1834 / 267 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Unwillen der Buͤrger Edinburgs, ja, ich darf wohl sagen, des ganzen Schottischen Volks, erregt zu haben, und 8 ugiebt, daß Se. Herrlichkeit, gleich allen anderen Menschen, eine Maͤngel hat, so begruͤßt man in ihm doch den großen Ver⸗ fechter der buͤrgerlichen und religioͤsen Freiheit und vor Allem den beredten und energischen Vertheidiger des Volks⸗ Unterrichts. Die Anwesenheit dieser beiden Reform⸗Haͤup⸗ ter hat noch mehr dazu beigetragen, ihre Verdienste zu muͤrdigen und mit feierlicher Besonnenheit uͤber ihre Hand⸗ lungen nachzudenken, so daß das Urtheil der jetzt lebenden Buͤrger schon als die Stimme der Nachwelt gelten kann. Alle Gegenstaͤnde, die von Tag zu Tage eine augenblickliche Bedeu⸗

tung gewannen, und hinsichtlich deren die oͤffentliche Meinung

nicht ganz mit dem Ministerium uͤbereinstimmte, sind bereits in

das ihnen zukommende Maß zusammengeschrumpft; man sieht und fuͤhlt, daß sie nur untergeordnet und secundair sind, waͤhrend

man das große Geschenk der Reform selbst und die feste Aus⸗

dauer, womit sie bewerkstelligt wurde, als die unschaͤtzbarsten Die beiden Chefs empfangen daher eine

Vortheile anerkennt. aufgeklaͤrte, tiefe und vollkommen aufrichtige moralische Huldi⸗

gung, die sich auf die deutlichste und glaͤnzendste Weise aͤußert, aber noch inniger und herzlicher gefuͤhlt wird. Das Volk glaubt

hier, daß wir eine friedliche Revolution durchgemacht haben, de⸗ ren ganzer Nutzen von unseren Nachkommen noch staͤrker em⸗ psunden werden wird, als von uns selbst, und bewundert daher mit ehrfurchtsvoleem Staunen in dem Grafen Grey und dein Lord⸗Kanzler zwei geschichtliche Personen, von denen man Kin⸗ Lei mit Stolz erzaͤhlen wird, wenn die fie⸗ beneifcs Fenenuns der Gegenwart laͤngst vergangen und ver⸗

Herr O' Connell publizirt jetzt sein drittes Schreiben an den

Minister des Innern, welches abermals eine Fortsetzung der an⸗ gekuͤndigten Aufzaͤhlung „aller Thorheiten, Fehler und Verbre⸗ chen der Whigs gegen Irland“ seyn soll. Diesesmal ist der Hauptgegenstand der O Connelschen Angriffe der vormalige Mi⸗ Weer Stanley. Die Journale enthalten auch einen Brief O' Connells aus Derrynane an seinen Freund O'Dwyer in Du⸗ blin gerichtet, worin er diesen ersucht, den bekannten Cobbett bei seinem Besuche in der Irlaͤndischen Hauptstadt mit aller moͤgli⸗ chen Achtung zu empfangen und ihm zu Ehren ein oͤffentliches Diner zu veranstalten. O'Connell nennt Cobbett einen der au⸗ ßerordentlichsten und talentvollsten Leute, die je die Welt gese— 8 hen, den man nicht genug ehren und bewundern koͤnne, der un⸗

ter allen lebenden Menschen sich am nuͤtzlichsten gemacht, der die

lhrreichsten Buͤcher verfaßt habe, das schoͤnste und reinste Eng⸗ lisch unter allen gegenwaͤrtigen Schriftstellern schreibe, und uͤber populaire Politik Schoͤneres zu Tage gefoͤrdert habe, als je ein Schriftsteller gegenwaͤrtiger oder fruͤherer Zeiten.

Aus Irland sind wieder Nachrichten von oielen Gewaltthaͤ⸗ tigkeiten auf dem platten Lande eingegangen. . 1 8 Faraday hielt kuͤrzlich in dem Koͤnial. Institut einen S ber Erccsson’s Waͤrmestoff⸗Maschine, welche die Dampf⸗ z kaschinen ersetzen soll. Das Urtheil dieses eben so gelehrten als erfahrenen Mannes lautet dahin, daß die Theorie, auf wel⸗ cher die Maschine beruhe, vollkommen richtig sey, und daß die Mittel, welche der Erfinder benutze, um diese Theorie praktisch in Nusfuͤhrung zu bringen, hoͤchst sinnreich gewaͤhlt seyen. Der einzige Zweifel, den Herr Faraday noch har, bestehr darin, daß er nicht weiß, ob Herr Ericsson hinreichend Vorsorge dafuͤr ge⸗ troffen habe, daß die Abwechselung des Druckes, welche noth⸗ wendig ist, um die Kolben in Bewegung zu setzen, regelmaͤßig unterhalten werde. Gegenwaͤrtig baut der Erfinder eine Ma⸗ schine, welche eine Kraft von 25 Pferden erhalten und allen Zweifeln ein Ende machen soll.

Der Globe meldet nach Berichten aus Bombay vom 0. Mai, die uͤber Land gekommen, daß das oftgenannte Dampfschiff „Forbes“ gar nicht nach Suez, sondern zur Ausbesserung nach Kalkutta abgegangen sey.

Die Nachrichten aus Barbadoes vom 9. August sind be⸗ ruhigend; der 1. August (Freilassung der Sklaven) war ohne Stoͤrung voruͤbergegangen.

Ein Schreiben aus Alexandrien vom 20. August in der Times spricht wieder von einem Bruch zwischen der Pforte und Mehmed Ali. Letzterer soll gedroht haben, sobald der Sul⸗ tan ihn angriffe, sich von der Tuͤrkischen Herrschaft loszusagen. Die Gesandten von England und Frankreich sollen auf eine An⸗ frage des Divans geantwortet haben, ihre Kabinette faͤnden in dieser Angelegenheit keinen Anlaß zu einer Intervention.

Den letzten Handels⸗Briefen aus Rio Janeiro zufolge, hatte der Schleichhandel seit der Herabsetzung der Abgaben ganz aufgehoͤrt, und die Erleichterungen, welche die Zoll⸗Behoͤrden dem Handel gewaͤhrten, ließen kaum vermuthen, daß der uner⸗ laubte Betrieb wieder aufkommen koͤnnte.

EEE6

Aus dem Haag, 19. Sept. Ihre Mafestaͤten, so wie der Prinz und die Prinzessin Friedrich der Niederlande und die Prinzessin Albrecht von Preußen, beehrten gestern das hiesige Hollaͤndische Theater durch ihre Anwesenheit.

Der General⸗Lieutenant de Eerens, dessen Nachfolger im Kriegs Departement noch nicht ernannt ist, wird, dem Verneh⸗ men nach, fuͤnf Jahre in Niederlaͤndisch⸗Indien verbleiben. Ais Kandidaten fuͤr die kuͤnftige Leitung des Kriegs⸗ Departe⸗ ments werden die Generale Trip, de Kock und van Styrum, so wie der jetzt in Frankfurt a. M. sich aufhaltende General Ten⸗ geagell bezeichnet.

Es heißt, daß mit dem 1. Okt. auch die Cadres der Schut⸗ terei aufgeloͤst werden sollen. Etwas Sicheres ist jedoch noch nicht daruͤber bekannt.

Amsterdam, 20. Sept. abgelaufenen Woche hier eingegangene Nachricht, daß die zur Pruͤ⸗ fung der Plaͤne des Svanischen Finanz⸗Ministers ernannte Kom⸗ misston die Ansicht geaͤußert habe, daß nur die Cortes⸗Obligationen als Staatsschuld anerkannt werden sollten, bewirkte neben sehr be⸗ deutenden Verkäaͤäͤufen, daß die Spanischen Perpetuellen neuerdings einen erheblichen Ruͤckfall erlitten, so daß Fproc zu 32 vCt. und die zproc. zu 21 ½¾ vCt abgelassen worden sind;: spaͤter trafen hier wieder, sowohl von Paris als besonders von Antwerpen, sehr hohe Notirungen ein, wodurch ein ploͤtzliches Steigen von beinahe 6 pCt. in den ersteren und à vCt. in den letzteren stattfand; der Grund fuͤr diesen Preiswechsel liegt in allerlei Geruͤchten, von denen sich indeß seitdem noch keines bestaͤtigt hat. Da nun viele Spekulanten anfingen, den unter diesen Umstaͤnden gemachten Gewinn zu sichern, so kamen wieder sehr bedeutende Partieen von diesen Effekten zu Markte, welches die Preise wieder zum Weichen gebracht hat und die 5proc. Perpetuellen gestern auf 36 ½ vCt. und zproc. auf 23 vCt. zuruͤckfuͤhrte. Die Abwechselung in dem Course der Cortes⸗Obli⸗ gationen hat nur ungefäaͤhr 1 pCt. betragen, um das dieselben stie⸗ gen und wieder fielen; der gestrige Preis war 40 ¾ vpCt., also nahe

enug dem von voriger Woche. Von den Hollandischen Staats⸗ Papieren behielt die 2 ½proc. wirkliche Schuld fast unveraͤndert ihren Stand, hingegen stellte sich die öproc. wirkliche Schuld, auf welche

Die in den ersten Tagen der

1984

rige Woche. 1 satz beinahe ohne Preis⸗Veraͤnderung geblieben. Am Getraidemarkt wurden mehrere frisch angekommene Partteen Polni⸗

sind einige zu etwas billigeren Auch Gerste blieb ohne Handel und mit Hafer war es still.

von 128pfuͤnd. bunten Polnischen 215 Fl. Verbraucher zahlten fuͤr 126.128pfuͤnd, geringen bunten Polnischen Weizen 180 Fl, fuͤr

II18pfuͤnd. geringen Koͤnigsberger 140 Fl, fuͤr 132 pfuͤnd. Rheinischen

185 Fl.⸗ 32pfuͤnd Kubanka⸗ Weizen galt bei Partieen 205 Fl., fuͤr 120 füͤnd. Kurischen Roggen 175 Fl., fuͤr 75 pfkͤünd. Futter⸗Hafer 65 Fl., füͤr 76pfüͤnd. dito 64.66 Fl.

Brüssel, 20. Sept.

le n

Anzeige von der Thronbesteigung des Kaisers antwortet. Der Marquis von Stafford, Vater des Englischen Ge⸗

sähaeess gra⸗ im Haag, hat sich mit seiner Familie in Bruͤssel: niedergelassen.

Schweden und Norwegen. Stockholm, 19. Sept.

Hospitaler, als die Gesundheits⸗Buͤreaus der Kirchspiele besucht, wo er den Kranken durch freundlichen Zu⸗ spruch Muth und Vertrauen und den Beamten neuen Eifer in ihrem beschwerlichen Beruf einzufloͤßen bemuͤht war. Unter den

Letzteren zeichnet sich besonders der Ober⸗Statthalter von Stock⸗ do's unentgeitlich verabfolgt. jedoch verbunden, ein Exemplar desselben gegen einen jährlichen Preit

enn, Freiherr Sprengtporten, durch seine unermuͤdliche Thaͤtig⸗ eit aus.

Der Capitain Lindeberg hat in Bezug auf die Behandlung,

die er im Gefaͤngnisse erfahren, eine Beschwerdeschrift bei dem des Gesetz und Verordnungsblartes wird der Tag, an welchem

Sondikus des Reichtages (Justitie⸗Ombudsman) eingereicht.

Unsere Quarantaine⸗Kommission faͤhrt noch immer fort, auswaͤrtige Haͤfen (unter anderen Portsmouth), in denen sich die Cholera gezeigt haben soll, fuͤr angesteckt zu erklaͤren, so daß sich die von dort kommenden Schiffe in Schweden einer Auaran⸗ taine zu unterwerfen haben. Es erkrankten hier an der Cholera: vom 16. zum 17. September 248, vom 17. zum 18. Septem⸗ ber 182, vom 18ten bis heute fruͤh um 8 Uhr 206 Personen. Die Zahl aller bisher in der Hauptstadt Erkrankten betraͤgt 6484, wovon 1761 genesen und 2809 gestorben sind. mentlich hat sich die Zahl der taͤglichen Todesfaͤlle sehr vermin⸗ dert. Von gestern zu heute sind nar 76 gestorben, waͤhrend 160 als genesen angemeldet worden In Upsala hat sich die Cholera ebenfalls gezeigt.

EEEe]

Kassel, 15. Sept. (Schw. Merk.) Gestern ist (wie bereits erwaͤhnt wurde) ein Wechsel in unserem Staats⸗Mini⸗ sterium eingetreten. Es ward dem bisherigen Vorstand des Mi⸗ nisteriums der Finanzen, Herrn Meisterlin, fruͤher Chef des Zollwesens in Kurhessen, und spaͤter Ministerial Vorstand des Finanz Departements, aus dem Kabinet Sr. Hoheit des Kur⸗ prinzen⸗Regenten ein Eriaß zugefertigt, wodurch er seiner Ver⸗ richtungen als Ministerial⸗Vorstand des Finanz⸗Departements entbunden wurde. Zugleich wurde der zeitige Justiz⸗Minister v. Motz, der vor dem Eentritt Hrn. Meisterlins in das Ministerium die Stelle eines Finanz⸗Ministers bekletdet hatte, wieder mit der Uebernahme des Portefeuilles des Finanz⸗Ministeriums, wenig⸗ stens vorlaͤusig, beauftragt. Herr Meisterlin ist, wie man vernimmt, als Direktor der Provinzial⸗Regierung nach Fulda versetzt worden. Dem dortigen bisherigen Regierungs⸗Direktor Eggena, der vor Meisterlin die Geschaͤfte eines Landtags⸗Com⸗ missairs und zugleich provisorisch die eines Vorstandes des Mini⸗ steriums des Innern versehen hatte, ist die erledigte Stelle eines Direktors der Provinzial⸗Regterung in Kassel zu Theil geworden. Es ist auch die durch Versetzung erledigt gewordene Stelle eines Ober⸗Gerichts⸗Direktors in Hanau dem noch in ver⸗ fuͤgbarem Stande als Staatsdiener befindlichen vormaligen Justiz⸗ Minister von Schenk zu Schweinsberg, der in Marburg sein Wartegeld verzehrte, mir dem Titel eines Praͤsidenten uͤbertragen worden. Herr von Schenk wird, wie man glaubt, es vorziehen, ganz in den Ruhestand versetzt zu werden.

Se. Koͤnigl. Hoheit der Kurfuͤrst von Hessen wohnt in Ba⸗ den fortoauernd zur Miethe, da der von demselben dort ange⸗ kaufte Palast der hochseligen Koͤnigin von Schweden in seinem Neubau nur langsam vorruͤckt. Wie man vernimmt, ist der Miethskontrakt des Kurfuͤrsten auch auf den Winter verlaͤngert worden.

Hamburg, 16. Sept. jüngsten Nachrichten aus England ger Pause neuerdings ansehnliche Auftraͤge auf Schafwolle und Manufaktur⸗Waaren aus Nord⸗Amerika eingelaufen. Auch die Berichte, welche wir am 4ten d. M. aus den Vereinigten Staa⸗ ten empfingen, melden, daß sich die Wolle sehr fest im Preise behaupte und daß auch im Manufakturwaaren⸗Geschaͤft sich wie⸗ der mehr Leben zeige. Es steht daher zu erwarten, daß sich in England die Wollpreise schneller wieder heben werden, als es der Fall seyn wuͤrde, wenn sich Nord⸗Amerika noch immer in der traurigen Lage befaͤnde, in die es vermittelst des bekannten Streites des Praͤsidenten Jackson mit der Bank gerathen war. Bis Ende August d. J. war die Ansicht in England vorherrschend, daß die Preise der Deutschen Wolle den niedrigsten Standpunkt noch nicht erreicht haͤtten und dieser Irrthum gruͤndete sich haupt⸗ saͤchlich darauf, daß in den ersten 8 Monaten dieses Jahres ein ungleich groͤßeres Quantum Deurscher Wolle in England einge⸗ fuͤhrt worden ist, als in denselben 8 Monaten des Jahres 1833. Die Englaͤnder setzten nun natuͤrlich als ausgemacht voraus, daß das so fortgehen wuͤrde, obgleich es klar am Tage liegt, daß je⸗ der vernuͤnftige Kaufmann nicht fortfahren wird, seine Guͤter nach einem Lande zu consigniren, in welchem er sie nur mit Ver⸗ lust realisiren koͤnnte. Auch sind hier in Hamburg waͤhrend der 4 Monate Mai, Juni, Juli und August d. J. wirklich gegen 7000 Ballen Deutsche Wolle weniger angekommen, als in denselben 4 Mo⸗ naten des v. J. Sind nun auch die Vorraͤthe in England von alten Deutschen Wollen wirklich so bedeutend gewesen, wie man von daher im Anfange der diesjaͤhrigen Schur berichtete, so ist es nach unserer Ansicht doch ganz falsch, wenn man in England sich der Meinung hingiebt, es wuͤrde nun mehr Wolle producirt als konsumirt, denn im Fruͤhjahr 1826 waren die Wollvorraͤthe in England und auf dem Kontinent ungleich betraͤchtlicher, und im Jahre 1826 wurde in Deutschland wenigstens eben so viel

(Leipziger Zeitung.) Den zufolg⸗, sind daselbst nach lan⸗

mehrere Auftraͤge aus England einkamen, um ½ Ct. hoͤher, als vo⸗ Alle uͤbrigen Effekten sind bei nicht erheblichem Um⸗ gestrigen

schen Weizens und Preußischen Roggens angeboten; von ersterem - Preisen abgenommen; fuͤr Roggen 882 9 v forderte man aber die letzten Course, welche die Kaͤufer jedoch nicht aus nicht der Meinung, daß diejenigen, die zu den damaligen Prei⸗ anlegen wollten, und somit kamen keine Geschaͤfte darin zu Stande. Die bedungenen Preise sind: von 128.130 fünd. weißbunten Polnischen Weizen 220. 225 Fl., von 131pfuͤnd, bunten Kdnigsberger 215 Fl.,

8 bruͤssel Der Moniteur meldet, daß der Bra⸗ sillanische Geschäftstraͤger Warquis von Lisboa dem Koͤnige der

Belgier ein Schreiben seiner Regierung vom 25. Febr. d. J. uͤberreicht habe, worin dieselbe im Namen des Katsers auf die

gegebene 23ste Stuͤck

nuar 1835 an die Publication der gesammte Koͤnigreich Sachsen allein und ohne daß es dazu ei⸗ Se. K. H. der Kronprinz hat in den letzten Tagen wiederum mehrere Mal sowohl die Chofjera⸗ verschiedenen Verordulng Dieses Blatt wird an die Koͤnigl.

am Gan⸗ am Englischen Hofe, Namik Pascha, hier angekommen. Im Gan⸗ L

zen hat die Seuche an Heftigkeit bereits nachgelassen und na-

(wenn nicht ansehnlich mehr) Wolle gewonnen, als in diesem Jahre. Aber damals (1826) waren die Tuch⸗ und Merino⸗Fa⸗ briken Deutschlands bei weitem nicht in einem so bluͤhenden Zustande, und es wurde mithin in Deutschland auch nicht so piel Wolle konsumirt wie jetzt. Wir waren im vorigen Winter durch⸗

speklirten, aber wir koͤnnen jetzt auch denen nicht beipflichten, die kein Gebot fuͤr ihre Wolle verwerß, lich finden; denn es ist vorauszusehen, daß sich das Geschaͤft in England bessern wird, sobald sich die Vorraͤthe daselbst etwas vermindern und das unzeitige Draͤngen zu forcirten Verkaͤufen aufhoͤrt. Im Vertrauen auf die großen Vorraͤthe und darauf rechnend, daß die Zufuhren in dem Verhaͤltniß wie seit Anfang d. J fortdauern wuͤrden, haben die Fabrikanten in England nur so viel Wolle gekauft, als sie nothduͤrftig gebrauchten, und man nimmt daher allgemein als ausgemacht an, daß die Engli⸗ schen Favrikanten so ziemlich von Wolle entbloͤßt sind, und daß sie auch keine Tuch⸗Vorräͤthe besitzen. Es wird mithin von jetzt bis zur neuen Schur noch viel Wolle fuͤr England erforderlic seyn, wenn die Engl. Tuchfabriken beschaͤftigt seyn sollen.

sen kontrahirten, gluͤcklich

Dresden, 22. Sept. Das am 19ten d. M. aus⸗ der diesjaͤhrigen Gesetz⸗Sammlung enthaͤlt das Gesetz vom 6. Sept. d. J., die fernere Bekanntmachung der

Gesetze und Verordnungen betreffend. Hiernach erfolgt vom 1. Ja

Gesetze und Verordnungen fuͤr das

ner weltern besondern Veranstaltung bedarf, durch die nach den Vorschriften des oben angefuͤhrten Gesetzes erfolgte Ausgabe und Versendung eines von 1835 an erscheinenden „Gesetz⸗ und sblattes fuůͤr das Koͤnigreich Sachsen.”— Justiz- und Verwaltungs⸗Be⸗ hoͤrden, die Gerichtsstellen und die Obrigkeiten, die Geistlichen und die geistlichen Behoͤrden, so wie an die Milttair⸗Komman⸗ Alle Gemeinden des Landes sind von 18 Gr. Rthlr.) in Preuß. Cour. anzuschaffen. Jedem Stick die letzte Absendung Seitens der Redaction erfolgen kann, auf gedruckt, und es soll mit Anfang des funfzehnten Tages von dem solchergestalt bemerkten Tage an, jedes Gesetz und jede Verorde nung, die in dem ausgegebenen Stuͤcke enthalten sind, fuͤr in dem

ganzen Lande publizirt erachtet werden. Die Versendung ge—

schieht durch die Post⸗Anstalten mittelst der Brieftraͤger und eige ner Landboten. Muͤnchen, 19. Sept. Gestern ist der Tuͤrkische Gesandt

Mainz, 19. Sept. Heute wurde eine Proclamation durch oͤffentlichen Anschlag zur allgemeinen Kenntniß gebracht, in Ben treff der an diesem Tage von Oesterreich an Preußen uͤbergegan⸗ genen Berechtigung zur Besetzung der Gouverneurstelle der Bundes Festung Mainz. Wie bekannt, haben Se. Majestaͤt der Koͤnig von Preußen Allerhoͤchstihren Bruder, den Prinzen Wil⸗ helm von Preußen, zum kuͤnftigen Gouverneur von Mainz und den General⸗Lieutenant, Freiherrn von Muͤffling, zu dessen Stel⸗ vertreter als Vice⸗Gouverneur, imgleichen Se. Mafestaͤt der Kai⸗ ser von Oesterreich den General⸗Major, Freiherrn Piret von Bihain, zum kuͤnftigen Festungs⸗Kommandanten ernaunnt.

Schweiz.

Neuchatel, 17. Sept. Das Neuchateller Kontingent, welches unter den Befehlen des Oberst⸗Lieutenants von Meuror in Thun war, ist gestern wieder in seine Heimath zuruͤckgekehn. Mit Ausnahme eines einzigen Mannes, der von einer Dissen⸗ terie befallen wurde, sind alle vollkommen gesund geblieben, umd scheinen durch die Strapazen des Zuges nicht im geringsten ge⸗ litten zu haben. Die Truppen wurden mir Musik an der Graͤnze des Fuͤrstenthums eingeholt und bis zum Schlosse ge⸗ leitet. Die ganze Einwohnerschaft der Stadt und eine große Anzahl von Personen aus allen Theilen des Lan⸗ des, besonders aus den Gebirgen, war ihnen entgegen⸗ geeilt und begleitete sie bis an die Terrasse. Als sie sich hier in ein Quarré formirt hatten, begab sich eine feierliche De⸗ putation des Staats⸗Raths in ihre Mitte. Der Oberst⸗Lieute⸗ nant von Meuron richtete einige Worte an den Praͤsidenten des Staats⸗Raths, der sich an der Spitze der Deputation befand. „Ich fuͤhre“, sagte er unter Anderen, „die Mannschaften wieder zuruͤck, die von der Regierung fuͤr wuͤrdig befunden wurden, den ehrenvollen Auftrag, den sie ihnen ertheilte, zu erfuͤllen. Ihr Vertrauen ist nicht getaͤuscht worden; sie haben die Ehrt Neuchatels unverletzt erhalten. Offiziere und Soldaten wußten sich die Achtung ihrer Vorgesetzten und ihrer Mit⸗Eidgenossen zu erwerben.“ Hierauf wandte sich der Praͤsident an die Truppen und dankte ihnen im Namen der Regierung und des Landes fir ihr treffliches, muthiges und gemaͤßigtes Benehmen. Seinen Rede folgte von Seiten der Truppen der Ruf: „Es lebe der Koͤnig, es lebe die Regierung, es lebe unser Oberst!“ Dam wurde den Offizieren des Kontingents im Hotel du Faucon und

den Unteroffizieren und Soldaten unter freiem Himmel von der

Regierung ein Diner gegeben.

Der hiesige Constitutionnel meldet: „Das Verbot des Gebrauchs der Waffen bei der Feier des 12. Sept. wurde in den meisten Gemeinden befolgt und nur in wenigen uͤbertreten;

in Locle, Brenets, Motiers und Fleurier gab dies zu einigen

Unordnungen Anlaß, die meistens darin bestanden, daß von Ein⸗ zelnen, als es dunkel geworden war, Gewehre abgefeuert wur⸗ den. Die Schuldtgen suchten sich den Nachforschungen der Be—⸗ hoͤrden zu entziehen; indeß sind sie an den meisten Orten bekannt und werden zweifelsohne erfahren, daß man den Befehlen der Obrigkeit nicht ungestraft Trotz bietet. In Brenets und Mo⸗ tiers fand die Ruhestoͤrung des Nachts statt; in Locle wurden mitten im Dorfe Petarden abgebrannt, wodurch natuͤrlich bedeu⸗ tendes Unheil angerichtet werden mußte.“ 1

Spanien.

In der Einleitung des (gestern mitgetheilten) Berichtes det Majoritaͤt der Finanz⸗Kommission sprach sich dieselbe zuvoͤr⸗ derst auch uͤber die von der Regierung in Vorschlag gebrachte neue Anleihe von 400 Millionen Realen, und zwar folgender⸗ maßen aus:

„Bei Erwaͤgung des am 7. August durch den Finanz⸗Minister vorgelegten Gesetz⸗Entwurfs wurde die Finanz⸗Kommission durch mancherlei Hindernisse aufgehalten, deren Beseitigung nicht in ibrer Macht stand. Die wenigen ihr vorgelegten Dokumente waren un⸗ vollstaͤndig. Sie verlangte von dem Minister Mittheilungen der Budgets von 1832, 1833 und 1834, erhielt aber die Antwort, daß aus spaͤterer Zeu, als vom Jahre 1831, keines vorhanden sey⸗ Wir waren erstaunt daruͤber, daß eine Arbeit von so großer Wich⸗ tigkeit, im Widerspruche mit den Artikeln des Koͤnigl. Statuts, ver⸗ nachlaͤssigt worden war. Nachdem das Comité die ihm vorgelegten

Berichte uͤber den Zustand des Koͤnigl. Schatzes sorgfaͤltig gevruͤft ung des Desizits der gewoͤhn⸗ 1. der außerordentlichen Aus⸗ gaben fuͤr den Augenblick folgende Summen nothwendig sind: 79,440,200 Realen fuͤr die Differenz zwischen der Einnahme und

hat, ist es der Meinung, daß zur De lichen Einnahmen und zur Bestreitung

Ausgabe.

8,038,832 -⸗ bvostas.) 20,768,635 zahlen hat. 73,827,689 17,924,594 rmehrn . lung der Ruͤckstaͤnde

-200,000,000 Realen.

Das Comitẽé schlaͤgt daher vor, die Regierung zu ermaͤchtigen, Millionen Realen auf jede moͤgliche Weise fuͤr den oͤffent⸗ lichen Schatz herbeizuschaffen und noͤthigenfalls zu einer Anleihe zu

's unter denselben Bedingungen geschehen n; Kapitalisten der Vorzug zu geben ist. Wenn Kammer es fuͤr geeignet hält, diesen außerordentlichen Kredit

diese 200

schreiten, wobei, wenn es

ann, den einheimischen die

nung,

„Aus der Untersuchung unserer durch den Minister vorgelegten Bericht Nr.

eit 2. t 89 (193,843,000 Thaler) betragen,

auf 2,555,207,990 stern in der reducirt

Den ) 1823 anerkannt und endlich

Die perpetuelle Rente, zahlbar zu London zur Ausgleichung der Englischen Forderungen

Die durch den Vertrag vom 30. Dezember 1828 anerkannte Franzoͤsische Schuld

Die in Folge des Dekrets vom Januar 1830 zur Konvertirung der alten Hollaͤndi⸗ schen Schuld ausgegebenen Renten

Die zufolge des Dekrets vom Februar 1831 ur Konvertirung eines Fuͤnftheils der Cor⸗ tesscheine ausgegebenen Renten

Die Renten, welche zur Konvertirung der fuͤr die Zahlung der uͤbrigen vier Fuͤnftheile der Cortes⸗Bons creirten Certifikate ausge⸗ geben wurden

Endlich die Konvertirung der 40 Millionen Realen, die zur Errichtung der Bank von San Fernando und zur Ünterstuͤtzung der Regierung bei ihrer ungeheuren Schuld in der Bank von San Carlos verwendet wurden

zur Vermehrung der Kuͤsten⸗B ewachung (garda fuͤr die Zinsen, welche der Koͤnigl. Schatz zu

uͤr die außerordentlichen Kriegs⸗Ausgaben. fuͤr die Vermehrung der Marine und die Zah⸗

200 Millionen Realen zu bewilligen, so ist das Comitc der Mei⸗ daß sie sich auch in eine solche Lage versetzen sollte um die zfentlichen Ausgaben decken zu köͤnnen und vornehmlich durch die

ittel derijenigen Reformen und Reductionen, die uns von dem Minister in seinem allgemeinen Berichte versprochen worden sind.“

Nachstehendes ist der wesentliche Inhalt des von der Mi⸗ noritaͤt der Finanz⸗Kommission abgestatteten Berichtes: auswaͤrtigen Schuld, nach dem i, ergiebt sich, daß die dem Jahre 1823 ausgegebenen Obligationen 2,907,640,666 Rea⸗ die, nach Abzug der von dem Tilgungs⸗Fonds waͤhrend der 10 Jahre geschehenen Einloͤsungen, Realen (170,345,000 Thaler und nicht, wie ge⸗ Nachschrift irrthuͤmlich gesagt wurde, 161 Millionen) worden sind. Diese Summe umfaßt: Theil der Englischen Schuld, der durch die Cortes im Maͤrz durch die Convention v

60,000,000 2

320,

184,

73,

480,450,000

1“ 75

on 1828 festge⸗ 570,862 Realen

000,000 756,000

420,000

„400,000

Truppen einen betraͤchtlichen Verlust erlitten haben; doch wissen wir noch nichts Naͤheres daruͤber. aus London hier durch, welcher Don Carlos die Nachricht von

dem Tode seiner Gemahlin uͤberbringt.

Zieht man diese Summe von gebenen 2,555,207,900 Realen ab,

daß das faßt werden muͤsse:

die sowohl vor als nach dem den als Staatsschulden anerkannt. Kommission zur

nen Kontrakten gemaͤß, anerkannt Art. 4.

unbezahlten Zinsen der von

1. Januar 1835 bis zum 31.

Zinsen traͤgt. Art. 5. D welche nach dem Kontrakt in den

wurde und ihr Tilgungs⸗Fonds soll

Rente wird auf ½ pCt. herabgesetzt,

wurden, um die dem Franzdsischen ruͤckzuzahlen und die Forderungen

Verminderung erleiden“

Der Indica Folgendes: um sich zu ergeben, berichten, dem traurigsten Zustande sind. sten Lebens⸗Beduͤrfnisse;

Tagen sogar ohne einen Bissen Brod.

Punkte stehe, in Spanien einzudringen.

nach den letzten Nachrichten noch in der Un und verfolgte die Christinos, die er in dieser fiel, ais er selbst von dem General Lorenzo drei terie und seiner Kavallerie uͤber den E wird

uͤberrascht, gezwungen war, mit

eine Schlacht zu vermeiden. Es

1

1820 bis 1823 ko

daß der Kampf seitdem stattgefunden und

Karlisten auegefallen sey. Viana ist unsere Graͤnze 17 bei den Franzoͤsischen Inneren gesandt. Die mit kleinen Karlistischen Corps bedeckt, daten, dem sie begegnen, angreifen. saͤchlich gegen die Kavallerie gerichtet, in zu erhalten, woran sie großen sind mit Schrecken erfuͤllt. ner Karlisten sind, den erschossen. strikt der Rivera, Don Carlos erhoben hat.

daß Aspeitia von den Karlisten worden sey. zogin von Granada gewesen sey,

Koͤnigin angezuͤndet wurde, indem die Herzogin die 1 keit begangen hatte, die Ankunft des Pr Von einem so eben angekommenen Cour wir, daß Lorenzo endlich Zumalacarreguy eingeholt hat, dessen

feiern.

““

Wir wissen bestimmt, der bis jetzt noch ruhig war, sich Nach der Aussage eines Reisenden, der am 12ten San Sebastian verließ, gina daselbst das Geruͤcht, eingenommen und angezuͤndet Her⸗

Ungeachtet des glu mit Karlisten bedeckt. Vorposten an und wurden nach dem waͤhrend

528

72—4 5,

Untersuchung und Liquidirung der unter der nennung Cortes⸗Anleihe bekannten Schuld ernannt werden. 3. Jede auswaͤrtige Schuld wird vollstaͤndig und nach ihrem No⸗ minal⸗Werthe zu dem Zinsfuße von 5 und 3

nur ½

Wege nach Pampelona sind fort die jeden einzelnen Sol⸗

Ihre Angriffe

Mangel leiden.

Andere behaupten, daß es die Besitzung der die von den Anhaͤngern der Unvorsichtig⸗ aͤtendenten oͤffentlich zu ier erfahren 8

jedoch

602,862 Realen.

den in dem Bericht Nr. 1 ange⸗ so bleiben 1,279,605,838 Realen. Bei dieser Lage der Dinge sind die Unterzeichneten der Meinung, Gesetz uͤber die auswaͤrtige Schuld folgendermaßen abge⸗ Art. 1. Alle in fremden Laͤndern zu nen Zeiten kontrahirten Schulden, und vornehmlich die Anleihen, Jahre 1823 kontrahirt wurden, wer⸗ Art. 2 Es soll sogleich eine Be⸗ Art.

vCt., den eingegange⸗ Die ruͤckstaͤndigen und ntrahirten Schulden sollen in à0 Theile getheilt und in dem Laufe der 40 Jahre vom Dezember 1874 kapitalisirt werden und so 20 Serien bilden, von denen jaͤhrlich eine durch das Loos gezo⸗ en wird, und allmaͤlig zur aktiven Schuld uͤbergeht, die 5 pCt. Die Konigliche oder Guebhards⸗Anleihe, 1 20 Jahren von 1824 bis 1843 zu⸗ ruͤckgezahlt werden soll, steht in gleichem Range mit der perpetuel⸗ len Rente, die in Folge des Dekrets vom 15. Dezember 1825 creirt betragen. Art. 6. Der Tilgungs⸗Fonds der Cortes⸗Bons und der perpetuellen statt des 1 pCt, an den Orten, wo diese Renten zirkulirten, gezahlt wurde. 2 nigen Theile der auswaͤctigen Schuld, welche in Gemaͤßheit der Traktate vom 30. Dezember 1828 und vom 28.

Ct.

Oktober 1828 creirt Schatze schuldigen Summen zu⸗ der Englaͤnder zu befriedigen, sind in diesen Anordnungen nicht mit einbegriffen und sollen keine

teur de Bordeaux vom 15. Sept. meldet „Die Insurgenten, welche an die Graͤnze kommen, daß die Karlistischen Truppen in Sie entbehren die nothwendig⸗ mehrere Bataillone sind seit 7 8 Die Desortion waͤhrt fort und die Karlisten⸗Chefs erhalten den Muth der Zuruͤckblei⸗ benden nur durch die Versicherung, daß ein Huͤlfsheer auf dem Zumalacarreguy war igegend von Viana, kleinen Stadt uͤber⸗ mit 5000 Mann Bataillonen Infan⸗ bro zu gehen, um behauptet, um Nachtheil der cklichen Erfolas bei Am 13. kamen

zu verschiede⸗

welches bisher Dieje⸗

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So eben geht ein Courier

8 Griechenland. 6 Die Times enthaͤlt in einem Schreiben aus Nauplia vom 2ästen August ausfuͤhrlichere Nachrichten uͤber den (gestern unter London nach dem Englischen Globe erwaͤhnten) in Arkadien und Messenien ausgebrochenen Aufstand. Ein Cou⸗ rier uͤberbrachte der Griechischen Regierung die Nachricht, daß 250 Mann unter Mitras Plaputas und einem Neffen Koloko⸗ troni's die Stadt Arkadien besetzt und alle Behoͤrden gefangen ge⸗ nommen haͤtten. Der eben aus Rußland uͤber Muͤnchen zuruͤck. gekehrte Kalergi wurde verhaftet, weil er Geld unter die Pali⸗ karen vertheilt haben sollte; ferner Chokris, Nikitas, Koligno (Kolokotroni's juͤngster Sohn), Balsamaki, Andreas Metaxas und

noch mehrere Andere, und der Soter (eine Griechische Zeitung) behauptet, man habe 20,000 Piaster bei einem derselben gefun⸗ den. Mitras Plaputas nennt sich in nen einen Verweser des Koͤnigreichs. Hadschi Christos, lijanni und Londos wurden ecligst gegen ihn ausgesandt, und da sie nicht stark genug waren, erhielt Tatrakos Befehl, in Mistra zu rekrutiren. Grivas zog 500 Rumeliotische Pali⸗ karen in Nauplia zusammen, die nichts sehnlicher wuͤnschten, als

sich mit den Moreoten zu schlagen.

General Schmalz und Katzakos schlugen die Rebellen bei Kalamata. Diese zogen sich nach dem Kloster Ithome zuruͤck, wo sie ihr Hauptquartier auf⸗ schlugen. Hadschi Christos

seinen Proclamatio⸗ De⸗

lieferte bei Andrizena dem Rebellen Kondowuntsitos ein Gefecht und nahm ihm 60. Gefangene ab; die Anzahl der Todten ist nicht bekannt. Man hoffte eine bal⸗ dige Unterdruͤckung des Aufstankes, da die Rebellen abnahmen, die Regierungs⸗Truppen aber an Zahl zunahmen. Zu Tripolitza war ein Kriegsgericht unter dem Obersten Gordon errichtet. Der Englische Courier stellt, nach Berichten aus Nauplia vom 26. August, den Aufstand als weit bedenklicher und als eine allgemeine Rebellion dar, welche moͤglicherweise der Regie⸗ rung Gefahr bringen koͤnnte. sters Schinas war Herr Praidis getreten, und das Portefeuille des oͤffentlichen Unterrichts nebe

Herr Rizos hatte

An die Stelle des Justiz⸗Mini⸗

ein Gluͤckwuͤnschungs⸗Schreiben v. Nagler Excellenz uͤberreichte.

des Herrn General⸗Postmeisters Um 2 Uhr war in dem mit dem

Bildnisse des Jublilars verzierten Ressourcen⸗Saale ein Festmahl veranstaltet, bei welchem der zweite Kommandant, Oberst⸗Lieute⸗ nant von Dresky, den ersten Toast auf das Wohl Sr. Majestaͤt

des Koͤnigs ausbrachte.

1u

Nach einer Mittheilung aus Bergen auf Nuͤgen vom

13ten d. M. brachten die dort zuruͤckgebliebenen Stoͤrche (s. die

Nr. 248 der St. Zeit.) am 29sten und 30sten v. Stellen, wo sie beobachtet wurden, Junge aus, der groͤßten Sorgfalt fͤtterten. 12ten d. M. verließen die und waren bis zum 13ten nicht zuruͤckgekehrt. teten Stoͤrche, die Meilen

1

M. an drei welche sie mit In der Nacht vom 11ten bis lebenden Jungen Da die beobach⸗ von einander gebruͤtet haben, am 10ten und 11ten nicht zusammengekommen sind, so bleibt es merk⸗ wuͤrdig, daß alle zugleich ihre Wanderung angetreten haben.

alten Stoͤrche ihre

Auf den Antrag der Kaiserl. Russischen Gesandtschaft am hiesigen Hofe theilen wir die nachstehende Bekanntmachung mit:

Bekanntmachung.

Von Seiten der Kiever Liquidations⸗Kommission wird hier⸗

mit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß außer dem bereits

im Kiever Gouvernement Aufruͤhrern zugehoͤrigen confiscirten Vermoͤgen, woruͤber gedachte Kommission schon im Dezember⸗ Monat 1832 in der Senats⸗Beilage der Moskauschen Zeitung vom 3. Dezember Nr. 97, in der St. Petersburgischen Zeitung vom 11. und 14. Dezember Nr. 6, 7 und 9, und in der Bei⸗ lage zur Zeitung „Litthauischer Courier’”“ vom 12. Dezember Nr. 147, 148 und 149, so wie in der Warschauer Zeitung (ge⸗ nannt „Dziennik powszechny“) vom 3. Maͤrz 1833, die gedruckte Bekanntmachung oͤffentlich erlassen hat, noch in Folge Allerhoͤchst bestaͤtigter Confirmation des Kiever Kriegs⸗, Podolischen und Volhynischen General⸗Gouverneurs, General⸗Adjutanten Grafen Levaschoff, folgendes Aufruͤhrern zugehoͤrige Vermoͤgen confiscirt worden ist: 1) Dem Adolph Siongail, Sohn eines Gutsbesiz⸗ zers, die ihm nach dem Tode des Gutsbesitzers Filipovsky in dem Machnowker Kreise im Dorfe Pikowzi zugefallenen 11

waͤrtigen Departements uͤbernommen. v

Femn la wd.

Berlin, 25. Sept. In der gestrigen tiner Zeitung liest man das nachstehende nets⸗Schreiben: „Wenn Ich gleich an dem guten Geiste der Bewohner Pommerns nie zu zweifeln Ursache gehabt habe, so habe Ich doch waͤhrend Meines jetzigen nach mehrjaͤhriger Abwesenheit stattgefundenen Aufenthalts in dieser Provinz so viel Beweise von Anhaͤnglichkeit und Treue gefunden, daß es Mir zur Ge⸗ nugthuung gereicht, Mein besonderes Wohlgefallen daruͤber auszusprechen. Ich veranlasse das Ober⸗Praͤsidium, dies zur allgemeinen Kenntniß zu bringen. b Berlin, den 17. September 1834. (gez.) Friedrich Wilhelm An das Ober⸗Praͤsidium in Stettin.“

Der Pest⸗Direktor Reichelt in N 1 d. M. sein 50 jäͤhriges Amts⸗Jubilaͤum. Um 11 Uhr Vormittags versammelten sich Deputationen der Post⸗Behoͤrde, des Militairs, des Fuͤrstenthums⸗Gerichts, des Magistrars und der Stadt⸗Ver⸗ ordneten, der Geistlichkeit und der Kaufmannschaft in der Woh⸗ nung des Praͤsidenten des gedachten Gerichts, Herrn von Keh⸗ ler, und begaben sich zur Begluͤckwuͤnschung des Jubilars von hier nach dessen Wohnung, wo ihm der Ober⸗Post⸗Direktor Schwuͤrtz aus Breslau die Insignien des ihm von des Koͤnigs Majestaͤt verliehenen Rothen Adler⸗Ordens zter Klasse, so wie

eiße beging am 17ten

außerdem noch die in dem Dorfe

und 11 Hof⸗Erbleute, zusammen 122, die Nummer der Stet⸗

Allerhoͤ Kabi⸗ Allerhoͤchste Kabi⸗ all diejenigen, welche an deren

vermeinen, hiermit aufgefordert,

maͤnnlichen Seelen und 7 jaͤhrlich zinszahlenden Seelen, und Gluchowzi ihm gemeinschaft⸗ ehoͤrenden 19 Seelen. 2) Dem orfe Kopeitschina 111 Bauern derselbe gemeinschaft⸗ lich mit den Erben des Ignatz Keiser besitzt. Es werden daher die Kreditoren und Schuldner vorerwaͤhnter Personen, so wie Vermoͤgen Anspruͤche zu haben mit genauer Nachachtung der von dieser Kommission in ihrer fruͤheren Bekanntmachung fest⸗ gesetzten Bestimmungen, bei derselben ihre Forderungen anzu⸗ melden, den Schuldnern aber, sich ebenfalls zum festgesetzten Termin mit der Zahlung der schuldigen Summe bei dieser Kom⸗ mission einzustellen. Den 25. Juli 1834. 8 8 (Unterschrieben) Stellvertretender Secretair Kowalewski.

lich mit seinem Bruder Narciß Joseph Senon Keiser in dem

Meteorologische Beobachtung.

Morgens Nachmitt. Abends Nach einmaliger 6eutr. Lcme 10 Uhr. Beobachtung.

125 8“ 8 uellwärme 9,2 °R. 8 .” 8 4 Pe. 2 . Flußwärme 12,59 °R 0,7 °R. 1,6 °R. 4,6 °R. Bodelr waͤrme 13,290°R. 90 pCt. 52 pCt. 75 pCt. usdünst. 0,1 12 Rh Hehts Frostkalte, 9 9 .* . eas * 1

die theilweise Eis bringt

1834. Septbr.

Luftdruck.. Luftwaͤrme Thaupunkt Dunstsaͤttg. Wetter.. Wind.... Wolkenz

u. zarte Pflanzen zerstört

Durchschnitte in nmmnübamban—

Namen der Staͤdte. Weizen Roggen Gerste Hafer

Dib vC- FdaaAs

3222 . 4 3715 31 12 30

g 0 32 8: 32

Koͤnigsberg 22 , Memel

19 , Tilsit

Graudenz Thorn

80

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8

Bromberg Fraustadt Rawitsch Kempen Berlin Brandenburg Kottbus

= 860 3222

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sind haupt⸗ der Hoffnung, Pferde Die Provinzen Zwei Doͤrfer, deren Bewoh⸗ wurden niedergebrannt und ihre Alcal⸗ daß der ganze Di⸗ sich fuͤr

—,—— 056SS

Frankfurt Landsberg a. d. W.... Stettin

Stralsund

Kolberg

Stolpe

Breslau

Gruͤnberg

Glogau

Liegnitz..

Goͤrlitz

Hirschberg

Schweidnitz

Glatz

Neiße

Leobschuͤtz

Ratibor.

Preise der vier Haupt⸗Getraide⸗Arten

in den fuͤr die Preußische Monarchie bedeutendsten Marktstaͤdten im Monat Preuzisch 8 Preußischen Silbergroschen und Scheffeln angegeben.

Duͤsseldorf

August 1834, nach einem monatlichen

Namen der Staͤdte. Wetzen V Roggen Gerste —— —⸗ℳõò́--ÿxℳOↄ——-—-:-:-—

Magdeburg 382, 32 ¼ Durchschnitts⸗Preise

2 999*

10 10 0 20h”,

0%+ —65ne

—,—ö—ö.V

2 8

0 *0*

40 g2 40 51

Minden Paderborn Dortmund

Koͤln Elberfeld

Malmedy Trier Saarbruͤck Kreuznach Simmern

Feesg 35 9, 2925 N 3 5 Posenschen Staͤdte

ordhausen 40 12 29 Muͤhlhausen 40 ⁷†, 39 3712 37 ** 9 Brandenb. u. Pom⸗ merschen Staͤdte.. 11 Schlesischen Staͤdte 8 Saͤchsischen Staͤdte 4 Westfaͤl. Staͤdte.

Stendal 39 35 43

der 10 Preußischen Staͤdte

14 Rheinischen Staͤdte