30. 3proc. pr. compt. unb sin conr. 58. 25. Bug, schrieb ich dem General Fuͤrsten Schachoffskoi vor,
5proc. epn 6 compt. Fn. sin cour. 61. 90. 5proc. Span. perp. 441. Frankfurt, 27. Febr. Oesterr. 5proc. Metall. 87. G. 4proc. 72 ½. 72 v½. 2 proc. 44¼. 1 1. B. ak 24 ½ . . . 2. 2 „ 2 8 9. 84 — . 21* 2 8 7 - 2 1†¼. proc. 19 8 B. Bank⸗ Actien 1139. G. Part.⸗Obl. 113 ⅛. 113 ¼. Loose zu 100 Fl. 167. B. Poln. Loose 44 ½. 442*. 8
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Troß der ganzen Armee mit sechstaͤgigem Proviant. Zur
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deaß er, bei seiner auf den 4. (16.) Febr. bestimmten Ankunft mit dden drei vordersten Regimentern der 1sten Grenadier⸗Division, in 8 Lomza, den General⸗Major Manderstern unter seinen Befehl 13 nehmen moͤge, der mit seinem Detaschement in jener Stadt
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Redacteur John. Mitredacteur Cottel „56 der Staats Ze ae eer ens⸗
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g ben 4 ter Marz 1831.
Denkmal beizutragen ihm in sei ü err tet werden soll 19 Ban Sbeyt ig mict 18ng aeta üs. 11212121
Held der Hollaͤnder, nein! seine alt Roͤmische That fuͤhrt ihn ——
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ag. 2 sich befindet, und nach Concentrirung der ganzen 1sten Gre⸗ nadier⸗Division, die in Echelons auf demselben Wege mar⸗ schirt, bis auf weitere Ordre, ein eigenes abgesondertes Corpet
bilde, das aus 22 Bataillonen Infanterie, 4 Eskadronen Hu⸗
saren, zwei Kosaken⸗Regimentern und 60 Kanonen Artillerie
bestehen wird. Von diesem unabhaͤngig, bleibt als eine Art Partisan auf dem rechten Ufer des Bug, der Obrest Schind,
ler mit einem Kosaken⸗Regimente zuruͤck. Dieser wird in dem ganzen Gebiete zwischen dem Bug und der Narew Rekog⸗ noscirungen anstellen, um jede Zusammenrottung von Be⸗ waffneten zu verhindern und fortwaͤhrend in abwechselnder Beziehung zu dem General, Fuͤrsten Schachoffskoi, und zu
mir bleiben. Am 31sten (12. Febr) machte die Armee von den Ufern des Bug einen forecirten Marsch in zwei Kolonnen
auf dem Wege nach Wengrow hin, welcher Ort, am Abende, .
von der Avantgarde des Grafen Pahlen unter dem Kom⸗ mando des Generalmajors Sacken besetzt wurde, die schon fruͤ⸗ her diese Richtung genommen und sich mit einer Jaͤgerbrigade und einer Brigade ber 1sten Husaren⸗Division verstaͤrkt hatte. Das iste Corps machte an diesem Tage Halt in Paszejewo;
das 6te Corps bei dem Dorfe Toncza. Die Avant⸗Garden dieser Corps, welche angewiesen waren, die Uebergaͤnge uͤber die Liwica zu besetzen, fanden die Bruͤcken bei Liw und Sta⸗ rawies von Grund aus zerstört. An dem erstgenannten Orte
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suchten die Empoͤrer, von Artillerie gedeckt, die Wiederher⸗ stellung der Bruͤcke zu verhindern; allein die Jäger⸗Brigade
und das so heftige, als wohlgerichtete Feuer der gegen sie auf⸗ gestellten Kanonen zwang sie zum Ruͤckzuge, so daß in die⸗ sem Augenblick die Bruͤcke steht und unsere Avant⸗Garde
schon hinuͤbermarschirt ist. Sechs der Unsrigen sind ver⸗ 8—
wundet worden, die Empoͤrer ließen fuͤnf Todte auf dem Wahlplatze. — Die Avant⸗Garde des 6ten und 1sten Corps hat Befehl, sogleich, wenn die Bruͤcken ganz fertig sind, hin⸗ uͤber zu gehen, erstere auf der Straße nach Dobre, letztere auf der nach Kaluzyn. Mein Hauptquartier befindet sich in Wengrow. — Die Reserve Sr. Kaiserl. Hoheit mar⸗ schirt heute nach Sokolow und schickt ihre Avant⸗Garde auf dem Wege nach Siedlce voraus. Zur Disposition Sr. Ho⸗ heit des Cesarewitsch steht das 3te Reserve⸗Kavallerie Corps, mit Ausnahme der 2ten Brigade der Ukrainischen Uhlanen⸗ Division, die sich erst uͤbermorgen mit ihrem Corps vereinigen wird. — Diese Direction habe ich in der Absicht gewaͤhlt, um die Empoͤrer rasch zu verfolgen, welche sich noch in Stedlce be⸗ finden, und deren Truppen wahrscheinllch weichen, sobald sie erfahren, daß wir Wengrow besetzt haben und unsere naͤchste Bewegung auf Kaluszyn geht. — Hinsichtlich der Operatio⸗ nen des 5ten Reserve⸗Kavallerie⸗Corps, das in den Woje⸗ wodschaften Siedlce unb Lublin steht, habe ich Ewr. Kaiserl. Majestaͤt zu berichten das Gluͤck, daß der Einmarsch jener Truppen ein allgemeines Schrecken verbreitet hatte, das in Siedlee so groß war, daß die Kosaken des Partisan⸗Deta⸗ schements des Obersten Anrep, durch ihr bloßes Erscheinen, fast ohne Widerstand, sich der Stadt bemeisterten. Da aber die Empoͤrer erfuhren, daß dieses Detaschement nicht stark ge⸗ nug sey, so ruͤckten sie mit zwei Uhlanen⸗Regimentern und zwei Infanterie⸗Regimentern, nebst Artillerie, wieder in Siedl⸗ ce ein. Da zog sich der Oberst Anrep auf Zbuczyn zuruͤck. Nicht zufrieden mit dem Besitze von Siedlre, machten die Rebellen am 28sten (9. Febr.) eine Rekognoscirung bis Zbu⸗ czyn, wo der Oberst Anrep sie mit seinem ganzen Detasche⸗ ment empfing, angriff, warf und sechs Werst weit auf dem Wege nach Siedlee verfolgte. In diesem Scharmuͤtzel verlo⸗ ren wir nicht Einen Mann, waͤhrend vier der Empoͤrer auf dem Platze blieben und acht gefangen genommen wurden. Hierauf stellte sich der Oberst Anrep bei Ugrza⸗ now und seine Vorposten vier Werst von Siedlce auf, in der Absicht, bei dem mindesten Anscheine eines
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Ruͤckzuges der Rebellen, ihr Arrieregarde anzugreifen 4
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