1835 / 76 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

und den eine

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lich im ler, ten Augenblicke Huͤlfe kam, und ein herbeieilender

chiffer? 1 etn . Land br⸗ faßte und ihn und die Uebrigen gluͤcklich ans

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ALiterarische Nachrichten. 8

. er Koͤnigl. Bibliothekar, Herr Geheime Regierungs⸗Rath ? professor Wilken, hat in diesen Tagen zwei akademische Re⸗ dem Druck uͤbergeben, *) die in diesen Blaͤttern um so mehr Erwaͤhnung heischen, als sie uͤber zwei Gegenstaͤnde handeln, uns eben so nahe als Preußen, wie die Deutsche Wissenschaft erhaupt, beruͤhren. Wir entlehnen zu diesem Zwecke einer bereits

4 ruͤber (in den „Jahrbuͤchern fuͤr wissenschaftliche Kritik“) erschie⸗

d

Berlin, Duncker und Humblot. 40

1. Anzeige des Herrn Varnhagen von Ense den nachstehen⸗ en Auszug:

„Die erste der beiden Reden giebt eine gedraͤngte Uebersicht der wechselnden Gestaltung und Wirksamkeit der Akademie der Wissen⸗ schaften zu Berlin, wobei der geschichtkundige Meister besonders auch in der freien Billigkeit zu erkennen ist, womit er das, was ei⸗ ner jeden Zeit gemaͤß und in ihren Verhaͤltnissen begruͤndet ist, ein⸗ sichtsvoll wuͤrdigt und gelten laͤßt, wenn auch fuͤr unsere Zeit laͤngst andere und entgegengesetzte ö eingetreten sind. Da diese Rede, so wie die folgende, eine eigentliche Festrede ist, so darf gleich hier fuͤr beide gemeinsam auch der wuͤrdigen Haltung gedacht wer⸗ Fen, mit welcher das dem Anlasse Gebuͤhrende warm und eifrig ge⸗ leistet, alles ö dagegen vermieden worden.“ -

„Die zweite Rede ist durch ihren Gegenstand und Umfang die bedeutendere. Das Andenken Friedrich's des Großen lebt herrlich unter uns auf. Immer neue Strahlen beleuchten sein Bild, das immer schoͤner hervortritt, je mehr der Beschauer sich von dem Unechten und Zufaͤlligen, das seinen Blick verwirren moͤchte, abwendet und das Wahre und Wesentliche beraugerkennt. Wir sind dahin gelangt, auf einer Stufe geistiger und politischer Entwickelung, die in den meisten Stuͤcken zu der von Friedrich gekannten und gehegten einen entschiebenen Gegensatz bildet, den hohen eigenthuͤmlichen Werth die⸗ ser letzteren vollkommen anzuerkennen, und wenn wir nicht leugnen duͤrfen, daß das Gedeihen solcher freien Einsicht großentheils dem Geiste zu danken ist, welcher den Koͤnig beseelte und von ihm aus⸗ ging, so spricht die Anerkennung gerade unserer Zeit fuͤr denselben das groͤßte Lob aus, das einem Fuͤrsten dieser Art gezollt wer⸗

en kann.“

„Als Feldherr, als Gesetzgeber, als landesvaͤterlicher Walter, hat Friedrich durch die Ereignisse und Beispiele, welche nach ihm die Weltbuͤhne erfuͤllten, so wie durch die gruͤndlichen For⸗ Hrengen;, die in neuester Zeit uͤber seine Thaten und Wirksam⸗ eit von den Offizieren des Generalstabs, von Preuß und anderen verdienten Maͤnnern angestellt worden, nur stets gewinnen muͤssen. Zweifelhafter durfte das Ergebniß duͤnken, wenn es darauf ankam, ein unmittelbar geistiges Einwirken als Schriftsteller zu betrachten.

ie Sprache, das gelehrte Wissen, die Anspruͤche an Darstellung, haben unermeßliche Fortschritte gemacht. Zwar die Poesieen des Kb⸗ nigs, offenbar nur als anmuthige Spiele zur eigenen Geistes Erfri⸗ schung gemeint und gegeben, koͤnnen wir außer Acht lassen, wie⸗ wohl auch in ihnen viel Herrliches und Denkwuͤrdiges fuͤr immer niedergelegt ist, allein die geschichtlichen Arbeiten, welche wir von seiner Hand besitzen, haben einen zu wichtigen Zweck und sind durch Inhalt und Absicht 2 bedeutend, als daß es fuͤr die Beurtheilung Friedrichs gleichguͤltig seyn koͤnnte, welchen selbststaͤndigen Werth wir ihnen beizumessen haben.“

„Herr Geheime Rath Wilken hat sich diese schoͤne Aufgabe ge⸗ stellt, und betrachtet Friedrich den Großen als Geschichtschrei⸗ ber. Wie andere Zweige unserer Gelehrsamkeit und Literatur hat auch die Geschichtschreibung in neueren Zeiten einen gewal⸗ tigen Aufschwung genommen, und bei vielem Großen und Dan⸗ kenswerthen, das sie geleistet, ihre Anspruͤche doch bei weitem hoͤber gestellt, als sie selber solche bisher noch zu erfüͤllen im Stande war. Denn, wenn wir genauer zusehen und erwaͤgen, so moͤchte, in Betreff der Darstellung, nur sehr wenig von den ge⸗ ruͤhmten Geschichts⸗Arbeiten unserer Zeit denen des achtzehnten Jahrhunderts unbedingt vorzutziehen seyn. Gleichwohl haben Duͤn⸗ Lel und Einbildung auch in diesem Kreise dem Hange nicht wider⸗ tanden, auf das Fruͤhergeleistete, und namentlich auf die Geschicht⸗ huͤcher Friedrichs, mit vornehmer Geringschaͤtzung herabzusehen, und manche Gelehrte wollten diese Werke nur als Versuche gelten lassen, die man einer andern als der Koͤniglichen Hand kaum anrechnen wuͤrde. Johannes von Muͤller sprach allerdings den hohen Werth aus, welchen diese Schriften an und fuͤr sich haben, und bestand besonders auch auf dem Bezuge, der hier den Schriftsteller und den Koͤnig ganz unzertrennlich macht; allein Muͤller ist binsichtlich des Koͤnigs immer in einer ge⸗ wissen Zweideutigkeit befangen geblieben, die auch seinen groͤßten Lobspruͤchen stets etwas Unheimliches laͤßt. Desto erwuͤnschter ver⸗ nehmen wir endlich den anerkannten Mann vom Fach, den gruͤnd⸗

lichen Geschichts⸗Gelehrten, der selber das Schaͤtzbarste geleistet,

mit freiem unbefangenen Urtheil das Verdienst Friedrich's auf die⸗ sem Gevlet hervorheben und mit Sicherheit aussprechen.“

„Der Herr Verfasser zeigt, wie der Koͤnig auch als Geschicht⸗ chreiber seinen hohen Koͤniglichen Standpunkt nicht verleugnet, sch ihm die Wahrheit das Erste und Hoͤchste gewesen, daß er seinen Ruhm oder seine Rechtfertigung zur Absicht ge⸗ habt, sondern die Ehre des Vaterlandes, das Denkmal seiner Kampfgenossen, die Belehrung seines Volkes. Wie Friedrich von dem Gefuͤhle der Pflichterfuͤllung durchdrungen und beseelt gewe⸗ fen, tritt uns auch bier wieder lebhaft vor Augen, und geistreich wird mit dieser G nhung „das so oft gemißbraͤuchte große Wort des Koͤnign“ verknuͤpft und aus ihr erklaͤrt: „daß der Fuͤrst der erste Dienen des Staates sey.“ Seine Geschichtsschreibung ging aus der⸗ selben Awsicht hervor, die ihm den Anti⸗Machiavell einge eben hatte, von welchen: Buche hier sehr treffend bemerkt wird, daß es keinen eingebildeten Feind bekaͤmpft, sondern daß die Grundsaͤtze, denen es entgegen tritt, boch wirklich in Machiavelli’s Buche vom Fuͤrsten, glelchviel in welchem Sinne, ausgesprochen dastehen, und daß nuc burch Muͤhe und Kunst der Inhalt und die Einkleidung auf eine fuͤr Machiavelli ehrenvolle Art sich deuien lassen.“

„Ueber das Verfahren Friedrichs in Betreff der Quellen, die er bei seinen Geschichtbuchern benutzt hat, und uͤber sein kritisches Ein⸗ dringen in den Zusammenhang der Ereignisse und Zustaͤnde, die er

nicht

schildert, wird das Erforderliche sehr zu seinem Lohe gesagt. Wenn

Einzelbeiten hin und wieder eine Unrichtigkeit nachgewiesen, irgend ein Mangel geruͤgt werden kann, so ist unser Herr Verf. so fceisinnig, darauf keinen zu großen Werth zu legen. In der That it zu solchen Ruͤgen in des Kbͤnigs Schriften seltner Gelegenheit, als man gewoͤhnlich glaubt, und er selbst pflegt strenger und ge⸗ wissen after in seinen Angahen zu seyn, als mancher sogenannte ge⸗ zohrte Geschichtschreiber, dessen ganzer Stolz und Hanzis Verdienst in vleinlicher Genautgkeit besteht, und wenn man ihm diese abspre⸗ chen muß, durchaus zusammenfaͤllt! In Friedrichs Geschichtbuͤchern wird mit Recht als die Hauptsache gepriesen, daß der Autor in der Mitte der Zegebenheiten gestanden, als Feldherr und Staatslenker gach die in der Zeit entfernten Ereignisse scharf einzusehen und rich⸗ tig zu veurtheilen wußte, und uͤverhaupt durch Stellung und Geist die arbßten Vorzuͤge vereinigte, die jemals einem Geschichtsschreiber

u Theil werden köͤnnen.“

„s kann nicht verhehlt werden, daß die Darstellung des Koͤ⸗ nigs, zwar immer lebhaft und kernig, doch in Ton und Ausdruck ungleich ist. Ein hoher edler Fluß der Rede ist bei ihm oft dur beißende Scherze, durch fluͤchtige Wendungen unterbrochen. Es ein Konig, der schreibt, nach Trieb und Laune, der im Schpeiben zugleich sich selber giebt und geben darf, nicht ein Schriftsteller, der sich aͤngstlich einer Regel fuͤgt, und sich selbst verleugnen oder

Die drei Perioden der Kbnigl. Preußischen Akademie der *) „Die drei Perioden nigl. issenschaften⸗ und „König Friedrich II. als Geschichtschreiber.“

ihm in

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in angenommener Haltung zeigen muß. Doch darf der Koͤnig nichts⸗ destoweniger auch durch Styl und Vortrag, im Ganzen betrachtet, noch immer den besten Geschichtsschreibern nicht bloß seiner Zeit, sondern aller Zeiten, beigezaͤhlt werden, und in einzelnen Schilde⸗ rungen verdient er, wie hier mit Recht behauptet wird, den groͤß⸗ ten Meistern des Alterthums, einem Thukydides und Polybios, ei⸗ nem Sallustius und Tacitus, ehrenvoll zur Seite zu stehen. Wir danken es unserm Herrn Verf., daß er diese gerechte Anerkennung auszusprechen sich nicht gescheut, die aus eines Andern Munde leicht als enthusiastische Vorliecbe gelten koͤnnte, aus dem seinen aber sich 1 52 auf Kenntniß und Einsicht gegruͤndete Ueberzeugung ver⸗

1616

Meteorologische Beobachtung.

Morgens Nachmitt. Abende ] Nach einmaliger 2 Uhr. 10 Uhr.

6 Uhr. Beobachtung.

Luftdruck. 337,1 0 Par. 335, 3 4 Par. 333, 1 6 Par Uueqwärme 6,9 °R. Luftwaͤrme 5,60° R. 8,4 °R. + 5,2 °R.Flußwärme 3,8 ° R. Thaupunkt + 4,2 R. + 4,s °R. Bodenwärme 4, 1 *R Dunstsaͤttg. 72 pCt. 93 vCt. [ausdünst. 0,08 1 ‧Rbh. Wetter... truͤbe. halbheiter. truͤbe. Miederschlag 0, 1 1 4“ Rh. Wind NW. NwW. NW. Nachmittags 5— 8 Uhr Wolkenzug Nw. Regen. Tagesmittel: 335,2 o0%. P† 6,5 0 R. + 4,20°° R...

83 pCt.

Berliner Börse. Den 16. März 1834.

Amtl. Fonds- und Geld-Cours-Zettel.

* E St.-Schuld-Sch. 100 ½ 100 ½ z0stpr. Pfandbr. Pr. Engl. Obl. 30. 98 ½ 98¼ Pomm. do. Prm. Sch. d. Sech. 65 ½ 65 Kur- u. Neum. do. Kurm. Obl. m. J. C. 100 ½ 99 ¾ Schlesische do. Neum. Int. Sch. do. 10 ½ 99 ¾ Kkst. C. u. Z.-Sch. Berl. Stadt-Obl. 100 ¼ 160 ½ d. K.O- u. N. Königsb. do. 98 ½ Elbing. do. 99½5 99 (Gold al marco Danz. do. in Th.

38 ¼ Neue Duk. Westpr. Pfandbr.

(Preuss. Cour.

r̃IÉrrerennn

102 Friedrichsd'or .. Grossh. Pos. do. 102 162 ½ Misconto

Auswärtige Börsen. frsften Amsterdum, 11. Mürz. Niederl. wirkl. Schuld 55 ¼½6. 53 do. 101. Kanz-Bill. 26. 2 Amort. 9517. 3 3 80. 99 ½. Preuss. Präm.-Scheine 114 ½. do 492 Anl. —. 33 28⁄

5 2 .

Auzg. Schuld I1 r. Russ. 99. Oestecr. Span. 59 48 ⅛½.

Antwerpen, 10. März. Span. 5 3 48 ¾. 39 27 ½. Zinsl. 16 ⅝. Cortes 48 ½. London, 10. März. Beig. 103. Span. Cortes 60 ½. 5 % v. 1835 Züusl. 14 ½. Ausg. Span. Schuld 23¾. Griech. v. Holl. 22 8 56 ½. 5 103z. 103. Portug. 92 ¾. Engl. Bras. 85 ½. 85. Columb. v. 1824 37 ¾. 8f. Mex. 41 ¾. Wien, 11. März. 43% 95 ½ ½ Bank Actien 1333 ½. Neue Anl. 592 ½.

do. Coup. —. Cons. 33% 914. 6 ⅔¾ 8 Prümie. 1825 33. 32. Kuss. 109.

58 Met. 101 ¼.

1199 Koͤnigliche Schauspiele. Dienstag, 17. Maͤrz. Im Opernhause: Die Belagerung von Corinth, lyrisches Drama in 3 Abth., mit Ballets. Musik von Rossini. (Dlle. Sabine Heinefetter: Pamyra; Herr Ver⸗ sing: Mahomet, als Gastrollen.)

Zu dieser Oper werden Billets, mit Dienstag bezeichnet, verkauft.

Im Schauspielhause: Spectacle demandé: 1) La seconde représentation de: Une fille à établir, vaudeville nouveau en 2 actes, par Mr. Bayard. 2) Les vieux péchés, vaudeville en 1 acte, par Mr. Melesville.

Mittwoch, 18. Mäͤrz. Im Schauspielhause: Zum ersten⸗ male wiederholt: Die Schwestern, Lustspiel in 1 Akt, nach dem Franz., von L. Angely. Hierauf: Der reisende Student, mu⸗ sttalliches Auodlibet in 2 Abth. (Hr. Ruͤthling: Tollberg.)

Donnerstag, 19. Maͤrz. Im Schauspielhause: Zum ersten⸗ male: Kaiser Friedrich I. (erster Theil), oder: Friedrich und Mailand, historische Tragoͤdie in 5 Abth. und einem Vorspiele, von E. Raupach.

Frreitag, 20. Maͤrz. Im Opernhause: Das Schloß Candra, historisch, romantischs Oper in 3 Abth., mit Ballet. Musik von J. Wolfram.

Im Schauspielhause: Ahonnement suspendu. Représen- tation extraordinaire au bénéfice de Mlle. Lancestre: Le Pen os se composera de: 1) La fille de Dominique, vau- eville nouveau en 1 acte. 2) Estelle, ou: Le père et la fille, comédie nouvelle en 1 acte, par Scribe. 3) La Tem- en ou: l'ile de bossus, imitation burlesque du ballet de

a Tempéte.

Billets zu dieser Vorstellung sind von Mittwoch, den 18ten d. M., Morgens 9 bis Nachmittags 2 Uhr in der Wohnung der Dlle. Lancestre, Jaͤger⸗Straße Nr. 68 zu folgenden Preisen 8. haben: Ein Billet zum Balkon und einer Loge des ersten

anges 1 Rthlr. ꝛc.

Da zu dieser Benefiz⸗Vorstellung Abonnements nicht guͤltig sind, so werden die resp. Inhaber von Abonnements⸗Plaͤtzen ersucht, bis Donnerstag, den 19ten d., Mittags 12 Uhr, bestim⸗ men zu lassen, ob sie die Plaͤtze behalten wollen, oder ob diesel⸗ ben anderweitig verkauft werden sollen.

4—8 8 K 89 a 8 88 ha es Theater. ienstag, 17. Maͤrz. Julerl, die Putzmacherin, parodirende Posse mit Gesang in 2 Akten. Im Zwischerbaer⸗ 1) Rosa⸗ Walzer, von Strauß. 2) Jagd⸗Galopp, von Lanner.

Mittwoch, 18. Maͤrz. Zum erstenmale: Der Gloͤckner von Notre⸗Dame, romantisches Drama in 6 Tableaux, nach dem Roman des Victor Hugo, frei bearbeitet von Ch. Btrch⸗Pfeiffer. Die zur Handlung gehoͤrige Musik ist von Herrn Claͤpius. Die neuen Deeorationen sind von Herrn Antonio Sacchetti gemalt. (Mad. Birch⸗Pfeiffer: Gervaise, als Gastrolle.)

11I1“

Neoeste Nachrichten.

„Paris, 10. März. Gestern hatte der Marschall Seoult eine Unterredung mit dem Koͤnige. Herr Guizot, der eine Zeit lang nicht mehr in den Tuilerieen erschienen war, fand sich eben⸗ falls mit Herrn Duchatel ein. Auch alle uͤbrigen Minister wur⸗ den nach emander zugelassen. Zuletzt traf auch noch der Mar⸗

Es unterliegt heute keinem Zweifel mehr, daß d 1 Zusammensetzung des neuen Kabinets, wovon 866 Feacefan reits durch den Telegraphen nach Straßburg gelangt war, s terhin wieder zerfallen ist, und daß dieses Ministerium 1. ein solches war, das man in Frankreich un ministère , zu nennen pflegt. 9

fentlichen Blaͤtter ein weites Feld geoͤffnet. Das Jo

urn ministerielle Combination verzichtet, an deren Spitze di Soult und Molé SeCeen. Dem E“ spricht man wieder ernstlich von der Reconstitution des vori Kabinets. Herr von Rigny allein, heiße es, wuͤrde sich zur ziehen und Marschall Maison das Ministerium der auswaͤrtinn Angelegenheiten und die Praͤsidentschaft des Im Publikum wurde dagegen ganz bestimmt versichert, daß diesem Augenblicke wieder ein Versuch gemacht werde, die 9; ren Dupin und Soult zu einer Combination zu vereinigen welcher der tiers-parti die meisten Glieder hergeben wuͤrde 9 viel ist gewiß, daß Herr von Mornay, des Marschalls Schn⸗ gersohn, der bei dieser Unterhandlung der Vermittler seyn s sich heute im Konferenz⸗Saale der Deputirten⸗Kammer (an mit Herrn Dupin und dann mit Herrn Etienne unterhans hat. Herr Dupin war sehr aufgeregt und lebhaft. Du 6 schaͤfte an der Boͤrse waren auch heute nicht bedeutend. Ag eingetretene Steigen wurde durch die, wie es scheint, allgenein Ueberzeugung unter den Spekulanten bewirkt, daß das vnie Ministerium wieder aufleben und Herr von Broglie Ergfa Proͤsident werden wuͤrde. General Schneider oder Herr Gul minot, hieß es, wuͤrde die Stelle eines Kriegs⸗Minzsters eih ten. Die Gazette de France enthaͤlt heute in einer on ten Ausgabe Folgendes: „Die Deputirten hatten sich 1 stern Nachmittag sehr zahlreich im Konferenz⸗Saale ü gefunden, um sich uͤber die gegenwäaͤrtige Ministerial⸗Kiig zu besprechen. Diejenigen unter ihnen, die häufig im Söhle erscheinen, waren der Meinung, daß jetzt nur noch ein rein e trinaires Ministerium unter dem Vorsitze des Herzogs Broglie moͤglich sey. Die Freunde des Herrn Dupin fang dies, nachdem die Herren Soult und Molé wieder zuruͤckge ten, ganz natuͤrlich, glaubten aber, daß eine solche Combinate kaum vierzehn Tage vorhalten wuͤrde. Nichtsdestoweniger zeichnete man die Herren von Remusat, Dumont und von F. rante als Elemente zur Ergaͤnzung des doctrinairen Ministeriun Inmitten dieser Krisis moͤchte es nicht uninteressant seyn, eim Worte zu publiziren, die dem Koͤnige gestern, wo 6 Deputation der Kammer ihm mehrere Gesetz⸗Entwuͤrfe von in

Namae zufog

slichem Interesse vorlegte, entschluͤpft sind. Der Monarch sah

„„Meine Herren! Ich schaͤtze Mich gluͤcklich, daß Ich eine legenheit finde, den Repraͤsentanten der Kammer zu erkennen

cher die Kammer am vorigen Sonnabend zu Werke gegang ist, als sie Interpellarionen aussetzte, die Unsere Verlegenie nur noch vermehrt haben wuͤrden; diese Verlegenheit ist gre Ich muß politischen Leidenschaften widerstehen, und zugleich 1 persoͤnlichen Bedenklichkeiten einiger Maͤnner bekaͤmpfen, die si scheuen, die allzu schwere Last eines Ministeriums zu uͤverne men. Indessen hoffe Ich doch, daß Wir zuletzt alle Hinderni besiegen werden; jedenfalls aber koͤnnen Sie sich versichert ha ten, daß das End⸗Resultat nur ein solches Mintsterium san wird, das die Majoritaͤt der Deputirten⸗Kammer repraͤsentirt.“ Wenn diese Antwort uns getreulich berichtet worden, so mi man daraus schließen, daß der Koͤnig die Dazwischenkunft de Kammer als ein neues Hinderniß betrachten wuͤrde. Es fraͤg sich hiernach, ob der Graf von Sade morgen in der Kamma mit seinen Interpellationen hervortreten wird.“

Auch heute fand wieder eine Versammlung mehrerer Deg tirten im Konferenz⸗Saale der Kammer statt. Um halb 4 U konnte die Zahl derselben etwa 150 betragen; sie gehoͤrten verschich nen Nuͤancen, besonders dem tiers-parti und der Opposition,⸗ Die vorherrschende Meinung in der Wersammlung soll die seye man solle auf die direkten Interpellationen an die Minister vh zichten und einen Adreß⸗Entwuef abfassen, um dem Käin die tiese Betruͤbniß auszudruͤcken, die den Repraͤsentanten Fra reichs die unerhoͤrte Verlaͤngerung der ministeriellen Anarcth verursache, und ihn zu ersuchen, ihr dadurch ein Ende zu n chen, daß er sich an die parlamentarische Majoritaͤt wende. He mit stimmt die Ansicht des Temps uͤberein, welcher sagt: „U unabhaͤngige Deputirte scheinen einstimmig die Absicht zu habn am Mittwoch eine Adresse an den Koͤnig zu beantragen, wen die Frage gestellt werden soll, ob das Ministerium konstituirt seh

Die Abreise des General Sebastiani nach London wird e auf den Donnerstag angekuͤndigt.

Der Koͤnig hat die Summe von 25,000 Fr. zur Unt il zung der Cholera⸗Kranken von Marseille auf seine Schmnl angewiesen.

Die Bordeauxer Blaͤtter enthalten heute krine Nt richten aus Spanien. Aus Bayonne wird vom 5ten d.9. schrieben, daß das 2te leichte Infanterie⸗Regiment, das weg seiner Empoͤrung in Madrid Verzeihung erhalten, die Hoffnu gen, die man fuͤr sein kuͤnftiges Benehmen hatte, rechtfertigt habe. Es hat uͤber die Corps von Arrayo I Villalobos Vortheile errungen, ihnen 40 Mann getoͤdtet und nt mehr verwundet. Die Einnahme von Los Arcos durch Zum⸗ lacarreguy ist fuͤr die Christinos nicht so nachtheilig gewesen,” die Karlistischen Buͤlletins behaupteten. Die Zahl der constit tionnellen Truppen, die dort lagen, war nur gering und litt so si an Munition Mangel, daß sie den feindlichen Streitkraͤften ke nen ausdauernden Widerstand leisten konnten; sie zogen sich de halb waͤhrend. der Nacht zuruͤck. Die Insurgenten zerstoͤrten Werke und entfernten sich dann, worauf die Constitutionnell wieder von Los Arcos Besitz nahmen.

Heute schloß 5proc. Rente pr. compt. 106. 95. cour. 107. 10. oh. d. Coup. 3proc. pr. compt. 79. 75. fin cour. 90. 5proc. Neap. pr. compt. 96. 40. fin cour. 96. 60. 5pr. Span. 47 ½. 3proc. 28 ½. Cortes 47 ½. Ausg. Span. Schu 16 ¾ à 3½. Neue Span. Anl. —. 2⁄ proc. Holl. —. —.

Frankfurt a. M., 13. Mäaͤrz. Oesterr. 5proc. Met 101¼ 101 ¾ 4proc. 95. 95 1. 2 ½poroc. 56 ½. Br. 1 proc. G. Bank⸗Aciten 1594.1592. Part.⸗Obl. 140 139 ½. Loose 190 Gulden 213 ½. Preuß. Praͤm.⸗Sch. 65 64 8 do. Lor. Aal 97 ¾. G. Holl. 5proc. Obl. von 1832 100 25. 100. Poe Loose 71⁄. 70 ¼. 5proc. Span. Rente 47 ¼. 47. Zproc. do. per

1

Redacteur Cottel.

schall Gérard ein, und unterhielt sich lange mit dem Koͤnige.

Jetzt ist wieder den Muthmaßungen der des Déöbats versichert, die Krone habe nun gaͤnzlich auf

Conseils erhaln

geben, wie sehr Ich die Behutsamkeit zu schaͤtzen weiß, mit va

isch

8 309 einen Preuß

n Staats⸗Zeitung No.

76.

Cgsdeg2b 1.“

98 Bekanntmachungen. Bekanntmachung.

Das eine Meile von Potsdam, an schiffbaren Ge⸗ waͤssern belegene Domainen⸗Vorwerk Fahrland mit Brau⸗ und Brennerei, Schaͤferei, 728 Morgen Acker⸗ land, 228 Morgen Wiesen, 198 Morgen Huͤtung, 19 Morgen Gaͤrten, 22 Morgen Weinberge, 60 Mor⸗ gen Rohrung ꝛc., soll von Trinitatis dieses Jahres ab, im Wege der öffentlichen Licitation auf 18 Jahre verpachtet werden. Die naͤhere Bekanntmachung wird ergehen, sobald die erforderlichen Vorbereitungen ge⸗ tcoffen sind. Fuͤr jetzt erfolgt diese vorlaͤufige Nach richt mit dem Bemerken, daß Pachtlustige, welche sich uͤber Umfang, Bedingungen, Verhaͤltnisse ꝛc. der Pacht schon jetzt speciell unterrichten wollen, sich dieserhalb an den Departements⸗Rath des Amts bahrland, Regierungs⸗Rath von Koenen, hierselbst, zu wenden haben.

Potsdam, den 4. Maͤrz 1835.

Regierung. Abtheil. fuͤr die Verwaltung der d

irekten Steuern, Domainen und

r orste n.

1 Avertissement. Das im Thorner Landrath⸗Kreise belegene, dem Gutsbesitzer Gottlieb Ludwig Minklei, jetzt dessen Erben gehoͤrige Rittergut Lipnicki, welches landschaft⸗ lich auf 7555 Thlr I sgr. § pf. abgeschaͤtzt worden, it zur nothwendigen Subhastation gestellt, und der peremtorische Bietkungs Termin auf den 30. Mai 1835, Vormittags um 10 Ubr, vor dem Deputirten Heren Ober⸗Landesgerichts⸗ Assesoor Hering hierselbst angesetzt worden. Die Taxe und der neueste Hypotheken⸗Schein von Lipnicki, so wie die Verkaufs Bedingungen, sind jederzeit in der hiesigen Ober Landesgerichts⸗Registratur einzusehen. Marienwerder, den 17. October 1834. Civil⸗Senat des Koͤniglichen Ober⸗ 8 Landesgerichts. 183

Subhastations⸗Patent. Das im Greiffenhagenschen Kreise Hinterpommerns belegene, im Jahre 1834 von der Landschaft auf 86,351 Thlr. 18 sgr. abgeschaͤtzte Allodialgut Hein⸗ richsdorff ist, im Wege der Exekution, zur Subhasta⸗ tion gestellt und der Bietungs⸗Termin hierselbst auf dem Ober⸗Landesgerichte an gewoͤhnlicher Gerichts⸗ stelle auf den 22. September dieses Jahres, Vormittags 10 Uhr, vor dem Deputirten, Ober⸗Langesgerichts⸗Assessor Sonnenschmidt anberaumt worden. Die Taxe, der neueste Hypotbekenschein und die Kaufbedingungen koͤnnen in unserer Registratur ein⸗ vhen werden. Stettin, den 19. Januar 1835. Khnigl. Ober⸗Landesgericht von Pommern. Boetticher. 88 ““ ieiiissement. Die Erbpachts⸗Gerechtigkeit auf die Pitzerwitzschen Pfarr⸗Laͤndereien, welche zur Concurs⸗Masse des Kam- merherrn von Flotow gehoͤört, wovon jedoch nach der im Jahre 1828 aufgenommenen Taxe die als Kanon zu entrichtenden Natural⸗Abgaben den Werth der Läͤndereien um 158 Thlr. 8 sgr. 8 pf. uͤbersteigen, ist

zur nothwendigen Subhastation gestellt, und der

Bietungs⸗Termin auf b

den 19. September d. J, Vorm. 10 Uhr, vor dem Deputirten, Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor v. Rohr anberaumt, zu welchem Bemerken vorgeladen werden,

schaffen sind.

werden. Frankfurt a. d. O., den 24 Februar 1835. 1 Kdoͤnigl. Preuß. Ober⸗Landesgericht.

Avertissement.

Das zur Concurs⸗Masse des Kammerherrn von im Soldinschen Kreise gelegene

Flotow gehoͤrige,

Nittergut Pitzerwitz, welches aus vier Antheilen:

1) dem Naulinschen, im Jahre 1820 auf 5442 Thlr.

26 sgr. taxirt,

2) dem v. Scheelschen, im Jahre 1827 auf 76333

Thlr. 6 sgr. gerichtlich abgeschaͤtzt,

3) dem v. d. Goltzschen, im Jahre 1827 auf 12383

Thlr. 3 sgr taxirt, 8

4) dem Kruͤgerschen, im Jahre 1828 auf 8343 Thlr 11 sgr. 6 pf. abgeschaͤtzt,

besteht, ist zur nothwendigen

und der Bietungs⸗Termin auf

den 19. September d. J, Vorm. 10 Uhr,

vor dem Deputirten, Ober-Landesgerichts⸗Assessor von Rohr, anberaumt, zu welchem Kauflustige mit dem Bemerken vorgeladen werden, daß nur Gebote auf alle 4 Antheile zusammen als ein Ganzes ange⸗ nommen werden sollen, und daß die Taxen, Kauf⸗ ten nischen Militair ausgehoben und seitdem von seinem Leben und Aufenthalt keine Nachricht gegeben, und dessen Vermoͤgen 43 Thlr. 18 sgr.

dedingungen und Hypothekenscheine in der Registra

tur des Ober⸗Landesgerichts eingesehen werden se. raä⸗ tendenten des ad 1. gedachten Naulinschen Antheils aufgefordert, in dem anstehenden Termine ihre An⸗ spruͤche anzuzeigen und nachzuweisen, widrigenfalls 1 08 sbengen mit ihren etwanigen Real⸗An⸗ gg. begeben, und seitdem keine Nachricht von

ich gegeben, und deren Vermoͤgen 13 Thlr. 7 sgr.

nen. Zugleich werden die unbekannten Real⸗

die Ausble

spruͤchen auf das Grundstuͤck werden praeludirt und ihnen deshalb ein ewiges Stillschweigen wird aufer⸗

legt werden. Frankfurt a. O, den 24. Februar 1835. Kdoͤnigl. Preuß Ober⸗Landesgericht.

ro eÜcl amaa.

Das im zweiten Jerichowschen Kreise des Regie⸗ unter der Juris⸗

rungs⸗Bezirks Magdeburg bhelegene,

dietion des Ober⸗Landesgerichts daselbst stehende, und dem Justiz⸗Commissarius Georg Wilhelm Herzbruch gehdrige Lehn⸗Rittergut Schoͤnhausen zwei⸗

zu Burg

Kauflustige mit dem daß die erforderlichen Gebaͤude und Inventarienstuͤcke vom Ersteher anzu⸗ Die Taxe, so wie der Hypotheken⸗ Schein und die Verkaufs⸗Bedingungen koͤnnen in der Registratur des Ober⸗Landesgerichts eingesehen

Subhastation gestellt,

116,683 Thlr. 1 sgr. 9 pf., geschrieben Einhundert sechszehn Tausend Sechshundert drei und achtztg Thaler einen Silbergroschen neun Pfennig, gerichtlich abgeschaͤtzt worden sind, soll auf Antrag von Hppothek⸗Glaͤubigern im Wege der nothwendi⸗ gen Subhastation verkauft werden Zu diesem Ende haben wir einen Bictungstermin auf den 22. Mai 1835,

vor dem Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Rath von Kem⸗ nitz auf unserm Collegienhause hieselbst anberaumt, wo auch in unserer Concurs⸗Registratur die Taxe des Guts, welcher die fuͤr die Churmark Branden⸗ burg und namentlich fuͤr die Altmark emanirten Tax⸗ Principien vom Jahre 1777 zum Grunde geleat sind, nebst dem neuesten Hypotheken⸗Schein und den spe⸗ ciellen Kauf⸗Bedingungen eingesehen werden koͤnnen. Zu diesem Termine werden zugleich zur Wahrneh⸗ mung ihrer Gerechtsame die unbekannten lehnsfaͤhi⸗ en Descendenten des Rittmeisters Friedrich Heinrich Vernhard Alexander von Bismark, ingleichen folgende eingetragene Creditoren, deren Aufenthalt unbekannt ist, naͤmlich: b

a) die Louise Henriette von Bismark, geborne von

Miltitz,

) die Sophie Catharine Charlotte von Bismark, c) die Henriette Auguste Sophie von Bismark, d) der Obrist⸗Wachtmeister Reinhardt von Krahn, unter der Verwarnung vorgeladen, daß im Fall des Ausbleibens dem Meistbietenden nicht nur der Zu⸗ schlag ertheilt, sondern auch nach gerichtlicher Erle⸗ gung des Kaufschillings die Loͤschung der saͤmmtlichen eingetragenen, wie auch der leer ausgehenden Forde⸗ rungen und zwar der letztern, ohne daß es zu diesem

fuͤgt werden soll.

Magdeburg, den 3 October 1834.

Der erste Senat des Koͤnigl. Landesgerichts. 8

¹

Edicetal⸗Citation. Nachbenannte Personen:

schaft begeben, seitdem von seinem Leben und

gen Zinsen besteht.

Jahre 1807 beim polnischen Militair als Frei⸗

78; und dessen Vermoͤgen in 10 Thlr. be⸗ eht.

16 Thlr. 20 sgr. betraͤgt.

Nachricht gegeben.

5) der 12ehc welcher

halt nichts hat hoͤren lassen, und dessen Vermoͤ gen in 17 Thlr. 15 sgr. besteht.

Ublan im 6ten polnischen Lancier⸗Regimen

betraͤgt

) der Martin Wisnewski aus Gwisdzin, welche

und dessen Vermoͤgen 20 Thlr. 24 sgr. 3 pf. be

traͤgt. der Tuchmachergesell Jacob Beydacz aus Neu hoff, welcher im Jahre 1806 aus Bischofswer

seinem Leben und Aufenthalt keine Nachricht ge⸗

4 pf. betraͤgt.

betraͤgt. die Einwohner Andreas und Catharina, geborn Szezerbowska⸗Ruttkowskischen Eheleute, welch

in den Dobrziner Kreis, Großherzogthum Po sen, verziehen wollten, entfernt und seit de Zeit von ihrem Leben und Aufenthalt kein Nachricht gegeben haben.

) der Albrecht Bukowski aus Lonkorz, welcher zu Zeit des ersten Einzuges der Franzosen zum pol

1 pf. betraͤgt.

8 pf. betraͤgt. der Schumachergesell Michael Wohlert, in Schlo dien gebuͤrtig, der sich im Jahre 1819 auf de

8 pf. betraͤgt. der Franz

ren Antheils nebst der ersten Kavel des ersten An

.“

. Vermoͤgen à Thlr. 22 sgr. 8 pf. betraͤgt.

Zweck der Production der Instrumente bedarf, ver⸗

Preuß. Ober⸗

Aufenthalt keine Nachricht gegeben, und dessen Vermoͤgen in 18 Thlr. 10 sgr. nebst zehnjaͤhri⸗

2) der Anton Waddenthal aus Lonkorz, welcher im

williger eingetreten, seit dem Jahre 1811 von seinem Leben und Aufenthalt keine Nachricht

3) der Ludwig Rucinski aus Omule, welcher im Jahre 1808 zum polnischen Militair ausgehoben, von seinem Leben und Aufenthalte seit der Zeitt Michelauer Kreises durch die Franzosen, das el⸗ nichts hat boͤren lassen, und dessen Vermogen; terliche Haus verlassen, im Jahre 1816 oder svorgeladen, sich binnen 9 Monaten und laͤngstens

4) der Einwohner Casimir Binnert aus Wonno, welcher im Jahre 1809 zum polnischen Militair abgeliefert nach Straßburg transportirt, und seitdem von seinem Leben und Aufenthalt keine

erknecht Michael Drzewicki aus Wonno, m Jahre 1806 zum Preußischen Mili⸗ tair ausgehoben, mit diesem nach Danzig mar⸗ schirt und dort waͤhrend der Belagerung gestan⸗ den und seitdem von seinem Leben und Aufent⸗

6) der Thomas Marszewski aus Babalitz, welcher den Feldzug gegen Rußland im Jahre 1812 als

mitgemacht, seit dem Jahre 1813 von sich nichts hat hoͤren lassen, und dessen Vermoͤgen 20908 Thlr.

der sich auf die Wanderschaft begeben, und von dort nach Gollub gewendet, seitdem aber von

geben, und dessen Vermoͤgen 33 Thlr. 23 sgr.

die Theodora Klonowska von hier, welche sich im Jahre 1817 nach Thorn begeben, um dort einen Dienst zu suchen, seit der Zeit nichts von sich hat hoͤren lassen, und deren Vermoͤgen 8 Thlr.

sich im Jahre 1807 unter der Angabe, daß sie

die Geschwister Apolonig und Helena Zalewska aus Radomni, welche sich im Jahre 1808 nach

Wanderschaft und zwar zu Landsberg an der Warthe befunden, von dort nach Meklenburg ge⸗ wandert und seitdem von sich nichts hat hoͤren lassen, und dessen Vermoͤgen 37 Thlr. 23 sgr.

Guzowski aus Kazaniec, welcher im Jahre 1807 zum polnischen Militair ausgehoben, mit demselben nach Spanien marschirt und seit der Zeit von sich nichts hat hoͤren lassen, dessen

Allgemeiner Anzeiger fuͤr di venne venge zusammen nach Abzug der Lasten und

1) der Schumachergeselle Franz Mowka von hier, 8 welcher sich im Jahre 1807 auf die Wander⸗

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im Jahre 1817 sich heimlich nach Polen begeben und seitdem von sich nichts hat hoͤren lassen,

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15) der Martin Stankiewicz aus Loebau, der im Jahre 1803 zum preußischen Militair ausgeho⸗ ben worden, und mit diesem im Jahre 1806 nach Deutschland marschirt, und von seinem Le⸗ ben und Anfenthalt keine Nachricht gegeben, und dessen Vermoͤgen 80 Thlr. 5 sgr. 7 pf. be⸗

traͤgt.

6) der Michael Graszkiewicz in Tinwalde welcher sich im Jahre 1817 nach Polen um sich der Militairpflicht zu entziehen, dessen

Vermdͤgen 6 Thlr. 16 sgr. A pf. betraͤgt. der Bauer Gottfried Tepto aus Londzyn, wel⸗

cher sich im Jahre 1807 uͤber den Ort wohin er

den Grund seines Weggehens Nachricht zuruͤck⸗ zulassen, von sich bis jetzt nichts hat hoͤren las⸗

sen, und der zu Londz besitzt.

) der Michael Melzer aus Neumark, welcher im Jahre 1810 zum polnischen Militair ausgehoben

wurde, und den Feldzu

macht hat, seitdem aber von seinem Leben und

Aufenthalte keine Nacht

moͤgen 8 Thlr. 29 sgr. A pf. betraͤgt. der Buͤrger Jacob Klimmek, welcher vor à0 Jah⸗

ren, weil er mit seiner die hiesige Stadt, wo und eine Hufe Land be von seinem Leben und richt gegeben.

der Wilhelm Hesse aus Neumark, welcher im

Jahre 1806 zum preuß ben wurde und mit den

marschirte und seitdem von sich nichts hat hoͤren lassen, dessen Vermoͤgen 6 Thlr. 3 sgr. 9 pf. be⸗

85I“ ) der Casimir Jablonski

Jahre 1812 zum polnischen Militair ausgeho⸗

ben, und nach Gollub

ddeer Zeit von sich nichts hat hoͤren lassen, und 18 Hecn Feahs8 10 11. sgr. af. FFetrgse 22) der Gottfried Thom von hier, welcher im Jahre 12 Jund? 3, taxi 220 1788 gls Weytenter unit einer Herrschatt dot 1200 Thlr. und 21 Acker Landes, taxirt zu 1229 Thlr. Straßburg nach Magdeburg ging, im Jahre 1789 zuletzt aus Magdeburg seine Verwandten benachrichtigte, daß er bei einem preußischen Grenadier⸗Regimente Dienste genommen, dessen Vermoͤgen 62 Thlr betraͤgt.

F ) der

nem volnischen Uhlane

2) der dnschergeeeessthot Drum, 4 Baͤckergeselle Gottlieb Drum, beide aus dem Amte Lonkorreck, welche im Jahre 1808 bei ei⸗

Pübepem⸗ egeben,

von dort entfernt, ohne sich wenden wollte, und

yn ein Bauergrundstuͤck g gegen Spanien mitge⸗ richt gegeben, dessen Ver⸗

Ehefrau im Streit lebte, er ein Buͤrgergrundstuͤck sitzt, verließ, und seitdem Aufenthalte keine Nach⸗

ischen Militair ausgeho⸗ nselben nach Dentschland

aus Zielkau, welcher im

transportirt wurde, seit

n⸗Regimente Dienste ge⸗

den 25. Mai d. J., Vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle im Gasthause zur nackten Henne bei Naumburg vor dem Deputirten, Herrn Landge⸗ richts⸗Rath Hunger, anberaumt, zu welchem alle Kauflustigen, welche die gedachten Grundstuͤcke zu besitzen faͤhig und zu bezahlen vermoͤgend sind, zur Abgabe ihrer Gebote hierdurch vorgeladen werden. Wegen der zu diesem Grundstuͤcke gehorigen Per⸗ tinenzien, so wie der Bedingungen, unter welchen dasselbe dem Meistbietenden zugeschlagen werden soll, beziehen wir uns auf die fruͤhern Bekanntmachungen in dem Allg. Anzeiger der Allg. Preuß. Staats⸗Zei⸗ tung Nr. 191, 225, 249, 285, 317, 345 vorigen Jahres. Naumburg, am 23. Januar 1835.

Koͤnigl. Preuß. LE

““ Edicetal⸗Citation.

Der abwesende Johannes Nehaus, Sohn des bier verstorbenen Muͤllermeisters Christian Nehaus, gebor

am 18. Februar 1787, welcher sich im Jahre 1806 von hier entfernt, im Jahre 1811 von Wien aus ge

schrieben, seitdem aber zwar keine weitere Nachricht

im Jahre 1823 in Linz als Oesterreichischer Militai betroffen worden seyn soll, so wie dessen Erben un Erbnehmer, oder sonstige Praetendenten werden au den Antrag der verehelichten Catharine Fritsch, geb Nehaus und Conf. hierdurch oͤffentlich vorgeladen, sich vor oder fpaͤtestens in dem auf

den 29. April 1835, Vormittags 10 Uhr, vor dem Deputirten Herrn Landesgerichts⸗Directo Grabe an hiesiger Landgerichtsstelle anberaumten Ter mine persoͤnlich oder durch einen zuläͤssigen Bevoll naͤchtigten, wozu die Herren Justiz⸗Commissarie Roetger, Reichard, Dr. Hadelich und Dr. Koch sen vorgeschlagen werden, zu melden, ansonst aber zu ge waͤrtigen, daß der abwesende Johannes Nehaus todt erklaͤrt, und das von ihm zuruͤckgelassene Vermoͤ⸗

gen, welches in einem Devpositalbestande von circa

besteht, unter Praeclusion der unbekannten Erben ode Erbnehmer den bei den Aeten bekannten schon legiti⸗

eignet werden wird. Erfurt, den 20. Mai 1834. Koͤnigl. Preuß. Landgericht.

Ediectal⸗Citation. Auf Antrag der naͤchsten Verwandten des Johann

.

nommen und seit der Zeit von ihrem Leben Karl Gottlied Keil von Roenigshofen, geboren den und Aufenthalte keine Nachricht gegeben, deren 15. Maͤrz 1792, werden dieser Keil, der als Gemeiner

Vermoͤgen zusammen 25 Thlr. 2 sgr. 9 pf. be⸗ des Koͤnigl. Bayer. 7ten Linien⸗Infanterie⸗Regiments

traͤgt; und

im minorennen Alter,

vor der Occupation des

1817 bei Zielon als Schaͤferknecht gewohnt, bald

nachher aber verschollen, und deren etwanige unbekannte Erben und Erbneh⸗

mern werden hiemit aufgef

Termin

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ordert, sich spaͤtestens im

Vormittags um 9 Uhr, vor dem Deputirten, Herrn Assessor Gerner, hierselbst, schriftlich oder versoͤn⸗ lich zu melden, widrigenfalls die gedachten Personen fuͤr todt erklaͤrt, deren unbekannte Erben und Erb⸗ nehmer aber mit ihren Anspruͤchen auf deren Nach⸗ laß werden praecludirt werden.

Loebau, den 26. August

Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.

Bklanne

Die, dem Brauer Rathmann Carl Schroeder ge⸗

1834.

machung.

hoͤrigen, zu Friesack belegenen Grundstuͤcke:

) eine Großbuͤrgerstelle ) eine Wiese,

eine Wiese,

eine Viertelhufe,

nebst Pertinenzien,

27

) eine halbe Hauswiese,

ein Garten Folio 183, ) eine halbe Hufe Folio 2090 b, )eine Viertelhufe Folio 172 b.,

Heine halbe Hauswiese

Folio 201 b,

eine halbe Hufe Acker Folio 156 b.,

)h eine Viertelhufe Acker heine Achtelhufe Acker 3) eine halbe Siebenruthe

heine Scheune

eine dito

buchs verzeichnet, zusammen auf 7106 Thlr. 6

verkauft werden.

Die Tare und die neuesten Hypotheken⸗Scheine koͤnnen taͤglich in unserer Registratur eingesehen, den im Termine be⸗

und die Kauf⸗Bedingungen kannt gemacht werden.

Folio 40 b., Folio 211 b.,

Folio7 des Hypotheken⸗

sgr. A pf. gewuͤrdigt, sollen im Wege der nothwendigen Subhastation in termino

den 22. September 1835, Vorm. 10 Uhr, im Gerichts⸗Locale zu Friesack oͤffentlich meistbietend

mwer;

Neustadt a d. Dosse, den 15. Januar 1835.

Das Stadtgeri

1

Avertis Von dem

aus Wohn⸗, Wirthscha

saͤmmtlich nach Abzug der 15,537 Th

cht zu Friesack.

sement.

unterzeichneten Koͤnigl. Landgerichte soll das dem Gastwirth Johann Christian Otto gehbrige, unter Nr. 50 des Hypothekenbuches von Schellsitz, 2 Meile von Naumburg a. S., an der Straße von Naumburg nach Merseburg und Freiburg liegende Gast⸗ und Schenkhaus zur nackten Henne, bestehend

sis. und andern Gebaͤuden, nebst den dabei befindlichen und bewirthschafteten Gebaͤuden, Feldgrundstuͤcken, Gaͤrten und dergleichen,

Lasten gerichtlich auf lr. 19 sgr.

abgeschaͤtzt, im Wege der nothwendigen Subhastation

versteigert werden und ist ten in den Zuschlag der

dem am 15. Januar c. stattgehabten

hierzu, da die Interessen⸗ Grundstuͤcke gegen das in

Termine abge⸗

gebene Meistgebot an zusammen 4596 Thlr. nicht ge⸗

willigt haben, ein anderwe

iter Bietungs⸗Termin auf

zu Neuburg die Schlacht bei Leipzig mitgemacht⸗

25) der Jacob Drum aus Krotoschin, welcher noch dortselbst blessirt in das Lazareth gekommen und ge⸗

storben sein soll, nebst seinen von ihm etwa zuruͤck⸗ gelassenen Erben und Erbnehmern hiermit oͤffentlich

Dienstag, den 22. December dieses Jahres, Morgens 9 Uhr,

beim Koͤnigl. Landgerichte dahier, vor dem Deputir⸗ ten Assessor Ehrlicher schriftlich oder persoͤnlich zu melden und daselbst weitere Anweisung zu gewaͤrti⸗ gen. Sollte sich dieser abwesende Keil weder selbst, noch sonst Jemand sich in seinem Namen vor oder in diesem Termine melden, so hat Keil zu gewaͤrti⸗ gen, daß er fuͤr todt erklaͤrt, die bisherige Verwal⸗ tung seines Vermöͤgens aufgehoben und dieses den sich gesetzmaͤßig legitimirten naͤchsten Erben zuerkannt und zugeeignet werden wird.

Wassertruͤdingen, im Rezatkreis, den 9. Febr. 1835.

Kbnigl. Bayer. Landgericht. (L. S.) Seggel, Landrichter.

1“] Todes⸗Erklaͤrung.

Da der mittelst Edictal⸗Ladung vom 24. Januar 1834 realiter vorgeladene Joseph Rießmann aus Bo⸗ densee, hiesigen Amts, sich in termino den 5. No⸗ vember 1834 und auch bis jetzt nicht gemeldet hat, auch von dessen Leben nichts bekannt geworden ist, so wird derselbe angedrohetermaaßen fuͤr todt erklaͤrt⸗ dessen Vermoͤgen den sich gemeldeten Erben uͤber⸗ wiesen, und die etwa sonst noch vorhandenen Erben mit ihren Anspruͤchen an das Joseph Nießmannsche Vermoͤgen praͤecludirt.

Decretum Catlenburg, den 2. Maͤrz 1835.

sches Amt Catlenburg⸗Lindau. von Koͤnemann.

Vorlaͤufige Aussetzung des Termins zum Verkauf der Braunschen Apotheke zu Marienburg.

Der zum 17. Mäaͤrz d. J. anberaumte Termin zum Verkauf der Braunschen Apotheke zu Marienburg wird eingetretener Umstaͤnde wegen hierdurch aufge⸗ hoben, und wird der anderweitige Versteigerungs⸗ Termin seiner Zeit in diesen Blaͤttern bekannt ge⸗

macht werdben.

Die General⸗Verwaltung der Feuer ““ des Phoͤnix zu

ar

bat uns die Haupt⸗Agentur fuͤr Sachsen, Preußen und die angrenzenden Laͤnder uͤbertragen. Wir zeich⸗ nen demnach gegen Feuers⸗ und Blitzstrahl⸗Schaden auf Gebaͤude, Waaren, Mobilien, Fabrikgeraͤthe al⸗ ler Art u. w. zu den niedrigsten Praͤmien⸗Saͤtzen, woruͤber wir auf Verlangen jede naͤhere Auskunft gern ertheilen. 8

Die Gesellschaft des Phoͤnix besitzt an Kapital Millionen Franken, wovon à Millionen baar einge⸗ schossen wurden, und hatte zu Ende 1834 an Reserve, die nach einem Beschlusse der Gesellschaft bis zu 12 Millionen anzuwachsen hat, bereits 1 Million Fran⸗ ken. Die Praͤmien⸗Einnahme belief sich im Jahre 183à in runder Summe auf 3 Millionen Franken, und die Summe bestehender Versicherungen auf 2,600 Millionen Franken, so wie die Summe der bis dabin mit der groͤßten Puͤnktlichkeit und Rechtlich⸗ keit bezahlten Brandschaͤden auf 20 Millionen Fran⸗

son sich gegeben hat, jedoch im Jahre 1820 hier und

mirten oder sich noch legitimirenden Verwandten uͤber⸗

Koͤnigliches Großbritannisch⸗Hannover-⸗

Ee

2—