1835 / 4 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

8 88 ee. 8 8 8 8

Antwerpen 27. Dezember. Im auspie : Emili tti, spiel ir 12. 86 Span. 5 8 42 ½¼ 3 % 26 ½. uebbard 42 ½. TZinsl. 13 . Cortes A41¼. 998 * r 1sg Lmie Gjelott Eranersbe⸗ in 5 Abth, 8 ꝗg . m l n c

do. Coup. 25. Neap. 89 ½. Belg. 96 ¾. Oesterr 101 ½. Bras. 78. Montag, 5. Jan. Im Schauspielhause: Zum erstenmale . 1 1 8

woͤhnlich, voͤllig unthaͤtig und die Tribunale sind immer noch nicht eroͤffnet. Die beiden ersten Raten der von den drei Maͤch⸗ ten garantirten Anleihe muͤssen fast schon ausgegeben seyn, und es ist kaum irgend etwas geschehen. Die Regentschaft wird sich in wenigen Tagen nach Athen begeben. Der Koͤnig lebt in ei⸗ nem gemietheten Hause, da noch kein Palast fuͤr ihn erbaut ist. Die Griechen verhehlen ihre Unzufriedenheit nicht. Das Mili⸗ tair beklagt sich, denn nur Bayern werden befoͤrdert, und einige Lieutenants sind im Laufe einer Woche zu Ober⸗Lieutenants ernannt worden. Vor der Abreise der Fregatte „Madagaskar“ ging der Graf von Armansoerg an Bord und überreichte dem Lapitain Lyons das Commandeurkreuz des Ordens des Erloͤsers. Auch Lord Nugent, Lord⸗Ober⸗Commissair der Jonischen Inseln, so wie Sir Edward Baynes und der Major Fraser haben die⸗ sen Orden erhalten. Das Kriegs⸗Gericht in Nauplia hat seine Geschaͤfte beendigt; nur zwei von den Anfuͤhrern des letzten Aufstandes sind erschossen worden. Die Griechen koͤnnen sich gluͤcklich schaͤtzen, daß der Oberst Gordon Praͤsident des Kriegs⸗Gerichts war, denn man versichert, daß ihm von der Re⸗ gierung wiederholt sehr strenge Instructionen zugesandt wurden, die er indeß zu seiner Ehre nicht beachtete. Die Organisirung der irregulairen Griechischen Truppen hat nirgends Fortgang.“

1I1ö1“

1 Janugr. Die im neuesten Blatte der Gesetz⸗ Sammlung enthaltene Allerhoͤchste Kabinets⸗Ordre wegen des Verbots des Besuchs der Universitaͤten Zuͤrich und Bern lautet

also: . „In Meinem Befehle vom 20sten Mai v. J. habe Ich

dem Minister fuͤr die geistlichen und Unterrichts⸗Angelegenhei⸗ ten nachgelassen, die Erlaubniß zum Besuche derjenigen frem⸗ den Universttaͤten zu ertheilen, welche unter dem unbedingten 8 Verbote namentlich nicht begriffen sind. Dem Beschlusse der Deutschen Bundes⸗Versammlung gemaͤß bestimme Ich nach dem Antrage der betreffenden Minister, daß das unbedingte Verbot auf die Schweizerischen Universitaͤten zu Zuͤrich und Bern an⸗ gewendet und der Besuch derselben zum Behuf seiner Studien keinem Meiner Unterthanen, sie moͤgen zu den Deutschen Bun⸗ des⸗Staaten oder zum Koͤnigreiche Preußen und zum Großher⸗

Polm. 137 ¾. Hope in Cert. 97. Preuss. Präm.-Scheine 121. Engl. Russ. 102. Portug. 82 ¾. Schatz-Oblig. 98 ¼. Frankfurt a. M., 30. Dezember. Oesterr. 5 % Metall. 100 ¼. 10097. 49½ 91¼⅛. 914 ½. 2 ½ 3 542. Br. 18 2317. 23 i. Bank-Actien 1540 ½. 1539 ¾. Part.-Oblig. 139 ¼. 138 ⅞. Loose zu 100 G. 213 ½. G. Preuss. Präm.-Sch. 60 ¾. 60 ½. do. 49 Anl. 94 ½. G. Holl. 52 Oblig. v. 1832 97 ¼1½⅛. 979%. Poin. Loose 68 . 68 ¾. 58 Span. Rente 43 ¼. 43. 3 do. perp. 25 ¾. 25¼. Paris, 27. Dezember. 5 % Rente 106. 45. 38 do. 76. 45. 5 % Neap. 93. 15. 59 Span.

38 27½. Ausg. Span. Schuld 13 ½. 2 ½ 9 Holl. 54. 40.

Hierauf: Der Roman, Lustspiel in 1 Akt, nach dem Franz., vonß L. Angely. 8 1

Koͤnigstaädtisches Theater.

Sonnabend, 3. Jan. Zum erstenmale: Kabale und Leeh, ein buͤrgerliches Trauerspiel in 5 Akten, von Schiller. (Mah Crelinger, Koͤnigl. Hofschauspielerin: Lady Milford, als vorsezg Gastrolle. Dlle. Bertha Stich: Louise; lle. Klara Sic; Sophie, als Gastrollen.)

Sonntag, 4. Jan. Das Koͤnigreich der Weiber, oder: NI. verkehrte Welt, Burleske mit Gesang in 2 Akten, von Fviedrie Genée. Vorher: A B C, Posse in 2 Akten.

Montag, 5. Jan. Zum erstenmale: Die Mohrin, Schan spiel in 4 Akten, von Ziegler. (Mad. Birch⸗Pfeiffer: Jewm als fuͤnfte Gastrolle.)

11b.. 82. D2. Franz Walter, Charakter⸗Gemaͤlde in 4 Abth., von Bauernfelh

eERsERà

Berlin, Sonntag den 4ten Januar

43 ½.

Berliner Börse.

4 Den 2. Januar 1835. ““ 1 Amtl. FEonds- und Geld-Cours-Zettel. (rewss. Coux.) TEf Erief deltl. 1017 100¼ 106 ½ 1061 106 ¾ 106 ¼ 106 ½ 73 ¾ 73 ¾

Unter⸗Staats⸗Secretair der 1 Angelegenheiten, Lord Mahon, gestern nach Hertford abgereist. b be Times ondihn heute als ganz bestimmt an, daß die offizielle Anzeige von der Aufloͤsung des Parlaments entweder Montags oder Dienstags in der Hof⸗Zeitung erscheinen werde.

Der Herzog von Wellington hat Umlauf⸗Schreiben an die Staͤdte Blandford, Bath, Wareham, Shaftesbury und an die Grafschaft Dorset ergehen lassen, worin er anzeigt, daß die von diesen Orten an den Koͤnig gerichteten loyalen Adressen sehr huldreich von Sr. Majestaͤt aufgenommen worden. Der Lord⸗Kanzler Lyndhurst wird dem neuen Praͤsidenten des Schatzkammer⸗Gerichts und den Richtern am 12. Januar das erste Dejeuner seit seinem Amts⸗Antritt geben.

Dem Standard zufolge, waͤre nun der Graf von Had⸗ dington zum Lord⸗Lieutenant von Irland ernannt. Auch sollen Lord Forrester und Graf Delaware Posten in der neuen Ver⸗ waltung erhalten. Vom Ersterem sagt der Standard, er sey allgemein beliebt und einflußreich, der Politik sehr beflissen und, wenn auch kein Ultra, doch ein eifriger und energischer Kon⸗ servativer; von Letzterem, seine Familie habe mehrere Genera⸗ tionen hindurch bereits hohe Aemter bei Hofe bekleidet, sein Va⸗ ter das eines Kammerherrn.

Sir James Kempt, der vorige Feldzeugmeister, ist zum Oberst des 2ten Infanterie⸗Regiments ernannt worden.

Amtliche Nachrichten. 8 Kronik des Tages. ö11“

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Post⸗Direktor Ritter u Ast⸗Brandenburg den Rothen Adler⸗Orden dritter Klasse, zem Prediger van der Werth zu Rees, im Regierungs⸗Be⸗ irk Duͤsseldorf, und dem Landjaͤger und Ober⸗Foͤrster Steppin zu Skalischen, im Regierungs⸗Bezirk Gumbinnen, den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse zu verleihen geruht.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Seconde⸗Lieutenant Stark der 2ten Artillerie⸗Brigade die Rettungs⸗Medaille mit dem Bande zu verleihen geruht. 8 Des Koͤnigs Majestaͤt haben geruht, dem Haupt⸗Ritter⸗ schafts⸗Ditektor von Bredow die von ihm nachgesuchte Ent⸗ gssung aus diesem Dienst⸗Verhaͤltnisse bei dem Kur⸗ und Neu⸗

märkschen ritterschaftlichen Kredit⸗Institute zu ertheilen, und die auf den Geheimen Ober⸗Justizrath, Domherrn von Voß, ge⸗ allene Wahl zum Haupt⸗Ritterschafts⸗Direktor in die Stelle des Ausscheidenden Allergnaͤdigst zu genehmigen.

Des Koͤnigs Maäajestaͤt haben den zum Direktor der Muͤn⸗ terberg⸗Glatzschen Fuͤrstenthums⸗Landschaft erwaͤhlten Landrath von Wentzky in jener Eigenschaft zu bestaͤtigen geruht.

teten Worte uͤber die Solidaritaͤt säaͤmmtlicher Pairs weder in den „Moniteur“ noch in das Sitzungs⸗Protokoll eingeruͤckt wuͤr⸗ den. Es bedurfte dieses offiziellen Widerrufs, um den Herzog von Orleans an einer oͤffentlichen Protestation zu verhindern. Es ist unnoͤthig, zu bemerken, daß dieses Benehmen den Herzog, der alten Pairie und allen Denen gegenuͤber, welche noch an der Restauration haͤngen, in eine ganz neue Lage versetzt hat. Man versichert sogar, daß einer der Richter des Marschalls oͤffentlich erklaͤrt habe, daß er sogleich auf seine Pairs⸗Wuͤrde Verzicht ge⸗ leistet haben wuͤrde, wenn der Herzog oͤffentlich in der Kammer protestirt haͤtte.“

Eine hiesige Zeitung enthält nachstehenden hoͤchst belu⸗ stigenden Artikel: „Der Brief aus Berlin, der die Krankheit des Koͤnigs meldet, erwaͤhnt auch, daß die Herzogin von Verry sich incognito zu den daselbst zu Ehren des Kaisers und der Kai⸗ serin von Rußland veranstalteten Festen begeben, und daß sie waͤhrend ihres Aufenthaltes in Berlin von dem Kaiser Nikolaus und dem Kronprinzen von Preußen die ausgezeichnetste Auf⸗ nahme gefunden habe. Dies erklaͤrt uns, warum der Herzog von Orleans, der diesen Festen beiwohnen sollte, es 1a8g hat, in Paris zu bleiben. F. Bresson, unser Gesandter, hat ihm ohne Zweifel diesen Rath ertheilt.“ Und das Blatt, das diesen Artikel enthäͤlt, nennt sich le bon sens.

[2f hrieficseld]

mnnmnngnn nmumnnnn St.-Schuld-Sch. 4 [100 ½ Ostpr. Pfandhr. 4 Pr. Engl. Obl. 30. Pomm. do. Präm. Sch. d. Sech. Kur- u. Neum. do. Kurm. Obl. m. I. C. Schlesische do. Neum. Int. Sch. do. Kkst. C. d. K.- u. N. Berl. Stadt-Obl. Z.-Sch. d. K.-u. N. Königsb. do. Elbing. do. Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr. Grosfshz. Pos. do.

Markt⸗Preise vom Getralde.

Berlin, den 31. Dezember 1834. Zu Lande: Roggen 1 Rthlr. 13 Sgr., auch 1 Rthlr. 11 Sg leine Gerste 1 Rthlr. 3 Sgr., auch 1 Rthlr.; Hafer 27 Sgr. 6 auch 21 Sgr. 3 Pf. Eingegangen sind 144 Wispel 6 Scheffel. Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Rthlr., auch 1 Rthlr. Sgr. und 1 Rthlr. 17 Sgr. 6 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 15 S auch 1 Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf; große Gerste 1 Rthlr. 6 Sgr. 3 9† auch 1 Rthlr. 5 Sgr.; Hafer 22 Sgr. 6 Pf., auch 21 Sgr. 3 Erbsen 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf.; (schlechte Sorte) 1 Rthle.] Sgr. 6 Pf. Eingegangen sind 721 Wispel 7 Scheffel. b Mittwoch, den 31. Dezember 1834. Das Schock Stroh 6 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf., auch 5 Rthg 20 Sgr.; der Centner Heu 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf., auch 15 GCp Branntwein⸗Preise vom 25. Dezember 1834 bis 1. Januar 1835. „Das Faß von 200 Quart nach Tralles 54 pCt. oder 40 p0. Richter gegen baare Zahlung und sofortige Ablieferung: Kartoft Branntwein 24 Rthlr. 15 Sgr., auch 23 Rthlr. 15 Sgr.

8 1“ 8 16“ 1*

4

4

73 73½ Holl. vollw. Duk. Neue do. 18 ½ Friedrichsd'or .. 13 Disconto 1 3

173

37 ¾ 101½ 102 ¾

4 2 4 4 4 42 4 4

Meteorologische Beobachtung. Morgens Nachmitt. Abends Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.

337, 1 °˙ Par. 337, 3 3 Par. 337,5 6 Par. Quellwärme 8,2 °R. 3 0 0 0 s 8 F. bn 9 „R. 19 9 9 Flußwärme 2,9 °R. 82 vCt. 86 pCt. 92 „Ct. halbheiter. truͤbe. Regen.

1835. 1. Januar.

Luftdruck.. Luftwaͤrme Thaupunkt Dunstsaͤttg. Wetter..

Bodenwärme 2,5 °R.

zogthume Posen gehoͤren, gestattet werden soll. Verbote entgegen handelt, hat die in Meinem Befehle vom

20. Mai v. J.

angedrohten Strafen verwirkt.

Ministerium hat diesen Erlaß durch die Gesetz⸗Sammlung zur

oͤffentlichen Kenntniß

bringen. Berlin, den 18.

u Hehember 1834. An das Staats⸗Ministerium.“

Friedrich Wilhelm.

Wind.... Wolkenzug

Wer diesem SW. SW.

24

Das Staats⸗

Ausdünst. 0,02 1 Rh. Hiederschlag 0,0 8 3 Rh.

SW.

Koͤnigliche

von Kotzebue.

Auswärtige Börsen.

Amsterdam, 28. Dezember. Miederl. wirkl. Sechuld 54 ½. 59 99 ½¼. 583 12 ½⅜. Cortes A1.

Kanz-Bill. 24 ½

Sonntag, 4. Jan. 1 Akt, von C. Blum.

Span.

Sonnabend, 3. Jan. Im Schauspielhause: Zum ersten⸗ male: Jugend muß austoben, Lustspiel in 1 Akt, nach dem Franz., von L. Angely. Hierauf: Pachter Feldkuͤmmel, Posse in 5 Abth.,

Im Opernhause: Hierauf: Der Aufruhr im Serail, Ballet in 3 Abth., von Ph. Taglioni.

Schauspiele.

André, Lustspiel in

Der Scheffel 25 Sgr., auch 17 Sgr. 6 Pf.

Kartoffel⸗Preise

vom 25. bis 31. Dezember 1834.

8

n.

2u.

4.f Mafe A1lbHA. enaase r,B999,

Allgemeiner Anzeiger fuͤr

Bekanntmachungen.

Bekanntmachung. 1—

Das im Belgardtsechen Kreise belegene Gut Wol⸗

disch Tychow nebst Pertinenzien und Gerechtigkei⸗ ten, welches nach der unterm 28. Juli 1832 aufge⸗ genommenen landschaftlichen Taxe auf 20,258 Thlr. 17 sgr. 2 pf. gewuͤrdigt worden, ist zur nothwendi⸗ gen Subhastation gestellt, und zum oͤffentlichen Ver⸗ kauf ein Bietungs⸗Termin auf

den 18. Juni 1835, Vormittags 10 Uhr, vor dem ernannten Deputirten, dem Ober⸗Landes⸗ gerichts⸗Rath Hendeß, angesetzt: welches hierdurch mit dem Bemerken zur oͤffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß die Taxe, der neueste Hypothekenschein und die Kauf⸗Bedingungen taͤglich in unserer Concurs⸗ Registratur eingesehen werden koͤnnen.

Coslin, den 29. September 1834. Civil⸗Senat des Koͤnigl. Ober⸗Landes⸗

gerichts.

111“ 8

Wir laden Alle, welche als Eigenthuͤmer, Cessio⸗ Naire, Pfand⸗ und sonstige Briefs⸗Inhaber

an die verloren gegangene, unterm 5. Mai 1823 von der verwittweten Braueigen Kliper, Caro⸗ line, gebornen Witt, und dem Vormunde ihrer Kinder, Schuhmacher Johann Bogislaw Ziebell, fuͤr den Unterofficier Fiedler zu Ruͤgenwalde ausgestellte Schuldverschreibung uͤber 200 Thlr., Zwei Hundert Thaler, welche auf das im Hypo⸗ thekenbuche vom Jahre 1778 Fol. 65 verzeich⸗ nete Wuͤrdeland Nr. 31b. zu Coerlin in Ra- brica lütI. Nr. 2. aus der Verfuͤgung vom 25. Mai 1823 eingetragen ist,

Anspruͤche zu haben glauben, auf den Antrag der Interessenten vor, diese ihre Anspruͤche bis zu dem zur Eroͤüͤrterung derselben auf den 16. Januar 1835, Vormittags 10 Uhr, hier an der Gerichtsstelle angesetzten Termine oder spaͤtestens in demselben anzumelden.

Diejenigen, welche dies unterlassen, werden mit allen ihren Anspruͤchen an die bezeichnete Schuld⸗ verschreibung praͤcludirt, es wird ihnen dieserhalb ein ewiges Stillschweigen auferlegt und dies Docu⸗ ment amortistrt werden.

Coerlin, am 13. Septbr. 1834.

Köonigl. Preuß. Stadtgericht.

Subhastations⸗Patent. Zum Verkauf des im Bromberger Kreise und Re⸗ gierungs⸗Oepartement hbelegenen, der Josephine Ca⸗ roline, dem Carl Franz Wilhelm und der Adelheid Clementine Emilie, Geschwistern von Loga und zur Franz Ludwig v. Logaschen erbschaftlichen Liquida⸗ rtons⸗Masse gehoͤrigen Allodial⸗Ritterguts Sienno Nr. 264, welches landschaftlich auf 45,472 Thlr. 7 sgr. abgeschaͤtzt ist, steht im Wege der nothwendigen Sub⸗ hastation der peremtorische Bietungs⸗Termin auf den 6. April85; vor dem Herrn Ober⸗Appellations⸗Gerichts⸗Assessor Elsner, Vormittags um 10 Uhr, in unserem In⸗ structions⸗Zimmer an, zu welchem Kauflustige mit dem Bemerken eingeladen werden, daß die Taxe, der neueste Hypotheken⸗Schein von diesem Gute und die noch aufzustellenden besondern Kaufbedingungen in unserer Subhastations⸗Registratur eingesehen werden koͤnnen. Zugleich werden folgende Regl⸗Intere enten

2

nli: 8

Sdie Erben des Kaufmann Abraham David Barrasch; die Erben des Abraham Dawid aus Bromberg, deren gegenwaͤrtiger Aufenthaltsort aus dem Hypo⸗ theken⸗Buche nicht ersichtlich ist, zu diesem Termine vorgeladen. 85 Bromberg, den 5. August 1834. Koͤnigl. Preuß. Landgericht.

Zum Verkauf des im Inowraclawschen Kreise be⸗ legenen, der Helena Pudicianna von Dziminska, geb. von Roznicka gehoͤrenden Ritterguts Branno, wel⸗ ches gerichtlich auf 19,925 Thlr. 9 sgr. 5 pf. abge⸗ schaͤtzt ist, steht im Wege der nothwendigen Sub⸗ hastation der peremtorische Bietungs⸗Termin auf

den 2 5. Mai 1835, vor dem Herrn Landgerichts⸗Rath von Ingersleben, Vormittags um 8 Uhr, in unserm Instructions⸗Zim⸗ mer an, zu welchem Kauflustige mit dem Bemerken eingeladen werden, daß die Taxe, der neueste Hypo⸗ theken⸗Schein von diesem Gute und die noch einzu⸗ reichenden besonderen Kauf⸗Bedingungen in unserer Subhastations⸗Registratur eingesehen werden koͤnnen. Zugleich werden die ihrem Aufenthalte nach unbe⸗ kannten Interessenten: 1) die Eigenthuͤmerin Helena Pudicianna von Dziminska, geb. von Roznicka;

2) die Lebtags⸗Berechtigte Anna von Roznicka, eb. von Wielezycka; 8

8) der Verkaufs⸗Berechtigte Theodor von Rozniecki, Behufs Wahrnehmung ihrer Gerechtsame, zu

dem oben gedachten Termine hiermit oͤffentlich

vorgeladen. Bromberg, den 13. September 1834h⁴. Koͤnigl. Preuß. Landgericht Hevelke.

8 ro clama.

Am 20. Maͤrz 1824 ist in dem hiesigen Bernhar⸗ diner⸗Kloster der Praͤfectur⸗Rath und Kammerherr Franz von Twarowski mit Tode abgegangen.

Sein Nachlaß betraͤgt ungefaͤhr 300 Thlr.

Nach den hier vorhandenen Nachrichten hat der⸗ selbe folgende eilf vollbuͤrtige Geschwisterr:

1) den Balthasar,

2) den Ambrosius,

3) den Daniel, 1

4) den Mathias, welcher Franziscaner⸗Moͤnch ge⸗ wesen sein soll,

5) den Joseph,

6) den Peter,

7) den Johann, .“

8) die Theresia, verehlicht mit Andreas Scenkie⸗ wicz, von welcher die Marianna Imo. voto Paul Krynska und IIdo. voto Johann Krynska, der Felix Kryüski und die Theresia, verehlichte Casimir Suchorzynska, abstammen sollen,

9) die Marianna, verchlichte Ruszezykowska, von welcher Johann, Woyciech und Lucia abstam⸗ men sollen, 1

10) die Angela, verehlicht mit dem Stanislaus Bo⸗ rowski, von welcher Julie abstammen soll,

11) die Agnesia, verehlicht mit dem Michael Ur⸗ banski, von welcher die Eleonora, verehlichte Johann Wierzbicki, abstammen soll,

und zwei halbbuͤrtige Geschwister:

1) den Casimir v. Twarowski, und 2) die Antonina, verehlichte Moszewicz, geborne v. Twarowska

nicht zuverlaͤssig sind, andern Theils der Aufenthalt der meisten vorgenannten Verwandten des Erblassers unbekannt ist, so werden dem Antrage des Nachlaß⸗ Curators Justiz⸗Comissarii Schoepke gemaͤß die an⸗ gefuͤhrten Personen, so wie uͤberhaupt saͤmmtliche unbekannte Erben des Kammerherrn Franz v. Twa⸗ rowski, deren Erbnehmer und Cessionarien hierdurch aufgefordert, sich in dem auf den zweiten Sep⸗

Koehler im Instructions⸗Zimmer des hiesigen Land⸗ gerichts anstehenden Termine einzufinden, und ihre Erb⸗Anspruͤche gehoͤrig nachzuweisen, widrigenfalls sie damit werden praecludirt, und der Nachlaß als herrenloses Gut dem Landesherrlichen Fiscus wird zugesprochen werden.

Sollte sich ein Erbe in dem Termine melden, so wird diesem der Nachlaß zur freien Disposition ver⸗ abfolgt werden, und soll der nach erfolgter Praͤclusion sich etwa erst meldende naͤhere oder gleich nahe Erbe alle seine Handlungen und Dispositionen anzuerken⸗ nen, und zu uͤbernehmen schuldig, von ihm weder Rechnungslegung noch Ersatz der gehobenen Nutzun⸗ gen zu fordern berechtigt, sondern sich lediglich mit dem was alsdann noch von der Erbschaft vorhanden sein sollte, zu begnuͤgen verbunden sein. Denjenigen, welche sich zur Wahrnehmung ihrer Gerechtsame eines Bevollmaͤchtigten bedienen wollen, werden dazu die Herren Justiz⸗Commissarien Rafalski und Vogel in Vorschlag gebracht. Bromberg, den 3. October 1834.

Koͤniglich Preußisches Landgericht.

8 Hebelke

1 Guts⸗Verkauf. „Es soll das im Grimmschen Kreise, unweit der Stadt Grimmenvbelegene und daselbst eingepfarrte Allodialgut Grellenberg, ein Gut mittlerer Groͤße, dessen Flaͤchenraum nach den Daͤhnertschen topogra⸗ phischen Tabellen zu beinah 18 Pommerschen Hufen, also etwa 1385 Magdeburger Morgen, angegeben ist, und das sich in mancher Ruͤcksicht und besonders wegen der in den letzten 20 Jahren vorgenommenen bedeutenden Verbesserungen und des dadurch befoͤr⸗ derten guten Culturzustandes empfiehlt, im Wege der Lizitation verkauft werden. Die Lizitations⸗Ter⸗ mine sind bestimmt auf den 20. d. M., so wie auf den 10. und auf den 24. Januar 1835, und es werden Kaufliebhaber ersucht, sich in denselben Mor⸗ gens 10 Uhr, in der Wohnung des Unterzeichneten. einzufinden, ihren Both zu Protokoll zu erklaͤren und dem Befinden nach Bescheid zu erwarten. Das Gut kann uͤbrigens, so weit es die jetzige Jahreszeit er⸗ laubt, nach geschehener Meldung auf dem Wirth⸗ schaftshofe, zu jederzeit in Augenschein genommen werden, und die Kauf⸗Bedingungen werden sowohl auf dem Gute selbst, als bei dem Unterzeichneten eingesehen werden koͤnnen.

Greifswald, den 1. Dezember 1834. Bürgermeister Dr. Gesterding. Namens der Verkaͤufer.

8

DOeffentliche Aufforderung. Die im April 1833 dahier kinderlos verstorbene Anna Elisabetha Hergenroͤder, Wittwe von Daniel Bauer, hat vorliegendem Stammbaume zufolge, un⸗ ter anderen folgende aus Wuͤstwillenroth, in Kur⸗ hessen, gebuͤrtigen Bruͤder gehabt: 6 Lorenz

eter

gehabt. Da jedoch diese Nachrichten eines Theils

die Preußischen Staaten.

tember 1835, vor dem Herrn Landgerichts⸗Rath st

11“

von welchen die beiden Ersteren bereits vor def Schwester kinderlos gestorben seyn sollen, was jedoch 1e nicht genuͤgend nachgewiesen ist, so wie auch uͤber des Dritten, welcher nach 9 soll, jede weitere Nachricht fehlt.

Es werden daher die Obengenannten oder dere eheliche Nachkommen hiermit oͤffentlich aufgeforde ich zur Geltendmachung von Erbrechten an deaß Nachlaß der erwaͤhnten Erblasserin, binnen seche Monaten von heute an, bei unterzeichneter Behoͤrde persoͤnlich oder durch gehoͤrig beglaubigte Bevoöl maͤchtigte zu melden, widrigenfalls der als einzige Intestaterbin aufgetretenen Anna Margaretha Hit genroͤder, verehelichten Weitzel von Wuͤstwillenrotz jener Nachlaß verabfolgt werden wird.

Darmstadt, den 18. October 1834

Großherzogl. Hess. Stadtgericht. (t. S.) Strecker.

8 Kunst⸗Anzeige

Es hat sich zu Stettin unter hoͤherer Bestaͤtigun ein Kunst⸗Verein fuͤr die Provinz Pommern in ihra drei Regierungs⸗Bezirken gebildet. Derselbe wi

liner Kunst⸗Ausstellung eintretenden Jahre, zuer im Jahre 1835, waͤhrend des Fruͤhlings, in hiesige Stadt, eine aus Kunstwerken lebender Kuͤnstler uch hende Kunst⸗Ausstellung stattfinden lassen, damit de Ankauf solcher Kunstwerke nach Maaßgabe seiner Geh mittel verbinden, und nach beendigter Ausstellung d. angekauften Kunstwerke unter die Mitglieder des Vert eins verloosen. Ein jedes Mitglied des Verein zahlt vom 1. Januar 1835 ab zwei Thaler zur Varß eins-Casse jaͤhrlich praͤnumerando ein, und erhaͤlt 1p

Jahre stattfindenden Verloosungen, unbeschadet seinen Berechtigung noch mehrere Loose zu gleichem Preis fuͤr jedes einzelne zu erwerben. Ein jedes Mitglich ist fuͤr das volle Jahr in dem es eingetreten ist un fuͤr das naͤchstsolgende dem Verein verpflichtet. In einer Zeit, in der die hoͤhere Bedeutung all und unter ihnen auch der bildenden Kuͤnste ihre voll Anerkennung findet, und wo schon mehrere Kunst Vereine im Preuß. Vaterlande eines so schnellen als bedeutenden Erfolgs sich erfreuen, erscheint es Pflicht, daß eine zu allem Guten so wirksame Provinz, al Pommern, auch die hier in Rede stehende gute Sache zu befoͤrdern sich bestrebe. Indem daher der Vor⸗ stand des Kunst⸗Vereins fuͤr Pommern die Kunst Freunde zunaͤchst dieser, dann aber auch der uͤbrigen vaterlaͤndischen Provinzen zur Theilnahme am Verei hierdurch angelegentlich einladet, ist er berechtiget ein vielfaches freundlech⸗thaͤtiges Entg vorauszusetzen. Die Anmeldungen zur Theilnahme am Verein wird jedes der unterzeichneten Mitglie⸗ der des Vorstandes, in Berlin aber der dortige Kuns⸗ haͤndler Herr George Groptus, annehmen. Stettin, den 18. November 1834. Der Vorstand des Kunst⸗Vereins fuͤr CEEEE16166 Dieckhoff, Dr. Hasselbach, Stadtrath. Gymnasial⸗Director. Lemonius, Ludwig Most, Stadtrath und Kaufmann. Genre⸗ u. Bildnißmaler. von Reindorff, Remy, Obrist u. Brigadier der 2ten Justiz⸗Coammissions⸗ Artillerie⸗Brigade. Rath. 7 Sachse, Heinrich Scheeffer,

ergenroͤder, 3) Johann Nicolaus 88

Rendant. Brauereibesitzer.

Des Koͤnigs Majestaͤt haben die Justiz⸗Kommissare und Motare, Dr. Friedheim und Behrendt hierselbst, zu Justiz⸗

das Leben und die etwaige Nachkommenschafts olen ausgewandert seyn.

alle zwei Jahre, in dem nach der jedesmaligen Be

Hamelin, wird, wie es heißt,

jeden jaͤhrlichen Beitrag ein Loos zu den alle zwe

Kommissions⸗Raͤthen zu ernennen geruht.

.“

EE1 S Die in Nr. 362 der Staats Zeitung vom vorigen Jahre 19 Abreise des Koͤnigl. Daͤnischen Wirklichen Geheimen Konferenz⸗Raths, Grafen von Hardenberg⸗Reventlow, ach Hamburg ist erst heute (Zten) erfolgt. Die v dung beruhte auf einer Verwechselung mit dem Koͤnigl. Daͤnischen of⸗Jaͤgermeister, Grafen Theodor von Reventlow.

Zeitungs⸗Nachrichten bböbe .

Rußland.

t. Petersbur 27. Dez. Se. Majestaͤt der Kaiser wön 111“ 8 Großfuͤrstenthums Finnland, Grafen Rehbinder, den Titel eines Minister,Staats⸗Secretairs beigelegt und ihn zugleich zum Wirklichen Geheimen Rath er⸗ t. Wu bisherige General⸗Major Potier ist zum General⸗Lieu⸗ enant und zugleich zum Direktor des Instituts fuͤr Wege⸗Com⸗ municationen ernannt worden.

Vorgestern (am ersten Weihnachts⸗Feiertage neuen Styls) hatten wir hier eine Kaͤlte von 10 Grad R.

Polen.

Warschau, 30. Dez. Am Sonnabend gab der Graf levander Potocki in seinem Palast in der Krakauer Vorstadt einen Ball, den auch Se. Durchlaucht der Fuͤrst Paskewitsch nd dessen Gemahlin mit ihrer Gegenwart beehrten. Gestern reisten die Herren Hube, Mitglied des gesetzgeben⸗ den Comité's, und Kossecki, Kammerjunker des Kaiserlichen Ho⸗ fes, von hier nach St. Petersburg zuruͤck.

Paris, 27. Dez. Gestern Abend hatten der Praͤsident er Pairs⸗Kammer und der Graf Montlosier Audienzen beim Koͤnige.

Der aͤlteste der Franzoͤsischen Contre⸗Admirale, General am ersten Neujahrs⸗Tage zum Vice⸗Admiral befoͤrdert werden.

Der G- von Cormenin war im Monat Juni d. J. gleichzeitig in den Departements der Sarthe und der YVonne zum Deputirten gewaͤhlt worden. Nachdem er sich fuͤr dieses letztere Departement entschieden, hat das Wahl⸗Kollegium zu Le Mans ihm am 3. Januar einen Nachfolger zu geben. Als Kandidat der Opposition tritt Herr Garnier⸗Pages auf.

Der Messager bleibt, ungeachtet der vorgestrigen Erklaͤ⸗ rung des „Moniteur“, bei der Behauptung, daß der Baron Pasquier bei Gelegenheit der Vertheidigung des „National durch Hrn. Carrel die Worte wirklich gesprochen habe, welche die Geschwindschreiber des amtlichen Blattes nicht gehoͤrt haben wollen. „Es ist in den letzten Tagen“, sagt der Messager, „viel und verschiedentlich von einer politischen Demonstration des Her⸗ zogs von Orleans in Bezug auf den Vorfall in der Pairs⸗Kam⸗ mer bei der Vertheidigungs⸗Rede des Hrn. Carrel gesprochen worden. Man hat uns daruͤber nachstehende Details mitgetheilt, denen wir allen Glauben zu schenken berechtigt sind. Sobald der Herzog von Orleans von der Protestation des Generals Excelmans unterrichtet war, sagte er lebhaft: „„Auch ich protestire; ich werde mich morgen in der Kammer ein⸗ finden, und daselbst die Worte des Generals Excelmans wiederholen. Ich werde niemals die Solidaritaͤt anneh⸗ men, die Herr Pasquier auf diejenigen Pairs waͤlzen will, welche nicht Richter des Marschalls Ney waren.“ Die Hofleute erschraken, wie man sich leicht denken kann, uͤber die Heftigkeit und Bestimmtheit, mit welcher der Herzog von Orleans sich aussprach. Einige Pairs begaben sich zu ihm, um den unvorsichtigen Worten des Praͤsidenten eine mildere Deu⸗ zung zu geben. Aber man bemerkte bald, daß es 9 die per⸗ toͤnliche Einmischung des Koͤnigs unmoͤglich seyn wuͤrde, etwas von dem Herzoge zu erlangen. Es wurde also in Gegenwart Sr. Majestaͤt eine Unterhandlung eroͤffnet. Der Herzog beharrte aber auch hier bei seinem Sinn. Er verlangte, daß die von dem

In Toulouse cirkulirt gegenwaͤrtig eine Bittschrift an die Deputirten⸗Kammer, welche bereits mit vielen Unterschriften ver⸗ sehen ist. Dieselbe lautet im Wesentlichen folgendermaßen: „Die Gnade ist aus dem Rathe des Monarchen verbannt. Seine Minister haben laut ihre Abneigung gegen eine Amnestie aus⸗ gesprochen. Die Unterzeichneten, Buͤrger der Stadt Toulouse, wenden sich an die Repraͤsentanten der Nation, um auf dem le⸗ gislativen Wege die Vergessenheit des Vergangenen zu Gunsten ihrer Bruͤder, die saͤmmtlich den Sieg der Freiheit mit ihrem Blute besiegelt haben, zu erlangen. Das Vaterland ist schon zu lange durch innere Zwistigkeiten zerrissen, die es schwaͤchen und zur Vertheidigung gegen das Ausland unfaͤhig machen. Depu⸗ tirte Frankreichs,! Ihr habt die Initiative der Gesetze. Pro⸗ klamirt die Amnestie von der Rednerbuͤhne herab, und bei dem Tone Eurer Stimme wird der Haß verstummen. Wir verlan⸗ gen Vergessenheit fuͤr alle politische Gefangenen, welches auch die Ursachen ihrer Verhaftung gewesen seyn moͤgen!“ 3

Man hat von Toulon aus 5000 Muͤtzen und andere Mili⸗ tair⸗Equipirungs⸗Gegenstaͤnde nach Algier abgeschickt.

Briefe aus Livorno melden den Schiffbruch des Franzoͤsi⸗ schen Dampf⸗Paketbootes „Heinrich IV.“, Capitain Andrea, auf der Fahrt von Neapel nach Marseille. Dieser Unfall hat sich in der Nacht vom 12. zum 13. Dez. dicht bei dem Vorge⸗ birge Argentaro ereignet. Gluͤcklicherweise sind die Passagiere, die Mannschaft und die Waaren gerettet worden.

Das Testament Dom Pedro's, dessen Eroͤffnung mehrere Journale zu voreilig angezeigt hatten, wird erst in einigen Ta⸗ gen von dem Praͤsidenten des Tribunals erster Instanz eroͤffnet werden.

Es wird vom 1. Januar an ein neues Wochenblatt in Pa⸗ ris unter dem Titel „le Philantrope“ erscheinen. 1

Man schreibt aus Bayonne: „Ein Befehl des Kriegs⸗ Ministers schreibt die Bewaffnung und Verproviantirung der Citadelle von Bayonne vor, wohin man gegenwaͤrtig Pulver und Lebensmittel bringt. Der Spanische Konsul hieselbst hat den Schiffs⸗Capitainen, welche die Kuͤstenfahrt betreiben, angezeigt, daß ihnen keine Erlaubnißscheine hierzu mehr ertheilt werden wuͤrden, wenn sie nicht Caution leisteten. Diese Maßregel hat den Zweck, das Einschwaͤrzen von Gewehren und Lebensmitteln zu verhindern, denn ungeachtet aller Aufsicht begeben die Kar⸗ listen sich fortwaͤhrend in die kleinen Haͤfen Biscaya's, wo Agen⸗ ten des Don Carlos sie erwarten. Die zu Bordeaux gebauten Schiffe, die man in aller Eile bewaffnet, sollen zur Verhinderung dieses Verkehrs beitragen.“ -

Im Vapor von Barcelona liest man: „Nicht mit dem General Mina, sondern mit dem General Alava hatte Llauder in Aragonien eine wichtige Konferenz in dem Augen⸗ blicke, wo Alava sich als Botschafter nach London begab. Beide besprachen die politischen Angelegenheiten Spaniens, und trenn⸗ ten sich, zufrieden uͤber die Gleichfoͤrmigkeit ihrer Ansichten und ihres gegenseitigen Eifers fuͤr die Sache der Koͤnigin.“

1“

1 Grroßbritanien und Irland.

London, 27. Dez. Der Koͤnig ertheilte gestern fruͤh Herrn Charles Wynn zu Brighton eine Audienz und uͤbergab demsel⸗ ben die Siegel des Herzogthums Lancaster. Herr Wynn wurde darauf als Kanzler dieses Herzogthums vereidigt.

Die Hof⸗Zeitung enthaͤlt in ihrer gestrigen Nummer die offizielle Anzeige von der Ernennung des Sir R. Peel, des

errn W. Jates Peel, des Grafen von Lincoln, des Lord

tormont, des Herrn Ch. Roß und des Herrn W. E. Glad⸗ stone zu Kommissarien der Schatzkammer und des Herrn Char⸗ les Wynn zum Kanzler des Herzogthums Lancaster.

Eben dieses Blatt meldet, daß Se. Majestaͤt dem Capitain Sir John Roß den militairischen Bath⸗Orden verliehen und zugleich das Tragen der ihm von dem Kaiser von Rußland und dem Koͤnig von Schweden verliehenen Orden, naͤmlich des St. Annen⸗Or⸗ dens zweiter Klasse und des militairischen Schwerdt⸗Ordens, ge⸗ stattet haben. 1

Zehn Tage der jetzigen Hoftrauer, vom 28sten d. M. an

erechnet, sind auch fuͤr den verstorbenen Landgrafen von Hessen⸗ Rothenburg, Geschwisterkind Ihrer Majestaͤt der Koͤnigin, be⸗

immt. Der Griechische Gesandte Herr Trikupi, Lord Wharncliffe und Sir Howard Douglas besuchten gestern den Herzog von Wellington im auswaͤrtigen Amte. Lord Ellenborough hatte eine Unterredung mit Sir R. Peel. Der Graf von Hadding⸗ ton arbeitete im Kolonial⸗Amt.

Der Graf von Aberdeen ist vorgestern von hier nach Hat⸗

Der Times zufolge, ist es zweien Abgeordneten der Na⸗ tional⸗Provin dal. Bant von England gelungen, in Bath eine Bank zu begruͤnden.

Der Courier theilt auch einen zweiten und dritten Brief des „Vaterlandsfreundes“ an die Waͤhler von Großbri⸗ tanien und Irland mit, in denen dieselben auf das System des Sir Robert Peel, wie es sich jetzt entwickelt, aufmerksam ge⸗ macht und zur Einigkeit ermahnt werden.

Der Globe giebt, ungeachtet seiner Opposition gegen das neue Ministerium, doch wenigstens so viel gu⸗ daß die richterli⸗ chen Stellen desselben mit ausgezeichneten Maͤnnern besetzt wor⸗ den seyen. „In der That“, sagt er, „ist die Ernennung des Lord Londhurst zum Lord⸗Kanzler dem Lande eine Buͤrgschaft dafuͤr, daß, wenn die hohen richterlichen Aemter unter einem Tory⸗Ministerium nur unter Mitglieder dieser Partei vertheilt werden sollen, man wenigstens die faͤhigsten Individuen dazu auslesen wird. Man darf nie vergessen, daß die besten Ernen⸗ nungen fuͤr die Richterbank, so lange wir denken koͤnnen, unter der Verwaltung des Herzogs von Wellington stattgefunden ha⸗ ben. Obgleich wir nicht ganz so gewiß, wie Andere, davon uͤber⸗ zeugt sind, daß Sir J. Scarlett als Richter eben so glaͤnzende Ei⸗ enschaften entwickeln werde, wie als Advokat, so kann es doch nicht estritten werden, daß ihn die Stufe, welche er auf der Advokaten⸗ Bank erstiegen, dem gewoͤhnlichen Gange der richterlichen Be⸗ foͤrderungen gemaͤß, zu den hoͤchsten Posten auf der Richter⸗ Bank berechtigt. Sir E. Sugden's Ernennung zum Lord⸗ Kanzler von Irland ist in juristischer Hinsicht so bewunderns⸗ werth, daß wir die politische Unangemessenheit derselben daruͤber fast vergessen. Herrn Follett's Verdienste im Rechtsfach sind unbestreitbar, und wir hoffen, daß die Waͤhler von Exeter seinen Ruf als Juristen nicht durch Verwerfung seiner parlamentari⸗ schen Anspruͤche 8e werden. Unser Kollege, der Examiner, nimmt von dem uͤbrigen Lobe, in dem er mit uns uͤbereinstimmt, die Ernennung des Herrn F. Pollock zum Gene⸗ neral⸗Prokurator aus. Gewiß hat aber der Mann, der die richterlichen Geschaͤfte im noͤrdlichen Distrikt leitete, einen An⸗ spruch auf seine Befoͤrderung, und sicherlich sollte kein Gesetz⸗ Reformer etwas an der Ernennung eines vbbb aussetzen, der den Bericht zu Gunsten der Lokal⸗Gerichtshoͤfe unterzeichnet und die Bill, wodurch den Gefangenen ein An⸗ walt zugestanden wird, nachdruͤcklich vertheidigt hat.“

ie Korrespondenten der Times bedienen sich jetzt, wenn sle von ihr sprechen, gewoͤhnlich des Ausdrucks: „Ihr bewun⸗ dernswuͤrdiges Blatt“, waͤhrend sie sonst: „Ihr maͤchtiges und einflußreiches Blatt“ sagten. 3

In Portugal werden die Englischen Zeitungen jetzt von den dortigen Post⸗Aemtern portofrei abgeliefert.

Die Gebruͤder Rothschild sollen waͤhrend dieses Jahres fast drei Millionen Dollars in Gold und Silber nach den Vereinig⸗ ten Staaten von Nord⸗Amerika versandt haben, nicht sowohl um unmittelbaren Vortheil davon zu ziehen, als um dem gedruͤckten Zustande des dortigen Geldmarktes aufzuhelfen. Es heißt außer⸗ dem, daß sie bereit seyen, unverzuͤglich allen etwanigen ferneren Anforderungen zu genuͤgen. Bekanntlich sind die Herren Roth⸗ schild, an Stelle der Herren Gebruͤder Baring, die Banquiers der Nord⸗Amerikanischen Regierung geworden.

In den Bombay⸗Zeitungen vom 21. August liest man folgendes Schreiben aus Canton: „Der Vice⸗Koͤnig von Canton hat so eben die Rundreise angetreten, die er jaͤhrlich unternehmen muß, um die Militair⸗Stationen seiner Provinz zu inspiziren. Vorher kam der neue Fa⸗yune zu ihm und fragte, wie er sich zu verhalten habe, wenn er etwa einen aus England kommenden Diener des Koͤnigs in der Abwesenheit seines Vor⸗

esetzten zu empfangen haͤtte. Der Vice⸗Koͤnig wollte ihm keine

Antoot darauf geben, allein der Fawune drang auf genaue In⸗ structionen und sagte: „„Ich weiß, daß der Koͤnigs⸗Diener, wenn er kommt, vielleicht nach Macao E;S kann, aber wenn er nun nach Canton kommt, was soll ich thun?“ Der Vice⸗ Koͤnig ließ ihm nun den Trost zuruͤck, er koͤnne sich in diesem Fall Perhaltungs⸗Vefehle aus Peking einholen.“

Den letzten Berichten aus Mexiko zufolge, waren die Wahlen saͤmmtlich zu Gunsten Santana's ausgefallen. Der Geldmangel war daselbst so groß, daß eine freiwillige Anleihe von einer halben Million Dollars im ersten Augenblick vergrif⸗ fen war. In den noͤrdlichen Haͤfen hatte der Schleichhandel aus Nord⸗Amerika dermaßen uͤberhand genommen, daß die Re⸗ gierung den Beschluß faßte, in der Naͤhe von Tampico eine Kriegs⸗„Brigg aufzustellen. Als Minister der auswaͤrtigen An⸗

Praͤsidenten der Pairs⸗Kammer an Herrn Armand Carrel gerich⸗

fieldhouse zum Besuch beim Marquis von Salishury und der

gelegenheiten bezeichnete ma ’ʒ Lucas Alaman

8 W