Dienstag, 6. Jan. Im Schauspielhause: Die Alpenhuͤtte, Singspiel in 1 Akt, von A. v. Kotzebwe. Musik von J. P. Schmidt. (Neu besetzt.) Hierauf: Der reisende Student, must⸗ kalisches Ouodlibet in 2 Abth.
In Potsdam. Lieb' im Kriege und Krieg um Liebe, Lust⸗ spiel in 1 Akt, aus dem Franz., von A. vom Thale. Hierauf: Die beiden Klingsberge, Lustspiel in 4 Abth., von A. v. Se.
Mittwoch, 7. Jan. Im Schauspielhause: Torquato Tasso, Schauspiel in 5 Abth., von Goethe.
In Potsdam. Der reisende Student, musikalisches Quod⸗ libet in 2 Akten. Hierauf: Ein Divertissement.
Koͤnigstaädtisches Theater.
uͤber den beantragten Bau eines neuen Gerichts⸗Saales fuͤr 8 Pairshof. (Wir behalten uns eine naͤhere Mittheilung ders ben vor.) In derselben Sitzung wurden durch das Loos diej nigen Deputirten gewaͤhlt, die dem Koͤnige am 1. Januar zh Gluͤckwunsch der ön darbringen sollen.
Das Budget fuͤr 1836 wird, wie man sagt, schon morg der Deputirten⸗Kammer vorgelegt werden, und sich auf 10 Millionen Fr. belaufen. .
Herr Euseèbe Salverte, der bekannte Ex⸗Deputirte Opposition, hat gestern im 5ten hiesigen Wahl⸗Bezirke uͤber ministeriellen Kandidaten, Herrn Sanson Davillier, den C⸗ davon getragen. Er erhielt 554 Stimmen, wogegen seinem M.. —— bewerber deren nur 465 zu Theil wurden. Demzufolge wur
Meteorologische Beobachtung. 28 Morgens Nachmitt. Abends Nach einmaliger . Januar. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
Even . 340,2 Par. 343, 8 ° Par. 344, „ par. Quellwärme 8,0 °R. 0 emenle E. . 8 Flußwärme 2,4 °R.
Thaupunkt †. 0,5 * R. Dunstsaͤttg. 84 „Ct. 85 pCt. [Gedenwärme 2,9 °R. eiter. Hauadünst. 0,041“*Rh.
Wetter.. regnig. n. Rn. Wolkenzug — — icherschlag 0, °2 6 Ah. Am 3. Jan. waren die Anzeigen: 344,8 17 342,2 342,78 Par.
+ 0, °ꝗ) + 2,5 °b+ 3,4 °R. — + 0, 1°0 † 1,2 °m⁊v† 2,5 °R. — 94. 90. 92 vCt. — neblig, truͤbe, truͤbe. — W. W. W. W. — Quellw.
1885.
Allgemeine
üßische
— .
— ͦ-—
—
7,9. Flußw. 2,0* R. Ausduͤnst. 0,0 12 Rh. Riederschl. 0,002 Rh.
—
Montag, 5. Jan.
us wärtigoe Bôrsen.
Qomnterdamn, 30 Dezemdber. Nieflerl. wirkl. Schuld 83 ½ ½. d9 dec. 991 ½ Kanz-Bill. 2à 4 ½ 3 Amort. 92 ¼1 ½. 39½ 26 ⅛.
Antwerpon, 29 Dezember.
Span. 5 8 41 ½¼ 3 ½ 26 ½. Guobbard 41 ¾. Zinzl. 13 ½ Cortes à1. Oesterr —.
do. Coup. 25. Meap. 89 ½ Belg. 96 ¾ Hanbaurg, 2. Januar. Poln. 127 ½. Hope in Cert. 8 Engl. Russ. 102 ⅛. Portug. 82 ¼. Schatz-Oblig. —. 88 Wien, “ 8 Met. 99½ 3. 48 91 ½ ½. ank-Actien —. EE“
Ausg. Schuld 1 *1ν. 3 ½ 8 75 ½. Kuvs. 98 ½
Preusz. Prüm.-Seheine 120 ¾.
Neue Anleihe v.
2 spiel in 4 Akten, von Ziegler. als fuͤnfte Gastrolle.)
Oper in 3 Akten. Oesterr. Aemm. 8 Span. 5 8 428.
Paris, 29. Dez.
Bras. —.
Koͤnigliche Schauspiele.
Im Schaufpielhause: Zum erstenmale: bth., von Bauernfeld. Hierauf: Der Roman, Lustspiel in 1 Akt, nach dem Franz, von
Montag, 5. Jan.
Franz Walter, Charakter⸗Gemaͤlde in 4
L. Angely.
acks⸗Monopols berichtet.
auf dem Halme zur Sprache;
Zum erstenmale: Die Mohrin, Schau⸗
Dienstag, 6. Jan. Des Adlers Horst, romantisch⸗komische Musik von Gaͤaͤser. Neueste Nachrichten. 1 Der Koͤnig arbeitete gestern mit dem Conseils⸗Praͤstdenten und dem Minister des Innern.
Der Grlechische Gesandte, Fuͤrst von Caradja, wurde vor⸗ gestern von dem Koͤnige und der Koͤnigin empfangen.
Der Fuͤrst von Talleyrand hatte gestern Nachmittag eine Konferenz mit dem Grafen Pozzo di Borgo.
In der heutigen Sitzung der Deputirten⸗Kammer wurde dng uͤber den Gesetz⸗Entwurf wegen Es kamen sodann verschiedene Zusatz⸗ Artikel zu dem Gesetz⸗Entwurfe uͤber den Verkauf von Aerndten sie wurden indessen theils von den Antragstellern zuruͤckgenommen, theils von der Kammer ver⸗ worfen. Der Gesetz⸗Entwurf selbst ging sodann mit 203 gegen 98 Stimmen durch. Hierauf begannen die Berathungen
(Mad. Birch⸗Pfeiffer: Joni,
10,000 Fr. bet die politischen
den Generalen lage.
an. habt haben.
— Heute Verlaͤngerung des Ta⸗
heute auf 10,153 Fr.
5proc. Neap. 93. 25.
er zum Deputirten proklamirt.
Die Subscriptions⸗Liste fuͤr den „National“ belaͤuft Da die Strafe dieses Blattes räͤgt, so soll der eingehende Mehr⸗Betrag um
Gefangenen vertheilt werden.
Der bekannte ehemalige General⸗Schatz⸗Kassirer Keßner kuͤrzlich in England mit Tode abgegangen. Die Sentinelle de Pyrenées bestaͤtigt jetzt die
Cordova und Oraa am 165ten erlittene Nich
Beide Theile sollen an diesem Tage uͤber 32,000 Patra⸗ verschossen haben. Man giebt indessen den Verlust der Christt nur auf 1200 (nicht 1500) Todte, Verwundete und Gefang Die Karlisten wollen nur 200 Todte und Verwundetz Der Sohn des Generals Oraa ist in dem Gesi am 12ten bei Asarta geblieben. 1
schloß 5proc. Rente 106. 50. 3 proc. Nente 70. 5proc. Span. Rente 42 ⅛. 3 proc. do.]
Kedacteur Co ttel. Gedruckt bei A. W. Hayn.
wirisrn. ns. e. KiRschq-
EEr-AAn A⸗SamnsFen.
Bekanntmachungen.
Proeclamgla, das Aufgebot einer Post von 1000 Thalern Courant auf dem Antheil⸗Gute Schweinitz betreffend.
Die Graͤfin Eveline von Schlabrendorff, vermaͤhlte Graͤfin von Sickingen, hat als Besitzerin des An⸗ theil⸗Gutes Schweinitz, Gruͤnberger Kreises, darauf angetragen, die von den auf dem gedachten Gute Schweinitz anb No. 7. Rubr. III. fuͤr die verwitt wete Frevin Barbara von Keßlitz, geborne Freyin von Rottenberg, Angfcafnen Dotal⸗ und Parapher⸗- nal⸗Geldern laut gerichtlichen Cessionz⸗Instruments vom 14. Februar 1749 fuͤr den Bader Johann Sey⸗ deler zu Schweynitz abgezweigten und ab No. 7. Litt. e. Rubr. III. intabulirten Post von 1200 Thlr. Fchleñüsch oder 1000 Thlr. Preuß. Courant aufbieten assen
Da dieser Antrag fuͤr begruͤndet erachtet worden, so ergeht an alle diejenigen, welche an die gedachte Post Anspruch zu haben vermeinen, besonders aber an die unbekannten Bader Iohann Servydelerschen Erben, oder die sonst in ihre Rechte getreten sind, hierdurch die Aufforderung, ihre etwanigen Anspruͤche entweder in Person, oder durch geboͤrig legitimirte Bevollmaͤchtigte, wozu ihnen die hiesigen Justtz⸗ Comm ssarien, die Justizraͤthe Ziekursch und Forster und die Justiz⸗Commisstons⸗Raͤthe Treutler und Wunsch vorgeschlagen werden, innerhalb drei Mona⸗ ten, laͤngstens aber in dem vor dem Ober⸗Landes⸗ gerichts⸗Assessor Graf zu Dohna auf
den 13. Mäarz 1835, Vormittgss um 11 Uhr, auf dem Schlosse hierselbst anzumelden und zu bescheinigen, widrigenfalls die sich nicht Meldenden mit ihren Anspruͤchen gaͤnzlich ausgeschlossen und ihnen deshalb ein ewiges Still⸗ schweigen anferlegt, auch nach ergangenem Praͤeclu⸗ sions Erkenntniß die Loͤschung der gedachten Post im Hypotheken⸗Buche bewirkt werden wird.
Glogau, den 2/ä. Oktober 1834. Koͤnigl. Ober⸗Landesgericht von Nieder⸗ Schlesien und der Lansitz.
(1. S.) v. Gbͤtze.
Alle diejenigen, welche an das, Wilhelm Hoͤfer, jetzt zu Feieland, an den Hartwig Schulz verkaufte, diesem bereits im juͤngstabgewiche⸗ nen Trinitatis Termine tradirte, im Grimmenschen Kreise unweit Tribsees belegene Allodial⸗Gut Recken⸗ tin nebst lebenden und todten Inventario, Saaten⸗ und Acker⸗Arbeiten, aus irgend einem Rechtsgrunde Forderungen üund Anspruͤche haben, werden hierdurch aufgefordert, solche in termino den 16. December d. J. oder den 5. oder aber den 20. Januar k. I, Morgens 10 Ubr, vor dem Konigl. , spe⸗ ciell anzumelden und zu bescheinigen, bei Vermei⸗
dung dee gaͤnzlichen Abweisung, welche durch de
am 6 Februar k. J. zu publicirenden Praͤklufiv⸗Ab⸗ schied erkannt, und gegen dann noch etwa latitirende Glaͤubiger vollzogen werden wird.
Wegen der erkannten Entfreiung mebrer Glaͤubi⸗ er von der Meldungs⸗Pflicht, wird auf das den Ptralfandischen Zeitungen in exteuso insertrte Pro⸗ eclam Bezug genommen.
Datam Greifswald, den 19. November 1834. Koͤnigl. Preuß. Hofgericht von Pommern und Ruͤgen.
(k. 8) von Moͤller, Praeses.
8
Aus z u g. Mit Bezugnahme auf die den Strakfundischen Zei⸗ tungen ausfuͤhrlich eingeruͤckten Proelamata vom heu⸗ tigen Tage, werden alle und jede, welche an das in Neu⸗Vorpommern, im Franzburger Kreise und Dam⸗ gartenschen Kirchspiele delegene vormalige Tertialgut Beiershagen c. b. au; der Zeit, wo solches im Ei⸗ genthum des Koͤnigl. Fiseus und im Pacht⸗ und Tertial⸗Besttze der v. Usedom⸗Glutzower Familie, so wie danaͤchst im eigenthuͤmlichen Besitze des Eigen⸗ thuͤmers Rewoldt auf Plummendorf sich befunden, aus irgend einem Grunde Rechtens, Forderungen und Anspruͤche haben, hierdurch geladen, solche in einem der folgenden Termine, als am 16. Decem⸗ ber d. J, am 5. oder 20. Januar k. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, vor dem Koͤnigl. Hofgericht speciell anzumelden und zu beglaubigen, bei Vermridung des 8
9
von dem Ernst
Allgemeiner Anzeiger fuͤr
Rechtsnachtheils, daß sie füc durch den am 6. Fe⸗ bruar k. J zu publicirenden Praͤclusiv⸗Abschied, un⸗ ter Auferlegung immerwaͤhrenden Stillschweigens, uͤberall damit werden abgewiesen und ausgeschlossen werden. Datum Greifswald, den 19. November 1834. Koͤnigl. Preuß. Hofgericht von Pommern und Ruͤgen. 8 v. Moͤller, Praeses.
6 Bei dem unterzeichneten Gericht ist das Aufgebot respective der nachstehend benannten Hypotheken⸗Posten zum Zwecke der Loͤschung, und der nachfolgend be⸗ eichneten verlorenen Hypotheken⸗Instrumente Be⸗ buss der Amortisation in Antrag gebracht:
1) der Obligation der Garnweder Hoepfnerschen Eheleute vom 14. Maͤrz 1800 nebst etwa beige⸗ fuͤgtem Recognitions⸗Schein uͤber 1100 Thlr. fuͤr den Bauer Johann Moll modo dessen Er⸗
ben zu Gorckow eingetragen, ecodem auf dem.
jetzt der Wittwe Tantow gehoͤrigen Hause Nr. 228 hbierselbst;
die Obligation vom 18. September 1775 nebst dahbinter befindlicher Registratur vom 1. De⸗ embder 1775, deren Aussteller nicht erhellt, als Dokument uͤber resp. 75 Thlr. und 25 Thlr, eingetragen fuͤr den Kaufmann Fischer auf dem jetzt dem Kaufmann Gottlieb Friedrich Walter modo dessen Erben gehbrigen Hause Nr. 248 hierselbst;
derjenigen 100 Thlr, welche aus der Obligation vom 30. October 1766 und Protocoll vom 22. April 1774 fuͤr den Schneidermeister Denckmann als Vormund des minorennen Johann Bluhm, mit dem Bemerken, daß davon 50 Thlr. dem Paul David Bluhm gehoͤren, auf dem jetzt dem Ackerbuͤrger Jobann Duvinage gehdrigen Hause
Nr. 77 hierselbst eingetragen stehen, so wie des uͤber diese Post etwa ertheilten Dokuments;
) der Obligation des Schneidermeisters Stieg und dessen Ehefrau, gebornen Warniken, vom 25. September 1797 uͤoder 50 Thlr fuͤr den Tisch⸗
lermeister Daniel Blanck eingetragen, codem auf dem jetzt dem Schuhmacher Carl Daniel Gall gehoͤrigen Hause Nr. 81 hierselbst; der Ooligation des Webermeisters Hasse und
dessen Ehefrau, gebornen Hempel, vom 10. Juli 1819 nebst Recognitions⸗Schein pom 28. Juli 1819 s̃ber 600 Thlr. nebst Zinsen fuͤr den Schul⸗ zen Jobsing zu Blumenhagen, eingetragen auf dem jetzt dem Boͤttchermeister Heiland gehoͤrigen Heause Nr. 162 bierseldst; ) derijenigen 25 Thlr. 15 gr. 8 pf fuͤr Samuel
Christoph, 8 25 Thlr. 15 gr. 8 pf. fuüͤr Marie Elisabeth, 25 Thlr. 15 gr. 8 pf fuͤr Christian Friedrich,
Geschwister Beitz, welche als Muttererbe ver⸗ moͤge Inventarii vom 8. Januar 1763 auf dem jetzt dem Buͤrger Paasch Sehc g n Hause Nr. 22 hierselbst ohne Angabe des Datum eingetra⸗ gen stehen und des etwa uͤber diese Post er⸗ theilten Documents; der Obligation vom 17. Februar 1800, dessen Aussteller nicht erhellt, nebst etwa anneectirtem Recognitions⸗Schein als Dokument uͤber 390 Thlr. nebst Zinsen fuͤr den Schulhalter Isaack Gombert zu Fahrenwalde, eingetragen auf dem jetzt der verwittweten Schuhmacher Muͤller, jetzt verehelichten Gaude, gehoͤrigen Hause Nr. 357 hierselbst, welches fruͤher Contin. 11. pagn. 18 verso des Hypothekenbuchs des hiesigen Co⸗ loniegerichts verzeichnet gewesen; der Odligation der Wittwe Wegener vom 12. April 180à nebst etwa annectirtem Recognitions⸗ Schein als Dokument uͤber 100 Thlr. fuͤr den Bauersohn Michael Fischer zu Stolzenburg ein⸗ steagen, ” in dem 8 der verwittweten mmergese ehncke gehoͤrigen Hause Nr. 28 vien eere gehoͤrigen Hause Nr. 285 der Obligation vom 10. Juni 1819 nebst Re cognitions⸗Schein vom 21. ejusdem als Doku⸗ ment uͤber 300 Thlr. und Zinsen fuͤr den Pfer⸗ dehirten Gottfried Schultz zu Blumenhagen auf dem jetzt dem Maurergesellen Teubert ge⸗ hoͤrigen Hause Nr. 6 hierselbst; 1“
die Preußischen Staa
10) derjenigen 147 Thlr. 2 gr. Vatererbe fuͤr den Johann Heinrich Pfalzgraff, welche aus dem Erbvergleiche vom 2. Februar 1765 auf dem jeht dem Buͤrger Kissel gehoͤrigen Hause Nr. 27 hierselbst ohne Angabe der Zeit eingetragen stehen, so wie des etwa uͤber diese Post ertheil⸗ ten Dokuments; der Ooligation der Buͤrger Hollandschen Ehe⸗ leute vom 22. Dezember 1794 uͤber 50 Thlr. fuͤr die Fischer Buschschen Minorennen nebst Cessions⸗Instrumenten vom 7. September 1795 und 10. November 1801 fuͤr den Dragoner Zahr — oder Zerbst — nebst etwa annectirtem Recognitions⸗-Schein, eingetragen auf dem Win⸗ terschen Hause Nr. 445 hierselbst, derjenigen: 2²2) 400 Thlr. nebst Zinsen, welche aus der
Obligation der Baumann Pillipschen Ehe⸗ leute vom 19 April 1776 fuͤr den Muͤh⸗ lenburschen Christian Friedrich Arnim;
b) 182 Thle. 2 gr., auch 16 Thlr. der Toch⸗ ter zum Ehrenkleide, welche fuͤr die Flaß⸗ haarschen Kinder zweiter Ehe, ohne An⸗ gabe des Dokuments und der Zeit der
7 Fhest s t. 8
auf den jetzt der Wittwe Pillip gehoͤrigen Grund. 1 233 Sessiß Ci gngen stehen des uͤber die letztere rthei “ t Post etwa ertheilten derjenigen: 49 Thlr. aus der Obligation vom 28. Fe⸗ bruar 1769 fuͤr die Charlotte Rosine Loh⸗ mann wovon nach deren Tode namentlich ein Antheil auf die ihrem Aufenthalte nach unbekannte verehelichte Muͤhlenbe⸗ reuter Megen, geborne Lohmann, vererbt sein soll;
b) 40 Thlr. aus gust 1771 fuͤr burg,
welche auf dem chemals Lohmannschen, jetzt dem Kaufmann Loewe gehoͤrigen Hause Nr. 60 hierselost ohne Angabe der Zeit der Eintragung eingetragen stehen, so wie der etwa uͤber diese Posten ertheilten Dokumente;
der Obligation vom 29. November 1788, dessen Aussteller nicht erhellt, nebst dem etwa beigefuͤg⸗ ten Recognitions⸗Schein als Dokument uͤber die auf dem ebemals Hartwigschen, jetzt der verehelichten Baͤcker Waͤllig gehoͤrigen Hause Nr. 02 hierselbst eingetragenen 55 Thlr. fuͤr den Bauer Cbristian Dittmar — oder Dittman — zu Stolzenburg.
derjenigen 2000 Thlr. nebst Zinsen, welche aus der Obligation der Ackerbuͤrger Leclairschen Ehe⸗ leute vom 1. November 1802 fuͤr den Baumann Friedrich Starkloff auf dem Hause Contin. II. pagn. 170 des Hypotdekenbuches des ehemaligen Coloniegerichts hierselbst den 4. November 1802 eingetragen worden, ruͤcksichtlich des Antheils, welcher von diesem Activo
n) der Wittwe Grotbe, fruͤher verehelicht ge⸗ wesenen Oelke, Dorothea, gebornen Stark⸗
loff, fruͤher zu Bahn; b) dem Sattler Carl Heinrich Starkloff; als Erben der Glaͤubiger zugefallen;
16) derjenigen:
ℳ) 50 Thlr. der Christina Steinen zugehzrigen Erbgelder, welche derselben zur Einrich⸗ tung ihrer Wirthschaft bei der Verheira⸗ tung mit dem Carl Friedrich Zimmermann von ihrem Vormunde Duvinage ausge⸗
äbtt sind, und wofuͤr der Carl Friedrich immermann nach dem Protokoͤll vom
27 November und ½¼ Dezember — das
Jahr ist nicht angegeben — verbuͤrgt;
44 Thlr. ruͤckständige Hauskaufsgelder,
welche Michaelis 1769 bezahlt worden —
Glaͤubiger und Schuldner und das docu-
mentum ex quo sind im Hypothekenbuche
nicht angegeben und nicht zu ermitteln; — welche auf dem, dem Arbeitsmann Beese, jetzt dem Arbeitsmann Diener zugehoͤrigen Haufe
Nr. 522 hierselbst eingetragen stehen, so wie der
etwa uͤber diese Posten ertheilten Dokumente;
*) derjenigen 100 Thlr. nebst Zinsen, welche fuͤr den Buͤrger und Schuster Voß aus der Obligation vom 24. Juli 1775, deren
Aussteller nicht erhellt, auf dem jetzt dem
der Obligation vom 22 Au⸗ Georg Gaude zu Stolzen⸗
17)
Schleifer Zimmer gehoͤrigen Hause Nr. hierselbst eingetragen stehen, so wie uͤber diese Post ertheilten Dokumentz, der Obligation vom 27. Februar uͤber 50 Thlr. nebst Zinsen und der Obligation vom 16. Maͤrz 1799 1 25 Thlr. nebst Zinsen, welche fuͤr Bauer Johann Jacob zu Papendorf dem vorgedachten Grundstuͤcke eingetnn vEII1 18) der Ausfertigung der Verhandlung vom 31 bruar 1820 nebst Recognitions⸗Schein 11. ejusdem als Dokument uͤber 161 Thlr. 22 4, pf. ruͤckstaͤndige Kaufgelder fuͤr die Wit
Luͤbbe Christine Dorothee, geborne Tanph
aus dem Kauf⸗Contract vom 16. Maͤrz . eingetragen auf dem, dem Baͤckermeister Schost jetzt dem Baͤckermeister Klebe gehoͤrigen He0 Nr. 137 hierselbst; derjenigen: 2) 70 Thlr. 19 gr. — pf. fuͤr die Wit Grunert; b) 33
c) 25 F72 6
18 6 sabeth Grune fuͤr den Chriss
Gottlieb Grume
6 * fuͤr den Carl
Gottlob Grum
umnnnmRvwEwwenm 163 Thlr. 8 gr. 6 pf., welche aus dem Erbtheilungsrezeß vom 25. 9 1773 auf dem Tuchmacher Daniel Krantme schen Hause Nr. 98 hierselbst eingetragen stet und des uͤber diese Posten etwa ertheilten kuments; der Obligation der Ackerbuͤrger Gehrke, gebon Loge, vom 17. Januar 1824 uͤber 100 Thlr⸗ den verstorbenen Colonisten Thomas zu Vie modo dessen Erben eingetragen auf dem No. 491 des Hypothekenbuchs verzeichneten kerstuͤcken hierselbst laut Recognitions⸗Sc vom 20. Januar 1824. 1 Es werden daher die vorbenannten Glaͤubiger benannten Schuldposten und resp. deren Erben “ sionarien oder die sonst in ihre Rechte getreten
so wie alle diejenigen, welche an die vor bezeict
ten Hypotheken⸗Instrumente als Eigenthuͤmer sionarien, Pfand⸗ oder sonstige Briefs⸗Inhaber spruͤche zu machen haben, hierdurch aufgefordert, nen 3 Monaten und spaͤtestens in dem hierzu aut den 5ö. Februar 183 5, Vormittags um 101 vor dem Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Sch im Gerichtslocale hierselbst angesetzten Termine soͤnlich oder durch einen Bevollmaͤchtigten, wozu
Herr Justiz⸗Comissarius Kolpin hierselbst in .
schlag gebracht wird, ihre Anspruͤche anzubrin und nachzuweisen, widrigenfalls die Ausbleibe mit ihren etwanigen Realanspruͤchen auf die 1 gedachten Grundstuͤcke praͤcludirt, und ihnen des ein ewiges Stillschweigen auferlegt werden wird, bezeichneten Dokumente aber fuͤr amortisirt ellt und dieselben und die daraus originirenden Fi rungen im Hypothekenbuche der verpfändeten Gu⸗ stuͤcke geloͤscht oder resp. den sich gemeldet haben Glaͤubigern neue Dokumente ausgefertigt werden seh Pasewalck, den 15. Oktober 1834.
Koͤnigliches Preußisches Stadtgericht
CEdieta ELitsikieon. Auf den Antrag seines Curators ist die Edsctal tation des Handlungsdieners George Christian Frich Schmidt, eines Sohnes des Schneidermeisters Sch zu Neuholland, geboren am 12 Juni 1788, veh worden. Demgemeß werden der Handlungs⸗D. Schmidt und seine etwanige unbekannte Erben durch oͤffentlich vorgeladen, und spaͤtestens in dem auf den 30. März 1835, Morgens 11 Uhr, auf hiesizem Justiz⸗Amte angesetzten Termia z92 den, weitre Anweisung, ausbleibenden Falls abt gewaͤrtigen, daß der Provocat fuͤr todt erklaͤtt,“ sein Vermoͤgen seinen legitimirten Erben zugespre werden wird. Liebenwalde, am 23. Mai 1834.
Koͤnigl. Preuß. Justit⸗Amt.
fuͤr Johannabh
sich innerhalb neun ut
2
——
Amtliche Nachrichten Kronik des Tages.
Des Koͤnigs Majestaͤt haben geruht, den bisherigen Regie⸗ zungs⸗Assessor Heinrich Friedrich von Fock genannt von hrucken zum Regierungs⸗Rath bei der Regierung zu Merse⸗ zwrg, und den Regierungs⸗Assessor Hans Martin Kahle in iegnitz zum Regierungs⸗Rath und Stempel⸗Fiskal bei dem Provinzial⸗Steuer⸗Direktorat in Danzig zu ernennen, und die besfallsigen Bestallungen Allerhoͤchstselbst zu vollziehen.
Zeitungs⸗Nachrichten. eslan d.
soaytireich. 8 Paris, 29. Dez. 1 hhafter Rußlands und Englands, so wie den Schwedischen Ge⸗ andten, welche Sr. Majestaͤt mehrere Auslaͤnder von Rang vor⸗ ellten. In den bestunterrichteten Zirkeln der Hauptstadt glaubt man urchaus nicht daran, daß der General Sebastiani jemals den Gesandtschafts⸗Posten in London wirklich antreten werde; da man maber keine Gesandtschaft zweiten Ranges anbieten kann, achdem man ihn einmal zu der Londoner ernannt hat, so ver⸗ uthet man, daß er den Grafen von Ste. Aulaire in Wien er⸗ tzen und daß dieser Letztere nach London gehen werde. Die Oppositions⸗Blaͤtter erfuͤllt natuͤrlich die Wahl tes Herrn Euséebe Salverte im 5ten hiesigen Stadt⸗Bezirke mit er lebhaftesten Freude; sie wollen in diesem Siege ein Fort⸗ chreiten der oͤffentlichen Meinung auf der Bahn ihrer Prinzi⸗ ien erblicken. Der Courrier francais aͤußert sich unter nderem folgendermaßen: „Im Monat Juni d. J. trug Herr hiers, als Kandidat des 5ten Wah⸗Bezirks, mit einer? pajori⸗ ät von beinahe 200 Stimmen den Sieg uͤber Herrn Eusebe Salverte davon; seitdem sind kaum 6 Monate verflossen, und Herr Salverte siegt in demselben Wahl⸗Bezirke mit einer Ma⸗ oritaͤt von nahe an 100 Stimmen uͤber den ministeriellen Kan⸗ didaten. Es ist allerdings wahr, daß im Monat Juni die Zahl der eingeschriebenen Waͤhler sich nur auf 896 und dagegen gestern auf 1022 belief. Dadurch bekundet sich die Richtigkeit der Berechnung, welche das Ministerium veranlaßte, die allgemeinen Wahlen so zu beeilen, daß sie vor Anfertigung der neuen Waͤh⸗ er, Listen stattfanden. Aber dieser Ausweg ist nur von omentanem Nutzen. 1 1 hre Plaͤtze einnehmen, und jemehr die Zahl der Buͤrger, die an ben oͤffentlichen Angelegenheiten Theil zu nehmen berufen sind, unimmt, desto mehr Gegner erhaͤlt das kuͤrzlich von der Kammer anctionirte System. Dieser Fortschritt ist schon bei den Munizipal⸗ Wahlen und bei den Wahlen der National⸗Garde bemerkt worden, und man wuͤrde ihn eben so deutlich wahrnehmen, wenn jetzt eine allge⸗ eine Deputirten⸗Wahl stattfaͤnde. Die gestrige Wahlzeigt, daß trotz ber Vorurtheile, welche man sich geschmeichelt hatte, der hiesigen inwohnerschaft einzufloͤßen, die Wahrheit sich Platz macht, und haß der Wahlkoͤrper von Paris sich der Bewegung des uͤbri⸗ gen Theiles von Frankreich zugesellt. Mit den der Freiheit
feindseligen Vorurtheilen verschwindet auch jene Sorglosigkeit,
die eines der traurigsten Anzeichen des Verfalls des Buͤrgersinns st. Nicht allein hatten die Waͤhler gestern sich auf ihrem Posten ingefunden, sondern auch die nicht wahlfaͤhigen Buͤrger erwar⸗ eten an den Thuͤren der Sectionen in groͤßter Spannung das Resultat. Bei der Nachricht von dem Siege des Herrn Sal⸗ derte sah man sie sich gegenseitig begluͤckwuͤnschen und sich um⸗ rmen, und viele von ihnen begaben sich sogleich zu dem neuer⸗ waͤhlten Deputirten. Dieses Resultat macht den Waͤhlern des öten Bezirks ganz besondere Ehre. Die fruͤhere Niederlage
hatte sie nicht entmuthigt; sie setzten Vertrauen in ihren alten Devutirten; sie wollten seinen Patriotismus und seine Unbestech⸗
lichkeit belohnen; sie haben Ausdauer gezeigt und gesiegt. Diese Beharrlichkeit, welche sich durch Hindernisse nicht ermuͤden laͤßt, nd welche leider nicht allzusehr in unserm Charakter liegt, ist in schlagender Beweis von der Besserung unserer politischen Sitten. Mit dieser Festigkeit und mit dieser Willenskeaft gehen die Englaͤnder zu Werke, und dadurch erreichen e am Ende immer ihr Ziel. Ehre daher den Waͤh⸗ ern des 5ten Bezirks! Sie haben nicht allein Frankreich inen wuͤrdigen und muthigen Deputirten wiedergegeben, und gezeigt, daß der Wahlkoͤrper von Paris seinen fruͤhern Ruf nicht vergessen hat, sondern sie haben auch dem Lande ein edles und üͤtliches Beispiel gegeben, welches Nachahmung finden wird!“
Der National bemerkt, daß neun Republikaner, die sich bei der Loͤschung des Brandes von Mont⸗St.⸗Michel ganz be⸗ sonders ausgezeichnet haͤtten, von der Begnadigung ausgeschlos⸗ en worden waͤren.
Die von den Inhabern von Obligationen der Haptischen Anleihe ernannte Kommission hatte gestern eine Audienz bei dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten. Sie hat neuerdings die Versicherung erhalten, daß die Regierung ihre Rechte nicht aaus den Augen verlieren wuͤrde, und daß Hoffnung vorhanden si diese Angelegenheit endlich zu einem erwuͤnschten Ziele zu
ren.
An der Boͤrse war heut allgemein die Fabel verbreitet, daß Don Carlos den Truppen des Generals Mina in die Haͤnde ge⸗ fallen und erschossen worden sey. Die Regierung haͤtte, fuͤgte man hinzu, diese Nachricht durch eine telegraphische Depesche erhalten. Gut unterrichtete Personen erklaͤrten indeß sogleich, daß gestern und heute gar keine telegraphische Depesche von Ba⸗ vonne eingegangen sey.
Man schreibt aus Bayonne vom 23. Dez.: „So eben geht hier die Nachricht ein, daß ein neues Treffen zu San⸗Ro⸗ man stattgehabt habe. Die Aussagen daruͤber sind widersprechend;
Der Koͤnig empfing gestern die Bot⸗
Die neuen Waͤhler muͤssen doch endlich
nach den einen waren die Karlisten, nach den anderen die Christi⸗ nos Sieger. Das Treffen soll blutig B seyn.“ — Nach Berichten von der Spanischen Graͤnze vom 25. Dez. ist Mina nach Pampelona zuruͤckgekehrt, nachdem er seinen Gene⸗ ralen die Ausfuͤhrung seines Feldzugs⸗Planes uͤberlassen hatte. Aus Navarra schreibr man, daß Eraso am 23sten auf Befehl des Don Carlos den Don Martin Echeverria, Mitglied der Karlisten⸗Junta, habe verhaften lassen. Am 23sten Abends sind 240 Verwundete, worunter ein Capitain und 4 Offiziere, zu Pampelona angekommen. In dem Treffen vom 15ten hat Zumalacarreguy, durch eine Eskadron Kavallerie verfolgt, einen Sturz mit dem Pferde gethan, der einige Quetschungen zur Folge hatte. Zumalacarreguy hat zu Aranarache, im Thale des obern Amescoa, ein Spital von 300 Betten errichtet, wovon 250 bereits durch die am gefaͤhrlichsten Verwundeten besetzt sind. Am 22sten sind Don Carlos und Zumalacarreguy zu Gond, im Thale gleichen Namens, mit 5 Bataillonen von Navarra, 2 von Alava und 1 von Guipuzcoa angekommen; 6 andere hatten Amunaria, Arranza, Ollo und Szaba besetzt.
Die maskirten Baͤlle im Opernhause werden in diesem Win⸗ ter alles bisher Gesehene an Pracht uͤbertreffen. Den Ankuͤndi⸗ gungen zufolge, hat man sich auf wahre Zauberfeste gefaßt zu machen. Die mit diesen Baͤllen verbundene Lotterie wird sich weit uͤber die gewoͤhnlichen Ausspielungen dieser Art erheben. Es sind mehr als 50,000 Fr. zum Ankauf von Gegenstaͤnden verwendet worden, die 14 große Gewinne bilden sollen. Die fünf ersten Gewinne werden aus folgenden Gegenstaͤnden beste⸗ hen: 1) Einem Paar kostbaren Armbaͤndern; 2) einem besonders bestellten, prachtvoll verzierten Fortepiano von Pleyel; 3) dem schoͤnsten echten Shawl, den man in Paris hat auffinden koͤr⸗ nen; 4) einem vollstaͤndigen silbernen Thee⸗Service und 5) einem Abonnement auf eine Loge ersten Ranges in der großen Oper fuͤr das ganze Jahr.
Großbritanien und Irland.
London, 30. Dez. Gestern war bei Sr. Mafestaͤt in Brighton Geheime⸗Rathe⸗Versammlung, in welcher die Pro⸗ clamation wegen Aufloͤsung des Parlaments vom Koͤnige unterzeichnet wurde. Die Wahlen muͤssen bis zum 19. Februar beendet seyn. Die Proclamation setzt die Wahl der 16 Schottischen Pairs, welche fuͤr jedes Parlament neu gewaͤhlt werden, auf den 10. Februar an. Der Tag, an welchem das Parlament aufgeloͤst werden wird, sollte uͤbrigens erst heute Nachmittags in einem Kabinets⸗Rath bestimmt wer⸗ den, der in Downing⸗Street gehalten wurde. Man erwartet, die Proclamation heute Abend in der HofZeitung zu finden. In der gestrigen Geheime⸗Raths⸗Versammlung fand auch die foͤrmliche Ernennung des Grafen von Haddington zum Lord⸗ Lieutenant von Irland statt.
Am Donnerstag ist die Schwester Sr. Majfestaͤt des Koͤ⸗ nigs, die verwittwete Landgraͤfin von Hessen⸗Homburg, in Brighton angekommen. Auch der Herzog von Cumberland wird dieser Tage aus Berlin zuruͤckerwartet. Es soll morgen ein Koͤ⸗ nigliches Dampfschiff nach Calais abgefertigt werden, um Se. Koͤnigl. Hoheit nach England heruͤberzuholen.
Der Herzog von Leuchtenberg wird auf seinem Wege nach Lissabon in der Mitte des naͤchsten Monats hier erwartet.
Sir Robert Peel hat heute seine Amts 8“ als Pre⸗ mier⸗Minister in Downingstreet und Graf De Grey die seinige in der Admiralitaͤt bezogen.
Die Posten, welche Lord Eliot und Viscount Mahon in dem jetzigen Ministerium bekleiden, sind von den Zeitungen bis⸗ her unrichtig angegeben worden; nach einer heute vom Cou⸗ rier mitgetheilten vollstaͤndigen Liste der neuen Minister und Ministerial⸗Beamten (die im Uebrigen ganz mit der im gestri⸗ gen Blatte der Staats Zeitung von uns gegebenen uͤbereinstimmt) ist Lord Eliot nicht Unter⸗Secretair im Departement des Innern, welcher Posten vielmehr vom Herrn Stuart Wortley bekleidet wird, sondern in dem der auswaͤrtigen Angelegenheiten, und Vis⸗ count Mahon nicht Unter⸗Secretair im letztgenannten Departe⸗ ment, sondern in dem der Kolonieen.
Mehrere Minister verlassen heut die Stadt, um sich um die Stimmen ihrer Waͤhler zu bewerben.
Die hiesigen Zeitungen melden jetzt auch, wie schon fruͤher die Pariser, daß Lord Cowley, Bruder des Herzogs von Wellington, zum Britischen Gesandten in Paris ernannt sey und daß er schon zur Uebernahme seiner diplomatischen Functio⸗ nen abgereist seyn wuͤrde, wenn nicht seine Gemahlin, eine Schwe⸗ 3 e Marquis von Salisbury, so gefaͤhrlich krank darnie⸗
er laͤge.
Es heißt, der zum Lord der Admiralitaͤt ernannte Admiral Sir George Cockburn, der sich in diesem Augenblicke noch auf der Westindischen Station befindet, sey zugleich zum Gouverneur der Jonischen Inseln ausersehen. Zum Gesandten in Konstan⸗ tinopel soll Sir Robert Gordon ernannt seyn.
Herr Thomas Liddel, zweiter Sohn des Lord Ravensworth, soll, der Durham Chroniele zufolge, zum Secretair bei der neuen Englischen Gesandtschaft fuͤr St. Petersburg ernannt seyn.
Herr Goulburn hat, als Staats⸗Secretair des Innern, Herrn Spencer Montague zu seinem Privat⸗Secretair ernannt.
Der General⸗Major Sir R. Travers ist dieser Tage mit Tode abgegangen.
Sir Richard Vyvyan, Befehlshaber der Irlaͤndischen Streit⸗ kraͤfte, welcher sich einige Zeit auf dem Kontinent aufhielt, ist in der vorigen Nacht hier angekommen und heute Morgen nach Bristol abgegangen, um daselbst als Kandidat bei den Parla⸗ mentswahlen aufzutreten. 1
Die Times erschien gestern, wie haͤufig, in einem doppel⸗ ten Bogen, wovon der eine ganz mit der konservativen Adresse an Se. Majestaͤt angefuͤllt war, die in der Versammlung der Londoner City⸗Tavern heute vor acht Tagen angenommen wurde. Dieses Aktenstuͤck ist sehr splendid und weitlaͤuftig gedruckt, und es sind ihm saͤmmtliche Unterschriften, zwischen 5 und 6000 an der Zahl, nebst dem Wohnorte der Unterzeichner, beigefuͤgt. In
dieser Gestalt nimmt es 24 der gewoͤhnlichen Spalten der Ti⸗ mes ein. Der True Sun hatte, nach der Aussage eines Kor⸗ respondenten, gemelbet, daß das Inserat dieser Adresse anfangs dem Morning Herald angeboten worden sey, der aber 180 Gui⸗ neen dafuͤr gefordert habe, waͤhrend die Times sie fuͤr 100 auf⸗ genommen haͤtte. Hierauf antwortet jedoch die Times, daß das Inserat ihr zuerst angeboten worden sey; was der Mor⸗ ning Herald dafuͤr verlangt, wisse sie nicht; sie aber habe nicht 100, sondern 240 Guineen gefordert und auch erhalten. D Adresse lautet folgendermaßen:
„ An des Fenngs Durchlauchtigste Majestaͤt. “
Wir unterzeichnete Kaufleute, Banquiers, Schiffs⸗Rheder, Han⸗ delsleute und andere mit der Stadt London in Verbindung stehende Personen bitten um Erlaubniß, uns unter den 8eench ege Zeit⸗ Umstaͤnden an Ew. Maj. wenden zu duͤrfen, um den Ausdruck un⸗ serer pflichtmaͤßigen und loyalen Anhaͤnglichkeit an die Person und Krone Ew. Maj. zu erneuern. Die großen Segnungen, die uns bisher unter unserer weise gemischten Verfassung von Koͤnig, Lords und Gemeinen zu Theil geworden, tief empfindend, und im Gefuͤhl, daß die freie, legitime Ausuͤbung der Koͤniglichen Praͤro gative einen integrirenden Theil der Verfassung bildet (eben so wesentlich zur Erhaltung unserer eignen Freiheiten, als fuͤr die Macht und Wuͤrde des Thrones), hbitten wir unterthaͤnig, Ew. Maj. unseres festen Ent schlusses, dieselbe durch alle in unserer Macht stehende Mittel auf⸗ recht zu erhalten, versichern zu duͤrfen. Indem wir mit allen Klassen der Unterthanen Ew. Maj. die tiefe Wichtig⸗ keit davon empfinden, daß auf die Abschaffung aller wirk⸗ lichen Mißbraͤuche, wo sie sich auch finden moͤgen, heilsame und baldige Sorgfalt verwendet und daß in unseren trefflichen In⸗ stitutionen jede Verbesserung bewirkt werde, von welcher reifliche Untersuchung und die Erfahrung beweisen moͤchten, daß sie deren empfaͤnglich seyen, wuͤnschen wir ferner, pflichtmaͤßig unsere voͤllige Zuversicht aussprechen zu duͤrfen, daß diese nuͤtzlichen Zwecke Ew. Majestaͤt in Ihrer vaͤterlichen Fuͤrsorge stets beschaͤftigen werden. Wir koͤnnen uns auch nicht zu glauben gestatten, daß die Wichtig⸗ keit dieser Gegenstaͤnde denen weniger einleuchten werde, welchen neuerlich die Macht der Regierung anvertraut worden. Daß Ew. Majestaͤt lange fortfahren moͤgen, uͤber ein pflichterfuͤlltes, loyales Volk zu regieren, und daß Ihre Unterthanen sich stets dankbar ge⸗ gen eine gnaͤdige Vorsehung fuͤr die oͤffentlichen Segnungen zeigen moͤgen, welche sie in diesem Lande, wo eine vernüuͤnftige Freibeit herrscht, genießen, dies ist das demuthsvolle Gebet von
Ew. Majestaͤt gehorsamen Unterthanen.“ Die Unterzeichner obiger Adresse haben gestern wieder eine
Versammlung in der City gehalten, in welcher beschlossen wurde, alles Moͤgliche anzuwenden, um den konservativen Parlaments⸗ Kandidaten der Stadt London bei den bevorstehenden Wahlen den Sieg zu verschaffen.
Auf das (in Nummer 1 der Staats⸗Zeitung erwaͤhnte) Schreiben Lord Durham's an das Ministerium des Innern ist demselben folgende Antwort zugegangen:
„Ministerium des Innern, den 18. Dezember.
Mylord! Ich habe die Ehre, Ew. Herrlichkeit den Empfang Ihres Schreibens vom 16ten anzuzeigen, und ver⸗ sichere Sie, daß, wie ich glaube, kein irgend zu vermeidender Aufschub in Beantwortung der von Ew. Herrlichkeit eingesand⸗ ten Adressen stattgefunden hat. Ich hoffe, es wird unnoͤthig seyn, Ew. Herrlichkeit zu versichern, daß allen Adressen, moͤgen 8 nun fuͤr oder wider das jetzige Ministerium seyn, gleiche
usmerksamkeit gewidmet wird, und daß die Benachrichti⸗ gung, daß sie Sr. Maäfestaͤt vorgelegt worden sind, so schnell als moͤglich mitgetheilt wird. Es muͤssen nothwen⸗ digerweise immer einige Tage vergehen, ehe die Adres⸗ sen dem Koͤnige vorgelegt werden koͤnnen, und da im gegenwaͤrtigen Falle eine so ungewoͤhnlich große Anzahl von Adressen eingegangen war, so war die Beantwortung derselben ein sehr beschwerliches Geschaͤft und ging deshalb langsamer als vegoee von Statten. Ich erlaube mir jetzt, Ew. Herrlich⸗ eit zu melden, daß die Benachrichtigung von der Vorlegung der Adressen von Dunfermline, Bannockburn, Kilmarnock, Ce⸗ res, Newport, Airdrie und Paisley Ew. Herrlichkeit durch ei⸗ nen vom Herzog von Wellington unterzeichneten Brief vom 16. mitgetheilt worden ist. Einen aͤhnlichen gestern vom Herzog von Wellington unterzeichneten Brief in Betreff der Adresse von Galston, so wie einen andern hinsichtlich der von Cork werden Ew. Herrlichkeit heute Abend erhalten. Die Antwort auf die Adresse von St. Ninian's wird sobald als moͤglich erfolgen. Ich muß noch bemerken, daß es nicht gebraͤuchlich ist, eir wegen des Empfanges einer Adresse einen Brief zu schreiben, daß vielmehr erst dann die Antwort abgesandt wird, wenn zu⸗ gleich die Meldung erfolgen kann, daß die Adresse dem Koͤnig vorgelegt worden ist. Ich habe die Ehre u. s. w.
n den Grafen Durham. J. M. Philipps.“
Lord Stormont, einer der neuen Lords des Schatz⸗Amtes, heriens am 20. v. M. unversehens in eine Versammlung der Li⸗
eralen zu Norwich, wo er, seiner Behauptung nach, einige sei⸗
ner Waͤhler zu finden hoffte. Er wurde indeß mit einem fuͤrch⸗ terlichen Geschrei empfangen, und Alles draͤngte sich gegen ihn. „Nieder mit dem Lord Stormont!“ hieß es, „wir haben genug an ihm, wenn er im Unterhause ist.“ Man rief ihm zu, er solle sich sogleich entfernen, und nur mit Muͤhe wurde er, nach einigen unbedeutenden Verletzungen, durch einen der Anwesen⸗ den aus der Versammlung gluͤcklich hinaus gebracht.
Dem Morning Herald zufolge, hat der verstorbene Graf Spencer keinesweges ein so großes Vermoͤgen hinterlassen, als man erwartet hatte. „Es wird“, sagt dieses Blatt, „in Althorp⸗ Park zu den groͤßten Ersparnissen geschritten, man schafft Be⸗ diente ab, ackert einen bedeutenden Theil des Parks zum Feld⸗ bau um und dergleichen mehr. Die Bibliothek jedoch wird nicht versteigert werden.“”)
Herr Michael M'Kenna hat aus Dublin vom 21. Dez. folgendes Schreiben an Sir Robert Peel gerichtet:
„Mein Herr! Mit großer Bekuͤmmerniß uͤbersende ich Ibnen die dritte Ausgabe des Sunday Observer, welcher einen Bericht uͤber die Erhebung eines Zehntens von 40 Shillingen in dem Kirch⸗ soiel Gortroe, in der Grafschaft Cork, enthaͤlt, bei welcher Gelegen⸗ beit zwoͤlf Menschen getoͤdtet, acht schwer und zwanzig lelcht ver⸗ wundet wurden. Großer Gott! soll denn unser Vaterland gußer
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