1p1“X““
Reglement beziehe sich bloß
er rief mit großer Lehhaftigkeit, das auf die gewoͤhnlichen Kommissionen, 1 Bureaus ernenne; wenn aber, wie im vorliegenden Falle, die
Mitglieder einer Untersuchungs⸗Kommission feierlichst in oͤffent⸗
sicher Sitzung gewaͤhlt wuͤrden, so handle die Kammer in ihrer
vollen Souverainetäaͤt und sey durch nichts gebunden. — Den
Rest der Sitzung fuͤllten wieder die Berathungen uͤber den Ge⸗
setz⸗Entwurf wegen der Bankerotte.
Der Fuͤrst
sterhazy ist gestern von hier nach London ab⸗ gereist.
Der Graf von St. Aulaire wird, wie es heißt, in den er⸗ b
sten Tagen des Monats Maͤrz wieder nach Wien zuruͤckkehren. Der Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten hat diesen Morgen um 4 Uhr eine Depesche aus London erhalten, welche
di t un von Medem meldet. (S. oben den Art. “ 8 Zuruͤckzuziehen, wenn Valdes nicht ernannt
London.) Dieser Diplomat wird heute Abend in Paris erwar⸗
tet. Es soll dem Herrn von Rigny mitgetheilt worden seyn,
r edem werde nur 3 Monate in Paris verweilen — Her ec nt nennung des Generals Valdes endlich durchgegangen sey.
oͤffentliche Meinung wuͤrde diese Wahl guͤnstig aufnehmen, denn seltenen Maͤnner, die, wenn sie an der Spitze der Gewalt stehen, fuͤr den Staat und nicht fuͤr sich sorgen; man wird sich erinnern, daß Valdes die Wuͤrde eines Vice⸗Koͤnias von Peru eben so arm niedergelegt hat, als er sie
und dann durch einen Botschafter ersetzt werden.
etetin, ehemaliger Haupt⸗Redacteur des Lyoner Pre⸗ ung I ee General Valdes ist einer der so
eurseur, den der Pairshof von aller Anklage freigesprochen hat,
ist hier angekommen. 1 b 8 8 gestrige Nummer des „Populaire“ ist mit Beschlag belegt worden, wegen eines Artikels, der betitelt ist: „Die R
wendig.“
In den Franzoͤsischen Fonds trat an der heutigen Boͤrse b 8 ein leichtes Steigen ein. In allen Effekten bemerkte man viel „Isabelle Die Spanischen Fonds waren gesucht, weil die
Nachrichten von der Graͤnze berichten, daß General Mina jetzt
Festigkeit.
im Schach haͤlt.
welche die Kammer in ihren
Kriegs Minister zu ernennen. des soll noch ungowiß seyn; jedoch haben
e⸗
8 t die Revolutionen, die Monarchie macht sie noth⸗ E“ f 1 8 geschickt worden.
1AA“ vW“ Der Indicateur von Bordeaux vom 18ten d. sagt:
„In den letzten Tagen haben sich die beiden feindlichen Parteien
darauf beschraͤnkt, einander zu beobachten. Es ist wahr, die Jahreszeit ist unguͤnstig fuͤr die Art und Weise, in Navarra gefuͤhrt wird, und es kann uns nicht wundern, wenn, bevor der Treffen von Wichtigkeit stattfindet.“
In einem von hiesigen Blaͤttern Schreiben aus Madrid vom gten d. M. heißt es: sundheits⸗Zustand des Conseils⸗Praͤsidenten bessert sich. schon wieder bei zwei Sitzungen des Amendements Man war während derselben damit beschäͤftigt, Der Eintritt des Generals Val⸗
zugegen. Rosa und noch einer der einflußreichsten Minister gedroht, sich der anderen Seite wieder die Wage zu seinen Gunsten. Einige versi⸗
chern, daß in dem heute fruͤh stattgefundenen Kabinets⸗ Conseil 888 ie
üͤbernommen. ECin Courier ist in aller Eise nach Santander ab⸗ Karlistischen Offiztere, die am Bord des Englischen Dampfbootes
schießen.“
General Llauder hat das Kommando von Catalonien
wieder an der Spitze seiner Truppen steht und die Insurgenten wieder uͤbernommen. Er traf am 3ten d. zu Lerida ein und er⸗
“
wie der Krieg chnee schmilzt und der Fruͤhling wiederkehrt, kein mitgetheilten Privat⸗ „Der Ge⸗
Er war einen neuen Herr Martinez de la
wuͤrde, und dies hebt auf
Er uͤberbringt, heißt es, den Befehl, die 27
gefangen genommen worden waren, auf der Stelle zu er⸗
8 8 EE11“ I EEAE““ 1“ 8 8
worin er bemerkt: „Gehorsam und Dankbarkeit der Koͤniginnen haͤtten ihn dazu bewogen, Kriegs⸗Ministers zu uͤbernehmen; allein das eigene Nj trauen, das er in seine Faͤhigkeiten gesetzt, und mit h er die Pflichten dieses Amtes uͤbernommen, haͤtte ihn bu veranlaßt, Ihre Maj. zu bitten, sie moͤge seine Resignation w nehmen, was sie uͤbrigens nicht ohne großes Widerstreben
than haͤtte, indem sie ihm auf diese Weise einen neuen Berveh ihrer Huld gegeben; er kehre nun zu den Cataloniern zuruͤck, un geoen den Karlismus, ihren einzigen wahrhaften Feind, zu fas ten; er verlasse sich auf ihre treue Mitwirkung und gebe ühne das Versprechen, daß er in der Stunde der Gefahr stets an — rer Spitze seyn werde, als ihr General⸗Capitain und Waftn gefaͤhrte.“
— Heute schloß 5proc. Rente pr. compt. 109. —. cour. 109. 15. 3proc. pr. compt. 79. 30. fin cour. 79. 5 5proc. Neap. pr. compt. 96. 40. sin cour. 96. 50. öyek Span. 44 ½. 3proc. 27 ¾. Cortes 43 ½. Ausg. Span. Sch 15 ½. Neue Span. Anl. —. 2½ proc. Holl. —. —.
Frankfurt a. M., 19. Febr. Oesterr. 5 proc. Met 102. 101 ½. 4proc. 95 ½. 95 1. 2 proc. 56 ½ G. 1proc. N G. Bank⸗Actien 1593. 1591. Part.⸗Obl. 139 ¼ 139 ½. Loost 100 Gulden 214. Br. Preuß. Praͤm.⸗Sch. 64. 63 ½ do Hrn Anl. 96 ½. G. Holl. 5proc. Obl. von 1832 99 ½. 99 ⅞. Dolh Loose 71 71 ¾ 5proc. Span. Rente 44 . 43 ¼. Zproc. in hery. 26 ¼. 25 7.
gegen die hes
ließ von dort eine Proclamation an die Einwohner Cataloniens,
8 .IG
Bekanntmachungen.
8 Avertissement “
Das im Marienwerderschen landrathlichen Kreise belegene, dem Ludwig Hinzmann und dessen Ehefrau Johanna, geborne Glomin, gehörige, landschaftlich auf 25,833 Thlr. 28 sgr. 4 pf. abgeschaͤtzte Ritterzut Alt⸗ und Neu⸗Janischau Nr. 87 ist zur nothwendigen Sud⸗ dastation gestellr, und der Bietungs⸗Termin vor dem Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Lepsius auf 8 114“*“*“ Vormittags um 10 Uhr, im Conferenz⸗ Zimmer der Nesigen Koͤnisl. Ober⸗Landesgerichts anberaumt worden. Dire Tore, der neueste Hypotheken⸗Schein nab die Verkaufs⸗Bediugungen sind werktaͤglich in der diesigen Concurs⸗Registrarur einzusehen. .
Marienwerder, den s. August 1834. Civil⸗Senat des Koͤniagl. Ober Landes⸗
96 Gerichts. “
Inhalt:
geh.
“ A EI 8 “ F g; lle diejenigen, welche an die verloren gega . 898 dem ve herran Joachim Christian Lembke, unterm 31. Decbr. 1783 fuͤr den General⸗Major von Knobelsdorff ausgestellte Obligation, welche unterm 20. Juli 1789 vom Pommerschen Vormundschafts⸗ Collegio zu Stettin, laut Attest des Neumaͤrkschen Pupillen⸗Collegit vom 25 August 1814 der verehe⸗ lichten Amtmann Wendt, Friederike Auguste Alber⸗ tine, geborne Taddel, von dieser unterm 7. Oectbr. 1817 dem Regocianten Abraham Noah zu Landsberg a. d. W. cedirt worden, und von diesem, laut Cession vom 18. November 1817 und Ingrossations⸗Vermerk vom 8. December 1817 auf das General⸗Devposito⸗ rium des Koͤnigl. Land⸗ und Stadtgerichts zu Lands⸗ berg a d. W. uͤbergegangen ist, noch uͤber 650 Thlr. Courant guͤltig, zu 44 vCt. zinsbar, und eingetragen saub Rubr. III. No. II. bb. auf den zur Kammerrath Lembkeschen Familien⸗Stiftung gehoͤrigen Erbzins⸗ Guͤtern Balz und Kleinbeyde, als Eigenthuͤmer, Cessionarien, Pfand oder sonstige Brief⸗Inhaber, Anspruͤche zu haben vermeinen, werden hierdurch auf⸗ gefordert, dieselben binnen drei Monaten und svpaͤte⸗ stens in dem auf G den 21. May er., vor dem Deputirten Referendarius von Malzahn II. auf dem Koͤnigl. Ober⸗Landesgerichte hierselbst ange⸗ setzten Termine gebuͤhrend anzumelden und nachzu⸗ eisen. 8 da unterlassener Anmeldung werden dieselben
ten sich Aufmer
Voͤlker,
mern
gesun
verlorne Document praecludirt, sondern es wird ih⸗ nen deshalb auch ein ewiges Stillschweigen aufer⸗
und nicht weiter geltend erklaͤrt werden. Frrankfurt a. d. O., den 3. Februar 1835. Koͤnigl. Preuß. Ober-Landesgericht.
Testaments,
NELII1I1
8 Handels- Lehranstalt in Erfurt.
Antangs Mai dieses Jahres beginut in mei-anlaßt denselben, hier eine neue Folge in 3 Baͤnd⸗ schen erscheinen zu lassen 6 ) Erfolge bestehenden Handels-Lehranstalt gin neuer desselben, die Traäͤgheit durch diese Predigtentwuͤrfe zu beguͤnstigen, wohl aber in jedem Denkenden die Ueberzeugung zu begruͤnden, daß die analytisch- syn⸗ thetische Predigtweise immer die beste und feuchtbarste und den Texten Dies iste Bdch. enthaͤlt 61 ausfuͤhrlichere
ner, nun seit vierz ehn Jahren mit glücklichem
Lebrgang. und der zründlichste nnd vorgkältigste Unterricht in Theo rie un d Praxis wird sich. wie bisher, über alle Fheile der Handelswissen- schaft verbreiten, worüber jedem deshalb Ankfragen- den ausführliche Nachricht zu Diensten stehet Diejenigen, welche ihre Söhne oder Pfleglinge die- ser Lehranstolt anzuvertrauen gedenken, hei wel- cheres Hauptgrundsatzist, neben der sorg- fältigsteun Ausbildung zum hranchbaren Geschäftsmanne die sittliche Führung ih- rer Zöglinge unausgesetzt im Auge zu he⸗- balten, bilte ich, sich deshalb baldmögltichst bei mir zu melden, um allen Ansorderungen hestens entsprechen zu können. FErfurl, den 14. Februar 1835. Christian Noback,.“ Vorstaher der hiesigen Handels-Lehranstalt.
* 8 29
Literarische Anzeigen.
2 in Metssen ist erschienen und in
88⁸ 2½1 Mittler (Stechbahn Nr. 3), so
wie in allen andern Buchhandlungen daselbst und in
anderw aͤrts zu haben:
Friedrich de 8 9. 4 1“
heit, Gegenwart und Zukunft von De. J. Hergangenbeit, 309 meert, d Zesgr
bleibe sichere.
Von Ad.
98
hat eben die
Allgemeiner Anzeiger fuͤr die Pre ) Friedrich II. uͤber Regierungsarten und Regentenpflichten. trautesten Staats⸗ und Cabinets⸗Ministers Grafen
von Herzberg. ein vaͤterlicher Regent.
Kaiser Joseph II in seinem Leben und Wirken, “ fuͤr das deutsche Volk dargestellt von Dr. E Burk. hardt In 6 Heften, jedes mir 2 schoͤn lithogr. Por⸗ traits und 2 Scenen aus dem Leben des Kaisers. 8vo. 1 Hft. 11 ¾ sgar. oder 35 Kr. Convtm. Unker allen den Fuͤrsten, die aus dem Hause Habs⸗ burg auf dem deutschen Kaiserthron gewaltet, ist un⸗ streitig Josepb II. einer der ausgezeichnetsten, denn sein ganzes Leben war ein steter Kampf fuͤr die hei⸗ ligsten Interessen der Menschheit.
. „ 8 82 Die Zeugung der Himmelskoͤrper, deren Wachsthum, Nahrungsweise, Alter und Todes⸗ arten von F. Nork. thesen der Astronomen und Die Beweisfuͤhrung, daß Sonnen, Sterne und alle Himmelskoͤrper eben so wie wir Leben, Anfang und Ende haben, ist von zu großem Interesse, um nicht auch außer dem engen Kreise ksamkeit zu gewinnen ser hat seine Beweisgruͤnde in einer sehr faßlichen, vopulaͤren Sprache vorgetragen.
Geschichte der Oesterreichischen Laͤnder,
von A. Groß⸗Hoffinger (genannt Hans Nor⸗
mann) 1 Bd. das alte Oesterreich unter den Roͤ⸗
Rebst einer Karte vom alten Oesterreich. gr. Svo. geh. 2 ½ Thlr. oder à2 Fl.
Die Zucht u. Pflege der veredelten Schafe, oder gruͤndliche Anleitung, die veredelten Schafe im ben und kranken Zustande richtig zu behandeln
und alle moͤgliche Krankheiten derselben zu erkennen, zu verhuͤten und zu beilen, fuͤr Landwirthe, Schaͤfe⸗ reibesitzer und Schafmeister von or. F. Schrader. Svo.
Der Vervollkommnung der Schafzucht ist die groͤßte Aufmerksamkeit gewidmet worden: dennoch Sch ulen, aber klagen Schafzuͤchter noch immer uͤber die haͤu⸗ Boͤrsen, figen und großen Verluste durch die hedeutende An⸗ zahl von Krankheiten bei ihren Heerden. In vor 868 gjebt 82 erfahrne ö 1ene - 8 n das gruͤndliche und faßliche Anweisung, wie jeder Schaͤ⸗ deeeseh gert.⸗N 9 ;ru c0 s Feesebhe. fernnbestbver und Schaͤfer seine Heerde im gesunden und kranken Zustande zu behandeln hat und
legt, und das bezeichnete Document fuͤr amortisirt besten Bestande halten kann. 3 g
Uhlig, F.
uͤber verschiedene Terte des alten und neuen
1 Bdch “ „Der Beifall und die Anerkennung, welche die fruͤ bern Predigtentwuͤrfe des Verfassers erhielten, ver⸗
Wagner, E. A., 1200 Rechnungsaufgaben, auf 96 Tafeln, zur Erlernung und Einuͤbung der vier Grundrechnungs⸗Arten mit gleich und ungleich benannten Zahlen, nach einer neuen, durch die Erfah rung bewaͤhrten Methode fuͤr Landschulen mit kurzer Darstellung der Methode und der Aufgaben. Svo. Auf ganz
Bei G. Basse in Quedlinburg ist so chen er- schienen und bei Lud w ig Oeh migbe, Burgstralse No. 8 in Berlin, zu haben:
Gothischbochdeutsche Wortlehre. Ziemann. gr. 2 Die Muttersprache auf grammalischem W ege in ihrer Entwickelung darzustellen und damit zugleich Studium einzuleiten, ist der Zweck dieses Buches,
In Ferd. Duͤmmlers Buchbdl, Linden Nr 19, Presse verlassen:
— —
Clausewitz, General, v., 7r Bd, hat auch den Titel: 1812 in Rußland, der
Waffenstillstand
Aus den Haͤnden des ver⸗
11) Friedrich II. auf dem Throne 1I1) dessen oͤffentliches Leben. hlr. 5 sar.
Bei H ist durch zu Berlin durch die Stuhrsche, zu beziehen:
uͤber Voͤlkerreichthum, Finanzwesen polizei.
von Professor Ur.
Nachgewiesen aus den Hypo⸗ gehrer
hysiker. 8Svo. geh. 23sgr.
Heidelberg.
der Hochgelehr⸗
Der Verfas⸗ Zahl seiner Leser sowohl,
Wink von Kenneraugen,
0 Staaten und Regenten reichthums eines Fokus,
Amortisation, mänenverkauf, trage, 8 bung, Feudalla tion, Einfuhrverbote, liar⸗ 1 Thlr. uͤberhaupt,
geh. 1 bisher don und in
Lotterien, rung, Nachdruckverbote, Wechsel⸗
—
gewidmet seyn: 1) dem
sie im schen Zollvereine, 4) den Schicksale des Reform⸗S brittannien, 6) der Charakteristik und K gemeindeutschen Staats⸗,
L., neue Predigt⸗Entwuͤrfe
analytisch⸗ synthetischer Form. 8v0. 2 sgr.
in schlagenden L bach und Mittermaier.
neite 1 1 ”- von Bentham: Es ist nicht die Absicht Juristen.
ihre wohlverdiente Ehre Kuͤmmelspaltereien. det werden, aber nur deutlich nachgewiesener staͤtigt werden, nicht durch sondern durch zuverlaͤssige
verkehrs.
Predigtentwuͤrfe.
1 Gehoͤr; aber Beide entworfen, Gehoͤr; aber Beide nur
Aufloͤsung 221 sgr
——2
3 starkem Papter. )
mit einem andern Findet er seine Erklärung nur in z. B. Springsfelds irgend einem sonstigen J fruͤheren Jahrgang des 8v0. Preis 15 Sgr der Muͤhe werth findet, die Luͤcke auszufuͤllen.
der mittelhochdeutschen Dichter von Geschaͤftsmaͤnnern aller Art Landtagsdeputirten) sogar jede willkommen
ußischen S binterlassene Werke, eigner Erfahrung beruht.
Feldzug von 1813 bis zum 5) Jede Vortragsform, mit alleiniger enst und der Feldzug von 1814 in der Frankreich. Mit 1 Charte und 3 Thl
einrich Hoff in Mannheim erscheint und alle soliden Buchhandlungen Deutschlands,
Der National⸗Oekonom Monatschrift
Fuͤr Geschaͤftsmaͤnner und Theoretiker herausgegeben Karl Eduard Morstadt, der Rechte und der Nationaldkonomie in
1 Zweiter Jahrgang. Preis des Jahrgangs von zwei Baͤnden, die in 12 — Heften erscheinen, 4 Thlr. 20 sgr.
Erfreut und ermuntert durch die stets fortwachsende als durch manchen Beifalls⸗ 8 geht der Nationalokonom in sein zweites Jahr uͤber. Sein Zweck bleibt die Her⸗ stellung eines Fokus staatswirthschaftlicher Erleuchtung, zum Frommen des Volkswohlstandes, wie des Privat⸗ der jedoch hauptsaͤchlich die groͤßeren und groͤßten Oekonomie Maßregeln der Gegenwart erhellen soll, als da sind: Steuer⸗Pe⸗ räguarion, Negozirung der Staatsanlehen, Papiergeld Emission, Do⸗
Zollvereine, Ausgleichungssteuer, 6 sten⸗Abloͤsung, Allodifica⸗ Ausfuhrpraͤmien, Banken⸗Errichtung, Creditvereine, Mobi⸗ und Lebensassekuranz, und Kanal⸗-⸗Anlegung, Actien⸗Associarion Universitaͤtenstiftung in Lon⸗
der Schweiz, polytechnische Industrieausstellungen, Messen, Agiotage⸗Verhinde⸗
und Gantordnungen u. s. w. Vorzugsweise wird aber der neue Steuerwesen, 2) dem Staatsschuldenwesen, 3) dem großen deut⸗ Banken, 5) ystems in Groß⸗ nationaldkonomischen ritik vom
Privatrechtes, mit steter Pruͤfung der ein⸗ ehrbuͤcher von Kluͤber, Feuer n Dieser öten Rubrik zu Ehren fuͤhrt sogleich das Januarheft das Bildniß ntl dem groͤßten Juristen unter den Staatswirthen, und groͤßten Staͤatswirth unter den
Hauptmaximen der Redaction bleiben folgende:
1) Alle bloß abstracten Deductionen und Ana⸗ lysen bleiben ferne von uns, und am Die Wissenschaft soll fortgebil. durch Schlußfolgerungen aus Erfahrung; und sie soll vbe⸗ Schriftsteller Autoritäten, Resultate des Menschen⸗
2) Spruch und Wiederspruch sinden gleichmaͤßiges - unter der Kuͤrze und Gemeinfaßlichke - Jeder Aufsatz muß entweder in sich selbst ver⸗ staͤndlich seyn, oder hoͤchstens in Zusammengestelltheit Aufsatze des naͤmlichen Jahrganges.
B. Antikritik von Kaufmanns Wuͤrdigung der Hansemann'schen Schrift) oder in 8 Journale, ja sogar in einem National⸗Oekonomen, so wird er abgelehnt, wenn anders der Herausgeber es nicht durch eine kurze Relation
4) Ein Gaͤrtner wird eben so gut mit Samenkor⸗ nern unterstuͤtzt, wie mit Schoͤßlingen.
und jeder kürze Einwurf,
Benutzung oder Nulh moͤglichst nachfolgen.
— :Ausnahn g G langweiligen, ist freigestellt: namentlich auche 1 Tabelle. broch. epigrammatische, die dialogistische und die polemisc v 6) Anonymitat ist weder Ausnahme (wie bei litz) noch Regel (wie bei den „Deutschen Jabhn chern“) sondern die Verfasser werden genannt, ahe bleiben incognito, je nach eigenem Wunsche.
7) Uebersetzungen bleiben keinesweges ausgeschl sen, wenn sie gute Copien von gedaltreichen Oh nalen sind; denn unser Brennsffiegel ist zwar m fuͤr Deutsche bestimmt; seine Strahlen aber entleht er uͤberall her, wo sie sich finden.
8) Honorar empfangen die Herren Mitarheitet, nach Uebereinkunft, bis zu 18 Gulden pr. Boha⸗ Fuͤr eingesandte Druckschriften dankt die Neiu⸗ tion durch vromptestes Anzeigen derselben.
Die beiden ersten Baͤnde des Nationaloͤko men, mit den lithographirten Portraits von % Say und Adam Smith, und einer Meng’⸗ gun Aufsaͤtze von bleibendem Werth, sind noch difrch Buchhandlungen vollstaͤndig zu beziehen.
Der Feldzug von sollen bald
Schloßplatz Nr. 2,
und Oekonomie⸗
Chez Ch. Weinhold.
Marchand de musique, rue d'Albrecht No. Breslau (et à Berlin chez T. Traue wein) se veag
Déelaration d'amour, vers ek musique de Baron de Richthoffen. Pr. 5 sgr. 1
Orné d'une vignette. — Paroles allemandes ef
frangoises.
Aux amateurs de couplets gracienx et intéressub l'éditeur de cetle romance charmante ose receu- mander une pièce de musique, également qualikes pour tre executée dans une soirée musicale, vu pour prononcer les sentiments d'une tendresse limiche Iextérienr sura trouvé élégant et le Dprix mocdliqet
C.
Handelsver⸗ Zunftaufhe⸗
— — —
Bei Joh. Ambr. Barth in Leipzig ist si in erschienen und in Berlin bei Ludwig Dehmte Burgstraße Nr. 8, zu haben;:
Erdmann, O. L, populaͤre Darstellung dealune⸗ ren Chemie, mit Beruͤcksichtigung ihrer nani⸗ schen Anwendung. Zweite Auflage. gr. e
2 Thlr. 11sgr.
Die beifaͤllige Aufnahme, deren die erste in wenig
Fahren vergriffene Auflage dieses Werkes sich zu t⸗
Eisenbahn⸗
Revision der
Jahrgang
dem eine faßliche und moͤglichst ansprechende Weise m
des
8 auch in ihrer technischen Anwendung bekannt zu ma un
chen, erreicht hat. Um indessen die Brauchbarke desselben noch zu erhoͤben, namentlich aber auch 1 Werk zur Benutzung als Handbuch bei akadem schen Vorlesungen und in Gewerbschule
Geiste Eriminal⸗
Auflage nicht nur alle in den letzten Jahren gema
Werkes gehoͤrten, benutzt, sondern auch den
theil vermehrt, so daß die neue
fernsten die ersten wesentlich 1 ganz neues Werk angesehen werden muß. Der Preis ist bei sparsameren Drucke und verme
das 13te gratis. 25 Exemplare erlaͤtt der Ver’t.
zu 36 Thlr., portofrei baagr an ihn eingesendet., In demselben Verlage ist erschienen:
Bedingung von
it renkunde, zum Gebrauche fuͤr Handels⸗„aund
fen. gr. 8v0. 1 Thlr. 15 sar. Bei 12 Exemplaren das 13te gratis, 25 Exe
einem Buche, (wie plare zu 24 Thlr. baar.
———
Bei Joh. Fr. Hartknoch ,n Leipzig ist so e erschienen und in Berlin durch, die En olin sche B handlung (Ferd. Muͤller,, Breite Straße Nr⸗ in Landsberg durch Wilrafen und in Prenzlaud Kalbersberg zu erhalten:
Deßhalb ist Rußland's Helden,
(mit Einschluß der in chronolog. Reihenfolge dargestellt von aphoristische Nottz EE1““ 15 welcher auf gr 8 in Umschlag geheftet, 350 S. 1 £ hlr. 12
freuen hatte, giebt den besten Beweis, daß dassle seinen Hauptzweck: gebildete Leser jeden Standes auf
dem neuesten Standpunkte der Chemie, insbesonderg
und des revolutionnairen Geistes zu danken?““
geeignet zu machen, hat der Verfasser in dieser neuch
ten Entdeckungen, soweit ste in den Bereich . des Text fast voͤllig umgearbeitet und wohl um ein Di⸗
Auflage als von daphedurfte es allerdings verschieden und eigentlich als Al 1
2 ; 9 ter Bogenzahl der der ersten Auflage geblieben 47* ige d nehmer von Parthieen von 12 Exemplaren erha er
Erdmann, O L, Grundriß der allgemeine a Wu
werbschulen, sowie zum Selbstunterrichte, entme
die Stelle ein
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Kreis⸗Deputirten, Freiherrn Ottobald von Werthern, zu Reichlingen, im Eckartsberger Kreise des Regierungs⸗Bezirks Merseburg, die Fammerherrn⸗Wuͤrde zu ertheilen geruht.
Im Bezirke der Koͤnigl. Regierug
zu Breslau ist der Pastor Reichpietsch zu Freyha zum ersen Pastor in Festenberg, und der Kandidat des evangelischen Predigtamts Posselt zum Pastor in Groß⸗Bargen, Kreises
Militsch, ernannt worden; 1 zu Koͤnigsberg ist der Huͤlfsprediger Ernst Ludwig Storch zum Pfarrer in Venedien und Sonnenborn, und der Predigtamts⸗Kandidat Otto Dittrich zum Pfarr⸗Adjunkt in Hladiau ernannt worden.
Zeitungs⸗Nachr
ichten. “
Frankreich.
Paris, 16. Febr. Der Marschall Mortier und der Sohn des Marschalls Soult hatten gestern Abend die Ehre, von dem
Koͤnige empfangen zu werden. M
Der Moniteur du Commerce, ein ministerielles Blatt, zußert sich uͤber die neueren Debatten in der Deputirten⸗Kam⸗ wer folgendermaßen: „Wir gestehen, daß die Kammer uns durch ihre schwankenden Grundsaͤtze und durch ihre unzusammenhaͤn⸗ genden Berathungen raͤglich mehr betruͤbt. Man kann sich in der That gar nicht mehr zurecht finden; es ist, als ob ein boͤser Geist in die Kammer gefahren waͤre, um unter ihren Mitglie⸗ dern jenen verderblichen Zwiespalt zu naͤhren, der sie uͤber alle volitischen Fragen trennt. Die Kammer mag sich wohl vorse⸗ hen; dieser gewisse Skepticismus, der sie an Allem zweifeln und sich an Nichts fest anschließen laͤßt, ist die gefaͤhrlichste von allen Richtungen; nichts ist bei einer solchen Stimmung ausfuͤhrbar, da man nie recht weiß, wie man mit der Kammer daran ist.“
Im Journal de Paris liest man: „Der „Constitution⸗ nel Föhrt fort zu vermuthen und vorauszusetzen. Mit erwas mehr Bescheidenhen indeß bedient er sich gegenwaͤrtig der fragenden Form, und er richtet mit dem ernsthaftesten Gesicht von der Welt eine Menge von Fragen an das Ministerium. „Ist es nicht wahr““, fragt er unter Anderem, „„daß Herr von St. Aulaire in Wien vollkommen reuͤssirt, und daß er sich mm hoͤchsten Grade das Wohlwollen des Fuͤrsten Metternich und der Oesterreichischen Aristokratie erworben hat?““ — Es wuͤrde in der That gegen die erste der Pflichten fehlen heißen, wenn man sich nicht beeilte, Frankreich uͤber die Folgen des Un⸗ gucks, das man vor ihm aufdeckt, zu beruhigen. Unser gesandter ist in Wien gern gesehen! Er hat sich das Lahlwollen des Oesterreichischen Kabinettes zu erwerben gewußt! Welche fuͤrchterliche Zukunft liegt nicht in dieser einfachen Nachricht! Welches Unheil verkuͤnden diese we⸗ mggen Worte! — Und wohl zu merken, wenn das Gegentheil sangefunden haͤtte, wenn Herr von St. Aulaire, statt vollkom⸗ men zu reuͤssiren, vollständig gescheitert waͤre, so wuͤrde der Con⸗ situtionnel nicht weniger in Sorgen gewesen seyn. Der Krieg vürde vor unseren Thoren, die Fruͤchte vierjaͤhriger Anstrengun⸗ gen wuͤrden bedroht, verloren seyn, weil Herr von Metternich tergessen haͤtte, unsern Gesandten anzulaͤcheln. Man muß uͤbri⸗ Lens gerecht seyn: die Strafbarkeit des Herrn von St. Aulaire bischäänkt sich, dem Constitutionnel zusolge, nicht auf obiges Verbrechen allein; es sind noch andere Beschwerden, auf wesche der Constitutionnel nicht umhin kann, die Aufmerksamkeit des andes zu lenken. „„Ist es nicht wahr““, fragt das ge⸗ nannte Blatt weiter, „„daß Hr. v. St. Aulaire die guͤnstigsten eueungen von Seiten des Fuͤrsten Metternich nach Paris übertacht hat, und daß der Fuͤrst Esterhazy bei seiner Durch⸗ tise besonders beauftragt war, der Franzoͤsischen Regierung
sür ihre Anstrengungen zur Unterdruͤckung der C a giebt
es nun wahrhaftig nichts mehr zu lachen; die Regierung
ist nun im Angesichte der ganzen Welt einer Tendenz uͤberfuͤhrt,
e Niemand bei ihr vermuthete! Da hat nun der Constitution⸗
dl das Ministerium, welches er selbst taͤglich das Ministerium
Widerstandes nennt, uͤberfuͤhrt, daß es sich der Propa⸗
handa und dem Geiste der Anarchie widersetzt! In der That,
aie Entdeckung ist neu und kostbar, und um dahin zu gelangen, nichts Geringeren, als der ganzen Be⸗ harrlichkeit und des ganzen Scharfsinnes des Constitutionnel!“
An der heutigen Boͤrse war die allgemeine Aufmerksamkeit
ist ausschließlich auf die Haytische Anleihe gerichtet, welche, in
Hoffnungen, die durch die von dem Moniteur gemel⸗
gen Geld⸗Sendungen erwacht sind, ungeheuren Schwankungen
terlag. Schon vorgestern, nach Bekanntwerdung der telegra⸗ schen Depesche aus Brest, stieg die Haytische Anleihe, die
inge Zeit unveraͤndert auf 275 gestanden hatte, bis auf 340.
haute, am Anfange der Boͤrse, zahlte man 350, stieg dann rasch
auf 490, und schloß mit 420. .“
„, Zwischen dem Grafen de Langle, Rittmeister bei der Pari⸗ 8 National⸗Garde, und dem Lieutenant Savary vom 1sten ffrikanischen Jaͤger⸗Regimente (einem Sohne des Generals), nd vor einigen Tagen ein Duell auf den Degen im Gehoͤlze
cen Meudon statt, wobei der Erstere, als der beleidigte Theil,
finem Gegner einen Stoß in die Brust beibrachte, der dem
2 apfe sofort ein Ende machte, jedoch nicht fuͤr lebensgefaͤhrlich
b en wird. Die Gazette de France giebt in einer Nachschrift zu seem heutjgen Blatte uͤber das Gefecht, das am Aten d. M. bei 8 8 8 8
*
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Arquijas zwischen den Christinos und den Karlisten stattgefun⸗ den haben soll, einen Bericht, der von den bisherigen Mitthei⸗ lungen uͤber dieses Ereigniß vöͤllig abweicht. Nach dem Inhalte desselben soll das Treffen nicht am 4ten, sondern am 5ten statt⸗ gefunden haben und zum Vortheile der Insurgenten ausgefallen seyn. Doch wir geben den Artikel der Gazette selbst, wenngleich derselbe vielleicht eben so wenig unbedingten Glauben veedienen mag, als die Nachrichten, die im entgegengesetzten Sinne bisher uͤber das gedachte Gefecht verbreitet worden sind. „Wir erhal⸗ ten so eben“, sagt die Gazette, „ein aus dem Koͤnigl. Haupt⸗ quartier zu St. Vincent⸗de⸗Arana vom 6. Febr. datirtes Bul⸗ letin uͤber ein moͤrderisches Gefecht, das Tages zuvor bei Arquijas stattgefunden hat. Die feindlichen Kolonnen, et⸗ wa 9000 Mann stark, wollten die Bruͤcke bei Arquijas passiren, wurden aber zuruͤckgeworsen, wobei sie einen großen Theil derer, die sich zu weit vorgewagt, auf dem Pläatze ließen. Das Feuer waͤhrte von beiden Seiten ununterbrochen von Mit⸗ tag bis zun Eintritte der Nacht laͤngs des ganzen Ufers bei Santa Cruz. Der Feind versuchte es hiernaͤchst, auf einer Strecke von mehr als einer Stunde Weges eine Furth ausfindig zu machen, um auf das andere Ufer uͤberzusetzen, jedoch umsonst. Sein Verlust wird auf nicht weniger als 1400 Todte angegeben; derjenige der Royalisten ist bei Weitem nicht so stark. Indessen fehlt es noch an naͤheren Details. Es scheint, daß die Christi⸗ nos auch noch auf einem anderen Punkte unterhalb Arquijas von Zumalacarreguy beunruhigt wurden. Arquijas ist derselbe Ort, wo am 15. Dezember v. J. Zumalacarreguy uͤber Cordova und Oraa einen Sieg erfocht.“ — Die Gazette berichtet auch, nach einem Schreiben der Junta von Navarra vom 7ten, uͤber die Operationen Ituralde's, der das Belagerungs⸗Corps vor Elisondo befehligte, als er erfuhr, daß eine Kolonne von 2000 Christinos von Pampelona nach dem Baͤstan⸗Thale in Anmarsch sey. Ituralde (so heißt es in jenem Schreiben) nahm sofort eine feste Stellung ein, und am solgenden Tage trafen beide Theile zusammen. Erschreckt uͤber den lebhaften Widerstand, den sie fanden, ergriffen die Christinos bald die Flucht, und die Kar⸗ listen behaupteten ihre Stellung.
Der Indicateur de Bordeaux berichtet: „Maulthier⸗ treiber aus den Aldudes haben die Nachricht von einem Treffen bei Elisondo zwischen den Christinos unter dem Befehle Ocana's und mehreren Karlisten⸗Batuillonen unter dem Kommando Sa⸗ gastibelza's uͤberbracht. Obgleich dieses Treffen unwichtig war, so haben die Neuigkeitskraͤmer und die Leute, die auf die Ereig⸗ nisse spekuliren, dasselbe doch nach Frer Meinung oder nach ih⸗ rem Interesse uͤbertrieben. Die Einen haben gemeldet, die Kar⸗ listen seyen geschlagen worden, sie haͤtten einige Leute verloren und sich in die Gebirge zuruͤckgezogen; Andere haben mit Zu⸗ versicht behauptet, die Christinos haͤtten eine Niederlage erlitten, in deren Folge Ocana gefangen und auf dem Schlachtfelde er— schossen worden sey. Die Wahrheit ist, daß am 7ten und 8ten Scharmuͤtzel ohne bedeutende Resultate statthatten, die von beiden Seiten nur den Verlust einer geringen Anzahl Menschen veranlaßten.“
Aus den Aldudes schreibt man vom 9. Febr.: „Am 4ten d. brach der Oberst Ocana mit seiner 1500 Mann starken Kolonne von Neuem von Villaba nach Elisondo auf. Am 5ten Morgens zu Ziga, einem im Bastan⸗Thale jenseits des Engpasses von Belate, auf dem Wege von Pampelona nach Urdach gelegenen Dorfe, angekommen, ward er durch 7 Bataillone von Navarra und 2 von Guipuzcoa, unter dem Kommando des Brigade⸗Ge⸗ nerals Ituralde und des Brigadiers Guibelalde, angegriffen und umzingelt. Man schlug sich mit Erbitterung vom Morgen des ö5ten bis zum Nachmittag des Sten. Die Nacht allein unter⸗ brach den Kampf einigermaßen. Noch gestern vertheidigten die Christinos, die sich in den Haͤusern von Ziga und Aniz ver⸗ schanzt hatten, sich tapfer. Wir haben in den Aldudes ein leb⸗ haftes Musketen⸗Feuer gehoͤrt, das keinen Augenblick waͤhrend der drei vorhergehenden Tage aufhoͤrte. Wir wissen nicht, ob es Ocana gelungen ist, sich eine Bahn zu brechen, oder ob er ka⸗ pituliren mußte. Gewiß ist, daß ein durch Zugarramurdi abge⸗ sandter Spion die Aldudes passirt ist, um den General Mina von der schlimmen Lage der Kolonne Ocatia's zu benachrichtigen.“
Von der Spanischen Graͤnze meldet man, daß die Ko⸗ lonne des Generals Mina am 6. Februar zu Tafalla war, wo 3000 Aroben Hafer und 4000 Aroben Weizen, die nach Pam⸗ pelona gebracht werden sollten, lagen. Die Privat⸗Personen aus der Umgegend wollten diese Gelegenheit benutzen, um 500 La⸗ dungen Wein in diesen Platz zu bringen.
Die AQuotidienne enthaͤlt heute in Beziehung auf die An⸗ gelegenheiten Spaniens folgenden Artikel: „Wir haben in der letzte⸗ ren Zeit oͤfters Gelegenheit gehabt, von Eroͤffnungen zu sprechen, welche dem Don Carlos von mehreren Seiten gemacht worden sind, um ihn zu bestimmen, sich persoͤnlich von dem Kampfe zu⸗ ruͤckzuziehen, und seine Rechte auf den Prinzen von Asturien zu uͤbertragen. Dieser sollte alsdann den Thron mit der jungen Infantin Donna Jsabella theilen, wie ihn im 16ten Seühch⸗
ragonien
dert Isabella von Castilien und Ferdinand von
innehatten. Wir haben immer gesagt, daß diese Unterhandlun⸗ gen, von welcher Seite sie auch kommen moͤchten, scheitern wuͤr⸗ den. Wir erfahren heute in der That, daß dies das Resultat jener Eroͤffnungen gewesen ist, fuͤr die sich, mehr oder weniger aufrichtig, Parteien interessirt haben, von denen man nicht er⸗ warten durfte, daß sie sich darein mischen wuͤrden. Karl V. hat jene Vorschlaͤge entschieden zuruͤckgewiesen, und darin hat er als Koͤnig, als Politiker und als rechtschaffener Mann gehandelt. Als Koͤnig, weil es einem solchen nicht geziemt, sich auf ein Feilschen uͤber Rechte und Grundsaͤtze einzulassen. Als Politiker, weil er seine Lage richtig beurtheilt, und ihn das Entgegenkom⸗ men seiner Feinde in dem Vertrauen auf seine Kraͤfte bestaͤr⸗ ken muß. Als rechtlicher Mann, weil er weiß, daß, wenn er auch die von ihm geforderten Verpflichtungen einginge, der Prinz von Asturien nicht im Stande seyn wuͤrde, dieselben zu halten. In⸗ mitten der politischen Leidenschaften, welche die Halbinsel ver⸗ zehren, wuͤrde es ihm in der That unmoͤglich seyn, die Ropali⸗
Behauptungen der ministeriellen Blaͤtter,
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sten und die Revolutionnairs mit gleichem Maße zu messen. Um nur ein Beispiel anzufuͤhren: er muͤßte entscheiden zwischen Zumalacarreguy, der seiner Sache Alles geopfert hat, und einem Lorenzo, der mit dem Blute des Santos Ladron und so vieler Anderer befleckt ist, die gleich im Anfange des Kampfes, also zu einer Zeit, wo noch nicht von Repressalien die Rede seyn konnte, ermordet wurden. Nein, die Spanische Le⸗ gitimitaͤt kann mit solchen Menschen nicht Frieden schließen. Wenn sie es thaͤte, so wuͤrde sie bald die traurige Erfahrung machen, daß die Restaurationen sich niemals ungestraft von po⸗ litischen Spekulanten ausbeuten lassen, welche sie verfaͤlschen und zu Grunde richten, indem sie sie zu dem Entgegengesetzten 1t dem treiben, was der Instinkt der Selbsterhaltung ihnen anraͤth.
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Großbritanien und Urho
London, 17. Febr. Der Koͤnig wird, wie verlautet, mor⸗ gen unmittelbar nach den Lever eine Geheime⸗Raths⸗Sitzung halten, in welcher die Kommission zur Eroͤffnung des Parlaments ernannt und deren Vollmacht unterzeichnet werden soll.
Die letzte Parlaments⸗Wahl, die auf der Insel Orkney, ist jetzt endlich bekannt geworden; sie ist, wider Erwarten der Oppositions⸗Blaͤtter, zu Gunsten des ministeriellen Kandidaten, Herrn Balfour, ausgefallen.
Der Morning Herald theilt ein ausfuͤhrliches Programm uͤber die Eroͤffnung des Parlaments mit. Uebermorgen ist der Tag, an welchem die Wahlen einberichtet seyn muͤssen. Um 12 Uhr versammeln sich die Mitglieder beider Haͤuser in ihren re⸗ spektiven Lokalen. Im Oberhause zeigt der Lord⸗Kanzler den anwesenden Lords an, daß Se. Majestaͤt es nicht fuͤr angemes⸗ sen gehalten, an diesem Tage dort zu erscheinen, und daher eine Kommission zur Eroͤffnung des Parlaments ernannt haͤtten. Die Gemeinen werden sodann eingeladen, unter Anfuͤhrung ihres ersten Secretairs, des Herrn Ley, vor den Schranken des Ober⸗ hauses zu erscheinen. Der Lord,Kanzler macht ihnen dieselbe Anzeige und fuͤgt im Namen der Koͤniglichen Kommissarien hin⸗ zu, daß Se. Majestaͤt nach erfolgter Vereidigung der Mitglieder beider Haͤuser im Parlament erscheinen und demselben die U sachen seiner Einberufung eroͤffnen wuͤrden; da indeß erst ein Spre⸗ cher des Unterhauses erwaͤhlt werden muͤsse, so sey es der Wille des Koͤnigs, daß die Gemeinen an ihrem Sitzungs⸗Ort zu diese Wahl schreiten und den Gewaͤhlten am folgenden Tage um 1
Uhr im Oberhause zur Koͤniglichen Genehmigung vorstellen soll⸗ entfernen sich darauf, um
ten. Die Mitglieder des Unterhauses die Wahl zu vollziehen, welche vor sich geht, ehe der Eid von den Mitgliedern abgelegt wird. Unterdessen wird im Oberhause die Vereidigung der Mitglieder vorgenommen. Am F scheinen die Gemeinen mit dem
wieder vor dem Oberhause, wo dieser seine Erwaͤhlung selbst an
reitage er⸗ von ihnen gewaͤhlten Sprecher
zeigt und der Lord⸗Kanzler im Namen der Koͤniglichen Kommis⸗ sion die Wahl bestaͤtigt. Der Sprecher tritt sodann mit den Ge⸗
meinen wieder ab, und nun erst wird im Unterhause zu seiner und der einzelnen Mitglieder Vereidigung geschritten. Ceremonie dauert bis Dienstag fort, an welchem Tage dann Se Majestaͤt im Parlament erscheinen, Herr Abercromby hat
datur zum Sprecher⸗Amte gefaßten billigenden Beschluß folgen den Brief an seine Konstituenten gerichtet: „Als ich mich bereit erklaͤrte, u uͤbernehmen, wenn die Wahl Fanen sollte, war ich mir bewußt, daß mein Entschluß fuͤr diejeni Pn, welche ich zu repraͤsentiren die Ehre habe, keine leichguͤltig ache seyn werde. Ich hielt es jedoch der Achtung, welcht ich den⸗ selben schuldig bin, am meisten gemaͤß, die Beurtheilung meines Entschlusses der freien Erwaͤgung meiner Konstituenten zu uͤberlas⸗ sen, und machte daher meinen Freunden Mittheilung, bevor ich nicht genuͤgenden Grund zu glauben hatte, daß sich uͤber den in Rede stehenden Vorschlag eine selbststaͤndige Meinung gebildet habe. Die von dem Central⸗Wahl⸗Comiteé ange⸗ nommene, mir zugefertigte Resolution ist eine fuͤr mich sehr ange⸗ nehme und zufriedenstellende Bestaͤtigung des mir fruͤher zugekom menen Berichts; und Sie koͤnnen versichert seyn, daß ich m ßer Dankbarkeit die Neigung erkenne, welche die 7,e stets bewogen hat, meinem Verfahren ge Auslegung zu Theil werden zu lassen. haft mir zu jeder Zeit der Vorschlag seyn Praͤsidentur des Unterhauses zu uͤbertragen, doch erlaubt seyn, zu sagen, daß, wenn i haͤtte in Betracht ziehen wollen, ich weiser gehandelt haben wuͤrde, wenn ich bei dem Entschlusse, den ich zuerst faßte, beharrt haͤtte, den ehrenvollen Kampf abzulehnen, zu dessen Uebernahme mich jetzt meine Freunde aufgefordert haben. Ich habe aber den Aufforderun⸗ gen nachgegeben, die hoͤchst dringend gemacht und auf Ursachen be⸗ gruͤndet wurden, welche ich, obgleich sie nicht persoͤnlicher Art sind, doch jetzt nicht fuͤglich beruͤhren kann, und mein Trost ist der, daß ich meine 1.hr Ansicht nur aufgegeben babe, um die Meinung von Freunden mir anzueignen, zu deren Aufrichtigkeit und Ehre ich die groͤßte Zuversicht hege. Ich bin der Meinung, daß dies eine Frage ist, an der ich selbst keinen aktiven Antheil nehmen darf. Ich er⸗ warte den Erfolg mit Ruhe und bin bereit, die Entscheidung, wie .““ moͤge, mit Zufriedenheit und Gleichmuth aufzu⸗ nehmen. Der Courier nimmt von diesem Briefe Gelegenheit, die 1 und besonders des Al⸗ bion, auf das bestimmteste zu bestreiten, als sey die Aufforde⸗ rung an die Reformer, dem Sir Ch. Sutton einen Opponenten in Herrn Abercromby entgegen zu stellen, von O'Connell und Warburton ausgegangen. „Die Freunde“, sagt er, „zu deren Aufrichtigkeit und Ehre Herr Aberecromby das festeste Zutrauen hat, sind offenbar nicht Herr O'Connell und Herr Warburton. Wir sind uͤberzeugt, daß er mit diesen Herren durchaus in kei⸗ ner Unterhandlung gestanden hat. Die Freunde, welche ihn darum angingen, zu erlauben, daß man seine Ernennung in Vorschlag bringe, sind aus den letzten uͤber diese Angelegenheit publizirten Briefen bekannt, und an ihrer Spitze steht Lord John Russell, der zu den offensten, ehrenwerthesten, konsequentesten, festen
Waͤhler von eine
muß,
um die Thronrede zu halten. hat in Antwort auf den von dem Central⸗Wahl⸗Comité zu Edinburg in Bezug auf seine Kandi⸗
das ehrenvolle Amt des Sprechers des jetzigen Unterhauses auf mich
in Edinburg davon keine
t gro⸗
guͤnsti⸗ So schmeichel⸗ mir die