Belgien, was den Dienst in der Miliz betrifft, die im Lande sich aufhaltenden Auslaͤnder den Belgiern gleichgestellt.
Die Belgischen Offiziere der Garnison von Mecheln, welche fruͤher in der Frarnzoͤsischen Armee gedient, haben am 15ten g als am Geburtstage Napoleon's, ein großes Fest ge⸗ geben. —
Schweden und Norwegen.
Stockholm, 19. August. Se. Majestaͤt haben Nachrich⸗ ten von Sr. K. H. dem Kronprinzen erhalten, welcher sich am 13ten d. 5 Meilen oͤstlich von dem suͤdlichen Vorgebirge von Heland befand. Se. K. H. befand sich beim besten Wohlseyn, und von der Besatzung am Bord des Geschwaders war nur ein Einziger krank. Die Norwegische Korvette „Oern“, an deren Vord Alles gesund war, hatte sich mit dem Geschwader wieder vereinigt. Se. K. H. wird am 20sten d. nach Landsort und alsdann wieder zur Hauptstadt zuruͤckkehren.
Der Eifer und die Mannszucht, sowohl bei den Offizieren als bei der Mannschaft des Geschwaders, wird von Sr. K. H. sehr
geruͤhmt. 1 J K. H. die Kronprinzessin und Hoͤchstderen Kinder sind
—
gestern Abend aus dem Lustschlosse Tullgarn in der Hauptstadt angekommen und haben sich nach einem kurzen Besuche bei IJJ.
MaN. nach Drottningholm begeben. 2
stag im Staats⸗Rathe unter dem Vorsitz Sr. Maj. des Koͤnigs
zur Sprache gekommen. Das Aftonblad berichtet, daß, da das Protocoll noch nicht geschlossen worden, so koͤnne man auch
noch nichts mit Gewißheit uͤber den Erfolg melden; so viel aber sey gewiß, daß die Umsicht des Koͤnigs den schwierigen Knoten ganz in der Weise, wie es von derselben erwartet worden, geloͤst habe. Dem Vernehmen nach, sey der Capitain von aller Strafe wegen der in seiner bekannten Schrift vorkommenden Ausdruͤcke gegen den Koͤnig freigesprochen; dagegen wuͤrden die in seiner spaͤtern Beschwerdeschrift vorkommenden Angriffe auf das Hof-
gericht nicht ungeahndet bleiben koͤnnen, jedoch den bestehenden Gesetzen nach hoͤchstens mit Landesverweisung bestraft werden. Es ist hier eine neue Quarantaine⸗Verordnung erschienen,
wonach diejenigen, die aus Orten kommen, wo die Cholera herrscht
(Eothenburg, Wennersburg und Joͤnkoͤping), sich einer Auaran⸗ tane von 10 Tagen zu unterwerfen haben. Wer aus verdaͤchti⸗ gen Orten kommt, als welche alle uͤbrige Ortschaften in den Le⸗ hen Gothenburg und Bohus, Elfrburg, Wermland und Joͤn⸗ koͤping angesehen werden, unterliegt einer Quarantaine von 5 Ta⸗ gen. — In Joͤnkoͤping sind vom 12. bis zum 15. d. M. 40 Per⸗ sonen an der Cholera erkrankt und 10 davon gestorben. In Gotrhenburg soll die Cholera bereits in Abnahme
Daͤnemark. v
1 Kopenhagen, 19. August. Der Premier Lieutenant Moͤrk von Snoͤnbad, Ritter der Ehren⸗Legion, ist zum Gouverneur unserer Kolonseen auf der Guinea⸗Kuͤste ernannt. Diese Besiz⸗ zungen haben uͤbrigens durch Abschaffung des Sklavenhandels fast allen Werth verloren. Plantagen⸗ und Handels⸗Vortheile gewaͤhren sie durchaus nicht, nicht einmal zur Verproviantirung oder auch nur als Nothhafen werden sie jemals von Daͤnischen Schiffen besucht; eben so wenig haben sie in militairischer Ruͤck⸗ sicht den mindesten Schein von Bedeutung. Die Idee, daß sie umal von Wichtigkeit werden koͤnnten, wenn das Kolonial⸗Sy⸗ stem in Westindien sich nicht laͤnger halten ließe, ist eine sehr lose Hypothese, die schon an der außerordentlichen Gefaͤhrlichkeit des Kuümas scheitern duͤrfte. Inzwischen kosten diese Kolonieen dem Staate jaͤhrlich 20,000 Thaler.
Der Grossirer Gotschalk ist hg Griechischen Konsul hier⸗
selbst ernannt und in dieser Eigenschaft von der hiesigen Regie⸗ rung anerkannt.
Die Daͤnische Wochenschrift (Dansk Ugeskrift) ent⸗ haͤlt einen Bericht des Geheimen⸗Archivarius Finn Magnus⸗ sen uͤber eine (bereits in der Nummer 185 der Staats⸗ Zeitung erwaͤhnte) Entdeckung, um die aͤlteste bekannte Daͤ⸗ nische Inschrift, den Runenstein auf Braavalla⸗Heide in Blekin⸗ gen, zu lesen. Seit dem zwoͤlften Jahrhunderte war diese be⸗ ruͤhmte Inschrift der Gegenstand erfolgloser Forschungen gewe⸗ sen. Im vorigen Jahre sandte die K. Gesellschaft der Wissen— schaften zu Kopenhagen eine aus Herrn ꝛc. Finn Magnussen, Justizrath Molbech und dem Naturforscher Forchhammer beste⸗ hende Kommission ab, um zu untersuchen, ob jene raͤthselhaften Zeichen fuͤr Schrift oder etwa fuͤr ein Spiel der Natur zu hal⸗ ten seyen. Die Kommission entschied sich durchaus gegen letztere Ansicht, ohne jedoch den Sinn der Schrift aufklaͤren zu koͤn⸗
nen. Erst neuerlich wurde dem Herrn Finn Magnussen
der gluͤckliche Gedanke, die Inschrift von der rechten zur linken Hand zu lesen, wodurch sich ihm ploͤtzlich Alles üfklaͤrte. Es wird uns jetzt von ihm die entzifferte Inschrift in der altnordischen Sprache, in dem aͤltesten alliterirenden Vers⸗
Kassel, 16. August. (Schw. Merk.) Daß die Regie— rung den der Staͤnde⸗Versammlung angekuͤndigten Schritt bei Versammlung gern vermeiden moͤchte, schließt als in der letzten Sitzung ein Staͤnde⸗Mit⸗ Antrag dahin stellte, den Streit⸗ mit der Regierung dadurch auszugleichen zu versuchen, daß man staͤndischer Seits die Forderun des ordentlichen Ausgaben⸗Etats im Kriegs⸗ auf 35,000 Rthlr. herabsetze, dieser Commissair Eingang fand, und Oberst glich zum Krieos⸗Minister zu
der hohen Bundes⸗ man daraus, daß, glied, Herr von Starck, einen
g wegen Verringerung Departement von 68,000 Rthlr. Antrag so⸗ gleich bei dem Regierungs Schmidt sich erbot, sich unverzuͤ begeben und denselben davon in Kenntniß zu setzen. fand gedachter Vorschlag nicht die Zustimmung der in der Staͤnde⸗Versammlung, die auf ihrem fruͤheren Obgleich der Kurprinz⸗Regent noch abwesend is, Feier seines auf den 20. August fallenden 32stes Lebensjahr Es soll dieser Tag festli⸗
Beschlusse beharrte. — 3 so werden doch zur Geburtstages, an welchem derselbe in sein tritt, große Vorbereitungen gemacht. cher als je begangen werden. Darmstadt, 19. August. Verwaltung der Staats⸗Schuld hatte der er ner unter andern darauf angetragen, daß die ben moͤge, Tilgungs⸗Kasse, sobald als 29. Juli 1821 festge⸗ Heute, wo jener Be⸗ urde, war es hauptsaͤchlich dieser Nachdem der Ab⸗
In seinem Bericht uͤber die ste Ausschuß der
zweiten Kamr mer der Staats⸗Regierung den Wunsch zu erkennen ge daß das Personal der Staatsschulden⸗ thunlich, auf den durch das Gesetz vom hrot werde.
Die Sache des Capitain Lindeberg ist am vorigen Donner⸗ setzten Etat wieder zuröuͤckgefuͤl richt in Berathung gezogen w der mehrere Eroͤrterungen veranlaßte. Ansichten des Ausschusses bestritten und unck, sie aufs neue verthei—⸗ inisteriums,
geordnete Goldmann die der Berichterstatter, Abgeordnete Br ertheilte der Praͤsident des Finanz⸗D. diejenigen authentischen Nach⸗ Vermittelung und Berichtigung der abweichenden
Hiernach steht die Zahl der An⸗ fniß der Anstalt in einem richti⸗ so daß die Beschraͤnkung des dermaligen Per⸗ dadurch zu bewirkende jaͤhrliche E osten im Betrage von 1800 fl. noch zur Zeit Einige sinanzielle Zwischenfragen wur⸗ dent bemerkte, dieselben
digt hatte, Hofmann, weisungen, in dieser Beziehung her wesentlich betzutragen schienen. gestellten zu dem gen Verhaͤltniß, sonals und die Verwaltungs⸗K. nicht stattfinden kann. den nur leicht beruͤhrt, da, wie der Proͤsi bei der Berathung uͤber die definitiven Etats wiederkeh den. Weiter beantragt der Ausschuß in seinem Bericht die Auf⸗ stellung eines Voranschlags uͤber die periode zu veraͤuß Voranschlags in Abrede bisherigen durchaus kein zu henden und wirklich zu vollziehend mit einiger Wahrscheinlichkeit Schluß der Berathung sprach mit Lebhaftigkeit von der musterhaften Finanz⸗ von den großen Verdiensten, welche sich sserten Staatshaushalt
Meinungen Arbeitsbeduͤr
rsparniß der
der neuen Finanz— Der Nutzen eines sol— ward nachgegeben, wohl aber stellte man Ausfuͤhrung, dieses Zweiges der verlaͤssiger Schluß auf die noch in en Domainen⸗Verkaͤufe nur werden koͤnne. der Abgeordnete E. E. Hoffmann Verwaltung des
Domainen.
Moͤglichkeit Resultaten Verwaltung
Aussicht ste⸗
abgeleitet
Herrn Praͤsidenten und derselbe um den neu hergestellten oder verbe erworben habe. — Ein weiterer Gegenstand der Berathung war der von dem Abgeordneten Arnold gestellte Antrag, daß die Kam⸗ mer die hohe Staatsregierung ersuchen wolle: 1) die aus den zogthum kommenden Handelsleute deln, welche die respectiven tige dahin Handel treibende 2) die fremden Hausirer gung zu unterwerfen.
Nachbarstaͤaten in das Großher ganz nach denselben Normen zu behan Regierungen dieser Staaten auf diessei Unterthanen anzuwenden pflegen, und einer schaͤrferen polizeilichen Beaufsichti ng der auf dem vorigen Landtage wegen die— gepflogenen Verhandlungen und der von der esfalls in Aussicht gestellten Gesetzesvorlagen, darauf an, die vorliegende Mo⸗ Mehrere der an
In Beruͤcksichtigu ses Gegenstandes
Staats⸗Regierung d traͤgt der berichtende Ausschuß tion auf sich beruhen zu lassen. il nehmenden Mitglieder waren unterstuͤtzten vielmehr den Antrag, wenigstens insofern, als noch zur Zeit in den unterschiedli— Staaten bei der wechselseitigen Ausuͤbung der Auslaͤnder auffallende Ungaleich⸗ hen, welche die zugesicherten Verkehrs mehr oder weniger
der Bera⸗ thung The nicht der Ansicht des Ausschusses; sie bedingungsweise chen Zollvereins Gewerbe durch Inlaͤnder oder heiten in der Besteuerung beste Vortheile des gegenseitigen freien beschraͤnken.
Frankfurta. von dem jetzt in Mailand wohn rich Mylius einige sehr werthvolle Geschenke, bestehend in Ita⸗ laänischen Manurfkripten, Buͤchern und Medaillen, erhalten. Der Fuͤrst Sutzo, Koͤnigl. Griechischer Gesandter am Hofe Sr. Majestaͤt des Kaisers von Rußland, ist gestern aus Paris hier eingetroffen.
Ein mit Zustimmung der Landstäͤ ningen erlassenes Gesetz
M., 21. Aug. Die hiesige Stadt⸗Bibliothek hat enden hiesigen Banquier Hein⸗
—j— -—
nde von Sachsen⸗ vom 3. Aug. hebt in dem Herzog⸗
aus 40 bis 50 Insurgenten Aragoniens und aus 400 Indivi⸗ duen der Landschaft Tortosa. b
— Die Sentinelle des Pyrenéèes meldet aus Bilbag om 10. August: „Die Franzoͤsischen und Englischen Kriegs chiffe kreuzen mit großer Wachsamkeit an unserer Kuͤste. Man ersichert hier mit Bestimmtheit, daß die Insurgenten eine Lan⸗ dung in Biscaya beabsichtigen, und daß zwei große Dampfbit und drei kleinere Fahrzeuge, saͤmmtlich unter Englischer Flagg⸗ und mit Waffen aller Art, Kleidungsstuͤcken und Militair⸗Cfftt ten beladen, zu dieser Expedition gehoͤren, an der mehrere da bekanntesten Karlisten⸗Chefs Theil nehmen. Sie muß indef bei der unermuͤdlichen Wachsamkeit der kreuzenden Schiffe, mi lingen. Sobald dem Gouverneur der Provinz die Abreise die ses Geschwaders ofsiciell angezeigt war, versammelte er die V⸗ fehlshaber der in diesem Hafen anwesenden Englischen und Fran oͤsischen Schiffe und forderte sie auf, nach Lequeitio abzugehen, wo die Karlisten landen wollen. Der Englische Befehlshabe! verweigerte dies, weil er keinen Befehl habe, seinen Posten z. verlassen, aber der Franzoͤsische Commandeur zeigte sich bern dazu und segelte, zur großen Freude der Bewoh on Bilban am 5ten nach dem Hafen von Lequeitio ab.“ 8
Portugal.
Der Courier enthaͤlt folgendes Privatschreiben aus Lisse bon vom 8. August: „Gestern um Mittag verkuͤndigte der Dy ner der Kanonen von der Festung und von den fremden mn Portugiesischen Kriegsschiffen die Ruͤckkehr des Dampfboore „Royal Tar“ mit Dom Pedro und seiner Familie. Dom Pet beschenkte beim Landen die Frau des Oekonomen auf dem Dampf boote mit einem Galdstuͤcke und stattete ihr seinen Dank ab sir die Sorgfalt, welche sie auf der Hin⸗- und Herreise fuͤr die B— quemlichkeit der Kaiserin und Koͤnigin gehabt habe, und da es eine offenbare Verschwendung gewesen seyn wuͤrde, einer so groß⸗ müuͤthigen Belohnung noch etwas hinzuzufuͤgen, so begnuͤgten sch die Damen, in sehr schmeichelhaften Ausdruͤcken ihre Zufrieden
heit mit der erfahrenen Behandlung auszudruͤcken. Beim Landen a
Porto begaben sich die Koͤniglichen Reisenden, ehe sie weite. gingen, zuerst in ein zu ihrer Aufnahme am Wasser aufgesche genes Zelt, worin der Kaiser, nachdem ihm die Schluͤssel d Stadt uͤüberliefert waren, die ihm vorgelegte Constitution me einmal hat unterzeichnen muͤssen, ehe ihm gestattet wurde, i Stadt zu betreten. Ich gebe dies als ein bloßes Geruͤcht, we ches hier von Vielen geglaubt wird. Unsere Zeitungen schmwe, gen fast ganz uͤber das Unternehmen des Don Carlos, worne man schließt, daß die Nachrichten aus Spanien den Interesin der hiesigen Regierung unguͤnstig sind. Eine Abtheilung des Aisten Regiments, welches am 30. Juli von Viseu nach Brm marschirte, wurde, als es waͤhrend der Nacht Halt gemacht mn die Gewehre zusammengestellt hatte, in der Dunkelheit ploͤtze von einer großen Anzahl Guerillas angegriffen, die, mat dem sie einmal ihre Gewehre abgefeuert und zwe⸗ Off ziere und neun Mann getoͤdtet, so wie mehrere w wundet hatten, sogleich flohen und, ohne einen Mann verlom zu haben, entkamen. Ich hoͤrte dies von einem Lieutenant di ses Regiments, der auf Urlaub zuruͤckblieb, als sein Regima vor etwa sechs Wochen nach Viseu marschirte. Es ist nicht gamn so bestimmt, wie man es seit einem Monat angenommen, daßd Minister die Mazoritaͤt in der Deputirten-Kammer haben wu den. Unter den erwaͤhlten Mitgliedern sind nicht weniger d—⸗ 47, die entschieden opponiren, und von der uͤbrigen wird an Theil unabhaͤngig seyn. Die Post von Viseu ist, wahrscheinli von derselben Guerilla, welche die Abtheilung des 2lsten Reg ments angriff, beraubt und der Postillon erschlagen worden. d geht hier allgemein das Geruͤcht, daß Dom Miguel sich wit dar Carlos in Spanien vereinigt habe.“
— — Lissabon, 29. Juli. Was man bis jetzt von eem Gange der Wahl⸗Operationen uͤbersehen kann, laͤßt bereits ke nen Zweifel mehr uͤbrig, daß die Regierung oder vielmehr R Partei, welcher Dom Pedro sein Vertrauen vorzugsweise schent eine durchaus uͤberwiegende Mehrheit in der Deputirten⸗In mer zaͤhlen wird. Jene Partei ist eigentlich die der im Jahre 180 aufgeloͤsten Cortes, in welcher fast alle jetzige Minister berüt eine Rolle spielten; sie hat die Masse der Bevoͤlkerung der q ßeren Staͤdte fuͤr sich, die wesentlich zu dem Erfolge Dom dro's, so weit selbiger das Werk der Portugiesen war, beitn und den Kern seiner Anhaͤnger bildet. Viele wundern sich zne daruͤber, daß der Herzog von Palmella, oder vielmehr die sae tion der Fidalguia, als deren Haupt er betrachtet werden bum— fast gar keinen seiner Anhaͤnger gewaͤhlt sieht. Es kann Ue aber wohl nicht uͤberraschen, wenn man erwaͤgt, daß die eiger liche Kraft des Herzogs in der Vorliebe des Englischen Lch⸗ nets fuͤr ihn, diejenige der Fidalguia aber nur in dem Vertrant und der Gunst des Hofes lag. Bedeutenden lokalen Einst durch ihre Besitzungen, wie der Englische hohe Adel, besoeß! tere nicht einmal zur Zeit ihres vollen Einflusses, indem!
zehn Professoren der Theologie, acht des kanonischen Rechts, dreizehn der Jurisprudenz, acht der Medizin, drei der Mathe⸗ matik und fuͤnf der Philosophie. — Das heißt doch fast absicht⸗ lich die politische Parteiung im Portugiesischen Volke dauernd machen wollen! — Unter den neuesten Verordnungen in Betreff der geistlichen Angelegenheiten ist diejenige zu bemerken, welche die Zweifel, die sich daruͤber erhoben hatten, ob die Kloͤster und andere Etablissements der geistlichen Militair⸗Orden unter den im allgemeinen aufgehobenen Kloͤstern mit inbegriffen seyen, be⸗ jahend entscheidet. Dagegen enthaͤlt die offizielle Regierungs⸗ Zeitung verschiedene an Nonnen⸗Kloͤster, wegen der loyalen und iberalen Gesinnungen ihrer Bewohnerinnen, erlassene Belo⸗ bungen. Doch duͤrfte die den Nonnen⸗Kloͤstern ertheilte Pro⸗ tecton ganz anderen Motiven als einer Ruͤcksichtsnahme auf Rom zuzuschreiben seyn, indem man den von dorther abwechselnd von inderekt zugehenden Ermahnungen und Drohungen, die zum Theil ihren Weg sogar in fremde Zeitungen gefunden haben, öffenbar gleich wenig Gehoͤr zu schenken scheint. Den Pfarrern, die wo moͤglich zu gewinnen und dem Einflusse der Ordens⸗ Geistlichkeit enrgegenzusetzen, die Politik der hiesigen Regierung ist, hat selbige, durch einen bekanntgemachten Erlaß an die Be⸗ hoͤrden der Provinz Minho, eine baldige Regulirung ihres Ein⸗ kommens und eine reichliche Entschaͤdigung fuͤr den ihnen aus der Unterdruͤckung der Zehnten erwachsenen Verlust versprochen.
KIrIe.
Konstantinopel, 29. Juli. Im Moniteur Ottoman vom 12ten d. M. liest man: „In Folge der Ereignisse, welche bei der Aufhebung des Janitscharen⸗Corps stattfanden, waren mehrere von den Schuldigen, ihrer schweren Verbrechen wegen, dazu verurtheilt worden, auf eine gewisse Anzahl von Jahren oder auf Zeitlebens in dem Baagno eingekerkert zu werden. Der Sultan, der die gluͤckliche Epoche der Vermaͤhlung der Prinzes⸗ sin Saliheh, seiner aͤltesten Tochter, durch eine Handlung der Gnade bezeichnen wollte, geruhte, alle diese Ungluͤcklichen ohne Ausnahme vollstaͤndig zu begnadigen. In Gemäͤßheit eines in dieser Hinsicht erlassenen Großherrlichen Befehls sind sie alle in Freiheit gesetzt worden.“
Konstantinopel, 4. August. (Allg. Ztg.) Die Ruhe von Samos ist hergestellt; die Insel erkennt die Oberherrschaft des Sultans in ihrer ganzen Ausdehnung an, und hat sich ver⸗ pflichtet, der Pforte Garantieen der Treue zu geben; diese An⸗ gelegenheit, die uͤbrigens nie von Wichtigkeit war, ist also ge⸗ regelt. Anders verhaͤlt es sich mit Syrien, dort herrscht große Verwirrung, und es ist nicht azusehen, wohin der Aufstand gegen Ibrahim fuͤhren kann. Waͤre dem Geruͤchte zu trauen, so haͤtten die insurgirten Syrier schon bedeutende Vortheile uͤber die Araber erfochten, ja Ibrahim selbst waͤre in ihre Haͤnde ge— fallen. Beides ist unwahrscheinlich, denn die Pforte beobachtet bis heute das tiefste Schweigen uͤber die Vorfaͤlle in Syrien, sie wuͤrde sich aber gewiß beeilt haben, es zur Oeffentlichkeit zu brin⸗ gen, wenn die Araber große Nachtheile erlitten haͤtten. Inzwischen wird Ibrahim Muͤhe haben, die Provinz wieder zu unterjochen, und gelingt ihm dies nicht, so koͤnnte der Ruͤckzug nach Aegyp⸗ ten unvermeidlich werden. Ibrahim hat jetzt Gelegenheit, sein viel gepriesenes Feldherrntalent zu bewaͤhren, denn seine fruͤhe⸗ ren Siege verdankte er fast durchgehends dem Golde und der Verraͤtherei. In einigen Tagen wird man erfahren, wie es in Syrien steht. Bestaͤtigen sich die oben angefuͤhrten Geruͤchte, so duͤrste nicht nur Syrien fuͤr Mehmed Ali verloren seyn, son⸗ dern auch sein Kopf auf dem Spiele stehen, denn dann bedarf
es nur eines Winkes des Sultans, um den maͤchtigen Satrapen
zu Boden zu werfen. Man darf also wohl voraussetzen, daß Mehmed Alles aufgeboten haben wird, um mit einer imposan⸗ ten Macht auf dem Kriegstheater zu erscheinen. Man weiß hier, daß er große Ruͤstungen macht, und daß er 8000 Mann Kerntruppen Ibrahim zufuͤhren will.
8 “ VVon Alexandrien ist in Triest die Nachricht eingegan⸗ gen, daß in Ober⸗Aegypten ein ernstlicher Aufstand ausgebrochen sey, der die Abreise Mehmed Ali's in jene Gegend noͤthig ge⸗ macht habe. Die Briefe, welche diese Nachricht geben, fuͤgen
Qage deos 8 5 2 60 ; 1 e g 2 ‿ hinzu, die Lage des Vice⸗Koͤnigs erscheine als aͤußerst kritisch;
er sey nach Alexandrien gekommen, um die Bewaffnung vnd
bestimmte, und er haͤbe vermuthlich die Absicht gehabt, sich in eigener Person nach dieser Provinz zu begeben*). Jetzt aber werde er durch den Aufstand in Aegypten selbst gehindert, die Expedition nach Syrien mit solcher Beschleunigung abgehen zu lassen, als es die Lage seines Sohnes erfordere. In Alexan⸗ drien soll auch große Gaͤhrung herrschen, und man fuͤrchtete einen Ausbruch, sobald die regelmaͤßigen Truppen anderwaͤrts verwendet werden sollten.
NWIEI
umumuun anaamn d 8 Berlin, 25. August. Aus Stettin schreibt man unterm
gestrigen Datum: „Ein allgemeiner Jubel hatte sich in unserer
Stadt verbreitet, als am 22. Abends die frohe Kunde erscholl, daß Se. Majestaͤt der Koͤnig auf Allerhoͤchstihrer Reise nach Koͤnigsberg am folgenden Tage hier eintreffen und in Stettin uͤbernachten wuͤr⸗ den. Als eine Verkuͤndigung dieses Festtages wehten die staͤdti⸗ schen Fahnen seit Anbruch des 23sten aus den Fenstern des Rathhauses und jedermann beeilte sich, nicht bloß die Haͤuser, sondern auch die Straßen, welche Se. Majestaͤt bis zu Aller⸗ hoͤchstihrem Absteigequartier auf dem Landhause muthmazßlich be⸗ ruͤhren konnten, so viel es die Kuͤrze der Zeit gestattete, mit Blumengewinden, Kraͤnzen und gruͤnem Laubwerk zu schmuͤcken. Etwa um 5 ½ Uhr trafen Se. Koͤnigl. Majestaͤt unter dem Ju⸗ belrufe der in unzaͤhliger Menge vor den Thoren und in der Stadt versammelten Einwohner im erwuͤnschtesten Wohlseyn hier ein und wurden im Landhause von Ihrer Koͤnigl. Hoheit der Frau Prinzessin Elisabeth, von den vornehmsten Mili⸗ tair- und Civil⸗-Behoͤrden, den ersten Geistlichen und unserm Ober⸗Buͤrgermeister empfangen, geruhten auch, Sich dem vor dem Landhause versammelten Volke mehrmals zu zeigen und dessen freudigen Zuruf aufs huldreichste zu er— wiedern. Nachdem Se. Majfestaͤt die Repraͤsentanten der Be⸗ hoͤrden und der Stadt mit den gnaͤdigsten Aeußerungen entlassen hatten, erwiederten Allerhoͤchstdieselben den Besuch der Frau Prin⸗ zessin Elisabeth Koͤnigl. Hoheit auf deren Landhause vor der Stadt. Inzwischen, etwa eine Stunde nach der Ankunft Sr. Majestaͤt, traf auch Ihre Durchlaucht die Frau Fuͤrstin von Liegnitz und bald darauf Se. Koͤnigl. Hoheit der Prinz Karl von Preußen hier ein, die das Volk, bei seiner Liebe zu Allem, was dem hoch⸗ gefeierten Landesvater theuer ist und dem Koͤnigl. Hause ange⸗ hoͤrt, ebenfalls mit Jubelruf begruͤßte. Ihre Durchlaucht stie⸗ gen ebenfalls im Landhause, Se. K. H. der Prinz Karl aber bei dem Ober⸗Landesgerichts⸗Vice⸗Praͤsidenten Hrn. Schultz ab. Nach der Ruͤckkehr Sr. Maj. von dem obigen Gegenbesuche, beeilten sich nach einander auch Ihre Durchlaucht die Frau Fuͤrstin von Liegnitz und Se. K. H. der Prinz Karl, der Frau Prinzessin Elisabeth Koͤnigl. Hoheit einen Besuch abzustatten. Wenn gleich Seitens Sr. Maj. alle Empfangsfeierlichkeiten abgelehnt worden waren, so konnten die Einwohner es sich doch nicht versagen, ihre Freude uͤber die Ankunft des geliebten Landesvaters in ihren Mauern durch eine allgemeine, bis in die entlegensten Theile der Stadt und deren Vorstaͤdte verbreitete Illumination auszudruͤcken, welche, belebt durch die in den Straßen wogende Menge, bis spaͤt in die Nacht dauerte und diese zum lichten Tage erhellte. — Heute (24sten) fruͤh 7½ Uhr bestiegen Se. Koͤnigl. Majestaͤt, bis zum Landungs⸗ platze von den Militair⸗, Civil⸗ und staͤdtischen Behoͤrden beglei⸗ tet, sammt Sr. Koͤnigl. Hoheit dem Prinzen Karl und Ihrer Durchlaucht der Frau Fuͤrstin v. Liegnitz das Kaiserl. Russische Dampfschiff „Ischora“, und wurden daselbst von dem Kaiserl. Russischen Vice⸗Admiral, Fuͤrsten Mentschikoff, und der in Parade aufgestellten Besatzung empfangen, mit denen Se. Majestaͤt Sich gnaͤdigst zu unterhalten, auch den Ihnen unter Aufziehen der Preußischen Flagge uͤberreichten Schiffs⸗Rapport und somit den Oberbefehl des Schiffs zu uͤbernehmen geruhten. Wenige Minuten darauf entruͤckte die Kraft der ihren Umschwung be⸗ ginnenden Raͤder unter Hurrahruf und Kanonendonner von den festlich flaggenden Schiffen, so wie aus den im Logen⸗Garten aufgestellten Geschuͤtzen, unsern Augen den hochverehrten Monar⸗ chen, der, mitten auf dem Schiffe stehend, durch freundliches Kopfneigen den Gruß der Liebe seines treuen Volkes erwiederte. Moͤge ein guͤtiges Geschick Ihn gluͤcklich zum Ziele Seiner Reise geleiten!“
— Aus Stargard geht uns nachstehende gefaͤllige Mit⸗ theilung vom 23sten d. M. zu: „In unserer Stadt wird es durch die mannigfachen Anstalten, die zu der Zusammenziehung des 2ten Armee⸗Corps in und bei derselben getroffen werden,
smit jedem Tage lebhafter. Auf den Hoͤhen vor dem Kyritzer
Thor, zwischen der Ihna und der Berliner Landstraße, ist ein Zeltlager fuͤr 19 Bataillone Infanterie aufgeschlagen, welches bereits am 20sten Nachmittags von dem 14ten Linien⸗Regiment und am 2lsten Vormittags von dem 2ten Linien⸗Regiment be⸗
zogen worden ist. Selbigen Tages ruͤckte auch das 9te Linien⸗ Aueru. xandrien Regiment (genannt Kolbergsches) zum Cantonnement in die hie⸗ usruͤstung der Kriegsschiffe zu betreiben, welche er nach Syrien
sige Stadt ein, wo es bis zum 1. September verbleiben und alsdann mit dem 2lsten Linien⸗Regiment, welches sich schon seit
dem 31. Juli hier befindet, das 2te und 14te Regiment im La⸗
ger abloͤsen wird. Am Llsten ist auch die 2te Jaͤger⸗Abtheilung aus Greifswald hier eingetroffen. Morgen werden das Stettiner und das Konitzer Garde⸗Landwehr⸗Bataillon in die hiesige Stadt und am 25sten noch 13 Bataillone Landwehr, naͤmlich das 2te, 9te, 14te und 2üste Regimen;, und ein Bataillon des 1sten kom⸗
vinirten Reserve⸗Landwehr⸗Regiments, in das Lager einruͤcken;
die beiden Kavallerie⸗Brigaden des Armee⸗Corps aber (die 3te
und die 4te), so wie die Landwehr⸗Kavallerie, zusammen 28 Es⸗
oder selbst eine bloße Anwandelung von Schwindel in den Ab⸗ rund stuͤrzen wuͤrde. Deshalb wurden ihnen Stricke um den eib gebunden, deren aͤußerstes Ende die schon auf eine neue sichere Eishoͤhe gelangten Guides hielten, und sie daran nach sich zogen. Auf der Hoͤhe von 1400 Toisen bis 9000/ giebt es kein lebendes Wesen mehr, und selbst der Adler fliegt da nicht mehr, wohl aber manchmal ein aus der Tiefe verirrter Schmetterling; die Atmosphaͤre wird immer duͤnner, und das Leben scheint Einem nur noch eine peinliche und schmerzliche Last; der Kdrper ist niedergedruͤckt, er⸗ schlafft, erschoͤpft und aufgereizt zugleich; auf ihn druͤckt besonders eine fast unwiderstehliche Schlafsucht, die alles Denken und Fuͤhlen abspannt, und damit auch den Sinn fuͤr die jeden Augenblick dro⸗ henden Gefahren. Es ist, als muͤsse man sich erbrechen oder ohn⸗ maͤchtig werden und doch fuͤhlt man die groͤßte Abneigung gegen alle Speise; jeden Augenblick meint man, wuͤrden die Banden zer⸗ rissen, die den Menschen ans Leben knuͤpfen. Und doch muß die von der Hitze der Bewegung und Anstrengung gluͤhende Brust von Zeit zu Zeit durch einige frische und leichte Getraͤnke abgekuͤhlt wer⸗ den; der Wein aber reizt die schwachen Organe schon zu sehr; auch ertraͤgt der Magen kaum einige Nosinen mit Schnee gegessen. In⸗ dessen schlagen die Pulsadern fuͤrchterlich bis zu 115 Schlaͤgen in der Minute. Die Sinne hingegen werden feiner, besonders das Ge⸗ sicht und der Geruch. Die Neigung zum Schlaf ist aber ganz ver⸗ schieden von der gewoͤhnlichen Schlaͤfrigkeit in der Ebene, denn sie wird nicht von Muͤdigkeit begleitet. Zwar muß man immer nach funfzehn bis zwanzig Schritten ausruhen, aber der Koͤrper ist doch nicht muͤde, sondern leicht; fast ist's, als wenn er aufgehoben wuͤrde, und als ob die Fuͤße die Erde nicht beruͤhrten, sondern sie eine duͤnne Luftschichte von dem Schneeboden trennte, auf dem sie wandeln. Wegen dieser Korperleichtigkeit hat man beim Herabsteigen, selbst an steilen Stellen, gar keine Muͤhe und Anstrengung. Auf dem zweiten Plateau, das hoͤher liegt, als der Pik von Teneriffa, wollte man mit einer abgefeuerten Pistole die Intensitaͤt des Tones pruͤfen; die Pistole war zu diesem Zwecke sehr fest geladen worden, und es herrschte auf dieser Hoͤhe eine gaͤnzliche, man koͤnnte sagen, beaͤng⸗ stigende Stille. Dessenungeachtet war die Detonation nur sehr ge⸗ ring wegen der Lufduͤnne und der ebenen Oberflaͤche des Schnees- Auf dem Montblane selodst wuͤrde diese Erscheinung noch merklicher gewesen seyn, aber bei dem furchtbaren Sturme, der die Reisenden auf dem Gipfel ergriff und jeden Augenblick in die Tiefe zu schleu⸗ dern drohte, war an keine Versuche zu denken: auch waren sie in den wenigen Minuten ihres Aufenthalts fast immer von dicken Wol⸗ ken umzogen. Je hoͤher man dem Gipfel kommt, je dunkler wird der Himmel, ja sast Schwarz tritt an die Stelle des Hellslau; die inneren Waͤnde der Eisschluͤnde verlieren ihr schͤönes Saphirblau und gehen auch in Schwarz uͤber, dies war besonders an einem der tiefsten zu bemerken, die sonderbar genug von den Guides Mounlins oder Muͤhlen genannt werden. Bei der ausnehmenden Duͤnne der Luft draͤngt das Blutk nach der Oberflaͤche der Haut, was mit dem so laͤ⸗ stigen und den Augen so schmerzlichen Zuruͤckprallen der Sonnenstrah⸗ len vom Schnee die Gesichter ganz verbrennt und zum Aufspringen bringt. Dabei starren die Extremitaͤten oft von empfindlich er Käͤlte, besonders bei boͤsem Wetter und Wind. Nebel und Wolken, die unsere Reisenden fast immer auf der Calotte einhuͤllten, entzogen ihnen auch den Anblick von mehr denn 350 Gletschern, einen wahr⸗ haft feenartigen Anblick; wenn es heiter ist, so zeigt sich die ganze Gletscherkette der Schweizer Alpen bis in Tyrol hinein. Nur fuͤr einen fluͤchtigen Augenblick theilten sich die dicken, schweren Wol⸗ ken, und da gewahrte man das herrliche Thal von Courmayeur und einige umliegende Gletscher. Alle Hoͤhen, die im Chamouni⸗Tha so ungeheuer scheinen, waren nun niedergedruͤckt und buͤckten sich vor ihrem Herrn und Meister. Chamouni selbst erschien nur noch als dunkler Punkt, und die Arve wie ein Silberfaden. Auf den Gipfel fand man haͤufige Spuren von Blitz auf Felsstuͤcken, di dadurch auf ihrer Oberflaͤche wie verglast waren, was die Natur⸗ forscher Amphiboliten heißen. — Waͤhrend am 18. Juli auf den Montblanec, an seinen Seiten, in Chamouni und den umliegende Thaͤlern furchtbare Wetter mit orkanartigen Stuͤrmen, Regenguͤssen Hagel und Wasserhosen wuͤtheten, war auf dem nahen Großen St Bernhard das schoͤnste Wetter, desgleichen im Becken der Rhon und des Genfer Sees.
Meteorologische Beobachtung.
1834. Morgens Nachmitt. Abends Nach einmaliger 24. August. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
xʒ.
1
Luftdruck. 335,70“ Par. 334,4 6“ Par. 333,2 5 Par. Quellwärme 9,2 °R. Luftwärme 15,1 °R.] 21,5 °R. 15,8 °R. Flußwärme 18,1 °R. Thaupunkt 12,e° R. 12,2 ° R. 12,5 °R. Bodenwärme 15,5 °R. Dunstsaͤttg. 78 vCt. 83 pCt. 50 p Ct. [Ausdünst. 0, 18 7 Rh. Wetter... heiter. heiter. Wetterleuchten Niederschlag 0.
Win SO. SSO. SSO. Nachts darauf etwas Wolkenzug — SSO. — Regen.
Auswärtige Börsen. 8 Amsterdam, 20. August.
Niederl. wirkl. Schuld 51 9„ „ 5 8% do. 97 ½. Ausg. Schuld —. Kanz-Bill. 21 ½ 4 ½ 8 Amort. 89 ⅞. 3 ½ 8 71 ½ Knas. (v. 1831) 96 ¼ Preuss. Prämien-Scheine 101. do. 4% Anl. 97 ½ Hesterr. 97 ¼¾. 58 Span. 43 ¾. 33 29 ½.
Antwerpen, 19. August. Span. 5 % 4M4½. 38 29. Zinsl. 10 ½. Cortes 33 ½. Belg. 97 ½. Neap. 87 ½. Bras. 77 ¼. Met. 100.
Hamburg, 23. August. b
Oesterr. 5 9 Metall. 98 ½. 48½ do. —. Bank-Actien 1231. Russ.
maaße oder Buchstaben⸗Reime gegeben, welche kurz vor der thume die Steuerfretheit der Ritter⸗ und Freiguͤter im Herzog⸗ Patrimonial Vermoͤgen verhaͤltnißmaͤßig nur gering war, un 8 b 1 8s 3 8 85 8 2 4 . — = 368 12 2 1148 89 98⸗ atrimonial⸗ — erm gen verh . nißn. ßig ger 9 3 / 8 Vera⸗Cru; 3. Juli. Am 27 8 S' e. v . 8 wbs† . 2 8 ;, 1 . - 2 Schlacht auf der Brsana he ums J. 735 geschrieben wurde thum Sachsen⸗Meiningen vom 1. April d. J. an auf, wogegen sie vorzugsweise von den Kommenden (auf Lebenszeit —† Conducta von Mepik⸗ . Gelche SV1““ 18 ET3“4“ “ 85 W es s Engl. 100 ¾, Russ. Holl. 94 ⅛. Met. in Hamb. Cert. 95 ½. Preuss. ad ein Fehe a den G thenn Fhir⸗ ET1111““ Asen auch die bisherigen anderweitigen Belastungen dieser Guͤter mit liehenen Domainen) lebte, die der Hof ihr zu ihe General Santana zur Herstellung seiner Gesundheit “ Befriedigung nc Beduͤrfnisse 86 8b 5 g dtas ich “ “ Scheine 112 3, Poln. 130 ¼. Dän. 71. Holl. 58 95. 2 ½ 98 49 r. nihaͤlt, dem Koͤnige Harald Hilltekirn (Hildetand) den Sieg Beitraͤgen zur Staatskasse aufhoͤren⸗ Die neue Besteuerung standesmaͤzigen Unierhalte verlieh. Diese Verleithung baya gegangen war. Die Stadt Puebla, welche von den Trud⸗ em großer zum Theil recht eleganter Maekt im Lager gebildet v Wien, 20. August 8 — Ledlg, welche 08 rubd⸗ er, † 82 0* c Mard⸗ 92 4 2 2, 2 August.
ber die verraͤtherischen Fuͤrsten Ring und Ole zu verleihen. dieser Grundbesitzungen wird nach dem Maßstabe abgemesse schaff de ie K enden⸗Einkuͤnfte,! 8 8 . 1 1 8 . e bung s h de gemessen, nun abgeschafft worden, und die Kommenden⸗Einkuͤnfte, ven AA CEbECETEEEEEE“ E1X““ EEE1616“ 8 8 1 0 892 8 1 1 Zr. Konferenz⸗Rath Schlegel hat die treffende Bemerkung 8e;] Weiche fuͤr ändere Gegenstaͤnde von gleicher oder aͤhnlicher Be⸗ — ven Santanaes eingeschlossen ist, hält sich noch, man erwartetund aus mehr als 200 Buden und Zelcen werden Erfeischungen v nnet 98†. 1 ö81. Baut-Jetjen 1236. Ieue auleine d be
4 : 6 8 9 3 J . §65 91 duc c. 8
. 3 b 5 meistens aus Zehnten bestanden, sind sogar groͤßtentheils; aber naͤchstens ihre Uebergabe. Die Kloͤster des trikts Me⸗ aller 8 1“ n — 86 2½ 7à11
8 ½ V . 3 1 4 8 8 899 „vvsebe . 4 sabe. Die Ki 9 ti Me⸗ a t 0 tbe enen M 2 1834 551 ⅞. jacht, das jene Orientalische Art zu schreiben die zlieste und bei schaffenheit in derselben oder in der benachbarten Flur gilt, wes⸗ zwunden. Die jetzt herrste ziko haben der Regterung ein Darlehen von 40 1““ bebb“ er Einfuͤhrung des Christenthums durch die romanischen Schrift⸗ bei noch die auf Lehnguͤtern ruhenden und den Ertrag schmaͤ⸗ f 9-. 111 ) nders gegen Abend dort versammelt, dargeboten.
die Aufhebung der letzteren verf 8 sG ichti Hartei ist sich sehr wohl der tiefen Wunden, welche sie auf te 6 pC I“ X“ Iäö b Cede Wend 1 en. gelehrten verdraͤngt sey, und demnach ein wichtiges Kennzeichen lernden Lasten in Anrechnung kommen. 8 ei ist sich seh f 2 pCt. angeboten. Der „Fenix“, ein Blatt, welches die Partei Morgen Abend wird Se. Koͤnigl. Hoheit der Kronprinz hier aͤr das Alter der Runensteine darbiete. Ohne Zweifel wird jene
Weise der Fidalguta schlug, bewußt, und mißtraut meh des Kongresses hielt, hat aufhoͤren muͤssen. Der Stadtrath von erwartet, um seine Functionen als kommandirender General des luͤckliche Entdeckung zur Aufklaͤrung vieler andrer Runen⸗Denk⸗
Berliner Börse.
Den 25. August 1834 ie Eifersu n der Land. jeher n! Bos⸗zg 14 8 499 I 29. Scs . äckcheemen, welche in einem großen Theile Europas und uͤber Spanien 1“ Errfiuß tvegsse de⸗ Kongresses fuͤr arsa sans gwidehg, null und nich⸗ uns das Gluͤck bevor, Se. Majestaͤt den Koͤnig und mehrere Gee önä n h Id-SSur. 2. ttel. (E .60 Fgif. 8 il bi 1 erp 8 „ 1ö“” 5 e 1t 5 I g. In Folge dessen wurden um 1 hr Abend dem er⸗ e Mitgli 3 Koͤnig Haus 1 sern Mauer Amtl. Fonds- und Geld-Cours-Zettel. (reuths. Cour. ben. ; Hhatgtn sch ils Lege amseg Zeugen seiner ͤlte- Madrid, 9. August. Der General Lanos und der Oberst⸗ dalgos auf die Wahlen konnte daher nur àußerst geringae sten Geistlichen und dem ET öG V sagen 1““ “ Sen —— sten Geschichte erhalten haben. on Hrn. Finn Magnussen Lieutenant Santa Maria sind wegen der Mordthaten am 17ten sobald sie, wie es jetzt der Fall ist, bis auf einen gewissen pa t große Volksmenge auf dem Fuße folgte, die kraft e 858 3 1b
8 8 8 7 ²ã, ” 1e 2 7 —
5 8 ₰ 9 0 1 7 o ver Da U kom [ * 4 8 . . . . ℳ e. weniger einer Klasse, die sie so sehr verletzte. Daz eraCruz erklaͤrte am 20 Juni die gegen die Kirche gerichteten 2ten Armee⸗ Corps zu uͤbernehmen, und zum 5ten WI
MimiinsnnAELSdn.S8e 2 2 Drm. dene Sman nansaum Ii nliaeCaAn a9n”dgAge, eeT. AnT eFrixefelal. Hrie Eel.
„ r 2 8 5 * F5 8 1 3 4 4 3 1. 3 4 2— mxaxas a⁵uοιρσασρ⁹e ün E“ erwarten wir naͤchstens naͤhere Aufklaͤrung uͤber die Reise, welche, Juli verhaftet worden. mit dem Hofe schmollten. Der Herzog von Palmella aber, ereß⸗Dekrets, geschlossen gewesenen Kirchen und Kloͤ⸗ Sr.-Schuld-Sch. à)99 ½ 99 [Groishz,. Pos. do.
nach seiner Ansicht, Columbus im J. 1477 nach Island ge⸗ Es scheint, daß der Kriegs⸗Minister 20,000 Mann von der geachtet aller der Dienste, die er der jetzt herrschenden Pe ster wieder geoͤffnet. Man glaubt, daß die zum 12ten Vermis chte Na chrichten. 58 Eäg. 8 18. IT S 4 8 8 “ er. Engl. Anl. 22 — spomm. do. 4 4
4
[102 † 102 ½
taͤdtischen Miliz mobilisiren und diese Truppengattung uͤberhaupt leistete, genießt einer sehr beschraͤnkten Popularitaͤt bei derseg,ꝗ Juni einberufenen Mitalieder 1 u“ 3 “ 5 — B 5 .g 1 3 . 8 8 - Mitglieder des Kongresse ver⸗ r e Be 8 19 3 2 3
Deutschland vermehren werde. Man fuͤgt hinzu, der Minister werde alle wovon die Gruͤnde anzugeben, hier zu weit fuͤhren wuͤrde. L sammelt “ mhedeh, Weil ste 82 Füßlles sich nicht e Ueber die nee 8 vIIX“ Pr. Engl. Obl. 30. 4 94 ½ 93 † [Kur- u. Neum. do.
82 6 stituti lle Offizi Rei 2A ruͤck⸗ Opposition i D irten⸗K er wuͤrde die tr “ en, weil sie in den einzelnen Staaten zer⸗ (Aus der Allg. Ztg.) Präm. Sch. d. eeh. — 57 ⅜C8 57 ¾ Schiesische do.
8 A t. In der Si W“ alte constitutionnelle Offiziere in die eihen der Armee zuruͤck⸗ namhafte Opposition in der Deputirten⸗Kammer wů⸗ hn streut sind. Ein Brief aus Mexiko vom 18. Juni sagt, daß Eine neue Besteigung des Montblanc, welche am 18. v M Kurm. Obi m. l. C 4] 99 — [Rkst. C. d. K. N
8 I 12. A8 ust rfer. 8 In , ens sesc ufsteg treten lassen. mit dem Vertrauen Dom Pedro's bekleidete Partei nurae besonders die durch den Kongreß verordnete Einglehung der Gu⸗ stattgefunden, hat Fia a zu Lanen neuen Resultaten gefuͤhrt; Neum-Int Sch. do. 4 98⁄ WEE. asns 8 1. Mi Zust, gie. der Zgruͤber r. Freuden⸗ In Uebereinstimmung mit der Regierung soll in der Kam⸗ zu fuͤrchten haben, wenn die zahlreichen Elemente der „ ter des Herzogs von Monteleon allgemein gemißbilligt werde. nur waren ihre Unternehmer, die Herren Chenal und Viallet, bei⸗ Berl. Stadt -Obl. 4à 902 1“ heil, das K 28 4 vicer ag duss. ern, uf er den Staͤnden mer der Prokuradoren ein Vorschlag gemacht werden, Alles an⸗Dom Miguel's ihr bei den Wahlen den Sieg streitig zu! - Unter den Staͤdten und Provinzen S sich wider Konareß des Savoyer, gegen das Ende der Aufsteigung weniger vom Wetter Königsb. do. 98 ¼ Holl. vollw. Duk. — zruͤndlichen lufschluß zu Sen⸗ welche eeengüchen zuerkennen, was von 1820 — 1823 in buͤrgerlichen sowohl als in suchten. Natuͤrlich konnte diese Partei dies noch nicht in erklaäͤrt haben, werden genannt: Acapulco Costarica und der Beschaffenheit des Terrains, auf dem sie wandelten, beguͤn⸗ Elbing. do. à44 98 ½ Neue do. — Erledigung der, wider die taatsgefangenen von Goͤttingen ein⸗ Militair⸗Sachen geschehen ist. egenwaͤrtigen Augenblicke, unmittelbar nach ihrem Falle, 1 Morella und „Suͤde ““ 6 ⸗stigt, als die meisten ihrer Vorgaͤnger in den seit 1786 nerst von Danz. do. in Th. — 37 ½ Friedrichsd'or.. —
Untersuch Wege Rechtens ent b geg “ — — „FeFrnatz.all a der ganze Suͤden. Die Generale Moctezuma und — Seees LE V
etretenen Untersuchung im Wege echten entgegen staͤnden, Der Herzog von Veraguas ist zum Secretair der Kammer wo sie noch unter dem Gewichte einer frischen Reaction Cortazar aber stehen auf der anderen Seite. Nach scst Dr. Paccard aus Chamouni und seinem Guide Jacques Balmat) Westpr. Pfandbr. 4 101 ¼ Disconto — nd welche Gruͤnde es unthunlich machten, dieselben der Gnade der Prokuradoren ernannt worden. versuchen. Diese Reaction war bisher, wenigstens die c. Nachrichten aus unternommenen achtzehn Besteigungen. Von ihnen hat der Eng⸗
Guatimala stellen diese Republik als 1 oͤß Sr. Majestaͤt des Koͤnigs zu empfehlen. Der Proponent sprach ‚Der Oberst en Chef J. Escari August zu ꝗE et, nicht blutig, au di der Eingekerken, ten 8r n diese Republik als noch immer in der groͤß⸗ laͤnder, Capitain Markham Sbermwill, 1827 die umständlichte und Fenigli 3 Jpt abei den dringenden Wunsch aus, daß dieser Antrag, der eine Saragossa 6. Eetarig Hat gcteng 8 89 Fpassts atgecechne 1 CE dürheinem ede ploͤt mertherrung befindlich dar. Der General Morazan war geistreichste Beschreibung gegeben, die damals groͤßtentheils ins Mor⸗ Khn e,, 8 8 — 1 int gemacht, daß der Ueberrest der Cataloni⸗ bis jetzt nicht uͤbermaͤßig; aber sie zeigt sich unerbittli peoͤtzlich in Sonsonate erschienen und hatte den Oberbefehl uͤber⸗ blatt (die Al Bütscher von . S. 8 88 S 8 1. ahlreiche Unrerstuͤtzung gefunden, recht bald auf die Tagesord⸗ schen Faction des Cabrera, die sich der des Carnicer angeschlossen der nur einigermaßen der Anhaͤnglichkeit an die gefallene l nommen Der Kongreß der schon zm Mr . hgfcheseht Vbet⸗ 8nn Sör EECEE vnn Ffnelöns, efrcgengeabc, von egg⸗ Güe 1S s ain 2ö † 92 . erde cs 1 8 8 - 8 hen, di öö— eß, Maͤrz einberufen wa — 1 7 Serö. 8 giss ö sti 1 1eha da las. Mir⸗ zung gesetzt werden moͤchte. hatte, umzingelt ist und durch den Obersten Nogueras, an der gierung verdaͤchtig ist, jede besoldete Stelle zu entziehen, 8 hatte sich om 18. April noch nicht S.. die sechs Guides bei sich hatten, fanden jetzt, daß die Eisschlüͤnde (Dlle. 89 ““ 'des ““ Pras 1—Pes. 192 — S 1 Spitze von 500 Mann, durch den Commandeur des 3ten Ba⸗ gend von der Regierung abhaͤngt. Ein Beispiel wi zed —Q( durch die fortdauernde Hitze breiter geworden waren, als fruͤ⸗ demona als erste Gastrolle.) “ Aschaffenburg, 9. ugust. Se. Majestaͤt der Koͤnig taillons von Majorca mit 500 anderen Soldaten und durch den kraͤftigung des Gesagten genuͤgen. Ein Dekret Dom „ un *) Hiernach waͤre also die von Franzoͤsischen Blaͤ⸗ bes, anche 9e 1sci ,een none nrhcharenaheh, baußg ⸗ Pnaeo, e ehitt, a ser a eeh. 048 Bnwern ist mit den fuͤngern Koͤnigs⸗Kindern gestern Abend Obersten Montero verfolgt wird. Die beiden besagten Guerillas, am 15ten d. M. erlassen, entsetzt, wegen ihrer politischen Gr Nachricht also die von Franzoͤsischen Blaͤttern gegebene vermeiden, und doch weiter zu kommen, mußten haͤufig Um⸗ 27. August. J. hauspielhause: Die Wittwe
f98 8 1 1 8 . von Mehmed Ali's Abreise Syrie 2 1 r .e 1448828 2ꝙ ihr M austspiel i er, von L.“ 2 Hi 8 us Bruͤckenau hier angekommen. welche die Nacht vorher zu Fortanete zugebracht hatten, bestehen dsätze, ihrer Lehrstuͤhle an der Universitaͤt Coimbra namenll betrachten. hmed Ali's Abreise nach Syrien als unrichtig zu vegen gemgcht⸗ 11] es ace Pfalel ve 5 e Fe. das n. ee phesSnfe's ens. de 5g d. Ferae. Hierauf: b 8 “ 27 8 8 ¹ “
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