sche das Studium der Mittelhochdeutschen Dichter; ganz nach Grimmischer Grammatik, d net (Verbum vor Nomen) und Conjugation und Declina⸗ tion anders eingetheilt. 2) Sprache, in Beziehung von K. Schwenck“ ( baren Fremdwörter a Deutschen Sprachen, etymologisch⸗mytholo selbst das Sanskrit;
und verfehlt. 3) schen Sprache,
vom verbe 1829), giebt nur die naͤchste Ableitung, . schen und Verdeutschung der Fremdwoͤrter. A4) „Kurzgefaßtes voll⸗ staͤndiges stamm⸗ Gesammt⸗Wor⸗ terbuch der Deutschen Sprache, und mit allen Fremdwörtern.
bis ins Reuhochdeutsche, zur Einleitu
„Wbrterbuch
sebvte die klassischen
„Grammatisches wobei zugleich
ekannten Hydropathen erte Auflage, Muͤnchen, 1835, Heft 1 — 3
und sinnverwandtschaftliches aus allen Ein Hausscha
sprache füͤr alle Staͤnde, vom Prof. J. H. Kalts
1834, Heft 1. 2), uͤberbietet das vori aller Hoch⸗ und Riederdeutschen
Schreibart“, und fuͤgt die Althochde richtig. 5) „Sumerlaten“ (Ruthen),
Mundarten „ Mittelh
sen aus Wiener Handschriften, herausgegeben vom
mann (Wien, Woͤrter⸗Sammlungen, 8ee zu liefern,
„Alt
aus den
sen
allen ihren Staͤmmen, G J zur Herauffoͤr l
als ein Anderer.
Zeiten vor dem
Griechischen, Verwandtschaft dieser etymologisch und
Erster Theil, und w
grammatisch die mit anlautenden
wir jedoch nur
riedrich Wilhelm zu danken
nur etwas anders geord⸗
auf Abstammung und Begriffsbildung, Frankf. a. M. 1834): nimmt auch die gang⸗ uf, und vergleicht uͤberall die alten und neuen —. (worin der Verf. schon Forschungen ans Licht gestellt hat), und m Deutschen wenigstens nicht Wöorterbuch der Deut⸗ bstammung, Laut⸗ und Sinnver⸗ wandtschaft, Syrech. Neünlgung und Wortneuerung beachtet wird“,
pref Dertel (dem
urze Erklaͤrung der heimi⸗
ge Woͤrterbuch noch durch Einstellung utsche Abstammung bei, oft un⸗
Hoff⸗
1834. 8.): gefaͤllt sich eben nicht hoͤflich darin, einige meist Kraut und Wurzeln, besser und voll⸗ 6) Endlich und vor allen: ochdeutscher Sprachschatz, in welchem nicht nur zur Auf⸗ stellung der urspruͤnglichen Form und Bedeutung der heutigen Hochdeut⸗ schen Woͤrter und zur Erklaͤrung der Althochdeutschen Schriften alle m 12ten Jahrhundert uns aufbewahrten Hoch⸗ deutschen Woͤrter unmittelbar aus den handschriftlichen Quellen voll⸗ staͤndig gesammelt, sondern auch durch Vergleichung des Althoch⸗ deutschen mit dem Indischen, Altpreußischen, Gothischen, vordischen die schwesterliche die dem Hoch⸗ und Niederdeutschen, nischen, sind, E. Graff. Halb⸗Vokalen 1 erungen, 30 Bogen): ein erfreuli ischen Werkes, Theil nahm, desselben annehmenden fuͤrstlich Kronprinzen Vorrede wird, bei Ueber
Roͤmischen, Angelsaͤchsischen, Altniederdeutschen, Alt⸗
o 1 Englischen, Hollaͤndischen, Daͤ⸗ Schwedischen gemeinsamen Wurzel⸗Wörter nachgewie⸗ bearbeitet von Dr. den Vokalen Wörter. freulicher Anfang des großen vaterlaͤn⸗ dessen Erscheinung, so sehr unsere Gesellschaft dafuͤr der aus eigenem Antriebe sich en Huld Seiner Koͤnigl. Hoheit des
sicht der zahlreichen, großentheils hier zuerst angeschoͤpften Quellen, zugleich eine urkundliche Beispiel⸗Sammlung aus den bedeutendsten Althochdeutschen Werken gegeben, und die Deutsche Grammatik noch tiefer begründet, zur Darstellung eines wahrhaften Wurzel⸗Worterbuchs der Deutschen Ursprache in weigen, Aesten, Blaͤttern, Bluͤten und erung des im Worte lebenden unvergaͤng⸗ chen Hortes des Herzens und Geistes ein Lebenswert v. d. Hagen.
ng besonders in
ebenfalls fast Span. 58 44 ½. 38 26 ½.
der Deutschen 1 ½ 2½ 24. Loose zu 100 G. 214 ⅛. G. Anl. 95 ½. —. Holl. 5 9 Oblig. v. 58 Span. Rente 43 ½. 22 ¼. Paris,
77. 10. fin cour. 94. 10. 58 Span. Span. Schuld 15 ½.
selten ungenau 77. 15h. 58
Rente 43 ½
), zweite (wenig)
1 Pfandbr. 95 ¼, 96. Part.-Obl. (die erste erschien 8
Antwerpen, 21. Januar. Guebhard 44. Zinal. Frankfurt a. M., 24. Januar. Oesterr. 5 8 Metall. 100 ½. 100 21. Bank-Actien 1562. 1560.
58 Rente pr. compt. 107. 30.
48 93. 92 ¼½.
1832 97 ½ ½ 97 1⁄. Poln. Loose 38 do, perp. 26. —.
21. Janunaàr. fin cour. 107. 40. 3 % pr compt. sin cour. Ausg.
Neap. pr compt. 94. —.
38 do. 27 ⅛. Cortes 42 ½.
2 ½ 8 Holl. 55. 15. . Warschau, 23. Jannar.
431. Schatz-Obl. 101 ½.
15 ½. Cortes 40 ¼.
2 ½ 8 55 ½. —. Part.-Oblig. 139 ½. —. Preuss. Präm.-Sch. 62 ⅛. 62. do. 49
89 70 ⅔.
ihren Mundarten tz der Mutter⸗ ch midt (Leipzig,
E11“
in schriftgerechter
St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 30. Prüm. Sch. d. Seeh. Kurm. Obl. m. I. C. Neum. Int. Sch. do. Berl. Stadt-Obl. Königsb. do. Elbing. do. Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr.
Grofshz. Pos. do. y———
ochdeutsche Glos⸗ Prof. H
102
—⸗/qg
Sprachen, so wie
——— Amsterdam dito Hamburg dito London Paris
und den (Zwei Lie⸗
Augsburg Breslau haben. In der Leipzig Petersburg Warschau
Wechsel-Cours.
Berliner Börse. Den 27. Januar 1835. Amtl. Eonds. und Geldl-Cours-Zettel.
Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur- u. Neum. do. 106 ½ Schlesische do. 106 ⅔ Kkst. C. d. K.-u. N. — Z.-Sch. d. K.-u. N. —
Holl. vollw. Duk. —
Neue do. — Friedrichsd'or — Disconto
106 ½
17 ½ 18 ¾ 139,
Preufss. Cour.
die Buͤhne Donnerstag, 29. Jan. Liebe, Trauerspiel in 5 Abth., von Schiller. Stich: Louise, als Gastrolle.)
fer.
Mittwo
Die zu
Billets sind beruͤcksichtigt worden, und wird Mitiwoch den 28sten d. M. Mittags 2 Uhr im Billet⸗Verkau Buͤreau abholen zu lassen, widrigenfalls dieselben anderwe verkauft werden muͤssen. b Freitag, 30. Jan. Schweizer⸗Soldat, Musik von dem K. Kammer⸗Musikus Ibhann von Paris, Singspiel in von Boyeldieu.
Im Schauspielhause: rempart, öu: en 3 actes, par Mr. Mélesville. Suisse, vaudeville en 1 acte.
Köͤnigliche Schauspiele. 88 ch, 28. Jan. Im Schauspielhause: König
Trauerspiel in 5 Abth., von Shakespeare, uͤbertragen und bearbeitet von Kaufmann. . Im Schauspielhause: Kabale h
dieser Vorstellung eingegangenen Meldungen ersucht,
Im Opernhause: Zum erstenmale: militairisches Ballet in 1 Akt, von Haa 2 Abth., mit Tanz. M.
1) La reprise de: La maisor Une journée de la fronde, vaudeville historie 2) Kettly, ou: Le retour-
Koͤnigstaͤdtisches Theater. 8
Mittwoch, Oper in 4 Akten,
28. Jan. Lestocg, oder: Intrigue und! von Scribe. Musik von Auber.
Donnerstag, 29. Jan. Zum erstenmale wiederholt: .
nes Guttenberg, Erste Abtheilung, in 1 Akt. Büeet Abthe btheilung, in 1 Akt. Birch⸗Pfeiffer: Bertha,
Schauspiel in 3 Abth., von Ch. Birch ⸗h Guttenberg zu Strafßit Guttenberg zu Mainz. Dw Guttenberg am Wanderstab. (Maze als Gastrolle.) 8
ilung, in 3 Akten.
F
250 Fl. 2 Mt. Kurz 2 Mt. 3 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt
141 152 ½ 152 “ 8172 104½
8 Tage 2 Mt. 3 Woch Kurz
100 Fl. 150 Rbl.
vriæf eli. —— —mmuu 141½ —
151 ¾
104
8 1⁰3½
2 Mt. 99
102 ⅔
102 ⅔ 3022
24½ 6
Meteorologisch
Morgens 6 Uhr.
1835.
26 Januar. 2 Uhr.
Nachmitt.
e Beobachtung.
Abends 10 Uhr.
Nach einmaliger Beobachtung.
Niederl. wirkl. Schuld 54 99. Kanz-Bill. 24 ½. 4 ½ 8 Amort. 93½. 8 998. Preuss. Prüm.-Scheine 112 ⅞
Auswärtige
Amsterdam, 22. Januar. 5 ½ do. 100. 3 ½ 8 76 ⅞. do 48 Anl. —.
Au
27.7 5 27 v⸗
W“
Börsen.
Russ. 98 .
L(LPuftwaͤrme
2
Dunstsaͤttg. 95 pCt. 86 pCt. Wetter.. truͤbe. regnig. Wind b W.
W. Wolkenzug üas W.
Oesterr. Span. 59 45.
337,8 38 Par. 337,4 8“ Par. + 3,6 °R.+ 6,2 °R. +† 6,1°R. Thaupunkt †+. 3,00°R.]+ 3,40R. + 4s o R.
90 pCt. trüͤbe.
W Ausdünst. 0,04 1
338,5 7 Par.Quellwärme 7,1 °R. lußwärme 2,4 °R Bodenwärme 1, 8 °R.
— Niederschlag 0, 009“
Rh.
198
Zu Lande: Weizen 1 Rthlr. 20 S ; Roggen 1 Rthlr. 10 Sgr.; afer Sgr., au n. .; Erbsen 1 Linsen 2 Fe 20 Sgr. 3 blr. M er:
Sgr. und 1 Rthlr. 11 h n t. 88 d I. Pf.; E
r. r.; Hafer r. 6 Pf.; Erbsen 1 Rthlr. 20 G9 (schlechte Sorke) 1 Rthlr. 17 8 8 nlr.
Zu Wa
Das Sch
*
Markt⸗Preise vom Getraide.
Berlin, den 26. Januar 1835. . r., auch 1 Rthlr. 18 % große Gerste 1 Rthlr. 7 8
Weizen (weißer) 2 Rthlr., auch 1 Rtblr. 15 Sgr.; Roggen 1 Rthlr. 13 Sgr. 9 e 1 Rthlr. 6 Sgr. 3 Pf., i
gr. 6 Pf.
Sonnabend, den 24. Januar 1835.
ock Stroh 7 15 Sgr. 8—
Redacteur Cottel-
9 Gedruckt bei A.
8
X
Bekanntmachungen.
nntmachung. 8
Beka ch 1“ Die im Landraͤthlichen Kreise Calbe a. d. S, 6
Meilen von Magdehurg, 2 Meilen von Dessau und
Coethen, an
der
Acken, enthaltend:
1) das in der Stadt Acken befindliche Vorwerk Acken, nebst dem ebendaselbst belegenen Com⸗ thurhofe, zu welch
gehbren: 2) das Vorwerk Klietzen, Michein gelegenen Schaͤferei,
„ .1.
1
em 722 Morg. 32 ORuth. Ackerland, 8
. 534 . Wiesen, zum groͤßern Theil zweischuͤrig, Gartenland
nebst der im Dorfe wozu 761 Morg 29 ¶Ruth. Ackerland, 10b7 ⸗ 45 8 Wiesen, wovon 16 M.
90 „
45 Q. zweischuͤrig,
PEEEZA11“ 20 & 45 *&
Gartenland, Buschwerk
gehbren, mit allen dabei befindlichen Wohn⸗ und
Wirtbschafts Gebaͤuden, worauf bishber 3000 Stuͤck Schaafe gehalten
C1.“ g
8 4 8 * 2* S 2. 8,
8 8 4
Vpon dem Koͤniglichen Ober⸗Landesgerichte zu Ko⸗
betraͤchtlichen Huͤtungen, sind,
Brauerei, Weidenbaum Nutzung und der Koͤniglichen
Vieh⸗, Wirthschafts⸗, Feld⸗, Garten⸗ und
aum⸗
Inventarien, —2z°z¹)h die auf dem Torfberge bei Acken belegene Ziegelei;
8
8
soll auf zwoͤlf nacheinander folgende Jahre von Tri⸗ nitatis 1835 bis dahin 1847 an
4) verschiedene Fischerei⸗Berechtigungen, so wie
5) das bei der Domaine aufkommende Zins⸗Ge⸗ traide von
Winspel g. Scheffel
7 Metzen Roggen, 6 „ Gerste,
89 17 8 4 Hafer,
den Meistbietenden
verpachtet werden. Da in dem am 10. v. M. abgebaltenen Bietungs⸗
Termine kein annehmliches Gebot ben wir zur Verpachtung einen anderweiten Termin
auf
Vormittage 10 Uhr, vor dem 8
erfolgt ist, so ha⸗
den 18.
Februar d. J., in unserem Conferenz⸗Zimmer,
epartements⸗Rath, Regierungs⸗Rath Na⸗
tan anberaumt, und laden dazu qualificirte Pachtbe⸗
lustige mit dem Bemerken ein, daß der Paͤchter die Pacht nicht fortsetzen, und im nicht mitbieten wird.
bisherige Termine Die Verpachtungs⸗Bedin⸗
gungen nebst Anschlaͤgen liegen sowohl in unserer omainen⸗Registratur, als auch auf dem Amte Acken zur Einsicht bereit. nebrigens sind wir bereit, auch schon vor dem an. beraumten Termine annehmliche Offerten von Pacht⸗ Liebhabeen entgegen zu nehmen, und eventualiter mit ihnen abzuschließen. Fs Magdeburg, den 2. Januar 1835. 6
bnigl Regierung.
Abtheilung fuͤr die Verwaltung der direk⸗
ten Steuern, Domainen und Forsten.
Edictal⸗Citation.
be belegene Koͤnigl. Domaine
Zeit nichts von seinem Leben und Aufenthalte hat hoͤren lassen; ingleichen dessen etwa zuruͤckgelassene unbekannte Erben und Erbnehmer, zum Termine den 27. Juli 1835, Vormittags um 11 Uhr, vor dem Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Grafen Egloffstein zu ihrer schriftlichen oder persoͤnlichen Anmeldung unter der Verwarnung hiedurch vorge⸗ laden, daß ausbleibenden Falles der erstere fuͤr todt erklaͤrt, und die letztern mit ihren Erbanspruͤchen an den Nachlaß desselben werden praecludirt, und dieser an 18 sich legitimirenden Erben wird ausgehaͤndigt werden.
Urkundlich unter Vordruͤckung des groͤßern Insie gels und der verordneten Unterschrift ausgefertigt. “
Koͤnigsberg, den 18, Seöeher 1834. Koͤnigl Preuß Ober⸗Landesgericht.
An z ei g e, das pharmeceutische Institut in Berlin betreffend.
Die fortwährend steigende erfreuliche Theilnahme des Publikums an dem unter meiner Leitung ste- henden pharmaceutischen Institute hat mich pewo- gen, Behufs der nothwendig gewordenen Erwei- terung desselben das früber von dem Geh. Rath Hermbstaedt bewohnteé, für chemische Zwecke eigends erbaute Haus käuflich zu acquiriren. In Folge dessen ist es nicht nur möglich geworden einige wünschenswerthe verbesserte Einrfchtungen
dungen als bisher berücksichtigen zu können.
len, in dem lostitute freundliche Aufnahme finden können, und werde gern auf portofreie Briese die näheren. auerkannt billigen Bedingungen mit- theilen. Professor Lindes.
Der Vollblutshengst Riddlesworth. Gezogen vom Gr. v. Jersey 1828 vom Emilius und der Filagree (Engl. Gen.⸗Gest.⸗Buch Vol. III. Pag. 135) wird vom 1. Maͤrz an Stuten decken: solche die fruͤher abfohlen, oder roßen, koͤnnen auch schon vorher zugelassen werden. Das Sprunggeld betraͤgt Friedrichsdor und 1 Thaler Trinkgeld,
ssteht zu Schoͤneberg in der Trainir⸗Anstalt. Fuͤr die
die
Anzeiger fuͤr
nigsberg werden der Friedrich Otto Eduard von Baczko, welcher im Jahre 1818 als Post⸗Eleve in Magdeburg spurlos verschwunden ist, und seit dieser
treffen, sondern auch eine grössere Anzahl von Mel- Ich zeige daher hiermit ergebenst an, dass Pharmaceu- ten, welche Behufs ihrer Sindien und Staats-Prü-
fung Ostern 1835 sich nach Berlin begeben wol.
welche praͤnumerando zu entrichten sind. Der Hengst⸗
Derselbe gewann:
1831 den 4. April, die Riddlesworth⸗
Stakes mit
mit
1831 den 19. April, die 2000 Gs.
Stakes mit
1831 den 21. April, die Newmarket⸗
Stakes mit
Summa 6050 Pf. St St.
Anmeldungen sind an die Herren Stallmei
Seeger und Trainer Hart einzusenden.
Berlin, den 19. Januar 183
5.
Preußischen
1350 Pf. St, 1600 Pf St.,
Die Comittéͤe des Aktien⸗Vereins.
—õ
Literarische Anzeigen.
straße Nr. 29, ist so eben erschienen und daselbst, so wie in allen n-
Bei A. W. Hayn, handlungen zu haben:
immer
Nekrolog des Koͤnigl. Preuß. Wirklichen Geheimen Staats⸗
und Herrn Karl Geor Geheftet. Preis
Finanz⸗Ministers ꝛc. ꝛc. ꝛc.,
g Maassen.
5 sgr.
In der Stuhrschen Buchhandlung zu Berlin,
Schloßplatz Nr. 2,
ist zu haben: Wichtige Mittheilungen
langjaͤhriger praktischer Erfahrungen und der neue⸗
sten Ersindungen
18. Preis 13 Th
n a 1) Bereitung der (aͤtzenden aoder durchaus
ricchtig steht, zu entgehen;
noͤthige chemische eerrfahren, ob das Verbaltuss ch⸗
in der
lr. l
Seifen⸗ und Licht⸗Fabrikation, Jacques Louis Mattbisson.
t kaustischen) Lauge robe, um zu ali zum Kalk um dadurch bedeutenden Verlusten
2) Anweisung zur Verfertigung der verbesserten
Fransösschen Taglichter v Qua
itat, welche aͤußerst he sparsam brennen; eigentliche S 3) deutliche Angabe, wie die neu er
plattirten Lichter verfertigt werden;
Beschreibung der herrlichen Weaachslichter ohne Wachs, be, sehr schoͤn und billi
u’hͤnnen;
Unterbringung von Stuten sind Vorbereitungen ge⸗ troffen, und wird von dem Trainer Hrn. Hart 5 lichst wohlfesl und die Fourage nach dem hiesigen Marktpreise in Rechnung gestellt werden; auch bleibt es den Herren Besitzern uͤberlassen fuͤr die Fourage selbst Sorge zu tragen. Riddlesworth tritt durch g- Leistungen den ausgezeichnetsten Pferden an die Seite.
5) Belehrung uͤber die Lichter⸗Ver ETalg, ohne Wachs, ohne Fett, . Wachslichter aussehen,
ner als ganz ohne
on cganz vorzuͤglicher und ungemein
parlichter;
fundenen wachs⸗
Erfindung, wie blos aus Talg und g gemacht werden
fertigung ohne welche vic scho ⸗· weit heller Rauch und Geruch brennen;
und
6) Verfertigung von Wachslichtern, welche nicht
eputzt werden duͤrfen; 7) Patent⸗Lichter mit hohlen lischer Art zu verfertigen; 1““
Dochten,
ster
8) Beschreibung, wie die neuerfundenen, gereing ten und wohlriechenden Patent⸗Lichter vefn tigt werden;
9) praͤparirte Lichter⸗ und Lampen⸗Dochte, welh nicht dampfen, weit heller brennen und ne
geputzt zu werden brauchen;
neu erfundene Dochte mit einem bisher un
nutzt gebliebenen Unkraute, welche den ba
wollenen vorzuziehen sind und nichts kosten, die neueste bewaͤhrteste Methode zur Rafe rung und Haͤrtung selbst des aͤltesten Lich
Talgs, zur vollstaͤndigen Verbesserung der A
lichter, vorzuͤglich im Sommer anwendbar
neue Englische Methode, den Talg wachꝛtt lich zu machen;
Franzoͤsische Erfindung einer neuen Masch
zur Fabrikation der Lichter oder Kerzen;
neue und leichteste Art die weltberuͤhmte
tianische und Marseiller⸗Seife zu machen, vil
an Guͤte und Wohlfeilheit die andern
uͤbertreffe: 1
Kunst, Kartoffel⸗Seife zu machen, welche!
89 Anwendung sich eben so billig als gu⸗
zeigt;
ganz neue Englische Erfi
tions⸗Kerzen in Wachs
gruͤne Flamme haben wohlthatig erweisen;
17) UMJber die Anfertigung und den Gebrauch k
Soda⸗Seife;
18) durchsichtige Seife oder Savon du Serail;
19) Vorschrift zur Bereitung der spanischen n
ßen Seife aus Baumbl;
20) Vorschrift zur medicinischen Seife aus Mandl
Breslau, im Dechr. 1834.
89 Richtersche Buchhandlunz.
1⁰)
11)
12) 13³) 14)
15)
16) ung von Konsen oder Talg, die 0.
und den Augen sich s
Nouvelle bibliothè que classique. 42 N,
(Paris, Treuttel und Würtz. 1834.) gr.-in-Svo, beau papier, avec les portraits des! teurs et avec des notices, la lupart inédites Alle 42 Baͤnde zusammen 31 Tblr 15 sgr; einge à 25 sgr.
0½
Racine 5 Bande; Voltaire 7 Bäaͤnde. 1 Littérature et Poësie: Boileau 3 Baͤnde; †. Rousseau 2 Baͤnde; Lafontaine 2 Bam⸗ Voltaire, Henriade 1 Band; Voltait Poëésies diverses 3 Bande. 1 Littérature et Morale: Voltaire, Mélanges A Littérature: Voltaire, contes et romans 2 Le. Sage, Gilblas 3 B.; Le Sage, Diabl- boiteux 1 Band.
Diese fast beispiellos wohlfeile Ausgabe ist gleich die correcteste und eleganteste, welche die vrt jöstsche Literatur aller Zeiten aufzuweisen hat.
Berliu, Buchhandlung J. A. Uig, Burgstr. N.
nach Eng⸗
Dlle. Berj
solche s
Rthlr. 25 Sgr., auch 6 Centner Heu 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf., aeach „ auch 6 Rthlr.; b
Inhalt: . Théätre: Moli?r* 87 BᷓAnde; Corneille 4 Ba4rb-
Wöchentlich erscheinen drei 1 8 Nummern. Praͤnumerations⸗ 8 viertellährlich, 3 Thlr. für 8 das ganze Jahr, ohne Er⸗ öhung, in allen Theilen
der Preußischen Monarchie.
15
Man pränumerirt auf dieses Beiblatt der Allg. Pr. Staats Zeitung in Berlin in der Expedition (Mohren⸗Straße No. 34); in der Provinz so wie im Auslande bei den Wohllöbl. Post⸗Aemtern. ——————
Eö“
Berlin, Mittwoch den 28. Januar
.9
E181616165 8 1
Die Dauer des menschlichen Lebens.
DSer alte Satz Arbuthnot's (in seiner Schrift über „Nahrungs. daß 8 unter mäßigen und enthaltsamen Menschen Beispiele von ungewöhnlich langem Leben zu finden seyen, wird scheinbar widerlegt durch die Erfahrung, welche uns oft genug Individuen vorführt, die ganz einer regellosen, abnormen Lebensweise ergeben sind, und iesenaßt im Alter über das gewöhnliche Maß hinaus reichen. Allein nur se hein 88 näher betrachtet stellt sich die Sache auf einen ganz andern 8 6. Wer mäßig und enthaltsam lebt, lebt bis zum letzten Hauche. Wer auf wüste verworrene Weise seine Jahre vergeudet, kann, wenn 88 Naturell Stich hält, allerdings ein hohes Alter erreichen, allein er is oft längst schon todt, ehe er sein Auge schließt; mit Pein und Sorgen zund ohne daß die Functionen seines Geistes thätig sind, vegetirt er so hin und stirbt langsam, und eine Reihe von Jahren gehört zu seinem
Sterben, nicht zu seinem Leben. So kann ein Siebzigjähriger dt nur funfzig Jahre gelebt haben, und zählt auf diese Weise gar nicht mit zu der Summe derer, die ein hohes Alter erlangten. 1
Die Gelehrten, welche über „langes Leben“ geschrieben haben, sin in ihren Ansichten sehr getheilt darüber, ob außerordentliche Fälle zu gewissen Zeiten und in gewissen Gegenden sich in dieser Beziehung häufig ereignet haben oder nicht, und ob es überhaupt in ber Faatä des Menschen, der Möglichkeit nach, bedingt sey, ein hohes Alter zu erreichen, so daß jene Fälle entweder für ganz abnorme zu halten seven, oder vielmehr das frühe Sterben als ein der Bestimmung der mensch⸗ lichen Natur wiederstrebendes Ereigniß angesehen werden S In der Regel gehören die Fälle einer ungewöhnlich langen Lebensdauer entlegenen und barbarischen Zeitaltern an, in denen man Betrachtungen dieser Art gar nicht anstellte, und in anderen Zeiten, wo man recht eigentlich auf solche Fälle lauerte, ergaben sich diese als selten oder
als fingirt und übertrieben. Es liegt dem Schreiber Dieses gegenwärtig eine Tabelle vor, von einem Manne verfertigt, der diesen Gegenstand
zu einem Lieblings⸗Thema seines Nachdenkens machte, und 1750 9
sonen nachweist, die ein mehr als hundertjähriges Alter erreicht ha Sf.
Allein bei genauer Betrachtung zeigt sich, daß viele dieser Angaben
aller Begründung entbehren, indem ste Zeiten angehören, deren g sucht sich bei dieser Gelegenheit ein weites Feld eröffnete, und mithin auch die als Fakta angegebenen Bestimmungen verdächtig macht. 789 Encyklopädieen haben alle nur aus einer und derselben Quelle gese Föpft, ihre Angaben stützen sich nicht auf neue Nachforschungen. So z. B. hat der berühmte Sir William Paulett, Testaments⸗Vollstrecker. Hein⸗ richs VIII., der am 10. März 1572 starb, ein Alter von 97 Jahren erreicht, während die wuf 1 Weise ihm 9 ulegen, und ihn 106 Jahr alt werden ließen. — 4 Iee ; c leicht denkbar, 85 Irrthümer sich einschleichen müssen, wenn man die Lebensdauer der Menschen in einer bestimmten Zeit nach dem damals angestellten Census der Bevölkerung berechnet, wie Lord Bacon in seinem höchst genau ausgeführten und schätzenswerthen Werke: „Historia Vitae et Mortis,“ nach dem Census des 88 Vespastan seinen Kalkül machte, ohne zu bedenken, daß absichtli ), um der Besteuerung für neugeborne Individuen zu entgehen, Fälle von langer Lebensdauer dabei singirt wurden. Unser eigner Census in Eng⸗ land ist so ungenau wie möglich, trotz der Sorgsamkeit, womit er von Seiten der Behörde angestellt wird. Das Volk hat nur zu oft ein In⸗ teresse daran, sich der Zählung zu entziehen. Aus Furcht vor Militair⸗ Dienst verlassen die Leute oft ihren Wohnort, und lassen es an Bitten, Bestechungen und allen Arten von Kunstgriffen nicht fehlen, um von dem Census ausgeschlossen zu werden. So geschah 1 Kriegszeit, und als der Krieg beendet war, wurde der Militair⸗ b 16n eher ein Gegenstand des Wunsches, als der Furcht; deshalb erga f 9 ein plötzliches Anwachsen der Bevölkerung. Im Jahre 1831 entf 88 in allen Städten das Verlangen, eine möglichst große Einwohnerzahl anzugeben, um sich die Vortheile zu verschaffen, welche die 2 Bäll gestattete, und dies war lediglich die Ursache des großen Un 88 ”. der sich zwischen dem Census dieses Jahres und dem von 182
erausstellte. “ b
88 kann mit Lord Bacon nicht darin uͤbereinstimmen, daß der Vespastanische Census die sicherste Gewähr leiste für die öcheg der Lebensdauer der damaligen Menschheit. Wäre dies der Fall, so müfte man annehmen, daß zwischen Padua und den Appeninen, in einem nicht eben allzu stark bevölkerten Landstriche, 122 von einer hundertundzwanzig⸗ und mehrjährigen Lebensdauer existirt hätten,
Die zur Berichterstattung uͤber den Gesetz⸗Entwurf wegen der Verantwortlichkeit der Minister niedergesetzte Kommission versammelt sich fast taͤglich. Es scheint, daß Herr Sauzet zum
erichterstatter ernannt werden wird.
Das (gestern erwaͤhnte) Schreiben des Herrn Hyde de Neuville lautet folgendermaßen: „Der General Jackson moͤchte, wie es scheint, die Regierung Ludwig Philipp's wie die Semi⸗ nolen behandeln. Er steht also nicht, daß noch immer ein Frank⸗ reich vorhanden ist, und daß es die dem Lande zugefuͤgte Belei⸗ digung empfindet. Der General Jackson haätte sich daran erin⸗ nern sollen, daß eine, von seinen Vorgaͤngern anerkannte heilige
chuld, die sich an einen der Vereinigten Staaten vor 50 Jah⸗ ten geleisteten großen Dienst knuͤpft, noch nicht abgetragen wor⸗ den ist; er haͤtte wissen sollen, daß ein Traktat, besonders wenn es sich in demselben um Geld handelt, weder Kraft noch Werth at, bevor er nicht von den verschiedenen Gewalten, welche zu em Gesetze mitwirken, genehmigt worden ist. Findet etwa der Praͤsident der Union auch, daß die Willkuͤr ein gutes Regierungs⸗
ittel ist? Entweder hat sich in den Vereinigten Staaten in den National. Gesinnungen eine große Veraͤnderung zugetragen, oder jene seltsame Lehre kann daselbst kein Gluͤck machen. Ich weiß nicht, was die Amerikanischen Journale sagen; aber ich bin in Voraus uͤberzeugt, daß sie die diktatorische Logik des ersten Be⸗ amten der Republik nicht gutheißen. Die Drohung des Praͤsidenten ackson ist also unpolitisch, unpassend, ungeschickt. Ich weiß uͤbrigens nicht, wie die Angelegenheiten Frankreichs gegenwaͤrtig in den Kuilerieen gefuͤhrt werden. Ich will nur von dem sprechen, was
mir bekannt ist. Ich weiß näͤmlich zuverlaͤssig, daß es unter der Restauxation niemals einem Praͤsidenten der Union eingefallen
nämlich 54 von 120, 57 von 110, 2 von 125, 4 von 130, 4 von 135 1 oder 137, und 3 von 140 Jahren. Eben so wenig können wir dem, was Plinius (lib. 6, cap. 48) angiebt, vollkommenen Glauben schenken. Nähern wir uns der neueren Zeit, — denn das Mittelalter ist in seinen Angaben noch fabelhafter als die alte Welt, so daß es, wenn man leichtgläubig seyn wollte, in manchen Jahrhunderten der christli⸗ 1 chen Zeitrechnung sogar zu den Ausnahmen gehören müßte, wenn einer unter stebzig Jahren starb, — so sinden wir die Fälle von unge⸗ wöhnlich langem Leben höchst selten, und müssen analog auf die Zeiten des Alterthums und des Mittelalters zurückschließen. Vespastans Census 8 bezieht sich auf die ärmeren Klassen des Volkes, deren Haufe sich nicht übersehen läßt. Unter höheren Ständen erweist sich auch in den frühe⸗ ren Zeiten nur selten ein hochbetagtes Individuum. Von Römischen, Griechischen, Französischen und Deutschen Kaisern und Königen bis auf die Zeiten Jacob's I. herab, sinden wir unter 200 Fürsten nur vier achtzigjährige. Unter den Aposteln und Kirchen⸗Vätern scheint hohes 8 Alter eine sehr gewöhnliche Erscheinung gewesen zu seyn und dies er⸗ klären Einige daraus, daß diesen erleuchteten Männern ein göttlicher Athem innegewohnt habe: — „nihil spirans nisi divinum! Allein von den Päpsten sagt man ja dasselbe, und doch giebt es unter den ersten 240 Päpsten nur fünf, welche 80 Jahre und etwas darüber ge⸗ lebt haben. Von Johann, dem dreiundzwanzigsten Papste, heißt es, er habe das 90ste Jahr erreicht. Sein Historiograph sagt von ihm, er sey ein Mann von ewig unruhigem Geiste gewesen, immer nach neuen Din⸗ gen trachtend, Vieles verbessernd, Vieles aber nur umgestaltend. Dazu, heißt es, war er ein Anhäufer großer Schätze. Von seiner heiligen Ge⸗ 8 sinnung meldet die Sage weniger, so daß man nicht behaupten kann ein göttlicher Athem habe ihn so lange vor der Sterblichkeit bewahrt. Interessant sind die Fabeleien des grauen Alterthums über die Lebensdauer mancher Menschen; auch Lord Bacon sagt naiv, man könne nicht viel darauf geben. Ein König von Spanien ode vielmehr von Cadix, Namens Agantharicus, wurde, wie gemeldet wird 140 J., Eingras, König der Cyprier, der ein schwelgerisches Leben führte beinahe 160 J. alt. Manchen Königen von Arcadien wird geradezu ein Alter von 300 Jahren zugemuthet, und Lord Bacon sagt, dies sey vielleicht fabelhaft. Wir finden, daß in Epirus manche Einwohner ein Alter von 200 Jahren mit Bequemlichkeit erlangten und einer ihrer Fürsten, Litorius, ein Mann von gigantischem Körperbau, machte ine 300 J. voll. Die Uhe heen, nach welchen den Menschen die Prognose gestell wird, ob sie nach den und den Eigenschaften, die sie besitzen, ein kurzes oder langes Leben zu erwarten hätten, sind nicht minder unhaltbar Die Farbe und Beschaffenheit des Haares und der Haut gelten Vieler für Anzeichen, die darauf schließen lassen. Knaben von rother Ge sichtsfarbe, meinte man, würden in der Regel nicht so lange leben al andere von blassem Teint. Eine harte Haut sollte auf langes Leben eine grobe, rauhe Haut, sogenannte Gänsehaut, auf kurze denten. Ein gerunzelte Stirn und starkes, üppiges Haar mußten wenigstens fü 100 Jahr eine Caution geben, während eine saufte Stirn und weiches Haar einen frühen Tod befürchten leßen. Ein breiter Körperbau mi kurzem Leib aber langen Beinen vor den Knieen bis zu den Knöcheln galt für Versicherung eines hohen Alters, während Personen, die vom 8 Knie bis zur Hüfte lang gebaut und, wie Lord Bacon sagt, deorsum attenuati sind, nie lange leben können. Wohlbeleibtheit in der Jugend deute auf frühen Tod, dagegen im Alter sichere ein umfangsreicher Leib 2 das Leben des Menschen. Ein schualer Kopf, ein weder langer und dünner, noch allzu feister, mithin proportionirlicher Nacken, weite Nasen⸗ löcher, knorpelige, nicht fleischige Olren, ein breiter Mund, breite, sest⸗ geschlossene Zähne, besonders wenn ste noch lange Zeit in der Jugend des Menschen wachsen, alles dies zalt für Anzeichen eines langen Le⸗ bens. Das gehörte so zu den Thorheiten unserer weisen Vorfahren. Auch um Vorschriften behufs aner Matrobiotik waren unsere guten Altvordern nicht verlegen. Sie emhfahlen Diät, eine gänzliche Enthal⸗ tung von allen spirituösen Geträrken, mäßige Bewegung, mäßigen Schlaf, veneris abstinentia ne erhauriantur, den Gebrauch von Bä⸗ dern und die Einreibung von Salben und Oelen. Sie empfahlen Frömmigkeit, Beschäftigung mit Literatur und Philosophie, Landluft und 1 in der Jugend Militair⸗Dienst. Auch an wirklichen eb zur Verlängerung des Lebens fehlte es nicht. Das Schminken der Hau hielten unsere Väter für sehr vortheilhaft, weil die alten Briten un Virginier sich schminkten und lange lebten. „Als Johannes de Tem poribus“, sagt Lord Bacon, „welcher 300 J. gelebt haben soll, gefrag wurde, was sein Leben so stabil mache, antwortete er: Oel von außen und Honig von innen!“ Ein Römischer Senator, der 100 J. al
jie Landgraͤfin von Hessen⸗Homburg verweilt noch Es ist ihre Absicht, im Ganzen achtzehn
Brigahton. ihren erlauchten Verwandten zuzubringen. Herzog von Cumberland besichtigte vorgestern in Be⸗ on Sir Charles Manners Sutton die neuen Parla⸗ er. Auch gestern begab sich Letzterer mit Lord Grau⸗ erset und Sir B. Stephenson wieder dorthin, um Ausbau der abgebrannten Gebaͤude in Augenschein und zuzusehen, wie sich die jetzigen Raͤume fuͤr die Ausschuß⸗Saͤle und Bureaus benutzen ließen. e Ausbau der beiden Haͤuser ist nun bald beendigt. erleute sind schon damit beschaͤftitt, die Baͤnke fuͤr die aufzustellen, und die Plattform fuͤr den Thron im und fuͤr den Sprecherstuhl im Unterhause zu errichten. estern Nachmittags wurde ein großer Kabinetsrath im n Amte gehalten; die Minister versammelten sich um athschlagten bis um 5 Uhr. Abends fanden sie sich wieder zu einem Diner bei dem Grafen von Aber⸗
Lords des Geheimen⸗Raths waren gestern, in Folge forderung des Grafen von Aberdeen, versammelt, um ie Lehrlingschaft der Neger in den Westindischen Ko⸗ zuͤgliche Frage in Berathung zu ziehen. Herzog von Wellington befand sich gestern unpaͤßlich e das Zimmer huͤten. Vorgestern hatten der Tuͤrkische dersische Gesandte im auswaͤrtigen Amte Unterredungen Herzoge. 1 ist von Paris hier eingetroffen. Die Zeit 'reise seines Nachfolgers, Lord Cowley, ist noch immer unmt; mit dem Gesundheits⸗Zustande der Gemahlin een, der ihn bisher an der Abreise verhindert haben yt es sich indeß zusehends. Sir Robert Gordon ist, ehmen nach, zum Botschafter in Konstantinopel be⸗ schickt sich an, nach seinem Bestimmungsort abzugehen. Erzbischof von Canterbury und der Bischof von Lon⸗ jetzt haͤufige Besuche bei Sir Robert Peel ab, die Vernehmen nach, auf die Entwerfung einer umfassen⸗ regel zum Behufe der Kirchenreform beziehen, und i ministeriellen Blaͤttern zufolge, sehr ausgedehnter oll. Auch zwei angesehene dissentirende Geistliche sind Premier⸗Minister in Beziehung auf die Beschwerden tbensgenossen zu Rathe gezogen worden. er geben sich viele Muͤhe, die bevorstehenden Regie⸗ ißregeln als unbedeutend darzustellen, und behaupten „ man wolle den Dissenters nichts weiter rinraͤumen, hen in der Gestalt von Civil⸗Kontrakten fuͤr guͤltig 1 „
DHarlaments⸗Wahlen sind nunmehr, bis auf 36, bekannt; weaͤhnten Listen des Courier ergeben als Re ultat 380 Reformer und 242 Tories, also eine ajo⸗ 138 gegen das Ministerium, wenn jene Verzeichnisse een, was jedoch, wie schon oͤfters bemerkt worden, von riellen Blaͤttern sehr bestritten wird. Die Wahlen, ltat man bis jetzt noch nicht kennt, sind meistens Ir⸗ Robert Peel hielt in einer Pe ne seiner Tamworth am Freitage eine Rede, von wescher der [genden Abriß mittheilt: „Sir Robert sprach unge⸗ Stunde lang mit seinem gewoͤhnlichen Takt und Talent ie bedeutendsten politischen Streitpunkte. Er erklaͤrte k uͤberzeugt, daß er im Stande seyn wuͤrde, das Land euen Unterhause nach konservativen Grundsaͤtzen und ist derjenigen verfassungsmaͤßigen Reformen, woruͤber iftige und nachdenkende Maͤnner einig waͤren, zu re⸗ huf die in gewissen Blaͤttern paradirenden Listen der Parlaments⸗Mitglieder schien er wenig Gewicht zu erzaͤhlte eine Geschichte von drei Schneidern, die ein⸗ oley⸗Street in dem Burgflecken zusammenkamen und an den Thron mit den Worten begannen: „„Wir, das England.““ Er warf dann einen Blick auf die ge⸗ nungs⸗Verschiedenheit zwischen den constitutionnellen den sogenannten Tories, so wie andererseits auf den schlund, der alle Klassen der constitutionnellen Refor⸗
man dazu schreien, Einr uugvensnnn 2 heit vorzunehmen, das Schicksal der inlaͤndischen Glaͤubiger fest⸗ zustellen und den auswaͤrtigen Glaͤubigern fuͤr den Theil ihrer Forderungen, der in passive Schuld umgewandelt worden ist, Buͤrgschaften zu geben. — Die am 16. Juni 1834 anerkannte und liquidirte Schuld zerfiel in folgende Klassen: . v. 5 1““ —.. 913,160,365 R. Laufende Schuld mit Zinsen, die in Papier zahlbar sind 1,592,361,223 5 Zinslose Schuld ... 2,251,058,725 »
Summa 4,756,580,313 R. Da der vorgelegte Gesetz⸗Entwurf als Grundsatz aufstellt, daß alle liquidirte oder nicht liquidirte Forderungen an Spanien Seitens der geistlichen Corporationen, Kirchen, frommen Stif⸗ tungen u. s. w. als erloschen anzusehen sind, so duͤrfte sich spaͤ⸗ terhin wohl, als zu dieser Kategorie gehoͤrig, die konsolidirte Schuld um 13,157,190 Realen und die laufende um 232,340,837 Realen ermaͤßigen. Die zur Liquidation eingereichten, aber noch nicht liauiden Forderungen beliefen sich am 30. September an 8;instragender Schuld auf 138,307,393 R. Zinsloser Schuld auf 1,690,008,494 »
Summa 1,828,315,887 R. so daß sich also die Gesammt⸗Summe der liquidirten und nicht liquidirten oͤffentlichen Schuld auf 6,584,896,200 Realen belaͤuft.
Großbritanien und Irland.
London, 23. Januar. Ihre Majestaͤten werden naͤchsten Montag im St. James⸗Palast eine große Abend⸗Gesellschaft
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nen Neuerern trenne, die das ganze Fundament der
rung umstuͤrzen wollten. Die vorigen Minister, sagte er,
. ihren Gegnern fuͤr die ihnen noͤthige Unterstuͤtzung ver⸗
pflichtet, welche diese ihnen bei allen Gelegenheiten gewaͤhrt haͤt⸗ ten, wo es sich darum gehandelt habe, konservative Maßregeln gegen wilde und traͤumerische Phantasten durchzusetzen; und eben so sey das neue Ministerium berechtigt, von allen ehrenwerthen Maͤnnern, welche die Vortheile einer gerechten und maͤchtigen Regierung und den Unterschied zwischen ihr und einer schwachen und wankenden Autoritaͤt, die stets von Pfeiler zu Pfeiler ge⸗ trieben werde und vergeblich nach einem Ruheplatze suche, zu wuͤrdigen wuͤßten, eine aͤhnliche Unterstuͤtzung zu erwarten.“ Der Courier findet es auffallend, daß der Premier⸗Minister fuͤr keinen Berichterstatter gesorgt habe, um diese Rede, die doch als ein wichtiges Dokument zu betrachten sey, nachzuschreiben, und daß das Publikum bloß mit obiger duͤrftiger Skizze abge⸗ speist werde. In seiner Weise findet dieses Blatt hierin einen Grund zu der Voraussetzung, daß die Waͤhler⸗Versammlung in Tamworth, in welcher jene Rede gehalten worden, von eigener Art gewesen seyn muͤsse, und daß Sir R. Peel doch wohl seines Erfolges nicht so sicher sey, als es nach jenem Auszuge aus sei⸗ ner Rede schiene. 1
Die beiden Parteien machen sich, wie bisher den Lord Stan⸗ ley, so auch jetzt seinen genauesten Freund, den Sir J. Gra⸗ ham, streitig. Als Argument dient beiden seine Rede an die Waͤhler von Carlisle; sie wurde von den Blaͤttern beider Par⸗ teien sehr gepriesen, aber auch so verschiedenartig mitgetheilt, daß sich Sir J. Graham veranlaßt gesehen hat, einen authentischen Abdruck zu veranstalten. Die hauptfäͤchlichste Stelle in Bezug auf seine Absichten fuͤr die naͤchste Session lautet so: „Man fragt, ob ich Zutrauen zu dem Ministerium Sir Reb. Peele
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