Ten, wovon 2 Millionen durch die Direktoren des
Auslandes, Herren Ehinger & Comp., Banquiers
in Basel, in das Ausland gingen. Es bietet demnach diese Gesellschaft dem Versiche⸗
ist so eben in der Enslin’schen Buchhandlung (Ferd. Muͤller), Breitestraße Nr. 23, angekom⸗ men und in Prenzlau bei Kalbersberg, in Lands⸗ berg bei Wilmsen zu haben. Der hoͤchst geringe
82*» 8 822 * 310 8 [1 “ 11ö6“ 8. EEE6* “ 8
9
8½ „f „ * 4
8 8
liche Anzeige und nehmen Unterzeichnungen an, um verfertigte Musik, ist im Verlage von T. Haslir.
deren gefaͤllige baldige Mittheilung ich bitte. Bonn, im Januar 1835. “ Eduard Weber.
er in Wien und in dem des Unterzeiehnete
als Mitverleger für den Umfang des ganzen Prern sischen Staats) so eben in nachstehenden Ausgaben erschienen und bei letzterem zu haben:
rungslustigen Garantien dar, die andere Anstalten Subseriptionspreis ist fuͤr jede Liefern sgr 8 9 — Für das Pianoforte all Pr. s Continents fzuwei ie sund innerhalb 15 Monaten wird dieselbe vollstaͤndie “ EEEöEIlen. r. 15 sgr. dis oneigenie icten autemwent s. erschienen 1982 Wegen ihrer vorzuügtic gen Ausstart⸗ In der Unterzeichneten ist erschienen und in allen Für das geanze Orchester. Pr. 1 Thlr. 20 d-
s n lagen sind, als die von ihr uͤber⸗ hen 8 w⸗ 1 EEE116“ . 1 ö 8schc nb auf bn Feen Raum tung in Papier und Druck und als bei weitem die Buchhandlungen, in Berlin bei J. A. List, Burg⸗ Die übrigen Ausgaben, als: 1) Pianoforte zu. vereint, sondern in ganz Frankreich, Deutschland, allerbilligste von allen, jemals in deutscher Sprache straße Nr. 9, zu haben: . Händen. . 3) Für’ 2 VI. der Schweiz und Italien befindet, und sie nur gegen gedruckten Bibeln mit Abbildungen, darf diese neue Saͤmmtliche Werke ün 2 2 vls. 2 üre ve. 8 Für ein Feuer versichert, ohne sich See⸗Assekuranzen und an⸗ Bilderbibel allen christlichen Familien⸗Vaͤtern aufs von Johann Ladislav Pyrker. Flöte werden in wenigen Tagen ebenfalls zu haber
dern gefaͤhrlichen Unternehmungen zu unterziehen. Waͤrmste empfohlen werden. Reue, umgearbeitete, durchaus verbesserte, und mitsseininu. helch aasgs. Die Praͤmlen sind, wo nicht geringer, doch durch⸗ .“ Anmerkungen versehene Ausgabe. 14““ aus jenen der besten Assekuranz⸗Gese schaften gleich, 20, Liadeu, Marech, 2. . 3 Theile, gr. 8vo, weiß Druckp., mit Titelvignetten. und koͤnnen eine Erhoͤbung 19 vaa nec gesgee Sn; v“ 1“ 8 Preis 18 2 voipt 11““ ren, wenn die Gesellschaft durch große Brandsch en Lody Morzans Princels and Missionary compsete ir Theil enthbaͤlt: Tunistas, 2r Theil: Rudolp von 8 . gee veranlaßt wuͤrde, ungewoͤhnlich bedeutende Verguͤ⸗ in 1 Vol. Hood'’s Pylney Hall, 1 Vol. Galts Life Habsburg, zr Theil: Perlen der beiligen Vorzeit. 3 82 hcaen. ve heiseltendecsecn von g. zungen zu leisten. ot Byron 1 Vol. D fsroclis Curiosities of Littera. Der ehrwuͤrdige Kirchenfuͤrst Ungarn 8, der in dem Fi se ben 1eegade plat⸗ u estr. Eat Leipzig, den 4. Maͤrz 1835. turs 8 Series compl. in 3 Vol. only 1 Phlr. 20 sgr. ersten dieser Helden⸗Gedichte die Eroberung von Tu⸗ Spiegel des Berliner Volksgeistes Schoͤmberg, Weber & Comp., seach. A., Asher. nnis durch Karl v, und im zweiten die Thaten Ru misch⸗poetisch bearbeitet zum Deklami Haupt⸗Agenten des Phoͤni; zu Paris. Also, an entirely new and spleudid Edition of dolph’s von Habsburg in homerischer Weise und dg ser ecen Tarnelinna in fcdblichenneg ode Fuͤr Berlin uͤbernimmt Antraͤge gegen Feuersgefahr Lord Byron's com plete Works. Versart besungen hat, gebört zu den seltenen Saͤn⸗ sch aften. 1s Heft. Preis 123 sgr tfel. FJ. L. Blancbois, Friedrichsstraße Nr. 72, illustrated with notes by Sir W. Scott; Heber; gern, deren Leben und Dichtung durch ein wunder⸗ Dls originelle Wesen des Berliner Volkelei Agent des Phoͤnir in Paris. Shelley, Moore etc. ete.. to which is prefixed the bares Schicksal verbunden sind. In dieser, wie in eelehes seir mebberen Fabren das Iürrerehe d 9
bite ei Bqron 9) John Galt. with a Heauritul Por. manch anderer Beziehung gleicht Pyrker dem edlen bildeten in Anspruch nimmt, duͤrfte durch die sen e
laͤnger als 14 Tagen befindet, so schmerzt uns deshalb nicht minder die Rolle, die Frankreich 15 und 8 den Augen des Auslandes spielt. Ich frage daher die Herren Minister, was die Ursache dieser betruͤbenden Krisis ist, und wie lange sie noch dauern soll, denn die Feinde unserer Institutionen reiben sich die Haͤnde und freuen sich uͤber unsere Verlegenheit.“ Im weiteren Verlaufe seiner Rede sprach Herr von Sade die Meinung aus, daß die Wahl⸗Kammer den beiden andern Staats⸗Gewalten als Leiterin dienen muͤsse, — eine Be⸗
Herr Gauguier im Unmuthe: „Meine Kollegen zerarbeiten sich in der Regel unnoͤthigerweise!“) Der Praͤsident: „Ich muß dem Redner bemerklich machen, daß dieser Ausdruck nichts we⸗ niger als parlamentarisch ist. Wenn man hier die Rednerbuͤhne besteigt, so muß man sich auch auf die Hoͤhe der gepflogenen Verhandlungen zu erheben wissen, wenn auch nicht dem Gedan⸗ ken, doch wenigstens dem Worte nach.“ (Beifall.) Herr Gau⸗ guter erwiederte zu seiner Rechtfertigung, daß, wenn er nicht
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages. 8n
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den beiden Adjutanten des Kaiserl. Russischen Vice⸗Admirals und General⸗Adjutanten Fuͤr⸗ sten Mentzikoff, dem Capitain Wesselago und Lieutenant von
vsi,1esimiles ete. 1n onen elane. En. 8“e. vely ortugiesischen Dichter Camoens, Er hart nicht die trag zur Charakteristik der niedern Volksklasfe ig Gen7h basirarn nch esrifeheffe ben
16 Copenhagen.
Der fuͤr diese Verbindung zusammengetretene, aus Actionairs in Berlin, Copenhagen und Stettin ge⸗ vildete Verein wird das demselben jugehbrige⸗ nach dem verehrten Namen Ihro Majestaͤt der Koͤnigin von Daͤnemark, Dronning Maria, benannte Dampfschiff seine Fahrten am 13. April d. J. begin⸗ nen und dieselben so machen lassen, daß es in 2 Wochen 3 Mal die Hin⸗ und Herreise zuruͤcklegt, und suͤr den Monat April ““ am 13ten
16. April von Stettin, 27sten G 20sten 3 F Astene April von Copenhagen, und 2o9sten
zed⸗6mal 12 Uor Mittags ahgehen wird. Der fernere Alles das zusammen genommen giebt einen Erfolg
Luf wird dieselbe Richrschnur befolgen. Die Dauer der Fahrt ist durchschnittlich auf 24 Stunden anzu⸗ nehmen, um einen auch bei unguͤnstiger Witterung auzreichenden Satz zu veranschlagen. Das Schifi enthaͤlt 3 elegant eingerichtete Cajuͤten, eine gute Restauration und die moͤglichste Bequemlichkeit fuͤr die Passagiere Die Preise der Plaͤtze sind zwischen Stettin und Copenhagen: iste Cajuͤte à Person mit 100 8. freier Bagage 12 Thlr. Pr. Ct. oder 2à B., 2te Catuͤte à Person mit 60 U. freier Bagage 8 Thlr. Pr Ct. oder 16 B., Kinder unter 12 Jahren die Haͤlfte. Dienstboten, im Gefolge ihrer Herrschaft, 6 Thlr. oder 12 B., auf 1 halbverdeckte un poffene Wagen. .à Stck. 12 Thlr. oder 24 B., gaäanz verdeckte und de Kutschwagen .. à Stck. 16 Thlr. oder 32 X✕ B, 1 Hund 2 Thlr. oder à ̃ B. Waaren und Ueberfracht bei schwerem Gute 12 Thle, oder 2 B. 11 à Centner, leichte Waaren den gleichen Satz p. 2 ½ Cubikfuß. b Die Passage zwischen Copenhagen und Swine⸗ muͤnde kostet à Person der isten Cajuͤte 10 Thlr eder 20 + B., — der 2ten Cajuüͤte 6 Thlr. oder 12 B., — Kinder unter 12 Jahren die Haͤlfte. Das Commissariat des Schiffes ist: in Copenhagen dem Herrn W. E. Fiedler, Firma: Fiedler & Comp;, G iin Swinemuͤnde dem Herrn F. W. Hintze, Firma: J. H. Wentzell Erbe, und in Stettin dem Unterzeichneten uͤbertragen worden, welche auch die Spedition der an sie . zu adressirenden Guͤter besorgen werden. Dem reisenden Publiko wird durch diese Anlage Gelegenheit gegeben, mit den von Copenhagen ab. gehenden Dampfbooten Frederik der VI. und Prinz ECarl auch weitere Touren nach Kiel, Luͤbeck, Gothen⸗ öburg, Christiania und Hull auf die schnellste und woohlfeilste Weise fortzusetzen, indem das Eintreffen
(Verlag des Bibliographischen Instituts)
Dampfschifffahrt zwischen Stettin und A Thlr. 10 sgr.; the same with 6 splendidh engravings, romantische Form des Tasso, sondern die classische
5 Thlr. 10 sgr. 16“
Zweiter Jahrgang von Meyers Universum oder die schoͤnsten und merkwuͤrdigsten Ansichten des ganzen Weltalls, mit Beschreibung. . Der erste Band und Jahrgang des Universums ist vollendet. Sechs Auflagen desselben von der deut⸗ schen, zwei von der polnischen Ausgabe, Uebersetzun⸗ gen in der franzoͤs., ungarischen, ollaͤndischen und schwedischen Sprache liegen vor uns; in Nordame⸗ rika sind zwei Uebersetzungen erschienen und die fran⸗ zoͤsische ward nachgedruckt, Uebertragungen ins Daͤ⸗ nische, Italienische und Spanische werden so eben veranstaltet, vielfaͤltige Nachbildungen sind in Eng⸗ land, Frankreich und Deutschland versucht worden.
fuͤr das Unternehmen, welches seines Gleichen ver⸗ gebens sucht. — Der Herausgeber ist fern davon, solche Theilnahme seinem Talente zuzurechnen, aber er glaubt, der Geist, der in seinem Werke wehe, sey ein guter Geist, und der Freund der Civilisation duͤrfe sich freuen ob des Universums Verbreitung uͤber den Erdkreis.
Alle,
welche dieses schoͤnste, beliebteste, unterhal⸗ teudste und woblfeilste aller Stahlstich⸗ werke noch nicht besitzen, koͤnnen jetzt bei Beginn des zweiten Jahrgangs, ohne Ver⸗ bindlichkeit auch den ersten zu nehmen, als Subseribenten eintreten. Der Preis ist unveraͤndert 7 sgr. Die Lieferungen des zweiten Jahrganges werden alle Monate puͤnkt⸗ lich versendet, worauf jeder geehrte Suͤbseribent be⸗ stimmt rechnen kann. Besteller erhalten das eilfte Exemplar unentgeltlich. — Die Subseription ver⸗ pflichtet nur fuͤr die naͤchsten 16 Lieferungen. Eremplare von der ersten Lieferung des zweiten Jahrgangs liegen bei uns vorraͤthig, eben so com⸗ plette Exemplare des ersten Jahrgangs. — Probe⸗ stahlstiche und Subscriptionslisten geben wir Liebhabern gern gratis (wenn dieselben Abnehmer sammeln wollen) und dann das 11te Exemplar frei.
Stuhrsche Buchhandlung in Berlin,
Schriften fuͤr Nichtaͤrzte. Bei Basse in Quedlinburg ist erschienen und bei Ludwig Oehmigke, Burgstraße Nr. 8, in Berlin zu haben: Sichere Huͤlfe fuͤr alle Diejenigen, welche an
Unterleibsbeschwerden und an schlechter Verdauung leiden. Nebst den noͤ⸗ thigen Recepten. Von einem praktischen Arzte. Zweite Auflage. 80. Preis 11 ½ sgr. Rathgeber fuͤr alle Diejenigen, welche an
Harnbeschwerden und Harnverhaltung,
der Dronning Maria in Copenhagen sich dem Abgange jener Fahrzeuge moͤglichst anschließt, und das zwischen Gothenburg und Hull fahrende Dampf⸗ schiff auch bald nach Ankunft des an jedem Freitag Nachmittags von Copenhagen abgehenden Peinz Carl, in Gothenburg, T“
L 1 A. Lemonius.
Diejenigen Eltern, welche beabsichtigen, ihre Soͤhne einem Berufe zu widmen, zu welchem zwar wissen⸗ schaftliche Kenntnisse, aber keine akademischen Stu⸗ dien erforderlich sind, und sie zur geeigneten Vor⸗ bildung der hiesigen staͤdtischen Gewerbschule anver⸗ irvauen wollen, ersuche ich, insofern sie sich noch nicht gemeldet haben, die Meldungen bis gegen Ende die⸗ ses Monats, Mittags zwischen 12 und 1 Uhr, gefaͤl ligst zu muchen. Bedingung aber ist, daß der Schuͤ⸗ ler fü Tertia eines Gymnastums reif sei, und ein
zutes Zeugniß habe. “ Kldͤden, Nieder⸗Wallstraße Nr. 12.
LSiterarische Anzeigen. Carl Friedr. Goͤschels, Geheimen Justizraths 88 Sab Faa zerstr nn Blaͤtteraus den Hand⸗
und Huͤlfsacten eines Juristen. Zweiter LE
senentzuͤndung, Blasenkrampf, Blasenhaͤmorrhoiden⸗ Anschwellung der Vorsteherdruͤse und Verengerung der Harnroͤhre leiden. Nebst Angabe der Mittel, wodurch diese Krankheiten sicher geheilt werden koͤn⸗ nen. 8v0. Preis 15 sgr. Rathgeber fuͤr alle Diejenigen, welche an Hamorrhoiden, in ihren verschiedenen Gestalten in geringerem oder
sowie an den diesen Krankheiten zum Grunde liegen⸗ den Uebeln, als Stein⸗ und Grieserzeugung, Bla⸗
des Homer gewaͤhlt, und auf das Gluͤcklichste gehand⸗ eieht gag ht Vöstfnaece encfs 5 8
habt, welche sich fuͤr kriegerische Darstellung und Behandlung, wie durch treuen Abdruck der Nah
epische Landschafts⸗Gemaͤlde, als die musterhafteste darbietet. In so ferne werd er mit Recht der erste jetzt lebende epische Dichter Deutschlands genannt Die „Berlen der heiligen Vorzeit“, deren
(Gericht). Helias (Glaube, Liebe, Hoffnung).
Hingebung, Sieg) sind in dieser neuesten Auflage
liche Werk, dessen Classicitaͤt in allen Landen Deut⸗ scher Zunge und so weit, als aͤchte Religiositaͤt und
2 3 ; 1 „ 5 8 Inhalt folgender ist: Abraham. (Verheißung). Moses. (Gott, Erloͤsung, Auferstehung). Samuel Fe selone pechi 19 462.
hoͤchst treffend und belustigend sind.
Bei E. H. Schroͤder in Berlin, Konigssteis ekommen und noch zum Sm.
Elifa. (Tob, Unsterblichkeit). Mackabger. Trost, Sammlung saͤmmtl. seit 1803 erschieneme
, b Gesetze u. s. w. bedeutend vermehrt worden, und hat dieses vortreff⸗ 11 Band. Ca . 1 Th s
bei Zimmer Das Ganze wird aus 4 Baͤnden bestehen, die t
Ir. 10 sgr. Naumbmr, mann.
Froͤmmigkeit wohnt, laͤngst anerkannt ist, durch diese wenigen Monaten vollstaͤndig geliefert werden.
Vermehrung, eine wo moglich noch hoͤhere Vollen⸗ dung erhalten. Stuttgart, im Februar 1835. F. G. Cotta’sche Buchhandlung.
Bei Unterzeichnetem erscheint mit Anfang d. J.: Bibliothek von Vorlesungen der vorzüg- fessionen. 4 Bd
So ehen ist erschienen und in allen Buchhandlun . gen zu haben (in Berlin bei Charlottenstraße Nr. 29.):
An das ärztliche Publikum! . D e k - Eine Erbauungsschrift fuͤr wahre Christen aller En⸗ sauber geheftet à 8.
Ed. Branden burz Fromme.
lichsten und berühmtesten Lehrec des (Mit dem Erscheinen des aten Bdchns. tritt der
Auslandes, über Medizin, Chirurgie und Ge- burtshülfe, bearbeitet oder redigirt von Dr. F.. J. Behrend etc., in wohlfeilen Lieferungen, 6 Bogen Median. 10 sgr, und lade ich zur Subscription auf dies ganz neue
denpreis von 1 Thlr. 15 sgr. ein.)
.
Einladung zur Subscription
hoͤchst wichtige wissenschaftliche Unternehmen, das ich gebildete, insbesondere naturhistorische Publile
zwar nicht Pfennig⸗Ausgabe benennen will, welches
Druck vortheilhaft auszeichnen wird, ein. Eine aus⸗ fuͤhrlichere Anzeige davon ist in allen Buchhandlun⸗ gen zu bekommen.
Leipzig, im Januar 1835. Ch. ES. Kollmann.
Qlassisch e Alterthumskunde.
thumswissenschaft nimmt unstreitig einen höchst bedeutenden Platz ein, das in meinem Verlage er- schienene:
git, auxit, recensuit ac potiorem lectionis varie- interessante als
III Tomi. 181 Bog.]
peii Pesti Fragmenta. [107 Bog
[89 Bog.]
8 pidi iuscriptae.
sei, bedarf keiner Auseinandersetzung, zumal da das
boͤherem Grade leiden. Nebst Angabe der Vorsichts maaßregeln, um sich vor dieser so allgemein verbrei⸗ teten Krankheit zu schuͤtzen, und mit besonderer Ruͤck⸗ sicht auf die damit verwandten Uebel, als beschwer⸗ liche Verdauung, Verstopfung der Eingeweide des Unterleibes und Hypochondrie Von dr. Fr. Rich⸗ sI1er. Sro. Preis 18 sgr. 8 8 8 1 . 8 AhAnkuͤndig ung. 1n8 Friedrich Schlegel's Philosophische Vorlesungen
aus den Jahren 1804— 1806.
Nebst Fragmenten aus den Jahren 1795 -1829, vor⸗
zuͤglich philosophisch⸗theologischen Inhalts Heraascgegeben von J. H. Windischmann. In zwei Baͤnden. gr. 8vo. Die hier angekuͤndigten nachgelassenen Werke Frie⸗
8* . 1. 881 r erscheint zur Ostermesse 1835 im Verlage des Unter drichs von Schlegel werden im Laufe dieses Jah⸗
zeichneten. — Alle Buchhandlungen nehmen Besiel⸗ jungen an, in Berlin, F. Duͤmmler, Linden Nr. 19, DZuchhandl von Conrad Glaser in Schleusingen.
Stuttgarter Bilderbibel. Ferte erste Lieferung der in 18 bis 20 Lieferungen
e scheihenden 2— — 8 8 Haus⸗ und Familien⸗Bilderbibel oder die ganze heilige Schrift alten und neuen t 2 2 1 2 burch vorzuͤgliche Meister Deutschlands, Englands und Frankreichs gefertigten Holzstichen.
Die mit vierunddreißig Abbildungen ge⸗
res in zwei Baͤnden, jeder ungefaͤhr zwei und drei⸗ ßig Bogen stark, in meinem Verlage erscheinen. Zahlreiche Theilnahme fuͤr diese ausgezeichneten Schrif⸗
iten hoffend und wuͤnschend, bin ich gern bereit, die
U chüeh. Verbreitung derselben durch einen bei schbner dußerer Ausstattung dennoch maͤßigen Preis moͤglichst zu erleichtern, und setze solchen demnach fuͤr die bis zum Erscheinen des ersten Bandes Unter⸗ zeichnenden auf 1 ½ Thaler fuͤr das gedruckte Alpha⸗ bet auf vorzuͤglichem Druckpapier, und 2 ½ Thaler
5, nach Luthers Uebersetzung, mit 300 auf ganz feinem Velinpapier, fest. Der spaͤtere La⸗
denpreis wird uͤber fuͤnf Thaler fuͤr beide Baͤnde in der Ausgabe auf Druckpapier zu stehen kommen. Alle Buchhandlungen (in Berlin F. Duͤmmler,
Inio rial⸗Oktav-Format, Velinpapier. Stuttgart,
Metzler*sche Süehhondlanz “ 8
unter den Linden Nr. 19) vertheilen eine ausfuͤhr⸗
der geistlichen, Unterrichts- und Medicinal-Ange- sind. — legenheiten zu Berlin diese Sammlung zu Erfüllung Seiner hohen und weisen Zwecke für brauchbar und werthvoll anerkannt hat. Unablässig wird an
Dieses für den 8 1 Physiker, den Aͤstronomen und Geschichts Corpus Grammaticorum latinorum veterum, colle- forscher, den Zoologen und Botanibker ebensr recens. — wichtige naturhistorische Werl tatem adiecit Frieder. Lindemannus. Amej. lassen wir zur Erleichterung der Anschaffung in d einem Preise erscheinen, der Tom. I. Donatus, Probus, Eutychius, Arusianus zewiss äusserst billig zu nennen ist, wenn man be- Messius, Ma"ximus Viectorius, Asperus, Phocas. denkt, dass auf jeder der 6 Tafeln, welche eice Charta impr. 3 Thlr. 7½ sgr. Lieferung bilden. 20 — 40 Figuren (von Wagnen .. Charta angl. 4 Uhlr. 15 sgr. meist nach der Natur gezeichnet) abgebildet siad Tom. II Paunli Diaconi excerpta et Sexti Pom-und dals der auf feinstes Velin . .] gedruckte Text mit den Charta impr. 8 Thlr. 15 sgr. Bogen pr. Lieferung steigt. — Der Name des In 88 Charta angl. 12 Thlr. 11 ¾ sgr. Herausgebers überhebt uns jeder weitern Anprei Tom III. Isidori Hispalensis Lpiscopn ety uolo- sung, wir bemerken daher nur noch, dass das Wect giarum Libros XX. Accedunt Tabulae tres la- (his Michaelis 1835 vollständig in den Häanden der g 1 rerp. Subscribenten ist, dafs aber, in Betracht der Charta impr. 5 Phlr. 223 sgr. Wohlfeilheit und der mit grossem Kosten-Aul- 88 b Charta angl. 8 Thlr. — „— wand verknüpften Ausstattung desselben, der Sob- Sämmtliche Grammatikor sind nach Handschriften seriptions- Preis nar his Ende dieses Jahres be aus allen zugänglichen Bibliotheken des In- und steht, und dass mit dem 1. Januar 1835 der höher Auslandes berichtigt. Wie viel dadurch für jeden Preis von 2 Fl. 12 Kr. oder 1 Thlr. 8 gr. für eiwe Theil der Alterthamswissenschaft gewonnen worden Lielerung eintritt. 8 g 3 Alle Buchhandlungen des In- und Auslandes, à diesseitige hohe Ministerium des Innern in Aner- Berlin die von C. F. Plahn (Jägerstralse No. ³⁰) bennung der Wichtigbeit dieses Unternehmens er- nehmen Subscriplion darauf an, woselbst auch au- leichternde Hand pot, und ein hohes Ministerium führlichere Ankündigungen unentgeltlich zu haben
Liererungen zu.
Stuttgart, im Oktbr. 1834. E. Schweizerbart's Verlagsbhandlung
In unterzeichnetem Verlage erschien so eben o- sich aber durch Wohlfeilheit und eleganten erste Lieferung der: Lethaea geognostica,
Abbildung und Beschreibung
der für die Gebirgs-Formationen bezeichnendster ersteinerungen von Dr. H, G. Bronn, . Prolfessor an der Universitst zu Heidelherg. Vier bis fünf Lieferungen, mit 27 — 30. Sreindruck Unter alleu Erscheinungen der neueren Zeit auf tafeln in Ato und ungelühr 24 Bogen Text in Svo, dem fruchtbaren Gebiete der gesammten Alter-[nebst mehreren Tabellen. Preis 1 Thfr. 5 sgr. pr Liefernng. Geognosten.
G8.gg
papier in gr. 8m
Tabellen öfters bis zu!
dem grossen Werke unter der umsichtigen Leitung Bei Duncker & Humblot, Franzoͤsische Et⸗
gearbeitet, und namentlich wird Nonius Marcel- linus aus französischen Handschriften., deren Be- natzung durch besondere Gunst der jenseitigen Re- giernng gewährt worden ist, und welche von dem rühmlichst hekannten deutschen Philologen Dr. Fr Duebner in Paris mit unermüdetem Eifer verglichen werden, in einer längst ersehnten kritisch berich- tigten Ausgabe erscheinen. Der Druck des nächslen Wagner. Bandes wird bald beginnen und auf die üussere Aus-
Leipzig, im Januar 1835 B. G. Teubner.
drichsstrasse No. 161.
—,———
Erinnerung an Berlin. Walzer, Ihrer Königlichen Hoheit der durchlauchtigs
Ppremzessin Wilhelm von Preulsen.
gebornen Herzogin von Sachsen-Weimar,
788 Werk. Original-Ausgabe.
ebten 1 T- Wollhaͤndlers. 8. üas 1““
beli 11“
sicht der Einfuͤhrun besonders im noͤrd kurzen Darstellung
in tielster Ehrfurcht gexwvidmet von Joh. Straufs. Jahr 1834, von den jetzigen Kla
von den Aussichten auf das n Vorstehende neueste, von so vielen Seiten mit Die Schrift, als das Werk eine Verlangen erwartete, und zum Andenken an des fers verdient die ven
des scharfsinnigen IIrn. Directors Lindemann forf- Nr. 20 a., ist so eben erschienen und in allen Bu handlungen zu haben: Ueber den gegenwaͤrtigen Stand der Me⸗ rinos⸗Schaaf⸗Zucht, mit einer kurzen Ueber⸗ und Verbreitung derselben, ichen Europa. 2 des gegenwaäͤrtigen Ganges des Woll⸗Handels. Von J. Ph.
ebst einet
„Der durch anderweitige Schriften bereits vor⸗ stattung verspreche iech alle Sorgfalt zu verwenden. theilhaft bekannte Verfasser, die Resultate seiner vieljaͤhri Ragen, Woll⸗Art und Leitun In Berlin zu beziehen dureh W. Logier, Frie- Ernaͤhrung, die aͤußeren Einrichtungen einer Sch ferei und die Bestimmung der Paarung dar, giett sodann eine Uebersicht der bekanntesten Merinot⸗ Schaͤfereien im noͤrdlichen Deutschland, und eine Neueste Compositioo von Johann Strauls. Ertrags Vergleichung zwischen hoch⸗ und mittelmaͤßig Mbaa. veredelten Schaafen, und handelt von den weitem Aussichten fuͤr die Vortheile der Merinos⸗Schaaf⸗ zucht, den Bedin sten Frau Merino⸗Heerde, dem ungefaͤhren Verhalten der Me⸗ st rrinos⸗Wollzucht in Europa und den in Preußen er⸗ zielten Woll⸗Gattungen. Zuletzt spricht er von den Grundlagen der Wollpreise, von dem Wollmarkte im ssen der Kaͤufer und dchste Schur⸗Jahr. s erfahrenen Prakti⸗ Uee jedes Schaafzuͤchters und 1
legt in obigem Werlefli gen Erfabrungen uͤber d g der Zucht uͤber die sch
gungen der besten Nutzung einet
Nr. 1
8
Golotoff und Fedor Antonieff von der Marine, desglei⸗ chen dem Commandeur des Luggers „Oranienbaum“, Lieutenant Murawieff, den St. Johanniter⸗Orden; dem General⸗Stabs⸗ atzt und Kollegienrath Dr. Lange den Rothen Adler⸗Orden dritter Klasse; dem Lieutenant Akuloff von der 5ten See⸗Equi⸗ page, so wie dem Unter⸗Lieutenant Rogosin und Faͤhndrich Schtschetinin, vom Corps der Kriegs⸗Steuermaͤnner, den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse zu verleihen geruht.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den Kaiserl. Russischen See⸗ Kadetten Skolkoff und Ogilwy, den Unteroffizieren Fedor Avdeeff, Andrei Parschin, Iwan Malutin, Alexan⸗ der Orlofsky, Semen Wasiliew und Fedor Schilofsky, so wie dem Feld⸗Chirurgus Peter Joukoff, saͤmmtlich von der Mannschaft des Kriegs⸗Dampfschiffs „Ischora“, das Allge⸗ meine Ehrenzeichen zu verleihen geruht.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den bisherigen Regierungs⸗ Assessor, Schloßhauptmann Grafen Friedrich von Arnim, zum Regierungs⸗Rath zu ernennen geruht.
Der Referendarius Friedrich Alexander Ferdinand Dietzsch ist auf Grund der bestandenen dritten Pruͤfung zum Advokat⸗Anwalt bei dem Landgerichte zu Trier bestellt worden.
Im Bezirke der Koͤnigl. Regieruug zu Koͤln ist der bisherige Vikar zu Lendersdorf, Johann Mathias Schwieren, zum Pfarrer zu Keldenich ernannt
worden; 2 zu Magdeburg ist zu der erledigten zweiten evangelischen Predigerstelle in Beetzendorf, Groß⸗ und Klein⸗Gischau und
Stapen, der Prediger Herrmann Ferdinand Hildebrand
in Neuendorf berufen; der Kandidat des Predigtamts, Gott⸗ hold Benjamin Stoͤcker, zum zweiten evangelischen Predi⸗ ger in Wegeleben erwaͤhlt; dem Kompastor Kayser in Neu⸗ Haldensleben die erledigte evangelische Pfarrstelle in Bahrendorf verliehen, und die erledigte Kaplaneistelle an der katholischen Pforr⸗Kirche in Hamersleben dem Kaplan Bernhard Cor⸗ des in Adersleben uͤbertragen worden;
zu Stettin ist der bisherige Prediger in Leopoldshagen, Herger, zum Pastor in Steinmocker, der Kandidat des Pre⸗ digtamts, Riemer, zum Pastor in Koͤpitz, und der bisherige Prediger in Coelpin, Taubert, zum Pastor Adjunctus in Re⸗ genwalde ernannt worden.
Das den Kaufleuten Hoffmann und Barandon zu Stettin unter dem 25. Januar 1831 fuͤr den Zeitraum von acht Jahren im ganzen Umfang des Preußischen Staats ertheilte Patent
auf die alleinige Anfertigung und Benutzung einer durch
Seichnung und Beschreibung erlaͤuterten, fuͤr neu und
8 eigenthuͤmlich erkannten Vorrichtung, um Luft in Fluͤs⸗ sigkeiten zur Bewirkung des Verdampfens zu leiten, ohne Jemand in der Anwendung bekannter Verfah⸗ rungsweisen zu behindern,
istum Sechs Jahre vom 25. Januar 1839, mit welchem Tage
es ablaufen wuͤrde, also bis zum 25. Januar 1845, verlaͤngert
worden. “
Soes. 8 8 3 8 Zeitungs⸗Nachrichte
Sitzung vom 11. Maäͤrz. Der Andrang zu der letzten Sitzung der Deputirten⸗Kammer
Deputirten⸗Kammer.
am vorigen Sonnabend war nichts im Vergleiche zu dem, der heute schon vom fruͤhen Morgen an stattfand. Der Palast Bourbon war von dem aͤußern Gitter bis zu den oͤffentlichen ribunen hinauf von einer doppelten Reihe Neugieriger gleich⸗ sam belagert, die sich fuͤr die von dem Grafen von Sade ange⸗ kuͤndigten Interpellationen an die Minister einen guten Platz sicern wollten. Auch die Deputirten fanden sich ungewoͤhnlich zeitig und in großer Anzahl ein. Von den Ministern erschienen zuerst die Herren Humann und Duchatel; spaͤterhin kamen aber auch noch die Herren Guizot und Thiers. Bevor die Sitzung etösnet wurde, bildeten sich in allen Theilen des Saales ein⸗ zeine Gruppen, die sich auf das Lebhafteste unterhielten. Auf der rechten Seite bemerkte man die Legitimisten in einer ziem⸗ ch ruhigen Haltung, auf der linken dagegen mehrere Mitglie⸗ er der siberalen Partei, die auf das Hoͤchste entruͤstet zu seyn enen; den Praͤsidentenstuhl hatte Herr Dupin inne. Gegen 1 ⅞ Uhr istieg Herr von Sade die Rednerbuͤhne und hob mit folgenden orten an: „Ich komme nicht, um mit den Herren Ministern eine lange Controverse anzuknuͤpfen; vielmehr werde ich mich darauf beschraͤnken, einige wenige Fragen an sie zu richten. Nach der Zusicherung, die mir am vorigen Sonnabend gemacht worden, hatte ich meine Interpellationen bis auf heute ausge⸗ etzt; jetzt denke ich aber, daß die Kammer gegen sich selbst ver⸗ oßen wuͤrde, wenn sie noch laͤnger schwiege. Ich glaube uüͤbri⸗ gens, jene Fragen um so eher an das Kabinet richten zu koͤn⸗ dhen, als auf den Minister⸗Listen, die bisher in der Stadt im mmlauf gewesen, kein einziges Oppositions⸗Mitglied figurirt, mithin die Partei, zu der ich gehoͤre, als voͤllig uneigennuͤtzig erscheint. Wenn wir aber bloß uneigennuͤtzige Zuschauer der inisteriellen Krisis sind, in der sich das Land bereits seit
hauptung, die in den Reihen der Opposition großen Beifall fand, von den Centris aber mit Stillschweigen aufgenommen wurde. Er untersuchte darauf die verschiedenen Mittel, die der Kammer zu Gebote staͤnden, um dem gegenwaͤrtigen Zustande ein Ende zu machen, und bezeichnete als solche: 1) eine moti⸗ virte Tagesordnung; 2) die Verwerfung irgend einer wichtigen Proposition der Minister; 3) eine Adresse an den Koͤnig. 9, Sie haben zu Anfang dieser Session“, fuͤgte der Redner hinzu, „eine Adresse votirt, wodurch die jetzigen Minister gewisser⸗ maßen gebrandmarkt wurden (lebhafte Protestation im Cen⸗ trum, Beifall zur Linken); wenn man nun den Sinn dieser Adresse absichtlich verkannt hat, darf man sich da noch wundern, daß die Regierungs⸗Maschine in ihrem Gange gestoͤrt ist? Im Uebrigen trete ich das Wort an die Minister ab und erwarte von ihnen einige Aufschluͤsse.“ — Herr Guizot, der sich hier⸗ naͤchst vernehmen ließ, erklaͤrte zuvoͤrderst, daß, wenn er am vo⸗ rigen Sonnabend die nahe bevorstehende Zusammensetzung eines Ministeriums angekuͤndigt habe, er weit entfernt gewesen sey, zu glauben, daß dieses Resultat auch heute noch nicht erlangt seyn wuͤrde. Unmoͤglich koͤnne man die jetzigen Minister fuͤr die Wahl ihrer Nachfolger verantwortlich machen; (Herr Mauguin verlangt das Wort) ohne Zweifel werde man sich erinnern, daß bei Eroͤffnung der gegenwaͤrtigen Session er und seine Kollegen mehr als irgend Jemand dem Grundsatze gehuldigt haͤtten, daß das Ministerium stets aus der parlamentarischen Majoritaͤt her⸗ vorgehen muͤsse. Was dagegen die direkte Einmischung der Kam⸗ mer bei der Bildung eines Kabinets betreffe, so koͤnne er eine solche nicht anders als einen Eingriff in die Koͤnigliche Prarogative, als eine Stoͤrung der Verhaͤltnisse zwischen den großen Staatskoͤrpern betrachten. „Was uns betrifft“, so schloß der Minister, „so befinden wir uns nur noch auf der Minister⸗ Bank, um die oͤffentlichen Angelegenheiten nicht ohne Leiter zu lassen; den ministeriellen Combinationen sind wir dagegen durch⸗ aus fremd geblieben. Die Rathschlaͤge, die wir ertheilt, sind erfolglos gewesen, und eine Einmischung der Kammer wuͤrde die Schwierigkeiten nur vermehren.“ — Jetzt ergriff Herr Mau— guin das Wort und sagte: „Die Kammer befindet sich in einer so seltsamen Lage, daß es uͤberfluͤssig seyn wuͤrde, dieselbe beson⸗ ders hervorzuheben: dem Anscheine nach giebt es ein Mini⸗ sterium, in der That aber giebt es keins.“ — Herr Guizot: „Ich bitte den Redner um die Erlaubniß, ihn zu unterbrechen: ich habe bloß gesagt, daß die ministeriellen Combinationen bis⸗ her ohne Resultat gewesen, nicht aber, daß in diesem Augenblick nicht neue im Werke waͤren.“ — Herr Mauguin: „Dies gilt gleich viel: immer muß es Jedermann einleuchten, daß wir gegenwaͤrtig kein Ministerium haben, denn ich sehe keinen Conseils⸗Praͤsidenten, sondern bloß 7 Minister. Bei einer sol⸗ chen Desorganisation der Verwaltung kann der Handel nicht ge⸗ deihen; uͤberdies stroͤmen alle Praͤfekten der Hauptstadt zu, 82* 2 rend in demselben Augenblicke, wo ein großer Souverain mit Tode abgeht, der Gesandte bei demselben sich in Paris befindet. Solche Dinge muͤssen die Verwaltung nothwendig erschuͤttern. Seit fast 3 Wochen befinden wir uns, um bloßer Privat⸗Inter⸗ essen und erbaͤrmlicher Intriguen willen, ohne Ministerium. Es giebt ein ganz einfaches Mittel, diesem Zustande ein Ende zu machen: die Minister moͤgen foͤrmlich ihre Entlassung einreichen, jetzt gleich einreichen; es ist dies der einzige verfassungsmaͤßige Weg, aus aller Verlegenheit herauszukommen. (Anhaltende Bewe⸗ gung; Zeichen der Unschluͤssigkeit auf der Ministerbank.) Wenn Ihr faktisch nicht mehr Minister seyd, so sagt uns offen, warum Ihr es nicht mehr seyd. Die Kammer wird nachher schon diejenigen Maßregeln zu ergreifen wissen, welche die Klugheit und die eigene Wuͤrde ihr anrathen.“ — Herr Thiers, der dem Herrn Mauguin auf der Rednerbuͤhne folgte, hielt die gegenwaͤrtige Lage fuͤr ganz einfach und verfassungsmaͤßig, was großes Gelaͤchter in den Rei⸗ hen der Opposition erregte. Es sey die Pflicht der Minister, bemerkte er, fuͤr die Abmachung der kurrenten Geschaͤfte auf ih⸗ rem Posten zu bleiben; auch sey die Verwaltung keineswegs ins Stocken gerathen, und so lange er und seine Collegen am Ru⸗ der waͤren, blieben sie auch fuͤr alle oͤffentliche Angelegenheiten verantwortlich. Andererseits duͤrfe man aber auch nicht außer Acht lassen, wie schwierig es bei der gegenwaͤrtigen Ministerial⸗ Combination sey, solche Maͤnner zu finden und einander zu naͤhern, die zugleich allen Nuancen der Majoritaͤt in der Kammer genuͤg⸗ ten. „Bis gestern“, fagte der Minister hinzu, „sind wir jeder Combination fremd geblieben, und auch noch in dem Augenblicke, wo ich zu Ihnen rede, ist dies der Fall.“ — Nach Herrn Thiers naͤherte sich Herr Odilon⸗Barrot der Rednerbuͤhne; er wurde indessen von Herrn Gauguier zuruͤckgehalten, der zuvor einige Worte, die sein Gewissen ihm eingaͤbe, zu sagen wuͤnschte. Er behauptete zunaͤchst, daß die zu Anfang der Session beschlossene motivirte Tages⸗Ordnung das National⸗Ge⸗ fuͤhl verletzt habe, — eine Aeußerung, die er wieder zuruͤcknahm, als von mehreren Seiten der Ruf zur Ordnung erscholl. — „Die Minister“, fuhr er fort, „muͤssen endlich wissen, daß es nicht hinreicht, ein gesticktes Kleid zu tragen und alle Monat eine Gehalts⸗Quittung zu schreiben. (Gelaͤchter.) Wenn die Steuerpflichtigen bezahlen sollen, so lachen sie nicht. (Neues Gelaͤchter.) Die Minister muͤssen die Juli⸗Regierung bei dem Volke beliebt zu machen suchen; der Conseils⸗Praͤsident muß von der Rednerbuͤhne herab ein System entwickeln, das ge⸗ eignet ist, uns den Frieden mit allen Nationen zu erhalten. Freilich laͤßt ein solches System sich nicht improvisiren; man braucht dazu vielleicht 10 bis 15 Sessionen.“ Als bei die⸗ sen Worten ab ls ein lautes Geleaͤchter ausbrach, rief
unaufhoͤrlich unterbrochen worden waͤre, er andere Formen ge⸗ waͤhlt haben wuͤrde. Er schloß mit der Bemerkung, daß, in⸗ sofern seine Meinung irgend ein Gewicht in der Versamm⸗ lung haben sollte (man lacht), er fuͤr eine Amnestie stim⸗ men wuͤrde. — Nach diesem belustigenden Vortrage ergriff Herr Odilon⸗Barrot das Wort. Er bewies zunäͤchst, daß es ein Ministerium de facto nicht mehr gebe, da die Zei⸗ tungen und die oöͤffentliche Stimme, nicht bloß in Frankreich, sondern in ganz Europa, solches verkuͤndigt haͤtten, ohne daß sie Luͤgen gestraft worden waͤren. Er bemerkte, daß seit dem Jahre 1830 alle Ministerial⸗Combinationen schwer zu Stande gekom⸗ men waͤren, und daß diese Schwierigkeiten mit jedem Jahre zunaͤhmen. „Hieran“, sagte er, „ist ein Uebel schuld, das mit der Wurzel ausgerottet werden sollte.“ Als der Redner bei die⸗ sen Worten, die man auf den Vorsitz des Koͤnigs im Minister⸗ Rathe deutete, lebhaft unterbrochen wurde, sagte er: „Ich er⸗ kaͤre, daß es nicht meine Absicht ist, die Krone in diese Debatte hineinzuziehen — ich glaube, die Gedanken der Kammer erra⸗ then zu haben, — aber ich fordere Jeden heraus, uns in un⸗ seren parlamentarischen Annalen eine Kammer aufzuweisen, die der Aufrechthaltung des guten Vernehmens zwischen den drei Staats⸗Gewalten groͤßere Opfer gebracht hat, als die jetzige. Unsere gegenwaͤrtige Lage ist sehr ernster Art, und es giebt meines Er⸗ achtens nur zwei Mittel, ihr ein Ende zu machen: entweder eine Anklage der Minister (Zeichen der Verwunderung in den Cen⸗ tris) oder eine Adresse an den Koͤnig.“ — Herr Guizor bestieg hierauf noch einmal die Rednerbuͤhne. „Ich habe mich nicht unbedingt geweigert“, aͤußerte er, „auf etwanige Interpellatio⸗ nen der Kammer zu antworten; ein Minister darf indessen die von ihm verlangten Erklaͤrungen nur abgeben, wenn sie ihm der Kammer und dem Lande nuͤtzlich zu seyn scheinen. Unvollstan⸗ dige Aufschluͤsse aber, wie wir sie in diesem Augenblicke nur ge⸗ ben koͤnnten, wuͤrden der Krone und dem Lande eher schaden als nuͤtzen. Der vorige Redner spricht von einer Versetzung der Minister in Anklagestand. Wenn es ihm hiermit Ernst ist, so sind wir gern bereit, uns, dem Lande gegenuͤber, wegen der seit vier Jahren von uns befolgten Politik zu recht⸗ fertigen. In diesem Falle aber muͤßte zugleich auch die ganze Majoritaäͤt der Kammer mit in Anklagestand versetzt werden, da dieselbe sich unserer Politik beigesellt hat.“ Diese Aeußerung erregte allgemeines Gelaͤchter. Den Vorschlag einer Adresse an den Koͤnig wies der Minister nicht geradezu von der Hand. — Herr Mauguin verlangte jetzt, daß die Inter⸗ pellationen an die Minister abermals vertagt wuͤrden, was einige Verwunderung in der Versammlung erregte und sich nur da⸗ durch erklaͤren laͤßt, daß der Antrag auf eine Adresse an den Koͤnig bereits dem Praͤsidenten eingereicht war. Herr Guizot sagte, daß er mit diesem Antrage vollkommen einverstanden sp. woruͤber die Opposition in lautes Geleaͤchter ausbrach. Die be⸗ antragte Vertagung fand keinen weitern Widerspruch. — Es er⸗ hob sich darauf eine kurze Debatte uͤber die Wiederaufnahme der Geschaͤfte der Kammer. Herr Viennet hielt den Moment fuͤr sehr guͤnstig, um uͤber das Gesetz wegen der Verantwort⸗ lichkeit der Minister zu berathschlagen, und wurde dieserhalb derb ausgelacht. Auf den Vorschlag des Praͤsidenten beschloß man, sich am folgenden Tage mit den Sparkassen zu beschaͤfti— gen. Bevor die Versammlung sich trennte, machte Herr Gi⸗ raud noch Herrn Dupin darauf aufmerksam, daß eine Propo⸗ sition (ohne Zweifel der Adreß⸗Entwurf) auf das Bureau nie⸗ dergelegt worden sey. Der Praͤsident erwiederte, er wisse dies und kenne seine Pflicht. Die Sitzung wurde um 3 ½¼ Uhr auf⸗ gehoben, und am folgenden Tage sollte die Pruͤfung der eben erwaͤhnten Proposition in den Bureaus stattfinden.
Paris, 11. Maͤrz. Gestern Vormittag empfing der Koͤnig
den Herzog von Broglie und arbeitete darauf mit den Mini⸗ stern des Seewesens und der auswaͤrtigen Angelegenheiten.
Da der Moniteur auch heute noch keine Minister Ernen⸗ nungen enthaͤlt, so sucht das Publikum sich aus den uͤbrigen oͤf⸗ fentlichen Blaͤttern uͤber den Stand der Dinge zu unterrichten, was indessen um so schwerer haͤlt, als die widersprechendsten Ge⸗ ruͤchte im Umlauf sind. Gewiß scheint nur zu seyn, daß die Deputirten⸗Kammer eine Adresse an den Koͤnig erlassen will, um ihm die endliche Beseitigung des gegenwaͤrtigen ungewissen Zu⸗
standes ans Herz zu legen. (S. oben.) Das Journal des
Débats sagt in dieser Beziehung: „Eine Versammlung mini⸗ sterieller Deputirten hat gestern Nachmittag um 3 Uhr vbei Herrn Fulchiron stattgefunden. Obgleich keine oͤffentliche An⸗ zeige gemacht und kein Cirkular erlassen worden war, so bestand die Versammlung doch aus 183 Mitgliedern. Es heißt, man sey uͤbereingekommen, unter den obwaltenden Umstaͤnden eine ehr⸗ erbietige Adresse an den Koͤnig auf das Bureau der Deputirten⸗ Kammer niederzulegen, in der Absicht, dem Koͤnige zu versichern, daß er auf dieselbe loyale Mitwirkung rechnen koͤnne, von denen die fruͤheren Berathungen der Kammern Zeugniß abgelegt haͤt⸗
ten. Wahrscheinlich wird morgen Abend dieselbe Zusammenkunft 8
bei Herrn Ganneron stattfinden. In Bezug auf das Ministl⸗ vlas. gestern Abend noch nichts entschteben; d 8,Mang; fen, daß der heutige Tag der sich immer vermehrenden offent⸗ lichen Besorgniß ein Ende machen werde.“ — Das Jealna du Commerce enthaͤlt Folgendes: „Wir haben einige Details uͤber das gesammelt, was sich in der gestern bei Herrn Fulchiron
2) Der Redner bediente sich des freilich etwas trivialen Aus⸗ drucks: „Mes collegues parlent comme des corneilles qui abattent des noix.“ aa v“““
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