1834 / 316 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

historischen Styl bei brillanter Behandlung der Stoffe einen hohen

roßes historisches Bild: 1 eirn raͤnze windet (Nr. 812), und man giebt die Hoffnung nicht ganz auf, es noch in den letzten viel erwarten, denn

Nang behauptet. Der Katalog verspricht ein Amor uͤberrascht eine Nymphe, welche K

Tagen der Ausstellung zu sehen. Es läßt sich der Kuͤnstler ist hier 8 Feiii

—, ——

auf seinem eigenthuͤmlichsten Felde. Gr.

Meteorologische Beobachtung.

Morgens Nachmitt. Abends Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.

1834. 1. Novbr.

———

.336, 3 21 337, 9 1Se 340, 17 ½ Uellwärme 8, 5 ° R. Luftwaͤrme 6,7 8 5,2 ° R. 2,2 °R. . 1 Töaupunkt 5,00°R. 2,8 R. 1,7R. Elußwarme 7,2 R Dunstsaͤttg. 87 pxCt. 82 pvCt. 71 pCt. Wetter.. heiter. heiter. halbheiter. Wind NwW. N. Wolkenzug N 8s

Ausdünst. 0, 04 8

Bodenwaͤrme 8,2° R. Rh. iederschlag 0, “n: Rh.

Auswärtige Börsen.

86 A msterdam, 7 Novemher. Niederl. wirkl. Schuld 52 ½⅛. 53 do. 99 ¼. Kunz-Bill. 22 v½. 4 ½ 8 Amort. 9172 ⁄. 3 ½ 3 74 ½

Preuss. Prüm.-Scheine 107. do.

Ausg. Schu Russ. 98 ½.

Antwerpen, 6,. November. Span. 5 9 46 ½. Hamburg, 10. November. Engl. Russ. 102 ½. Hope in Cert. 97 ½¾, Preuss. Poln. 134 ½. 50 Schatz-Obl. 98 ¼. Wien. 7. November.

48 91 ⁄⁄. Bank-Actien 12773.

119.

53 Met. 99 ¾⅔*. 1834 55 4.

Neue Anleihe v.

Koͤnigliche Schauspiele.

Donnerstag, 13. Nov. Im Opernhause: Auf Befehl: Ro⸗ bert der Teufel, Oper in 5 Abth., mit Ballet. Musik von J. Meyerbeer.

Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen des ersten Ran⸗ ges 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc.

Im Schauspielhause: 1) Monsieur Beaufils, comédie en 1 acte et en prose, par Mr. de Jouy.U. 2) La seconde repré- sentation de: Les charmettes, ou: La jeunesse de J. J. Rous- seau, vaudeville nouveau en 1 acte, par Mr. Bayard. 3) Le Dey d'Alger à Paris, vaudeville en 1 acte.

Freitag, 14. Nov. Im Schauspielhause: Ouverture zu Eg⸗ mont, von L. van Beethoven. Hierauf: Iphigenia auf Tauris, Schauspiel in 5 Abth., von Goͤthe.

Sonnabend, 15. Nov. Im Schauspielhause: Der versie⸗

gelte Buͤrgemeister, Posse in 1 Akt, von E. Raupach. Hierauf: Die feindlichen Bruͤder, Possenspiel in 3 Abth., von E. Raupach.

—y

ald ¼. Oesterr. 4% Anl. 99 ½. Span. 58 46 1.

8 28 ½. Guebhard 36 ½. Zinsl. 15 ½. Cortes 44 ½.

Prim.-Sch.

des oͤffentlichen Unterrichts.

1282

Im Konzertsaale des und dessen Orchester ausgefuͤhrt.)

les wird das vom Herrn Lafont fuͤr diesen Tag angekuͤndigte

tcse ausgefuͤhrt, welche das Programm bereits bezeich⸗ net hat. Koͤnigstadtisches Theater. Donnerstag, 13. Nov. Zum erstenmale: Phaͤdra, Trauer⸗ spiel in 5 Abth., von Racine, uͤbersetzt von Schiller. (Mad. Crelinger, K. Hofschauspielerin: Phaͤdra; Dlle. Bertha Stich: Aricia; Herr Karl Devrient, vom Hoftheater zu Dresden: The⸗ seus, als Gastrollen.) Vorher: Der gruͤne Lustspiel in 1 Akt, von Theodor Koͤrner. (Dlle. Bertha Stich: Pau⸗ line; Dlle. Klara Stich: Marie, als Gastrollen.) Freitag, 14. Nov. Die Familien Capuleti und Montecchi, Oper in 4 Akten. Musik von Bellini.

Nachrichten.

Paris, 6. Nov. Heute kuͤndigt auch das Journal de Paris an, daß die Herren Thiers, Guizot, Humann, von Rigny und Duchatel dem Koͤnige ihre Entlassung eingereicht hätten. Das gedachte Blatt fuͤgt hinzu, daß der Graf Molé den Auftrag erhalten habe, ein neues Kabinet zusammenzusetzen. In Folge dieses Auftrages hatte Herr Molé gestern verschtedene Konferenzen mit dem Koͤnige, so wie mit einigen der austre⸗ tenden Minister. Indessen scheint bis jetzt noch kein definitiver Entschluß gefaßt worden zu seyn. Mittlerweile zirkuliren schon nicht weniger als sechs Läisten uͤber die neuen Minister, wobei sich von selbst versteht, daß sie saͤmmtlich auf bloßen Vermuthungen beruhen. Da 2 derselben einige Wahrscheinlichkeit fuͤr sich ha⸗ ben, so theilen wir sie hier mit. Die erste lautet also: Mar⸗ schall Soult, Conseils⸗Praͤsident und Kriegs⸗Minister; Graf Molé, Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten; Herr Du⸗ pin, Großsiegelbewahrer; Admiral Duperré, See⸗Minister; Herr Passy, Minister des Innern; Herr Ganneron, Handels Mini⸗ ster; Herr Calmon, Finanz⸗Minister Folgendes waͤre die zweite Liste: Graf Molé, Conseils⸗Praͤsident und Minister der auswaͤr⸗ tigen Angelegenheiten; Marschall Gérard, Kriegs⸗Minister; Herr Dupin, Großsiegelbewahrer; Herr Thiers, Minister des Innern; Graf von Argout, Finanz⸗Minister; Herr Villemain, Minister Man ersieht hieraus, daß in Minister der auswaͤrtigen An⸗ als Großsiegelbewahrer aufge⸗ Die zweite Liste duͤrfte insofern mehr Glauben als

Neueste

beiden Listen Graf Molé als gelegenheiten und Herr Dupin fuͤhrt wird.

die erste verdienen, als es gebraͤuchlich ist, daß derjenige, der mit

Schauspielhauses: Subscriptions⸗Ball. (Die Musik wird von dem Musik, Direktor Strauß aus Wien

Wegen des am 15ten d. stattfindenden Subscriptions⸗Bal⸗

Konzert erst am Montage den 17ten d. gegeben und darin die

der Susamenans imcs eines neuen Kabinets beauftragt wir die Praͤsidentenstelle fuͤr sich behaͤlt. Gewiß scheint zu seyn dat Herr Thiers bleiben wird; er hatte heute Morgen mit dem Gu⸗ fen Molé eine Konferenz beim Koͤnige, und mit dem Marsch 1 Gérard eine andere bei dem Herzoge von Orleans. Man n wissen, daß Herr Persil endlich auch dem Beispiele seiner Koll gen gefolgt sey und gestern Abend dem Koͤnige sein Abschieds Gesuch uͤbergeben habe, so daß in diesem Augenblicke Herr g⸗ cob der einzige noch am Ruder befindliche Minister wäre, 89 Es heißt, daß der Fuͤrst von Talleyrand vorlaͤufig auf sein Reise nach der Provence verzichtet habe, und daß er noch heune in Paris eintreffen werde. 8 Im nöͤrdlichen Spanien scheinen die Ereignisse einen immer bedenklicheren Charakter fuͤr die Waffen der Koͤnigin an⸗ zunehmen. Im heutigen Moniteur lrest man Folgen, des: „Ein Karlistisches Bulletin, das in Bayonne zirkulirt spricht von einer doppelten Niederlage, die der Brigadier O'Dople am 27sten und 28sten v. M. bei Penacerrada erlitten habe Diesem Bulletin zufolge, haͤtten die Truppen der Koͤnigin daben etwa 600 Mann, 2 Kanonen und 1 Fahne verloren. Einer te⸗ legraphischen Depesche aus Bayonne vom 5ten d. M. zufolge ist Mina am 30. Oktober in Pampelona angekommen.“ Friü⸗ here Nachrichten aus Bayonne vom 1. November besagen, daß, gleich nachdem Lorenzo das Bastan⸗Thal verlassen, 2 Batallbone Karlisten aufs neue die Belagerung von Elisondo unternommen aben. 1. Das Geschwader, das vor einiger Zeit unter dem Ohbg, Befehl des Contre⸗Admirals Massieu de Clerval aus dem Ha⸗ fen von Toulon ausgelaufen war, um in der Naͤhe der Hyerj schen Inseln einige Uebungen vorzunehmen, ist am 30sten v. M wieder nach Toulon zuruͤckgekehrt; dasselbe besteht aus 3 Linien, schiffen, 1 Fregatte, 1 Brigg und 1 Korvette. Heute schloß oöͤproc. Rente pr. compt. 106. 20. In cour. 106. 45. 3proc. pr. compt. 78. 65 fin cour. 78. 90 5proc. Neap. pr. compt. 96. 25. fin. cour. 96. 55. 5proc. Span Rente 45 ½ Jproc. do. 28 ½. Ausg Span. Schuld 14 ¼. Cortez 43. Guebhard —. Frankfurt a. M., 9. Nov. Die Course der Staats⸗Ef⸗ fekren waren heute Vormittag, auf ausgesprengte (falsche) Ge⸗ ruͤchte von niedriger kommenden Pariser Notirungen, flau und sehr gedruͤckt. Man verkaufte, mie folgt: Oesterr. 5proc. Met 100 ½. 4proc. do. 91 1 ½⅛. Actien 1521. Holl. 5proe. Obl. 961 5proc. Span. 44 ½. am Sonntag, die Boͤrse geschlossen blieb.

Redacteur Cattel. iEu

S druckt b

Allgemeiner Anzeiger fuͤr die P Herabgesetzte Preise von Bielitz und Graͤ⸗ vell's Commentarien.

Durch alle Buchhandlungen ist zu beziehen, in Buchhandlung

Berlin durch Ferd Duͤmmler, Linden Nr. 19: Commentar

zum allgemeinen Preuß. Landrechte,

Dr.

Acht Bände Hunb

untmachungen.

Man har an mehrern Orten das Geruͤcht verbrei⸗ tet, die Abgebrannten zu Seidenberg beduͤrf⸗ ten der Unterstüͤtzungen so noͤthig nicht, weil sie ihre Gebaude sehr hoch assecurirt haͤtten. Dies veranlaßt mich, bekannt zu machen, daß die Assecuranz⸗Gelder nur ungefaͤhr ½ des wabren Schadens betragen. Fast alle Abgebrannten waren schon fruͤher tief verschuldet Eine Anzahl hat sogar schon erklaͤrt, wenn nicht eine zu ganz besondere Huͤlfe ihnen zu Theil wuͤrde, so koͤnn⸗ ö1“ ten sic an einen Aufbau nicht denken. Viele der sonst sehr fleißigen Handwerker sitzen muͤßig, weil ihre Werkzeuge verbrannt sind, die Mittel zur An⸗ schaffung neuer ihnen fehlen. Die Noth mehrt sich vei dem Steigen der Getreide⸗ und Kartoffel⸗Preise mit jedem Tage, und ich bitte daher dringend, mei⸗ zu nen armen Gerichts⸗Insassen recht reichliche Spenden zufließen zu lassen, zu deren Empfangnahme Herr Superintendent Gerdessen zu Seidenberg gleich mir bereit ist.

Lauban, am 31. October 1834.

Schuͤler, Kreis⸗Justiz⸗Rath u. Justitiar von Seidenberg.

bald abzugeben.

erschienen:

Sabhastations⸗Patent.

Das im Dorse Seelhausen (Kreis Delltzsch) gele⸗ geve, dem Johan. ¹ Wuhelm Vogel gehoͤrige, mit In⸗ vemer.o zu 5282 Thlr. 29 sgr. 4 pf. gerichtlich abge⸗ scatzte Pferbnerqut, soll im Wege der nochwendizen Sohaßs ou iffentlich verfauft werden, wozu ein Bie tunze⸗Termin auf 5 31. December d. X, Vormittag“! 10 Uhr, al heesiger Gerichtsstelle anderaumt iün, was hierdurch zimt dem Bemerken zur öffemlichen Kenntmsß gebrach. wird, daß die Taxe und die Nachrichten uͤbrr die Realverhältu’sse des Grundstuͤcks beim unterzerchneter ustnearlus in Delitzsch eingesehen werden koͤnnen, die Kautbedingungen aber im Termine werden bekann aemnacht werden, uͤbrigens bei dem Gute ein jetzt nich besonders gewuüͤrbertes jedoch vach einem beigebrachten fruͤhern Burachten seyr ansehnliches Torflager vorhan⸗ den ist

Zvaleich werden etwanige Realsratendenten, deren gl. erüche der Eintragung in bas Hypothekenduch be⸗ däͤrfeit, aufgefordert, in dem obisen Termine zu er einen, end ihre Gerechtsame wahrzunehmen, mit der Warnung, daß die Außenblelbenden mit ihren et⸗ anigen Reolanforüͤchen an bas Grundstuͤck werde civdirt werden, und ihnen deßhald ein ewigen Still vweigen auferlegt werden ioll.

Schioß Loebnitz, den 2. Mai 1834.

Das Parrimonial⸗Gericht,. Hilbebrandt II.

Wsgr.

brosch. Prei

So eben sind

Euaüewrssreshe. Literarische Anzeigen. Aeußerst wohlfeil! zum herabgesetzten Preise von 15 sgr. ist zu haben: Sternickels (Land⸗Commissair) praktische Geo⸗ netriec oder landwirthschaftliche Meßkunst und Flaͤchenvertheilung in ihrem ganzen Umfange. Ein Handbuch fuͤr Cameralisten, Communal⸗Be⸗ hdreden, Amts⸗ und Forstverwalter, Condncteure, Feldmesser, Deconvmie⸗Commissaire, Feldgeschworne und Landwirthe. Mit 30 lithographirten Tafeln und 78 Figuren. 30 Bogen in àAlo. Sonders⸗

hausen, 1830. fruͤherer Preis 2 Thlr.

Die Freimauerei oder Enthuͤllung aller bei der Fretmaucrei stattfindenden Geheimnisse. Nebst ei⸗ nem vollstandigen Logenregister 8v0. Preis 20 sgr.

8 8 8 * 6 z Aruer, 1ö1; 1411 118 E6 56 ift. 8 I1I 18 1* ..“— 8 8 8 3 72 9

IEE66ö6 m m 2 g xb zur allgemeinen Preuß. Gerichtsordnung, von Dr. M. C. F. W Graͤvell. Sechs Baͤnde und ein Nachtrag (Ladenpreis u Zehn Thaler. Wer geneigt ist, n zu machen, beliebe seine Bestellung gefaͤlligst recht

Im Verlage des Unterzeichneten sind vor Kurzem

Beneke (Prof. Dr. F. E.), die Philosophie in ihrem Verhaͤltnisse zur Erfahrung, zur Spe⸗ kulation und zum Leben. gr. 8vo. broch. Preis

, Kant u. die philosophische Auf⸗ gabe unserer Zeit. auf die Kritik der reinen Vernunft.

001 2—2

—, Lehrbuch der Logik als Kunstlehre des Denkens. gr. Svo.

—, Lehrbuch der Psychologie. gr. 8vo. Preis 1 ½ Thlre.

robehefte bei uns ange

fuͤr Kuͤnstler und Kunstschuͤler. 1“ Eine Sammlung der schoͤnsten nach den Werken der groͤßten Meister in Kupfer und Stahl gestochenen Vorlegeblaͤtter zum Nachzeichnen Neue Folge. J11“ nach Paul Potler, Adam, Klein, Horaz Vernel. Sneyers, Ridinger, Rugendas, Wintter, Weenix, Bartsch, Landscer. Reinagle elc.

Jede Lieferung faßt 2 ter welchen viele Blaͤtter sind, welche wir einzeln 4 zu inem Thaler, keins, welches wir unter 4 Thlr.

verkaufen! und kostet Subseribenten auf 10 Liefe⸗ rungen nur 10 ¼ sgr. Die erste Folge dieses Werkes, wovon bald wieder Probeheflc bei uns vorraͤthig sein sollen, enthielt in 20 Lieferungen die von tüͤchtigen Meistern im Kupfer lagshandlung erscheinen wird. gestochenen Abbildungen der 5 (Statuͤen und Basreliefs) im Vatikan, in der Villa Borghese, in den Florentiner und Pariser Museen Diese Folge, uͤber deren schoͤne Ausfuͤhrung nur eine Stimme ist, ist nun geschlossen. Kunstfreunden und Subscribenten⸗Sammlern wer⸗ den wir, bei Bestellung von 10 Exemplaren, ein eilf⸗ tes unentgeltlich ausliefern lassen. Stuhrsche Buchhandlung in Berlin,

iatyas va8

verlassen und sind zu Berlin in der zu haben: gr. 8w9. 1 Thlr. 25 sgv. G. A. Bielitz. zwei Nachtraͤge (Ladenpre 25 % Thlr.) 82 Beweisstellen belegt. 12mo. Rang, J. G., Ansichten und

geheftet. A sgr.

18 ¾ Tblr.) dungs⸗Anstalten.

von diesem Anerbieten Gebceauch

Rom. gr 8vo. 2 Thlr. 4 sgr.

techismus, und nach

denselben, bearbeitet. Svo.

nach der Lautmethode. ant I Auf. Natur. Roman in 3 Theilen. Svo. Eine Jubeldenkschrift 8 gr. 8vo. 111“

sgr. Preis 1 Thlr. 5 sgr.

E. S Mittler in Berlin,

2 vV 01 loen.

ommen von: 1e

Eine sehr ausfükeliche

S1 in gegenwärtiger, in allen Zweigen

Blaͤtter in groß Folio (un⸗ welches dem Chemiker und

Wissenschaften in ecben

herrlichsten Antiken

Chemie und Pharmacie

bPerioden begränzen. Sechs

chloßplatz Nr. 2.

soder der Entdeckung des

Bei Fl. Kupferberg in Mainz haben die Presse (F. Muͤller), Breitestraße Nr. 23, Arendt, W. A., Leo der Große und seine Zeit.

Marr, J., die Ursachen der schnellen Verbreitung der Reformation zunaͤchst in Deutschland. Aus II. Quellen dargestellt und mit den vollstaͤndigen

geheftet.

Ing, F. Bemerkungen uͤber

Konsumtions⸗ und Produktionssteuer in Bezug

auf landwirthschaftliche Verhaͤltnisse.

Theiner, Dr. A, Geschichte der geistlichen Bil⸗ Unstalten. Mit einem Vorworte, enthal⸗ tend: Acht Tage im Seminar zu St. Euseb in

Walboth, A, christliches Religionsbuch fuͤr Volks⸗ schulen, insbesondere fuͤr den Confirmanden⸗Un⸗ terricht. In oer Ordnung des Lutherischen Ka⸗

Binters 1 uͤber

1 10 sg

Wandtafeln, achtzehn, fuͤr Volksschulen, nebst Anleitung zum zweckmaͤßigen Gebrauch derselben

Zweite verbesserte Aus⸗

Zehner, H. G, der Jaͤger oder die Stimmen der

Literarische Ankändigung für Chemiber, bharmaceuten, Techniker und alle dieje- nigen, welche sich Für die Ausbildung der Chemie und Pharmacie interessiren. und aus ihren PFortschritten Nutzen ziehen

Versuch einer wissenschaftlichen Würdi- guns der Chemie und Pharmacie auf ih- rem jetzizen Standpunkte oder Beleuchtung der Frage: was haben diese Wissenschaften seit Ende des 18. Jahrhunderts geleistet? Zug trag zur Geschichte dieser Wissense Foctschritte und neue Entdeckungen im Gebiete der Chemie und Phkarmacie und der damit ver- bundenen einzelnen Wissenschaften.

ehr 1G Anzveige und Subscrip- tions-Liste ist in allen Buchhandlungen zu haben.

bleich als Bei- hatten. Auch

So reich auch das Gebiet der chemischen und pharmaceutischen Literatur ist, so bedeutend es auch

schaft schmnel! vorstrebender Zeit heranwüchst, so fehlt es doch in diesem Zeitpunkte an einem Werke. Pharmaceuten Ueberblick gewährt über die Leistunzen in heiden zegenwärtigem Jalrhundert. Von diesem Gesichtspankte ausgehend, pat sich dor Verfasser Dr. L, F. Ble y in Bernburg ent- schlossen, ain grolses Werk zu beurbeiten, welches anter vorstehendem Titel in unterzelchneter Ver-

n diesem Werbke soll zuerst der

Staäagten. 4 durch Liebig und Wöhler, als der Eröffnung eines neuen Weges zur genauen Untersuchung orgauöscher Körper, umfassen.

Die einzelnen Wissenschaften werden in folges- den Abtheilungen aufgestellt werden: 8 Physik, so weit sie in das Gebiet e& Chemie und Pharmacie eingreift. Chemie. 1) Theoretische. A. Allgemeine, B. Specielle. 4) Synthetischer, b) analyli- scher Theil. 2) Angewandte Chemie. 3. Ne- dicinische Chemie.

Phacmacie. a) Pharmacochemie, b) Waa- renkunde, c) Pharmaceut. Gesetzgebung. Arzneitaxen, Apotheker-Vereine. d) Che- mnisch-Pharmaceutische Apparate und Iustru- mente. Der Verlfasser wird sich der möglichsten Kürze, so weit es die Deutlichkeit zulälst, befleissigen. um das Werk nicht unnützer Weise zu vergrölsern und zu vertheuern, er wird dieses dadurch zu er- reichen suchen, dass er alle Entdeckungen von blo- ssem historischen Werthe nur kurz andeutet und r. nachweiset, hingegen die von praktischem Werthe ausführlicher anführt. Dus Werk soll sich in seschichtlicher Beziebung der Geschichte der Che- mie von Gmelin anschliefsen, zugleich aber auch praktischen Nutzen gewähren und auch Technibern aützlich werden. Schon seit einigen Jahren ist der Verfasser be- müht gewesen, Materialien zn diesem Werke zu sammeln, und er hofft daber, bis Michaecli dieses Jahres das 1ste Heft. Ende des Jahres das 2te Heh, welche die erste Periode, oder einen Zeitraum vou 8 Jahren umfassen, zu liefern und wird, wenn ihm Gesundheit und Mufse bleiben, alle Kräfte aufwem- den, das Werk zu fördern, auch alle Höltsmittel zu erhalten suchen, um dem Werke die möglichste Vollständigkeit geben zu können. 8 Der unterzeichnete Verleger wird, in der Ueber- zeugung. dafs dies hier angekündigte Werk seinen Uesprung in dem getühlten Bedürfniss und seine Bearbeitang durch den Herra Vertasser nur der Liebe und dem Eifer desselben tür diese Wisses- schaft zu verdanken hat. Alles anfbieten, dasselbe nicht allein seiner Wichtigkeit nach äulserlich gut auszustatten, sondern auch seines allgemeinen Nual. zens wegen so herzustellen, dals es jeicht von Je- dem angeschalft und benutzt werden kann, der sich diesem Fache der Gelehrsamkeit widmet. Am Zwechmälsigsten scheint hierzu ecine rasche Folge von Heften in 10 12 Bogen, von welchen in einem halben Jahre bis 3 Hefte erscheinen sol- len, wodurch das ganze Werk in Zeit von 2 bis 3 Jahren erschienen sein wird. Der Subscriptions- preis eines Hefts ist 18 gr. oder 22 sgr. 6 bl.- wel- cher so lange bleibt, bis die Kosten gedéeckt sind. Ist diese Zahl der Subscribenten erreicht, so tritt ein erhöhter Ladenpreis ein. Zu diesem Zweck wird um Untersecichnung der ausführlichen Anzeige der angedruckten Subscriptions-Liste gebeten. 80 wie um Zurücksendung dieser Listen bis Anfang

Enslin’schen

14 sgr.

gr. 8vo.

2 Thlr. 20 sgr

der Wissen-

einen

andpunkt der Monat December diesés Jahres, zu welcher Zeil am Endée des 18len Jabr- hunderts festgestellt werden, darauf soll eine Dar- stellung der gedachten Wissenschaften im 19ten Jabrhunderte folgen, nach Perioden bearbeitet, zwar, dals allemal bedeutende Entdeckungen auf dem Gebicte der chemischen Wissenschaften die Perioden Fortschritte der gedachten Wissenschaften vom Ende des I8ten Jahrhunderts oder von der Ausbreitung des antiphlogistischen Syslems his zum Jahre

Radicals der

das zweite Helt erscheint, welchem die Liste der Subscribenten beigefügt werden soll. Die Subseri- benten machen sich auf 2 Helte verhindlich. Den 15. August 1834.

C. A. Kümmel, in Halle.

Zu Bestellungeu auf Obiges empfiehlt sich die

80

sollen die Nicolaische Buchhandlung in Berlin (Brüderstalse No. 13), Stettin und lbiug. 1“ . Benzoesä 1

gestiegen.

then Adler⸗Orden dritter Klasse zu verleihen geruht.

auf dem Petersberge bei Halle das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen geruht.

Dies alles im Privat⸗Geschaͤft, da heute b

AIIgKei ne

e Staat

1

Berlin, Freitag den l4ten November

1834.

d-—

Kronirt des gge 8.

Berlin, den 13. November.

Se. Majestaͤt der Kaiser von Rußland, in Begleitung Sr. Faiserlichen Hoheit des Thronfolgers, Cesarewitsch und Groß⸗ üͤrsten Alexander, sind heute Nachmittag um 22¾ Uhr ganz un⸗ vermuthet zur groͤßten Freude Sr. Majestaͤt des Koͤnigs, Ihrer Majestaͤt der Kaiserin und der ganzen Koͤnigl. Familie, aus St. Petersburg hier eingetroffen und auf dem Koͤnigl. Schlosse ab⸗

Des Koͤnigs Majestaͤt haben den Kammerherrn und Lega⸗ tions⸗Rath Freiherrn Schoultz von Ascheraden zu Aller⸗ hochstihrem außerordentlichen Gesandten und bevollmaͤchtigten Minister am Koͤnigl. Daͤnischen Hofe zu ernennen geruht.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den Adelstand des Guts⸗ besiters Adolph ““ zu Schrombehnen ei Koͤnigsberg in Pr. zu bestaͤtigen geruht.

86 Keeienea estat der Fönis haben dem Fuͤrstlich Lippeschen Ge⸗ eimen Kammer⸗ und Regierungs⸗Rath Rohdewald den Ro⸗

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Schullehrer Berlich

Majestaͤt haben Allergnaͤdigst geruht, den bis⸗

s Koͤnigs Degreck, zum Appel⸗

herigen Landgerichts⸗Rath zu Duͤsseldorf, lationsgerichts⸗Rath zu ernennen.

Des Koͤnigs Majestaͤt haben Allergnaͤdigst geruht, die Ap⸗ pellationsgerichts⸗Assessoren Grimm und Cremer zu Landge⸗ richts⸗Raͤthen zu ernennen.

Se. Majestaͤt haben Allergnaͤdigst geruht, den bisherigen Friedensrichter, Justiz⸗Rath Clostermann zu Elberfeld, zum Landgerichts⸗Rath bei dem dortigen Landgericht zu ernennen, an welches in gleicher Eigenschaft auch der Landgerichts⸗Rath Graͤff, bisher in Koblenz, versetzt worden.

Des Koͤnigs Majestaͤt haben geruht, den Justiz⸗Amtmann Roͤsler zu Leobschuͤtz zum Justiz⸗Rath zu ernennen.

Se. Koͤnigl. Hoheit der Prinz Wilhelm (Bruder Sr. Majestaͤt des Koͤnigs) ist von Mainz hier angekommen.

Koͤnigliche Bibliothek. Wir machen abermals darauf aufmerksam, daß die Stun⸗ zen fuͤr die Entleihung und Zuruͤcklieferung der Buͤcher nur die von 9 12 Uhr Vormittags, Dienstags u Freitags nd. Berlin, den 10. November 1834.

Abgereist: Der Kammerherr und Legations⸗Rath, außer⸗ ordentliche Gesandte und bevollmäͤchtigte Minister am Koͤnigl. Daͤnischen Hofe, Freiherr Schoultz von Ascheraden, nach Kopenhagen.

J1I1616“

Paris, 6. Nov. Der Graf Molé, der Englische Bot⸗ schafter und der Paͤpstliche Nuntius wurden vorgestern Abend von dem Koͤnige empfangen. Gestern Vormittag arbeiteten Se. Maj. mit mehreren der um ihren Abschied eingekomm enen Mi⸗ nister, ein Beweis, daß ihre Entlassung noch nicht angenommen worden ist. Gegen 3 Uhr fuhr fast die ganze Koͤnigliche Fami⸗ lie nach Neuilly.

Die Gazette de France sagt in Bezug auf den gegen⸗ waͤrtigen Zustand des Ministeriums: „Ludwig Philipp sieht sich jetzt abermals in der Mitte der revolutionnairen Bewegung, repraͤsentirt dnch Herrn Dupin, und des MilitairDespotismus, repraͤsentirt durch den Marschall Soult. Auf diese Weise treten immer wieder die beiden Bedingungen der Revolution, die Anar⸗ chie oder der Despotismus, der Convent oder die Kaiserliche Re⸗ gierung hervor. Frankreich kann dieser Alternative nur entge⸗ hen, wenn es zu den Grund⸗Prinzipien der Gesellschaft zuruͤck— kehrt.“ 1

Man glaubt allgemein, daß gleich nach der Bildung des neuen Mintsteriums die Zusammenberufung der Kammern schon auf einen der letzten Tage dieses Monats stattfinden werde.

Aus Lyon meldet man vom 3ten d.: „Vorgestern gegen 7 Uhr Morgens wurden zwei schwarze Fahnen auf die Graͤber der beiden Aufruͤhrer aufgepflanzt, die in Folge ihrer waͤhrend der April⸗Ereignisse erhaltenen Wunden gestorben waren. Der Polizei⸗Commissair, der auf dem Friedhofe von Loyasse den Dienst hatte, ließ dieselben gleich wegnehmen. Es scheint, daß eine Versammlung sich dorthin hatte begeben wollen, und daß man mehrere politische Reden halten wollte. Die bei Zeiten be⸗ nachrichtigte Behoͤrde hat sich beeilt, die Entweihung, die das Resultat dieser tumultuarischen Versammlung haͤtte seyn koͤnnen, dadurch zu verhindern, daß sie den Kirchhof von Loyasse durch eine Linien⸗Compagnie besetzen ließ. Der Maire von Lyon hat am Morgen nachstehende öö erlassen: „„Außer dem Falle einer Beerdigung darf keine Rede zum Gedaͤchtnisse eines Ver⸗ storbenen oder zu einer Jahresfeier auf irgend einem Grabe ohne unsere ausdruͤckliche Erlaubniß gehalten werden, und keine Ver⸗ sammlung von Menschen in einem Zuge darf zugelassen werden, oder sich im Umfange des Kirchhofes bilden.““

Das Schiff „le Lutin“, dessen Tauwerk ganz aus Eisendraht besteht, ist unlaͤngst von der Spanischen Kuͤste in Brest ange⸗ kommen. Es uͤberbringt die Nachricht, daß, mit Ausnahme der geschlossenen Staͤdte, das ganze Land in den Baskischen Provin⸗

wird der „Lutin“, nachdem er sich neu verproviantirt, nach der Spanischen Kuͤste zuruͤckkehren. 1

Der Marquis von Dreux⸗Brézé, der bekanntlich in der Pairs⸗Kammer das Prinzip der Legitimitaͤt versicht, hat sich zur Wiederherstellung seiner Gesundhett nach seinem Gute Brézé begeben.

Paris, 6. Nov. Die ministerielle Frage scheint heute ihre Loͤsung noch nicht erhalten zu sollen. Der Koͤnig wendet sich nach allen Seiten, und wohin er blickt, treten ihm Hindernisse in den Weg. Es cirkuliren mehr als 6 Listen von verschiedenen Ministerien; aber in jeder derselben sind Maͤnner aufgefuͤhrt, deren Ernennung unter den gegenwaͤrtigen Umstaͤn⸗ den hoͤchst unwahrscheinlich ist. Auf jeder steht der Name Molé, entweder als Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten, oder des Seewesens; aber es wird von einigen Seiten behauptet, daß die Praͤsidentschaft ihm nicht zugedacht sey, was mir, nachdem ihm der Auftrag geworden, das neue Ministerium zusammenzusetzen, eben nicht wahrscheinlich ist. Nachstehendes sind die beiden vor⸗ zͤglichsten ministeriellen Listen, womit man sich heute herum⸗ traͤgt. (Hier folgen dieselben beiden Listen, die wir bereits gestern unter den neuesten Nachrichten gegeben haben.) Die eine moͤchte eben so mangelhaft wie die andere seyn. Ich habe niemals an den Wiedereintritt des Marschalls Soult geglaubt. Der Koͤnig hatte sich, wie man weiß, besonders deshalb zu sei⸗ ner Entlassung entschlossen, weil er fuͤrchtete, daß das Ministerium unter seiner Leitung die parlamentarische Majoritaͤt ver⸗ lieren moͤchte. Es ist daher nicht glaublich, daß man ihn von neuem an die Spitze des Kabinettes stellen werde. Ueberdies schließt schon der bloße Name des Herrn Mols den des Marschalls Soult aus; denn Letzterer wuͤrde nicht wie⸗ der in's Ministerium eintreten, wenn er nicht die Praͤsident⸗ schaft erhielte. Was Herrn Dupin betrifft, dessen Name eben⸗ falls in beiden Listen figurirt, so waͤre es sehr zu wundern, wenn er irgend ein Ministerium annaͤhme. Er zieht die Stelle eines Praͤsidenten der Deputirten⸗Kammer und eines General⸗Proku⸗ rators beim Cassations⸗Hofe einem Sitze im Kabinette vor (2), und nur im aͤußersten Nothfalle wuͤrde er sich entschließen, jene beiden hohen Aemter mit einem Portefeuille zu vertauschen. Die anderen Maͤnner auf der ersten Liste gehoͤren dem tiers-parti an, und sie werden eben so wenig wie Herr Dupin den Mar⸗ schall Soult zum Kollegen haben wollen. Auf der zweiten Liste steht nur ein neuer Name, naͤmlich der des Herrn Villemain; Herr Villemain ist wo moͤglich noch ein aͤrgerer Doctrinair, als

err Guizot, und deshalb wird er schwerlich von Herrn Molẽ

gewaͤhlt werden. Letzterer hat gestern lange Zeit mit den Her⸗ ren von Argout und Thiers konferirt, und es sollte mich nicht wundern, wenn diese Minister in die neue Verwaltung wieder ein⸗ traͤten; denn man hat Herrn Thiers freudestrahlend von Herrn Molé fortgehen sehen. Wohl unterrichtete Persdnen wollen wis⸗ sen, daß man den ausscheidenden Ministern alle moͤgliche Zuge⸗ staͤndnisse machen wuͤrde, damtt sie keine Opposition gegen das neue Ministerium machen. Man fuͤrchtet im Schlosse sehr die Beredtsamkeit der Herren Guizot und Thiers, und man wuͤnscht, daß sie das neue Ministerium auf der Rednerbuͤhne der Deputirten⸗Kammer unterstuͤtzen moͤchten. Ueberdies neigt der Koͤnig sich zu den Doctrinairs hin, und er wird unter den Namen seiner neuen Minister auf dieselbe Weise regieren, wie unter denen des Herrn Guizot und des Herrn von Rigny. Es wird nun darauf ankommen, ob Hr. Mols geneigt ist, uͤberall den Befehlen des Koͤnigs zu gehorchen, oder ob er wirklicher Praͤsident des Conseils wird seyn wollen. Man fraͤgt sich von allen Seiten, ob Herr Molé ein Anhanger der Amnestie sey; denn die Loͤsung dieser Frage duͤrfte ein Pruͤfstein fuͤr die neue Verwaltung werden. Wenn er nicht einem hoͤhern Einflusse nachgegeben hat, so halte ich ihn der Ertheilung einer Amnestie geneigt. Man erinnert sich seiner Weigerung, die Stelle ei⸗ nes Vice⸗Praͤsidenten der Pairs⸗Kammer anzuͤnehmen; er hat dadurch seine Abneigung gegen den Prozeß, und seinen Wunsch, eine Amnestie proklamirt zu sehen, zu erkennen gegeben. Heute den ganzen Morgen uͤber haben die Unterhandlungen in den Tuilerieen fortgedauert. Herr Thiers entwickelt eine außeror⸗ dentliche Thaͤtigkeit. Er hat eine Konferenz mit Herrn Molẽé beim Koͤnige gehabt. Indessen sind die Schwierigkeiten so groß, daß die ministerielle Krisis keinen Schritt vorwaͤrts gethan hat. Zur Gegenzeichnung Koͤniglicher Verordnungen bleibt nur noch der Admiral Jacob uͤbrig; denn auch Hr. Persil hat sich gestern Abend nach langem Straͤuben entschlossen, dem Koͤnige seine Entlassung einzureichen. P. S. So eben verbreitet sich das Geruͤcht, daß der Marschall Gérard sich auf das Bestimmteste weigere, wieder in das Ministeritum einzutreten, und daß eben seine wiederholte Weigerung den Koͤnig bestimmt habe, sich an Herrn Molé zu wenden. Herr Dupin soll ebenfalls alle Antraͤge des Herrn Molé abgelehnt haben.“

Großbritanien und Irland.

London, 7. Nov. Der Ball, welchen Ihre Majestaͤten zur Feier des Geburtstages der Prinzessin Auguste in Brighton geben wollen, ist, da der Geburtstag auf einen Sonnabend faͤllt, bis Montag verschoben worden. Ein großer Theil des hier an⸗ wesenden Adels, einige Kabinets⸗Minister und mehrere Mitglie⸗ der des diplomatischen Corps sind dazu eingeladen. Ihre Ma⸗ jestaͤten werden bei ihren haͤufigen S pazierfahrten in Brighton von dem Volke stets mit dem groͤßten Enthusiasmus begruͤßt und erwiedern diese D der Treue und Ergebenheit mit der ausgezeichnetsten Herablassung. 1

Des vafche Herr Vandeweyer ist gestern aus

ruͤssel wieder hier angekommen. - 8 v ““ Sahes jetzt taͤglich wieder Nachrichten von Graͤuelthaten ein, welche die Weißfuͤßler, trotz der Ermahnungen O' Connells, von neuem zu veruͤben anfangen. 1

Am Dienstag wurde wieder einer von den Arbeitern, welche beschaͤftigt waren, die hohen Mauern der Bibliothek des Unter⸗

zen sich in den Haͤnden der

Insurgenten befindet. Wie es scheint I

hauses umzustuͤrzen, unter den Ruinen begkaben, doch gel

es den uͤbrigen, ihn wieder hervorzuziehen. Er wurde in da Westminster⸗Hospital gebracht und man zweifelt nicht an seine Genesung.

Man fuͤrchtet, daß der Verlust der Bibliothek des Unte hauses groͤßer ist, als man anfangs glaubte. Es sind zwischen 4 5000 Barnde verloren gegangen. Auch von den in 1500 eleganten Baͤnden enthaltenen Parlaments⸗Verhandlungen, wel⸗ che das Unterhaus von der Franzoͤsischen Deputirten⸗Kammer erhielt, sind die meisten verbrannt; die des Oberhauses sind

sämmtlich gerettet.

Heute Morgen um 1 Uhr brach in den Hintergebaͤuden der Europa⸗Tavern Feuer aus. Die Flammen verbreiteten sich mit großer Schnelligkeit und in wenigen Minuten standen mehrere

aͤuser in Flammen. Die Spritzen konnten dem Feuer erst Einhalt thun, nachdem außer der Europa⸗Tavern noch 14 Haͤuser niedergebrannt waren. Ein Schuhmacher, welcher noch Einiges aus seinem schon brennenden Hause retten wollte, wurde unter den einstuͤrzenden Mauern begraben. Man vermuthet, daß noch mehrere Personen umgekommen sind, auch vermißt man mehrere Kinder. Viele Arme sind hierdurch obdachlos geworden, und ha⸗ ben Alles verloren. Mehrere hatten kaum Zeit, sich anzukleiden. Die Ursache des Feuers ist nicht bekannt, doch glaubt man, daß es durch ein Licht, ein b“ Mann beim zu Bette ehen brennen ließ, entstanden sey. 8 Die aus Portugal hier eingegangenen Nachrichten reichen bis zum 26. Oktober und erweisen, daß die fruͤheren vom Stan⸗ dard gegebenen Berichte uͤber aufruͤhrerische Bewegungen, die am 16. und 17. Okt. in Lissabon stattgefunden haben sollten, reine Erdichtungen waren. Die Ruhe und Ordnung in dieser Hauptstadt ist nicht im geringsten gestoͤrt worden. Wohl aber wird die Opposition gegen Palmella in den Kammern sowohl als außerhalb derselben immer kraͤftiger, lauter und drohender. (Vergl. den Artikel Portugal.) .

Im Boͤrsen⸗Bericht der Times liest man: „Der Koͤnig fuͤr unsere Kaufleute die Ruͤcksicht gehabt, sich Nachweis uͤber die Consiscationen Britischer Buchschuld⸗Forderungen geben zu lassen, welche im Jahre 1807 in Daͤnemark und Norwegen als Repressalie fuͤr die in unseren

aͤfen siattgefundene Anhaltung Daͤnischen Eigenthums, die der dmiralitaͤt 1,265,000 Pfund einbrachte, vorgenommen wurden. Es ist seitdem zwischen beiden Regierungen oft daruͤber unter⸗ andelt worden, welche von beiden die Verbindlichkeit habe, die Pena mn Unterthanen fuͤr die durch die oben erwaͤhnten Con⸗ fiscationen erlittenen Verluste zu entschaͤdigen; die Daͤnische Re⸗ gierung wollte diese Verbindlichkeit der Britischen zuschieben, weil das von ihr konfiscirte Daͤnische Eigenthum bedeutend mehr werth gewesen sey, als jene Buchschuld⸗Forderungen, und sie daher einen be⸗ traͤchtlichen Ueberschuß in Haͤnden habe; das Castlereaghsche Ministe⸗ rium aber widersetzte sich dieser Ansicht und fuͤhrte an, daß die Con⸗ fiscation von Buchschulden durchaus dem Voͤlkerrecht entgegen sey, weshalb Daͤnemark, da es sich diese rechtswidrige Handlung erlaubt, auch diejenigen, welche dadurch gelitten, zu entschaͤdigen habe. Seit einiger Zeit war nun in London eine Kommission mit der Untersuchung dieser Frage von Seiten des jetzigen Mi⸗ nisteriums niedergesetzt worden, und es wurde endlich als Grund⸗ satz festgestellt, daß die im Jahre 1807 konfiscirten Buchschuld⸗ Forderungen aus dem vorhandenen Saldo der zwischen beiden Ländern gegenseitig vorgenommenen gesetzlichen Confiscationen, bei welchen der Ueberschuß auf Seiten Großbritaniens seyn soll, erstattet werden sollten. Nach so langer Zwischenzeit aber war es sehr schwierig, die noͤthigen Beweismittel, die sich groͤß⸗ tentheils im Auslande befanden, herbeizuschaffen. Da die in Anspruch genommene Summe sehr betraͤchtlich ist, zwischen 2 300,000 Pfund, so fiel den Betheiligten der Ausweg ein, einen Bevollmaͤchtigten zu diesem Zweck nach Kopen⸗ hagen zu senden, und dieser hat durch die persoͤnliche Dazwi⸗ schenkunft des Koͤnigs ein genaues Verzeichniß der fraglichen Schulden erhalten, nach welchem sich die Forderungen ohne wei⸗ tere Schwierigkeit werden begruͤnden lassen. Der Koͤnig von Daͤnemark hat sich dabei aͤußerst gefaͤllig gezeigt, und es gebuͤhrt ihm von Seiten der Britischen Interessenten um so groͤßere ankbarkeit, als eine zahlreiche Klasse von Daͤnischen Untertha⸗ nen mit der Ertheilung jener Aufschluͤsse gar nicht zufrieden war und alles Moͤgliche anwandte, um dieselbe zu verhindern. Herr Oliver Mason, der diesen Auftrag in Kopenhagen ausgerichtet hat, ist am Dienstag Abend von dort mit dem Verzeichniß des konfiscirten Eigenthums noch gerade zur rechten Zeit hier ange⸗ kommen, da fuͤr die Einreichung von Reclamationen bei der von dem Schatzamte ernannten Kommission nur noch wenige Tage uͤbrig sind.“

Gestern sind endlich, nachdem man lange vergeblich gewar⸗ tet hatte, von allen Seiten Posten eingetroffen. Außer den ge⸗ woͤhnlichen von Paris, Belgien, Holland und Hamburg hat man vom Packetboote von New⸗York, von Jamaika, von Bra⸗ silien, von Montevideo, vom Vorgebirge der guten Hoffnung, von Neu⸗Suͤd⸗Wales und von Lissabon.

Die Berichte aus Jamaika vom 24. Sept. schildern den Zustand der Insel als vollkommen ruhig, obgleich kurz vorher bei den Negern im Kirchspiel St. Anne sich Symptome bevor⸗ stehender Unordnungen gezeigt und die Einwohner des Kirchspiels St. Thomas den Gouverneur um Ergreifung kraͤftigerer Maß⸗ regeln zur Erhaltung der Ruhe gebeten hatten. Die Post von Karthagena war unterwegs angefallen und ihr 100,000 Dollars abgenommen worden. Die Raͤuber wurden entdeckt und sollten am 17ten erschossen werden. Das Packetboot aus Jamaika hat ungefaͤhr 50,000 Dollars an Fracht mitgebracht.

Die letzten Nachrichten aus Jamaika reichen bis zum 30. Sept. Am 7. September hatte man zu Port Royal meh⸗ rere Erdstoͤße gefuͤhlt. Auf St. Christoph war das Kriegs⸗ gesetz proklamirt worden. 3

Zeitungen aus New⸗York vom Sten, welche gestern hier eingegangen sind, enthalten Nachrichten aus Vera⸗Cruz vom 11. September, uͤber die Absetzung des Gomez Farias und die

von Daͤnemark hat einen ausfuͤhrlichen

-“

Fortschritte Santana's. Die Mexikaner haben, wie man sagt