1834 / 111 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

448 Nachrichten.

DParis, 14. April. Der Koͤnig musterte gestern Mittag im Hofe der Tuilerieen, begleitet von dem Herzog von Or⸗ leans, dem Herzog von Nemours, dem Prinzen von Joinville und den Marschaͤllen Soult und Gérard, 2 Infanterie⸗Regi⸗ menter und 1 Kavallerie⸗Regiment und ließ demnaͤchst diese Truppen an sich vorbei defiliren. Nach beendigter Revue em⸗ pfingen Se. Majestaͤt, umgeben von den gesammten Mitalie⸗ dern der Koͤniglichen Familie, im Marschalls⸗Saale die Offi⸗ ziere der gedachten drei Regimenter, und richteten folgende Anrede an sie: „Meine werthen Kameraden, Ich habe Sie des Vergnuͤgens, das Ich heute empfinde, theilhaftig

8 Lanz entgegengesetzt sind. Außerordentlich freuen sich unsere ge⸗ voͤhnlichen Komponisten, wenn sie in den Versen des Dichters etwa die Worte cara mia finden, worauf ste irgend eine affektirte Laͤpperei anbringen koͤnnen, oder auch die kleinen Bülder vom rieselnden Was⸗ ser, zitternden Zephyr, zwitschernden Voͤgelchen, wiederhallenden Echo, krachenden Donner, schwarzer Dunkelheit u. s. w., die durch ihren haͤufigen Gebrauch fast ganz zum Ekel geworden sind. An⸗ sossi z. B. hat kein Bedenken gefunden, in der Oper Antigonus auf den zweiten Vokal des Wortes amato zweimal neun und einen hal⸗ en Takt hindurch lauter Koloraturen, in Summa 304 Noten, an⸗ ubringen! Und das nennt man dramatische Musik! Anfossi (den jetzt wenige Musik⸗Liebhaber auch nur dem Na⸗ men nach kennen) war uübrigens keinesweges ein unbedeutender Komponist, sondern zu der Zeit, wo Gluck und Mozart schon ge⸗ hatten, in Italien noch so beruͤhmt und beliebt, daß man

I N eue st e s6s v vn znu, Beng.

Verfolgung der Anarchisten bis zum folgenden Morgen zu v 8 “] 8 1 8 3I 8 schieben, um in den engen Gassen das Blut der Buͤrger da L1ö121“.“ 8 4.9 Soldaten nicht unnuͤtz zu verspruͤtzen. Mit Anbruch des Ta ZA11nI1““ 8 ““ E 88 ö“]n

erfolgte ein kurzer und entscheidender Angriff, der dem 98 Aufstande ein Ende machte. Viele der Aufruͤhrer kamen dabei vin,

Leben; eine noch groͤßere Anzahl aber wurde in demselben 2n genblicke verhaftet, wo sie sich zum Kampfe ruͤstete. Um 61 nuh durchritten die Herzoge von Hrleans und von Nemours die 1

nigen Straßen, die hauptsaͤchlich der Schauplatz jener beklagen, werthen Auftritte gewesen waren. In dem Augenblicke, wo si 8

in die Straße St. Martin einbogen, fielen mehrere Flinten 9 11 schuͤsse auf sie; gluͤcklicherweise traf keiner, indessen steigerte die

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hn Tatone, den gru neuester Zeit Rossini kurzweg der Meister (il maestro) hieß. *

* * Anstatt diese Betrachtungen fortzusetzen, sollten wir wohl uͤber die vorgestrige Auffuͤhrung des Othello von Rossini Bericht erstat⸗ en. oͤnnte denn aber, da wir den uns zugemessenen Raum be⸗ reits verbraucht haben, das Vorstehende nicht einstweilen fuͤr eine ritik Ein andermal ließe sich auf Verlangen darthun, ie sich Shakspeare's Meisterwerk zu dem vorliegenden Terte, oder wie sich Rossini's Oper zu denen verhaͤlt, zwischen welche hineinge⸗

naͤmlich

Heut nur eine Bemerkung. Wir ehrlichen Deutschen nehmen es mit der Musik dieser neuesten Itali jnischen SSerescen zu 6g und gruͤndlich: jeder Ton soll einen Gedanken, eine Empfindung, eine Leidenschaft ausdruͤcken. Rossini selbst wuͤrde sich jedoch uͤber

Saͤngerinnen darauf verwenden, seine Musik dramatisch zu machen, oft nur verwundern, nicht aber

Kritik gelten?

stellt zu werden sie das Gluͤck oder Ungluͤck gehabt hat: die Vestalin, Fidelio, Don Juan und Armide. 5

die Muͤhe, welche Saͤnger und

das Geleistete bewundern; er wuͤrde vielmeye verlangen, daß seine

Koloraturen noch viel leichter, bedeu⸗ uͤber die Zunge der Saͤnger gehen muͤs⸗ Je⸗

nes deutsche accentuirende und dramatistrende Bestreben, bringt kur

melodischen Floskeln und tungsloser und gewichtloser sen, als (nach Hamlets Verlangen) die sinnreicheren Worte.

den tadelnswerthen Gegensatz zwischen Text, Charakter und Kom⸗ position noch deutlicher zu Tage, und veranlaßt Kritiken und Ein⸗ wendungen, welche man bei der Italiaͤnischen Methode und dem leichtsinnigen Vortrage dieser Opern von vorn herein zur Seite stellt. Dies Beiseitestellen ist allerdings eine Suͤnde gegen das Hei⸗ ligste in der dramatischen Musik; hat man sich aber einmal dieser

roßen Vater der Mustk, nannte; etwa so wie in

werden lassen und Mein tief betruͤbtes Herz erleichtern wollen, indem Ich selbst Ihnen anzeige, daß der beklagenswerthe Kampf, dessen Schauplatz die Stadt Lyon 4 Tage lang gewesen, endlich durch den Sieg der Ordnung, der Gesetze und der Freiheit, dieser Buͤrgen unserer Institutionen, die Ihre braven Kamera⸗ den der Garnison von Lyon mit ihrem Blute besiegelt haben, beendigt worden ist. Wenn wir den Verlust so vieler Tapferen zu beklagen haben, namentlich denjenigen des Obersten Mounier, der ruͤhmlich an der Spitze des 28sten Lanien⸗Regiments gefallen ist, so bleibt uns mindestens der Trost, daß die Armee dem Lande neue Beweise ihres Muthes, ihrer Treue und ihres Pa⸗ triotismus gegeben hat. Ihnen habe Ich Meinen Dank fuͤr die Garnison von Lyon zollen und Ihnen Mein unbedingtes Vertrauen zu erkennen geben wollen, daß die Armee bei jeder Gelegenheit sich so zeigen werde, wie sie sich zu allen Zeiten ge⸗ zeigt hat, treu ihren Pflichten und der Franzoͤsischen Ehre; sie wird auch Mich stets bereit finden, sie zu unterstuͤtzen, denn Ich weiß aus vollem Herzen die edlen Gesinnungen, die sie beseelen, so wie die großen Dienste, die sie dem Vaterlande leistet, zu wuͤrdigen.“ Kaum hatte der Koͤnig seine Rede beendigt, als von allen Seiten der lauteste Jubel erscholl. Se. Majestaͤt fuͤhlten sich hierdurch so tief bewegt, daß Sie noch einmal das Wort ergriffen und sagten: „Ich kann Ihnen nicht ausdruͤcken, wie sehr die Gefuͤhle mich ruͤhren, die Sie Mir so deutlich zu erkennen geben. Gewiß wiederhole Ich Ihnen immer von ganzem Herzen die Versicherung derer, die Ich fuͤr die Armee

ser unerwartete Angriff den Muth der Truppen aufs hoͤchste, die Thuͤren des Hauses, von wo aus die Schuͤsse ausgegangen waren, wurden erbrochen und Alles, was man mit bewaffnetn Hand darin fand, wurde niedergemacht. Um 9 Uhr war Ales beendèigt, die National⸗Garden kehrten in ihre Wohnungen zu⸗ ruͤck und die Einwohner der Hauptstadt gingen wieder wie ge⸗ woͤhnlich ihren Geschaͤften nach.“ 8 Heute Nachmittags 2 Uhr erschien der Minister des oͤffent lichen Unterrichts in der Deputirten⸗Kammer, um uͤber die obi⸗ gen Ereignisse zu berichten. Seine Rede wurde von den Cey, tris mit großem Beifalle aufgenommen, waͤhrend die Oppositions, Mitglieder das tiefste Stillschweigen beobachteten. Kaum hatte er seinen Vortrag beendigt, als mehrere Deputirte 8 Wunsch zu erkennen gaben, sich nach den Tuilerieen begeben, um dem Koͤnige ihren Schmerz uͤber die stattgehabten Auftritte auszudruͤcken. Sofort leerte sich der Saal, in weh chem nur die Oppositions⸗Mitalieder zuruͤckblieben. Bei ihrer Ankunft in den Tuilerieen wurden jene Deputirte von dem Ki⸗ nige im Thronsaale empfangen, und der Praͤsident, Herr Du⸗ pin, hielt folgende Anrede:

„Sire, die Deputirten⸗Kammer hat dem Wunsche nicht w- derstehen koͤnnen, sich um den verfassungsmaͤßigen Thron Ew. Maje⸗ staͤt zu reihen. Bei diesem fuͤr das Land so betruͤbenden, fuͤr das Her des Koͤnigs so peinlichen, fuͤr uns Alle aber so schmerzlichen Vorfalee wuͤnschen wir, Sire, Ihnen die Versicherung unserer Anhäͤng, lichkeit an Ihre Person, unseres festen Entschlusses, unsere In

Se

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Majestaͤt der Koͤnig haben dem Kaiserl. Russischen Ritt⸗ Flüͤgel⸗Adjutanten Sr. Majestaͤt des Kaisers, Fuͤr⸗ 1 Dolgorucki, den St. Johanniter⸗Orden zu verleihen

geruht.

Die Kandidaten der Baukunst, welche an der ersten dies⸗ ihrigen Vorpruͤfung als Baumeister Theil nehmen wollen, wer⸗ aufgefordert, sich bis zum 30. April c. bei uns schriftlich zu netden worauf ihnen das Weitere eroͤffnet werden wird.

8 Perlin, den 19. April 1834. Koͤnigliche Ober⸗Bau⸗Deputation.

Abgereist: Se. Erlaucht der Graf Henrich zu Stol— herg⸗Wernigerode,⸗ nach Wernigerode.

Zeitungs⸗Nachrichten.

Paris

Herrn Poulle uͤber . 2 gangenen Bittschriften wegen einer Wahl⸗

Frankreich. EEE116161

Wesentlichen also: 1 „Man kann die der Kammer uͤberreichten 1

drei Klassen

denen man verlangt;: der National⸗Garde

Listen Steuer beza waͤhlvar sey

eintheilen. Zu der ersten gehoren 8

eingetragen hlt, das Wahlrecht havben solle;

daß der politische Eid abgeschafft werde; und 5)

ter irgend e

der zweiten Klasse, deren 18 an der Zahl sind,

lich dieselbe Grade 16 belaufen

;

12- A“ en ferner die Zulass Uer faͤhigen Koͤpfe, gesetzt wissen; sie verlangen ferner die Zulassung alle . zuer Offiziere der National⸗Garde und der Municipal Raͤthe von

Staͤdten uͤb

hat sich uͤber den Geist, der bei der Ab

abgetheilt

in oͤffentliches Amt vekleiden duͤrfe.

n Forderungen, nur wollen sie wissen. Die dritten , verlangen Modificationen

er 300, Einwohner zu den Wahlen.

dieser Bittschriften vorgeherrscht hat, nicht taͤusch

mann weiß,

gerkriege fehlgeschlaͤgen sind,

daß zwei Factionen, denen alle Versuche zu einem 3 22 die sich nur verstehen, wenn es

und

Der (gestern erwaͤhnte) Bericht des die bei der Deputirten⸗Kammer einge⸗

Reform lautete im

9 4 8 4 8 c 3 . ie 1) daß jeder muͤndige Franzose, der in di

1897 ist oder irgend eine 2) daß jeder Waͤhler . 3) daß jeder Wahler eine Vergütigung erhalte; 4)

die Wahl in zwei endlich, d in dem Wahl

Einige wollen den Wahl⸗Census auf 100, Andere auf 50 Fr. herab⸗

sassung des gro ten Theils

14 Bittschriften in 0 Bittschriften, in

daß kein Deputir⸗ Die Bittschriften enthalten so ziem⸗

die sich auf [Systeme.

Ihre Kommission

en koͤnnen. Jeder⸗

ung gegen die vorige Dynastie und die Republik gegeben. Und swon averlangt man eine Wahl⸗Reform! Ihre Kommission ist nicht der Meinung, daß unser Wahl⸗System nicht einst modificirt werden koͤnnte; aber sie ist von der Wahrheit durchdrun⸗ gen, daß wir bei der Ausdehnung der politischen Rechte langsam und mit Vorsicht zu Werke gehen muͤssen. England, das man in diesem Saale so oft citirt, hat viele Jahre in Ruhe und Frieden gewartet, ehe es an seinem Wahl⸗System geruͤhrt hat. Verb esserun⸗ en muͤssen allmaͤlig erfolgen. Wenn die Leidenschaften beruhigt seyn werden, wenn der Geist der Intrigue sich nicht mehr zeigen, wenn das Gesetz uͤber den oͤffentlichen Unterricht seine Fruͤchte ge⸗ tragen haben wird, dann kann der Gesetzgeber ohne a eine große Ausdehnung des Wahlrechtes zugestehen. Aber, wir duͤrfeh es uns nicht verhehlen, dieser Tag ist noch nicht gekom⸗ men. An dem Tage, wo die Waͤhler keine andere Buͤrgschaft als die der Volljaͤhrigkeit darboͤten, wuͤrde die Ruhe und die Zukunft Frankreichs den groͤßten Gefahren ausgesetzt seyn. Die Gesetzgeber, die das Geschick des Landes in die Haͤnde solcher Waͤhler legten, wuͤrden eine schwere und furchtbare Verantwortlichkeit auf sich la⸗ den. Ihre Kommission, m. H., will sich einer solchen nicht unter⸗ werfen, und sie schlaägt Ihnen deshalb durch mich einmuͤthig vor, alle diese Bittschriften durch die Tagesordnung zu beseitigen. 1 Daß diesem Antrage enuͤgt wurde, ist bereits gestern ge⸗ meldet worden.

Paris, 14. April. Der Koͤnig fuͤhrte gestern fruͤh um

stitutionen aufrecht zu erhalten und zu vertheidigen, so wie un⸗ serer redlichen Mitwirkung zu allen gesetzlichen Maßregeln zu erneuern, die dahin abzwecken, dergleichen Attentate zu unter⸗ druͤcken und der Wiederholung derselben vorzubeugen.“ Der Koͤnig erwiederte:

„Meine Herren, das Verfahren der Deputirten⸗Kammet ruͤhrt Mich tief; sie hat Mich an dasselbe schon bei andern Vor, faͤllen, deren Erinnerung Mir gleich schmerzlich ist, gewoͤhnt, Bei der tiefen Betruͤbniß, die Mein Herz uͤber die Uebel em⸗ pfindet, die Frankreich so eben erlitten hat, namentlich uͤber die

Ansl a mb.

I.

St. Petersburg, 12. April. Der Ober⸗Befehlshaber der aktiven Armee, General⸗Feldmarschall Fuͤrst Paskewitsch von Karschau, ist am 9ten d. von hier wieder nach der Hauptstadt s Koͤnigreichs Polen abgereist.

1 Die Nah dem Hofrath Dr. Schmalz, Professor der Oeko⸗ nomie an der Universitaͤt Dorpat, beabsichtigte Errichtung einer praktisch-landwirthschaftlichen Lehr⸗Anstalt, als sener Universitaͤt gehoͤrigen Instituts, hat die Kaiserliche Ge⸗ ehmigung erhalten. WI’

8 Am 27. Januar fand zu Jaroslaw die feierliche Eroͤffnung M““ 1 t errichteten Demidoffschen Lyceums statt. b dergleichen Attentate zu unterdruͤcken, damit nicht nur unsere 6 1is von St. Petersburg bestand im vorigen Institutionen geschuͤtzt und vor den Angriffen, deren Gegen⸗ Jahre aus 445,135 Seelen, worunter 291,290 maͤnnlichen und stand sie sind, bewahrt, sondern auch die öͤffentliche Sicherheit 153,845 weiblichen Geschlechts; im Jahre 1832 belief sich die und die persoͤnliche Freiheit, die durch die bloße Moͤglichkeit ei⸗ Gesammt⸗Bevoͤlkerung nur auf 441,003 Seelen.

ner solchen verbrecherischen Ueberraschung inmitten des tiefsten Um den aͤrmeren Bewohnern der Residenz die Mittel zu Friedens so schmerzlich kompromittirt werden, unversehrt erhal⸗— erleichtern, aus den Kron⸗-Magazinen Roggenmehl erhalten zu ten werden. Ich danke Ihnen, m. H., fuͤr die redliche Mitwirkung, koͤnnen ist unterm 18ten v. M. verordnet worden, daß alle un⸗ . Sie Mir zusagen; diese Zusage ist Mir ein neuer Beweis der bemittelte Bewohner der Residenz, ohne Unterschied des Stan⸗ Einigkeit, die zwischen den Staats⸗Gewalten herrscht. Nicht min⸗ des, das Recht haben sollen, Roggenmehl in den Kron⸗Magazi⸗ der danke Ich Ihnen fuͤr die Gesinnungen, die Sie fuͤr Meine nen kaufen zu duͤrfen. Ausgeschlossen davon sind die Korn⸗ und Person zu erkennen geben. 8. Ich kann dieselben nicht besser er— Mehlhaͤndler, diejenigen, welche gebackenes Brod verkaufen, die wiedern, als indem Ich Mich ganz, und wie Ich es schon im. Beamten, deren Gehalt uͤber 1500 Rubel jaͤhrlich betraͤgt, diese⸗ sondern auch die Mitglieder der General⸗ und der Bezirks⸗Conseils mer gethan, dem Hectle Frankreichs und der Aufrechthaltung un, nigen Verabschiedeten, welche eine diese Summe uͤbersteigende besolde. (Geläͤchter.) Einige gehen noch weiter, und nach einer serer Institutionen, die Ich mit Ihnen vertheidigen werde, Pension beziehen, und endlich alle bei Kron-Anstalten angestellte auf Verlangen der Gesellschaft: Hilf Dir, so wird b weihe. Gestuͤtzt auf Ihre Mitwirkung verbuͤrge Ich Mich da⸗ und Gehalt und Proviant bekommende Diener. Personen, Himmel helfen! entworfenen Bittschrift soll man auch fuͤr, daß nichts im Stande seyn wird, sie im mindesten zu beein⸗ welche dieses Kaufrecht haben, wird, gegen Vorzeigung beson⸗ die ein oder mehrere Tage Arbeitslohn verlieren, shyen. v traͤchtigen.“ 8 ders hierzu bestimmter Billets und gegen baare negga. in setzen, so daß durch die Entschaͤdigungen, welche alle ennheh ö 2 Me⸗ Lntru ichts leichthi Gleich nach dieser Audienz (gegen 3 Uhr) begab der Kdnig dn Nagazinen von einem Pud bis zu drei Kul Roggenmehl zosen zu VC ö venigsten; vürder ⸗Depunirten darf, ungeachtet ca g Enengg8. 6 sich zu Pferde nach den Boulevards um eine Musterung uͤber Ueelasser wuͤrden. Einige Bittsteller wünschen, daß. eewarlan⸗ vorgeschlagen oder gethan werden. Die Rec g Je

G 1 4 2 3 G 2 8 . se verd Helaͤchter); andere verlan⸗ 2 8 9498es 8 1 Frei⸗ die daselbst aufgestellten National⸗Garden und Truppen der Gar— tgeseste Schluͤsselburg wird gemeldet, daß am 7ten d. M. die auf ETE1“ von 495 zu Pflicht nicht versaͤumen, und indem sie nison abzuhalten. N 40 Werst von dieser Stadt vom Eise frei ge⸗ gen 800„ und obc. ndel vergrindert wissen. Der Ton ei⸗ heiten, Frankreichs Palladium, ehrt, hat sie die Ueberzeugung, .“ sch vnd iesn di eloee git 8610 bnn5 Ed ole . N dnn⸗ z so beklagenswerthe Ereignisse sich nicht erneuern werden.“ worden ist. 8 niger Bittschriften geht bvis zur Drohung. So wollen bemerkte hierauf, daß eine große Anzahl von

Im Gouvernement Simbirsk, namentlich an d soge⸗ rere Einwohner des Arrondissements Bege⸗ TE1 8” haͤtten, sich zum Kö⸗

er der Wolga, gegen Samara zu, lag der 19. April 1831 durch ein anderes ersetzt werde, welches ale Fe⸗ b Dep ““ 8 Sv b Haͤlfte des Maͤrz noch so hoch, daß kaum zur Wahl der Devutirten berufe Ste det1. 0 ec chnen vcten, nige zu vesfügen, um ge 9 chob sched 1b deeee ern⸗W ervorragten. alle in dieser Session noch zu erlassende Gesetze protestiren „unfug auszudruͤcken. ofort erhob sich das ga 8 die Giebel der Bauern⸗Wohnungen noch hervorrag weil die Deputirten kein Mandat von dem Franzbsischen Volke hohe. verließ 8 Herrn Dupin den Saal. Die Herren Berryer, Mebrere Bewohner der Stadt Redon verlangedeah eensigje Duris⸗Dufresne, von Bricqueville, Laboissiere, Mauguin und mit lauter Stimme heteteh. gest deg ehepine eniserg⸗ mehrveve andere Oppositions⸗Mitglieder blieben jedoch ruhig auf nmererchl e etarne nase e nwohrer des Arrond ssements Castel⸗ ihren Plaͤtzen sitzen. Andere Deputirte, wie - Herren e. en. Endlich geegren emg Flng 2 S’ üm n 6 1, Audry⸗de⸗Pupraveau, Laffitte u. A., traten erst in wy die Jult⸗Revolution offen an. Sie scheuen sich nicht, zu d Argenson, erhee“ 8 hh Legitimisten die einzigen und wahrhaften Anhaͤnger den Saal, nachdem die Centra sich bereits entfernt hatten, und der oͤffentlichen Freiheiten waͤren, und daß, wenn man die Ausdeh⸗ folgten ihnen eben so wenig. Um 3 Uhr verkuͤndigte Trommel⸗ nung des Wahlrechtes, welches die Kammer von 1815 ver⸗ schlag die Ruͤckkehr jener Majoritaͤt der Kammer. Der Praͤ⸗ langt, bewilligt haͤtte, man das schmaͤhliche Schausviel nicht sident kuͤndigte der Versammlung an, daß er, nachdem die De⸗ der nicht irgend eine milde Gabe dargebracht haͤtte, entweder an gesehen baben Fleh⸗ WL11u“4“ 1 ehn dunderes Mit⸗ putirten in den gefuͤhrt worden, folgende Anrede CII1 rankreich ausuͤbe, nachd 98 Pni halten habe:“) 3 ittelst seiner Talente. uͤber ganz Frankr I achen, als an den Koͤnig geh h 8 1 E11“ 1 vrefsn wuͤrden nur 8 iE LH ekdan; gestuͤrzt wor⸗ „Sire, die Deputirten⸗Kammer eshe 5 EEEEE’6“ b auf ]Barrikade e en, 8 v““ . ssungsmaͤßigen Thron Ew. Maje⸗

ar entrir lle auf s⸗ ren Kall d nie Erde erschuͤttert und eine mo⸗ derstehen koͤnnen, sich um den verfassung 1 1 wenig genutzt haben, waͤren sie nicht konzentrirt und alle den sey, deren Fall die ganz 8E““ A Bei diesem fuͤr das Land so betruͤbenden, fuͤr das Her

11““ ichte de Diese schoͤne iche Uno verbeigefuͤhrt habe, die weit schwerer zu besei⸗ staͤt zu reihen. Bei diesem fuͤr das Land so betri . 2 ei emein e in gerichtet worden. D. iese sch ralische Unordnung herbeigeführt habe, pe⸗ EöI“ zu reihen 1 317

vfli CE“ Fühes h IFb 882 ‚Vereins von Neu⸗ ti als alls materielle Kalamttaͤten. Sind diese so verschie⸗ des Koͤnigs so peinlichen, fuͤr uns Alle aber so schmerzlichen Vorfalle, Pflicht hatten die Damen des Wohlthaͤtigkeit⸗Ver igen sey, als de, g nae diese Anar n 31 die Versicherung unserer Anhaͤng⸗ I v111““ Mor f . zen A. 1 so vieler Bittsteller, diese Verwirrung, diese 2 8 buͤnschen wir, Sire, Ihnen die eLsicher. e

Kußland unter Leitung der Frau Graͤfin von Woronzoff uͤber⸗ denen Anspruͤche so vieler Bittsteller, diese Verm cht der voll⸗ wuͤnse 8 eener a. sten Entschlusses, unsere In⸗

e der gü. icht in bes⸗ chie, die in dem Ausdrucke ihrer Wuͤnsche herrschen, nich lichkeit an Ihre Person, unseres festen Entschlusses, unsere I nommen. Das Schicksal der Ungluͤcklichen konnte nicht in hie, die in dem. lcke zoren wumwaͤlzungen von unberechen⸗ lichket N n di so wie de⸗ 1 Er jaͤndigste Beweis, daß das Land Umwalzungen. titutionen aufrecht zu erhalten und zu vertheidigen, seren Haͤnden seyn, und das Resultat, welches alle Erwartungen 8. Meide üͤrd enn so ploͤtzliche und gewalt⸗ t 1 Ih e; 8ve. Wabregel

0 1 * 1““ büren Folgen erleiden wuͤrde, w 2 8* s rer redlichen Mitwirkung zu allen gesetzlichen Kaßregeln zu uͤbertraf, erfuͤllte die Einwohner Odessa's mit inniger Erkennt⸗ wvren Zerznderungen in unser Wahl⸗System eingefuͤhrt wuͤr⸗ serer re e8eez; okatat

5 b ürdi ise durch ei same Veraͤnderungen in unss v e X Ur erneuern, die dahin abzwecken, dergleichen Attentate zu unter⸗

lichkeit; sie wollten ihre Gefuͤhle auf eine wuͤrdige Weise durch eine 1“ saß Wir wissen Alle, daß in der Wahl-Urne erne Mhist r 4 ½ neue öö“ den Armen gegebenes Fest, aus⸗ 8* Gcfbcich Frankreichs ruht. Die beiden Parteien, die ein druͤcken 11” ““ vorzubeugen. 8 druͤcken. Am 23. Maͤrz wurde im Boͤrsen⸗Saale 500 8. gemeinschaftlicher Haß gegen 8 Regtssng b e Ferfahren der Deputenee üheüth. ei 8 erei 2 ihre Wohlthaͤterinnen beiwohnten. blendenden Theorieen aufzustellen versucht, daß es genuge, Iru88 „Meine Herren, he. K w L“ 5 uhr Abends an 200 Perso⸗ gscher Buͤrger und volljaͤhrig zu seyn, um edennnanh dei, Ieees ruͤhrt Mich tief; sie hat Nn gasege sche 8 8h e. h 21N b 8 rzf ff Vertreter Theil zu nehmen. Sie vergessen, daß, ehe man faällen, deren Erinnerung Mir glei . ist, nt. nen im Hotel Richelieu, wo der Frau Graͤfin von Woronzoff] Vertreter Theil; ie Jur Ausuͤbung desselben noͤthige Fäͤhig⸗ „ane Zweifel ist Mein Herz tief betruͤbt uͤber die Uebel

8 ine Feslichkeit veranst Ein einstimmiges in Anspruch nimmt, man die zur Ausuͤbung desselben norhig 6. , Ohne Zweifel ist Mein Herz beng 8 Ehren eine . dce Toast. keit haben und der Gesellschaft die noͤthigen hc ae een 9. Frankreich so eben erlitten hat, namentlich uͤber diejeni⸗ Gfhgesss. elschaͤft auf 8 „. Wohl der Praͤsidentin des muß. Der Gesetzgeber wuͤrde sehr unklug handeln, wenn ? gen, wodurch die Stadt Lyon heimgesucht worden, und deren

ann trank die Gesellschaft auf da . Augenzeugen wir in den Straßen der Hauptstadt selbst gewe⸗ sen sind. Gleich Ihrem Praͤsidenten, fuͤhle Ich die Nothwen⸗

digkeit, die ganze Kraft der Staats⸗Gewalten anzuwenden, um

dergleichen Attentate zu unterdruͤcken, damit nicht nur unsere

Institutionen geschuͤtzt und vor den Angriffen, deren Gegen⸗ stand sie sind, bewahrt, sondern auch die oͤffentliche Sicherheit

b Laff ie Hand en we ie ein geschickter Feind 1 11 Buͤrgern Waffen in die Hand geben wollte, die ein geschick r F Wohlthaͤtigkeit⸗Vereins und ihres Gemahls, des Grafen Woron⸗ zegec ihn gebrauchen koͤnnte. Wer von uns waͤre nicht uͤberzeugt, Der Letztere geg und die persoͤnliche Freiheit, die durch die bloße Moͤglichkeit ei⸗ E“ 1““ 8 8 1 P 1““

9 Uhr den Vorsitz in einer Ministerial⸗Konferenz, die bis gegen 2 Uhr dauerte. s e. der Eroͤffnung der heutigen Sitzung der Deputir— ten⸗Kammer herrschte, in Folge der letzten Auftritte, deren Schauplatz die Hauptstadt gewesen, in der Versammlung eine ungemeine Aufregung. Zunaͤchst verlangte Herr Koͤchlin das Wort, um das von mehreren Blaͤttern verbreitete Geruͤcht von einer in Befort ausgebrochenen Insurrection zu widerlegen. Nach ihm bestieg Herr Guizot die Rednerbuͤhne und sagte: ¶Die Regierung hatte ihrerseits schon dem eben erwaͤhnten Geruͤchte amtlich widersprochen; ich habe daher der Erklaͤrung des Herrn Koͤchlin nichts hinzuzufuͤgen. Da ich mich aber einmal auf der Rednerbuͤhne befinde, so mag es mir erlaubt seyn, einige Worte uͤber die Lyoner und die hiesigen Unruhen zu sa- gen. In Lyon ist Alles gluͤcklich beendigt, und die dorti gen Aufruͤhrer werden erfahren daß man mit der oͤffentli⸗ chen Ordnung nicht ungestraft sein Spiel treibt. In dem Augenblicke aber, wo wir den gluͤcklichen Ausgang der Lyoner Ausbruͤche erfuhren, ist ein aͤhnlicher Unfug auch in der Haupt stadt getrieben worden, oder, besser gesagt, wir waren darauf gefaßt, daß in Paris ein foͤrmlicher Aufstand losbrechen e Was haben wir indessen hinter den Barrikaden gefunden? Nichts als Meuchelmoͤrder; (Beifall im Centrum; tiefe Stille auf den Baͤnken der Opposition) nichts als eine Bande von Meuchelmoͤrdern, die die Soldaten hinter die Barrikaden gelockt haben, um sie alsdann aus irgend einem Hinterhalte zu erschießen. Die Truppen sind nirgends auf einen wahre Feind gestoßen, und doch liefen sie große Gefahr. Es ist die tiefste Erniedrigung einer Partei. (Beifall.) Ich kann den Kammern versichern, daß alle Vorkehrungen getroffen worden sind, um aͤhnliche Auftritte zu verhuͤten. Indessen

Richtung hingegeben, so thue man es wenigstens folgerecht und halte Farbe bei den Spielereien oder Suͤndereien. Wir haben (unter anderen) die Desdemona von der Colbran

und der Malibran, zufaͤllig aber nicht von der Sontag, singen ho⸗ ren. Gesang und Spiel jener Italiaͤnerin war in hohem Grade ausgezeichnet und das der Spanierin, der Malibran, noch lebhafter und wirksamer; aber, besonders in der letzten Seene, eher furchtbar und entsetzlich, als edel und schoͤn. Desdemona, dies schuldlose Lamm welches sich, nach Shakspeare, demuͤthig und im Tode noch liebevoll, von dem schwarzen Tyrannen hinopfern laͤßt und dadurch Milde uͤber das herbe Gemäaͤlde verbreitet, hatte sich (mehr noch als es der thoͤrihte Text verlangt) in ein so gewaltiges Weib ver⸗ wandelt, daß sie mit ihrem Verfolger in eine foͤrmliche Balgerei gerieth und es ange zweifelhaft blieb, wer obstegen wuͤrde, bis -- sie zuletzt auf der Erde hin und her schleifte und nie⸗ Madame Schroͤder⸗Devrient hat im Vergleiche mit der Mali⸗ bran sehr viel ermaͤßigt und eben G eine groͤßere und edlere Wirkung hervorgebracht. Doch ist, trotz Text und Com⸗ position, das Andenken an die Shakspearesche Desdemona in Kopf und Herzen noch so lebendig, daß wir zwar nicht entscheiden wollen, wohl aber die S” aufwerfen duͤrfen; ob nicht in der letzten Scene noch Einiges (z. B. das Ergreifen bei den Haaren und das Stam⸗ ien 1 dem Fuße) um etwas zu mildeen oder abzuaͤndern seyn

hfe.

Dieser Zweifel thut der Behauptung keinen Eintrag, daß Ma⸗ dame Schroͤder⸗Devrient auch diesmal ihre Meisterschaft als dra⸗ matische Saͤngerin aufs glaͤnzendste vewaͤhrt hat. Insbesondere gab sie die Schlußscene des zweiten, und die erste und zweite Seene des dritten Aktes, mit einer Vollendung, welche dee groͤßte Theilnaͤhme erweckte und ein zweimaliges Herausrufen herbeifuͤhrte. Auch die Anstrengungen der uͤbrigen Mitspielenden wurden von dem Publi⸗

kum anerkannt, und insbesondere Herr Hofmann am Schlusse eben⸗ falls gerufen.

arauf ankoͤmmt, die Regierung anzugreifen, gegenwaͤrtig ihre ge⸗ dccanhaghltchen Bemuͤhungen der Wahl Reform zuwenden. Hraal Parteien treiben die Folgen des Grundsatzes der E11“ tät bis zur Abgeschmacktheit. Die Repudlikaner verlangen dgh gemeine Stimmrecht und die direkte Wahl. Die Legitimisten wollen ebenfalls das allgemeine Stimmrecht; aber mit zwei Wahl⸗Stufen. Man verlangt die Wahl⸗ Reform, ve get um eine Verbesserung zu bewirken, als um Unordnung und 1 chie in die Gesellschaft zu bringen. Sie werden durch eine schne 8 Analyse einiger Bittschriften hieruͤber am besten urtheilen 8h Die Gesammt⸗Zahl der Unterschriften veläuft sich auf ig. 99 8 kommen also im Durchschnitt auf jedes Departement 180 1. schriften. Mehrere Bittschriften sind gedruckt und sind also 5ge lich nur Cirkulare; andere sind lithograpbhirt; die meisten sind 18 Datum. Einige Unterzeichner nennen sich Republikaner, an Karlisten.

hege, da Ich in ihren Reihen erzogen worden und stets bereit bin, ihre Gefahren zu theilen und mich ihrem Ruhme beizugesel⸗ len, wie Mir dieses Gluͤck in Meiner Jugend zu Theil gewor⸗ den ist.“ Unter wiederholtem Beifallruf entfernte sich das Of. fizier⸗Corps. Die saͤmmtlichen hiesigen Blaͤtter sind heute mit naͤheren Details uͤber die gestern Abend und die Nacht hindurch bis heute fruͤh gegen 9 Uhr hierselbst staͤttgehabten Unruhen angefuͤlt. Der Bericht des Jour nal de Paris (auf den wir uns fuͤr heute beschraͤnken muͤssen) lautet ien Wesentlichen folgendermaßen: jenigen, wodurch die Stadt Lyon heimgesucht worden, und te⸗ „Schon vorgestern hatte man in den Straßen St. Denis und ren Augenzeugen wir in den Straßen der Hauprstadt selbs St. Martin von einzelnen Individuen, die sich jedoch bei An⸗ gewesen, fuͤhle Ich, gleich Ihrem Praͤsidenten, die Nothwen⸗ naͤherung der Patrouillen sofort entfernten, den Ruf: Es leben digkeit, die ganze Kraft der Staats⸗Gewalten anzuwenden, vm die Lyoner! Es lebe die Republik! vernommen. Gestern fruͤh erfuhr die Behoͤrde, daß die verschiedenen Sectionen der Gesell⸗ schaft der Menschenrechte sich fuͤr permanent erklaͤrt und den Beschluß gefaßt haͤtten, im Laufe dieses Tages einen verzweifel⸗ ten Streich zu wagen. Es waren demgemaͤß sofort die noͤthigen Vorsichts⸗Maßregeln getroffen und saͤmmtliche Truppen aufgefor⸗ dert worden, sich bereit zu halten, um auf den ersten Wink marschiren zu koͤnnen. Gestern Abend gegen 5 Uhr begann der Unfug damit, daß einzelne mit Flinten bewaffnete Leute die Lohn⸗ kutschen anhielten und Barrikaden aus denselben machten. Die Ruhestoͤrer hatten sich ziemlich dasselbe Schlachtfelo ge⸗ waͤhlt, das sie sich am 5ten und 6ten Juni 1832 aus⸗ elechen. Saint⸗Mery war der Mittelpunkt ihrer Ope⸗ rationen. Die Barrikaden wurden nach einander in den Straßen Aubry-le⸗Boucher, Beaubourg, Franecnonain, St. Mery, des Etuves, Maubuse und des⸗Vieilles⸗Andriettes er⸗ richtet; auch bemerkte man einige in den Straßen St.⸗ Denis, St. Martin und St. Avoye; zwei derselben wurden erstuͤrmt, wobei diejenigen, die sich dahinter verschanzt hatten, einigen Ver⸗ lust erlitten. Im siebenten Bezirke wurden ein Tambour und ein Grenadier niedergemacht. Ein Bataillons⸗Chef, der der 12ten Legion einen Befehluͤberbringen sollte, erhielt eine Kugel in die Seite Gleich beim ersten Allarmblasen war die National⸗Garde zusammenge⸗ treten und marschirte in großer Ordnung gegen die Aufruͤhrer. Die zweite Legion besetzte den Boulevard Montmartre; eine an⸗ dere, so wie ein Linien⸗Bataillon, den Caroussel⸗Platz; der Ge⸗ neral Rumigny den Bastille⸗Platz; der General Bugeaud das Rathhaus; der General Lascours mit zwei Legionen der Nat⸗o⸗ EEEE—“ die Boulevards St. 982. Martin und St. Denis. Mittlerweile machten die Aufruͤhrer verschie⸗ Aktie 51 6. 1504. Part.⸗Ob 388 ½ 8 ½ Loose z1 dene Angriffe auf die Vorstaͤdte St. Antoine 8 9 G“ 2 7 6 h Ih 8 8 1n 8 1 te St. Jacqurcs, G 6 v. Br. Holl 5proc. Obl. von 1832 94 ½. 94 ½ Poln. wurden jedoch uͤberall zuruͤckgeworfen; mehrere Barrikaden, die L. 622 Preuß. Praͤm. Sch. 54 ½. 542 übroe Anl sie in dieser Gegend errichtet hatten, wurden zerstoͤrt. Mit eintreten⸗ 92⁄. G. 5proc. Span. Rente 52 ½. 62. zproc. do. verp 415. 41 1 der Dunkelheit waren die Aufruͤhrer von allen Seiten einge⸗ schlosfsen. Der Minister des Innern blieb fast den ganzen Abend 8 uͤber zu Pferde und war steis dem General Bugeaud zur Seite. Zwischen der National⸗Garde und den Linien⸗Truppen bemerkte man die groͤßte Einheit. Mittlerweile wurde beschlossen, die

Eine große Anzahl von Bitistellern des E“ Mirande, Departement des Gers, verlangen, daß jeder Repraͤsentan - der nach Ablegung seines politischen Glaubens⸗Bekenntnisses 9 waͤhlt worden, verpflichtet seyn solle, vor der Barre der Wlgler za erscheinen, um unmittelbar nach jeder Legislatur, die nie he ngres zwei Jahre dauern duͤrse, uͤber sein parlamentarisches Verfa 1 Rechenschaft abzulegen. In einer von mehreren 1“ es Kantons Cadenet unterzeichneten Bittschrift fordert man das allge⸗ meine Stimmrecht und die Errichtung eines oͤffentlichen und freien Kursus in der Hauptstadt jedes Kantons, um die Buͤrger uͤber 8”s Hauptpflichten in allen nicht besoldeten oͤffentlichen 1“ lehren. (Allgemeines Gelächter.) Mehrere Bittsteller des Depar⸗ tements der Aisne verlangen, daß man nicht allein die Deputirten,

0 0

8 Koͤnigliche Schauspiele. Montag, 21. April. Im Opernhause: Don Juan, Oper in 2 Aufzuͤgen. Musik von Mozart. (Mad. Schroͤder⸗Devrient: Donna Anna.)

Im Schauspielhause: 1) Un moment d'imprudence, comé- die en 3 actes et eu prose. 2) Le parrain, pièce comiquec en 1 arte. par Serihbe.

In Petsdam: Die Advokaten, Schauspiel in 5 Aufzuͤgen, W. Iffland. 1

Heute schloß 5proc. Rente Pr. compf. 104. 5. fin cour. 4. 20. Zproc. pr. compt. 77. 90. fin cour. 78. 5. proc. Neap. pr. compt. 94. 50. fin cour. 94. 60. 5proc. Span. 65 ¼. 3proc. do. 40 ½. 5proc. Belg. 97 ¼, 5proc. Roͤm. 952.

Frankfurt a. M., 17. April.

rt a. N. ¹. Oesterr. 5proc. Metall. 98;. iproc. 881. 88 ¼, 2z proc, 52 ⅞. 1proc. 23. Br. Banl

Odessa, 28. Maͤrz. Im hiesigen Journal liest man: „Die Mißaͤrndte, welche uns im vorigen Jahre betroffen hat, diente dazu, die edlen Gesinnungen der Bewohner von Odessa in ihr volles Licht zu stellen, und der Winter von 1833 zu 1834 wird in den Annalen unserer Stadt Epoche machen. Alles, was nur irgend den Armen eine Erleichterung gewaͤhren konnte, wurde aufgesucht und herbeigeschafft, und wir koͤnnen dreist sa⸗ gen, daß es keinen einzigen unter unseren Mitbuͤrgern giebt,

Koͤnigstaͤdtisches Theater. 1

Montag, 21. April. Die diebische Elster, komische Oper in 2 Akten. Musik von Rossini. [Neu einstudirt) (Frau von Maric, vom K. K. Theater della Scala: Ninetta, als erste Gast⸗ rolle. Hr. Kugler, vom staͤndischen Theater zu Linz, neu enga⸗ zirtes Mitglied dieser Buͤhne: Gianetto, als zweites Debuͤt.)

Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen und im Ba kon des ersten Ranges 1 Rthlr. ꝛc. 8

Gedruckt bei A

FBFFllgenein Bekanntmachungen.

ANvertissement.

Nachdem der Hauptmann v. Brandt zu Oebiefelde auf Mortification der ihm von dem verstorbenen Lein weder Johann Adam Gottlieb Harre und dessen Ehe⸗ frau Elisabeth, geborne Erbrecht, u Guͤnthersdort

ausgestellten solidarischen Schuldurkunden:

er Anzeiger für die Preußischen Stagren. Bekanntmachung.

sem Sommer, wie gewoͤhnlich, mit dem 1. Juli eroͤf 1 1 12 8 Da über das Vermoͤgen oes Aacfmanns Carl Frie vnenf Literarische Anzeigen.

Da uͤber das net und mit dem 1. September geschlossen werden. rich Stephan Brede und dessen umrer der Firma Carll: Vielfache Gelegenheit zu einem enständigen und be. Bei J. A. Mayer in Aachen ist so eben erschienen und in allen Huchhandlungen zu haben:

Hrede bestandenen Handlung der Konkurs eroͤffnet wor⸗quemen Unterkommen finden diejenigen, welche sich ien ist, so haben wir zur Anmetdung und Naͤchwei⸗ dieses Bades zu beotenen wuüͤnschen, theils in den ben b und S. C.

sung der Forderungen an die Masse einen Termin auf en Logir⸗Hausern, wovon das im Fruͤbjahr 1833 ger vr de EEEEEEEEEE4“ Fese edhg ee s Reidesolge von ein ecn vierig wodnlicoon E. L. Bulwer, kado Hiessingro 2) 18 22 ;e--se 2a ae Fveßtalt⸗ welchem saͤmmtliche unbekannte Glaͤubiger hierdurch haͤlt, theils in den zu diesem Zwecke ITegs Fr welche auf das Güntherꝛd 6 84* ee-. persoͤnlich oder durch z laͤssize Bevollmaͤchtigte, wozu letzten Jahren durch Neubauten betraͤchtlich vermehr⸗ Seg w85 t 8 No. 8— Fäüssel- ihnen die Herren Justtz⸗Commissarien v. Dewitz, ten Wohnungen der Insulaner. Preis 1 Thlr. In 8 vpothekenbuche K wi 7 v nin ker Krause und Euen voraeschlagen werden, unter der Die Bade⸗Wirthschaft mird nach wie vor auf Herr⸗„, Eine ansprucklose Gabe, die Manchem nicht uuwil⸗ 171 der Verfuͤgung vo 8 H 71823 eite Warnung vorcgeladen werden, daß die Auebleibenden schafil che Koßen zu den billigsten Preisen so anstandis, kommen sein wirt, und sich durch die Namen der stativisch eingetragen wngden, uzeeeageg der vo. wee ien ban 1eS 8b z n ö- zate ahs, Maigche dige Rüchest auf Be s⸗ Feacelse und Werfesserinnen hinrelchend selhst em⸗ zoff iejenn 1 ige 6 , anemn amat gegen den übrigen ubiger ein ewiges gefuͤhrt, und far die Unterhaltung der Bade⸗Saͤste Wlt. zoff. 1as gh. eIsen 1899 an Posten und die Srillschweigen auferlegt werden wird. dverhavpt, und insbesondere auch 18 Anesega⸗ Odiges ist zu beziehen durch die Eomn wiren 2. v. Feelat eeee. Stettin, den 14. Januar 1834. einer ausgewaͤhlten Leihbibliothek gesorgt werden. Nicotuatsche Puchhandlung in Berlin, spruc s machen daben, hie 5 ne 1 I111618’ ches Stadtgericht Wegen Logisbestehungen wendet man sich entwedern (Bruͤderstreße Nr. 13,) Stettin und Elbing. den 21. Juli c., S.e.. Un e19 Uhr 8 un 11. P Hoftath in Oldenburg, oden vor dem Herrn Referendar Rentz an Gerichtsstelle an un den Bade, Arzt, Dockor Chemnitz in Jever, oder e 1t b g. an den Vozt Alers in Wangerooge. So eben ist erschienen und zu Berlin in der Stuhr⸗ Nordseebad Wangerooge. Die Ueverfahrt ne c der Sasel geschieht taglich von scen Buchhandlung, Schloßplatz Nr. 2, zu baden⸗ gerse ere aet 1 Insteumente fuͤr morti⸗ dbg, e e der Jasel Wangervoge an der der Jeverischen Kuͤste, und eiamal noͤchentlich in be⸗ Der Mann vom Berge, Groß Oschertleben, den 21. Marz 1834 SeEe en, welches sich vorzuͤalich durch quem eingerichteten Poketboͤten von Hamburg und oder: Geseß vom 1 gvrl egt erlasen, murde, Eim nen⸗ 68 G 82⁷ 5 . . es Dorfs unmittelhar an der effenen Hremen aus. der politische W Jahr Mal ist es erst in Ausfuͤhrung g 9. Kammer, die Antwort des Königs noch gestern Abend unter den Reuesten Nach⸗ Koͤnigl. Preuß Land⸗ und Stradtgericht. See auf einem festen und sicheren Loden beftadlichen, g 7 trshende fuͤr das Jah ein Freihafen ist. demselben ihre Existenz verdankt, hat dem Lande Bemne se ac. richten mittheilen konnen. 8 mmit einem zweckmäuͤßigen und volltäandigen Bade⸗Appa⸗ Die 8I. 8 des Seebades der Jasel 48 Seiten, geheftet w’s bei Fried. Koͤnig.) 1 1111A1AA“ Anhaͤnglichkeit an die Ordnung und an die reil eit, ihrer 2 KIFeSpeähehet 1 tate versehenen Bade⸗Strand empstehlt, wird in die⸗ angerooge, April 2. 1834. 1.g 5 ried. Koͤnig) EbEE6 1

8 8 16“ C11“ 8 a 14111111““

Uebersetzt von Louis Lax.

brachte einen Toast auf die Bewohner von daß in den kleineren Gemeinden, wo die Zahl derer, welche lesen

Odessa und dann auf den Fuͤrsten A. N. Galitzin aus, der und schreiben koͤnnen, so beschrankt ist, die Frigskahe Niä⸗ in 35 d Kapi ʒ Vereins beigesteuert Theil der Stimmen verfuͤgen wuͤrde; Auf, die

allein 35,000 Rubel zu dem Kapital des Vereins beigesteue er vsr Pte öö 68 Fen, ve dag. hüshan g

at.“ assen, we . e Buͤrgsche g

Dem Vernehmen nach, wird der Marschall Marmont naͤch⸗ des tgentemns. 12 ageheb⸗h h⸗ N. 188

d Sggggn; n 16h,ang vass dacgs nchen bege werden darin uͤbereinstimmen, daß wir in der jetzigen aufgeregten 2 0 98 * .

; Zeit nicht daran denken duͤrfen, Veraͤnderungen in unserm W 88 8 8 8 Das hiesige Journal enthaͤlt wieder einige Betrachtun⸗ 8haencg vorzunehmen. Es sind noch nicht drei Jahre verflossen, “*“ gen uͤber den Handel von Odessa, worin es die Vortheile nach⸗

t eit das Gesetz vom 19. April 1831 erlassen wurde. Ein einzige *) Unsern hi ern haben wir diese Rede, so wie di zuweisen sucht, die fuͤr Rußland daraus erwachsen, daß Odessa ) Unsern hiesigen Les 9 esů

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