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Bezirk mehrere falsche ¼ Thalerstuͤcke mit den Jahres, Zahlen 1764. und 1766. und den Buchstaben A. und B. vorgekommen. Der Verfertiger dieser falschen Muͤnzen ist in der Pern des Schlossermeisters Schmidt zu Leipzig bereits entdeckt und zur gerichtlichen Untersuchung und Bestrafung gezogen, daher außer den bereits im Umlaufe befindlichen Exemplaren eine weitere Verbreitung dieser Muͤnzen nicht zu befuͤrchten ist. Wir machen indessen die sämmtlichen Beamten der Haupt⸗ und Special⸗Kas⸗ sen unsers Verwaltungs, Bezirks auf die in Rede stehenden fal⸗ schen Muͤnzen Awfenes am⸗, und weisen sie zugleich an, bei der Empfangnahme von Geldern in Beziehung auf dieselben beson⸗ ders vorsichtig zu Werke zu gehen. Damit aber jene falschen Muͤnzen leicht erkannt werden koͤnnen, fuͤgen wir eine von der Köͤnigl. General⸗ ve Direction angefertigte Beschrei⸗ bung derselben hier bei: A. Auf der Hauptseite ist das Bild⸗ niß im Umrisse ganz abweichend von den auf den echten Muͤn⸗ zen sich findenden Bildnissen, obgleich diese auch unter einander ungleich sind. Namentlich tritt auf diesen falschen Stuͤcken die
Schleife hinten in den Haaren fast rechtwinklig aus den Locken
und ganz unfoͤrmlich hervor; die ebenfalls ganz unfoͤrmlich am Nacken herabhaͤngende . ist kaum als eine solche zu erkennen und geht su tief unter den Brust⸗Abschnitt herab. In der Flaͤche des Bildes ist fast gar keine Zeichnung; kaum sind das Auge, der Mund und einige Haarstriche an der Grenze an⸗
gedeutet; das Uebrige ist eine verworrene Flaͤche. Hat man diese ganz schlechte Gravirung einmal genau angesehen, so erkennt 1 B. Auf der Ruͤckseite er⸗ scheint die Zahl 6 als eine aus einer kleinen kreisrunden Flaͤche Diese Zahl hat auf den echten Stuͤcken im Innern keine solche bedeutende Kreisflaͤche, sondern oder endigt mit einem ganz kleinen
man sie sehr leicht wieder als falsch. sich entwickelnde Schneckenlinie.
läuft in einer Spitze aus 1— Knoͤpfchen. Alle andern Buchstaben sind unfoͤrmlicher und unter sich ungleicher, als auf den echten Muͤnzen. C. Auf den abge⸗ riebenen Stellen erscheint die schmutziggelbe, und bei dem Ab⸗ schaben der Uebersilberung, die frische Farbe des Messings, als des Kernmetalls dieser falschen Muͤnzen. D. An den unabge⸗
nutzten Stellen erscheinen sie, wegen ihrer Neuheit, mit einer
reinern silberweißen Oberflaͤche, als gewoͤhnlich bei den echten Stuͤcken der Fall ist. Merseburg, den 16. Februar 1835. Koͤniglich Preußische Regierung.“”“
Freitag den 27. Februar ward die Oper Ali Bab Cheru⸗ bini zum ersten⸗, und Sonntag den 1. Marz zum zweitenmale gege⸗ ben. Ueder ein Werk solchen Ümfangs und von solch einem Meister hätten wir lieber erst nach oͤsterem Hoͤren ein Urtheil ausgesprochen, und wenn wir es schon jetzt versuchen, so geschieht dies wenigstens nicht aus Anmaßung, oder um anderen Meinungen in den Weg zu treten. Cherubini, geboren 1764, ist der letzte, allein noch lebende Meister aus einer Italiaͤnischen Schule, welche in der zweiten Haͤlfte des vorigen Jahrhunderts so großen und verdienten Ruf erwarb. Zwar sind Piceini, Sacchini, Salieri, Cimarosa, Fioravanti und Andere von der Buͤhne durch eine neue, wesentlich verschiedene Ita⸗ liäͤnische Richtung verdraͤngt worden; schwerlich aber duͤrfte diese, wenn erst der Relz der Neuheit verschwunden ist, in der Geschichte der Musik den unbedingten Vorrang vor jener aͤlteren Betrachtungs⸗ und Behandlungsweise behaupten. Insbesondere zeichnete sich Che⸗ rubini immer dadurch aus, daß er in seinen Opern den Worten und der dramatischen Bearbeitung ihr Recht widerfahren ließ, und nicht beide bloß instrumentalen Einfaͤllen unterordnete. Die gluͤckliche Wahl einzelner Tepte, insbesondere des Wassertraͤgers, trug zur Ver⸗ mehrung des Erfolg⸗ nicht wenig bei. So finden wir nun auch in Ali Baba den Meister, welcher die Kunst kennt und sie zu behandeln und zu benutzen weiß. Wäahrend der Gesammt⸗Inhalt so mancher neuen Oper in einigen melodischen Säaͤtzchen besteht, und bloßer Laͤrm die sonstige Armuth
zudecken soll, finden wir hier einen Schatz von Gedanken und eine
kunstreiche Arbeit, welche zu entdecken und zu verfolgen dem Zu⸗ hoͤrer 8892 neuen Genuß gewaͤhrt. Insbesondere sind die Choͤre von großer und eigenthüͤmlicher Kraft.
Beüesem ungeheuchelten Lobe gegenuͤber, wollen wir aber nun auch ohne Scheu aussprechen, warum die Over auf uns nicht den Eindruck mancher andern vollendeten Kunstwerke gemacht hat. Zu⸗ voörderst beweiset der Tert, gleichwie so viele andere, daß es eine Taͤuschung ist zu glauven, das episch Vortreffliche lasse sich gar leicht in dramatisch Vortreffliches umgestalten oder aufloͤsen. Ariost, Cervantes, Wieland und Andere haben den Verfassern von Opern⸗ terten Stoff die Menge dargeboten, aber fast immer miß luͤckten die
anspruchsvollen Versuche, und auch diesmal ward die meisterhafte Er⸗
ablung aus 1001 Nacht in den wesentlichsten Punkten verschlech⸗ 9* Insbesondere ist vergessen, daß die Erzaͤhlung rasch uͤber eine Menge von Einzelnheiten
widerwaͤrtig erscheinen. Dasselbe gilt endlich von den Triebfedern, Zufaͤl⸗
len und Ereignissen selbst. So ist z. B. der Ali Baba weder komisch genug zur komischen, noch ernst genug zur ernsten Behandlung, son⸗ dern eigentlich ein erbaͤrmliches Subjekt, das sich in keine poetische Region erbeben läßt. Raͤuber und Galeeren⸗Sklaven stehen jetzt frei⸗
lich oft in hoͤherer Gunst als Ritter und Helden; indessen sind Raͤu⸗
1“
ber, zu deren revolutionatrer Frechheit sich psychologische gesellt, welche durch die Macht merkwuͤrdiger Verhaͤltnisse bestimmt und im Kampfe mit denselben dargestellt werden, doch ganz etwas Anderes, als Raͤuber, die da eben gar nichts thun als pluͤndern und nicht den mindesten Zusatz persoͤnlicher Kraft oder Charakteristik
Mittel seiner
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vg 59 Span. Kente 44 ¼ 437. Cons. 33 90 %. Belg. 101 ½. Bras. 83 ¾
““ im Fe nes gar durch Gesang auseinandergezogen, unklar bleiben und ermuͤden. Ferner vnnch, 18 rzaͤhlung viele Personen und Charaktere brauchbar, welche dramatisch vor Augen geruͤckt und in Handlung gesetzt, bedeutungslos, ja
Pfandbr. 98 ½. 65 Wien, 26. Februar.
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zeigen. 1
Die Liebe der beiden jungen Leute gilt uns ferner auch nur fuͤr eine, wir moͤchten sagen unqualificirte, wie sie unzaͤhlige Male in jedem Fruͤhlinge, dem Grase vergleichbar, bervorwaͤchst, aber keinen Anspruch hat, sich in einem Kunstwerke breit zu machen, Liebe und
Haß muͤssen, wenn sie im Drama und in der Oper wirken sollen,
besondere Beschaffenheiten besitzen: so Julie, Anna, Statira, Iphige⸗ nig, Alceste, Medea und A. Dies sind lebendige, ewige, unverwuͤst⸗ liche, unverkennbare Individualitaͤten; Personen oder Persoͤnchen wie Nadir, Delia und tausend andere, werden dagegen in einer und derselben Form gepraͤgt und ermangeln alles eigenthuͤmlichen Wesens und Lebens. Dazu kommt, daß Nadir, abgesehen vom herkoͤmmlichen Seufzen, gar nichts thut; denn daß sich 40 Rauber im Ernst vor ihm fuͤrchten sollten, ist unglaublich; auch traͤgt er nicht das Mindeste zur Entscheidung bei. — Von ihm, hboren wir einwenden, geht ja aber die ganze Geschichte aus. Allerdings spielt das Horchen in vielen neuern Dramen eine Hauptrolle, z. B. im Hernani, der Eu⸗ ryanthe, den Guͤnstlingen u. s. w. Wir leugnen nicht, daß geschicht⸗ lich aus dem Horchen gar mancherlei mag gefolgt, gar manche Ka⸗ tastrophe hervorgegangen seyn; dennoch muß die ernste Kritik, seit Aristoteles bis auf den heutigen Tag, dies aͤußerliche, mit innerer Entwickelung der Gedanken, Gefuͤhle und Charaktere weder zusam⸗ menhangende, noch daraus hervorgehende Mittel, wo nicht ganz miß⸗ billigen, doch in die untergeordnete Reihe der Theatercoups verwei⸗ sen. Wenigstens findet es in der Erzäaͤhlung besser seinen Platz, als im Drama. 2
Unter so viel unbedeutenden oder uͤberfluͤssigen Personen waͤre Morgiane, die schlaue, entschlossene, heldenmuͤthige, errettende Skla⸗ vin, die einzig lebendige, kuͤnstlerisch brauchbare Gestalt gewesen; sie ist aber in eine neugierige und furchtsame Zofe der allergewoͤhn⸗ lichsten Art verwandelt, und die Rettung abgeschmackterweise davon abhaͤngig gemacht, daß zufaͤllig, in dem Augenblicke der hoͤchsten Gefahr, ein Zollbeamter, nach Contrebande suchend, hereintritt, und statt des Kaffees die Raͤuber verbrennt!
Diese und andere Maͤngel des Textes konnten auf die Musik und die Wirkung der Oper nicht ohne Einfluß bleiben. Jene erinnerte uns, hinsichtlich der ununterbrochenen und angestrengten Thaͤtigkeit des Orchesters, an den Fidelio; allein waͤhrend Beethoven die Sing⸗ stimmen gewissermaßen in die Reihe der Instrumente stellte, bewegt sich doch durch das Ganze ein gleichartiger großer Strom der Ge⸗ nialitaͤt, welcher Alles zusammenhaͤlt und die Uebersicht erleichtert. In Ali Baba erscheint uns dagegen manches stoͤrend durch Absicht, und gesucht um einzelner Wirkungen willen. Der verknuͤpfende Fa⸗ den entschluͤpft uns, und wir glauben, neben dem sorgfaͤltig Gear⸗ beiteten, auch Manches zu hoͤren, was die Franzosen décousu nen-⸗ nen. Die kurzen, rasch wechselnden, in der Luft schwebenden Figu⸗ ren, welche Geigen, Floͤten, Hoboen, Fagotte u. s. w. in so großer Zabl ausfuͤhren, kommen uns vor wie bunte Voͤgel, die in der glaͤnzenden Sonne ergoͤtzlich herumflattern, aber wir wissen nicht recht woher, wohin und wozu. Oder (wenn dieser Vergleich und die Beziehung zu willkuͤrlich erscheint) es war uns zu Muthe, als blickten wir in ein Kaleidoskop, wo in jedem Augenblicke, bei der geringsten Wendung neue, jedesmal zwar gesetzliche, aber doch nur vereinzelte, vergaͤngliche und zufallige Gestalten erscheinen.
Vielleicht findet sich ein anderes Mal Gelegenheit, diese ungenuͤ⸗ genden Andeutungen naͤher zu entwickeln; heut verdient jedenfalls noch Erwaͤhnung und Lob der große Fleiß, mit welchem Saͤnger und Orchester die sehr schwere Musik eingeuͤbt hatten. Unbeschadet dieser Verdienste sind wir indessen mit Herrn Spontini uͤberzeugt, daß man die Oper zweckmaͤßiger haͤtte besetzen, und wenigstens die Rollen von Nadir, Urs⸗Kan, Abul⸗Hassan und Kalaf anders haͤtte vertheilen sollen. 0 — o.
Ausg. Schuld 11&.. Russ. 98 ½. Oesterr. Span. 59 46 ¼.
Amsterdam, 26. Februar. Niederl. wickl. Schuld 55 ½. 58 do. 100 f. Kanz-Bill. 25 ½. 4½1 8 Amort. 9%. 3 ½ 79 ½. 9971̃. Preuss. Präm.-Scheine 113 ½. do 4 % Aul. —. 39 26 ½. 4 Antwerpen, 25. Februar. 38 27 ½¼ EZinzl. 15 ¾ Cortes 45 ¾. Frankfurt a. M., 28. Februar. Oesterr. 5 8% Metall. 1011 v½. 101 ½. 48 94 ¼ 94 h. 2 ½ 8 —. 56 ½ 18 24z3. —. Bank -Actien 1570. 1569. L'art.-Oblig. 140. 139 ½. Loose zu 100 G. 215. —. Preuss. Präm.-Sch. 63 ¾. 63 4½. do. 49 Anl. 97 ½. —. Holl. 59 Oblig. v. 1832 98 ¾ 98 ⅝. Poln. Loose 70 ¼¾. 38 do. perp. 26 ⅛, 25 ¼.
Belg. 100 ½.
London, 24. Februar.
än. 77
Port. 90 ⅞.
Engl. Russ. 109 ¼. Span. 57 ⅛. Paris, 25. Februar 1 58 Kente pr. compt. 108. 30. fin cour. 108. 35. 33 pr compt.
78. 35 in cour. 78. 40. 5 % Neap. pr. compt. 95. 75. fin cour. 95. 80. 5 % Span. Rente 44½. 38 do. 27 ½ Cortes 44 ½. Ausg.
Span. Schuld 15 ⅞,. Neue Span. Anl. —. 2 ½ 8 Holl. 56. —. * Warschau, 25. Februar. ““ Part.-Obl. 414. Schatz-Obl. 10 àK.
58 Met. 99. Bank-Actien 1270. Neue Anleihe v.
1834 115 ⅞.
à% 92 ½.
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Aufforderung. u“
en auswaͤrtigen Mitglieder des Vereins der Kumfreunde, welche schon mehrmals schriftlich, bis jetzt aber 8 an Einsendung ihrer pro 1832 noch ruͤckst sfind, werden ersucht, dieselben bis spaͤtestens den 10. d. Mts. einzusenden, weil, Behufs der nahe be vorstehenden Verloosung der Kunstwerke, und der deshals zu bewirkenden Rechnungslegung, die Kasse des Vercing an dem genannten Tage geschlossen wird und diejenigen, welche bis dahin nicht Zahlung gelei⸗ stet haben, als ausgeschieden betrachtet werden muͤssen. In Berlin ist 8 ruͤckstaͤndig naͤhber bekannt gemacht werden. Berlin, den 1. Marz 1835.
Direktorium des Vereins der Kunstfreunde im Preuß. Staate.
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Der
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Literarische Anzeigen.
So eben empftng ich von Hamburg: Pr. Ed. Kley, Predigt uͤber ite Bu
2 Mosis, 15, 37— 41, nebst einem Worte zum
Das erste
Berliu Bu
1“
Allgemeiner Anzeiger
Verlag des bibliographischen Instituts in
Hildburgshausen: 8
Von der Neunten starkvermehrten Auflage der Bibliothek
deutscher Sonzelbetehsamkeie,
b en Encyklopaͤdie von Musterpredigten aus den ndigen Beitraͤge erinnert worden Gesammtwerken der homiletischen
20 Baͤnden, jeden zu 3 Lieferungen, binnen 20 Mo⸗ Sda. naten berauskoͤmmt, ist die erste Lieferung so ers. geb. 3 Thlr. 20 sgr
. tet n Diese Ausgabe wird zum bequemeren Gebrauche ein Mitglied mit seinem Beitrage zum erstenmale mit einem vollstaͤndigen Sach⸗ Der Tag der Verloosung wird noch 1ea — Bei dem classischen Rufe geb. fuͤr 3 Thlr. eser tothek, schule fuͤr den Homiletiker anerkannt ist, eine ge Anerkennung, die 6 — Ue Auflagen 1. EETE1— 1 F Jan z. 5 Thir 1 üͤssi 2 e . 5 8 .
thig machte, ist es uͤberfluͤssig, der einfachen Ersche Stein, Clhhbuch 1 49.1 öö
nungsanzeige noch etwas hinzuzusetzen. 9 9 ch binzuzusete Storch,
ußerst wohlfeile Subseriptions⸗Preis 5 ¾ sgr 3 Thle, 824—26, geb. 3 Thlr. ffuͤr die Liefe 5 F. des Russ. Reichs, 4 Thle.,, geb. 4 Thlr. 15 sgr. 6 EE“ vne Storch, Rußland unter Alerander 1n9 I[r. Voigt, Gesch. Preußens, 1 —- Ar Bd., „S lü 6 Thlr. Jaͤck, Taschenbibl. Tötr. 18 sgr. Wolff⸗
1 Gesch. d. Jesuiten, 1 Thle, geb. 4 Thlr. Henke, 9 Geschichted. christl. Kirche, 9 Thle, geb. 7 Thlr.
[vor dem 1. Mat 1835 gemacht werden. Fuͤr sp tere tritt ein erhoͤheter Ladenpreis ein.
Auf 10 Exemplare das eilfte frei. eft ist angekommen in der Stuhrschen d. Reisen, 60
ndenken an David Friedländer. Preis 5 sgr. der.nentüciine in Beelin, Schloßplas Nr. 2 chhandlung J. A. List, Burgftr. Nr. 9 18
Friedrichstraße) ist zu haben: 13 Thlr. 15 sgr. 20 sgr.
ner Zeit, 5 Bde. f. 5 Thlr. 15 sgr.
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Classiker,
eben erschienen.
welche als beste Bildungs⸗ 28 Bde, v. 790 — 806, geb. 15 Thlr. 15 sgr.
Bde., geb. 6 Thlr. dchn., fuͤr 4
15 sgr.
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Berliner Börse. Den 3. März 1835.
Amtl. Fonds- und Geld-Cours-Zettel. (Lreus2. Coug) IöEÄÄ
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—xxxFee,aeem
St.-Schuld-Sch. Pr. Engl. Obl. 30.
Kurm. Obl. m. I. C. Nrulmu. Ihl. Sch. do. Stadt- Obl. Königsb. do.
Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr. Grosshz. Pos. do.
Ostpr. Pfandbr. Pomm. do.
Kur- u. Neum. do. Schlesische 2. Kkst. C. d. K.-u. N. Z.-Sch. d. K.-u. N.
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Holl. vollw. Duk.
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Friedrichsd'or .
urererhn*n
ches Schwanken Man muß von einem fe bestimmtes Ziel vorstecken.
schlechter Ausgangspunkt gewe
„aber auch ohne Schwaͤche und ohne Zugestaͤnd⸗ sten Punkte ausgehen und sich ein Der Marschall Soult waͤre ein
ps liest man: „Die mit der Pruͤfung des Gesetz⸗ 25 Millionen fuͤr die Vereinigten Staaten n hat die Mittheilung einer großen An⸗ ngt und erhalten. Papiere sollen, wie man sagt, manches Licht die ganze Angelegenheit verbreiten. Es scheint indeß nicht, ftuß auf die Meinung der Kommission aus⸗ Kajoritat von Hause aus fuͤr die unbedingte Entwurfes gewesen ist. Andererseits aber mehrere Mitglieder der Kammer, und na⸗ von Fitz⸗James, im Besitze die sie der Kammer im Laufe
gen! Eine Aufloͤsung ist schon vorgenommen worden, und mit einer zweiten wird gedroht.“ Der „Wo und von wem?“ Lord
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages. 5
Des Koͤnigs Majestaͤt haben geruht, den Justiz⸗Rath von
Diebitsch zum Ober⸗Landesgerichts⸗Rath und Mitgliede des
Ober⸗Landesgerichts zu Ratibor, und den Landgerichts⸗Assessor h bei dem Landgerscht zu Breslau
Wechsel-Cours. [Kurz†
Herzog von Wellington: Melbourne: „So genau weiß ich das nicht (Gelaͤchter), aber erst neulich Abend äußerte ein edler Verwandter des neben mir sitzenden (von Buckingham), shire, eine deutliche Ankuͤndigung der Art, Munde eines so eifrigen Anhaͤngers der Verwaltung kom⸗ einigem Gewicht erscheinen durfte. daß es Praͤcedenz⸗Beispiele fahren giebt; die Jahre 1784, 1807 und 1831 haben sie uns geliefert; aber man hielt eben diese Beispiele in der Zeit, wo sie gegeben wurden, fuͤr kuͤhne, ja fuͤr verzweifelte Maßregeln, was selbst die Personen eingestanden, welche die Rathgeber und Ur⸗ Aber so kuͤhn und verzweifelt auch jene Maßregeln waren, so waren sie doch klug, einsichtsvoll, vorsich⸗ tig im Vergleich gegen die von dem edlen Freunden angerathene Aufloͤsung. ben vor Augen? Die Klugheit der Maßregel muß sich aus ihrem Ersolge zeigen, und worauf lief dieser hinaus? Das Mi⸗ nisterium hat in der That mehr Gluͤck gehabt, als es zu erwar⸗ ten berechtigt war, und doch ist der Erfolg nicht genuͤ⸗ Wollen sie sich einfallen lassen, noch einen Versuch Wenn wirklich irgend eine Gefahr von der Art vorhanden ist, wie sie der edle Lord bezeichnet hat, der den An⸗ trag auf die Adresse machte, so muß ich behaupten und fest glau⸗ ben, daß die letzte Aufloͤsung des Parlaments daran Schuld ist. Die Aufloͤsung des Parlaments kann daher nur als eine Maß⸗ regel willkuͤrlicher Ausuͤbung der Gewalt angesehen werden, und ich kann fuͤr die Handlungen des jetzigen Ministeriums keinen Grund finden, ausgenommen den, daß es die Tories im Unter⸗ hause durch den Schmutz zu schleppen und sie dahin zu bringen wuͤnscht, daß sie ihr ganzes fruͤheres Leben verleugnen. Ich muß in diesem gefaͤhrlichen Spiel mit Parlaments⸗Aufloͤsungen den Entschluß von Seiten des Ministeriums erblicken, seine ei⸗ 1 daß es unter der Reform⸗Bill un⸗ moͤglich seyn wuͤrde, das Land zu regieren, in Erfuͤllung zu brin⸗ gen.“ Der Herzog von Wellington suchte in Erwiederun
auf die Rede des Lord Melbourne zuvoͤrderst darzuthun, daß na
der Versetzung des jetzigen Grafen Spencer, auf dessen Einfluß und Gewicht im Unterhause die Hauptstaͤrke der vorigen Ver⸗ waltung beruht habe, aus dem Unterhause ins Oberhaus die Aufloͤsung des vorigen Ministeriums unvermeidlich gewesen sty. Er suͤhrte an, wie der Graf Grey und Lord Melbourne die Unent⸗ behrlichkeit des vorigen Kanzlers der Schatz⸗Kammer fuͤr ihre Verwaltung ausgesprochen haͤtten, und meinte, es habe also doch nachdem Lord Althorp ins Oberhaus große und unersetzliche Luͤcke Verwaltung entstanden sey, geziemt, und sich nach einer anderen Verwaltun dem Herzoge, sey die Aufforderung
wartet gekommen; er haͤtte den Posten eines Premier⸗Ministers annehmen koͤnnen, aber sein persoͤnlicher Ehrgeiz sey nicht so groß, daß er dieser Versuchung nicht zu widerstehen faͤhig gewe⸗ er habe es vielmehr fuͤr das Raͤthlichste gehalten, Majestaͤt den sehr ehrenwerthen Baronet, terhaus leite, zu diesem Posten vorzuschlagen, fuͤr den Tuͤchtigsten gehalten, Amt waͤhlen koͤnnte.
Amsterdam
„ „ . 6. 66681818665656
edlen Herzogs von Buckingham⸗ aus dem
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Entwursfes beauftragte Kommissio zahl von Aktenst Sorgfalt durchgesehenen
1“ wegen der
der Repraͤsentant
6V C 6 6616666 1“
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Schmiegel zum Justiz⸗Rat zu ernennen.
uͤcken verla
666 6.8.
Diese mit vieler
Wien in 20 Xr.
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Im Bezirke der Koͤnigl. Regierung fuͤr ein solches Ver⸗
zu Bromberg ist der bisherige Vikar Valentin W czewski als Pfarrer bei der katholischen Kirche zu Koldrab angestellt worden;
zu Danzig ist der bisherige Pfarrer von Wossitz und Letz⸗ kau, Emanuel Sadowski, zum Pfarrer der neu errichteten Pfarrstelle in Oliva ernannt worden;
zu Gumbinnen ist der Predigtamts⸗Kandidat Theodor Zippel zum Pfarr⸗Adjunkt bei der Kirche in Lapienen beru⸗ fen worden.
11““ daß dies einen Ein geüͤbt hat, deren Annahme des Gesetz⸗ versichert man, daß mentlich die Herren Berryer und merkwuͤrdiger Aktenstuͤcke waͤren, der Diskussion vorlegen wollten.“ Man sprach seit laͤngerer Zeit von einer politischen Wochen⸗ ft, welche unter dem Titel „la Nouvelle Minerve“ erschei⸗ welche sich zur Herausgabe dieses konstituirte sich gestern Abend unter dem Vorsitze des Herrn Jacques Laffitte. Unter der Zahl der Actio⸗ naire, die dieser ersten General⸗Versammlung beiwohnten, be⸗ merkte man die Herren Dupont (von der Eure), Mauguin, v. Girardin, Tremteux, Murat, Desportes, B. Laffitte, Renaud, Montrol, Sarrans den Juͤngern, u. s. w. Laffitte, Dupont und Cremieux wurden ei dern des Administrations⸗Rathes, und Haupt⸗Redacteur der „Nouvelle Minerve“ e Nummer, auf deren 5. April erscheinen. Der Handels⸗Minister hat auf die disponibeln Fonds seines Departements eine Summe von 40 Muster⸗Anstalt fuͤr die Erziehung (Depart. des Aveyron) angewiesen.
Großbritanien und Irland.
Parlaments⸗Verhandlungen. ng vom 24sten Februar. hr den Fremden geoͤffnet, aber erst ler seinen Sitz auf dem Wollsack ein. ungefaͤhr 120 Pairs im Hause erschienen; unter den E welche eintraten, bemerkte man d von Wellington und von Buckingh und Ripon und Lord Holland. Thron⸗Rede verlesen hatte,
gewoͤhnlich,
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6 .b.
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Petersburg Warschau
.96669 5 59 595. 65655595
Meteorologische Beobachtung. Nachmitt.
heber derselben waren.
erzoge und seinen Welchen Zweck haben diesel⸗
Nach einmalzga Beobachtun
335, 8⸗ Par. Quellwaͤrme 7,0 °0g + 1,3 °R.
nen sollte. Blattes gebildet hat,
Die Gesellschaft,
337,1 6“ Par. 337, 58 Par. — 0,3 °R. + 4,2 °R. — 0,7 °R. —
Luftdruck.. Luftwaͤrme Thaupunkt Dunstsaͤttg . Wetter...
Wolkenzug
lußwärme 2, °N Bodenwärme 3,2 *g Ausdünst. 0,0 3 6“ Niederschlag 0.
zu machen?
Zeitungs⸗Nachrichten.
Rußland.
g, 25. Febr. Ihre Kaiserl. H Großfuͤrstin Maria Nikolajewna ist dem hier bestehenden pa⸗ triotischen Damen⸗Verein als Mitglied beigetreten, und Ihre Majestaͤt die Kaiserin haben dies dem Vereine durch nach⸗ stehendes huldvolles Schreiben angezeigt:
„Dem Verlangen Meiner vielgeliebten Tochter, der Groß⸗ fuͤrstin Maria Nikolajewna, an den Bemuͤhungen des patrioti⸗ schen Vereins Theil zu nehmen, zu entsprechen, und von dem Wunsche beseelt, daß Derselben 3 Wohlthun schon fruͤhzeitig durch eine auf Erfahrung gegruͤndete Uebung geleitet werde, trage Ich, mit Genehmigung Sr. Maj. des Kaisers, dem Rath des patriotischen Damen⸗Vereins auf, Ihre Kaiserliche Hoheit unter die Zahl seiner wirklichen Mitglie⸗ der aufjunehmen und Ihrer Aufsicht denjenigen Theil der Haupt⸗ stadt mit seiner Schule zu uͤberlassen, welchen sonst die, jetzt dieses Amtes entlassene, Graͤsfin Sophia Iwanowna Ssologub Ich hoffe, daß diese Ernennung dem patriotischen Damen⸗Verein als ein Beweis von Sr. Maj. des Kaisers und Meiner besondern Beruͤcksichtigung der edeln Bemuͤhungen dessel⸗ ben, und als ein neues Zeichen Meines fortdauernden Wohl⸗ St. Petersburg, 10. (22.) Januar 183 Aleyandra.“
halbheiter. W.
Die Herren Jacques nstimmig zu Mitglie⸗ Herr Sarrans zum Die erste Inhalt man sehr gespannt ist, wird am
Koͤnigliche Schauspiele. St. Petersbur
Im Opernhause:
Mittwoch, 4. Mäaͤrz. Die Zauberfge große Oper in 2 Abth. Musik von Mozart. (Hr. Verst vom Hof⸗Theater zu Mannheim: Sarastro, als Gastrolle.)
Im Schauspielhause: 1) Le jeune homme en loterie. La premieère représentation de: Le Comte Ory, vaudefll en 1 acte, par Scribe. 3) Vive le divorce, vaudeville comig- en 1 acte.
Donnerstag, 5. Maͤrz. von Messina, Trauerspiel in 4 Abth., von Schiller. Stich: Beatrice, als Gastrolle.)
Es wird ersucht, die zu dieser Vorstellung auf Meldungn reservirten Billets bis Mittwoch, üäten d. M., Mittags 2 1l. im Billet⸗Verkaufs⸗Buͤreau abholen zu lassen, widrigenfü dieselben anderweitig verkauft werden muͤssen.
Im Opernhause: Musik von Rossini. fetter: Desdemona, als erste Gastrolle.)
Im Schauspielhause: Franzoͤsische Vorstellung.
“ Koͤnigstaͤdtisches Theater. Intrigue und Lie
00 Fr. zur Errichtung einer des Seidenwurms
sgenen Prophezeiungen,
Im Schauspielhause:
Kir so erfreulicher Hang zum
Oberhaus. Die Gallerie wurde um halb 5 nach 5 nahm der Lord⸗Kanz⸗ Es waren um diese Zeit
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ie Herzoge von Cumberland, am, die Grafen von Durham
Als der Lord⸗Kanzler die Graf Hard⸗
Othello, Oper in
Freitag, 6. Febr. (Dlle. Sabine Heine
Abth., mit Tanz.
beaufsichtiate.
erhob sich — ie Antwort⸗Adresse ein bloßer Widerhall der Thron⸗Rede war. Lord Gage unterstuͤtzte den Antrag und machte nament⸗ lich auf die politische Lage aufmerksam, lichkeiten jetzt befaͤnden.
dem Koͤnige,
dur den Tod seines Vaters v-
worden und in der vorigen seine Praͤrogative auszuuͤben umzusehen. Ihm selbst, r. Majestaͤt hoͤchst uner⸗
Lestocg, oder: wollens gelten wird. Musik von Auber. ““ Zum erstenmale: Julerl, die Puf macherin, parodirende Posse mit Gesang in 2 Akten, Musik von A. Muͤller.
Mittwoch, 4. Maͤrz. Oper in 4 Akten. Donnerstag, 5. Maͤrz.
in der sich Ihre Herr⸗ 1 Der Waͤrfel, sagte er, sey 1 und jede loyale Person aufgefordert, sich der Anarchie und Ver⸗ wirrung zu widersetzen; es schwebe gleichsam nur ges Brett zwischen dem Fahrzeuge und der See, das umgeworfen wuͤrde, was sey dann noch tung vorhanden? Es
XFTFrankreich.
Paris, 25. Febr. Der Herzog von Orleans stattete stern Mittag dem Marschall Gérard einen Besuch ab, der uͤber eine Stunde dauerte.
Der Herzog von Orleans besichtigte vorgestern, begleitet von den Generalen Baudrand und Marbot, zum ersten Male das Kriegs⸗Depot, wo er von dem Direktor desselben, General⸗ Lieutenant Pelet, und mehreren Stabs⸗Offizieren empfangen
noch ein einzi⸗ und wenn auch u ihrer Ret⸗
hre Herrlich⸗
Markt⸗Preise vom Getraide.
Berlin, den 2. Maͤrz 1835. 1 Weizen 1 Rthlr. 18 Sgr. 2 Pf., auch 1 Rth 17 Sgr. 6 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 15 Sgr.; große Gerste 1 Rüt 6 Sgr. 11 Pf.; kleine Gerste 1 Rthlr. 9 Sgr., auch 1 Rthli Sgr. 3 Pf.; Hafer 26 Sgr. 3 Pf, auch 22 Sgr. 6 Pf.; Erbsca Rthlr. 25 Sgr., auch 1 Zu Wasser: Weizen 22 Sgr. 6 Pf. und 1 Rth 9 Pf., auch 1 Rthlr. 10 Sgr. Sonnabend, den 28. Februar 1835. Das Schock Stroh 8 Rthlr., auch 6 Rthlr.; 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf., auch 15 Sgr.
Redacteur Cottel. —y—
handle sich jetzt fuͤr ten darum, den Feinden des Koͤnigs, der Kirche und es sey noch der—
sen waͤre, und
der jetzt das Un⸗ weil er denselben den der Koͤnig zu diesem Um nun dem sehr ehrenwerthen Baronet freien Spielraum zu lassen, habe er den Koͤnig ersucht, Herzog) einstweilen an die Spitze des Schatzamts taats⸗Secretariate zu stellen, bis Sir Robert Peel aus Italien zuruͤckkehre und diese Aemter anderweiti Herzog fuͤhrte zu seiner Rechtfertigun naͤmlich, daß der verstorbene Herr
gleicher Zeit erster Lord des Schatzes und Secretair fuͤr die auswaͤrtigen Angelegenheiten gewesen sey, und bemerkte uͤbrigens noch, daß er in der Zeit, wo er mehrere Aemter be⸗ zige Amtshandlung vorgenommen habe, die jestät und des Landes unerläͤßlich gewesen sey, so daß Sir R. Peel, als er angekommen, alles Wesentliche ganz in demselben Zustande welchem es die vorige Verwaltun Viscount (Melbourne)“, fuhr der
etadelt, weil ich den Be nordnungen zur Bildung tert habe. Wenn ich mich aber nicht irre, so war Viscount selbst, der den Befehl Sr. Majestaͤt, boten wurde, mich zu Sr. ben, nach London brachte. es also so verbrecherisch war, Sr. Maj. in dieser horchen, welches Verbrechen wuͤrde dann nicht auf dem der, da er den Inhalt des Briefes kannte, den offenbar das Mittel dazu war, daß i (Gelaͤchter.) Ich war nie in meinem L uͤberrascht, als da ich die Art und Weise sah, Siegel spaͤterhin von dem edlen Viscount In Betreff der Aufloͤsung des Parlaments meinte der Redner, wenn die Rechtfertigung der Einberufung eines neuen Pa ments auf dem Erfolg jedenfalls nicht billig gedacht, ersten Tage der Session auffordere, rechtfertigen.
ihres Standes die selbe reformistisch⸗gesinnte Koͤnig, aber er habe jetzt ein konservatives Ministerium gewaͤhlt, um die Reformen auszufuͤh⸗ ren, und wenn dessen Maßregeln wirksam seyen, was koͤnne man dann gegen dasselbe einzuwenden haben? keiten haͤtten nun zwischen einer constitutionnellen und einer re⸗ volutionnairen Verwaltung zu waͤhlen und zu entscheiden, ob das Schicksal der Landes den Haͤnden Sir R. Peel's oder William Cobbett's, des rechtlichsten unter den Revolutionnairs, weil anvertraut werden das Wort, vorzuschlagen,
1“ Stirn zu bieten;
Der Graf von Rigny gab gestern ein großes diplomatisches Diner, dem, außer saͤmmilichen Gesandten der fremden Maͤchte, mehrere Pairs, Deputirte und Generale beiwohnten.
Die Minister des Innern und des Handels lassen durch die oͤff ntlichen Blaͤtter anzeigen, daß ihre Salons morgen nicht, wie sonst an jedem Donnerstage, geoͤffnet seyn wuͤrden.
Der Impartial, bekanntlich auch ein Organ des tiers⸗ parti, enthaͤlt Folgendes: „Gut unterrichtete Personen versichern, aus dem Munde des Herrn Dupin vernommen zu haben, daß hm weder vom Koͤnige, noch von irgend einer von Sr. Maj. beauftragten Person der Vorschlag, in das Ministerium einzu⸗ Wenn ihm aber irgend ein Vor⸗ chlag der Art gemacht werden sollte, so wuͤrde er nicht eher ei⸗ nen Entschluß fassen, als bis er sich mit seinen politischen Freun⸗ den berathen haͤtte und einig mit ihnen geworden waͤre. ist seine unerschuͤtterliche Meinung, daß es, um unter den ge⸗ genwaͤrtigen Umstaͤnden ein der oͤffentlichen Achtung wuͤrdiges und einigermaßen dauerhaftes Ministerium zu bilden, nothwen⸗ dig sey: 19 sich ein fuͤr allemal uͤber die Praͤsidentschaft des Con⸗ seils, die Organisation des Kabinets und die Freiheit der Be⸗ rathuungen zu verstaͤndigen; 2) uüͤber die Wahl der Personen ei⸗ nig zu seyn, und dann die Maͤnner, aus denen das Kabinet ge⸗ bildet werden soll, persoͤnlich zusammenzubringen, damit die Bedingungen nicht undeutlich ausgedruͤckt, oder unrecht verstan⸗ denwerden; 3) endlich, sich uͤber den einzuschlagenden Weg zu ver⸗ staͤndigen, die Fragen zu loͤsen, die eben an der Tagesordnung sind, und einige von denen zu eroͤrtern, welche sich allem Anscheine nach in der naͤchsten Zukunft darbieten duͤrften.“ — Die linke Seite der Kammer erklaͤrt sich durch eines ihrer Organe, durch den Courrier francais, mit obigem Programme vollkommen einverstanden, zweifelt aber, daß Herr Dupin, wenn er demsel⸗ en treu bliebe, jemals Minister werden wuͤrde. — Dieser Mei⸗ nung ist vor der Hand auch der Constitutionnel. „Herr Dupin ist heute vielleicht weiter als je von jener Gewalt enrfernt, deren Besitz man ihm schon im Voraus streitig zu Vom ersten Tage der Krisis an sind wir der
einung gewesen, daß ein von dem Marschall Soult praͤsidir⸗ tes Kabmet nicht die Zustimmung und die Mitwirkung der par⸗ lamentarischen Maͤnner erhalten wuͤrde. Alles, was seitoem vor⸗ fallen ist, hat uns in unserer Ansicht bestaͤtigt, die wir mit ergnuͤgen verwirklicht sehen; denn die Zukunft der selbststän⸗ digen Meinungen haͤngt ganz von dem Betragen ab, welches die
praͤsentanten derselben bei dieser wichtigen Gelegenheit beob⸗ muß fest und gerade seyn, ohne aͤngstli⸗
vIIZI1Z111
tblr. 22 Sgr. 6 Pf weißer) 1 Rthlr. 25 Sgr., auch 1 Rt r. 15 Sgr.; Roggen 1 Rthlr. 13 6
Ihre Herrlich⸗ und der an⸗
eren Fall an, er Centner anning auch ein
8 8 wenigstens zu Werke gehe, “ Hierauf nahm Lord um ein Amendement ches ganz aͤhnlich lautete, wie das an demselben Abend im Unterhause von Lord Morpeth beantragte (S. Unter⸗ haus). Der Redner brachte zunaͤchst den Umstand zur Sprache, daß der Herzog von Wellington eine Zeit lang mehrere Aemter in seiner Person vereinigt habe, was er als durchaus verfassungs⸗ widrig bezeichnete, denn, sagte er, wenn das Schatzamt und das Departement des Innern einer einzigen Person anvertraut wuͤrde, so koͤnnte diese Person ohne alle Kontrolle, das Belieben des Koͤnigs ausgenommen, uͤber alle Ernennungen verfuͤgen, und es staͤnden ihr die ganzen Huͤlfsquellen des Landes zu Gebote, ohne sie dabei zu hindern oder zu unter⸗ Macht angewandt zwar den edlen Herzog nicht beschuldigen, daß derselbe eine Ge⸗ walt haͤtte ausuͤben wollen, deren Erstrebung Verrath seyn wuͤrde, aber selbst angenommen, daß diese Gewalt nur pro tem- pore und im Nothfall von ihm ausgeuͤbt worden sey, so muͤsse der edle Herzog doch diese Nothwendigkeit beweisen. bemerkte der Redner, daß anerkanntermaßen in der Zeit, wo das vorige Parlament aufgeloͤst worden, das Land sich in einem ruhigen und gedeihlichen Zustande befunden habe, was einerseits von dem sehr ehrenwerthen Baronet (Sir R. Peel) in einer kuͤrzlich bei einem Diner von ihm gehaltenen Rede selbst eingestanden wor⸗ den, so wie es sich andererseits aus dem letzten Vierteljahres⸗ Bericht uͤber die Einnahmen und Ausgaben hervorstelle. es moͤglich“, fuhr Lord Melbourne fort, „daß derselbe Mann, der solche Ansichten aͤußerte, wie der sehr ehrenwerthe Baronet in jener Rede (Lord Melbourne las eine Stelle aus dieser, sei⸗ ner Zeit auch in der Staats⸗Zeitung mitgetheilten Rede vor), in eben dem Augenblick eine Aufloͤsung des Parlaments im Sinne hatte? Dieser Schritt mußte ja gerade die Aufregung erst her⸗ beifuͤhren, die er so ernstlich entfernt wuͤnschte. Wahrlich, wenn jemals Gruͤnde geaͤußert wurden, jenem Augenblick sprechen konnten, in der Rede des sehr ehrenwert
Melbourne zu der Adresse
kleidet, nicht eine ein nicht fuͤr den Dienst Sr. Ma
Gedruckt bei A. W. Hayn. 7 es⸗ gemacht worden sey. —— ——— —
taͤaten.
Ferner ist daselbst zu baben:
von Stackelberg,
vorgefunden habe, in zuruͤckgelassen. „Der edle edner fort, „hat mich des⸗ fehlen Sr. Majestaͤt gehorcht und eines neuen Ministeriums
e 2 „ fuͤr die Preußischen S Bei G. Walter, Leipzigerstraße Nr. 29 (Ecke der F. . G che d. Neugriechen. mit color. Kpfrn.¹
denpreis 22 Thlr. fuͤr 12 Thlr.
es ja der edl . wodurch mir ge Majestaͤt nach Brighton (Hoͤrt, hoͤrt! und Gelaͤchter
Becker's Weltgeschichte, 14 Bde., geb. fuͤr Blanc's Handbuch, 2 Thle, geb. in Pappbd. fuͤr 3 Thlr, in Hlbfrzbd. f. 3 Thlr. v. Dohm, Denkwuͤrdigkeiten meiner 8vo. Ldpr. 13 Thlr. 12 ½ sgr., geb. Eichhorn, Gesch. d. Gillies
daß es moͤglich sey,
er wolle
insicht zu ge⸗ anne lasten, er uͤberbrachte, ch mir diese Schuld auf⸗
F Aerzte.
Bei Unterzeichnetem ist so eben erschienen und Berlin bei T. Trautwein, Breitestraße Nr. zu bekommen:
Die Mediein unserer Zeit nach ihrem ECl stehen und Vorwaͤrtsschreiten, mit besonde Ruͤcksicht auf Homdopathie, dargestellt von Fr. A. Klose
Der Verf. giebt in dieser Schrift eine kurze
gruͤndliche Darstellung des Fortschreitens der meh nischen Wissenschaften in den letzten funfzig Jabt setzt das Eigenthuͤmliche der Hombopathie d. auseinander und zeigt, wie diese we Maͤngel in der Mediecin sich so welt habe heben nen. Er giebt dann Vorschlaͤge zu einer noͤtht Umgestaltung der Medicin in ihren Doctrinen, gleichen ihrer Ausuͤbung und in ihrem Verhaͤltn zum Staate und ist weit entfernt, zwischen den Al pathen und Homdopathen den Vermittler zu mach sondern sagt von beiden Parteien ohne Scheu! V Es wird daher diese Schrift beiden Parteien mit eben so vielem Nutzen und emeinverstaͤndlichen Vortrags auch ichtaͤrzten gern gelesen werden.
Welt, 4 Thle., geb. fuͤr 4à Thlr. 15 sgr. Gesch von Altgriechenland, 2 Thle., 2 Thlr. Kosche, Character aller Voͤlker, 4 er und Staaten, 3 Thle., geb. 3 Thlr. 15 sgr. Joh. v Muͤller, Geschichte derschweiz. Eid⸗ genossensch., 5 Bde., geb. 5 Thlr. 15 sgr. v. Muͤller, 24 Buͤcher allgem. Gesch, 3 Thle., Schlichtegroll, Nekrolog, Politz Welt⸗ geschichte, 4 Thle, geb. fuͤr à Thlr. v. Raumer,
Leben mehr wie das große
Preis 15 sgr. aufgegeben wurde.“
soenf 1 solchen Maßregel o sey e
wegen dieses Schritts zu desselben eben so guͤnstig seyn werde rafen Grey im Juni des Jahres 1831 an Parlaments⸗Aufloͤsung, und er sey bereit, (der Herzog) Sr. Majestaͤt ertheilt, das zu stehen und zu fallen. einige Worte in Bezug auf die Bestell Schreibens an den H Sir Herbert Taylor da er sich direkt na H. Wheatley,
man die
gen der dermal⸗ Leffe r der Erfol afle⸗
machen sucht.
1 gerathenen mit dem Rath, den er Parlament aufzuloͤsen, Melbourne darauf 1 ung des Koͤniglichen erzog von Wellington gesagt, naͤmlich daß ihn am 14. November gebeten ch London begebe, doch einen
den Herzog eingeschles⸗
Nachdem Lord
zeitherigen Fehler.
die gegen eine Aufloͤsung in so waren es die, welche sich hen Baronets vorfinden.
Regierung jetzt eingeschla⸗ II
gen ihres gebildeten
achten. Dieses Betragen
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