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“ händlern anzeigen lassen,
4 mit Ausnahme des Kapweins, auf 5 ¾
daß am Sonnabend vorher
8 sten und Weizen herabzusetzen, wobei sie zugleich
2*
daß von dem Tage an, daß das der Zoll auf alle Weine, Shill. suͤr die Gal⸗
Falmouth vom 23sten d. M. meldet, gegen 500 Bergleute auf dem den Preis von Ger⸗ ihren festen Korn
Budget bekannt gemacht wurde,
lone bestimmt sey. Ein Schreiben aus
Kornmarkt mit dem Begehr erschienen,
Entschluß zu erkennen gegeben, die Ausschiffung von us der Grafschaft Cornwallis verhindern zu wollen.
24 ““ 6 Auf der Insel Purbeck (Grafschaft Dorset) hat man neulich an mehreren Orten Feuer angelegt; es sind sogleich Anstalten getroffen worden, die Urheber ausfindig zu machen.
In einer neulich gehaltenen Sitzung der Asiatischen Ge⸗
* sellschaft in Calcutta wurden Briefe von einem Herrn Gerard - vorgelesen, der auf einer Reise uͤber die an der Graͤnze von 1 Tibet belegenen Gebirge begriffen ist, um dort die Lagen der
1
2.
sossilen Muscheln zu untersuchen; er
selben auf einer Hoͤhe von 17,000 Fuß, foͤrmliche Lagen aber nur bis zu einer Hoͤhe von 16,000 Fuß gefunden.
8 Nach Berichten aus New⸗York vom 9. Jan. hat die geesetzgebende Versammlung von Georgien vor kurzem einen
innerhalb dieses Staates lebenden Indianer zum Tode verur⸗ theilt und ungeachtet des Dazwischentretens des Praͤsidenten
des Ober⸗Gerichtshofes der Vereinigten Staaten, der die
9
ü Dibbets in einem Schreiben aus Tongern vom 22.
„ Verschiebung der Execution verlangte, bis die Sache vor sei⸗
8
nem Forum untersucht worden sey, foͤrmlich erklaͤrt, ihre
8 Bahn verfolgen und das Urtheil vollziehen lassen zu wollen.
ren der Georgier unterstuͤtzen oder die Autoritaͤt des Ober⸗ ’” 1 G Gerichtshofes aufrecht erhalten werde.
Man war allgemein sehr darauf gespannt, ob der Praͤsident Jackson, der in Georgien viele Anhaͤnger hat, das Verfah⸗
8 New⸗Yorker Zeitungen bringen Nachrichten aus 8 Mexiko vom 25. Dez. und aus Veracruz vom 2. Jan., aus weichen hervorgeht, daß der Buͤrgerkrieg im Suͤden fort⸗ waͤhrte und fremde Reisende durch Räaͤuber von Guerrero's Partei ausgepluͤndert worden waren. Ein Plan des Gene⸗ rals Barragan, Besprechungen zwischen den Haupt⸗Anfuͤh⸗ rern der Parteien einzuleiten, fand jedoch immer mehr Bei⸗ fall. — Die Nachrichten aus Chili gehen bis zum 16 Okt. und melden, daß die Ausfuͤhr von Kupfer gegen Abgabe von
1 Real vom Quintal erlaubt worden war. ’5
91 9 8
ö1111114“4“*“; Aus dem Haag, 26. Febr⸗. Eine am 23sten d.
6 8See 86 8* 4.
e vom General Dibbets in Mastricht abgesandte Estafette uͤber⸗ brachte die Nachricht, daß, wahrscheinlich in Folge des von den Kommissarien des Lord Ponsonby abgestatteten Berich⸗ tes, der Feind jetzt ernstlichere Anstalten zu machen scheine, um Mastricht zu deblokiren und audere Stellungen einzu⸗ nehmen. General Daine hatte dem General⸗Lieutenant
Februar
angezeigt, daß er die noͤthigen Befehle ertheilt habe, um
die Communication zwischen Mastricht und Achen sowohl
. 1 Nord⸗Brabant eroffnet werden.
1 fuͤr Buͤrgerliche als fuͤr Militair ganz frei zu geben.
— 8“ 2
Eine aͤhnliche Verbindung werde zwischen Mastricht und uͤber Lanaken, Bessemer und Hechtel
1 Schreiben, daß die angeordnete Maaßregel bereits im 9ten
. Der Koͤnig hat eine Kommlssion von 9 Mitgliedern er⸗
— gut finden duͤrfte.
*½
Protokoll der Londoner Konferenz garantirt worden sey und bemnach seine fruͤher gemachten Vorstellungen um so mehr
3 gerechtfertigt erschienen. Aus dieser letztern Bemerkang ist
der Schluß zu ziehen, daß auch die freie Fahrt auf der Maaß nicht eher freigegeben werden wird, als bis die Belgier ihre lämmtlichen Posirionen vom 21. Nov. 1830 wieder einge⸗ nommen haben.
3 nannt, die sich mit einer neuen Revision unseres buͤrgerlichen und Straf⸗Gesetzbuches, wie solche durch die geschehene Tren⸗
nnung der Niederlaͤndischen Provinzen erheischt werden duͤrfte,
beschoͤftigen soll.
Mit der (wie neulich gemeldet) im Texel eingelaufenen Fregatte Sambre liefen zu gleicher Zeit noch 4 andere zur Niederlaͤndischen Flotille im Mittellaͤndischen Meere gehoͤren⸗ de Kriegsschiffe in verschiedenen Niederlaͤndischen Haͤfen ein.
** Haag, 26. Febr. Zu Amsterdam hatte gestern ein
Geruͤcht sich verbreitet, daß von London ein Courier mit ei⸗ nem neuen Protokolle des Kongresses bei unserer Regierung eingetroffen sey, welcher derselben nunmehr freie Hand lasse, hinsichtlich der Belgier zu verfahren und hinsichtlich der
Schelde und Mastricht vorzukehren, was man hierseits fuͤr
Es scheint jedoch nicht, daß dieses Ge⸗ ruͤcht Beachtung verdiene, wiewohl es sehr wahrscheinlich ist,
daß die fortgesetzten Uebertretungen des Belgischer Seits an⸗
“
genommenen und H
hatte Fragmente der⸗
General Dihbets antwortete auf dieses
ollaͤndischer Seits gewissenhaft beachteten Stillstandes am Ende wohl zu ferneren Fragen berechtigen werden. Die vor einigen Tagen geschehene Abreise des Her⸗ zogs von Sachsen⸗Weimar soll nun eine kraͤftigere Wieder⸗ aufnahme der Luxemburgschen Angelegenheiten zur Folge ha⸗ ben; man erwartet jeden Tag eine neue Proclamation, worin die Großherzogliche Regierung ihre festen Entschluͤsse zu er⸗ kennen geben und die staatsrechtlichen Verhaͤltnisse des von den Belgiern fortwahrend usurpirten Landes darthun wird. Die Antwort des Koͤnigs Luodwig Philipp an die Deputirten des Nationnl⸗Kongresses von Bruͤssel hat hier gemischte Em⸗ pfindungen erregt; man ist der Meinnng, daß dieser Mo⸗ narch seinen Dank an die Machthaber von Belgien fuͤr den emachten Antrag zu Gunsten seines Sohnes gar wohl haͤtte ee koͤnnen, ohne unfreundliche Seitenausfaͤlle auf Hol⸗ ländisches Joch und Befreiung aus demselben, da man doch Franzöͤsischer Seits mit unserer Regierung auf freunodschaft⸗ lichem Fuße steht. Die in Paris vorgefallenen Excesse gegen die Kirche haben bei den sehr religioͤs gesinnten Hollaͤndern aller Konfessionen einen sehr unangenehmen Eindruck ge⸗
macht, ob sie gleich von Seiten jener Geistlichkeit, deren Indi⸗
viduen entweder als Veranlasser oder Werkzeuge des eingeleiteten Volks⸗Tumultes erscheinen muͤssen, wenig Gutes waͤhrend der siebzehn Jahre des Koͤnigreichs erfahren. Man ist hier ziem⸗ lich allgemnein der Ansicht, daß diese Scenen keine beson⸗ ders troͤstliche Auspicien fuͤr den Foreibestand des neuen constitutionnellen Thrones in Frankreich gewahrt, und häaͤlt dafuͤr, daß ohne die Mitwirkung der in entschiedener Mehr⸗ zahl fuͤr Frieden und Ordnung gestimmten Departements ge⸗ gen die Anmaßung der gebietenden Partei in der Hauptstadt die Erhaltung des Friedens hoͤchst problematisch sjey. Nur durch ein solches System kann auch das Aeußerste vermie⸗ den oder abgewehrt werden. Es ist ein gleich großer Irr⸗ thum, den moͤglichen Feind allzu sehr zu verachten, als allzu sehr zu fuͤrchten. Das Beispiel einer uns befreun⸗ deten Deutschen Macht, welche mit ihrer gewoͤhnlichen, ja mit ungewoͤhulicher Maͤßigung ungerechte moractische An⸗ griffe von außen ertraͤgt, ohne sie zu erwiedern, und zur Vertheidigung ihrer National⸗Ehre an Kraͤfte, die zur Stunde der Noth gewiß nicht fehlen, ihren Appell haͤlt, findet bei allen klaren Koͤpfen hier im Lande großen Beifall. Es ist in der Individualitaͤt der Nationen noch genug vorhan⸗ den, was, richtig aufgefaßt und tuͤchtig verwandt, seines Zieles nicht verfehlen kann. Ein entschiedener Wille im Ganzen, Gerechtigkeit im Innern, Fortschritte mit der Zeit, Baͤndi⸗ gung der egoistischen Leidenschaften durch Anregung der Be⸗ eisterung fuͤr gemeinsame Wohlfahrt, die Erinnerungen an age des Ruhms und der Groͤße, oie Sehnsucht der Voͤlker nach Frieden und Ordnung, die freiwillige von keinem frem⸗ den Einfluß aufgedrungene Reform des Unhaltbaren und Un⸗ praktischen, endlich die hohe Intelligenz der Deutschen und der loyale Charakter der Mehrzahl — das sind die unbe⸗ zwingbaren Waffen, welche einer nur in Gesetzlichkeit und Rechtrichkeit ihre Stuͤtze suchenden Regierung mit sicherem Ersolg die Abwendung von Uebeln verbuͤrgen, welche mehr als einen Staat, vielleicht wegen Verkennung der Zeitver⸗ haͤltnisse und der eigenen Kraͤfte, in neuesten Tagen heimge⸗ sucht. Unser Schicksal knuͤpft sich innig an das der Germa⸗ nischen Gesammt⸗Familie; darum sind Wohl und Wehe und die inneren und aͤußeren Lebensregungen derselben auch fuͤr uns Nord⸗Niederlaͤnder von besonderer Bedeutung, und darum begleiten auch unsere Blicke mit ungemeinem Inter⸗ esse das System und das Walten einer uns befreundeten Regierung, welche im Drange der Zeit weder die ihr zuste⸗ hende Rolle nach außen, noch die Beduͤrfnisse ihres Volkes in ihrer Stellung nach innen, selther verkannt hat. Antwerpen, 25. Febr. Das hiesige Journal sagt: „Die Ernennung des Herrn Surlet de Chokier ist ein kleiner Trost in unserem großen Ungluͤck. Es ist dies ein Mann, der Gewandtheit des Geistes mit einem guten Cha⸗ rakter verbindet und durch die Erfahrung, die er von den Maͤnnern ünserer Revolution und von dieser selbst erlangt har, in den Stand gesetzt worden ist, unsere jetzigen Beduͤrf⸗ nisse und unsere Lage zu begreifen. Durch diese Wahl wird vorlaͤufig vom Staatsruder irgend ein neuer van der Noot oder van Enpen entfernt, wie ihn die Partei, deren Einmischung in die Politik das groͤßte Ungluͤck fuͤr ein Volk ist, gern bei uns ein⸗ schwaͤrzen wollte. Ganz besonders erfreulich aer ist es, daß in Folge dieser Wahl die verderbliche Thaͤtigkeit der provisorischen Regierung aufhoͤrt, die im Auslande uns erniedrigt, die innere Verwaltung zu Gunsten ihter Kreaturen desorganisirt, uns den unfaͤhigsten Menschen im Lande preisgegeben und die
Beilage
Gent, sich eben so der Freiheit als der Civilisation gefaͤhrlich erwiesen hat.
Aerschot verworfen worden war, von 99 gegen 15 Stimmen
Staatsschuld einzuziehen, wurde nach einer laͤngeren Debatte verworfen.
Pprovisorischen Regierung ihre Abdankung eingereicht, sind je⸗
dDoch, dem Vernehmen nach, saͤmmtlich vom Regenten wie⸗
der bestaͤtigt worden⸗
ddes Minister⸗Rathes ernannt worden und das Ministerium der öoͤffentlichen Sicherheit eingegangen seyn.
die von ihm praͤsidirten Versammlungen des Vereins fuͤr National⸗Unabhaͤngigkeit gestoͤrt haͤtten, von den Behoͤrden selbst erregt worden seyen, die gefuͤrchtet haͤtten, daß ihre Exi⸗
publik allgemeine Annahme faͤnde.
bant warnt die Einwohner vor dem gesetzwidrigen und un⸗ ter strengen Strafen verbotenen Handel mit Gegenstaͤnden
durch einige Handlungen der Tyrannei, wie die Umwer⸗ fung und Usurpation der gesetzlichen und Volks⸗Autoritaͤt in
Ungluͤcklicher Weise kann nur die Regentschaft
des Herrn Surlet de Chokier keine entscheidende Resultate fuͤr die Nation haben, da der Kongreß seine gesetzgebende und konstitutrende Gewalt auch ferner noch beibehalten will. Allen aber, die nur im Geringsten vorwaͤrts blicken koͤnnen, ist es eine erwiesene Thatsache, daß er dem Lande kein Gu⸗ tes mehr thun kann. Moͤge er sich daher, nachdem er das Wahl⸗Gesetz erlassen, zuruͤckziehen. Es bedarf, um das Land zu konsultiren, neuer Wahlen und neuer Kam⸗ mern.“
Bruͤssel, 27. Febr. Im National⸗Kongresse wurde gestern von Herrn v. Seron im Namen der dazu ernann⸗ ten Kommission der Vorschlag gemacht, jedem der Mitglie⸗ der der bisherigen provisorischen Regierung, naͤmlich den Herren Vanderlinden, v. Hoogvorst, Ch. Rogier, van de Weyer, Jolly, Gendebien, Felix v. Merode, Coppin und Vanderlinden, eine Geld⸗Bonification von 10,000 Gulden zu bewilligen. Auf die Bemerkung des Herrn van Snick, daß ein Mitglied der provisorischen Regierung vergessen wor⸗ den sey, erwiederte Hr. Seron im Namen der Kommission, daß Herr de Potter nur sechs Wochen bei der provisorischen Regierung gewesen sey und daher auf die Bonification keinen Anspruch zu machen habe. Herr Jottrand wollte diese Ausnahme nicht gelten lassen und meinte, das Dekret erscheine dadurch parteilsch. Er legte zu Gunsten des Hrn. de Potter einen eigenen Vorschlag auf das Bureau nieder. Graf v. Aerschot schlug vor, daß man die Bonifications⸗ Summe in eine jaͤhrliche Rente von 3000 Gulden fuͤr jedes Mitglied der provisorischen Regierung verwandele, was Hr. Lebeau oͤkonomischer als den Vorschlag der Kommission nannte. Als Hr. Osy dagegen bemerkte, daß die Proposi⸗ tion des Hrn. v. Aerschot alle Schranken eines sparsamen Staats⸗Haushaltes uͤberschreite, indem eine Rente von 3000 Gulden à 6 pCt. gerechnet ein Kapital von 50,000 Gulden ausmache, machte sich ein Murren in der Versammlung be⸗ merkbar, und Hr. Devaux meinte, man sollte doch nicht nach Prozenten rechnen, wenn es sich um eine National⸗Beloh⸗ nung handle. Nichtsdestoweniger traten doch die Herren Jottrand und Legrelle jener Ansicht bei. Letzterer schlug vor, im Ganzen eine Summe von 150,000 Gulden auszu⸗ setzen und diese nach Verhaͤltniß ihrer Wirksamkeit unter die Mitglieder der provisorischen Regierung zu vertheilen. Die⸗ ses Amendement wurde, nachdem dasjenige des Grafen von
genehmigt. — Ein von der Central⸗Section modificirter Vor⸗ schlag des Hrn. Lebeau, dahin lautend, daß eine Kommis⸗ sion von 9 Mitgliedern erwaͤhlt werde, die sich damit beschaͤf⸗
tigen sollte, Erkundigungen uͤber die Wahl des Staats⸗ Oberhauptes, uͤber die Festsetzung der Graͤnzen und der
Die bisherigen Minister haben mit dem Aufhoͤren der Hr. v. Gerlache soll zum Praͤsidenten
Herr de Potter hat in den Belge ein Schreiben ein⸗ ruͤcken lassen, in welchem er erklaͤrt, daß die Auflaͤufe, welche
stenz auf das Spiel gesetzt werde, wenn sein Plan einer Re⸗
Der interimistische Gouverneur der Provinz Suͤd⸗Bra⸗
der militairischen Bewaffnung und Bekleidung, der, wie er
I
ats⸗Zeitung No 64. 8
i8 Sen
Lieutenant und die Obersten von Bothmer, H. v. d. Decken,
die Prinzen von Cumberland und Cambridge KK. HH., die Obersten v. Benoit, v. Bock, Bruͤckmann und Hans v. d. Bussche zu General⸗Majors ernannt. „Se. Durchlaucht der Herzog Wilhelm von Braunschweig ee Morgen von hier nach Braunschweig zuruͤck⸗ Die schon seit laͤngerer Zeit projektirte neue Organisa⸗ tion unserer Armee wird, wie man erfaͤhrt, in kurzem ins Leben treten. Sowohl die Kavallerie als die Infanterie wird in Divisionen und Brigaden getheilt, und die besondern Stel⸗ len von Regiments⸗Chefs fallen dagegen weg. Zum kuͤnftigen Inspecteur der Kavallerie fuͤr den mit Tode abgegangenen
General Grafen v. Linsingen, wird der Oberst Krauchenberg diese Stelle schon jetzt
bezeichnet, tragen ist.
dem interimistisch uͤber⸗
“ WI q 2 11164“ sterreich. v“ Wien, 26. Febr. Ihre Majestaͤt die neu vermaͤhlte Koͤnigin von Ungarn und Kronprinzessin der uͤbrigen Kaiser⸗ lich Oesterreichischen Staaten, Hoͤchstwelche in Wiener⸗Neu⸗ stadt uͤbernachtet hatte, sind gestern Mittags im erwuͤnschte⸗ sten Wohlseyn in dem Kaiserlichen Lustschlosse Schoͤnbrunn eingetroffen. — Morgen Sonntag um die Mittagsstunde werden Ihre Majestaͤt vom Theresianum aus Ihren feier⸗ lichen Einzug in die K. K. Hosburg halten. * Niachrichten aus Mailand vom 21sten d. M. zufolge, ist der diesjaͤhrige Carnovalone (so nennt man daselbst die vier auf den Aschermittwoch folgenden Tage) bei der guͤn⸗ stigsten Witterung sehr froͤhlich gefeiert worden. Die Zahl der Equlpagen auf dem Corso war besonders zahlreich, und ungeachtet einer aus allen Gegenden herbeigestroͤmten Menge, welche man wohl auf dreißigtausend Menschen schaͤtzen konnte, ist nirgends die geringste Unordnung vorgefaln. 2 6 8, Ze 5 Rom, 19. Febr. Der Marquis v. Latour⸗Maubourg ist am 16ten d. M. von hier auf seinen Botschafterposten nach Neapel zuruͤckgekehrt. — An demselben Tage kam eine Deputation der Stadt Viterbo hier an, um dem heiligen Vater zu seinem Regierungs⸗Antritte Gluͤck zu wuͤnschen und ihn der Treue und Ergebenheit der Einwohner zu versichern. Einer Bekanntmachung des Kardinal Staats⸗Secretairs Bernetti zufolge, sind die fruͤheren Bestimmungen hinsichtlich der zu bildenden Buͤrger⸗Garde dahin erweitert worden, daß alle maͤnnliche Einwohner zwischen 20 und 50 Jahren sich bei den fuͤnf Obersten der hiesigen Buͤrger⸗Garde melden 1h nen, um in die Listen eingetragen zu werden und spaͤter nach vorhertehaeotate Aufforderung in den aktiven Dienst zu
v
2
Gestern ist hier ein ebenfalls vom Kardinal Bernetti unterzeichnetes Edikt erschienen, wodurch die im Aufstande befindlichen Provinzen nochmals aufgefordert werden, zum Gehorsam zuruͤckzukehren, mit der Warnung, daß Se. Hei-k: ligkeit entschlossen sey, alle gesetzliche Maaßregeln zu treffen, um das Gebiet des Kirchenstaates unverletzt zu 8a
Der Kardinal Benvenuti ist am 15ten Morgens als Le⸗ gat 8 latere von hier nach den insurgirten Provinzen abe. — Die Allgemeine Zeitung enthaͤlt folgende Privat⸗ Nachrichten von der Italiaͤnischen Graänze vom 24. Febr.: *) „Nach Briefen aus Rom vom 19ten d. war dort noch Alles ruhig; indessen hatte die Kunde von der Ein⸗ nahme Ankona's und von der immer weiteren Verbreitung des Aufstandes, welchem schon Perugia, Spoleto, Foligno, Terni und Narni beigetreten waren, große Bestuͤrzung er⸗ regt. Ein Versuch, Spoleto durch eine abgeschickte Truppen⸗ Abtheilung wieder zu nehmen, war mißlungen. Der heilige Vater hatte die so verhaßte Mahlsteuer und die Abgabe auf Salz um die Haͤlfte vermindert, den Zoll⸗Tarif sehr herabe gesetzt u. s. w. — Zu Neapel herrschte bei Abgang der letz⸗
— “
die sich fernerhin dieses Vergehens schuldig machen wuͤrden,
vernommen, noch in vielen Gemeinden der Provinz getrie⸗ werde. Die Behoͤrde werde wachsam seym und Alle, von den Gerichten verfolgen lassen. 1 u
8 ““
Han nover, 28. Febr. Se. Maj. der Koͤnig haben
den Gencral⸗Majer Louis von dem Bussche zum General⸗
“ 27.
ten Nachrichten ebenfalls Ruhe, indessen war der Staats⸗
Zu Bologna wurde am 22.
„“) Ein zweiter Artikel aus der Allgem. Zeit. mit den De⸗ tails uͤber die in der Nacht vom 3. zum 4. Februar in Modena
zur heutigen Nummer der Staats⸗Zeitung.
8
Minister Intonti mit einer Mission nach Wien abgereist. — -— Februar Abends der Kardinal
ausgebrochenen Unruhen, besindet sich in der zweiten Beilage