1834 / 192 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Verbrechen, selbst uͤber die hoͤchsten, gegen Koͤnig und Staat, zu richten haben, so moͤgen sie wenigstens das gewoͤhnliche ge⸗ richtliche Verfahren beobachten und dem Angeklagten einen An⸗ walt gewaͤhren.“

Die Morning⸗Post enthaͤlt felgende Betrachtungen über das Verfahren des Secretairs fuͤr Irland, in Bezug auf die Irlaͤndische Zwangs⸗Bill: „Gestern ging das Geruͤcht, daß Hr. Littleton seine Entlassung als Secretair fuͤr Irland einge⸗ reicht habe, und daß dieses Amt jetzt zur Disposition des Gra⸗ fen Grey stehe. Ob dies wahr sey, oder nicht, wissen wir nicht; aber so viel ist gewiß und darin stimmen wir voͤllig mit Hrn. O Connell überein daß Hr. Littleton seine Entlassung einreichen sollte und daß sie dann angenommen werden muͤßte. Der Fall ist fol⸗ gender: Hr. Littleton benachrichtigte vor einiger Zeit Hrn. O Connell, und die Benachrichtigung war ganz freiwillig daß er, obgleich die Zwangsbill erneuert werden solle, beschlossen habe, daß die ansoͤßissten Artikel weggelassen und weder die Klausel gegen die Ha⸗ beas⸗Corpus⸗Akte, noch diejenige uüͤber aufruͤhrerische Zusammenkuͤnste wieder bestaͤtigt werden sollten. Diese Nachricht war eben so will⸗ mmen als unerwartet. Der ehrenwerthe Herr und der sehr ehrenwerthe Secretair schienen sehr zufrieden mit einander, und einige Wochen lang war die Opposition des Hrn. O' Connell ge⸗ gen die Maßregeln der Minister, wenn auch nicht ganz zuruͤck⸗ venommen, doch wentgstens betraͤchtlich gemildert. Vor einigen Tagen erfuhr indeß das Mitglted fuͤr Dublin, daß Herr Uttleton das ihm aus eigenen Antriebe gegebene Versprechen nicht zu halten vermoͤge, und daß Lord Grey entschlossen sey, die Maßregeln unveraͤndert und in ihrer ganzen fruͤheren Kraft wieder einzufuͤhren. Lord Grey hat seitdem dies gethan, und Herr O'Connell verlanet nun von Herrn Littleton, und nicht ohne Grund, wie wir glauben, daß er sein Amt niederlege, da er, der amtliche Chef der Irlaͤndischen Regierung, nicht im Stande sey, seine im Namen der Regierung freiwillig eingegan⸗ gene Verpflichtung zu erfuͤllen. Herr Littleton soll, wie gesagt, auf die Aufforderung des gelehrten Herrn durch Eingabe seiner

Entlassung geantwortet haben, und man schien gestern nur dar⸗ 1 Nord⸗Holland im Druck erschienen, und es geht daraus hervor,

uͤber zweifelhaft zu seyn, ob sie angenommen worden sey oder nicht.“

Am 30. v. M. fand in Exeter Hall die angekuͤndigte Versamm⸗ lung, zur Berathung uͤber die Anlegung einer neuen Kolonie in Australien, statt. Sie war sehr zahlreich und man bemerkte mehrere Parlaments⸗Mitglieder und angesehene Kaufleute der City, so wie eine große Anzahl sehr elegant gekleideter Damen, die großen Antheil an dem Gegenstande zu nehmen schienen. Der Praͤsident der Versammlung, Herr Wolvich Whitemore, cröͤffnete die Verhandlungen mit einer Rede, worin er unter anderm sagte, daß die erste Frage sey, ob fuͤr England eine Noth⸗ wendigkeit vorhanden, ein ausgedehnteres Kolonial⸗System als das jetzige anzunehmen. Es sey hinreichend aus der Geschichte bekannt, daß alle Staaten, auf einer gewissen Stufe, es fuͤr noͤthig gefunden haͤtten, sich durch Gruͤndung von Kolonieen eine Er⸗ leichterung zu verschaffen. „Fuͤr England,“ sagte der Redner, „ist diese Thatsache erwiesen durch das Daseyn von Amerika und wuͤrde noch ferner bestaͤtigt durch einen bestaͤndigen Strom von Aus⸗ wanderern, der taͤglich unsere Kuͤsten verlaͤßt, und sich nach Parlaments⸗Berichten jährlich auf 50,000 Seelen belaͤuft, und in einem Jahre sogar bis auf 100,000 stieg. Ich nehme daher an, daß wirklich die Nothwendigkeit einer Ausdehnung des Kolonial⸗Systems vorhanden ist. Es scheint mir zedoch, daß unser bisheriges Kolonial⸗System einen großen Man⸗ gel habe, indem durchaus fuͤr die verschiedenen Klassen der Gesellschaft nicht gehoͤrig gesorgt ist. Kapitalisten wan⸗ dern aus, ohne sich mit Arbeitern zu versehen, die erst ihre Kapitalien eintraͤglich machen koͤnnen; waͤhrend auf der andern Seite die Arbeiter auswandern, ohne sich auf irgend eine Weise mit Kapitalisten zu vereinigen, indem sie sich ganz auf die Ar⸗ beit verlassen; aber sie richten, aus Mangel eines Systems, ih⸗ ren Weg nicht immer nach den passenden Orten. Es fragt sich nun, ist diesem Uebel nicht abzuhelfen? und wie kann dies ge⸗ schehen? Ich schlage zu diesem Zwecke vor, alles wuͤste Land zu einem maͤßigen Preise zu verkaufen und das daraus geloͤste Geld auf die Auswanderung der aͤrmeren Klasse, die gern sich zu Arbeitern verdingen wird, zu verwenden. Durch die Ausfaͤhrung dieses Plans wuͤrden die Maͤngel der Colonisation gehoben und Per— sonen aus allen Klassen der Gesellschaft an einen Ort verpflanzt werden, wo sich ihnen ein weites Feld fuͤr ihre Thaͤtigkeit eroͤff⸗ net. Kommt der Plan des Ausschusses zur Ausfuͤhrung, so wird Australien, statt einer oͤden Wildniß, seinen Rang einnehmen unter den Nationen der Welt und rivalssirt vielleicht einst an Glanz und Majestät mit dem maͤchtigen Reiche, aus dem seine Kinder entsprossen sind.“ (Großer Beifall.) Der Redner be⸗ merkte noch, daß dieser Vorschlag durchaus nicht als ein Gegen⸗ and der Speculation zu betrachten sey, man erwarte und wuͤnsche davon keine pecuniairen Vortheile. Nachdem einige Redner mehr im Allgemeinen das Wort genommen, trug Hr. Hutt auf die Resolution an, daß es zum Gedeihen einer neuen Kolonie nothwendig sey, alles wuͤste Land, ohne Ausnahme, fuͤr Gemein⸗ Gut zu erklären und den Einzelnen, nach einem unparteiischen und gleichmaͤßigen Systeme gegen Bezahlung zu uͤberlassen. Der Capitain Gowan unterstuͤtzte diese Resolution und bemerkte, der Plan scheine dem vormaligen Kolonial⸗Secretair so außer⸗ ordentlich, daß er erklaͤrt habe, Niemand mit gesundem Verstande koͤnne so etwas unternehmen, ohne einigen Privat⸗ Gewinn dabei zu beabsichtigen. (Nein, und einige Verwirrung.) Der Redner sprach sehr vortheilhaft uͤber das gesunde Klima von Australien. Viele seiner Soldaten in Indien seyen dorthin gegan⸗ gen, um ihre Gesundheit wied erherzustellen, und sie haͤtten es saͤmmt⸗ lich vorgezogen, da zu bleiben. Herr P. Scrope bemerkte, daß es wuͤnschenswerth sey, das aus dem Land⸗Verkaufe geloͤste Geld auf die freie Ueberfahrt junger Leute beiderlei Geschlechts aus der arbeitenden Klasse, die auswandern wollten, zu verwenden. Herr Wilks unterstuͤtzte diese Resolution und sagte, er freue sich, zu sehen, daß man auf die haͤusliche Bequemlichkeit der Koloni⸗ nien Ruͤcksicht genommen habe. Es gebe keine Zufriedenheit, wo sich nicht die haͤuslichen Freuden faͤnden, keine Gluͤckseligkeit, wo das Weib fehle, keine Beweggruͤnde zum Fleiße und zur Maͤßigkeie, wo man den Antrieb der ehelichen und aͤlterlichen Zaͤrtlichkeit vermisse. Hr. Hanson war der Meinung, daß von den Gegenden der Erde, welche zu den Britischen Besitzungen gehoͤren und noch ohne Ei⸗ zenthuͤmer sind, die Suͤdkuͤste von Australien die geeignetste Stelle zur Gruͤndung einer neuen Kolonie nach den Grundsaͤtzen der beantragten Resolutionen sey. Der Ort, wo diese Kolonie zu gruͤnden sey, unterscheide sich von jeder anderen Gegend Austra⸗ lens durch die leichte Verbindung mit dem Innern, selbst vor der Anlegung von Straßen. Ein vom Capitain Sturt entdeckter Fluß ergieße sich nach einem Laufe von usend Englischen Meilen im Gebiete dieser Kolonie ins Meer. Seitdem er diesen Theil von Australien besucht habe, sey ein neuer Fluß in der Naͤhe der Encounter⸗Bai entdeckt worden, und Capitain Sturt gebe eine sehr guͤnstige Schilderung von dem Lande zwischen der Muͤndung dieses Flusses und dem St.

wurde vom Alluvium der Seen und dem Schutte der Berge

neur dem Hause der Repraͤsentanten eine Bill vorgelegt habe, um das Recht der Eigenthuͤmer, ihre Sklaven zu bestrafen, auf

die Gerichtspersonen kein sfestes Gehalt bezoͤgen, sondern auf die

werth es auch sey, werden. G“ 18 Getraide⸗Durchschnittspreeise in vergangener Woche.

Weizen Gerste. 29 » 1b 111“ 11 22 . 1. Roggen .32 9 888 . 19 Bohnen . 37 Erbsen 43 11 40 » 1““

und der Britische Geschaͤftstraͤger am hiesigen Hofe sind heute

staͤt der Koͤnigin von Großbritanien zu erwarten.

Der unter den Einwohnern herrschende Geist wird als vorzuͤg⸗ lich gut geruͤhmt. besonders ist man mit den

Vincents⸗Golf. Das Land werde auf der einen Seite von Bergketten, auf der andern von Seen begraͤnzt. Der Boden

Ein solcher Boden vergelte voͤllig die auf seine Kulti—

gebilder. Ite v Die Resolutionen wurden einstim⸗

virung verwendete Muͤhe. mig angenommen.

Gold⸗ und Silber⸗Ausfuhr vom 13ten bis 19ten v. M. aus London: 4672 Unzen Goldmuͤnzen und 7000 Unzen Silbermuͤn⸗ zen nach Hamburg, 2602 Unzen Goldmuͤnzen nach Madeira, 404 Unzen Silvermuͤnzen nach dem Britischen Westindien und 3159 Unzen Silbermuͤnzen nach Canton.

Zeitungen aus Barbadoes berichten, daß der Gouver⸗

die Gerichtspersyonen der Staͤdte zu uͤbertragen. Sie wurde jeboch nicht angenommen, weil sie nicht anwendbar sey, so lange

ch, so wuͤnschens⸗

Gebuͤhren angewiesen seyen. Dfes koͤnne jede abgemacht

in dieser Session nicht mehr

Woͤchentl. Sechswoͤchentl. Zoll. 28 D

3

8 5 16 16 8

I1.“ Aus dem Haag, 7. Juli. Se. Koͤnigl. Hoheit der Prinz Friedrich, so wie der Herzog Bernhard von Sachsen; Weimar

nach Rotterdam abgereist, um hier die Ankunft Ihrer Maje⸗ Es ist jetzt der Bericht der Provinzialstaͤnde von Suͤd- und daß der Zustand dieser Provinz fortwaͤhrend bluͤhender wird.

Kuͤnste und Wissenschaften machen Fortschritte; Leistungen der musikalischen Schulen sehr zufrieden, vom National⸗Theater wird jedoch gesagt, daß es noch bedeutend besser werden koͤnne, weshalb auch die Buͤhne von Amsterdam der ferneren Unterstuͤtzung der Provinzialstande Bruͤssel, 7. Juli. Herr Descaine, ein Belgier, hat so eben zu Paris das ihm von dem Koͤnige der Franzosen aufge⸗ tragene Bildniß der Koͤnigin der Belgier vollendet. Es ist in gan⸗ zer Figur, von mehr als naruͤrlicher Groͤße und von der gluͤck⸗ lichsten Wirkung. Die Koͤnigin traͤgt auf dem linken Arm den sungen Prinzen, welcher die linke Hand nach einem Bluͤrhen⸗ zweige, der von einer antiken Vase herabhaͤngt, ausstreckt, waͤh⸗ rend die Rechte auf der Schulter seiner Mutter ruht. Obgleich der Maler fast ohne Modell malte, so ist die Aehnlichkeit der Koͤnigin doch vollkommen.

Die Bierbrauer von Loͤwen wollen der Repraͤsentanten⸗Ka u⸗ mer eine Bittschrift vorlegen, worin sie um Herabsetzung der Biersteuer von 1 Fr. auf 70 LCents fuͤr das Hekroliter nachsu⸗ chen. Sie fuͤhren an, die Bierbrauerei sey ein Gewerbe, das nur die Produkte des Bodens verarbeite, und das Bier gehoͤre zu den nothwendigen Lebens⸗Beduͤrfnissen, nichtsdestoweniger seyen der Thee, der Kaffee und Taback, obgleich der Gesundheit nachtheilig, weit geringer besteuert, und sie bitten daher, die ih⸗ rem Gewerbe zu erlassende Summe auf die fremden Produkte zu uͤbertragen. ““

Die Staͤnde von Limburg haben so eben uͤber die Bittschrift des Herrn Cudell, Friedensrichters zu Hasselt, entschieden, daß derjenige, welcher Abgaben in der Stadt Mastricht entrichtet, doch Waͤhler in Belgien seyn koͤnne. 8

Man schreibt aus Namur: „Ein Sohn der Wittwe Bul⸗ tat aus Castillon ward von einer bedeutenden Schwaͤche befallen, und die Verwandten behaupteten, er sey behext. Am 26sten Juni kam eine. Betilerin, 60 Jahr alt, nach dem Hause des jungen Mannes, und diese sollte ihn in seinen jezigen Zustand versetzt haben. Da sie sich damit einverstanden erklärte und zu⸗ gleich ihn zu heilen ver prach, so wurde sie im Hause behalten; sedoch am anderen Tage, als sie ihr Versprechen nicht zu erfuͤl— len vermochte, nachdemn sie stark gemißhandelt worden, wieder

1 Iie 92

nisterium 1,952,136 Rthlr.;

fortgejagt. Die vermeintliche Hexe ist wahnsinnig, und die Ver⸗ wandten des jungen Bultat sind auf dem besten Wege,

falls zu werden.“ Schweden und Norwegen. Sctockholm, 4. Juli. Folgendes ist die (kuͤrzlich erwaͤhn te) Anzeige, welche der Fretherr Anckarswaͤrd mehreren hiesigen Zei⸗

tungen, in Bezug auf die ihm von Sr. Maj. bewilligte Au⸗ dienz, unterm 27. v. M. zugesandt hat: .

„Da mir von verschiedenen Mitgliedern der vier, jetzt am Reichstage versammelten Reichs⸗Staͤnde angesonnen worden, bei Sr. Maj. um Vorlassung der Deputation zu ersuchen, welche im Auftrage der uͤbrigen Buͤrger die unterthaͤnigen Bittschriften in Betreff einer gewuͤnschten Repraͤsentations⸗Aenderung zu uͤber⸗ geben wuͤnschte, so suchte und erhielt ich sogleich fuͤr mich selbst Zutritt bei Sr. Maj., wobei ich meiner Kommittenten unterthaͤ⸗ nigstes Verlangen gehorsamst vorstellte. Se. Maj. geruhten mit gewohnter Guͤte, meiner unterthaͤnigsten Vorstellung Gehoͤr zuge ben; fuͤhlten sichaber durch IhreUeberzeugung von dem, was die constitution⸗ nellen Formen fordern, gehindert, die unt rthaͤnigsten Petitionen auf diesem Wege entgegenzunehmen; und da die bezweckte Depu⸗ tation solchemnach ihr Ziel verfehlt haben wuͤrde, so wurde die verlangte Vorlassung nicht bewilligt, und gnaͤdigst zu erkennen gegeben, daß Se. Majestaͤt uͤbrigens mit gnaͤdigem Wohlwollen jeden empfangen wuͤrden, der einzeln, auch in dieser Hinsicht, seine Denkweise vor Sr. Maj. zu aͤußern wuͤnschte; und erach⸗ teten Se. Maj., daß die in Rede stehenden Petitionen, uͤberein⸗ stimmend mit den im Grund⸗Gesetze vorgeschriebenen Formen, dem Constitutions⸗Ausschusse, oder dem Staats⸗Secretair fuͤr das Innere zur Vortragung im Staats⸗Rathe einzureichen seyen. Hierdurch veranlaßt, habe ich an die Kammer⸗Expedition die 33 mir anvertrauten Petitionen aus den Staͤdten Gothenburg, Karlshamn, Kalmar, Westerwik, Christianstad, Halmstad, Lid⸗ koͤing, Mariestad, Wennersborg, Alingsos, Warberg, Straͤng⸗ naͤs, Boros, Skoͤfde, Nora, Fahlkoͤping, Westeros und Koͤping, und aus den Provinzen West⸗Gothland, dem noͤrdlichen Theile Westmannlands, Wermland und dem kleineren Theile Ost⸗Goth⸗ lands und Suͤdermannland uͤbergeben und ist mir aus der Kam⸗

mer⸗Expedition ein Empfangschein nachstehenden Inhalts ertheilt 27,42218381““ 1“ er

„„Daß der Oberst und Ritter des Koͤnigl. Schwerdt⸗Or⸗ dens, Herr Freiherr Karl Hindric Anckarswaͤrd, heute Sr. Koͤ⸗ nigl. Maj. durch Ihre Kammer⸗Expedition 33 Stuͤck verschie, dene unterthaͤnige Gesuche, daß Se. Maj. geruhen moͤchten, in der durch das Grundgesetz gebotenen Ordnung dem Schwedischen Volke eine zweckmaͤßige und mit den gesellschaftlichen Verhalt⸗ nissen der gegenwaͤrtigen Zeit uͤbereinstimmende Repraͤsentation zu bereiten, eingereicht hat und daß diese Gesuche, gemaͤß dem mir von dem Herrn Staats⸗Secretair fuͤr die Kammer⸗Angele⸗ genheiten gegebenen Befehl, der Hof⸗Kanzler⸗Expedition uͤbergeben vorden, wird hiermit auf Verlangen bezeugt. Stockholm, den 26sten Juni 1834.

Ex ofsicio, J. B. Berndes, Registrator.““

„Ich habe mich verpflichtet gehalten, den Bittstellern Re⸗ chenschaft von der gegenwaͤrtigen Lage der großen Angelegenheit zu geben, und empfinde uͤbrigens eben so lebhaft, wie jeder ven ihnen, das Niederschlagende in der Vorstellung, daß man in die⸗ ser, fuͤr Schwedens Gedeihen und Gluͤck so einslußreichen Sache, wahrscheinlich von der Mitwirkung der Staͤnde des Reiches nichts Anderes zu erwarten hat, als was die bekanntgemachien Berathungen im Constitutions⸗Ausschusse zu hoffen berechtigen.“

ve

Kopenhagen, 6. Juli. Aus Odensee wird Folgendes gemeldet: „Im Kirchspiel Norup, an der Nordseite von Fyen, har man neulich einen Riesenhuͤgel aufgegraben, worin man ein⸗ Riesenzimmer (ZJettestue) oder eine Grabkammer gefunden, de⸗ ren Boden und Seitenwaͤnde aus schweren gehauenen Feldstei⸗ nen bestanden, und die so geraͤumig war, daß vier Personen aufrecht darin sitzen konnten. Der einzige Aschenkrug, der darin war, bestand aus Thon, und er fiel zusammen, als er an die Luft kam. Als etwas Ungewoͤhnliches bemerkte man dabei, daß er rechts vom Eingange und also nicht gegen Osten, sondern ge⸗ gen Guͤden stand. In der Naͤhe jenes Grabhuͤgels befinden sich noch mehrere, die wahrscheinlich gleichen Alters n. m sind und die man naͤchstens ebenfalls untersuchen wird.“

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Hannover, 7. Juli. (Hannov. Ztg.) Der wichtigste Gegenstand, mit welchem sich die Staͤnde⸗Versammlung in die⸗ sen Tagen beschaͤftigte, war das Budget der Ausgaben fuͤr das Rechnungsjahr vom 1. Juli 1834 bis dahin 1835. An und fuͤr sich schon ist die Pruͤfung und Bewilligung der Ausgaben und Einnahmen das wesentlichste Recht der Staͤnde; allein hier wuͤrde wegen der Vereinigung der Kassen zum ersten Mal das Budget des ganzen Staats⸗Haushaltes vorgelegt, waͤhrend fruͤherhin die Verwendung der Gelder aus der General⸗Kasse den Staͤnden nicht mitgetheilt wurde. Die Gesammt⸗Aus⸗ gabe des Koͤnigreichs betraoͤgt nach diesem Budget 6,061,910 Rehlr. Courant, naͤmlich 1) füuͤr das Kabinets⸗Ministertum 146,223 Rthlr.; 2) fuͤr die Deutsche Kanzlei in London 14,343 Rthlr.; 3) fuͤr die Land Drosteien 110,529 Rthlr.; 4) fuͤr die Aemter 529,476 Rthlr.; 5) fuͤr die allgemeinen Staͤnde und fuͤr die Provinzialstaͤnde 77,235 Rthlr.; 6) für das Ministerium der aus⸗ waͤrtigen Angelegenheiten 72,751 Rthlr; 7) fuͤr das Kriegs⸗Mi⸗ 8) fuͤr das Justiz⸗Ministerium 211,729 Rthlr.; 9) fkbỹr das Ministerium der geistlichen und Un⸗ terrichts⸗Angelegenheiten 97,975 Rthlr.; 10) füͤr das Ministerium des Innern 895,054 Rthlr.; 11) fuͤr das Ministerium des Han⸗ dels 38,087 Rthlr.; 12) fuͤr das Finanz⸗Ministerium 197,153 Rthlr.; 13) fuͤr den Passiv⸗Etat 1,350,963 Rthlr.; 14) für den Pensions⸗Etat 148,308 Rthlr.; 15) küuͤnftig wegfallende Ausga⸗ ben 219,943 Rthlr. Diese Summen sind jedoch bis jetzt nur provisorisch, indem alle in den Haupt⸗Ausgabezweigen begriffene Gehalte und Penstionen gesetzlich mit den Staͤnden durech Regulative festgesetzt werden, wie dies mit dem Millitair⸗ Etat bereits geschehen ist, und, diese Regulative dann der staͤndischen Verwilligung zur Norm dienen sollen. In diesem Budget sind nur die Kosten fuͤr die Hauptzweige der einzeinen Ministerien angegeben, aber eine spezielle Nachweisung jeder einzelnen Forderung nicht vorgelegt. So schreibt es das Staats⸗ Grundgesetz im §. 141 vor. „Die Anschlaͤge fuͤr die einzelnen Haupt Dienstzweige, heißt es dort, werden dergestalt als ein Ganzes betrachtet, daß die Verwendung und Vertheilung der fuͤr jeben Haupt⸗Dienstzweig im Ganzen bewilligten Summe der Bestimmung des betreffenden Ministerial Departements uͤber⸗ lassen wird, in so fern die Verwendung nur fuͤr diesen Haupe⸗ Dienstzweig und ehne Ueberschreitung des ganzen Kredits der mit den Stäͤnden vereinbarten Regulative stattfindet.“ Diese Ein⸗— richtung hat viel Zweckmaͤßiges. Die Ausfaͤlle bei einzelnen Po⸗ sten koͤnnen dann durch Ersparung bei anderen sofort ohne alle Stoͤrung des Dienstes gedeckt werden, ohne daß maon die naͤchste Versammlung der Staͤnde erst abwarten muͤßte. Auch wird bei⸗ der speziellen Verwilligung jede einzelne Ausgabe, der Sicherheit wegen, bei der Veranschlagung leicht etwas erhoͤht berechnet und das Budget dadurch gesteigert. Zuletzt ist bei specieller Bewillt⸗ gung, wenn nur einmal bewilligt ist, fuͤr eine weitere Ersparung gar kein Reiz vorhanden, und alle freie Selbstthaͤtigkeit unter⸗ druͤckt. Ein Haupteinwand gegen diese vom Grund⸗Gesetz vorge⸗ schbiebene Einrichtung koͤnnte nur seyn, daß daburch den Mini⸗ stern zu viele Willkuͤr in der Anordnung gelassen wuͤrde. Allein diese Willkuͤr ist nicht nur innerhalb fester Graͤnzen beschraͤnkt, sondern außerdem muͤssen die Rechnungen der General Kasse und aller dazu gehoͤrenden Neben⸗Kassen den Stäͤnden spaͤter zur Ein⸗ sicht vorgelegt werden, so daß die Art der Verwendung der Sum⸗ men im Einzelnen ihnen dennoch bekannt wird. dabei nur, wie weit die Vorlegung der Spezialitaͤt in der Ver⸗ anschlagung der einzelnen Haupt⸗Dienstzweige gehen solle. Dies ist offenbar eine Frage uͤber ein Mehr oder Weniger, und daher lassen bestimmte Grundsaͤtze sich nicht aufstellen; allein es scheint doch, daß diese Spezialitaͤt durch die natuͤrliche Verschiedenheit der Begenstaͤnde am zweckmaͤßigsten bestimmt werde. Was die Summen des Budgets betrifft, so theilt unser Koͤnigreich mut den uͤbrigen Staaten des neuern Europa's das Schicksal, daß die Kosten fuͤr den Passiv⸗Etat und fuͤr das Militair bei wertem die uͤberwie⸗ gendsten sind. Die Kosten des Militair⸗Etats sind in voriger Sitzung mit den Staͤnden berathen und festgesetzt worden. Der Pasür⸗ Etat besteht 1) aus den Zinsen der Schulden der bisherigen General⸗Kasse 193,718 Rthlr.; 2) aus Zinsen der Schulden aus der bisherigen Steuer⸗Kasse 819,132 Rthlr.; 3) aus Ren⸗ ten auf die General⸗Kasse 13,804 Rthlr.; 4) aus die Steuer⸗Kasse 3752 Rthlr.; 5) aus jaͤhrlicher Dotirung des Tilgungs⸗Fonds fuͤr die aͤlteren und neueren Landes⸗Schulden 320,555 Rthlr. Das Budget der Ausgabe fuͤr 18 ½⁄ wurde ohne wesentliche Aenderung von den Staͤnden genehmigt, indem

sie dasselbe fuͤr jetzt noch mehr als ein provisorisches betrachteten,

da die Regulative noch nicht festgesetzt waͤren.

Kassel, 7. Juli. In der Sitzung der zweiten Kammer der Staäͤnde vom 27 ten v. M. fuͤhrte die Tagesordnung zur

Es fragt sich

Renten auf

Diskussion des von Herrn Wippermann uͤber die Kosten der rovinzial⸗Regierungen erstatteten Berichts. In dem Bericht

war der Vorschlag enthalten, die Provinzial⸗Regierungen und

die Kreis⸗Aemter aufzuheben und statt deren den ganzen Staat in acht Bezirke nach der durch die Verfassungs⸗Urkunde §. 63 angegebenen Aharaͤnzung einzutheilen, und einem jeden solchen Bezirke einen Bezirks⸗Direktor vorzusetzen, dem zur Aushlse und Unterstuͤtzung ein Assessor zur Seite staͤnde und dem außer⸗ dem noch ein Secretair und ein Repositar oder Probator unter⸗ geordnet wuͤrden. Als Gehuͤlfen des Bezirks⸗Direktors sollen so viele Verwaltungs⸗Beamte instituirt werden, als sich in dessen Bezirke Justiz⸗Aemter befaͤnden, in deren Sprengel jedesmal ein solcher Beamter wohnhaft seyn und dessen Ernennung, wenigstens in der Folge, aus den daselbst angesessenen Personen erfolgen sollte. Die Kosten dieser Einrichtung waren im Ganzen auf 59,896 Rihlr. veranschlagt; die Staats⸗Regierung aber, der das Projekt

mitgetheilt worden war, hatte in ihrer Antwort zwar die Noth⸗

wendigkeit oder Zweckmaͤßigkeit einer Veraͤnderung in der Ein⸗ richtung der Verwaltungs⸗Behoͤrden anerkannt, auch erklaͤrt, daß man schon seit laͤngerer Zeit Arbeiten zu diesem Zweck eingelei⸗ tet habe, jedoch bemerklich gemacht, daß so leichten Kaufs von der Sache nicht abzukommen sey, und daß man erst dann ent⸗ schieden Hand an’'s Werk legen koͤnne, wenn die landstaͤndischen

und Gesetzgebungs⸗Arbeiten Raum und Muße gestatteten, auch

an etwas Anderes, namentlich an die Verwaltung, ernsthaft zu den⸗

ken. Der Ausschuß hatte deshalb beantragt, die Verwilligung fuͤr; die laufende Finanz⸗Periode noch auf die einstweilige Fortdauer der Provinzial⸗Regierungen und Kreis⸗Aemter zu gruͤnden. Hr. Schwarzenbergabern ahm das oben mitgetheilte Projekt als

seinen eigenen Vorschlag auf, und wollte der Staats⸗Regierung fuͤr die Verwaltungs⸗Behoͤrden nur die Summe verwilligt ha⸗ ben,

sagte: Die Frage uͤber die kuͤnftige Einrichtung der Verwal⸗

tungs⸗Behoͤrden sey durchaus verschieden von der Budget⸗Frage,

und muͤsse deshalb auch getrennt von dieser behandelt werden. Es koͤnne der Staͤnde⸗Versammlung das Recht nicht zustehen, die Re⸗ gierung durch die Verweigerung der fuͤr die gesetzlich bestehenden Be⸗ hoͤrden erforderlichen Verwilligungssumme zu einer Veraͤnderung in der Verwaltung indirekt zu zwingen; denn dieses wuͤrde ein Eingriff in die Rechte der Regierung seyn, der die Verwaltung allein üstehe; vielmehr koͤnne der, durch Uebereinkunft der Staats⸗ Regierung und der fruͤheren Staͤndeversammlung einmal festge

setzte Normal⸗Etat einseitig weder von der Staͤnde⸗Versammlung, noch von der Staats⸗Regierung, sondern eben so wie ein auf verfassungsmaͤßige Weise zu Stande gekommenes Gesetz nur durch Uebereinkunft beider, der Staats⸗Regierung und der Staͤnde⸗ Auf diesem

Versammlung, abgeaͤndert und aufgehoben werden. Grundsatz werde die Staats⸗Regierung fest beharren sich zu schuͤtzen wissen, wenn hier etwa ein selben widerstreitender Beschluß gefaßt werden Herr Wiypermann meinte, daß das

gungsrecht der Staͤnde durchaus unbeschraͤnkt und dieselben da⸗ bei nur an ihre Ueberzeugung gebunden seyen.

und

sollte.

jJaedet.

tions Gerichts⸗Erkenntniß, die Ministerial⸗Anklagen betreffend, anerkannt sey, die Staͤnde in der Ausuͤbung ihres Verwilligungs⸗ rechts durchaus an keine andere Ruͤcksicht, als an ihre Ueber⸗

Uebrigens erblicke er gerade gen einen Schutz ge—

zeugung gebunden seyn koͤnnten. in der Collegialität der Provinzial⸗Regierun

gen Willkuͤr und koͤnne daher nicht fuͤr deren gaͤnzliche Aufhe⸗ Geschaͤfts⸗Umfang gestatte, die Regierungen zu Marburg und Fulda aufzuheben, was er hiermit be⸗ antragen wolle. Hr. v. Baumbach lil. glaubte, daß Verwilligun⸗ gen fuͤr einmal gesetzlich bestehende Behoͤrden erfolgen muͤßten; die Sraͤnde⸗Versammlung sey nicht befugt, solche Behoͤrden durch Berwei⸗ gerung des zu ihrem Bestand Erforderlichen umzustuͤrzen; sie koͤnne

Herr Wippermann hielt

bung stimmen; glaube aber, daß der

nur Ersparüngen eintreten lassen. die Provinzial Regierungen nicht fuͤr gesetzlich bestehende Behoͤr⸗

den; denn sie seyen durch das Organisations⸗Edikt von 1821 ge⸗ schaffen, das nur eine Verordnung, nicht ein Gesetz sey. Herr Henkel machte darauf aufmerksam, daß es sich hier um einen schluͤpfrigen Punkt, naͤmlich um die Frage handle, ob die Stande⸗Versammlung durch ihr Verwilligungs⸗Recht die Staats⸗ Regierung zu einer neuen Organisation der Verwaltung zwin⸗ gen koͤnne, oder ob die Staͤnde nicht vielmehr verpflichtet seyen, das Noͤchige fuͤr die bestehenden Behoͤrden zu verwilligen. Beide Ansichten wuͤrden durch Gruͤnde und bezuͤgliche Stellen der Ver⸗. Er wolle sich hier uͤber die Frage selbst nicht aussprechen und stimme vielmehr fuͤr den Antrag des Ausschusses. Der Praͤsident stellte hierauf die Frage: Soll

04280

fassungs⸗Urkunde unterstuͤtzt.

8/,

die Staats⸗Regierung ersucht werden, bei der Vorlequng des naͤchsten Etats auf eine Veraͤnderung der Verwaltungs⸗Behoͤrden Dieses wurde bejaht und somit die An⸗- traͤge der Herren Schwarzenberg und Manns verworfen; dage⸗

Bedacht zu nehmen?

gen der Ausschuß⸗Antrag angenommen. Hamburg, 10. Juli. Nach heute eingegangenen Lootsen⸗

Nachrichten ist das Schiff „Betsey“, welches die Spanischen

Fluͤhtlinge aus Portugal nach Deutschland bringt, in Kuxhafen angekommen.

Darmstadt, 4. Juli.

Kammer in ihrer heutigen Sitzung vorlegte, soll das Gesetz vom 6ten Maͤrz 1824, die Erhebung des Chaussee⸗Geldes be⸗ treffend, kuͤnftighin, und zwar vom isten Januar 1835 an, auch auf saͤmmtliche Provinzialstraßen des Großherzogthums ausge⸗ dehnt werden. Die Regierung wuͤrde alsdann die Unterhaltung auch dieser Gattung von Straßen uͤbernehmen und dadurch den Getmeinden eine fuͤhlbare Erleichterung verschaffen. Durch einen andern Vortrag unterrichtete der Herr Regierungs⸗Com⸗ missair die Kammer uͤber den Stand der damaligen Provinzial⸗ straßen⸗Bauten, die theils sehr weit vorgeruͤckt, theils ganz vollendet sind.

Persiien. Der Morning⸗Herald enthaͤlt folgende Korrespondenz⸗ Nachrichten uͤber Persien aus Konstantinopel: „Aus Persien ist ein Tartar hier eingetroffen, der Briefe aus Tabris bis zum 23. April mitbringt, die neuere Nachrichten aus Teheran enthalten. Der Schach war so vollkommen wiederhergestellt, daß er wieder zwei bis drei Mal in der Woche seinen Jagdbelusti⸗ aungen nachgehen konnte. Die Frage uüber die Persische Thron⸗ folge wird schwerlich ohne einen Buͤrgerkrieg entschieden werden, denn die zahlreichen Soͤhne des Schachs haben faut erklaͤrt, sie wuͤrden es sich nicht gefallen lassen, daß man si uͤberginge und ihren Neffen, Mohammed Mirza, auf den Thron erhoͤbe. In dem Augenblick, wo der ehrwuͤrdige Schach

ie noͤthig sey, wenn die projektirte Einrichtung der Be⸗ zirksraͤthe ins Leben trete, und die er etwas hoͤher als der Aus⸗ schußbericht berechnete. Herr Geheimerath Hassenpflug

Bewilli⸗

1 Hr. Manns glaubte, daß nach dem Grundsatz: qui jare suo üutitur, neminem. der auch in dem neulich hier verlesenen Ober⸗Appella⸗

Nach einem Gesetz⸗Entwurf, wel⸗ chen der Großherzogl. Ministerialrath Eckhardt der zweiten

aus dieser irdischen Welt in die Ewigkeit wandert, wo nicht

noch eher, wird die eine Haͤlfte von Persien gegen die andere im Kampf entbrennen. Wenn England die Persische Macht unter seiner Vormundschaft befestigt, so kann es dem Unheil vorbeugen. Ich wiederhole es, Großbri⸗ tanien muß sein Augenmerk unverzuͤglich auf den Osten richten, oder seine theuersten Interessen werden bald fuͤr immer verloren seyn. Das kleine Britische Militair⸗Detaschement aus Indien befand sich noch immer zu Teheran, und es war ganz unent⸗ schieden, was endlich aus demselben werden sollte. Schade waͤre es, wenn der Moment ungenuͤtzt voruͤberginge, denn die Perser sind ein gelehriges Volk, und es koͤnnte sehr bald eine schoöͤ Armee disciplinirt seyn.“ Aa

Berlin, 12. Juli. Das

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heutige Militair⸗Wochen

blatt publizirt das nachstehende Allerhoͤchste Reskript an das

Kriegs⸗Ministerium: „Ich habe vor 25 Jahren den gimentern, welche aus den Bataillonen sormirt worden sind, die an der denkwuͤrdigen Vertheidigung von Colberg im Jahre 1807 Theil genommen haben, in Anerkennung ihres dabei bewiesenen standhaften Heldenmuthes, eine Fahne mit der Inschrift: „Col- berg 1807“ verliehen. Die Zeit hat indeß die Fahnenflaggen und mit ihnen die Inschrift zerstoͤrt. Da Ich aber diese wohl⸗ erworbene Auszeichnung den Bataillonen gern dauernd erhalten sehen moͤchte, und das feste Vertrauen hege, daß sie, so wie in den spaͤtern glorreichen Feldzuͤgen, auch bei jeder neuen Veranlassung

den vor den Feinden des Vaterlandes errungenen Ruhm der

Tapferkeit und standhaften Treue behaupten werden: so habe Ich beschlossen, jenes Andenken zu erneuern, und ihnen zu dem Ende die von Meinen Toͤchtern und Schwiegertoͤchtern und von Meiner Gemahlin, der Fuͤrstin von Liegnitz, und zwar fuͤr das 2te und Fuͤsilier-⸗Bataillon des 2ten Garde⸗Regiments zu Fuß

(fruͤher 1stes Bataillon des Colbergschen und Fuͤsilier⸗Bataillon 84 8 1 de erzogin von Mecklenburg Schwerin und der Prinzessin Friedrich der Nieder⸗

des Leib-Infanterie⸗Regiments) von der Erbgroßh

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lande Koͤnigl. Hoheiten, fuͤr das Bataillon des Kaiser

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Alexander Grenadier⸗Regiments (fruͤher Leib⸗Grenadier⸗Batail⸗

lon) von der Kaiserin von Rußland Majestaͤt, fuͤr das 1ste und 2te Bacaillon des 8ten Infanterie⸗Regiments (genannt Leib⸗In⸗

fanterie⸗Regiment) von Meiner Schwiegertochter, der Prinzessin

Wilhelm Koͤnigl. Hoheit und von der Fuͤrstin von Liegnitz (aus dem 2ten Bataillon

Durchlaucht, und fuͤr das 1ste und 2te des Colbergschen Regiments formirt) und Fuͤstlier⸗Bataillon des 9ten Infanterie⸗Regiments (genannt Colbergsches) von der Kron⸗ prinzessin, der Prinzessin Karl und der Prinzessin Albrecht Koͤ⸗ nigl. Hoheiten uͤberreichten neuen Fahnenbaͤnder verliehen. Dem

Kriegs⸗Ministerium ertheile ich hierdurch Nachricht von dieser dem⸗

Verleihung. Berlin, den 20. Mai 1834. (gez.) Friedrich Wilhelm.“

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem hier ansaͤssigen Zahn⸗ Arzt Linderer fuͤr die Uebersendung eines Exemplars seiner un⸗ laͤngst erschienenen Schrift: „Die Lehre von den gesammten Zahn⸗Operationen“, die kleine goldene Medaille zustellen zu lassen geruhet.

Aus Koblenz schreibt man unterm 7ten d. M.: Ihre Durchlaucht die Herzogin von Nassau ist heute, von Koͤln koin⸗ mend, hier angelangt, und wird morgen die Reise nach Bibe⸗ rich fortsetzen. Ihre Majestaͤt die Koͤnigin von Bayern wird am 12ten d. M. auf Ihrer Reise nach Scheveningen hier er⸗

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wartet. Ihre Excellenzen der General der Kavallerie und kom⸗ mandirende General des 8Sten Armee⸗Corps von Borstell, und der General⸗Lieutenant Aster, Kommandant von Koblenz und Ehrenbreitstein, sind heute mit dem Dampfooote von hier nach

Koͤln abgereist.

—Die Achener Zeitung vom 7ten d. enthäͤlt das Pro⸗ Brander Haide bei Es werden uͤberhaupt drei

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gramm zu den am 4. und 6. August auf der Achen abzuhaltenden Pferde⸗Rennen. Rennen um die Preise von 50, 100 und 200 Fr. d'or stattfinden und den Beschluß sollen noch zwei einfache Rennen fuͤr Landleute des Reg. Bez. Achen mit eigenen Landpferden zmnachen. Die Preise bestehen bei diesen beiden Rennen in einem sitbernen Po⸗ kale und einem vollständigen Reitzeuge; jeder Koakurrent legt uͤberdies einen Thaler ein und die hierdurch auftommende Summe wird dem zweiten Sieger zuerkannt. Auch bei den drei ersten Rennen hat jeder Theilnehmer ein Eintrittsgeld (von resp. 3 Fr. d'or, 5 Fr. d'or und 5 Fr. d'or) zu entrichten, das dem zwei⸗ ten Sieger zufallen soll.

In den Haͤfen des Regierungs⸗Bezirks Koͤslin langren im vorigen Monate, die Bootsfahrten zu Stolpmuünde ungerech⸗ net, 30 Schiffe und 40 Böoͤte an, und 26 Schiffe und 21 Boͤte verließen dieselben. Die Rhede bei Leba besuchten 4 Schiffe. Die Haupt⸗Einfuhr⸗Artikel vom Auslande bestanden in Haͤring, Thran, Steinkohlen, Brucheisen und Kolonial⸗Waaren. Nach dem Auslande wurden 185 Klafter Brennholz, Leinwand, 3256 Scheffel Reggen ꝛc. verschifft.

ereateeene.

Koöͤnigliche Oper.

Weigl'’s „Schweizer⸗Familie“, welche am 9ten d. M. auf dem Koͤnigl. Opern⸗Theater gegeben ward, hatte sich einst des groͤß⸗

ten und allgemeinsten Beifalls zu erfreuen, waͤhrend jetzt so Man⸗

cher behauptet: Text und Mnsik stamme aus einer schwaͤchlichen, senti⸗

mentalen Zeit her, uͤber welche man sich gluͤcklicherweise echoben habe. Allecdings giedt es eine kraͤnkliche Sentimentalitaͤt, welche man bis⸗ weilen irrig füͤr eine erhoͤhte und verklaͤrte Gesundbeit gehalten hat; es giebt aber, so wie in der Sittlichkeit, so auch in der Kunst, einen Stand einfacher natuͤrlicher Unschuld, welcher erst dann ver⸗ kannt und verhoͤhnt wird, wenn die Angen lediglich durch eine Art von kuͤnstlerischem Suͤndenfall aufgegangen sind.

Meisterhafte Idyllen haben méhr Werth, als bombastische Tra⸗ goͤdien, und Theokrit ist ein groͤßerer Dichter als Seneka. Der „Werther“ bleibt (trotz der damit perwandten Ausartungen) ein immerdar zu bewunderndes Werk; und selbst der „Siegwart“ steht in der Geschichte der Dichtkunst auf gesunderen Fuͤßen, als etwa „der todte Esel“ von Jules Janin. Gewiß weͤre es ein Zeichen der Ueberspannung und Ueberbildung, wenn Gestalten, wie „Em⸗ meline“ und „Pamina“, nicht mehr verstanden, sondern fade und unbedeutend gescholten wuͤrden. Demoiselle Gruͤnbaum giebt die letztere Rolle voctrefflich, und strebt in der ersteren ihren großen Vorgaͤngerinnen (Madame Milder und Madame Schechner⸗Woa⸗ gen) auf loͤbliche Weise nach. Ueberhaupt hat ihre Stimme waͤh⸗ rend des letzten Jahres so sehr an Kraft gewonnen, daß in dieser Beziehung keine weitere Steigerung noͤthig erscheint. Um so mehr wird sie sich gewiß bemuͤhen, auch fernechin die fuͤr starke Stimmen schwierigste Aufgabe zu loͤsen, das bheißt, sie wird uͤberall an dem milden Wohllaute festhalten und alle Aöstufungen bis zum Pianis⸗ simo hinab (ohne Umsetzen der Stimme) ausbilden. Denn „als der beste Freund“ darf man behaupten, es sey ein groͤßerer Triumph fuͤr eine Kuͤnstlerin, wenn sie diese Worte in der Schweizer⸗Familie

so weich und klangvoll singt, daß den schweigenden Zuhdhrern Thraäͤ⸗ nen in die Augen treten, als wenn sie am Schlusse einer veahesgh Bravour⸗Arie Haͤnde aller Art in Bewegung setzt.

Es sey erlaubt, an dieser Stelle (ohne nähere Bezeichnung ein⸗ zelner Personen und Auffuͤhrungen) einige Bemerkungen in allge⸗ meinerer Form auszusprechen, wozu jeder Musikfreund aus seiner eigenen Erfahrung leicht Beispiele auffinden wird.

¹) Viele Saͤnger und Saͤngerinnen nehmen nicht eher eine Rolle zur Hand, als bis sie ihnen von der Direction zugeschickt wird. Dies ist eine durchaus irrige Methode, denn sie macht die eigene Kunstvildung von gar vielen Zufaͤlligkeiten abhaͤngig, bringt sie auf einen sehr beschraͤnkten Kreis zuruͤck, und ist ein trauriges Zeichen daß es an dem innern Eifer fehlt, welcher keines aͤußeren Anstoßes bedarf. Jeder Schauspieler und Saͤnger, welcher sich uͤber das Al⸗ lergewoͤhnlichste erheben will, muß auch von solchen Kunstwerken Kenntniß nehmen, welche durch die Mode des Tages, oder durch an⸗

dere unzulaͤngliche Gruͤnde von der Buͤhne verdraͤngt sind; er muß⸗ weiter in die Kunstgeschichte zuruͤcksehen, als Leute, welche bloß zum

Zeitvertreibe einmal die Oper besuchen. Ueberhaupt sollten junge Saͤnger und Saͤngerinnen schon im Voraus alle diejenigen Rollen einuͤben, in welche sie kuͤnftig einzuruͤcken hoffen. Denn, nicht al⸗ lein wird jede Direction sich freuen, wenn sie auf diese Weise etwa entstehende Luͤcken rasch ausfuͤllen kann, sondern die Gunst des Publikums wendet sich auch mit Recht denen zu, welche, anstatt tausend Schwierigkeiten und Einwendungen zu erheben, die Hand bieten, um Wuͤnsche zu befriedigen und Hindernisse aus dem Wege zu raͤumen. Hiezu kommt, daß nur derjenige im Stande ist einem ausgezeichneten Kuͤnstler in seinen Leistungen genau zu folgen und von ihm zu lernen, welcher selbst die Rolle durch eige⸗ nes Studium bereits kennt, also im Stande ist jeden Vorzug, jede Abweichung, jede Schwierigkeit, jeden Mangel herauszuhdren.

2) Noch immer wird die Aussprache von vielen Saͤngern und Saͤngerinnen zu sehr vernachlaͤssigt, ein Fehler, der in dem Maße g oßer und unertraͤglicher erscheint, als man wahrhaft dramatische Opern auffuͤhrt. Zum Theil entsteht derselbe ohne Zweifel daher, daß man Vokale und Konsonanten nicht angemessen behandelt. Es ist naͤmlich keinesweges hinlaͤnglich, zu wissen daß jene toͤnen und diese nicht toͤnen; man muß auch bedenken, daß jene beim Singen staͤrker und laͤnger toͤnen, als beim Sprechen, mithin die Konsonan⸗ ten (was die Meisten nicht gehoͤrig beruͤcksichtigen) weit eher ver⸗ deckt werden und weit leichter verschwinden, als in der bloßen Rede. Klingen nun uͤverdies die Vokale nicht rein, schwebt das a zum e und aͤ, das e zum o und d, das o zum d und u, so hat die Verwir⸗ rung und Undeutlichkeit den hoͤchsten Gipfel erreicht. Auf den rechten Weg kommt man nur dadurch zuruͤck, daß man 1) die Vokale rein und voll ertoͤnen laͤßt, 2) die Konsonanten beim Singen schaͤrfer ausspricht und mehr hervorhebt, als im Gespraͤche. Einige Saͤnger legen, um deutlicher zu werden, den Konsonanten diejenige Zeit zu, welche sie den Vokalen abnehmen; dies Verfahren ist aber durchaus irrig, weil das musikalische Klingen hierbei wesentlich verliert, ohne daß an Verstaͤndlichkeit etwas Erhebliches gewonnen wird. Wenn man sinat geben, nehmen, und das stumme n durch Gaumen und Nase her⸗ ausdruͤckt, so ist dies noch schlimmer, als wenn man gar nicht hoͤrt ob von geben oder nehmen die Rede ist. Die Konsonanten muͤssen also, ohne daß man die immerdar den Vokalen zukommende Zeit verkuͤrzt, mit hoͤchster Schnelligkeit, und aufs Bestimmteste bezeichnet werden, und das, was beim Sprechen irrig und uͤbertrie⸗ ben waͤre, ist hier erst das Rechte und Verstaͤndliche.

Gleiche Ruͤge wie das undeutliche Aussprechen, verdient eine andere, damit in Verbindung stehende Angewoͤhnung, naͤmlich den Ton unten anzusetzen und ihn dann erst nach seiner wahren Intona⸗ tion zu heben. Mit Recht sagt ein Kunstverstaͤndiger: *) „Die Singlehrer widmen diesem Uebelstande nicht Aufmerksamkeit genug; nur ein⸗ oder zweijaͤhrige Unachtsamkeit, und alle fernere Huͤlfe ist in dieser Hinsicht umsonst!“ 3

3) Die Beariffe von Haupt⸗ und Nebenrollen, von dankbaren u nd undankbaren Rollen, entbehren nicht alles Grundes, aber selten wer⸗ den sie genuͤgend aufgeklaͤrt und entwickelt. In einem wahrhaft dramatischen Kunstwerk hat zuvoͤrderst jede Person ihr eigenthuͤmli⸗ ches, selbststaͤndiges und erfreuliches Leben, und je nachdem sie richtiger aufgefaßt und angemessener behandelt wird, tejtt sie mehr oder weniger bvervor. Wir baben z. B. den Don Juan schon so ge⸗ hoͤrt, daß Anng, Elvire oder Zerline, daß Don Juan oder Leporello ja sogar der Comthur, der Silberblick des Ganzen zu seyn schien. Erst wenn Alle gleich ausgezeichnet sind, und jeder seine natuͤrli⸗ che Stelle wieder einnimmt, ist die Darstellung im Ganzen, wie im den einzelnen Theilen vollkommen, und Keiner verliert, sondern alle gewinnen durch diese Harmonie. Wir finden es aßerdings natuͤrlich, wenn jeder Mitspielende die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken sucht! aber dies soll nur dadurch geschehen, daß er das Hoͤchste leistet, wa⸗ die Rolle und der Charakter erfordert. Wollte er hingegen Theil⸗ nahme und Beifall erzwingen durch vorlautes Wesen, Schreien unt Heraustreten aus dem kuͤnstlerischen Maße, so waͤre er eben kein Kuͤnstler mehr, sondern ein Charlatan und aumaßlicher Pfuscher

.Hiermit steht eine neumodige, gar wunderliche Ansicht in Ver⸗ bindung. Manche Schausoielerinnen und Saͤngerinnen erheben naͤm⸗ lich laute Klage, wenn man ihnen eine minder liebenswuͤrdige oder minder tugendhafte Rolle zutheilt, als wuͤrde dadurch ihre eigene Tugend und Liebenswuͤrdigkeit, oder die der Zuschauer zu Grunp⸗ gerichtet. Gilt dieser Widerspruch den Unwuͤrdigkeiten und Greueln, welche (ein Zeichen der hoͤchsten Ausartung der Kunst) besonders von Paris aus die Buͤhne uͤberschwemmen, so sind wir darnit vol. 1g. und 98 u“ einverstanden. Oefter aber getzt er her⸗ vor aus Eitelkeit, Ziererei und einem Mangel an Einsicht in das rechte Wesen der Kunst. Alsdann ist er cbens so eegescheolts a ein Geschichtschreiber, aus aͤhnlicher Ursache, alle tadelnswerthen Charaktere in seinen Darstellungen uͤberspringen und sich und seine

Leser in lauter Lobenswuͤrdigkeit und Liebenswuͤrdigkeit uͤbersaͤttigen

wollte. Eher laͤßt sich erweisen, daß die ordinaire ichen und tugendhaften Liebhaber und Licbbaberinnen, die aeseen en die fleißigen Toͤchter (unbeschadet ihres sonstigen Werthes) auf der Buͤhne die eigentlich undankbaren Rollen sind, weil sie gar nicht bis in die S der wahren Kunst en (2. Jeder Kuͤnstler hat allerdings seine eigene Natur Richture, im welcher man ihn vorzugsweise brschefüigen fanhe nicht selten den Reiz der Darstellung und den Wetteifer erozhen, so wie zur Schaͤrfung des Urtheils beitragen, wenn manch e Rolen Poͤfter gewechselt wuͤrden. 1 ö

und „Agathe“ zu hoͤren. 1

gewissen Stellen sich

9 auf hoͤchst unangenehme Weise uͤderschreien, Abgesehen davon, daß ner een gt aat. mer nur von Unkundigen ausgeht, waͤhrend die Bergandichn sich verletzt fuͤhlen, veruht jenes Urtheil hauptsaͤchlich darauf daß leider tagtaͤglich zwei sehr wichtige Grundsaͤtze oder Regeln ͤbert e en Erstens naͤmlich sollte ein Saͤnger auf der Buͤhne niemal: bei binansteigendem

hat gewiß ihren Grund groͤßtentheils darin, fall gewinnen wollen.

werden 1 den höchsten Ton singen wollen, den er etwa

Solfeggiren am Fortepiano herausbringen kann. Dieser hoͤchste Ten

in immer ein unnatuͤrlicher, erkuͤnstelter, und thut Caußerhalb der

bloßen Schuluͤvung) allemal eine unangenehme uͤbellautende Wirkung. Zweitens, sollte ein Saͤnger niemals die letzte und hoͤch ste ihm zu Gebote stehende Kraft geltend machen; denn diese aͤußerste Kraft faͤllt zusammen mit Ureberspvannung und Karrikatur. In allen Werken der Kunst, wie in Handlungen des Lebens, zeigt sich Schoͤnheit, Anmuth Harmonie nur da, wo selbst der Schein von Gewaltsamkeit, Zwang und erschoͤpfender Anstrengung vermieden wird. 6 handene Kraft nicht groͤßer ist, als der Kraft, so lange die vorliegenden Aufgaben nicht muͤhelos und mit

und

—.

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*) Fetis über Musik, von Blum. S. 165.

und Poesie bineinreichen. 2h

So baben die Demoiselles Get 8

und Lenz sich verdienten Beifall als „Agathe“ und „onnaw⸗ baum.

eni, zugleic e de 9 sr rMo (2 . 2* 8 e ben, zugleich aber den Wunsch erweckt, sie ein ander mal als „Anna"“

i 11 9₰ 8 £ 8 ½ v. 4) Die Erfahrung, daß fast alle Saͤnger und Saͤngerinnen an

allen und „So lange die vo augenblickliche Bedarf au Leichtigkeit und Sicherbeit geloset werden, kann von kaͤnälerischer