1834 / 143 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

und so lange, als ein Beispiel und frank in den Annalen der keiner dauerhaften Wohlfahrt

des ganzen Landes aufzuhelfen, erfolgereicher Usurpation frei t Senan cn Regierung figurire, ü on koͤnne. und Miß Kemble sind von Boston hier angekommen und werden auf dem hiesigen Theater mehrere Gastrollen geben. Nachrichten aus Montreal vom 16ten v. M. zufolge, war der St. Lorenzfluß fast ganz vom Eise befreit und die Schiff⸗ fahrt auf demselben wieder eroͤffnet. ö““

Fmnland.

Berlin, 23. Mai. Heute Morgen in der Zeit von bis Uhr fand hierselbst vor Sr. Majestaͤt dem Koͤnige die angekuͤndigte große Parade der Truppen des Garde⸗Corps statt. Die verschiedenen Truppentheile waren theils auf dem Opern⸗ platze, theils zu beiden Seiten der Linden in Kolonnen aufge⸗ stellt. Nachdem Se. Majestaͤt der Koͤnig an den Teten dersel⸗ ben entlang geritten, nahmen Allerhoͤchstdieselben in der Naͤhe des Koͤnigl. Palais Platz und ließen hier die Regimenter vor⸗ bei defiliren, zuerst die Kavallerie, dann die Infanterie und die Artillerie, zuletzt die Lehr⸗Eskadron. Die Prinzessinnen des Koͤnigl. Hauses sahen dem militairischen Schauspiele, das von dem schoͤnsten Wetter beguͤnstigt wurde und zu dem sich eine ahlreiche Menge von Zuschauern eingefunden hatte, aus den veonstern des sogenannten Prinzessinnen⸗Palais zu. Morgen be⸗ innen die diesjaͤhrigen Fruͤhjahrs⸗Uebungen mit einem Corps⸗ Mandver in der Naͤhe des Kreuzberges.

Nachrichten aus Arnsberg zufolge, dauert die Reg⸗ samkeit der Fabriken in diesem Reg.⸗Bez. fort; bei vielen der⸗ selben ist aber der Arbeitslohn so heruntergesetzt worden, daß er kaum noch den gewoͤhnlichen Tagelohn erreicht.

8 88

8

Mainz erhielt

öe

Mannheim erhielt direkt von Holland

In Kolonial⸗ und andern uͤberseeischen Waaren zeigte sich der

Handel fortwaͤhrend

hat an Regsamkeit zugenommen. Raf rieen, deren Zahl sich noch immer vermehrt, nehmen in ihrer Betriebsamkeit zu, und der H ausgedehnt, daß der hiesige Platz darin den Seemaͤrkten nicht

nachsteht.“

direkt von Holland.. Koͤln in Segelschiffen

58 1 21,156 Ctr. Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen des ersten Ra .10,8 ges 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc. 1,593 » Im Schauspielhause: 1) La grande dame, drame vaudte- 33 121 Enr. ville en 2 actes, par Bayard. 2) La première représentatio- de: Vive le divorce, ou: Ma femme m'adore, vaudeville nou- .. 23,906 Ctr. veau en 1 acte, par Derville et Laurenein. 1““ 15,691 » Sonntag, 25. Mai. Im Opernhause: Der Kapellmeiste EDEE aus Venedig, musikalisches Quodlibet in 1 Akt, von L. Bre 9 tenstein. Hierauf: Die Sylphide, Ballet in 2 Abth., von P aglioni. 8 9, Im Schauspielhause: 1) Monsieur Mouflet, vaudervil, comique en 1 acte. 2) La gageure, comédie en 1 acte. da Sedaine. 3) Les vieux péchés, vaudeville en 1 acte, qa- Mr. Melesville. In Charlottenburg: Der Fremde, Lustspiel in 5 Abth., m A. W. Iffland. (Hr. Becker: Kaufmann Frese, als letzte Giz

Dampfschiffen

von Koͤln.

Auch der Handel mit Wein

sehr belebt. Die hiesigen Zucker⸗Raffine⸗

andel an Wildhaͤuten hat sich so

Meteorologische Beobachtung.

1834. 22. Mai.

Morgens 6 Uhr.

rolle.) ““ 8 Koöͤnigstaͤdtisches Theater.

Abends Nach einmaliger Sonnabend, 24. Mai. Welcher ist der Braͤutigam? mt

achmitt. vnc V 10 Uhr. Beobachtung.

2 Uhr.

Luftdruck.. Luftwaͤrme Thaupunkt Dunstsaͤttg.

8,7° R.

6,1 90 R.

81 pCt.

heiter N

Wolkenzug

341,5 7 Par.

spiel in 4 Akten, von Johanna von Weißenthurn. Nach da ersten Akt: Nachahmung der Instrumental⸗Musik durch Mam schenstimmen, vorgetragen von 5 Ungarischen Saͤngern, Herra Strich, Rosen, Mayer, Kraus und Kan: 1) Andante und Rond, 2) Polonaise. Zum Schlusse: 3) Ouverture. 4) Landler mit N.

riationen. - - Sonntag, 25. Mai. Die Reise auf gemeinschaftliche 9.

341, 1 4 Par. Quellwärme 7, ° R. 8,8 °R. Flußwärme 16,0 °%R. 7,8 ° R. G 2 92 p Ct. Bodenwärme 12,0 °R.

heiter. sausdünst. 0,217‧Rh.

Niederschlag 0.

340,79 Par. 14, 6 ° R. 11,7 * N.

80 vCt. heiter. N.

N.

N

Ber

Amtl. Fonds- und Geld -Cours-Zettel. (Preussi.

sten, Posse in 5 Akten, von L. Angely. Nach dem dritten Ab Huverture; nach dem vierten: Polonaise; nach dem fuͤnften National⸗Gesaͤnge mit Echo, ausgefuͤhrt von den 5 Ungarische Saͤngern. Montag, 26. Mai. Die diebische Elster, komische Oper;

liner Börse. Den 23. Mai 1834.

Aus Koͤln schreibt man Unterm 14ten d. M.:

dem Zeitraume vom 16. Maͤrz bis zum 15. April

Schifffahrt im Allgemeinen, sigen Hafen, sehr belebt gewesen. diesem Zeitraume: zu Ber 408 beladene Fahrzeuge. 90, zusammen 170 beladene Fahrzeuge.

nen waren 7 Schiffe von Amsterdam mit 25,776

Rotterdam mit 20,806 Ctr., die Niederlaͤndischen Dampfschiffe brachten 7543 Ctr.; es sind demnach von Holland zusammen hier angekommen 54,125 Ctr. 1 Hier vorbei aufwaͤrts sind gefahren:

Es sind demnach im Ganzen, fuͤhrt worden

v

mit Koͤln in

1

Publi

88 8

er Registratur, als bei der Torf⸗ land S2. dem Domainen⸗Rent⸗Amte ingesehen werden. bv- denselben wird die Hollaͤnderei Gnageland mit einer zu Wiesen geeigneten Forstparzele von 48

gen 52 ¶Ruthen,

4 Schiffe von Amsterdam mit.

3

6 3

2

on Holland

nach 2.

1

Bek

B

Mit Bezugnahme Dezember v. J., kums gebracht, daß 1 zum Verkauf der Hollaͤnderei Gnageland ein an⸗ Neeceiriee Zag auf

n

e 3 im Geschaͤfts⸗Local der 1 land, 25eg um 9 Uhr, vor dem Regierungs⸗

Rath Freiherrn von Salmuth, angesetzt ist.

Die Verkauf⸗

auch in mehrer

8 thum zur Veraͤußerung gestellt. Die Lage an der Oder und fuͤr die Viehzucht und andere Benutzungsarten ganz 1116.n 8 8 s gehoͤren dazu: 1 an e 1 41) das Haus de 19,88 sich zum herrschaftlichen Hause oder fuͤr

. Von der Forst Ee 525 Morg. 69 Ruthy.

Die Minima des Kaufgeldes find,

bei der Veraͤußerung im Einzelnen: fuͤr die in 30

Morgen und

eine zur eignet,

2) 4 Familienhaͤuser fuͤr resp. 7, 6, 4 und 2 Familien, große Viehstaͤlle, kleinere Staͤlle, 5) 2 Backdofen,

6) das . 82

n Grundstu— 8

à Von der Hollaͤnderei inel. des Borthschen Etablis⸗

ments, an ' daf⸗ und Baustellen 2) Ga

3) 2 4) 6

aͤrten 3) urbaren 4) noch zur 5) Rohrkaͤm

6) Wegen und

7) Graͤben

berung im

schaften

¶[Ruthen

86 8

1) nach Mainz:

Rotterdam ». 2) nach Mannheim: Amsterdam mit.. Rotterdam ». .. 3) nach Koblenz: Rotterdam mit.... 4) nach Frankfurt: Rotterdam mit.. ..

2 N v 2

8

Mainz in Segelschiffen

» Dampfschiffen.. Frankfurt » Segelschiffen Mannheim » dem oberen Main »

besonders aber der Verkehr im hie⸗ Angekommen sind hier in

111, zu Thal 297, zusammen also Aögefahren sind: zu Berg 80, zu Thal Unter den angekomme⸗

1““

11SKtr. 8,812

.. 15,403 . 8,503

von Holland kommend, vorbeige⸗ 50,698 Ctr., und es sind also noch 3427 Ctr. mehr kommend hier geloͤscht worden, als fuͤr alle andere Verbindung stehende Haͤfen vorbeigegangen.

ier verladen wurden: 8 —.10,392 Ctr.

1,595 . . 19,351 .. 15,691 6,

evasaaexasags nxevbexr Aevnbae ea. 53,621 Ctr.

„In

FErierla eld.

d. J. ist die Saiada- Seh.

Pr. Engl. Anl. 18. Pr. Engl. Anl. 22. Pr. Engl. Obl. 30. Präm. Sch. d. Sech. Kurm. Obl. m. l. C Neum. Int. Sch. do. Berl. Stadt-Obl. Königsb. do.

Elbing. do.

Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr.

Ctr., 5 von

23—

12 EreeeESnns

Grofshz. Pos. do., 4 Ostpr. Pfandbr. Pomm. do.

Kur- u. Neum. do. Schlesische Rkst. C. d. K.- u. N. Z.-Sch. d. K. u. N.

Holl. vollw. Duk.

Friedrichsd'or .. Disconto

4025 ,— 99 ½ 105 106 ½ 105 67

4

4 106 ½ 4 106 ¾ V

do. Muͤller.

2 Akten. Musik von Rossini. (Hr. Frisch: Fernando. M Frisch: Ninetta, als letzte Gastrollen.)

Dienstag, 27. pacivagabundus, oder: Das liederliche Kleeblatt, Zauber⸗Pos mit Gesang in 3 Akten, von F. Nestroy.

Mai. Zum erstenmale: Der boͤse Geist Lun NKusik von Adogg

677

——

Neue do.

auch 18 Sgr. 9

2 4

23 ½. 206 ½. G. Holl. 5 Obl. Preuss. Präüm.-Sch. 56 ¾. 56 ¾ 70 ½. 70 ½. 38 do. perp. 45. 44 .

89

Engl. 102 ½. Russ. Holl. 94 ¼. Prämien-Scheine 111½.

Span. 38 42 ½. 48% 53. 5 % Rente pr. compt. 106. 30.

Auswürtige Börsen. Frankfurt a. M., 20. Mai. 8 Oesterr. 5 8 Metall. 100 ¼ ½. 100 2⁄. 4 8 927 92 17. 2 ½ 8 541. 18 23 ½ Bank-Actien 1565. 1563. Part.-Obl. 139 ½. Br. Loose zu 100 Fi. do. 49 Anl. 94 ¾. G. 59 Span. Kente

Hamburg, 21. Mai. Oesterr. 5 Met. 99 ¾. 4 9 do. 91. Bank-Actien 1293. Met. in Hamb. Cert. 96 ⅞. Poln. 128 ½¼.

Paris, 17. Mai.

79. 80. fin cour. 79. 95. 5 8 Neap. 60. 5 ½ Span. perp. 74 ½. 39 44 ¼. Cortes-Obl. 287. Belg. 99 .

Poln. Loose 65. 64 ½.

Russ. Preuss.

2 ½ 50¼.

Dän. 72. Holl. 5 % 95.

Branntwein 17

fin cour. 106. 40. 3 % pr. compt. Rthlr., auch 14

pr. compt. 97. 50. fin cour. 97.

Sonnabend, 24. Mai. J Fernand Cortez, Oper in 3 Ab

592

Koͤnigliche Schauspiele.

Auf Befehl:

m Opernhause: Musik von

th., mit Ballets.

Spontini. (Dlle. H. Elsler wird hierin tanzen.)

u Lande:

Gerste 24 Sgr. 5

Das Schock Stroh 10 Rthlr., h Centner Heu 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 20 Sgr.

Der Scheffel 12 Sgr. 6 Pf., auch 8 Sgr.

Markt⸗Preise vom Getraide.

Berlin, den 22. Mai 183a. Roggen 1 Rthlr. 1 Sgr, auch 1 Rthlr.; groh f., auch 23 Sgr. 9 Pf.; Hafer 21 Sgr. 3

Pf. Eingegangen sind 66 Wispel 16 Scheffel.

Zu Wasser: Weizen (weißer) 1 Rthlr. 25 Sgr., auch 1 Rtyö 20 Sgr. und 1 Rthlr. 3 pi⸗ auch 1 Rthlr.; große Gerste 26 Sgr. 3 Pf., auch 18 Sg. 9 Pf.; kleine Gerste 20 Sgr.; Erbsen 1 Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf.,, (schlechte Eingegangen sind 1372 Wispel 5 Scheffel.

gr. 6 Pf.; Roggen 1 Rtylr. 1 Sgß

Hafer 22 g. 6 Pf., auch 20 Sg.

orte) 1 Rrhlr. 10 Sg.

Mittwoch, den 21. Mai 1834 8

auch 8 Rrhlr. 10 Sgr.; de Preise

Mai 1834.

Branntwein von, 16. bis 22.

Das Faß von 200 Quart nach Tralles 54 pCt. oder 40 pe, unte Richter gegen baare Zahlung und sofortige Ablieferung; Korn

Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf.; Kartoffel⸗Branntwein! Rthlr.

Kartoffel⸗Preise

vom 15. bis 21. Mai 1834.

Redacteur Cottel.

Gedruckt bei A. W.

ayn.

11“

anntmachungen.

ekanntmachung. auf die Bekanntmachung vom 31. wird hierdurch zur Kenntniß des

JI uni d. J., Torf⸗Factorei zu Gnage⸗

s⸗Bedingungen koͤnnen sowohl in unse⸗ Factorei in Gnage⸗ zu Stepenitz

Mor⸗ alternativ, sowohl im Ganzen, als en einzelnen kleinen Parzelen von 4 bis einer Hauptparzele als freies Eigen⸗

die Naͤhe Stettins sind

ersten Torf „Faktorei⸗Offttianten,

Viehzucht einzurichtende Wirthschaft

Offizianten nebst 2 Staͤllen.

3 Morg. 46 ◻Ruth. r 5, 1

Wiesen 401 72 adenden Wiesen 1 36

pen g men 6 10 Daͤm 10 112 2 sA‿ρέ msdevgen—2 477 Morg. 17 ¶Ruth.

52 7

NuNn.

Nv

beider Veraͤu⸗ Feuer⸗Loͤschgeraͤth⸗

8 88

Zanzen inel. der 14,376 Thlr. 12 sgr./

arzelen gelegten 200 Morgen 64 Wiesen uͤberhaupt 1

lgemeiner Anzei

fuͤr die Hauptparzele inecl. der Gebaͤude und Feuer⸗ Loͤschgeraͤthschaften als besondere Besitzung 8149 Thlr. 2 sgr. 4 pf. Die Uebergabe findet am 1. Oktober d. J. nach der

diesjaͤhrigen Heu⸗Erndte statt. Stettin, den 14. Mai 1834.

Koͤnigl. Regierung. Abtheil. fuͤr die Verwaltung der direkten Steuern, Domainen und Forsten.

8 Avertissement. 8 Das im Sternberger Kreise belegene, dem Landrath Wilhelm Waagen gehoͤrige, Rittergut Klein Kirschbaum nebst 50 Magdeburg. Morgen Wiesewachs, die im War⸗ thebruch unter der Jurisdietion des Land⸗ und Stadt⸗ gerichts zu Sonnendurg liegen, welches nach der ge⸗ richtlich aufgenommenen Taxe auf 16,154 Thlr. 3 sgr. 9 pf. abgeschaͤtzt worden, soll im Wege der nothwendi⸗ gen Subhastation an den Meistbietenden verkauft wer⸗ den, und es sind die Bietungs⸗Termine vor dem Ober⸗ Landesgerichts⸗Assessor Freptag, als Deputirten, auf

den 1. Maͤrz 1834, den 2. Juni 1834, und den 3. eptember 1832, angesetzt worden. 3 Die Verkaufs⸗Taxe kann in der hiesigen Registratur eingesehen werden. Frankfurt a. d. O., den 29. October 1833.

Koͤnigl. Preuß. Ober⸗Landesgericht

Avertissement.

auf Mortification der ihm von dem verstorbenen Lein⸗ weber Johann Adam Gottlieb Harre und dessen Ehe⸗

ausgestellten solidarischen Schuldurkunden: 1) vom 5. Mai 1804 uͤber 200 Thlr. Courant, 2) vom 22. April 1806 über 30 Thlr. Courant,

im Hypothekenbuche uͤber Guͤnthersdorf Bd. I. Seite 171 nach der Verfuͤgung vom 9. Oetober 1828 prote⸗ stativisch eingetragen worden, angetragen hat, so wer⸗ den alle diejenigen, welche an obige Posten und die daruͤber ausgestellten Instrumente als Eigenthuͤmer, Cessionairen, Pfand⸗ oder sonstige Briefsinhaber, An⸗ spruch zu machen haben, hiermit zu dem auf

den 21. Juli c., Vormittags um 10 Uhr, vor dem Herrn Referendar Rentz an Gerichtsstelle an⸗

ficirt erklaͤrt werden.

Nachdem der Hauptmann v. Brandt zu Oebisfelde]

frau Elisabeth, geborne Erbrecht, zu Guͤnthersdor

welche auf das zu Guͤnthersdorf ⸗ub No. 18 belegene Erbzinshaus nebst Garten und 3 Morgen Erbzinsccker

gesetzten Termine vorgeladen, und werden bei ihrem Nichterscheinen die gedachten Instrumente fuͤr morti⸗

fir die Preußischen Staaren-

Bekanntmachun g. Da der Pacht der Oekonomie der Freiherrl. von Guͤter Schloͤben mit Rabis, an der Hauptstraße von Weimar nach Altenburg, 2 Stunden von Jena, 1 von Roda, 5 von Eisenberg, 4 von Cahla, 7 von Gera gelegen, mit nahe an 1000 Acker Feld zu ungefaͤhr 360 Scheffel Einsaat, anpassendem Wiese⸗ wachs, vollstaͤndigem Inventarium an Vieh, Schiff und Geschirr, einer Schaͤferei von zwoͤlf bis achtzehn⸗ hundert Stuͤck, ganz neu erbauter baierischen Brauerei, und nach Preußischen Grundsaͤtzen eingerichteter Bren⸗ nerei, Johanni 1835 sich endigt; so wird hiermit zu einer neuen Verpachtung auf 9 12 Jahre ein Ver⸗ strichs⸗Termin. auf Donnerstag den 12. Juni I. J. 1834. angesetzt, zu welchem sich Liebhaber mit den erforder⸗ lichen Zeugnissen versehen in dem Schlosse zu Schloͤ⸗ ben einfinden, ihre resp. Gebote abgeben und des Zu⸗ schlags gewaͤrtigen wollen. Die Pachtbedingungen koͤnnen von Anfang Mai an jederzeit bei der unterzeichneten Behoͤrde eingesehen oder gegen Entrichtung der geringen Copialgebuͤhren empfangen, auch jede sonstige Auskunft daselbst erhal⸗ ten werden. b Haus Schloͤben, den 21. April 1834. Hochadel. Hardenberg. Gerichte daselbst.

Friedr. August Fritzsche, Dir.

Verein fuͤr Pferdezucht und Pferdedressur. Die Rennen und Konkurrenzen werden am 16., 18. und 19. Juni abgehalten. 8 Am, 19. Juni finden außer den im Jahres⸗Bericht aufgefuͤhrten noch folgende statt 13) Rennen auf der Bahn mit Hindernissen in⸗ laͤndische Pferde einfacher Sieg dreij. 120 Pfd. vierj. 144 Pfd. fuͤnfj. 160 Pfd. sechsj. u. ältere 166 Pfd. Stuten und Walla⸗ chen 3 Pfd. weniger; der Sieger wird fuͤr 150 Frd'or. gekauft. b Rennen um das von Sr. Koͤnigl. Hoheit dem Kronprinzen verliehene silberne Pferd Pferde auf dem Kontinent geboren Rennen auf der freien Bahn ½ Meile einfacher Sieg reij. 120 Pfd. vierj. 138 Pfd. fuͤnfj. 150 phr eältere 156 Pfd. 15 Frd'or. 10 Frd'or. Reugeld. Der Sieger muß das Pferd im naͤchsten Jahre vertheidigen oder Reugeld zahlen. Anmeldung bis zum 10. Juni offen und vis dahin zu nennen 3 15) Rennen auf der freien Bahn einfacher Sieg ½¼ Meile Pferde aller Laͤnder, welche auf

dder Bahn des Vereinz erschienen sind, aber im IJahre 1834 keinen Sieg auf derselben errungen haben. Gewicht bestimmt das dazu ernannte 8

14)

Comité nach dem Alter und den Leistungen der Pferde (Handicap) 5 Frd'or., 2 Frd'or. Reu⸗

16) Vorzeigen der Schul⸗ und Campagne⸗Pferde, das am besten dressirte Schulpferd erhaͤlt e Praͤmie von 50 Frd'or. Das am besten dressirte Campagne⸗Pferd mi gekauft fuͤr 150 Frd'or. 17) Vorfuͤhren der zur Schau gestellten Pferde. 18) Vorfuͤhren der Auktions⸗Pferde. Anmerkung: Wenn Umstaͤnde eine Verih deerung in der Reihenfolge dieser Konku reenzen nothwendig machen, so behaͤlt sich! Dirrektorium solche bis zum Druck der!

sten vor. b Fz. v. Eckardstein. v. Willisen.

Literarische Anzeigen.

In allen Buchhandlungen ist fuͤr den herabgesetztn Preis von 20 sgr. zu haben: 1b n. Leißnig, W. L. Maͤrsche, Kriegsereignisse, a rain⸗Bemerkungen, Gefahren und Muͤhseligkeit eines Saͤchs. Dragoner⸗Officiers bei der Franzi schen großen Armee auf dem Zuge nach Mo⸗ im Jahre 1812. . Dieses Buch wird gewiß fuͤr jeden, der sich jen denkwuͤrdigen Zeit erinnert, vorzuͤglich aber fuͤr M. tairs, die selbst an jenem Feldzuge Theil nahmen: Interesse seyn. Da jedoch der bisherige Preis von Kir- manchen abhielt, sich dasselbe anzuschaffen, habe ich mich entschlossen, ihn auf 20 sgr. herabzusen wofuͤr es bei P. G. Kummerin Leipzig zu haben 1 8 W. L. Leißnig. Bestellungen hierauf nimmt an b die Nicolaische Buchhandlung in Berlit Bruͤderstraße Nr. 13.

Bei mir ist so eben erschienen: Encyclopädisches

Wörterbuch der praktischen Medicim

von Dr. James Copland.

Aus dem Englischen übertragen u. mit Zusätzen versebe von Dr. M. Kalisch. Band 1. Heft 3. (10 Bogen: 20 sgr.)

Dieses Heft enthält die Artikel: Asthma, (Schluls Atrophie, Auscultation, Barbiers, Beribe Fe. Blus, Bronchi.

Schneller, als es bei der gegenwaͤrtigen Concurren gehofft werden konnte, hat dieses Werk schon durd seine beiden ersten Hefte die Aufmerksamkeit der den schen Aerzte auf sich gezogen, und mehr ist nicht noͤthe um ihm einen Platz in jeder medieinischen Bibliothek’ sichern. Es moͤge daher hier nur noch bemerkt wet den, daß das 4te Heft, welches den ersten Band schliet und zugleich die reichhaltige, alphabetisch⸗geordnett Rezept⸗Sammlung (nahe an 1000 Formeln) enthal im Laufe des naͤchsten Monats ausgegeben wird.

E. S. Mittler in Berlin,

Groß⸗Oschersleben, den 21. Maͤrz 1834.

6226 Thlr. 19 sgr. 8 pf⸗

Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.

Id. Anmeldung offen bis zum 10. Juni.

8 (Stechbahn Nr. 3.)

Dreußische Staͤats⸗

mm 2

Amtliche Nachrichten. Kronik des Kaa Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem katholischen Prediger

ittmann am Invalidenhause zu Rybnick den Rothen Adler⸗

ͤrden vierter Klasse zu verleihen geruht.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Kantor und Schulleh⸗ rer Burghardt zu Beesenstedt im Mansfelder See⸗Kreise das Allgemeine E’renzeichen zu verleihen geruht.

Der bisherige Land⸗ und Stadtgerichts⸗Assessor von dem Borne in Kuͤstrin ist zum Justiz⸗Kommissarius und Notarius fuͤr den Fhaee ace ces Kreis im Bezirke des Ober⸗Landesge⸗ richts zu Frankfurt a. d. O. bestellt worden.

Der bisherige Justitiarius, Kalau, ist zum Justiz⸗Kommissarius bei den Untergerichten des

Ober⸗Landesgerichts zu Frantfurt bestellt worden. Im DBezirke der Koͤnigl. Regierung zu Koͤln ist der bisherige Pfarrer von St. Martin zu Köln, Peter Linz, zum Haupt⸗Pfarrer erster Klasse an der dortigen Kirche St. Maria im Kapitol, und der bisherige Pfarr⸗ Kaplan Johann Wilhelm Schmitz zu Achen zum zweiten Kaplan in Deutz ernannt worden. vW“ u“ Dem Maler August Kopisch zu Berlin ist ein Patent äauf einen tragbaren sogenannten Schnell⸗Ofen zur DStubenheizung mit Spiritusflamme, so wie auf einen dergleichen zum Transport auf Reisen eingerichteten Schnell⸗Ofen, so weit diese Oefen in ihrer durch Zeich⸗ nungen und Beschreibungen erlaͤuterten Zusammenstel⸗ lung als neu und eigenthuͤmlich anerkannt worden, ohne Jemanden in dem Gebrauche bekannter oder anderer Einrichtungen zum Erwaͤrmen der Luft in Zimmern oder zu andern Zwecken mittelst Spiritusflamme zu be⸗ hindern, 18. Mai 1834 ertheilt worden, guͤltig von hier an auf zuͤnf nach einander folgende

——

. 3 A 8“

Angekommen: Der Sroßgeczogl. Hessische Kammerhe und Geschaͤftstraͤger am hiesigen Hofe, Major Freiherr Schäͤ⸗ fer von Bernstein, von Darmstadt. ,

4

.

tungs⸗Nachrich 111214*

Rußland.

St. Petersburg, 17. Mai.

aben den General⸗Auditeur des Marine⸗Generalstabes, Gene⸗

al⸗Major Sulmenew, und den Geheimen Rath Enden zu Rit⸗

ern des St. Annen Ordens erster Klasse mit der Kaiserlichen Krone ernannt.

En

berg, welche auf einige Zeit die hiesige Hauptstadt verlassen, ha⸗

ben am 13ten und 14ten d. M. die Ehre gehabt, von Ihren äjestaäͤten dem Kaiser und der Kaiserin empfangen zu werden nd von Allerhoͤchstdenselben Abschied zu nehmen.

Die hiesige Handels⸗Zeitung enthaͤlt einen sehr aus⸗ üͤhrlichen Artikel zur Wuͤrdigung der (auch bereits von uns er⸗ waͤhnten) Fortschritte, welche Rußlands Handel und Manufak⸗ uren waͤhrend der letzten zehn Jahre im Vergleiche mit dem vorangegangenen Decennium gemacht. Am Schlusse des Arti⸗ els werden daraus die nachstehenden Folgerungen abgeleitet: 1) Rußland ist bei der Befolgung seines Handels⸗ und Zoll⸗Sy ems nicht verarmt; 2) die Wohlhabenheit der Nation nimmt bielmehr zu; 3) die vermehrte Einfuhr der Artikel zur Verar beitung in den Manufakturen ist, indem sie große Kapitalien er⸗ part, auch mit anderen wichtigen Vortheilen verbunden; 4) un⸗ er Handels⸗System schadet dem Ackerbau keinesweges; 5) unser zoll⸗Verfahren ist durchaus nicht so druͤckend, wie es die Aus⸗ aͤnder ausgeben; 6) der Wechsel⸗Cours, wie auch der Cours der Bank⸗Assignationen und der Inscriptionen oder Staats⸗Kredit⸗ Scheine, ist gleichfalls im Verlaufe der letzten zehn Jahre gestie⸗ gen; 7) die starke Vermehrung der Zoll⸗Einkuͤnfte hat nicht nur zur Vermehrung der Staats⸗Einnahmen gedient, sondern auch um allgemeinen Besten.

Aus Taganrog wird geschrieben: „Die ungewoͤhnliche Duͤrre des vergangenen Sommers hatte, wie in den benachbar⸗ en Gouvernements, so auch bei uns, eine gaͤnzliche Mißaͤrndte auf den Kornfeldern und Wiesen und in den Gemuͤse⸗Gaäͤrten zur Folge. Unsere Getraide⸗Magazine waren bald geleert, die Zufuhren wurden immer seltener, wegen der Schwierigkeit, Fut⸗ er fuͤr das Zugvieh zu erhalten, und die Kornpreise stiegen in urchtbarer Progression, bis endlich das Brod fuͤnfmal theurer ward, als im Jahre 1832. In dieser traurigen Zeit, wo es den nbemittelten Volksklassen von Tag zu Tage immer schwerer vurde, sich ihren Lebensunterhalt zu verschaffen, sowohl wegen des niedriger werde⸗den Arbeitslohnes, als auch zuletzt we⸗ en der gänzlichen Unmoͤglichkeit, sich Arbeit zu verschaffen, da uͤberhaupyt nichts mehr unternommen werden konnte, kam die Regierung uns zu Huͤlfe und schuͤtzte uns waͤhrend des Winters gegen eine laͤngere Fortdauer der allgemei⸗ nen Noth. Naͤchst den kraͤftigen Mitteln, welche die Ober⸗ Behoͤrde von Neu⸗Rußland und insbesondere unser Stadt⸗ Gouverneur, Baron Franck, zur Linderung des Elendes der aͤr⸗ meren Volksklassen anwendeten, verdienen die patriotischen Bei⸗ traͤge vieler Bewohner der Städte Taganrog, Rostow, Nachit⸗

2

Buͤrgermeister Richter in

Jahre und fuͤr den Umfang des

1111I1I11X“”ꝝ die uͤbrige Europaͤische Civilisation nicht ausgeschlossen bleiben dearf. In diesem Sinne sind in den letzten Jahren die bereits vorhan⸗ rr

angelegten organistet worden. der Russen fůͤ Decennien auch sehr stark in die Richtung unserer Jugend⸗Er⸗

schewan und Mariupol Erwaͤhnung. Die blog im Stadt⸗Ge⸗ biete von Taganrog zusammengekommene Summe Geldes fuͤr die Nothleidenden belaͤuft sich auf 76,237 Rubel. Mit solchen Mitteln wurde es dem Stadt, Gouverneur moͤglich eine bedeu⸗ tende Quantitaͤt Mehl und andere Lebensbeduͤrfnisse anzuschaffen,

welche dazu verwendet wurden, 3836 Personen beiderlei Geschlechts Unterhalt in Natura zu reichen, mehrere altersschwache und kranke 14 Militair⸗Schulen in Zarskejo⸗Selo und Moskau, in welchem die

Leute mit baarem Gelde zu unterstutzen, und andere wieder mit Kleidungsstuͤcken und Brennholz zu versehen.

Personen taͤglich Morgens und Abends gespeist und mehrere Kruͤppel und Kranke verpflegt.“

St. Petersburg, 17. Mat. Zum Redacteur der

mit dem naͤchsten 1. Juli hier neu erscheinenden landwirthschaft⸗

lichen Zeitung, deren Begruͤndung auf unmittelbaren hoͤchsten

Befehl stattfindet, ist der wirkliche Staatsrat Engelhardt Kalauer Kreises und zum Notarius im Bezirke des Koͤniglichen 8b w ist ch rath von Engelh

ernannt, den bereits auch das Ausland als Verfasser der so in⸗

teressanten Russischen Miszellen, von welchen bisher vier Baͤndchen erschienen sind, kennt. Ein hoͤchster Tages⸗Be⸗ fehl vom 11ten dieses Monats befiehlt,

den Namen des wenige 8 vor unserem Oster⸗Feste auf seinem im Gou⸗ vernement Nowgorod belegenen Landgute Grusino verstorbenen General der Artillerie, Mitglieds des Reichs⸗Raths, Grafen Arackrschejew, in den Armee⸗Listen des Reichs zu streichen, und

das bisher nach ihm benannte Graf⸗Aracktschejewsche Grenadier⸗ KRegiment wieder, wie zuvor, das Rostowsche Grenadier⸗Regiment

zu nennen. Unter der Regierung des Kaisers Alexander be⸗ kleidete der Verewigte viele Jahre hindurch die hoͤchsten Reichs⸗Chargen, die er gleich nach dessen Hinscheiden niederlegte, und worauf er auf seinem Landsitze in tief⸗ ster Zuruͤckgezogenheit lebte. Durch denselben Tages⸗Befehl wird der Senator Graf Gurjew, Mitglied des bei dem Kriegs⸗Mi⸗ nister formirten Militair⸗Conseils, Kraͤnklichkeit wegen auf unbe⸗

stimmte Zeit in die Bäder des Auslands beurlaubt. Der best⸗

moͤglichsten moralischen und wissenschaftlichen Richtung der Ju⸗ gend⸗Erziehung im Reiche widmer unser Kaiser ununterbrochen seine aufmerksamste Fuͤrsorge. Vornehmlich geht die Tendenz seiner weise gefaßten Absichten 22 der heutigen National⸗Er⸗ ziehung eine moͤglichst vaterlaͤndische Richtung zu geben, von der unter⸗

denen oͤffentlichen Lehr⸗Anstalten verbessert, in diesem Sinne die in allen Bezirken des Reichs, wo es bisher noch daran fehlte, neu Dee sichtlich vorherrschende Liebe r das Fremde und Auswaͤrtige war in den letzten

ziehung uͤbergegangen. Sie begann leider, sich vom vaterlaͤndi⸗ schen Geiste ganz ab⸗- und dem auslaͤndischen zuzuwenden. Die Folgen davon konnten aber fuͤr das Vaterland nur die nachthei⸗ ligsten seyn. Bei einer vollkommen auslaͤndischen Bildung fuͤhlte

sich der herangereifte junge Russe in der Kunde des eigenen Va⸗ 1 ececeerlandes oft ganz unwissend, kannte dessen Erd⸗ und Voͤlkerkunde, Se. Majestaͤt der Kaiser

Rußlands so verschiedenartige, von allen uͤbrigen Staaten unsers Welttheils so kontrastirend abweichende Sitten und Gebraͤuche,

die Landesgeschichte, Statistik, Literatur, ja oft die Muttersprache

nicht, oder doch nur hoͤchst unvollkommen, waͤhrend er eine

8 1 Ehre darin suchte, andere lebende Europaͤische Sprachen mit ei⸗ Der Koͤnigl. Daͤnische Gesandte, Graf von Blome, und der 9 G Koͤnigl. Wuͤrttembergische Gesandte, Fuͤrst von Hohenlohe⸗Kirch⸗

ner seltenen Fertigkeit und Richtigkeit zu sprechen. Wie konnte er nun, ins oͤffentliche Leben tretend, das Vaterland lieben, es nach seinem wahren Werthe schaͤtzen und wuͤrdigen, da er es

nicht kannte, da es ihm seit seiner zartesten Kindheit ganz entfremdet

worden war? Die rastlose Fuͤrsorge, die energisch durchgrei fenden Anordnungen des Kaisers aber, unserer heutigen Jugend⸗

Erziehung eine den Zwecken und Beduͤrfnissen des Vaterlandes serer Hauptstadt ist durch ein am 31. Mat 1833 vom Senat

entsprechende Richtung zu geben, wird diese Uebelstaͤnde nun ganz aus dem Wege raͤumen., Zu den neuesten dahinzie⸗ lenden Verfuͤgungen gehoͤren: Die foöͤrmliche Einstellung der Jugend-Erziehung im Auslande, welche noch wie obengedacht, bei uns sehr beliebt und uͤblich war; nur wenig erhebliche Faͤlle sind hierbei ausgenommen, die jedoch allemal zuvor des hoͤchsten Konsenses beduͤrfen; die dem neue⸗ sten Unterrichts⸗Reglement ausdruͤcklich einverleibte Vorschrift, die vaterlaͤndische Sprache und Literatur, die Landes⸗Geschichte, Volkskunde, Geographie und Statistik kuͤnftig als die wesent⸗

lichsten Gegenstaͤnde in den Lehr⸗Vortraͤgen des Jugend⸗Unter⸗

richts anzusehen; die zu Ausgang des vergangenen Jahres vom Minister des oͤffentlichen Unterrichts ergangene, vom Kaiser be⸗ staͤtigte Vorschrift, alle hier und in Moskau bestehenden Privat⸗ Pensionen unter die fortgesetzt strenge Inspections⸗Kontrolle um⸗ sichtiger, aus seinem Ministerium ernannten Beamten zu stellen; in Folge welcher Vorschrift keine neue Anstalten der Art unnoͤ⸗ thigerweise und ohne, daß das Beduͤrfniß danach fuͤhlbar gewor⸗ den, von Seiten des Ministeriums errichtet werden sollen, mehrere aber von den bereits bestandenen, welche dem Zwecke ihrer Bestimmung keinesweges nachkommen, auf⸗ gehoben wurden;

alle Aeltern, Vormuͤnder ꝛc. im Reiche weß Standes und Ranges sie auch seyn moͤgen, vom Privat⸗Unterrichte ihrer Ju⸗ gend alle solche auslaͤndischen Erzieher und Erzieherinnen ent⸗ fernt zu halten, welche uͤber ihre moralische und wissenschaftliche Wuͤrdigkeit keine von den Universitaͤten des Reichs beglaubigten Zeugnisse aufzuweisen haben. Nachstehende Militair⸗Schulen und Kadetten⸗Corps, in welchen der junge Adel des Reichs, vor⸗ zugsweise die Kinder und nachgebliebenen Waisen verdienstvoller, den ruhmvollen Tod fuͤr's Vaterland gestorbenen Militair⸗Beam⸗ ten, fuͤr den Kriegsdienst wissenschaftlich gebildet worden, bestehen in diesem Moment im Umfange des Russischen Kaiser⸗Staats. In Petersburg: das Land⸗Kadetten⸗, das Ingenieur⸗, das Pagen⸗, das adelige Volontair⸗ und das Pawlowsche Corps, in Zarskoje⸗ Selo das im Jahre 1829 an die Stelle des aufgehobenen Pen⸗ sionats des Ser Lypceums errichtete Alexandrowsche fuͤr Min⸗ derjaͤhrige, das Nowgorodsche und das Adels⸗Corps in Moskau

b Ueberdem werden

in einer schon im Monat November eroͤffneten Anstalt gegen 100 2 ist Se. Kaiserl. Hoheit der Großfuͤrst Michael. Zufolge be⸗ reits fruͤher erlassener hoͤchsten Befehle, sollen noch ehestens nach⸗ stehende Militair⸗Schulen im Reiche organisirt und eroͤffnet

juͤngst, zenkoͤnige ernannt.“

endlich die durch den letzten Ukas vom 6ten vergangenen Monats wiederholt erlassene strenge Verordnung an

mit seiner besonderen minorennen Abtheilung, die adeligen Mi⸗ litair-Schulen in Tula, Tambow, endlich die Neplujewsche in der Stadt Orenburg. In letzterer koͤnnen auch, dem ausschließlichen

Willen ihres Stifters, des Senateurs Neplujew, zufolge, die Kin⸗ der angesehener und ausgezeichneter Asiaten erzogen werden II allen diesen genannten Anstalten duͤrfen die recipirten Juͤnglinge nicht

uͤber14 und nicht unter 10 Jahre alt seyn, ausgenommen die beiden

zu Recipirenden das 9te Lebensjahr zuruͤckgelegt haben muͤssen⸗ General⸗Direktor aller im Reiche 8e eenden Militair⸗Schulen

werden: in Polozk fuͤr den Adel der Gouvernements Witepsk, Mohilew, Smolensk und Minsk; in Tula fuͤr den der Gou⸗ vernements Tula, Rjaͤsan, Jaroslaw und Orel; in Tambow fuͤr den der Gouvernements Tambow, Pensa, Simbirsk, Woronesch und Saratow; in Pultawa fuͤr die Gouvernements Pultawa, Tscher⸗ nigow, Jekaterinoslaw, Charkow und Kursk; endlich in Kiew fuͤr die Gouvernements Kiew, Volhynien, Kamenez⸗Podolsk, Cherson und Taurien. Die vorgenannten in Tula und Tambow schon bestehenden Militair⸗Schulen sind nur ausschließlich fuͤr den Adel dieser beiden Gouvernements bestimmt. Nach mehreren fruͤ⸗ heren sehr heiteren und milden Fruͤhlings⸗Tagen, in veiae deren wir hier schon am 30sten vorigen Monates das erste Gewitter hatten, ist wiederum seit einer Woche anhaltende rauhe und kalte Witterung eingetreten. Eine gleiche Bewandtniß hatte es mie der Witterung in den weit suͤdlicher belegenen Ostsee⸗Provinzen Auch dort trat ungewoͤhnlich fruͤh in diesem Jahre die warme Jahres Zeit ein, die aber bald wieder verdraͤngt ward. Schon zu Anfange des vorigen Monats gewahrte man in der Umgegend von Riga was in unseren hohen Breitengraden immer ein seltenes Phaͤnomen bleibt den ersten Kuckuck und die ersten Schwalben; der Pseudo⸗Ahorn Lehnenbaum stand in voller Bluͤthe, die Wiesen waren gruͤn, und die junge Saat auf den Gemuͤse⸗ und Saat⸗Kornfeldern war schon erwuͤnscht schoͤn aufgegangen.

Polen. 1 ““

Warschau, 20. Mai. Der Kaiserl. Oesterreichische Ge⸗ neral⸗Konsul, Baron Oechsner, ist heute auf kurze Zeit von hier nach Lemberg abgereist; in seiner Abwesenheit wird Herr Kus die Oesterreichischen Konsulats⸗Geschaͤfte verwalten. 8

Der bekannte Virtuos, Karl Lipinski, ist aus Lemberg hier angekommen.

Aus Krakau schreibe man: „Unsere Regierung, die in jeder Hinsicht so sehr fuͤr das Wohl des Landes sorgt, ist auch

Lauf die Verbesserung des Zustandes der Gefaͤngnisse moͤglichst bedacht

gewesen und hat zu diesem Zweck ein Comité niedergesetzt, das am 10ten d. im Senats⸗Saale unter dem persoͤnlichen Vorsi des Senats⸗Praͤsidenten seine erste Sitzung hielt. Mit Dank⸗ barkeit erkennen wir hier Alle die vaͤterlichen Bemuͤhungen der Regierung um die Verschoͤnerung der Stadt an, und wir finden schon seit 12 Jahren eine bewundernswuͤrdige Veraͤnderung in der ganzen Gestalt dieser alten Hauptstadt. Viele schoͤne Ge⸗ baͤude sind von Grund auf neu gebaut worden, der ganze Um⸗ kreis, der die Stadt von den Vorstaͤdten scheidet, und in dem es sonst sehr schmutzig aussah, ist jetzt in reizende und belebte Spaziergaͤnge verwandelt; die Regierungs⸗Gemaͤcher, die einen Theil der ehrwuͤrdigen Ueberreste aus dem Alterthum bil⸗ den, sind jetzt ein Gegenstand angelegentlicher Sorgfalt fuͤr die oberste Landes⸗Behoͤrde, und es ist nicht zu zweifeln, daß sie bei dem gluͤcklichen Friedens⸗Zustande, der unter dem sorgsamen Schutz der drei erlauchten Hoͤfe diesem Lande zuge⸗ sichert ist, binnen einigen Jahren in voller Pracht wieder aus ihren Truͤmmern erstehen werden. Die alte Schuͤtzen⸗Gilde un⸗

bestaͤtigtes Statut wiederhergestellt worden und hat beim Be⸗ ginn ihrer diesjaͤhrigen Uebungen am 1. Mai den allgemein ge achteten hiesigen Buͤrger Matthias Knotz einstimmig zum Schuͤz⸗

Frankreich.

Paris, 17. Mai. Der Koͤnig hat fuͤr seine Privat⸗Bi⸗ bliotheken auf neun ECxemplare des von Herrn Verdieère unter dem Titel: „Frankreich, geographische, statistische, historische und topographische Beschreibung seiner Departements und Kolonieen“ angekuͤndigten Werks subskribirt. „Die Ausdauer“, sagt das Journal des Débats, „die der Herausgeber stets bei allen seinen Unternehmungen, selbst wenn sie zu seinem Nachtheile ausfielen, gezeigt hat, und die Unterstuͤtzung, welche ihm die Re⸗ gierung bei der jetzigen zu Theil werden laͤßt, verheißen dem Lande endlich einmal eine gute Statistik.“

Der Moniteur sagt: „Die heute eingegangenen Nach⸗ richten uͤber die Wahlen der Offiziere bei den National⸗Garden der Departements des Tarn, der Marne, der Seine und Marne, des Loir und Cher, der Oise, des Kanals, des Aube, der Ar⸗ dennen und der Niederen Loire koͤnnten nicht befriedigender lau⸗ ten. Die Stimmen der National⸗Gardisten sind sowohl bei den neuen Ernennungen wie bei den Ersetzungen auf lauter acht⸗ bare Buͤrger gefallen, deren freimuͤthig constitutionnelle Gesin⸗ nung allgemein bekannt ist.“

Der General Baron Godard ist zu Rennes, wohin er eine Vergnuͤgungs⸗Reise unternommen hatte, mit Tode abgegangen.

Der Bericht, den Herr Guizot dem Koͤnige uͤber den Zu⸗ stand des Elementar⸗Unterrichts in Frankreich abgestattet hat, giebt dem Journal des Débats zu folgenden Betrachtungen Anlaß: „Der Minister des oͤffentlichen Unterrichts legt in diesem Berichte uͤber die Ausfuͤhrung des Gesetzes vom 28. Juni 1833 Rechenschaft ab, und es scheint uns dies eine neue und vortreff⸗ liche Methode, um die Kammer und das Publikum daruͤber aufzuklaͤren, auf welche Weise die Gesetze vollzogen werden, und ob sie den beabsichtigten Zweck erreichen. Es giebt leider sehr viele Gesetze, die, wenn sie einmal gegeben sind, ganz ruhig in dem Gesetz⸗Bulletin veralten, ohne daß sich irgend Jemand um