der Pflanzer dem Volke auferlegte Last fuͤr ein sehr geringes Opfer, wenn der Britische National⸗Charakter dadurch von einem alten Schandfleck gereinigt wuͤrde; vertheidigte sodann das re⸗ formirte Parlament gegen den demselben gemachten Vorwurf der Unthaͤtigkeit, indem er daran erinnerte, daß die beiden ersten Sessionen desselben (1833 und 1834) und die einzelnen Sitzun⸗ gen laͤnger gedauert haͤtten, als je zuvor, und ging dann schließ⸗ lich auf seine persoͤnlichen Verhaͤltnisse uͤber. „Meine Herren“, sagte er, „noch einmal nehme ich von Ihnen Abschied, indem ich Ihnen meinen herzlichsten Dank fuͤr Ihre Guͤte sage. Viele haben Ihnen mit groͤßerer Geschicklichkeit gedient, “ (nein, nein!) — aber Keiner aus uneigennuͤtzigeren und reine⸗ ren Motiven. Auf alle Verleumdungen, mit denen man mich
üͤberhaͤuft hat, antworte ich nur mit der Bitte an meine Landsleute, ich mich befand, bevor ich
sich der Lage zu erinnern, in welcher das Amt uͤbernahm, um damit meine gegenwaͤrtige Stellung zu vergleichen — sie werden finden, daß mein Motiv nicht der Wunsch war, etwas fuͤr mich zu erlangen. Ich trete vom Amte ab nur mit einer einzigen Belohnung — aber freilich der besten, ie mir moͤglicher Weise zu Theil werden konnte — dem Zu⸗ rauen und dem Wohlwollen Derer, vor deren Augen ich mei⸗ nen Wandel gefuͤhrt. Oft ward mir Tadel und Verleumdung. ber ich mochte viel darunter leiden oder wenig, immer blieb nir Trost in dem Bewußtseyn der gewissenhaften Berufstreue und in der Zuversicht, daß mir endlich Gerechtigkeit zu Theil wuͤrde, wenn meine ganze Laufbahn offen der Beurtheilung mei⸗ nes Vaterlandes vorliegen werde. Viele Beweise des Wohlwol⸗ lens wurden mir, aber ich kann aufrichtig versichern, daß ich keinen mit groͤßerer Freude und groͤßerem Stolz entgegengenom⸗ men habe, als die Freundschafts⸗Bezeugungen dieser erlesenen und zahlreichen Versammlung, die nicht nur mit meinem oͤffent lichen Auftreten, sondern auch mit meinem Privatleben be⸗ kannt ist. Man hatte gesagt, ich habe dem Volke ein hal⸗ bes Jahrhundert gedient; es war im Jahre 1786, ich zum ersten Male zum Revpraͤsentanten der Northumberland erwaͤhlt ward. ist seitdem verflossen, ein Zeitraum,
mir
5 Jahre dem Staatsdienst im Ministerium gewidmet wurden. dieser Laufbahn trete ich ab mit dem schoͤnsten Lohn, Ich besitze keinen andern Lohn, uͤber den irgend ein lebendes Wesen in England sich zu
Am Ende — mit der Billigung meiner Landsleute.
beschweren ein Recht hat. (Beifall.) Hieruͤber koͤnnte ich noch Bielcs, sehr Vieles sagen, aber ich fuͤhle mich so sehr uͤberwaͤl⸗ tigt durch die Guͤte, die Sie mir beweisen, daß es mir unmoͤg⸗ c ist, fortzufahren.“ — Voͤllig erschoͤpft setzte der Graf sich nieder. Der laͤrmende Beifall, der seiner Rede folgte, und der durch ein dreifaches Lebehoch noch vermehrt ward, dauerte so lange, bis mehrere Stimmen seinen Schwiegersohn, Lord Dur⸗ vam, aufforderten, das Wort zu nehmen. Lord Durham ankte auf gleiche Weise, wie Graf Grey, sprach Freude daruͤber aus, daß die ehemaligen Kommittenten dessel⸗ den an diesem Tage offen vor der ganzen Welt die Verleum⸗ dungen, welche man auch im noͤrdlichen England gegen den Grafen verbreitet habe, zuruͤckweisen, erklaͤrte in Allem, Lord Grey eben gesagt ae, mit ihm uͤbereinzustimmen und immer seinen Wuͤnschen in politischen Dingen nachleben zu wol⸗ len; er versprach, wie sein Verwandter, sein ganzes Streben darauf zu richten, die Rechte des Volks aufrecht zu erhalten und die Verfassung auf ihre urspruͤnglichen einfachen Grundsaͤtze zuruͤckzufuͤhren, damit, so weit auch andere Nationen auf dem Wege der Civilisation vordringen moͤchten, die Englische immer ihr Haupt hoch uͤber alle andere erheben koͤnne; doch glaubte er, eine Unrichtigkeit in der Rede des Grafen berichtigen zu muͤs⸗
das Verdienst, die Reform⸗Bill durchgesetzt u haben, von sich abgelehnt. Aber ich will nicht, daß das Verdienst einer großen Maßregel, das Einem allein angehoͤrt, unter Mehrere zersplittert werde. Ich erklaͤre jetzt, wie ich es schon oft hinter seinem Ruͤcken gethan, daß jene Maßregel niemals vorgeschlagen, niemals durchgesetzt worden waͤre, ohne ihn. Ich meines Theils muß bekennen, daß ich nur das willige Werkzeug seiner Wuͤnsche war, aber waͤre es nicht seine Entschlossenheit, jeine Energie, sein Ansehn im Lande, sein Einfluß auf den Sou⸗ verain gewesen, nichts in der Welt haͤtte jenes außerordentliche Resultat zu Stande bringen koͤnnen. 1 buͤhrt die Ehre der großen Maßregel; und mag man die Hel⸗ den von Trafalgar und Waterloo — als Feldherrn muß auch ich ihn ehren —
lichen Bescheidenheit,
Nelson's Stirne nicht schmuͤcken, als der, den Zeitgenossen und Nachwelt um meines edlen Freundes Schlaͤfe winden muͤssen.“
Aus den Berichten der Agrikultur, Gesellschaft der Kolonie am Schwanen⸗Flusse ergiebt sich, daß, ungeachtet der Hin⸗ dernisse, mit denen die Ansiedler noch zu kaͤmpfen haben, der Anbau des Landes seit dem letzten Berichte um das Vierfache zugenommen hat, und daß etwa 560 Acres mit Weizen und un⸗ gefähr 250 Acxes Landes mit Gerste, Hafer, Erbsen, Kartoffeln bestellt sind. Die Vermehrung des Rindviehs und der Schafe ist dadurch sehr verhindert worden, daß die Ansiedler viel von ih⸗ rem Vieh schlachten mußten, weshalb der schnelle Beistand der
ierung sehr nothwendig war. Die Beraubungen durch die
Eingeborenen hatten aufgehoͤrt und es bestand zwischen ihnen
und den Anstedlern ein freundschaftlicher Verkehr. RKNiedorlande.
Aus dem Haag, 25. August. Hier und im ganzen Lande ist getzern der Geburtstag Sr. Majestaͤt des Koͤnigs auf das herzlichste gefeiert worden. Se. Majestät befinden sich in Aller⸗ hoͤchstihrem Familienkreise im Schlosse Loo, wohin auch die bei⸗ den Soͤhne Sr. Majestaͤt abgereist sind. Ihre Koͤnigl. Hoheit
.
die Peinzessin Albrecht von Preußen wird binnen einigen Tagen
aus dem Loo hier erwartet.
Belgten.
Bruͤssel, 25. August. Man liest im Belge: „Am jetzten Mittwoch wurde bei dem Minge sster Rath gehalten, dem alle Mitglieder, Mit isters der auswaͤrti 1 au fast fuͤnf Stunden. Man sagt, daß unter anderen wichtigen Gegenstaͤnden auch die Aufhebung der Administratoren der Po⸗ sczer, der Posten und des oͤffentlichen Unterrichts beschlossen wor⸗ den sey“ — Hierzu bemerkt der Moniteur: „Wir erklaͤren, daß, ungeachtet der wiederholten Versicherung des Belge in seiner gestrigen Nummer, nichts Wahres ö“ st.⸗
t 11
Ne- g g99 b asgt — Lissabon, 10. August Es scheint, daß man im Auelande mit einer gewissen Spannung der bevorstehenden Er⸗ öffnung der hiesigen Cortes entgegensieht, indem man in dieser Versammlung ein wesentliches und thaͤtiges Werkzeug zur Be⸗
unter auch persoͤnliche Opposition gemacht,
als Grafschast Ein Zeitraum von 48 Jahren von dem etwas weniger als
seine
was
sen. „Mein edler Verwandter“, sagte er, „hat mit seiner gewoͤhn⸗ mee ungefaͤhr
Ihm, und ihm allein ge⸗
mag man die Besteger unserer auswaͤrtigen
Feinde mit Lorbeer umkraͤnzen, ein schoͤnerer Kranz darf selbst fruͤher erschienen.
plia vom 23. Zuli: 1 der Regentschaft sagen, daß, im Vergleich mit dem, was man
eerrichteten Lehrern bei den neuen Schulen und auf Minister des Innern ein Mi⸗ mit Ausnahme des en Angelegenheiten, beiwohnten; er dauerse
foͤrderung waltung Portugals zu erblicken glaubt. Selbst manche Portu⸗ giesen, die sich einer aͤhnlichen Wirksamkeit fruͤherer Volks⸗Ver⸗ sammlungen erinnern, theilen diesen Glauben. Die Erfahrung duͤrfte indessen den Beweis liefern, daß allerdings in den bevor⸗ stehenden Porlugiesischen Cortes viel und breit gesprochen, mit⸗ und der im Allgemei⸗ nen mit den Anfaͤngern des politischen Lebens verbundene Neue⸗ rungs⸗Eifer der Mehrzahl der Deputirten an den Tag gelegt werden moͤchte. Zugleich aber ist anzunehmen, daß die Cortes, als politische Maschine, wesentlich dem Ministerium Dom Pe⸗ dro's, dessen bisherige Maßregeln sie gewissermaßen nur einre⸗ gistriren duͤrften, sich unterordnen werden, waͤhrend sie bei sol⸗ chen Punkten, wie die Bestaͤtigung der Regentschaft, die Erlaͤu⸗ terung gewisser Bestimmungen des sogenannten Amnestie⸗Dekrets, die geistliche Angelegenheit und die Stellung zu Rom u. welche die Regierung ihrer freien Eroͤrterung und Entscheidung anheimzustellen die Miene annaͤhme, um fuͤr ihre eigenen Ab⸗
sichten in dieser Beziehung als den Ausdruck der National⸗An⸗ Regie ⸗ Dies duͤrfte sich uͤbrigens natuͤrlich aus dem Umstande erklaͤren, daß die eigentlichen
sichten darzustellen, wahrscheinlich das bloße Organ jener rungs⸗Intentionen bleiben werden.
ganz 8 Leiter der Partei, die jetzt in Portugal herrscht, und den Umge⸗
staltungs⸗Prozeß dieses Koͤnigreichs durchzufuͤhren strebt, die Mi⸗ n 2 en, verstaͤnden, hierher geschickt werden moͤchten. Bayern sandte demnach vor einigen Monaten den Grafen von
nister Dom Pedro's sind und die Regierung bilden, welche dem⸗ nach selböst die Initiative einer Umwandlung ergriffen hat, die an Ausdehnung zuverlaͤssig nicht hinter derjenigen zuruͤckbleibt, deren Werkzeug fuͤr Frankreich die sogenannte konstituirende Versammlung abgab. publiziren, als die Herrschaft Donna
in Porto genossen,
vervollstaͤndigen beflissen gewesen waren.
lutionen Englands und Frankreichs zu Grunde lag. Es ist viel⸗
leicht ohne Beispiel in der Geschichte, daß eine sich vorzugsweise auf ihr Erbrecht stuͤtzende Regierung, ganz aus freiem Antriebe, Versuch vornahm, ohne daß die Mehr⸗ hat der General Schmalz seine Landung zu Porto Guaglio an
einen so durchgreifenden zahl des Volks auch nur sen. Wie sich
Wuͤnsche dafuͤr haͤtte laut werden las⸗
so duͤrfte der aͤltere Zweig des Hauses
sein eigenes Werk erschrickt, wenn er jetzt in Portugal diejeni—
gen organischen Gesetze in Ausfuͤhrung bringen sieht, unter wel⸗
che er auf den Azoren seinen Namen wohl schwerlich mit einer andern Absicht setzte, als um durch diese Demonstration die libe⸗ rale Partei in England und Frankreich guͤnstig fuͤr seine Gebie⸗
terin zu stimmen. — Es ist hier so eben eine neue und vollstaͤn⸗ dige Organisation der Armee ans Licht getreten, die zwar nur
als provisorisch und als der Bestaͤtigung der Cortes beduͤrfend bezeichnet wird, doch beziehe ich mich in dieser letzteren Hinsicht auf das Obengesagte. Das Detail dieser Organisation wird ohne Zweifel in die meisten fremden Blaͤtter uͤbergehen, weshalb hier nur die Bemerkung ihren Paatz findet, daß die Linien⸗Ar⸗ auf die naͤmliche Staͤrke, welche sie vor 1807 hatte,
d. h. auf die
In Betracht aus nothwendig geworden. 1 lung der fremden Corps wird den Cortes anheimgestellt; doch scheint die Regierung jene Fortdauer zu wuͤnschen. Auch hinsichtlich der Bildung und Organisation der Garde nach Franzoͤsischem
scheidung der Cortes vorgegriffen. Diejenige von Lissabon, die
als eine nicht unwesentliche Stuͤtze der jetzt herrschenden Partei! Die fortdauernden Volks⸗Excesse gegen angebliche Miguelisten, die meist von Pri⸗ vatrache angeregt waren, haben die Regierung endlich vermocht, hei de †
anzusehen ist, wird 13,000 Mann betragen.
geeignete und scharfe Verordnungen dagegen zu erlassen, nen es nur zu bedauern ist, daß sie nicht bereits drei Monate
Liquidirung und Bezahlung der Kompetenzen der aus den aufge⸗
hobenen Kloͤstern vertriebenen Moͤnche zu denken, obgleich sie es
nicht unterlassen hat, zu den bekannten fruͤheren Ausnahmen
neue Bedingungen, um zum Bezuge jener Kompetenz befaͤhigt na Man kennt jetzt hier schon den Inhalt Zeugniß ihrer Unterwuͤrfigkeit, wie in fruͤheren Zeiten, angenom⸗ der letzten Anrede des Papstes an die Kardinaͤle in Betreff der Gelegentlich ein Mehreres uͤber den Eindruck und die Wirkung, den dieser Schritt Roms hier;
zu seyn, hin uzufuͤgen.
hiesigen Kirchen⸗Angelegenheiten.
Wenn man indeß zu Rom hoffte, daß er
hervorgebracht hat. 1b Li man sich getaͤuscht
hier zum Einlenken bewegen wuͤrde, so duͤrfte haben. 1“
Griechenland.
Die Times enthaͤlt nachstehendes Schreiben aus Nau⸗ „Waͤhrend die Gegner der Majoritaͤt
erwartete, nichts fuͤr Griechenland geschehen sey, daß nur einige
Dekrete erlassen und nur ein Paar Gesetzbuͤcher aus dem Fran⸗ zoͤsischen ins Deutsche uͤbersetzt worden seyen, weisen ihre Anhaͤn⸗ ger mit Eiser auf die Kriminal⸗ und Straf⸗Gesetzbuͤcher hin, auf die eines neuen Rechts⸗Systems, auf die bewirkte Trennung der Griechischen Kirche von dem Patriar⸗ chat in Konstantinopel, auf die Einfuͤhrung neuer Municipal⸗
Anordnungen zur Einfuͤhrung
Institutionen, auf die Sorgfalt, welche auf Anstellung von un⸗
die Erhal⸗ tung der Alterthuͤmer Griechenlands verwandt worden, so wie auf das neue Civil⸗Gesetzbuch, dessen Bekanntmachung in went⸗ gen Monaten zu erwarten sey. Die Anordnungen fuͤr die Schulen, sagen die Gegner der Regierung, moͤgen gut seyn, wenn die Lehrer unterrichtet und thaͤtig sind, aber warum sind die Schulen jetzt geschlossen, warum ist das Lancastersche System, das fruͤher eingefuͤhrt war, zum Nachtheil der aufwachsenden Generation abgeschafft worden? Hr. Abel antwortete darauf, daß dies System zu mechanisch sey, und daß er hoffe, bald ein intellektuelle⸗ res System, wie es in Deutschland gebraͤuchlich, einfuͤhren zu koͤnnen. Waͤhrend Hr. Maurer sich mit den Gesetzen beschaͤftigt, ist Hr. Heideck der Meinung, man muͤsse die Griechen, um sie zu civi⸗ lisiren, in der Musik und in der Liebe zur Wahrheit unterrich⸗ ten. Hr. Abel hat in Nauplia ein Seminar fuͤr vierzig junge Leute errichtet, die spaͤter als Lehrer angestellt werden sollen,
einer neuen Organisation der Verfassung und Ver⸗
Transvportiren der schon angekommenen 2000 Freiwilligen, be⸗
Die hiesige Regierung brauchte fuͤr diesen Zweck, wie sie es auch thut, nur die Reihefolge der Dekrete zu wieder im vorigen Monat nach Muͤnchen abgereist. Koͤnig Otto 1 welche die Regentschaft in den Azoren erließ, und welche die jetzigen Minister, waͤhrend der Muße, deren sie Maria's sich auf die Linien jener Stadt beschraͤnkte, zu ergaͤnzen und zu Das Ganze dieser Dekrete, deren einige jetzt fast taͤglich die langen Spalten der hiesigen Regierungs⸗Zeitung ausfuͤllen, vereinigt mit der Charte, dem 1. Juni des kuͤnftigen Jahres sehnt, wo Koͤnig Ote⸗ die Dom Pedro aus Brasilien sandte, bilden so ziemlich eine in allen Theilen vollstaͤndig entwickelte neue Staats⸗ und Kirchen⸗ Verfassung in dein Sinne der Theorie, welche den letzten Revo⸗
ben scheinen.“
uͤbrigens auch, in Folge dieses Versuchs, die Staats⸗Verfassung und die Zukunft Portugals gestalten moͤchten, Braganza kuͤnftig noch vielleicht mehr wie einmal das Opfer seiner fruͤheren Rechte be⸗ dauern, welches eine Periode von Enthusiasmus ihn bringen
ließ; so wie der Herzog von Palmella gewiß bereits oft uͤber Lin jetzt auch besetzt werden, wodurch die Mainotten in drei Ab
Haͤlfte desjenigen Betrages herabgesetzt wird, auf welchen der Marschall Beresford selbige hinaufgeschraubt hatte. der Trennung Brasiliens war diese Maßregel durch⸗ Die Fortdauer und kuͤnftige Stel⸗
National⸗
Muster hat die Regierung der Ent⸗n G selbst die Nachricht eingetroffen, daß es Ibrahim Pascha gegluͤck
Auch scheint selbige endlich ernstlich an die
tten damit bekannt zu machen.
nachdem sie zwei Jahre hindurch Franzoͤsisch, Musik und graphie getrieben haben. Es ist hier ein Gymnasium terricht der Kinder aus den hoͤheren Staͤnden eroͤffnet, das je von sunfzig Knaben besucht wird; aber in anderen Gegendet sollen die Schulen noch vernachlaͤssigt seyn. Der Umstand 88 dient indeß unstreitig Lob, daß, bis auf den ungluͤcklichen Kamuf mit den Mainotten, die Regentschaft große Sorgfalt auf di Einkuͤnfte der Nation verwandt hat, welche in diesem Jaͤhre auf 330,000 Pfd. oder 9 Millionen Drachmen geschaͤtzt werder koͤnnen. Ungeachtet der Kosten fuͤr den Transport der Königl Bayerischen Truppen, so wie fuͤr das Anwerben, Emuͤben 8
Geo⸗ zum Un,
traͤgt das jaäͤhrliche Deficit in den Einkuͤnften nur 2 bis 3 Mil⸗ lionen Drachmen, welches leicht durch die Summe ausgeglichen werden kann, die von den beiden ersten Serien der nleihe von 2,400,000 Pfd. uͤbrig ist, und wovon, nach Abzahlung von 40 Millionen Piaster an die Tuͤrken, und nach Abzug der man nigfaltigen Ausgaben, welche die Installirung einer Regierung begleiten, noch etwa 10 Millionen Drachmen bleiben. Es wie auch Sorge getragen, die Garantieen fuͤr die dritte Serie der Anleihe fuͤr die Zeit der Volljaͤhrigkeit des Koͤnigs Otto vorzu⸗ bereiten, damit die Regierung nicht in Verlegenheit gerathe Die Mazoritaͤt der Regentschaft und namentlich Herr Maure. wuͤnschten, daß Personen, die ihre Arbeiten gehoͤrig zu wuͤrdigen
Saporta her, der den Koͤnig Otto fruͤher nach Griechenland be gleitet hatte, spaͤter jedoch wegen seiner geschwaͤchten Gesundheit zuruͤckging; dieser hat einen Bericht entworfen und ist bereitz soll ein hoͤchst einfoͤrmiges Leben fuͤhren. Er hat seinen Sommer, aufenthalt in Argos genommen, von wo er woͤchentlich zwei Mal nach Nauplia kommt. Sein Oheim, der junge Prinz von Sachsen⸗ Altenburg, wurde schon vor sechs Wochen von Grtechenland nach Bayern zuruͤckberufen; der Koͤnig ist daher jetzt ziemlich einsam Es giebt eine starke Partei unter den Griechen, welche sich nac
sein eigener Herr seyn und sie von den Fesseln einer Regent⸗ schaft befreien wird, fuͤr welche die Griechen, das scharfsinnigse und aufmerksamste Volk Europa's, keine große Vorliebe zu ha—⸗
Dasselbe Blatt meldet aus Nauplia vom 26. Jul: „Die Neuigkeiten aus der Maina sind befriedigend. Mit Hulee der Familie des Mauromichali, der es mit der Regierung hil,
der oͤstlichen so wie Mezapo an der Westkuͤste und nahe dem Suͤdende dieses Berglandes bewerkstelligen koͤnnen. Zwischen beiden Orten liegt ein Isthmus, uͤber den eine Verbind ung er richter werden koͤnnte, die den aͤußersten Punkt der Maina von dem ubrigen Theile trennen wuͤrde. Ein anderer Isthmus, von Scutari (in der Maina) bis in die Naͤhe von Dschimova, wird
theilungen gerrennt werden. Es befindet sich eine Truppen⸗Ab theilung zu Marathonisi, um Einfaͤlle in die anderen Disttrikte Griechenlands zu verhindern. Die Hitze ist ungemein stark und unter den ruppen herrschen Krankheiten, wovon fat ein Drittheil der Bayern ergrissen ist. Waͤhrend Einige nach Briefen von Canaris und Anderen versichern, daß der Kampf fast beendigt sey, waͤhrend Andere dies bestreiten, denn da die Absicht der Regierung sey, die Operationen in Form einer Ble⸗ kade fortzusetzen, so koͤnne dies noch lange dauern. Die Trup pen zu Corinth, welche aus etwa 200 Griechen bestehen und an das Klima gewoͤhnt sind, werden hieher kommen, um die ande ren Griechischen Truppen, namentlich die Gendarmen, derm Diensten das groͤßte Lob ertheilt wird, zu unterstuͤtzen. Einer der Anfuͤhrer der Mainotten, ein Griechischer Priester, Laicos genannt, ist hierher in Verwahrsam gebracht, um vor Gericht gestellt zu werden.“
“ Die Niederlaͤndische Staats⸗Courant meldet: „E. nem Schreiben aus Alexandrien vom 3. Juli zufolge, war das
sey, dem Aufstand in Syrien ein Ende zu machen. Den frem den Konsuln in Alexandrien wurde davon durch nachstehendes Rundschreiben Mittheilung gemacht:
„Meine Herren. Ich beeile mich, Ihnen den Inhalt eines Schreibens von Ibrahim Pascha, datirt vom 17. Fafar 1250 dessen Original nach Jaffa gesandt worden, von dem jedoch der Vertreter des Vice-⸗Koͤnigs eine Abschrift durch einen Courier aus Damaskus erhalten hat, hierdurch mitzutheilen. Die Ober⸗ haͤupter und Bewohner der Berge von Naplus, Jerusalem und Dschebii Chalib sind gekommen, um sich Vergebung zu erbitten. Die Gnade, um welche sie nachgesucht, ist ihnen verliehen, das
men worden, und sie sind saͤmmtlich nach ihren Wohnstaͤtten zu⸗ ruͤckgekehrt. Da kein Zweifel daruͤber obwaltet, daß dies der Macht des Ober⸗Befehlshabers und der Wachsamkeit und vaͤte lichen Vorsorge Mehmed Ali's zuzuschreiben ist, so erscheint e noͤthig, die Konsuln der verschiedenen Europaͤischen Hoͤfe in Aegpvh Alexandrien, 25. Fafar 1250.
Boghos Jussuff.“ M“ “
In Nord⸗Amerikanischen Bläͤttern liest man: „Wi haben so eben eine Nummer der zu Tamaulipas erscheinenden Atalaya Victoria vom 17ten Junk erhalten. Darin befin det sich eine offizielle Anzeige, die uns fuͤrchten laͤßt, daß Neu⸗ Spanien bald durch einen Buͤrgerkrieg verwuͤstet werden wird. Folgendes sind Auszuͤge aus diesem Blatt:
„An das Oberhaupt des Freistaats San Luis de Potos— Geehrtester Senhor! Sie werden sehen, daß der General Don Amonio Looez de Santana in der Mittheilung, die er am g1. Mai den Kammern der Union machte, daß derselbe seine geset lichen Befugnisse uͤberschritten und die Bundes⸗Verfassung ver⸗ letzt hat, indem er sie nach seinem Belieben auslegte. In Folge dessen erließ der Kongreß, ehe er noch davon Kenntniß hatte, da vie National⸗Regierung durch Santana aufgeloͤst worden war⸗ nachstehendes Dekret und eine Proeclamation, die oͤffentlich be⸗ kannt gemacht wurde. Noch nie gab es eine Zeit, wo wir so sehr wie jetzt der Eintracht und Energie bedurften. Jetzt gilt es, sich dem Tyrann zu widersetzen, der sich zum obersten M. tator machen will. Deshalb wollten wir Ihnen beifolgendes De kret des Kongresses mittheilen: e.““
„„Im Namen Gottes und der Freiheit. San Luis de Potost, 9. Juni 1834. Da der constitutionnelle Kongreß g. Staats der Meinung ist: 1) Daß der Praͤsident der Republi⸗ kein Recht hat, die Bundes⸗Verfassung nach seinem Belieben auszulegen; 2) daß derselbe in seiner Mittheilung vom 31. 18 die Dreistigkeit gehabt hat, die Autoritaͤt der Kammer absichtl
alle
aisch auszulegen; 3) daß er durch dies Verfahren die Graͤnzen
chten uͤberschritten und die Bundes⸗Verfassung ver⸗ beschließt dieser Kongreß, daß der Staat San Luis Handlungen des Praͤsidenten als unge⸗ setzlich betrachtet, insofern derselbe sich nicht durch die Verfasung und die Gesetze gebunden glaubt, die den Kammern das Recht zu erkennen, die Artikel der Verfassung aus⸗ zulegen und diejenigen Gesetze und Dekrete zu publiziren, die r fuͤr angemessen erachtet. Der Gouverneur dieses Staats soll dieses Dekret den gesetzgebenden Versammlungen der anderen Staaten mittheilen und sie um ihre Beipflichtung ersuchen. Die vollziehende Gewalt des Staats wiro dieses Dekret bekannt machen, in Umlauf setzen und in Ausfuͤhrung bringen.““
Peru.
seiner Pfli hat, so. oͤffentliche
Eine Englische Zeitung enthaͤlt Folgendes in Bezug
auf die letzte Revolution in Peru: „Wir haben authentische Auszuͤge aus den Briefen unseres in Peruanischen Diensten ehenden Landsmannes, des General Miller, die derselbe an einen vertrauten Freund in Lima richtete, zur Ansicht bekommen und theilen daraus das Interessanteste mit. Bekanntlich war der General Miller im Monat Februar d. J. mit sehr wenigen Streitkraͤften von Lima abgesandt worden, um gegen die von den Generalen Bermudez, Frias und dem Expraͤsidenten Ga⸗ marra befehligten aufruͤhrerischen Truppen zu operiren, die von den aufgebrachten Einwohnern Lima's am 28. Januar aus die⸗ ser Stadt vertrieben worden waren. wierigkeiten uͤberwunden hatte, erhielt er am 25. Maͤrz eine Ver⸗
sü kung und floͤßte seinen Truppen soͤlches Vertrauen ein, daß sie einen 3 8. tenden Verschiedenheit des Lebensalters entstand bald zwischen Bei⸗
rüͤckschlugen. Kaum hatte der Feind sich zuruͤckgezegen, als sich den die vertrauteste Freundschaft, wie ein bis zum Jahre 1812 fort⸗ Lesgen, gefuͤhrter lebhafter Briefwechsel zeigt, dessen oͤffentliche Bekanntma⸗
Anariff der sechsmal staͤrkern Insurgenten⸗Macht mit Erfoig zu⸗
400 Mann unter den Befehlen des Oberst Salaberi, eines Offiziers, der fruͤher unter Miller gedient hatte, zu den Truppen des Letzteren stießen. wesen, seinen alten Chef noch zur rechten Zeit zu Huͤlfe zu kom⸗ men, daß er von Truxillo aus einen Eilmarsch von nahe an 180 Mei⸗ len, ohne einen einzigen Tag Halt zu machen, zuruͤcklegte, ob⸗ gleich es mitten im Winter war und er die Anden zu passiren hatte. Durch dieses tapfere Corps zwar verstaͤrkt, aber noch immer nicht mit
den Unterstuͤtzungen versehen, die er von der Hauptstadt zu er⸗
warten und zu empfangen berechtigt war, ruͤckte General Miller durch die schwierigsten Paͤsse vor und langte, nachdem er eine ganze Nacht mit seinen Truppen geradezu uͤber den Wolken bi⸗ vouaquirt hatte, am 7. April zu Huancabalica an, wo er eine rrefflcche Stellung einnahm, so daß er beide feindliche Corps,
das Bermudezsche und das Friassche, bedrohte und sich zu glei⸗ Zeit die Communication mit Ica und der Kuͤste offen
cher hielt. Am 16ten kam wieder eine kleine Verstaͤrkung, von nicht weniger als 5 Generalen gefuͤhrt, aus Lima an; da aber der Commandeure so viel waren und Alle Befehle ertheilten, fuͤr die keiner verantwortlich war, so wurde eine Reihe von Fehlern be⸗ gangen, die mit einer Niederlage und einem schimpflichen Ruͤck⸗ zuge, verbunden mit einem Verlust von 300 Mann, endigten. Der Verlust des Feindes war sehr gering, aber unter seinen Tod⸗ ten befand sich der General Frias, der die Seele des ganzen Un⸗ ternehmens gewesen war. Dieses Schlages ungeachtet wurden doch die duͤsteren Ahnungen, die in der Stadt Lima herrschten, am 25. April ploͤtzlich in herzliche Freude verwandelt, da die of⸗ sizielle Nachricht aus dem Hauptquartier einging, daß sich die ganzen Truppen, die unter dem Kommando von Bermudez und Frias gestanden, ergeben haͤtten. Die Generale Bermudez und Vargas wurden den Haͤnden der Gerechtigkeit uͤberliefert; doch begnadigte man sie und erlaubte ihnen, sich aus dem Staube zu machen. Der Uebertritt der Insurrections⸗Truppen scheint durch den Oberst Allende, ehemaligen Adjutanten des General Miller, der mit diesem seit einiger Zeit uͤber einen solchen Plan korre⸗ spondirt hatte, erleichtert worden zu seyn. Jedenfalls ersparte dieser Schritt des Oberst Allende vieles Blutvergießen, und hof⸗ fentlich wird er zur baldigen Beendigung eines verheerenden Krie⸗ ges fuͤhren.“
Ein von Nord⸗Amerikanischen Zeitungen mitge⸗ theiltes Privatschreiben aus Lima vom 29. April erstattet uͤber dasselbe Ereigniß folgenden Bericht: „Am 26sten erhielten wir die wichtige Nachricht, daß die Offiziere im Lager des General Bermudez zu Huarcuyo eine Empoͤrung gegen ihn angestiftet und alle Truppen, ungefaͤhr 1200 Mann, dem Praͤsidenten uͤber⸗ liefert haͤtten, der den General Lafuente damit beauftragt hatte, sie in Empfang zu nehmen. Dieses Ereigniß ist als entscheidend fuͤr die Niederlage der Insurgenten anzusehen, und es wird uns nun hoffentlich die ersehnte Ruhe bald wiederkehren. Der Praͤ⸗ sident will sogleich gegen Cuzco marschiren. Bermudez wurde anfangs von den Offizieren, welche die Empoͤrung veranlaßt hat⸗ ten, verhaftet; soaͤter aber ließen sie ihn mit einem oder zweien seiner Freunde entwischen. Er wird verfolgt, doch moͤchte es ihm wohl gelingen, nach Cuzco zu entkommen. Obgleich dieserharte Verlust den Bermudez erlitten hat, als entscheidend fuͤr sein Schicksal betrachtet werden kann, so duͤrfte der Praͤsident doch einige Mo⸗ nate brauchen, um sich der suͤdlichen Provinzen zu bemaͤchtigen und noch viel laͤngere Zeit wird vergehen, ehe der Sturm der Leidenschaften, den ein Buͤrgerkrieg stets erzeugt, sich wieder leat. Bis jetzt scheint noch Niemand Lust zu haben, die Geschaͤfte wieder zu beginnen. Die Kaufleute restiren den Importeurs meistens bedeutende Summen, und bevor sich ihnen keine bessere Zahlungsmittel darbieten, als die, welche ihnen in der letzten Zeit zu Gebote standen, moͤchten sie wohl nicht gern einkaufen; auch werden sich die Verkaͤufer nicht eben beeilen, ihnen ihre Waaren aufzudringen. Seit dem 1. Januar haben sich uͤbrigens die
garen⸗Vorraͤthe hier und in Chili im Ganzen bedeutend ver⸗ mehrt, und man erwartet taͤglich wieder mehrere Schiffe mit betraͤchtlichen Ladungen. Es ist keine Aussicht auf Besserung der Preise vorhanden; kaum werden die vom Dezember sich halten.“
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1 8
Berlin, 30. August. Nachrichten aus Koͤnigsbe folge, sind Se. Majestaäͤt der Koͤnig am 26sten Morgens um 6 Uhr mit dem Kaiserl. Russischen Dampfschiffe „Ischora““ auf der Rhede von Pillau und um 9 ¾ Uhr in Koͤnigsberg angekom⸗ men, und beim Kriegs⸗Magazin an’'s Land gestiegen. Alle Empfangs Feierlichkeiten waren abgelehnt worden. Aber des treuen Volkes Anhaͤnglichkeit (berichtet man von dort) konnte es sch nicht versagen, den ungekuͤnstelten Ausdruck der Freude an vn Tag zu legen. Seitdem sichere Kunde da war, auf welchem Mege. Se. Majestaͤt eintreffen wuͤrden, wogte eine unabsehbare ede jeglichen Standes, Alters und Geschlechtes dem sehnlichst e schon von Tages⸗Anbruch an entgegen, und lauter aee begleitete nach der gluͤcklich ersolgten Ankunft Aller⸗ bis zum Koͤnigl. Schlosse, und hallte noch lange nch⸗ 9 der „Ischora“ sind auch Se. Koͤnigl. Hoheit der
nz Karl und Ihre Durchlaucht die Frau Fuͤrstin von Liegnitz
Auflagen noͤthig wurden. Nachdem er zahlreiche
Der Oberst Salaberi war so besorgt ge⸗ die Muße des Friedens zu seiner weiteren Ausbildung; auch blieb
wirklichen Quartiermeister⸗Lieutenant und Stabs⸗Capitain erfolgte
“ rg zu⸗
in Koͤnigsberg eingetroffen, und an demselben Tage Abends aneaen 33, 88, 699. der Prüh Wilhelm (Sohn Sr. Maj.)
t essen Gemahlin zu Lande dort an, und stiegen gl im Koͤnigl. Schlosse ab. 3 9 8 “
(Aus dem Militair⸗Wochenblatt.)
Georg Wilhelm Freiherr von Valentini wurde am 21 August 1775 geboren, und, dem Kriegsdienste bestimmt, in das Ber⸗ liner Kadetten⸗Corps aufgenommen, welches er im funfzehnten Jahre als einer der vorzuͤglichsten Zoͤglinge verließ, um seine Lauf⸗ bahn beim Jaͤger⸗Regimente zu beginnen, wo sein Vater — spaͤter Commandeur desselben, und zuletzt Commandeur des Berliner In⸗ validenhauses — als Stabs⸗Offizier stand. Im Jahre 1792 zum Offizier befoͤrdert, wohnte er den letzten Ereignissen des Feld⸗ zuges am Rhein, so wie denen von 1793 und 1794 bei, und wurde bei den Gefechten in der Gegend von Landau, welche den Feldzug von 17923 beendeten, verwundet. Obwohl man den ei⸗ Feltee Zweck dieses Krieges gaͤnzlich verfeblte, so gewaͤhrte er och, und vorzugsweise den Offizieren der leichten Druppen, vielfa⸗ che Gelegenheit zu Erfahrungen, die an einem gebildeten und thaͤ⸗ tigen Geiste nicht unbenutzt voruͤbergehen konnten; der Verewigte wollte sie auch fuͤr Andere gewinnreich machen, und begann, unmit⸗ telba⸗ nach der Ruͤckkehr in die Friedens⸗Garnison, seine schriftstel⸗ lerische Laufbahn durch die Bearbeitung des „kleinen Krieges“, der unter allen Militairs solchen Anklang fand, daß nach und nach fuͤnf
thig w Beerenbhorst's persoͤnliche Bekanntschaft, die er um diese Zeit machte, hat ihn bien eht zu dieser vnenfsch . wiß aber in vielen andern Richtungen, angeregt, und uͤberhaupt auf sein geistiges Leben mannigfach eingewirkt; ungeachtet einer bedeu⸗
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chung wohl zu wuͤnschen waͤre. Mit seltener Anstrengung und Ausdauer benutzte von Valentini
ein so ruͤhmliches Streben nicht unerkannt, und im Anf s 2; — n; ’ ind in fange des Jahres 1804 ward er als uͤberzaͤhliger Quartiermeister⸗Aeusenant zu vem neu organisirten Generalstabe versetzt; die Ernennung zum
im Mgi des naͤchsten Jahres, wo der Spaͤtherbst die durch beka Verhaͤltnisse vereitelte Aussicht zum Kriege s Anstellung deh he ner ins Bambergische vorzuschickenden Avantgarde brachte. & ʒIm Feldzuge von 1806 ward der Capitain von Valentini der Armee des Fuͤrsten Hohenlohe, und von diesem dem Vortrabe un⸗ ter Prinz Louis zugetheilt, an dessen Seite er dem Gefecht von Sgalfeld, und, darauf in das Hauptquartier des Fuͤrsten zuruͤck⸗ gekehrt, der Schlacht von Jeng beiwohnte; ein Püͤnstiger Stern fuͤhrte ihn beim Ruͤckzuge nach der Oder zu dem Corps von Bluͤ⸗ cher, ein nicht geringerer Gluͤcksfall machte, daß er, der Gefangen⸗ 1.- bei Luͤbeck entgangen, uͤber Kopenhagen und Heisinghr nach Koͤnigsberg gelangte. Sehr nuͤtzliche Dienste, den hier neu formir⸗ ten Truppen geleistet, bewirkten seine Befoͤrderung zum Major.
Nach zwei truͤben Facre gewaͤhrte der unvermeidlich gewor⸗ dene Krieg zwischen Oesterreich und Frankreich Aussicht auf einen Umschwung der Verhaͤltnisse, und jedenfalls Gelegenheit, sich mit dem allgemeinen Feinde zu messen. Sie blieb nicht unbenutzt, indem der Verewigte, gleich mehreren Waffengenossen, nach erhaltener Ent⸗ lassung in den Oesterreichischen Dienst trat, und das — bei der schnellen Wendung der Dinge nur Wenigen gewordene — Gluͤck hatte, als Adjutant des von Oranien, jetzigen Koͤnigs von Holland, der zweiten Haͤlfte des Feldzugs, namentlich den Schlach⸗ ten von Aspern und Wagram, so wie dem Gefechte bei Znaim bei⸗ zuwohnen. Der „Versuch einer Geschichte des Feldzugs von 1809“ war das Ergebniß der dort gemachten Beobachtungen, und ist noch heut das Beste, was wir uͤber den oben bezeichneten Theil jenes Feldzugs besitzen. „Der aufs neue beginnende Krieg Rußlands gegen die Pforte fuͤhrte von Valentini unter die Fahnen jener Macht, wo er in zwei eldzuͤgen mannigfache Erfahrungen sammelte, und Verhaͤltnisse an⸗ nuͤpfte, die auf sein spaͤteres Leben nicht ohne Einfluß blieben; zu den erfreulichsten wurde von ihm selbst die auf dem Schlachtfelde von Battin gemachte Bekanntschaft mit dem Prinzen Eugen von E gezaͤhlt, die sich bald zu inniger Befreundung gestal⸗ tete. Damals wurden die Materialien zu dem bekannten Werte uͤber den Tuͤrkenkrieg gesammelt, welches erst spaͤter erschien.
Zum Oberst⸗Lieutenant befoͤrdert, kehrte er am Schlusse des
Jahres 1811 in das Vaterland zuruͤck, und erhielt hier durch die
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Wiederanstellung in gleichem Grade, so wie durch den Auftrag, de
Kronprinzen und Prinzen Friedrich Koͤnigl. Hoheit zu unterrichten und die Erziehung des dere von Oranien eine Zin lang 1' ten, erfreuliche Beweise des Wohlwollens und Vertrauens seines Monarchen. Er begleitete denselben Anfangs 1813 nach Breslau, war bei der neuen Organisation des Heeres thaͤtig, und erhielt beim Beginn des großen Kampfes die Anstellung als Ober⸗Quartiermei⸗ dem Corps des ihm schon fruͤher befreundeten Generals von Es waͤre uͤberfluͤssig, hier die Reihe von Schlachten und Tref fen anzufuͤhren, welche das genannte Corps bestand, und denen der nunmehrige Oberst von Valentini saͤmmtlich beiwohnte, bis er im Spaͤtherbst zu dem General von Buͤlow versetzt wurde, und mit diesem den kurzen, aber glaͤnzenden Winter⸗Feldzug machte, dessen Ergebniß die Befreiung von Holland war. Hiernaͤchst wieder als Chef des Generalstabes zum Yorkschen Corps zuruͤckgekehrt, er⸗ hielt er in dem Gefecht bei Mery (23. Februar 1814) eine Wunde, die ihn jedoch Hauptstadt gegenwaͤrtig zu seyn, wo seine Leistungen durch die Be⸗ foͤrderung zum General⸗Major anerkannt wurden. Der Feldzug von 1815 fuͤhrte ihn zum zweitenmale, jetzt als Chef des General⸗ stabes beim Buͤlowschen Armee⸗Corps, dahin. b MNach dem Frieden zum Kommandanten von Glogau ernannt, fand der Verewigte durch die Vermaͤhlung mit seiner jetzt trauern⸗ den Wittwe auch das haͤusliche Gluͤck, welches seinem dewegten Leben bisher gefehlt; zugleich benutzte er die ihm gewordene Muße zur Bearbeitung mehrerer Werke, wovon das uͤver den „Krieg im Großen“ fuͤr alle Zeit einen ausgezeichneten Platz in der Mili⸗ tair⸗Literatur einnimmt, waͤhrend einige andere Schriften aus dieser Periode zwar vollendet, aber ungedruckt sind. Im Jahre 1824 zum General⸗Lieutenant ernannt, erhielt er 1828 den Posten eines Gene⸗ ral⸗Inspecteurs des Militair⸗Unterrichts⸗ und Bildungs⸗Wesens der Armee, und widmete sich diesem Wirkungskreise mit dem Eifer und der Ausdauer, die ihn charakterisirten, ohne darum literarische Be⸗ schaͤftigungen ganz aufzugeben, wie die neue Ausgabe seiner Lehre vom Kriege und die anonym erschienenen „Erinnerungen eines al⸗ ten Preußischen Offiziers aus den Jahren 1792 — 1794 beweisen. Einer andern Arbeit, die aus seiner Feder averdings vom hoͤchsten Interesse seyn mußte: der Biographie des Feldmarschalls Grafen York von Wartenburg, hing er mit besonderer Liebe an, und war noch in den letzten Lebenstagen damit beschaͤftigt; leider ist sie unvollendet ge⸗ blieben, und bricht gerade da ab, wo die Europaͤische Bedeutung des zu Schildernden sich zu entwickeln begann.
Die Gesundheit des Generals, niemals sehr stark und durch vielfache Kriegsbeschwerden noch mehr erschuͤttert, begann seit eint⸗ gen wanken, und der Gedanke, daß er dadurch bei einem moͤglichen a gemeinen Kampfe dabeim gehalten werden koͤnne, hat ihm manche truͤbe Stunde verursacht. Er hoffte Verbesserung von dem Aufenthalte auf einem in Schlesien erkauften Gute, fand dort fast nur Unannehmlichkeiten, und kehrte kraͤnker, als er selbst ah⸗ nen mochte, im Anfange des Juli nach Berlin zuruͤck, wo die ihm Befreundeten mit tiefem Schmerze eine rasche Abnahme der Lebens⸗ kraft zu bemerken hatten. Am à. August traf ihn ein Nerven⸗ schlag, 8 Tage spaͤter entwand sich sein edler Geist der sterb⸗ 1o lle. Famil
Was die Familie, was diejenigen verloren haben, denen das Gluͤck zu Theil ward, ihm naͤber nketen zu vüren, kann kein Ge⸗ enstand dieser Darstellung seyn; aber die wahrhaft ritterliche Ge⸗ innung, die edle Treue, womit er an dem Monarchen und dessen Hause festhielt, die unwiderstehliche Freundlichkeit des Gemuͤths machten ihn auch einem viel groͤßeren Kreise liebenswerth und ver⸗ ehrungswuͤrdig. Was er zur Bildung juͤngerer Waffengenossen ge⸗ leistet, liegt in seinen Werken der Welt vor, fuͤr seine Tuͤchtigkeit als Soldat sprechen die mannigfachen Ehrenzeichen, die ihm von seinem Koͤnige wie von fremden Monarchen verliehen wurden; aber das schoͤnste Zeugniß fuͤr den edlen Verstorbenen liefern die folgen⸗ den Worte Sr. Majestaͤt, an den Schwager desselben gerichtet, der
in Abwesenheit der Wittwe den betruͤbenden Fall angezeigt hatte: „Ich habe Ihre Anzeige vom 6ten d. M. von dem an diesem
Tage erfolgten Ableben des General⸗Lieutenants Freiherrn von
Valentini empfangen. Seine ausgebreiteten Kenntnisse, seine er⸗
folgreiche Wirksamkeit in der ihm anvertrauten Stellung werden
ihn der Armee, der er angehoͤrte, unvergeßlich machen; Ich aber vermisse mit Bedauern einen bewaͤhrten treuen Diener, der Mir unter allen Verhaͤltnissen Beweise seines Eifers und seiner unbe⸗ dingten Anhaͤnglichkeit gegeben hat, und kann nur wuͤnschen, daß Meine aufrichtige Theilnahme den gerechten Schmerz seiner Wittwe und seiner Angehoͤrigen lindern moͤge. Berlin, den 8. August 1834.
“ (gez) Friedrich Wilhelm“”
1 “ —
Preise der vier Haupt-Getraide⸗Arten
in den fuͤr die Preußische Monarchie bedeutendsten Marktstaͤdten im Monat Juli inem monatli 11 & b6 12 44¼ ten im 2 1834, na t Durchschnitte in Preußischen Silbergroschen und Scheffeln 1 16
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