sruͤchen genuͤgen konnte.
- 8.. 4 —,
vart. Doch hat sich allen Bannstrahlen Tribunale zum Trotz dies Trauerspiel, gödie des haͤuslichen Lebens nennt, auf der Buͤhne mit immer
hochgestellter kritischer das man mit Recht eine Tra⸗ seit einem halben Jahrhundert ruif 1 leicher Wirkung auf die Gemuͤther er⸗ balten, und, da es in der That eine Tragoͤdie des haͤuslichen Le⸗ veus ist, allen Theorieen, die das Familtenleben fur keinen der Traͤ⸗ goͤdie wuͤrdigen Gegenstand erklaͤren, einen nicht leicht abzuwei⸗ senden Einwurf entgegenstellt. Denn es ist hier ja nicht die Rede von der Wirkung es Zeit und Mode gemäaͤßen Produkts, das heute Wunder thut und morgen vergessen ist, sondern von der durch alle Wechsel des Geschmacks, alle Krisen der Empfindbarkeit funfzig Jahre lang bewaͤhrten, sich immer gleich bleibenden Wirkung. Selb
dem Enripides haben alte und neuere Kunstrichter darum seinen Kunstwerth zu schmäaͤlern gesucht, daß er auf das Gemuͤth gewirkt und nach dieser Wirkung gestrebt habe; aber Ref seinerseits hat sich in seiner Schaͤtzung dadurch nicht irre machen lassen, sondern viel⸗ mehr in der von Plutarch erzaͤhlten Thatsache, daß die sonst hart be⸗ dandelten Soldaten von Nicias zerstreutem Heere Gnade bei den Sici⸗ sianern fanden, wenn sie ihnen Verse von Euripides recitiren konn⸗ ken, und daß gewisse Attische Seefahrer, von Seeraͤubern verfolgt, nur unter gleicher Bedingung Eingang in ihre Haͤfen fanden, fuͤr einen unwiderlegbaren Beweis poetischer Kraft, die ja nicht im blo⸗ ten Selbstanschauen sich spiegeln soll, gefunden. — Die alte viel erprobte Wirkung fand denn auch heute „Kabale und Liebe“, so wenig auch die Vorstellung einzelner Rollen den gerechten An⸗ Von Madame Crelinger als Lady Mil⸗ ford hedarf es der Auszeichnung nicht: sie gehoͤrt bekanntlich zu ih⸗ ren Matadoren; und was ihre Tochter Bertha betrifft wenn Re
ferent sich ein jugendliches einnehmendes Bild der Louise malen follte, er koͤnnte kein entsprechenderes finden: und wie schien diese
Logise zu fuͤhlen, durch alle Grade der Empfindung hindurch, bis
rer Sterbe⸗
zu ihren Foltern im dritten, ihrer Resignation im vierten, und ih⸗ be⸗Seene im fuͤnften Akt; sie war ganz in ihrer Rolle und druͤckte ihre Zustaͤnde durch ihre ganze aͤußere Erscheinung, Ton, Geberde und Bewegung mit einer Wahrheit aus, daß gewiß nicht den mitfuͤhlenden Zuschauern, am wenigsten denen, die unbefangen „Ka⸗
Hbale und Liebe“ zum erstenmale vorgestellt sahen, ein Mangel an
Energie Energie,
spiele genug sehen, ihr angezwungen haben wuͤrde.
des Tons bemerklich geworden seyn wird, eine ene die ja uͤberhaupt von einem jungen sechzehnjaͤhrigen Maͤdchen gar nicht Se ahn werden kann und nur eine das Wesen der Louise entstellende Affectation, wovon wir leider Bei⸗
Um es noch
elnmal zu wiederholen, von den Faͤhigkeiten, dem schoͤnen Naturell eines jungen sechzehnjaͤhrigen Maͤdchens haben wir eine Anschauung empfangen sollen, aber nichts Gemachtes, nichts den Stufengang der Bildung Uebereilendes, ihre physischen Kraͤfte vor der Zeit Ueber⸗
truͤgen, mit ihm. abermals empfunden, daß
bietendes; aber wohl aute erste Bildung dieses Naturells, und bei⸗ des hat Referent gefunden und Tausende, wenn nicht alle Zeichen Aber die andern Mitspieler betreffend, so hat Ref. die Darstellung des hoͤheren Drama's und
insbesondere der Tragddie uͤber die Kraͤfte der Talente dieser Buͤhne und
ihrer Bildung geht.
8 3 8
8 8 8* 9
8
ihre du! Dies soll keinesweges ein Tadel seyn; denn sie ist ia an diese Gattung der scenischen Spiele nicht gewiesen und eben darum auch nicht darauf eingerichtet. Genug, um nur einer der naͤnnlichen Rollen aus beiden in diesem Bericht er vaͤhnten Stuͤcken zu gedenken, hat der junge, faͤhige und in seinem Fach schon gebil⸗ ete Schauspieler weder als Phaon in der „Sappho“ noch als Ferdi⸗ and von Walter in „Kabale und Liebe“, tragischen Ton und tra⸗ gischen Geist verrathen. Bloß nach Graden gesteigerter Vortrag, bloße Lebhaftigkeit der Rede macht es nicht aus und beweist eben so wenig fuͤr Faͤhigkeit zur tragischen Darstellung, als der ge⸗ waltige Applaus der Menge am Schluß zweiten Akts, den die Situation selber herbeifuͤhrt, und der, so lange Re⸗ erent sich der Vorstellungen dieses Stuͤckes erinnern kann, auch einem Schauspieler jemals fehlte, der rohesten Kraft am wenigsten.
des
— Mad. Crelinger beschloß ihre und die Gastspiele ihrer Toͤchter,
nach ihrem stuͤrmischen Hervorrufen, unter andern mit den Wor⸗ ten: „daß sie sich bestreben wuͤrde, ihren Toͤchtern eine solche Grund⸗
lage der Bildung zu geben, die sie vor den beiden gleich gefaͤhr⸗
wahren koͤnne.“ Meeisters Lehrbrief:
. 8
ichen Klippen der Schmeichelei und des entmuthigenden Tadels be⸗
Wir sagen Amen und fuͤgen hinzu mit Wilhelm
oͤfsfnete Herr Deles
1835. Morgens 10. Januar.
6 Uhr. 2 Uhr.
Nachmitt.
Meteorplogische Beobachtung. Nach einmaliger Beobachtung.
Abends 10 Uhr.
schwaͤche, erwiederte der Redner, daß er bereit sey, nach beend tem Vortrage dem Herrn Minister die Namen dieser Person⸗ ins Ohr zu sagen, worauf Herr Humann sich im Vorap
Luftdruck.. Luftwärme Thaupunkt Dunstsaͤttg Wetter.. Wind.... Wolkenzug
330, 1 Par. + 2,7 ⸗°R. + 0,3 ‧°R. 82 pCt. regnig. W.
332,1 7 P *-
80 pCt.
WNW. WNW.
—
3,7 °R. + 1,1 °R.
halbheiter.
ar. + 1,2 °R. + 0,3 °R. 88 vCt. regnig. W. W.
lußwãärme
333, 8 7 Par [Quellwärme 7,8 °R.
Bodenwärme 2,2 °R. (Ausdünst. 0,03 1 Rh. oriederschlag 0,08° Rh.
verpflichtete, sie zu bestrafen. Herr Comte tadelte es, daß m das Gesetz vom 28. April 1816, das eben jetzt verlaͤngert me den soll, der Kammer nicht gedruckt mitgetheilt habe, da i großer Theil der Deputirten gar nicht wisse, worum es si v gentlich handle. Der Berichterstatter entgegnete darauf, daß st der Haupt⸗Inhalt dieses Gesetzes aus seinem Berichte ergee Es ließen sich sodann noch 3 Deputirte, theils fuͤr, theils vwjb
0,7 °R.
Luswärtige Rörsen. Amsterdum, 6. Januar.
Niederl. wirkl. Schuld 54 ½. Kunz-Bill. 24 ½ ½. 99. Pren . †
38 27
n.-Scheine 109 ½.
A ntwerpe 39 26 ½, 6
Neuap. —.
Span. 58% 44.
A11. do. Coup. 25.
Hamburg, Hope in Cert 97 ½.
Polu. 138 ¼.
Engl. Kuss. 102 ⅞, Portug. 83 ½¼.
Wien. 5.
58 Met. 99½ ½. 1834 563 ½.
Ba
4 ½ 92 „.
4 ½ 8 Amort. 935.
3 ½ 8 76 ⁄. Kuss. 98 ¾ do 42 Anl. —
n, 5. Januar. uebhard —. Belg 97 ½ 9. Januar. Prenss. Prüäm.-Secl Schatz-Oblig. —. 8 Jannar. nk-Actien 1285
Oesterr,
Neue
Span. 53 4428.
Linsl. 13⁄.
Sp,
die Verläͤngerung des Tabacks⸗Monopols vernehmen; ihre traͤge waren indessen von keinem erheblichen Interesse.
Bei der Deputirten⸗Kammer sind von allen Punkten Fmg reichs, namentlich aber aus dem Departement des Pas de 71 lais, Bittschriften gegen die Verlaͤngerung des Tabacks⸗Mongag eingegangen.
Die Gazette de France bemerkt, daß, wenn man der vorgestrigen Majoritaäͤt in der Deputirten⸗Kammer de Minister und die 12 oder 15 Koͤnigl. Kommissare oder Stum
Oesterr.
Cortes Bras. —.
rium ausgefallen sey.
Der Bischof von Montpellier, Maria Nicolas Four de La Contamine, ist ploͤtzlich in seiner Dioͤzese mit Tode ah gangen. Er war zu Gex am 27. Dez. 1760 geboren, und mithin 74 Jahr alt geworden. Auch der Abbé von La (
lein 0 7 eine 1211.
Anleihe v.
Koͤnigliche
Montag, 12. Jan.
III., Trauerspiel in 5 Abth., vo (Hr. Rott: Richard III.)
Dienstag, 13. Jan. Im 0
Schmidt.
par Scrihe. en 1 acle.
Mittwoch, 14. Jan. Im maͤdchen, Operette in 3 Abth. studirt.
Köoͤnigstaͤdtisches
Montag, 12. Jan.
verkehrte Welt, Burleske mit Gesang in 2 Ak
Vorher: Der Hagelschlag,
Dienstag, 13. Jan. rin, Schauspiel in 4 Akten, von Joni, als Gastrolle.)
Neueste N
Paris, 5. Jan. Ministern der Justiz,
Hessen⸗Rozenburg legt taͤgige Trauer an. Vorgestern war in den Tu nach dem „Journal de Paris“ lassen wurden. In der
„Die Kunst ist lang, das Leben kurz: aller An⸗
fang ist heiter, die Schwelle ist der Platz der Erwartung!“ — und
6 hpoffen vertrauend, ebenfalls mit den Worten dieses Lehrbriefes: „Die Hdͤhe reizt uns, nicht die Diefe!“ daß die Schwicrigkeit der
Stufen jene Kunstjuͤngerinnen nicht entmuthigen werde.
A. Kegebein, werden alle Diejenigen, welche an die
Verlassenschaft des Letzteren, namentlich an die Pach⸗
1
nachstehenden Termine, als:
Morgens 10 Uhr, vor dem Koͤnigl. Hofgericht sul,
hiermit geladen.
Nachbenannte verschollene Personen: 8
Rechtens, Forderungen und Anspruͤche haben, zu de⸗
ches am 9.
den wird, — mit Beziehung auf die den Stralsun⸗
— ½ —
8 ““
Bekanntmachungen.
Iug.
hier nach Auf den Antrag der Vormundschaft der nachge⸗
bäͤchters von Fritzow unlaͤngst verstorbenen J. D.
6)
tung des Guts Fritzow, aus irgend einem Grunde en Anmeldung und Beglaubigung in einem der am 5. und 26. Januar, d. 16. Febr. k. J,
raejudicio praeclusionis e† perpetui silentii. wel⸗
taärz k. J. erkaunt und vollzogen wer⸗ oder deren etwa
dischen Zeitungen in exteuso inserirten Proclamen,
Hatum Greifswald, den 29 Rovember 1834. vor dem Kreis⸗ Kdnigl. Preuß. Hofgericht von Pommern richts⸗Locale
und Ruͤgen. (L.
S.) v. Moͤller, Peaeses.
Bekanntmachung werden wird.
der Johann Daniel Siefert, der Sohn eines hiesigen Stadt⸗Chirurgus, geboren im Jahre 7760, welcher seit den Jahren 1782 oder 1783, als er als Apotheker⸗Gehuüͤlfe sich nach Polen der Rußland begeben, verschollen, und fuͤr welchen sich ein Vermoͤgen von circa 210 Thlr. in der hiesigen Deposital⸗Casse befindet: 2) der Johann Haase oder Hasse, am 11. Septbr. 1774 geboren, welcher im letzten Jahrzehent des vorigen Jahrhunderts als Chirurgus sich nach kLüͤbeck begeben hat, und nach der letzten Nach⸗ richt von dort nach Carlshafen sich hat begeben wollen, nach einem (Geruͤchte spaͤter als Arzt in daͤnischen Diensten, im Jahre 1804 oder 1805 aber im Mecklenburgischen gelebt haben soll, und fuͤr den ein Vermoͤgen von circa 23 Thlr. sich in der Deposital⸗Casse befindet: 3) ber Seiler⸗Geselle Johann George Littmann, een Sohn des Stellmacher Gottfried Littmann, geboren am 6. Septbr. 1780, welcher seit laͤn⸗ ger als 1809, wo seine Mutter verstarb schollen ist, und fuͤr den circa 9 Thlr sich in verfuͤgt werden. der Devposital⸗Casse befinden: ) der Tischler⸗Geselle Carl Friedrich Hoefler, im Jahre 1792 geboren, seit 1820 und laͤnger ver⸗ schollen, fuͤr den ein Vermoͤgen von circa 3 Thlr. sich in der Deposital⸗Casfe befindet;
8 8
Anna,
5) der Schuhmacher⸗Geselle Gottlieb
boren am 17. Februar 1787, welcher sich von ach Berlin begeben, und nach der letzten b b Nachricht im Jahre 1808 als Soldat in Col⸗ bliebenen minderjaͤhrigen Tochter und Erbin des als berg gestanden haben soll, und fuͤr den ein
Vermoͤgen von 13 Thlr. 19 sgr. deponirt ist;
der Soldat, nachmalige Ofsizierbursche Christian Friedrich Sanft von Isinger, geboren am 21. August 1775, welcher nach der letzten von ihm ertheilten Nachricht im Jahre 1816 als Fran zoͤsischer Krieasgefangener in Rußland zuruͤck behalten, und damals sich in Smolensk als Er⸗ zieher unter dem Ditel eines Collegien⸗Regi⸗ strators ernaͤhrte, und fuͤr den ein Erbtheil von 29 Thlr. deponirt ist,
und Erbnehmer werden hierdurch vorgeladen, sich vor, oder in dem auf den
1 A. Justizrath Lympius im hiesigen Ge⸗ 18⸗ anberaumten Termin persoͤnlich, oder schriftlich, oder durch einen Bevollmaͤchtigten zu melden, und sodann weitere Anweisung zu erwarten, widrigenfalls sie fuͤr todt erklaͤrt, 8 dden sich legitimirenden naͤchsten
Pyritz, den 14. August 1834. Koͤnigl. Land⸗ und Staͤdtgericht.
“ „Es werden hierdurch alle unbekannten Erben und Erbnehmer der am 23. Mai 1832 hieselbst als Gou⸗ vernante unverehelicht und ab imestato verstorbenen Charlotte Friedericke Josephine de Muciis, genannt Mouson oder Musso, zu dem auf den 18. Juli 1835, Vormittags um 10 Uhr, Behufs der Geltendmachung ihrer Erb⸗Anspruͤche im Gerichts⸗Lokale des unterzeichneten Stadtgerichts anberaumten Termine mit dem Bemerken vorgeladen, daß die Verstorbene eine Tochter des angeblich vor etwa 40 Jahren zu Hanau verstorbenen Mainzschen Haushofmeisters vor etwa 30 Jahren zu gebornen Erler, gewesen sein soll.
Sollte sich in und bis zu dem Termine Niemand melden, so wird der Nachlaß fuͤr ein herrnloses Gut „ver⸗ erklaͤrt, und in Folge dessen, was weiter Rechtens ist
Cösel, den 2. September 1834. Kdnigliches Preußisches Stadtgericht.
. Bekanntmachung. [Der dritte Termin zum öͤffentlichen Aufbot des
setzte sich dene Unterschleife und aufdeckte.
keine Personen
iger fuͤr die Preußischen
Peters, ge⸗ Gutes Grellenberg
zuruͤckgelassene unbekannte Erben
III8
und ihr Vermoͤgen Erben verabfolgt
Churfuͤrstlich Joseph Musso und dessen Coblenz verstorbenen Ehefrau
namhaft mache, das
Schauspiele. Im Schauspielhause:
n Shakespeare. Neu
Dpernhause:
Schauspielhause: Fanchon, das Leper⸗ Musik von Himmel. (Dlle. Gruͤnbaum: Fanchon. von Francarville. Dlle. Lentz; Adele.
Dlle. Lehmann:
Theater.
Das Koͤnigreich der Weiber, oder: Die ten, von Fr. Genẽée. Lustspiel in 1 Akt, von A. vom Thale. Zum erstenmale wiederholt: Die Moh⸗ (Mad. Birch⸗Pfeiffer:
——nnNNRNRAAAAanmmmmmehnlehheene
Ziegler.
achrichten.
Der Koͤnig arbeitete gestern mit den des Handels und des Innern. Wegen des Ablebens des Landgrafen Victor Amadeus von der Koͤnig vom Sten d. M. ab eine vier⸗
ilerieen große Cour, b wohl an 1200 Perso
heutigen Sitzung der Deputirten⸗Kammer er⸗ — paul die Debatte uͤber den Gesetz⸗Entwurf gegen die Verleͤngerung des Tabacks⸗Monopols. Derselbe wider⸗ einer solchen Verlaͤngerung, indem er zugleich verschie⸗ 71 und Betruͤgereien bei der Tabacks⸗Verwaltung , Aluf die Bemerkung des anwesenden Finanz⸗Mini⸗ sters, daß man durch dergleichen Beschuldigungen, sobald man Ansehn der Regierung
Koͤnig Richard
ragg, 1 1— Der reisende Stu⸗ dent, musikalisches Quodlibet in 2 Abth. Hierauf: Der
abend, komisches Ballet in 1 Akt, von Hoguet. Musik von H
Im Schauspielhause: 1) Le savant, vaudeville en 2 actes, 2) Le philtre champenois, vandeville comique
Herr Mantius: Oberst
pelle, ehemaliger Almosenier Ludwig's XVIII. und Carls] ist am 20ͤsten v. M., etwa 77 Jahr alt, hierselbst verstorhe
Der Graf von Argout hat vor einigen Tagen mit gluͤcklichem Erfolge die neue Operation der Lithotripsie (Om Zerhaͤmmerung) bestanden. Der Professor Le Roy deEtiole tete die Operation. Die Erfindung dieser Methode (die aphf schon hier in Berlin von Herrn von Graͤfe mit Erfolg an wandt worden ist) ruͤhrt bekanntlich von dem Baron von 9.⸗ teloup her.
Der ehemalige Deputirte, Herr von Trégomain, der laͤngst wegen des Verdachts der Theilnahme an der Chougmm verhaftet, und nach Pontivy gebracht wurde, ist nach dem ze ten Verhoͤre wieder in Freiheit gesetzt worden. 1
Der Moniteur enthaͤlt heute uͤber die Spanischen gelegenheiten Folgendes: „In einer Depesche aus Bayon vom 3ten wird berichtet, daß die Garnison von Irun eie Ausfall auf Vena gemacht und bei dieser Gelegenheit den e listen einige Leute getoͤdtet habe. Zwei Gefangene me den sofort erschossen. Zumalacarreguy steht in der Umgem von Vittoria, wo er sich bemuͤht, Rekruten auszuheben. 2 Carlos befand sich am 1sten in Iluici; er wollte sich bei he mit Guilbade vereinigen. Die Truppen der Koͤnigin sih fortwaͤhrend in der Gegend von Estella.“
einstudirt.
Polter—
Neu ein⸗
Florine.)
— Heute schloß 5proc. Rente pr. compt. 107. —. sin em 107. 25 3proc. pr. compt. 77. 15. fin cour. 77. 35., Föom Neap. pr. compt. 93. 70. fin cour. 93. 85. 5proc. Eà Rente 42 ½. Zproc. do. 27. Cortes 41 ½. Ausg. Span. 6 14 ¼. 2 ½proc. Holländische 54. 33. .
Frankfurt a. M., 8 Jan Oesterr. 5proc. Mu 100 ¾ 100 ¼. 4proc. 92 ⁄12 92 8ei. 2½ proc 54 ½ G. 1proc. 7 23 ½⅔½ Bank⸗Actien 1551. 1549 Part.⸗Oblig. —. —. Loose 100 Gulden 215 G. Preuß. Praͤm.⸗Sch. 61 ¾. 61 ½. do. 4 ta Anl. 94 ½ G. Holl. 5proc. Obl. von 1832 97 ½18½ 97 ½v. Poln Loose 69 ½. 69 ¼. 5proc. Span. Rente 42 ½ 42 ¾. Zproc. do. N.
ei welcher nen zuge—
Redactenr C0 ttel. 8 —ggggnnen,—
Gedruckt bei A. W
wi
am 31. d. M. stattfinden. Greifswald, den 2 Januar 1835. D r. C. Gesterding,
rd nicht am 24., sondern Bei Heinrich Richter in Breslau erscheint ist durch alle Buchhandlungen, so wie jede Kit Preuß. Post⸗Anstalt zu beziehen
Der 2te Jahrgang 1835
Namens der Verkaͤufer. von der, mit so unendlichen Beifall aufgenomme
1) das Erbzins⸗ und
4 Ackern 46 Ruth 20 sgr. 8 pf.,
an Gerichtsstelle in Dr bote zu thun, und we
waltet, des Zuschlags an den Bestbietenden gewaͤrtig
zu sein. Auf unbekannt
eintritt. Die Schaͤtzurk gistratur des Gerichts e
schaft
Ankuündigung. Ausgeklagter Schuldenhalber soll:
unter 10, geschaͤtzt auf 7760 Thlr. 4 sgr. 8 pf.; 2) ein besonderes Stuͤck Feld in dasiger Flur von
dffentlich verkauft werden. Kaͤufer werden geladen, dazu auf den 14 April 1835, Morgens 10 Uhr,
machende Personen haben sich laͤngstens im Termine zu melden, indem außerdem Verlust ihrer Anspruͤche
Droyßig, den 18. September 1834. Fuͤrstlich Reußisches Gericht der Herr⸗
Zeitschrift: Das Heller⸗Blatt oder
Magazin zur Verbreitung gemeinnuͤtzig Kenntnisse. Herausgegeben von einem Verein Gelehrten
In wöoͤchentlichen Lieferungen von 1 Bogen! auf Velin⸗Papier mit à bis 6 vorzuͤglichen E druͤcken, ist der Preis b
fuͤr das ½ Jahr oder 13 Nummern auf 10 sg. und der ganze Jahrgang bestehend in 52 Wolt⸗ Lieferungen, mit eirca 300 Abbildungen geschmi auf 1 Thlr. 10 sgr. gewiß allerbilligst festgesetzt.” den Koͤnigl. post⸗ Anstalten findet bei freier Pk dung eine Erhoͤhung von 2 sgr. pro Quartal iit⸗
Auch sind noch einige complette Exemplan! isten Jahrgangs pro 1834, elegant geheftet, zu! Preise von 1 Thlr. 10 sgr. zu erhalten.
Der große Absatz, welchen dieses Unternehmen allen Klassen gefunden hat, gewaͤhrt die Ueberzeun daß das Publikum gern auf diese Art der Belehrun weise eingeht, denn in der That wird durch den
Hintersaͤttlergut zu Waldau
en, geschaͤtzt auf 1248 Thlr Zahl⸗ und besitzfaͤhige oyßig zu erscheinen, ihre Ge⸗ un sonst kein Hinderniß ob⸗
e, dingliche Rechte, Anspruch⸗
unde kann taͤglich in der Re⸗ ingesehen werden.
Droyßig.
mʒen
handlun
oder allgemeines koͤrperlichen Verhaltens stande fuͤr
Alter erhalten und bew sie mildern und heben mann, ausuͤbenden Ar
zu 6 Bogen in gr. Lex nen⸗Papier, zweispaltig gedruckt. Preis Thlr. Das Ganze wird aus 8 bis 9 Lieferungen beste⸗ 2 *
hen die in Zeitraͤnmen
gegeben werden.
Literarische Anzeigen. Aeußerst nuͤtzliches Werk fuͤr Jedermann. So eben ist in Baumgaͤrtners Buchhandlung in Leipzig erschienen und an die Stuhrsche Buch⸗ zu Berlin, Schloßplatz Nr. 2, wo auch Probehefte zur Ansicht bereit liegen, versandt worden:
Encyecelopaͤdie der Diaͤtetik He t8.
Ein vollstaͤndiges Real⸗
Jedermann, fuͤr jedes Alter, Tempera ment, Geschlecht, jeden Stand und alle Verhaͤltnisse des Lebens. Ein Volks⸗ und Huͤlfsbuch zum augen⸗ blicklichen Nachschlagen und zur steten Belehrung wie man Gesundheit und Leben bis zum spaͤtesten
xvn
ligen Preis, es auch dem Unbemittelten moͤglich, in allen Zweigen des Wissens zu bereichern und bei auch angenehm zu unterhalten! —
Die Enslinsche Buchhandlung (Ferd M. ler), Breitestraße Nr. 23, in Berlin, und die goczysche Buchhandlung in Prenzlau empfiehlt zur Uebertragung von Bestellungen und liegen selbst auch Probe⸗Nummern zur Ansicht
Gesundheits⸗Lexicon. “ Woͤrterbuch des geistigen und 6, verkauft: im gesunden und kranken Zu⸗ Goͤthes Werke, 55 Bde, gr. 8vo., neueste
lage, 33 Thlr. und nimmt dagegen aͤltere
gaben in Zahlungsstatt. Conversations⸗Lexicon, 8te Auflage /
12 Bde. 16 Thlr., dasselbe neuster Zeit, 49
8 Thlr., wobei ebenfalls aͤltere Ausgaben
der Zahlung angenommen werden. Deseripuon de la France (La Borde.) 10
Fol., m. 6 — 700 ausgezeichneten Kpfrn, dh
wasserfl. Ldpr. 200 Thlr. fuͤr 25 Thlr. Hamilton recueil de gravnres des vases Fol. arec. 180 Fig. 12 Thlr.
ahren, Krankheiten vorbeugen, kann, von Dr. J. A. Hoff⸗ zt zu Dresden. 1ste Lieferung icon⸗Svo. auf feinen Mascht⸗ anl!
von jedesmal 6 Wochen aus
Vor
eine bestimmte Wahl
reuß
11“ 8
2 88
Allgemeinse
Raͤthe abrechne, die eigentliche Majoritaͤt gegen das Minst
Im Bezirke der Koͤnigl. Regierung zu Erfurt ist der evangelische Pfarrer zu Dachwig, Karl beinrich, zum Diakonus an der Prediger⸗Kirche zu Erfurt nannt worden. “ 8 —
———
Abgereist: Der General, Major und Commandeur der en Infanterie⸗Brigade, Freiherr von Luͤtzow, nach Glogau.
1““
Zeitungs⸗Nachr
Frankrelch.
Paris, 5. Jan. Aus den Antworten, die der Koͤnig den rschiedenen Behoͤrden ertheilte, welche ihm am 1sten d. M. ren Gluͤckwunsch zum neuen Jahre darbrachten, heben wir ach diejenige an den Praͤfekten des Seine⸗Departements, Gra⸗
von Rambuteau, hervor, der das Wort im Namen der neu⸗ waͤhlten Magistrats⸗Mitglieder fuͤhrte: „Ich empfange stets it einem lebhaften Dankgefuͤhle“, sagte der Koͤnig, „die Wuͤn⸗ he des Stadt⸗Raths von Paris, meinem Geburtsorte, dem ich e ganz besondere Zuneigung gewidmet habe, und die er auch ppelt verdient, einmal wegen der Anhaͤnglichkeit, wovon er mir viele Beweise gegeben, und zweitens, wegen des maͤchtigen Beistan⸗ s, den ich seit 4 Jahren immer bei ihm gefunden habe, sobald es sich rum handelte, die oͤffentliche Ruhe zu sichern, unsere Institu⸗ bnen zu vertheidigen, und Frankreich vor der Geißel der Anar⸗ ie zu bewahren. Ich schaͤtze mich gluͤcklich, daß die Stimme rer Mitbuͤrger Sie auf's neue zu den Posten berufen hat, fwelche mein Vertrauen Sie gestellt hatte. Diese Zustim⸗ ung wird ohne Zweifel ein Beweggrund mehr fuͤr Sie seyn, ebisher von Ihnen eingeschlagene Bahn unablaͤssig zu ver⸗ igen und auf diese Weise Ihre Amtspflichten wuͤrdig zu er⸗ ülen. Wir wollen hoffen, daß der Friede dieser großen Stadt inführo nicht wieder gestoͤrt werden, und daß nichts mehr ihre rtscheitende Wohlfahrt stoͤren wird, vorzuͤglich aber, daß wir ins nicht ferner genoͤthigt sehen werden, zu Gewalt⸗Maßregeln sere Zuflucht zu nehmen, um das Reich der Gesetze und die ufrechthaltung der oͤffentlichen Ruhe zu sichern. Dies ist der ebste Wunsch meines Herzens.“ — u .
Das Journal de Paris sucht die geringe Majoritaͤt bei r Abstimmung uͤber den Gesetz⸗Entwurf in Betreff der 360,000 Fr. r den Gerichtssaal des Pairshofes auf folgende Weise zu er⸗ üͤren: „Man erinnert sich, daß ganz kuͤrzlich in den Bureaus er Deputirten⸗Kammer die Vorlesung verschiedener Amnestie⸗ orschlaͤge mit einer ungeheuren Majoritaͤt verworfen wurde. vorgestern ist der Entwurf zum Bau eines provisorischen Saa⸗ s fuͤr den Pairshof mit einer weit weniger starken Majoritaͤt nehmigt worden, und die Journale der Opposition bemaͤchtigen
ichten.
nd.
aich dieser Thatsache, um dem Publikum einzureden, daß die Ge⸗
mnungen der Kammer sich in Bezug auf die Amnestie wesent⸗ ch geäͤndert haͤtten. Diese Auslegung des vorgestrigen Votums ar leicht vorauszusehen; es ist aber eben so leicht, ihr zu be⸗ gnen. Nichts ist in der That einfacher, als die Art und Weise erklaͤren, auf welche sich jene Minoritaͤt von 181 Stimmen, rch deren Erscheinen die Opposition selbst so uͤberrascht worden ‚gebildet hat. Die Regierung hatte zwischen den beiden Ent⸗ uͤrfen uͤber den provisorischen und uͤber den definitiven Bau getroffen; es genuͤgte ihr, daß man er Pairs⸗Kammer die materiellen Mittel verschaffte, den hr zugewiesenen Prozeß zu verhandeln. Ob die Kam⸗ er sich nun fuͤr die Bewilligung der 360,000 Fr. oder r 1,280,000 Fr. entschied, dabei war die Politik des kabinettes auf keinerlei Weise interessirt. Selbst den entschie⸗ bensten Anhaͤngern jener Politik stand es vollkommen frei, nach Gefallen zu waͤhlen, ohne daß ihr Votum die Regierungs⸗Frage efaͤhrdete. Dies ist der wirkliche, der augenscheinliche Grund nes Anwachsens der Minoritaͤt. Es wuͤrde uns leicht seyn, amen von Deputirtan, die entschieden gegen die Amnestie sind, nennen, welche, das System der Kommission dem der Regie⸗ ung vorziehend, geglaubt hatten, dieser Meinung treu bleiben, nd deshalb gegen den Bau eines provisorischen Saales stimmen u muͤssen; sie haben dies mit um so groͤßerer Sicherheit thun nnen, als die Gesinnungen der Kammer uͤber die politische Frage nicht zweifelhaft waren und ihnen keine Besorgnisse uͤber as Resultat der Abstimmung einfloͤßen konnten. Dies ist, wir diederholen es, die wahre und einzige Ursache jener starken Minoritaͤt.“
Im Courrier frangais liest man: „Seit der Absen⸗ ung der Depeschen nach Neapel, welche dem General Seba⸗ jani seine Ernennung zum Botschafter in London anzeigen, hat as Ministerium in Bezug auf diese Wahl einige Bemerkungen es Englischen Kabinettes erhalten, so daß es nicht unmoͤglich baͤre, daß in dem Augenblick, wo die Annahme des Herrn Se⸗ astiani in Paris eintraͤfe, man schon entschieden haͤtte, daß jener osten durch einen andern Diplomaten besetzt werden solle.“
Nachdem die Strafe des National, welche sich mit Ein⸗ chluß der Kosten auf 11,000 Fr. belaͤuft, durch die Subscriptio⸗ en gedeckt worden ist, werden die mehr eingehenden Summen, er Bestimmung jenes Blattes gemaͤß, unter die politischen Ge⸗ angenen vertheilt. Gestern betrug dieser Ueberschuß bereits 8* so daß also bis jetzt im Ganzen 18,184 Fr. eingegan⸗ en sind.
Im verflossenen Jahre ist die Zahl der auf den len heatern aufgefuͤhrten neuen Stuͤcke ungleich geringer gewesen, ls fruͤher. Im Jahre 1831 belief sie sich auf 272; im Jahre 832 auf 258; im F. 1833 auf 219; im Jahre 1834 auf 287. Die meisten Stuͤcke hat im vorigen Jahre Herr Ancelot
——
geliefert, naͤmlich 12. Herr Scribe lieferte deren nur 8, rend er es im Jahre 1833 auf 17 gebracht hatte.
Großbritanien und Irland.
London, 6. Jan. Der Herzog von Cumberland ist am Sonnabend, in Begleitung des Capitain Slade und des Herrn W. Holmes, von Berlin hier angekommen. Vorgestern besuchte Se. Koͤnigliche Hoheit den Herzog von Susser und die Prin⸗ zessin Sophie, und gestern begab sich der Herzog nach Brighton zu Ihren Majestaͤten.
Der Herzog von Leuchtenberg, den man uͤbermorgen hier erwartet, wird waͤhrend seines Aufenthalts in London zu Claren⸗
waͤh⸗
don wohnen, wo Zimmer fuͤr ihn gemiethet sind. Der „William
Fawcett“ wird, mit dem Portugiesischen Gesandten und Herrn NKendizabal an Bord, morgen nach Ostende absegein, wo der Herzog sich in Begleitung des Grafen Ficalho und des Baron Sa da Bandeira, der von der Portugiesischen Regierung nach Muͤnchen abgesandten Bevollmaͤchtigten, einschiffen will. Nach einem kurzen Aufenthalt zu Prighton wird der Herzog sich nach Falmouth begeben, wo ein kleineg Kriegs⸗Geschwader seiner harrt. Sir Philipp Sidney, eine pon den Schwiegersoͤhnen Sr. Majestaͤt, soll, wie der Courier wissen will, unter dem Titel Lord Dudley und Leicester zum Pair erhoben werden.
Folgendes ist die Liste der jetzigen Koͤniglichen Kammer⸗ herren: Lord Amherst, Lord J. O'Brien, Lord Byron, Vis⸗ count Ashbrook, Lord Adolphus Fitzclarence, Lord Verulam, Lord Schefsield, Lord Sidney, Sir P. Sidney, Lord Ernest Bruce und Lord Tullamore. Nur eine Kammerherrnstelle ist noch ledig.
In einigen Zirkeln will man wissen, daß der Herzog von Richmond auf den besonderen Wunsch Sr. Majestaͤt des Koͤnigs naͤchstens einen sehr eintraͤglichen Posten außerhalb Englands er⸗ halten wuͤrde. Der Herzog hat eine Familie von zehn Kindern.
Der Graf von Roden hat an den Koͤnig selbst einen Brief geschrieben, worin er die Gruͤnde auseinandersetzte, welche ihn davon abhielten, eine Stelle in dem jetzigen Ministerium an⸗ zunehmen.
Mit dem Befinden der Lady Cowley geht es von Tag zu Tage besser, und ihr Gemahl trifft daher schon Vorbereitungen zu seiner Abreise nach Paris, um daselbst Lord Granville's Stelle einzunehmen, dessen gesandtschaftliche Functionen bereits aufgehoͤrt haben, denn die letzten Depeschen, welche von Paris hier eingingen, waren von unserem dortigen Geschaͤftstraͤger, Herrn Aston, unterzeichnet.
Der Lord⸗Lieutenant von Irland, Graf von Haddington, ist am Sonnabend von hier nach Dublin abgegangen.
Der Marquis von Douro ist auf seinen Posten, als Kom⸗ mandant der Garnison von Guernsey, zuruͤckgekehrt.
Herr Goulburn ist erst gestern nach Cambridge abgereist, da seine Amtsgeschaͤfte es ihm nicht erlaubten, sich gleich mit Sir C. Manners Sutton zusammen dorthin zu begeben.
Der Graf von Courtown ist zum Hauptmann der Garde⸗ Meoomen ernannt worden.
Der Oesterreichische Geschaͤftstraͤger, der Ritter Dedel, der Graf von Roßlyn und Lord Stuart de Rothesay „hatten gestern Geschaͤfte im auswaͤrtigen Amte.
Der Graf von Essex gab gestern dem Lord Melbourne ein Diner. Sir Robert Peel wird dem diplomatischen Corps mor⸗ gen ein großes offizielles Bankett geben.
Die Haupt⸗Aufmerksamkeit ziehen natuͤrlich jetzt die Parla⸗ ments⸗Wahlen auf sich, und dieser Gegenstand ist es denn auch, mit dem sich die Zeitungen fast ausschließlich beschaͤftigen. An einigen Orten sind die Wahlen schon gestern erfolgt, und die heutigen Blaͤtter geben bereits das Resultat derselben an. Die Zahl der vollzogenen Wahlen ist 21; davon 7 entschiedene Tories und 12 entschiedene Reformer; 2, naͤmlich die Herren Bish, der zu Leominster, und Sir Henry Verney, der zu Buckingham ge⸗ waͤhlt wurde, werden von dem Courier zu den Tories, vom Globe aber zu den Reformern gezaͤhlt. Außer den beiden ge⸗ nannten Orten sind die Wahlen in Newark, Southwark, Wil⸗ ton, Hythe, Wallingford, Wells, Westbury, Banbury, Arundel, Nottingham, Bewoͤley und Chippenham beendigt. An den meisten Orten sind die alten Repraͤsentanten wiedergewaͤhlt worden; neue Mitglieder wurden bis jetzt nur 3 ge— waͤhlt, worunter 2 Reformer, naͤmlich in Newark der Ser⸗ geant Wilde und in Wells Herr N. R. Colborne, und 1 Tory, Herr H. G. Boldero in Chippenham. Die bekanntesten der wiedergewaͤhlten Reformer sind die Herren Harvey, Majoribanks, Lee, Tancred, Lord D. Stuart, Sir J. C. Hobhouse und Sir R. Ferguson; unter den wiedergewaͤhlten Tories befinden sich Sir T. Fremantle und Herr W. Gladstone. Am meisten ge⸗ spannt ist man auf den Ausgang der Wahlen in der City; heute Mittags um 2 Uhr (so weit reichen die letzten Berichte uͤber diese Wahlen) hatten die Kandidaten der Opposition die meisten Stimmen, nämlich Herr Wood 4147, Herr Pattison 3927, Herr Crawford 3895 und Herr Grote 3877; von den drei Kandida⸗ ten des Ministeriums dagegen hatte Herr Lyall 3211, Herr Ward 3208 und Herr Wilson 3157 Stimmen. Herr Law, der Re⸗ corder von London, der fruͤher als der vierte ministerielle Kan⸗ didat fuͤr die City bezeichnet wurde, scheint sich nicht ge⸗ stellt zu haben. Außerdem wird noch der letzte Stand der Wahllisten von einigen anderen Orten angegeben, wo die Wahlen bereits gestern begonnen haben; danach hatte zu Newcastle⸗under⸗Line Herr Edmund Peel, zu St. Albans Herr Grimston, zu Hertford Lord Mahon, zu Sudbury Herr Bag⸗ shaw und zu Dudley Herr Hawkes, saͤmmtlich konservative Kandidaten, bis jetzt die meisten Stimmen fuͤr sich; nur zu Tewkesbury hatte ein Oppositions⸗Kandidat, Herr John Mar⸗ tin, die Majoritaͤt. Die hiesigen Blaͤtter nennen noch eine Menge von Orten und Grafschaften, wo der Tag der Wahl schon angesetzt ist; in den Burgflecken und Staͤdten ist es meist der 5te, 6te, 7te, 8te oder 9te, in den Grafschaften der 12te, 13te, 14te, 15te und 20ste Januar.
Der Standard sagt in seinem letzten Blatt: „Wir wol⸗
len nicht behaupten, daß das Schicksal der Britischen Monarchie
durchaus von den jetzigen Wahlen abhaͤngt, weil wir wissen, daß es die Pflicht eines braven und patriotischen Koͤnigs seyn wuͤrde, unterstuͤtzt von einer braven und patriotischen Verwaltung, die Bevoͤlkerung vor den Folgen ihres eigenen Irrthums zu bewah⸗ ren und noͤthigenfalls einmal uͤber das andere um ein neues und abermal neues Unterhaus an sie zu appel⸗ liren. Obgleich wir aber das Vertrauen zu der Praͤrogative der Krone haben, daß sie im Stande seyn wird, das Aeußerste der letzten Zuflucht abzuwenden, so muͤssen wir doch der Bevoͤl⸗ kerung sagen, daß, wenn sie nicht, vermoͤge der Koͤnigli⸗ chen und ihrer eigenen Praͤrogative, eine konserva⸗ tive Majoritaͤt waͤhlt, nur Reue allein bei der ferneren Gelegenheit, welche ihr der Koͤnig geben wird, sie vor einer Konvulsion bewahren kann, die furchtbarer seyn wuͤrte, als irgend eine, von der eine Nation jemals heimge⸗ sucht wurde.“ Die Oppositions⸗Blaͤtter sind uͤber diesen Arti⸗ kel schrecklich ergrimmt. Der Courier meint, die Bevoͤlkerung solle also durch Drohungen gezwungen werden, solche Kandida⸗ ten zu waͤhlen, wie sie der Partei Lord Roden's und Sir Ed⸗ ward Knachtbull's gefaͤllig waͤren, und die sich verpflichteten, die Irlaͤndische Kirche zu unterstuͤtzen; das Unterhaus solle so oft aufgeloͤst werden, bis es dieser Faction genehm sey, das heiße mit anderen Worten, sie wolle selbst das Unterhaus waͤhlen; die Anhaͤnger des Tory⸗Ministeriums wollten sich ein Veto, der Wahl des Volkes gegenuͤber, anmaßen; das ganze Land solle so lange in einem fortwaͤhrenden Wahlkampf erhalten werden, bis es ein Unterhaus waͤhle, welches Lord Roden's Vorliebe fuͤr die
Kirchen⸗Mißbraͤuche getreulich repraͤsentire. Der Globe nimmt
die Sache nicht so ernst, sondern ergeht sich in Witzeleien uͤber die Aeußerungen des Standard; er fuͤrchte sich nicht da⸗ vor, sagt er, daß dieselben in Erfuͤllung gehen moͤchten, wuͤnsche aber diesem Blatte Gluͤck dazu, daß es sich so ploͤtzlich zu der Lehre von jaͤhrlichen, ja von halbjaͤhr⸗ lichen Parlamenten bekehrt habe. Die Morning Chroniele, welche ihren Ton so viel als moͤglich zu maͤßigen sucht, will in jenem Artikel des Standard das Eingestaͤndniß der Tories schon beim ersten Beginn der Wahlen sehen, daß sie nicht die geringste Aussicht auf Erfolg haͤtten, und nennt dies Verfahren eine hoͤchst unweise Taktik, da es ja von vorn herein die Anhaͤn⸗ ger des jetzigen Ministeriums entmuthigen muͤsse. Uebrigens findet sie sich durch jene Andeutungen des Standard veranlaßt, die Konservativen als Destruktive zu bezeichnen, und warnt die Rathgeber der Krone vor der Aufstellung solcher Grundsaͤtze, wie sie aus dem Artikel des Standard hervorleuchteten, weil es zu einer Revolution fuͤhren koͤnne, wenn die Koͤnigliche Praͤrogative feindlich gegen die Volks⸗Repraͤsentation auftraͤte.
Dem Courier zufolge, wird bei den Wahlen in der City Herr Pattison, der Gouverneur der Bank, hauptsaͤchlich von Herrn Lewis Lloyd, einem der reichsten und gebildetsten Maͤnner der Stadt London, und Herr Grote, welcher Compagnon eines angesehenen Banquier⸗Hauses ist, besonders durch Herrn Isaac Solly, einen ebenfalls sehr einflußreichen und seiner Rechtlichkeit wegen allgemein belobten Buͤrger der City, unterstuͤtzt.
Die konservativen Kandidaten der City, G. Lyall, W. Ward und Th. Wilson, haben gestern folgende Adresse an die Waͤhler publizirt: „Meine Herren! Erlauben Sie, daß wir Sie bitten, sich morgen fruͤh bei Zeiten zur Wahl einzufin⸗ den, um die Stimmen eintragen zu lassen, welche uns so zahl⸗ reich und so herzlich angeboten worden sind. Unsere Sache, meine Herren, ruht in Ihren Haͤnden; unsere Grundsaͤtze sind zur Genuͤge bekannt; es sind die unseres Koͤnigs und unserer Verfassung, Grundsaͤtze, die unserem Lande auswaͤrts Achtung und daheim Sicherheit verschafft haben, und die, wenn man fest dabei beharrt, es stets an der Spitze der Nationen des ganzen Erdballs erhalten werden. Diejenigen, welche uns als Feinde nuͤtzlicher Reformen schildern, begehen eine grobe Ungerechtigkeit gegen uns. Was irgend zur Verbesserung und Befestigung un⸗ serer trefflichen Institutionen geschehen koͤnnte, wird, wenn Sie Ihre Interessen unserer Obhut anvertrauen wollen, offen, ehr⸗ lich und freimuͤthig von uns unterstuͤtzt werden. Geschrei ist ein neuer Grundzug in den Eroͤrterungen unter Englaͤndern; das, womit man uns heute in der Guildhall bestuͤrmt hat, soll uns nicht einschuͤchtern. Auf die Wahllisten bescheiden wir uns, und auf sie blicken wir im Vertrauen des Sieges, nicht zu Gunsten unserer selbst oder unserer persoͤnlichen Interessen, sondern zu Gunsten der großen Sache, fuͤr welche wir kaͤmpfen.“
Lord Stanley hat am 31. Dez. v. J. folgende Adresse an die bd; der noͤrdlichen Abtheilung der Grafschaft Lancaster erlassen:
„Meine Herren! Da die erwartete Aufloͤsung des Parlaments heute erfolgt ist, so eile ich, mich wieder um die Ehre der Repraͤsentation des noͤrdlichen Theiles dieser Grafschaft zu bewerben. Mein oͤffentliches Be⸗ tragen in und außer dem Amte liegt vor Ihnen, meine politischen Grundsaͤtze sind Ihnen bekannt und mein Bewußtsein sagt mir, daß ich, seitdem ich das letzte Mal mit Ihrem Vertrauen beehrt wurde, keinen Schritt gethan habe, wodurch ich dasselbe zu verlie⸗ ren verdiente. Ich bin, wie ich es immer war, ein eifriger und ernstlicher Vertheidiger. derjenigen kirchlichen und buͤrgerlichen Re⸗ formen in unseren Institutionen, welche gerechten Beschwerden abhelfen, die Ruͤtzlichkeit dieser Institutionen erweitern und ihre Wirksamkeit vermehren koͤnnen. Ich bin, wie ich es immer war, begierig, diese Institutionen gegen solche Neuerungen, welche ihre Sicherheit oder ihre Existenz gefaͤhrden, zu schuͤtzen. Ich hoͤrte auf, Mitglied des vorigen Ministeriuns zu seyn, weil ich, nachdem ich aufrichtig an den verschiedenen Reform-Maßregeln desselben Theil genommen, die destruktive Tendenz eines wichtigen Schrittes fuͤrch⸗ tete, dem es seine Zustimmung geben wollte. Ich lehnte es ab, mich dem jetzt gebildeten Ministerium anzuschließen, weil ich keine Gruͤnde hatte, zu hoffen, daß es strenge nach denjenigen Reform⸗Grundsaͤtzen handeln werde, die ich als wesentlich fuͤr die National⸗Wohlfahrt betrachte. Ich erscheine daher vor Ihnen durch keine Ver⸗ pflichtung gegen irgend eine Partei, sondern nur durch die Grundsaͤtze gebunden, zu denen ich mich unveraͤndert bekannt, wonach ich bestaͤndig gehandelt habe, und wofuͤr ich zweimal mit Ihrer Unterstuͤtzung beehrt worden bin. Sollten Sie mich wieder fuͤr das Parlament waͤhlen, so gehe ich dorthin mit der Verpflich⸗ tung, das jetzige oder irgend ein anderes Ministerium weder zu un⸗