in allen Zustaͤnden so sehr geordnet zu uͤbergeben, vollkommen loͤsen.
Die vor wenigen Tagen nach Deputation, um bei Sr.
bei seinem Regierungs⸗Antritt ein zerrissenes Land beruhigt, werde der Graf von Armansperg
edoch zugleich be— me gefaßt sey.
rde⸗du⸗Corps, erschien der Anklage, Tabacks⸗ Bildnisse Heinrich's V. Feststellung der
die Verhandlungen des Assisenhofes daß er auf eine Beschlagnah in gewisser Philippe, vormaliger Ga gestern vor dem hiesigen Assisenhofe unter Dosen und andere Gegenstaͤnde mit verkauft zu haben. Thatsache aufzufinden war,
civilisirt und
Kenzingen, Karlsruhe abgesendete dem Großherzoge wegen Abhuͤlfe d so furchtbaren als verheerenden Uebersch stellung des laͤngst projektirten Noth⸗Kar in den Rhein, Vorstellung einzulegen,
Sie uͤberbringt zur allgemeinen Freude
3 Se. Koͤnigl. Hohe
Koͤnigl. Hoheit er so oft wiederkehrenden, eben wemmungen, durch Her⸗ nals aus dem Elz⸗Fluß ist heute zuruͤckgekehrt. der hiesigen Einwohner it die bestimmte Ver⸗ der laͤngst projektirte Noth⸗Kanal zur Wasser⸗Uebels nunmehr Diese Maßregel rettet uns vor s kuͤnftigen Wohlstandes. Gestern Nachmittag um 1 Uhr Truppen der hiesigen Garnison, il des Gruͤnwaldes begeben, der zt, und hat 15 Personen gefan⸗ Holz faͤllten.
Da aber kein Zeuge zur so ließ der General⸗Prokurator Vertheidiger der Praͤsident sah sich dadurch von Nichtsdestoweniger Berathung und zum lagten fuͤr schul— en Artikel 352 der Kri⸗ erklaͤrte einstimmig, daß Sache vor
nicht das Wort, Resumé's uͤberhoben. klaͤrten die Geschworenen nach einer langen Erstaunen der ganzen Versammlung Der Gerichtshof brachte hierauf d minal⸗Gerichtsordnung in Anwendung, die Geschwornen sich geirrt haͤtten, eine andere Jury. mit lebhaftem Unwillen zu vernehmen.
und Irland. Herr Grant wird morgen ein großes
die frohe N sicherung gegeben, daß Abwendung des so oft tief empfundenen hergestellt werden solle. mung und legt den Grund de
Luxemburg, hat sich eine Abtheilung der 200 Mann stark, nach dem The an die große Trierer Straße stoͤ gen genommen, die unerlaubterweise sonen sind mit ihren Werkzeugen in die provisorisch gefangen gehalten werden.
Oesterreich.
uͤrnberger Korrespondent.) Hofball im Rittersaale. he an 1200 Personen. Herren erschienen saͤmmtlich re Bayerische, Englische und allen Regimentern der iere geladen. Neben den anmuthigen on Ungarn und der Erzherzogin Stern an unserem Hofe be⸗ aͤlteste Tochter unsers grei⸗ wahres Bild der
den Angek achricht, daß
und verwies die
Dieses Urtheil schienen die Geschwornen
Großbritanien London, 24. Jan. Kabinets⸗Diner geben. Der Morning Herald ist der von Herrn Martinez abe, als von Herrn Zea Bermudez; Jamen dieselben Prinzipien we aͤtze, noch politisches Talent. aundle unweit Sherborne steht Bluͤthe, obgleich er nach Nor sonst erst im Mai zu
Diese Per⸗ Meinung, daß Spanien Festung gebracht wor⸗ de la Rosa nichts anderes zu erwarten “ er werde nur unter ei⸗ iter fortfuͤhren; er
den, wo sie
nem anderen 9 habe weder liberale Grundf dem Dorfe Stourton C ein Pfirsichbaum in voller kehrt ist und zu der Gattung gehoͤrt, die bluͤhen pflegt. Auf Oweihi
Wien, 20. Januar. (N. Am 14ten d. M. war Die Zahl der Anwesenden betrug na ser Ball war außerst glaͤnzend; die in Uniformen; man bemerkte mehre Franzoͤsische Offiziere daru Buͤrger⸗Miliz waren Offiz Gestalten der jungen Koͤnigin v Sophie machte Erzherzogin Therese, des Erzherzogs Karl, die ein Am 17ten war bei Hofe Kammer⸗ nd wir uͤberhaupt mit Tanz⸗Unter⸗ Baͤlle der Akademi⸗ einer der beruͤhmten Schwar— Nun kommen noch jene des hohen Adels, der Banquiers, — Zwei unserer beliebtesten Trauer⸗ schen Erzeugnisses wegen geben, welcher ben nicht luͤstern — Im Hofburg⸗Theater tmann Panasch: „Al⸗ Seit Raupach's „Koͤnig Enzio“ ist auf der Buͤhne erschienen. Baron Zedlitz, wird in g kommen.
der erste große
st eine Armen⸗ welche fruͤher es Koͤnigs
(einer der Sandwich,Inseln) i Schule gegruͤndet worden. — Die Ober⸗Herrschaft, der Kinaanon, der zweiten Frau d jetzt auf den Sohn desselben, Das Volk ist sehr zufrieden gegebenen Gesetzen. — Naͤch⸗ Druckerei und eine woͤchent⸗
in den Haͤnden Tamaameah, gewesen war, ist Tamaameah III., üͤbergegangen. mit den von diesem Fuͤrsten bisher stens wird Oweihi eine vollstaͤndige Regierungs⸗Zeitung erhalten.
88 Belgien. Antwerpen, 25. Jan. Man erfuhr h aus Holland gekommenen schlag genommen wor In Folge der seit einigen sind die See⸗Assekura
sen Helden, Holdseligkeit ist. der Kuͤrze des Karnevals haltungen uͤberschuͤttet. ker, der Juristen, der e'schen, mehrere Armen⸗B lomatischen Corps, und endlich die Redouten. spiel⸗Dichter an einander. jedoch unterbl nach einem To macht ein neues Trauerspie boin“, große Sensation.
in diesem Genre nichts Vollendeteres Tod“, von unserm gefeierten einigen Wochen zur Auffuͤhrun
ZE111I1““ Die Regierung von Zuͤrich Regierung ergriffenen Maßregeln, Buͤrgern eines auszuuͤben,
lich erscheinende 8 Schon hatten die
Mediziner, ier gestern, daß die aͤlle statt. Briefe durch die Mauth zu Bras⸗ schaet in Be
kamen eines poeti Es sollte sogar einen Zweikampf Wortfechtenden e
naten herrschenden Stuͤrme um das Doppelte gestiegen.
Schweden und Norwegen.
Gestern war auf dem Ritterhause arschall durch eine Be⸗ Ein Antrag des Grafen Cronhielm eit der Sitzungen des Adelsstandes f die Berichte der Bank⸗Re⸗ Sitzung selbst hatte sich nur Session gegenwaͤr⸗
nz⸗Praͤmien 1
ieb, da einer der dten⸗Kranze schien. l vom Haup
Stockholm, 21. Jan. das erste Plenum, gruͤßungs⸗Rede eroͤffnete. in Bezug auf die Oeffentlicht wurde auf die Tafel gelegt, worau visoren verlesen wurden. — Zur etwa die Haͤlfte der sonst beim Anfange der tigen Mitglieder versammel In einem „Blicke auf des Jahres 1833,7 wel befinden sich folgende Be auf dieses koͤnnen wir Reichstages in diesen T tische Schilderung davon so hoch — oder richtiger, Auge faͤllt, ist: daß die licher als die eines jede mit einer von der Pest ve Laͤnder Europa's merklichen Steigen, sowohl an stande, befindet. Fuͤrsorge von der druͤcke Schuld befreit, ist es dessen Geldwesen man denstellenden Zustande befinde. um seinen Koͤnig vers en, wie noch ie Gnade der Vorsehung
welches der Land⸗M
Zuͤrich, 17. Januar. h ist uͤber St. Gallener um in der Angelegenheit der Uebersiedelung von Kantons in einen anderen gegen sie Revpressalien aufgebracht.
Der Praͤsident Gonzenbach, Handels⸗Angelegenheite
he Lage am Schlusse Zeitung mittheilt, Schweden selbst: „In zer seyn, da die Eroͤff⸗ agen eine ausfuͤhrliche und authen⸗ Was indessen, man stelle sich man wolle, sogleich in's rlandes fuͤr jetzt gluͤck⸗ n andern Landes ist; daß es im All endte gesegnet, daß es fast allein worden, welche die meisten andern heimgesucht, und daß es sich in e Kultur als an inner Jahren durch seines Koͤnigs de einer großen auslaͤndischen Staat in Europa, von es sich in einem zufrie⸗
Unter so gluͤcklichen Um um mit ihm uͤber die Mittel zu sichern und meh⸗ und seine unermuͤdlichen Vaterlande bereitet, werden die Staͤnde des Rei⸗ „ was wir besitzen, sich in den uns zu erwerben, was wir noch und Vertrauen dem guten Koͤ⸗ gekraͤnzten Scheitel die Zeit ab⸗ daß eine erschuͤtterte s Armes beduͤrfen
Europa's politisch chen eine hiesi trachtungen uͤber um so kuͤr der von dem Vorort in den in der Schweiz nach Karlsruhe gesandt gegenwaͤrtig
veranlaßt. so niedrig — wie Lage unseres Vate Stuttgart.
Wallis, 21. Jan. gen Unruhen im Kanton Zeitung folgendermaß ben uͤber die ungleiche Daraus haben sie ihr verhältnißmaͤßigen Vol die Bevoͤlkerung der 5 5 westlichen verglichen, glau aß in Unter praͤsentirt seyen.
Ueber die Veranlassung zu den jetzi⸗ Wallis aͤußert sich eine Schweizer Die Maͤnner der Bewegung ha⸗ Bevoͤlkerung der Gemeinden Klagen ge⸗ einziges Argument fuͤr ihr V ksvertretung hergenom⸗ oͤstlichen Gemeinden bten sie die gluͤck⸗ Wallis 12,472
guten Ae⸗
inem sehr em Wohl⸗
Vor zwanzig
nden Buͤr fast der einzige sagen kann, daß
langen nach einer Indem sie mit derjenigen der liche Entdeckung gemacht zu haben, d auf der Tagsatzung nicht re
Einwohner
weiter die Vortheile zu
eine Regel ung fuͤr die verhaͤlt⸗
Subtraction Unterschied der Bevoͤlker genommen
ruͤhrt daher, Fuͤrsorgen dem ches duͤrch die Freude uͤber das Bestrebungen erleichtert finden, entbehren und sich mit Einigkeit nige anvertrauen, sichtlich zu achten gesellschaftliche O
nißmaͤßige Bevoͤlkerung kleinen Gemeinden in das Extrem, ch von den Grundsaͤtzen ihre itte nicht festzuhalten.
verglichen, verfielen sie Herrn Thiers entfern⸗ s Meisters und wußten die Diese richtige Mitte wuͤrde its die Repraͤsentation von 5939 Seelen uͤbersteigt, und 2 Einwohner auf der
die treuen Schuͤler des
dessen lorbeer scheint, gleichsam ahnend, rdnung noch einmal seine
richtige M sie belehrt haben, daß einerse Wallis seine Be daß andererseits Tagsatzung nicht rep Bevoͤlkerung
vöoͤlkerung nur um von Unter⸗Wallis nur 594 vraͤsentirt sind. Uebrigens ist der Unterschied gegen die Partei-Blaͤtter 13 Gemeinden
Deutschland.
Der Kaiserl. Russische Ge der seit dem 4. Dezember 1832 lte, ist heute von hier
einer Gemeinde Kanton nicht so es anzunehmen
General⸗Major
Gotha, 28. Jan. Prinz Ernst von Wuͤrttemberg, abwechselnd hier und in Koburg verwei nach St. Petersburg zuruͤckgekehrt.
Neu⸗Strelitz, 29. lenburg⸗Strelitz (mit E wurden im vorigen Jahre 2782 1916 Personen, Personen.
Muͤnchen, 25. Januar. chschule bis zum 1592 Studenten inskribirt.
mehr als 5000, eine von 6000, 3 von 70 Ist es da wohl der Muͤhe werth, so viel uͤber ein Mißverhaͤltniß
schreien? Waltet nicht in der Schw einigen Kantonen ein ganz anderer U deres Mißverhaͤlt iß ob?
us 7 Provinzen, leiche Repraͤsentation in dem ge dem Volk von
2000 und eine von 8000 Seelen. in einer Foͤderativ⸗Republik in der Volks⸗Vertretung zu eizer Eidgenossenschaft unter nterschied, ein ganz an⸗ nicht die alte Republik kleinen, die saͤmmt— meinschaftlichen Rath dieser Sache sprechen Wahrheit sagen sollen, man haͤtte eine Bevoͤlkerung von 34,122 [ben auf der Tagsatzung repraͤ— 2 durch die auf die Deputirten 5939 in letzterem zu viel an⸗ aͤsentirt werden, und daß folg⸗ daß diese 5939 Seelen durch ch Deputirte von Unter⸗ d warum dies? Weil Ober⸗ und ‚ nicht eine einzige und unt weil in der respektiven Bevoͤlkerung der obwaltet, welches durch Repar⸗
Januar. Im Großherzogthum Meck⸗ inschluß des Fuͤrstenthums Ratzeburg) Kinder geboren; es starben hr geboren als gestorben 866
folglich sind me Getraut wurden 640 Im Studienjahre 18 ¾¶ wurden 22sten d. M. mit Einschluß von Hierunter befinden aus Oesterreich 8, Rußland 7, Hannover 7, Grie⸗ Niederlande 1, Brasilien 2, Baden 9, Hessische Haͤuser 2, Oldenburg 3, Meck⸗ 1, Nassau 2, Sigmaringen 5, Fuͤrsten⸗ amburg 3, Frankfurt 1, Bremen 1, Philosophie 316, Jura 469, T hilologie 34, Cameralia 26, P orstwissenschaft 35.
Nachrichten aus Triest zufolge, waͤren die Ver⸗ n gegen die, in Nauplia wegen ü Staats⸗Gewalt verhafteten 100 eroͤffnet worden.
großen und
Holland a lich eine g. Wenn man zu wollte, so haͤtte man ihm die ihm sagen sollen, d Seelen hat, daß 28,180 derse sentirt sind, daß die uͤbrigen 594 von Ober⸗Wallis, welche auf die gerechneten Seelen kommen, repr lich die Zahl der nicht Repraͤsent traͤgt, mit dem einzigen Unterschied, Deputirte von Ober⸗Wallis, Wallis, vertreten werden. Wallis eine Foͤderativ⸗
an hiesiger Ho 60 Alumnen, 175 Auslaͤnder, naͤmlich: Frankreich 4, Wuͤrttemberg 21,
aß Unter⸗Wallis
Daͤnemark 8,
chenland 8, 1 Saͤchsische Haͤuser 3,
lenburg 1, Braunschwe thum Lichtenstein 1,
Schweizer 66. logie 244, Medizin 378, Architektur 26,
irten nur
Es studiren
macie 64,
iner Verschwoͤrung Individuen mit An⸗ w Ueber die Haͤlfte der⸗ daß die vom Volke selbst gewuͤnschte Feinde der Ordnung ein abschrecken⸗ Auch fange das neue Ministerium,
handlunge gegen die
Republik ist, meinden ein kleines Mißverhaͤltniß tirung auf das Ganze ausgeglichen ist./ 1
Ia
Mailand, 22. Jan. Am 17ten d. M. Aldini, bekannt als Chemiker und durch die um Schutze von Menschen, en muͤssen. chaft zur Herstellung einer
neuen Jahres eyen so sehr gravirt, inrichtung dieser ewigen des Beispiel geben muͤsse.
vielfacher Anfeindungen und bereiteter . u entwickeln an. itglieder sey keine Rede, nux das Verbleiben errn von Heideck wird wegen esundheit in Zweifel gestellt.
Hindernisse, die starb hieselbst der
uruͤcktreten der
Von einem Professor Ritter 1 Erfindung der Asbest⸗Gewaͤnder die sich der Gluth des
Es ist hier eine
oͤßte Energie egentschafts⸗?
leuers aus ctien⸗Gesell
rtwaͤhrend leiden⸗ abe, dem Koͤnig
Beleuchtung der Stadt durch Gas zusammengetreten, nachdem die von dem Ingenieur⸗Architekten Brey in dieser Beziehung ge⸗
machten Versuche beifaͤllig aufgenommen worden sind. Ankona, 15. Jan. Fortwaͤhrend kreuzen sich hier die Geruͤchte, bald von einem baldigen Abmarsche der Franzosen und bald wieder von der Vermehrung ihrer Garnison. Gewiß ist indessen, daß die Lieferungs⸗Kontrakte auf ein ganzes Jahr er⸗ neuert worden sind.
CEE6 1 Franzoͤsische Blaͤtter bringen noch aͤltere, vor dem Ministerwechsel geschriebene, Privat⸗Briefe aus Madrid vom 11. Januar, worin man unter Anderem folgende Nachrichten liest: „Der so eben von der Regierung herausgegebene Koͤnigliche Almanach fuͤhrt unter dem Artikel Portugal Dom Miguel I. als Allergetreusten Koͤnig, Dom Pedro und Donna Maria da Gloria aber als Infanten und Infantin von Povrtu⸗ gal auf. In dem Artikel uͤber das Koͤniglich Spanische Haus sind weder Don Carlos, noch einer der Prinzen, seiner Soͤhae, noch seine Gemahlin, noch die Prinzessin von Beira genannt. Man ersieht daraus, daß der Generalstab der Spanischen Armee, ohne die Karlistischen oder nicht amnestirten constitutionnellen Ober⸗Offiziere, am 1. Januar 1831 aus 69 General⸗Lieutenants, 163 General⸗Majors und 337 Brigadiers bestand, Die Zahl der mit dem großen Bande des Ordens Karl's III.
beliehenen Ritter belaͤuft sich auf 287, die Zahl der mit dem großen Bande des Ordens der Koͤnigin Marie Louise beliehenen Damen auf 156, die Zahl der mit dem großen Bande des Ordens Elisabeth's der Katholischen beliehenen auf 140, die Zahl der mit dem gte⸗ ßen Bande des St. Hermenegilden⸗Ordens beliehenen auf 155 ind die Zahl der mit dem großen Bande des St. Ferdinands⸗ Ordens beliehenen auf 88. Es versteht sich, daß mit allen diesen Orden der Titel Excellenz verbunden ist. — Der Infant Don Fran cisco de Paula soll an die Stelle des Don Carlos, der aller Militair⸗ und Staats⸗Wuͤrden entsetzt ist, zum Generalissimus der Armee ernannt werden. — Heute hieß es, der Graf von Parsent, Grand von Spanien, der von Paris hier angelangt ist, habe der Koͤni⸗ gin ein Schreiben von Ludwig Philipp uͤberbracht, worin dieser Moͤnarch Ihrer Majestaͤt anrathe, ihr Ministerium zu veraͤn⸗ dern. Aber das innige Verhaͤltniß, welches zwtschen dem Spa⸗ nischen Ministerium und dem Franzoͤsischen Botschafter herrscht, setzt diese Nachricht in Zweifel. — Gestern Abend entdeckte man
eine Karlistische Verschwoͤrung, deren Mitglieder aus Ge⸗ richts⸗Personen, Geistlichen und Moͤnchen bestehen sollen.
Man will sogar wissen, daß diese Ungluͤcklichen einen jungen fanatischen Studirenden verleitet haͤtten, der Koͤnigin nach dem Leben zu stehen. In meinem naͤchsten Schreiben werde ich Jh⸗ nen wohl bestimmtere Nachricht hieruͤber geben koͤnnen. Die Agenten der apostolischen Junta bearbeiten die niederen Volks⸗ klassen von Madrid, und diese lassen sich durch Geld, das man mit vollen Haͤnden unter sie vertheilt, leicht bewegen. Es fehlt ihnen nur an Muth, um etwas Ernstliches zu unternehmen. Der Poͤbel aber uͤbt sich einstweilen in verbrecherischen Excessen. In den entlegeneren Stadtvierteln vergeht kein Abend, wo nicht Einer erschossen eder erdolcht wird, und dann hoͤrt man sogleich den Ruf: Es lebe Karl V.! Man kann nicht leug— nen, daß die Polizei wachsam und rasch ist, und daß sie sich uͤberall zeigt, aber sie hat es mit Fanatikern zu thun, fuͤr die eine Zuͤchtigung, ja selbst der Tod gar nichts ist. Gestern verhaftete man mehrere Moͤnche; aber dies sind bloße Agenten, und man sollte sich tigen suchen. Man versichert, daß die Militair⸗Kommission ei⸗ nen ehemaligen Koͤniglichen Freiwilligen, der aufruͤhrerische Re⸗ den gegen die Koͤnigin ausstieß, habe erschießen lassen. — Die Nachrichten, welche aus Biscaya eingehen, lauten keinesweges beruhigend. Die Karlisten setzen der Regierung einen Wider⸗ stand entgegen, auf den sie nicht vorbereitet war. Ein Gluͤck ist es, daß die Bewohner in den Provinzen, sey es nun aus freiem Antrieb oder aus Nothwendigkeit, selbst zu den Waffen gegriffen haben, um die Aufruͤhrer zu vernichten. Ohne diese heldenmuͤthige Hingebung wuͤrde Spanien sehr bald den Karlisten gehorchen muͤssen. — Ueber den Stand der Dinge in Catalonien weiß man noch nichts; Einige sind der Meinung, diese Angelegenheit werde bald in Ordnung gebracht seyn. Indeß an diesem Siege unsers Ministeriums darf man wohl mit Recht noch zweifeln. Die Denkschrift des Generals Llander hat den Hof in die groͤßte Bestuͤrzung versetzt. Als dieselbe im Conseil verlesen wurde, soll Herr Zea gesagt haben, da man die Aufruͤhrer von Biscaya habe erschießen lassen, so solle man dieselben Maßregeln gegen die Aufruͤhrer von Catalonien anwenden. Man bezeichnet meh⸗ rere General⸗Capitaine und Granden als die Haupt⸗Anstifter des von Lander befolgten Verfahrens. Herrn Zea's Politik hatte diesen Streich, der ihm gespielt worden, nicht vorher gesehen, und er wird die Folgen desselben schwerlich aufhalten koͤnnen, denn Catalonien duͤrfte in anderen Provinzen bereitwilligen An⸗ ang finden, und Herr Zea koͤnnte dann leicht ganz allein daste⸗ 88 — Es wird versichert, daß man sehr nahe daran sey, eine Anleihe im Auslande zu kontrahiren; Einige halten die Sache sogar schon fuͤr abgemacht.“ 1 1 Portugal. Lissabon, 14. Jan. Die Chronica vom 3ten d. giebt als wichtige Nachricht, daß am 12. Dez. die Festung Marvao durch die constitutionnellen Truppen uͤberfallen und eingenommen wor⸗ den. Sie sagt, die dabei befindliche Citadelle, von Natur un⸗ zugaͤnglich, erfordere nur geringe Nachhuͤlfe, um uneinnehmbar zu werden. Der Platz sey reichlich mit allem Noͤthigen verse⸗ hen und werde von einer tapfern Garnison unter dem geschick ten Brigadier Pinto vertheidigt. — Unterm 10ten d. M. mel⸗ det dasselbe Blatt nach einer Depesche des Corregidors von Ag cobaca vom 6ten, daß dieser Platz selbigen Tages von 1000 Mann Fußvolk und 50 Reutern des Feindes, die von Leiria ge⸗ kommen, angegriffen worden, daß aber der Feind, nachdem einige Schuͤsse gewechselt worden, wieder umgekehrt sey. 8 ürke. ie. berichtet in einem Schreiben aus „Es ist die gangbare Meinung, daß Meh⸗ dürfte, fuͤr den Augenblick seine Vergroͤ⸗ ßerungs⸗Plaͤne zu vertagen, zumal da er, wie es scheint, mit der Pforte uͤber eine Fristen⸗Zahlung von 16 Millionen Piastern (160,000 Pfd. St.) uͤbereingekommen ist, und bereits 5 Millio⸗ nen gezahlt hat. Diese, wenn schon nicht große Summe muß
vom 25. November:
med Ali geneigt seyn
großem Nutzen seyn. Die Entwuͤrfe des verschlagenen Statt⸗ Peeh von Aegypten bezwecken, wie Einige vermuthen, keinen Engriff auf die Tuͤrkei; er scheint zu erwarten, daß Rußland dieses Land an sich zu reißen, und da Unabhaͤngigkeit Aegyptens und seine
Mittel finden werde, in Folge hiervon die
der Haͤupter zu bemaͤch:
außer den bereits
dem Sultan bei dem erschoͤpften Zustande eines Schatzes vong
von Europa anerkannt werden koͤnne. Es ein wichtiger Stoff der Betrachtung fuͤr sjeden Politiker, zu beurtheilen, ob die Trennung oder Thei⸗ lung des alten Tuͤrkischen Kaiserreichs in die Koͤnigreiche Fuͤrkei und Aegypten nicht beider Wohlfahrt befoͤrdern duͤrfte. Das Araber⸗Reich unter Mehmed Ali wuͤrde bald die Rechte des Chalifats erhalten, das in Aegypten vor drei Jahrhunder⸗ ten durch Soliman den Praͤchtigen zerstoͤrt wurde, waͤhrend die Concentrirung der Tuͤrkischen Herrschaft nothwendig dieses jetzt entmuthigte Volk in seiner eigenen Achtung erheben wuͤrde. Die große Ausdehnung, die haͤufigen Unruhen und die Ver⸗ schiedenheit der Sprache in den Paschaliks Afrikas und Ara⸗ biens muͤssen ihre jedesmalige Wiederunterwerfung unter die geschwaͤchten Osmanli s verhindern; dann wird die Frage wich⸗ tig, ob es nicht nuͤtzlich seyn wuͤrde, den Suͤden durch Begruͤn— dung seiner Unabhaͤngigkeit zu beruhigen, waͤhrend der Norden mit feindlichem Einfalle bedroht ist. — Aus Griechenland hoͤrt man, die Regierung habe bei Festnehmung der Unzufriedenen seder Farbe viele Energie entwickelt. Die Verhaftung der Verschwoͤrer ging so im Geheimen von Statten, daß Koloko— troni und sein verhaßter Gegner Grivas in die Gewalt der Regierung gebracht wurden, ohne daß einer von ihnen merkte, daß der Schlag gegen sie gerichtet war. Die Regentschaft be— wahrte dabei das Geheimniß selbst vor den Griechischen Mini⸗ stern, bis sie die Komplottmacher gefangen hatte. Die Verlegung der Residenz aus dem ungesunden Nauplia nach Athen soll statt finden, sobald der Winter voruͤber ist. Koͤnig Otto wird, glaubt man, einstweilen in dem von Sir Pulteney Malcolm erbauten, drei (Englische) Meilen von Athen gelegenen Hause residiren, bis in der neuen Hauptstadt eine ansaͤndige Wohnung fuͤr den Souverain eingerichtet ist. — Das Geruͤcht geht, die Tuͤrken seyen im Begriffe, eine Expedition gegen Samos auszuruͤsten, um die Einwohner zum Nachgeben zu zwingen; aber bei der Saumseligkeit solcher Ruͤstungen glauben Viele, daß eine geraume Zeit verstreichen werde, bis man alle noͤthigen Anstalten getroffen gt. — 3. Dezember. Die Nuchrichten aus Aegypten lauten jetzt fuͤr die Ruhe guͤnstig. Mehmed Ali, dessen Schiffe meistentheils von Franzosen erbaut worden waren, hat das Uebel ihrer Ue⸗ bereilung eingesehen, da mehrere von ihnen jetzt fuͤr die See untauglich sind, und zu Alexandria und Suda auseinandergelegt wurden. Im letzteren Hafen mußte man einige, noch keine drei Jahre alte, zur Ausbesserung auf die Werfte bringen. Meh⸗ med Ali befand sich am 15ten v. M. zu Kahira, und man glaubte, er wuͤrde den Winter dort zubringen. Ein Heer von 18,000 Mann, das er zur Daͤmpfung eines Aufstandes von Hed⸗ schas an die Kuͤste des Rothen Meeres abgeschickt hatte, war geschlagen worden, und 2000 Kandiotische Tuͤrken waren von seiner Fahne zu den Empoͤrern uͤbergegangen. Mehmed Ali soll mit Ausruͤstung eines andern Heeres, um sie von Neuem anzu⸗ greifen, beschaͤftigt seyn. Ibrahim Pascha bleibt in Syrien, wo er, wie sehr man auch die oͤffentliche Meinung als seinem Be⸗ steuerungs⸗System entgegengesetzt betrachten mag, Anfangs die⸗ ses Monats im vollen Besitze des Landes war. Sehr interes⸗ sant ist es nun, zu erfahren, ob ihm die Rekrutirung seiner Truppen durch Aushebung der Eingebornen gelingen wird.“ Ueber die Dardanellen⸗Forts erstattet ein Britischer Offizier, der sie vor zwei en genau besichtigt, folgenden Be⸗ richt: „Auf der Europaͤischen Seite liegen: 1) Skain⸗Kelli (außerhalb der Dardanellen) mit 15 Kanonen; 2) Sert⸗al⸗Bachr Katessi (das Vorhaͤngeschloß des Meeres, auch das neue Euro⸗ paͤische Fort genannt) am Eingange des Archipelagus, mit 70 Kanonen und 4 Moͤrfern; 3) Eski⸗Sarlik, mit 12 Kanonen, 3 (Engl.) Meilen von Ersterem; 4) Killetti⸗Bachr (das alte Europaͤische Fort, stark befestigt), mit 64 Kanonen, wovon 18 von großem Kaliber mit steinernen Kugeln; zur Seite zwei Bat⸗ terien, die in den letzten 10 Jahren angelegt worden, die suͤd⸗ liche von 48, die noͤrdliche von 30 Kanonen; 5) Kiamli⸗Burnu, ebenfalls von neuer Anlage, mit 30 Kanonen; 6) Bowalli⸗Ka⸗ lessi, ganz neu, auf der Staͤtte des alten Sestos, der letzte Ver⸗ theidizungspunkt auf Europaͤischer Seite, mit 50. Kanonen. Auf der Asitatischen Seite: 1 und 2) Kum⸗Kalessi (Sand⸗ Fort, auch das neue Asiatische Fort genannt) mit 4 Moͤrsern und 80 Kanonen, worunter 16 von großem Kaliber und 18 Vierundzwanzigpfuͤnder; 3) Barbri, mit 14 Kanonen von kleinem Kaliber; 4) Sultani⸗-Kalessi (das alte Asiatische Fort, dem alten Europaͤischen gegenuͤber), das staͤrkste von allen, beherrscht den Hellespont an seiner ³ (Englischen) Meile breiten staͤrksten Stroͤmung; es besteht aus zwei zusammenhaͤngenden Forts mit 192 Kanonen, worunter 18 von groͤßerem Kaliber, einige derselben zu 26 Zoll gebohrt; hier wird der Ferman des Sultans von dem Seraskier Pascha abgefordert; 5) Kissi Burnu, an der Suͤdspitze der Barre von Abydos, mit 46 Kanonen, be⸗ herrscht ebenfalls den hier etwas uͤber eine (Englische) Meile breiten Strom; 6) Megara⸗Burnu, im Jahre 1820 angelegt, mit 24 Kanonen von verschiedenem Kaliber. Die Forts sind seit 1807 in weit staͤrkern Stand gesetzt worden; die alten Forts koͤnnen von den hinter denselben gelegenen Anhoͤhen bestrichen und leicht gestuͤrmt werden.“ “
Griechenland.
In einem Schreiben aus Triest vom 16. Januar wird fruͤher (in Nr. 29 der Staats⸗Zeitung) gege⸗ benen Nachrichten noch berichtet: „Die Nachrichten aus Grie⸗ chenland, die mit dem letzten Paketboote hier anlangten, reichen bis zum 16. Dezember, bringen aber wenig Neues von allge⸗ meinem Interesse. Da in Folge des von der Regentschaft er⸗ lassenen Preß⸗Gesetzes alle politischen Zeitungen — weil sie die hohe Caution nicht leisten konnten — zu erscheinen aufgehoͤrt haben, so fehlt uns diese Quelle gaͤnzlich, und wir sind auf bloße Privat⸗Mittheilungen beschraͤnkt. Ueberall im Lande herrscht Ruhe und Ordnung. Zwar ist von allen in unserm letzten Schreiben ausgesprochenen Erwartungen noch keine in Erfuͤllung gegangen, indessen vernimmt man von keiner Seite her auch nur die mindeste mißbilligende Aeußerung in dieser Hin⸗ sicht; es scheint vielmehr, daß Jedermann die große Wichtigkeit der in Frage stehenden Angelegenheiten erkennt und die Bedaͤchtigkeit der Regierung hierbei lobt. Die so nothwendigen ordentlichen Ge⸗ richte sind noch nicht eingesetzt: es wird wohl noch einige Zeit verfließen, bis dies geschehen ist; dies ist aber leicht erklaͤrlich, wenn man bedenkt, daß Gesetze und Bestimmungen uͤber das gerichtliche Verfahren, welche doch vorher abgefaßt seyn muͤssen, nicht in Eile gemacht werden koͤnnen. Das Gemeinde⸗Gesetz ist laͤngst fertig, jedoch bis heute noch nicht publicirt worden, in⸗ dem fuͤr gut befunden wurde, dasselbe noch mehrfacher Pruͤfung zu unterziehen. — Die Verhafteten befinden sich noch immer in den Gefaͤngnissen und werden im Geheimen verhoͤrt, es verlau⸗ tet aber noch nicht, wann sie gerichtet werden sollen. — Der von den Architekten entworfene Plan der Stadt Athen ist von der Regierung angenommen und bestaͤtigt worden. Die Einthei⸗
Souverainetaͤt wird demnach
lungs, Linien sind bereite gezogen und die Straßen abgesteckt
1α7 worden. Die Athenienser haben letztlich alle Vorschlaͤge der Re⸗ gierung angenommen, so daß jetzt von dieser Seite nichts mehr im Wege steht. Die Uebersiedelung des Regierungs⸗Sitzes da⸗ hin duͤrfte jedoch schwerlich vor kommendem Sommer geschehen. — Die Nummer 36 des Regierungs⸗Blattes enthaͤlt eine Ver⸗ ordnung, die Griechische Schifffahrt betreffend, unterschrieben von der Regentschaft und dem Gesammt⸗Ministerium. Nach derselben sind alle Griechischen Schiffe verbunden, die Notional⸗ Flagge zu fuͤhren, wogegen sie den besonderen Schutz der Griechi⸗ schen Regierung genießen. Dieser Schutz soll denselben gegen solche Staaten, welche ihren eigenen Schiffen besondere Vorrechte und Beguͤnstigungen vor den Griechischen einraͤumen, durch An⸗ wendung der Reciprocitaͤt und anderer geeigneter Maßregeln gewaͤhrt werden. Die Regentschaft hofft durch diese Verord⸗ nung der Griechischen Handels⸗Marine, welche in letzterer Zeit etwas gelitten hat, einen groͤßeren Aufschwung zu geben; in⸗ dessen ist doch zu beruͤcksichtigen, daß manche Schiffs⸗Eigner ein⸗ zelne in gedachter Verordnung enthaltene Bestimmungen nicht zu erfuͤllen im Stande sind
Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.
New⸗York, 1. Januar. Im Kongreß ist der Streit zwischen dem Praͤsidenten und der Bank noch keinesweges ent⸗ schieden; er scheint vielmehr immer bedeutender zu werden und immer mehr die Natur eines allgemeinen Partei⸗Kampfes anzu⸗ nehmen. Alle Gegner Jacksons schließen sich der Bank an. SCo stehen auf der einen Seite die Partei der Union, die demokra⸗ tische Partei mit ihrem Liebling, dem Praͤsidenten Jackson, an der Spitze; auf der anderen Seite die Gegner der Union, die Nullificirer, die aristokratische Partei (die Reichen) und die Direktoren der Bank. „Im Repraͤsentanten⸗Hause“, bemerkt ein hiesiges Blate, fuͤhrt die Nullificirer⸗Partei das Vorder⸗ treffen der Bank⸗Partei gegen den Praͤsidenten. Das ist ganz in der Ordnung; Union und Freiheit sind unzertrennlich; es ist sehr passend, daß die Nullificirer und die Bank sich verbinden, um Andreas Jackson anzugreifen, den Erhal⸗ ter der Union und den Beschuͤtzer der Freiheit.“ — Heftiger aber als im Repraͤsentanten⸗Hause waren die Angriffe im Se⸗ nat. Hier hatte ein Oppositions⸗Mitglied in Vorschlag gebracht, zu erklaͤren: 1) daß der Praͤsident, durch Absetzung des fruͤheren Schatz⸗Secretairs, welcher sich nicht hatte bereit finden lassen, der Bank die oͤffentlichen Gelder zu entziehen, sich eine Gewalt angemaßt habe, die ihm gesetzlich nicht zukomme, und die der Freiheit des Volks gefaͤhrlich sey, und 2) daß die von dem neuen Schatz⸗Secretair bei Eroͤffnung des Kongresses angegebenen Gruͤnde fuͤr die Entziehung der oͤffentlichen Gelder aus der Bank ungenuͤgend und unbefriedigend seyen. Das Resultat der fer⸗ neren Diskussion uͤber diese beiden Vorschlaͤge war noch nicht be⸗ kannt. Herr M'Duffie hielt eine Rede gegen den Praͤ— sidenten, worin derselbe als der aͤrgste Tyrann geschil⸗ dert wird, dessen die Annalen der Geschichte gedaͤchten. Am 26. Dezember erhob sich auch Herr Clay und zog aufs bitterste gegen den Praͤsidenten zu Felde, den er einen frechen Usurpaten schalt; er erbat es als eine Gnade von Gott, den Tag zu erleben, wo das Volk aufstehen wuͤrde, um die Go⸗ then vom Kapitol zu vertreiben. — Auch die Handels⸗Kammer von New⸗York hat beim Kongreß eine Denkschrift eingereicht, worin uͤber den schlechten Zustand des Handels bittere Klage ge⸗ fuͤhrt, und die Schuld davon lediglich den Maßregeln des Praͤ— sidenten hinsichtlich der Bank beigemessen wird. Wirklich sind in New⸗York einige bedeutende Fallissements schnell auf einander gefolgt, ohne daß sich jedoch gerade ein direkter Zusammenhang zwischen diesen Unfaͤllen und den veraͤndervten Bank⸗Verhaͤltnissen nachweisen laͤßt.
Man schreibt aus Philadelphia: „Obschon die Botschaft des Praͤsidenten einen Ueberschuß der oͤffentlichen Einnahme von mehr als sieben Millionen zeigt, empfiehlt sie doch, den Tarif nicht aufs Neue zu aͤndern. Gleichwohl duͤrfte solches vielleicht in Frage kommen, wenigstens was gewisse Theile des Tarifs betrifft, da Einige aus den suͤdlichen Staaten dies wuͤn⸗ schen, auch die Abzahlung des geringen Restes der National⸗ Schuld nicht Eile hat und die Einnahme fuͤr naͤchstes Jahr in der Botschaft zu niedrig angenommen scheint, zumal der auf viele Artikel verminderte Zoll zu einer bedeutend groͤßeren Ein⸗ fuhr Anlaß geben duͤrfte.“
Ueber Neu⸗Orleans hat man hier Nachrichten aus Mexiko vom 28. November erhalten. Die Insurrection schien gaͤnzlich unterdruͤckt. In einem offiziellen Berichte hatte der General Valencia gemeldet, daß Duran und Canalizo mit allen ihren Anhaͤngern kapitulirt haͤtten; der Erstere hatte einen Paß nach Central⸗Amerika, der Letztere nach Columbien verlangt. Die Generale Bustamente und Codallos, Don Ramirez Sesma und andere angesehene Verbannte sind an Bord der Goelette „Ca⸗ roline“ in Neu⸗Orleans angelangt. Die Barke „Warren“ be⸗ findet sich, mit 22 Verbannten an Bord, zu Balise. Der Ge— neral Arista hat sich auf der Englischen Brigg „Elvira“ einge⸗ schifft, die am 27sten nach Frankreich unter Segel gegangen ist. Der Praͤsident Santana hatte die Hauptstadt Mexiko noch nicht verlassen. Diese Nachrichten geben einem hiesigen Blatte zu folgenden Betrachtungen Anlaß: „So ist denn also die Ruhe in Mexiko wiederhergestellt. Santana triumphirt, die von Bu⸗ stamente Proskribirten werden zuruͤckberufen, waͤhrend er selbst und seine Anhaͤnger schleunigst den gefaͤhrlichen Boden der Re⸗ publik verlassen. Dies ist die natuͤrliche Folge der Revolutionen, die in jenem Lande noch keinesweges zu Ende seyn werden, wenn nicht eine ganz neue Organisation den Haͤnden des Soldaten die bisherige Allmacht entreißt, um sie in die Haͤnde des Buͤrgers niederzulegen. Die Mexikanische Republik wurde mitten in ei⸗ ner blutigen Krists geschaffen, und sie bedurfte einer starken Mi⸗ litair-Macht, um die Spanier zu vertreiben und sich ihren etwa⸗ nigen neuen Versuchen zu widersetzen. Jetzt, wo keine aͤußere Gefahr mehr vorhanden ist, wird diese Streitmacht, uͤber welche die Regierung oder ein kuͤhner Chef verfuͤgen kann, zu einem so gefaͤhrlichen Werkzeuge, daß an einen dauerhaften Frieden gar nicht zu denken i. Bei einer solchen Lage der Dinge wird das Land noch lange eine Beute der militairischen Factionen blei⸗ ben, und mit einer Armee von 20,000 Mann, die uͤber 24 Genexale zaͤhlt, und jaͤhrlich 15 Millionen Dollars kostet, kann der Staat unmoͤglich gedeihen. In einem Lande, wo sehr wenig Gemein⸗ sinn herrscht, wo die Buͤrger⸗Milizen nicht organisirt sind, uͤbt die Armee natuͤrlich einen Einfluß aus, dem kein Staats⸗Koͤrper, kein Volkswille, so gerecht und liberal er auch seyn mag, das Gleichgewicht halten kann. Die Macht wird stets bei dem ver⸗ wegensten und talentvollsten Chef seyn, gestern bei Guerrero und Bustamente, heute bei Santana, morgen bei einem noch gluͤck⸗ licheren Krieger.“
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Bogota, 27. Nov. Im Staate Aequator herrscht die groͤßte Verwirrung. General Flores wurde in der Mitte Sep⸗
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tembers zum Diktator dieser Republik ausgerufen, u m tige Kongreß sah sich genoͤthigt, dieses L“ zu ratificiren, nachdem 36 Mitglieder desselben in die Verban⸗ nung gewandert waren. Spaͤter brach ein Aufstand in Guaya⸗ quil aus, und Flores marschirte mit seinen Soldaten dorthin
Waͤhrend seiner Abwesenheit von Quito suchte ein Engli⸗ scher Offizier, Oberst Hall, die Garnison zum Aufstande zu verleiten, wurde aber verrathen und nebst sieben anderen Per⸗ sonen umgebracht. Er hatte naͤmlich einen Beamten bestochen
der ihm versprach, ihm die Garnison zu uͤberliefern, ihn aber selbst verrieth, nachdem er das Geld bekommen hatte. Ein an⸗ derer Englaͤnder, General Wright, warf sich in das benachbarte Peru und warb dort 500 Mann an, wurde aber von dem Praͤ⸗ sidenten Gamarea aus dem Lande verwiesen. Rocafarta, der Gegner des General Flores, der mit ihm zugleich als Kandidat fuͤr die Praͤsiden⸗ ten⸗Wuͤrde aufgetreten war, soll erst verbannt und dann umgebracht worden seyn. Waͤhrend es in Aequator so stuͤrmisch zugeht
schreitet der Staat Neu-Granada unter der milden und ge⸗ setzmaͤßigen Verwaltung des Praͤsidenten Santander einer besse⸗ ren Zukunft entgegen. Santander's Haupt-⸗Augenmerk ist die Volks⸗Bildung, und er hat zu diesem Behufe in den Vereinig⸗ ten Staaten große Bestellungen machen lassen. Aus Car⸗ thagena erfaͤhrt man, daß dort an eine Beilegung der Streitigkeiten mit Frankreich noch nicht zu denken sey, denn obgleich der oberste Gerichtshof zu Bogota entschieden hatte, daß der Franzoͤsische Konsul persoͤnlich von jedem Arrest und jeder sonstigen Belaͤstigung frei sey, so war doch noch kein Befehl zur Bestrafung der Magistrats⸗Personen, durch die der Konsul ver⸗ haftet wurde, eingegangen, und die Franzoͤsische Regierung hatte diese Genugthuung ausdruͤcklich verlangt. Der neue Tarif, den der Kongreß von Neu⸗Granada vor Kurzem angenommen hat, ist so hoch, daß man fuͤrchtet, er werde allen auswaͤrtigen Han⸗ del abschneiden; er hat daher allgemeine Unzufriedenheit erregt. Die Moͤrder des Obersten Woodbine und seiner Familie, saͤmmt⸗ lich Sklaven, die in seinem Hause dienten, sind, bis auf Einen, hingerichtet worden.
Beryvliin, 31. Jan. Inmn verflossenen Jahre geruhten des Koͤnigs Majestaͤt, dem Messerschmied⸗Gesellen Eckardt zu Halle, welcher schon viele Menschen mit eigener Lebensgefahr vom Er⸗ trinken in der Saale gerettet hatte, das Ehrenzeichen fuͤr Ret⸗ tung aus Gefahr zu verleihen, der ꝛc. Eckardt starb jedoch an den Folgen einer sich bei der letzten Rettung einer in das Was⸗ ser gefallenen Person zugezogenen Brust⸗Krankheit, noch ehe ihm dieser Allerhoͤchste Beweis der Anerkenntniß seiner Verdienstlich⸗ keit ausgehaͤndigt werden konnte. Auf erhaltene Nachricht hier⸗ von haben jetzt des Koͤnigs Majestaͤt geruht, der hinterlassenen Wittwe und den beiden unmuͤndigen Kindern des ꝛc. Eckardt mittelst Allerhoͤchster Kabinets⸗Ordre vom 19. Januar d. J. ein Gnaden⸗Geschenk von 100 Rthlrn. zu bewilligen und dem Ge⸗ heimen Staats⸗Minister von Klewiz die zweckmaͤßige Ver⸗ wendung des Gnaden⸗Geschenks fuͤr die Hinterbliebenen des ꝛc. Eckardt zu uͤbertragen. Welche allgemeine Theilnahme das 1 Schicksal des ꝛc. Eckardt in Halle gefunden hat, davon liefert der in Nr. 91 der Halleschen Zeitung vom vorigen Jahre ent⸗ haltene Aufruf an Menschenfreunde in der Naͤhe und 2 ei⸗ nen sprechenden Beweis; eine nicht mindere Freude wird daher auch das bewilligte Koͤnigl. Geschenk bei Allen erregen, die sich fuͤr die Hinterlassenen des ꝛc. Eckardt interssstren. 1 — In Posen wurde aem 26sten d. M. der von des Kö⸗ nigs Majestaͤt fuͤr das Großherzogthum Posen angeordnete dritte 1 Provinzial⸗Landtag mit einer angemessenen Feierlichkeit eroͤffnet welche damit begann, daß fuͤr die Abgeordneten katholischer Kon fession ein solenner Gottesdienst in der Hauptstadt⸗Pfarrkirche ad Si. Mariam Magdalenam, von 9 bis 10 Uhr Morgens, fuͤr die Evangelischen aber in der Kreuzkirche auf dem Graben abgehalten wurde. In der ersteren Kirche hielt der Erzbischof von Gnesen und Posen das Hochamt, in der zweiten hatt der Bischof Freymark die Abhaltung der Predigt uͤbernom men. Nach beendigtem Gottesdienst versammelten sich die Abgeordneten in dem ihnen in den Zimmern des Koͤnigl. Schlos⸗ ses angewiesenen Lokal, und benachrichtigten von dort aus durch eine Deputation den Koͤnigl. Landtags⸗Kommissarius, Ober⸗Praͤ sidenten Flottwell, von ihrem Zusammentritt, welcher sich dem naͤchst in Begleitung der Deputation in das Versammlungs⸗Lo kal begab, und dort den Landtag durch eine Rede eroͤffnete, welch
von Seiner Durchlaucht dem Landtags⸗Marschall Fuͤr⸗ sten Ordinat Sulkowski beantwortet wurde. Um 2 ½ Uhr
Nachmittags vereinigte der Koͤnigliche Kommissarius saͤmmt⸗ liche Abgeordnete, so wie eine zahlreiche Gesellschaft zu einem Mittagsmahl in dem großen Saale des Koͤniglichen Schlosses; sie dauerte bei Heiterkeit und Frohsinn der Gaͤste bis 7 Uhr Abends. Der von dem Koͤnigl. Kommissarius auf die Gesundheit Sr. Majestaͤt des Koͤnigs ausgebrachte Toast wurde von dem freudigen Jubel saͤmmtlicher Anwesenden wiede holt; ihm folgte ein zweiter, von dem kommandirenden General, General⸗Lieutenant v. Grolman Excellenz, ausgebrachter Toast auf das Wohl der Provinz Posen. . 3
Meteorologische Beobachtung.
1834. V Morgens Nachmitt. Abends Rach einmaliger 30. Januar. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beybachtung. dusseec. ö8ö -ne.838, 9 Par. 339, 5 6 Par. Quellwärme 6,5 °R uftwaͤrme 070°R. 2,3 °R. 0 . Thaupunkt — 2,*° R. 1 2 F. ₰ 88* 0 R. Zlußwärme 3,5°R. ö“ bech cit 67 pCt. 73 pCt. Bodenwärme 4,5 °R Wetter... albheiter. eiter. ha iter. . Wind .... RNW. hüte vscfen Ausdünst. 0,02 8 ‧Rh. Wolkenzug 1 NW. — — Niederschlag 0, 0 3 0⸗Rh. 11A“ HSS6vgu“ 1 Den 31. Januar 1834. 1
(Preuss. Caur.)
E vnef Se. —.
Amtl. Fonds-
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Sr. Schuld- Sch. 4 97 ½ 97 [Grosshz. Pos. do. 4] — Pr. Engl. Anl. 18. 5 103 † 103 Ostpr. Pfandbr. 4 99 ½ Pr. Engl. Anl. 22. 5 103 ½ 103 Pomm. do. 4 105 ½ pr. Engl. Obl. 30. 4 92 91 ¾ Kur.- u. Neum. do. 4 [106 ¾ Präm. Sch.d. Seeh. — 54 53 Schlesische do. 4 — Kurm. Obl. m. l. C. 4 96 ½ 95 ⅞ Rkst. C. d. K.- u. N. —] 66 ½ Neum. Int. Sch. do. 4 96 95 ¾ [zZ.-Sch. d. K.- u. N. — 67 Berl. Stadt-Obl. 4 98 ½ 98 —
Ksngsb- Jo. 4¹ ☚α☚ — Man. wvlw. Dnb. — 17½ Elbing. do. 428 97 — Neue do. — — Danz. do. in T†h. — 36 ½ — Priedrichsd'or — 13 ½ Westpr. Pfandbr.] 4 98 3 — IDisconto —I 3¼