“ 11 5 84
bescheine zur 1sten Kapital⸗Dividende die bis 30. Juni d. J. bei den bezeichneten Banquier⸗Haͤusern nicht vorgekommen sind, spaͤter von denselben nicht mehr eingeloͤßt werden, sondern vom 1. Juli an bis zum 31. Deiember 1834, dem Tage des Erloͤschens ihrer Guͤl⸗ tigkeit, nur am hiesigen Haupt⸗Comptoir der Kompa⸗ gnie bezahlt werden. -
Elberfeld, den 22. Mai 1834.
Ddirektion der Rheinisch⸗Westindischen 8 Kompagnie.
Seebad Zoppot bei Danzazig.
mete Lage des Ortes hat, bei dem sich stets mehren- den Besuch, den Bau vieler kleinen Häuser und auch grösserer Gebäude begünstigt, welche, zu Logis für die resp. Badegäste bestimmt, sowohl den Ansprüchen höherer Standespersonen einerseits, als auch denen minder Begüterten anderseits, Genüge leisten. so ist in dem, an der Sce gelegenen, grossen Salon durch Anbau mehrerer Logirzimmer dafür gesorgt, dals die resp. Reisenden bei ihrer Ankunft zu jeder Zeit möblirte und mit Betten versehene Stuben vorfinden.
Aufträge zur Desorgung von Logis mit gefälliger Angabe der gewünschten Piecen unter der Adresse des Domainen Rentmeisters Hanptmann Gütte als Mitglied des Bade-Comité, werden auf das Bereitwil- ligste ausgeführt.
Die Badesaison beginnt auch in diesem Jahre den 15. Juni und qauert bis Ende September, in welcher Zeit sowohl der Badearzt, als auch eine vollstündig etablirte Apotheke im Orte anwesend sind.
Bekauntmachung. I Bad RennbdeorPf. Die Bade⸗Anstalt zu Nenndorf wird in diesem Jahre, wie bisher, am 1. Juni eroͤffnet und von diesem Tage an werden die Schwefel⸗, Schlamm⸗, Gas⸗, Douche⸗, Tropf⸗ und Sturz⸗Baͤder, die Salz⸗Baͤder aber vom 15. Juni an, gegeben werden.
Einem geehrten Publikum wird solches mit dem Bemerken bekannt gemacht, daß Anfragen in aͤrztlicher Beziehung an die dasigen Herren Brunnenaͤrzte und Logzisbestellungen, mit gefaͤlliger Angabe der Zeit der Ankunft, an den Herrn Burggrafen Ruͤck in Nenn⸗ döoorf zu richten find. 8 Bad Nenndorf, den 1. Mai 1834.
Kurfuͤrstliche Brunnendireetion
—
* 8
Dampf-Packetfahrt der General Steam Navigation Company
. rwischen Hamburg und London. 1 Eins dieser Packetschiffe geht regelmäfsig jeden Sonn- abend und jeden Mittwoch, Morgens früh von Ham- burg und von London mit der Königl. Post, Waaren und Passagieren ab.
Da diese Schiffe jetzt einen grösfseren Raum fur Waaren haben, so werden ausfser Manufactur-Waa- ren und Indigo's ete-, jetzt ebenfalls von London, Baumwolle, alle Arten XX“ und Droguerien, und von Hamburg, Wolle und andere Waaren zu mälssigen Frachten da- bei verladen, und bicten dem handelnden Publikum durch die schnelle und sichere Beförderung dieser
Néöähere Nachricht ertheilt in Hamburg der Agent;
der Compagnie Charles E. Delaval.
Verein fuͤr Pferdezucht und Pferdedressur.
Die Rennen und Konkurrenzen werden am 16., 18. und 19. Juni abgehalten.
Am 19. Juni finden außer den im Jahres⸗Vericht aufgefuͤhrten noch solgende statt:
13) Rennen auf der Bahn mit Hindernissen — in⸗ ländische Pferde — einfacher Sieg — dreij. 120 Pfd. — vierj. 144 Pfd. — fuͤnfj. 150 Pfd. — sechsj. u. ältere 166 Pfd. — Stuten und Walla⸗ chen 3 Pfd. weniger; der Sieger wird fuͤr 150 Frd'or. gekauft.
Rennen um das von Sr. Konigl. Hoheit dem Kronprinzen verliehene silberne Pferd — Pferde auf dem Kontinent geboren — Rennen auf der freien Bahn — ½ Meile — einfacher Sieg — dreij. 120 Pfd. — vierj. 138 Pfd. — fuͤnfj. 150 Pfd. — aͤltere 156 Pfd. — 15 Frd'or. — 10 Frd'or. Reugeld. — Der Sieger muß das Pferd
im naͤchsten Jahre vertheidigen ober Reugeld zahlen. Anmeldung bis zum 10. Inni offen und dis dahin zu nennen Rennen auf der freien Bahn — einfacher Sieg — ½ Meile — Pferde aller Laͤnder, welche auf der Bahn des Vereins erschienen sind, aber im Jahre 1834 keinen Sieg auf derselben errungen haben. — Gewicht bestimmt das dazu ernannte Comités nach dem Alter und den Leistungen der Pferde (Handicap) — 5 Frd'or., 2 Frd'or. Reu⸗ geld. — Anmeldung offen bis zum 10. Juni. Vorzeigen der Schul⸗ und Campagne⸗Pferde, das am besten dressirte Schulpferd erhaͤlt eine
Pramie von 50 Frd'or. Das am besten dressirte Campagne⸗Pferd wird gekauft fuͤr 150 Frd'or. 17) Vorfshren der zur Schau gestellten Pferde. 18) Vorfüuͤhren der Autions⸗Pferde.
Anmerkung: Wenn Umsaͤnde eine Veraͤn⸗ derung in der Reihenfolge dieser Konkur⸗ renzen nothwendig machen, so behaͤlt sich das Direktorium solche bis zum Druck der Li⸗ sten vor.
Fz. v. Eckarbstein.
16)
2
v. Willisen.
“ bis .
Zinszahlung der Koͤniglich Spanischen 5Ct. Renten.
Die am 1. Juli d. J. faͤlligen Zinsen der Koͤnigl. Spanischen 5 pCt. Rente perp. bei Aguado und Willink negorjirt, so wie der Anleihe bei Guebhard (Emprunt Royal) werden von heute ab, bis zum 15. Juli 2. c. bei uns ausgezahlt. W“
Berlin, den 26. Mai 1834. 26
hHirschfeld & 8 Linden Nr.
Eben—
S Le Stuhrsche Buchhandlung in Berlin, Schloßplatz Nr. 2):
schienen und in allen Buchhandlungem, be Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3), Posen, Bromberg, Gnesen und bei Vincent in Prenzlau zu haben:
die Nicolaische Buchhandlung in Berlin, Bruͤder⸗ Waaren einen bedeutenden Vortheil dar. raße Nr. 13, als alle andere solide Buchhandlungen
892 des
durch Zusammenfuͤgung der Vorschriften der Gerichts⸗ b
andere Werke dieser Art bedeutend uͤbertrifft.
5
. * 4 — 1
inszahlung der Spanischen 5 pCt. Renten weJ. 11. 21 Anleihe bei Guebhard. Die am 1. Juli faͤlligen Zinsen der Spanischen 5 p Ct. Rente perpet. bei Aguado u. Willink, so wie der Koͤnigl. Anleihe bei Guebhard (Emprunt Royal) werden ven heute ab in unserem Comtoir bezahlt. Berlin, den 26. Mai 1834. A. H. Heymann & Comp., unter den Linden Nr. 23.
Die am 1. Juli d. J. faͤlligen Zinsen der Koͤnigl.
₰ 1 1 — 7 . “ . (Spanischen 5 Ct. Rente bei Aauado u. Wellnk nego⸗ Die, Rücksichts ihrer Naturschönheiten, ausgezeich- clirt, 5 wie 6* Anleihe bei 6
heute ab von mir gezahlt.
nebhard werden von
Berkin, den 26. Mai 1834. .“ A. J. Joachim,
Muͤhlendam Nr. 4 ünter den Colonaden.
Literarische Anzeigen. In E. Schweizerbart's Verlagshandlung zu
tuttgart sind erschienen und so wohl Lehrern als enenden bestens empfohlen (ju beziehen durch die
—
Abrégé de la grammaire frangaise par de- mandes et par réponses, sur le plan de la vingt- deuxième 6Cdition de la Grammaire de Noël et Chapsal par Gérard, Professeur à l'Ecole mili- naire de S. M. le Roi de Wurtemberg. (Aus⸗ zug aus der Franzoͤsischen Sprachlehre in Fragen und Antworten, nach der 22 sten Ausgabe der Sprachlehre von Nesl und Chapsal bearbeitet von Gérard, Professor an der K. Offi⸗ ziers⸗Bildungs⸗Anstalt zu Ludwigsburg) 14 Bogen in in Umschlag geheftet. Preis 48 Kr. oder 15 sgr.
1523828 de l'histoire saintc, pour zervir de livre 6lémentaire à la jeunesse allemande qui com- mence l'étude de la langue française; enrichi de notes explicatives, et suivi d'un traité sur l'or- thographe d'usage; par Gérard et Cha- vanieux. (Auszug aus der bliblischen Geschichte, ein Elementarbuch fuͤr die deutsche Jugend, welche die Franzoͤsische Sprache zu erlernen anfaͤngt, mit beigefuͤgten erlaͤuternden Noten, und angehaͤngter Abhandlung uͤber praktische Orthographie; von Gerard und Chavanieur) 6 Bogen. gr. Svo. Preis geh. 36 Kr. oder 11 ¾ sgr.
ist er⸗
In der Fr. Brodbagschen e er. E. S.
H. F. Osiander Geschichtliche Darstel⸗ lung der niederlaͤndischen Finanzen vom Anfange des Jahres 1830 bis Ende des Jahres 1833. Mit einigen Betrachtun⸗ gen uͤber das niederlaͤndische Grundgesetz.
Stuttgart, im Mai 1834.
In wenigen Wochen erscheint und nimmt sowohl
—
Preußischen Staates Bestellung darauf an: Ent wur f
einer vollstaͤndigen Executions⸗ und Subhastations⸗Ordnung
nach Preußischem Rechte,
8 8 1.“ 12
Ordnung und soaͤtkerer Gesetze und Resecripte esonders der Versednnhgtn vom 4. Maͤrz Von D. H. Jobst, Koͤniglichem Justiz⸗Rath. Stettin, im Mai 1834. 8 Niecolaische Buch⸗ und Pavierhandlung.
88 C. F. Gutberlet.
Einladung zu einer hoͤchst vortheilhaften Sub⸗ seription auf eine neue Pracht⸗Ausgabe des Reichen⸗ bach'schen Conversations⸗Lexicons.
Das unter dem Titel:
„Allgemeines deutsches Conversations⸗
Lexicon fuͤr die Gebildeten eines jeden Standes, mit den gleich⸗ hedeutenden Benennungen der Artikel in der lateini⸗ schen, franzdͤsischen, englischen und italienischen Sprache, nebst der deutschen Aussprache der Fremdwoͤrter, in X Bäanden, herausgegeben von einem Vereine Gelehr⸗ ter“ in unserem Verlage erscheinende Werk, hat sich trotz der großen Concurren; mit andern Werken die⸗ ser Art, denen zum Theil pomphafte Ankuͤndigungen vorausgegangen sind, einer so regen Theilnahme der Publicums erfreut, daß wir uns jetzt schon genoͤthigt sehen, die Auflage zu verstaͤrken.
Aufgemuntert nun, durch diese Beweise der oͤffent⸗ lichen Anerkennung — der ehrenden Recensionen in mehreren gediegenen kritischen Blaͤttern nicht zu gedenken — und veranlaßt durch das sich gegenwaͤrtig allgentein kundthuende Verlangen des Publicums nach Prachtwerken, haben wir uns entschlossen, neben den schon bestehenden drei Ausgaben, auch noch eine vierte auf extra feinen Patentpapiere mit elegantem Umschlaͤne zu veranstalten und stellen dafuͤr, aber aur auf kurze Zeit, den beispiellos wohlfei⸗ len Subseriptionspreis von nur 12 ½ sgr. pro Heft, so daß an Eleganz und Wohlfeilheit ein aͤhntiches Werk dieser Art damit nicht concurriren wird. Wir sind deshalb um so mehr uͤberzeugt, daß das Publicum sich auch fuͤr diese neue Ausgabe lebhaft interessiren wird, da die Ansicht der bercés erschienenen Liefe⸗ runzen es gewiß bewaͤhrt, wieviel uns daran gelegen ist, den in der Vorrede ausgesgrochenen Plan durchzu⸗ suͤhren und ein Werk zu liefern, welches das Gesammt⸗ gebiet des Wissenswuͤrdigen in alphabetischer Ordnung und in genau ineinandergreifender Darstellung, als ein Ganzes geben soll und an deutlicher Gedraͤngtheit und Gediegenheit, wie auch an Reichthum des Inhalts
In Bezug auf die Details des Inhalts und des Erscheinens dieser Ausgabe vermweisen wir auf die in allen Buchhandlungen vorraͤthigen Ankuͤndigungen. Der gleichmaͤßige Fortgang dieses Werkes soll uͤbri⸗
uns mitgetheilt:
bA“ 11““ ass wir anfangs versprochen haben, und der uns zu Gehote stehende Fonds verbuͤrgt den geehrten Sub⸗ seribenten die gewisse Beendigung desselben. Schließlich bemerken wir noch, daß in allen Buch⸗ handlungen die bis jetzt fertigen Hefte dieser Ausgabe zur Ansicht bereit liegen und Subseriptionen darauf zu obigem Preise angenommen werden; nur müͤssen wir bitten, daß sich alle Diejenigen bei Zeiten mel⸗ den, die sich dieses Prachtwerk anzuschaffen beabsichti⸗ aen, da wir, wie schon gesagt, wegen Bestimmung der Staͤrke der Auflage diesen Preis nur fuͤr kurze Zeit gewaͤhren koͤnnen. Subseribenten⸗Sammler bekom⸗ ar. auf 10 F lite frei. 8 eipzig, in der Ostermesse 1834. 8 Reichenbach.
Gebr. bei 1
Ludwig Oehmigke, Burgstr. Nr. 8.
. EIIu1
Zu erhalten in Berlin,
W. Pfaffs Naturlehre: Populaͤre Darstellung der Pbysik, der phy⸗ sischen Geographie und der Himmelskunde. In Unterzeichneter erscheint und es ist die erste Lieferung bereits analle Buchhandlungen versandt:
Die Gesammt⸗Naturlehr
fuͤr das Volk und seine Lehrer. 8 Von Dr. W. Pfaff, Professor der Pbysik und Astronomie in Erlangen, Kaiserl. Russischer Hofrath, Mitglied mehrerer ge⸗
lehrten Gesellschaften. Mit vielen Abbildungen.
Da des Herrn Verfassers Name ein zu ruüͤhmlich bekannter ist, als daß wir noͤthig haͤtten, dessen Na⸗ turlehre, welche zu bearbeiten schon seit langer Zeit seine Lieblingsbeschaͤftigung war, dem Publikum an⸗ zupreisen, so moͤge es genuͤgen, dasjenige hier kurz folgen zu lassen, was er selbst uͤber dessen Inhalt
„Das Werk zerfaͤllt in drei Abtheilungen: Die erste Abtbeilung handelt von dem, was man gewoͤhnlich Physik nennt, d. h. von den Kraͤften, womit die Koͤrper auf der Erde ausgeruͤstet sind, von dem, was den Haushalt derselben ausmacht, und wie der Mensch sie fuͤr sich und seine Entwickelung anwendet, benuͤtzt und veredelt. 8 Die zweite Abtheilung, die Physik der Erde, oder physische Geographie, stellt die Erde als Planet dar, giebt Kunde von ihrer Bildung, ihrer Geschichte und Perioden. Die dritte Abtheilung, oder Astrono⸗ mie, giebt die Umrisse des Sonnensystems, de⸗ ren Beschaffenbeit, Bau und Wirksamkeit; han⸗ delt von der Natur der Planeten, Kometen und sonstigen Meteore in der Planetenwelt; giebt Belehrung uͤber die Sterne und den Sternhim⸗ zel, uͤber die mannigfachen Erscheinungen und Lichtgestalten desselben.“ “ Es sind dem Buche viele, zur Veranschaulichung erforderliche, Abbildungen in schoͤnster Ausfuͤhrung beigegeben, worunter man auch diejenigen einfachen Apparate oder Instrumente nicht vermissen wird, mit welchen sich ohne großen Aufwand wesentliche Ver⸗ suche und Erscheinungen belehrend darstellen lassen. Die erste Lieferung von Pfaffs Naturlehre ist in allen Buchhandlungsn bereits vorraͤthig. — Wir hoffen und werden dafuͤr Sorge tragen, daß der Druck aller 6 Lieferungen im Juli 1834 beendigt ist. Das Format ist ein großes Oktav; Druck und Papier sind schoͤn; fuͤr die sehr huͤbsch ausgefuͤhrten Abbildungen wird nichts berechnet. . Jede Lteferung ist 6 Bogen stark, broschirt, und kostet im Subscriptions⸗Preise nur 24 Kr. Rhein., oder 6 ggr. Saͤchs., oder 7 ⅜ sor Preuß. — Sammler erhalten von jeder Buchhandlung bei Abnahme von 10 Exemplaren ein 14tes gratis.
J. Scheible’s Verlags⸗Expedition in Leipzig. (Zu haben bei C. F. Plahn in Berlin, Jaͤger⸗ straße Nr. 37.) 8
— —
n 2 81 e für das gesammte philologische Publikum über das fortschreitende Erscheinen von C Corn. Taciti Opera ad optfimor. libr. fidem recognovit et annotat. perpetua triplicique indice instruxit G. A. Ruperti. Vol. I. Sez priores An nalium libros compl. 8 maj. 1834. 2 Thlr. 25 sgr. Vol. IV. Libellum de Germania, Vitam Agricolae et Dial. de oratorib. compl. 8 maj 1882. 2 Thlr. 25 sgr. (Das Ganze umfalst 4 Dände und der Lte und Zte Band werden baldigst nachfolgen.) Hahn'sche Hofbuchhandlung. “ in Hannover. Zu Berlin bei F. Dümmler, Linden No. 19, zu erhalten.
1
8 6“ Bei J. D. Sauerlaͤnder in Frankfurt a. M. ist so eden erschienen und in Berlin bei C. F. Ame⸗
ler.) Breitestraße leae und in allen Buchhandlungen zu haben:
Eine Lebensgeschichte. Mit Benutzung zes Geheimen Staats⸗Archivs zu Berlin, der nachge Secken che Privat⸗Sammlungen von Dr. Friedric
6
2 2.
Vorzuüglich er fuͤr Se
so eben wieder erschienen und bei E. S.
712 S. Svo. 1831.
“
J. M. Pierre. Vol. IV. Containing: Kin IV. Part 1. 12. Geh. 10 sgr. Rovelle. 81.
b
Henry 8 Storch, Ludwig, der Diplomat.
11 Thlr. 22 ½ sgr. .
Verfassungen, die, der Vereinigten Staattn Nordamerika's. Aus dem Englischen uͤberset von G. H Engelhard. 2 Theile. 8 vo. Gh
2 Thlr.
In der Enslinschen Buchhandlung (F Mu eee r 23 in Berlin, ist eben Fan
Friedrich Wilhelm I.
Koͤnig von Preußen.
lassenen Papiere des Grafen von dorf und anderer oͤffentlicher und
Foͤrster. Ir. Bd. Subscriptions⸗Preis fuͤrs ganze Werki 2 Baͤnden ordin. Pap. 3 Thlr. 25 sgr. Velin⸗Payie 5 Thlr. 15 sgr. Engl. gegl. Velinp. 6 Thlr. jö sgr.
empfehlungswerthe Rechnenhl⸗
minarien und Schulen in aller
deutschen Staaten. 8
Hannover, in der Hahnschen heha sbendeata ittler
in Berlin (Stechbahn Nr. 3), Posen, Bromberg, Geor⸗
sen und bei Vincent in Plrenzlau, zu haben:
Rechnenfibel, oder Leitfaden und Exempelhach fuͤr den Elementar⸗Unterricht im Rechnen nach der Erfindungsmethode. Nach seiner Anleitung zum Unterricht in Rechnen bearbeitet, von Frit⸗ drich Krancke, Lehrer am Schullehrer⸗Semi⸗ nario ꝛc. zu Hannover. 2te Auflage. gr. 8. 1834. 7 sgr.
Ferner sind seither in demselben Verlage wn
Herrn Krancke erschienen, und wegen der darin be⸗
söolgten trefflichen und erleichternden Lehr,
Methode in fast allen inlaͤndischen und sehr vielen
andern deutschen Unterrichts⸗Anstalten, besonders aug
in Preußen eingefuͤhrt und zum Theil schon oͤften neu aufgelegt worden:
Arithmetisches Exempelbuch fuͤr Volkg schulen. 18 Heft. Exempel zu den vier Grund rechnungen. 8te Aufl. gr. 8vo. 7 ½ sgr. — An. worten dazu. 18 Heft. 3te Aufl. 5 sgr. — Arity metisches Exempelbuch. 28 Heft: Exempel 1e den zusammengesetzteren Rechnungsarten. 4te An 7 ⅞ sgr. — Antworten dazu. 28 Heft 2te Aufl. 59.
Arithmetisches Exempelbuch nach der Preußischen Muͤnz⸗, Maaß⸗ und Gewich system besonders bearbeitet. 18es Hest 7 ½ sar. — Antworten dazu. 13 Heft. 5 sar. Dasselbe Werk 25 Heft, nebst Antworten. 123 sg
Huͤlfsbuch beim üͤnterricht im Kopfrec nen. 11 Thl. gr. 8v0. 1 Thlr.
Lehrbuch des gemeinen Rechnens, besong z. Selbstunterricht, vorzuͤgl. fuͤr Lehrer an Vollds schulen. 2 Bde. gr. 8vo. 3 Thlr.
Ausfuͤhrliche Anleitung zu einem zweckme ßigen Unterricht im Rechnen, vorzüz,, 1 Elementar⸗Unterricht. Ein Huͤlfsbuch fuͤr Let⸗ rer. gr. 8vo. 20 sgr. .
Bei F. A. Herbig in Berlin, unter den Linda Nr. 56, ist erschienen und in allen Buchhandlunge zn haben: 2 Reichard's Passagier auf der Reise
in Deutschland, der Schwerz, nach Venedig, Amig⸗ dam, Paris und Petersburg. Mit besond. Beruͤckft⸗ tigung der Badeoͤrter, der Reise nach dem Harz uf Riesengebirge, der Donau⸗ und Rheinfahrt. Ein R sehandbuch fuͤr Jedermann. Siebente, berichtig und sehr vermehrte Aufl. Mit einer neuen Postkam Sauber geb. 3 ½ Thlr.
Sieben Auflagen! Der sicherste Beweis fuͤr
(SFrauchbarkeit des Buches.
—
In meinem Verlage sind so eben erschienen, u durch alle Buchhandlungen des In⸗ und Auslande (in Berlin durch Duncker und Humblot, SFra oͤsische Straße Nr. 20 a.) zu beziehen:
Rellstab (Ludwig)
1* 8 1 Ein historischer Roman in vier Baͤnden. 8vo. G Auf feinem Druck⸗Velinpapier 8 Thir. Wiese (Sigismund) “ Svo. Auf feinem Druck⸗Velinv ylt⸗ 5 1 Thlr. 73 sgr. Leipzig, im Mai 1831. 8. F. A. Brockhaus.
“ 88
H Ein Roman.
A. Asher, Linden No. A. Ein Werk, das dem allgemeinen Urtheile nach vol
lang Bruͤderstraße Nr. II, vorraͤthig: 1
Bechstein, Ludwig, Luther. Ein Gedicht. Lvo. eb. 26 ¼ sgr.
Bec⸗ er, debhnn Pfarrer, wissenschaftliche Darstel⸗ lung der Lehre von den Kirchen buͤchern. Ein Handbuch fuͤr Behoͤrden, Prediger, Kirchenbuch⸗ fuͤhrer und Rechtsgelehrte. Mit zwei Stamm⸗ baͤumen und Beilagen landesherrlicher Verord⸗ nungen. Wohlfeile Ausgabe. gr. 8vo. gch. 1 Thlr. 8 .
5 sgr. 8 Duller, Eduard, Erzaͤhlungen und Phantaste⸗ stuͤcke. Zwei Baͤnde 8vo 3 Thlr. 6 Fuͤr Vernunft, Religion und Kirche. Zeugnisse aus allen Jahrhunderten. Zugleich als Andachts⸗ buch fuͤr denkende Christen. Wohlfeile Ausgabe. gr. 8vo. geh. 1 Thlr. 10 sgr. 1 Gallerie zu Byron's Werken. Ergte Lieferung in 11 Blätiern. gr. 8. 1 Thlr. Museum Senckenbergianum. Abhandlungen aus dem Gebiete der beschreibenden Naturge- schichte. Von Mitgliedern der Senckenbergischen naturforschenden Gesellschaft in Frankfurt am Main. Band 1. Hest 2. Mit Tafel VI — IX und XI. gr. 4. geh. 1 Thlr. 10 sgr. Rau, W. Dr. med. u. Privatdocent, Lehrbuch der Pathogenie. gr. 8vo. 25 sgr.
Shakspeare's Plays, accurately printed from the
kommen die ungemeine Aulmerksameit verdient, welche es erregt.
““ „George Gropius, Schloßplatz Nr. eben:
Die ausgezeichneten Israeliten aller Jahr hunderte, ihre Portraitsund Biographiel, erstete lithographirt von den beruͤhmtesten Küunstlent in Paris, herausgegeben von Eugen Eraf Brera. Ten⸗ in deutscher vnd franzoͤsischer Sprache vom Dr. Shwf zrer. Die Portralts stad in aogßem Folioformare, vol⸗ süaͤndig ausgeführt auf dem schoͤnsten satinirten Velin⸗ havier von 20 Zoll Hoöhe und 11 und einem halben Zoll Breite. Preis jeder Lieferung 3 Thl
1, empfing
Bei E. H. Schroeder (vormals Lderitz’sch Buchhandlung) in Berlin, Koͤnigsstraße Nr 37, ist sh eben angekommen und noch zum Subserior. Preise z Lief. 5 Thlr. zu haben. (Der Ladenpr. ist 6 Thlr)⸗
Andeutungen uͤber Landschaftsgärrneren
Vom Fuͤrsten von Puͤckler⸗Muskau. Mib
Ansichten und Grund⸗Plaͤnen. 1 — 3te Liet nebst Text. 3. 11“
Stuttgart, Hallberger’sche Verlagshandlunz,
2 ₰ 2„ 22 2. . . Text of Mr. Steeven's last edition, with histori-
gens wo moͤglich noch schneller von Statten gehen,
cal and gramatical explanatory notes in gere-
n
Lamennais: Paroles d'un Croyant. 25 ³%
1u“ 11.“ 2* 8
Allgemeine
7.
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Zeitun
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No 150 raFwewnnsend E.zme,
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Amtliche Nachrichten. 2 v“ “
“ Se. Koͤnigl. Majestaͤt des Koͤnigs) ist nach Torgau abgereist.
8
Die Koͤnigliche Akademie der Kuͤnste wird am Dienstage den 3. Juni, Mittags um 12 Uhr, zur Erstattung des Jahres⸗ Berichtes und Ertheilung der zuerkannten Praͤmten im großen
ten. Die Saͤle mit den ausgestellten Probe⸗Arbeiten der Schuͤ⸗ ler der Akademie und der von der Akademie ressortirenden hie⸗ sigen und Provinzial⸗Kunstschulen bleiben bis zum 10. Juni incl. taͤglich von 11 — 3 Uhr unentgeltlich geoͤffnet. Berlin, den 31. Mai 1834. 6 Dr. G. Schadow, Direktor. Im Bezirke der Koͤnigl. Regterung 38 zu Achen ist der bisherige Pfarrer zu Weyer, Johann Hendrichs, zum Kantonnal⸗Pfarrer in Heinsberg befoͤrdert, und in Folge dessen die Verwaltung der Dekanat⸗Geschaͤfte im De⸗ kanat Steinfeld dem Pfarrer Johann Peter Nelles zu Noͤthen uͤbertragen worden; zu Koͤln ist der bisherige Pfarrer zu Loͤvenich, Johann Heinrich Steinhausen, zum Pfarrer der S uccursal⸗Kirche St. Martin in Koͤln, der bisherige Vikar Anton Duͤrnagel zu Arloff zum Pfarrer in Stotzheim, und der bisherige Vikar Mathias Schneider, zu Flamersheim zum Pfarrer in Oll⸗ heim ernannt worden.
Angekommen: Se. Erlaucht der Kaiserl. Russische Ge⸗ neral⸗Lieutenant, Fuͤrst von Lieven, von Mietau.
Abgereist: Der General⸗Major und Commandeur der ;sten Division, von Uttenhoven, nach Koͤnigsberg in Pr.
Der Kaiserl. Russische General⸗Major und Inspecteur der Artillerie, Suchosanet II., nach Dresden.
Zei
1
tungs⸗Nachrichten.
e Russlan d. St. Petersburg, 24. Mai. Se.
9 1 8 8
v 1““
8 24. Majestaͤt der Kaiser haben befohlen, daß dem auch als ausgezeichneten Russischen Dichter bekannten wirklichen Staatsrath Schukowskt, der sich um die Erziehung Sr. Kaiserl. Hoheit des Großfuͤrsten⸗Thron⸗ folgers monnigfaltige Verdienste erworben, jaͤhrlich 3000 Rubel Silber, und zwar lebenslaͤnglich, aus dem Reichs⸗Schatze gezahlt werden sollen. In gleicher Weise wird der bei Sr. Kaiserl. Hoheit angestellte Oberst Jurjewitsch waͤhrend 24 Jahren die Summe von tausend Rubel Silber jaͤhrlich erhalten.
Der General⸗Lieutenant Peterson I. und der General⸗Ma⸗ jor Polosow I. haben den St. Annen⸗Orden erster Klasse mit der Kaiserlichen Krone erhalten. Außerdem enthalten unsere Zeitungen noch ein Verzeichniß von 123 verschiedenen Beamten, welche den St. Stanislaus, Orden dritter und vierter Klasse er⸗ halten haben.
Das Nowgorodsche Kadetten⸗Corps wird, einer Allerhoͤch⸗ sten Bestimmung zufolge, den Namen des Grafen Araktschejew erhalten.
1 Der General⸗Adjutant Kisselew, kommandirender General des sechsten Infanterie,Corps, ist uͤber Odessa aus Jassy hier angekommen, und der Minister Staats⸗Secretair des Koͤnigreichs Polen, Graf Grabowski, nach Warschau abgereist.
Das Ural⸗Gebirge ist bereits seit mehrern Jahren durch seine reichen Gold⸗ und Platina⸗Geroͤlle in Europa bekannt. Jetzt sind daselbst auch reiche Silbererze entdeckt worden. Sie wur⸗ den in den Besitzungen der Erben des Geheimen Raths Demi— dow an zwei Stellen gefunden. Die erste liegt 70 Werst von den Nishneitagilskischen. Huͤttenwerken, nahe beim Einflusse des Fluͤßchens Gräsnoy in den Tagil, bei der Grube Graͤsnoy; die andere 22 Werst von den Nishneitagilskischen Huͤtten am Fluͤß⸗ chen Utka, bei der Utkinskischen Gräube. — An der ersten Stelle, wo auch Gold zu 4 ½ bis 5 Solotnik in 100 Pud Sand vor⸗ kommt, ist in 1½ Pfund des dort streichenden metallischen Bleies ½ Solotnik Silber gefunden, was im Pud an 13 Solotnik be⸗
lraͤgt. An der zweiten Stelle haben 38 Pfund Bleierz 6 So⸗ lotmik Silber gegeben. Diese Resultate hatten sich bei den in den Huͤttenwerken gemachten Schmelzungen ausgewiesen. —
Aus den nach St. Petersburg geschickten Proben des Bleierzes ergab sich nach den im Laboratorium des Departements des
Berg⸗ und Satzwesens mit denselben angestellten Versuchen, daß ein Pud des Bleierzes von Graͤsnoy 11 Solotnik Sälber (also etwas weniger als auf den Huͤttenwerken gefunden worden) ent⸗ hielt; dagegen ein Pud des Erzes der Utkinskischen Grube 48 Solotnik Silber. Die eigentliche Bearbeitung dieser Erzlager
ist noch nicht gehoͤrig im Gange, da sie erst im Jahre 1833 entdeckt worden. Indessen versprechen diese ersten Proben eine reiche Ausbeute.
82 5 Polen. 8 8 Warschau, 27. Mai. Der Fuͤrst⸗Statthalter und viele Generale wohnten gestern in Modlin der Einwethung der dorti⸗ gen neu erbauten Festungswerke bei. Gegen Abend kehrte Fuͤrst Paskewitsch wieder nach Warschau zuruͤck. E1I1I1I1I1I1“ 1b Paris, 24. Mai. Der Gesandte der Donna Maria, Rit⸗ ter von Lima, hatte vorgestern Abend in Neuilly eine Audienz beim Koͤnige. Gestern begab der Minister der auswaͤrtigen An⸗ gelegenheiten sich dorthin, um mit Sr. Majestaͤt zu arbeiten.
Hoheit der Prinz Wilhelm (Sehn Sr.
8
sich fast auf eine halbe Million.
un
Der Herzog von Richmond ist heute von hier nach London zuruͤckgekehrt. Die heut geschlossene Sesston der Kammern von 1834 hat,
da sie am 23. Dezember v. J. eröͤffnet wurde, gerade 5 Monate.
gedauert. Fuͤr die Deputirten⸗Kammer war sie die letzte, da diese Kammer, nachdem sie 5 Budgets votirt, neu zusammenge⸗ setzt werden muß. Im Monat Juli 1831 gewaͤhlt, hat sie statt der gesetzlichen fuͤnfjaͤhrigen Frist noch nicht volle 3 Jahre be⸗ standen; in dieser Zeit aber hat sie 5 Budgets von 1831 bis
b — 1835 incl. bewilligt, indem sie im ersten Jahre ihres Bestehens Vorsagle des Akademie⸗Gebaͤudes eine oͤffentliche Sitzung hal⸗ . b fen Jehk s 8
und im vorigen Jahre 2 Budgets votiren mußte, um dem
Provisorium in den Finanzen ein Ende zu machen. Die Wahl⸗
Follegten werden jetzt in einer nahen Zukunft (wie es heißt am 2lsten Juni) eine neue Kammer ernennen, die, aller Wahrschein⸗
lichkeit nach, ziemlich aus denselben Elementen bestehen wird, als
die jetzige, mit Ausnahme der legitimistischen Partei, die 15 — 20 Stimmen gewinnen duͤrfte.
Das Gesetz gegen die Aufbewahrung von Waffen und die Errichtung von Barrikaden hatte vor einigen Tagen den royali⸗ stischen Blaͤttern Anlaß gegeben, auf die seltsame Erscheinung hinzuweisen, daß ein Minister und eine Kammer, die aus den Barrikaden hervorgegangen, ein solches Gesetz haͤtten vorlegen und annehmen koͤnnen. Hierauf erwiederte gestern das Journal des Débats: „Was sprecht Ihr uns beständig von dem revo⸗ lutionnairen Prinzipe der Regieruns? Warum werft Ihr uns unaufhoͤrlich vor, daß unsere Gesetze gegen die Empoͤrung mit diesem Prinzipe in Widerspruch staͤnden? Habt Ihr Euch nicht selbst in der Vendée gegen die Republik empoͤrt, und wuͤrdet Ihr wohl die Krone fuͤr Heinrich V. ausschlagen, wenn die Na⸗ tional⸗Garde Barricaden errichtete, um sie ihm zu verschaffen?“ — Zur Widerlegung dieses Raisonnements liest man heute in der Quotidienne Folgendes⸗ „Man kennt die Sophistereien des Journal des Débats. Dieses Blatt, ohne Zweifel dasje⸗ nige, das sowohl in Betracht seiner fruͤheren als seiner jetzigen Stellung, die schiefste Richtung von Allen hat, weiß sich jetzt, um den Orleanismus zu vertheidigen, nicht an⸗ ders mehr zu helfen, als daß es die Worte verdreht und ihnen einen sprachwidrigen Sinn unterlegt. Nach den Ansichten der Döbats haͤtte sich Heinrich IV. gegen die Ligue, Anna von Oesterreich gegen die Fronde empoͤrt, und auch Ludwig XIV, der das Betragen seiner Mutter wahrscheinlich nicht mißbilligte, waͤre ein Empoͤrer gewesen. Wenn es in einem Lande zwei Parteien giebt, von denen die eine 40 Jahre hindurch den Um⸗ sturz der Grundgesetze des Landes gepredigt, der andere aber von jeher die gesellschaftlichen Prinzipien vertheidigt und sein Blut fuͤr dieselben verspritzt hat, so, waͤre nach der Meinung des Jour⸗ nal des Débats diese letztere die revolutionnaire? Bedarf es wohl noch eines schlagenderen Beispiels, um zu bewenz⸗ sen, daß die ganze Argumentation des Journal des Dée⸗ bats auf einem schlechten Wortspiele beruht, indem es mit dem Worte „Insurgent“ bloß den materiellen Sinn der Empoͤrung, nicht aber irgend einen moralischen Gedan⸗ ken verknuͤpft, indem es sich das Ansehen giebt, als wisse es nicht, daß es etwas ganz anders heißt, die Gesellschaft angrei⸗ fen, oder die angegriffene Gesellschaft vertheidigen. Die Vendée erhob sich fuͤr die erhaltenden Grundsaͤtze der Religion und der Monarchie und fiel als ein blutiges, aber ruhmwuͤrdiges Opfer ihrer Treue; wenn das sich empoͤren heißt, so moͤchte ich wohl wissen, welchen Namen man den Ereiguissen des Juli 1830 ge⸗ ben will. Was schließlich die Ungeschicktheit des Orleanistischen Blattes betrifft, wenn es uns das Beispiel einer National⸗Garde anfuͤhrt, die im Namen Heinrichs V. Barrikaden errichtete, so haben wir hierauf nur ein Wort zu erwiedern, daß naͤmlich, wenn es erst dahin gekommen, das Journal des Débats gewiß das erste seyn wuͤrde, das wieder wie gewoͤhnlich umsattelte und sich auf die Seite dieser sogenannten Empoͤrer schluͤge.“
Es ist bereits vor einigen Tagen gemeldet worden, daß der Stadt⸗Rath von Clermont⸗Ferrand gegen den von dem Pairs⸗ hofe unterm 30. April d. J. gefaͤllten Beschluß protestirt habe, insofern naͤmlich in demselben auch die Stadt Clermont⸗Ferrand unter der Zahl derer aufgefuͤhrt war, in denen im April d. J. Unruhen stattgefunden haben sollten. Nachdem der dortige Präͤ⸗ fekt diesen Raths⸗Schluß mit dem Bemerken annullirt, daß der Stadt⸗Rath dadurch die ihm zustehenden Befungnisse uͤberschrit⸗ ten habe, hat Letzterer von dieser Entscheidung des Praͤfekten an den Koͤnig appellirt und den Maire beauftragt, das desfallsige Ge⸗ such dem Minister des Innern einzureichen. 88 t Großbritanien und Irland. .
Parlaments⸗Verhandlungen. Unterhaus. 6 zung vom 21. Mai. (Nachtrag.) Als Herr Fleetwood auf die zweite Lesung seiner Bill wegen besserer Heilighaltung des Sonntags antrug, stellte er dem Hause vor, wie wichtig dieser Gegenstaud fuͤr eine christliche Versammlung sey, weil es sich dabei um die oͤffentliche Sittlichkeit und um die Religion, die Grundlage aller Sittlichkeit, handle. Er bemerkte, daß er in seiner Bill das Rauhe und Herbe zu vermeiden gesucht, wo— durch dem Hause eine von einem andern Mitgliede (Sir A. Agnew) eingebrachte Bill verleidet worden. (Hoͤrt!) „Ich habe zum Beispiel“, fuhr der Redner fort, „keine Klausel in Bezug auf die Trunkenheit darin aufgenommen, weil dies ein Laster ist, das zu allen Zeiten, am Montag wie am Sonntag, gleiches Aergerniß erregt. Die vorliegende Bill enthaͤlt uͤber⸗ haupt so wenig Bestimmungen, daß ich fuͤr mein Theil sie nicht erst an einen Ausschuß verweisen wuͤrde, wenn aber das Haus dieses Verfahren vorzieht, so will ich mich nicht da⸗ gegen opponiren. Das Reisen am Sonntage ist in der Bill auch nicht verboten, sondern nur die Beschaͤftigung mit Handarbeiten.“ Endlich wies Herr Fleetwood darauf hin, daß im vorigen Jahre 1173 Petitionen zu Gunsten dieses Gegenstandes eingelaufen seyen, und daß die Theilnahme daran auch in diesem Jahre nicht nachgelassen habe, denn die Zahl der Unterschriften unter den diesjährigen Petitionen belaufe Herr O'Connell meinte da⸗
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zehen, der ehretnverthe Herr muͤsse seine eigene Bill wohl nicht elesen, oder sie wenigstens nicht verstanden haben, so sehr staͤnde feine Rede mit den Bestimmungen der Bill im Widerspruch. (Hoͤrt! und großes Gelaͤchter.) Um dies zu beweisen, nahm Hr. O Connell einige Punkte der Bill durch. „Traͤgheit“, sagte er, „soll doch die Mutter aller Laster seyn, dessenungeachtet will der ehrenwerthe Herr in seinem Eifer fuͤr Sittlichkeit am Sonntag zur Traͤgheit ermuntern. (Gelaͤchter.) Er sagt, seine Bill hindere das Reisen am Sonntag nicht. Kann er seine Bill gelesen haben und so etwas sagen? Freilich, es kann Einer immerhin des Sonntags eine Kutsche miethen und darin fahren; aber nach der Bill kann er keinen Kutscher zum Lenken der Pferde und keinen Stallknecht zum Anschirren derselben bekommen. (Hoͤrt! und Gelaͤchter.) Einer Klausel zufolge, soll jede des Sonntags geschehene Zahlung unguͤltig seyn, so daß also Einer, der am Sonntag bezahlt hat, noch einmal um der Zahlung willen eingeklagt und folglich durch die Bestimmung dieser liebreichen Bill beraubt werden kann. (Gelaͤchter.) Das ist wahrlich keine Eng⸗ lische Art, Gesaze zu geben. (Hoͤrt! und Gelaͤchter.) Der 835 renwerthe Herr Feonnt dieses e eine christliche Versammlung. Das ist es sonder Zweifel; aber es ist auch eine Versammlung vernuͤnftiger Wessn, und diese koͤnnen ihre Vernunft nich besser beweisen, als wens sie diese verkehrte Bill verwerfen. Nach der 14ten Klausel iemand des Sonntags seinem Bediencen zumuthen, ihm den Rock auszuklopfen. Auch barbieren kann sich des Sonntags Niemand lassen, und wenn er sich selbst bar⸗ bieren will, muß er sich auch das Wasser dazu selbst warm machen, denn er wuͤrde sich eine Strafe zuziehen, wenn er sei⸗ nen Bedienten dies thun ließe. Hoffentlich wird das Haus den Gegenstand ganz fahren lassen und sich nicht mit solchen Albern⸗ heiten abgeben. Der ehrenwerthe Herr hat gesagt, die Mehr⸗ heit der Bevoͤlkerung fordere ein solches Gesez; das ist aber kein Grund, um es zu geben. Das Haus muß seine Gesetz⸗ gebung in dieser Hinsicht zum Schutz der Minoritaͤt einrichten. Diejenigen, welche freiere religioͤse Ansichten haben, duͤrfen nicht zu einer rigoristischeren Denkungsart gezwungen werden, wenn auch diese letztere mehr Anhänger hat, denn sonst woͤre
es um alle Religions⸗Freiheit geschehen. Deshalb trage ich darauf an, daß die vorliegende Bill von hier uͤber 6 Monaten zum zweitenmal verlesen werde.“ Herr Poulter unterstuͤtzte dieses Amendement, indem er die vorgeschlagene Maßregel un⸗ praktisch und abgeschmackt nannte. Dessenungeachtet glaubte er, daß ein Gesetz in dieser Beziehung gegeben werden muͤsse. (Nein, nein.) Doch verwahrte er sich gegen die Ansicht, als wuͤnsche er das Volk durch Furcht vor Strafen religihs zu ma⸗ chen, und widersetzte sich deshalb der Fleetwoodschen Bill, weil
sie fast aus lauter Strafbestimmungen bestehe. Daß die Bill mit einer Mazoritaͤt von 32 Stimmen verworfen wurde, ist bereits gemeldet worden. Dagegen wurde die mit Nr. 2 be⸗ zeichnete Sabbaths⸗Bill, welche Herr Poulter eingebracht, und
die bloß die beiden Bestimmungen enthaͤlt, daß am Sonntag kein Laden geoͤffnet seyn und kein Arbeits⸗Lohn ausgezahlt wer⸗ den soll, nicht verworfen, sondern die zweite Lesung derselben mit einer Majoritaͤt von 40 Stimmen genehmigt.
Oberhaus. Sitzung vom 23. Mai. Der Graf von Harrowby fragte den Lord⸗Kanzler, wann er mit den bei⸗ den neulich eingebrachten Bills in Bezug auf die Pluralitaͤten und die Abwesenheit der Geistlichen von ihren Pfarren vorzu⸗ schreiten gedenke, worauf Letzterer erwiederte, daß beide Bills in der naͤchsten Woche gedruckt und dem Hause in der gehoͤrigen Form vorgelegt werden koͤnnten, und daß er die naͤhere Erwaͤ⸗ gung derselben etwa auf Montag uͤber vierzehn Tage vorschla⸗ gen wolle. Der Graf von Malmesbury beschwerte sich dar⸗ uͤber, daß der Lord⸗Kanzler nicht eine vorlaͤufige Anzeige von sei⸗ ner Absicht, dergleichen wichtige Maßregeln einzubringen, gemacht habe, besonders da die Bischoͤfe so sehr dabei interessirt seyen. Ihm pflichtete der Erzbischof von Canterbury bei, der sich sehr wunderte, daß der Lord⸗Kanzler, obgleich derselbe ihm die beiden Bills zugeschickt, doch ehe er seine Meinung daruͤber vernommen, in seinen und der uͤbrigen Bischoͤfe Abwesenheit mit diesen Bills hervorgetreten sey und eine einleitende Rede dazu gehalten habe, obgleich er recht gut gewußt haben muͤsse, daß an diesem Tage eine Versammlung der Gesellschaft zur Verbreitung des Christenthums im Auslande stattgefunden habe, und daß dann die Bischoͤfe bei dem Lord⸗ Mayor zu speisen pflegten, also nicht im Parlament haͤtten er⸗ scheinen koͤnnen. Er bedauerte dies um so mehr, als er mit den Ansichten des Lord-Kanzlers durchaus nicht uͤbereinstimmen zu koͤnnen versicherte. Der Redner wies nun zunaͤchst aus Burn's Werk uͤber das kanonische Recht nach, daß das Pluralitaͤten⸗Sy⸗ stem in England nicht erst in der protestantischen Zeit aufge⸗ kommen sey, und daß in der katholischen Zeit sogar ein Fall vorgekommen sey, wo ein Geistlicher in Irland eine und in England 15 Pfruͤnden besessen habe; das jetzige Pluralitaͤten⸗ System aber, sagte er, habe sich auch nicht, wie der Lord⸗Kanzler sich ausgedruͤckt, in die protestantische Kirche einge⸗ schlichen, sondern sey durch ein Gesetz Heinrichs VIII. eingefuͤhrt worden. Am meisten aber beklagte es der Redner, daß durch die Art und Weise, wie die Minister sich bei dieser Gelegenheit benommen, der bischoͤflichen Bank ein offenbarer Schimpf ange⸗ than worden sey, und das zu einer Zeit, wo man sich schon auf alle moͤgliche Weise bemuͤhe, die Bischoͤfe bei dem Volke verhaßt zu machen, denn das Volk muͤsse doch geradezu denken, daß die Regierung nicht das geringste Vertrauen zu den Bischoͤfen habe, da sie bei einer so wichtigen, die Kirche betreffenden Maßregel nicht einmal vorher ihren Rath eingeholt habe, und wenn nur einige Bestimmungen der Bills von dem Hause verworfen wuͤrden, so werde es wieder heißen, die Bischoͤfe haͤtten eine heilsame Reform⸗ Maßregel verhindert, wenn auch die Minister jetzt versicherten, daß sie nicht hartnaͤckig auf den einzelnen Punkten jener beiden Bills bestehen wollten. Schließlich erklaͤrte der Redner, daß er zwar gern alle Mißbraͤuche abgeschafft zu sehen wuͤnsche, daß er aber nicht wisse, ob es rathsam seyn moͤchte, mit einem Male alle Plu⸗ ralitaͤten aufzuhehen oder uͤberall auf die Anwesenheit der Geist⸗