1831 / 74 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

8 B“ 8 8 is 2 8 89 8— 8 3 8 8

8

.“

der Vorfaͤlle sofort Allarm schlagen, worauf nicht nur die beiden zum Deutschen Bunde, sind von der Londoner Konferenz nanndern in Goͤttingen liegenden Bataillone mit S 0 Schnellig⸗ anerkannt und aufrecht erhalten worden. Es wuͤrde vom keit unter die Waffen traten, sondern auch saͤmmtliche Soldaten des Koͤnige abhaͤngen, seine Autoritaͤt durch das Bundes 1umultuirenden Bataillons sich ruhig in Reihe und Glied stellten. Heer wieder l stell n b hat es j 19,4 Mehrere der straffaͤlligsten Leute, auch einige vom isten Bataillon wrr⸗ herstellen zu lassen; er hat es jedoch vorgezo⸗ egten Regiments, wurden in Arrest gebracht, und als keine gen, bevor er dem Lande die Last einer milttairischen Be⸗ setzung zuzieht, Euch Zeit zu lassen, damit Ihr zu Euren

G 618 v

sogar auch eine ihm auferlegte Pflicht. Wie man jenen neurs angezeigt, daß es Sr. Maj. zu großer Freude gereiche,

Grund als Einwand gegen die Bill benutzen kann, begreife die Begeisterung wahrzunehmen, die sich im Lande uͤberall kundthue, dem heldenmuͤthigen van Speyk ein National⸗

ich nicht wenn ich aber sehe, daß man beinahe den vier⸗ Denkmal zu errichten. Dem Wunsche der Nation nachge⸗

1““

vn⸗

8

9 8 ““

ten Theil der Mitglieder des Unterhauses entlassen will, um 2 durch andere zu ; r„ 2i. a Ser en. gs. Fe von geenee Vorsatze, ein nderung viel groͤßer, als ie billigen kann. (Beifall.) Man solches Denkmal au osten der Regierung errichten zu LEEE11] ungen fuͤ Augenblick zu befuͤrchten standen, hat mir freilich gesagt, daß man hinsichtlich dieses Punttes lassen, abstehen, damit dasselbe ein vom Volke selbst ausge⸗ e deveneger VEE 8. 882 des Pflichten zuruͤckkehret. Ich werde die Zustimmungen, die die groͤßte Unparteilichkeit beobachtet und nur die Bevoͤlkerung gangenes wahrhaftes National⸗Unternehmen sey. Morgens ruͤckten die Bataillone zum Exerciren aus, und als nach mir schriftlich oder muͤndlich binnen einem Monate vom heu-⸗ beruͤcksichtigt habe. Ist aber die Bevoͤlkerung die einzige Aus Mastricht wird unterm 4ten d. gemeldet, daß das dem Einruͤcken die Wachen wurden, rottirte sich noch ei⸗ tigen Tage an ertheilt werden, entgegennehmen. Ich bin Ruͤcksicht, die zu einem solchen Beschluß fuͤhren soll? kleine Heer des General Mellinet sich nach der Seite von mal eine bedeutende Anzahl Soldaten, jedoch bloß aus dem 1sten Ba⸗ unter Euch angekommen, um Euch mit den vaͤterlichen Ab; Ich meine, nicht nur die Zahl der Bewohner, sondern Thienen zuruͤckgezogen habe. Das Geschuͤtz, das sich in taillon des 2ten Regiments, vor der Wache zusammen, um die sichten des Koͤnigs bekannt zu machen. Einwohner von auch die Lage der Burgflecken muͤßte erwogen werden, Maaseyk befunden hatte, ist nach Hasselt abgefuͤhrt worden, Loslassung ihrer Kameraden ““ Luxemburg, gehorchet Seiner Aufforderung. Eure Pflichten insofern letztere mit vielleicht 12 Waͤhlern in der Naͤhe einer doch sind in der Gegend von Dilsen einige schwere Stuͤcke, Peen 1-. ., ꝛemischt, e sind mit Caren wohiverstandenen Interessen in Neterenstiere⸗; großen Stadt oder mit einer groͤßeren Anzahl derselben weit des schlechten Weges halber, stecken geblieben. EEe;; e F Doch einige Soldaten ar⸗ mung. 6“ 6 entfernt von einer solchen liegen. Mit Schmerz und Be⸗ Bei Weert und Niederweert haben wiederum mehrere 1 retirt. Der General⸗Major von Linsingen, welcher persoͤnlich vor Luxemburg, 5. Maͤrz 1831. .““ 6“ dauern muß ich erklaͤren, daß ich die Bill nicht unterstuͤtzen Gebiets⸗Verletzungen von Seiten der Belgier stattgefunden, der Wache anwesend war, gab, wie es Tages zuvor schon gesche⸗ Der General⸗Lieutenant, General⸗Gouverneur 9 kann, wenn sie nicht so sehr modifizirt wird, wie man es ver⸗ die sich Gewaltthaͤtigkeiten gegen diesseitige Einwohner ge⸗ hen war, den Befehl, Allarm zu schlagen. Augenblicklich eilten Bernhard, Herzog von Sachsen⸗Weimar.“ nuͤnftiger Weise nicht erwarten kann, weil sie dadurch ihren statteten. saͤmmtliche Soldaten wieder guf ihre Sammelplaͤtze, und der 8 4 ganzen Charakter veraͤndern wuͤrde. Man behauptet, sie baue Nachrichten aus Eindhoven zufolge, hatten einige beim ganze Tumult hatte nicht laͤnger als 3 Minuten gedauert. 158 Oesterreich. 1 käntigen noch groͤßeren Veraͤnderungen vor. Diese Ansicht 12ten Regimente strhende aus Nassau gebuͤrtige Soldaten Es war nicht zu verkennen, daß diese ee aheie, 1 Wien, 8. Maͤrz. Nachdem Ihre Majestaͤten der Kal⸗ theile ich nicht, auch weiche ich uͤbrigens, zu meinem großen den Plan gefaßt, zum Feinde uͤberzugehen. Ein Franzose, 1gten Mittags ae-ev-er⸗ gewefen e 8s ser und die Kaiserin, der Koͤnig und die Königin von Un⸗ Bedauern, von der Meinung vieler meiner Constituenten ab, der in der Provinz Nord⸗Brabant wohnt und vom Koͤnige ue vENZ“ der Soldaten g.-enn wJeeaehees garn schon am verflossenen Sonnabend das Hofburg⸗Theater die sich sehr guͤnstig fuͤr eine Reform ausgesprochen haben. der Niederlande eine Pension genießt, soll sie dazu ange⸗ esucht hatte, so v-r. durchgreifendere Maaßregeln eintreten. mit Ihrer Anwesenheit begluͤckt hatten, erschienen die Aller⸗ So leid mir es aber auch thut, so glaube ich, daß es Au⸗ spornt haben. Ein Schwetzer, der ebenfalls eine Aufforde⸗ Pür General⸗Maijor von Linsingen ließ daber sofort das betref⸗ hoͤchsten und Hoͤchsten Herrschaften gestern abermals in die⸗ genblicke giebt, wo man einen Mann verachten muͤßte, wenn rung der Art erhielt, hat jedoch seinem Hauptmann das fende Bataillon von seinem Allarmplatze nach Dransfeld abmar⸗ sem Theater, welches zu dem Empfange der Erlauchten Fuͤrsten er nicht nach seiner Ueberzeugung handelte, was auch dar⸗ Komplott angezelgt, worauf ungefaͤhr 30 Nassauer festge⸗ schiren. Zugleich ward dem Magistrate und dem Prorektor ange⸗ beleuchtet war. Die ungemein zahlreiche festlich geschmuͤckte aus entstehen koͤnnte. Schon fruͤher wich ich einigemal in nommen worden sind. zeigt, daß Einwohner und Studenten sich bei jedem Allarm so⸗ Versammlung empfing die geliebten Souveraine mit einem meinen Ansichten von denen meiner Constituenten ab, verlor Bruͤssel, 9. Maͤrz. Der Regent hat vorgestern den gleich in ihre Wohnungen zu begeben haͤtten, und daß sie mit ostmals wiederholten feurigen Vivatrufe, welcher mit der ruͤh⸗ aber deswegen ihr Vertrauen nicht. Ich gab damals meine Besuch des Lord Ponsonby und gestern den einiger Kongreß⸗ Gewalt der Waffen wuͤrden auseinander getrieben werden, wenn rendsten Herablassung erwiedert wurde. ehrliche Meinung, ich habe sie jetzt ebenfalls gegeben, und so Deputirten des Grorherzogthums Luxemburg empfangen.. Fe 9 geh⸗ d -z E Die Reichs⸗Deputation, welche die Ungarischen Staͤnde habe ich meine Pflicht gethan. (Lauter Beifall) Der Lord⸗ Letzrere stellten dem Regenten den Zustand ihrer Proviinz vA18 Tumulten sehr zuͤnstig e. .*. waren. Der Marsch des der ersten Kunde von der bevorstehenden Vermaͤhlung Sr. Advokat, der darauf das Wort nahm, erklaͤrte zunaͤchst, vor und baten sowohl um Truppen, als um vaffen. Dder gnnnig gvre smile jrischen Ordnung von Maj. des Koͤnigs von Ungarn und Kronprinzen der uͤbri⸗ 8 ) pp b Bataillons nach Dransfeld ging in aller militairischen Ordnung 1b 4891 . 3 98G Sees enagce 1““ gen Oesterreichischen Staaten mit der Prinzessin Marie Anne eren Einfluß gleich groß sey; die eine bestehe aus gewerb⸗ fleißigen, intelligenten und gutgesinnten Leuten, denen man, ihrer Respektabilitaät unerachtet, ihren billigen Antheil an der Volks⸗Vertretung bisher verweigert habe, und die andere Partei bestehe aus armen, nothleidenden, wenig nachdenkenden Menschen, deren Leidenschaften von politi⸗ schen Abentheurern durch kuͤnstliche Mittel angeregt wuͤr⸗ den, und die sich dadurch zu tumultuarischen Ausschwei⸗ fungen verleiten ließen. Unter diesen beiden Parteien wuͤrde, wiewohl sie urspruͤnglich nicht die geringste Beziehung zu einander haͤtten, doch am Ende eine Art von Sympathie entstehen, die aus der Ueberzeugung entspraͤnge, daß beide ihrer constitutionnellen Rechte beraubt seyen, und eine Folge davon wuͤrde seyn, daß, zur Errichtung des gemeinschaftli⸗ chen Zweckes, sich Gerechtigkeit zu verschaffen, ein Buͤndniß unter ihnen und ein Geist der Opposition sich bilden wuͤrde, denen kein Minister werde widerstehen koͤnnen. Es sey daher die Absicht der Regierung, dadurch, daß sie bei Zeiten den gemaͤ⸗ ßigten Forderungen der achtbareren Partei nachgebe, diese an die Constitution zu fesseln und dadurch den schaͤdlichen Ein⸗ fluß der andern unstaͤten Partei, die nichts in der Welt zu

verlieren habe, unwirksam zu machen. Unter den Red⸗

nern, die sich in dieser Sitzung ferner vernehmen ließen, zeichnete sich noch Herr Croker (der ehemalige Secretair der Admiralitaͤt) aus, der einen ausgedehnten Vortrag gegen die Reform⸗Bill hielt. Das Haus vertagte sich um 1 ½ Uhr.

London, 5. Maͤrz. Der Sun berichtet: „Im West⸗

Ende der Stadt heißt es, Graf Grey habe die von Herrn

C. W. Wynne in seiner Eigenschaft als Kriegs⸗Minister eingereichte Dimission angenommen.“

Demselben Blatte zufolge, hat der Oberst Evans in der oͤffentlichen Versammlung, die gestern unter dem Vor⸗ sitze des Sir Fr. Burdett in Westminster gehalten wurde, erklaͤrt, daß er so eben aus der Grafschaft Sussex komme, wo Tausende bereit seyen, nach der Hauptstadt zu marschi⸗ ren, falls die Minister mit ihrer Reform⸗Bill durchfallen sollten. Außerdem, sagt das genannte Blatt, wuͤrden aus dem Norden Englands Hunderttausende zu demselben Zwecke nach London kommen; die Burgfleckenhaͤndler sollten sich al⸗

so noch zeitig genug warnen lassen. ““

EEqqEqqasFrrlieande.

Alus dem Haag, 9. Maͤrz. Dem Vernehmen nach werden Se. v Hoheit der Prinz von Oranien zum 15ten d. M. aus London zuruͤck erwartet.

Der Major von Omphal, Adjutant Sr. Majestaͤt des Koͤnigs, ist vor einigen Tagen mit dem Dampfboote nach

Loondon abgegangen. ¶᷑ 9 * 4 gP⸗ des Innern hat den Provinzlal,Gouver⸗“

Der Minister EII1 Mimß 888

eben

1“ 8 11ö1““ ““

Regent antwortete ihnen, daß er, seinem Eide treu, alle nohͤäa,. statten. Es wurden daselbst noch zwei der Hauptraͤdelsfuͤhrer in Arrest

thige Maaßregeln anordnen werde, um die Integritaͤt dees

Gebietes zu beyaupten.

Die Proclamation des Herzogs Bernhard von Sachsen⸗ 8

Weimar (Vgl. Deutschland), die gestern hier ankam, ist so⸗ gleich von hier aus durch einen Courier nach Paris gesandt worden. 2.

Abends nach Paris abgereist.

Der General Mellinet hat nach seiner hierselbst erfolgten

Ankunft in mehrere hiesige Zeitungen einige von ihm an den Kriegs⸗Minister, an Herrn Rogier und an den Obersten Nypels gerichtete Briefe einruͤcken lassen, worin er zunaͤchst

darzuthun sucht, daß er nicht subordinationswidrig gehandelt,

als er sich nicht sogleich nach erhaltener Aufforderung nach Bruͤssel begeben habe; alsdann aͤber klagt er den General Daine auf eine sehr heftige Weise schlechter Handlungen an.

Gestern Vormittags hat die feierliche Installation des

Herrn Gendebien, als ersten Praͤsidenten des Ober⸗Tribu:-

nals von Bruͤssel, stattgefunden. Der General⸗Prokurator

van Meenen hielt die Einfuͤhrungs⸗Rede an den Praͤsiden⸗:

ten, der zugleich Ju stiz⸗ Minister ist. 88 63,8 öcg. eessr

9 8 8 perbr s6, vet1k.

L“ W

Hannover, 12. Maͤrz. Die Hannoͤve rsche n Nachrichten enthalten im heutigen Blatte Folgendes: 8

Es wird in jetzigen Zeiten kein Mittel unversucht gelassen 9 das Vertrauen zu der Regierungsgewalt zu erschuͤttern, und es wird nicht verschmaͤht, seldst zu den frechsten und uͤbertriebensten Unwahrheiten die Zuflucht zu nehmen, wenn es darauf ankommt, jenen Zweck zu erreichen. Je mehr es die Revolutionnairs aͤr⸗

bees muß, daß es noch Truppen giebt, welche, ihrem Eide und

hrer Pflicht getreu, den Pfad der Ehre zu bewahren wissen, desto eifriger ergreifen sie jede Gelegenheit, um Geruͤchte von dem Ge⸗

bent eile auszubreiten. Es ist deshalb auch nicht zu verwundern,

in mehreren auslaͤndischen Zeitungen uͤber einige tumultua⸗

rische Vorfaͤlle, die sich am 18. und 19. v. M. unter einem Theile

der Garnison zu Goͤttingen zugetragen haben, die unverschaͤmte⸗ 8. sten Verdrehungen und Uebertreibungen aufgefuͤhrt sind. Die nachstehende aktenmaͤßige Erzaͤhlung der obigen Ereignisse mag als Widerlegung alles desjenigen dienen, was auswaͤrts daruͤber verbreitet st 8

Am 18. Febr. waren zwei Soldaten vom 1sten Bgtaillon des 2ten Infanterie⸗Regiments in Arrest geschickt, weil sie sich beim Empfänge der Lebensmittel ungebuͤhrlich und dienstwidrig benom⸗ men hatten. In der Daͤmmerung vereinigten sich mehrere be⸗ Soldaten desselben Bataillons, um ihre Kameraden zu efreien. dadurch ein großer Auflauf von Menschen, die zum Theil dazu beitrugen, die von der Wache abgegangenen Patrouillen an der Arretirung der tumultuirenden Soldaten zu verhindern. Der General⸗Major von Linsingen, welcher in Abwesenheit des Ge⸗ neral⸗Lieutenants von dem Bussche (der auf Urlaub in Hanno⸗ ver war) die Truppen kommandirte, ließ auf erhaltene Meldung

Hr. Le Hon ist in der Eigenschaft eines außerordentli’à-g chen Gesandten und bevollmaͤchtigten Ministers vorgestern

Deourtschlangnbd.

1 . .

Da gerade Jahrmarkt in Goͤttingen war, so entstand

genommen, und die verfuͤhrten Soldaten bezeigten, nachdem ihnen die

Strafbarkeit ihres Vergehens vorgehalten war, eine so aufrich⸗

tige und tiefe Reue, daß sie um Erlaubniß baten, von jeder Com⸗ poagnie swe Mann nach Goͤttingen schicken zu duͤrfen, um den 1.“ darauf ward das Bataillon nach Muͤnden verlegt, wo es bis zu seinem jetzt bevorstehenden Ruͤckmarsche aus dem Göttin⸗

gense i ig di aͤßig betragen hat. Eine kriegsrecht⸗ 12 E A9 genschen sich voͤllig dienstmaͤßig betrage E gsrecht⸗ Ungarischen Civil, und Militair⸗Heamten beigezogen wuͤrden.

„Major von Linsingen um Verzeihung bitten zu lassen.

2

liche Untersuchung ward uͤber die Vorfaͤlle sogleich eingeleitet, und binnen kurtem werden die Schuldigen ihr Urtheil empfan⸗ gen. Hoffentlich wird die Untersuchung auch einiges Licht uͤber die Machinationen gewaͤhren, die angewandt worden sind, um die Soldaten zu jenen strafbaren zu verleiten. Haben die heimlichen Feinde der ge etzlichen Ordnung das Vergnuͤgen gehabt, daß es ihnen gelungen ist, einige unerfah⸗ rene junge Burschen sur Aftichtverletzung zu bewegen, so werden sie dabei auch Gelegenheit gehabt haben, sich zu uͤberzeugen, daß unter den uͤbrigen im Goͤttingenschen anwesenden Truppen dieser Vorfall die groͤßte Erbitterung gegen die Schuldigen erregt hat, und daß es nur eines Winkes bedurft haͤtte, um den Auflauf mit Gewalt zu zerstreuen. Man vergleiche diese, auf aktenmaͤßigen Berichten beruhende Erzaͤhlung mit demjenigen, was auswaͤrtige Blaͤtter daruͤber verbreitet haben, so wird man uͤber die Quellen nicht zweifelhaft bleiben koͤnnen, aus denen die Erzaͤhlungen jener

Blaͤtter geschoͤpft sind.“ Kassel, 8. Maͤrz. Der hiesige Stadtrath hat, bei

dem bevorstehenden Schlusse des Landtags, der Staͤndever⸗

smammlung in einer Adresse den Ausdruck der Verehrung

und Dankbarkeit fuͤr ihre eifrigen Bemuͤhungen zum Besten des Landes dargelegt. In dem von der Staͤndeversamm⸗ lung hierauf erlassenen Antwortschreiben wird der hiesigen Buͤrgerschaft fuͤr die freundliche Aufnahme, welche die Staͤnde hier gefunden und fuͤr die ihnen erwiesene Gast⸗

freundschaft gedankt.

Luxemburg, 5. Maͤrz. Der Herzog Bernhard von Sachsen⸗Weimar hat, nach seiner gestern hier ersolgten An⸗ kunft, eine an die Einwohner des Großherzogthums gerichtete Koͤnigliche Proclamation (deren Mittheilung wir uns aus Mangel an Raum vorbehalten muͤssen) bekannt gemacht, die hier einen sehr guͤnstigen Eindruck gemacht hat. Naͤchstdem hat Se. Hoheit selbst, als General⸗Gouverneur des Groß⸗ herzogthums, folgende Proclamation erlassen:

„Einwohner des Großherzogthums Luxemburg! Die po⸗

litische Lage des Koͤnigreichs hat den Koͤnig entschieden, dem

Großherzogthume eine besondere, von den anderen Provinzen

getrennte Verwaltung zu verleihen. Diese, hauptsaͤchlich aus

Eingebornen gebildet, wird mit vollkommener Kenntniß des Landes verfahren; sie wird auf den Charakter und auf die Beduͤrfnisse der Einwohner immer Ruͤcksicht nehmen. Das Vertrauen des Koͤnigs hat mich an die Spitze dieser Ver⸗ waltang gestellt; Einwohner des Großherzogthums, ich hoffe, auch das Eurige mir zu erwerben. Die Rechte des Koͤnigl. Hauses auf dieses Land, so wie dessen Verhaͤltnisse

qqqqqqq(((qqqqqq11V11111161

Karoline von Sardinien aus ihrer Mitte abgeordnet haben, um dem Erlauchten neuvermaͤhlten Koͤnigspaar die Gluͤckwuͤn⸗ sche und die Huldigung Ungarns darzubringen, hielt vor⸗ gestern ihre feierliche Auffahrt nach der Kaiserl. Hofburg, wo sie sich dann ihres Auftrags entledigte und demnaͤchst die Gnade genoß, mit einem Koͤnigl. Gastmahle bewirthet zu werden, zu welchem auch die hier anwesenden angeseheneren

Se. Majestaͤt haben unterm 22. Febr. d. J. die Ausfuhr von Pferden auf unbestimmte Zeit im Allgemeinen zu ver⸗ bieten geruht.

Se. Majestaͤt haben, als Ausnahme von dem Gesetze, bewilligt, daß alle 1ign⸗e Unternehmungen, die auf die Erzeugung des Zuckers aus inlaͤndischen Urproduk⸗ ten gerichtet sind, durch zehn Jahre von der Erwerbsteuer

8

8 16 J toalhenn.

Die Nachrichten uͤber das Befinden Sr. Majestät

des Koͤnigs von Sardinien lauten fortwaͤhrend befriedigend; auch die Nacht vom 25.

hatte nachgelassen und der Erlauchte Kranke mit Unterbrechun⸗ gen mehrere Stunden geschlafen. 9 8 Im Nuͤrnberger Korrespondenten liest man: „An der Spitze der in Savoyen vorbereiteten Insurrection soll der im Jahre 1821 aus Piemont verbannte Fuͤrst della Cisterna stehen. An die Verschwornen in Faucigny und Cha⸗

blais sind kleine silberne Medaillen ausgetheilt worden, mit

der Inschrift: „Freiheit! Unabhaͤngigkeit!“ und mit einer Eichenkrone, in deren Mitte man liest: „Allobrogien (der alte Name Savoyens und des angraͤnzenden Genfer Gebiets)

1831.) Die Regierung zu Genf hat eine Versammlung

von Savoyarden in Carounge zerstreuen lassen. Der Ge⸗

neral⸗Gouverneur des Herzogthums Savoyen hat eine Pro⸗-⸗

clamation erlassen, in welcher er die Piemontesischen Fluͤchtt linge in Frankreich als eine H dert, die nichts zu verlieren und nichts als Pluͤnderung zu hoffen haͤtten. hre Anfuͤhrer seyen die naͤmlichen, die im Jahre 1821 so viel Unheil uͤber ihr Vaterland gebracht und

es dann feig verlassen haͤtten u. s. w.“

Nach einem Schreiben aus Bologna vom 1. März

(welches die Allgemeine Zeitung im neuesten Blatte mittheilt) war daselbst am 28. Febr. das Fest der Union der insurgirten Provinzen feierlich begangen worden; ungefaͤhr 1700 Mann Linientruͤppen und Buͤrger⸗Garden, worunter eine Abtheilung Dragoner und einige Juͤnglinge von Fer⸗ rara und Bologna zu Pferd, standen in Parade auf der Piazza. Ein Saͤngerchor sang Nationalhymnen; den Gesang begleitete die Musik zweier Militairbanden. Man erwartet nunmehr, daß in den naͤchsten Tagen eine Reihe von Festen

auf den 26. Februar war (wie der Oesterreichische Beobachter meldet) ruhig, das Fieber

orde bewaffneter Raͤuber schil: