1835 / 8 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

len, Weiber, Kinder, vort nach der J iraeus soll ein großes Handels⸗Depot Taͤglich kommen

gen Abtretung von Ban⸗Plaͤtzen.“

Ein außerordentliches Kriegs⸗Gericht in Nauplia, aus Grie⸗ bis zusammengesetzt, hat die Grie⸗ chischen Majors Sonnis und Deligiorgopulos, zwei mit Narben bedeckte Capitaine, zu einem Jahr Ge⸗

Jener war angeklagt durch den General Gefechte mit den Mainoͤtten seine Stellung

chischen und fremden Offizieren

aus dem Freiheitskriege föngniß verurtheilt. hmalz, daß er im oyhne Noth verlassen, und dadurch den Ruͤck beigefuͤhrt habe; dieser, daß er mit einer darmen in Arkadien, hatte entwaffnen lassen.

ug

Die J

dem Franzoͤsischen steht,

das Grieck ische uͤbersetzt worden sey.

Inland.

Bevrlin, 6. Januar. Gisellschaft am Zten d. M. über einzelne Punkte vor.

ö

trug Herr

Herr Ingen. Geograph Wolff sprach

ihm entworfene Karten vom Schwarzwald und Wuͤrttemberg, Profilen in eigenthuͤmlicher Darsteslungs⸗ nsicht vorgelegt wüurden. Herr Prof. Zeune

nebst dazu gehoöͤrigen weise, welche zur X theilte mehrere Beispiele von Einsenkungen Schwaben mit, und knuͤpfte daran lln und die Rennbahn des Achilles, welche

ein Probeblatt einer neuen ausfuͤhrlichen Schedirs vor, uͤber deren Herr Dr. Mäͤdler gad

Karte

vom Herrn Mindin dessiné par Mr. de Kittlitz, Luͤtke gehoͤrig.

Wilwitz. „Wir berichteten vor einiger DBuͤttern,“ sagt die Koͤlnische Zeitu

Stolberg in Frankreich im Departement ber

ösegten sey. Die Achener

llichene der Graf Ferdinand des beruͤhmten, Friedrich Leopold zu Stolberg war. des letzten Sommers auf dem Gute

Sachsen, auf.

Dienste dem Don Carlos

Thron Spaniens er fuͤr gerecht hielt.

sehr gut aufgenommen. Nach

einer entzuͤndlichen Krankheit

seindlichen Ueberfalls wegen uͤber die Graͤnze

Franzoͤsische Dorf Gare gebracht, wo er nach 12taͤgigem Kran⸗

kenlager im 35sten Jahre seines Alters starb. seine Geschwister und viele Freunde trauern um

In Koͤnigsberg in Pr. wurden im verflossenen Kir⸗ chensahre 2071 Kinder und zwar 1054 Knaben und 1017 Magd⸗ chen geboren; dagegen starben 2517 Personen, worunter 1304 Es sind also 446 Unter den Gebornen befanden sich 405 uneheliche Kinder, so daß fast jedes

maͤnnlichen und 1213 weiblichen Geschlechts. mehr gestorben als geboren. 18 Zwillingspaare und

die dort ausgeschifft werden, bis Stadt gegen das Dezemberwetter zu

Gesuche an das Ministerium des Innern we⸗

btheilung von Gen⸗ von den Insurgenten umringt, seine Leute ournale beklagen sich bei dieser Gelegenheit, daß das Griechische Militair unter einem Codex, den es nicht kennt, da er gar nicht in

In der Sitzung der geographischen lLinding Bemerkungen des eeganc⸗ und seine Seitenthaͤler

Bemerkungen uͤber die In⸗ zu anderweitigen Mitetheilungen uͤber den Gegenstand fuͤhrten. Herr Prof. Rit⸗ ter las darauf eine Abhandlung uͤber die Malaven, und legte dann

Bearbeitung er Erlaͤuterungen gab. eine Zeichnung des Jupiters mit seinen jetzigen Flecken, und erläuterte dieselbe. Als Geschenk ging ein: der Atlas du vovyage autour du monde, zur Reisebeschreibung des Captt. Ferner von dem Herrn Verfasser: stische Karte von Nord⸗Deutschland von Herrn v. Clemens⸗

Zeit nach Franzoͤsischen ng, „daß ein Graf von Nieder⸗Pyrenäen Zeitung meldet nun, daß der Ver⸗ Alfred von Stolberg, bekanntlich im Jahre 1819 gestorbenen Grafen Er hielt sich einige Monate seiner Mutter, Brauna in Im August ging er nach Spanien, um seine anzubieten, dessen Anspruͤche auf den Er ward von demselben 2 Monaten aber ward er von befallen, und bald darauf eines

um Trans⸗ schüͤen⸗

errichtet werden.

ten fuͤnf ein Alter von uͤber 100 Jahr alt.

24,230 G noversche, 21 Däͤnische, 15 sche, 2 Amerikanische, 11

gen, Thran u. s. w., der Division her⸗

Holland, 75 nach

ten, Mehl (nach Rußland), Wicken (nach England),

fuͤnfte Kind ein uneheliches ist.

diverse. ren 270 beladen und zwar 102 mi

28

Von

91 bis 100 Jahren und zwei wurden

Getraut wurden 563 Paare.

Im verflossenen Jahre sin) in Pillau 359 Schiffe mit ast eingekommen und 366 Schisse mit 25,356 Last aus⸗

gegangen. Von den eingekommenen Schiffen waren 122 Preußi⸗ 32 272

sche, 71 Niederlaͤndische, 61 Nordische,

von den

England, 39 nach Norwegen, 35 land, 10 nach Hamburg u. s. w. welche ausgefuͤhrt wurden, waren: Rußland), Borsten, Erbsen und Bohne England), Flachs, Flachsheede, Federn, Hanf, Hanfheede, Haͤute und Felle,

Asche,

24 Englische, 21 Han⸗ Schwedische, 7 Hamburger, 4 Russi⸗ Von diesen 359 Schiffen wa⸗ t Stuͤckgut, 100 mit Heerin⸗ 24 mit Salz, 22 mit Eisen, und 22 mit verschiedenen Waaren. Unter den ausgegangenen Schiffen waren 79 mit Ballast; Die bedeutendsten Waaren, Branntwein (einzig nach n (diese letzten nur nach

Leinsaat, Leinwand, Mat⸗ ), Oelkuchen (nach England), Roggen, Waizen und Knochen (nach England).

en Gestorbenen erreich⸗

7 27.

Span. 5 8

1 231. 23;.

Stahl w. Loose zu 100

andern gingen 86 nach nach Ruß⸗

58 Rente 27.

Aueswürtige Börse

Niederl. wirkl. Schuld 54 ½. 5 % do. 100 ½ Kanz-Bill. 24 ½ 4 ½ 8 Amort. 93 ⅛. 3 ½ 3 76 ½. 99 Preuvss. Prüm.-Scheine 109 do. 18 Anl. 99 ¹. Span.

Qestarr. 5 % Metall 100 12 100 *.

Anl. 94 ⅛. G. Holl. 5 % Oblig. v. 1832 97 ½½. 97 ½9. 68 ⁄. 5 88 Span. Kente 12 ½⅞ 42 ⅛. 3 % do. perp. 25 ⅛. 25 ½.

2 n 2

Amsterdam, 1 Januar. Auag. Sehuld J-- Russ. 98 . Oeataf

58 un

Antwerpen, 31 Dezember. 422 38 26 ½. Guebhard 41 ½. Zinsl. 13 ½. Cortes Frankfurt a. M., 3. Januar. 4% 92½. 92. 3 Bank-Actien 1545. 1544. Part.-Oblig. 139 ½. 129 G. 214. G. Preues. Präm -Sch. 61. 60 ½. do. Poln. L. oosg 9

88

Paris. 31. Dezember. 106. 65. 38 do. 76. 90. 58 Neap. 93. 60. Ausg. Span. Schuld —. 2 ½ 9 Holl. 54. 25.

Garn, Gerste, Hafer,

1835. 5. Januar.

uͤber einige von Morgens

6 Uhr.

Meteorologische Beobachtung.

Nachmitt. Abends 2 Uhr.

10 u

Nach einmaliger

Beobachtung. Pas de deux

br.

Luftdruck. Luftwaͤrme Thaupunkt Dunstsaͤttg. Wetter...

+ 0, ° R. 1, 6 °R 84 vCt. heiter. OSO.

des Bodens in

Wolkenzug von Ungarn von 1

344,⸗ 8 Par. 344,7 4 Par. 344,2 s Par [Quellwärme 7,s * R. + 1,2 *R. 1,9 * R. 1 77 vCt. heiter. SO. SO.

heit

0,3 °R. 3, 0°R 79 pCt.

muͤller. Zum Flußwärme 0,2 °R. Tagli l. Zeodenwarme 2,0 °R. Ausdünst. 0,0 3 5 ‧Rh. Kiederschlag 0.

K

er.

die geogno⸗

Berliner Den 6. Januar 1835. Amtl. Fonds- und Geld-Cours-Zettel. (Preuss. Cour.)

ranxeeas aKSeRcS-Een en

B 5

St.-Schuld-Sch. à 100 ¼ Pr. Engl. Obl. 30. 4 906 ¾ Präm. Sch. d. Sech. 62 Kurm. Obl, m. J. C. 100 Neum. Int. Sch. do. 993 Berl. Stadt-Obl. 991 Königsb. do. Elbing. do. ¹ Dauz. do. in Th. Westpr. Pfandbr. 4 e Pos. do. 4

877 35 ½ 61 552

99¾

ein Sohn

38 0¹½ 102z 102 ¼

Pomm.

Kur- u. N Schlesisc KAkst. C. d

Holl. voll

Disconto

Ostpr. Ffandhr.

Z.-Sch. d. K.-u. N.

Neue Friedrichsd'or ..

rs e.

lara Stich:

Freitag, Bellini.

Fꝗv,urese

Zf Erif eli.

G Koͤnigliche Schauspiele. Mittwoch, 7. Jan. Im Schauspielhause: Schauspiel in 5 Abth., von Goethe.

In Potsdam. wetter, musikalisches Quodlibet in 2 Akten. Akt vom reisenden Studenten: von Mad. Taglioni, Dlle. Galster und Herrn Taglioni. „ausgefuͤhrt von Dlle. Amiot und Herrn Sul

Torquato Tas Der reisende Student, oder: Das Donme

1) Pas de Shawl, ausgefic

Schluß: Amors Triumph, anakreontisches Dih

tissement, (um Kostuͤme der Zeit Ludwigs XV.) von Herrn Musik von H. Schmidt.

Mittwoch, 7. Jan. Der boͤse Geist Lumpacivagabundus ah Das liederliche Kleeblatt, Donnerstag, 8. Jan. Zum erstenmale wieder Trauerspiel in 5 Akten, von Grillparzer. (Mad. Crelinger, ofschauspielerin: Sappho; Dlle. Bertha Stich:

Zauberposse mit Gesang in 3 N.

olt: Sapph Eucharis; D Musik w

Melitta, als letzte Gastrollen.) 9. Jan. Norma, Oper in 2 Akten.

1017 1007 166 ½

100 ¾ 106 ½

do. eum. do. he .K.-u. X.

106 ½ Zu Land

kleine Gerste 1] W. Duk. do.

17. 18; 50

Wechsel-Cours.

vorenss. Cour.

Erief weli Sgr. 6 Pf.

Amsterdam

dito Hamburg.. dito London Paris Wien in 20 Xr.. Augsbur Bréslau 8 Leipzig Frankfurt a. M. WZ Petersburg Warschau

in das naͤchste

Seine Mutter, ihn.“

Kurz

Ku

2 7. Kurz Mt. Mt. Mt. Mt. Mt. Mt. P re 2 Alt5 3 W'och

(805— 140 ¾

152½ 1518

6 243 80 ½½ 104 103⁄ 9988 1822 ¾ 103 ¼

10 0 b- 10 &* 72

20 9,

16 Sgr. 11 Pf.; Roggen 1 9 Sgr.; grotße Gere; Rthlr. 5

auch 20 Sgr. 8 Pf.; Erbsen 1 Rthlr. Zu Wasser:

Sgr. und 1 Rthlr. pf

8 1 Fent. 2 Sgr. 6 2 ; 11 e Gerste 1 Rthlr. 6 Sgr. 3

au Rthlr. 5 Sgr.; Hafer 22 Sgr. 6 Pf., auch 21 2

Erbsen 1 Rthlr. 22 Sgr. ge e Pf. Sgr.

Das Schock Stroh 6 der Centner Heu 1 Rthlr.

Markt⸗Preise vom Getralde.

Berlin, den 5. Januar 1835.

Weizen 1 Rthlr. 27 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rtil

Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthl⸗ Sgr., auch 1 Rthlr. à Sg.

Rthlz.; Hafer 27 Sgr. 6 9%

f 17 788 6 Pf.

Weizen (weißer) 2 Rthlr., auch 1 Rthlr.?

17 Sgr. 6 3 Roggen 1 Rthlr. 15 S

e:

Rtylr. 6 Sgr., auch 1

6 Pf.; (schlechte Sorte) 1 Rthlr.]

Sonnabend, den 3. Januar 1865. Rthlr. 15 Sgr., auch 5 Rthlr. 15 Sar 2 Sgr. 6 Pf., auch 15 Sgr.

2 b—

Bekanntmachungen.

Fb91116

A g Alle dieienigen, welche an die Verlassenschaft des

unltangst zu Ahrensbagen verstorbenen bisherigen dor⸗ tigen Predigers A. A. Hennings, die von den Kin⸗ dern und Erben desselben nur enm beneficio legis ot inventariir’angetreten ist, aus irgend einem Grunde Rechtens Forderungen und Anspruͤche haben, wer⸗ en auf den Antrag der Beneficial⸗Erben hiermit eladen, solche am 16. Dezember d. J., oder am 5. oder aber am 20. Januar k. J., Morgens 10 Uhr, voor dem Koͤnigl. Hofgericht speciell anzuzeigen und u verisiciren, bei Strafe der am 26. Februar k. J soas gegen sie zu erkennenden Praͤcluston.

„Datom Greifswald, den 19. November 1834. Koͤnigl. Preuß. Hofgericht von Pommern und Ruͤgen.

(I. S.) v Moͤller, Praeses.

Bekanntmachung

Das Etablissement des Krstorbenen Kaufmanns lacke im alten Theile der Neustadt, bestehend in K Hofraum

Wobn.⸗, Fabrik⸗, Wirtbschafts⸗Gebaͤuden, und Garten, welches zum Betriebe eines Fabrik⸗ Geschaͤfts oder auch zur Parzellirung geeignet und nach Abzug der Lasten auf 30,000 Thlr. Courant ge⸗ richtlich abgeschaͤtzt ist, soll in dem Termine den 17. Juni 1835, Vormittags 11 Uühr,

vor dem Herrn Kammergerichts⸗Assessor Nelz an hie⸗ siger Gerichtsstelle in meistbietend verkauft werden.

„Zugzleich werden die von Koͤpkenschen Erben, welche ibrem Aufenthalte nach unbekannt und fuͤr welche

zwei Groschen Erbenzins von einer Worthe, nebst Lehnsqualitaͤt im Hypotheken⸗Buche eingetragen sind, hierdurch zur Warnehmung ihrer Gkcchisams zu diesem Te mine vorgeladen.

Die Tare und Kauf⸗Bedingungen, so wie der neueste Hyvpotheken⸗Schein liegen in der Registratur

zur Einsicht bereit. Magdeburg, den 19. November 1834. Koͤnigl. Land⸗ und Stadtgericht.

Edietal⸗Citation.

Der Geng Zriedrich Heinrich Gottkieb Rahleubeck

aus hiersiger Stadt gebürtis, Sehn der vertorbene:

Ehelente Iohann Embert Rahlenbeck und Sibella Ma⸗

ria Ei sabeth, geborne Raylenteck, het seit jangen Jah⸗ reu und zwar feit dem 17. Februar 1807 von seinem Leben und Aufenthalte keine Nachricht gegeben. Der; selbe hat unter dem Namen F iedrich Pffuzfelder in der lesten Zeit gelebt, und der Verschollene sowohl, als auch dessen etwaͤ zuruͤckge?lassene unbekannte Erben und reymer werden daber auf den Antrag der Geschwi⸗ ster Rahlenbeck hierbdurch auf efordert, sich bis zu dem am 16. Abril 1835, Vormittags 10 Uhr, anstehen⸗ den Termine bei dem unterzei neten Gerichte schrift⸗

Allgemeiner

nothwendiger Subhastation

b

44½ . 9 8 9 4 Anzeiger fi lich oder peroͤnlich zu melden, widrigenfall; die To⸗ degerktarung auszesprochen und der Nachlaß den sich legstimirenden Erben uͤberlassen wird. Schwelm, den 3. Juni 1834. Koͤnigl. Land⸗ und Stadtgericht.

Bekanntmachung

Zum weitern Verkaufe der auf 10,556 Thlr. 17 sgr. 4 pf. landschaftlich abgeschaͤtzten, der Landschaft adju⸗ dicirten, im Graudenzer Kreise belegenen, adligen Skurgiewschen Guͤter, haben wir einen oͤffentlichen Licitations⸗Termin auf

den 28. Februar 1835, um 11 Uhr Vorm., auf dem hiesigen Landschaftshause angesetzt, zu wel⸗ chem wir Kauflustige mit der Versicherung hierdurch einladen, daß, sobald ein annehmliches Gebot ver⸗ lautbart worden, auf Nachgebote weiter keine Ruͤck⸗ sicht genommen werden soll.

Die Taxe und die Licktations⸗Bedingungen koͤn⸗ nen taͤglich in den Dienst⸗Stunden in unserer Re⸗ gistratur eingesehen werden.

Marienwerder, den 21 Decbr. 1834. dnigl. Provinzial⸗Landschafts⸗Direction.

Edictal⸗Citation.

Der im Jahre 1777 geborne und seit 1805 ver schollene Hans Christopb Fruch von Romnitz, sowie seine etwa zuruͤckgelassenen unbekannten Erben und Erbnehmer werden hierdurch aufgefordert, sich inner⸗ halb 9 Monaten, spaͤtestens aber auf den ö10. Oetober 1835, Vormittags 11 Uhr, in unserer Kanzlei hierselobst schriftlich oder persoͤnlich zu melden und weitere Anweisung zu erwarten, wi⸗ drigenfalls Hans Christooh Fruch fuͤr todt erklaͤrt und sein Nachlaß dem Koͤnigl. Fiscus als herrenlos zugesprochen werden wird.

Jauer in Schlesien, den 6. December 1834.

Gerichts⸗Amt Romnitz. Martini.

Ediectal⸗Ladung.

Im Jahre 1816 ist der Großherzogl. Equipagen⸗ Inspector Geiß dahier, und im Februar d. J. dessen Ehefrau Margaretha Barbara, geborne Bamhach, sohne Leibezerben und mit Hinterlassung eines ge⸗ meinschaftlichen Testaments, so wie verschiedener von zu demselben gefertigter Nachtraͤge ge⸗ 1 en.

Da die vorliegenden letztwilligen Verfuͤgungen von den hierorts bekannten Erben fuͤr guͤltig anerkannt worden sind, und zur Vertheilung der Masse ge⸗ schritten werden soll, so Eecb⸗ oder sonstige Anspruͤche an erheben wollen, hierdurch aufgefor gewisser

edachten Nachlaß ert, solche um jo

werden alle diejenigen, welche

ir die

cial⸗Senat

des landsch die

und

daß der Geistlichen Daß die tend den Krieages in Daß die

C. No. 63

den Coupons aufs; erste H.

der Judita

thum des

langen, Du

Die Gene at⸗ Viererien des landschaftlichen Credit⸗ Vereinz im Koͤnigreiche Polen macht zufolge Art. 124.

jeder zu 5000 Fl. so No. G zu 1000 Fi. mir den Coupons fuͤrs erstr

reite Halbjahr 1831, o sie auch 2 Coupon lum fürs erste Halb

Keieges verbrannt sein sollen.

und 121,833 vhne Coupons, jeder auf 1000 Fl., gehoͤ⸗ 2422, 3083

Eadlich daß die Pfandbriefe Litt. C. No. jeder zu 1000 Fl., Litt. E. No. 143,813, jeder zu 200 Fl,

gangen sein sollen. Da die Eigenthuͤmer obenbenanater Psanddriese ver⸗

den diejenigen Eigenthuͤmer, die zu sohnen Pfandbrie⸗

Preußisch

Großberzogl. Hofgerichts dahier anzu⸗ ruͤnden, als sonst ohne Testaments⸗

bestellte Commissair Balser, Hofgerichts⸗Seeretair.

Warschau, den 14. April 1834.

aftlichen Credit⸗Gesetzes bekannk: Pfandbriefe Litt. B. No. 1597 und 86 364, wie such der Pfandbrief Litt. C. Helbjahr 1830, fuͤrs erste und zweire 1, fürz erste und zweite Haldjahr 1832 fuͤrs erste Halbjahr 1833, und außeroem, Pfandbriefe Liun. C. No. 65,727, jahr 1829, gehoͤrens als Eigenthum der Stantstaus Glidzuiseki waͤhrend des letzte“ Nsandbriefe Litt. C. No. 13 289, 117,965 Maj wekischen Minorennen, waͤtzrend des die Erde veraraben, vernichtet wurdey. Pfandbriefe Liu. B. No. 993, 1218, 1285, 62 136, 86 584, jeder zu 5000 Fl., Litt. 241 und 108 797, jeder zu 1000 Fl., mit halbjahr 1833, als Eigenthum ällig verbronnt sein sollen. 6906, 14.393 137,093, 143,812, ed ohne Ceupons als Eigen⸗ Janatz Godleweki durch Zufall verloren ge⸗

Bergsohn zu

en Staaten. bei dem unterzeichneten Commissair, in der Com⸗ missionsstube zeigen und rochtlich zu beg Mucksicht auf sie der Nachlaß unter die Esrven vertheilt werden wird. 1. Daemstadt, den 22. December 1834. Der von Großherzogl. Hofgerichts⸗Extra⸗JFudi⸗

ssungen „uͤber die hoͤchst moͤgli und geistige Ausbildung des Menschen“ e die erste Vorlesung „uͤber Deutsch lanl ational⸗Bildung mit besonderer Bezit⸗ hung auf den Preußischen Staat“ Zum W sien der Wittwen und Waisen der im Jahre 189 bis 1815 gefallenen Vaterlands⸗Vertheidiger. Billete, Friedrichsstraße Nr. 156, 3 Treppen.

Üeʒʒʒem

Literarische Anzeigen.

Kunst⸗ Anzeige.

Das Faesimile der vorbandenen Original⸗Entwurfe⸗ Zeichnung von der eignen Hand Koͤnig Friedrich e Großen Majestaͤt zur Anlage von Sanssouci, a dem Unterzeichneten à 1 Thlr das Exemplar 9

che koͤrperliche

Jean Cabanis, Lindenstr. Nr. 61.

Das 8te (letzte) Heft der sechsten sehr verbesseum Auflage von

F E. Petri Handbuch der Fremdwoͤrte in deutscher Schrift⸗ u. Umgangsprache ist nun erschienen und in den Buchhandlungen fit Alle, die fruͤher Bestellung darauf gemacht hahen, noch im ersten Praͤn.⸗Preis von 2 Thirn. 20 sgr. /u bekommen. Der nunmehrige zweite Praͤn.⸗Preis be⸗ traͤgt 3 Thlr. 15 sgr. bis Ende dieses Jahres De spaͤtere Laden⸗Preis ist 4 Thlr. 15 sqr. fuͤr 60 Vo⸗ gen engen Drucyr und schoͤnes bunden.

Dresden, den 20. Septbr. 1834.

Arnoldische Buchhandlung.⸗

(Vorraͤthig in Berlin bei Duncker & Hum Franzoͤs. Str. Nr. 20 ⸗.). 8 1

plicate der verlornen zu bekommen, so wer

fen einiges Recht haben koͤnnren, aufzesordert, sich binnen eines Jahres vog der ersten Puolication die ser

Bekanntma wendungen schriftlich ten Pfand Stelle die

Eigenthuͤmern ausaehaͤndigt. Der Praͤfident und Staats⸗Rath

chung an, mit ihren Forderungen oder Ein⸗ an die General⸗Dirertion in Warschau u melden; widrigenfalls werden die gedach⸗

riefe fuͤr verschollen erklart und anf deren verlangten Duplicate ausgestellt und den

J. Morawski.

Drewnowski.

ontag, den 16. Februar k. J. Vormittag⸗ 11 Uhr,

28

1

0„booo1N1R1166. Am 9. Januar wird der Professor Dr. stein im Saale

J. Ecken⸗ de Russie seine Vorle⸗

es Hôlol

1““

Von der im Verlage der unterzeichneten Buch⸗ handlung erschienenen:

Allgemeinen Garten⸗ vom Garten⸗Dir. F. Otto und Dr. erscheint jetzt der dritte Jahrgang und wil beute die erste Nummer ausgegeben. Alle Buch⸗ bandlungen des In⸗ und Auslandes, Zeitungs Etye⸗

ditionen und Post⸗Aemter nehmen auf dieselbe Bo stellungen an. Auch si b uf dies

Zeitung A. Dietrich,

ersten und zweiten Jahrganges vorrathig. Lolt⸗ pro Jahrgang von 52 Nummern in gr. aee

Berlin, den 3. Januar 1835. Naucksche Buchhandlung.

Nach dem uboͤch

Papier, in Pappe ge⸗ lehr erwuͤnscht war.

blot

ind noch einige Exemplare del

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St. Petersburg, 31. Dez. Se. Maj. der Kaiser habe durch einen am 19. November zu Kowno erlassenen Ukas Aller⸗ ochst zu befehlen geruht, daß der am 1. September 1833 aus⸗ gefertigte und bis zum 1. Januar 1835 guͤltige Ukas wegen zoll⸗ freier Getraide⸗Einfuhr aus dem Auslande nach allen Europaͤi⸗ chen Haͤfen und Zoͤllen des Kaiserreiches, in Beziehung auf die Haͤfen des Schwarzen Meeres, der Donau und des Azowschen Meeres, noch fuͤr das kuͤnftige Jahr (1835) in Kraft verbleibe.

Sonntag den 28sten d. M. haben der Fuͤrst Suzzo, außer⸗ ordentlicher Gesandte und bevollmaͤchtigter Minister Sr. Maj. des Koͤnigs von Griechenland, und Hr. Wilkins, außerordent⸗ licher Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister der Vereinigten Staaten von Nord Amerika, die Ehre gehabt, Sr. Kaiserl. Ho⸗ heit dem Cesarewitsch und Großfuͤrsten Thronfolger vorgestellt zu werden.

Die Professoren an der Universität Dorpat, Staatsraͤthe von Moier und von Struve, sind zu Wirklichen Staatsraͤthen befoͤrdert und der Kammerherr, Graf Bobrinski, ist zum Cere⸗ monienmeister des Kaiserl. Hofes ernannt worden.

Am 23sten d. M. starb hier zum allgemeinen Bedauern der Ober⸗Hofmeister des hiesigen Hofes, Praͤsident des Hof⸗Inten⸗ dantur⸗Comtoirs und Ritter verschiedener Orden, Dmitry Miko⸗ asewitsch Durnoff.

Aus den fuͤnf Bezirken des Jenißejskischen Gouvernements, dem Krasnojarsk'schen, Minußinsk'schen, Atschinsk'schen, Kansk'schen nd Jenißejst'schen, wird in Beziehung auf die diesjaͤhre Aerndte n der Landwirthschaftlichen Zeitung Folgendes berichtet: In diesen 5 Bezirken, wo die Zahl der Einwohner aus 59,370 männlichen und 69,139 weiblichen Geschlechts, zusammen aus 1192,509 Individuen besteht, belief sich die Winter⸗Aussaat auf 87,062, die Fruͤhlings⸗Saat aber auf 123,941 Tschetwert. Ge⸗ arndtet wurde in diesem Jahre von der Winter⸗Saat 221,727, vöon der Sommer⸗Saat aber 586,548, üuͤberhaupt 808,275 Tschetwert; Heu wurden gegen 15,738,737 Pud eingesammelt und an Kartoffeln erhielt man 19,676 Saͤcke. Die von unge⸗ üͤhr 3000 Seelen bewohnte Gegend von Turuchansk, wo wegen

des rauhen Klima's und des Bodens selbst kein Ackerbau ge⸗ trieben hen. erhaͤlt ihre Korn⸗Vorraͤthe theils durch Privat⸗

Unternehmer zu Wasser, auf dem Jenißej⸗Flusse, theils aus den Kron⸗Magazinen.“

Odessa, 19. Dez. Se. Maj. der Kaiser haben dem Ge⸗ eral⸗Gouverneur von Neu⸗Rußland und Bessarabien, Graf Woronzoff, erlaubt, den ihm von dem Koͤnige von Sardinien verliehenen und durch den Sardinischen General⸗Konsul zu Odessa, Herrn Milanta, eingehaͤndigten St. Lazarus⸗ und Mau⸗ itius⸗Orden erster Klasse anzunehmen und zu tragen.

Am 15ten d. begab sich der General⸗Gouverneur Graf Wo⸗ ronzoff in Begleitung des Vice⸗Admirals Lasareff, des Gouverneurs von Odessa und mehrerer anderen Personen an Bord des Dampf⸗ chiffs „Peter der Große“, dessen Ankunft aus England, wo es gebaut wurde, bereits gemeldet worden ist. Die Pruͤfung und Besichtigung desselben in allen seinen Theilen erregte die groͤßte Zufriedenheit, besonders von Seiten des sachverstaͤndigen Admi⸗ als. Man erprobte auch die Schnelligkeit des Schiffes und and die davon gehegten Erwartungen vollkommen gerechtfertigt, denn es legte 10 ½ Seemeilen in einer Stunde zuruͤck. Am Abend desselben Tages reiste der Vice⸗Admiral Lasates von hier wieder nach Nikolajeff ab.

Das hiesige Journal liefert nun auch eine detaillirte Beschreibung des zweiten der beiden, in einem neuerlich bei Kertsch aufgegrabenen Huͤgel gefundenen Sarkophage; er war dem ersten vollkommen aͤhnlich; man fand darin zwei große

truskische Urnen und eine Amphora zu Haͤupten des Todten, inen goldenen Lorbeerkranz, zwei Halsbaͤnder und kostbare Ohr⸗ gehänge, so wie eine Goldmunze, auf deren einer Seite der Kopf des Koͤnigs Philipp und auf der anderen eine gefluͤgelte Victoria mit der Umschrift: Baoneens dulernor. Der Verfasser des Schreibens, in welchem uͤber diesen Fund berichtet wird, ist der Meinung, daß dies nicht Koͤnigsgraͤber seyen, wenn die eichname auch Kronen auf dem Haupte truͤgen, sondern daß nur Sieger in den Olympischen oder andern Griechischen Spie⸗ en, die anfangs natuͤrliche Lorbeerkraͤnze, spaͤter aber goldene als Preis empfingen, darin bestattet laͤgen. Diese Meinung gruͤndet der Verfasser auf die zu einfache Beschaffenheit dieser arkophage in Vergleich zu andern, die man in derselben Ge⸗

gend entdeckt hat. Die Zeit des Todes jener Sieger glaubt er

n das dritte Jahrhundert vor Christi Geburt setzen zu koͤnnen, was er sowohlt aus den Muͤnzen als aus der schoͤnen Form der Uenen und Amphoren schließt. In der ferneren Umgegend von Odessa liegt schon hoher Schnee; hier aber hat es nur geregnet, was fuͤr das Erdreich Die Temperatur ist hier noch fast wie im NFrante sch 882 Paris, 31. Dez. In der gestrigen Sitzung des Pairsho⸗ es zeigte der Praͤsident an, daß es der Kommission an Zeit ge⸗ shlt habe, um die ihr aufgetragene vorbereitende Arheit zu vollenden, indem ihr nicht sogleich saͤmmtliche Aktenstuͤcke, deren e beduͤrfe, von dem General⸗Prokurator zugestellt worden seyen. Diese Arbeit wuͤrde aber am 5. Januar vorgelegt werden koͤn⸗ . zu. häslcens Tage demnach der Pairshof zusammenberufen worden ist. Der Finanz⸗Minister gab gestern bei der Vorlegung des Zudgets fuͤr das Jahr 1836 eine allgemeine Uebersicht uüͤber die Franzoͤsischen Finanzen. Er erklaͤrte zunaͤchst in Bezug auf das kats, Jahr 1831, daß im Laufe defelben mehrere unvorherge⸗ sehene Ausgaben noͤthig geworden waͤren, weshalb er

auf e den 3 nG inen

8 8.

Nachschuß von 11,429,000 Fr. antragen muͤsse; andererseits waͤ⸗ ren dagegen verschiedene dem Ministerium eroͤffnete Kredite un⸗ benutzt geblieben; da diese nun 12,170,000 Fr. betruͤgen, so stelle sich hiernach noch eine Ersparniß von 750,000 Fr. heraus. „Bevor ich Ihnen“, fuhr der Minister fort, „das Budget fuͤr 1836 vorlege, sey es mir erlaubt, eine Vergleichung zwischen den Ausgaben vor und nach der letzten Revolution anzustellen, um Sie in den Stand zu setzen, die seitdem eingetretenen Verbesserungen nach Gebuͤhr zu wuͤrdigen. Es ist uͤberdies wesentlich erforderlich, daß das Land uͤber das vorgeblich stets im Wachsen begriffene De⸗ ficit aufgeklaͤrt werde, das man ihm taͤglich vorhaͤlt. Ohne Zweifel kommen die Revolutionen den lebenden Geschlechtern theuer zu ste⸗ hen. Diejenige von 1830 erbeischte die Entwickelung einer impo⸗ santen militairischen Macht; man mußte die National⸗Unabhaͤngig⸗ keit und den Sieg der Ordnung sichern; die guten Buͤrger haͤben die hierzu erforderlichen Opfer willig gebracht; indessen ist auch die Regierung beharrlich bemuͤht gewesen, das Maß derselben allmaäͤlig zu mindern. Die gewoͤhnlichen Ausgaben, die sich im Jahre 1831 auf 1221 Millionen beliefen, sind im Jahre 1832 auf 1175, im Jahre 1833 auf 1152 und im Jahre 1834 auf 1031 Millionen re⸗ ducirt worden. Fuͤr 1835 werden sie sich wieder um 12 Millionen und fuͤr 1836 um 17 Milltonen vermindern. Was die außer⸗ ordentlichen Ausgaben betrifft, so haben dieselben seit 1830 un⸗ sere Einkuͤnfte um 917 Millionen uͤberstiegen, die durch außeror⸗ dentliche Einnahmen, namentlich durch den Verkauf von Wal⸗ dungen und die Eroͤffnung von Anleihen, gedeckt worden sind. Durch diese beiden Mittel ist allerdings eine Verminderung in der Einnahme und eine Vermehrung der Ausgaben entstanden. Beides zusammen laͤßt sich auf 42 Mill. annehmen, welche Summe den gewoͤhnlichen Lasten hinzutritt. Nichtsdestoweniger beträgt das Budget von 1836 weniger, als das letzte Budget der Restauration; denn im Jahre 1829 beliefen sich die Ausgaben auf 1021 Mill., waͤh⸗ rend wir von Ihnen fuͤr das k. J. nur etwa 1002 Mill. verlangen, ungeachtet der Effektiv⸗Bestand der Armee um 54,000 Mann und 10,000 Pferde staͤrker ist, als im Jahre 1820, und ungeachtet ver⸗ schiedene andere FeeZöö 25 Mill. besser dotirt wor⸗ den sind, als fruͤher. Aehnliches laͤßt sich von der Einnahme sagen. Im Jahre 1829 erklaͤrte der Finanz⸗-Minister, daß die Einkuͤnfte fuͤr die gewoͤhnlichen Ausgaben nicht mehr ausreichten, waͤhrend nach der Revolution die Steuern um 35 Mill. ermäaͤßigt worden sind und die Aufhebung der Lotterie eine andere Minder⸗Ein⸗ nahme von 10 Millonen erwarten laͤßt. Durch die Erhoͤhung der Personal⸗, Mobiliar⸗ und Thuͤr⸗ und Fenstersteuer ist die Ein⸗ nahme allerdings wieder um 22 Millionen vermehrt worden; indes⸗ sen ergiebt sich hiernach doch immer noch ein Steuer⸗Nachlaß von 23 Millionen. Also in der Ausgabe sowohl als in der Einnahme faͤllt der Vergleich durchaus zum Vortheile der jetzigen Regierung aus. Auch unser Kredit befestigt sich je mehr und mehr. Die Rente erhaͤlt sich auf einem hohen Stande, und die Kapitalien fließen dem Schatze in solchem Ueberflusse zu, daß ein sofortiger Bedarf von 100 Millionen uns gar nicht in Verlegenheit setzen wuͤrde.“ Der Mi⸗ nister kam hiernaͤchst auf das Budget von 1836 zu sprechen. Nach einigen Bemerkungen uͤber die oͤffentliche Schuld, und namentlich uͤber die schwebende im Betrage von 546 Millionen, die der Minister allmaͤlig zu konsolidiren vorschlug, ging er die einzelnen Etats der verschiedenen Ministerien durch. Fuͤr das Justiz⸗Ministerium werden nicht unbedeutende Zuschuͤsse verlangt, z. B. ein Zuschuß von 72,000 Fr. fuͤr den Staats⸗Rath, ein zweiter von 172,000 Fr., um das Gehalt der Raͤthe beim Cas⸗ sationsbote wieder von 12,000 Fr. auf 15,000 zu erhoͤhen. Eine gleiche Gehalts⸗Zulage sollen auch die Raͤthe beim Rechnungshofe erhalten. Fuͤr den Kultus wird ein Zuschuß von 698,500 Fr. be⸗ gehrt. Die brantragten Ersparnisse belaufen sich dagegen bei diesem Ministerium nur auf etwa 13,700 Fr. Das Ministerium der aus⸗ waͤrtigen Angelegenheiten 1g bloß einen Zuschuß von 25,000 Fr. zur Besoldung eines Konsuls in Manilla. Der Etat des Ministeriums des oͤffentlichen Unterrichts stellt sich um 700,000 Franken hoͤher, als fuͤr 1835, jedoch wird hier⸗ durch keine etgentliche Mehrausgabe herbeigefuͤhrt, da eine gleiche Summe von dem Budget des Ministeriums des Innern abgesetzt werden soll. Dieses letztere Budget wird dagegen wieder mit einer Summe von 220,000 Franken fuͤr einen Bruͤckenbau und eine milde Stiftung belastet. Der Etat des Han⸗ dels⸗Ministeriums bleibt unveraͤndert. Der des Kriegs⸗Mi⸗ nisteriums soll um etwa 188,000 Fr. ermaͤßigt werden, so daß er noch 230 Mill. betruͤge. Die Ersparniß wuͤrde groͤßer seyn, wenn nicht fuͤr das naͤchste Jahr außerordentliche Ausgaben im Betrage von 5,790,700 Fr. hinzutraͤten. Einmal ist das Jahr 1836 ein Schalt⸗ jahr, wodurch eine Mehrausgabe an Loͤhnung von 317,000 Fr.ent⸗ steht. Es sollen 3 Feldlager errichtet werden, welche 625,000 Fr. kosten werden. Die Garnison von Ankona soll von dem Friedens⸗ auf den Kriegsfuß gebracht werden, was 219,000 Fr. kostek. Der Inaktivitaͤts⸗Sold ertordert nach dem Gesetze vom 19. Mai v. J. einen Zuschuß von 300,000 Fr. Fuͤr die Regiments⸗Schulen soll eine besondere Dotation von 135,000 Fr. ausgesetzt werden. Fuͤr die Remonte wer⸗ den 890,000 Fr. und fuͤr die Equipirung der Armec 581,500 Fr. verlangt. Fuͤr die Kolonisirung von Algier will man im Jahre 1836 2,670,000 Fr., d. i. 1,185,000 Fr. mehr als im l. J. verwen⸗ den, waͤhrend die Verwaltung der neuen Kolonie noch einen ande⸗ ren Zuschuß von 1,182,000 Fe. erfordert. Alle diese außerordentli⸗ chen Mehrausgaben sollen indeß durch anderweitige Ersparnisse ge⸗ deckt werden, so daß, wie gesagt, nur ein Zuschuß von 188,000 Fr. verlangt wird. Das Budget des See⸗Ministerlums ergiebt ein Minus von 600,000 Fr. im Vergleich zu dem dieszaͤhrigen, wofuͤr es 118 Schiffe mit einem Effektiv⸗-Bestande von 14,904 Mann in See haͤlt. Was endlich das Budget des Finanz⸗Ministeriums be⸗ trifft, so soll auch hier eine Ersparniß von 287,000 Fr. bewirkt wer⸗ den. Das gesammte Ausgabe⸗Budget fuͤr 1836 belaͤuft sich auf 1,001,904,935 Fr. Was die Einnahme hbetrifft, so sind derselben die 11 ersten Monate des Jahres 1834 zum Grunde gelegt worden. Die Grund⸗ steuer wird auf 252 Millionen, die Personal⸗ und Mobiliar⸗Steuer auf 52¼ Millionen, die Thuͤr⸗ und Fenstersteuer guf 26 Millionen, und die Patent⸗Steuer auf nahe an 30 Millionen berechnet. Die Einnahme bei dem Einregistrirungs⸗ und Hypothekenwesen schäͤtzt der Minister auf 162 ½ Millionen, und den Ert rag des Stempels auf 31 Millionen. Von den Domainen erwartet man nur noch eine Ein⸗ nabme von ,620,000 Fr. und von den Waldungen 18 ½ Millionen. Die Zoͤlle hatte man pro 1834 auf 100 Millionen veranschlagt; da sie jedoch nur 104 Millionen eingetragen haben, so werden sie fuͤr 1836 bloß mit 106 Millionen in Ansatz gebracht. Der Minister ließ sich bei dieser Gelegenheit ziemlich ausfuͤhrlich uͤber den Eingangs⸗Zoll vom fremden Zucker vernehmen, der von den Kolonieen fuͤr zu hoch befunden wird, eine Ansicht, die Hr. Humann nicht theilte. Die Salzsteuer wird auf 54 Mill. veranschlagt. Was schließlich die indirekten Steuern betrifft, so werden sie auf 187 Millionen berechnet. Die Gesammt⸗Einnahme betruͤge hiernach 994,985,897 Fr. und

Berlin, Donnerstag den 8ten Januar

wuͤrde also gegen die Ausgaben ein Minus von 6,919,038 Fr. bie⸗ ten, was hauptsaͤchlich dem Ausfall von 10 Millionen bei der Lot⸗ terie zuzuschreiben ist. Der Minister machte daher den Vorschlag, diese 10 Millionen aus dem Reserve⸗Fonds von 1833 zu entnehmen, so daß nach Abzug des obigen Minus noch ein Fonds von 3,080 962 Fr. uͤbrig bleiben wuͤrde, um die etwa zu hoch veranschlagten Ein⸗ nahmen zu decken. Herr Humann schloß seinen Vortrag mit fol⸗ genden Worten: „Der Finanz⸗Bericht, den ich Ihnen hier abstatte, meine Herren, scheint mir ganz dazu geeignet, Ihnen die Ueberzeu⸗ gung aufzudringen, daß von unserer Seite nichts verabsaͤumt wor den ist, um den Beduͤrfnissen und Wuͤnschen des Landes zu entspre⸗ chen, das, der Revolutionen muͤde, sich endlich nach einem festen Zustande sehnt, und sehr wohl einsieht, daß die Ordnung in den Finanzen die nothwendige Bedingung eines solchen Zustandes ist. Wir daben diese Bahn der Ordnung und der Sparsamkeit betreten; zahlreiche Verbesserungen sind bereits erzielt worden, und mit der Zeit werden wir deren noch wesentlichere erreichen, wenn das wach⸗ sende Vertrauen des Landes auch ferner den Staats⸗Kredit erhöͤht und die Quellen der dffentlichen Wohlfahrt befruchtet.“ 8

Es faͤllt allgemein auf, daß der Praͤsident des Conseils, Marschall Mortier, weder der vorgestrigen noch der gestrigen Sitzung der Deputirten⸗Kammer beigewohnt hat.

Ueber die letzte Unpaͤßlichkeit des Fuͤrsten Talleyrand giebt der Courrier frangais folgende, angeblich aus guter Quelle geflossene Details: „Als der Fuͤrst das Ende seines Urlaubs heranruͤcken sah, und sich uͤberzeugte, daß sein Gesundheits⸗Zu⸗ stand ihm die Ruͤckkehr nach London nicht gestattete, wollte er

wenigstens selbst seinen Nachfolger bezeichnen, und schlug den 8

Grafen v. Rayneval als den Mann vor, der am geeignetsten waͤre, ihn zu ersetzen. Er war nicht im Entferntesten auf Wi⸗ derstand gefaßt; um so groͤßer war sein Erstaunen, als man ihm eine ganz entschiedene Abneigung entgegensetzte. Eine etwas ausweichendere, aber eben so unerwartete Weigerung setzte man seinem Verlangen entgegen, den Herrn Bacourt, welcher seit mehreren Monaten als Geschaͤftstraͤger in London fungirt, 5 befoͤrdern. Eben so gereizt als uͤberrascht durch diese doppelte Niederlage, verließ den Herrn von Talleyrand sein gewoͤhnlicher Gleichmuth, und seine Aufregung war so stark, daß er sich nach der sehr lebhaften Unterredung, die er gehabt hatte, so unwohl befand, daß er nur mit Muͤhe seinen Wagen erreichen konnte. Zu Hause lag er lange Zeit in Ohnmacht, und fieberte darauf sehr heftig. Durch aͤrztliche Huͤlfe sind zwar die Symptome, welche seinen Freunden Besorgnisse einfloͤßten, in wenigen Ta⸗ gen beseitigt worden, aber man ist noch nicht ganz ruhig uͤber die Folgen, die in seinem Alter eine so heftige Aufregung ha⸗ ben kann.“ 8

Ein Privat⸗Schreiben aus Marseille vom 25sten d. M meldet den Tages üran erfolgten Tod einer Frau an der Cho⸗ lera. In einem spaͤtern Schreiben werden zwei andere Sterbe⸗ faͤlle angezeigt.

Nach Berichten aus Lyon ist man dort wegen des Aus⸗ bruches der Cholera in der groͤßten Bestuͤrzung; eine große An⸗ zahl Familien schickt sich an, die Stadt zu verlassen.

Aus Bayonne schreibt man vom 26. Dezember: „Mina erhaͤlt taͤglich so viele Verstaͤrkungen, daß es fast schmachvoll fuͤr ihn waͤre, wenn er nicht mit dem Anfang des Fruͤhlings seine Arbeit beendigte. Es kommen ihm nicht nur viele Truppen aus dem Innern zu, sondern man wirbt auch hier in Frankreich fuͤr seine Rechnung alle Franzosen, die der Sache der Koͤnigin die⸗ nen wollen, an, und bezahlt ihnen taͤglich 30 Sous; das Geld fließt aus dem Hause Ardouin in das Hauptquartier zu Pam⸗ pelona. Im Laufe des gegenwaͤrtigen Monats sind mehr als 14 Millionen dorthin gesandt worden, obgleich Herr Toreno keinen Anstand genommen hat, vor den Cortes zu versichern, daß die Anweisung fuͤr die Nord⸗Armee nicht 4 Millionen uͤbersteige. Alle Summen der schon bewilligten Anleihe koͤnnen nur bis zum naͤchsten Mai hinreichen. Eraso ist nach der großen Niederlage, die er bei Carascal erlitten haben sollte, mit seinen drei Bataillonen in das Bastan⸗Thal zuruͤckgekommen, wo er das Fort von Elisondo enger, als je, blokirt. Die telegraphischen Berichte von Bayonne uͤber die Ereignisse an der Graͤnze sind. eine wahre Spoͤtterei; denn Alles steht im Widerspruch mit dem Sinne desjenigen, was man uns von den Orten selbst, wo die Ereignisse statthaben, berichtet. Zumalacarregvy scheint nach der herben Lection, die er am 15ten den Generalen Cordova und Oraa gegeben, einen neuen Angriff so wenig zu fuͤrchten, daß er seine Streitkraͤfte getheilt und eine Kolonne nach der Provinz Alava, eine andere aber nach der Provinz Guipuzcoa gesandt hat. Diese (tztere hat den Auftrag, sich der kuͤrzlich aus Eng⸗ land fuͤr die Regierung der Koͤnigin angekommenen Flinten zu bemaͤchtigen. Herr Burgos, der in der Kammer der Proceres so schimpflich behandelt wurde, ist seit einigen Tagen hier.“

Großbritanien und Irland.

London, 31. Dez. Die Hof⸗Zeitung enzhielt geste Abend, wie zu erwarten war, die Proclamationen, wodurch das Parlament aufgeloͤst und neue Wahlen angeordnet werden. Außerdem meldet diese Zeitung nunmehr in offigteller Weise die Ernennung des Grafen von Haddington zum Lord⸗Lieutenant von Irland, des Viscount Caeilesea2— zum Vice⸗Kammerherrn, an die Stelle des Grafen von Belfast, des Viscount Hereford zum Capitain des Gendarmerie⸗Corps, an die Stelle des Lord Foley, des Herrn H. Corry zum Controleur des Koͤniglichen Haushalts, an die Stelle des Lord R. Grosvenor, und des Grafen von Chesterfield zum Ober⸗Jaͤgermeister, an die Stelle des Gra⸗ fen von Lichfield, so wie die Vereinigung des Letzternannten und des Grafen De Grey als Mitgliedern des Geheimen⸗Rathes.

Der Kabinets⸗Rath, welcher gestern Nachmittag im auswaͤr⸗ tigen Amte gehalten wurde, dauerte uͤber zwei Stunden. Der Graf von Haddington, der noch waͤhrend die er Sitzung von Brighton hierher zuruͤckkehrte, hatte bald darauf Unterredungen mit einigen Ministern.

Der zum Lord⸗Lieutenant von Irland ernannte Graf von Haddington, fruͤherer Lord Binning, soll, den Oppositions Blaͤt⸗ tern zufolge, weder einen bedeutenden Einfluß, noch ein großes Vermoͤgen besitzen. Graf De Grep, der jetzt an der Spitze der