1834 / 352 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Anzeiger fuͤr die Preußischen Staaten.

öö dargestellt.) 8vo. 11 Bog. Velinp. broch. 1834.] Bei Fr. Sam. Gerhard in Danzig ist so ebenschen werden, duͤrften selbst Gelehrten nicht 8 Literarisch e A nzei gen. 2hir. 1 2 1 89 erschienen, und in allen Buchhandlungen zu haben, wuͤnscht seyn, da vieles Zerstreute sich bich gese In der Buchhandlung von C. F. Amelang in Bei den großen in Berlin in der Stuhr'schen, Schlotplatz Nr. 2. melt findet. Vorzuͤglich aber ist dieselbe Studien Berlin (Bruͤderstraße Nr. 11) crschien so eben und Kunstfaͤchern und bel der außerordentlichen Verbrei⸗ Der Nreuße den, denen die Quellen des Strafrechts bis jett ist in allen Buchhandlungen des In⸗ und Auslan⸗ tung ihrer Produete muß es fuͤr jeden Gebildeten gr. 8vo. broch. Preis: 10 sgr. selten zur Hand waren und Praktikern, die des mah es zu haben: erwuͤnscht sein sich uͤber dieselben gruͤndlich zu un⸗ I samen Nachschlagens der in so verschiedenen Wenn Historische Anthologie teerichten Das Werkchen bebandelt die Erfindung 11164“ fuͤr Deutschlands Sohne und Toͤchter. Eine Samm⸗ de Kupferstichs, die Weiterbildung bei den ver⸗ (In Berlin bei C. F. Plahn, Fäͤgerftraße Ar. n. eeeeweonen, die VHereitung (die 11 Steclh⸗ Duncker und Humblot, F. Duͤmm ler.) ung von Biographicen der merkwuͤrdigsten Maͤnner, weisen, die Maschine, der Kupferdruck ꝛc), die Aus⸗ Kriegsseenen, Schlachten und anderer geschichtlichen bildung des Kupferstichs in den verschiedenen Schu⸗ Begebenheiten Huf 29 Tage des Jahres. len, die Kunst auf ihrer jetz. Stufe, die Stahl⸗ Zwei Theil Von Dr. Schilling. . stechkunst ꝛc. Wir koͤnnen es als vorzuͤglich em⸗ Zwei Theile. gr. 8vo. Mit Titelkupfer und Vig⸗ pfehlen Sauber geheftet. Complet 2 Thlr. 25 sgr. gb C. Schedels

wißbegierigen Jugend eben sowohl, als dem . reifern Alter, wich mRer bein Huch dargeholen, das voellstaͤnd., allgem. Waaren⸗-Lexicon. fgenne wie fuͤr jene eine um so erfreulichere Er⸗ Fuͤnfte ganz umgearbeit u verbess. Austage, heraus⸗ cheinung seyn muß, als es nicht bloß zur Anfeue⸗geg. vom Prof. O. L. Erdmann. FIte Liefg. bis rung und Befoͤrderung des so hochwichtigen histori⸗ Sardellen. gr 8 o. geh. 2 Thlr. schen Studiums dient, sondern auch durch die Man⸗ Dieses Lexicon gchoͤrt anerkannt zu den besten nigfaltigkeit seines fuͤr Jedermann leicht verstaͤndli Werken uͤber Waarenkunde, es ist jetzt voͤllig uͤberar⸗ chen Inhalts nicht ermuͤdet, indem die darin aufge⸗ beitet, vermehrt und nach dem neusten Stande des

ge⸗ Handels eingerichtet, und wird jedem Waarenhaͤndler,

Allge meine

Staats⸗

Fs in den genannten e

Berlin, Sonnabend den 20sten Dezember

nebst Praͤnumeration hier am Orte bei der Redaction (Mohren⸗Straße Nr. 34), in den onarchse auf 2 Rthlr. Preuß. Cour. vierteljaͤhrlich festgesetzt ist, wofuͤr den hiesigen Abon⸗

In Friedr. Perthes Verlag ist erschienen und in Berlin zu haben bei Duncker & Humblot, Franzoͤs. Straße Nr. 20 a.: 1 8

Neander, Aug., allgemeine Geschichte der christl.

Religion und Kirche. 3 Abtheil. (7r Band des Ganzen.) 2 Thlr 15 sgr. dieselbe in wohlfeiler Ausgabe. 1 Thlr. 15 sgr. Ritter, Heinr., Geschichte der Philosophic. 4 LE

Mit dem 4 Theile dieses hinlaͤnglich bekaanten Werkes, ist die Geschichte der alten Pbilosophie ge⸗ schlossen und demnach denen, welchen es um diesen Theil der Geschichte der Pbilosophie besonders zu thun ist, nun ein vollstaͤndiges Werk daruͤber vorgelegt.

Wohlfeile Jugendschrift. In allen Buchhandlungen, zu Berlin in Stuhrschen, Schloßplatz Nr. 2, ist zu hahen 4 J. G. Ztehnert, Abenteuer und Wanderungen im Gebiete der Naturgeschichte und Geographie, in belehrenden und unterhaltenden Erzaͤblungen 1” die Jugend. Mit 1 ill. Titelbilde und 1024 sangc ill Abvildungen, gr. 8vo. Leipzig bei Vetter un Rostosky. Geb. Preis 1 ½ Thlr.

vemass Emmeimnmnwarmarge.

Beim Ablaufe des Quartals wird hiermit in Erinnerung gebracht, daß die Bestellungen auf diese Zeitun grobvinzen aber bei den Koͤniglichen Post⸗Aemtern zu machen sind, und daß der Preis fuͤr den ganzen Umfang der . inten das Blatt am Vorabende seines Datums durch die Stadtpost frei ins Haus gesandt wird. Um jedoch die erforderliche Staͤrke der Auflage fuͤr das kommende Vierteliahr abmessen zu köͤnnen, muͤssen ir bitten, die Bestellungen bis spaͤtestens den 31sften d. M. an uns gelangen zu lassen, indem sonst die Interessenten es sich selbst zuzuschreiben haben, wenn die Zusendung Blattes eine Unterbrechung erleidet und nicht saͤmmtliche Nummern vom Anfange des Quartals an nachgeliefert werden koͤnnen.

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nommenen dreihundert und fuͤnf und sechiig weltge⸗ Freignisse

schichtlichen, auf Thatsachen gegruͤndeten und Biographicen merkwuͤrdiger Personen so zusam⸗ men gestellt sind, daß sie an irgend einen bestimmten Tag des Jahres sich knuͤpfen. Es duͤrfte daher dieses, auch schon seiner Ausstattung wegen sehr zu empfehlende, Buch unter denen, welche zu cinem Geschenk bei fest⸗ lichen Gelegenheiten sich eignen, eine der ersten Stellen einnehmen. 8 16“ Die Maͤdchen⸗ und Frauenwelt. 3 Lehrhuch in allen Verhbaͤltnissen des weiblichen Ledens, von Leontine Guͤnther. Als zweiter hell der beliebten „Encyelopaͤdie fuͤr Damen“ zu betrachten und in gleichem Format, Druck und Band. Inhalt: das Maͤdchen. Kdrperschoͤnheit. Ge⸗ sundheit. Maͤßigkeit. Reinlichkeit Ordnungsliebe Weiblichkeit. Korpervflege. Spatziergang. Tanz. Geschmackvolle Kleidung. Das Aeußere in Blick und Mine. Kbrperhaltung. Unarten. Allg. An⸗ standsregeln. Sprache und Gesang. Gefuͤhl und Verstand. Zartgefuͤhbl. Seelenruhe. Duldung Liebe Treue. Dankbvarkeit. Trennung. Verschwiegenheit. Wissenschaftl. Erziehung in allen Zweigen. Religion. Herzensreinheit. Grazie. Unbefangenheit. Viel⸗ wisserei. Kuͤnstelei. Stolz Empfindlichkeit Tadel⸗ sucht. Zuruͤcksetzung. Hoͤflichkeit. Der Gruß. Be⸗ nehmen, als Wirthin oder Gast, bei Fruͤhstuͤck, Li- ner, Souher, Ball, Maskerade, Schlittenfahrtrn, hohen Visiten, Krankenbesuchen, ꝛc. Trauer. Maͤn⸗ nereigenthuͤmlichkeiten. Die Kuͤnste. Haͤusliche Ein⸗ richtung, Zimmerdecoration, ꝛc. Dienstboten. Die Geliebte Hoffnungslose Neigung. Die Braut. Ungleiche Verbindung Tod der Aeltern. Die Er⸗ zieherin. Die Mutter. Die Stiefmutter. Tod des Kindes. Die Wittwe. Das Ganze ist in einem edlen, unterhaltenden Style geschrie⸗ ben und schildert ugte c, das Leben eines guten, ge⸗ fuͤhlvollen weiblichen Wesens gleich einem Romane. Man kann einer Dame kein besseres Geburtstags⸗, Weihnachts⸗, Braut⸗Geschenk ꝛc. machen, als die⸗ sen trefflichen Aufruf zur Tugend, diesen wuͤrdigen Leitfaden in Gluͤck und Leid, dieses untruͤgliche Lehrbuch in der Kunst, sich liebenswuͤrdig zu ma⸗ chen. Es ist zu haben bei E. S. Mittler in Ber⸗ lin (Stechbahn Nr. 3), Posen, Bromberg, Gnesen und Culm, bei Vincent in Prenzlau, sowie in al⸗ len guten Buchhandlungen Deutschlands.

Hoöͤchst wichtiges Werk fuͤr den Handels⸗ stand, und nuͤtzliches Festgeschenk fuͤr junge Kaufleute (zu sinden in der Stuhrschen Buch⸗ handlung in Berlin, Schloßplatz Nr. 2.): Allgemeiner Schluͤssel zur kaufmaͤnnischen Terminologie, oder vollstaͤndiges Woͤrterbuch aller wesentlichen, sowohl deutschen als auch fremden Sprachen entlehnten, Kunstausdruͤcke, Woͤrter und Redensarten, welche im Land⸗ und Scehandel (mit Einschluß des Buchhandels), in der Schifffahrt, in Wechsel⸗, Waaren⸗ und Geldgeschaͤften, in der Cor⸗ respondenz und Buchhaltung, im merkantilischen Rechnungswesen, und in der Muͤnz-, Maaß⸗ und Gewichtskunde vorkommen. Ein eneyklopaͤdisches Handbuch fuͤr Kauf⸗ „leute und Geschaͤftsmaͤnner. Theils nach eigener Erfahrung, theils nach den be⸗ waͤhrtesten Huͤlfsquellen bearbeitet vom Prof. Carl Courtin. gr. 8vo. Broch. 56 Bogen stark. Preis 4 Fl. 48 Kr. Rhein., oder 3 Thle. Saͤchsisch.

Bei allem Reichthum der merkantilischen Litera⸗ tur an nuͤtzlichen und belehrenden Schriften glauben wir doch ohne Anstand versichern zu duͤrfen, daß die⸗ selbe bis jetzt noch nicht eines einzigen Werkes von ähnlicher Tendenz sich zu ruͤhmen bat, das, in Hin⸗ sicht auf erschoͤpfende Vollstaͤndigkeit des Gegenstan⸗ des, auf Gediegenheit und Zweckmaͤßigkeit der Aus⸗ arbeitung, auf Zuverlaͤssigkeit der reichhaltigen An⸗ gaben, auf Deutlichkeit und Buͤndigkeit der Erklaͤ⸗ rungen, auf Benuͤtzung der besten und neuesten Huͤlfsquellen, auf scharfsinnige Beleuchtung bisheri⸗ ger Zweifel, Irrthuͤmer und Abweichungen, und endlich auf bequeme Einrichtung zum Aufsuchen gleichbedeutender oder sinnverwandter Ausdruͤcke, mit der bier angekuͤndigten Terminologie in gleiche Linie gestellt zu werden verdiente.

Alle Buchhandlungen haben dieses Werk vorraͤthig. J. Scheible's Buchhandlung in Stuttgart.

Empfehlungswerthes Weihnachtsgeschenk.

Andachtsbuch fuͤr gefuͤhlvolle Christen,

von K. Grumbach. Velinpapier. geh. 22 sgr.,

in Leder u. Goldschnitt elegant geb. 1 Thlr. 17 2 sgr. Verlag von 8

E. H. Schroeder, Koͤnigsstr. Nr. 37.

Quelle an bis zum stillen, ruhigen Meere im⸗

Ludwig Oehmigke, Burgstr. Nr. 8:

2

In 6 Buͤchern. mann. 8vo. geh. Auf 2 15

Fabrikanten und Geschaͤftsmanne, ganz besonders aber dem angchenden Kaufmann ein hoͤchst nuͤtzliches, ja

Werks (Lief. 7. 8.) soll moͤglichst bis Neu werden.

Homdopathie und Allopathie. Unpartheiische und Maͤngel und Vorzuͤge, oder ein Versuch, das aͤrzt⸗ liche Handeln bei heiden Systemen auf sichere und vernuͤnftige Gruͤnde zuruͤckzufuͤhren, fuͤr Aerzte, Veterinare und gebildete Laien geschrieben von Dr. K. F. W. Funke, pr. Arzt u. Privatdocenten der Universitaͤt Leipzig. Es ist in neuerer Zeit viel uͤber diese beiden Heilsysteme geschrieben und ge⸗ stritten worden, aber leider, immer nur mit parthei⸗ ischer Leidenschaftlichkeit, weshalb die obige freimuͤ⸗ thige Wuͤrdigung der Homdo⸗ und Allo⸗pathie von einem von beiden sehr gruͤndlich vertrauten Arzte nur willkommen u. fuͤr die mediz. Wissenschaft im Allgemeinen boͤchst nutzenbringend sein kann. Nett broschirt ist das Werkchen fuͤr 20 sgr. zu haben bei E S. Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3), Po⸗ sen, Bromberg, Gnesen und Cuim, bei Vincent in Prenzlau, sowie in allen guten Buchhandlungen Deutschlands.

Meu e Schrist. In der Unterzeichneten ist so eben angekommen (Verlag von Scheible in Stuttgart): Das Verbrechen des Mordes. Eine Gallerie solcher Verirrungen in neuer Zeit. Historisch geschildert von R. Th. Muͤhlberger. Ein starker gr. 8ro.⸗Band mit einer Abbildung, broschirt, Preis 2 F. 24 Kr, dder 15 Tblr.

Stuhrsche Buchhandlung in Berlin,

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Schloßplatz Nr. 2.

8 b So eben ist erschienen und in Berlin bei T. Trautwein, Breite Straße Nr. 8, zu haben:

Neuere Dichtungen von Karl Streckfuß, elegant geheftet. 25 sgr.

Das Baͤndchen enthaͤlt die in den letzten 12 Jah⸗ ren entstandenen, groͤßtentheils schon öͤffentlich mit⸗ getheilten, poetischen Arbeiten des Dichters, nament⸗ lich unter andern: die Erzaͤhlung, den Falken; die Romanze, das Gastmahl des Theoderich: das Maͤhrchen, die Maduͤ⸗Maraͤnen und die Hoͤllenstrafe der Froͤmmler, welche hier zu einem Ganzen vereiniget, den Freunden seiner Muse gewiß willkommen seyn werden.

Halle, im November 1834.

. C. A. Schwetschke und Sohn.

empfeblungswerthe Schrift, beson⸗ ders fuͤr die reifere weibliche Jugend. In der Schultheß'schen Buchhandlung in Zuͤ⸗ rich ist so eben erschienen und an alle solide Hand lungen versandt, in Berlin an die Enslinsche Buch⸗ handlung (Ferd. Muͤller), Breitestraße Nr. 23:

Sehr

vNq11ö3“““ 8vo. eleg broch. 1 Thlr. 15 sgar. Herr Pfarrer Appenzeller in Biel aͤußert sich in seiner Vorrede zu dieser ausgezeichneten Schrift uͤber den Werth derselben mit folgenden Worten: Der Herausgeber legt hier fuͤr seine Person das Bekennt⸗ niß ab: daß ihm wenige Darstellungen vorgekommen sind, die, wie diese, den Silberbach der innern bes⸗ sern Welt, wenn auch zuweilen getruͤbt, von seiner

mer sanft leuchtend durchschimmern laͤßt. Die Ver⸗ fasserin hat die schoͤne, aber schwierige Aufgabe, die sie sich selbst gegeben, wuͤrdig geloͤst! Mit Ruͤhrung und tief ergriffen, legt' ich Natalien, als ich ihre Geschichte mit Aufmerksamkeit durchlesen hatte, nie⸗ der. Wer koͤnnte ihr der aus solchen Stuͤrmen endlich Geretteten seine Hochachtung, seine Theil⸗ mnahme und Liebe versagen? Wohl lernen wir die erhabene Wahrheit: „dah, so lange der heilige Engel der Unschuld und ein reines, frommes Gefuͤhl fuͤr das Goͤttliche in uns seine Kraft erhbaͤlt, wir nie in's Gemeine herabsinken, oder an unserer Hoffnung, fuͤr die Tugend wieder gewonnen zu werden, verzwei⸗ feln duͤrfen.

Bei G. Basse in Quedlinburg ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben, in Berlin bei

Romanzen und Balladen dey atern deinEE66 Herausgegeben von Friedr. Raß⸗ ö Preis 1 Thlr. Diese mit vieler Sachkenntniß und Umsicht veran⸗

unentbehrliches Handbuch werden. Der Schluß des ahr fertig

freimuͤthige Wuͤrdigung ihrer

Von der Carlsruher Pracht⸗Bibel. Mit einer Vorrede vom Prälaten Dr. Höffe II. ist die 1ste Lieferung so eben angekommen. Zwei der trefflichsten Stahlstiche zieren dieses Heft; Papier und Druck ist eben so prachtvoll. Das Ganze wird aus 12 Lieferungen besteben mit Stahlstichen, wovon jede nur 10 sgr. kostet.

Subseription darauf nimmt an George Gropius Schloßplatz Nr. 1.

Zur Unterhaltung fuͤr die Jugend jedes Alters. Her⸗ ausgeg. von A Ziehnert und R. Seifer, ate reich vermehrte Auflage, mit 30 Gesellschaftsspielen, 30 Scherzen und Kunststuͤcken, 80 Raͤthseln, Charaden und Logogryphen, 30 Sentenzen und Stammbuch⸗ Aufsaͤtzen, 50 lustigen Anecdoten, 24 Liedern und Ge⸗ dichten, 50 Witzspielen und launigen Versen. Ein colorirtes Quodlibet als Titelkupfer und netter Ein⸗ band gesellen sich zu diesem vielhaltigen, trefflichen Inhalte, und das Ganze ist fuͤr 15 sgr zu haben bei F. S. Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3), Po⸗ sen, Bromberg, Gnesen und Culm, bei Vincent in Prenzlau, so wie in allen guten Buchhandlungen Deutschlands.

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In der C. F. Muͤllerschen Hof⸗Buchhandlung in Carlsruhe ist erschienen und vorraͤthig in der Stuhrschen Buchhandlung zu Berlin, Schloßplatz

Nr. 2:

Jbebeeeeeee auf das Jahr 1835,

in dem niedlichen Format von

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Groͤße,

mit Goldschnitt und Futteral 10 sgr. Dieser neunzehnte Jahrgang enthaͤlt:

die Stufenjahre des menschlichen Lebens mit 22 niedlichen Compositionen und passendem Tert.

Goethe's saͤmmtliche Werke. Ausgabe in groß Oktav in 55 Baͤnden. Die Cotta'sche Buchhandlung in Stuttgart, um den frecheindringenden Nachdruck von Goethe'’'s saͤmmtlichen Werken entgegen zu wirken, zeigt hiermit an, daß sie sich entschlossen hat, die Oktav⸗ Ausgabe fuͤr einige Zeit zu einem bedeutend er⸗

r

niedrigten Preise gegen baare Zahlung abzulussen, und zwar: auf Druckpapier: fuͤr 33 ½¼ Thlr. Saͤchs. oder 34 Thlr. 20 sgr. Pr. Crt, 8 auf Velinpapier: fuͤr 50 Thlr. Saͤchs. oder 2 Thlr. Pr. Crt. 1 .“ Hiernach wuͤrde der Band auf Druckpapier kaum 20 sgr, auf Velinpapier etwa 28 sgr. zu sichen kom⸗ men. Von der Taschen⸗Ausgabe in 55 Bäanden werden noch Exemplare auf Druckpapier: fuͤr 16 ¾ Thlr. Saͤchs. oder 17 Thlr. Pr. Crt., auf Belinpapier: fuͤr 24¼ Thlr. Saͤchs. oder 25 Thlr. 20 sgr. Pr. Crt. gegen baare Zahlung abgegeben. Saͤmmtliche Ausgaben sind in roh denen Exemplaren stets vorraͤthig in der 8 Buchhandlung J. A. List in Berlin, Burgstraße Nr. 9.

d gebun⸗

Corpus juris criminalis, quod per Germaniam valet, communis acad. sec. systema Ans. de Feuerbach dig. Collectio omnium locorum, qui in A. de Feuerbach elem. jur. crim. ex fontibus citantur. Com- pos., recogn., locis omissis suppletis indicibusque additis aliis juris crim. elem. accommod. etc. var. lect. sel. perpetuaque constitut. crim. Carolinae c. Bamberg ac E1öu.“ comparat. instructam ed. Herm. Jul. Kittler. Lips,, Hinrichs, 1833. Smaj. (XIV. u. 602 Pag.) 2 ½ Thlr.

Bei dem bisberigen Mangel an einer der Quellen des gemeinen deutschen Strafrechts, wir diese Quellensammlung, die fuͤr Feuerbachs als An⸗ derer Lehrbuͤcher gleich brauchbar ist, sehr erwuͤnscht

Ausgaben zu Grunde, verglich dieselben mit einander und gab einen neuen kritisch berichtigten Text. Be⸗

Darstellung der Eigenthuͤm 1— machers, in sofern diese nicht an dessen Individuul⸗ taͤt gebunden sind, sondern sich eignen, auf anden 81 ehen, oder mit einem Worte, allgem

Germar, F. H., die hermeneutischen Maͤngal de

beginnt mit dem 1. en Es wird allgemein anerkannt, daß dieses tzebue begruͤndete, von Merkel und fortgesetzte und durch W. 18 Zeit angemessener Richtung redigirte Journal, saine Ran laͤng n auch ohne gehaͤssige Po von Wirksamkeit sein kann. Wir koͤnnen wuͤnscht daß die geachtetsten Schriftsteller versprochen sein. Durchgaͤngig legte der Herausgeber die besten auch dem naͤchsten nahme ein noch erhoͤhtes J

.

Bei G. Reimer, Wilhelmsstraße Nr. 78, sih folgende Buͤcher erschienen; Arndt, E. M., Maͤhrchen und Jugend⸗Erinne, rungen. Mit Kupfern. 2 Thl Cervantes, Don Quixote von la Mancha, üͤbes setzt von L. Tieck. 4 Bdc. 3te verh. Auflag Druckp. 4 Thlr. Franz. Pap. 5 Thlr. 10 g, Cornelius, P., Darstellung aus den Niehelun gen, gest. v. G. Lips und H. Ritter. 7 Flätker 30 Thlr. Grimm, Kinder⸗ und Hausmaͤbrchen, in de zuge. 2te verb. Aufl. 1 Thlr. Mit 7 87 2Thl In Futteral mit Goldschnitt. 2 Thlr. 2üsge Haͤmann's Schriften. Herausg. von Fr. Ru⸗ 7 Thle. .. 14 Thlr. z sa Herder, J. G. v. und A. J. Liebeskind, Jaln⸗ blaͤtter. Erlesene morgenlaͤndische Erzaͤhlunga fuͤr die Jugend. Herausg von A. Kelm⸗ macher. Mit 12 Kupfern. 4 Bdchen 3 i. Hippel's, Th. G. v, saͤmmtliche Werke. 2Fe Druckp. 7 Thlr 1 Mit Kupfern von (tn⸗ dowiecky. 10 Thlr. Weiß Druckp. m. K. ls chle 15 sgr. Velinpap. m. K. 22 Thlr. hsgr. Hoffmann, E.T. A., ausgewaͤhlte Schrifte 1 Bdchn Druckpap 8 Thlr. Weiß Pap. 10 T. Velinpap. 15 Thle Kindermaͤhrchen von C. W. Contessa, Fr.te la Motte Fouqué und E. T. A Hoffmant 2 Bde. Mit illum. Kupfern 1 Thlr. Asg Kleist, H. v, gesammelte Schriften. Herautge geben von L. Tieck. 3 Bde. Druckvay. 4 T 71 sgr. Weiß Druckp 5 Thlr. Velinp. 6 Thlr 2hsg Lebensfruͤhling. Ein Lesebuch fuͤr die Jugemn Mit Vignetten. 1 Thlr. 178 g. Lebensspiegel fuͤr die deutsche Jugens⸗ 2M. 3 Thlr. ösge Novalies Schriften. Herausgegeben v. L. n und Fr. Schlegel. 2 Bde. Ate verm. Afflage. 2 Thlr. 10 sgr. Velinp. 3 Thlr. 10 sgr. Jean Paul's saͤmmliche Werke. 60 Bde. Druch. 40 Thlr. Weiß Druckp. 45 Thlr. Frauz Pap. 55 Thlr. Velinp. 68 Thlr. Schleiermacher, Monologen, eine Neujehte⸗ gabe. Ate Auflage. 1o sgr. Die Weihnachtsfeier. 2te Auflage. 1 st. Shakespeare' s dramatische Werke, uͤbersetz ven A. W v. Schlegel, ergaͤnzt und erlaͤutert vmg L. Tieck. 9 Bde. Druckxp. 4 Thlr 20 sgr. Fet Pap. 5 Thlr. 25 sgr. Velinp. 8 Thlr. 5 sgr. Waiblinger, W., Taschenbuch aus Italien un Griechenland, auf 1829 und 1830. Mit Kupfmn 1 Thlr. à sgr Taschenbuch der Sagen und Legenden. Hie⸗ ausgegeben von A. v. Welvig u. Fr. de la Mone Fouqué. 2 Jahrge. Mit Kpfrn. nach Cornelig eichnungen. 1 Tl. Tieck, L., Schriften. 15 Bde. Weiß Druch 19 Thlr. Franz. Pap. 25 Thlr. Velinp. 30 Tll⸗ Novellenkranz. à Ihrge, jeder mit ? Kvfmn⸗ 7 Thlr. 29 sgr

A’n 1g9-

Schleiermachers Wirksamkeit als Prediger, de⸗

Sg

gestellt von Alexander Schweizer, gr. 8 geheftet. Halle, Verlag von C. A. Kuͤmmeg und zu haben in allen Buchhandlungen, Drut⸗ pap (18 ¾sgr.), Schreibpap. 5 Thlr., Velinpap 1Thle Der Hr. Versasser beabsichtigt in dieser Schrift are lichkeiten Schleier

einen

influß zu haben. Ferner erschien in demselben Verlage:

historischen, eigentlih

aber der Tact⸗Interpretation, an einem auffalle⸗ den Beispiele dargestellt und erlaͤutert, gr. de geh. (11¼ sgr) Obiges ist zu beziehen durch die Nicolaische Buchhandlung in Berlin (Bruͤderstraße Nr. 13), Stettin und Elbing.

sogenannten grammatisch⸗

Der Freimuͤthige oder Berliner Conver⸗

sationsblatt,

Januar den 32sten Jahr gant. von Ko⸗

Dr. Kuhl

is in erneuter, N.

unter den ersten deutschen Lentschecht sen wieder eingenommen und bewiesen hat,

P it eine deutsche Zeitschtit Polemik e sch Zestclen haben/

Theil⸗ gr. Plo.

Jahrgange durch thaͤtige nieresse zu geben. Woöchentlich erscheinen 5 halbe Bogen in

sonders glauben wir auf die hier zum erstenmale

nebst liter., art., musik. Anzeiger, der zu

Erwiede⸗

Kronik des Tages.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Vuͤrgermeister Sey⸗ bel zu Schirwindt den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse zu verleihen eruht. uihe beniglich Majestaͤt haben den Land⸗ und Stadtgerichts⸗ Asesot von Muͤntz zu Emmerich zum Justizrath Allergnaͤdigst sg ernennen geruht.

Angekommen: Der General⸗Major und Commandeur ir oten Infanterie⸗Brigade, Freiherr von Lützow, von Glogau.

Der Großherzogl. Mecklenburg⸗Schwerinsche Ober⸗Hofmei⸗ ee, außerordentliche Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister am sosigen Hofe, Freiherr von Luͤtzow, von Ludwigslust.

Zeitungs⸗Nachrichten A u sbüla n d.

Freanfreich

Paris, 13. Dez. Gestern arbeitete der Koͤnig mit den Minssern der auswaͤrtigen Angelegenheiten und des oͤffentlichen nterrichts.

188 hielt die Deputirten⸗Kammer wieder eine Siz⸗ ng, die, wie alle Sonnabend⸗Sitzungen, hauptsaͤchlich den bei r Kammer eingegangenen Bittschriften gewidmet war. Auf ir Ministerbank befand sich bloß der Marschall Mortier und

Saale waren uͤberhaupt nur etwa 100 Deputirte zugegen, dem viele derselben in der Franzoͤsischen Akademie der Auf⸗ ihme des Herrn Thiers beiwohnten. Nachdem einige Depu⸗ iete vereidigt worden, berichtete Herr Odier uͤber das diesjaͤh⸗ sge Budget der Kammer, fuͤr welches er einen Zuschuß von 000 Fr. in Antrag brachte. Herr Anisson⸗ Duperron erlas eine bereits in der vorigen Session von ihm gemachte Proposition zu einer Modifizirung des Forst⸗Gesetzbuches uͤber se Urbarmachung von Waldungen. Nachdem die Entwickelung erseben auf den naͤchsten Montag angesetzt worden, brachte ir Kriegs⸗Minister einen Gesetz⸗Entwurf ein, wonach die söslinge der Militair⸗Schule zu Saint⸗ Cyr, wenn sie iises Institut verlassen, als Seconde⸗ Lieutenants in ie Armee eintreten sollen. Die Bittschriften⸗ Berichte, ie hierauf abgestattet wurden, waren von keinem erheblichen In⸗ nese. Ein Antrag auf Abschaffung des Buchdrucker⸗Patents id auf die voͤllige Freigebung der Buchdruckerkunst wurde dem Minister des Innern uͤberwiesen. Die meisten uͤbrigen Petitio⸗ in wurden durch die Tagesordnung beseitigt. Herr B. e issert entwickelte hiernaͤchst seine Proposition wegen Errichtung hvon Sparkassen, welche die Kammer einmuͤthig in Erwaͤgung zu iehen beschloß. Bevor die Versammlung sich trennte, erinnerte her Praͤsident sie noch daran, daß am naͤchsten Montage zwei eue wichtige Propositionen (man glaubt, in Bezug auf die Am⸗ istie-Frage) in den Buͤreaus zur Sprache kommen wuͤrden, bechalbb er die Herren Deputirten ersuche, sich puͤnktlich dazu inzufiden. An diesem Tage soll auch zur Wahl eines 4ten Pice⸗Praͤsidenten an die Stelle des Herrn Passy geschritten verden. 1

zu der gestrigen Sitzung der Pairs⸗Kammer, fuͤr welche ir Herausgeber des National, Herr Rouen, citirt war, hatte ich ein ungewoͤhnlich zahlreiches Auditerium eingefunden. Von den Ministern waren bloß die Herren Persil und Duperré zu⸗ gegen. Nachdem der neu ernannte Pair, General⸗Lieutenant Pernard, aufgenommen und vereidigt worden, zeigte der Praͤsi⸗ dent der Versammlung an, daß Herr Rouen sich, der an ihn ergangenen Vorladung gemaͤß, im Nebenzimmer befinde. „Ich indessen“, fuͤgte er hinzu, „die Kammer darauf aufmerk⸗ am machen, daß es in Faͤllen, wie der vorltegende, uͤblich ist, vor dem Erscheinen des Angeschuldigten den Namens⸗Aufruf zu ver⸗ instalten, um die Zahl der anwesenden Mitglieder zu ermitteln, damit der Inkulpat die Ueberzeugung erlange, daß nur diejeni⸗ gen, die seine Vertheidigung angehoͤrt, an dem Urtheils⸗ spruche Theil nehmen.“ Der Namens⸗Aufruf ergab 153 an⸗ wesende Pairs. Waͤhrend dieser Operation verbreitete sich in Saale das Geruͤcht, daß Herr Rouen, in Folge ei⸗ nes Erkenntnisses des Assisenhofes vom Monat Oktober, an demselben Morgen verhaftet worden sey. Derselbe wurde jetzt in den Saal gefuͤhrt. Nachdem er Namen, Alter (33 Jahr) und Stand angegeben, fragte ihn der Praͤsident, ob er der Ver⸗ fasser des inkriminirten Artikels sey. „Ich habe mich hieruͤber gicht weiter auszulassen“, war die Antwort, „aber ich uͤbernehme Kie ganze Verantwortlichkeit dafuͤr. Erlauben Sie mir indessen, m. H., daß, bevor das Verhoͤr fortgesetzt wird, ich Ihnen eine Note mittheile, die ich heute Morgen auf der Polizei⸗Praͤ⸗ fektur abgefaßt habe.“ Der Angeklagte zog darauf ein Papier aus der Tasche und las Folgendes vor: „Ich habe nicht Zeit genug gehabt, meine Vertheidigung vorzubereiten. Erst gestern Abend ist mir Ihre Vorladung behaͤndigt worden. Heute Mor⸗ gen um 6 Uhr hat man mich verhaftet, und direkt von der Po⸗

stand hoͤren wolle.

Sie, zu einem Ausnahme⸗Tribunal aufwerfen und Richter in seiner eigenen Sache seyn wollte, der von ihnen vertheidigten Sache abtruͤnnig werden. Insofern Sie mich aber nicht un⸗ gehoͤrt verurtheilen wollen, muß ich mir wenigstens eine Ataͤgige Frist erbitten, um meine Vertheidigung mit dem von mir ge⸗ waͤhlten Rechts⸗Beistande verabreden zu koͤnnen. Mein Advokat wird Herr Armand Carrel, Mitredacteur des Nattional, seyn, der sich gegenwaͤrtig in Ste. Pélagie besindet. Ich wuͤnsche daher, daß mein Prozeß bis zum naͤchsten Dienstag ausgesetzt werde.“ Der Praͤsident machte Herrn Rouen bemerklich, daß, da Herr Carrel verhaftet sey, sein Erscheinen nicht von der Pairs⸗ Kammer abhaͤnge; indessen werde die Kammer uͤber den von ihm gestellten Antrag, den Prozeß verleat zu sehen, berathschla⸗ gen. Der Inkulpat wurde darauf abgefuͤhrt; die Zuhoͤrer aber blieben auf den oͤffentlichen Tribunen. Die erste Frage des Praͤsidenten, ob die Kammer in jenen Antrag willigen wolle, wurde fast einmuͤthig bejaht. Ueber die zweite Frage da⸗ gegen, ob man Herrn Rouen gestatten wolle, sich von dem im Gefaͤngnisse befindlichen Herrn Carrel vertheidigen zu lassen, waren die Meinungen getheilt. Herr Tripier glaubte, daß es der Kammer nicht zustehe, einen Vertheidiger naͤher zu bezeichnen und daß sie Alles gethan habe, was man von ihr verlangen koͤnne, wenn sie dem Angeschuldigten uͤberhaupt einen Vertheidiger bewillige, ihm aber die Wahl desselben uͤberlasse. Herr von Sesmaisons war der Ansicht, daß es der Wuͤrde der Kammer entsprechen moͤchte, wenn man es dem Herrn Rouen zur Bedingung machte, daß er sich nur von einem auf der AdvokatenListe befindlichen Rechts⸗Anwalt vertheidigen lasse. Der Vicomte Dubouchage widersetzte sich diesem Antrage. Mittlerweile lief ein Schreiben des Herrn Thibaudeau, Haupt⸗Redacteurs des National, ein, worin dieser sich erbot, der Kammer alle Aufschluͤsse zu geben, die sie in dieser Rechtssache irgend wuͤnschen moͤchte. Nachdem noch die Herren von Bastard und von Pontécoulant ihre Meinung abgegeben, entschied die Kammer einmuͤthig, daß sie am naͤchsten Dienstag Herrn Rouen und seinen Rechtsbei⸗ Hiernach bleibt die Wahl dieses Letztern dem Inkulpaten uͤberlassen. Als Herrn Rouen diese Entschei⸗ dung mitgetheilt wurde, verlangte er noch, daß man ihn unver⸗ zuͤglich nach Ste. Pélagie fuͤhre, um sich dort mit Herrn Carrel besprechen zu koͤnnen. Der Praͤsident erwiederte ihm indessen, daß dies der Kammer nichts angehe, und daß es seine Sache sey, sich gehoͤrig vorzusehen, damit Herr Carrel im Stande sey, ihn am naͤchsten Dienstag zu vertheidigen. Die Sitzung wurde sodann aufgehoben, und die Kammer konstituirte sich wieder als Gerichtshof, um die Fortsetzung des Requisitoriums in dem Pro⸗ zesse der Theilnehmer an den letzten Unruhen zu vernehmen.

Der Courrier frangais meldet, daß Herr Rouen einst⸗. weilen in Freiheit gesetzt worden sey, um die zu seiner Verthei⸗ digung vor der Pairs⸗Kammer nöͤthigen Schritte zu thun, auch daß Herr Carrel die Erlaubniß erhalten habe, sich am Tage des Prozesses nach der Pairs Kammer zu begeben.

Der National bemerkt, daß Herr Barthe einst von dem⸗ selben Herrn Rouen, uͤber den er jetzt als Richter gesetzt ist, in die Gesellschaft der Carbonari aufgenommen worden sey.

Dem Messager zufolge, waͤre der Herzog von Broglie definitiv zum Franzoͤsischen Botschafter am Londoner Hofe er⸗ nannt worden; und man wartete mit der offiziellen Ernennung nur so lange, bis die neue Zusammensetzung des Englischen Ka⸗ binettes bekannt geworden.

Man versicherte an der Boͤrse, die Regierung habe sehr guͤnstige Nachrichten aus London erhalten. Herr von Bacourt, erster Secretair bei der Franzoͤsischen Gesandtschaft in London, habe hierher gemeldet, dat die Politik, die der neue Englische Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten in Bezug auf die Spanische Frage zu befolgen gedenke, ganz zufriedenstellend sey. Herr von Bacourt habe eine Konferenz mit dem Herzoge von Wellington gehabt, worin Letzterer mit der Erklaͤrung hervorgetre⸗ ten sey, daß er den Grundsatz der Nicht⸗Einmischung gegen bei⸗ de Parteien in Spanien streng befolgen wolle, vorausgesetzt, daß das Franzoͤsische Kabinet seinerseits aufhöre, die Sache der Koͤnigin zu unterstuͤtzen. Man zweiselte an der Boͤrse nicht, daß das Franzoͤsische Ministerium diese Bedingungen eingehen wuͤr⸗ de, und in dieser Voraussetzung hoben sich die Anfangs gesun⸗ kenen Course wieder etwas. Die Spanischen Fonds hielten sich bei weitem nicht so gut; denn man fuͤrchtet, daß, wenn man auf jedwede Einmischung in die inneren Angelegenheiten Spa niens verzichtet, die Partei des Don Carlos zuletzt doch eine Kraft erlangen moͤchte, die der Sache der Koͤnigin gefaͤhrlich werden duͤrfte. Auch war das Geruͤcht verbreitet, daß eine Menge Cortes⸗Obligationen, die man zum Umtausch nach Ma⸗ drid gesandt habe, fuͤr falsch befunden und vernichtet worden waͤren. Man hat seit gestern angefangen, die neue Anleihe des Don Carlos auf dem hiesigen Platze einzufuͤhren; sie soll zu 66 und sogar zu 67 Prozent verkauft worden seyn. Die Ge⸗ schaͤfte werden indeß heimlich gemacht, weil man fuͤrchtet, daß die Regierung ihnen Schwierigkeiten in den Weg legen moͤchte.

Lord Lowther, einer der reichsten und angesehensten Tories, ist dem Courier, der ihm nach Neapel gesandt wurde, und der am vergangenen Dienstag zuruͤckgekehrt ist, auf dem Fuß gefolgt. Der Lord befindet sich seit gestern in Paris, und wird morgen seine Reise nach London fortsetzen.

lona wird geschrieben, daß Llauder am 6ten nach Madrid ab⸗ gereist, und Alava in Barcelona angekommen sey.“

Aus Baponne schreibt man vom 9ten d.: „Am vergan⸗ genen Sonnabend hoͤrte man den ganzen Tag uͤber Kanonen⸗ donner in der Richtung von Elisondo. Reisende sagen aus, daß bet der Misericorde ein Gefecht zwischen den Christinos und den Karlisten stattgefunden habe. Die Misericorde, welche befestigt worden war, ist zum Theil zerstoͤrt worden. Indessen sollen die Karlisten, nachdem ihren Gegnern Huͤlfe zugekommen, sich wie⸗ der zuruͤckgezogen haben. Man spricht hier wieder viel von der baldigen Ankunft Dom Miguel's, und versichert mit Bestimmt⸗ heit, daß er in kurzer Zeit in Begleitung des Herrn von Bour⸗ mont in Spanien eintreffen werde.“

Aus Toulon schreibt man vom 6ten d. M.: „Ein Erlaß des Praͤfekten des Var macht bekannt, daß Dom Miguel die Absicht habe, sich durch Frankreich nach Spanien zu begeben. Man weiß nicht, ob er direkt uͤber die Pyrenaͤen nach Biscaya reisen oder ob er sich zu Brest einschiffen werde. Einem ge⸗ wissen Bremond, aus dem Finisterre⸗Departement, der in den er⸗ sten Tagen des November aus dem Lager des Don Carlos mit einem Schreiben dieses Prinzen fuͤr Dom Miguel und einem Passe nach Genua versehen, abgereist ist, wird in diesem Au⸗ genblick von der Polizei nachgespuͤrt. Es ist Befehl gegeben, ihn uͤberall, wo man ihn finden moͤchte, zu verhaften. Die naͤm⸗ lichen Befehle sind in Betreff des Marschalls Bourmont ergan⸗ gen, der, wie man sagt, Dom Miguel bei seiner Expedition be⸗ gleiten werde.“

In der Sentinelle des Pyrenées vom gten d. liest man: „Unsere Korrespondenz aus Madrid bringt uns eine fuͤr unsern Handel sehr wichtige Nachricht. Es heißt, daß eine Kö⸗ nigl. Verordnung, welche die am 13. Juli 1830 in Madrid er⸗ lassene aufhebt, am 2ten d. M. nach dem Pardo gesandt worden sey, um die Unterschrift der Koͤnigin zu erhalten. Man wird sich erinnern, daß durch jene Verordnung vom Juli 1830 der Handel mit den Haͤfen von Bayonne, Bordeaux u. s. w. unter⸗ sagt wurde. Unser Korrespondent fuͤgt hinzu, daß wir diese Nachricht als bestimmt betrachten koͤnnten, obgleich in Madrid selbst noch nichts daruͤber verlaute.“

Der wegen seiner merkwuͤrdigen Entweichungen aus den Gefaͤngnissen bekannte Artillerist Picard ist vor einigen Tagen in Paris angekommen, um die Strafe der Degradation zu er⸗ leiden. In dem Gefaͤngnisse der Abtei angekommen, hat er dem Gefangenwaͤrter erklaͤrt, daß er keine neue Entweichungs⸗Ver⸗ suche beabsichtige, insofern man ihn milde behandele. Im ent⸗ gegengesetzten Falle aber werde er seine Ketten brechen, und sich wieder in Freiheit setzen. Man hat ihm 100 Fr. geboten, wenn er sich in Gegenmart anderer Personen von seinen Fesseln be⸗ freien wollte; er hat aber erklaͤrt, daß ein fuͤr ihn so wichtiges Geheimniß ihm nicht seil sey. 8

Großbritanien und Irland.

London, 12. Dez. Auf morgen um 2 Uhr ist eine Ge⸗ heimeraths⸗Versammlung im St. James⸗Palast festgesetzt; auch wird der Koͤnig ein Kapitel des Hosenband⸗Ordens halten und, dem Vernehmen nach, die von den verstorbenen Grafen Bat⸗ hurst und Hardwiche getragenen Orden dem Herzoge von Graf⸗ ton und dem Grafen von Minto verleihen, welche beide gestern schon eine Audienz bei Sr. Majestaͤt hatten.

Der Koͤnig hat den Schuͤlern zu Westminster anzeigen las⸗ sen, daß er in Begleitung des Herzogs von Wellington am Mon⸗ tage ihrer dritten Auffuͤhrung des Eunuchus von Terenz bei⸗ wohnen wolle. In einem Epiloge beabsichtigen die Schuͤler Hrn. O'Connell fuͤr sein Eintreiben der „Rente“ zu geißeln.

Ueber das von dem Herzoge von Gloucester hinterlassene Vermoͤgen sind die Angaben verschieden; Einige behaupten, das Gesammt⸗Vermoͤgen betrage uͤber 500,000 Pfund, was in Be⸗ tracht seiner unverhaͤltnißmaͤßig geringen Apanage sehr ansehnlich seyn wuͤrde. Der Verstorbene hat seine saͤmmtlichen Hausbeam⸗ ten und seine Dienerschaft reichlich bedacht; sein Privat⸗Secre⸗ tair, Oberst Curren, erhaͤlt ein Vermaͤchtniß von 20,000 Pfd. Zur Haupt⸗Erbin hat der Herzog seine hinterbliebene Wittwe, die Prinzessin Marie, Schwester des Koͤnigs, eingesetzt. Dem Albion zufolge, ist Sir James Scarlett der einzige von dem verstorbenen Herzoge ernannte Testamentsvollzieher.

Der Herzog von Sussex mußte sich bei der Bestattung des Herzogs von Gloucester von zwei Herren fuͤhren lassen und schien sehr schwach zu seyn.

Gestern hatte der Russische Geschaͤftstraͤger, Graf von Medem, im Ministerium des Innern eine Unterredung mit dem Herzoge von Wellington.

In diesen Tagen ist der General Sir A. Fitzgerald mit Tode abgegangen.

Sir James Graham, an den auch eine Einladung von Seiten Sir Robert Peel's ergangen seyn soll, haͤlt sich jetzt in Cumberland auf. Der an ihn abgeschickte Bote ist, dem Ver⸗ nehmen nach, noch nicht zuruͤckgekehrt. Sir James galt vor seinem Eintritt in das Grey’'sche Kabinet fast fuͤr einen Radika⸗ len, der sich besonders durch seine Bemerkungen uͤber die Be⸗ soldung der Geheime⸗Raths⸗Mitglieder und der Englischen Kon⸗ suln bemerklich gemacht hatte. Kaum war er aber im Ministe⸗ rium, als er andere Saiten aufzog, und sich zuletzt sogar der

gelieferte, fortlaufende und genaue Vergleichung derrungen, Ankuͤndigungen ꝛc, offen steht Der Prei

Bei Hinrichs in Leipzig ist erschienen und zu sinden in Berlin auch bei C. F. Plahn (Jaͤgerstraße c. 37), Enslin, Duncker u. Humblot ꝛc.: Henrici, Mor, die Kupferstechkunst und

der Stahlstich. Fuͤr Maͤnner vom Fache und Kunstfreugds C(historisch, technisch und kritisch

staltete Anthologie der besten Romanzen und Balla⸗ den unserer neueren Dichter wird allen Freunden der Dichtkunst eine angenehme Erscheinung sein. Ins⸗ besondere eignet sich dieselbe zum Behuf oratorischer Sh in Gelehrtenschulen und hoͤheren weibvli⸗ chen Bildungs⸗Anstalten.

H. G. O. Karls V. (von welcher der Text der ersten Ausgabe getreu wieder gegeben ist) mit ihren Quel⸗ len, der Bamberger und Brandenburger H. G. O. aufmerksam machen legum beigefuͤgten

u muͤssen. Die dem lader achweisungen von Schriften,

——ggngö—

wo einzelne Gesetzstellen erlaͤutert oder sonst bespro⸗

fuͤr den Jahrgang ist wofuͤr er durch alle

mit geringer Erhoͤhung durch alle resp. bezichen ist.

8 Thle, oder 12 Fl. C.⸗M.

nolungen und solide Buchha vagäͤnt 1

Schlesingersche Buch⸗ und Mustkhandlun

in Berlin, unter den Linden Rr⸗ 34.

lizei Praͤfektur bin ich hierher gekommen. Freilich wird es mir nicht schwer werden, den inkriminirten Artikel zu vertheidi⸗ gen; denn, daß Sie es wissen, die Maͤnner des Na⸗ tional weisen nie die Verantwortlichkeit fuͤr ihre Hand⸗ lungen zuruͤck, und sie werden hier so wenig, wie vor

Die heutigen ministeriellen Blaͤtter enthalten folgende Nachrichten aus Spanien: „Am 7ten d. ist Mina bis Lanz vor⸗ gegangen, um die Ankunft einer Geld⸗Sendung zu decken. Kein Treffen hat stattgefunden. Er ist am 9ten wieder in Pampelona eingetroffen. Am 7ten stand Don Carlos zu Escura, und Zu⸗

den Assisen und wie vor jedem anderen Justizhofe, der sich, wie

malacarveguy ruͤckte nach dem Borunda⸗Thale vor. Aus Barce⸗

Kirchen⸗Verfassung in Irland unbedingt annahm. Man glaubt, daß er sich unter den jetzigen Umstaͤnden ganz durch den Ent⸗ schluß des Lord Stanley werde bestimmen lassen. Ein Gleiches erwartet man von dem vormaligen General⸗Postmeister, Herzog von Richmond. Von dem Grasen von Ripon, der sich als Hr. Robertson zuerst einen Namen machte und als Viscount Gode⸗