1835 / 24 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Fortsetzung dieser Mittheilungen wird einem großen Theile des Publi⸗ kums doͤchst erwoͤnscht seyn. In den „Zodiacallichtern“, mit denen das Januar⸗Heft schließt, finden wir Nonzzen uͤber bevorstehende literar. sche Erscheinungen und kurze kritische Fingerzeige auf Mert'’s Briefwechsel unter Redaction des Dr. F. L. Wagner, und Achim v. Arnims Nachlaß und Brief⸗ wechsel mit Klemens Brentano, Wilhelm Neumann'’s hinterlassene Papiere, Steffen’s hodegetische Vorlesungen, Schefer's neueste Pro⸗ duct on, A. v. Chamisso's gegenmaͤ tige Thaͤtigkeit u. s. w. Moͤchte der Zodiacus fortfahren, auch in dieser Wrise die Interessen der Li teratur in sein Bereich zu ziehen. K.

Raturgaben, oder-die mehr oder weniger den Rollen zusagenden ersönlichkeiten der Schauspieler, noch auf der andern Seite die pbantastischen Grillen gewisser Leser Goͤthe's, die es durch⸗ aus nicht vermoͤgen, den Leser in den Zuschauer zu verwan⸗ deln, im Sinne, sondern nur die Gesammtbildung, nie sie sich von Zeit zu Zeit in Erscheinung und Wirkung erkennen laͤßt. Avber daber mag ihm vergoͤnnt seyn, auf Einen Punkt einen besonderen Accent 2 legen: das Publikum wird immer besser, wenn man es n cht wie Poͤbel behandelt und inmitten seines laut werdenden Bei⸗ fall; fuͤr das Gemeine und Alltaͤgliche nicht an seiner Empfaͤng⸗ Lichkeit fuͤr das Ungemeine und Ungewoͤhnliche zweisfelt. Ge⸗ wiß sind es nicht die gebrauchlichen Formen und Redensarten seldst, die den Beifall der Menge oft so hesftig aufregen, son⸗ dern der groͤßere oder geringere Geist, der in ihnen lebt; man deinge nur Geist und Kraft auch in andere Formen, nur freilich nicht in ganz unfaßliche, so wird die Empfaͤnglichkeit nicht fehlen, der Beifall nicht ausbleiben. Genug, um das cigentliche, absicht⸗ liche Thema dleses Berichts wieder aufzunehmen: die neueste mimi⸗ he Auffuͤhrung des Goͤthe'schen „Tasso“ war ein sonnenklarer Be⸗ weis des Fortschrittes der Buͤhne und des Publikums in ihrer wech⸗ selseitigen Bildung; es war von Seiten der Buͤhne, was man ohne phantastische, uͤberspannte Grillen fordern darf, ein gutes Ganze, vielleicht sogar im Einzelnen, wenigstens in dem Wohllaut und der Seele des Tons der Prinzessin den Forderungen des Ideals enisprechend; und dabei muß Referent pflichtmaßig zur Ehre der Vuͤhne bemerken, daß fuͤr dee Person des Tasso, außer dem diesmaligen tuͤchtigen Darsteller, diese Buͤhne noch einen zweiten, schon mit dem See Beifall aufgenommenen, besitzt. Und von Seiten des Publikums nur die paar Worte: ein ganz vol · les Haus, ein Ausbruch des Entzuͤckens im Einzelnen, eine Zufrie⸗ denheit im Ganzen; denn von einer solchen Versammlung kann der sonst so gemißbrauchte Hervorruf aller Mirspielenden am Schlutz der Vorstellung fuͤr ein Zeichen der Zufriedenbeit angenommen wer⸗ den. Ueber das von diesem Drama so ganz verschiedene h storische Schanspel „Richard III.“, und uͤber dessn auch zu verschiedenen, hier boͤbern, dort maͤß gern Anspruͤchen verechtigende Darstellung in einem unserer naͤchsten Blaͤtter.

I11“ 9ꝗSJg.

Sonntag, 25. Jan. Lestocg, ober: Intrigue und 9 Opver in 4 Akten, von Seribe. Musik von Auber. 9 1

Deutsche Buͤhne bearbeitet vom Freiherrn von cat:nseie P r e

Paris, 16. Jan. Der Gesandte der Vereinigten 2 ten, Herr Lwingston, hatte vorgestern Abend eine Audienz ber Koͤnige. Gestern empfingen Se. Majestaͤt den Grafen von ] pony, den Freiherrn von Werther und Lord Granville.

Herr Lvinaston soll erkaͤrt haben, daß er die ihm angc tenen Paͤsse nicht eher annehmen koͤnne, als bis er von sen Regierung den Befehl dazu erhasten haben wuͤrde. b

Lord Granville und seine Familie haben gestern Nätai tag Paris verlassen, um nach England zuruͤckzukehren.

Die Deputirten Kammer hat waͤhrend der letzten Tage ihren Bureaus das Budget gepruͤft. Die meisten Bureaus 58. suͤr mehrere ministertelle Departements ihre Arbeiten an eendigt.

Der Impartial fragt, ob es sich mit der Verfassungn trage, daß Fuͤ st Talleyrand noch bei dem Minister⸗Consell

wesend sey.

Ein hiesiges Blatt sagt: „Um dem Wunsche des 1 sten Talleyrand zu geuͤgen, der fuͤr Herrn ron Bacourt, smg ersten Gesandtschafts⸗Geirerair in Lonkon, einen Gesandlsten Posten verlangt hat, benutzte man die Ernennung des Genaah Sebastiani zum Botschafter in London. Herr von Romgs jetzt Botschafter in der Schweiz, wird Herrn Sebastian Neapel ersetzen, Herr Mortier, jetzt außerordentlicher Gesenge in Lessabon, in Bern den Posten des Herrn von Rumigny nehmen und den Herrn von Fontenay, der jetzt außerordentseh Gesandter in Stuttgart ist, zum Nachfolger haben. Dieser Gesandtschafts⸗Posten endlich wird dem Herrn von Bam

Berliner hörse. Den 22. Januar 1835. Amtl. Fonds- und Cell-Cours-Zettel. (Preuss. Cour.) Wluwraenmn Jzt her gIceu. St.-Schuld-SIch. 4 1 4 100 ½ 4 102 [101½ ler. Engl. Obl. 30. 4 s 97 90¾ 4 106 ½ l'rüm. Ich. d. Seech. 88 63 ½ (2 ¾ 106 ½ Kurm. Obl. m. I. C. 4 100 ¼ 9 9 1067 Neum. Int. Sch. do. 4 10 Herl. Stadt-Obl.] A 100 ¾ 9 2 Königsb. do. 4 Elbing. do. 4 ½ Danz. do. in Th. —] 38 ½ Westpr. l'fandbr. 4 102

Grofshz. 'o-. do. 4 ——

Wechscl-Cours.

n keit des legitimen Fuͤrsten, fuͤr erledigt erklaͤrt, und der Herzog Wilhelm von Braunschweig, als naͤchster Agnat, berufen wurde, mit allen Rechten und Pflichten, welche die Verfassung dem re⸗ gierenden Herzog zugesteht oder auferlegt, an die Stelle seines Bruders zu treten. Nachdem die Deutsche Bundes⸗Versamm⸗ lung diesen Akt gebilligt hatte, bestieg der Herzog Wilhelm den Thron. Der Herzog Karl, fluͤchtig, aus seinen Staaten vertrie ben, reiste in England, Oesterreich und Spanien umher, und machte vergebliche Versuche, in seine Staaten zuruͤckzukehren Damals war es, wo seine Familie seiner Verschwendung Einhalt thun wollte, und ihn unter die Vormundschaft des Herzogs von Cambridge stellte. Diese Akte wurde dem Franzoͤsischen Mini⸗ sterium der auswaͤrtigen Angelegenheiten, und von diesem dem General⸗Advokaten zugesandt, der dieselbe dem Herzoge Karl mitgetheilt hat.“ Der Advokat schloß mit der Behauptung, daß es sich hier von einem gegen den Herzog Karl erlassenen Gesetz handle, welches durch die Franzoͤsischen Gerichtshoͤfe nicht geaͤn⸗ dert werden koͤnne. Der Herzog Karl erhob sich hierauf und verlangte, einige Gegenbemerkungen zu machen. Er verlas eine Note, worin er seiner Familie vorwarf, daß sie sich sein Eigen⸗ thum zueignen, und ihn durch endlose Prozesse zwingen wolle,

Der Oberst Paixhans war der Meinung, daß die Wiederher⸗ stellung dieser Werke ohne allen Nutzen fuͤr Frankreich seyn wuͤrde. Auch der Marschall Clauzel sprach sich in diesem Sinne aus, indem er jedoch zugleich bevorwortete, daß es Frank⸗ reich vollkommen frei stehen muͤsse, in seinem Lande zu thun, was es gut finde. Die betreffende Bittschrift wurde hierauf an den Conseils⸗Praͤsidenten verwiesen. In einer andern Eingabe ver⸗ langten mehrere Winzer des Depts. der Haiden die Abschaffung der Getraͤnksteuer und die allmaͤhlige Herabsetzung der Zoͤlle. Ueber den ersten Theil dieser Vorstellung wurde zur Tagesordnung ge⸗ schritten, der zweite aber der Douanen⸗Commission uͤberwiesen. Der Minister des Innern unterbrach hier die Bittschriften⸗ Berichte, um der Kammer verschiedene Gesetz⸗ Entwuͤrfe von oͤrtlichem Interesse vorzulegen. Es erfolgte so⸗ dann die Aufnahme der neu gewaͤhlten Deputirten, Herren Clogenson, Azais, Mathieu, Moreau, Guizard und Garnier⸗ Pageès. Bei der Frage des Herrn Dupin, ob Letzterer in der Versammlung zugegen sey, erregte es einiges Gelaͤchter, als der Praͤsident den Antwortenden (es war Herr Garnier⸗Pagss selbst) mit den Augen in den Reihen der rechten Seite suchte, wo er in der vorigen Session saß. „Blicken Sie links!“ riefen meh⸗

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

. Majestaͤt der Koͤnig haben Allerhoͤchstihren Kammer⸗ 89 86 bibherigen Geschaͤftstraͤger am Kaiserl. Oesterreichi⸗ schen Hofe, Legations⸗Rath von Brockhausen, zum außeror⸗ dentlichen Gesandten und bevollmaͤchtigten Minister am Koͤnigl. Schwedischen Hofe Allergnaͤdigst zu ernennen geruht.

—Se Majestaͤt der Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht, den Obersten, Freiherrn von Martens, auf sein Gesuch, von dem

osten Allerhoͤchstihres außerordentlichen Gesandten und bevoll⸗ maͤchtigten Ministers bei der Hohen Ottomanischen Pforte ab⸗ uberufen, und diesen Posten Allerhoͤchstihrem Kammerherrn Pnd Legations⸗Rath, Grafen von Koͤnigsmarck, zu uͤber⸗ tragen. 1 1

es Koͤnigs Majestaͤt haben die Befoͤrderung des Dom⸗ e Jos eph Geritz zum Dom⸗Dechanten bei der Ka⸗ thedral Kirche zu Frauenburg Allergnaͤdigst zu bestaͤtigen geruht.

] Ostpr. 1'tandhr. l'omm. do. Kur- u. Neum. do. Schlesische do. Rkst. C. d. K.-u. N. Z.-Sch. d. K.-u. N. Holl. vollw. Duk.

Neue do. Friedrichsd'or.. 2 l)isconto

100

75 5

101½ 10,2

13³ 72 4

Prreu,ss. Cour. IEtrief. Ggelu. 14A1¾ 141

152 ½

1⁵52

Amsterdam dito Ilamburg dito London

Kurz 2 Mt. Kurz 2 t.

300 Mk. 300 Mk.

Der bei dem hiesigen Stadtgerichte angestellte Justiz⸗Kom⸗

8 8 7122 .

8

ge

Haus und Heerd des Deutschen regung gefuͤhrten literaeischen

en erwaͤrmen und veredeln. schrift auch fernerhin dieser von ihr Fäann sie fuͤr eine Deutschland ugen Anknuͤpfungspunkt dazu bilden. sflteht der Herausgeher, Aufsatze:

tisch⸗kruischen Produktivitaͤt Deutschlands eine iinniem er den Geist ; die neuesten füeberhaften Aufregungen im saf t. 1 r . 1 en muß, vereint sich hier eine Feinheit der FIend678 in der Charakteristek Tieck's auf eine gediegene Weise be⸗ tlaͤtigt. Feder des Autors entflossen ist.

das Januar Heit drei Berichte von F. G. Küͤhne uͤber: Werte vom Iuste-milivu und Verfasser uͤder eine Richtun

und Gehalt. . „Roͤmischen Kalender“ die Maͤrz⸗Gedichte.

si llung der Emancipation der Ven lor shen

Briefe: lung des Kconprinzen Friedeich von Perufen.“

Literarische Nachrichten.

Literarischer Zodiacus. Schristen in bunter Reihe zur Anregung und Unterhaltung. Mit Beitraͤgen von dem 1 Autor der Tutti Frutti, Fr. Foͤrster, Eduard Gans, C. F. Göͤschel ꝛc. ꝛc. Redigirt von l)r. Tb. Mundt in Ber⸗ E. e 1835. Leipzig, Gebruͤder Reichenbach. 96 „Mitt vorliegendem Heste eröffnet das bereits in diesen Blaͤttern angeküͤndigte Journal seinen Jahreslauf durch den Thierkreis der leterarischen E scheinungen der Gegenwart, die kemesweges immer bimmlische Sternbilder an ihrem Herizonte heraussteigen neht. Wie

Paris Wien in 20 Xr. 2 Augsburg.. ireneh2 .

Leipzig

Frankfurt an. M. WZ Petersburg Warschau

11I. ““ 300 Fr. [2 t. Mt. Mr. Mt. Tage 2 Mt. 3 Woch Kurz

3 Mt. 8122 1 A.

2 8

100 Thl. . 1000 Thl.

103

1 24. 3012

mannigfach auch die Mitwirkungen der hier zu einem geistigen Ver⸗ eine zu‚ammenget’etenen Maͤnner sich gestalten moͤgen, jedenfalls ist es bedeursam, daß die radikale Skepstz der Gesinnung, die allem Inba:te und allen Formen des Lebens zre so tze, aber boble Stun keck entgegenbot, hier einen Widerstand finden wird, füͤr d.ssen nachhalrtge Wicksamkeit die Reite der vorgefüͤhrten Namen buͤrgen kann. Sieht man hier diese verschiedenen theilweis hoͤchst bvedeutsamen geist:gen Kraͤfte

zen die anarchischen Gewalten in der Literatur der Gegenwart in geschlossenen Gliedern herenruͤcken, so liegt hierin weder ein leeres Prunken, noch ein Gefuͤhl der Schmwaͤche, die sich anschmiegen und eben nur in Reihe und Glied kaͤmpfen möchte: vielmehr bekundet sich hierin nur das Beduͤrtniß einer Gemeinsamkeit des Kampfes fuͤr Denkens und Dichtens. Das Publi⸗ kum darf einer vollstaͤndigen Beendigung der in krampfhafter Auf⸗ 2 Feldzuͤge der letzten Zeit entgegense⸗ en. Die zur Skepsis entartete Dialeftik des Gedaͤnkens und Ge⸗ uͤhls wird sich wieder mit Stoffen erzuͤllen, die unser geistiges Le⸗

Entspricht in dieser Hinsicht die Zeit⸗ eingeschlagenen Richtung, so eine neue Umgestaltung der literarischen Interessen in eine unber’chenbare Wirksamkeit uͤben und einen wich⸗ Ganz diesem Ziele zustrebend, Here Th. Mundt, in einem einleitenden

Kanz-Bill. 24 1. 8 Preuss. vräm.-Scheine 1132⁄. do 48⁄ Aul. 100. Span. 59 45 ¾. 27 18. 8 9 1 8 8

—. do. Engl. Kuss.

Port. 88 ½. 4 1 8

1834 969.

Auswürtige Börsen. 818

Ausg. Schuld 1,2 ½.

Kuss. 98 ¼. Oesterr.

Amsterdam. 17. Jannar. Schuld 54 1v. 55 4o. 100¼. 4 ½ % Amort. 94. 3 ½ 3 76 /8.

8. Antwerpen, 16. Innnar. * Span. 5 8 45 ½¼. Guebhard 44 ¼. Zinsl. 16 ⅛. Coup. —.

38% 27 ½. Cortes

Belg. —.

Hamburg, 29. Januar. 88 Hope in Cert. n8 ½⅛. Preuss. Präm -Scheine 124 10.3. Portug. 85. Schutz-Oblig.

5, 1„, 2 Poln. 130 ¾.

London, 16. Januakx. Cons. 33 92 ⅛. Span. 28. Cortes 56 ½. IiolI. 2 ½ 2 54¼. Eupl. Russ. 108 ½. Columb. 32 . Mez. 41 ¾.

8b *.

Wien. 17. Junuar. 5 8 Met. 100 ½ 43 92 ¾ 3. Bauk- Actien 1282. Neue Anleihe v.

„Ueber Bewegungs⸗Parteien in der Literatur“ nicht

und seinem Journal, sondern der ganzen aͤsthe⸗ gewichtige Prognose, der Bewegung in der Literatur von Goethe bis 1— Zusammenhange auf⸗ Mit der Waͤrme, die die Begeisterung fuͤr die Sache einslb⸗ Beobachtung, die sich

loß sich

Jedenfalls gehhrt die Abhandlung zu dem Besten, das der Zu weiterer Verfolqung einer kri⸗ üschen Beleuchtung unzerer naͤchsten literariscen Interessen biectet zwei ein sanzeuͤlottes Ultra“, in weichen der der Historivaraphie unserer Tage und über das Verbaltniß, in welchem Witz, Iconie und Humor zu un⸗ serer Zeit siehen, sich ausspricht. An unterbaltender Lekruͤre ergiebt sich Mannigfaltigkeit in Form Von Leopold Schefer erhalten wir auz seinem s Tb. Mundt giebt in den „Unterhaltungen in Prag’ eine romantisch⸗humoristische Dar⸗ Weiber im Boͤbmischen Maͤgde⸗Kriege. Productionen sind zwei Gedichte von Heinrich Stirglitz und ein Lied von F. A. Maͤrcker dazwischengestreut. Eandlich erhalten wir aus dem naͤchstens erscheinenden dritten Pande von Fe. Föͤrster's Lebensbeschreibung Friedrich Wilhelms 1. einige dem Konigl Geheimen Staats⸗Archive zu Berlin und dem graͤflich Seckendorfischen Archive zu Meußeln itz entnommene uckund liche „Ueber die Tbeilnahme des Wiener Hofes an der Vermaͤb⸗ Die versprochene

musikalisches Quodlibet in 2 Abth. Balet in 2 Avth., von Ph. Taglioni.

lacle demandé: 1) La Lectrice, drame-vaudeville nouveau en 2 acles. violon des cours de France et de Russic, dans lequel il exe- culera:

militaire, verture.

exéculés, L.e sourd, ou: L'auberge

male: Der Schreckschuß,

Laurence, von L. Ange y. 3 Abth., nach dem Franz., von L. Ange y.

Oper in 3 Akten.

Kosten, Posse in 5 Akcen, (C mol) in 4

2

Koͤnigliche Schauspiele. Freitag, 23 Jon. Im Opernhause: Der reisende Student, Hierauf: Die Sylohäde,

Im Schausptelhause: Représenlation extraordinaire: Spec- Ensuite: Concert, donné par Mr. Lafont. premier

1) Gande fanfaisie nouvelle, variations et marche sur un theme original, de sa composition. 2) Ou. 3) Sonvenirs du Simplom, KAirs suisses varfes ct par Mr. Lafont. Le spectacle sera terminé par: pleine, pièce comique en 1 acic. Im Schausp elhause: Zum ersten⸗ Posse in 1 Akt, nach Bayard und Hierauf: Oakel Brand, Lustsoiel in

ater.

Des Adlers Horst, romantisch-komische Musik von Fr. Glaͤser.

Sonnavend, 21. Jan. Die Reise auf gemeinschaft iche von L. Angety. Verher: Sinphonie

8

Sonnabend, 24. Jan.

Koͤnigstaͤdtisches The Freitag, 23. Jan.

24

Irrthume;

optirt hatte. Von diesen

Dubreuil 52 60 unter 291

des Allier, da ministeriellen

dritten Wahl

gehoͤrt, die m

5 proc. Neap. Span. 44 ½. 15 ½¾. 2 proc.

Saͤtzen, von L v. Beethoven.

Herrn Berryer erwaͤhlt worden,

nisterielle Kandidat Herr von rale Kandidat General Bertrand 34 batten auch in den andern in neuerer Zeit Wahl⸗Kollegien die Legitimisten einen nicht hang. So harte z. B. in Lombez Herr von Panat 98 Cm. men unter 226; in Condom hatte der Legitimist Herr Chanm

len bekannt geworden; von dem

des Lot, welches zu Figeac versammelt des Herrn Bessières, der fuͤr Sarlat Deputirten zu ernennen, ist Herr Centé, didat, mit großer Majoritaͤt und von dem zweiten Wahl. Kollegi

der Kandidat der Opposition,

Stimmen hatte,

Der Moniteur Titel „Beitritts⸗Vertrag“, wodurch Daͤnemark den zwisch Frankreich und Maͤrz 1833 abgeschlossenen Traktaten in Unterdruͤckung des Sklavenhandels beitritt.

Heute schloß 5proc. Rente cour. 107. 30.

Frankfurt a. M., 19 Jan. 101,1% 101 1 Bank⸗Actien 1568. 1566 100 Gulden 215 ½ G. Preuß. Anl. 96 ½. 95 ½. Loose 70 ¼ 69 . 26¼. 26.

uͤbertragen werden.“ Die gestrige Meldung, Deputirten in Marseille gewaͤhlt worden sey, beruhte auf en

daß der Herzog von Fitz⸗James

derselde ist vielmehr in Toulouse an die Stell] der seinerseits fuͤr Mans Die Gesammtzahl der Waͤhler belief sich auf erhielt der Herzog von Fitz⸗James 247, der Malaret 176 und der . Stimmen. Uehriga zusammenberufm unbedeutenden

Stimmen unter 192 und

in Macon Herr Ah . Heeuute sind wieder drei

neue Deputirten⸗Mm dritien Wahl⸗Kollegum war, um an die Sn eptirt hat, einen neu der ministerielle ga

s zu Lapalisse versammelt war, Hr. Bureau de Puyj mit 104 Stimmen, gegen i Herrn Lelorgne d'Ideville, der zum Deputirten gewaͤhlt worden. Jn de „Kollegium der Vendée, das zu Bourbon Vengw

Kandidaten,

versammelt ist, sollte am 13ten dieses zwischen den Herren N. chaffault und Merilhou, den uͤbrigen Kandidaten,

beide von der Opposit on, welche umd zu denen auch Herr Armand Cann eisten Stimmen fuͤr sich hatten, balletirt werdn⸗ publizirt heute einen Traktat, unter de

England am 30. November 1831 und am Bezug auf die gaͤnglch

r. compt. 107. 10. 1 3proc. pr. compt. 77. 10. fin cour. 77.⁄ pr. compt. 93. 80. fin cour. 93. 95. öyn gproc. do. 27 ¾. Cortes —. Ausg. Span. Sche Holl. 55. 10.

Oesterr. 5proc. M. 93 ½. 93 ½ 2 vroc 55 G 1proc. Part.⸗Oblig. 139 1. 139 ½ Loose Praͤm. Sch. 62 ½ 62 ½ do. 497 Holl. 5proc Obl. von 1832 98 97 ½. . 5proc. Span. Rente 44 ½. 43 ¾. Zproc. do. „.

4proc.

Bekanntmachungen.

3 Edietal⸗Citation.

Von dem Koͤniglichen Stadtgerichte hiesiger Resi⸗ denz ist in dem uͤber das auf einen Betcag von 12,784 Tyle. 17 sgr. 5 pf. vorlaͤufig ermittelte, und mit einee Schulden⸗Summe von 15,357 Thlr 17 sg. 9 pf belastete Vermoͤgen des Kaufmanns Fried ich Wulhelm Mischke am 4. August 1834 eroͤffneten Con⸗ eurs⸗ Prozesse ein Termin zur Anmeldung und Nach⸗ meisung der Anspruͤche aller etwanigen unbekannten Glaäͤubiger auf 4

den 3. Marz 1835, Vormittags um 10 Uh“, vor vem Heꝛrn Justiz⸗Rathe Am ssetter angesetzt worden Diese Glaͤubiger werden daber hierdurch aufgeforr ert, sich cis zum Teemine schriftlich, in demselben aber per⸗ sonlich, oder durch gesetzlich zulaͤssige Bevollmaͤchtigte, wozu ihnen beim Manael der Bekanntschaft die Her⸗ ren Justiz⸗Kommissarien Muͤller l., Schulze und v. Ucke mann voegeschlagen werden, zu melden, ihre Foederangen, die Art und das Vorzugsrecht derselbe anzugeben und die etwa vochan enen schriftlichen haber. Beweismwittel beizubringen, demnaͤchst aber die wei⸗ Ober⸗Th

halb gegen die uͤbri schweigen wird aufe Bresleu,

½ 2* 52

Bei so eben handlungen zu

Oder: und fehlerhaften

Bearbeitet

von dee Masse weden ausgeschlossen und ihnen des⸗

ser Anz

Zweite durchgesebene Ausoabe. Pr Refercent haͤlt sich verpflichtet, auf diesee zweiten Auflage um s, mehr machen, da die eeste durch die eingeg se iptionen bereits vor

October 1834.

Residenz.

Literarische Anzeigen.

A. W. Hayn, Zimmer Straße Nr. 29, ist eeschtenen und daselbst, so wie in alen Buch⸗ haben:

Handbuch

der praktischen Pfer Beurtheilung des P. eedes seinem gesunden Baue nach, mit Anga e der Kean⸗ zeichen, der Fehlee seiner Theile, des woͤhnlichen Krankheiten, vei denen noͤthig ist, deren Verhuͤtung und Beleiti wie der Fouragen u n Kavallerie und Actinerie und fuͤr jeden

n - ierarzte, Lehrer de? Tuier⸗He lkunde koeres tere rechtliche Einleitung der Sache zu gewaͤrtigen, vondiren em Mirgliede der Koͤnigl. Französischen wogegen die Ausbleibenden mit ihren Anspruͤchen Central⸗Landwirthschafts Gesellschaft zu Paris. erlaͤuter; de./ Abbildungen.

dF MMeggee wurde. Fur de Brauchbackeit dieses

der Nare des ruͤhmlichst bekannten H.

und Sachsen

und einee Ecktarung von fremden

dekenntniß am haͤufignen vorkommen.

Altecs, der ge schnelle Huͤlfe 3 ung, so Fuͤr Offiziere der Pfe. de Lrev⸗ F C. Dieterichs,

Sieg de

So eben ist im Bremen erschienen und zu haben zu B platz Re 2, in der Stuhrschen bei Amelang, Oehmigke, Eichte Die Cholera mit dem besten Ec durch die homdopatbische Curart.

dgl. m

von J

Mit

mann, den Leib⸗Aerzten

5 27

r Homdopathik. Verlaze von A. H. Geisler in

Buchhandlung, auch

gen aus den Schriften von Hofratb Hahne

eiger fuͤr die Preußischen Staate ein ewiges Still⸗

Koͤnigliches Preuß. Stadtgericht hiesiger

eis 11 Thlr.

das Erscheinen aufmerksam zu angenen Sub⸗

erniger Zeit ganzlich veegriffen

Buches buͤ gt ren Veef⸗ssers

Praktische Anleitung zur Ao tsführung der Schiedsmaͤnner, in den Provinzen Preußen, Schlesten, mit den noͤthigen Oienst

Brandenburg Formulacen, und deutschen

Woͤcteen, die im Um ange'und in der Gecichtssprache fig ommen. Von J D F R Koͤnigl. Preuß Hofrathe. Preis

umpf 2 Thle.

ertin, Schloß⸗

r: folg bekaͤmpft Nach Auszuͤ⸗

I. 1“ Hofrath Bigel, den Doctoren Forster, Qull J Schubvert und J. Norh. Darges von einem Freunde des oöͤffentlichen Wobhls. Svo. brosch 113½ sgr. Der geschichtliche Beweis ist unlaͤugbar, daß; bomdopathische Cucart am besten gegen die bole gekämoft und gestegt hat. Möchten alle Siege“ dieser Act seyn Der bomdopathische soll nicht z Stolz o er Uebermuth wider Gegner und Fein er soll vielmehr zum Wohl Aller fuͤbren und Anerkennung des Bessern, somit es das Bessere ist Nicht leicht ist wohl in⸗ Schrift uͤber diesen Ge genstand erschienen, die diese fuͤrchterliche Krankte so klar und deutlich beleuchtet hat, wie diese. M. gedenkt nicht noch der Besorgniß, wie sie bier al trat: nicht furchtsam a er auch nicht nachlaͤssig da⸗ man in Beorachtung dieser Krankbeit seyn, denn Hefahr, sie wieder ausbrechen zu sehen, imn F klein. Nicht allein fuͤr den Arzt, sondern auch ten Nichtarzt ist dieses Werk von großer Wichtigke Das Taschenbuch Minerva, 23 Jahrgange, sge 10 Thl daegge bis 185 Ig sar ir 10 Thlr.; einzelne Jahrgaͤnge à 15 sar., baren in der Jehhns

schmidt und

Buchhandlung J. A List, in Berlin, Burgstr. Ne.

missarius Licht ist zugleich zum Notar in dem Departement des Koͤniglichen Kammergerichts bestellt worden. 1

Der bisherige Mit⸗Direktor am Gymnasium zu Saar⸗ bruͤcken, Ottemann, ist zum alleinigen Direktor dieser Anstalt ernannt worden.

as iste Stuͤck der diesjaͤhrigen Gesetz⸗Sammlung, wel⸗ ches 8. eHig wird, enthaͤlt die Allerhoͤchsten Kabinets⸗ unter 1 eee vom 16ten v. M. u. J., die Entschaͤdigungen be⸗ 1 treffend, welche bei landesherrlichen Lehnen fuͤr die bei einer Regulirung gutsherrlicher und baͤuerlicher Verhaͤltnisse, Dienst⸗Abloͤsung, Gemeinheitstheilung ‚‚eoder Reluition von Grundgerechtigkeiten das Lehn keempfaͤngt; , 1573. vom 20sten ejusd., betreffend die Verzichtleistung auf Bestrafung in Injurien⸗Sachen und das Verfahren in solchen Injurien⸗Sachen, in welchen Militair⸗ Personen oder Beamte als Beleidiger oder Belei⸗ digte verwickelt sind; · 1574. vom 24sten ejusd., betreffend die Aufhebung des §. 10 des Stempel⸗Gesetzes vom 7. Maͤrz 1822 und die an⸗ dderweitige Bestimmung des bei Auseinandersetzun⸗ 1— gen zwischen mehreren Erben fuͤr die Uebernahme

1 von Nachlaß⸗Gegenstaͤnden zu entrichtenden Werth⸗ 1“ els, und . 1575. ““ ejusd., wodurch diejenige Strecke des Fuͤrstlichen Justiz⸗Amts, Bezirks Heddesdorf, welche unterhalb Neuwied an den Rhein graͤnzt, der zoll⸗ gerichtlichen Jurisdiction des Fuͤrstl. Justiz⸗Amts Neuwied uͤberwiesen wird. Berlin, den 24. Januar 1835. Debits⸗Comtoir der Gesetz⸗Sammlung.

8

189 1

wngs⸗Nachrich Ausl 8

8

s Csgane“ aris, 17. Jan. Die Pairs⸗Kammer war vorgestern und est ee gewoͤhnliche Zeit als Gerichtshof versammelt. 9” diesen beiden Sitzungen wurden 25 in die letzten Unruhen ver⸗ wickelte Individuen, wegen unzureichender Beweise gegen sie, außer Anklage gesetzt; 15 andern Inkulpaten soll dagegen der Prozeß ge⸗ macht werden. Heute trat die Pairs⸗Kammer als politischer Staatskoͤrper zusammen, um sich mit der Ernennung der Kom⸗ missionen zu beschaͤftigen, denen die Pruͤfung der verschiedenen Gesetz⸗Entwuͤrfe, die der Kammer in neuerer Zeit vorgelegt worden, uͤbertragen werden soll. Die Zusammenstellung weier dieser Kommissionen (fuͤr die Verlaͤngerung des Tabacks⸗Mono⸗ pols und fuͤr die Erhoͤhung des Pensions⸗Fonds des Finanz⸗ Ministeriums) uͤberließ die Kammer ohne Widerspruch dem Praͤ⸗ sidenten. Als aber die Reihe an die dritte Kommission kam, die über die Proposition wegen Abschaffung der Majorate berichten soll, bemerkte der Praͤsident, daß es nun das dritte Mal sey, daß diese Proposttion ihr vorgelegt werde; da er hiernach in den beiden letzten Sessionen schon 2 Kommissionen fuͤr jenen Gegenstand ernannt habe, so moͤchte die Kammer es vielleicht fuͤr angemesse⸗ ner halten, diese Kommission diesmal selbst zu ernennen, um ihr einen offizielleren Charakter zu geben. Der Graf Dejean stimmte dieser Ansicht bei. „Die Kommissionen“, sagte er, „die bisher von dem Praͤsidenten ernannt worden sind, haben immer Mo⸗ dificationen in Antrag gebracht, die von der Pairs⸗Kammer ge⸗ nehmigt, von der Deputirten⸗Kammer aber verworfen worden find. Da uns dieselbe Preoposition jetzt zum dritten Male zu⸗ kommt, so glaube auch ich, daß es gut wäre, wenn die Kammer selbst die Kommission ernennte.“ Die Masoritaͤt der Versamm⸗ lung ging indessen auf diesen Antrag nicht ein, sondern uͤberließ die Wahl dem Praͤsidenten, der nunmehr die Grafen v. Bondy, Gilbert des Voisins, Molitor, von Noé, Siméon, von Tascher und Herrn Boyer zu Mitgliedern der gedachten Kommission er⸗ nannte. Auf die Bemerkung des Grafen von Tascher aber, daß er schon fruͤher zweimal Mitglied der Kommission zur Pruͤfung des erwaͤhnten Antrages gewesen sey, ernannte der Praͤsident statt seiner den Grafen Dejean. Die Kammer trat hiernaͤchst

wieder als Gerichtshof zusammen. 8 Die Deputirten⸗Kammer hielt heute ebenfalls wieder eine oͤffentliche Sitzung, die hauptsaͤchlich den bei ihr eingegan⸗ genen Bittschriften gewidmet war. Es befand sich darunter eine

Petition, worin ein ehemaliger Stabs⸗Offizier verlangte, daß rankreich die Festungsw Huͤningen wieder herstelle.

rere Stimmen. In der That hatte Herr Garnier⸗Pagès dies⸗ mal auf der aͤußersten linken Seite Platz genommen, wo er jetzt zur Belustigung der ganzen Versammlung dem Koͤnige und der Charte den Eid der Treue leistete. Bekanntlich ist Herr Gar⸗ nier⸗Pages ein entschiedener Republikaner. Nach dieser Un⸗ terbrechung wurden die Bittschriften⸗Berichte wieder aufgenom⸗ men; sie waren indeß von keiner besonderen Wichtigkeit, da die zum Vortrag gebrachten Eingaben groͤßtentheils Privat⸗Reclama⸗ tionen betrafen und durch die Tages Ordnung beseitigt wurden. Jetzt bestieg Herr Martin die Rednerbuͤhne, um seine Proposition zu entwickeln, worin er auf die Ernennung einer Kommission zur gruͤndlichen Untersuchung aller Fragen antraͤgt, die sich auf den Bau, die Fabrication und den Verkauf des Tabacks beziehen. Waͤhrend Herr Martin seinen Vortrag hielt, trat der Herzog von Fitz⸗James in den Saal, was eine ungemeine Sensation erregte. Aller Augen wandten sich nach diesem eifrigen Verthei⸗ diger der Legitimitaͤt, und es entstand hieruͤber ein so großes Geraͤusch, daß Herr Martin auf einige Augenblicke seine Rede einstellen mußte. Der Herzog setzte sich auf die dritte Bank der aͤußersten rechten Seite neben Herrn Henneqguin und em⸗ pfing hier sofort die Gluͤckwuͤnsche 8Se Legitimisten, wie der Herren von Gras⸗Preéville, Janvier, von Laboulie Dugabé und Anderer. Nachdem die Ruhe einigermaßen wiederhergestellt war, setzte Herr Martin die Entwik⸗ kelung seiner Proposition fort, welche die Kammer feajst einmuͤthig in Erwaͤgung zu ziehen beschloß. Nach ihm entwickelte Herr Höbert seinen Antrag auf Abschaffung des Gesetzes vom 14. Oktober 1814 wegen der Naturalisation von Auslaͤndern. Der Groß⸗Siegelbewahrer bekaͤmpfte denselben durch ei⸗ nige kurze Betrachtungen. (Bei dem Abgange der Post war die Debatte, die sich uͤber diesen Gegenstand erhob, noch nicht geschlossen.) b

Das Wahl⸗Kollegium zu Bourbon⸗Vendée hat am 13. in einer Ballotage den Kand. der Opposition, General Duchaffault, der bereits in der letzten Session ein Mitglied der Kammer war, zum Deputirten gewaͤhlt. Freilich betrug bei dieser dritten Ab⸗ stimmung die Gesammtzahl der Waͤhler nur noch 83, waͤhrend 229 in der Liste eingetragen stehen. Herr Duchaffault erhielt 51 Stimmen, Herr Mérilhou 30, und 2 Stimmen zersplitterten sich. In Pamiers, Dept. der Arriège, wo dem Marschall Clau⸗ zel ein Nachfolger zu geben ist, hatte bei der ersten Abstimmung ein Legitimist, Herr von Saintenac, die meisten Stimmen, jedoch nicht die absolute Majoritaͤt, so daß am folgenden Tage zu einer zweiten Abstimmung geschritten werden sollte.

Ein hiesiges Blatt will wissen, daß Herr Dupin entschlos⸗ sen sey, gegen den Gesetz⸗Entwurf uͤber die 25 Millionen fuͤr die Vereinigten Staaten zu stimmen. .

Der Gesundheits Zustand des Herrn Dupuytren erregt von neuem die lebhaftesten Besorgnisse. 1

Vor dem hiesigen Tribunale erster Instanz erschien heute der Herzog Karl von Braunschweig in Person, um sich einem An⸗ trage, ihn fuͤr dispositionsunfaͤhig zu erklaͤren, zu widersetzen. Herr Duvergier, Advokat des Herzogs von Cambridge und dem Herzoge von Braunschweig als Kurator bestellt, setzte die De⸗ tails der Sache auseinander. Es handle sich hier, sagte er, von einem Gesetze, von einem persoͤnlichen Statute, welches, die Ei⸗ genschaft einer Person bestimmend, derselben uͤberall hinfolgt, selbst in fremde Laͤnder. Se. Koͤnigl. Hoheit der Herzog von Cambridge koͤnne sich daher vor der Franzoͤsischen Justiz auf die Worte beschraͤnken: „Ich bin Vormund des Herzogs von Braun⸗ schweig, und, von meinen Rechten Gebrauch machend, verlange ich, daß diejenigen, welche Gelder oder Eigenthum von ihm in Haͤnden haben, es mir zuzustellen verpflichtet werden. Im Nonat September 1830 wurde der Herzog Karl von Braunschweig aus seinen Staaten vertrieben... Der Herzog von Braunschweig: „Das ist nicht wahr; ich habe diesel⸗ ben verlassen.’“ Der Praͤsident: „Sie duͤrfen nicht unter⸗ brechen.’ Der Herzog: „Ich kann dergleichen Dinge nicht ruhig mit anhoͤren; es ist eine Luͤge, daß. Der Praͤsident: „Hoͤren Sie jetzt zu; Sie werden spaͤter antworten.“ Herr Duvergier fortfahrend: „Durch einen Aufstand wurde der Herzog Karl im Jahre 1830 aus seinen Staaten vertrieben.

ein Schloß wurde verbrannt, dies war die einzige Rache, wel⸗

che das Volk an ihm nahm. Der Herzog Wilhelm, sein juͤnge⸗ rer Bruder, wurde durch eine Berathung des staͤndischen Aus⸗ schusses zur provisorischen Regierung berufen. Die Deutsche Bundes⸗Versammlung bestaͤtigte diese Berathung, und forderte die Agnaten der Familie auf, die noͤthigen Maßregeln zu tref⸗ fen. Der Koͤnig von England, seine drei Bruͤder, die Herzoͤge von Sussex, von Cumberland und von Cambridge, und der Her⸗ zog von Braunschweig versammelten sich, und nach reiflich er Ue⸗ berlegung entwarf dieser Familien⸗Rath eine Akte, durch welche der Thron von Braunschweig, in Folge der gaͤnzlichen Unfaͤhig⸗

6*

eine Abdankung zu unterzeichnen, die der Herzog Wilhelm, trotz seiner Regierung de facto, doch noch fuͤr noͤthig halte, um seine Legitimität zu sichern. Die Erledigung dieser Rechtssache wurde auf den 24. verschoben, wo der Advokat des Herzogs Karl, Herr Comte, dessen Vertheidigung fuͤhren wird.

Man erinnert sich seit langer Zeit keiner so außerordentlichen Stockung im Effekten Handel, als an der heutigen Boͤrse. Alle Geschaͤfte werden durch die Amerikanischen Angelegenheiten ge⸗

laͤhmt. Man wollte heute wissen, daß ein hiesiges großes Hand-

lungshaus, welches in lebhaftem Verkehr mit Havre steht, von 88 wichtig⸗ Nachrichten aus New⸗York erhalten habe. Der 1

Kongreß der Vereinigten Staaten habe, so sagt man, die Ant⸗

wort auf die Botschaft des Praͤsidenten bis auf die naͤchste Ses.

sion verschoben, um sich erst nach der Entscheidung der Franzoͤst⸗ schen Kammern uͤber die Entschaͤdigungs⸗Frage aussprechen zu koͤnnen. Diese naͤchste Session findet im Laufe des Monats Maͤrz statt. Man fuͤrchtete, daß unsere Deputirten, Kammer diesem Beispiele folgen, und ebenfalls beschließen wuͤrde, die Frage auf die naͤchste Sesston zu verschieben.

In einem Schreiben aus Bayonne vom 183ten d. heißt es: „Wir sind endlich aus der großen Besorgniß, die uns der letzte am 1sten d. von hier nach Pampelona abgegangene Transport

verursacht hatte. Zweimal hatte er sich von Elisondo in Marsch

gesetzt und zweimal war er genoͤthigt worden, zuruͤckzukehren, ohne daß sich Jemand erklaͤren konnte, woher die Nachlaͤssigkeit bche. daß man keine hinlaͤnglichen Truppen absende, um ihn zu eskortiren. Hieran war, dem Anscheine nach, Schuld, daß die Verbindung mit Mina unterbrochen war. In seinem Kabinet isolirt, und genoͤthigt, 22 Stunden taͤglich das Bett zu huͤten,

erhielt er in drei Tagen nicht die mindeste Nachricht von Lo⸗

renzo und Oraa, bis dieser Letztere mit einer Verstaͤrkung von⸗ 4500 Mann erschien, durch deren Huͤlfe der Transport zu Lanz angekommen ist, von wo er hoffentlich jetzt seine Bestimmung erreicht haben wird. Diese Nachricht ist wichtiger, als ein Sieg; denn waͤre der Transport genommen worden, so haͤtte die ganze Ar⸗ mee viel zu leiden gehabt, weil sie fast keine andern Huͤlfsquellen hat, als jene aus Frankreich. Die Militair⸗Angelegenheiten gehen schlecht fuͤr die Sache der Koͤnigin. Vergebens fabrizirt die ambulante Presse aus jedem Scharmuͤtzel einen Sieg, denn nach einigen Tagen wird die traurige Wahrheit entdeckt. Dies ist der Fall mit dem letzten Bulletin des Generals Caratala uͤber seinen vorgeblichen Sieg zu Ormastegup, der nichts anderes war, als eine wahrhafte Zerstreuung seiner Truppen und der nur zu fuͤhlbare Verlust einiger 100 Rothmuͤtzen. Die Wahrheit diesee vorgeblichen Sieges war, daß die ganze Provinz Guipuzcoa den Karlisten preisgegeben ist; denn Jaureguy wagt es nicht mehr, die Garnison von Bergara zu verlassen. Das groͤßte Ungluͤck ist der beklagenswerthe Gesundheitszustand Mina's. Was man auch thun mag, er wird bald die Regierung ersuchen muͤssen, ihm einen Nachfolger zu geben“ 8

Ein spaͤteres Schreiben von der Spanischen Graͤnze enthaͤlt Folgendes: „Der vielbesprochene Transport ist endlich am 10ten in Pampelona angekommen, nachdem er 20 Stuͤck Schlachtvieh verloren hat, die den Karlisten in die Haͤnde gefallen sind. Diese Zufuhr von frischem Fleische ist in Pampelona sehr gelegen ge⸗ kommen, wo man sich seit langer Zeit nur von Speck naͤhrte. Die wenigen Kaͤlber, welche man schlachtete, waren fuͤr die La⸗ zarethe bestimmt. Die nothwendigsten Lebensmittel sind dort sehr theuer. Die Generale Lorenzo, Oraa und Cordova, welche un⸗ gefaͤhr 6000 Rekruten nach Pampelona gebracht hatten, sind mit ihren Kolonnen nach dem Thale Ulzama marschirt, und bei ihrer Annaͤherung haben sich die 8 Karlistischen Bataillone,

welche jenes Thal und die Umgegend besetzt hielten, zuruͤckge⸗

ogen. Der Oberst Ibarrola besetzte am 10ten von neuem das

orf Zugarramurdi mit 40 Mann.

Er war es, der den Ein⸗

wohnern anzeigte, daß der Tranzport ohne weitere Hindernisse

in Pampelona angelangt sey. Diese Nachricht schien die Ein⸗ wohner sehr zu uͤberraschen.“

Im Journal de Paris liest man: aus Bayonne vom 15ten meldet nach einem Schreiben aus Pampelona vom 13ten, daß die Gesundheit Mina's sich sehr ebessert habe, und daß er hoffe, bald sein Kommando wieder Fhernsümnan zu koͤnnen.’“ Der Messa Folgendes: „Die Nachrichten aus Madrid haben heute einen Theil des Interesses in Anspruch genommen, welches in den letzten Tagen fast ausschließlich den Amerikanischen Angelegen⸗ heiten gewidmet war. Das Geruͤcht von der bevorstehenden Absetzung Mina's findet mehr Glauben. Briefe aus Madrid hatten gesagt, daß er, den bedenklichen Zustand sei⸗ ner Gesundheit selbst fuͤhlend, verlangt habe, daß man ihm den General Valdez beigebe; aber man ist weiter

gegangen. Man hat behauptet, daß der neue Kriegs⸗ Minister Llgüder beschlossen habe, selbst das Kommando

ger dagegen enthaͤlt

„Eine Depesche