wird das vormalige Hotel des Lord Balcarras in gesetzt werden.
Lord Heytesbury nach Kalkutta,
Bereits chaft
trisst bereits Anstalten zu seiner Abreise wohin ihn seine Gemahlin und Tochter begleiten
Whigs in Schottland, beiden Mitglieder des und Capitain Byng, Der Spectator, die Tourier wiederholen ihre A glieder des Unterhauses, da Zeit auf ihren Posten ein C. Manners Sutton un noch immer das Haupt⸗ und es wird von der um Sir C. M und des Sprecher⸗ tator hat sich soga asjenige anzufertigen, gen Jahres, de „ taͤglich in dieser auf diese Weise Tag entwedee mit den Tories allein der beim Koͤnige Wellington und Sir
wie Gibson, Craigh und Andere, vorigen Ministeriums, Lord Palmerston in England.
Morning⸗Chronicle und der ufforderungen an die liberalen Mit⸗ ß sie sich auf jeden Fall zur gehoͤrigen finden moͤchten, um die möͤglich zu machen. Diese Wahl bildet Thema der taͤglichen Opposition alles Moͤgli anners Sutton als des Vertra Stuhls unwuͤrdig darzuste r die Muͤ
Die Admiralitaͤt hat nunmehr Befehl ertheilt, daß vom 1. Dampfschifffahrt zwischen London und d auf diese Weise die
ahl des Sir Maͤrz an eine regelmaͤßige Alexandrien stattfinden un Communication mit Ostindien ins Leben treten solle.
Aus Madras sind Nachrichten bis zum 6. Oktober hier eingegangen. Zu Muttra herrschte die Cholera, und die Gegend Bum Bhare war ganz uͤberschwemmt. ch am 30sten nach Bangalore zu begeben, und von da nach Madras, wo er sich in dem Koͤnigl. Kalkutta einschiffen wollte.
Radschah von Dschudpore,
neue kuͤrzere Zeitungs⸗Artikel, che hervorgesucht, uens der Reformer Der Spee⸗ he genommen, ein Tagebuch uͤber was Sir Charles seit dem 17. No⸗ m Tage der Entlassung Lord Mel⸗ Beziehung gethan.
Lord Bentinck gedachte
Schiff „Curagao“ nach Es waren Operationen gegen den Mahnd Sing, im Werke, und man glaubte, daß die beabsichtigten Maßregeln augenblicklich seine Un⸗ terwerfung zur Folge haben wuͤrden. Die Kosten der Operatio⸗ nen sollten dann aus seiner Kasse bestritten werden. haͤufigen Regen, der in Indien gefallen war, versprach man sich die besten Folgen fuͤr die Aerndte. genannten Radschah's sind bereits 10,000 Mann von den Trup⸗ pen der Ostindischen Compagnie gegen die feste Stadt Dschud⸗ pore, die eine Garnison von 15,000 Eingeborenen hat, worden. Der Radschah soll ein Heer von 60, Es herrschte daher beim Abgange der letzten Nach⸗ richten in Ostindien viel Bewegung. Nachrichten aus Buenos Ayres vom 2 hatte das Repraͤsentanten⸗Haus beschlossen, Emigranten nicht ohne Erlaubniß der Regierung wieder in das Fé waren die Truppen egierung von den aufruͤhrerischen Indianern geschlagen worden. Der Praͤsident des Repraͤsentantenhauses, Herr sollte bis zum Beginn der 13ten Legislatur, im naͤchsten Gouverneur der Provinz bleiben. men hatte ihm ihre Aufwartun seines Amtes Gluͤck gewuͤnscht. hatte dem Gouverneur am bigungs, Schreiben uͤberreicht.
vember vori
Dieses Blatt derselbe Tag fuͤr Geheime⸗Raths⸗ Audienz gehabt, R. Peel besucht, oder in Gesellschaft von lau⸗ glichen Tafel gesessen habe.
veigewohnt
n Herzog von
oder vei ihnen zu Mittag gespeist,
Von dem
ur Bekriegung des oben Tories an der Koͤni 3 gven auptet unter Anderem auch,
sich sehr fuͤr die Wieder⸗Erwaͤh Dies Alles giebt der
Stoff zu den beißendsten Beme g ben gerade aus der unendlichen Muͤ sich giebt, den Sir Gewißheit seiner Wieder⸗ die Reformer sich uͤber e nicht verstaͤndigen koͤnnen Der Courier meint, Peel's auch gelingen sollte, zum Sprecher dur Unterhause zu erla die Irlaͤnd Ministeriu nach den einfa den Men
Der Cou⸗ die fremden Maͤchte inter⸗ lung des bisherigen Spre⸗ Times und dem Standard en, und diese Blaͤtter glau⸗ welche die Opposition n zu verkleinern, die Erwaͤhlung folgern zu duͤrfen, zumal da inen eben so faͤhigen Gegen⸗Kandidaten
ausgesandt 000 Mann gesam⸗ melt haben.
Ch. Manners Sutto 6. Oktober zufolge,
daß die politischen uruͤckkehren duͤrften. In Santa wenn es dem Ministerium Sir R. die Wahl des Sir C. M. Sutton chzusetzen und eine guͤnstige Adresse von dem ngen, so wuͤrde es doch bei ische Kirche sicherlich scheirtern, so das nicht den Muth haͤtte, schen Grundsaͤtzen der Gere kenschenverstandes zu handeln.
dieses Blatt, „ist und bleibt blo en und uͤberd
Eine Deputation von Da⸗ g gemacht und zur Uebernahme Der Englische Gesandte, Herr 4. Oktober sein Beglau⸗ Die Marine⸗Brigade war auf gleichen Fuß mit den Linien⸗Regimentern gestellt worden und hatte den Befehl erhalten, dieselben Dienste zu thun. Das Rindfleisch war in Buenos Ayres sehr theuer, weil das Vieh nicht zu Markte gebracht werden konnte, da alle Straßen durch anhaltende Regenguͤsse unter Wasser gesetzt waren. Montevideo sind noch Privat⸗Briefe aus Buenos Ayres von spaͤterem Datum, naͤmlich vom 10. November, eingetroffen, die nicht die beste Schilderung von dem Finanz-Zustande des Lan⸗ Die Regierung hatte der Legislatur ein Projekt zu einer Anleihe von 4 Millionen Papier⸗Dollars, ungefaͤhr 120,000 Pfd., zu 6 pCt. Zinsen, und mit der Bestimmung, daß kein Gebot unter 50 pCt. angenommen werden sollte, vor⸗ gelegt, das jetzt eroͤrtert wurde; das Publikum sein Geld zu diesem Preise in dem Stock anle⸗ Das neue Ministerium war noch nicht zusammen⸗ gesetzt, die Kammer hatte aber ihre Session bis zum Schluß des Jahres verlaͤngert.
der Frage uͤber wie jedes kuͤnftige in dieser Angelegenheit chtigkeit und des gesun⸗ „Die Kirche in Irland“, ß die Kirche der reicheren ies eine auslaͤndische und von neun Zehnteln olks verabscheute Institution, die man also szeichnenden und charakteristischen Zuͤgen einer National⸗ Was die Zehnten⸗Angelegenheit anbe⸗ so will das genannte Blatt vernommen haben, das Ministerium mit einer darauf bezuͤglichen ziemlich weit vorgeschritten sey, und daß rraͤchtliche Entschaͤdigung fuͤr die besonders in Irland, gewaͤhren soll Dem Morning Herald zufolge, soll das M außer der Kirchen⸗Reform auch noch die Steuer beabsichtigen, womit den Land⸗ Gefallen geschehen wuͤrde, Kandidaten bei den Wahlen Einige Vertheidi die fuͤnftehalb Millionen Pf
Hamilton,
unmoͤglich mit nstalt bekleiden kann.“
Maßregel schon ß die Abloͤsung eine be⸗ Abwesenheit der Geistlichen, des geben. inisterium le Abschaffung der Malz⸗ Eigenthuͤmern ein großer und worauf auch einige ministerielle fschaften schon hingedeu⸗ ger dieser Maßregel meinen, daß und, welche die Steuer jetzt noch einbringe, theils durch eine Anleihe von drittehalb Millionen, ch Ersparnisse in den Ausgaben aufgebracht werden
man glaubte aber nicht, daß
in den Gra gen wuͤrde.
tet hatten.
Niederlande.
Aus dem Haag, 30. Jan. Die Bittschrift des Obersten Gustavsson an die General⸗Staaten, von der derselbe kuͤrzlich in seiner in die Allgemeine Zeitung eingeruͤckten Anzeige gesprochen, handelte von angeblichen Beleidigungen, die ihm in Holland zu Theil geworden seyen. Die zweite Kammer ist nach Vorlegung derselben zur Tagesordnung uͤbergegangen.
rheils dur
Die Rede, welche Sir Robert Peel in Tamworth gehalten hat, wird auch von den Oppositions Blaͤttern als geistvoll aner⸗ kannt, doch sind sie natuͤrlich mit den darin aufgestellten Grund⸗
saͤtzen nicht zufrieden, namentlich damit, daß aus der Rede so unverkennbar hervorleuchte, daß die neue Verwaltung sich die Unveraͤußerlichkeit des Kirchen⸗Ei festgestellt habe. Den von dem Standard skizzirten Plian der wahrscheinlichen Kirchen⸗Reformen, die das neue Ministerium vornehmen werde, nennen die Oppositions⸗Blaͤtter eine „Tonne fuͤr einen Wallfisch.“ Ein Dubliner Blatt glaubt, daß die Bill, welche die jetzige Verwaltung dem Parlamente in Bezug auf die Irlaͤndische Zehnten⸗Angelegenheit vorlegen wuͤrde, von der⸗ jenigen nicht sehr abweichen duͤrfte, die Herr Littleton in der etzten Sesston einbrachte, ohne die Veraͤnderung, welche durch as O' Tonnellsche Amendement hinein kam. Die Morning Chroniele stellt sich sehr entruͤstet daruͤber, daß Sir Robert Peel in seiner zu Tamworth gehaltenen Rede das Grey'sche und das Melbourne'sche Ministerium als ganz identisch betrachte, und nicht nur das Ausscheiden mehrerer Mit⸗ glieder aus dem ersteren dem letzteren zur Last lege, sondern ihm auch Lord Grey's Abdankung selbst und die Aufloͤsung seines Kabinets in Anrechnung bringe. 1 Der Courier stellt die Nachricht von der Ernennung des Grafen Pozzo di Borgo zum Russischen Botschafter am hiesi⸗ gen Hofe und von der bald zu gewaͤrtigenden Ankunft desselben nit dem bevorstehenden Eintreffen des Fuͤrsten Esterhazy und des Freiherrn von Buͤlow um die Mitte kuͤnftigen Monats in Ver⸗ bindung, und behauptet, der Herzog von Wellington habe aus⸗ druͤcklich den Wunsch geäaͤußert, daß die Repraͤsentanten aller gro⸗ ßen Maͤchte bei Eroͤssnung des Parlaments zugegen seyn moͤchten. Die Times schoͤpft aus dem Besuch, den der Koͤniglich derläaͤndische Minister, Baron van Zuylen van Nyeveldt, England gemacht hat, die Hoffnung, die auch noch durch andere Umstaͤnde bestaͤrkt werde, vaß die Konferenzen zur Entscheidung er noch unerledigten Streitpunkte zwischen Holland und Bel⸗ gien hinnen kurzem wieder aufgenommen werden duͤrften. „Der Koͤnig der Niederlande“, sagt die Times, „der jedenfalls uͤber⸗ 6 seyn muß, daß er, wenn auch mit Hinsicht auf enge Gerechtigkeit das Benehmen Englands gegen Hol⸗ land unter dem Ministerium der vorwurfsfrei ger zoge von Wellington dieselbe Gerechtigkeit, freundliche und wohlwollende Weise, zu erwarten hat, muß von em Bestehen einer konservativen Regierun wuͤnschen, um diejenigen Zwecke zu Gunsten H en, die den von der Britischen Regierung bereits fesigestellten und behaupteten Rechten Belgiens nicht wioerstreben, waͤhrend Leopold eben so bemuͤht seyn muß, diesen Streitigkeiten ein Ende u machen, da ihre Fortdauer nur dazu gedient hat, die Aner⸗ ennung der Unabhaͤngigkeit Belgiens von Seiten der auses Nassau zu verzoͤgern.“ er Albion meldet:
genthums als Lebens⸗Prinzip TTend.
— — Frankfurt a. M., 31. Jan. Es war im Woche sehr lebhaft im Platz gangbare Effekten
Laufe dieser
onds⸗Geschaͤft; saͤmmtliche an hiesigem gingen besser im Cours; die Umsaͤtze in den Oesterreichischen und Hollaͤndischen Haupt⸗Papieren waren sowohl pr. Cassa, als auf Zeit, von ziemlichem Belang; von Amsterdam und Wien hatten wir guͤnstige Berichte, und so entschied sich auch bei uns die
Am gestrigen Liquidations⸗Tage erneuerte sich die Kauflust; die Papiere blieben zu hoͤheren Preisen begehrt, und das baare Geld war so abondant, daß Prolongationen zu 4 pCt., Depot⸗Geschaͤfte zu 3 ½ pCt. willig zu gleichungen fanden keine Schwierigkeit; es fehlte selbst nach der Kuͤndigungs⸗Stunde an effektiven Stuͤcken; besonders waren Bank⸗ Die Resultate der Abrechnung zeigten sich ekulanten aufs Steigen. Die Fproc. Metal⸗ Januar um * „Ct., die
steigende Tendenz.
zu machen waren. Die Aus⸗
Actien sehr begehrt.
vortheilhaft fuͤr die Sp liques besserten sich im Laufe des Monats Aproc. um 14 ⅛ pCt., die Actien um 28 Fl. pr. Stüͤck; die Oester⸗ ingen von 113 ¼ auf 115 ½, — Preußische auf 62 ⁄, — Badische Loose von 88 ¼¾ auf grale stiegen um 1¼ pCt., die a⁄ proc. Syndikats⸗ 1 1 ½⅞ pCt., Polnische Loose um 14 Rthlr. nischen Effekten waren die Umsaͤtze den ganzen Monat uͤ deutend, weshalb sich auch die Notirung nur unmerklich aͤnderte. Noch verdienen die Darmstaͤdtischen 25 Fl. Loose wurden ansehnliche Posten dieses neuen Effekts a der Cours desselben ward auf 25 ½ gebracht. — Im Wechsel⸗Geschaͤft Nur nach Augsburg, Hamburg und London war etwas Frage. Diskonto⸗Papier wurde zu 3 pCt. placirt. schrift. Heute, am Sonnabend, hielten sich die Oesterreichischen und Hollaͤndischen Paxiere bei schwachem Umsatz beliebt und fest in den Coursen. Spanische waren ausgeboten, ohne Nehmer. Letzte qucs 100 15 — Aproc. 93 ⅔ — Actien 1572
reichischen 500 Fl. Loose Praͤmien⸗Scheine von 60 90 ½. — Die Inte Obligationen um
Erwaͤhnung; es bgeschlossen und
herrschte Stille.
Notirung: 5 proc. Metalli — Integrale 53 1.
Spanien.
— — Madrid, 18. Januar. der Schauplatz der blutigsten Ereignisse gewesen, und die Ruhe, welche scheinbar seit einiger Zeit hier geherrscht, ist auf eben so unerwartete als traurige Weise gestoͤrt worden. — uͤber die Annaͤherung eines bedeutenden Karlisten⸗Corps, welche bereits seit mehreren Tagen verbreitet worden waren und denen man unbedingten Glauben schenkte, hatten die Gemuͤther derge⸗ stalt erhitzt, daß einige Offiziere vom 2ten leichten Infanterie⸗ Regimente — die dies vielleicht aus eigenem Antriebe, vielleicht aber auch in Folge von Geldvertheilungen thaten, die von eini⸗ gen zur Genuͤge bekannten Agenten der Congregation ausgegan⸗ gen waren — leicht im Stande waren, 500 Mann in ihrer Ka⸗ serne, nach der sie sich heute fruͤh um 4 Uhr begeben hatten, fuͤr sich zu gewinnen, und sich mit ihrer Huͤlfe ohne Schwerdt⸗ streich der Hauptwache so wie des Post⸗Gebaͤudes zu bemaͤchti⸗ Die Wache, welche aus 100 Mann bestand, konnte um so rascher zu Gefangenen gemacht werden, als den Empoͤrern von einem Mitverschworenen die Parole verrathen worden war. Als man den Kriegs⸗Minister von dem Vorfall unterrich⸗ tete, wollte er anfangs die ganze Sache fuͤr hoͤchst unbedeutend nehmen, inzwischen hielt er es doch fuͤr angemessen, dem neuen General⸗Capitain von Neu⸗Castilien den Befehl lassen, sich von der Lage der Dinge genau in K
Die Hauptstadt ist heute Lords Grey und Mel⸗
doch auf eine
g Nutzen zu ziehen in Hollands zu erlan⸗
„Unter den Spekulanten in aus⸗ waäͤrtigen Fonds herrscht die ziemlich seste Ueberzeugung vor, daß panien bald ein Ziel gesetzt werden duͤrfte, und zwar durch Unterhandlungen. Man will sogar wissen, daß zu diesem Zweck schon mehrere offt 18 erzoge von Wellington und seinem Freunde, dem Spani⸗ otschafter, General Alava, stattgefunden haͤtten.“
Fuͤr Lord Brougham, den man ungefaͤhr acht Tage vor der Eroͤffnung des Parlaments vom Kontinent hier zuruͤ
dem Buͤrgerkriege in
ielle Unterredungen zwischen
zukommen zu enntniß zu sez⸗
zen. Der Letzt ere begab sich um 7 Uhr Morgens nach dem rt des Aufruhrs, wo er von dem Offizier des zweiten Regimenne welcher die Vorposten befehligte, erfuhr, daß sich die Rebelle⸗ des Post⸗Gebaͤudes bemaͤchtigt haͤtten und hier die Gefan 9 eingeschlossen hielten, und daß dies Alles im Interesse des Vn terlandes geschehen sey, indem naͤmlich eine Verschwörung Gunsten des Don Carlos existire. Diese Erzaͤhlung war 1 den Ausrufungen: „Es lebe Isabella!“ und „Es lebe die Fre heit!“ begleitet, und zwar geschah dies auf eine so tumultuati sche Weise, daß sich der General⸗Capitain Canterac veranlaßt sah dem Offizier bemerklich zu machen, daß dieses letztere ein aus ruͤhrerisches strafwuͤrdiges Geschrei sey. Der Offizier stieß dar⸗ auf den General, so daß dieser einige Schritte zuruͤcktau melte und sogleich seinen Degen zog, um ihn g
Angreifenden zu gebrauchen. Dieser aber hatte
schen seinen Soldaten befohlen, Feuer zu geben, und he erste Flintenschuß streckte sogleich den ungluͤcklichen Genenu Canterac zu Boden. — Um 8 Uhr ließ sich der Generalmars in der ganzen Stadt vernehmen, und nach und nach versam
melte sich die Garnison mit Einschluß der 4 Bataillan
Urbanos, und besetzte alle nach dem Orte des Aufrühie fuͤhrende Straßen. Eine Compagnie Peseteros — Leute aus der Hefe des Volkes, die man seit einigen Monaten bewaffnet ha welche die Geißel so wie die unumschraͤnkten Herren der kleie Städte und Doͤrfer sind, und die einen hoͤchst unbedeutende Sold erhalten — ging, als sie sich dem Postgebaͤude genzhen hatte, zu den Rebellen uͤber. Die letzteren, die sich inzwischa im Postgebaͤude foͤrmlich verbarrikadirt hatten, fingen an, tinge Gewehrschuͤsse auf die Volksmenge zu richten, die sich on qe. nahen Puerta del Sol versammelte. Bald darauf erschien n der General Bellido, Gouverneur von Madrid, der die Aufth⸗ rer zur Ordnung zuruͤckfuͤhren wollte, aber auch sein Zureden blch fruchtlos, indem jene erklaͤrten, daß sie dieses Alles fuͤr die Frezst thaͤten. Sie feuerten aus den Fenstern, so wie von den Balkonia und dem Dache des Gebaͤudes auf die sich annaͤhrenden Trupen, diese zwischen zum Theil in den Haͤusern postirt wurden, welche dem Poste baͤude gegenuͤber liegen. Da man jedoch bald zu der Ueberzeugan kam, daß es um so schwerer seyn wuͤrde, die Rebellen zum Ge horsam zu bringen, als es ihnen gelungen war, vier Wagen t Munition und Mund⸗Vorraͤthen nach dem Post⸗Gebaͤude schaffen, und da es ferner augenscheinlich war, daß sie durch
Gewehr⸗Feuer den Truppen weit mehr Schaden zufuͤgen kond
ten, als diese ihnen, so ließ man, nachdem dieses Feuer v Stunden hintereinander ununterbrochen fortgesetzt worden war endlich zwei Kanonen heranbringen. Zwar toͤdteten die Geweih schuͤsse der Rebellen sogleich drei Artillerie⸗Pferde und drei 8. noniere, was im ersten Augenblicke einige Verwirrung verue sachte, aber bald feuerten die beiden Kanonen acht Kugeln ge⸗e das Gebaͤude ab, die indessen diesem selbst keinen sichtbaren 88 den zufuͤgten — Waͤhrend dies geschah, hatten sich die Minist und die Mitglieder des Staats⸗Rathes im Palaste versammt um uͤber die Mittel zur Daͤmpfung des Aufruhrs und zur F ruhigung der Einwohner, die bei diesen Scenen ihr Leben und sse Eigenthum bedroht sahen, zu berathschlagen. Es stand zu befac ten, daß, wenn die Rebellion nicht bald gedaͤmpft wuͤrde, der Poh und die Milizen, welche ohnedies schon das Geschrei: „Es l0 die Freiheit!“ vernehmen ließen, mit den Aufr hrern gemel schaftliche Sache machen wuͤrden. Die Milizen hatten sih sogar bereits geweigert, auf die Rebellen Feuer zu geben, wis rend Einzelne „Tod der Koͤnigl. Garde!“ riefen. Als nun nah das Geruͤcht hinzukam, daß der General Quesada, General⸗Kan mandant der vier Garde⸗Regimenter zu Fuß, und der Genenn San Roman, General⸗Kommandant der Provinzial⸗Garzo⸗ die Absicht haͤtten, heute noch mit Huͤlfe der unter ihren Befäe len stehenden Truppen den Infanten Don Carlos zum Koönse von Spanien zu proklamiren, so sandte man unverzuͤglich Pa lamentaire an die Rebellen, mit der Aufforderung, sich zu erg⸗ ben und mit der Versicherung, daß Ihre Maj. die Koͤnigin⸗—e gentin Allen mit Ausnahme derjenigen verzeihen vit de, welche den General Canterac getoͤdtet haͤtten. N revoltirte Soldateska bestand jedoch auf eine allgeme ohne Ausnahme zu gewaͤhrende Amnestie, und die R. gierung fuͤrchtete, daß, wenn der entsetzliche Zustand, welchem sich die Hauptstadt befand, noch laͤnger dauerte, die N zahl der Rebellen noch mehr zunehmen und diese waͤhrend he Nacht ganz Madrid in Brand stecken und pluͤndern moͤcht man bewilligte ihnen daher Alles, was sie verlangten, und h fahl ihnen nur, sich nach Alcabundas, einer drei Stunden vit
das Postgebaͤude mit Waffen und Gepaͤck, und mit klingenbe Spiel zogen sie aus der Stadt, waͤhrend ihnen die in den Em ßen aufgestellten Regimenter die millitairischen Honneurs moc ten. Das Garde⸗Grenadier⸗Regiment zu Pferde begleitete die Rebellen bis nach Alcabundas, von wo sie nach Navarra chhe hen sellen. Der Oberst Zandra, so wie 2 Offiziere von de Garnison und 8 Soldaten sind getoͤdtet worden. Die Anzule der verwundeten Offiziere belaͤuft sich auf 4 und die der bel wundeten Soldaten auf 17. Die Rebellen haben keinen Ve lust erlitten. Sechs oder acht Leute vom Buͤrgerstande sind Schaden gekommen, indem sie auf der Straße oder in ihre Haͤusern von Gewehrkugeln getroffen wurden. 4 an
— Die Times enthaͤlt noch Folgendes uͤber den Aufstand it Madrid: „Diejenigen, welche mit dem Geist des Volkes un
der Soldaten am vertrautesten sind, hatten schon seit einigenne
Tagen Zeichen einer bevorstehenden Bewegung bemerkt. Es wa dem Lieutenant Cardero leicht, sich der im Post⸗Gebaͤude befindl⸗ chen Wache zu bemaͤchtigen, da er in der Nacht die Patrouilee gefuͤhrt hatte und daher die Parole kannte. Als der Genettl Capitain Canterac erschien, und nach dem Anfuͤhrer der Rebella fragte, trat der genannte Lieutenant Cardero hervor; zwische Beiden entstand ein Wortwechsel, und als der General⸗Capitalt einem Grenadier befahl, nach den verschiedenen Kasernen zu 9 hen, um den Soldaten Befehle zu uͤberbringen, verbot es ühe Cardero. Hierauf rief der General aus: „Wie! dem General⸗Capitain nicht gehorchen?“ zog seinen Detza und erhob den Arm, als ob er den Lieutenant bei der Brust en greifen wollte. Dieser trat einige Schritte zuruͤck, kommanding „Feuer!“, es fiel ein Schuß und der General⸗Capitain stuͤthe mit den Worten: „Lange lebe Isabella II. und die Freiheit de Landes!“ zu Boden. Drei andere Schuͤsse aus den Reihend Soldaten und einer aus einem Fenster des Post⸗Gebaͤudes mach ten seinem Leben ein Ende. Zwei Compagnieen dieses Bataillon nahmen vor dem Kloster St. Philipp Neri alles Brod in Ve schlag und brachten es in das Post⸗ Gebaͤude, waͤhrend eini Soldaten das Dach des Gebaͤudes erstiegen und Andere sich die Fenster und die beiden Thore postirten. (Das Post-⸗Gebäude welches ein großes Viereck bildet, ist voͤllig isolirt und von sehr feste
Bauart. Es wurde unter Karl III. erbaut.) Das Geruͤcht von 8 - ini Tode des General⸗Capitains verbreitete sich sehr bald.
er versammelten sich im Palast, es wurden Befehle gege⸗
lle disponible Truppen der Hauptstadt in den benachbarten 8 ufzustellen, und um 10 ¾ Uhr sprengte der Kriegs⸗Mi⸗ Gallopp nach dem Post⸗Gebaͤude h n auf der Terrasse aufgestellt sah, hielt er an, und vorzuruͤcken, wodurch er bewirkte, daß siche Rebellen sich in das Post⸗Gebaͤude zuruͤckzogen und en Thore desselben schlossen. „Es lebe Isabella II. und die Freiheit des Landes!“ daß sie auf den Beistand einiger ande⸗ Ihre Zahl iere, welche sie am Morgen uchten vergeblich die Solda⸗
Als er die
der Artillerie, Sie riefen dabei fort⸗
s ist klar,
r Truppen⸗ wa 500 Mann.
Abtheilungen Fuͤnf ihrer Offi icht begleitet hatten, kamen und su — n zu bewegen, zu ihrer Pflicht zuruͤckzukehren, worauf die Of⸗ eugen von dem Tode des General⸗Capi⸗
Die Aufruͤhrer schienen erzuͤglich auf den Beistand der Stadt⸗Miliz gerechnet zu ha⸗ n, denn wenn ein Soldat dieses Corps oder von den Linien⸗ ruppen sich ihnen naͤherte, so riefen sie ihm zu und hoͤrten auf feuern, sobald jedoch die Koͤnigliche Garde oder die Artillerie
1 empfingen sie dieselben mit einer vollen Salve. In tera-⸗Straße wurden mehrere Garde⸗Grenadiere zu erde verwundet.“ — Der Mensagero de las Cortes, das der Partei, welche der alten Constitution von 1812 guͤn⸗ ig ist, enthielt heute Morgen einen merkwuͤrdigen Artikel, er es sehr wahrscheinlich macht, daß der Aufstand von dieser Der Artikel beginnt folgendermaßen: Den Sturm, welcher seit einiger Zeit uns drohte und den man, ie einige meinten, schon gefuͤhlt habe, ist eine vollkommene Aber mitten in dieser vorherrschenden Hei⸗ rkeit ist der Horizont nicht ganz ungetruͤbt und scheint denen, selche nur maͤßigen Scharfsinn besitzen, kein bestaͤndiges schoͤnes Es zeigen sich im Gegentheil an ver⸗ hiedenen Punkten Wolken; Jeder fuͤhlt sich unbehaglich, und ie Ruhe, worin wir leben, ist ein sicheres Vorzeichen eines hnell hereinbrechenden Orkans. Lassen wir indeß die Metaphern nd Allegorieen; allgemein glaubt man, daß die Minister unei⸗ ig sind. Es ist dies vielleicht ein Irrthum, dessen Daseyn in⸗ ch schon allein hinreicht, um das groͤßte Uebel, allgemei⸗ Mangel an Vertrauen und Ruhe, hervorzubringen.“ der Artikel sucht dann die Nothwendigkeit nachzuweisen, die Volks⸗ keiheiten zu vermehren und durch gewisse Garantieen zu sichern, se in vieler Hinsicht mit dem Geschrei der Aufruͤhrer uͤberein⸗ Daß die Minister uneinig sind, behauptet man von in Seiten, so wie, daß Llauder durch seine Kuͤhnheit die Herr⸗ haft im Conseil erlangt hat, denn seit einigen Tagen hat keine pposition gegen seinen Willen mehr stattgefunden. beralen in der Prokuradoren⸗Kammer hassen ihn, und beschul⸗ gen ihn nicht nur der Heuchelei, indem er sich jeder Aenderung d Einschraͤnkung, welche sie in dem Kriegs⸗Budget vorschlu⸗ n, fuͤgte, sondern sie werfen ihm auch die Absicht vor, bei er⸗ er Gelegenheit die Cortes aufloͤsen und zugleich das jetzige Sy⸗ Ein ministerielles Blatt enthaͤlt tute einen heftigen Artikel gegen ihn und seine Grundsaͤtze, den an einem seiner Kollegen zuschreibt. — Bemerkenswerth ist es, aß die Koͤnigin⸗Regentin, obgleich sie von beabsichtigten Bewe⸗ ungen unterrichtet war, dennoch gestern Abend im Theater er⸗ chien und spaͤter im Koͤnigl. Konservatorium der Musik, wo auch ie fremden Gesandten und die Mitglieder des Kabinets zugegen varen, bis lange nach Mitternacht verweilte. Die Karlisten hat⸗ en ausgesprengt, daß die Wache im Palaste in der Nacht Laͤrm emacht habe, allein dies wird von unparteiischen Personen be⸗ ritten. Als ein Zeichen des Volksgeistes erzaͤhlt man, daß die Armen, welche von der Civil⸗Regierung von Madrid in einem Arbeitshause untergebracht waren, am Freitag Morgen aus dem⸗ elben ausbrachen, weil ihr Fruͤhstuͤck, wegen Mangel an lebensmitteln, eine halbe Stunde verzoͤgert wurde. edoch schon saͤmmtlich wieder zuruͤck gebracht. ger der alten Constitution haben das Geruͤcht verbreitet, dem man uͤbrigens keinen Glauben schenkt, en General Canterac, der als Fremder geneigt gewesen, allen Be⸗ ehlen blindlings zu gehorchen, deshalb von seinem Kommando sei Gibraltar abberufen habe, um durch ihn Karl V. proklami⸗ en zu lassen. — Als die Aufruͤhrer sahen, daß die Stadt⸗Mi⸗ nicht gemeinschaftliche Sache mit ihnen machen wolle, so rich⸗ ffiziere und Unteroffiziere, auf Anrathen des Obersten r, eines Schwagers von Torrijo, eine Adresse an die Prokuradoren⸗Kammer, damit dieselbe sich fuͤr sie bei der Koͤ— denn da sie, angekommen als aus guten Quellen des Landes
rechneten.
giere, nachdem sie
ins gewesen, die Flucht ergriffen.
artei ausgegangen ist. Pindstille gefolgt.
Petter zu versprechen.
Die Ultra⸗
smm umstoßen zu wollen.
Die Anhaͤn⸗ daß Llauder
igin verwenden es darin,
hier entfernten Stadt, zu begeben. Um 3 ⅞ Uhr raͤumten 1 owohl durch Geruͤchte,
d haͤtten sie mit no se haͤtten daher nu
in Gefahr sey, ch Anderen geschworen, sie zu beschuͤtzen, und — r ihrem Eide gemaͤß gehandelt. von einigen meineidigen Personen zu einer Handlung der In⸗ ubordination verleitet, in Schwierigkeiten verwickelt, und dann seyen, so hofften sie, daß Ihre Maj. milde ge⸗ wuͤrde, denn sie seyen bereit, ihr Blut fuͤr die rones der Koͤnigin zu verspritzen, und wuͤrden dies in den noͤrdlichen Provinzen durch die That zu Die Beschuldigung des Meineides, welche gegen ei⸗ er Stadt⸗Miliz und einige Prokuradoren gerichtet „bewog einige Personen, die Ausstreichung dieser Stelle Soldaten zu verlangen, die sich jedoch weigerten, dies u thun, indem sie behaupteten, nur die Wahrheit gesagt zu haben. der Tod des Generals Canterac,
Offiziers, wird sehr beklagt. ft und in Bordeaux geboren, diente mehrere Jahre in und als vor kurzem die Auslaͤnder entfernt werden chte er seine Anspruͤche mit großem Erfolge geltend. — den Rebellen zu bewilligende Amnestie sollen im heftige Debatten stattgefunden und namentlich soll Toreno lange Zeit seine Zustimmung verweigert , welcher am Morgen drohte, die Meuterer in erklaͤrte am Abend, daß Gruͤnde einer hoͤhe⸗ ihn bestimmten, in eine Amnestie zu willigen. — sen Tagen eine Karrikatur erschienen, die den Ge⸗ ganz schwarz gekleidet darstellt, Herzen, worauf die Worte stehen:
Da sie nun
derlasen worden gen sie verfahren Sscherheit des Th
een Theil d
eines tapferen und verdienst⸗ Er war von Franzoͤsischer
Staatsrathe
Stuͤcke zu hauen en Poath Es ist in die mit einem weißen „Ich habe es nicht aͤndern.“ zieht sich auf den Tod Lacy's im Jahre 1816, f eine gemeine Weise Minister sind sehr uneinig unter sich. Die Libe⸗ „ alle oder wenigstens Llauder los zu werden, aber er Meinung, daß diese mißlungene Bewegung nur sie noch mehr in ihrem Amte zu befestigen. am Tage sehr in Unruhe und bewilligte die Amne⸗ Die Stadt⸗Miliz hat ihre Liebe zur on 1812 bewiesen, obgleich es sey fuͤr die Nationale Ehre noth⸗
ein Bestes
dem Gericht uͤberlieferte.
1t 88 198. een hofften Viele safs d bazu diene, Koͤnigin war Schwierigkeit. aber nicht zur C
onstitution v nthusiasten glauben,
13
wendig, diese Constitution, wenn auch nur auf einen Tag, wie⸗
der herzustellen und dann das Zwei⸗Kammern⸗System, mit ei⸗ nigen Verbesserungen des jetzt bestehenden, anzunehmen. Die Spanier sind, wie sie selbst sagen, ein seltsames Volk, das gro⸗ ßen Stolz und Unwissenheit auf eine wunderliche Weise mit dem lebhaftesten Gefuͤhl fuͤr Unabhaͤngigkeit und einigen Be⸗ griffen von Freiheit verbindet.“
— In Bezug auf den Guerilla⸗Krieg in Spanien theilt der Oesterreichische Beobachter folgendes Schreiben aus Madrid vom 7. Januar mit: „Ueber die letzten Vorfaͤlle in Navarra, welche den Schluß des verflossenen, fuͤr dieses ungluͤck⸗ liche Land so inhaltsschweren Jahres bezeichnen, sind seit meinem letzten Schreiben, in welchem ich Ihnen die Haupt⸗Umrisse je⸗ ner blutigen Tage mittheilte, und zugleich meine gegruͤndeten Zweifel uͤber die Richtigkeit der offiziellen Bulletins außerte, neuere und umstaͤndlichere Berichte eingelaufen. Diesen gemaͤß haben die Truppen der Koͤnigin so bedeutende Verluste erlitten, daß die Lage der Nord⸗Armee in diesem Augenblicke kritischer als je ist, waͤhrend der Muth und die Kuͤhnheit der Insurgenten natuͤrlich in eben demselben Maße zugenommen haben. Die
Nachricht von dem ploͤtzlichen Erscheinen der Karlisten in Ca—
stilien, wo sie, zwoͤlf Bataillone stark, mit 600 Reitern und sechs Geschuͤtzen, wie es heißt, unter Zumalacarreguy's persoͤnlicher Anfuͤhrung,*) in der Richtung von Burgos eingeruͤckt sind, um sich mit den seit laͤngerer Zeit in dieser Provinz umherstreifenden Banden von Merino, Cuevillas und Villalobo zu vereinigen, und die zu gleicher Zeit aus Gallicien und Soria, wo sich der Aufstand zu Gunsten des Infanten Don Carlos taͤglich mehr ausbreitet, eingegangenen Berichte, haben die Hauptstadt in Angst und Schrecken versetzt, und namentlich diejenigen, welche leicht⸗ glaͤubig genug waren, den offiziellen Kriegs⸗Berichten zu trauen, wie ein Blitz aus heiterem Himmel getroffen. Um die Verle⸗ genheit der Regierung noch zu vermehren, begehrt Mina, dessen Krankheit uͤberhand nimmt, den als radikal bekannten Valdes als Stellvertreter, waͤhrend die gemaͤßigte Partei ihre Augen auf Morillo wirft, der sich bisher mit den Insurgenten in Gallicien schlagen mußte. Aber auch er ist krank und gebeugt, wie der traurige Gang der Ereignisse in jener Provinz zur Genuͤge beweist. — Wenn es der Regierung gleich vom Aus⸗ bruch des Buͤrgerkrieges an, und im Laufe desselben, an Geld und Truppen gebrach, so zaͤhlte sie doch unter ihren Vertheidi⸗ gern Namen, wie Sarsfield, Quesada, Morillo, Rodil, Mina u. s. f., deren Ruf ihren Anhaͤngern Vertrauen, den Gegnern Besorgnisse einzufloͤßen geeignet war. Alle diese Maͤnner haben ihren Ruhm uͤberlebt, und die Regierung sucht nun, in der pein⸗ lichsten Verlegenheit, vergebens nach einem Mann, dessen Haͤn⸗ den sie mit einiger Beruhigung ihr Schicksal anvertrauen koͤnnte. — Ich habe schon fruͤher bemerkt — und die Sprache der Jour⸗ nale von den verschiedensten Farben diente mir damals als Be⸗ leg — daß man sich nirgends weniger von der Quadrupel⸗Al⸗ lianz verspreche, als eben in Madrid, und daß eine Franzoͤ⸗ sische Intervention dem Spanier, wie sich die Dinge auch gestalten moͤgen, immer ein Graͤuel sey. Diese Stim⸗ mung der Nation war der Regierung nicht unbekannt, und so lange sie sich den Sieg durch eigene Kraft versprach, wurde die Quadrupel⸗Allianz moͤglichst in den Hintergrund geschoben, wo sie den Zaghaften beruhigen konnte, ohne dem Muthigen ein Aergerniß zu geben. Nun aber, wo die Aussicht auf Beilegung des Buͤrgerkrieges immer truͤber wird, die talentvollsten Heer⸗ fuͤhrer vom Schauplatze abgetreten sind, die Armee durch Man⸗ gel, Krankheiten und blutige Niederlagen geschwaͤcht und ent⸗ muthigt ist, waͤhrend die Karlisten immer trotziger das Haupt erheben und die Republikaner gerne die Scenen vom Jahre 1823 wieder erneuern moͤchten — wo die Haupt⸗ stadt sich in einem Zustande der Bestuͤrzung und Aufregung befindet, die sich schwer beschreiben laͤßt — in diesem kri⸗ tischen Augenblicke sucht man die Quadrupel⸗ Allianz wie⸗
der hervor, und beruft sich hierbei vorzuͤglich auf die neu⸗
lich durch den Moniteur erfolgte Bekanntmachung dieses Trak⸗ tats nebst seinen Zusatzartikeln. Wie wenig aber damit gewon⸗ nen wird, wie gewaltig sich das Spanische ationalgefuͤhl gegen jede fremde Intervention straͤubt, erhellt unter Anderm aus ei⸗ nem Artikel des Eco del Comercio vom 3. d. M., den ich Ihnen hier im Auszuge mittheile: „„Wer in einer Zeit lebt,““ heißt es in diesem Oppositionsblatte, „„die, wie die gegenwaͤr⸗ tige, reich an Sonderbarkeiten, Widerspruͤchen und Ereignissen nie erlebter Art ist, thut wohl daran, an Allem zu zweifeln, das Glaubwuͤrdigste fuͤr unwahrscheinlich, den offenbarsten Un⸗ sinn fuͤr moͤglich zu halten. Wer haͤtte z. B. auch nur an die Moͤglichkeit einer fremden Intervention gedacht, als Mina an die Spitze der Nord⸗Armee trat? Nichtsdestoweniger haben wir als unbezweifelbare Thatsache vernommen, daß nun diese Frage im Minister⸗Conseil zur Sprache gekommen⸗ ist, trotz der glaͤnzenden Heerfuͤhrung dieses großen Patrioten. Nach verschiedenen Geruͤchten, die sich seit einigen Tagen in der Stadt verbreitet haben, und deren Quelle nur zu glaubwuͤrdig ist, waͤre Cordova zum Gouverneur von Pampelona ernannt worden, und Mina haͤtte, wegen seiner schwankenden Gesundheit, Valdes als zweiten Befehlshaber verlangt; Llauder aber wuͤrde sich mit Beibehaltung seines Ministeriums unver uͤg⸗ lich nach dem Kriegsschauplatze begeben, um selbst den Ober⸗Be⸗ fehl zu uͤbernehmen. Abgesehen von dem Uebelstande einer pro⸗ visorischen Verwaltung des Kriegs⸗Ministeriums, in einem Augen⸗ blicke, wo nichts mehr Noth thut, als Einheit, strenge Folge⸗ richtigkeit und unermuͤdliche Wachsamkeit, wuͤrde die Entfernung des talentvollen und muthigen Generals, der den Befehl bisher zur groͤßten Zufriedenheit aller wahren Patrioten gefuͤhrt hat, den uͤbelsten Eindruck auf die Armee hervorbringen. — Leider aber herrscht uͤber uns ein boͤses Gestirn. Wie koͤnnte es sonst kommen, daß man aus einem Mathema⸗ tiker eine Gerichtsperson, aus einem tapfern Soldaten einen Tivil⸗Gouverneur, aus einem tugendhaften Priester einen Finanzier, aus einem Literator einen Minister machte? Man muß Mina kennen. Seine Lokal⸗Kenntniß des Landes, seine besonderen Beziehungen mit den Bewohnern derselben, sein Euro⸗ paͤischer Ruf, seine rechtliche Gesinnung und consequente Hand⸗ lungsweise; die vielfachen Opfer, die er dem Wohle seines Va⸗ terlandes gebracht, und so viele andere Verdienste bezeichnen ihn als den einzigen Mann, der im Stande seyn duͤrfte, den Buͤr⸗ gerkrieg beizulegen und die Hoffnungen der Karlisten voͤllig zu vernichten.%— Daß eine so warme Vertheidigung Mina's aus dem Munde dieses Blattes die Regierung nicht zu seinen Gun⸗ sten zu stimmen vermag, ist begreiflich. — Seit dem 1sten ver⸗ sehen die Stadt⸗Milizen den Wachtdienst in den Theatern und Nachts in den Straßen. Auch werden sie mit Naͤchstem im Feuer exerziren, wie denn die Koͤnigin alle, Hebel in Bewe⸗
*) Man hat in Madrid erst spaͤter erfahren, daß Eraso diese Expedition leitete. hren, daß Eraso dies
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sich ihrer Anhaͤnglichkeit zu versichern. — In der n⸗Kammer ist eine Petition um Saͤcularisirung der 8 Moͤnchs⸗Orden und namentlich der Jesuiten, durch Vermitte: lung der Bischoͤfe und o eingereicht worden.“
gung setzt, Prokuradore
heiligen Stuhles,
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hne Zuziehung des v
Die Times enthaͤlt ein Schreiben aus Konstantinopel vom 30. Dezember, worin es unter Anderem heißt. „Ich habe schon vor einigen Wochen erwaͤhnt, welchen Verzoͤgerungen die Englischen Couriere in der Tuͤrkei ausgesetzt sind, da die Tuͤr⸗ kische Regierung sich weigert, das Privilegium, welches die Russischen Posten und Couriere genießen, daß naͤmlich in jedem Posthause zwischen Konstantinope! und Adrianopel frische Pferde fuͤr sie bereit stehen, auch auf andere Nationen auszudehnen. Es sind nun von Seiten des Britischen Botschafters in dieser Hinsicht energi⸗ sche Vorstellungen bei der Pforte gemacht worden, die aber bis jetzt Die Depeschen der Englischen Regie⸗ rung, welche am 23sten d. bei der Gesandtschaft anlangten, wa⸗ ren daher fuͤnf Tage von Adrianopel bis hierher unterweges Dies ist wieder einer der vielen Faͤlle, welche zeigen, [wie sehr unser Ansehen hier gesunken ist. So inconsequent und verkehrt ist unsere Politik im Osten jetzt, daß wir allen Anspruch auf die Achtung und Geneigtheit der Regierung verloren haben, so indolent, so ohne allen Zweck, daß wir weder Vertrauen Die Tuͤrken behandeln, wie andere Menschen, einen Feind, den sie fuͤrchten, mit groͤßerem Respekt, als einen albernen Freund, den sie verachten. thanen werden bei jeder Gelegenheit mit der groͤßten Schonung So erließ erst dieser Tage der Mini⸗ ster des Innern, Pertes Efendi, in Folge der Verhaftung eines Russischen Obersten, der sich, einem kuͤrzlich erlassenen Befehl zuwider, Abends nach 9 Uhr ohne Laterne auf der Straße hatte betreffen lassen, an seine Unter⸗Beamten die Instruction, einen Russen in einem solchen Falle nicht mehr nach Tophana in Verwahrsam zu bringen, sondern ihn nach der Russischen Kan⸗ elei zu begleiten und dort zur Verfuͤgung seiner eigenen Be⸗ oͤrden zu stellen. Diese Verordnung wirkre der Russische Bot⸗ schafter, bei dem der verhaftete Oberst sich beschwert hatte, von Gestern ist der neu ernannte Tuͤrkische Botschafter am Hofe von St. James von hier abgereist. In einigen Tagen soll eine Fregatte nach Lon
mik Pascha zuruͤck zu holen.“
wenig gefrommt haben.
noch Furcht einfloͤßen. Rußlands Unter⸗
und Achtung behandelt.
dem Minister aus.
on segeln, um Na
Amerika.
Folgendes sind die interessantesten Auszuͤge aus der auf den Traktat mit Frankreich bezuͤglichen Korrespondenz, welche der Praͤsident der Vereinigten Staaten am 27sten v. M. dem Repraͤsentanten⸗Hause hat vorlegen lassen:
1) Auszug aus einem Schreiben des Herrn Livingston an den Grafen Rigny, vom 3. August 1834:
Am 3. Juni endlich gab Hr. Serrurier (Franzöͤsischer Geschaͤfts⸗ ton) die versprochenen Erklärungen und die Ver⸗ che ich noch einmal Ew. Excellenz besondere Auf⸗ merksamkeit zu richten wuͤnsche; „„die Regierung des Koͤnigs, thun, was der Verfassung nach in ihrer Gewalt steht, (fera tout son loyal et constitutionnel effort) und Alles, was ihre innige Ueberzeugung von der Gerechtigkeit und den gegenseitigen Vortheilen des Traktates Sie von ihr zu erwarten berechtigt. Absicht ist außerdem, Alles zu thun, was unsere Verfassun laubt, um das verworfene Gesetz in möglichst kurzer Frist
Es kann Ihrer Aufmerksamkeit nicht entge⸗ daß der Vorlegung des Gesetzes nichts entge⸗ „Hals die von der Verfassung gezogene Graͤnze. Note sagt ausdruͤcklich: „„Alles, was die Verfassun 8 gung des Gesetzes zu beschleunigen.““ der Vorlegung des Gesetzes in der vorbe⸗ reitenden Session entgegengestanden haben moͤgen, so scheinen mir doch daruͤber keine obzuwalten, daß die Charte eine so zeitige Zu⸗ sammenberufung der Kammern gestatten wuͤrde, daß das Resultat ihrer Berathungen dem Praͤsidenten noch vor Eroͤffnung des Kon⸗ So hat man das Versprechen des shington verstanden, und an diese Auslegung sige Mittheilung
Vereinigte Staaten von Nor Washington, 2. Jan.
traͤger in Washin sicherung, auf we
er, wird Alles
der vorzulegen.““ hen, mein Herr, gengestellt werden duͤ g erlaubt, soll geschehen, um die Vorle Welche Zweifel nun auch
gresses vorgelegt werden koͤnnte. Herrn Serrurier in Wa desselben hielt sich der Praͤsident, als er seine desfall an den damals versammelten Kongreß vorbereitete.“ 2) Auszug aus der von dem Grafen Rigny hierauf er⸗ theilten Antwort: Wenn ich die Note des Herrn Serrurier durchlese, so bin ich nicht im Stande, darin irgend ein Versprechen oder einen Ausdruck zu finden, der von dem, was ich selbst Ihnen gesagt habe, abwei⸗ Der Gesandte des Koͤnigs in Wafhington hat in der That nichts gesagt, was von der Wahrheit abwiche, wenn er von unserer Bereitwilligkeit sprach, Alles, was die Verfassung erlaubt, zu thun, um die abermalige Vorlegung des verworfenen Gesetz⸗Ent⸗ Aber Sie werden einsehen, daß die Aus⸗ j s gewissen Ruͤcksichten unterworfen ist, den beide Regierungen so eifrig rloren werden duͤrfen, und Herr
chend waͤre.
wurfs zu beschleunigen.
fuͤhrung dieses Vorhaben welche bei Erstrebung des Zweckes, verfolgen, nicht aus dem Auge ve 1 Serrurier kann nichts Anderes haben sagen wollen in dem Theil seiner Note, auf welchen man in Washington besonderes Gewicht legen zu muͤssen geglaubt hat (dont on dre acte a Washingtoön). welche der Vorlegung des Gesetz⸗Entwurfes 1831, waͤhrend der Session,
a cru devoir Sie kennen, mein Herr, die Gruͤnde, uͤber den Vertrag von die sofort prorogirt werden wird, ent⸗ Eben so peremtorische und eben so klare Gruͤnde wuͤrden auch eine Zusammenberufung der Kammern vor dem Winter zum speziellen Zweck der Abstimmung uͤber diese Frage verbieten, und mit Bedauern — ich wiederhole es — sehen wir uns außer Stande, dem Wunsche des Praͤsidenten der Vereinigten Staaten in diesem Punkte nachzuleben. Aber außer der Unmoͤglichkeit, die Kam⸗ mern zu einer Jahreszeit zusammenzuhalten, in welcher parlamenta⸗ rische Arbeiten suspendirt zu seyn pflegen, und wo die meisten De⸗ putirten schon mit Ungeduld der Ruͤckkehr in ihre Heimath entge⸗ genzusehen scheinen, ist noch eine andere Ruͤcksicht zu nehmen, welche sich noch besonders auf den Traktat von 1831 bezieht, und welche Ihrer Aufmerksamkeit nicht entgangen seyn kann. lung, in welcher Sie sich hier befinden, wird Ihnen nicht unbe⸗ merkt geblieben seyn, mit welcher Vorsicht (menagemens) die Sache vor der Legislatur und dem Publikum behandelt werden mußte; und ihre eigenen Beobachtungen uͤber diesen Punkt muͤssen Sie in den Stand gesetzt haben, das System der Vorsicht und des Zauderns (ajournement), welches die Regierung des Koͤnigs sich vorgezeichnet Diese Vorsicht ist auch jetzt noch noth⸗ wendig, und ohne auf Details einzugehen, deren Mangel Ihr eigener Scharfsinn ersetzen wird, steht es zu bezweifeln, ob bei der g waͤrtigen Lage der Dinge eine unzeitige Zusammenberufung der Kam⸗ mern, zu dem Zweck, die Vollziehung des Vertrag es von 1831 durch ihre Zustimmung zu sichern, zu den Vortheilen fuͤhren wuͤr inemt solchen Schritt erwartet.⸗
gegenstehen.
In der Stel⸗
hat, wuͤrdigen zu koͤnnen.
ashington vo