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11 dies der erste Vor⸗
88 o9— — 8 8e11“ 1“ EEI1I11n1m1u“
ren nicht oͤffentlich bekannt machen, wenn
wurf waͤre, welcher jenen Verein traͤse.“
K Dasselbe Blatt fuͤhrt bittere Klage daruͤber, daß es
nicht an Personen fehle, die so wenig Polnisch gesinnt waͤ⸗
86
ren, daß sie auch nicht den kleinsten Theil ihres persoͤnlichen
24 Wohles dem allgemeinen aufopfern wollen, ja, daß sie sogar Abddressen gegen die jetzige Ordnung der Dinge schreiben und die Endsylben ihrer Namen aus wski in wicz verwandeln und so weit gehen, jetzt voͤllige Vernichtung ihrer eigenhaͤn⸗ digen Unterschriften zu fordern, oder dieselben in amtlichen Aktenstuͤcken zu verlaͤugnen. Ihr einziges Vergnuͤgen bestehe darin, ihre Schatullen mit Rubeln angefuͤllt zu sehen.
88 fehl
der National⸗Regierung auf dem Cours von Warschau
nach Krakau außer den gewoͤhnlichen jetzt noch außererdent⸗ liche Reitposten abgehen sollen, so daß zwischen den beiden genannten Orten eine taͤgliche Communication stattfinden wird. — Die Post von Lublin ist wieder in Warschau an⸗ gekommen.
In diesen Tagen ist der Professer der Krakauer Univer⸗
Die General⸗Post⸗Direction macht bekannt, daß auf Be⸗
Der K
8
““ 8
näle Gaisruck, von Croy und Morozzo sind von hier, die ersteren Beiden nach der Lombardei, der Letztere nach No⸗ vara, abgereist.
ben aus Bologna vom 25. Februar folgende Nachrichten:
„Rom befindet sich in schlimmem Zustande. Der Staats⸗Se⸗
eretair Kardinal Bernetti scheint noch einer der Wenigen, die an dem Zusammenfallen des untergrabenen Gebdudes zweifeln; er
ardinal Cristaldi, hierselbst 1767 geboren und 1828 zum Kardinal ernannt, ist gestern verstorben. — Die Kardi⸗
8
5 8
Die Allgemeine Zeitung enthaͤlt in einem Schrei⸗
droht mit Excommunication, verspricht Ablaß, bezahlt reichlich
und bewaffnet, was er bewaffnen kann.
deren, machen die Hauptmacht gus, die in der Campagna von + zu Felde zieht. Schon ist die Rebellion bis Otricoli ge⸗ rungen. Die ee ea sind wirklich ein eigener Schlag Menschen. Kraͤf⸗
Leidenschaftlichkeit, zeichnen sie sich vor allen Italiaͤnern aus. Nichts ist interessanter, als die hiesige Legione di Pallade, d. h. das bewaffnete Studentencorps, das groͤßtentheils aus Romag⸗
— Un Die Schweizer, immer treu und redlich, mit den Linien⸗Truppen unter Lazzarini, mit
den Carabinieri unter Bentivoglio, mit den Trasteverini nnd An-⸗ In der Romagna herrschte der groͤßte Enthusiasmus.
tig und schoͤn gebaut, mit feuriger Seele, hohem Muthe, wilder
8
seammenberufen, um, da die Herren b trans und Graf Lobau in den Staatsdienst getreten, und
1“ v1“ 8 Allgemeine
1 * neägscheacenre nübntensppin⸗
2
ankreich. ¹ Paris, 4. Maͤrz.
b;
Der Koͤnig fuͤhrte gestern in einem drittehalbstuͤndigen Minister⸗Rathe den Vorsitz.
Durch eine Koͤnigl. Verordnung vom 2ten d. M. sind die Wahl⸗Kollegien der Departements der Gironde und der Ober⸗Pyrenaͤen, der zweiten Bezirks des Ardèche⸗, des ersten Bezirks des niedern Charente⸗ und des zweiten Bezirks des Meurthe⸗Departements auf den 10. April in die Staͤdte
Bordeaux, Tarbes, Tournon, la Rochelle und Luneville zu⸗ 1 1 Herren Boissy d'Anglas, Din⸗
die Herren André Galot und Legris de la Salle aus der Kammer ausgeschieden sind, zur Wahl von fuͤnf neuen De⸗ putirten zu schreiten, oder das Mandat der drei erstern zu
bestaͤtigen. sacs Moniteur enthaͤlt von Seiten des Generalstabes
595 Pre
Und wer moͤchte es auch wollen? Das Ministerium nicht,
denn es hat seine Gesinnung deutlich geben; die Minoritaͤt nicht, denn ihre den Kampf annehme, den sie seit dert; die Majoritaͤt nicht, denn ihre Ungeduld giebt sich offen genug kund; sie hofft, daß eine starke und in sich gleichartige Regierung endlich aus einer neuen Kam⸗ mer hervorgehen werde. Die Aufloͤsung ist also gewiß und nahe bevorstehend; Frankreich bereitet sich darauf vor. Wir werden ohne Zweifel noch eine kritische Epoche durchzumachen haben; das Ministerium wird sich den Parteien allein gegen⸗ uͤber befinden, es wird dieselben zu zuͤgeln, die Ordnung auf⸗ recht zu erhalten und die Gesetze zu vollziehen haben. Das ist
enug zu erkennen ge⸗ hre verlangt, daß sie so langer Zeit for⸗
eine große und furchtbare Verantwoktlichkeit und es ist mehr als
jemals nothwendig, daß die Maͤnner, denen sie uͤbertragen wird, in demselben Geiste handeln und nach einem und demselben Ziele streben. Wir wissen nicht, wie viel Wahres an den Ministerial⸗
Veraͤnderungen ist, von denen die Bülaͤtter jeden Morgen sprechen, noch ob Herr Laffitte seine Stelle Hrn. Casimie
Périer einraͤumen wird; wir wissen aber, daß das Ministe.
noli und Griechen besteht, in Reihe und Glied zu sehen. der hiesigen National⸗Garde folgenden vom 3ten datirten
Hundert Romanendichter koͤnnten sich da Helden auswaͤhlen. Bericht uͤber die vorgestrigen Unruhen: „Die National⸗Gar⸗ Einer ihrer Anfuͤhrer ist ein kleiner haͤßlicher Armenier, welcher de trat gestern in mehreren Stadtvierteln unter die Waffen;
. sitaͤt, Dr. Bierkowski, in Warschau angekommen, um sich daer Kranken und Verwundeten in den hiesigen Lazarethen anzunehmen, da es hier sehr an Aerzten mangelt.
Der Polnische Kurier vom 6ten d. M. sagt: „Mit. letzten Post haben wir zu den Pariser Blaͤttern in einer
1
der
besonderen Beilage ein Manifest an die Polnische Nation er⸗
18
halten, welches von den Mitgliedern des in Frankreich fuͤr
die Polnischen Angelegenheiten bestehenden Central⸗Comité's veerfaßt und unterzeichnet ist. Wenn dies dieselbe Procla⸗ mation ist, welche alle Journale verkuͤndigt haben, und deren Autor Hr. Cremieux seyn sollte, so muͤssen wir gestehen, daß es auch nicht im Geringsten unseren gerechten Erwartungen
* „
8
entspricht. Es enthaͤlt einen schlecht aufgestutzten und ungeschickten Abriß der Geschichte unseres Voikes und nichts als Ausrufungszei⸗
chen; aber weder empfiehlt es sich durch neue Gedanken, noch durch bezaubernden Styl und die den Franzosen so eigenthuͤmliche
Beredsamkelt. Aus dem ganzen Verlauf dieser ziemlich weit⸗
Kuftigen Schrift blickt eine gewisse Schwerfaͤlligkeit und ein
Zwang hervor, der bei einem solchen Gegenstande nicht zu
8 8. .
verjzeihen ist. Uebrigens spricht das Centras⸗Comité gar keine aufrichtige und offene Wuͤnsche und Gesinnungen Frankreichs aus; es speist uns nur mit Redensarten und leeren nichts⸗ sagenden Hoffnungen ab, aus denen man nichts entnehmen
kann.
Wir wiederholen es noch einmal, das Manifest des
Pariser Central⸗Comités entspricht keinesweges unseren Er⸗ wartungen.“ 3 8 8
V“ 8
2a Nat en.
1
Italien. Die Gazzetta di Milano meldet aus Piacenza vom
256. Februar: „Da die Parmesanischen Insurgenten auch die der rechtmaͤßigen Regierung treu gebliebenen Gemeinden des Piacentinischen zum Aufruhr aufzuwiegeln versucht und sich ddieser Festung genaͤhert hatten, schickte ihnen der Komman⸗ dant derselben ein Detaschement Infanterie nebst einem Zug
Husaren entgegen.
1 Dieses Detaschement ruͤckte bis Firen⸗ 2g wo es gestern um halb 5 Uhr Morgens auf eine In⸗
8
surgenten⸗Bande stieß, welche zu feuern anfing. Die K. K. Truppen ruͤckten vor, die Insurgenten wurden zerstreut;
zwei Anfuͤhrer derselben, Namens Bricoli und Piuselli, wur⸗
genten getoͤdtet wurde. ggwoeeck seiner Expedition erreicht hatte, kehrte es Abends nach unserer Stakt zuruͤck.“
28½
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Ruͤckkehr auffordert, ihnen den Schmerz des Papstes uͤber die Gefangennehmung des Kardinals Ben⸗ venuti zu erkennen giebt und die diese letzte vaͤterliche 1 Vertheldigung der Religion, und zum geistlichen Heil,
den, nebst mehreren Anderen, zu Gefangenen gemacht und eine das
Menge Waffen, nebst vier dreifarbigen Fahnen, erbeu⸗ Bei dieser Affaire ist kein anderes Blut geflossen, als eines Parmesanischen Dragoners, der von den Insur⸗ Nachdem das Detaschement den
Rom, 26. Febr. Der provisorische Staats⸗Secretair, Kardinal Bernetti, hat eine neue, vom 24ͤsten d. M. datirte, Kundmachung erlassen, worin er die Empoͤrer nochmals zur und die Entruͤstung
8 Hoffnung ausspricht, daß 2 Ermahnung die Ruhe wiederherstellen Heiligkeit der Nothwendigkeit uͤberheben werde, zur der Rechte des heiligen Stuhls wie zum geistlichen Wohl Ihrer
und Se.
Unterthanen, von den geistlichen Waffen Gebrauch zu machen.
9
Vorgestern segnete der
Papst eigenhaͤndig die Fahne der Trasteveriner, Papst eigenhaͤndig die Fah
der Bewohner des hiesigen Stadlviertels Tra⸗
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stevere, ein, die sich von jeher durch ihre Treue und Erge⸗
2
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benheit gegen den Paͤpstlichen Stuhl ausgezeichnet haben.
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1
24 “]
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in seinem Freiheitstaumel und Jubel wie ein Besessener vor sei⸗
ner Schaar auf und ab rennt, und haranguirt und kommandirt, als wenn er im Begriff waͤre, die Feinde in Haufen zusammen⸗ zuwerfen. Die provisorische Regierung ist nicht so kriegerisch ge⸗ sinnt. Sie ist entschlossen, so versichert man unter der Hand, den Deutschen, wenn sie jetzt anruͤcken sollten, nicht den gering⸗ sten Widerstand zu leisten. Ich glaube es gern; denn auf wel⸗ che Weise koͤnnte sie es, wenn sie auch wollte? Garde organisirt sich langsam, und von Linien⸗Truppen ist noch
kein ordentliches Bataillon zu sehen. (Eine weitere Mittheilung
aus diesem Schreiben muͤssen wir uns, wegen Mangels an Raum, noch vorbehalten.)
Neapel, 20. Febr. Durch Koͤnigl. Dekrete vom 16ten d. werden der Staats⸗Minister Marchese Tommasi (mit Bei⸗ behaltung des Ministeriums der geistlichen Angelegenheiten) zum Praͤsidenten des Minister⸗Raths und der Consultore D. Nic. Parisio zum Minister⸗Staats⸗Secretair der Justiz
Die National⸗
ernannt; die Inspection und das Kommando der Königl. Gendarmerie werden mit dem Polizei⸗Ministerium vereinigt,
unb der Marchese Delcarretto zum Polizei⸗Minister ernannt. Der Marchese D. Nic. Intonti, der dieses Ministerium be⸗ kleidet hatte, ist mit einer Sendung seines Monarchen nach Wien beauftragt6.
AAPAT114*“*“
Schauspiel in 5 Abtheilungen. Hierauf: Die Damen Unter sich, Lustspiel in 1 Akt, frei nach Dupati, von M. Tenelli.
63818 Koͤnigstaͤdtisches Theater. DSonnabend, 12. Maͤrz.
Der Maurer, komische Oper in 3 Akten; Musik von Auber.
Sonntag, 13. Maͤrz. Zum erstenmale: Robert der Teufel, dramatische Legende in 5 Akten, von Karl von Holtei.
Den 11. Mär⸗z 1831. 9 beHaer 1
Amtl. Fonds- und Geld-Cours-Zettel. (Preuss. Cour.)
St.-Schuld-Sch.] 4] 87 ½ 86 2½ Pr. Engl. Anl. 18 5 98. Pr. Engl. Anl. 22 5 96 Pr. Engl. Obl. 30° 4 78 ½ Kurm. Ob. m. l. C. 4 86 4 4 4
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Zf. Brief. Ostpr. Pfandbrf. Pomm. Pfandbrf. Kur- u Neum do. Schlesische do. Rkst. C. d. K.-u. N. Z.-Sch. d. K.- u. N.
103% 103 ½ 56 57
p. 4823
Neum.- Int. Sch. d. 86 Berl. Stadt-Ob. 882 Königsbg. do. 88
Holl. vollw. Duk.
Neue dito Friedrichsd'or-. Disconto .
86. .veee e Börsen.
-n Hamburg, 9. März. EN818 Oesterr. 4proc. Metall. 69 ½ G. Bank-Actien 945 Br., 940 G.
Russ. Engl. Anl. pr. Cassa 86 ¾8, pr. ult. d. 86 ½. Russ. Anl. Hamb.
Cert. 85 ½. Dän. 55 ¼ gemacht. Poln. pr. nlt. März 90 G.
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Danz. do. in Th. — Westpr. Pfdb. 4 914 Grosshz. Pos. do. 4] 90 ¾
Auswärtig
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Sonnabend, 12. Maͤrz. Im Schauspielhause: Der Jude,
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der
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folgendes ist die genaue Erzaͤhlung der Ereignisse, die zu die⸗
ser Kraftentwickelung Anlaß gegeben haben, und die von den
Blaͤttern nur ungenau berichtet worden sind. Viertel des Palais⸗Royal; voran wurde eine von einem Har se auf dem Greve ⸗Platze abgenommene dreifarbige Fahne
theils voͤllig betrunkenen H den traten aus ihren Wa
das erste Signal herbei. 1 sem Vorfall benachrichtigt, ließ
2 * 8
Wachtposten im Palais⸗Royal gefuͤhrt. Ein Peloton der er⸗
nd. Gegen 6 ½ Uhr erschien ein Haufe von 12 bis 1500 Menschen, der sich in
der Umgegend des Stadthauses gebildet hatte, in an au⸗
Arbeit! war der Ruf dieses, groͤßten⸗ aufens. Die Thore des Palastes wurden sogleich geschlossen; die dienstthuenden National⸗Gar⸗ chen, und viele andere eilten auf Der Ober⸗Befehlshaber, von die⸗ einen Theil der beim Stabe befindlichen Reserve marschiren, und in wenig Augenblicken war der Haufe zerstreut, die Fahne weggenommen und die Raͤdelsfuͤhrer der Bewegung wurden ergriffen und nach dem
getkagen. Brod!
sten Legion der National⸗Garde, das zuerst an Ort und Stelle
8
8
angelangt war, trug zur Unterdruͤckung des Versuchs und zu den Verhaftungen viel bet und unterstuͤtzte die Jaͤger⸗Com⸗ pagnie der 8ten Legion, die sich als Wache beim Koͤnige be⸗ fand und bei dieser Gelegenheit viel Eifer und Festigkeit zeigte. Um 8 Uhr war die Ruhe voͤllig wieder hergestellt und von diesem voruͤbergehenden Tumulte blieb nur ein Be⸗ weis mehr fuͤr die Ohnmacht der Unruhestifter uͤbrig. Nur 2 Bataillone, eins von der ersten und eins von der zweiten Legion, waren unter die Waffen gerufen, und wenn bedeutende Streitmassen sich zeigten, so muß man dies nur dem bewundernswuͤrdigen und standhaften Eifer National⸗Garde zuschreiben, der mehr der Zuͤge⸗ lung als der Aufmunterung bedarf. Der in mehreren Vier⸗
teln geschlagene Generalmarsch trug auch dazu bei, und die⸗
ses Mittel wurde in einigen Legionen nur nach dem Beispiel
der 4ten angewendet, die durch den Maire des Bezirks dazu veranlaßt worden war.“
8 1 —
haftet worden seyn.
Die Untersuchung gegen die vorgestern Abend verhafte⸗ ten Individuen, deren Zahl die Gazette des Tribunauy auf 40 angiebt, ist bereits eingeleitet; bei den meisten dersel⸗ ben hat man 20, 30 und sogar 40 Fr. gefunden, obgleich sie nach Brot und Arbeit geschrieen hatten; auch mehrere Per⸗ sonen, welche Geld unter die Menge austheilten, sollen ver⸗
Arbeitern auf dem Grève⸗Platze versammelt, wurde aber von der National⸗Garde auseinandergetrieben, und um 6 Uhr
Abends war der Platz ganz frei. Martin wurde ein Individuum verhaftet, das Schmaͤhreden
In der Straße Saint⸗
gegen die Nationat⸗Garde ausstieß; aus den bei ihm gefun⸗ denen Papieren ging hervor, daß es ein entlassener Straͤf⸗
ling war.
Ministers oie Zoͤglinge der
Der Quotidienne zufolg⸗ sind auf Befehl des Kriegs⸗
riegsschule von Saint⸗Cyr auf⸗ gefordert worden, der jetzigen Regierung den Eid der Treue zu leisten, und 18 derselben, die sich dessen geweigert haben,
ihren Eltern zuruͤckgeschickt worden.
Das Journal des Débats sagt: „Man verbreitet, wir wissen nicht aus welchem Grunde, das Geruͤcht, daß die
Kammer nicht aufgeloͤst, sondern nur prorogirt werden wuͤrde.
Die Aufloͤsung derselben ist, wie jedermann fuͤhlt, nicht im
Interesse irgend einer Partei, sondern in dem der Regierung,
₰
der Kammer, des Landes selbst nothwendig. Es ist nicht
mehr moͤglich, davon abzugehen, selbst wenn man es wollte.
—
Schreiben
Gestern war eine große Anzahl von
8 Deutschland.
rium stark, einig und entschlossen seyn muß, seine Pflich⸗ ten gegen Jedermann zu erfuͤllen. Gewaͤhrt das gegenwaͤr⸗ tige Ministerium hinreichende Buͤrgschaften? Wir glauben es nicht und ohne Zweifel ist es diese allgemeine Ueberzeu⸗ gung, welche jene umlaufenden Geruͤchte veranlaßt.“ — Dem Courrier frangais zufolge waͤre der Plan, Hrn. Casimir
Périer an die Spitze des Kabinets zu stellen, beinahe aufge
geben. — Der Temps glaubt an keine Ministerial⸗Veraͤn⸗ derung, wenn nicht entscheidende Umstaͤnde eintreten; nach
seiner Ansicht kann nur bei bedeutenden Ereignissen oder bie
unguͤnstig ausfallenden Wahlen ein Ministerium zum Abtre⸗ ten genoͤthigt werden. 1.
Die Gazette de France aͤußert: „In dem Kampfe der Bewegung und des Widerstandes ist ein Punkt bemer⸗ kenswerth. Die Tribune, der Courrier und der National sagen zu den Centris: ihre Quasn⸗Legitimitaͤt fuͤhre zur voͤl⸗ ligen Legitimitaͤt und indem man das von der Restauration Gethane groͤßtentheils aufrecht erhalte, fuͤhre man unfehlbar Heinrich V. zuruͤck. Auf der andern Seite sagen das Jour⸗ nal des Débats, Hr. Fonfrède und alle Maͤnner aus den Centeis zu der Partei der Bewegung: Ihr werdet uns die Anarchie geben, und auf diese wird Heinrich V. folgen. Diesen Blaͤttern zufolge giebt es also nur ein Mittel, das in Rede stehende Resultat zu hindern, naͤmlich die gegen⸗ seitige Zerstoͤrung der beiden Parteten; und dann.
Das Journal du aus Madrid vom 25. Febr.: „Saͤmmtliche Muͤnz⸗Anstalten Spaniens sind dem Banquier Aguado und dem General⸗Schatzmeister Don Gaspard Remisa uͤberlas⸗ sen worden, um das Decimal⸗System einzufuͤhren. Der Ka⸗ nal von Kastilien, von welchem erst zwei Drittheile fertig sind, ist Herrn Aguado auf 100 Jahre unter der Bedingung uͤber⸗ lassen, daß er ihn beendige; dieser zur Civilliste gehoͤrende Kanal, der sich bei Santander in den Ocean ausmuͤnden wird, soll einen neuen Absatzweg fuͤr das Getreide Kastiliens bilden, welches die Kornkammer Spaniens genannt wird. Der bisher beendigte Theil des Kanals brachte jaͤhrlich bei⸗ nahe 500,000 Fr. ein. Die Regierung wird Hrn. Aguado fuͤr die Beendigung der Arbeiten an diesem Kanal 4000 Ga⸗ leeren⸗Sklaven von Ceuta und aus den andern Bagnos stel⸗ len. Ueber die Anerkennung der Cortes⸗Bons verlautet nichts Bestimmtes.“ .
Zugleich mit Herrn Aguado ist auch Rossini aus Ma⸗ drid herher zuruͤckgekehrt.
Admiral Cochrane ist gestern hier angekommen
Hannover, 7. März. Nachstehendes ist die (gestern erwaͤhnte) Rede, mit welcher Se. Koͤnzgl. Hoheit der Vice⸗ Koͤnig, Herzog von Cambridge, heute die landstaͤndische Ver⸗
sammlung eroͤffnet haben: — „Versammelte wuͤrdige Staͤnde des Koͤnigreichs! Mit Ver⸗
gnuͤgen sehe Ich die Staͤnde des Koͤnigreichs um Mich versam⸗
melt, um ihre Kraͤfte von neuem dem Wohle des Landes zu widmen und ihre seit der vorjaͤhrigen Vertagung unterbroche⸗ nen Arbeiten fortzusetzen. Inmittelst hat Mein erhabener Bru⸗ der, Se. Majestaͤt Konig Wilhelm der Vierte, den durch das Ab⸗ leben Koͤnigs Georg des Vierten erledigten Thron Seiner Vaͤter bestiegen. Alls Erbe der Gesinnungen, wodurch :hre glorreichen Vorfahren die Liebe Ihrer Unterthanen in gluͤcklichen und trau⸗ rigen Tagen sich erworben, durften Se⸗ Koͤnigl. j mit Zuversicht darauf rechnen, daß Hannovers alt bewaͤhrte
Commerece berichtet in einem
17ö““ 1ö““ 1qmp“
Majestaͤt
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