1835 / 19 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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8 a vzpag⸗ Gre

Ersten besunden habe, welche die Diktatur des Herzogs von Wellington nach der Entlassung der vorigen Mini⸗ ster unterstuͤtzt haͤtten, wodurch er gewissermaßen angedeutet habe, als wuͤrde das Unterhaus einen so gesaͤhrlichen Zustand der Dinge billigen. Das erwaͤhnte Blatt fordert daher alle Reformer auf, am Donnerstag den 19. Fedruar auf ihren Plaͤtzen im Unter⸗ hause zu seyn, weil die Wahl des Sprechers der erste Akt sey, ehe noch die Vereidigung der Mitglieder stattfinde. Zugleich macht der Courier darauf aufmerksam, daß Herr Litileton bei der letzten Sprecherwahl schon 31 Stimmen fuͤr sich gehabt, eb⸗ gleich sich das damalige Whig⸗Ministerium selbst fuͤr Sir C. Manzners Gutton erklaͤrt habe. 1

Der Marquis von Chandos hat vor einigen Tagen bei

einem konservativen Diner oͤffentlich erklaͤrt, daß er deshald kein

Amt habe annehmen wollen, weil die Minister nicht geneigt waͤren, die Malz⸗ Steuer adzuschaffen.

Die Morning⸗Post sagt, sie sey ermaͤchtigt, der von dem Observer gegebenen Nachricht, daß Sir George Murray sich von dem Feldzeugamte zuruͤckziehen wolle, zu widersprechen. Es

habe niemals eine Meinungs⸗Verschiedenheit zwischen Sir Ro⸗

bert Peel und Sir George Murray stattgefunden, weder uͤber

die Ernennung des Prevat⸗ Secretairs Sir George’s im Feid⸗

zeug⸗Amte, noch uͤber irgend einen anderen Gegenstand.

5 Der Observer meldet: „Wir bedauern, daß, wie wir hoͤ⸗, ren, Herr Philipps, Unter⸗Staats⸗Secretair im Departement des

Innern, seiner Gesundheit wegen wahrscheinlich sein Amt nie derlegen wird. Sollte dies der Fall sepn, son zum Nachsolger erhalten.“

rben.

Der Gentral Mazor 2

Insein abgereist, um das Kommando baselbst zu uͤbernehmen. e wird, bis zur Ernennung eines neuen Lord⸗Ober⸗Commis⸗ fairs, das Amt eines Civil, und Militair⸗Gouverneurs interi⸗ wtisch verwalten. Lord Nugent soll, wie wir hoͤren, schon auf

em Wege hierher seyn.

haben das Cemmandcur⸗Kreuz des Guelphen⸗Ordens erhasten

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Die Marine⸗Capitalne Heney Duncan und Edmund Lyvons

und sind zugleich zu Rittern geschlagen worden.

Es sind Selez⸗ und Zeitungen aus Lissabon vom 3. Jan. hier eingetreffen. Die Cortes wurden am 2. Januar wieder eröffnet. (Siehe den Artikel Portugal) Die Oppositions⸗Mit⸗ gleder haben eine Auseinandersetzung ihrer Politik dekannt ge⸗

macht. Die Hauptstadt war ruhig, und in der Polizei und an⸗ deren Zweigen der Regterungz fanden täglich Verbesserungen

gemacht worden und wird als eine Beschraͤnkung der Freiheit,

Amsterdam, 13. Januar.

deren sie sich bisher de facto erfreute, angesehen. 1

Aus Madrid hat man Nachrichten vom aten d. erhalten. In der Prokuradoren⸗Kammer wurde noch uͤber das Gesetz in Betreff der inlaͤndischen Schuld debartirt, und man erwartete, daß der Verkauf der Nationalguͤter genehmigt werden waͤrde, mit der Bestimmung, daß die Zahlung der Kaufsummen in zehn jaͤhrlichen Terminen erfolgen solle, und daß Scheine der passiven Schuld an Zahlungs Statt gegeben werden koͤnnten. Auch glaubte man, daß an Leute aus der niedrigeren Volksklasse Län⸗ dereien zu 3 Ct. immerwaͤhrender Grundrente, die sie jedoch innerhalb 10 Jahren abkaufen koͤnnten, uͤberlassen werden wuͤr⸗ den. Der Minister der Justiz und der Gnaden, Herr Gareli, wor zum Procer erhoben worden. Ein zur Unterstuͤtzung Mi⸗

na's bestinimtes Portugiesisches Huͤlfs⸗Corps von 7

solt, wie es heißt, an der Graͤnze stehen und nur auf Geld aus

Madrid warten, uvm in Spanien einzuruͤcken. Als das Paketschiff „Pignon“, welches hier angekommen

iß, am 15. Nev. von Rio Janeciro absegelte, war dort so eben

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mit einem Cyglischen Schiffe die Nachricht von dem Tede Dem Pedro's eingeiroffen.

Dit Anhaͤnger desselben wollten die Wahr⸗ heit dieser Kunde nicht glauben, doch konnten sie ihre Unruhe nicht verbergen.

Austausches der Kupfermuͤnze große Unzufriedenheit erregt.

Niederlande. 1“ Es heißt, der Koͤnig habe 8 schüossen, daß die Kanzlei des Ordens vom Niederlaͤndischen Lö⸗ wen vorlaͤufig mit der des militairischen Wilhelm⸗Ordens ver⸗ einigt und dadurch der von den Generalstaaten in dieser Hin⸗ sicht geaͤußerte Wunsch erfuͤllt werden solle.

Belgien. Jan. Der Herzog von Leuchtenberg ist am

Bruͤssel, 13. L IJannn 8. Bade hause abgestiegen, wo er die Behoͤrden der Stadt empfing. Man brachte ihm eine Serenade, die 2 Stunden dauerte. Am 10. um 9 Uhr Morgens lief die bewaffnete Köͤnigl. Englische Dampf⸗Jacht „Firebrand“ Capitain Allen, von Falmouth kom⸗ mend und bestimmt, den Herzog an Bord zu nehmen, in den Hafen. Um 8 Uhr Abends schiffte sich der Prinz an Vord derselhen ein, und die Jacht stach gleich in See.

In der Sitzung der Repraͤsentanten⸗Kammer am 12. Janar war die Eroͤörterung des Bubgets der auswaͤrtigen An⸗ elegenheiten an der Tagesordnung. Herr Gendebien erinnerte c. die zu Ende des v. J. uͤber die Aufrechthallung des Fris⸗ dens geaͤußerten Beserguisse, an die beruhigenden Worte Sr. Maj., und verlangte, daß die Minister dieselben bestätigen. Dann, sastt er, gwuͤrde zu untersuchen seyn, ob es nicht dienlich sep, von zatzt an die 190 zusatzlichen Centimes nicht mehr zu erheben. Der Minister ber auswartigen Angelegenheiten erwiederte: Ich weiß nicht, eb die durch den Koͤnig in Beantwortung der an ihn am 1. ar t 8 8 schristlich der Deputation der Kammer uͤberreicht worden sind; ich weiß ebenfalls nicht, ob diese Worte, wie es der Moniteur be⸗ richtet, gesprochen worden; aber wie bein auch sey, so glaube ich, daß in den Worten Sr. Maj. und jenen, die wir in diesem Saale verneh⸗ men ließen, kein Widerspruch lirgt. Man muß bemerken, daß Se. Maj. in der Antwort an den Praͤsidenten der Kammer sich Gluͤck gewuͤnscht hat, anzeigen zu keönnen, daß die Besorgnisse, die einige Tage fruͤher nicht ehne Grund statigefunden, verschwunden seyen. Seit der Zurückziehung des Ministeriums Meibourne hatte ich ger Kammer erkzärt, vaß die Reglerung keine Besorgnisse uͤber die Gesinnungen Frankreichs und Englands in Be ug auf Bel⸗ gien Habe; Gesinnungen von der mohlwollendsten Art, die durch bas neur Englische Kabinet bestatiget worden sind. Seitdem sind neue Versicherungen bei der Regierung Fisgrgangen⸗ und sie sind in dem naͤmlichen Sinne abgefaßt; alle Mittheilungen, die wir aus England erhielten, lassen uns glauben, daß das neue Kabinet den in einem beruͤhmnten Dokumente durch den Praͤsi⸗ denten dieses Kabinets und bei Privat⸗Unterredungen eingegan⸗ genen Verpflichtungen getreu bleiben werde. glaube daher, daß die Worte Or. Mas. sich auf diese Nach⸗ richten bezogen. EFs ist ebenfalls wahr, daß die einige

so wird er Herrn Der Richter Taunton ist in der letzten Nacht ploötzlich ge⸗

Foodferd ist heut nach den Jonischen

Das neue Gesesz zur Reszulirung der Presse ist bekannt

8000 Mann

23 6 . 8 . bv 2S 54 . 4222 Zu Bahia und Pernambucs hat die Art des hung stehenden Ersvarungsplaͤne bei der Civil⸗Verwaltung bald⸗

gesetzt zu seben, das Resultat der desfallsigen Arbeiten den loͤblichen

ur um 7 Uhr Abends zu Östende angekommen und im

Januar gerichteten Rede gesvprochenen Worte

Tage fruͤher uͤber die feindseligen Gesinnungen, nicht der uͤbri⸗ gen Kabinette, sondern Hollands, geaͤußerten Besorgnisse bis zu einem gewissen Punkt zu verschwinden scheinen; sey es, daß man erwaͤgt, daß unsere Feinde nicht ernstlich daran gedacht haben, uns anzugreifen; sey es, daß sie augenblicklich darauf verzichtet haben. Wenn es sich foͤrmlich davon handelte, die Frage zu eroͤrtern, ob es dienlich sey, die Erhebung der zusaͤtz⸗ lichen Centimes einzustellen, so glaube ich, daß ich mit wenig Muͤhe beweisen koͤnnte, daß man dieselbe provisorisch beibehalten muͤsse. Das patriotische Votum der Kammer hat den besten Eindruck auf das Ausland hervorgebracht, und vielleicht wuͤrde es eine große Unklugheit seyn, denselben in diesem Augenblick zu vernichten. Ich werde uͤbrigens warten, bis ein foͤrmiicher Vor⸗ 1 schlag gemacht seyn wird.“ Nach einigen durch andere Redner gemachten Bemerkungen ward die allgemeine Eroͤrterung des Budgets geschlessen, und man schritt zu der der einzelnen Artikel. 8

Schweden und Norwegen.

Stockholm, 9. Jan. Professor Geijer ist neuerdings zum Praͤsidenten der Koͤnigl. Akademie der Wissenschaften und Professor Berzelius zum Vice⸗Praͤsidenten der Akademie der schoͤnen Wissenschaften, der Geschichte und Alterthuͤmer erwaͤhlt worden.

Zum Vorsitzer der Koͤnigl. Secietaͤt zur Herausgabe von Handschriften, die auf die Geschichte Skandinaviens Bezug ha⸗ den, ist der Reichs⸗-Marschall Graf Magnus Brahe erwaͤhlt

1,

8 Deutschland.

Hannover, 14. Jan. Bei der heute Wieder⸗Eroͤffnung der allgemeinen Staͤnde Vecsammlung ist das folgende Schreiben Sr. Koöͤnig!l. Hoheit des Vice⸗Koͤnigs und des Koͤnigl. Kabinets Ministeriums verlesen worden: „Als Wir die loͤblichen Stande am 17. Sept. v. J. vertagten, mußten dieselben ihre endliche Erklaͤrung uͤber den Zoll⸗ und Steuer⸗ Vertrag mit Braunschweig, uͤvber das Lehnsgesetz, die Ordnung des Hypotbekenwesens und die Errichtung einer Stgatsdiener⸗Wittwen⸗ Kasse annoch ausgesetzt seyn lassen. Die Erledigung dieser Angele⸗ genheiten, so wie die moͤglichste Weiterbeforderung der Berathungen aber dvas Kriminal⸗Gesetzbuch, denen das Budget des naͤchsten Rech⸗ nungszahres noch hinzukommt, werden den hauptsaͤchlichen Gegen⸗ stand der Verhandlungen ausmachen, wozu wir die loͤblichen Stände gegenwaͤrtig wieder einberufen haben. Unter diesen empfehlen Wir vor Allem den loͤblichen Staͤnden die moͤglichste Beschleunigung des Vertrages mit Braunschweig. Da denselben, wie Wir vernehmen, bereits der Bericht der in voriger Diaͤt angeordneten Kommisston vorliegt,

stattgefundenen

so werden Wirder Erklaͤrung der loͤblichen Staͤnde in moͤglichst kurzer Zeit⸗ frrist entgegensehen duͤrsen; und haben Wir Unserm desfallsigen besondern Schreiben nur noch die Bemerkung hinzuzufuͤgen, daß die Verhaͤlt⸗ nisse fortwaͤhrend erfordern, daß diese Angelegenheit nur in vertrau⸗ lichen Sitzungen behandelt werde. So wenig Wir die Schwierig⸗ krit verkennen, welche der Umfang und die Wichtigkeit der uͤbrigen annoch vorliegenden Gegenstaͤnde deren schneller eoi uns entge⸗ genstellt, so duͤrfen Wir doch hoffen, daß es dem Eifer der loͤblichen Staͤnde gelingen werde, diesetben mit dem Budget, welches densel⸗ vben unverzuͤglich vorgelegt werden wird, und einigen andern minder wichtigen Sachen in moͤglichst kurzer Zeitfrist zu beendigen. Denn abgesehen davon, daß die lange Dauer der Sitzungen, welche in den letzten Jahren, ungeachtet der thaͤtigen Feiste agigcen der loͤblichen Staͤnde, unvermeidlich geworden ist, um die nothwendig zu besorgen- den vielen und wichtigen Geschaͤfte gruͤndlich fuͤr die Mitglieder der Staͤnde nicht allein dern auch insoͤfern nachtheilig hat werden muͤssen, als man⸗ sche Mitglieder, deren Thaͤtigkeit und Theilnahme gleichwohl von Wichtigkeit ist, fuͤr die Dauer kaum im Stande seyn moͤchten, den staͤndischen Verhandlungen regelmaͤßig eine so geraume Zeit, ohne erheblichen Nachtheil fuͤr ihre sonstigen bffentlichen oder Pri⸗ vat⸗Angelegenheiten zu widmen, haben Wir selbst noch einen wich⸗ tigen Beweggrund, welcher Uns wuͤnschen laͤßt, daß gerade die jez⸗ zige Sitzung nicht allzu lange dauern moͤge. Da Wir dem In⸗ teresse des Landes entsprechend halten, daß die Regulative uͤber die Kosten der Hauptdienstzweige, und die damit in mehrfacher Bezie⸗

zu bearbeiten, laͤstig, son—

mindglichst festgestellt werden, so wuͤnschen Wie Uns in den Stand

Um 1 meh⸗ Beduͤrfnisse des

Staͤnden in ihrer naͤchstfolgenden Diaͤt vorlegen zu koͤnnen. dieses Zwecks, neben der Befoͤrderun rerer anderer wichtiger Arbeiten, welche die Landes und die Ausfüuͤhrung der Bestimmungen des Staats⸗ (Grund⸗Gesetzes erforderlich machen, einigermaßen zu sichern, breduͤrfen Wir nothwendig einer geraͤumigern Frist, als Uns in den letzten Jahren, waͤhrend der Vertagung der Staͤnde, uͤbrig geblie⸗ ben ist; und Wir haben daber, in Uebereinsiimmung mit demjenigen, was Wir den loblichen Staͤnden bereits bei ihrer vorigen Versamm⸗ lung im Allgemeinen bemerklich gemacht baben, fuͤr dasmal nur das⸗ jenige zur Deliberation verstellt, was Uns unvermeidlich schien. Obwohl Wir nun uͤberall nicht zweifeln, daß die loͤblichen Staͤnde, auch ohne Unsere gegenwaͤrtige Mittheilung, der Erledigung der vor⸗ liegenden Berathungs⸗Gegenstaͤnde mit gewohntem Eifer sich unter⸗ ziechen wuͤrden, so haben Wir doch keinen Anstand nehmen zu dür⸗ fen geglaubt, Unsere desallsigen Wuͤnsche offen auszusprechen, weil Wir uͤberzeugt sind, daß die loͤblichen Staͤnde denselben gern, so weit sie es vermoͤgen, entsprechen werden. Wir ꝛc. Hannover, den 10. Januarx 1835.

die Erreichung

Entwurf eines definitiven Zoll⸗Gesetzes.

einen wenig besuchten Platz (dem Pfarreisen) seinen Weg n von einer Mannsperson angefallen, die derselben mit ei

Der Vice Kbnig und das Koͤnigl. Kabinets⸗Ministerium.“ Durch eine am 13ten d. Abends nach 5 Uhr ausgebrochene Feuersbrunst sind in der Bergstadt Zellerfeld 7 Haͤuser nieder⸗ gebrannt. Der hohe Schnee und die beschraͤnkten Wasser⸗Zu⸗ fuͤhrungsmittel gestatteten es nicht, das Feuer sogleich nach dem Ausbruche zu unterdruͤcken. Erst durch die hinzugekommene kraͤf⸗ tige Unterstuͤtzung von Clausthal wurde dieses moͤglich, und es ist haupisechlich hierburch ein großer Theil der Stadt Zellerfeld gegen die sehr dringende Gefahr geschuͤtzt worden. Dresden, 11. Jan. Am 5ten d. ist hier der General⸗Ma⸗ sor und Brigadier der Kavallerie, Aug. Wilh. Stuͤnzner, im 57. Lebensjahre, am 6ten d. der Hoß und Kapellsaͤnger Benin⸗ casa im 51. Lebensjahre und am 10ten d. der Prof ssor der Ma⸗ ler⸗Akademie, Heinr. Raͤke, im 49. Lebensjahre mit Tode abge⸗ gangen. Muͤnchen, 12. Jan. Hiesige Blaͤtter melden: Mittwoch wird der erste Hofball stattfinden. Es sollen waͤhrend des Karnerals deren drei, so wie vier bis fuͤnf Kammerbaͤlle gehalten werden.“ Se. Koͤnigl. Hoheit der Kronprinz von Bagyern besichtigte kürzlich die Kaiserl. Hof⸗Stallungen in Wien, wo auf Befehl des Kaisers große Vorkehrungen getroffen waren. befindlichen Pferde, sowohl zum Fahren als Reiten, deren un⸗ gesaͤhr 600 sind, wurden mit den präͤchtigsten Geschirren aufge⸗ zaͤumt. Der Ober⸗Stallmeister, die Stallmeister und Bereiter, dann alle andern Bediensteten, erschienen in großer Galla. Als der Prinz die herrlichen Pferde und Wagen alle besichtigt hatte, wurden ihm die vorzuͤglichsten Pferde in der Reitschule durch die Bereiter vorgeritten, inzwischen aber alle Wagen angespannt und so dem Prinzen einer nach dem andern zweimal vorgefuͤhrt; die Schlitten wurden wegen Mangel an Schnee auf kleine Raͤ⸗ der gesetzt. Der Prinz wird am Kaiserl. Hofe sehr ausgezeich⸗

V V um ihn kuͤmmert.“”

Dieselbe Zeitung schreibt aus Bern vom 11. Janut

Außer den bereits angelangten Noten von Oesterreich, Baye . 3 WI sollen auch dergleichen von Wuͤrttemberg, Baden, Sardimn

Alle daselbst gle „2I von Seiten aller Staͤnde der Oesterreichische Hof die Gruh

g sitzt bei Tafel jedeswal zwischen dem Kaiser und bden aiserin.

Stuttgart, 14. Jan. Dem Vernehmen nach, hat die zur Vorberathung von Gesetz⸗Entwuͤrfen uͤber Verwaltungs⸗Gegen stäͤnde niedergesetzte Kommission der Kammer der Abgeordneteg durch den staͤndischen Ausschuß bei dem Koͤnigl. Geheimen⸗Ra die Bitte vortragen lassen, ihr, Behufs ihrer Geschaͤfts⸗Eintzei lung, diejenigen Gesetz⸗Entwuͤrfe zu bezeichnen, deren Begutg tung vor Wieder⸗Eroöffnung des Landtags ihr noch werde zugt wiesen werden, und hierauf die hoͤchste Entschließung dahin un getheilt erhalten, daß die Regierung außer den bei der Kauma der Abgeordneten waͤhrend ihrer letzten Versammlung bereig eingebrachten Gesetz⸗Entwuͤrfen noch weiter zur Verahsci dung bestimmt habe: 1) den Gesetz; Entwurf uͤber wi Gleichstellung der Markungs⸗ und Steuer⸗Gräͤnze . Gemeinden; 2) den Gesetz⸗Entwurf uͤber die B6 sung der einfachen fleischlichen Vergehen; 3) den Entwurf eng Zusatz⸗Gesetzes zur Gewerbe⸗Ordnung; 4) den Gesetz⸗Entw uͤber die Volksschulen; 5) den Gesetz⸗Entwurf uͤber das Mäe wesen; 6) den Gesetz⸗Entwurf uͤber den Flußbau; 7) den . setz⸗Entwurf uͤber die Erhaltung der Flurkarten, und 8) h Von diesen Gist Entwuͤrfen sey der unter Ziffer 1 genannte der staͤndischen Kan mission bereits durch die Koͤnigl. Ministerien des Innern mf ver Finanzen zugestellt worden, und die Mittheilung der ung Ziffer 2 wie nicht zu zweiseln, im Laufe der naͤchsten 2 3 Monate„ folgen. In Beziehung auf den zuletzt genannten Entwurf en Zoll⸗Gesetzes endlich koͤnne der wahrscheinliche Zeitpunkt Mittheilung an die Kommission vorerst noch nicht angegach werden.

Frankfurt a. M., 10. Jan. Nach einem Vorfalle schließen, der sich hier dieser Tage zutrug, moͤchte man sich der Besorgniß hingeben, daß jene beruͤchtigten Monomanen, man zur Zeit Piqueurs nannte, und die vor etwa zehn ah

zwoͤlf Jahren zu Paris, wie auch in mehreren groͤßeren Ol. ten Deutschlands ihr Unwesen trieben, neuerdings wieder za Vorschein kominen duͤrften.

t Am 8ten d. Abends naͤmlich was um die Theaterzeit ein sehr anstaͤndiges Frauenzimmer, das ilne

spitzen Instrumente drei Sltiche beibrachte, welche gluͤckliche weise zwar nur durch die Kleider drangen, jedoch die Damei so großen Schreck versetzten, daß sie bewußtlos 8 Boden san Wieder zu sich gekommen, machte sie sofort ihre Anzeige dei wachthabenden Polizei⸗Behoͤrde, deren Nachforschungen seie bis heute noch keine befriedigenden Auskuͤnfte uͤber den Uehehg

dieses buͤbischen Frevels geliefert haben.

Oesterreich.

Wien, 10. Jan. (Schles. Ztg.) Aus Siebenbuüͤege lauten die neuern Nachrichten wenig befriedigend. Die dLag tags⸗Deputirten zeigen keineswegs jenen versoͤhnenden Geist, i zwischen den verschiedenen Bestandtheilen der Administration nes Landes herrschen muß, wenn ein guͤnstiges Resultat zu èuf gesoͤrdert werden solle. Leere Foͤrmlichkeiten geben Stoff zum chenlangen Disputen, und so ist es wohl erklaͤrlich, wenn b heute in einem Zeitraume von mehr als einem halben Jahre d. Konstituirung des Landtags noch nicht einmal so weit vorgeschri ten ist, daß endlich zu einer Berathung der wichtigern deg Interessen des Landes eng verbundenen Fragen geschritten we den koͤnnte. Auch sollen wieder Unordnungen und Streitigkeg ten zwischen den Magistraten und den Einwohnern mehren Oetschaften vorgefallen seyn, wodorch sich die Regierung vern laßt sehen duͤrfte, mittelst Ergreifung strengerer Maßregeln lichen Vorfaͤllen fuͤr die Zukunft vorzubeugen. Man spricht! von, daß einige Bataillone Ordre zum Marsch nach Siebenze gen erhalten haben.

Das Vertrauen auf den Bestand des neuen Ministerin in England wird hier taͤglich sester. Man hoͤrt, daß der Hofte

Baron Neumann in den naͤchsten Wochen schon nach Lonze

abgehen und daß ihm der Botschafter Fuͤrst Esterhazy zu En dieses Monats folgen werde.

Triest, 8. Jan. Vom Iten d. bis zum heutigen 9. sind hier in mehreren Griechischen Fahrzeugen einige Abtheilumg

der Bayperischen Truppen angekommen, die sich in Griechent

befunden haben. Dieselben haben saͤmmtlich den Weg nacht rem Vaterlande eingeschlagen.

8 Schweiz. 1 Basel, 12. Jan. Unsere Zeitung schreibt aus Zuͤrit „Am zweiten Weihnachts⸗Feiertag versammelten sich in Mu am Zuͤrchersee ungesaͤhr 100 fremde Handwerksgesellen, unl welche sich auch einige Schweizer⸗Handwerker und Studenle mischten. Als Hauptredner figurirte abermals ein Schriftsche Moͤrderische Lieder auf Fuͤrsten und Aristokraten fehlten nicht⸗ Wir waͤren uͤber diese vom Waldstaͤtter Boten gegebene Na richt erstaunt gewesen, wenn uns nicht seit Laͤngerm mehrfach Ohren gekommen, wie wenig sich die Handwerksgeselleng Kanton Zuͤrich in ihrem Treiben geniren, wie wenig ein solct Verein sich um die Polizei, und wie wenig die Polizei dott sG

und so weiter unterweges seyn. Wie verlautet, besteht der halt der Oesterreichischen Note wesentlich darin: daß, der Kaist Oesterreichische Hof vererst versichere, welche Beweise aufti en Wohlwollens er ununterbrochen der Eidgenossenschaft du rsuͤllung der voͤlkerrechtlichen Verbindlichkeiten und durch N.— rechthaltung der freundnachbarlichen Verhaͤltnisse gegeben hi Dann wird ein Blick auf die im Laufe des verflossenen I. res in der Schweiz vorgefallenen, fuͤr die Ruhe der Nachbh Staaten so verletzenden Ereignisse geworfen, aber gezeigt, 1 wohlwollend auis Genugthuung fuͤr das Vergangene und Garantie fuͤr die Zukunft der Oesterreichische Hof sowohl Note des Vororts Zuͤrich vom 24. Juni, als vorzuͤglich! jenige der Tagsatzung vom 22. Juli aufgenommen habe,! welcher letzteren allein und in deren gleichmäaͤßigen Erfuͤlli

lage der kuͤnftigen Fortdauer der freundnachbarlichen Verheltm der Nachbar⸗Staaten mit der Schweiz sinden koͤnne. Die 7h kerrechtlichen Grundsaäͤtze werden in dieser Note auseinandens setzt, mit Anwendung derselben auf den Handwerksburschen⸗ del, uͤber welchen die Nachbar⸗Staaten vergeblich bei der 2— gierung von Bern Beschwerde gefuͤhrt haͤtten, und gezeigt, de bei solchen Verhaͤltnissen der Frieden der Schweiz mit den Na⸗ bar,Staaten nicht bestehen konnte. Daher hoffe der Oesterret sche Hof, daß die Eidgenossenschaft Wort halten, keine Eih

7 aufgefuͤhrten Entwuͤrfe an jene Kommission we

shungen auf Schweizerischem Boden in die innern Angelegen⸗ heiten fremder Laͤnder, gleichviel auf welche Weise sich dieselben kund geben, keine Verbreitung feindseliger Gesinnungen unter den sich in der Schweiz aufhaltenden Angehoͤrigen fremder Staaten, seine feindseligen Aufreizungen und Beleidigungen gegen die Nachbar⸗ Staaten im ganzen Gebiete der Eidgenossenschaft gestatten und dulden werde, sondern alle diejenigen Fremden und Fluͤchtlinge, welche sch dessen schuldig machen sollten, nicht bloß aus den Kantonen, sondern aus der ganzen Schweiz fortweise. Endlich soll der F. Oesterreichische Hof eine bestimmte, unumwundene Bestaͤti⸗ ung des Tagsazungs Beschlusses vom 22 Juli von Seiten des sezigen Vororts Bern veriangen, als einzige Bedingung der Fort⸗ dauer der freundnachbarlichen Verhaͤltnisse mit der Schweiz, welche

Forderung uͤbrigens auch die anderen Nachbar⸗Staaten machen

werden. Die ausgesprengte Nachricht, es habe der Vorort diese Note unbeantwortet ad acta gelegt, scheint wohl bloßse Iro⸗ nie zu seyn. In der Sitzung vom 8ten d. beschaͤftigte sich viel⸗ mehr der voroͤrtliche Staatsrath damit.“

AXX“

Madrid, 31. Dez. Die heutige Hof⸗Zeitung enthaͤlt das aus sechs Artikeln bestehende Koͤnigl. Dekret, wodurch die⸗ jenigen Titel und Wuͤrden, welche der Koͤnig Ferdinand VII. in dem Zeitraume vom 7. Maͤrz 1820 bis zum 30. Sept. 1823 er⸗ heilt hat, von Neuem bestaͤtigt werden. Vom 1. Jan. 1835 ab sollen die betreffenden Individuen auch die mit jenen Titeln und Wuͤrden verbundenen Besoldungen beziehen koͤnnen.

Portugal.

Lissabon, 3. Jan. Die Koͤnigin eroͤffnete die diesjaͤhrige Session der ordentlichen Cortes am 2. Jan. mit folgender Rede:

„Edle Pairs des Koͤnigreichs und Deputirte der Portugiesischen Ration! Ich habe wieder die Genugthuung, die erlauchten Repraͤ⸗ entanten der Nation hier versammelt zu sehen, welche durch das gesetz zusammenberufen sind, um sich den wichtigen Geschaͤften zu didmen, die ihrem Eifer und ihrer Weisheit anvertraut sind. Ich vuͤnsche Ihnen bei dieser Gelegenheit Gluͤck dazu, ie Versammlung der ordentlichen Cortes die Constitution in Wirk⸗ zmkeit treten sehen, was durch ungluͤckliche Ereignisse so lange ver⸗ indert worden ist. Es war nicht zu erwarten, daß in der kurzen zeit zwischen der Prorogirung der außerordentlichen Session und sieser Versammlung der ordentlichen Cortes irgend eine wesent⸗ sche Veraͤnderung in dem Gange der öͤfentlichen hätte eintreten sollen. seben, daß alle fruͤheren Aufregungen groͤßtentheils verschwunden ind, und daß die nachtheilige Laͤge, der wir entrissen worden sind, in ruhigeres und friedlicheres Anseben gewinnt. Die Regierung dird sich bemuͤhen, den Stand der Dinge zu erhalten und zu ver⸗ issern, indem sie das Gesetz achtet, und dem Gesetz Achtung ver⸗ chafft, wobei sie auf die Mitwirkung der Cortes hofft. Ein Mittel

zar Erreichung dieses Zweckes ist ohne Zweisel die Regulirung der

geiden Hauptzweige der oͤffentlichen Verwaltung, naͤmlich der rich⸗ erlichen und der vorzugsweise sogenannten administrativen; weil von bnen die Vollziehung der Rechtspflege, die oͤffentliche und persoͤn⸗ iche Sicherheit, das Interesse des Landes und des Volkes und die Eehaltung des Eigenthums des Staates und der Buͤrger abhaͤngen. Der Unterhalt der achtbaren Klasse der Weltgeistlichen ist schon ein hegenstand der Berathung mit den Cortes gewesen. Die Regie⸗ ung hat die erforderlichen Maßregeln ergriffen, um die Wuͤnsche der Cortes zur Ausfuͤhrung zu bringen. Der oͤfentliche Kredit des Staats gewaͤhrt eine guͤnstige Aussicht, und ich habe Grund, zu hoffen, daß die Regterung mit den von den Cortes schon bewillig⸗ en Summen im Stande seyn wird, diesen wichtigen Zweig der Verwaltung bedeutend zu verbessern. Die Pruͤfung der den (89, vorzulegenden Veranschlagungen wird ihnen ein richtiges Urtheil e casien und sie in den Stand setzen, solche Beschluͤsse zu fassen, als spaͤter nothwendig seyn moͤchten, um die oͤffentlichen Einkuͤnfte u dem hoͤchsten Grad der Vollkommenheit zu erheben und zu⸗ ghleich binlaͤnglich fuͤr die Ausgaben des Staates zu sorgen. Das von der Regierung vorgeschlagene Gesetz uͤber die Verpfaͤn⸗ ug der Grundstucke, ist mit diesem Gegenstande eng verbunden, a von demselben das gegenseitige Vertrauen der Buͤrger bei ihren zeschaͤften und die leichtere und sicherere Verwendung ihrer Kapi⸗ alten zu ihrem eigenen und zum allgemeinen Nutzen zu erwarten Die Gesetze uͤber die Organisation des Ministeriums und die Verantwortlichkeit der Minister und anderer Staats⸗Beamten ver⸗ neen ebenfalls die Aufmerksamkeit der Cortes, weil dadurch eine groͤßere Regelmaͤßigkeit und Erleichterung in dem Gange der oͤffent⸗ schen Geschaͤfte bewirkt und den Buͤrgern eine Garantie fuͤr hie Sicherung ihrer Rechte gegeben wird. Endlich haben die Fortes noch die Staͤrke der Land⸗ und Seemacht, gemäß er Constitution, zu bestimmen. Hierbei werden sie auf die Heographische und polttische Lage der Nation, auf unsere au⸗ keren Verhaͤltnise und auf die haͤufige Verbindung, welche ir mit unseren reichen und wichtigen uͤberseeischen Besitzungen un⸗ rhalten muͤssen, Ruͤcksicht nehmen. Ich habe das Vertrauen zu gem Eifer, der Weisheit und dem Patriotismus der Cortes, daß e. ei diesen wichtigen Gegenstaͤnden, welche Ihnen vorliegen, auch ndere nicht uͤbersehen werden, die fuͤr die vollstaͤndige Anwendung er Grundsaͤtze der constitutionnellen Charte nothwendig sind, da⸗ it die Nation ihre Wohlthat anerkenne, und das von ihr aufge⸗ sielte System lieb gewinne. Unser Verhaͤltniß zu den frem⸗ den Mächten ist unveraͤndert geblieben, und ich habe das olle Vertrauen, daß die innigen Verbindungen zwischen Portugal und seinen Verbuͤndeten fortbestehen und allmaͤlig auch mit allen underen Rationen wieder werden angeknuͤpft werden. Deputirte ber Portugiesischen Nation! Es ist Ihr wichtigstes Geschaͤft, die kegierung mit den zur Bestreitung der Ausgaben noͤthigen Fonds u versehen. Verglelcht man die Einnahme mit der Ausgade, so hietet sich auch hier Grund zum Vertrauen dar. Die Regierung die strengste Sparsamkeit bebbachten und wuͤnscht, in Verein

den Cortes, nuͤtzliche Reformen durchzufuͤhren, indem sie uͤber⸗ eugt ist, in Ihrer Weisheit und Vaterlandsliebe entsprechende Ge⸗ kanungen und wirksamen Beistand zu finden. Edle Pairs des Koͤ⸗ nigreichs und Deputirte der Portugiesischen Nation! Ihr Geschaͤft muͤbsam und schwierig und verlangt Fhre fortwührende Aufmerk⸗ amkeit und Ihre unausgesetzten Ansteengungen. Ich habe indeß as Vertrauen, daß Ihr Eifer durch keine Schwierigkeiten erkalten rd und daß sie niemals den großen Preis aus den Augen verlle⸗ ten werden, den Sie als das ne Ihrer Anstrengungen erwarten ind der allein der Ruhmbegierde edler Seelen wuͤrdig ist, die hn gung, Fhrer Zeitgenossen und die dankbare Anerkennung der

Berichte aus Korfu enthalten folgende Nachrichten uͤber den Stand der Dinge in Albanien, wodurch die vor einiger Zeit Griechischen Zeitungen ausgestreuten Geruͤchte von einer foͤrm⸗

en in dieser Provinz ausgebrochenen Revolution auf ihren lahren Gehalt zuruͤckgefuͤhrt werden: „Korfu, 21. Dez. 1834. eit geraumer Zeit haben in Epirus wieder einige aufruͤhreri⸗ e Bewegungen, die von dem hekannten Albanesen⸗ Haͤuptling fafil Busi geleitet werden, stattgefunden. Nach den letzten hier ngetroffenen Nachrichten scheint es, daß Mahmud Pascha von Janina weder den Willen noch hinreichende Streitkraͤfte besitzt, 8 Tafil Bust aus Verat dem Hauptsitze des Aufruͤhrers vertreiben. Tafil Busi's Partei wurde unlaͤngst durch ungefaͤhr 50 Dibra und Mattia verstaͤrkt, und im Ganzen

8 Individuen aus rfte sich seine Streitmacht auf hoͤchstens 15 1600 Mann belau⸗

1835 einen Ueberschuß von 6,736,2232 Dollars ergeben. sind jedoch etwa 1,150,000 Dollars

daß wir durch biervo ¹ duͤrfnisse erforderlich seyn werden.

fentlichen Angelegenheiten Ich kann Ihnen uͤberdies die Versicherung kun

binlaͤnglich

inneren Politik festzu

digen. Die wichtigste fluß seyn, den sie auf

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11“

fen. Das Fort von Berat, das sich in den Haͤnden der Regierungs⸗ Truppen befindet, ist mit Lebensmitteln hinlaͤnglich versehen und hat vor der Hand von den Drohungen Tafil Busis nichts Ernstliches zu befuͤrchten. In Skutari waren Anfangs dieses Monats mehrere Bei's eingetroffen, um, wie es heißt, mit Hafis Pascha, dem dortigen Gouverneur, uͤber die Mittel zur Wieder⸗ herstellung. der Ruhe und Ordnung in Albanien zu berathen. Unter den Eingetroffenen zaͤhlt man den Pascha von Pechin, die Bei'’s von Tirana, Kavaja und Elbassan. Die vereinten Streitkraͤfte dieser verschiedenen Befehlshaber duͤrften mehr als hinlaͤnglich seyn, um Tafil Bust, die man versucht hat,

zwingen. Nachschrift vom 27. Dez. Der hiesige Ottoma⸗ nische General⸗Konsul hat so eben Prie. vom Fheccl von Ja⸗ nina erhalten, welchen zufolge Tafil Busi den ihm gemachten

guͤtlichen Vorstellungen nachgegeben haben und mit seinen An⸗

haͤngern Berat geraͤumt haben soll. Die Ruhe duͤrfte de haͤn nt ha Ruh mna in jenen Gegenden wiederhergestellt seyn.“ 9

Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.

New⸗York, 2. Dez. Von dem Schlusse der (gestern ab⸗ gebrochenen) Botschaft des Praͤsidenten, welcher von den innern Verhaͤltnissen handelt, geben wir in Folgendem den wesentlichen Inhalt: -

.„Nach der Berechnung des Departements des Schatzes werden die Einkuͤnste fuͤr das gegenwaͤrtige Jahr 20,624,717 Dollars betra⸗ gen, was mit den am 1. Jannar im Schatze gebliebenen Ueberschuß von 11,7602,905 Dollars eine Summe von 32,327,623 Dollars ergiebt. Saͤmmtliche Ausgaben, mit Einschluß der öͤffentlichen Schuld, sind auf 25,591,390 Dollars angeschlagen. Dies wuͤrde am 1. Januar Hierunter si⸗ zch etwa 1,] von demijenigen begriffen, was schon fruͤher in diesem Departement als nicht effektiv bezeichnet worden ist.“

„Man kann annehmen, daß am Ende des Jahres noch eine Summe von 8,002,935 Oollars im Schatze bleiben wird, und daß biervon nur 5,141,964 Dollars zur Bestreitung aller laufenden Be⸗ 86 Ein solcher Stand unserer Fi⸗ nanzen ist fuͤr die Industrie und Unternehmungen aller Art hoͤchst

Wohlstandes, welche die fernere Benutzung unser warten lassen. Es wuͤrde indeß nicht klug gehandelt seyn, fuͤr jetzt irgend eine Veraͤnderung in den Abgaben vorzuschlagen; die Wir⸗ der allmaͤligen Reduction einiger dieser Abgaben ist noch nicht erprobt, um den Nutzen davon genau angeben zu koͤnnen.“

„Ohne oͤffentliche Schuld, im Frieden mit der ganzen Welt, ohne verwickelte Interessen, in unseren Verhaͤltnissen zu den frem⸗ den Maͤchten, köͤnnen wir die gegenwaͤrtige Zeit als diejenige be⸗ gruͤßen, welche am geeignetsten ist, solche Grundsaͤtze in unserer

die Freibeit unserer Mitbuͤrger sichern. secthen Lasten beguͤnstigt in

es Einzelnen, und

foderation neuen Anlaß, ihr Vaterland zu lieben und es zu verthei⸗ n, den Charakter unserer Regierung ausuͤben, indem sie ihre Handlungen auf diejenigen Gegenstände beschraͤnken, welche am geeignetsten sind, ihr die Liebe und den Beistand unserer Mitbuͤrger zu sichern.“

„Die Umstaͤnde machen mir es des Kongresses auf die Bank der Zur Bequemlichkeit der Regierung gegruͤndet, ist dies Institut eine Geißel fuͤr das Volk geworden. Ihre Bemuͤhung, die Bezahlung eines Theiles der National⸗Schuld aufzuschieben, um das hierzu be⸗ stimmte Geld zu einem politischen Zweck zuruͤckzuhalten; die Aus⸗ dehnung und Deschrenbeng ihrer den Beduͤrfnissen der Gesellschaft gewidmeten Functionen; die Ausschließung ihrer Haupt⸗DOirektoren von der Kenntniß ihrer wichtigsten Geschaͤfte; die ihrem Praͤsiden⸗ ten ertheilte unbegraͤnzte Vollmacht, Schrigtsteller in Sold zu neh⸗ men und den Oruck ihrer Flugschriften zu bezahlen; die Zuruͤckhal⸗ tung der Pensions⸗Listen und des Geldes nach der Wahl eines neuen Agenten; unbegruͤndete Forderungen wegen erlittenen Nachtheils durch die Weigerung der Franzoͤsischen Regierung; alle diese verschiedenen Beschwerden sind dem Kongreß mitgetheilt wor⸗ den. Gleich nach dem Schlusse der letzten Session hat die Bank durch ihren Praͤstdenten angekuͤndigt, daß sie bereit sey, ein bei⸗ spielloses System der Beschraͤnkung und Unterbrechung des inneren Wechsel⸗Verkehrs, welches sie vom 1. August 1833 bis zum 30. Junt

zur Pflicht, die Aufmerksamkeit Vereinigten Staaten zu lenken.

1834 beß ebe ihre Vorthei f Klassen befolgt hat, aufzugeben, und ihre Vortheile auf alle Klassen ersehen, daß

auszudehnen. Dies zeigte, daß das bisher befolgte System fuͤr die Sicherheit der Bank nicht nothwendig war, und daß sie nur des⸗ halb dabei beharrte, um den Kongreß zu bewegen, ihre Forderung ruͤcksichtlich der Ablieferung der dei ihr niedergelegten Gelder zu bewihigen und ihr einen neuen Freibrief zu verleihen. Es ergab sich ferner daraus, daß die Uebel, welche das ganze Land und ein⸗ zelne Personen waͤhrend der letzten fuͤnf oder sechs Monate erduldeten, nur bervorgerufen wurden, um durch die Noth des Vol⸗ kes auf den Kongreß zu wirken. Wir koͤnnen uns Gluͤck wuͤnschen, daß der Kongreß und das Land dies hassenswerthe Mandver ertra⸗ gen baben, daß die Energie unserer Mitbuͤrger uͤber diese neue Ty⸗ rannei triumphirt und schnelle Huͤlfsmittel in der Einfuhr edler

Metalle aus allen Theilen der Erde gefunden bat, und daß endlich

die Bank sich außer Stande sieht, ibre Feindseligkeiten fortzusetzen. Die Nation bat gelernt, ihre Angelegenheiten ohne den Beistand der Bank zu verwaͤlten, und der Handel hat schon neue Huͤlfsquel⸗ len aufgefunden Am 1. Oktober sahen wir das undegreifliche Schauspiel, daß eine Bank mehr als die Hälfte ihrer Kapitalien muͤßig in ihren Gewoͤlben oder in den Haͤnden fremder Banquters zu liegen halte. Zu diesen dem Lande waͤbrend der letzten Session des Kongresses

unnuͤtzerweise zugefuͤgten Uebeln muß man noch die gewaltsame

Wegnahme der Zinsen von oͤffentlichen Fonds bis zum Belauf von 170,04à1 Dollars, rechnen, unter dem Vorwande, sich fuͤr die Ver⸗ luste, welche sie durch die Weigerung der Franzoͤsischen Regierung erlitten, zu entschaͤdigen Diese Summe bildete einen Theil der Ein⸗ kuͤnfte fuͤr das Jahr 1834, die fuͤr den oͤffentlichen Dienst bestimmt waren. Man koͤnnte eben so gut erwarten, daß die Einnehmer sich der Zoll Einkuͤnfte oder der aus dem Verkauf dffentlicher Laͤndereien geloͤsten Gelder unter dem Vorwande bemaͤchtigten, daß sie Forde⸗ rungen an die Vereinigten Staaten haͤtten. Wenn man den Grundsatz auf⸗

stellt, daß ein Jeder, der eine Forderung an die Regierung macht, sich, ohne satss Erlaubniß, an oͤffentlichem Eigenthum schadlos halten

ann, so giebt es auch keine Gewißheit mehr, daß die von dem Kon⸗ greß bewilligten Summen in den Schatz gelangen. Die Zahlmei⸗ ster der Armee und der Marine koͤnnten dann die zur Besoldung der Streitkraͤfte der Nation bestimmten Summen zu ihrem Privat⸗ Gebrauch verwenden und das Land zur Zeit des Krieges ohne Ver⸗ theidigung lassen Die von der Bank angenommene Maßregel ist zerstbrend und revolutionnair; wenn sie Nachahmer faͤnde, so wuͤrde sie das Land in Unordnung und Anarchie stuͤrzen. Ein Arttkel der Verfassung bestimmt, daß keine Geldsumme aus dem Schatz zu ei⸗ nem anderen Zweck, als den das Gesetz vorschreibt, genommen wer⸗ den darf, um die Verwendung dieser Gelder zu irgend einem Zweck, der nicht zuvor von den Revraͤsentanten des Volks gebilligt ist, zu verhindern. Die gesetzgebende Gewalt hat allein das Recht, uüber die Verwendung der oͤffentlichen Einkuͤnfte zu bestimmen. Nach der Verfassung kann die Bank ohne Zustimmung des Kongresses keine Vorschuͤsse von der Regierung erhalten. Aber die Bank hat niemals einen Kredit ge⸗ fordert; sie versgchte, sich ohne eine Kongreß⸗Akte Geld zu verschaf⸗ fen. Statt einen von beiden Kammern bewilligten und vom Praͤ⸗ sidenten bestaͤtigten Kredit nachzusuchen, wendet sie sich unmittelbar

. falls die guͤtlichen Schritte, um ihn zum Gehorsam zuruͤckzufuͤhren,

keinen Eingang finden sollten, mit Gewalt der Waffen zu be⸗ Vorzeichen dggl⸗ 5 hen bo 2

wenn es in die Fortdauer dieses eines aͤhnlichen willigt. Ich hege daher die feste Hoffnung, daß die⸗

zu

tionen der Regierung nicht nothwendig ist. schiedenen Staaten reichen vollkommen hin, um Alles, was man von der Bank der Vereinigten Staaten forderte, mit derselben

erfreulich; es ist g Vorteie d5N. r die Unbequemlichkeiten, welche fuͤr die Reisenden aus dem freulich, es ist ein gluͤckliches Vorzeichen 11““ eines allgemeinen Papiergeldes entstanden, wenn

. ze d Kon . 5 z ellen, die die Feßttggeit ö 1 S sind uns hauptsaͤchlich durch ihre Angriffe gegen unsere bohem Grade die Unternehmungen Mitbuͤrger und gegen die andern

giebt ullen Mitgliedern unserer gluͤcklichen Con⸗

&ns G e. ; 8

8 an den Schatz und verlangt von der richterlichen Gewalt die Be⸗ staͤtigung ihrer Forderungen. Dies darf nicht geduldet werden. Es ist ebenso wichtig fuͤr die Sicherheit der in der Bank niedergelegten oͤffentlichen Gelder, als fuͤr die Ehre des Amerikanischen Volks, daß Maßregeln ergriffen werden, um die Regierung ganz von einem In⸗ stitut zu trennen, welches der öffentlichen Wohlfahrt so nachtheilig ist und die Verfassung und die Gesetze verachtet. Die Ereignisse haben meine Ansichten bestaͤtigt, die, wie ich glaube, auch die des Ameri⸗ kanischen Volkes sind; sie haben dargethan, daß die Nachtheile und die Gefahren einer National⸗Bank deren Nutzen uͤberwiegen. Das verwegene Streben der Bank, die Regterung zu beherrschen, das Ungluͤck, welches sie leider hervorgebracht, die Gewalttbaͤtigkeiten, welche sie in einer unserer Staͤdte veranlaßt hat, die sonst durch Beobachtung der Gesetze und musterhafte Ordnung bekannt ist, sind vas das Amerikanische Volk zu erwarten hat, Instituts oder in die Errichtung

jenigen, welche bis jeht noch davon getraͤumt haben, die jetzige Bank durch eine andere zu ersetzen, dies aufgeben werden; es ist offenbar besser, sich einigen leicht vorauszusehenden Unbequemlichkeiten auszusetzen, als die ganze finanzielle Machrt der Republik unter irgend einer Form onzentriren. Gluͤcklicherweise ist es schon erwiesen, daß die Vermittelung eines aͤhnlichen Instituts fuͤr die fiskalischen Opera⸗ Die Banken der ver⸗

Schnelligkeit und um einen eben so wohlfetlen Preis zu leisten. Sie haben sich erhalten und alle ihre Pflichten erfuͤllt, waährend die Bank der Vereinigten Staaten noch maͤchtig und in einem Zustande offener Feindseligkeit gegen sie war Es ist unmoͤglich, anzunehmen, daß sie mehr Schwierigkeiten in ihren Geschaͤften erfahren werden, wenn der Feind nicht mehr existirt.“

Der Kongreß wird seine Aufmerksamkeit ernstlich darauf rich⸗ ten muͤssen, die in den Staaten⸗Banken befindlichen Deposita durch ein Gesetz zu reguliren. Da diese Banken ihre Freibriefe nicht von den National⸗Behdrden erhalten haben, so werden sie sich niemals in die allgemeinen Wahlen mischen und sich nicht der Mittel bedie⸗

(unen, wodurch es der Bank der Vereinigten Staaten gelungen ist,

uͤber zwei Jahre lang das Land aufzuregen und zu zerruͤtten.“

.„Die Fortschritte des Auspraͤgens der Goldmuͤnzen machen den Muͤnz⸗Beamten Ehre; sie versprechen, in kurzem das Land mit gu⸗ tem und leicht fortzubringendem Gelde zu versehen, wodurch sich Mangel nes 1 es den Staaten⸗ Banken unmoͤglich war, dergleichen auszugeben, sehr vermindern werden.“

„Der Bericht des Seeretairs im Kriegs⸗Departement und bie dazu gehoͤrigen Dokumente werden Sie mit den verschiedenen Ge⸗ genstaͤnden bekannt machen, welche dieser Verwaltung uͤbertra⸗ gen sind.“

„Seit unserer letzten Session hat kein Ereigniß eine Bewegung unserer Armee nothwendig gemacht; nur ein Dragoner⸗Regiment

wurde auf das Gebiet derjenigen wandernden Staͤmme, welche an

unserer westlichen Graͤnze vom Raube leben, abgesandt. Diese

ge Indianer, welche sich unter den Schutz der Vereinigten Staaten gestellt haben, bekannt. Es ist fuͤr die Ruhe der Graͤnzen unerlaͤßlich geworden, diese eingewurzelten u zu mich, Ihnen anzeigen zu koͤnnen, daß dieser Zweck ohne irgend eine Feindfeligkeit vkreschr ist. Es ist zu beklagen, daß die in jenen Gegenden herrschenden Krankheiten dem Lande mehrere ausgezeichnete Maͤnner geraubt ha⸗ ben, worunter namentlich der General Leavenworth, ein wohlbe⸗ kannter und wegen seiner glaͤnzenden Verdienste im letzten Kriege allgemei; geachteter Offizier.“

„Die Armee ist in einem vollkommen disziplinirten Zustande. Sie reicht in ibrer gegenwaͤriigen Organtsation hin, die nothwen⸗ digen Garnisonen an den Kuͤsten zu besetzen, die inneren Graͤnzen zu vertbeidigen, die Ueberlieferungen der Kriegs⸗Wissenschaft zu de- wahren, und mit den beftaͤndigen Verbesserungen der neueren Zeit Schritt zu halten. Dies sind die Gruͤnde, welche in unserem Va⸗ terlande eine sehende Militair⸗Macht rechtfertigen. Die Geschichte lehrt uns zwar die damit verbundenen Gefahren und das Bestreben derselben, sich zu vergroͤßern, allein die natuͤrliche Wachsamkeit des Publikums und seiner Repraͤsentanten im Kongreß kann allen solchen Uebelstaͤnden vorbeugen. In dem Zustande der Indianer hat keine wichtige Verraͤnderung stattgefunden.“

„Es sind vor kurzem Entdeckungen gemacht worden, welche das Vorhandenseyn betraͤchtlicher Betruͤgereien bei Anwendung der Pen⸗ sions⸗Gesetze fuͤr die waͤhrend unserer Revolution geleisteten Dienst darthun. Es ist unmoͤglich, zu berechnen, wie viel auf diese Weise dem National⸗Schatz entzogen worden ist.“

„Sie werden aus den dem Kongreß uͤbersandten Dokumente ehen, das Budget des Kriegs⸗Ministers, welches im Jahr 1834 bis auf die Summe von 9,003,261 Dollars stieg, wokunte noch nicht die 200,000 Dollars zur Equipirung der Miliz und die 10,000 Dollars fuͤr die Civilisation der Indianer begriffen sind, im Jahre 1838 nur 5,778,964 Dollars, also 3,22 4,297 Dollars weniger betraͤgt. Die Ursachen zu dieser großen Differenz sind theils zu⸗- faͤllig, theils npermanent, und werden bei einer guten Verwaltung auch ferner auf die Verminderung der Ausgaben Einfluß haben.“

(PAus dem Bericht des Staats⸗Seeretairs der Marine ergiebt sich, daß die Weisheit und Liveralitaͤt, womit der Kongreß stets fuͤr die allmaͤlige Vergroͤßerung der Marine besorgt war, durch einen gleichen Grund von Eifer und Treue von Seiten derjenigen, welchen die Ausfuͤhrung der Gesetze oblag, unterstuͤtzt worden sind, und wir koͤn⸗ nen in kurzem eine Seemacht aufstellen, die fuͤr alle Faͤlle hinreichend seyn wird. Betrachten wir unsere Stellung zu anderen Nationen, so ist es offenbar, daß wir, im Falle eines Kampfes mit ihnen, baupt⸗ saͤchlich auf unsere Marine rechnen muͤssen. Die weiten Meere, welche uns von anderen Regierungen trennen, wuͤrden nothwendig der Schauplatz seyn, wo ein Feind uns anzugreifen suchen wuͤrde; und wenn wir nicht vorbereitet waͤren, ihm auf diesem Elemente zu begegnen, so duͤrften wir nicht hoffen, die Mittel zur Zuruͤckweisung oder Verhinderung des Angriffs zu besitzen Wir koͤnnen daher auß

die Vergroͤßerung dieses Vertheidigungs⸗Mittels nicht genug Sorg⸗

falt verwenden. Unsere Politik hat daher wohlweislich bestaͤndtg eine binreschende Macht zum Schutz unseres Handels und zur Herbeischafung derienigen Materialien, welche zum Ausbessern der Schiffe und zum Bau neuer Fahrzeuge erforderlich sind, auf der See gehabt. Ich empfehle Ihnen in dieser Bezic⸗ bung die von dem Secretair der Marine vorgeschlagene Anlegung

von einem neuen Schiffswerft und die Erbauungen von Dampf⸗

Batteriecen. Ich fordere Sie nochmalg auf, Ihre Aufmerksamkeit aus den mangelbaften Zustand des gerichtlichen Systems in den Ver⸗ einigten Staaten zu lenken. Nichts waͤre wuͤnschenswerther, als ein gleichfoͤrmiges Verfahren der richterlichen Behoͤrden in den ver⸗ schtedenen Staaten. Sie haben, als Mitglieder der Union, gleiche Anspruͤche an die Vortheile und Wohlthaten, welche die Gesetze derselben gewaͤhren, allein die bestehenden Gesetze lassen ein Viertel der Staaten ohne Kreis⸗Gerichte. Es ist die unerlaͤßliche Pflicht des Kongresses, alle Staaten in dieser Beziehung auf gleichen Fuß 1 u setzen.“ G „Man wird mich hoffentlich entschuldigen, wenn ich von neuem auf die Art der Erwaͤblung des Praͤsidenten und Vice⸗Praͤstdenten der Vereinigten Staaten zuruͤckkomme Ich habe mich immer mehr uͤberzeugt, daß es von der hoͤchsten Wichtigkeit fuͤr das Land ist, ei⸗ nen Plan anzunehmen, welcher unter allen Umstaäͤnden dies wichtige Souvecainetaͤts⸗Recht der direkten Kontrolle des Volks unterwirft. Koͤnnte man dies erreichen und die Functionen des Praästdenten und Viece⸗Praͤfidenten auf eine Pertode von à oder 6 Jabren deschràn⸗- ken, so wuͤrde unsere Freiheit dadurch eine neue Stuͤtze erhalten. Fuͤr jetzt ist zwar eine Verlebung der Verfaffung, insofern sie die persöͤnlichen Rechte des Einzelnen hetrifft, nicht zu fuͤrchten, aber 8