E⸗
. Auswärtige Börsen. 1“ 8 Amsterdam, 18. Februar.
Niederl. wirkl. Schuld 56 ¾, 5% do. 101,7156. Aussg. Schuld 1 ¾ . Kanz-Bill. 26 1. 4 ½ 8 mort. 96 ⅜. 3½ 3 80 ¾. Russ. 09 ¾. Oesterr. Prüm.-Scheine 114 x½. do 48 Anl. —. Spaun. 5 8 46 ⅛. ½ 5 1*
Antweorpen, 17. Februar. 88 38 —. Guebhard —. Zinsl. 15 ¾. Belg. 99 . Wien, 18. Februar.
A8 95219. Bauk-Actien 1319.
Span. 5½ 46 ¼. 58 Met. 101 ½. 1834 583 .
———
Neue Anleihe v.
Meteorologische Beobachtung. dgens8 itt. Abends Nach einmaliger vcens Nrchaat eigr. ¹. Beobachtung.
331,7 3“ „Par. 333, 3 4 Par. 334, 6 5 „Par. Quellwärme 1/09 R. . S,s R.—t. 17,0R. Flußwärme 1,5 ° R. — 0,9 ° R. 0,1 °R.ℳ 0/2 °R. 83 pCt. 71 pCt. 84 pCt. Bodenwärme 2,1 °R. Ausdünst. 0,03 5 Rh.
bezogen. bezogen. regnig.
Wolkenzug — W. — Niederschlag 0,0 18⸗Rh. Am 2sen waren die Anzeigen: 329,2 57. 327,3 8 7. 330,2801
+ 1,5 °. +† / 0. + 1,5 0. — + 0,7°. + 0,32. — 1,35. — 93.
71. 79. — regnig. Regen. truͤbe. — SW. SW. SW. SW.
1835. 22. Februar
Luftdruck.. Luftwaͤrme Thaupunkt Dunstsaͤttg. Wetter.
Koͤnigliche Schauspiele.
Dienstag, 24. Febr. Im Schauspielhause: Der Bettler, Drama in 1 Akt, von EC. Raupach. Hierauf: Die Schleich⸗ haͤndler, Possenspiel in 4 Abth., von E. Raupach. .
Zu dieser Vorstellung werden Schauspielhaus⸗Billets, mit Sonnabend bezeichnet, verkauft. 8
Mittwoch. 25. Febr. Im Schauspielhause: Guten Morgen Vielliebchen, Lustspiel in 1 Akt. Hierauf: Der Geizige, Lustspiel in 5 Abth.
Donnerstag, 26. Febr. Im Schauspielhause: Die Braut von Messina, Trauerspiel in 4 Abth., von Schiller. (Madame Crelinger: Isabella. Dlle. Bertha Stich: Beatrice, als Gastrolle. Hr. Grua: Don Cesar.) 8
Zu dieser Vorstellung bleiben die bereits geloͤsten, mit Mon⸗ tag bezeichneten Schauspielhaus⸗Billets guͤltig; auch werden die dazu noch zu verkaufenden Billets zum Parterre à 15 Sgr. und zum Amphitheater à 7½ Sgr. ebenfalls mit Montag bezeich⸗ net seyn. b
27. Febr. Im Opernhause: Zum erstenmale: Ali Baba, oder: Die vierzig Raͤuber, große Oper in 5 Abth., mit Tanz, nach dem Franz. des Scribe und Melesville, von J. Chr. Gruͤnbaum. Musik von L. Cherubini.
Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen des ersten Ran⸗ ges 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc.
Die zu dieser Opern, Vorstellung eingegangenen Meldun⸗ gen um Billets sind beruͤcksichtigt worden, und koͤnnen solche im Bäller⸗Verkaufs⸗Buͤreau in Empfang genommen werden Im Schauspielhause: Franzoͤsische Vorstellung.; Koönigstaͤdtisches Theater. Dienstag, 24. Febr. Zum erstenmale wiederholt: Das Au⸗ tomaten⸗Kabinet, großes Tanz⸗Divertissement in 1 Abth., aus⸗ gefuͤhrt von der Ballet⸗Taͤnzer⸗Gesellschaft des Herrn Cassel. 1) Pas de deux comique, ausgefuͤhrt von Hrn. Adolphe und Zlle. Perolme. 2) Pas de deux, ausgefuͤhrt von Hrn. und Mad Purtzpichler. 3) La Polichinelle, ausgefuͤhrt von Hrn. Carelle. ¹) Pas de deux cosaque, ausgefuͤhrt von Herrn Eckner und Dlle. Peroline. 5) La Mazuarka, ausgefuͤhrt von Fiben und Mad. Hurtzpichler. 6) Großer Stelzentanz, ausgefuͤhrt von Herrn Carelle. Vorher: Die Reise abp gemeinschaftliche Kosten, Posse
in 5 Akten, von L. Angely.
Mittwoch, 25. Febr. Endlich hat er es doch gut gemacht! Lustspiel in 3 Akten, von Albini. Hierauf: 1) Pas de deux, aus⸗ geführt von Herrn und Madame Purtzpichter. 2) Ungarischer National Tanz, ausgefuͤhrt von den Herren Eckner und Carelle.
Donnerstag, 26. Febr. Zum erstenmale: Fausta, Oper in 2 Akten, nach dem Italiänischen. Musik von Donizetti. Die neuen Decorationen sind von Herrn Antonio Sacchetti gemalt.
7
Neueste Nachrichten.
Paris, 17. Febr. Gestern ertheilte der Koͤnig dem Mar⸗ schall Gérard eine Audienz und arbeitete mit den Ministern des Handels, des Krieges, des Innern und der auswaͤrtigen An⸗ gelegenheiten.
In der Pairs⸗Kammer, die heute unter dem Vor⸗ sitze oes Vice⸗Präsidenten, Herzogs von Broglie, wieder ine öffentliche Sitzung hielt, erfolgte zunaͤchst die monat⸗ Erneuerung der Buͤreaus, worauf die Berathungen
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27
uͤber den Gesetz⸗Entwurf wegen der Zoͤglinge in den Militair⸗ Schulen, der in der letzten Sitzung noch einmal an die betref⸗ fende Kommission verwiesen worden war, wieder aufgenommen wurden. Der Marquis von Laplace verlas im Namen des Generals Mathieu⸗Dumas das Gutachten der Kommission, das dahin ausfiel, daß letztere bei ihrem urspruͤnglichen Berichte be⸗ harrte, und somit den Antrag des Generals Ambrugeac, daß man dem Gesetze seinen transitorischen Charakter nehme und ihm einen permanenten gebe, verwarf, zugleich aber auch fuͤr die Streichung des von der Deputirten⸗Kammer hinzugefuͤgten Pa⸗ ragraphen stimmte, wonach die Zoͤglinge der Militair⸗Schulen zwar als Seconde⸗Lieutenants in die Armee eintreten, jedoch ihre Dienstjahre erst von dem Tage an zaͤhlen sollten, wo sie wirklich den Dienst im Regimente versaͤhen. Der Herzog von Bassano verlangte jetzt, um beide Theile zu ver⸗ einigen, daß man das vorliegende Gesetz mindestens auf 2 Jahre ausdehne und mithin darin sage, daß diejenigen Zoͤglinge der Militair⸗Schule zu St. Cyr und der polytechnischen Schule, die in den Jahren 1834 und 1835 ihr Examen resp. bestanden haͤtten oder noch bestehen wuͤrden, zu Seconde⸗Lieutenants er⸗ nannt werden koͤnnten, gleichviel ob Vakanzen vorhanden waͤren oder nicht. Der General Miot, Koͤnigl. Commissair, erklaͤrte sich mit diesem Antrage einverstanden. Der Graf von Fla⸗ hault dagegen stimmte fuͤr die unveraͤnderte Annahme des Ge⸗ setz⸗Entwurfes, da eine Modisicirung desselben die nochmalige Vorlegung in der Deputirten⸗Kammer nothwendig machen wuͤrde und hieraus moͤglicherweise ein großer Nachtheil fuͤr die Zoͤglinge der Militair⸗Schulen entstehen koͤnnte. Ungeachtet dieser Bemer⸗ kung wurde das Amendement des Herzogs von Bassano angenommen und dagegen der oberwaͤhnte Zusatz⸗Paragraph der Deputirten⸗ Kammer, als eine Verletzung der bestehenden gesetzlichen Bestim⸗ mungen uͤber das Avancement, wonach die Dienstjahre von dem Datum des Patentes an zaͤhlen, verworfen. Der ganze Gesetz⸗ Entwurf ging alsdann mit 86 gegen 5 Stimmen durch; er muß jetzt noch einmal in die Deputirten⸗Kammer wandern. Den Rest der Sitzung fuͤllten verschiedene Bittschriften⸗Berichte.
Die Deputirten⸗Kammer beschaͤftigte sich in ihrer heu⸗ tigen Sitzung, in welcher der Vice⸗Praͤsident, Herr Pelet, den Vorsitz fuͤhrte, hauptsaͤchlich mit der Wahl der Mitglieder der Kommission zur Pruͤfung der Tabacks⸗Angelegenheit. Waͤhrend die Skrutatoren die Stünmzettel aufrollten und den Inhalt der⸗ selben verzeichneten, berichtete Herr Sapey uͤber die im Depar⸗ tement des Allier erfolgte Wahl des Herrn Humblot⸗Conté zum Deputirten. Letzterer wurde ohne Weiteres zum Mitgliede der Kammer proklamirt. Das Resultat der gedachten Abstimmung war bei dem Abgange der Post noch nicht bekannt.
Gestern hatte der Fuͤrst Galitzin, außerordentlicher Gesand⸗ ter des Kaisers von Rußland, eine lange Konferenz mit dem Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten.
Es heißt, der Posten eines Russischen Botschafters in Paris sey dem Grafen Tschernitscheff, dem gegenwaͤrtigen Kriegs⸗Mi⸗ nister, bestimmt, und dieser wuͤrde noͤchsten Juni nach Paris kommen.
Die Unterhandlungen in Bezug auf die Angelegenheiten der Schweiz werden hier mit vieler Thaͤtigkeit fortgesetzt. Graf Appony hat noch gestern Abend eine Konferenz mit Herrn von Rigny und dem Grafen St. Aulaire gehabt. Es heißt, daß sich das Franzoͤsische Ministerium uͤber die Veroͤffentlichung der an das Kabinet der Tuilerieen gerichteten Note in der Augsburger Zeitung beschwert hat. Wie dem auch sey, Hr. von Rigny soll dem Herrn von Rumigny neue Instructionen zugeschickt haben, damit dieser Diplomat den neuen Vorort Bern von der Noth⸗ wendigkeit zu uͤberzeugen suche, den Maͤchten nachzugeben.
Das Ministerium läßt nun durch seine Blaͤtter in den De⸗ partements das Geruͤcht uͤber eine baldige Raͤumung Ankona's durch die Franzoͤsischen Truppen widerlegen. Dessenungeachtet behauptet auch der Temps jetzt, daß Unterhandlungen wegen der Raͤumung Ankona's im Gange seyen.
Nach den neuesten Nachrichten aus Amiens ist die Ruhe in dieser Stadt wieder voͤllig hergestellt.
Aus Toulon wird vom 11ten d. geschrieben: „Die Ab⸗ fahrt der Flotte nach den Hyerischen Inseln ist verschoben wor⸗ den, weil die Schiffe, aus denen sie besteht, dazu bestimmt wor⸗ den sind, zwei Regimenter, das 62ͤte und 63ste, zum Ersatze zweier anderer, die nach Frankreich zuruͤckkehren sollen, nach Ai⸗ gier zu bringen. In diesem Augenblicke werden viele Fahrzeuge im Arsenal ausgebessert. Die meisten sind zur Befoͤrderung der Korrespondenz zwischen Frankreich und Afrika bestimmt.“
Der National versichert, die noͤthigen Anweisungen zur Zahlung der zwei Millionen, die Spanien an die Franzoͤsische Regierung schuldet, seyen heute in Paris eingetroffen.
Im Moniteur liest man folgende Nachrichten aus Spa⸗ nien: „Eine telegraphische Depesche aus Bayonne vom 13ten d. meldet, daß am 10ten Zumalacarreguy mit drei Bataillonen vor Ziga angekommen war. Am 12ten trafen zwei Divisionen der Christinos auf diesem Punkte ein, die eine von Enguy, die
Die heute
gegangen.
† aktive und
in der Freiheit
Alle
“
Marsche sind,
betrieben. — Heute
Span. 44 ⅞. 15 ½.
102. 101 ½.
Anl. 97 ⅛. G. Loose 71¼. 71 ½. 26 †½. 25 ¼.
andere von Lanz befehligt. malacarreguy mit allen seinen Truppen nach San⸗ Estevan ruͤck. Ziga und Elisondo sind ohne Schwerdtstreich Der Messager bemerkt hierzu: „In dem zweiten ser Depesche muß ein Irrthum obwalten. nen der Christinos koͤnnen wohl uͤber Enguy und uͤber Lan, gekommen, aber nicht von Chefs kommandirt seyn, Namen fuͤhren, denn solche giebt es nicht. wolle, diese Depesche widerlegt wenigstens das Geruͤcht, welt man noch gestern Abend zu verbreiten suchte, daß eingeschlossenen Christinos zu kapituliren gewuͤnscht haͤtten,
ter enthalten nicht die geringste wichtige Nachricht surgirten Provinzen. Es sind Nachrichten aus Madrid vom 10ten d. hier 1 Die Kommisston in Betreff ihren Bericht beendigt und auf eine
daß die Truppen, die zur Verstaͤrkung der
cour. 109. 20. con 5proc. Neap. pr. compt. 96. 60. Zproc. 28.
Neue Span. Anl. —. Frankfurt a. M., 20. Febr.
4proc. 95 ½. 95 ⅞. G. Bank⸗Acti 100 Gulden 214 ½. Br.
Bei. ihrer Annaͤherung zog sich;
deblokirt word
b Punkt Die beiden 8
welche
Dem sey wie
die in 3
von der Spanischen Graͤnze eingetroffenen 8' aus den
der inneren Schuld! Thetlung dieser Schuh.
passive Schuld angetragen. In der letzten h
zung der Prokuradoren⸗Kammer ist eine Adresse an Ihre jestaͤt verlesen worden, um sie zu ersuchen, die fruͤher vei Adresse uͤber die Fundamental⸗Rechte der Spahischen Bih doch zu beruͤcksichtigen. In diesem neuen Aktenstuͤcke finden folgende Paragraphen: „Die Prokuradoren, Senora, sehen Zeitpunkt nahen, wo ihre Arbeiten suspendirt werden. So b die Deputirten versammelt find, sindet die Nation, obgleich ler wichtiger Garantieen beraubt, doch eine unermeßliche Sin
und Oeffentlichkeit unserer Berathungen. Ann
welche Huͤlfe bleibt, wenn die Nation, nachdem die Pforien e legislativen Heiligthums geschlossen worden sind, kein üür mehr besitzt, die Beschwerden hoͤren zu lassen, die das dnß men der Regierenden bei ihr erwecken koͤnnte? In dem snt ten Wunsche, Senora, Ihrer Regierung Verwirrung ren, haben sich die Prokuradoren bis heute enthalten, gen den Gegenstand des vorliegenden, ehrerbietigen Begehrue erinnern. Allein jetzt, wo sie bald in ihre Provinzen ren werden, muͤssen sie daran denken, daß sie Mandat zu erstatten haben. B mens koͤnnte, ihrer Ansicht nach, triftiger seyn, als der, di die Wohlfahrt und das politische Gluͤck ihrer Kommittentan! durch gesichert haͤtten, daß sie die Anerkennung der Fundm tal⸗Rechte bewirkten, von denen zugleich eine wohlgeregeltes⸗ heit, der innere Frieden und das Gedeihen der Nation ai
zu (ghe.
vinzen zuritte Bericht ubn Kein Beweis ihres guten Fm
Maßregeln sind, wie es heißt, dahin get Nord⸗Armee auff
zwischen dem 20sten und 25sten d. bei B.
versammelt seyn werden. General Mina ist hereit, einen scheidenden Schlag zu thun. Der interimistische Kriegs⸗Mm hat alles Noͤthige angeordnet, um zu der zu bildenden Reserve⸗] 2000 Pferde stoßen zu lassen. — Nach dem Madrider Ec⸗ Comercio vom 9. d. wuͤrde in kurzem ein Dekret uͤbe Unterdruͤckung der Jesuiten erscheinen. ruhigt die, welche Besore
gen Englischen Ministeriums hegen, da dasselbe, weit davon! fernt, den natuͤrlichen Gang der Angelegenheiten hemmu koͤnnen, von dem Strom der oͤffentlichen Meinung werden wuͤrde. — Die Uaterhandlungen uͤber die Wiederhm lung freundschaftlicher Verhaͤltnisse mit den Freistaaten Amerika's werden, wie man allgemein behauptet, wieder
Der Observador esorgnisse wegen der Gesinnungen des
fortgeg
schloß 5proc. Rente pr. compt. 109. 10.
3proc. pr. compt. 79. 50. fin conr. 7906 sin cour. 96. 70. h. Cortes 43 ½. Ausg. Span. C 2 ½proc. Holl. 57. —.
Oesterr. 5proc. M. 2 ½proc. 56 ½ G. 1proc.) en 1593. 1591. Part.⸗Obl. 139 ¼. 139 ½ Lvose Preuß. Praͤm.⸗Sch. 64 ½ 64. do. 49 Holl. 5proc. Obl. von 1832 99 1%. 99 ⁄. h.
5proc. Span. Rente 44 ½. 43 ¼. Zproc. do. )n
Redacteur Cottel.
—-q
Bekanntmachungen.
Allgemeiner Anzeiger fuͤr
franzoͤsisch, ist uͤberhaupt ein durchaus Mensch von vieler aͤußern Weltbildung.
gewandter
Literarische Anzeigen.
Erschienen ist so eben und an alle Buchhandlun-
Der unten signalisirte Judendursche Meyer Roth⸗ schild v. Roͤdelheim hat sich mehrerer. hoͤchst bedeu render Betrugereien und einer Faͤlschung dringend
verdaͤchtig gemacht, weshalb eine peinliche Unter⸗ suchung dahier wider ihn eingeleitet worden ist Alle Gerichts⸗ und Polizei⸗Behoͤrden werden ersucht, auf diesen der öffentlichen Sicherheit im hoͤchsten Grad gefähelichen Menschen, der sich unter verschiedenen zamen, bald als Meyer Langheim, Meyer Stiebel, auch als Charles Bernard in der Welt herumtreibt, im In⸗ und Auslande seine Gau⸗ nerstreiche veruͤbt und ganz allein davon zu leben scheint, zu fahnden, ihn im Betretungsfall zu verhaften und wohl verwahrt — da es ihm fruͤher schon gelungen ist, seiner Haft zu entspringen — an die unterzeich⸗ mete Gerichtsstelle abzuliefern.
Rödelheim, den 15. Febr. 1833. “ Großy. Hessisches Graͤflich⸗Solmsisches Landgericht.
Dr. Buff, Landrichter.
Signalement des Meyer Rothschild von
Roͤdelheim.
Alter; 33 Jahre; Groͤße: 5 Schuh 4 Zoll; Sta⸗ tur schlenk; Haare: schwarz und kraus; Stirne: hoch; Rugenbraunen: schwarz; Augen: braun; Nase spitz; Gesichtsform: oval. Er spricht gut deutsch, gelaͤnfig
Die Erben des
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Naͤhere Auskunft ertheilen auf frankirte der Bevollmaͤchtigte, Gutsbesitzer Graudenz, Marienwerder Vorstadt, Vund der Kaufmann Herr
gen versaudt. in Berlia an C. F. Plahn (Jäger- stralse No. 37.): Journal] für praktische Chemie. Heraus- gegeben von O. L. Erdmann und F. W. Schaveigger-Seidel. 3ten Bandes 28 u. 38 Helt. 1834. No. 18 n. 19. gr. Svo. geh. Inhalt von No. 18: Zar Feuerungskunde. I. v. Pritiwitz, der Sparolen ohne Klappe. II. Hartmann, Notizen über den Betrich 88 ei- nen Hohofens zu Rothehülte am llarz mit arbitzter Gehlaselaft. — Mittheilungen vermischten Inhalts. 8 Inhalt von No. 19: Pflanze nphysiologie und Almosphärologic. I. Lampadius. Versuche mit mineralischen Düngmitteln, angestellt im Jahre 1834. — II. Saussure, über die Veründerungen, welche die Luft durch das Keimen und durch die Gährung erleidet. — III. Boussingauslt, über die- Zusammensetzung der Atmosphäre, die Möglichkeit die Existenz von Miasmen darin nachzuweisen, und über das Vorhandenseyn eines wasserstoffhaltigen Peincips in der Luft. — Mitth eilungen ver- mischten Inhalts. 1 Fr. Schultz in Leipzig, den 5. December 1834. Amtsstratzen Ecke, 8 Joh. Ambr. August Hoepfner in 11
zu Marienburg verstorbenen Apo⸗
Vorraͤthen aus freier Hand
—
1835
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deponiren: einem sichern Kaͤufer guͤnstige Lage Marienburgs zwi⸗ einen Anfragen:
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panze Sitzung hinging.
Ouvergier de
2te Auflage. )
8
““
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Se. Koͤnigl. Majestaͤt haben den bei der General⸗Kommis⸗ son zu Stendal und in letzterer Zeit bei dem Ministerium des unern fuͤr Gewerbe⸗Angelegenheiten beschaͤftigten Kammerge⸗ achts⸗Assessor Schultze zum Regierungs⸗Rath und Zustitia⸗ rius bei der ekslhen zu Stargard Allergnaͤdigst zu
en geruht. önhdes Köͤnigs Majestaͤt haben geruht, den Polizei⸗Inspektor Dunker hierselbst zum Polizei⸗Rath zu ernennen und das des⸗ fallge Patent Allerhoͤchstselbst zu vollziehen.
—
Abgereist: Se. Durchl. der Fuͤrst Anton Sulkowski, nach S Reisen.
2 LW
1“
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I“ . 8
Zeitungs⸗Nachrichten.
BFBrankreich. F“
Paris, 18. Febr. Der Graf von Medem, Russischer Geschaͤftstraͤger bei der hiesigen Regierung, ist gestern Abend in Daris angekommen, und hat bereits heute Morgen eine Konfe⸗ enz mit dem Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten gehabt.
Die in der gestrigen Sitzung der Deputirten⸗Kam⸗ ner vorgenommene Abstimmung Behufs der Wahl der neun Mitglieder der Tabacks⸗Kommission ergab 331 anwesende Depu⸗ irte. Die absolute Majoritaͤt von 166 Stimmen erhielten in⸗ deß bloß 3, naͤmlich Herr Vivien 174, Herr Dupin der Aeltere 70 und Herr Passy gerade 166 Stimmen. Es mußte daher u einer zweiten Abstimmung geschritten werden, woruͤber die Jetzt waren nur noch 326 Deputirte in Saale (absolute Majoritaͤt 164), und es erhielten Hr. Wustem⸗ herg 240, Hr. Ganneron 237, Hr. Martin vom Nord⸗Depart. der Urheber der Proposition) 196 und Hr. Koͤchlin 194 Stim⸗ nen. — Da die naͤchstfolgenden 4 Deputirten nicht die erforderliche Diimmenzahl hatten, so mußte in der heutigen Sitzung unter hnen ballotirt werden. Von den anwesenden 340 Mitgliedern er⸗ hiettn jetzt die meisten Stimmen der Graf von Mosbourg (237) nd Herr Desjobert (170). Die beiden anderen Deputirten, die bei diesem Ballotement durchfielen, waren die Herren Hauranne und Dufaure. Hiernach besteht die Tabacks⸗Kommission aus folgenden 9 Mitgliedern: den Her⸗ en Vivien, Dupin, Passop, Wustemberg, Ganneron, Martin, Koͤchlin, von Mosbourg und Desjobert. — An der Tagesordnung war jetzt die Abstattung mehrerer Be⸗
richte uͤber Gesetz⸗Entwuͤrfe von oͤrtlichem Interesse, worauf die Debatte uͤber die Modificirung des Handels⸗Gesetzbuches in Be⸗
ug auf die Bankerotte wieder aufgenommen wurde.
Der Constitutionnel sagt: „Man versichert, daß die nit der Pruͤfung des Gesetz⸗Entwurfes uͤber die Nord⸗Ameri⸗ tanische Schuldforderung beauftragte Kommission sich nicht mehr dasemmle, und daß sie dem Ministerium erklaͤrt habe, sie werde ict eher wieder zusammentreten, als bis ihr die Papiere zu⸗ gestelt worden, deren Verzeichniß sie dem Ministerium der aus⸗ wärtigen Angelegenheiten uͤbergeben habe. Auf die Einwendun⸗ gen, die man ihr gemacht, daß das Abschreiben der verlangten wsuminoͤsen Aktenstuͤcke sehr viel Zeit erfordern wuͤrde, soll die Lummission geantwortet haben, daß, je mehr sich der Minister leele, den ihm gestellten billigen Forderungen zu genuͤgen, desto mehr wuͤrde er die Schwierigkeiten abkuͤrzen, uͤber die er sich zu beklagen scheine. Endlich soll die Kommission noch hinzugefuͤgt saben, daß es ihr unmoͤglich sey, sich mit irgend einer vorberei⸗
enden Arbeit zu beschaͤftigen, bevor sie nicht alle jene Aktenstuͤcke, anmweder im Original oder in gehoͤrig beglaubigter Abschrift, ein⸗ gesehen habe.
Nach diesem Beschlusse ist zu vermuthen, daß Har von Rigny nicht von neuem die Reonerbuͤhne besteigen wied, um die Kommission zur Beeilung ihrer Arbeit aufzufor⸗ dem Alles haͤngt jetzt von ihm ab.“
herr J. Laffitte hatte vor etwa 8 Tagen ein Schreiben in Bezug auf seine Verhaͤltnisse zue Bank in den „Messager“ ein⸗ wlcen lassen, von wo dasselbe in mehrere andere hiesige Vlaͤtter (auch in die Nr. 51 der Staats⸗Ztg) uͤbergegangen war. Zur Widerlegung desselben hat jetzt der Secretair der Bank, Herr Parat, an Herrn Laffitte direkt eine Note erlassen, die heute has Journal des Débats mittheilt, und worin es im We⸗ sentlichen heißt: „Da man nach dem Schreiben des Herrn Laf⸗ tie glauben koͤnnte, daß die Bank die ihr angebotenen Zahlun⸗ gen sarüͤckweise und somit das Interesse der Actionnairs ver⸗ nachläͤssige, so erklaͤre ich hiermit: 1) daß es mindestens seltsam daß Herr Laffitte behauptet, die 1 Million von seiner Kom⸗ mnandite koͤnne die Bank, wenn sie sonst wolle, sofort erheben, bährend er doch mit derselben Kommandite in diesem Augenblicke noch im Prozesse liegt; 2) daß die Bank niemals eine Anwei⸗ ung auf disponible Zproc. Rente von der Hand gewiesen hat, aß dieses sich aber von den angebotenen 20,000 Fr. Rente, die Hr. üffitte auf 530,000 Fr. Kapital berechnet, nicht sagen laͤßt, da siche keinesweges disponibel, sondern der Betrag einer Caution Lieferungen an das Invalidenhaus sind, woruͤber der Kon⸗ akt noch fuͤnf Jahre dauert; 3) daß dasselbe von einer Vor⸗ quß⸗Summe von 400,000 Fr. gilt, die ebenfalls erst nach Ab⸗ euf senes Kontrakts realisirt werden kann; 4) daß die Bank
ns Anweisung von 520,000 Fr. auf den Verkaufs⸗Ertrag von Grundstuͤcken keinesweges zuruͤckgewiesen hat, daß diese Grund⸗
cee aber noch nicht wirklich verkauft sind, auch zu besorgen ¹, daß sie die gedachte Summe nicht eintragen werden; daß bie Bank stets bereit gewesen ist, gute Wechsel anzuneh⸗ in, und daß sie daher nicht begreifen kann, weshalb Herr 9 ihr die aufgefuͤhrten 329,000 Fr. in den besten Wech⸗ n nicht zahlt; indem ihr bisher uͤberhaupt nur 160,000 Fran⸗
Berlin, Mittwoch den 25sten Februar
U
ken in Wechseln angeboten worden sind, naͤmlich 110,000 Fran⸗ ken auf eine Nachlassenschaft in Belgien, die jetzt nicht erhoben werden kann, und zwei Jahre, von den angebotenen Hypotheken 400,000 Fr. nur auf einem Theile des Laffitteschen Hotels und 500,000 Fr. nur auf einem Theile der Domaine Maisons haften; 7) daß die uͤbrigen Hypotheken, die Herr Laffitte resp auf 1,598,000 Fr. und auf 1,046,000 Fr. angiebt, so uͤbertrieben veranschlagt werden, daß die Bank ein solches Resultat nimmermehr erwarten kann; 8) daß, nach der Weigerung der Kommandite, die erste Million zu zahlen, die Zahlung der in Ansatz gebrachten zweiten wohl zu bezweifeln seyn moͤchte; 9) daß die Civil⸗Liste sich allerdings bereit erklaͤrt hat, an die Bank zu zahlen, jedoch unter der Bedingung, daß der Hauptschuldner und die Kommandite den Rest der Forderung der Bank decken, was bis jetzt noch nicht geschehen ist; endlich 10) daß andererseits diese Forderung an sich nicht 6,420,000 Fr. an Ka⸗ pital und Zinsen, sondern 7,3990,000 Fr. betraͤgt. — Aus diesem Allen ergiebt sich, daß das Schreiben des Herrn Laffitte sein Verhaͤltniß zur Bank in einem falschen Lichte darstellt, und daß die oͤffentliche Meinung dadurch irre gefuͤhrt wird. Die Bank hat sich nie geweigert, von Herrn Laffitte Abschlags⸗Zahlungen anzunehmen, und sie fordert ihn daher hiermit ausdruͤcklich auf, ihr binnen 3 Tagen alle die Summen zu zahlen, uͤber die er disponiren kann, und woruͤber ihm eine vollguͤltige Auittung ausgestellt werden soll. Zugleich protestire ich gegen alle uͤbrigen Bmssnein Angaben, die in dem gedachten Schreiben enthal⸗ ten sind.
Im Journal de Nivernais liest man: „Am vergan⸗ genen Donnerstag Morgen, als man erfuhr, daß der Praͤfekt der Nièvre mit 2 Schwadronen Husaren nach Clamecy aufgebrochen sey, wo, wie man sagte, ernste Unruhen ausgebrochen waͤren, uͤber⸗ ließ sich in Nevers Jedermann den traurigsten Vermuthungen. Man versicherte, daß die Floͤßholz⸗Arbeiter, erbittert uͤber die verzoͤgerte Auszahlung ihres Arbeitslohnes, sich empoͤrt und mehrere Holz⸗ Niederlagen in Brand gesteckt haͤtten. Gluͤcklicherweise sind die Ereignisse, welche sich in Clamecy zugetragen haben, weniger be⸗ deutend, wenn auch noch immer traurig genug. Die Arbeiter haben sich in der That zusammengerottet, aber ohne Excesse zu begehen, sondern bloß um Aebeit zu verlangen. Die ersten Zu⸗ sammenrottungen fanden am 10. Febr. um 6 Uhr Abends in der Gemeinde Armes, nahe bei Clamecy, statt; am 12ten um 11 Uhr Morgens war die Ruhe wieder hergestellt.“
Der Doktor Hahnemann, der beruͤhmte Erfinder der ho⸗ moͤopathischen Heilkunde, wird in einigen Tagen mit seiner jungen Frau, deren Aeltern hier wohnen, in Paris erwartet.
Der Moniteur enthaͤlt folgende Nachrichten aus Spanien: „Am 14ten ist Mina in Person an der Spitze von 2 Brigaden zu Elisondo angekommen. Er hat 2 Divisionen in Lanz und Lizazo zuruͤckgelassen. Die Karlisten haben sich uͤber Donna Maria nach dem Thale von Ulzama zuruͤckgezogen.“
Zu den vielen Geruͤchten, womit man sich an der heutigen Boͤrse herumtrug, gehoͤrt auch das, daß der Spanische General Lorenzo, nachdem er Elisondo und Ziga entsetzt, den Karlisten⸗ Chef Zumalacarreguy bis nach der Borunda verfolgt habe, worauf dieser sich ploͤtzlich umgewandt, und seinerseits die Chri⸗ stinos angegriffen und in die Flucht geschlagen habe. Am fol⸗ genden Tage (14.) soll ein zweites Gefecht zu Gunsten der Kar⸗ listen stattgefunden haben, so daß Lorenzo an beiden Tagen einen Verlust von 1200 Mann an Todten, Verwundeten und Gefan⸗ genen gehabt haͤtte. Da nach der obigen Meldung des „Mo⸗ niteur“”“ Mina am 14. mit zwei Brigaden in Elisondo war, so moͤchten jene Geruͤchte wohl aus der Luft gegriffen seyn.
Die Sentinelle des Pyrenées enthalt noch folgende aͤltere Mittheilungen aus Zugarramurdi vom 9ten d.: „Heute Nachmittag um 6 Uhr war die Kolonne des Obersten Geana noch durch das Zte Bataillon von Guipuzcoa und durch das 5., 7., 8. und 9te Bataillon von Navarra in dem Dorfe Ziga blokirt. Die Karlisten haben zwei Haubitzen und eine Menge Munition herangebracht, um die Haͤuser, in denen sich die Chri⸗ stinos verschanzt haben, in Brand zu stecken. Die Karlisten ha⸗ ben die Kolonne Ocanias aufgefordert, sich zu ergeben; aber nach der Aussage zweier Deserteure wollen die Truppen der Koͤnigin nicht darauf eingehen, weil sie hoffen, im Laufe des morgenden Tages durch Truppen aus Pampelona entsetzt zu werden. (Daß dieser Entsatz wirklich stattgefunden hat, ist bereits bekannt.) Die Division unter den Befehlen Zumalacarreguy's hat gestern eine Kolonne von 2500 Mann, welche aus Pampelona ausge⸗ ruͤckt war, um den Truppen Ocana's zu Huͤlfe zu kommen, mit Verlust zuruͤckgetrieben.“
Die Gazette de France berichtet: „Wir erfahren, daß der Englische Capitain des Dampfschiffes „la Reyna Gober⸗ nadora“, welches die Goelette „Isabella“, auf der sich 27 Offi⸗ ziere befanden, gekapert hat, gegen den von dem Spanischen Mi⸗ nisterium erlassenen Befehl, diese Gefangenen zu erschießen, feier⸗ lich protestirt, und daß der Kommandant von Santander sich ge⸗ weigert hat, einen so barbarischen Befehl auszufuͤhren. Die Aeltern einiger jener Schlachtopfer befinden sich in Madrid, und die Mutter eines derselben ist Ehrendame bei der Koͤnigin Chri⸗ stine. Sie haben dem Englischen Botschafter eine Protestation uͤberreicht, und erklaͤrt, daß sie ihre Kinder unter den Schutz der Englischen Regierung stellten.“
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Großbritanien und Irland.
“ B1“ London, 18. Febr. Ihre Majestaͤten trafen gestern Nach⸗ mittag aus Brighton hier ein; die Landgraͤfin von Hessen⸗ Homburg folgte kurz darauf und stieg in der Wohnung des Her⸗ zogs von Cumberland ab, wo sie bald nach ihrer Ankunft einen Besuch vom Herzoge von Sussex empfing. Auch der Prinz Georg von Cambridge kam von Brighton hier an. Er und die Landgraͤfin speisten Abends bei Ihren Majestaͤten. Der Spanische Gesandte und Viscount Castlereagh hatten
noch — 50,000 Fr. in Wechseln auf die durchaus keine Buͤrgschaft darbieten; 6) daß
fuͤr Rechnung des Herrn Laffitte 1,200,000 Fr.
gestern Unterredungen mit dem Herzoge von Wellington im aus⸗ waͤrtigen Amte.
Der neue Franzoͤsische Botschafter am hiesigen Hofe, Gene⸗ ral⸗Lieutenant Graf Sebastiani, langte gestern in Begleitung des Requetenmeisters Herrn von Bourquenay, der schon vor eini⸗ gen Jahren einmal bei der Franzoͤsischen Gesandtschaft in Lon⸗ don angestellt war und jetzt den Posten des Herrn von Bacourt, als erster Gesandschafts⸗Secretair, einnehmen soll, von Dover hier an und begab sich sogleich nach dem auswaͤrtigen Amte, wo er eine Unterredung mit dem Herzoge von Wellington hatte. Abends speiste er bei dem Grafen von Tankerville. Der Oester⸗ reichische Botschafter, Fuͤrst Esterhazy, ist ebenfalls gestern in der Hauptstadt eingetroffen; er besuchte bald nach seiner Ankunft den Herzog von Wellington und die Kabinets⸗Minister.
Die Hof⸗Zeitung enthaͤlt die Anzeige, daß das sogenannte gemalte Zimmer provisorisch zu den Sitzungen des Oberhauses und der Billigkeits Gerichtshof zu denen des Unterhauses einge⸗ richtet worden.
Die heutige Times sagt: „Es ist in den letzten sechs Wochen zur Lieblings⸗Maxime geworden, daß der Sprecher die⸗ selben politischen Ansichten haben muͤsse, wie die Majoritaͤt des Unterhauses. Gut. Angenommen aber, es waͤre unmoͤglich, eine Majoritaͤt des Unterhauses herauszubringen, die, wir wollen nicht sagen in allen Dingen einerlei Meinung haͤtte, denn so etwas zu verlangen waͤre albern, sondern nur eine solche, die wenigstens uͤber die von einer betraͤchtlichen Minoritaͤt des ganzen Parla⸗ ments bestrittene Angemessenheit oder Nothwendigkeit zweier oder dreier besonderer Maßregeln einig waͤre, was wuͤrde in die⸗ sem Fall die gesunde Vernunft vorschreiben? Eine herrschende Kirche muß, so sagen die Feinde derselben, wenn sich ihre Lehr⸗ und Zucht mit der Sicherheit eines politischen Staats vertragen soll, die Kirche der Majoritaͤt des Volkes seyn. Wie aber, wenn, wie einige wirre Rechenkuͤnstler unter den Dissenters uns versichern, die Kirche von England zum Beispiel nicht die Kirche der absoluten Masoritaͤt der Nation waͤre, soll man sie deshalb umstuͤrzen lassen und gar keine herrschende Kirche haben? Dies moͤchten wir doch nicht zugeben; denn gesetzt auch, was wir jedoch nicht ein raͤumen, die Behauptung dieser Dissenters, daß die Mitglieder der Anglikanischen Kirche nicht die numerische Majoritaͤt der ganzen Bevoͤlkerung ausmachten, so koͤmmt doch dem aufge⸗ stellten Grundsatz zweifelsohne diejenige bestehende Kirche am naͤchsten, zu deren Lehren sich die zahlreichste unter den einzelnen christlichen Sekten des Landes bekennt, und das ist offenbar in diesem Lande die Anglikanische. Eben so verhatt es sich mit dem Sprecher des Unterhauses. Dieser soll, sas⸗ man, die Majoritat des Hauses repraͤsentiren. Von welcher ein⸗
elnen politischen Sekte oder Partei kann man aber behaupten, daß e eine entschiedene Majoritaͤt des Unterhauses bilde? Buchstaͤblich genommen von keiner. Oder will man etwa Hrn. Spring Rice und Lord Ebrington, die mit gutem Grund fuͤr die Organe der achtbar⸗ sten Klasse unter den Whigs gelten koͤnnen, zu derselben Partei rechnen, wie die Herren Hume, O'Connell und deren Anhaͤnger, die mit den beiden Erstgenannten kaum einen einzigen Grundsa gemein haben, kaum in einer einzigen Maßregel uͤbereinstim men? Es war keine Einigkeit, wir wiederholen es, noch viel weniger Identitaͤt in den politischen Plaͤnen des Whigs⸗Min steriums und der destruktiven Opposition waͤhrend der letzten Jahre. Das Ministerium wurde durch die barbarische Ver wirrung unter seinen sogenannten Freunden, den Radikalen heute hierhin geschleppt, morgen nach der entgegengesetzten Rich tung hin getrieben und immerfort entweder in seiner Ruhe ge⸗ stoͤrt oder in seinen Bewegungen gehemmt. Und was koͤnnte also dazu berechtigen, diese beiden Koͤrper als eine einzige Partei oder Macht zu bezeichnen? Sprechen nicht alle Gruͤnde, aus welchen in solchen Fällen ein Urtheil zu sammengestellt werden kann, dafuͤr, die Whigs und Radikaie abgesondert, ja in Betreff ihrer Grundsaͤtze noch weiter von cin ander zu klassisiziren, als selbst die Konservativen und die alten Whigs, die uns seit der Annahme der Reform⸗Bill bei weiten. mehr durch alte Vorurtheile und persoͤnliche Nebenbuhlereien als durch eine auffallende Verschiedenheit ihrer politischen An sichten, getrennt zu seyn scheinen? Wenn also auch die Whig und Radikalen und Alles, was sich daran haͤngt, zusammengen nommen eine bedeutende Majoritaͤt des Unterhauses bilden und vielleicht um eines besonderen Zwecks willen einmal 24 Stur⸗ den lang ihren tiefgewurzelten Zwiespalt begraben und sich b. der Abstimmung uͤber eine einzelne Frage vereinigen, so kann doch unmoͤglich ein Sprecher der Repraͤsentant von ihnen allen seyn. ein Whig, wie Herr Abercromby, so wird er eben so wenig auf der Seite der Radikalen seyn oder mit ihnen gleich denken, als Sir C. Sutton. Ist er ein Radikaler, so wird er die Whigs sogar noch schlechter repraͤsentiren, als Sir C. Sur ton. Wiederum, wenn ein Whig, wie Herr Abercromby, zum Sprecher gewaͤhlt wird, so wird er nicht nur nicht die absolute Ma⸗ joritaͤt des Hauses, sondern gerade die kleinste und schwaͤchste der drei Parteien, aus denen diese Versammlung jetzt besteht, repraͤsentiren. Die Radikalen, welche weit zahlreicher sind, 16b die Whigs, duͤrften es vielleicht vorziehen, einen Sprecher aus ihren Reihen zu haben, etwa Joseph Hume, oder Herrn Fitz⸗ simon, oder Herrn Ruthven; aber dann wuͤrde immer auch nur wenig mehr als ein Viertel des Unterhauses repraͤsentirt seyn. Es kann also, nach der Doktrin des Tages, weder ein Whia, noch ein Radikaler fuͤglich den Sprecherstuhl einnehmen. Wir kommen nun zu den Anspruͤchen, welche die Konservativen haben, dem Unterhause seinen obersten Beamten zu liefern. Es ist wahr, daß die ministeriellen Konservativen, unter welche wir nicht Herrn Stanley, nicht Sir Francis Burdett oder aͤhn⸗ liche Maͤnner rechnen, sondern nur die regelmaͤßig organisirten und zusammengeschaarten Anhaͤnger des Ministeriums, die dem⸗ selben unbedingt ergeben sind, es ist wahr, daß diese konserva⸗ tive Phalanx nicht die Haͤlfte des ganzen Unterhauses hinweg⸗ nimmt; aber sie zaͤhlt doch uͤber 296 Mitglieder, folglich 14 über z der großen Musterrolle des Parlaments, und ihre Theile ste⸗ hen in vollkommener Harmonie mit einander und unter einem