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bereit, Huͤlfe zu leisten. Diese Verbuͤndeten, durch deren Staa⸗ 2 uͤhne herab uͤber jene ungenauen Benennungen von darin zu suͤhren, mir zugleich die Verwaltung des Innern ten der Weg nach Belgien fuͤhrte, waren Desterreich und Se. 8 n eeevensg g die Ideen uͤber die we⸗ Y anvertraut. Es ist von Wichtigkeit, daß ich Sie mit den ßen, und keines von beiden trat dem Verlangen des Koͤnigs von sentlichsten Bedingungen unserer Regierung verwirrt wuͤrden Gesinnungen der Regierung bekannt mache; denn diese muͤß Holland bei. So blieb Europa im Besitze der Wohlthat des Heute beschwere ich mich uͤber den Unterschied, den man sen Allen, die von ihr mit der Vollziehung der Gesetze beauf⸗ Friedens, den der Kaiser von Rußland selbst nur wegen Fami⸗ ets zwischen den Freunden des Krieges und des Friedens tragt sind, zur Richtschnur dienen. Nachdem die rechtmaͤ
ßigste lien⸗Interessen zu e ichti b e5b — e 8 b Ißn. vvev 88 andeie Erasgmer⸗ 16 Line erichhiat pognn s,uhesen durc bban , gleichsam als ob wir den Krieg um jeden Preis Revolution unter uns einen nationalen Thron errichtet hatte,
chauer Staats⸗Kanzlei Plaͤne und Entwuͤrfe gefunde edten Vortrage folgen, denn ich liebe nicht “ . z6 1 v vs vdvges —e* sind. Zweifeln Sie “ m. H., daß öe man sic Schünpfreben an den Kopf wirft; ich frage waͤlzung laͤßt sich nicht vollbringen, ohne viete Existeng⸗ ven aller Kanzeleien Plaͤne aller Art finden wuͤrde, die bei Leu bloß, ob es nicht wahr ist, daß man amtlich erklaͤrt hat, die zen zu beeintraͤchtigen und alle Gemuͤther anfrunegen.⸗ ten, welche mit den Geschaͤften unbekannt sind, fuͤr wirkliche An⸗ Fran oͤsische Regierung werde das Einruͤcken der Oesterreicher Die in Aufregung gebrachte Gesellschaft gewinnt nicht an ei⸗ griffs⸗ und Eroberungs⸗Plaͤne gelten koͤnnten? Mit den muͤndli⸗ 8 8* lien nicht zugeben —11 (Der Graf Sebastiani von sei⸗ nenn Tage ihre Ruhe wieber. Die Leidenschaften erhitzen chen Unterredungen, die beruͤhrt worden sind, will ich mich nicht 88 . Zwischen der Erklaͤrung, daß man eine Sache sich, werden der oͤffentlichen Ordnung gefaͤhrlich und schei⸗ beschaͤftigen; Droͤhungen, die auf keiner anderen Grundlage be⸗ nem Platze: nd ei K jegs⸗Erklaͤrung ist noch nen eine noch neue Regierung zu bedrohen. Die Freiheit ruhen, verdienen keine Beachtung. Eben so uͤbergehe ich gewisse nicht zugeben werde, * Eee Sr; eg “ 1 r. Frankreichs ist außer Gefahr, sie steht unter der Obhut der 119 2nfg gangene. re dea nige, desen Briefwechsel 8. 5 bäcseast e8, * “ 8 05 ve. Nation und ist, eben so sehr als durch die Staats⸗Verfassung, 8 a ht auf diese Weise sprechen lassen koͤnnte? Ich kotme Lafayette, „bleibe 7* Sg. 18 pe, E. hrrnhe det-e n 2 Willen des Fuͤrsten und durch den Ursprung nunmehr zu der wahren Frage, zu der uͤber Kri Frie b solchen amtlichen Erklaͤrung eine Nichtberuͤcksichte auch durch den Willen des Furst Segacgass I ePh Die Redner, welche auf teg⸗ Beöbachtan nne “ 2 heehh, sich 88 mit der Wuͤrde noch mit der seiner Macht verbuͤrgt. Die erste Pflicht der Regierung ist Nicht⸗Einmischung dringen, haben gesagr, die Verletzung dessel⸗ Ehre Frankreichs vertraͤgt.“ Der Minister der auswaͤr⸗ daher, ohne Beeintraͤchtigung der Freiheit die Ordnung wie⸗ ben in Ftalien sey ein Anlaß zum Kriege; sie tragen also auf Fees Angelegenheiten erwiederte von seinem Platze: derherzustellen und zu dem Ende den Behöͤrden ihre ganze Krieg an, und wir wollen jetzt untersuchen, ob der Krieg in der „Sr Wanserarigas wird mir hoffentlich die Gerechtigkeit Kraft und Wuͤrde wiederzugeben. Dies ist das Streben und That von dem Interesse und der Ehre Frankreichs erheischt wird; “ lassen, daß es meine Absicht nicht war, irgen⸗ die Aufgabe des jetzigen Ministeriams. So vernehmen Sie
5 veege we gan ge - denn eine andere Richtschnur unseres Handelns r ni 289 1t Sxe ine Herren, und sagen Sie es Jedermann wieder, Schluß ziehen wollte, daß Ruͤßland die Absicht gehabt habe, Indem Fvanerasch din Jvoßes Prees Aafece E“ einem Mitgliede dieser Kammer persoͤnlich einen Vorwurf denn, meine Herren, und sagen Sie es Jedermann wieder, ₰, 2 . 9 g
gegen Frankreich zu marschiren. Er fuhr sodann fort: niemals so verstanden, daß es ein casus belli fuͤr. uns werd zzlu machen, waͤhrend Andere der Politik der Regierung die daß die Regierung, in em eifrigen Bemuͤten, d * 82 „Wenn ich die von uns verlangten 200 Mill. bewilligt habe, so, solle. Es konnte verstaͤndigen Maͤnnern nicht in den 8 bittersten Vorwuͤrfe machen. M. H., den Inhalt einer De⸗ Entwickelung der im Juli erworbenen 9 geschah es zum Theil deshalb, weil ich es in unserem eigenen In⸗ men, daß Frankreich bei den verschiedenen Anwendungen dieses pesche und den Lauf einer Unterhandlung koͤnnen und duͤrfen eingesetzten Freiheiten zu sichern, nur b.vnn b98S. teresse fuͤr dringend erforderlich halte, das Princip der Nicht⸗Ein⸗ Princips auf das Recht verzichtet hahe, zu pruͤfen, ob es seinem wir nicht bekannt machen. Der vorige Redner besitzt ein zu den Umsturz deewr zchnstiensichem. sinnes Seeeee ₰ mischung, wie solches bisher immer verstanden worden und noch Iuteresse und seiner Wuͤrde gemaß sey, den Krieg zu erklären. roßes Gefuͤhl des Schicklichen, als daß er so etwaz von uns fentlichen Frieden Komplotte schmieden, fuͤr ihre Feinde er⸗ wͤngst von dem Grafen Sebastiani verstanden wurde, als er Aber Oesterreich intervenirt in Modena, ruft man uns zu, Euer 8 B29+. en koͤnnte. Ich kenne die ruͤhmmliche Laufbahn, die ee] kennt. Sie führt keinen Krieg gegen Meinungen, so lange b Princip wird verletzt, Ihr seyd zum Kriege gezwungen. Hat 2 hat, 8 weiß, daß er fuͤr den Krieg nur stim⸗ sich diese nicht in gesetzwidrige Handlungen verwandeln; zuruͤckgelegt hat, und weiß, dagegen ist in ihren Augen jede Meinung feindlich,
erklaͤrte, Frankreich wuͤrde es nicht zugeben, daß die Hester⸗ d verletzt, J. 1 i 1 1 ei b g 6 man die eã diese 8 8 8 3 2 6 „ . 14 474,4. eE „ „
reicher in Italien einruͤckten, in seinem ganzen Umfange auf⸗ man auch die Wichtigkeit dieser Behauptung uͤberlegt? Sollen men wuͤrde, wenn er ihn fuͤr unvermeidlich hielte. Er moͤge 2 1 8.snsee.
sich aber ebenfalls uͤberzeugt halten, daß auch wir den Krieg, sobald sie zur Gewalt ihre Zuflucht nimmt, um derhand
99 zu gewinnen. Diese Principien muͤssen Ihrem Verhalten
8 · 3 86 e wir uns auf die Autoritaͤt dieses einzigen Grundes zu einem zzcht zu erhalten. Der Verwand, unker dem man in das Kriege verpflichtet halten, dessen Ende nicht vorauszusehen, dessen etwilli ür
Modenesische eingeruͤckt ist, kuͤmmert mich wenig; nur so viel von welcher Seite er auch kaͤme, bereitwillig annehmen wuͤr⸗ ene dae gest einter Zeit mt n g14 8...
je Ehr ie National⸗Wuͤrde und die wahren gegen Parteien, die se s5 mabeh
den, wenn die Ehre, die N genheit aufgetreten sind, zur Richtschnur dienen. Die Partei
ode ger! 868 Folgen nicht zu berechnen sind, zu einem Angriffs 1 2 ich⸗ 189 wir hüe- S,even, Ann. “ e vera⸗ ataiges Page den Hurchmarsch durch Stabaff rieg FüSö-. - ch heischten.“ Nach diesen W zufgeben duͤrfen. ie Revolution des Juli hat sich nicht im? rieden leben, zu verlangen oder gar zu erzwingen? Ma X en Frankreichs solches erheischten. ach diesen Worten, * 1b SSS 8 A zuf die bloße Zuruͤckweisung eines ungerechten Angriffs be⸗ uns: den Frieden, den Ihr bewahren wolt, werhet Ihr ve gacsaßt vercha fanden, stellte der Viee⸗Praͤstdent der vorigen Regierung ersetzt durch CSgee. e eem ts schraͤnkt; sie hat auch den Grundsatz der Volksherrschaft ein⸗ ren koͤnnen; der Krieg ist vor der Thuͤr, die Maͤchte taͤuschen Euch; die Frage, ob die Debatte geschlossen werden solle, oder nicht? keit, was sie an Zahl verliert; ihre Feesbansn e zefuͤhrt. Ich erwarte, daß die Herren Minister mir bestimmte nach fruchtlosen Bemuhungen, den Krieg zu vermeiden, wuͤrdett Herr Mauguin stimmte fuͤr die erstere Alternative; seine erkuͤnstelten Hoffnungen regen die Lridenschaften ihrer C E g. Aufschluͤsse uͤber ihre Absichten in Bezug auf Italien geben Ihr ihn dennoch mit allen seinen Schrecken haben. Nein, m. H.⸗ Nei fand indessen keine Unterstuͤtzung, und die Kammer auf und veranlassen tausend abgeschmackte Geruͤchte, welche werden; eben so verlange ich, daß sie sich hinsichtlich Luxem⸗ stee ae snh veisc eas chene cele se wdenn n. so würden veschioß,s auf den Antrag des Vice⸗Praͤsidenten, die fernere die nüsserentschen v1v-e “ A zurgs und Polens erklaͤren.“ — Gleich nach Hrn. v. La⸗ erem Boden angreifen, der in eit H Sats. e e 8. 1rℳ6Ahc hung so lange auszusetzen, bis die Kommission, die waltung ist es, diese Partei ohnmaͤs 8 . fayette ergriff der Minister der auswaͤrtigen An gele⸗ ses es. vaese Nn. und von esmern urgettschervh. GM“ 8 1 der finanziellen Lage des Landes thaͤtige Wachsamkeit und g9 Uncersechag ven89 genheiten das Wort und sagte: nichts verloren hat. Auf diesem Boden sind wir betinmt 8 eoeschaͤftigen soll, ihren desfallsigen Bericht abgestattet ha⸗ gezuͤgelt und entmuthigt, muͤssen de1eesgcheer is; 8* „‧Die ehrenwerthen Deputirten, die dem Ministerium Vor⸗ siegen, wie groß auch die Menge und die Macht der Feinde sen⸗ bns 86 ben wird. *) ten, beruhigt, und diejenigen, welche die Furcht vor ihr S puͤrfe machen, sollten zuvoͤrderst sich in Uebereinstimmung mit es wagen moͤchten, unsere Gränzen zu uͤberschreiten hier wüeden In der Sitzung v. 19. Maͤrz ließ die Deputirten⸗ cheln, beschaͤmt werden. Vergessen Sie aber nicht, daß 56e, sich selbst setzen. Von der einen Seite tadelt man uns, daß wir unsere Heere sich auf eine zahllose, unerschrockene Bevoͤlkerung 8 sich uͤber verschiedene bei ihr eingegangene uner⸗ ꝑWachsamkeit nie in Verfolgung ousarten darf. Die Meinungen die Polen nicht unterstuͤtzt, d. h. daß wir das Princip der Richt⸗ stuͤtzen, hier wuͤrden die Angreifenden nur ihrer Zahl nach ver⸗ Kammer 8 8 Bericht abstatten. Gegen 4 Uhr trat muͤssen geschont, der Glaube muß geachtet werden, die Reli⸗ Einmischung nicht verletzt haben; von der andern macht man mindert, ihrer Huͤlfsquellen beraubt und durch den Marsch ge⸗ hebliche Bittschriften Berich bei Ausschuß usammen gionsfreiheit muß fuͤr die Regierung, wie fuͤr Jedermann, heilig uns den Vorwurf, daß wir Oesterreich nicht gehindert, in Mo⸗ schwaͤcht anlangen. Verlassen wir aber dieses System, ohne das die Versammlung in einen geheimen A Bud 9 Kam, seyn. Es ist fuͤr die oͤffentliche Moral und fuͤr die allgemeine deng einzuruͤcken, d. h. daß wir eine Verletzung des Princips der es keine Sicherheit und Kraft fuͤr uns giebt, gehen wir uͤber um ihre Berathungen uͤber das 5hs da naF zeneiichen Ruhe wichtig, daß dasjenige, was von einem großen Theile mer foftzuseßen. Kurg vor der Aafhebung der Bevoͤlkerung verehrt wird, und was die civilisirten Na-⸗
Nicht⸗Einmischung zugelassen haben. Wollen unsere Gegner die den Rhein oder die Alpen, um einen Angriffskrie u 6 Einmischung oder die Nicht⸗Einmischung? Sie moͤgen die Guͤte so werden wir uns nur, geschwaͤcht und 8 sekaie⸗ Sitzung kuͤndigte der Praͤsident 82c. gs * tionen stets geachtet haben, dem Spotte und der Beleidigung . 8 über ngs⸗ etz an. sone 2 8 e 8
tag die Berathung uͤber das neue Rekrutirung zdiese unerreichbar sey. Auch andere Parteien haben sich geßeigt.
2 sich r veeen Besza snfechen, -9 Pus Meoner 1g. Farden⸗ 9 8 8n Pag der Sympathie der Völ⸗ dies uns vor, alte wichtige Buͤndnisse, die in der Geschichte ker berau⸗ zum Kampfe stellen koͤnnen. Die Zunei 21 bemerkten indeß, daß wenn man diese sey. Auch des 39 jaͤhrigen Krieges eine glaͤnzende Kolle spielten und das der Voͤlker koͤnnen wir uns allein durch Achtung ze 6 8788 Weses Sesichnn aa assferng 18 die Session gar kein Manner, die vielleicht Freunde der Revolution, gen bde von glorreiche Gedaͤchtniß Gustav Adolphs zuruͤückrufen, vernachlaͤfsigt nung, des Eigenthums und aller Rechte erhalten. Mit Ende haben wuͤrde. Als hierauf der Koͤnigl. Kommissar, Hr. ihr gegruͤndeten e v, 88870,&,gS 81 w - w ehr wuͤn⸗ Verachtung gegen die Gesetze und die regelm 1 2 Weahenc. erk are⸗ d06, das g dachh, esadenens 89 ten n Einige, von truͤgerischen Hoffnungen ver⸗
zu haben. at er denn vergessen, daß Schweden einen Karl dem Kriege wuͤrden wir uns unermeßliche Opfer ;
XII. hatte, Hesfen thoͤrichte Kriegslust das Land hart buͤßen denn der Krieg wuͤrde unsere Hülfsgurnen cheh⸗ ven dencegn. 8 th, indessen doch nicht unumgaͤnglich noͤthig sey, be⸗ F Kammer sich nicht mehr mit demselben zu be⸗ lockt, traͤumen von einer Veraͤnderung der Formen der Ge⸗
schlo v11A1A1A*“ sellschaft; Andere, von einer großen Erinnerung beherrscht,
mußte; daß dieser Fuͤrst in Folge seiner Einmischung in die ganze Last desselben wuͤrde auf uns uruͤckfallen. Wollten 2 8 We Nhertagen e dhn 1wapgen, gerehe 2 2v ve. 8 wuͤrden diese von Stnr I“ 88 Wöö1““ er Pforte nachzusuchen; daß sein Land daduͤr an unsere Feinde werden. Das System, das ich vertheidi shhaacaca 11161 8 . I1M“ daere as h⸗⸗ t cg- vnesch ziemt. 92 wt mähe e n A“*“ 5b “ “ 8 gupten, daß wir den ein und die üͤber 8 “ e . b ℳ unte! 8 vhnfhn licht überschreiten .NPar4, 20. Wäss des Mißtrauens unter dem Volke hat der Parteigeist an eini⸗
zu den Staaten zweiten Ranges herabsank und seitdem nicht 4 . mehr denselben Einfluß auf die Europaischen Angelegenheiten 8 Gestern bewilligten Se. Majestaͤt koͤnnten, wenn unser Interesse es erheischte, unseren Ver⸗ Herrn Lehon eine Privat⸗Audienz, in welcher dieser sein
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on Hrn. Cas. Périer in Antrag gebrachte Spezial⸗Kom⸗ mission aus 18 Mitgliedern der Kammer, Hr. Humann bagegen, daß man sie nur aus 9 Mitgliedern zusammensetze, indem eine allzuzahlreiche Kommission die Pruͤfung der finan⸗ ziellen Lage des Landes nur unnuͤtz in die Laͤnge ziehen wuͤrde, bestieg der General Lafayette die Rednerbuͤhne. „Die ge⸗ genwaͤrtige Auslegung des Systems der Nicht⸗Einmischung,“ üßerte er unter Anderm, „weicht, wie mir scheint, gar sehr von derjenigen ab, die man anfangs in Bezug auf Belgien von diesem Systeme machte. Ich muß hier⸗ nach annehmen, daß das Ministerium seine Grundsaͤtze geaͤndert hat. Was die Polnischen Angelegenheiten betrifft, so behauptet man, daß ich im Irrthum gewesen, als ich vor mehreren Monaten erklaͤrte, daß Rußland die Absicht gehabt habe, sich der Polnischen Armee als Vorhut des gegen Frank⸗ eich bestimmten Heeres zu bedienen. Damals fehlte es mir, zum Beweise dieser Angabe, an den benoͤchigten Aktenstuͤt⸗ ken; jetzt habe ich diese in Haͤnden; will die Kammer, daß ich sie ihr mittheile?“ Als bei diesen Worten von mehreren Seiten ein Jal! erscholl, verlas Herr von Lafayette verschie⸗ dene Auszuͤge aus Briefen, die von St. Petersburg nach Warschau geschrleben worden, und woraus der Reduer der
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ausuͤbt? Derselbe Redner fragt, warum uns mit einem durch
traͤge zu uͤbergehen.
seine Freiheitskaͤmpfe beruͤhmten Nachbarvolke nicht die Bande
enger Freundschaft verknuͤpfen? Weiß er denn nicht, daß das unveraͤnderliche Grund⸗Princip der Schweizerischen Politik die Neutralitaͤt ist? Endlich macht uns dieser Redner den Vorwurf⸗
daß wir ein Princip aufgestellt, dem wir nirgends Achtung zu verschaffen gewußt haͤtten. Hat er denn vergessen, daß vor .
ren Thoren ein freies und unabhaͤngiges Belgien liegt, daß wir
dvort die Beobachtung des Princips der Nicht⸗Einmischung ver⸗
langt haben, und daß dadurch Belgien auf immer von Holland getrennt worden und unter die unabhaͤngigen Nationen aufge⸗ avmmen worden ist? Die Kammer wird von mir nicht erwar⸗
daß ich den vorigen Rednern in allen ihren Kreuz⸗ und Querzuͤgen folge; ich hoffe, keinen der Hauptpunkte ihrer Vor⸗ 1 — Was die im Warschauer Archive gefundenen Aktenstuͤcke betrifft, deren Vorlesung die Aufmerksamkeit der Kam⸗ mer erregt hat, so bemerke ich, daß ich dieselben, als zum ersten . die Rede davon war, ar nicht kannte und daß es mir
aher nicht moͤglich war, Auf chluͤsse daruͤber zu geben. Seitdem habe ich sie mir verschaff⸗ und dieselben Aktenstuͤcke, zu deren vollstaͤndiger Mittheilung ich bereit bin, werden den Beweis lie⸗ fern, daß von einem Kriege gegen Frankreich niemals die Rede war. So erklaͤrt z. B. der Kaͤiser in der Antwort auf ein Schreiben des Koͤnigs von Holland, der seinen Beistand fuͤr die Bekaͤm⸗ keng des Belgischen Aufstandes nachgesucht hatte, er sey unter der edingung, daß seine Verbuͤndeten sich mit ihm vereinigten,
buͤndeten die Huͤlfe zu bringen, die sie von uns zu erwarten be⸗ rechtigt waͤren. In diesem Falle muͤßten aber airfers Interessen
und unsere Wuͤrde wirklich dabei betheiligt seyn. Was die An-⸗
elegenheiten Modena's betrifft, so bemerke ich nur ne Frage des Ruͤckfalls zu eroͤrtern, daß die — sehn d.
Princiy der Nicht⸗Einmischung verletzt haben, indem sie die Ca⸗
pitulgtion von Modena, das sich noch vertheidigte, erzwangen. Mit Bedauern sehe ich mich genzehigt⸗ ihnen dicsen Vatwar zu machen. Ueber das, was die Roͤmischen Staaten betrifft, werde ich mich nicht aussprechen; es sind Unterhandlungen im Gange; dies wird hinreichen, um der Kammer meine Zuruͤckhaltung be⸗ greiflich zu machen. Aus demselben Grunde schweige ich uͤber
te Luxemburgische Frage. Man sage uns also nicht, daß jedes im Aufstande gegen seine Regierung begriffene Volk ein Recht auf unsern Beistand habe, daß jede Nation, die den Aufstand proklamirt hat, verlangen koͤnne, . wir 89 Geld und unser Blut fuͤr sie hergeben. Wahrlich, diese Politik kann nimmer die einer weisen einsichtigen Regierung seyn; sie wuͤrde einen Krieg
mit allen Voͤlkern herbeifuͤhren und kann daher von der ammer niemals gebilligt werden.“ (Beifall.) e5 8
Kaum hatte der Graf Sebastiani die Rednerbuͤhne ver⸗ lassen, als der General Lafayette, eines persoͤnlichen Fak⸗ tums wegen, zum zweitenmale das Wort verlangte. „Schon
vor einiger Zeit“, aͤußerte er, „beklagte ich mich von dieser
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Beglaubigungs⸗Schreiben als Gesandter Belgiens am hiesi⸗ Zan. hee zu uͤberreichen die Ehre hatte.
Der Koͤnig und die Koͤnigl. Familie werden einen Theil des April in St. Cloud zubringen. In den Tuilericen, welche der Koͤnig zu seiner Meslchen bestimmt hat, sollen bedeutende
iten unternommen werden. bö Koͤnig wird am 27sten d. M. auf dem Marsfelde eine große Revue uͤber die in der Naͤhe von Paris stehen⸗ den Truppen abhalten und ihnen zugleich die neuen Fahnen einhaͤndigen. Der Moniteur giebt dies als den Grund des Zusammenziehens von Truppen in der Hauptstadt und deren Umgegend auf welches mehrere hiesige Blaͤtter
merksam gemacht hatten. 88 8. Ser Peäsident des Minister⸗Raths hat als Minister des Innern nachstehendes Rundschreiben an die Praͤfekten erlas⸗ sen: „Herr Praͤfekt! Der Koͤnig hat, indem er mir den ch⸗ renvollen Auftrag gab, sein Conseil zu bilden und den Vorsitz Fhemn Koeh m 88. N8.
*) Diese Kommission ist in folgender Weise zusammengestellt s 8 87 Herren — Hinfe e Veaux, v. Mosbourg, Dé⸗
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en Punkten des Koͤnigreichs ernsthafte Unordnungen und gehe pn Reactionen anzustiften gewußt, und die Behoͤrde war oft zu schwach, ihm Widerstand zu leisten. Es ist Zeit, daß dieser Zustand seine Endschaft erreiche. Wenn die Verwaltung nicht stark und entschlossen auf⸗ treten wollte, wenn die Versuche, Unordnung zu erregen, sich fernerhin wiederholten, so wuͤrde die oͤffentliche Wohl⸗ fahrt dadurch gefaͤhrdet, die Noth des Gewerbfleißes und andels vermehrt und bei den guten Buͤrgern sogar der Senae an die Kraft und Dauer unserer Einrichtungen er⸗ schuͤttert, so wuͤrde in den Augen der Voͤlker Europa's der reine Charakter unserer Revolution entstellt werden. Wenn die Ordnung nicht ihre Gewalt und die Gesellschaft nicht ihre Ruhe wiedergewoͤnne, so wuͤrden die bevorstehenden Wah⸗ len nicht frei seyn, oder wenigstens nicht so erscheinen. Die Wiederherstellung der Ordnung ist nothwendig, damit der Ursprung der neuen Kammer unbesleckt bleibe und ihre Macht nicht das Werkzeug der Parteien werde. Diese Betrachtun⸗ gen, m. H., schreiben Ihnen Ihre Pflichten vor. Die Re⸗ 8 gierung will nur im Interesse der Freiheit selbst stark seyn und rechnet fest auf die Mitwirkung der guten Buͤrger und
lessert, Etienne, v. Nambuteau, Humann, Duvergier de Hauranne und Guizot. b
auf die Ergebenheit ihrer Agenten. Die guten Buͤrger wer⸗
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