1835 / 25 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

vielleicht noch befremdender,

8

ren nicht allein einige Stellen im Buche selbst, aaus der glaubp

8 vn⸗ ihre desfalsigen gram

guͤtigung kommen 99,201 Rthlr., so daß zu kuͤnftiger Berech⸗ nung ein Bestand von 21,043 Rthlr. bleibt.

Man schreibt aus Oberwesel: „Dem Vernehmen nach betraͤgt der Brutto⸗Gewinn an Weinmaß im vorigen Jahr fuͤr den ganzen Kreis St. Goar uͤber 75,000 Eimer, deren Werth man auf ungefaͤhr 570,000 Rthlr. geschaͤtzt hat. Die von dem⸗ selben zu entrichtende Most⸗Steuer soll ungefaͤhr 35,000 Rthlr. ausmachen. In den besten Lagen, wie in der Engehoͤlle, in Steeg, Manubach, Perscheid, Boppard ist bereits Alles, in Ober⸗ wesel, Dellhofen, Damscheid ein großer Theil der Vorraͤthe ver⸗ kauft, mehrentheils zu sehr guten Preisen. Man rechnet, daß in die Gemeinde Steeg allein uͤber 50,000 Rehlr. geflossen. In den minder guten Lagen war bisher wenig Umsatz; da aber die vorjaͤhrigen Weine sich taͤglich vorzuͤglicher entwickeln, so ist alle Hoffnung vorhanden, daß nach dem ersten Abstiche sich zahlreiche Kaͤufer einfinden werden.

Wissenschaftliche Nachrichten.

e An das im Jahre 1833 neu gedruckte „Etymologicon der Sla⸗ vischen Sprache“ von Dobrowsky schließt sich ein im Jahre 1834 zu Andover in Nord⸗Amerika (ohne Angabe des Verfassers) gedrucktes Buch: Historical view of the Slavic language in its various dialects (205 S. in gr. 8.) an. Ist es nun schon befremdend, daß eine so ge⸗ lehrte Schrift aus Nord⸗Amerika nach Europa koͤmmt, so ist es wenn wir hinzusetzen, daß dieselbe aus der Feder einer Frau dervotgegangen ist. Die unter dem Namen Telvi dem Deutschen Publikum bekannte Schriftstellerin, jetzt die Gattin des Se dward Robinson in Boston, ist eben sowohl die Verfasserin dieser historischen Uebersicht, als des Versuches uͤber die Grammatik der Indianischen Sprachen, dessen in Nr. 115 der Staats⸗Zeitung vom v. J. Erwaͤhnung geschehen ist. Dahin fuͤh⸗ sondern eine uns ftesten Quelle gemachte Mittheilung, die auch durch die fruͤhere Beschaͤftigung 1 Serbi

Die Schrift selbst ist

ein Abdruck aus der schaͤtzbaren Zeit⸗ Biblical Repository, 8

welche Robinson bis vor kurzer Zeit

derausgegeben hat.

lichen Ungarn der Lausitz. In dieser Folge ist nach einer allgemeinen Einleitung uͤber Sprache und Namen der Slaven die Geschichte ihrer Sprache unnd der darin verfaßten wicht gsten Schriftwerke abgehandelt. Ueberall zeigt sich eine reiche Belesenheit und große Kenntniß der hierher geddrigen Literatur, nicht bloß in den e Werken von Kopitar,

1 nachtragen wollen.

schen Literatur die Geschichte in 1G welcher die Verfasserin nach einem mehrjaͤhrigen Aufenthalt in die⸗

f eine weitlaͤuftige Anzeige einzulassen, er⸗

janz kurz, daß die Verfasserin alle Slaven

stlichen eintheilt. Zu den istlichen rechnet sie

Kroaten und die Bewohner der Windischen Mark

(Slovenzi), zu den westlichen die Boͤhmen, die Bewobhner des noͤrd⸗ (Slovaks), die Polen und die Serbischen Wenden in

Schafaryk, Dobrowski, Schloͤzer, Adelung, Vater und Anderen,

sondern auch in manchen Monographieen (wie in der Reise des Herrn von Pirch durch 1 auch uͤber die Geschichte des Windischen Dialekts die Schrift des

Serbien) und zerstreuten Notizen, wo wir

Pfarrers u. Jarnik: „Versuch eines Etymologikums der Slowen⸗ ischen Mundart im⸗Innern Oesterreichs“ (Klagenfurt, 1832. gr. 8.) Von einem besonderen Interesse duͤrfte bei der jetzt so frisch aufbluͤhenden und so landesvaͤterlich gepflegten Russi⸗ derselben in diesem Buche seyn, zu

sem Lande vorzugsweise befaͤhigt war. Eben so werden auch die

96

Notizen uͤber die verschiedenen Uebersetzungen der Bibel und die Wirksamkeit der Bibel⸗Gesellschaften auf die Sprache der einzelnen Staͤmme zur Empfehlung des Buches beitragen, wie denn üͤberhaupt fuͤr die, welche die Slavischen Dialekte nicht zum Gegenstande ihrer vorzuͤglichsten Beschaͤftigungen gemacht haben, aus diesem gut ge⸗ schriebenen Buche Manches zu lernen seyn wird. Nur einige poli⸗ tische Aeußerungen, die den Einfluß des Amerikanischen Himmels zu verrathen scheinen, vermag Referent nicht zu billigen. J.

Berliner Börse. 2 Den 23. Januar 1835. Amtl. Fonds- und Geld-Cours- Zettel. (Preu/. Couz.) amhaem, viueeem.

100 x& Ostpr. Pfandbr. 4 102 [101 ¾ 96 [lomm. do. 4 106 62 Kur- u. Neum. do. 4 106 ½ 4

St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 30. Praäm. Sch. d. Seech. Kurm. Obl. m. I. C. Neum. Int. Sch. do. Berl. Stadt-Obl. Königsb. do. Elbing. do. Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr. Grosshz. Pos. do.

106 100 ½ 99 ¾ [Schlesische do. p

Rkst. C. d. K.- u. N. 100 Z.-Sch. d. Kæ-u. N.

Holl. vollw. Duk. 38 ½ Neue do. 102 Friedrichsd'or ..

12 Disconto

* Ernnnebgne

Auswärtige Börsen.

. Amsterdam, 18. Januar. 8 Niederl. wirkl. Schuld 54 ½bL. 59 —. Kanz-Bill. 2. 58 45⁄ %. Cortes 43 ½. Antwerpen, 17. Jannar. Span. 58 45 ⅞. 3 % 27 ½. Guebhard A4. Oesterr. 102 ½. Belg. 98 Bras. 79 ⁷. Frankfurt a. M., 20. Januar. Oesterr. 5 ½ Metall. 101 ½ 101. 49 93 9. 931 „7. 2 ½ 8 —. 55 ¼. 18 24 ½ 2⁄. Bank--Aectien 1570. 1569. Part.-Oblig. 139 ½ 139 ¼. Loose zu 100 G. 215 ½. G. Preuss. Präm.-Sch. 62 ⁄⅛. 62 ½. do. 4 8 Anl. —. 95 ⅜. Holl. 5 9 Oblig. v. 1832 98 97 ½. Polu. Loose 70 ⅞. 70. 5 8 Span. Reute 41 ½. 44. 33 do. perp. 26 ½,. 22. varis, 17. Januar. 58 Rente pr. compt. 107. 20. fin cour. 107. 35. 38 pr compt. 77. 10 ün cour. 77. 25. 59 Neap. pr. compt. 93. 85. fin covr. 94. —. 58 Span. Kente 442 ½ 33 do. 27 ¾. Cortes 43. Ausg. Span. Schuld 15 ½. 2 ½ 9 Holl. 55. 35.

Zinsl. 1697à. Cortes

43¼.

Koͤnigliche Schauspiele.

Sonnabend, 24. Jan. Im Schauspielhause: Zum ersten⸗ male: Der Schreckschuß, Posse in 1 Akt, nach Bayard und Laurence, von L. Angely. Hierauf: Onkel Brand, Lustspiel in 3 Abth., nach dem Franz., von L. Angely.

Die Zauberfloͤte,

Sonntag, 25. Jan. Im Opernhause: große Oper in 2 Abth. Musik von Mozart.

Im Schauspielhause: Der Kardinal und der Jesuit, histo⸗ rische Tragi⸗Komoͤdie in 4 Abth., von E. Raupach. Hierauf: Jugend muß austoben, Lustspiel in 1 Akt, nach dem Franz., von L. Angely.

Montag, 26. Jan. Im Schauspielhause: Pygmaleon, Me⸗

Span.

lodrama in 1 Aufzug, nach dem Franz. des Rousseau, komp von G. Benda. (Hr. Kruͤger: Pygmaleon.) Hierauf: Qualgeister, Lustspiel in 5 Abth., nach dem Engl. des She peare, von Beck. (Dlle. Bertha Stich: Isabella, als Gastn Die zu dieser Vorstellung eingegangenen Meldungen Billets sind beruͤcksichtigt worden, und wird ersucht, dies bis Sonntag den 25sten d. M. Mittags 2 Uhr im Billet kaufs⸗Buͤreau abholen zu lassen, widrigenfalls solche and verkauft werden muͤssen. Koͤnigstaͤdtisches Theater. Sonnabend, 24. Jan. Kosten, Posse in 5 Akten, von L. Angely. Vorher: (C mol) in 4 Setzen, von L. v. Beethoven. 8 Sonntag, 25. Jan. Lestocg, oder: Intrigue und 9 Oper in 4 Akten, von Scribe. Musik von Auber. Fir⸗ Deutsche Buͤhne bearbeitet vom Freiherrn von Lichtensten Montag, 26. Jan. Zum erstenmale: Johannes Oue berg, historisches Schauspiel in 3 Abth., von Ch. Birch⸗en fer. Erste Abtheilung, in 1 Akt. Guttenberg zu Strazi Zweite Abtheilung, in 3 Akten. Guttenberg zu Mainz. N. Abtheilung, in 1 Akt. Guttenberg am Wanderstab. (Mahr Birch⸗Pfeiffer: Bertha, als Gastrolle.

Sinphes

Markt⸗Preise vom Getrailde.

Berlin, den 22. Januar 1835.

Zu Lande: Weizen 1 Rthlr. 22 S 8 11 Sgr. 3 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 13 Sgr. 2 P 9- 8 Sgr. 9 Pr.; große Gerste 1 Rthlr. 1 4 Sgr.; kleine Gerste 1 Rthlr. 10 Sgr., auch ] Rthlr. 5 Hafer 26 Sgr. 3 Pf., auch 20 Sgr. 4 Pf.; Erbsen 2 f auch 1 Rthlr. 26 Sgr. 3 Pf.; Linsen 3 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf gegangen sind 578 Wispel 12 Scheffel.

Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Rthlr., auch 1 Rthle Sgr. und 1 Rthlr. 16 Sgr. 3 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 15 ½ auch 1 Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf; große Gerste 1 Rthlr. 6 Sgr. 31 auch 1 Rthlr. 5 Sgr.; Hafer 22 Sgr 6 Pf.; Erbsen (schl Sorte) 1 Rthlr. 17 Sgr. Eingegangen sind 652 Wispel 12 Sche

Mittwoch, den 21. Januar 1825.

Das Schock Stroh 7 Rthlr. 20 Sgr., auch 6 Rthlr,

Centner Heu 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf, auch 15 Sgr. 1m Branntwein⸗Preise 8 vom 16. bis 22. Januar 1835353.

Das Faß von 200 Quart nach Tralles 54 pCt. oder 40 1 Richter gegen baare Zahlung und sofortige Ablieferung: 9g Branntwein 25 Rthlr. 15 Sgr.; Kartoffel⸗Branntwein 25 N. 15 Sgr., auch 24 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf

Kartoffel⸗Preise b vom 15. bis 21. Januar 1825 25 Sgr., auch 20 Sgr.

11““ 8 8

Der Scheffel

Redacteur Cotrel.

Bekannrmachungen. 88 Aufforberung. In dem Devpositorio des Koͤniglichen Hofgerichts ieselbst finden sich nachstehende, seit laͤngerer Zeit nabgefordert gebliedene Gelder vor: 1) aus dem Concurse des ehemaligen Paͤchters Muͤl⸗ ler zu Schmoldow: a) fuͤr den Knecht Gustaf Brethmann à Thlr. omm Cour.; b) 22 den Knecht Zuͤhlstorff 30 Schill Pomm. our.; 2) aus dem v. Blixen⸗Negentinschen Coneurse fuͤr den Schutzjuden Tobias Boas zu Landsberg a. W. 11 Thlr. 34 Sch. Pomm. Cour.; 3) fuͤr den Paͤchter Rohde zu Kraeplin aus dem NLacht⸗Contract, der uͤber das ehemalige Doma⸗ nial⸗Gut Spiegelsdorf aöbgeschlossen, danaͤchst üöänterm 26. Februar 1809 aber cassirt worden is, 89 Thlr. 8 Sch. Pomm Cour.; à) aus dem Concurse des Kammerjunkers von Krassow zu Luͤtkenhelle: 1 7720) fuͤr den Gastwirth Peters in Stralsund . 2, Thlr. 9 Sch. Pomm. Cour; b) fuͤr den Buͤrgermeister Guͤnther in Ber⸗ gen 1 Thlr Sch. Pomm Cour; M5) aus dem Concurse des Paͤchters Meyer zu Ne entin: 8 a) fuͤr den Schullehrer Casper Endholz 3 Thlr. 2, Sch. Pomm Cour; b) fuͤr den Schmidt Behrens zu Cunzow 1 Thlr. 42; Sch. Pomm. Cour.; e) fuͤr den Knecht Wilhelm à Thlr. 10½ Sch Pomm Cour.; 8 6) 8 dem v. Normann⸗Wrangelsburger Debit⸗ wesen: 2) fuͤr den Kaufmann Hagen in Wolgast 6. Thlr. 3 Sch. Pomm. Cour.; b) fuͤr den Jacob Stein in Stedin 25 Thlr. 12 Sch. Pomm. Cour.: 3 c) fuͤr den Kaufmann Christen in Berlin 11 Thlr. 35 Sch. Pomm. Cour; d) fuͤr die Moses Henoch Kinder in Berlin 10 Thlr. 26 Sch. Pomm. Cour.; c) fuͤr den Schuster Tießen daselbst 2 Thlr 17 ½ Sch. Pomm. Cour.; f) fuͤr den Grasen v Wartensleben daselbst 44 Thlr. 26 Sch Pomm. Cour.; 8) fuͤr den Gastwirth Knochendoͤppel in Dem⸗

Pennin:

ö.“

Sch. Cour;

wesen:

h) fuͤr den Wiebcke in Jarmen 1 Thlr. 202½ Sch. Pomm. Cour.; 1 ¹) fuͤr die Wittwe Camradt in Anclam 4 Thlr. 22 Sch Pomm Cour.; k) fuͤr den 2potheker GGildenmeister hierselbst 2 Thlr 38 Sch Pomm. Cour; 7) aus dem Debitwesen des Eigenthuͤmers Koͤppen lzu Reinkenhagen fuͤr die Erben des zu Stral⸗ gestorbenen Commerzien⸗Raths Hagemei⸗ ster 58 Thlr. Sch. Pomm. Cour⸗; 8) aus dem Concurse des von Iven auf Brechen: 2) fuͤr den Arzt Heitmann in Guͤtzkow 46 Sch: b) fuͤr 8-5 Chirurgus Schreiber dafelbst 11 ½ Sch.; g6b den Apotheker Schwarzdaselbst 13 Sch : 9) an Koͤniglich Schwedischen Kriegs Ersatz⸗Gel⸗ deenn eingezahlt fuͤr den Schulzenhoff bei Guͤtz⸗ kow 29 Thlr. 3 sgr. Preuß. Cour.;

““

2) das

sollten

““

Allgemeiner Anzeiger fuͤr die 1 10) aus dem Debitwesen des von Homeyer zu den auf den 20. Januar, 6. und

a) fuͤr den Secretair Dau in 213 Sch. Pomm. Cour.

b) fuͤr den von Thlr. 38 ½ Sch. Pomm. Cour.;

Pomm. Cour.; b) fuͤr die Woelffelsche Concursmasse 2 Thlr 33 Sch. Pomm Cour; aus dem Boeckler⸗Luͤtkevitzer Concurse, fuͤr den el Gorand 1 Thlr. 39 ½ Sch. Pomm

) aus dem Bachmann⸗Faehrhoͤfer Conecurse, fuͤr den Kaufmann Pomm Cour; aus dem Meincke⸗Gardebodenhaeger Debit⸗

Knecht Mich

a) fuͤr den Seiler Walter in Stralsund 2. Thlr. 21⁄ Sch Pomm. Cour.;

b) fuͤr den Pomm Cour;

c) fuͤr die Wittwe Tarnow im Meklenbur⸗

gischen 13 Thlr. 23; Sch.

0) fuͤr den Commerzien⸗Rath Bohnstedt in

DStralsund 1 Thlr. 15 ½ Sch Pomm. Cour;: ) aus dem Concurse des Paͤchters Benz zu Pastitz: 4) fuͤr den Schmidt Beck zu Nehringen 10Thlr. 8 r. Cour.; 8 b) fuͤr 1 Schmidt Benz daselbst 10 Thlr. r. Cour.: c) fuͤr den Hollaͤnder Murswyck zu Pastitz 10 Thlr. Pr. Cour.; 17) aus dem Banck⸗Fritzower Concurse: ²) fuͤr den ehemaligen Paͤchter Wismar 36Sch. Pomm. Cour;

b) fuͤr den Muͤller Wielitz 24

) sgen., chloͤsser Wendel 19½ Sch. P

c) fuͤr den S er Wendel 19 ½ Sch. Pomm. min 19 Thlr. 30 ½ Sch. Pomm. Cour; Cour.;

d) fuͤr den Rademacher Blaschnik 38 ½ Sch.

Fen. Cour.;

e) fuͤr den Johann Giesel 1 Thlr. 6 Sch. Pomm. 18) aus dem Meincke⸗Eldenaer Debitwesen: Eggebrechtsche

105 Thlr. 23 Sch. 1 pf.

b) se Petersche Vergleichsquantum 2 Thlr. 19 Sch f c) fuͤr Wilhelmische Erben in Stralsund

8. Thlr. 32 Sch. Pomm Cour.; d) fuͤr Saegert Pomm. Cour. Genannte Personen, eventualiter deren etwanige unbekannte Erben, so wie alle und jede, welche sonst Anspruͤche an diese Deposita zu machen gemeint seyn insbesondere auch die Deponenten solcher

b angesetzten Terminen vor dem Koͤn Loitz 3 Thlr. zu erscheinen,

Homeyer zu Voigtsdorf 20 tere zu erwarten, im Widrigen du

Glaͤubiger und

die unabgefordert

rungs⸗Haupt⸗Kasse zu Stralsund Pickel zu werden. fuͤr den Schaͤferknecht Carl Koͤnigl Preuß. Hefgericht

1 und Ruͤgen. Hantersberg 5 Thlr. 32

9f iglichen Hofgericht sich zur Erhebung der Gelder voltstan⸗ dig zu legitimiren und wegen der Zahlung das Wei⸗ n rch die in termino den 9. Maͤrz zu erlassende Praͤclusiv e) fuͤc den Kaufmann Bendfeldt in Rostock als einwilligend in die Ersolution 5 Thlr. 17 ½ Sch Pomm Cour.; d) fuͤr den Schneider Paris in Stralsund 1 Thlr. 17: Sch. Pomm. Cour; ee) fuͤr den Rathsverwandten Eggert daselbst 3 Thlr. 39½ Sch. Pomm. Couec.; aus dem Concurse des Paͤchters Gardebodenhagen, Nickels 4 Thlr. 30 Sch. Pomm. Cour.; aus dem von Blixen⸗Jargenower Concurse: a) fuͤr eine gewisse

sonstigen Interessenten selbst aber 260, als verzichtend auf ihre Rechte werden erachtet, und 278,

je 1 gebliebenen Gelder, niglichen Fisco verfallen, an die Koͤnigliche Regie⸗ 450,

Greifzwald, am 30. November 1834.

v. Moͤller, Praeses.

—— u

Preußischen Staaten. .

—G nn am 20. Decbr. pr. erfolgt und Koͤnigl. Provinzial⸗Steuer⸗Casse die zur Zahlungg forderliche Summe von 24,000 Thlr. uͤberwiesm⸗ Ausgelooset sind die Actien Nr. 5, 14, 15, 20,% 22, 29, 30, 35, à41, 42, 70, 81, 96, 109, 111,] e die Deponenten 123, 128, 147, 150, 163, 168, 171, 173, 195,] angesehen, die 202, 204, 210, 222, 225, 239, 241, 250, Al, 263, 267, 268, 269, 270, 273, 274, 276, 279, 283, 297, 309, 311, 323, 327, 352, 391, 396, 407, 408, A412, 435, 436, 649, 675, 684, 686, 707, 718,] 770, 792, 807, 830, 852, 860, 86],9 863, 864, 899, 909, 923, 925, 943, 962, % 981, 1002, 1021, 1025, 1032, 1034, 1042, 1, 1049, 1050, 1061, 1062, 1067, 1079, 1085, 1094, 1100, 1107, 1114, 1121, 1122, 1123, 1

J. [1833 und 183à4 am

als dem Koͤ⸗ 379,

werden abgegeben 549, 647, 752, von Pommern

A In Verfolg unsrer vorlaͤufigen

ten Actionaire der Chaussée von holz bis Prenzlau fernerweitig: Bartels iu Stralsund 4 Thlr

gationen erhalten die

hat: soll durch die

Jacob Steffen 1 Thlr. 43 Sch.

es unumgaͤnglich erforderlich: Inhaber der Aectien, welche die Gesellschafts⸗Casse eingeliefert beilaͤufi schon ausgelooset sind, dieselben Lieferzettels an die gedachte Casse

Pomm. Cour⸗;

uͤber bereis eingelteferte Actien

viren und notiren wird, einzuschick Vorstande die Nummer

Sch. Pomm. r die Schein nicht durch Cession es unter Anfuͤhrung der bemerken: daß sie noch

werden, der Koͤnigl.

Cour.; und dadurch die Auzfuͤllung der 1 g

Vergleichsquantum uns dadurch ebenfalls

Wir schweben, vorlaͤuftg nur bemerken,

zu Brandshagen 45 Sch. neral⸗Director der Steuern nicht

sen hat, sondern daß

vertissement.

vom 20. December pr. benachrichtig 1 bis die Koͤnigliche Provinzial⸗Steuer⸗Casse zu Berlin die Füich Gesellschafts⸗Actien oE Staats⸗Obli⸗

usreichung derselben Gesellschafts⸗Casse zu Templin gesche⸗ hen, sobald der Koͤnigl. Provinzial-Steuer⸗Casse die Namen der jetzigen rechtmaͤßigen Empfaͤnger ange⸗ zeigt und von ihr in das Obligations⸗Formular ein⸗ 1 sein werden. Um dies bewirken zu koͤnnen,

zur Zeit noch nicht ansd

g erwaͤhnt, die Actien⸗Nr. 1431 und 1432 Franzoͤsisch⸗Buchholz bis Prenzlau“

e inzwischen asser⸗— en, oder doch dem r des Depositen⸗Scheins und die Nummern der Actien uͤber welchen er lautet, so schleunig als irgend moͤglich anzuzeigen.

Fuͤr dieienigen Actionaire, weiche den Depositen⸗ erworben haben, genuͤgt zeichneten. er Nummer n ß sie im Besitz desselben seyen Sobald wir hierdurch in den Stand gesetzt sein Provinzial⸗Steuer⸗Casse die Empfangs⸗Berechtigten der Obligationen namhaft dadi . letztern und deren Aushaͤndigung moͤglich zu machen, werden wir den erst vollstaͤndig bekannt wer⸗ in denden Empfangs⸗Berechtigten speecielle Nachricht ge⸗ hoͤchst wichtige Werk, ben, in welcher Form und auf welchem Wege ihnen 1'pf: die Obligationen, Zinsen, und die bereits ausgeloose⸗

ten Kapitalien werden zugehen koͤnnen. koͤnnen, da hieruͤber noch Verhandlungen

lung der am 1. Juli 1834 und 1. Januar 1835 ver⸗ fallenen Zinsen erforderlichen Fonds bereits angewie⸗ auch schon die im Ruͤcktaufs⸗ Contracte vom 8. Mai bis 18. Juni 1832 stipulirte Gelder werden hiermit aufgefordert und geladen, in jaͤhrliche Ausloosung von „5. der Actien fuͤr die Jahre

1148, 1151, 1164, 1172, 1187, 1206, 1208,] 1225, 1226, 1328, 1229, 1230, 1234, 1248, 1 1262, 1264, 1265, 1266, 1267, 1269, 1343, 1404, 1410, 1411, 1412, 1413, 1414, 1416, N 1440, 1442, 1449, 1452, 1453, 1456, 1461, I 1474, 1484, 1488, 1405, 1510, 1513, 1531,] 1540, 1549, 1554, 1600, 1602, 1607, 1636, 1727, 1763, 1765. Angelegentlich bitten wir ferner um Abhebung noch aus den Terminen vom 1. Januar 1833, 1.† 1833 und 1. Januar 1834 zum Theil nicht ech nen Zinsen, und machen schließlich ergebenst de aufmerksam, daß die hierdurch veranlaßte Correste ence portofrei geht, wenn sie offen oder un ter Fme band mit der Signatur: „Chaussce⸗Banzsachen versehen win

Bekanntmachung en wir die geehr⸗

gegen die

daß die geehrten

und von denen,

mittelst doppelten Prenzlau, den 16. Januar 1835.

schleunigst einsen⸗Die Vorsteher der Aectien⸗E 7 au- den; die geehrten Inhaber von Depositen⸗ Scheinen D. Pheseh enchast, zum, 2 gelief, aber ersuchen wir diese Depositen⸗Scheine entweder sofort im Original an die Gesellschafts⸗Casse, welche si

Chaussee von Franzosisch⸗Buchholz bis Prenzla v. Winterfeld. Busch.

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Literarische Anzeigen.

Der neue Berliner Beobachter erscheint in Commission bei dem Unte Mra eechemebsst daselbst mir,n,

vierteljährlich fuͤr Berlin. Die bereits erschiench

des Scheins zu 3 Nummern d. J. werden nachgeliefert; die 3u6 dung geschieht gratis. 1b Carl Curths, Buchhaͤndler, Spittelmarkt M.

In der C. F. Muͤller schen Hof⸗Buchhandl Carlsruhe erscheint Anfang Feeeh folgen

handlungen Bestellungen annehmen, zu Berlin Stuhrsche, Schloßplatz Nr. 2B. 1

Der deutsche Zoll⸗Verein, sein System und seine Zukunft,

von Dr. C. F. Nebenius, .

Großherzogl. Bad. Staatsrath, Direktor des M.

steriums des

daß der Herr Ge⸗ nur die zur Zah⸗

Commandeur des Großherzogl. Bad. Zaͤhringer wen⸗ und des Großherzogl. Hes. Ludwigs⸗Orden

Die Reise auf gemeinschaftge

worauf alle soliden Bu

1s des Innern, Vorstand der Gesetzgebumn ih Commission, und Curator der Universitat Heidelven

81I1I116“

9

Krironik des Tages.

1“

Des Koͤnigs Majestaͤt haben dem Kaufmann und Muͤhlen⸗ Besitzer Witt zu Brodden bei Mewe, im Bezirk der Regie⸗ rung zu Marienwerder, den Titel als ö zu er⸗ theilen und das daruͤber ausgefertigte Patent Allerhoͤchstselbst zu

vollziehen geruht. 1

8 Im Bezirke der Koͤnigl. Regierung

u Merseburg ist der Pfarrer zu Crawinkel, Karl Gott⸗ ob Gerner, als Pfarrer zu Kirchedlau; der Pfarrer zu Bethau, George Wilhelm Sorge, als Pfarrer zu Zschornewitz; der Pfarrer zu Brachwitz, Christoph Wilhelm Simroth, als Prediger an der Straf⸗ und Besserungs⸗Anstalt zu Lichtenburg; ber Pfarrer zu Rottelsdorf, Johann Friedrich Eduard kudwig, als Pfarrer zu Beesenstaͤdt, und der Pfarrer zu Dbermoͤllrn, Joseph Born, als Pfarrer zu Flemmingen be⸗ ürdert; ferner der Kandidat des Predigtamts Herrmann Rol⸗ er als Pfarrer zu Obermoͤllern; der Kandidat des Predigtamts Herrmann Ludwig Dryander als Diakonus an der Kirche L. Frauen in Halle; der Kandidat des Predigtamts Frie⸗ brich Wilhelm Guͤnther als Pfarrsubstitut in Gladitz; der Kandidat des Predigtamts M. Karl Wilhelm Schiebler s Pfarrer in Kleinwangen, und der Kandidat des Predigtamts Friedrich Lehde als Pfarrer in Gleina angestellt worden.

Angekommen: Se. Durchlaucht der Fuͤrst Anton Sul⸗ owski, von Schloß Reisen.

8

Zeitungs⸗Nachrichten.

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G wuhland. 8

t. Petersburg, 17. Jan. Am 13. Januar, als am ücstten ec arata und Geburtsfeste Ihrer Kaiserl. Ho⸗ eit der Großfuͤrstin Helena Pawlowna, wurde in der Hof⸗ Kathedrale des Winter⸗Palais, in Gegenwart IJ. MM. des Kaisers und der Kaiserin, JJ. KK. HH. des Thronfolgers Cesarewitsch, des Großfuͤrsten Michael Pawlowitsch, der Groß⸗ ürstin Helena Pawlowna und der Großfuͤrstinnen Maria Ni⸗ blajewna und Olga Nikolajewna und Sr. Durchl. des Prinzen Peter von Oldenburg, Gottesdienst gehalten. Nach Beendigung der Liturgie wurden die Mitglieder des Reichs⸗Rathes, die Minister, Senatoren, die zum Hofe gehoͤrigen Personen, saͤmmt⸗ iche Standespersonen beiderlei Geschlechts, die bei Hofe Zutritt haben, die Generalitaͤt, die Stabs⸗ und Ober⸗Offiziere, sowohl der Garde als auch der Armee und der Flotte, in den Apparte⸗ ints Ihrer Majestaͤt der Kaiserin zum Handkuß zuge⸗ assen. Die Mitglieder des diplomatischen Corps hatten gleick4als die Ehre, nach Beendigung des Gottesdienstes Ihren Majestaͤten dem Kaiser und der Kaiserin ihre Gluͤck⸗ wünsche zum neuen Jahr abzustatten. Hierauf wurde der ußerordentliche Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister Sr. Majestaͤt des Koͤnigs von Sardinien, Graf Simonetti, von Sr. Maäjestaͤt dem Kaiser in einer Privat⸗Audienz empfan⸗ hen, bet welcher er Sr. Majestaͤt seine Beglaubigungs⸗Schreiben ls Gesandter Sr. Koͤnigl. Hoheit des Herzogs von Lucca uͤber⸗ licht. Nach Beendigung der Audienz wurde der Graf Simo⸗ etti Ihrer Mazestaͤt der Kaiserin vorgestellt. Demnaäͤchst hatte der Graf Capodistrias, Unterthan Sr. Majestaͤt des Köͤnigs von Griechenland, ebenfalls die Ehre, Ihren Kaiserl. Majestaͤten vor⸗ gestellt zu werden. Abends war im Winter⸗ Palais Maskerade uͤr den Adel und die Kaufmannschaft, so wie ein großes Sou⸗

der in der Eremitage. Auch war die Stadt erleuchtet.

Der bisherige Hosmeister Graf Kutaissoff hat die Functionen ines Ober⸗Hofrneisters und Praͤsidenten des Hof⸗Intendantur⸗ Lomptoirs erhalten. 116“

Der Direktor der Kanzlei des Ministeriums der auswaͤrti⸗ hen Angelegenheiten, Kudriawskij, der diesseitige Gesandte am Königlich Saͤchsischen Hofe, von Schroͤder, und der diesseitige Gesandte zu Rom, Graf Gurieff, sind zu Geheimen Raͤthen rnannt worden.

Die General⸗Majore Bogdanowitsch I., Leparskij, Perrin J. und Slatwinskij I., sind zu General⸗Lieutenants befoͤrdert worden.

Durch einen Tagesbefehl vom 23. Dezember (4. Januar) aben Se. Majestaͤt der Kaiser den Oberst⸗Lieutenant dom Ge⸗ tralstabe, Baron Silwerhjelm, zum stellvertretenden Ober⸗Quar⸗ sermeister des abgesonderten Sibirischen Corps ernannt. 8

Am 10ten d. M. feierte die Kaiserliche Akademie der Wis⸗ inschaften ihren Stiftungstag durch eine oͤffentliche Sitzung. Außer den Mitgliedern und vielen Ehren⸗Mitgliedern der Aka⸗ femie waren auch der Franzoͤsische Botschafter Marschall Mai⸗ on und der Nord⸗Amerekanische Gesandte, Herr Wilkins, zuge⸗ gen. Der Staats⸗Rath Fuß, als bestaͤndiger Secretair der skademie, trug den Bericht uͤber das Jahr 1834 vor. Aus bem Personale der Akademie wurden unter Anderen in dem herflossenen Jahre Herr Kupffer zum Professor beim Normal⸗ Döservatorium des Corps der Berg⸗Ingenieure fuͤr Erd⸗Mag⸗ etismus und Meteorologie, und Herr G. Fuß zum Assistenten

m. Haupt⸗Observatorium und mit der Erlaubniß, zwei Jahre

n Altona, Berlin und Koͤnigsberg zubringen zu duͤrfen, ernannt.

In Bezug auf das Haupt⸗Observatorium wurde berichtet, zdaß die vom Architekten Bruͤlloff entworfenen Bau⸗Projekte die llllerhöͤchste Bestaͤtigung erhielten. Se. Majestaͤt der Kaiser ge⸗ uhte, in einer am 3. April dem Astronomen von Struve er⸗ eilten Privat⸗Audienz zu befehlen, daß dieser Gelehrte selbst ille noͤthige Instrumente bestellen und stets das Vorzuͤglichste von dem waͤhlen solle, was Optik und Mechanik bisher zu leisten betmochten. Der vorlaͤufige Kosten⸗Anschlag fuͤr Instrumente,

reußis

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Berlin, Sonntag

fuͤr Herrn von Struve und der zur Begruͤndung einer astronomischen Bibliothek erforderlichen Summe, belaͤuft sich auf 192,500 Rbl. und duͤrfte, in Folge der neuesten Berichte des Herrn von Struve, auf mehr denn 230,000 Rubel erhoͤht werden. ßuͤr das Observatorium wurden auf dem Pulkowaͤ'schen Berge 21 Deßjatin und 606 Sashen Land angewiesen, und zur groͤßeren Isolirung des Haupt⸗Gebaͤudes ist befohlen, daß in einer Entfernung von ungefaͤhr Werst vom Observatorium selbst kein anderes Ge⸗ baͤude aufgefuͤhrt werde. Der Etat des Observatoriums ist vor⸗ laͤufig auf 47,200 Rubel angesetzt worden. 25,500 Rubel sind jaͤhrlich bio zur Vollendung der projektirten Bauten zum Besten der dabei anzustellenden Beamten bewilligt. Der Kosten⸗ Ueberschlag der gesammten Gebaͤude wird sich auf mehr als 1 ½ Millionen Rubel belaufen. Vom eigentlichen Observatorium, dessen Bau erst im August 1834 beginnen konnte, sind bisher die Fundamente gelegt und solche bis zur ebenen Erde aufgefuͤhrt worden. In Zeit von einem Jahre kann dasselbe unter Dach seyn. Alle drei Thuͤrme bekommen bewegliche Daͤcher nach An⸗ gabe des Akademikers Parrot, der ein solches so gluͤcklich in Dorpat zu Stande gebracht hat. Die Sammlung Asiatischer Hand⸗ schriften verdankt dem Kaiserl. Russischen Gesandten in Konstan⸗ tinopel, Herrn von Butenieff, ein Manuskript unter dem Titel „Buch des verborgenen Geheimnisses und Sammler verschiede⸗ ner Kenntnisse“. Es ist dies eine vom Jahre 879 d. H. (1473) herruͤhrende, mit vielen Abbildungen versehene und fuͤr einen bisher unbekannten Emir, Mirbasch Shilihdar, angefertigte Hand⸗ schrift, welche einst dem Grafen Rzewuski gehoͤrte, der daruͤber in den Fundgruben des Orients referirte. Das Manuskript, in welchem unter andern schon von Feuerwerken, vom Griechi⸗ schen Feuer und dem Schießpulver gehandelt wird, bietet eln mannigfaltiges Interesse dar. Die Orientalische Muͤnz⸗Sammlung ist mit Zuzaͤhlung der diesjaͤhrigen Bei⸗ traͤge zu 6656 Nummern herangewachsen. Das Europaͤi⸗ sche Muͤnz⸗Kabinet hat durch den Aatheil, welcher der Akademie von der fruͤher zu Warschau befindlichen Sammlung zufiel, besonders zur Komplettirung der Polnischen Reihen Vie⸗ les thun koͤnnern. Ueberhaupt wurden im Jahre 1834 auf die⸗ sem Wege 29 Stuͤck in Gold, 2724 in Silber, 278 in Kupfer, und 22 in Blei bezogen. Einige Gegenstaͤnde in Silber, denen aͤhnlich, die in den Graͤbern Sibiriens entdeckt wurden, sind in Kiew gefunden, und von der Akademie angekauft worden. Hiernaͤchst ist noch zweier Gemaͤlde 8 erwaͤhnen, die sich fruͤher in Warschau befanden, und von Sr. 2 daj. dem Kaiser der Akademie verliehen wurden. Es sind diese das Bildniß von Kopernicus und ein allegorisches Bild von der Arbeit des Vaters dieses großen Mannes. Es erschienen in diesem Jahre IX Lieferungen verschiedener Denkschriften der Akademie, die zusammen gegen 110 gedruckte Bogen ausmachen; das Mongolisch⸗Deutsch⸗Russische Woͤrterbuch des Herrn J. Schmidt und die Kalender fuͤr das Jahr 1835. Der II. Band der Denkschriften, politischen, historischen und philologischen Inhalts, ist vollendet; er enthaͤlt eilf Abhandlun⸗ gen, von denen 7 der Literatur und Numismatik des Orients gewidmet sind; zwei betreffen Russische Geschichte und Alterthuͤ⸗ mer, eine betrifft Statistik und noch eine klassische Archäologie. Von der neuen Sammlung von Abhandlungen uͤber Naturgeschichte sind gleichfalls 3 Lieferungen schon erschienen und eine vierte ist beinahe fertig. Vom III. Bande der Abtheilung fuͤr mathematische und physische Wissenschaften sind die beiden ersten Lieferungen gedruckt, gleich wie das 4te und 5te Heft der Memoiren auswaͤrtiger Gelehrten. Außerdem sind folgende fuͤnf gröoͤßere Werke unter der Presse: Herrn von Struve's mikrometrische Messungen von 2726 Doppelsternen; Herrn Kupffer's Beobachtungen auf seiner Reise nach dem Kaukasus; das von Herrn Professor Weiß in Krakau berechnete Verzeichniß der Besselschen Sterne; Herrn Weinmann’s Schrift uͤber die Pilze des St. Petersburgischen Gouvernements als Beitrag zum Prodromus der Flora Ruß⸗ lands, und die Fortsetzung von Baron Marschall von Bieber⸗ stein's Beschreibung Kaukasischer Pflanzen. Wegen Abwesenheit des Herrn Strojew trug der bestaͤndige Secretair dessen Bericht uͤber die Arbeiten der archaͤographischen Expedition vor, worauf der Praͤsident der Akademie, der Minister der Volks⸗Aufklaͤrung, Herr v. Uwaroff, in einem kurzen freien Vortrage der Versammlung mit⸗ theilte, daß Se. Majestaͤt der Kaiser auf seine Vorstellung be⸗ sohlen habe, eine besondere Commission zur Herausgabe der von Herrn Strojew gesammelten historischen und juridischen Akten⸗ stuͤcke, deren Zahl sich auf ungefaͤhr 3000 belaͤuft, niederzu⸗ setzen. Herrn Strejew selbst haben Se. Majestaͤt befohlen, dem Ministerium der Volksaufklaͤrung mit einem Jahrgehalte von 4000 Rubel zuzuzaͤhlen, und ihm Allergnaͤdigst den St. Annen, Orden 2ter Klasse mit der Kaiserlichen Krone verliehen; sein Gehuͤlfe aber und steter Begleiter, Collegien⸗Secretair Berednikew, wurde von Sr. Majestaͤt zum Ritter des naͤmlichen Ordens Zter Klasse ernannt. „Endlich,“ setzte der Herr Minister hinzu, „haben Se. Kaiserliche Majestat mir befohlen, mich mit Ausfuͤhrung eines Planes zu beschaͤftigen, dessen hoher Wichtigkeithinlaͤngliche Anerkennung werden muß. Alle Laͤnder Europas besitzen Sammlungen von Quellen ihrer Nationnl Ge⸗ schichte. Uns fehlte bisher ein solches Werk. Es ist der Wille Sr. Maj,, daß diese Luͤcke in unserer Literatur ausgefuͤllt werde durch Herausgabe einer vollstaͤndigen Sammlung, welche alle hi⸗ storischen Materialien von den aͤltesten Jahrbuͤchern und Urkun⸗ den an, bis auf die neueren Zeiten in sich schließen soll. Solch ein, unter den Auspicien und der unmittelbaren Leitung unsers Monarchen, veranstaltetes Repertorium wird uns als Archiv un⸗ serer kostbarsten Geschichts Dokumente und als Zeuge des gegen⸗ waͤrtigen wahrhaft nationalen Fortschreitens in der Bildung ein bleibendes Denkmal der glorreichen Regierung unsers Kai⸗ sers seyn.“

Es erfolgte demnaͤchst in obiger Sitzung die Proklamirung der neuen Ehren⸗Mitglieder und Korrespondenten der Akademie. Zur Feier des vollendeten eilften Decenniums, seit der Entwer⸗ fung ihrer Stiftungs⸗Akte, hat die Kaiserl. Akademie der Wis⸗ senschaften den Wunsch geaͤußert, Se. Koͤnigl. Hoheit den Kron⸗

mit Einschluß des Reisegeldes

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prinzen von Preußen, dem Beispiele Seines erhabenen Vaters gemaͤß, ihren Ehren⸗Mitgliedern zuzaͤhlen zu duͤrfen, und hat ih⸗ ren Praͤsidenten ersucht, diesen Wunsch zur Kenntniß Sr. Koͤnigl. Hoheit zu bringen. Zu korrespondirenden Mitgliedern wurden unter .d en der Geheime Ober⸗Baurath Crelle in Berlin, der Professor von Martius in Muͤnchen, der Professor Nitzsch in Halle, der Archivar Dr. Lappenberg in Hamburg und der Pro⸗ fessor Ewald in Goͤttingen erwaͤhlt.

Polen. 88

Warschau, 20. Jan. Vorgestern wurde hier das Kirchen⸗ fest der Jordansweihe gefeiert. Der Bischof Antonius begab sich mit seiner Geistlichkeit aus der Schloßkapelle in Prozession zu der Weichsel, wo im Beiseyn des Fuͤrsten Statthalters, um⸗ geben von einem glaͤnzenden Gefolge, der Gottesdienst gehalten wurde. Die Truppen nahmen die Ufer der Weichsel und die Terrasse ein, und waͤhrend der Hymne ertoͤnten Kanonen⸗Salven. Nach dem Gottesdienste begab sich der Fuͤrst von Warschau nach der Krakauer Vorstadt, wo die Truppen vor Sr. Durchlaucht defilirten.

Bei der Fuͤrstin Kostuͤm, dem auch der beiwohnten.

Zajonczek war vorgestern großer Ball in gärsr Paskewitsch und gine Gemahlin

Frankreich.

Paris, 17. Jan. in Begleitung des Grafen von Montalivet nach Versailles. Bet der Pruͤfung des Ausgabe⸗Budgets in den Bureaus der Deputirten⸗Kammer hat man sich zunaͤchst mit dem Etat des Justiz⸗Ministeriums beschaͤftigt, wo, dem Vernehmen nach, der Antrag der Regierung, das Gehalt der Raͤthe beim Cassations⸗ und beim Rechnungshofe wieder von 12,000 Fr. auf 15,000 Fr. zu erhoͤhen, fast einstimmig verworfen worden ist. as Journal des Débats enthält heute folgenden Ar⸗ tikel: „Es ist ein seltsames Ding um die Leichtigkeit, mit wel⸗ cher die Journale der Opposition die Amerikanische Entschaͤdi⸗ gungs⸗Forderung behandeln. Sie tadeln uͤbereinstimmend in den kraͤftigsten Ausdruͤcken das Verfahren der Regierung. Sie er⸗ klaͤren dasselbe fuͤr hoͤchst feige, laͤcherlich und gehaͤssig. Das Ein⸗ zige, was uͤber diese Schmaͤhungen troͤsten muß, ist die vollkommene Gewißheit, daß, welchen Weg die Regierung auch eingeschlagen haben moͤchte, die Opposition diesen Weg immer fuͤr den feig⸗ sten, laͤcherlichsten und gehaͤssigsten von der Welt erklaͤrt haben wuͤrde. Was haͤtte man denn nun eigentlich thun sollen? Hier beginnt eine Reihe von Vorschlaͤgen, von denen der eine immer seltsamer als der andere ist. Zuerst haͤtte man den Praͤsidenten Jackson zwingen sollen, die Franzoͤsische Charte zu lesen, ihn lehren sollen, daß in Frankreich jede von der Regierung uͤber⸗ nommene Verbindlichkeit, welche irgend eine finanzielle Bestim⸗ mung in sich schiießt, nur mit Zustimmung der Kammern erfuͤllt werden kann. Der Praͤsident Jackson bildet sich ohne Zweifel ein, daß sich in Frankreich seit 50 Jahren nichts geaͤndert hat. Er ist wahrscheinlich niemals auf den Einfall gekommen, die Ver⸗ fassung des Landes, mit dem er unterhandelte, durchzu⸗ lesen. Der Gesandte der Vereinigten Staaten in Paris weiß eben so wenig etwas von unseren constitutionnellen Formen. Praͤsident, Senat, Gesandter Alle haben geglaubt, es mit einem unumschraͤnkten Koͤnige zu thun zu haben, der mit den Geldern des Staats thun kann, was er will. Sollten die Op⸗

positions⸗Journale dergleichen Dinge im Ernste behaupten 1b Was haͤtte man thun sol:

len? Wir koͤnnen es nicht glauben. len? Auf die Drohung des Praͤsidenten Jackson durch eine Kriegs⸗Erklaͤrung antworten? Niemand hat es gewagt, einen so uͤberspannten Vorschlag zu machen.“ Von zwei Dingen eins: man ist die Entschaͤdigung schuldig, oder nicht. Wenn man sie nicht schuldig ist, so wuͤrde Frankreich sich mit Schande bedecken, wenn es sich, ich sage nicht 25 Millionen, sondern nur einen Sou von der Regierung der Vereinigten Staaten entreißen ließe. Frankreich zahlt Niemanden Tribut. Es muͤßte jede Unterhand⸗ lung mit den Vereinigten Staaten abbrechen, und kuͤhn d Gefahren des Krieges entgegen gehen. Wenn man aber d Entschaͤdigung schuldig ist, so waͤre es der Gipfel der Thorheit, es waͤre ein Verbrechen, wenn man Blut vergießen, vnd zwer Nationen eines Streites wegen in einen Krieg verwickeln wollte,

bei dem nicht die Wuͤrde, sondern angeblich eine Nationab eines großen Volkes be.

Eitelkeit betheiligt ist. Die Ehre

steht eben so sehr darin, seine Schulden gewissenhaft zu

bezahlen, als ungerechte und unverschaͤmte Anspruͤche mit Gewalt Frankreichs an die

der Waffen zuruͤckzuweisen. Die Schuld Vereinigten Staaten ist nach der Botschaft des Praͤsidenten Jack⸗ son, was sie vor derselben war, nicht schlimmer und nicht besser an sich selbst. Nun aber gestehen fast alle Oppositions⸗Blaͤtter grundsaͤtzlich die Gerechtigkeit der Entschaͤdigung ein. Keines derselben hat, unsers Erachtens, ernstlich Lust, Frankreich in einen Krieg mit den Vereinigten Staaten zu verwickeln, bloß um zu eigen, daß wir uns vor dem Praͤstdenten Jackson und seinen Geg e elee nicht fuͤrchten. Was haͤtte

muͤssen? Man heaͤtte, so sagt man, vor der Ankunft der Bot⸗ schaft des Praͤsidenten handeln muͤssen, damit es nicht den An⸗ schein gewoͤnne, als ob man den Gesetz⸗Entwurf unter dem Ein⸗ flusse seiner Drohungen vorlege. Nehmen wir an, daß dies ge⸗ schehen waͤre. Kann man nicht leicht errathen, was dann die Oppositions⸗Journale gesagt haben wuͤrden? Der Gesetz⸗Ent⸗ wurf waͤre bei Ankunft der Botschaft von den Kammern entwe⸗ der schon votirt gewesen, oder nicht. Im erstern Falle wuͤrde man gesagt haben: Die Regierung hat sich beeilt, der Kammer ein Votum abzugewinnen, aus Furcht, daß dieselbe, die National⸗ Wuͤrde zu Rathe ziehend, einen Gesetz⸗ Entwurf zuruͤckgewiesen haben wuͤrde, der eine Schmach fuͤr Frankreich ist. Nun befinden wir uns ganz ohne Repressalien und unter dem Schimpf der Drohungen und der beleidigenden Worte der Amerikanischen Regierung. Warum hat sich das Ministerium so sehr beeilt? War es denn so drin⸗ gend, uns 25 Millionen zu entreißen? Konnte man nicht die

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Der Koͤnig begab sich gestern Mittag

man denn also thun