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gende Preußische Geld war eine Ursache
des Landes gegen Conventionsstuͤcke um.
worden. sind folgende: In Gold werden doppelte, einfache und halbe Pi⸗
werden (2 Stuͤck zu
welche sich auf diese Weise in Deutschland gebildet haben, sind orzuͤglich solgende: 1) Der Luͤbische Fuß. ach demselben wird die Koͤlnische Mark seines Silber zu 34 Marken vermuͤnzt. Es st dieses ein 17 Guldenfuß, sofern man zwei dieser Marken als inen Gulden betrachten kann. Er ist in Luͤbeck, Hamburg und Mecklenburg⸗Schwerin der herrschende, und es werden nach dem⸗ felben 2 Mark, 1 Mark, 8 Schillinge, 4 Schillinge und 2 Schil⸗ inge gepraͤgt. 2) Der Achtzehn⸗Guldenfuß oder der Leipziger Muͤnzsuß wurde 1690 durch einen Muͤnz⸗Receß zwischen Kur⸗ Sachsen, Kur⸗Brandenburg und Braunschweig⸗Luͤneburg festge⸗ setzt, dem nachher auch Schweden fuͤr seine Deutschen Besitzungen und einige andere Laͤnder beitraten. Es ist derselbe, nach welchem Hannover fruͤher seine Kassenmuͤnze praͤgte. Die Scheidemuͤnze war darin zu 9 ½ Gulden aus der Mark festgesetzt. Seit 1817, wo unser land zu dem Zwanzig⸗Guldenfuße uͤberging, ist er fast ganz au⸗ zer Gebrauch gekommen. 3) Der Zwanzig⸗Guldenfuß oder der Conventionsfuß, welcher seine Entstehung durch eine Conven⸗ ion erhielt, die im Jahr 1753 zwischen Oesterreich und Bayern abgeschlossen wurde, hat sich allmaͤlig uͤber den groͤßten Theil von Deutschland, zumal uͤber das suͤdliche und mittlere, ausge⸗ reitet. 4) Der Vierundzwanzig⸗Guldenfuß ist kein Muͤnzfuß in dem Sinne, daß danach besondere Muͤnzstuͤcke regulirt wuͤr⸗ den, sondern die nach jenem Zwanzig⸗Guldenfuße ausgemuͤnzten Stuͤcke werden nur anders eingetheilt. Diese Zaͤhlungs⸗Art war schon fruͤh in dem mittleren Deutschland uͤblich, und als die Muͤnzen des Zwanzig⸗Guldensußes dorthin verbreitet wurden, wendete man je auf dieselben an. 5) Der Einundzwanzig⸗Guldenfuß wurde seit 1750 von Friedrich UI. eingefuͤhrt und 1764 verbessert. Er heißt auch Preußisches Courant oder, nach dem Namen des damaligen Muͤnz⸗Direktors, Graumannischer Fuß. Die Scheidemuͤnze chlaͤgt jedoch Preußen nicht nach diesem, sondern nach dem Sechzehn⸗Thalerfuße. 6) Zuletzt ist noch der Kronen⸗Thalerfuß zu erwaͤhnen, welcher einen Einundzwanzig⸗ und Fuͤnfzwoͤlftel⸗ Guldenfuß bildet. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts wur⸗ en naͤmlich die Brabanter Thaler oder die Oesterreichisch⸗Nieder⸗ laͤndischen Kronen⸗Thaler am oberen Rheine verbreitet, und nach Auflösung der Reichs⸗Verbindung praͤgten auch Bayern, Wuͤrt⸗ temberg, Baden, das Großherzogthum Hessen, Nassau, Sachsen⸗ Koburg und Waldeck solche Kronen⸗Thaler, ohne Angabe des Muͤnzfußes, die alle noch etwas geringhaltiger waren, als die Brabantischen. Eben so sind Wuͤrttemberg und Bayern bei ihren neuen Ein⸗ und Zwei⸗ Guldenstuͤcken ungefaͤhr demselben Muͤnzfuße gefolgt. Hannover hatte sich schon im Jahre 1817 genoͤthigt gesehen, seinen Achtzehn⸗Guldenfuß zu ver⸗ lassen und zu dem Zwanzig⸗Guldenfuß uͤberzugehen; allein im Verlagfe der Zeit hatten sich trotz dieser Aenderung bedeutende ißskaͤnde eingeschlichen. Ohne zu erwahnen, daß von Holland, Hamburg und Bremen aus sich die dorrigen Geld⸗Berechnungen weit in die angraͤnzenden Theile von Hannover hineinziehen, so war es vorzuͤglich der Preußische Muͤnzfuß, welcher sich ein— draͤngte, indem dieses Land Hannover vielfach begraͤnzt, in sei⸗ nem Geldverkehr alle die Vortheile voraus hat, wodurch der zroͤßere Staat den kleineren uͤberwiegt, und die Gewinnsucht der Einzelnen seine Verbreitung unterstuͤtzte. Dieses eindrin— von mancherlei Uebeln. Da die oͤ fentlichen Kassen nur Muͤnze nach dem Zwanzig⸗Guldenfuß annahmen, aber die Muͤnze des Einundzwanzig⸗Guldenfußes in vielen Theilen des Landes im Verkehr die herrschende war, so wurden bestaͤndige Einwechselungen erforderlich, wodurch denn Bedruͤk⸗ kungen vorzuͤglich der Aermern herbeigefuͤhrt wurden. Ferner coursirten die gleichnamigen Stuͤcke der beiden verschiedenen Guldenfuͤße neben einander, und Gewinnsuͤchtige tauschten nun die des Preußischen Fußes zu ihrem Vortheil und zum Schaden Aus diesen Gruͤnden, und zur Erleichterung des Verkehrs uͤberhaupt, machte die vor⸗ jaͤhrige Staͤnde⸗Versammlung den Antrag auf Einsuͤhrung des Preußischen Muͤnzfußes. Die Regierung gab diesem Ansinnen nach, und hat jetzt ein desfallsiges neues Muͤnz⸗Gesetz vorgelegt. Dieses Gesetz ist in der zweiten Kammer bereits drei⸗ mal berathen und in seinen Grundzuͤgen auch gebilligt Die wesentlichen Bestimmungen dieses Entwurfes
stolen gepraͤgt. Die bisherigen Bestimmungen uͤber deren Aus⸗ muͤnzung bleiben beibehalten, und werden nur genau festgestellt. 35 ½ Stuͤck Pistolen sollen eine Mark wiegen und 258 Graͤn fei⸗ nes Gold enthalten. Bei den Silber⸗Muͤnzen wird vom 1. Juli 1834 an der Vierzehn⸗Guldenfuß der Landes⸗Muͤnzfuß des Koͤnig⸗ reichs seyn und an die Stelle des Conventionsfußes treten.
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Die Eintheilung der Muͤnze bleibt dieselbe wie bisher; der Tha⸗ ler zerfaͤllt in 24 gGr. und
. nd der gGr. in 12 Pf. Uebrigens wer⸗ den Ein Rthle.⸗Stuͤcke, 1⸗Rthlr⸗Stuͤcke und 1.Rthlr.⸗Stuͤcke ge⸗ prägt. Als Scheidemuͤnze werden in Silber 1 gGr. Stuͤcke nach
einem Sechszehn⸗Rthlr.⸗Fuße gepraͤgt, und außerdem Vierpfen⸗
nig⸗Stuͤcke, in Kupfer Einpfennig⸗ und Zweipfennig⸗Stuͤcke. Unter den uͤbrigen Bestimmungen dieses Gesetz⸗ Ent⸗ wurfes heben wir nur noch folgende zwei hervor. Die Zwei⸗ gutegroschenstuͤcke des bisherigen Conventions⸗Geldes waren nicht einzeln justirt, sie waren daher durch Aussuchung der besseren immer schlechter geworden, und der Hauptdienst der Kassen be⸗ stand in dieser Geldsorte. Um sie zu entfernen, soll vom 1. Juli 1834 an kein Zweigutegroschenstuͤck Conventions⸗Muͤnze unter fremden Stempel mehr in die Kassen angenommen, und der Werth der unter eigenem Stempel coursirenden bei den Kassen so gesetzt 4 Gutegroschen 1 Pfennig neuer Muͤnze), daß sie sich nicht bei den Kassen anhaͤufen. Allmaͤlig werden sie umgepraͤgt werden. Die zweite Bestimmung, welche wir her⸗ vorheben, ist die des Paragraphen 5, wonach festgesetzt wird, daß alle Zahlungs⸗Verbindlichkeiten der oͤffentlichen Kassen sowohl als der Privat⸗Personen, welche bisher in Conventions⸗Muͤnze er⸗ fuͤllt werden mußten oder durften, durch Erlegung von 1 Rthlr. 8 Pf. nach dem neuen Muͤnzfuße fuͤr jeden Thaler nach dem bisherigen Muͤnzfuße erfuͤllt werden koͤnnen. Bei diesem Para⸗ graphen hat nun die zweite Kammer lange berathen, ob auch den Besoldeten dieses Agio von 8 Pfennigen fuͤr den Thaler gezahlt werden muͤsse, und beschlossen, dasselbe noch drei Jahre lang, allein nur dem, der es fordere, in Anrechnung zu bringen.“
Dresden, 21. Jan. In der Sitzung der zweiten Kam⸗ mer vom 13ten d. trug der Abgeordnete Sachße darauf an, daß die Staͤnde⸗Versammlung die Staats⸗Regierung um die vor Aufhebung der Kavillerei⸗Gerechtsame zu bewirkende Aufhebung der Anruͤchigkeit Derer, welche das Abdecker⸗Gewerbe betreiben, ersuche, und bemerkte zur Unterstuͤtzung dieses Antrages: Es sey von der Staats⸗Regierung ein Gesetz uͤber Aufhebung der Bau⸗ rechte zugesichert worden. Nun sey aber, ehe man das Gewerbe aufhebe, nothwendig, die Ehre der Menschen, welche sich mit der Kavillerei beschaͤftigt haͤtten, herzustellen, und zwar sey dies um so nothwendiger, da sich die Anruͤchigkeit nicht rechtfertigen lasse. Der Praͤsident hielt diesen Gegenstand ganz besonders der Beruͤcksichtigung werth, und er wurde an die dritte Depu⸗ tation abgegeben. — Auf der Tagesordnung stand zuerst ein
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Bericht uͤber die Petition mehrerer Thier⸗Aerzte, in Betreff einer zweckdienlichen Veterinair⸗Organisation. In derselben Sitzung beendigte die Kammer noch ihre Berathungen des Ge⸗ setz⸗Entwurfes uͤber die hoͤheren Justiz⸗Behoͤrden und den In⸗ stanzenzug der Justizsachen. Das ganze Gesetz wurde, mit Vorbehalt der zwei Punkte wegen Ehe⸗Verloͤbniß⸗Streitigkeiten und Ehe⸗Irrungen, die ausgesetzt blieben, einstimmig an— genommen.
In dem Saͤchsischen Einnahme⸗Budget befinden sich un⸗ ter den Regalien 22,000 Rthir. als Zeitungs⸗Nutzungen, insbesondere Ertrag der fuͤr Staats⸗Rechnung erscheinenden Leipziger Zeitung, des einzigen politischen Blattes in Sachsen, da die Herausgabe anderer, wegen eines fruͤheren Privilegiums des Fiskus, nicht gestattet wird. Alle gerichtliche Anzeigen muͤf⸗ sen zuerst in der Leipziger Zeitung erscheinen, und bringen be⸗ sonders viel ein. Dagegen hat die Staats⸗Kasse an der Her⸗ ausgabe der „Nachrichten vom Landtage“ bereits mehr als 10,000 Rthlr. zugesetzt. —
Braunschweig, 14. Jan. Es sind fuͤr die sechs Sec⸗ tionen der Ministerial⸗Kommission neben den Staats⸗Beamten, welche von Amts wegen dazu berufen sind, 19 ordentliche und 12 außerordentliche Mitglieder ernannt. Der Bau des neuen Schlosses schreitet vor, und das Erdgeschoß naͤhert sich der Vollendung. Die Hauptfagade ist 400 Fuß lang, und hat den Schloßplatz und Bohlweg vor sich. Saͤulengaͤnge werden von beiden Seiten der Straße zu dem Hauptgebaͤude fuͤhren, welches aus einem Souterrain und drei Etagen bestehen, und vom Pflaster bis zur Balustrade 77 Fuß Hoͤhe haben wird, mit einer Tiefe von 72 Fuß, welche sich in dem halbrunden Ausbau an der Hinterfronte auf 133 Fuß verlaͤngert. Die beiden zuruͤcktreten⸗ den Fluͤgel sind 215 ½ Fuß lang und 64 Fuß tief. Das neue Schloß liegt freier als das alte, und ist von dem Schloßgarten und der Oker umgeben, welche an beiden Fluͤgeln und dem innern Schloßhofe vorbeifließt. Auch ist der schoͤne, von der Herzogin Auguste angelegte und nach ihrem Vermaͤchtnisse offen stehende Park nahe genug, um durch eine Haͤngebruͤcke mit dem Schloß⸗ garten verbunden zu werden. Das werdende Schloß kuͤndigt schon ein reich ausgestattetes Kunstwerk an, und die Verhaͤlt⸗ nisse der ihm gegenuͤber liegenden Haͤuser erscheinen kleinlich, obgleich die seinigen nichts Riesenmaͤßiges haben. Cs wird auf seiner hoͤchsten Spitze kaum 112 Fuß messen, und unser Andreas⸗ Thurm hat eine Hoͤhe von 279 Fuß.
Hamburg, 24. Januar. Hier ist folaende Bekanntma⸗ chung ergangen: „Nachdem den hiesigen Bekennern der Eng⸗ lisch-Bischoͤflichen Kirche nunmehr im verfassungsmaͤzigen Wege die Rechte einer kirchlichen Gemeine ertheilt worden; es dabei zugleich aber rathsam erachtet worden, hinsichtlich der bisher hieselbst recipirt gewesenen Geistlichen dieser Kirche jeden etwa⸗ nigen Zweifel zu beseitigen, so ist verfassungsgemaͤß beschlossen worden: daß alle, von dem hiesigen, seit der Aufhebung der Engl. Court, in seinen Functionen geduldeten Geistlichen, der Englisch⸗Bischoͤflichen Kirche vorgenommenen Amtshandlungen, so angesehen werden, und dieselbe Kraft haben sollen, als ob er foͤrmlich vom Staate konfirmirt gewesen waͤre; welches E. E. Rath hierdurch zur allgemeinen Wissenschaft und Nachachtung bekannt macht. Gegeben in Unserer Raths⸗Versammlung, Ham⸗ burg, den 20. Januar 1834.“
In Schumachers Astronomischen Nachrichten liest man: „Der vortreffliche junge Astronom und Mathema⸗ tiker Dr. Peters (welcher bhei seiner Doctor⸗Promotion in Koͤnigsberg von Bessel und Jacobi den ersten Charak⸗ ter erhielt), ist bei der Hamburger Sternwarte als Assistent bei der Direction angestellt. Als erster Astronom an dieser Stern⸗ warte ist der bisherige Navigations⸗Lehrer Hr. Ruͤmker ernannt. Da nun diese Sternwarte, wie schon in diesen Blaͤttern ange⸗ zeigt ward, durch patriotische Buͤrger Hamburgs mit vortreff⸗ lichen Instrnmenten ausgeruͤstet ist, und unter der Leitung zweier so ausgezeichneten Astronomen steht, so duͤrfen wir mit Recht unsre Erwartungen von den Resultaten, welche diese Vereini⸗ gung liefern wird, etwas hoch spannen.“
Muͤnchen, 20. Jan. Muͤnchener Blaͤtter melden: „Die beiden aus Griechenland zuruͤckgekehrten Chevauxlegers⸗ Eskadrons sind gestern nach 11 Uhr, die Trompeter des Koͤ⸗ nigl. Kuirassier⸗Regiments an der Spitze, von einer zahllosen Menschen⸗Menge begleitet, hier einmarschirt, und wurden von Sr. Majestaͤt dem Koͤnige, in Begleitung der Koͤnigl. Prinzen und des sämmtlichen Generalstabes, auf dem Maximilian⸗Platze inspicirt, worauf sie bei der hiesigen Einwohnerschaft einquartiert wurden. — Ihre Mafestaͤt die regierende Koͤnigin Therese ha⸗ ben der Koͤnigl. Staͤdt⸗Kommandantschaft 230 Fl. zur Verthei⸗ lung unter die Chevauxlegers⸗Division zustellen lassen, und zwar als einen Beweis der Anerkennung jener Anhaͤnglichkeit, welche diese Braven in Griechenland Ihrem Durchlauchtigen Bruder, Prinzen Eduard von Sachsen⸗Altenburg, bewiesen haben.“
er Magistrat der Hauptstadt Muͤnchen laͤßt die aus Grie⸗ chenland eingetroffenen Chevauxlegers am 21. Januar bis Odels⸗ hausen fahren, von wo dieselben der Magistrat von Augsburg abholen laͤßt.
Der Bayerische Landbote enthaͤlt folgenden Artikel: „Die Zeit der zweiten Versammlung der Staͤnde des Reichs fuͤr die dritte Finanz⸗Periode kommt heran und man erwartet die Thaͤtigkeit dieser Versammiung im Ansang des Monats Maͤrz. Diese Versammlung beginnt unter weit guͤnstigern Ver⸗ haͤltnissen, als die letzte. Die oͤffentliche Meinung, welche bei dem Zusammentritte der letzten Versammlung durch Journale und Broschuͤren, womit Deutschland und insbesondere Bapern uͤberschwemmt war, von dem rechten Standpunkte abgeleitet und in eine feindliche Stellung mit der Staats⸗Regierung gebracht worden war, welche ganz vorzuͤglich dahin gearbeitet hatte, die Bestim⸗ mung der Verfassungs⸗Urkunde, „daß die Standschaft berufen sey, um in oͤffentlichen Versammlungen die Weisheit der Berathung zu verstaͤrken, ohne die Kraft der Regierung zu schwaͤchen“, in den Hintergrund zu draͤngen, welche ferner dahin gearbeitet hatte, die Vertreter des Volks mehr in Behandlung von Doktrinen und Theorieen zu verwickeln, als sie in Berathungen uͤber die mate⸗ riellen Volks⸗Interessen zu unterstuͤtzen; — diese oͤffentliche Mei⸗ nung ist nunmehr beruhigt und weit mehr in das rechte Geleis gebracht; das Volk will von unfruchtbaren und weitschweifigen Reden nichts wissen, fordert treue Besorgung seiner materiellen Interessen, will Ruhe, eine kraͤftige Regierung, Unterstuͤtzung derselben in allem Rechten und Billigen von Seiten der Staͤnde, damit die Regierung geachtet dastehe, gegenuͤber dem Auslande und kraͤftig im Innern, wo es darauf ankommt, die Interessen des Gewerbfleißes, des Handels und der Agrikultur zu foͤrdern. Das Volk hat einsehen lernen, daß der Ultra⸗Liberalismus die Schritte der Regierung zu seinem wahren Besten nur hemme, es hat die Tendenz der großen Wortfuͤhrer begriffen und richtet nun vertrauensvoll seine Blicke auf eine Regierung, welche durch Thaten bewiesen hat, daß sie durch alle küͤnstlich herbei⸗
gefuͤhrten Hindernisse nicht abgehalten werden konnte, große
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Ideen zum Wohle des Staates zu fassen und mit einer seltenen Konsequenz zu Resultaten zu fuͤhren. Was bisher von Seiten der Regierung fuͤr das Volkswohl geschehen ist, spricht zu laut, um nicht allgemeine Anerkennung zu finden. Fuͤr den Unterricht und die Erziehung der Nation sind durch verbesserte Schul⸗An⸗ stalten, durch Errichtung von Gewerbs⸗, landwirthschaftlichen und polytechnischen Schulen Riesenschritte geschehen; die kraͤftige Durchfuͤhrung des Zoll⸗Vereins mit Preußen und Sachsen hat unserem Handel einen Markt eroͤffnet in einer kaum geahneten Ausdehnung, die Fixation und Abloͤsung der grundherrlichen Gefaͤlle hat Fortschritte gemacht, welche man noch vor wenigen Jahren kaum fuͤr moͤglich gehalten haͤtte. Dieses und noch vieles Andere fuͤhrte zu der Ueberzeugung, daß ein kraͤftiges und nach einem festen Plane mit eiserner Konsequenz arbeitendes Ministe⸗ rium leicht Außerordentliches leisten werde, wenn es von wohl⸗ wollenden, redlichen, ihren Beruf richtig erfassenden, mit den wahren Beduͤrfnissen des Landes vertrauten Staͤnden kraͤftig un⸗ terstuͤtzt werde, und darum will das Volk von seinen Vertretern nicht eine starre Opposition gegen — sondern ein vertrauens⸗ volles aufrichtiges Zusammenwirken mit der Regierung, welche sich hinsichtlich ihrer Faͤhigkeit großer Conceptionen und einer alle Hindernisse uͤberwindenden Konsequenz hinlaͤnglich legitimet hat. Dieser Anschluß der Volksvertreter an die Regierung sezt darum nicht ein unbedingtes Besahen aller ihrer Vorschlaͤge vor⸗ aus; die Verfassung selbst will die Weisheit der Berathung ver⸗ staͤrkt wissen, was voraussetzt, daß alle Anstaͤnde erhoben und reiflich erwogen werden. — Unter diesen Verhaͤltnissen laͤßt sich mit allem Grunde erwarten, daß die naͤchste Versammlung der Stande gedeihliche Ergebnisse fuͤr die Regierung, wie fuͤr das Volk, ganz nach den Voraussetzungen unserer Verfassungs⸗Ur⸗ kunde, herbeifuͤhren werde.“
In Flugschriften ist behauptet worden, der Werth der hie⸗ sigen Haͤuser (2000 Wohnungen stehen leer) sey um zwei Drittheile gesunken. Sicher ist, daß, wenn nicht bald einge⸗ schritten wird, um den Werth der Haͤuser wieder zu heben, volle zwanzig Millionen Vermoͤgen zu Grunde gehen, von de⸗ nen 6 Millionen an Renten und Kapitalien bereits auf den seit einigen Jahren im Konkurse verkauften Haͤusern verloren wur⸗ den, und eine eben so große Summe auf den im Konkurse schwebenden Haͤusern zu Verlust geht; dann duͤrften auch zehn Milltenen nicht hinreichen, die am Werthe aller Haͤuser hier und in den Vorstaͤdten verloren werden. Se. Maj. der Koͤnig hat diesem fuͤr unsere Stadt hoͤchst wichtigen Gegenstand alle Aufmerksamkeit zugewendet, und wie man vernimmt, soll eine eigene permanente Kommission von einsichtsvollen Maͤnnern nie⸗ dergesetzt, und von derselben untersucht werden, wie hier am ersten und besten zu helfen sey. 1
Der Volksfreund schreibt aus Muͤnchen: „Hoͤchst beachtenswerth ist der Umstand, daß seit einiger Zeit sehr haͤu⸗ fige Anzeigen von dem Ausbleiben der Quellen gemacht wer⸗ den, wodurch bei vielen seither ergiebigen Brunnen die Aus⸗ beute an Wasser auf beunruhigende Weise verringert ward. Wenn wir die heftigen Stürme und auffallend gelinde Tempe⸗ ratur damit in Verbindung setzen, so duͤrfte man wohl der Vermuthung von der Bildung eines Erdprozesses Raum geben.“
Freiburg, 18. Jan. Nach dem so eben erschienenen Ver⸗ zeichniß der Studirenden an hiesiger Universitaͤt in dem Winter⸗ Halbjahr von 18 ½ betraͤgt die Gesammtzahl derselben 480. Darunter sind 143 Theologen; 83 Juristen und Kameralisten; 157 Mediziner, Pharmaceuten und Chirurgen, und 97 Philo⸗ sophen. Auslaͤnder zaͤhlt man 79; Inlaͤnder 401.
Darmstadt, 20. Jan. Die Stadt Darmstadt hat die Reihe der von ihr zu Ehren der Vermaͤhlung Sr. Hoheit des Erb⸗ Großherzogs veranstalteten Festlichkeiten gestern auf eine wuͤrdige Weise beschlossen. Ueber 100 Arme beiderlei Geschlechts, wozu man vorzugsweise die aͤltesten und wuͤrdigsten erwaͤhlt hatte, da der Raum nicht mehr fassen konnte, wurden in dem Saale des Rathhauses, der mit den Bildnissen des Durchlauchtigsten Erbgroßherzoglichen Paares, mit Hessischen und Bayerischen Fahnen und Wappen und gruͤnen Kraͤnzen und Guirlanden de⸗ korirt war, auf Kosten der Stadt sestlich bewirthet.
Mainz, 21. Jan. (Frankf. Journ.) Unsere Stadt hat einen schwer zu ersetzenden Verlust erlitten! Der große Menschenfreund, der Fuͤrstliche Wohlthaͤter und Helfer aller Be⸗ draͤngten, Herzog Ferdinand von Wuͤrttemberg Koͤnigl. Hoheit, Kaiserl. Koͤnigl. Oesterreichischer General⸗Feldmarschall und Gou⸗ verneur der hiesigen Bundes⸗Festung, ist nicht mehr! Gestern Abend gegen 10 Uhr rief ihn der Tod in eine bessere Welt ab. Er starb zu Wiesbaden, welchen Aufenthalt der hohe Ver lichene, seiner Gesundheit und groͤßerer Ruhe wegen, seit einiger Zeit gewaͤhlt hatte. Wie ein Donnerschlag traf diese Trauer⸗Botschaft jeden einzelnen Bewohner unserer Stadt. Das Thearer wurde fuͤr heute und morgen geschlossen; ein Vall in dem Kasino auf morgen abbestellt, und jede freudige Vereinigung unterbleibt. Solche aus dem innersten Gemuͤche hervorgehende Betruͤbniß verdiente sich der Todte, den wir veweinen, durch seine seltenen Tugenden sowohl in seiner amtlichen Eigenschaft als Militair⸗ Gonverneur, wie in jener als Mensch mit einem bei Jeder⸗ manns Leiden mitfuͤhlenden Herzen. Segen seinem Andenken, Ruhe seiner Asche! Unsere Stadt hat ihren groͤßten Armen⸗ Freund, Se. Majestat der Kaiser von Oesterreich einen ausge⸗ zeichneten Feldherrn, und die Welt einen echt Deutschen Bieder⸗ mann in ihm verloren. 5
Frankfurt a. M, 20. Jan. Die Herzoge Alexander und Wilhelm von Wuͤrttemberg sind gestern hier eingetroffen.
Das Frankfurter Journal schreibt: „Aus dem be⸗ nachbarten Kronberg meldet man uns, daß daselbst die Bluͤthe der Kirschbaͤume bis zum Aufspringen vorgeruͤckt ist, und daß in einem fetten Thale Gras zur Fuͤtterung fuͤr das Vieh ge⸗ maͤht wird. In der That, eine hoͤchst seltene Witterung; aber, welche Folgen kann sie herbeifuͤhren! Stoͤrche sind bereits in mehrere Ortschaften unserer Main⸗Gegend zuruͤckgekehrt.“
Wiesbaden, 22. Jan. Nach mehrwoͤchentlichen Leiden verstarb heute Morgen hierselbst der Freiherr Marschall von Bieberstein, dirigirender Staats⸗Minister Sr. Durchlaucht des Herzogs von Nassau, der in ihm einen langjaͤhrigen treuen Die⸗ ner verliert.
Oesterreich. Wien, 21. Jan. Se. Maj. der Kaiser haben dem Irlaͤn⸗ dischen Lord, Viscount Kingsborough, den Orden der eisernen Krone zweiter Klasse verliehen.
Der Professor bei der Ingenieur⸗Akademie in Wien, Oberst⸗ Lieutenant Weiß, ist mit dem Praͤdikate „von Schleußenburg“ in den Adelstand erhoben worden.
Der Koͤnigl. Niederlaͤndische Legations⸗Secretair, Graf von Limburg⸗Stirum, ist aus dem Haag hier eingetroffen.
Prag, 19. Januar. Der K. K. Kaͤmmerer Graf Wald⸗ stein hat zur dankbaren Erinnerung an den Aufenthalt IJ. Ma⸗ jestaͤten des Kaisers und der Kaiserin in Muͤnchengraͤtz eine
ihre Transtt⸗Gebuͤhren vermindern, so kann dies
den,
otiftung gegruͤndet, zufolge welcher am 3. September jedes Jahrs, als dem Tage der Ankunft der Allerhoͤchsten Herrschaf⸗ u Muͤnchengraͤtz, ein solennes Hochamt gehalten werden soll. uch dem weitern Inhalte der vorgelegten Stiftungs⸗Urkunde sollen zwri der aͤrmsten und verwaisten Kinder beiderlei Geschlechts der Stadt Muͤnchengraͤtz von dem jeweiligen staͤdtischen chullehrer in vollstaͤndige Pflege, Versorgung und Unterricht bls zu ihrer anderweitigen Unterbringung genommen werden.
Schweiz. Aarau, 16. Jan. Der Bericht der eidgenoͤssischen Han⸗ dels⸗Kommission, die zu Zuͤrich im Dezember versammelt war, sst im Druck erschienen; die Sch weizer Blaͤtter theilen dar⸗ aus folgenden Auszug mit: „Vor Allem erlauben wir uns aus⸗ usprechen, daß die Regierungen sorgfaͤltig vermeiden muͤssen, ch in die kaufmaͤnnischen Angelegenheiten zu mischen; selbst wenn Kaufleute sie darum anspraͤchen, sollten die Regierungen dennoch fest darauf bestehen, nur Hemmungen wegzuraͤumen. Die Hemmungen, welche den Transit von der Schweiz entfernen, und die unsere Straßen, die Fluͤsse und Seen, womit die Natur unser Vaterland so reich ausstattete, fuͤr den Transit unbenutzt lassen, liegen vielfaͤltig aufgezeichnet. Der Seehafen von Marseille ist durch seine Lage mehr als jeder andere geeignet, den Transit fuͤr die Be⸗ dͤrfnisse der oͤtlichen Schweiz und von Suͤd⸗Deutschland bei uns zu beleben. Man sollte es um so eher erwarten, da der Handel dieses Platzes sich zu einer noch nie gesehenen Thaͤtigkeit erho⸗ ben hat. Allein theils sind unsere Weggelder und Transit⸗Zoͤlle, in großem Maße aber auch die Wohlfeilheit der Schifffahrt auf den Kanaͤlen Frankreichs, die Ursache, daß wir wenig oder. keinen Gewinn davon haben. Umsonst wurde seit einer Reihe von Jahren der Kanton Graubuͤnden gewarnt; umfonst wurden die den Gotthard begraͤnzenden Kantone zu gemeinschaftlichen Maßregeln aufgefordert, um ihre kostbaren Strazen zu beleben. Alle geaͤußerten Besorgnisse wurden verlacht, selbst verdaͤchtigt, und Jeder suchte in sich selbst und in sich allein die Kraft und die Kenntniß, die Gefahren abzuwehren. Nun aber bietet auf der einen Seite Frankreich mit seinen Kanaͤlen und wohlfeilen Transit⸗ Einrichtungen eine leichte Verbindung zwischen Belgien und Italien san, der Berg Cenis zieht die Seide an sich, welche von Italien aus die zahlreichen Fabriken Englands versieht; und — was noch weit auffallender ist — die Straße uͤber jenes Felsen⸗Gefilde des hoͤcssten Bergpasses in Europa, auf dem Stilfserjoch, wo die starre Natur ihre Eismassen stets vorwaͤrts treibt und ihre Kraͤfte wetteifernd mit denjenigen des menschlichen Geistes mißt, selbst diese Straße entreißt dem Gotthard und dem Spluͤgen einen gro⸗ ßen Theil ihres Transits. Ebenso wie man von St. Gallen uͤber Straßburg bis Lyon, von St. Gallen uͤber Genf bis Turin wohlfeiler spedirt, eben so werden nun die Waaren von St. Gal⸗ len bis Mailand, Genua und Livorno, ja selbst von Zuͤrich nach Cleven, ungeachtet des Umweges von 30 bis 40 Stunden, wohl⸗ feiler uͤber das Stilfserjoch spedirt, als uͤber unsere Schweizeri⸗ schen Gebirgspaͤsse Alles, was uns uͤber den Transit gepredigt wurde, das benutzen die Fremden; wir selbst aber, in stolzer Sicher⸗— bent verschmaͤhten es und aͤrndten nun die Fruͤchte davon. Der ransit, befruchtet, dessen Segnungen geraͤuschlos sich schnell in allen Huͤtten verbreiten, verliert sich je laͤnger je mehr, und die trotzigen Acpensoͤhne stehen muͤßig mit ihren Pferden, dem Hunger preis⸗ gegeben, waͤhrend sie mit geeigneten Verbesserungen ihres voraͤl⸗ terlichen Roodwesens die schnellste und wohlfeilste Transport⸗Art uͤber die Gebirge darbieten koͤnnten. Wuͤrde die Einrichtung getroffen, daß auf den Bergpaͤssen die Speditoren die Wagen sieferten und die Waare unabgeladen von einem See zum an⸗ dern gefuͤhrt wuͤrde, daß in den Rooden nach der Ordnung die Fuhrleute auf dem Piket staͤnden und die ankommenden Wagen schnell fortfuͤhrten, so daß die Rooden postaͤhnlich eingerichtet wuͤrden, so koͤnnte diese Einrichtung beibehalten werden, und nicht unwahrscheinlich das schnellste und wohlfeilste Transportmittel in den Gebirgen bilden. Herabsetzung oder gaͤnzliche Aufhebung der Transit⸗Gebuͤhren; Wegschaffung der Hemmungen, welche wiederhol⸗ tes Abwaͤgen, gezwungener Aufenthalt bei Zoll⸗ und Wagsghaͤu⸗ sern verursachen; Abschaffung der Verpachtung der Zoͤlle, wo⸗ durch die aͤrgsten Plackereien und gehaͤssigsten Untersuchungen entstehen, sind, nebst moͤglichster Konkurrenz, im Allgemeinen die Mittel, welche den Transit durch die Schweiz vermehren koͤnnen. Bei der Regulirung der Fluß⸗ und Seeschifffahrt wuͤrde es von selbst auffallen, daß die Wein⸗Zoͤlle auch geregelt werden muͤssen, wobei unsere Verhaͤltnisse mit dem benachbarten Auslande mit Umsicht ins Auge zu fassen sind. Ebenfalls muͤßten die Gerech— tigkeiten der Schiszer sehr reiflich beachtet werden, da an den einen Orten die Privilegien, an andern Orten die freie Kon⸗ kurrenz Schaden bringen, weil hin und wieder wegen Beschraͤnkt⸗ heit des Transits durch freie Konkurrenz der Schiffslohn so tief gesunken ist, daß keine wohlhabende Leute sich diesem Beruf mehr widmen, und daher fuͤr die Schifffahrt keine gehoͤrige Garantie mehr vorhanden ist. Mehrere Kantone der Schweiz, von der Wichtigkeit des Transits uͤberzeugt, fangen an, ihre Gebuͤhren zu ermaͤßigen. Aber wenn auch einzelne Kantone unmoͤglich genuͤ⸗ gen, den Transit herbeizulocken, da nur die Herabsetzung dieser Gebuͤhren auf ganzen Straßen ⸗Zuͤgen eine solche Wirkung ha⸗ ben kann. Eben so nothwendig, als die Erleichterung des Transitwesens, ist die Wegraͤumung von Volks⸗Vorurtheilen, welche die Gewerbe hemmen. Wir haben traurige Ausbruͤche als Folge solcher Vorurtheile erlebt, welche namentlich im Kan⸗ ton Zuͤrich die Errichtung von Maschinen⸗Webereien hemmen. Es moͤchte doch jene Zeit in das Gedaͤchtniß gerufen wer⸗ wo die Handspinnerei viele tausend Haͤnde beschaͤf⸗ So wie aber die Englischen Maschinen⸗Garne in die und die daraus verfertigten Stoffe viel schoͤner waren, als die von Handgespinnst verfertigten, so konnte man diese nicht mehr brauchen, und ganze Voͤlkerschaf⸗ ten verloren ihren Verdienst, bis auch in der Schweiz Ma⸗ schinen⸗Spinnereien eingerichtet wurden, wodurch ein Theil der brotlosen Bevoͤlkerung, der andere Theil durch die vermehrte Weberei sein Brot wiederfand. Eben so verhaͤlt es sich mit der Ma hinen⸗Weberei. Diejenigen Laͤnder, welche solche Stoffe aus England und Frankreich beziehen, ziehen sie, wenn sie auch nicht wohlfeiler sind, wegen ihrer groͤßeren Schoͤnheit vor. Die Schweizerischen Zitz⸗Fabriken muͤssen demnach ihre Arbeit ein⸗ schraͤnken, oder auch auf Maschinen gewobene Tuͤcher sich an⸗ schaffen. Schon werden deren jaͤhrlich viele tausend Stuͤcke aus England bezogen, was immer zunehmen wird. Es entsteht also die Frage: ob es besser sey, daß wir den Englaͤndern diese Tage⸗ loͤhne und Gewinnste bezahlen, oder daß wir sie selbst gewinnen. Wartet man aber mit Einfuͤhrung der Verbesserung so lange, bis wegen Mangels an Absatz die alten Arbeiter alle brodlos sind, so wird die Krisis um so viel staͤrker. Noch genuͤgen un⸗
tigte. Schweiz kamen,
sere Taback⸗Fabriken nicht; noch haben wir wenige unbedeutende Cichorien⸗Fabriken: die wollenen Struͤmpfe und Gilets u. a. m. be⸗
der gleich dem sanften Fruͤhlings⸗Regen das ganze Land
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ziehen wir vom Auslande. Fabriken von Bleiweiß und Farben, mehrere chemische Präparate finden noch Absatz. Die Ausfuhr der Leinwand hat sich theilweise betraͤchtlich vermindert, und in einigen Gegenden wird selbst viele vom Auslande bezogen. Wahrscheinlich koͤnnte durch vermehrte Industrie nicht nur das Land selbst damit ganz versehen, sondern selbst solche Leinen
verfertigt werden, die den Schlesischen und Boͤhmischen aͤhnlich waͤren und, wie diese, den Absatz in Amerika
faͤnden. — Noch herrscht unter unserm Volke ein anderes Vorur⸗ theil, das ihm selbst den groͤßten Schaden bringt, weil es den freien Verkehr des Korns hemmt und in Zeiten von Theurung den Mangel an Korn vermehrt, naͤmlich das Vorurtheil gegen den Kornwwucher. Korn⸗Vorraͤthe sollen seyn, wer sie auch mache, um einer Hungersnoth abzuhelfen. Diese Abhuͤlfe erzwecken die Vorkaufer des Korns, welche das Publikum mit dem verhaßten Namen Wucherer belegt. Durch ihre Aufkaͤufe werden die Preise fruͤhe gesteigert. Regierungen, Reiche und Arme werden auf den Mangel aufmerksam gemacht. Die erstern beiden tref⸗ fen Maßregeln, das Land mit Korn von weiter Ferne her zu versehen, und die Letztern schraͤnken ihren Verbrauch ein; end⸗ lich, wenn fast Alles aufgegessen ist und man sich einer hoff⸗ nungsvollen Aerndte naͤhert, haben die Vorkaͤufer noch Vorraths⸗ Kammern zu oͤffnen und das Volk ist gesichert. So lange aber das Vorurtheil gegen Korn⸗Wucherer herrscht, wird der redliche Kaufmann es nicht wagen, mit Korn zu handeln, und die Re⸗ gierungen muͤssen allein, mit großen Opfern des Landes, fuͤr das⸗ selbe sorgen. — Es ist wohl bekannt, daß unser Zollwesen, das — genau genommen — den Transit nicht beschlaͤgt, so bunt— scheckig ist, wie die Standes⸗Farben der XXII Kantone. Es ist ein Gemaͤlde von allen Stufen der Zoll⸗Einrichtungen vom zwoͤlften bis in's neunzehnte Jahrhundert, von der groͤßten
Freisinnigkeit (Genf und Neuchatel) bis zu den groͤß— ten Plackereien (Tessin). Das Einzige, was diesen Zu⸗
stand noch leidlich macht, ist die Geringfuͤgigkeit der meisten Ansaͤtze, sonst waͤre er unausstehlich und laͤngst verändert. Die Buͤrger kennen die Tarife nicht; viele Waaren, die einen Zoll bezahlen, sind gar nicht tarifirt u. s. w. Der Zoll sollte nicht von einem Kanton in den anderen angehaͤuft werden, seine Hoͤhe sollte ein Achtel Procent des Werthes der Waare nicht uͤber⸗ steigen und die Tarife sollten oͤffentlich zu Jedermanns Kenntniß gebracht werden. — Noch moͤchten wir bitten, die Kantons⸗Re⸗ gierungen aufmerksam zu machen, die Konkordate treu zu beob⸗ achten, um die Klagen zu beseitigen, die an einigen Orten uͤber willkuͤrliche Erhoͤhungen der Brief⸗Taxen herrschen, und damit sich die verbuͤndeten Kantone lieber unter einander verstaͤndigen, als die fremden Staaten bereichern.“
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Rom, 11. Jan. (Allgemeine Zeitung.) Der kuͤrz⸗ lich verstorbene Fuͤrst Paluzzo Altieri stammte aus einer der aͤl⸗ testen und reichsten Italtaͤnischen Familien, welche aus ihrem Schoße auch einen Papst auf dem Throne sah. Sein Vorgaͤnger, der Fuͤrst Corsini, bekleidete den von dem Verstorbenen innegehab⸗ ten Posten eines Generals der Buͤrger⸗Garde nur kurze Zeit, weil er keine Schaͤttensigur abgeben, sondern die fruͤher damit ver⸗ bundenen Rechte auch wirklich ausuͤben wollte. Diese Rechte waren aber laͤngst verschwunden, und die geistliche Regierung wollte nur dem Namen nach einen Senaror. So zog er sich 1819 nach Florenz zuruͤck, wo er von dem Großherzoge sehr ausgezeichnet wird und einen bedeutenden Aufwand macht. In den hoͤheren Zirkeln nennt man drei Kandidaten zu Altieri's Amte, Fuͤrst Borghese, Fuͤrst Orsini und Marquis Patrizi, Sohn des verstorbenen Senators und Bruder des jetzigen Maggiordomo des Papstes. — Die Monsignori Brignole und Grimaldi haben durch den Staats⸗ Secretair die herkoͤmmlichen Billete erhalten und werden den 7ten d. M. in einem Konsistorium vom heil. Vater zu Kardi⸗ naͤlen creirt werden. Ihre Stellen werden vorlaͤufig dem Mon⸗ signor Cioja mit dem Titel Pro⸗Governarore, und dem Monsig⸗ nor Tosti als Pro⸗Tesoriere zugedacht. Die Regierung beabsich⸗ tigt naͤmlich, die hohe Polizei dem K. K. Rath und Ritter Sebre⸗ gondi, der in Paͤpstliche Dienste tritt, zu uͤbertragen, und so derselben mehr Unabhaͤngegkeit von dem Gouverneur zu verschaffen. Dem Tesoriere hingegen werden mehrere Zweige der Finanzen entzo⸗ gen und dem Debito Publico und der Dogana zugewiesen. Nur auf diese Weise ist es der Regierung moͤglich, Verbesserun⸗ gen vorzunehmen, indem sie bei Wiederbesetzung der Aemter deren große Vorrechte schmaͤlert. Man mag diese Verbesse⸗ rungs⸗Art langsam nennen, aber es geschieht doch etwas, und wenn die Unruhen in den vorigen Jahren auch sonst nichts Gutes gebracht haben, so wird Jeder, der etwas aufmerksam den Gang der Regierung verfolgt, doch sehen, daß der Heilige Vater bemuͤht ist, den gerechten Forderungen seines Volkes, so
viel ihm moͤglich ist, zu entsprechen.
Spanien. Folgendes ist die Denkschrift des General Llander, so weit das Journal des Doebats dieselbe mittheilt: „Senora! Die einer Souverainin schuldige Treue und die Liebe zum Vater⸗ lande haben mich unaufhoͤrlich bei allen Wechselfaäͤllen meiner Laufbahn erfuͤllt, und in den verschiedenen untergeordneten Aem⸗ tern, die ich bekleidete, stuͤtzte sich meine Verantwortlichkeit auf die der Chefs, unter deren Befehlen ich stand; aber zu einem hoͤheren Posten berufen, glaube ich, daß meine Pflichten sich veraͤndert haben; und um die auf mir lastende neue Verant⸗ wortlichkeit in ihrer ganzen Ausdehnung zu begreifen, brauche ich mich nur der Biltigung zu erinnern, die mir die Regierung fuͤr meine Vorsicht und meinen Eifer zu Theil werden ließ, als ich die Ausfuͤhrung von Maßregeln auf mich nahm, die mir seit mehreren Monaten verboten worden waren, und deren man sich als Waffen bei meiner Souverainin gegen mich bediente, in dem Augenblicke selbst, wo der Praͤsident des Conseils, der Herzog von Baylen, mir anzeigte, daß meine Vorsicht und mein foͤrmlicher Entschluß, die von dem Ministerium mir zuge⸗ kommenen Befehle nicht zu befolgen, diese Provinz gerettet und die Sache Isabellaͤ's II. gesichert haͤtten. — Solchergestalt habe
ich in dem Ober⸗Befehl uͤber die Infanterie unter den schwierigsten Verhaͤltnissen eine Vorsicht und eine Ausdauer
deren Resultate nach den Diensten gewuͤrdigt wer⸗ den konnten, die in so kritischen Umstaͤnden diese bewun⸗ dernswerthe und tapfere Infanterie geleistet hat, welche in diesem Augenblick ihren Heldenthaten noch das Siegel auf⸗ druͤckt, indem sie mit einem Muth und einer Mannszucht, die von der ganzen Nation anerkannt werden, den noch schwach be⸗ festigten Thron unserer unschuldigen Köͤnigin Isabella II. ver⸗ theidigt. — Lange Zeit hindurch Vice⸗Koͤnig von Navarra und General⸗Capzilain der Baskischen Provinzen, war ich im Stande, zu erkennen, welches Heil und welche Sicherheit die Bevoͤlke⸗ rungen und die Regierungen in einer gesetzlichen Repraͤsentation finden, so wie sie durch unsere alten Gesetze festgestellt ist, mit gleicher Ruͤcksicht fuͤr die Rechte des Throns und fuͤr die
gezeigt,
Jes zu gleicher Zeit die oͤffentliche Ruhe und den Thron Donna
““ . E“ Rechte der Nation, — die einzige Grund⸗Bed ingung zum Gedeihen und zu der Kraft einer Monarchie, beson⸗ ders bei dem jetzigen Zustande der Aufklaͤrung und Civilisation. Dann General⸗Capitain von Aragonien und zuletzt von Cata⸗ lonien, konnte ich gewahren, daß da, wo das Wohl und die Sicherheit der Provinzen von den Umstaͤnden abhaͤngen, und wo man oft Zuflucht zu der Gewalt nehmen muß, dieses Mit⸗ tel sich sehr schnell abnutzt, wenn es nicht mehr von der oͤffent⸗ lichen Meinung unterstuͤtzt wird. — Als ich die Ehre hatte, zum Handkuß Ihrer erhabenen Tochter zugelassen zu werden, geruh ten Ew. Majestaͤt, mich zu ermaͤchtigen, daß ich Ihnen frei schreiben koͤnne, was ich fuͤr gut und nuͤtzlich halten moͤchte, in⸗ dem Sie mir zu verschiedenenmalen versicherten, daß alle Ihre Wuͤnsche nur das Gluͤck Spaniens zum Zweck haͤtten.
ch entsprach dieser Erlaubniß, indem ich Alles, was ich dazu Keignet hielt, Ihr Gewissen zu erleuchten, Ihnen mittheilte. Fortgesetzte und wiederholte Erfahrungen aber zeigten mir, daß die freimuͤthigen und heroischen Gesinnungen Ewr. Majestaͤt durch die Rathschlaͤge einiger Maͤnner unterdruͤckt werden, die sich die Willkuͤr in fremden Laͤndern zum Muster nehmen und daruͤber ihr Vaterland, seine Beduͤrfnisse, seine Wuͤnsche und Alles, was zu dem Heil der Verwaltung, die Sie ihnen anver⸗ traut haben, beitragen koͤnnte, vergessen und so gegen die edelmuͤthi⸗ gen Absichten Ew. Maj. Verrath uͤben. — Dies ist, Sesiora, die allgemeine Ansicht, die ich vor Ew. Maj. nicht verheimlichen darf. Im Gegentheil, ich muß im Interesse Ihrer Regierung hinzu⸗ fuͤgen, daß das Ministerium Zea so unpopulair geworden ist, daß
Isabella's II. selbst bedroht. — Der Buͤrgerkrieg verheert Spa⸗ nien; Spanier sind gegen Spanier bewaffnet, und die Minister nicht zufrieden damit, daß sie diese Geisel dem ganzen Lande nicht haben ersparen koͤnnen, scheinen es noch zu bedauern, daß sie nicht auch diese Provinz erreicht hat; und ihre unzeitigen Verfuͤgungen in Bezug auf den Wechsel der Ayuntamientos, die erst 8 bis 10 Monate bestanden, so wie andere Beschluͤsse, die theils von dem Ministerium des Innern, theils von den anderen Departements ausgegangen sind, berechtigen dazu, sie einer Verschwoͤrung gegen die Ruhe, deren sich diese Provinzen mitten unter so vielen Zuckungen erfreut, und gegen Ew. Mafestaͤt anzuklagen, die man sammt der ganzen Nation in diesem Kampfe kompromittirt, gleich als wollte man Ihren Unterthanen selbst die Hoffnung einer gluͤcklicheren und gerechteren Zukunft, als die seit so vielen Jahren von ih⸗ nen ertragene Vergangenheit es war, noch rauben, ungeachtet der heldenmuͤthigen Opfer, welche diese treu ergebene und eines bes⸗ seren Geschicks wuͤrdige Nation fuͤr einen gefangenen Koͤnig, fuͤr eine aufgegebene Krone und fuͤr ihre Unabhaͤngigkeit, ihre Reli⸗ gion, ihre Gesetze, ihre Privilegien gebracht, und ungeachtet der unbeschreiblichen Anstrengungen, welche sie in unseren Tagen mit einem Heldenmuth und einer Seelengroͤße wiederholte, die auf die aus den ersten Handlungen der Regierung Ewr. Majestaͤt hervorschimmernde Morgenroͤthe vertrauten. — Die Spanische Nation kann es nicht vergessen, daß der verewigte Köͤnig, um Alles, was die Nation in ihrem Kampfe vollbracht hatte, gleichsam unnuͤtz zu machen, und um es dahin zu brin⸗ gen, daß sie sich seinem Scepter unterwuͤrfe, nachdem sie sich selbst ohne Koͤnig den Sieg errungen hatte, indem sie verrathen und von einem Minister, weil es ihm so gefiel, dem Auslande uͤberliefert worden war; die Nation, sage ich, kann es nicht ver⸗ gessen, daß der verewigte Koͤnig ihr durch seine Verordnung vom 4. Mai 1832 feierlich versprach, daß die Spanier in ihren Erwartungen nicht getaͤuscht werden sollten; daß er einen Despotismus ver⸗ abscheue, den die Einsicht und die Civilisation der Zeit nicht mehr gestatteten; daß er, um einen nochmaligen Umsturz oder Verrath des Throns durch die Laune der Verwaltenden zu ver⸗ hindern, beschlossen habe, einerseits die Wuͤrde und die Praͤro⸗ gativen der Krone und andererseits die eben so unverletzlichen Rechte des Volks in gleicher Weise aufrecht zu erhalten, die Prokuradores Spaniens und Amerika's zu Rathe zu ziehen und die Cortes in derselben Form und auf dieselbe Art zu versam⸗ meln, wie seine Vorfahren es vor ihm gethan; daß man gleich⸗ zeitig mit der sicheren Befestigung der Koͤniglichen Un⸗ verletzlichkeit durch Gesetze, die fuͤr die oͤffentliche Ruhe und Ordnung Buͤrgschaft zu leisten im Stande waͤren, auch Garantieen fuͤr die gute Verwaltung der Auflagen geben wuͤrde, die den Steuerpflichtigen so viel Schweiß und Muͤhe
kosten, so wie dafuͤr, daß diese Abgaben nicht mehr willkuͤrlich von einem Minister festgestellt, sondern von der General⸗Ver⸗ 8
sammlung der Cortes des Koͤnigreichs geregelt und eroͤrtert wer⸗ den sollten; daß aber diese Cortes die Gesetze, welche Spaniens Recht bilden sollten, zu erlassen und bekannt zu machen haben wuͤrden; daß endlich die ganze Nation sehen solle, wie er nicht gesonnen sey, ein Despot und ein Tyrann zu seyn, sondern der Koͤnig und der Vater der Spanier. — Die Verheißungen der Koͤnige sind heilig, Senora; sie muͤssen eben so unfehl⸗ bar in Erfuͤllung gehen, wie die der goͤtrlichen Propheten; des⸗ halb rufen ich und die Nation, die nichts wagen wuͤrden, was ihnen nicht gebuͤhrte und versprochen waͤre, von bitterem Gefuͤhl durchdrungen, Ihnen so feierliche Erkläͤrungen wieder in's Ge⸗ daͤchtniß zuruͤck, die in dem Augenblick, wo unser Koͤnig eine durch das Blut ein 8
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einer Million Menschen wiedereroberte Krone aus unseren Haͤnden zuruͤckzuempfangen im Begriff war, aus seinem Munde flossen. — Durch den von der Nation geachte⸗ ten Willen des verstorbenen Koͤnigs ist Donna Jsabella II. als Koͤnigin proklamirt worden; da aber weder der Koͤnig Ferdinand die Verordnung von 1814 aufgehoben, noch die Nation auf die aus dieser Verordnung fuͤr sie hervorgehenden Rechte verzichtet hat, und das Prinzip dieser Verordnung gerade mit den Rechten der minderjaͤhrigen Koͤnigin so eng verstochten ist, wer hat es da mit Verstand wagen koͤn⸗ nen, Ew. Majestaͤt den Weg vorzuzeichnen, den Sie bis jetzt verfolgt haben, und welche Verantwortlichkeit lastet nicht auf den treulosen Rathen, die so ausgezeichneten Europaͤischen Schrift⸗ stellern, wie Martignac und Anderen, Anlaß geben konnten, die⸗ sen Bruch eines Koͤniglichen und heiligen Wortes in der Ge⸗ schichte aufzuzeichnen? — Die Erhaltung des Thrones der minorennen Koͤnigin ist, ich wiederhole es, an die ECrfuͤl⸗ lung der Verheizungen des verewigten Koͤnigs geknuͤpft; denn Niemand wird glauben wollen, daß 15 lange Jahre der Mindersaͤhrigkeit, auf etwas so Gebrechliches, wie eine unver antwortliche Gewalt, gestuͤtzt, hingehen koͤnnen, am wenigsten wir die wir den schmachvollen Vertrag von 1808 und die teuflischen Intriguen zu La Granja im Jahre 1832 erlebt haben. Und das, was sich jetzt zutraͤgt, so wie Alles, was sich seit 25 Jahren zu⸗ getragen hat, muß das edle Herz Ew. Maj. uͤberzeuͤgen, daß, wenn es in Spanien, wie dies unter allen Klassen und in allen Laͤndern der Fall ist, unter allen Meinungs⸗Nuͤancen Fanatiker oder Mißvergnuͤgte giebt, die sicherste Stuͤtze des Thrones Ih⸗ rer Koͤniglichen Tochter, den gerechte und weise Gesetze sehr bald von den Angriffen der Usurpation befreien werden, in der